Redaktioneller

Newsfeed

Wir haben für Sie eine Vorauswahl an redaktionellen Inhalten zusammengestellt, die von Mediengesellschaften, Verlagen, Börsendiensten und Finanzblogs bereit gestellt werden. Hier können Sie sich einen schnellen Überblick über die Themen verschaffen, die im Augenblick von öffentlichen Interesse sind.
360o
Diese Seite teilen
Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und den Finanzmärkten
In diesem Bereich unserer Nachrichtensektion stellen wir Ihnen redaktionelle Inhalte führender Verlage zur Verfügung.

Aktuelle Nachrichten

Wimbledon: Was Zverevs Diabetes-Erkrankung bedeutet

French-Open-Sieger Alexander Zverev hat seit der Kindheit Typ-1-Diabetes. Wie geht er damit um? Was ist bei der Erkrankung zu beachten? Ein Einblick.Am unteren Rücken trägt Alexander Zverev einen Sensor. Seine Blutzuckerwerte misst er während der Tennis-Matches und spritzt sich bei Bedarf Insulin. Wie andere Spitzensportler zeigt der 29-Jährige, dass Topleistungen mit Diabetes möglich sind. Bei den French Open feierte Zverev seinen ersten Grand-Slam-Titel und greift nun in Wimbledon an.Was ist Diabetes? Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) ist der Überbegriff für eine krankhafte Störung des Zuckerstoffwechsels. Man muss zwischen Typ-1-Diabetes und Typ-2-Diabetes unterscheiden - letzterer kann durch Übergewicht, Bewegungsmangel oder durch Veranlagung verursacht werden kann. Bei Zverev wurde schon als kleiner Junge Diabetes Typ 1 diagnostiziert - unbehandelt ist diese Autoimmunerkrankung lebensbedrohlich. Die Bauchspeicheldrüse kann kaum oder kein Insulin mehr produzieren. Zucker kann nicht ausreichend in die Körperzellen aufgenommen und verwertet werden. Typ-1-Diabetes, wie bei Zverev, ist nicht heilbar. Die Betroffenen müssen dem Körper von außen Insulin zuführen. Zverev behielt die Erkrankung in der Karriere lange für sich und machte diese erst 2022 öffentlich. Was müssen Zverev und Freizeitsportler mit Typ-1-Diabetes beachten? Zverev muss seine Werte engmaschig kontrollieren. Vom Sensor werden die Werte auf das Handy oder ein Lesegerät übertragen. Akut gefährlich ist vor allem eine Unterzuckerung. Diese führe zu Leistungsverlust, Schwindel und könne bis hin zur Ohnmacht und im Extremfall bis hin zum Tod führen, sagte Sportmediziner Jan Wüstenfeld vom Institut für Angewandte Trainingswissenschaft in Leipzig.„Bei der Unterzuckerung haben wir tatsächlich das Problem, dass derjenige nicht mehr leistungsfähig ist“, erklärte Jörg Breitenbach, Biochemiker und wissenschaftlicher Berater von Organisationen und Sportlern im Bereich Ernährung. „Das wichtigste Organ des Körpers, das letztlich alle Funktionen steuert, ist das Gehirn. Und die primäre Nahrung des Gehirns ist Glukose, das Gehirn braucht Zucker.“Freizeitsportlern mit Diabetes rät Breitenbach, jenen Menschen, die mit einem Sport treiben, von seinem Diabetes zu erzählen. Somit wissen diese im Falle einer Unterzuckerung Bescheid. Wichtig sei auch, schnell wirksame Zuckerreserven dabei zu haben. „Da unterscheidet man, ob ich eine kurze, hochintensive Belastung habe, wo ich schnell Zucker brauche, oder ich eine lang andauernde Belastung habe. Das heißt, ich brauche längerkettige Kohlenhydrate, die mich auch über mehrere Stunden „füttern"“, sagte Breitenbach. „Beim Durchschnittssportler würde man sagen: Denk dran, dass du dir deinen Müsliriegel mitnimmst.“Beim Wimbledon-Vorbereitungsturnier in Halle hatte Zverev extremst Probleme. Was ist da passiert?In „90 Prozent der Matches“ schafft es Zverev, wie er einmal erklärte, sein Zucker-Level in einem bestimmten Bereich zu halten. Dann sei die Erkrankung für ihn kein Problem. Umgekehrt hieße das, in zehn Prozent der Spiele mache es einen Unterschied. „Dann ist man zu langsam oder die Reaktion ist nicht so da wie bei normalen Zuckerwerten“, sagte der Hamburger. Extreme Probleme traten im westfälischen Halle in der Wimbledon-Vorbereitung auf. Zverevs Sensor zeigte einen falschen, zu hohen Zuckerwert an. Deswegen spritzte sich der Spitzenspieler zu viel Insulin, dabei litt er eigentlich an Unterzucker. „Wenn man in so einer Situation fälschlicherweise zu viel Insulin spritzt, beschleunigt man die Unterzuckerung noch“, sagte Breitenbach, der in der Vergangenheit auch mit Zverev zusammenarbeitete.Die Folge: In den ersten 45 Minuten des Halbfinals nahm Zverev nach eigenen Worten ein Glucose-Gel nach dem anderen und dadurch knapp 350 Gramm Zucker zu sich. Er habe sich „scheußlich gefühlt“. Es sei in den zehn oder elf Jahren, in denen er den Sensor trage, zum ersten Mal passiert.Wie schnell kann sich der Zuckerwert beim Sport verändern?Das ist besonders bei Typ-1-Diabetes schwer vorherzusagen und hängt von vielen Faktoren ab. Schlaf, Tageszeit, Wetter und Stress listet Breitenbach als Faktoren auf. Je nach Art der Sportart, ob Ausdauersport, Sprint oder ein Sport mit langen und wechselnden Intensitäten wie Tennis, kann der Blutzuckerspiegel unterschiedlich reagieren. Es mache etwa einen Unterschied, ob es sich um entscheidendes Match handele oder ein Vorrundenspiel.Was passiert bei Hitze?Auch die Hitze kann sich auf den Zuckerwert auswirken. „Beim Typ-1-Diabetiker verstärken die hohen Temperaturen die Aufnahme von gespritztem Insulin. Die Gefäße weiten sich, das Insulin wird schneller aufgenommen. Da ist die Gefahr, dass ein Typ-1-Diabetiker in der Sonne liegt und niemand merkt, dass er in ein Zuckerloch fällt“, erklärte Breitenbach. Zudem verliere Insulin in der Hitze, bei mehr als 30 Grad und Sonneneinstrahlung seine Wirksamkeit. „Ich muss mein Insulin, wenn ich Pens zum Beispiel habe, um Insulin zu spritzen, kühl aufbewahren. Die kann ich nicht in der Sonne liegen lassen. Ein Typ-1-Diabetiker sollte im Sommer im Schwimmbad die Pens in der Kühltasche lagern, jedoch ohne Kontakt zu Kühlmodulen, damit das Insulin nicht einfriert.“Zverev selbst erzählt oft, dass er die Hitze mag. Seinem Spielstil kommen hohe Temperaturen entgegen.Inwiefern ist Leistungssport für Typ-1-Diabetiker geeignet?Als Kind bekam Zverev von den Ärzten zu hören, er solle sich Profisport abschminken. Doch er bewies das Gegenteil. „Eigentlich gibt es heutzutage keine Einschränkung. Klar muss man vorsichtig sein, aber von vornherein zu sagen, ich kann keinen Sport machen mit Typ-1-Diabetes, ist ein falscher Ansatz“, sagte Breitenbach. „Eine sportmedizinische Beratung, Hilfegruppen und Erfahrung von Menschen mit Diabetes eröffnen viele Möglichkeiten.“In ganz unterschiedlichen Sportarten gibt es sehr erfolgreiche Athleten mit Typ-1-Diabetes. Dazu zählt der 2023-Weltmeister im Hockey, Timur Oruz, Bundesliga-Fußballerin Sandra Starke (RB Leipzig) und Ex-Gewichtheber Matthias Steiner, Olympiasieger von 2008.

Zeige mehr

Fußball-WM 2026: Das sind die teuersten Spieler des Turniers

Im Profifußball werden die Transfersummen immer absurder. Bei der WM 2026 sind einige Spieler dabei, deren Marktwert über 100 Millionen Euro liegt – darunter auch zwei Deutsche.„Geld schießt keine Tore“, lautet eine Fußballfloskel. Das mag teilweise stimmen – ein Team benötigt vor allem eine gute Chemie, um erfolgreich zu sein. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Klubs mit den teuersten Spielern meist zu den besten der Welt gehören.An der Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada nehmen einige Profis mit einem Marktwert von (deutlich) mehr als 100 Millionen Euro teil.Eine Übersicht der teuersten Spieler der WM 2026 finden Sie in dieser Fotostrecke.Wirtz und Musiala sind die teuersten DFB-Profis bei der WM 2026Zwei deutsche Nationalspieler gehören zu den Spielern mit dem größten Preisschildern beim Turnier in Nordamerika: Florian Wirtz und Jamal Musiala, beide 23 Jahre alt. Wirtz, der im Sommer 2025 für 150 Millionen Euro zum FC Liverpool wechselte, ist mit einem Marktwert von 110 Millionen Euro gelistet. Musiala liegt bei rund 100 Millionen Euro.Der Offensivkünstler vom FC Bayern München war mit einem Wadenbeinbruch über sechs Monate ausgefallen und steht erst seit Anfang des Jahres wieder auf dem Platz. Das dürfte seinen Marktwert wesentlich beeinflusst haben.Es klingt absurd, aber bei der WM 2026 sind Profis dabei, die ungefähr das Doppelte von Musiala kosten würden. Welche Spieler das sind, erfahren Sie, wenn Sie sich durch die Bilder klicken.Hinweis: Alle hier angegebenen Marktwerte basieren auf den Schätzungen der Plattform transfermarkt.de (Stand: 2. Juni 2026). Es handelt sich nicht um offizielle Angaben von Verbänden oder Vereinen, sondern um redaktionell geprüfte Richtwerte, die den Transfermarkt möglichst realistisch abbilden sollen.

Zeige mehr

Betagte Profis: Das sind die Oldies der Fußball-WM 2026

Bei der WM 2026 wollen es einige Fußball-Oldies noch einmal wissen. Das Turnier dürfte für sie eine Abschiedstour werden. Diese in die Jahre gekommenen Profis sind dabei.Sie können es einfach nicht lassen: An der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada nehmen einige Profis teil, die auf die 40 zugehen oder sie schon geknackt haben. Trotz ihres hohen Sportleralters spielen sie in ihren Nationalmannschaften teils noch wichtige Rollen.Da wäre etwa der ewige Cristiano Ronaldo, 41 Jahre alt, der kürzlich mit seinem Klub Al-Nassr die Meisterschaft in Saudi-Arabien gewann – sein erster Titel in dem Wüstenstaat. Der Portugiese ist trotz einer Tätlichkeit in der WM-Qualifikation nicht für die ersten Spiele des Turniers gesperrt (der stern berichtete). Trainer Roberto Martinez kann also gleich zu Beginn auf seinen Superstar zurückgreifen.Sechste WM für Ronaldo und MessiFür Ronaldo ist es die sechste WM – gleiches gilt für seinen langjährigen Kontrahenten Lionel Messi. Der mittlerweile 38-jährige Star von Inter Miami geht nach dem Triumph in Katar 2022 mit Argentinien als Titelverteidiger ins Rennen. Im Gegensatz zu Messi war es Ronaldo bislang nicht vergönnt, den WM-Pokal in den Himmel zu stemmen. Das will der Portugiese in diesem Sommer ändern.Die meisten hier aufgeführten Oldies werden wohl ihre letzte WM spielen. Ronaldo allerdings ließ bislang offen, ob er womöglich sogar bei der WM 2030 noch als Spieler dabei sein will. Sein Heimatland Portugal ist neben Spanien und Marokko sowie Uruguay, Argentinien und Paraguay, wo je ein Spiel stattfinden wird, Gastgeber des Turniers. Ronaldo wäre dann 45 Jahre alt. Eine Teilnahme von „CR7“ ist unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich.Deutschlands Oldie heißt Manuel NeuerBei der WM 2026 hat auch die deutsche Nationalmannschaft einen Oldie in ihren Reihen: Torwart-Urgestein Manuel Neuer kehrte nach seinem Rücktritt im Sommer 2024 als Nummer eins zurück ins DFB-Team. Über sein Comeback wurde viel diskutiert, da Bundestrainer Julian Nagelsmann sich lange zu Oliver Baumann bekannt hatte, ihn dann aber kurz vor dem Turnier zur Nummer zwei degradierte (lesen Sie dazu: Wie Neuers Sensationscomeback im Hintergrund vorbereitet wurde | stern+).Der älteste Spieler aller Zeiten bei einer Fußball-WM war übrigens auch ein Torwart: Der Ägypter Essam El Hadary spielte als damals 45-Jähriger beim Turnier in Russland 2018. Dieser Rekord wird bei der WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada nicht gebrochen. Der älteste Spieler ist Schottlands Torwart Craig Gordon mit 43 Jahren.Diese und weitere Oldies bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada finden Sie in dieser Fotostrecke.

Zeige mehr

Fußball-WM 2026: In diesem Modus finden die Spiele der Weltmeisterschaft statt

Die WM 2026 ist die erste, in der insgesamt 48 Nationen an den Start gehen. Das hat auch Auswirkungen auf den Modus in der Gruppen- und K.O.-Phase. So sieht er aus.Zwölf Gruppen gibt es bei der WM 2026 – so viele, wie noch nie bei einer Weltmeisterschaft im Fußball. Das sorgt nicht nur dafür, dass der Spielplan so voll ist wie noch nie – 104 Partien werden ausgetragen –, es hat auch einen neuen Modus zur Folge. An der Größe der Gruppen ändert sich erst mal nichts. Wie gewohnt sind es in jeder von ihnen vier Nationen, die im Modus „Jeder gegen Jeden“ antreten. Neu bei einer WM ist aber, dass nicht nur die Erst- und Zweitplatzierten eine Runde weiterkommen, sondern auch die acht besten Dritten aus allen Gruppen. Deren Rangfolge wird zunächst durch die erzielten Punkte ermittelt. Bei Punktgleichheit entscheidet das Torverhältnis. Ist auch das ausgeglichen, entscheidet die Zahl der erzielten Tore. Nächstes Kriterium wäre die Fair-Play-Wertung: Es gibt Minuspunkte für Karten – je weniger davon, desto besser. Und sollten all diese Kriterien nicht greifen, wird ausgelost.Die Gruppenphase beginnt am 11. und endet am 28. Juni.Modus der WM 2026: Erstmals gibt es ein SechzehntelfinaleWenn sie durch ist, folgt vom 28. Juni bis 4. Juli die nächste WM-Neuerung: das Sechzehntelfinale, das 32 Teams erreichen. Während Partien der Gruppenphase auch unentschieden enden können, ist das Sechzehntelfinale eine K.O.-Runde, in der Spiele rein theoretisch bis zum Elfmeterschießen gehen könnten. Danach biegt die WM auf ihre gewohnte Bahn ein, in Richtung Achtelfinale. Dessen Begegnungen finden vom 4. bis 7. Juli statt. Ist das Achtelfinale vorbei, müssen WM-Fans stark sein, denn am 8. Juli wartet der erste spielfreie Tag des Turniers. Es dürfte zu verschmerzen sein, schon am 9. Juli geht es mit den Spielen des Viertelfinales weiter. Das letzte von ihnen wird am 12. Juli angepfiffen.Und dann geht die WM in die heiße Phase, mit den Halbfinalspielen am 14. und 15. Juli. Für die Teams, die die beiden Partien verlieren, ist wie üblich aber noch nicht Schluss. Am 18. Juli findet für sie das Spiel um Platz drei statt. Einen Tag später, am 19. Juli, steht schließlich das Spiel der Spiele an: das Finale.Wie der Spielplan der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2026 aussieht, lesen Sie hier.

Zeige mehr

WM 2026: Werwölfe vs. Dorfbewohner: Mit diesem Spiel vertreiben sich die DFB-Kicker die Zeit

Zwischen Wettkampf, Training und Regeneration verbringen die DFB-Profis ihre Freizeit im Camp auch mit Spielen, darunter „Die Werwölfe vom Düsterwald“. Was hat es damit auf sich?Es ist zwar nicht das legendäre Campo Bahia der WM 2014 in Brasilien, doch auch in Winston-Salem, North Carolina, scheinen die Akteure der deutschen Fußballnationalmannschaft ihre Freizeit zu genießen. Den Eindruck vermittelt zumindest der Youtube-Kanal des DFB, der Einblick in den WM-Alltag von Musiala, Undav und Co. gewährt. Zwischen Highlights aus Trainingseinheiten und Pressekonferenzen zeigen die Videos auch, wie unterschiedlich die Spieler ihre Freizeit gestalten.So hauen sich die Stürmerkollegen Kai Havertz und Nick Woltemade Federbälle um die Ohren, Jamie Leweling und Maxi Beier spielen Darts und wieder andere zocken Karten. Dass Leroy Sané bei Uno als echtes Talent gilt, ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Doch ein anderes Kartenspiel sorgt im Camp für besondere Unterhaltung. Wie Alexander Schlüter in der Nachberichterstattung des Spiels Argentinien gegen Österreich erzählte, saßen Profis und Angehörige einen Tag nach dem Sieg gegen die Elfenbeinküste beim gemeinsamen Spieleabend zusammen und probierten sich an „Die Werwölfe vom Düsterwald“.DFB-Kicker spielen Werwolf. Was ist das?Für alle, die das beliebte Gesellschaftsspiel nicht kennen: Im Mittelpunkt steht ein fiktives Dorf, das von Werwölfen heimgesucht wird. Ziel ist es, entweder als ahnungslose Mehrheit der Dorfbewohner oder als informierte Minderheit der Werwölfe die jeweils andere Seite auszuschalten.Eine Person übernimmt die Rolle des Spielleiters und führt durch die verschiedenen Spielphasen. Während der Nachtphase halten die Dorfbewohner ihre Augen geschlossen. Der Spielleiter fordert die Werwölfe auf, die Augen zu öffnen, sich auf ein Opfer zu einigen und dieses zu eliminieren. Darüber hinaus erwachen nachts Spieler mit besonderen Fähigkeiten, etwa die Seherin, die die Identität anderer Mitspieler aufdecken kann.In der anschließenden Tagphase öffnen alle Spieler wieder die Augen. Der Spielleiter verkündet den nächtlichen Todesfall, woraufhin die Dorfgemeinschaft diskutiert und gegenseitige Verdächtigungen ausspricht. Anschließend stimmen die Teilnehmer darüber ab, wer als mutmaßlicher Werwolf aus dem Spiel ausscheidet. Die Dorfbewohner gewinnen, wenn sie alle Werwölfe entlarvt haben. Die Werwölfe siegen, sobald sie die gleiche Anzahl an Spielern wie die Dorfbewohner erreichen oder ihnen zahlenmäßig überlegen sind.Und so wird aus einem freien Abend beinahe eine taktische Einheit: mit Diskussionen, Verdächtigungen und überraschenden Wendungen. Fehlt eigentlich nur noch der VAR für die Abstimmung am Tisch.

Zeige mehr

Newsblog zur Fußball-WM: Gerald Asamoah äußert sich zu Rassismus-Debatte um Bastian Schweinsteiger

Nach mutmaßlich rassistischen Aussagen über die Elfenbeinküste gerät Bastian Schweinsteiger in die Kritik. Nun äußert sich ein Ex-Kollege. Alle WM-News im stern-Newsblog.Die größte Fifa-Fußballweltmeisterschaft aller Zeiten läuft. 48 Mannschaften kämpfen bis zum 19. Juli in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko um den goldenen WM-Pokal.Auch die deutsche Nationalmannschaft macht sich Hoffnungen, den Weltmeistertitel nach 1954, 1974, 1990 und 2014 zum fünften Mal nach Hause zu holen. Die DFB-Elf von Bundestrainer Julian Nagelsmann hat die Gruppenphase überstanden und zieht ins Sechzehntelfinale ein.Lesen Sie im stern-Newsblog alle aktuellen Meldungen und Entwicklungen zur Fußball-WM 2026:

Zeige mehr

WM 2026: Das ist das Hotel des DFB-Teams – es hat ein ungewöhnliches Speiseangebot

Während der WM 2026 wird die deutsche Nationalmannschaft in einem Hotel in North Carolina unterkommen. Wir werfen einen Blick in das Hotel, das einst eine Privatresidenz war.Der „Geist von Malente“ umweht die Nationalmannschaft bis heute. Vier Wochen bei der WM 1974 und eine Woche vor der WM 1990 verbrachte die Nationalmannschaft in der Sportschule – und gewann jeweils den Titel. Auch das Campo Bahia in Brasilien wurde beim WM-Triumph 2014 legendär. Kann das auch dem Graylyn Estate in North Carolina gelingen? Dort kommt das Team von Julian Nagelsmann bei der Fußball-WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko unter. Ausschlaggebend für die Entscheidung dürfte auch die Nähe zur Wake Forest University und die für US-Hochschulen üblichen hervorragenden Sportanlagen gewesen sein. So ist die Universität keine zwei Kilometer vom Graylyn Estate entfernt, verfügt über drei Trainingsplätze und jede Menge weitere Sporteinrichtungen. „Wir haben hier drei Fußballplätze in einem sehr, sehr guten Zustand, die alle Ansprüche, die wir aus sportlicher Sicht stellen, erfüllen“, erklärte Nagelsmann bei der Verkündung der Unterkunft.WM 2026: Hotel des DFB-Teams bietet viel LuxusDas Hotel selbst blickt auf eine lange Historie zurück: Es ist 101 Jahre her, dass Bowman Gray auf den Gedanken kam, seinen Wunsch zu realisieren. Der Industrielle und seine Frau Nathalie kauften in Winstom-Salem ein Stück Land, um sich ihr Traumhaus zu bauen. Gray war ebenso wie die Stadt im US-Bundesstaat North Carolina mit Tabak reich geworden. 1932, sieben Jahre nach Baubeginn, waren die Arbeiten am Graylyn Estate beendet. Die Familie Gray bezog das Anwesen mit den 85 Zimmern und einer Wohnfläche von fast 4300 Quadratmetern – damals das zweitgrößte Haus in North Carolina.Viel Zeit, seinen neuen Luxus zu genießen, hatte Bowman Gray nicht. Er starb nur drei Jahre später während einer Kreuzfahrt an einem Herzinfarkt. 1972 spendete die Familie Gray das Anwesen der Wake Forest University, zu der die Grays eine enge Beziehung pflegten. Mit einem Fond ermöglichten sie bereits 1941 die Gründung eines medizinischen Hochschulzweigs, auch die Gelder für den Bau eines Stadions für Autorennen und Footballspiele stammten einst aus dem Fond.Nachdem die Universität das Anwesen zunächst als Studierendenwohnheim nutzte, ist es seit 1984 ein Boutique-Hotel, in dem noch einige Traditionen aufrechterhalten werden. Um Butter und Scotch, die beiden Hunde der Familie Gray zu ehren, gibt es jeden Nachmittag Butterscotch Cookies. Dazu können Gäste kostenlos auf einen unbegrenzten Vorrat Eiscreme zurückgreifen – der Lieblingssüßigkeit von Bowman Gray.

Zeige mehr

Kanada, Mexiko, USA: Aztekenstadion, MetLife Stadium & Co: Die Spielorte der WM 2026

Moderne Sporttempel und legendäre Spielstätten: Die 16 Stadien der Fußball-WM 2026 sind mitunter spektakulär. Dafür warten auf Teams und Fans weite Wege.Wer nicht besonders reisefreudig ist, sollte sich Gedanken machen, ob die Fußball-WM 2026 die richtige Veranstaltung für ihn ist. Über drei Länder – Kanada, Mexiko und die USA – und 16 Stadien erstreckt sich das Turnier. Zwischen den am weitesten voneinander entfernten Arenen (Vancouver und Miami) liegen rund 4500 Kilometer Distanz.  Während die Fans noch den Luxus haben, sich die Spielorte, die sie besuchen wollen, aussuchen zu können (mit entsprechendem Losglück bei der Ticketvergabe natürlich), müssen die Fußballer schon mehr Sitzfleisch mitbringen, um zwischen den Spielorten der Weltmeisterschaft umherzupendeln. Die Strecken, die sie dabei zurücklegen müssen, sind teils sehr lang. Es warten architektonische Highlights wie das Estadio Akron in Guadalajara, das einem Vulkan nachempfunden wurde, oder die modernen, spektakulären Arenen in den USA. Anders als bei einigen anderen Weltmeisterschaften der jüngeren Vergangenheit wurden für die WM nicht extra neue Stadien gebaut, die danach kaum noch benötigt werden und finanzielle Probleme verursachen – siehe Brasilien.Trotzdem gab und gibt es Kontroversen. Etwa um das legendäre Aztekenstadion in Mexiko City, das aktuell noch umgebaut wird. Um es herum entsteht ein neuer Komplex inklusive Einkaufszentrum und neuer Parkhäuser. Die Nachbarn fürchten dadurch Gentrifizierung und steigende Mieten. Auch um die Umbauten mancher Stadien gab es Streit, insbesondere wegen der Kosten. Der internationale Fußballverband Fifa als Veranstalter wird es nicht stören, er erwartet ein Turnier der Superlative.Übrigens: Für das Turnier müssen die meisten Stadien ihre regulären Namen ablegen. Viele von ihnen tragen Sponsoren-Namen – etwa die Arena in Dallas, die eigentlich „AT&T Stadium“ heißt. Die Fifa hat für das Turnier ihre eigenen Geldgeber und möchte nicht für andere Unternehmen gratis Werbung machen. Deshalb sind die Stadien einfach nach ihren Städten benannt. Etwa „Dallas Stadium“ oder „Toronto Stadium“. Bloß der BC Place in Vancouver, darf seinen Namen behalten. „BC“ steht ganz unverfänglich für British Columbia, die Provinz, in der Vancouver liegt.

Zeige mehr

Fußball-WM 2026: Das sind die deutschen Gruppengegner

Ein krasser Außenseiter und zwei Abwehrbollwerke: Die Gruppengegner der deutschen Nationalelf heißen Curaçao, Elfenbeinküste und Ecuador – die Teams im Kurzporträt.1. Curaçao (14. Juni in Houston um 19 Uhr MESZ)Die Nationalelf von Curaçao gab vor Beginn der Fußballweltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada ein chaotisches Bild ab. Nach nur zwei Partien wurde der niederländische Trainer Fred Rutten, der vor langer Zeit auch mal Schalke trainiert hat, entlassen – auf Wunsch der Spieler und der Sponsoren. Zuvor hatte Curaçao in Testspielen gegen China und Australien klare Niederlagen kassiert.Also kehrte der Niederländer Dick Advocaat, 78 Jahre alt, auf den Trainerstuhl zurück, den er erst im Februar 2026 aus privaten Gründen geräumt hatte. Die Sehnsucht nach dem Mann, der die Insel vor der Küste Venezuelas sensationell durch die WM-Qualifikation geführt hatte, war wohl zu groß.Curaçao hat sich schon vor dem Turnierstart einen Rekord gesichert. Mit nur rund 160.000 Einwohnern ist die Karibikinsel – ein autonomer Staat innerhalb des Königreichs der Niederlande – das mit Abstand kleinste Land, das sich jemals für eine Fußball-WM qualifiziert hat.Sportlich ist das Team krasser Außenseiter. In der Weltrangliste steht es auf dem 82. Rang. Das Herzstück der Mannschaft bilden die Mittelfeldspieler Leandro Bacuna, der auch Kapitän ist, und Juninho Bacuna. Auch Keeper Eloy Room und die Verteidiger Riechedly Bazoer und Sherel Floranus gehören zu den Stützen. Bester Torschütze in der Qualifikation war Mittelstürmer Gervane Kastaneer, der sein Geld in der malaysischen Liga verdient. Teuerster Spieler im Kader ist der offensive Mittelfeldspieler Tahit Chong, der aktuell einen Marktwert von 4,5 Millionen Euro aufweist und in der 2. englischen Liga spielt. Bis auf zwei Ausnahmen stammen alle Nationalspieler aus den Niederlanden.2. Elfenbeinküste (20. Juni in Toronto um 22 Uhr)Das zweite Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste wird kein weiteres „Testspiel“ wie gegen Curaçao. Die Westafrikaner sind ein starker Gegner, besetzt mit einigen Spitzenkräften.Da ist zum Beispiel der Linksaußen Yan Diomande, der für RB Leipzig spielt. Der 19-Jährige ist der Bundesliga-Shootingstar und hat einen Marktwert von 75 Millionen Euro. Oder der Rechtsaußen Amad Diallo, der für Manchester United aufläuft und einen Marktwert von 50 Millionen Euro hat. Oder der Angreifer Bazoumana Touré, der für die TSG Hoffenheim spielt. Organisiert wird das Spiel von Franck Kassie, früher Milan, jetzt bei al-Ahli in Saudi-Arabien unter Vertrag. Der Ex-Frankfurter Evan Ndicka ordnet die Abwehr von AS Rom und der „Elefanten“ – nur um einige Beispiele zu nennen, die für die Qualität des Teams stehen.Bemerkenswert: Nationaltrainer Emerse Faé führte die Mannschaft ohne ein einziges Gegentor durch die WM‑Qualifikation. Das Prunkstück des Teams ist die Abwehr, dafür fehlt ein Torjäger von internationaler Klasse. Beim Afrika-Cup im Januar war die Elfenbeinküste Titelverteidiger, scheiterte aber im Viertelfinale an Ägypten. Für die DFB-Elf wird es die erste echte WM-Prüfung werden.3. Ecuador (25. Juni in East Rutherford um 22 Uhr)Für Ecuador wird die Teilnahme an der WM zur Gewohnheit. Zuletzt waren die Südamerikaner bis auf die Turniere in Südafrika (2010) und Russland (2018) immer dabei. Ihr größter Erfolg ist das Erreichen des Achtelfinales bei der WM in Deutschland 2006. Sonst schieden sie nach der Vorrunde aus. Superstars des Teams sind Mittelfeldspieler Moisés Caceido vom FC Chelsea und Innenverteidiger Willian Pacho von Paris Saint-Germain. Den Deutschen wird Piero Hincapié besser bekannt sein. Der Verteidiger spielte bis 2025 für Bayer Leverkusen und wechselte dann zum FC Arsenal. Kapitän und Rekordtorschütze ist der 36-jährige Mittelstürmer Enner Valencia.Bundestrainer Julian Nagelsmann hält Ecuador für den stärksten Gegner der DFB-Elf. Das liegt daran, dass die Südamerikaner die WM-Qualifikation als Zweiter der Südamerika-Gruppe abschlossen. Sie schnitten besser ab als Brasilien, Kolumbien oder Uruguay. Noch besser war lediglich Weltmeister Argentinien. Die große Stärke des Teams ist die Defensive. In achtzehn Qualifikationsspielen kassierten sie fünf Treffer – schossen aber auch nur 14. Zum Vergleich: Argentinien und Kolumbien erzielten 31 bzw. 28 Tore. Die Deutschen werden vermutlich viel Geduld brauchen, um Ecuadors Abwehrbollwerk zu knacken.Quelle: „transfermarkt.de“

Zeige mehr

Von 1934 bis 2026: So liefen WM-Boykotte und die Debatten darüber früher ab

In Deutschland wird gerade über einen Boykott der Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko debattiert – wegen Donald Trumps Politik. Wie es früher lief, zeigen wir hier.Alle vier Jahre wieder: In Deutschland findet aktuell eine Debatte um einen Boykott der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko statt. Oke Göttlich, Präsident des Bundesliga-Klubs FC St. Pauli und Vizepräsident des DFB, hat sie angezettelt: „Ich frage mich wirklich, wann der Zeitpunkt ist, darüber konkret nachzudenken und zu reden. Und für mich ist dieser Zeitpunkt definitiv gekommen“, sagte er der „Hamburger Morgenpost“.Schon vorher hatte Jürgen Hardt von der CDU (außenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag) die Idee ins Spiel gebracht. Martin Schulz von der SPD (war mal Kanzlerkandidat) warf die Frage auf, ob man nicht grundsätzlich darüber nachdenken sollte, ohne es aber zu fordern.Anlass der Debatte ist die aggressive Politik von US-Präsident Donald Trump. Die brutalen Razzien gegen Migranten in Minneapolis sowie landesweit, die Festnahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro oder die Drohungen im Konflikt um Grönland sind für einige Grund genug für Boykott-Gedanken. Wir zeigen Ihnen, welche Boykotte es in der Vergangenheit bereits gab – und aus welchen Gründen.Lesen Sie hier, was unser Kolumnist und Chefkorrespondent Nico Fried über einen möglichen WM-Boykott denkt.

Zeige mehr

Formel 1 in Österreich: „Großer Fortschritt“: Verstappen wittert seine Chance

Nach einem Podestplatz und technischen Updates ändert sich die Perspektive von Max Verstappen. Doch schon am nächsten Wochenende kann es wieder ganz anders aussehen.Offensiv wollte Max Verstappen nicht über eine mögliche Titelchance sprechen, doch mit nur einem guten Rennen hat sich die Stimmung des viermaligen Formel-1-Weltmeisters komplett gewandelt. „Es ist das erste Mal, dass ich wieder um einen Sieg fahren konnte“, sagte der Niederländer nach Platz zwei beim Großen Preis von Österreich. Nach frustrierenden Monaten fehlten dem 28-Jährigen in Spielberg nur 1,6 Sekunden zum ersten Saisonerfolg. „Das ist ein großer Fortschritt“, sagte Verstappen und grinste.„Die Bestie ist zurück“, schrieb die spanische „Mundo Deportivo“ nach dem unerwartet guten Grand Prix. Gut gelaunt wie lange nicht lief Verstappen nach dem Podest-Coup auf der Rennstrecke seines Red-Bull-Rennstalls durch das Fahrerlager. Konzerngrößen wie Milliardenerbe Mark Mateschitz und Boss Oliver Mintzlaff waren gekommen, um den Starfahrer zu sehen und zu unterstützen. Der gute Auftritt könnte ein erstes Puzzleteil dafür sein, dass Verstappen bei dem Rennstall bleibt und seinen Vertrag bis zum Ende erfüllt.Nutzt Verstappen seine Ausstiegsklausel?Nach einem technischen Update zeigte sich das Auto stark verbessert - und das soll nur ein Zwischenschritt sein. „Hoffentlich dauert es nicht zu lang, aber wir haben immer noch ein bisschen Arbeit vor uns“, sagte Verstappen. Er wollte nicht ins Detail gehen, merkte aber an: „Für einen WM-Titel haben wir noch zu viele Probleme. Das ist keine Kritik, aber das ist aktuell die Wahrheit.“ Er wisse genau wie das Team, was es zu verbessern gilt. Daran wollte man nun gemeinsam arbeiten: „Wir müssen uns noch Dinge anschauen, aber das jetzt ist schon ein großer Schritt nach vorn. Das ist ein gutes Zeichen.“Natürlich bleibt seine Ausstiegsklausel ein Thema. Angeblich kann Verstappen zum Jahresende aus seinem eigentlich noch bis Ende 2028 laufenden Vertrag aussteigen, wenn er bis Ende des Monats nicht mindestens Zweiter der WM ist. Das ist mittlerweile unmöglich - und trotzdem hat sich die Situation im Vergleich zu der vor dem Wochenende stark verändert. Verstappen ist nach dem 129. Podestplatz seiner Karriere für den Moment wieder in der Lage, etwas mit seinem Auto gegen die Konkurrenz auszurichten. Nach den Regeländerungen zu Jahresbeginn hatte das nicht funktioniert.Fast 100 Punkte Rückstand auf den WM-FührendenVerstappen wirkte im März schwer frustriert, schimpfte öffentlich über die neuen Regeln. Am Sonntagabend klang das ganz anders. „Das ist sehr befriedigend“, sagte der WM-Siebte, der zwei Podestplätze in dieser Saison zu Buche stehen hat, zur Rückkehr aufs Podium. Allerdings: Der Rückstand auf den WM-Führenden Kimi Antonelli von Mercedes beträgt schon 98 Punkte. „Das ist eine große Lücke“, sagte Verstappen, merkte aber trotzdem an: „Es ist sehr positiv, jetzt hier in dieser Position zu sitzen. Es war ein langer Weg hierher.“Das sah auch Red Bulls Teamchef Laurent Mekies so. „Jetzt wieder zurück im Rennen zu sein, zeigt, welches Talent in unserem Team steckt“, sagte der Franzose bei Sky: „Dieses Wochenende hat uns einen großen Schritt nach vorn gebracht.“ Am Ende herrschte sogar etwas Enttäuschung, dass George Russell in der Gluthitze von mehr als 34 Grad im Mercedes hauchdünn gewann. „Es ist immer etwas frustrierend, wenn man im Getriebe des Siegers steckt und dann nicht gewinnt“, sagte Mekies: „Aber Max war einfach unglaublich heute.“Nächstes Rennen in Silverstone „ein hartes Ding“Vor dem Team liege nun viel „Bastelarbeit“, sagte der Boss: „Wir werden versuchen, noch mehr Updates zu bringen, sobald das möglich ist.“ Verstappens Dienstfahrzeug habe noch viel mehr Potenzial, betonte der Rennfahrer selbst. Im Qualifying am Samstag hatte ein technischer Defekt zu einem heftigen Abflug von der Piste geführt. Verstappen traf keine Schuld, ein Problem am Heckflügel sorgte für den Crash. Im Rennen stimmte etwas mit der Hinterachse nicht, was jetzt noch untersucht werden soll.Nicht nur das sind Zeichen, dass von einem Tag auf den anderen längst nicht alles perfekt läuft. Denn auch auf das kommende Wochenende blickt Verstappen mit Sorge. Auf dem Hochgeschwindigkeitskurs im englischen Silverstone rechnet sich der 71-malige Grand-Prix-Sieger nicht wirklich viele Chancen aus. „Ich habe ein paar Runden im Simulator gedreht und musste anfangen zu lachen“, sagte Verstappen. Demnach habe das Auto nicht so funktioniert, wie er sich das gewünscht hätte. „Es wird ganz anders als hier. Das wird ein hartes Ding“, sagte Verstappen.

Zeige mehr

Start in Barcelona: Das müssen Fans zum Start der Tour de France wissen

Spektakel in Barcelona, Doppelspitze mit Lipowitz und zweimal Alpe d'Huez: Die Tour de France verspricht für deutsche Radsport-Fans viel Spannung.Die deutschen Radsport-Hoffnungen ruhen bei der 113. Tour de France wieder auf den Schultern von Florian Lipowitz. Wie sieht der Vorjahresdritte seine Chancen, in diesem Jahr den Abstand zu Dominator Tadej Pogacar zu verringern? „Es ist natürlich schwierig. Ich hoffe, dass ich noch nicht an meinem Leistungsmaximum bin“, sagte der 25-Jährige vor dem Start der Rundfahrt am 4. Juli in Barcelona. Das sind die wichtigsten Fragen und Antworten für Radsport-Fans.Was steht beim Start in Spanien an?Die erste Etappe der großen Schleife ist ein 19 Kilometer langes Mannschaftszeitfahren durch die katalanische Metropole vorbei an der Sagrada Família und über den Montjuïc, den Hausberg Barcelonas. Anders als bei früheren Ausgaben wird bei der Zeit aber jeder Fahrer einzeln gewertet. Es wird spannend, wie die Teams damit taktisch umgehen. Auch am zweiten Tag geht es in und um Barcelona mehrmals über den Montjuïc mit einem anspruchsvollen Finale zum Olympiastadion. Die dritte Etappe führt das Peloton dann nach Frankreich.Hat Florian Lipowitz wieder Chancen auf das Podium?Bei der Slowenien-Rundfahrt stellte der 25-Jährige seine hervorragende Form gerade erst mit zwei Etappen-Erfolgen und dem Gesamtsieg unter Beweis. Auch die Resultate im Frühjahr gegen stärkere Konkurrenz lassen hoffen, dass der Deutsche wieder unter die ersten drei fahren kann. Interessant wird allerdings die Konstellation im eigenen Red-Bull-Team mit dem zu dieser Saison verpflichteten belgischen Olympiasieger Remco Evenepoel. Die Mannschaft geht mit einer Doppelspitze an den Start. In den hohen Bergen gilt Lipowitz als der stärkere Fahrer. Im Zeitfahren ist Evenepoel eine Klasse für sich.Kann irgendjemand Tadej Pogacar schlagen?Der slowenische Radsport-Dominator gewann erst im Frühjahr fast alle Klassiker, bei denen er antrat, und siegte dann zuletzt bei der Tour de Suisse mit mehr als sechs Minuten Vorsprung. Wenn er gesund durch die drei Wochen kommt, wäre alles andere als ein Sieg eine riesige Überraschung. Es wäre der fünfte Triumph des 27-Jährigen bei der Tour. Der Weltmeister würde mit den Rekordhaltern Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault und Miguel Indurain gleichziehen.Wer wird sonst hoch gehandelt?Noch etwas vor Lipowitz und Evenepoel ist Pogacars Langzeit-Rivale Jonas Vingegaard zu nennen. Der dänische Tour-Champion von 2022 und 2023 gewann Ende Mai zum ersten Mal den Giro d'Italia und will den Schwung nach Frankreich mitnehmen. Die Hoffnungen der Franzosen ruhen auf Wunderkind Paul Seixas (19), der seine erste Grand Tour fährt. Dass er unbekümmert mit den großen Namen der Branche mitfahren kann und will, stellte Seixas in dieser Saison schon unter Beweis. Ob er bei seiner ersten dreiwöchigen Rundfahrt aber schon ernsthaft um den Gesamtsieg mitfahren kann, ist fraglich.Was sind die Höhepunkte der Rundfahrt?Mehr als 3.300 Kilometer müssen die 184 Fahrer bewältigen. Rund 54.000 Höhenmeter stehen in Pyrenäen, Zentralmassiv, Vogesen, Jura und Alpen auf dem Programm. Nach dem Auftakt in Barcelona geht es direkt in die Pyrenäen. Die siebte Etappe mit Ziel in Bordeaux haben sich die Sprinter im Kalender rot eingekreist.Besonders die letzte Woche hat es dann für die Klassement-Fahrer in sich. Gleich zweimal ist der Wintersportort Alpe d'Huez nach vier Jahren Pause das Ziel, zunächst über den gewohnten Weg auf der 19. Etappe. Am vorletzten Tag der Rundfahrt dann nur über die letzten 3 der 21 ikonischen Kehren, aber am Ende einer brutalen Etappe mit insgesamt 5.600 Höhenmetern. Am 26. Juli endet die Rundfahrt in Paris. Mehrmals geht es wieder über den Anstieg am Montmartre, was schon im Vorjahr und bei Olympia 2024 für Spektakel sorgte. Welche deutschen Fahrer können noch eine Rolle spielen?Nils Politt wird im UAE-Team wieder einer der wichtigsten Helfer von Pogacar sein. Das dürfte auch die Chancen des Kölners einschränken, mal selbst auf einen Etappensieg zu fahren. Dieses Ziel hat sich Georg Steinhauser gesetzt. Der Neffe von Jan Ullrich steht vor seinem Tour-Debüt. „Sicher wird er sich da auf einige Etappen konzentrieren. Aber natürlich teamintern wird er auch seine Arbeit leisten müssen“, sagte Ullrich der ARD. Felix Engelhardt wird nach seinem Überraschungssieg in Bad Liebenstein im Trikot des deutschen Meisters seine erste Tour fahren.Wo kann man die Tour schauen?Die ARD und Eurosport übertragen die Rundfahrt auch in diesem Jahr. Im Ersten beginnt die Übertragung meist kurz nach 14 Uhr. Der Online-Livestream startet etwas früher. Die Übertragungen der Etappen in voller Länge von Eurosport können per Stream auch bei den kostenpflichtigen Anbietern HBO Max, Discovery+ und DAZN verfolgt werden.Warum könnten die TV-Motorräder für Ärger sorgen?Beim Giro machte der Deutsche Max Walscheid seinen Frust deutlich. „Heute haben Motorräder leider den Ausgang des Rennens beeinflusst und das ist für uns extrem enttäuschend“, sagte er nach der 15. Etappe, bei der eine Ausreißergruppe überraschend vor dem heranrasenden Hauptfeld ins Ziel kam. Der Vorwurf, der immer wieder bei Rennen geäußert wird: Die TV-Motorräder seien zu nah an den Ausreißern gefahren und hätten so wichtigen Windschatten gespendet. Das Thema könnte auch in Frankreich wieder hochkochen und eine Debatte über die Einführung einer technischen Lösung verstärken.

Zeige mehr

Präsident fehlt bei WM: Wo ist Donald Trump?

Es wurde erwartet, dass US-Präsident Donald Trump die Fußball-WM in den USA als Bühne für sich selbst nutzt. Bisher ist von ihm beim Turnier aber keine Spur. Warum?Derzeit gibt es nur eine ungefähre Ahnung davon, wie Donald Trump bei dieser Fußball-WM in Erscheinung treten könnte. Für viele ist es eher eine Befürchtung. Der US-Präsident, der das Turnier nach der Vergabe als sein ganz persönliches Großereignis verkaufte, wird am 19. Juli den Pokal überreichen – und die Zeremonie möglicherweise wieder zu seinem Moment machen. Aber bis dahin? Noch ist es eine WM ohne Donald Trump.Als der US-Präsident im vergangenen Jahr im Weißen Haus eine Taskforce für die WM etablierte, freute er sich, dass ein weiteres „großes Ereignis“ während seiner Präsidentschaft stattfindet. Mit Fußballkenntnissen glänzte er dabei jedoch nicht. „Welche Mannschaft gilt derzeit als Favorit? Falls es so etwas überhaupt gibt (…)“, sagte er, an Fifa-Präsident Gianni Infantino gewandt. Infantino nannte daraufhin zunächst einige Favoriten für die damals noch anstehende Klub-WM. Und dann Argentinien, Brasilien, England, Deutschland und Spanien mit Blick auf die WM. Dass Infantino den USA erst auf Nachhaken eines Reporters und Trumps Chancen zusprach, schien den US-Präsidenten nicht so sehr zu stören. Auf die Frage, ob er sich Spiele ansehen werde, sagte er: „Ich würde auf jeden Fall gerne zu mehr als einem gehen.“ Mehr als ein Jahr später titelte das Portal „Politico“ in diesen Tagen: „Wie lange kann Donald Trump der Fußball-WM noch fernbleiben?“.Die BBC fragte in einem Kommentar nach dem Warum und erinnerte an den demokratischen Präsidenten Bill Clinton, der die Welt beim Eröffnungsspiel der WM 1994 in den USA mit warmen Worten begrüßt hatte. Obwohl er sich am Sonntag in einem Beitrag auf seiner Plattform Truth Social offensichtlich zufrieden mit dem Verlauf und der Ausrichtung im eigenen Land zeigte, war Trump bislang nicht einmal im Stadion. Dafür kann es mehrere Gründe geben.Trumps TerminkalenderDer US-Präsident hatte in den vergangenen Wochen etliche Termine, die für die Weltpolitik bedeutender sind als eine Fußball-WM. Kurz nach dem Eröffnungsspiel der US-Amerikaner gegen Paraguay (4:1) in Inglewood bei Los Angeles am 12. Juni tagten in Frankreich die G7-Mächte, zudem fielen die Verhandlungen mit dem Kriegsgegner Iran in diese Zeit. Ein US-Präsident hat von Amts wegen einfach viel zu tun.Allerdings hielten Trump weder Gipfel noch Krieg davon ab, zu seinem 80. Geburtstag einen professionellen Käfigkampf vor dem Weißen Haus zu veranstalten – am Wochenende nach der US-Partie. Hier stand der US-Präsident im absoluten Zentrum der Aufmerksamkeit. Wie wäre es wohl in den Stadien gewesen?Die politische LandschaftBislang war Trump mit der WM immer in geschützten Räumen in Berührung gekommen. Etwa im Weißen Haus, als Infantino medienwirksam mehrfach zu Besuch gekommen war. Oder bei der Auslosung in Washington, als Trump von Infantino in einer befremdlichen Show den sogenannten Fifa-Friedenspreis entgegennahm. Ohne jeden Widerstand konnte Trump die Strahlkraft des Großereignisses für sich nutzen.Nach der Partie in Kalifornien spielten die US-Boys in Seattle gegen Australien (2:0) und erneut in Inglewood gegen die Türkei (2:3). Beide Städte sind klar demokratisch geprägt und Trump deshalb nicht zustimmend gesinnt. Als ranghöchstes Regierungsmitglied hatte Außenminister Marco Rubio die erste Partie verfolgt – dem Sender Fox zufolge in derselben Loge wie der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom, der immer wieder für eine mögliche Kandidatur der Demokraten um die Präsidentschaftswahl 2028 gehandelt wird. Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. war beim 2:0 gegen Australien in Seattle – und wurde ausgepfiffen. Möglicherweise vermied Trump also für ihn unbequeme Situationen. Wie die Menschen in den Stadien auf Bilder von Trump auf der großen Videoleinwand reagiert hätten, bleibt aber Spekulation. Wegen der vielen mitreisenden Fans ist das Publikum bislang sehr heterogen, auffällig ist aber immer wieder der ausgeprägte Patriotismus der heimischen Zuschauerinnen und Zuschauer. „USA! USA!“-Rufe hallen auch durch die Stadien, wenn das eigene Team gar nicht oder in dem Moment ganz woanders spielt.Wichtig ist die ganz große Bühne„Es geht ihm um das Hauptereignis – das WM-Finale. Denn dort sind die höchsten Einschaltquoten zu erwarten“, sagte der Politikstratege Federico de Jesus der BBC. Er verwies darauf, dass Trump beispielsweise den Super Bowl im vergangenen Jahr in New Orleans verfolgt habe, zuvor aber kein Spiel in der regulären Saison der American-Football-Liga NFL. Kurz vor der WM war er bei einem der Basketball-Finalspiele der NBA in der Halle der New York Knicks. Fußball hat es in den USA seit jeher schwer gegen Football, Basketball, Eishockey und Baseball.Dann also das WM-Finale. Dass die feierliche Übergabe des Pokals auch politisch als Schaubühne genutzt wird, ist nicht ungewöhnlich. Bei der WM 2022 in Katar war Emir Scheich Tamim bin Hamad Al Thani auf dem Rasen dabei und ehrte das argentinische Weltmeisterteam um Superstar Lionel Messi.Und Trump hat schon Erfahrungen: Bei der Klub-WM im vergangenen Jahr hatten Infantino und Trump gemeinsam das Siegerteam des FC Chelsea geehrt. Anschließend hatte der US-Präsident für Verwunderung gesorgt, weil er entgegen der Tradition für das Siegerfoto mit den Fußballern auf dem Podium stehen blieb. Infantino wies ihm freundlich, aber bestimmt den Weg von der Bühne.

Zeige mehr

Erstmals im WM-Achtelfinale: „Kanadische Helden“: Davies und Co. schreiben Geschichte

Ein Tor in der Nachspielzeit entscheidet das erste Sechzehntelfinale der WM-Geschichte. Kanadas Reise geht weiter. Ein Bayern-Star gibt nach einer Verletzungspause sein Comeback.Jesse Marsch wollte den größten Erfolg der kanadischen Fußball-Geschichte sofort mit dem ganzen Team genießen. „Die harte Arbeit, die meine Jungs geleistet haben, ihr Charakter, ihre Stärke, das macht sie zu kanadischen Helden. Ich bin so glücklich“, sagte der ehemalige Cheftrainer von RB Leipzig nach dem 1:0 im Sechzehntelfinale gegen Südafrika. Sofort nach Schlusspfiff hatte er alle zu einem Kreis auf dem Spielfeld versammelt. Comeback-Profi Alphonso Davies lauschte den Worten seines Coaches ebenso glücklich wie Torschütze Stephen Eustaquio, dem in der Nachspielzeit der lange zähen Partie das umjubelte Siegtor gelungen war.Erstmals hatte Co-Gastgeber Kanada bei einer WM die Gruppenphase überstanden und erstmals hat das Land nun auch ein K.o.-Spiel bei einer WM gewonnen. „Für die Kanadier, wo der Fußball ein bisschen am Kommen ist, bedeutet das wirklich sehr viel. Darauf können sie stolz sein“, sagte ARD-Experte Bastian Schweinsteiger. Kanada als Co-Gastgeber spielt nur noch in den USAKleiner Wermutstropfen: Als Zweiter der Gruppe spielt Kanada trotz seiner Rolle als Co-Gastgeber nicht mehr vor den eigenen Zuschauern in Vancouver, sondern nur noch in den USA - so wie im Achtelfinale am 4. Juli in Houston, wenn es entweder gegen die Niederlande oder Marokko geht. „Es ist schade, dass wir das nicht in Vancouver vor unseren Fans hatten“, sagte Marsch, der sich auf ein Duell mit einem der beiden „Giganten“ freut. Es sei das Ziel gewesen, weit genug für ein solches Spiel gegen ein Schwergewicht zu kommen. Kanada habe nichts zu verlieren. „Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um das zu gewinnen.“Los Angeles als besonderer OrtNach der Ansprache im Mittelkreis („Ihr seid kanadische Helden“) küsste der US-Amerikaner Marsch immer wieder das kanadische Wappen auf seinem Pullover, die Spieler liefen im hochmodernen Los-Angeles-Stadion mit einer riesigen Kanada-Flagge eine Ehrenrunde. Kanada wurde in der WM-Historie zum ersten Team, das als Gastgeber zu einer Partie antrat, die nicht im eigenen Land stattfand.„Ich bin Amerikaner und stolz darauf, aber die Ideale und Charaktereigenschaften der Kanadier passen wirklich gut zu mir“, sagte Marsch, der das Team um Bayerns Außenverteidiger Davies im Mai 2024 übernommen hatte. Rang drei in der Nations League der CONCACAF war bislang der größte Erfolg - und zugleich der Beginn der langen Leidenszeit von Davies, der sich beim 2:1 im Spiel um Rang drei gegen die USA das Kreuzband riss. Und das im gleichen Stadion, in dem er nun - mehr als 15 Monate später - sein Comeback als Nationalspieler Kanadas gab.Davies erstes Spiel für Kanada seit dem KreuzbandrissDer Bayern-Profi hatte auch nach dem Kreuzbandriss weiter Verletzungspech. Eine Oberschenkelverletzung aus dem Champions-League-Halbfinale der Münchner gegen Paris Saint-Germain kostete ihn alle drei Gruppenspiele der WM. Gegen Südafrika brachte ihn Marsch dann in der 75. Minute, Davies brachte direkt Schwung auf links. Er avancierte laut FIFA zum 1000. Spieler, der bei dieser WM aufgelaufen ist.„Auf dem Feld zu stehen und mit den Jungs zu feiern, hat mir viel bedeutet“, sagte der Linksverteidiger, der für Kanada oft auch eine Reihe davor als Linksaußen zum Einsatz kommt. „Den Ball im Netz zu sehen, und dann mit dem Team zu feiern ist wirklich etwas Besonderes.“

Zeige mehr

Pro und contra: Musiala in der Krise: Ist es richtig, dass der Bundestrainer an ihm festhält?

Die Geduld mit Jamal Musiala wird sich bei der WM noch auszahlen, meint stern-Reporter Christian Ewers. Nein, sagt sein Kollege Nico Schnurr, sie widerspricht dem Leistungsprinzip.

Zeige mehr

Fußball-WM: Das war die WM-Nacht: Paris lockt Diomande, Gakpo spielt

Nur ein Spiel und das bereits mittags: Erstmals seit über zwei Wochen wird in der deutschen Nacht kein WM-Fußball gespielt. Einen Bundesliga-Star könnte es bald zum Champions-League-Sieger ziehen.Julian Nagelsmann ist sich der großen Bedeutung des K.-o.-Spiels der Fußball-Nationalmannschaft gegen Paraguay bewusst. „Im Fußball geht es nur ums Gewinnen. Wenn du gewinnst, ist alles perfekt. Wenn du verlierst, ist alles shit. Also müssen wir gewinnen“, sagte der Bundestrainer bei der Pressekonferenz vor der Partie der WM-Zwischenrunde heute (22.30 Uhr/ZDF und MagentaTV) in Foxborough auf die Frage eines brasilianischen Journalisten auf Englisch.Die DFB-Elf hat bei der ersten WM mit 48 Teams erstmals seit dem Titelgewinn 2014 in Brasilien wieder die Gruppenphase überstanden. Dennoch gab es nach dem enttäuschenden 1:2 gegen Ecuador viel Kritik an der Spielweise und der Einstellung. „Ich habe nicht das Gefühl, dass ich irgendeine Beweispflicht habe gegenüber anderen als Bundestrainer. Wir freuen uns, wenn alle Fans uns unterstützen“, sagte der 38-Jährige: „Aber in erster Linie geht es darum, dass wir uns so präparieren, dass wir in der Lage sind, ein gutes Spiel zu machen.“Das sind die weiteren wichtigen Themen der Nacht:Südafrika-Trainer Broos vertagt Zukunfts-EntscheidungHugo Broos hat seine Zukunft als Nationaltrainer von Südafrika nach dem Aus im WM-Sechzehntelfinale offen gelassen. „Ich denke, es ist nicht klug Entscheidungen zu treffen, wenn man enttäuscht ist. Also werde ich das auch nicht tun“, sagte der 74 Jahre alte Belgier nach dem 0:1 (0:0) gegen Co-Gastgeber Kanada in Inglewood.Vor der Endrunde hatte Broos noch angekündigt, dass nach der WM für ihn Schluss ist. Nach dem Einzug ins Sechzehntelfinale war er von diesem Plan aber ein wenig abgewichen. Man werde „sehen, wie es für mich weitergeht. Ich habe immer gesagt: Ja, das ist meine letzte Weltmeisterschaft. Das steht fest. Was in den nächsten Tagen und Wochen passieren wird, hängt auch ein bisschen davon ab, wie Südafrika die Zukunft sieht“, sagte Broos.Koeman: Niederlande-Stürmer Gakpo gegen Marokko dabeiDie Niederlande wollen das Sechzehntelfinale auch für Angreifer Cody Gakpo gewinnen. Der Stürmer vom FC Liverpool hatte am Samstag öffentlich gemacht, dass sein zweiter Sohn während der Schwangerschaft seiner Freundin gestorben war. Dennoch wird Gakpo in der Partie gegen Marokko im mexikanischen Monterrey am Dienstag (3.00 Uhr MEZ) dabei sein.„Es war eine sehr traurige Nachricht. Wir haben das getan, was in unserer Macht stand, um ihn zu unterstützen“, sagte Bondscoach Ronald Koeman. Er habe großen Respekt davor, dass Gakpo bei der Mannschaft geblieben sei. „Das zeigt, was ihm die Elftal bedeutet.“ Gegen Marokko wird Gakpo, der in den drei Gruppenspielen zwei Treffer erzielte, von Anfang an spielen. Der Kapitän verrät: So will Paraguay gegen DFB-Elf auftretenParaguays Kapitän Gustavo Gómez hat für das WM-Sechzehntelfinale gegen Deutschland einen kampfbetonten Auftritt angekündigt. „In den drei Spielen - unabhängig von den Ergebnissen - haben wir gezeigt, dass wir gut kämpfen können“, sagte der 33-Jährige. „Das wird morgen nicht anders sein. Das ist unsere Identität.“Paraguay qualifizierte sich als einer der acht besten Gruppendritten für das Sechzehntelfinale gegen das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann an diesem Montag (22.30 Uhr/ZDF und MagentaTV) in Foxborough bei Boston. Nach dem 1:4 zum Auftakt gegen Co-Gastgeber USA blieb das Team von Coach Gustavo Alfaro zweimal ohne Gegentor - beim 1:0-Sieg gegen die Türkei sogar trotz langer Unterzahl. Die Abwehr ist klar die Stärke der Südamerikaner.Berichte: Leipzigs Diomande mit Paris über Wechsel einigDer heiß begehrte Angreifer Yan Diomande von der Elfenbeinküste hat sich Medienberichten zufolge während der WM für einen Vereinswechsel von RB Leipzig zu Paris Saint-Germain entschieden. Laut den Sendern Sky und RMC sowie des Transfer-Experten Fabrizio Romano soll sich der 19-Jährige mit dem Champions-League-Sieger auf einen Fünfjahresvertrag geeinigt haben.Damit der Wechsel nach der laufenden WM stattfinden kann, muss sich PSG noch mit Leipzig über die Ablösesumme einigen. Beide Clubs würden sich demnach bereits im Austausch befinden. An Diomande hatte dem Vernehmen nach auch der FC Liverpool großes Interesse gezeigt. Medienberichten zufolge soll RB ein Angebot der Reds über 100 Millionen Euro abgelehnt haben. Brasiliens Kapitän: Japan bloß nicht unterschätzenRekordweltmeister Brasilien lehnt die Favoritenrolle im Sechzehntelfinale gegen Japan ab. Es wäre „völlig falsch“, die japanische Mannschaft auch nur im Geringsten zu unterschätzen, sagte Kapitän Marquinhos vor dem K.-o.-Spiel heute (19.00 Uhr/ZDF und Magenta TV) in Houston. „Sie hat sich mit starken Gegnern gemessen und in den vergangenen Spielen bewiesen, dass sie mit den ganz Großen mithalten kann.“Brasiliens Nationaltrainer Carlo Ancelotti hat seinen Plan mit Starspieler Neymar derweil nicht verraten. Neymar sei körperlich so weit, auch länger als nur 15 Minuten spielen zu können, sagte der Italiener: „Letztlich wird das aber vom Spielverlauf und der Situation abhängen, die uns im morgigen Spiel erwartet.“

Zeige mehr

Fußball-Nationalmannschaft: Nagelsmann: Bei Niederlage gegen Paraguay ist „alles shit“

Der Bundestrainer steht unter Druck. Nach Kritik der vielen Experten muss gegen Paraguay ein Sieg her. Sonst ist bei der WM wieder zu früh Schluss. Nagelsmann schließt Veränderungen nicht aus.Julian Nagelsmann ist sich der großen Bedeutung des K.-o.-Spiels der Fußball-Nationalmannschaft gegen Paraguay bewusst. „Im Fußball geht es nur ums Gewinnen. Wenn du gewinnst, ist alles perfekt. Wenn du verlierst, ist alles shit. Also müssen wir gewinnen“, sagte der Bundestrainer bei der Pressekonferenz vor der Partie der WM-Zwischenrunde heute (22.30 Uhr/ZDF und MagentaTV) in Foxborough auf die Frage eines brasilianischen Journalisten auf Englisch. Die DFB-Elf hat bei der ersten WM mit 48 Teams erstmals seit dem Titelgewinn 2014 in Brasilien wieder die Gruppenphase überstanden. Dennoch gab es nach dem enttäuschenden 1:2 gegen Ecuador viel Kritik an der Spielweise und der Einstellung. Nagelsmann will die Kommentare von außen nun möglichst ausblenden.Keine „Beweispflicht“ als Bundestrainer„Ich habe nicht das Gefühl, dass ich irgendeine Beweispflicht habe gegenüber anderen als Bundestrainer. Wir freuen uns, wenn alle Fans uns unterstützen. Wir freuen uns auch, wenn die Experten, die Kritiker, nach dem Spiel sagen, es war gut. Aber in erster Linie geht es darum, dass wir uns so präparieren, dass wir in der Lage sind, ein gutes Spiel zu machen“, sagte der 38-Jährige. Seit dem Turnierbeginn gibt es immer wieder viele Ratschläge von Experten wie Jürgen Klopp, Thomas Müller oder Lothar Matthäus. Im Besonderen ging es um die Rolle von Kapitän Joshua Kimmich als rechter Verteidiger oder einen möglichen Startelfeinsatz von Topstürmer Deniz Undav, der als Joker bislang dreimal traf. Vielsagende Antwort auf Druck-Frage„Tatsächlich geht es mir nur um die Mannschaft und unseren Erfolg“, versicherte der Bundestrainer. Auf die Frage, was die Kritik mit ihm selbst mache, antwortete er: „Das ist, glaube ich, wie bei jedem Menschen. Die Frage können Sie sich selbst beantworten. Und dann, glaube ich, ist dazu alles gesagt.“Seine Personalplanungen für das Paraguay-Spiel ließ Nagelsmann im Unklaren. Gerechnet wird mit einer Rückkehr des zuletzt angeschlagenen Nathaniel Brown als linker Außenverteidiger. Gegen Ecuador hatte ihn David Raum vertreten und eine schlechte Leistung gezeigt. „Am Ende müssen wir in der Kommunikation mit den Spielern und mit dem Trainerteam natürlich die Entscheidung treffen. Das werden wir auch tun. Es gibt taktische Überlegungen, ein bisschen was zu verändern, wie ich auch in die andere Richtung diskutiere, es alles identisch zu lassen, was die erste Elf angeht“, sagte Nagelsmann.

Zeige mehr

Newsblog zur Fußball-WM: Brown steht gegen Paraguay zur Verfügung

DFB-Nationalspieler Nathaniel Brown dürfte in die Startelf zurückkehren. Lionel Messi bricht einen Uralt-Rekord. Alle WM-Nachrichten gibt es im stern-Newsblog.Die größte Fifa-Fußballweltmeisterschaft aller Zeiten läuft. 48 Mannschaften kämpfen bis zum 19. Juli in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko um den goldenen WM-Pokal.Auch die deutsche Nationalmannschaft macht sich Hoffnungen, den Weltmeistertitel nach 1954, 1974, 1990 und 2014 zum fünften Mal nach Hause zu holen. Die DFB-Elf von Bundestrainer Julian Nagelsmann hat die Gruppenphase überstanden und zieht ins Sechzehntelfinale ein.Lesen Sie im stern-Newsblog alle aktuellen Meldungen und Entwicklungen zur Fußball-WM 2026:

Zeige mehr

Sieg gegen Südafrika: Kanada erreicht WM-Achtelfinale bei Davies-Comeback

Erstmals hat Kanada die Gruppenphase einer Fußball-WM überstanden - und steht nun sogar im Achtelfinale. Alphonso Davies gibt sein Comeback, Südafrika enttäuscht.Kanada um Rückkehrer Alphonso Davies hat erstmals in seiner Geschichte das Achtelfinale einer Fußball-WM erreicht. Gegen Südafrika gewann das Team um den Bayern-Star im ersten Sechzehntelfinale der WM-Geschichte 1:0 (0:0). Stephen Eustaquio erzielte in der Nachspielzeit das erlösende Tor und verhinderte eine Verlängerung (90.+2). Davies wurde im Los-Angeles-Stadion in der 75. Minute eingewechselt und spielte damit erstmals seit März 2025 wieder für Kanada. Damals hatte er sich im gleichen Stadion das Kreuzband gerissen. Der Jubel der kanadischen Fans unter den 69.237 Zuschauern war entsprechend groß.Nach dem Erfolg im ersten Auswärtsspiel für einen WM-Co-Gastgeber - Kanada hatte alle Gruppenpartien in Toronto und Vancouver ausgetragen - trifft das Team von Ex-Bundesliga-Trainer Jesse Marsch im Achtelfinale am 4. Juli in Houston entweder auf die Niederlande oder Marokko. Südafrika verabschiedet sich von der XXL-WM mit dem besten Abschneiden seiner Geschichte. Noch nie hatte das Land die Gruppenphase überstanden. Schwaches Niveau führt zu Buh-Rufen von den RängenFußballerisch war das erste Sechzehntelfinale des Turniers kein Leckerbissen. Kanada war in der ersten Halbzeit auch ohne Davies das spielbestimmende Team, konnte aus den wenigen Chancen aber nichts machen. Die besten vergaben Derek Cornelius, Moïse Bombito und Tajon Buchanan. Cornelius scheiterte nach einem Freistoß in der 22. Minute mit seinem schwachen Kopfball freistehend an Südafrikas Torwart Ronwen Williams. Der als einer von vier neuen in die Startelf gerückte Bombito überwand Williams dann nach einer Ecke zwar, der Ball wurde aber noch vor der Linie geklärt. Im Nachsetzen vergab Buchanan (44.).Südafrika war in Ballbesitz dagegen so ideenlos und vorsichtig, dass die Zuschauer in Südkalifornien schon früh die Geduld verloren und das Team auspfiffen. Zum Überstehen der Gruppenphase hatten Südafrika zwei Tore gereicht, gegen Kanada strahlte die Bafana Bafana lange gar keine Torgefahr aus. Jedes Mal, wenn es in die Nähe des kanadischen Strafraums ging, verzettelten sich Südafrikas Spieler und verpassten den Moment zum Abschluss. Bis zum ersten gefährlichen Torschuss dauerte es 62 Minuten. Oswin Appollis verzog jedoch aus etwa 18 Metern.Davies sorgt nach Einwechslung sofort für SchwungDie besseren Chancen hatte weiter Kanada. In der 65. Minute lief Tani Oluwaseyi auf Williams zu, den abgewehrten Ball klärte Mbekezeli Mbokazi in letzter Sekunde vor dem heranstürmenden Jonathan David. Kurz nach der Einwechslung von Davies hatten die Kanadier die nächste Gelegenheit, der Schuss von Promise David nach Vorarbeit des Bayern-Profis strich aber am Tor vorbei (76.). Als alles schon auf eine Verlängerung hindeutete, erlöste Eustaquio die Kanadier mit einem platzierten Flachschuss ins Eck. Für den 29-Jährigen war es praktisch ein Heimspiel, spielt er doch für Los Angeles FC in der Major League Soccer.

Zeige mehr

US-Fußball: Berichte: Lewandowski vor Wechsel in die USA

Chicago Fire plant den nächsten Coup: Nach Bastian Schweinsteiger könnte nun Robert Lewandowski zum US-Club wechseln. Kommt in Leon Goretzka noch ein weiterer Ex-Bayer?Der Wechsel von Ex-Bayern-Star Robert Lewandowski (37) in die USA zu Chicago Fire steht laut Medienberichten unmittelbar bevor. Demnach haben sich der polnische Fußball-Nationalspieler und der Club aus der Major League Soccer auf einen Zweijahresvertrag geeinigt. Die vorbereiteten Dokumente soll innerhalb der nächsten 24 Stunden unterschrieben werden. Der Stürmer soll zeitnah den Medizincheck absolvieren, hieß es bei Sky und „The Athletic“ weiter. Lewandowskis Vertrag beim FC Barcelona läuft am Monatsende aus. Der mehrmalige Bundesliga-Torschützenkönig ist schon länger im Visier von Chicago, für das die Verpflichtung der nächste namhafte Coup nach Bastian Schweinsteiger (2017-2019) wäre. Die WM in den USA, Mexiko und Kanada hatte Lewandowski mit Polen verpasst.Lewandowski könnte sein erstes Spiel am 16. Juli ausgerechnet gegen die Vancouver Whitecaps und seinen Ex-Bayern-Kollegen Thomas Müller (36) bestreiten. Am 23. Juli soll es in Miami zum Duell mit Weltstar Lionel Messi (39) kommen.Kommt es zur Wiedervereinigung mit Goretzka?In Chicago könnte Lewandowski vielleicht auf einen alten Bekannten treffen. Auch Nationalspieler Leon Goretzka (31), dessen Kontrakt beim FC Bayern München ebenfalls am kommenden Dienstag ausläuft, soll auf der Liste von Fire stehen. Goretzka spielt mit Deutschland bei der WM am Montag im ersten K.o.-Spiel gegen Paraguay. Interesse an dem Mittelfeldspieler soll es aber auch von einigen europäischen Top-Clubs geben.Mit der Verpflichtung von Lewandowski wäre laut „The Athletic“ aber kein Platz mehr frei für einen sogenannten „Designated Player“. Drei davon sind erlaubt, sie dürfen mit ihrem Gehalt über der erlaubten Grenze liegen. Allerdings fänden die Clubs auch dafür immer wieder Lösungsmöglichkeiten, hieß es. Neben Thomas Müller (36) spielt in Nordamerika unter anderem auch der ehemalige BVB-Profi Marco Reus (37) bei den LA Galaxy.

Zeige mehr

Showing 1 to 20 of 1458 entries

DDH würdigt das Urheberrecht der Nachrichtenverlage und zeigt mit Respekt für das geistige Eigentum der Redaktionen nur einen kleinen Teil der Nachricht bzw. des veröffentlichten Artikels an. Die Informationen hier dienen dem Zweck, sich schnell und gezielt einen Überblick über aktuelle Trends und Entwicklungen machen zu können. Bei Interesse an Einzelthemen klicken Sie gerne auf ein Nachrichtenelement. Wir leiten Sie dann an das Verlagshaus und zum entsprechenden Artikel weiter.

· Actio recta non erit, nisi recta fuerit voluntas ·