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Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und den Finanzmärkten
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Aktuelle Nachrichten

Skispringen bei Olympia: Betrug mit Penis-Tricks? Sportchef sieht Handlungsbedarf

Berichte über Penis-Tricksereien sorgten beim Skispringen zuletzt für Wirbel. "Theoretisch gibt es die Möglichkeit zur Manipulation", sagt der deutsche Sportdirektor - und hat zwei Ideen.Nach Berichten um Penis-Tricksereien für größere Weiten im Skispringen sieht Sportdirektor Horst Hüttel vom Deutschen Skiverband Handlungsbedarf. "Ich habe keine Hinweise, dass betrogen wurde. Ich sehe trotzdem Handlungsbedarf, um das Thema aus der Welt zu schaffen", sagte der 57-Jährige der Deutschen Presse-Agentur bei den Olympischen Winterspielen in Italien. "Zumindest theoretisch gibt es die Möglichkeit zur Manipulation."Es geht um die Regeln des Weltverbands Fis zur Vermessung der Athleten, die für die Bestimmung der Größe der Sprunganzüge wichtig ist. Vereinfacht formuliert: Mehr Stoff an der richtigen Stelle sorgt für mehr Auftrieb. Und da kommt bei Skispringern auch die Penisgröße ins Spiel.Gespräche mit Ärzten"Das Problem an der ganzen Sache ist: Die derzeitige Vermessung wird von einem 3D-Scanner gemacht. Der Punkt, wo das Schrittmaß genommen wird, wird aber händisch festgelegt", sagte Hüttel. "Je weiter unten sich die Geschlechtsteile befinden, desto weiter unten ist der Schritt beim Athleten in der Fis-Tabelle manifestiert."Während der Vierschanzentournee rund um den Jahreswechsel hatte die "Bild" berichtet, es solle Sportler geben, die für ein paar Millimeter mehr Stoff zu Hyaluronsäure gegriffen hätten, um vor der Messung ihren Penis aufzuspritzen."Bis zu diesem Bericht habe ich mir in keiner Weise Gedanken darüber gemacht", sagte Hüttel nun. "Wir haben uns im Nachgang auch mit unseren Ärzten unterhalten, ganz seriös. Sie haben gesagt, dass man durch eine Hyaluron-Spritze oder andere Maßnahmen etwas verändern könnte."Wie könnte die Manipulation verhindert werden?Hüttel sieht zwei Möglichkeiten zur Verbesserung der Messmethode. "Variante eins: Entweder man vermisst die knöchernen Strukturen und legt danach das Schrittmaß fest", sagte Hüttel. "Variante zwei: Man orientiert sich beim Schrittmaß an der Körpergröße."Der frühere Nordische Kombinierer erklärt: "Bei 98 Prozent der Athleten liegt das Schrittmaß bei circa 45 Prozent der Körpergröße. Das wäre einfach und transparent und aus meiner Sicht eine Lösung, die man weiterdenken sollte." Hüttel ergänzte: "So müsste man nur die Körpergröße messen, was auch für die darunterliegenden Wettkampfsysteme wie Continental Cup oder Alpencup praktikabel wäre."Hüttel sagte zudem: "Ich würde mir wünschen, dass man im Frühjahr für den neuen Olympiazyklus in den Fis-Gremien einen neuen Weg findet."

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Winterspiele in Antholz: Preuß erneut ohne Olympia-Medaille - Umzug in Einzelzimmer

Franziska Preuß steht auch im Sprint nicht auf dem Podium. Nun setzt sie ihre Hoffnungen auf die Verfolgung. Vanessa Voigt schießt top, aber auch sie ist chancenlos.Franziska Preuß muss weiter auf ihre erste olympische Einzelmedaille warten. Auch im Sprint von Antholz kam Deutschlands Nummer eins nicht fehlerfrei durch. Der Zeitverlust durch eine Strafrunde war zu groß und Platz sieben nicht das, was sich die Gesamtweltcupsiegerin der Vorsaison erhofft hatte. Die nächste Chance für die 31-Jährige, ihren Frieden mit Olympia zu schließen, bietet sich in der Verfolgung am Sonntag (14.45 Uhr/ZDF und Eurosport). Aber auch da wird es für die Biathlon-Weltmeisterin mit ihrem Rückstand schwer, die Podestplätze anzugreifen."Es schwingt Enttäuschung mit. Jedes Rennen ist eine Chance und jetzt habe ich es wieder nicht geschafft. Man darf nie aufgeben und morgen ist ein neuer Tag", sagte Preuß in der ARD etwas resignierend.Preuß bezieht sicherheitshalber EinzelzimmerEinstellen muss sich Preuß allerdings auf eine neue Situation in der Teamunterkunft. Sie bezog mittlerweile ein Einzelzimmer, weil ihre Teamkolleginnen Janina Hettich-Walz und Vanessa Voigt mit Magenproblemen zu kämpfen hatten. "Bei mir ist es stabil", sagte Preuß. Während Hettich-Walz nicht antreten konnte, stand Voigt immerhin am Start, obwohl sie zuletzt kaum etwas essen konnte. Andere deutsche Sportlerinnen sind aktuell nicht betroffen. "Die haben zum Glück ihr eigenes Bad gehabt", sagte Preuß.Die sechs deutschen Frauen hatten sich zuvor ein großes Apartment mit mehreren Zimmern geteilt, nun wurde noch etwas großzügiger aufgeteilt. "Wir gehen nicht davon aus, dass es ein Virus war, sondern sie etwas Falsches gegessen haben. Es war auch nur eine Nacht", sagte Sportdirektor Felix Bitterling. Preuß hatte sich zunächst ein Zimmer mit Anna Weidel geteilt. In der gemeinsamen Unterkunft erwischte es auch eine tschechische Athletin und einen tschechischen Betreuer mit Magenproblemen."Es braucht ein perfektes Rennen"Nach 7,5 Kilometern hatte Preuß ganze 1:00,1 Minuten Rückstand auf die siegreiche Norwegerin Maren Kirkeeide. "Man kann nicht immer gewinnen, ich hänge etwas in den Top Ten hinten fest", sagte Preuß. Im Jagdrennen ist die Devise nun, das "Thema Medaille komplett auszublenden und im Hier und Jetzt zu sein. Es braucht ein perfektes Rennen, das ist das Ziel".Wie das geht, zeigte die 22-jährige Kirkeeide. Sie hatte in der Mixed-Staffel mit zwei Strafrunden Norwegen eine Medaille verbaut und auch im Einzel nach fünf Fehlern als 49. eine bittere Enttäuschung erlebt. Jetzt verwies sie in einem packenden Fernduell die ebenfalls fehlerfreie Französin Océane Michelon um 3,8 Sekunden auf den Silberrang. Bronze sicherte sich die Gesamtweltcupführende Lou Jeanmonnot (+23,7 Sekunden) aus Frankreich, die trotz einer Strafrunde ihre dritte Medaille im dritten Rennen holte.Dahlmeier holte letztes Sprint-Gold für DeutschlandDie letzte deutsche Olympia-Medaille im Sprint der Frauen hatte die im vergangenen Juli bei einem Bergunfall gestorbene Laura Dahlmeier mit Gold 2018 in Pyeongchang geholt. Auf eine Nachfolgerin muss der DSV noch warten.Im Einzel hatte Preuß zwischenzeitlich auf Goldkurs gelegen, dann aber beim letzten Schießen mit zwei Fehlern eine mögliche Medaille aus der Hand gegeben. Sie war Zehnte geworden. Im Sprint hätte es für Preuß, die von ihrem Lebensgefährten Simon Schempp angefeuert wurde, aber auch fehlerfrei nicht zum Podest gereicht. Auch in der Laufzeit lag sie 50 Sekunden hinter Kirkeeide.Voigt schießt wie ein UhrwerkZweitbeste Deutsche war Voigt als Zwölfte (+ 1:14,0 Minuten). Sie wurde ihrem Ruf als beste Schützin des gesamten Feldes einmal mehr gerecht. Die Einzel-Vierte blieb fehlerfrei und hat damit in ihren bisherigen drei Olympia-Rennen nicht einmal daneben geschossen.Dabei war gar nicht klar, ob sie starten konnte. Denn wie Hettich-Walz lag auch Voigt zwei Tage nur im Zimmer, wie sie in der ARD sagte. "Bis um 10.00 Uhr war mein Start gar nicht so ganz klar. Ich bin absolut stolz, weil mehr war heute absolut nicht machbar. Für das war es ein Wahnsinnssprint für mich", sagte die Thüringerin.Youngster lassen FedernJulia Tannheimer brachte sich bei ihrem Olympia-Debüt gleich im Liegendschießen mit zwei Strafrunden und 300 Extrametern um ein besseres Ergebnis. Die 20-Jährige blieb stehend dann aber fehlerfrei und wurde 20.Das gleiche Schicksal ereilte Selina Grotian. Die 21-Jährige war kurzfristig für Hettich-Walz ins Team gerutscht. Doch gleich im ersten Anschlag schoss Grotian zweimal daneben. Bereits im Einzel als 55. hatte sie vier Scheiben stehen lassen. Stehend kam noch ein weiterer Fehlschuss dazu, sodass sie sich am Ende mit Rang 52 zufriedengeben musste.

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Olympische Winterspiele: Gold für Brasilien: Ski-Showman Pinheiro Braathen brilliert

Lucas Pinheiro Braathen schreibt im Riesenslalom von Bormio Geschichte. Der 25-Jährige ist eine der schillerndsten Figuren der alpinen Ski-Welt - sowohl auf als auch neben der Piste.Schon vor der Siegerehrung zeigte Lucas Pinheiro Braathen ein kleines Tänzchen, aus den Boxen im Schneeregen von Bormio wummerten Samba-Bässe. Nach seiner Fahrt in die Olympia-Geschichtsbücher kamen dem extrovertierten Ski-Star bei der brasilianischen Hymne dann die Tränen.Mit einem beeindruckenden Erfolg im Riesenslalom hat der 25-Jährige die erste Medaille für ein südamerikanisches Land bei Winterspielen gewonnen - und dann gleich Gold. Dem Schweizer Marco Odermatt auf Rang zwei und dessen Landsmann Loic Meillard blieben die anderen Podestplätze. Während Weltcup-Dominator Odermatt ohne Olympiasieg aus Bormio abreist, ist Braathen nun der große Held."Es ist nicht möglich, zu sagen, was ich in meinem Herz fühle", schilderte der gebürtige Norweger im ORF. "Da sind so viele Emotionen. Ich bin so dankbar für alles, meiner Familie, meinen Freunden, meiner Mannschaft." Auch wenn er nun Geschichte geschrieben habe, meinte Braathen: "Mein wichtigstes Ziel ist es, authentisch zu sein und Skifahren zu können als der Mensch, der ich bin." Schmid nach Verletzungen überraschend starkAls Braathen mit seiner Goldmedaille um den Hals auch auf dem Podest zu den brasilianischen Tönen mitwippte, hatten die deutschen Starter das Stadion von Bormio schon verlassen. Alexander Schmid wurde 13. und gab sich damit "sehr zufrieden". Der Parallel-Weltmeister von 2023 hatte nach einem Kreuzbandriss in diesem Winter sein Comeback gegeben und sich Mitte Januar noch am Sprunggelenk verletzt hatte. Anton Grammel landete als 15. knapp dahinter.Fabian Gratz musste eine bittere Enttäuschung hinnehmen: Der 28-Jährige war nach dem ersten Lauf Zehnter, schied im Finale nach einem Fahrfehler aber aus. Das tue sehr weh, sagte er nach dem Rennen niedergeschlagen.Spektakuläre Rückkehr auf den Spuren von James BondFür Pinheiro Braathen erfüllte sich derweil der große Traum - vor allem dank eines famosen ersten Laufs, in dem er fast eine Sekunde zwischen sich und Odermatt legte und die Konkurrenz ratlos zurückließ. Am Ende hatte er 0,58 Sekunden Vorsprung auf Odermatt und 1,17 Sekunden auf Meillard.Der gebürtige Norweger ist eine der schillerndsten Figuren im alpinen Weltcup - ein echter "Showman", wie er selbst schon mal über sich sagte. 2023 hatte er die Slalom-Gesamtwertung gewonnen. Einen Winter später erklärte er infolge eines Streits um Vermarktungsrechte mit dem norwegischen Verband seinen Rücktritt - unter Tränen und unmittelbar vor dem Saisonauftakt in Österreich.Doch schon ein Jahr danach, im Oktober 2024, war der extravagante Edeltechniker zurück - und das "Team Pinheiro" geboren. Er starte ab sofort für Brasilien, das Heimatland seiner Mutter, verkündete Pinheiro Braathen damals in einem Edelrestaurant oberhalb von Sölden, am Gaislachkogl-Gipfel. Wo einst der James-Bond-Film "Spectre" gedreht wurde, gab der Alpin-Star den Medienvertretern einen emotionalen Einblick in seine Gefühlswelt.Belebung für die Ski-Welt - auf und neben der PisteEr fühle sich auf einer Mission, erklärte Pinheiro Braathen. Er wolle junge Menschen inspirieren und ermutigen, so zu sein, wie sie sein wollen. Er habe lange gebraucht, um zu verstehen, dass er nicht von jedem geliebt werden könne. Er sei stolz darauf, 200 Millionen Brasilianerinnen und Brasilianer zu repräsentieren. Dennis Rodman im Basketball, Steve Jobs in der Technologie oder Ronaldinho im Fußball - das seien Idole für ihn gewesen, erklärte er.Doch Pinheiro Braathen, der sich auch schon als Model versuchte, gern schrille Outfits trägt und sich mal die Fingernägel lackiert, belebt die Ski-Welt nicht nur abseits der Piste. Auch sportlich sorgte der sechsmalige Weltcup-Sieger zuletzt wieder regelmäßig für Aufsehen. Vor Olympia fuhr er im Riesenslalom dreimal in Serie auf das Podest - jeweils als Zweiter. Als hätte er sich das i-Tüpfelchen bewusst für die Winterspiele aufgehoben. Die größte Ski-Bühne überhaupt.Pinheiro Braathen nach Gold: "Wichtig ist, was im Herzen ist" "Ich hoffe, dass alle zuhause diesen Moment gesehen haben und wissen, dass alles möglich ist", sagte er. Dabei spiele keine Rolle, wie man aussehe oder welche Sprache man spreche. "Wichtig ist, was in deinem Herzen ist."

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Olympisches Eishockeyturnier: "Frustrierender Nachmittag" gegen Letten: DEB-Team verliert

Deutschland scheitert im zweiten Eishockey-Vorrundenspiel bei Olympia an schwacher Chancenverwertung. Jetzt wartet Weltmeister USA. Danach dürfte es in die Viertelfinal-Qualifikation gehen.Deutschlands Eishockey-Cracks um NHL-Superstar Leon Draisaitl droht nach einem unerwarteten Rückschlag gegen Lettland ein schnelles Olympia-Aus. Viel Schusspech, ungenügendes Über- und Unterzahlspiel und eine schlechte Abwehr sorgten für das bittere 3:4 (2:1, 0:1, 1:2) im zweiten Gruppenspiel, das der Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes noch teuer zu stehen kommen könnte."Wir hatten mit Sicherheit genug Chancen, um noch das ein oder andere Tor mehr zu machen", stellte Kapitän Draisaitl fest. Trotz etlicher Chancen blieb er diesmal ohne Torerfolg und steuerte nur eine Torvorlage zum letzten deutschen Treffer von NHL-Stürmer Tim Stützle (58. Minute) bei. Angesichts des Schussverhältnisses und des deutschen Dauerdrucks im letzten Drittel waren dieser und die beiden vorherigen Tore von Lukas Reichel (3.) und Lukas Kälble (58.) viel zu wenig für das Team von Bundestrainer Harold Kreis. Die mit insgesamt acht eher durchschnittlichen Nordamerika-Profis bei Olympia angetretenen Letten waren wesentlich effektiver.Letten mit besserer AusbeuteZwei Überzahl-Treffer von Dans Locmelis (16./29.) sorgten zweimal für den Ausgleich. Als Deutschland im Schlussdrittel das Spiel mit den NHL-Superstürmern Draisaitl (Edmonton Oilers), Stützle (Ottawa Senators) und JJ Peterka (Utah Mammoth) in einer Reihe entscheiden wollte, schlugen Eduards Tralmaks (49.) und Renars Krastenbergs (52.) auf der Gegenseite zu. "Wir sind im letzten Drittel gefühlt nur bei denen in der Zone und die machen zwei Hütten", schimpfte Peterka. Stützle kritisierte offen die unzureichende Defensivleistung: "Wir haben hinten zu viele Großchancen und Alleingänge zugelassen." Zudem gelang diesmal kein Tor in Überzahl, während die Letten im Powerplay zweimal erfolgreich waren. "Der Special-Team-Battle hat uns gekillt", analysierte Stanley-Cup-Sieger Nico Sturm das Spiel in Über- und Unterzahl.Letztes Gruppenspiel gegen USANach dem 3:1 zum Auftakt am Donnerstag gegen Dänemark steht bereits am Sonntag (21.10 Uhr/ZDF und Eurosport) das abschließende Gruppenspiel gegen Weltmeister USA an. Dann ist Deutschland klarer Außenseiter. "Wir müssen dann unser Ding machen und lange geduldig bleiben", sagte Draisaitl zum Showdown, indem alles andere als eine Niederlage überraschend wäre.Deutschland hat somit kaum noch Chancen, als bester Gruppensieger oder bester Gruppenzweiter direkt ins Viertelfinale einzuziehen. Wegen der am Samstag entgangenen Punkte gegen Lettland droht in der wahrscheinlichen Viertelfinal-Qualifikation nun auch ein stärkerer Gegner und damit ein schnelles Turnier-Aus. "Ein frustrierender Nachmittag", schimpfte NHL-Angreifer Sturm von Minnesota Wild. Dabei hatte das deutsche Team wie schon gegen Dänemark wieder einen Traumstart erwischt und war bereits nach 126 Sekunden durch Nordamerika-Profi Reichel in Führung gegangen. "Danach ist uns das Spiel entglitten. Simultan zu den Strafzeiten, die wir dann kassiert haben", sagte Sturm. Zu umständlich und zu langsam war danach lange Zeit das deutsche Spiel. Lettland brach dagegen immer wieder in Eins-zu-eins-Situationen durch. Unterzahl-Spezialist Sturm sprach von einem "schlampigen" Auftritt: "Es gibt einiges, was wir verbessern müssen." Gegen die USA soll NHL-Keeper Grubauer (Seattle Kraken) zudem eine Pause erhalten. Erwartet wird, dass Maximilian Franzreb von den Adler Mannheim dann zu einem Olympia-Highlight gegen die NHL-Stars der USA kommt.

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Eiskunstläufer Ilia Malinin: Der Absturz des „Vierfach-Gottes“: „Ich habe es vermasselt“

Ilia Malinins Olympia-Desaster bewegt die Sportwelt. Eine Goldmedaille galt für den Eiskunstläufer als reserviert. Doch der „Vierfach-Gott“ stürzt unerklärlich ab.Bei der Transformation seines Sohnes Ilia Malinin von einem „Vierfach-Gott“ in einen zerbrechlichen, zutiefst ratlosen jungen Eiskunstläufer konnte Roman Skornyakov irgendwann nicht mehr hinsehen. Der Vater und Trainer in Personalunion verzweifelte, drehte sich weg von der Eisfläche und vergrub das Gesicht in seinen Händen. Die Welt schaute dafür gebannt, verwundert und irgendwann nur noch mitleidvoll zu, wie dem begnadetsten Eiskunstläufer der Gegenwart das sicher geglaubte Olympia-Gold durch die Finger glitt.Alle – wirklich alle – hatten von dem zweimaligen Weltmeister und Dominator der Eiskunstlaufszene eine Goldmedaille beim wichtigsten Wettbewerb seiner Karriere erwartet. Malinin galt als einer der sichersten Olympiasieger dieser Winterspiele. Immerhin war er seit mehr als zwei Jahren ungeschlagen. Er galt als unbesiegbar, nun bleibt er vorerst unvollendet. Am Ende reichte es an einem denkwürdigen Abend aber nicht mal für eine Medaille.Statt Sprung für die Geschichtsbücher historischer EinbruchDas Unheil deutete sich schon in den Sekunden vor dem Einsetzen der Musik an. „Mein Leben war von vielen Höhen und Tiefen geprägt. Kurz bevor ich meine Ausgangsposition einnahm, überfluteten mich all diese Erlebnisse, Erinnerungen und Gedanken mit voller Wucht, und es war einfach überwältigend“, sagte Malinin nach der vierminütigen Kür, die sein Leben veränderte – nur eben nicht so, wie alle Welt es erwartet hatte.Denn in diesem hochsensiblen Moment wusste der 21-Jährige nicht, wie er mit der Reizüberflutung umgehen sollte, alles sei „zu schnell“ gegangen: „Es war fast so, als ob ich gar nicht wusste, wo ich im Programm stand.“ Und so lief er auch. Der einzige Mensch, der jemals sieben Vierfachsprünge in einer Kür gezeigt hat, bei dem es nicht um die Farbe der Medaille zu gehen schien, sondern eher darum, ob er den Weltrekord von Nathan Chen würde verbessern können, kollabierte regelrecht.„Ich habe all die Jahre darauf hingearbeitet – und dann ging alles so schnell vorbei. Ich hatte keine Zeit zu begreifen, was ich tun soll, oder irgendetwas zu verarbeiten. Es passierte alles so rasend schnell“, sagte Malinin mehreren Dutzend Reportern.Doch statt eines geplanten vierfachen Axels – es wäre der erste in der Olympia-Geschichte gewesen – sprang er diesen nur einfach. Zwei Stürze, den Rittberger zweifach, jegliche Leichtigkeit ging ihm ebenso verloren wie der Mut und die Puste. „Das gibt es nicht“, rief ARD-Kommentator Daniel Weiß ungläubig. Nicht mal eine Medaille blieb Malinin, der Führende nach dem Kurzprogramm, stürzte auf Rang acht ab. „Es ist wirklich nicht leicht, aber ich bin trotzdem stolz, dass ich es bis zum Ende durchgezogen habe“, sagte Malinin, der am Ende seiner Darbietung auch körperlich am Ende zu sein schien.Zahlreiche US-Medien gingen nach diesem Freitag, dem 13., jedoch hart mit Malinin ins Gericht. So, als hätte dieser nicht nur sich selbst um eine Medaille gebracht. „USA Today“ sprach von der „schockierendsten und vernichtendsten Darbietung eines Favoriten in der Geschichte des olympischen Eiskunstlaufs“, die „Los Angeles Times“ schrieb: „Er stolperte über das Eis. Er versuchte, seinen schmerzerfüllten Gesichtsausdruck zu verbergen.“ Nach Ansicht der New York Times hat Malinin seine große Chance auf Einzelgold „verschwendet“.Sein persönliches olympisches Desaster konnte der 21-Jährige kurz nach dem Wettkampf noch nicht ganz realisieren. „Offen gesagt, ich kann jetzt nicht genau sagen, was es war“, antwortete Malinin auf die Frage, warum er in der Kür der Männer so kolossal eingebrochen und nach der Führung im Kurzprogramm noch auf den achten Rang abgerutscht sei. „Ich habe es vermasselt“, wurde Malinin vom US-Sender NBC zitiert.Malinin, neben der auf andere Weise dramatisch gescheiterten Ski-Königin Lindsey Vonn die Attraktion dieser 25. Winterspiele, hatte zu dieser immensen Fallhöhe allerdings auch selbst beigetragen. „I broke physics“, sagte er einmal. Ja, tatsächlich hatte er, der noch bei seinen Eltern in Fairfax/Virginia wohnt, die Grenzen des Möglichen verschoben.Ilia Malinin: „Der Druck ist enorm“Doch auch ihn beeinflussten die Gesetze der größten Sportbühne. „Man sagt, es gebe einen Olympiafluch. Dass der Goldfavorit bei Olympia immer schlecht läuft. Und genau das ist passiert“, analysierte Malinin in den Katakomben der Arena im Süden Mailands: „Der Druck war enorm.“„Es sind die Olympischen Spiele. Ich glaube, die Leute erkennen nur selten den Druck und die Nervosität, die wirklich von innen kommen“, fügte Malinin hinzu.Einige Kollegen zeigten Verständnis und Mitgefühl. Der Japaner Yuma Kagiyama, der hinter dem völlig baffen Olympiasieger Michail Schaidorow (Kasachstan) Silber gewann, fand einen Erklärungsansatz, den er nicht exklusiv hatte: „Ich bin ziemlich überrascht von seiner Leistung heute Abend. Er hatte eine perfekte Saison“, sagte Sato über den zweimaligen Weltmeister Malinin, der seit über zwei Jahren ungeschlagen war. Der Zeitplan allerdings sei „extrem anstrengend“ für ihn gewesen. Auf dem Weg zu Team-Gold für die USA hatte Malinin bereits das Kurzprogramm und die Kür bestritten – auch dies übrigens nicht fehlerfrei.Letztlich sah sich Ilia Malinin in einem weiteren Ausspruch bestätigt, den er jüngst tätigte: „Die Leute sehen uns zu und denken, wir sind übermenschlich. Aber wir sind alle auch nur Menschen.“

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Eiskunstlauf bei Olympia: Malinins dramatisches Scheitern: "Ich habe es vermasselt"

Ilia Malinins Olympia-Desaster bewegt die Sportwelt. Der Eiskunstläufer galt als unbesiegbar. Doch in Mailand schlägt sich das US-Wunderkind selbst - und scheitert in einer verpatzten Kür am Druck.Ein Gefühl der Ohnmacht und der Schockstarre begleitete Eiskunstlauf-Superstar Ilia Malinin nach einem niederschmetternden Olympia-Abend. "Ich habe all die Jahre darauf hingearbeitet - und dann ging alles so schnell vorbei. Ich hatte keine Zeit zu begreifen, was ich tun soll, oder irgendetwas zu verarbeiten. Es passierte alles so rasend schnell", sagte Malinin, der sich selbst vor Olympia als "Vierfach-Gott" bezeichnet hatte, mehreren Dutzend Reportern. Bei den Winterspielen in Italien zeigte das Wunderkind auf Kufen bei einer von Fehlern und Stürzen geprägten Kür nun menschliche Züge.Sein persönliches olympisches Desaster konnte der 21-Jährige kurz nach dem Wettkampf noch nicht ganz realisieren. "Ehrlich gesagt, ich kann jetzt nicht genau sagen, was es war", antwortete Malinin auf die Frage, warum er in der Kür der Männer so kolossal eingebrochen und nach der Führung im Kurzprogramm noch auf den achten Rang abgerutscht sei. "Ich habe es vermasselt", wurde Malinin vom US-Sender NBC zitiert.Malinin: "Der Druck ist unwirklich"War es die fehlende Erfahrung bei Olympischen Spielen? Waren es körperliche Defizite? Oder war es der immense Erwartungsdruck, an dem Malinin spektakulär scheiterte? "Es sind die Olympischen Spiele. Ich glaube, die Leute erkennen nur selten den Druck und die Nervosität, die wirklich von innen kommen", sagte Malinin und fügte hinzu: "Der Druck ist unwirklich."Alle - wirklich alle - hatten von dem zweimaligen Weltmeister und Dominator der Eiskunstlaufszene eine Goldmedaille beim wichtigsten Wettbewerb seiner Karriere erwartet. Malinin galt als einer der sichersten Olympiasieger dieser Winterspiele. Immerhin war er seit mehr als zwei Jahren ungeschlagen. Er galt als unbesiegbar, nun bleibt er vorerst unvollendet.Nur er selbst konnte sich schlagenDie Frage vor der Kür war weniger, wer Olympiasieger werden würde, sondern vielmehr, mit wie viel Abstand Malinin gewinnen würde. Am Ende reichte es an einem denkwürdigen Abend aber nicht mal für eine Medaille. Den Olympiasieg holte sich sensationell Michail Schaidorow, doch der Kasache spielte beim Malinin-Drama nur eine Nebenrolle.Das Ausnahmetalent, das so viele Vierfachsprünge beherrscht wie kein anderer Läufer auf dieser Welt und in der Geschichte des Sports, schlug sich selbst. "Vielleicht war das Eis auch nicht in optimalem Zustand für das, was ich wollte. Aber darüber kann ich mich nicht beschweren, denn wir alle müssen unter solchen Bedingungen laufen, egal was passiert. Das ist also keine wirkliche Ausrede", erklärte Malinin nach seinen ersten Olympischen Spielen. Im Teamwettbewerb hatte er vor wenigen Tagen noch Gold gewonnen. Doch dieser Triumph rückte nach diesem denkwürdigen Abend in den Hintergrund.Statt Sprung für die Geschichtsbücher historischer EinbruchMalinin hatte das Eiskunstlaufen in den vergangenen Jahren in eine neue Dimension gehoben - bei Olympia wollte er im Einzel den nächsten Superlativ aufstellen. Doch statt eines geplanten vierfachen Axels - es wäre der erste in der Olympia-Geschichte gewesen - sprang er diesen nur einfach. Damit begann das Fiasko für den 21-Jährigen. Danach war Malinin vollkommen von der Rolle, stürzte zweimal. Statt einer gefeierten Weltrekord-Vorstellung wurde es Platz 15 in der Kür-Wertung.Ausgerechnet Freitag, der 13., wurde für den "Vierfach-Gott" zum Desaster. Als "Alptraum" betitelte die Tageszeitung "USA Today" den Abend für den Superstar. "Es ist wirklich nicht leicht, aber ich bin trotzdem stolz, dass ich es bis zum Ende durchgezogen habe", sagte Malinin, der am Ende seiner Darbietung auch körperlich am Ende zu sein schien.So richtig nach vorne blicken konnte und wollte er noch nicht. "Man muss annehmen, was passiert ist oder was man daraus gelernt hat, und dann entscheiden, was man in Zukunft tun will und wie man die Dinge angehen möchte."Viel Mitgefühl für MalininSchaidorow und auch einige ehemalige Eiskunstläufer sprachen ihr Mitgefühl für Malinin aus. "Er ist sehr wichtig für das Eiskunstlaufen. Er ist der beste Läufer der Geschichte", sagte der Goldmedaillengewinner, dem Malinin fair gratulierte.Der NBC-Experte und frühere Weltklasse-Eiskunstläufer Johnny Weir aus den USA litt mit Malinin mit und richtete auf Instagram aufbauende Worte an den 21-Jährigen: "Du hast wahren Sportsgeist und Anmut gezeigt." Malinin sei einmalig auf dieser Welt, meinte Weir. Auf den Punkt brachte es die zweimalige Olympiasiegerin Katarina Witt: "Er ist auch nur ein Mensch." Und eben doch kein Gott.

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Olympische Winterspiele: Bahnverkehr in Italien erneut gestört: Sabotage vermutet

Eine Woche nach Beginn der Winterspiele werden wieder Schäden auf dem Schienennetz entdeckt. Noch ist unklar, ob es einen Zusammenhang gibt. Die Behörden ermitteln.Auf dem Streckennetz der italienischen Eisenbahn sind zur Halbzeit der Olympischen Winterspiele erneut mutmaßliche Sabotageakte verübt worden. Der Verkehr auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken zwischen der Hauptstadt Rom und Florenz sowie zwischen Rom und Neapel sei in Folge von "mutwilligen Handlungen" behindert, teilte die staatliche Eisenbahngesellschaft Ferrovie dello Stato (FS) mit. Unklar ist, ob es einen Zusammenhang zu den Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo gibt.Die Bahngesellschaft sprach von mindestens drei verdächtigen Vorfällen. Im Großraum Rom seien an zwei Stellen die Kabelkanäle beschädigt worden, über die der Zugverkehr gesteuert wird. Vermutet wird Brandstiftung. Die Strafverfolgungsbehörden ermitteln. Es kam zu Verspätungen von bis zu eineinhalb Stunden.Mutmaßliche Sabotage bereits zu BeginnBereits zu Beginn der Olympischen Spiele vor einer Woche waren im Norden Italiens Schäden auf drei Bahnstrecken entdeckt worden, die erhebliche Verspätungen zur Folge hatten. In die Ermittlungen schaltete sich eine Anti-Terror-Einheit ein. Später gab es dazu ein Selbstbezichtigungsschreiben. Allerdings steht noch nicht fest, ob das Schreiben echt ist. Die Vorfälle erinnern an ähnliche Vorkommnisse zu Beginn der Sommerspiele 2024 in Paris. Damals hatten Unbekannte kurz vor Eröffnung der Spiele koordinierte Brandanschläge auf das Netz der TGV-Hochgeschwindigkeitszüge verübt.

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Olympische Winterspiele: Von einer wilden Jagd nach der Zeit

Im Eiskanal bei den Skeleton-Rennen geht es um jede Hundertstelsekunde. Von Athleten, Zeitmessern und einem umstrittenen ukrainischen Helm.

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Videobotschaft nach Sturz: Lindsey Vonn meldet sich aus dem Krankenhaus

Mehrere Operationen hat Lindsey Vonn bereits hinter sich, doch offenbar sind weitere notwendig. Das teilte der gestürzte Ski-Star in einer Videobotschaft aus dem Krankenhaus mit.Mehrere Operationen hat Lindsey Vonn bereits hinter sich, doch offenbar sind weitere notwendig. Das teilte der gestürzte Ski-Star in einer Videobotschaft aus dem Krankenhaus mit.

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Olympia: Selenskyj überreicht ausgeschlossenem Skeleton-Piloten einen Orden

Wegen seines Helmes mit Bildern von im Krieg getöteten Athleten wurde Wladyslaw Heraskewytsch ausgeschlossen. Nun zeichnete Wolodymyr Selenskyj den Skeleton-Piloten aus.Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Skeleton-Pilot Wladyslaw Heraskewytsch den ukrainischen Orden der Freiheit überreicht. Bei einem überraschenden Treffen mit dem 27-Jährigen würdigte der Staatschef noch einmal die konsequente Haltung des ukrainischen Sportlers im Streit um dessen Helm mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC).„Die Ukraine wird immer Champions und Olympioniken hervorbringen. Doch ihr größter Schatz sind die Ukrainer selbst – all jene, die die Wahrheit und das Andenken an die von Russland getöteten Athleten bewahren, Athleten, die aufgrund der russischen Aggression nie wieder an Wettkämpfen teilnehmen können“, schrieb Selenskyj auf der Plattform X zu Bildern des Treffens.Selenskyj dankt Heraskewytsch Selenskyj hielt sich am Freitag bei der Münchner Sicherheitskonferenz auf, Heraskewytsch war bis mittags noch bei einer Anhörung des Internationalen Sportgerichtshofs Cas in Mailand gewesen.Bei dem Treffen, an dem auch Heraskewytschs Vater Mykhailo teilnahm, zeigte der Skeleton-Fahrer dem Staatsoberhaupt den Helm mit Porträts von rund 20 Athletinnen und Athleten, die infolge des russischen Angriffskriegs ums Leben gekommen sind. „Vielen Dank für Ihre Haltung, Ihre Stärke und Ihren Mut“, schrieb Selenskyj. Er hatte die geplante Auszeichnung des Athleten am Donnerstag angekündigt. Heraskewytsch: „Ich bereue nichts“Heraskewytsch war wegen seines vom IOC verbotenen Helms vom olympischen Skeleton-Rennen ausgeschlossen worden. Diese Entscheidung bestätigte der Internationale Sportgerichtshof Cas am Freitag. Die Ad-hoc-Kommission wies den Einspruch des 27-Jährigen gegen die Entscheidung des Weltverbands IBSF zurück. Der Skeleton-Fahrer wurde damit auch nicht nachträglich wieder zum Wettbewerb zugelassen. Heraskewytsch hatte sich am Donnerstag vor dem Start des ersten Durchgangs in Cortina d'Ampezzo geweigert, auf das Tragen seines Gedenk-Helms zu verzichten. Das IOC hatte dem Ukrainer die Erlaubnis verweigert, mit dem Helm seinen Wettkampf zu bestreiten. Auf dieser Basis hatte ihn der IBSF ausgeschlossen.„Von Tag eins an habe ich gesagt, dass ich glaube, dass ich im Recht bin“, hatte Heraskewytsch nach einer knapp dreistündigen Anhörung vor der Cas-Schiedsrichterin erklärt, der deutschen Rechtsanwältin Annett Rombach. Umhüllt von einer ukrainischen Flagge beteuerte Heraskewytsch: „Ich bereue nichts.“

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Nach Olympia-Ausschluss: Selenskyj überreicht Orden an ukrainischen Skeleton-Piloten

Der ukrainische Präsident hat seine Ankündigung wahr gemacht. Einen Tag nach dem Ausschluss von Wladyslaw Heraskewytsch vom Olympia-Rennen bekommt der Skeleton-Pilot eine Auszeichnung.Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Skeleton-Pilot Wladyslaw Heraskewytsch den ukrainischen Orden der Freiheit überreicht. Bei einem überraschenden Treffen mit dem 27-Jährigen würdigte der Staatschef noch einmal die konsequente Haltung des ukrainischen Sportlers im Streit um dessen Helm mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC)."Die Ukraine wird immer Champions und Olympioniken hervorbringen. Doch ihr größter Schatz sind die Ukrainer selbst – all jene, die die Wahrheit und das Andenken an die von Russland getöteten Athleten bewahren, Athleten, die aufgrund der russischen Aggression nie wieder an Wettkämpfen teilnehmen können", schrieb Selenskyj auf der Plattform X zu Bildern des Treffens.Selenskyj hielt sich am Freitag bei der Münchner Sicherheitskonferenz auf, Heraskewytsch war bis mittags noch bei einer Anhörung des Internationalen Sportgerichtshofs Cas in Mailand gewesen.Bei dem Treffen, an dem auch Heraskewytschs Vater Mykhailo teilnahm, zeigte der Skeleton-Fahrer dem Staatsoberhaupt den Helm mit Porträts von rund 20 Athletinnen und Athleten, die infolge des russischen Angriffskriegs ums Leben gekommen sind. "Vielen Dank für Ihre Haltung, Ihre Stärke und Ihren Mut", schrieb Selenskyj. Er hatte die geplante Auszeichnung des Athleten am Donnerstag angekündigt. Cas bestätigt Wettkampf-AusschlussHeraskewytsch war wegen seines vom IOC verbotenen Helms vom olympischen Skeleton-Rennen ausgeschlossen worden. Diese Entscheidung bestätigte der Internationale Sportgerichtshof Cas am Freitag. Die Ad-hoc-Kommission wies den Einspruch des 27-Jährigen gegen die Entscheidung des Weltverbands IBSF zurück. Der Skeleton-Fahrer wurde damit auch nicht nachträglich wieder zum Wettbewerb zugelassen. Heraskewytsch hatte sich am Donnerstag vor dem Start des ersten Durchgangs in Cortina d'Ampezzo geweigert, auf das Tragen seines Gedenk-Helms zu verzichten. Das IOC hatte dem Ukrainer die Erlaubnis verweigert, mit dem Helm seinen Wettkampf zu bestreiten. Auf dieser Basis hatte ihn der IBSF ausgeschlossen."Von Tag eins an habe ich gesagt, dass ich glaube, dass ich im Recht bin", hatte Heraskewytsch nach einer knapp dreistündigen Anhörung vor der Cas-Schiedsrichterin erklärt, der deutschen Rechtsanwältin Annett Rombach. Umhüllt von einer ukrainischen Flagge beteuerte Heraskewytsch: "Ich bereue nichts."

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Olympische Winterspiele: Skeletonis im Glück: Jungk und Grotheer rasen aufs Podest

Die Reihenfolge bei Olympia ist gedreht worden. Diesmal ist der erneut silberne Jungk vor Peking-Olympiasieger Grotheer. Der Brite Weston fährt in der eigenen Skeleton-Liga.Kopfüber und bäuchlings mit über 125 km/h ins Glück: Axel Jungk und Christopher Grotheer haben mit Silber und Bronze hinter Olympiasieger Matt Weston für einen erfolgreichen Auftakt der deutschen Skeletonis gesorgt. Mit Deutschland-Fahnen feierten Jungk und Grotheer neben dem Briten ihren Erfolg. Auch die deutschen Frauen liegen zur Halbzeit allesamt auf Medaillenkurs. Beim zweiten Silber nach 2022 in Peking erfüllte sich der 34-jährige Jungk noch einmal einen Olympia-Traum und flippte mit einem Riesenschrei nach dem Zieldurchlauf aus. Dabei hatte er schon an einen Rücktritt gedacht. Doch er zeigte von Beginn an solide Fahrten. Nur im finalen Durchgang reihten sich Fehler an Fehler. "Totale Katastrophe", gestand er in der ARD, "es war ein unfassbar schlechter Lauf von oben bis unten. Ich habe echt ganz, ganz toll gezittert als ich über die Ziellinie gefahren bin, ob das jetzt gereicht hat. Ich hätte gern mit einem besseren Lauf aufgehört. Aber total egal - Hauptsache, die Silbermedaille."Für Peking-Olympiasieger Grotheer, der in dieser Saison enorme Verletzungsprobleme hatte, ist Bronze ein mehr als versöhnlicher Abschluss für den 33-Jährigen vom BRC Thüringen. Im Zielraum umarmte er Frau und Kind. "Ich bin megastolz auf mich. Bronze ist vom Stellenwert für mich wie die Goldene von Peking", sagte er mit Tränen in den Augen. Felix Keisinger vom WSV Königssee kam auf Rang sechs. Jungk: Ein Dortmunder Jung aus SachsenImmer wieder jubelte Jungk in Richtung seines Fanclubs im Cortina Sliding Centre. Dort prangte ein großes Transparent mit "Unser Dortmunder Jung". Dabei wurde der Mann mit dem Schnauzer gerade beim Heim-Weltcup im sächsischen Altenberg groß gefeiert. Bei der Bitte um Aufklärung meinte er: "Ich wohne jetzt in Dortmund seit zweieinhalb Jahren. Ich bin alles oder nichts, würde ich sagen", sagte der WM-Dritte Jungk und betonte: "Erzgebirge ist meine Heimat, doch ich bin da zu Hause, wo meine Familie ist, meine Freunde sind, wo ich mich wohlfühle. Das ist in dem Fall Dortmund und das Erzgebirge. Und auch immer noch Dresden, ich liebe Dresden." In Dortmund holte er sich nach vielen Verletzungspausen zusammen mit Teamkollegin Jacqueline Pfeifer neue Impulse. Denn nach Peking hatte er aufgrund seiner Verletzungsanfälligkeit schon Rücktrittsgedanken. Nun wirkt er fit, schnell und dynamisch. "Unser Dank gilt Tobias Alt, unserem Coach in Dortmund. Er ist nicht offiziell unser Coach, sondern Sportwissenschaftler am OSP. Ein absoluter Fuchs, was Start- und Sprinttechnik betrifft. Er hat uns beide absolut gutgetan", sagte Jungk. OSP steht für Olympiastützpunkt.Grotheers Saison begann erst nach dem Weltcup-FinaleVerletzungen spielten bei Grotheer in dieser Olympia-Saison eine große Rolle. Beim Bahntraining in Lillehammer im November knallte er beim Aufspringen voll mit der Leiste auf den Griff. "Danach konnte ich nicht mehr gehen, eine Muskelquetschung an den Adduktoren bremste mich aus", sagte er. Dann beim internen Ausscheidungsrennen in Winterberg erlitt er einen Muskelfaserriss in der Wade - kurz vor dem Weltcup in Cortina. "Da war mir echt der Stecker gezogen", meinte der gebürtige Wernigeröder. Dann riss er sich beim Training den Fuß auf. Der Olympia-Start war gefährdet. Erst beim Weltcup-Finale atmete er auf: "Der Weltcup ist vorbei, jetzt beginnt für mich die Saison neu." Unterstützung bekam er in der schwierigen Zeit von seiner Familie, die auch in Cortina vor Ort ist. Frau Mary-Ann und die gemeinsame Tochter Elsa hatten schon vor zwei Jahren eine große Ferienwohnung für eine Woche gebucht. Neue FES-Schlitten in Cortina erstmals beim Wettkampf Die beiden Medaillen gewinnen nochmal an Wert, da das deutsche Team auch ein gewisses Risiko beim Material eingegangen ist. "Ein großes Dankeschön an unser Mechaniker und Trainer, die hatten viele schlaflose Nächte in den vergangenen Wochen", sagte Jungk. Die maximal 45 Kilogramm schweren Männer-Schlitten wurden erstmals im Wettkampf gefahren. Erst nach dem Weltcup-Finale testeten sie die Geräte mit verbesserter Aerodynamik auf dem Eis in Altenberg. Nach dpa-Informationen wurden sie wie auch die Anzüge vor allem in der Aerodynamik verbessert. Dafür gibt es sogar einen Grotheer-Dummy für den Windkanal, damit er nicht immer bei gut 130 Kilometer pro Stunde selbst im Windkanal liegen muss. Disqualifikation vom Ukrainer kurz vor dem StartÜberschattet wurden die Skeleton-Rennen von der Causa des Ukrainers Wladislaw Heraskewytsch, der kurz vor dem Start vom olympischen Wettbewerb ausgeschlossen worden war, weil er einen Helm mit Bildern von im Krieg gegen Russland getöteten Sportkollegen tragen wollte. Dies war ihm mehrfach vom IOC untersagt worden. Politische Botschaften sind Athleten in olympischen Wettbewerben verboten. Auch sein Einspruch beim Sportgerichtshof Cas wurde abgewiesen.

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Olympia-News: Deutsche Skeletonis Jungk und Grotheer holen Silber und Bronze

Die deutschen Skeletonis Jungk und Grotheer müssen sich nur einem Briten geschlagen geben. Alles Wichtige im stern-Newsblog.Historische Premiere: In diesem Jahr finden die Olympischen Winterspiele vom 6. bis 22. Februar zum ersten Mal an zwei Orten statt: in der norditalienischen Stadt Mailand und im Skiort Cortina. Damit sind es die ersten dezentralen Spiele der Geschichte. Olympische Winterspiele 2026: So viele Olympia-Entscheidungen wie nie zuvor Sie erstrecken sich über eine Gesamtfläche von etwa 22.000 Quadratkilometern.  Mit 116 Entscheidungen gibt es so viele wie noch nie. 50 davon werden reine Frauen-Wettbewerbe sein, was auch ein neuer Höchstwert ist.Alle großen Emotionen, alle wichtigen Entscheidungen, alle deutschen Medaillen – hier im stern-Newsblog:

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NBA: "Das war's": Basketball-Olympiasieger Chris Paul hört auf

Mit Team USA holt Chris Paul zweimal Gold. Für einen der besten Aufbauspieler in der Geschichte der besten Liga der Welt ist nun Schluss.Der zweimalige Basketball-Olympiasieger Chris Paul hat nach mehr als zwei Jahrzehnten seine glanzvolle Karriere beendet. "Das war's. Nach 21 Jahren ziehe ich mich vom Basketball zurück", schrieb der 40-Jährige in einer Mitteilung bei Instagram. Der nur 1,83 Meter große Paul galt als einer der besten Aufbauspieler der NBA und absolvierte in der nordamerikanischen Liga insgesamt 1.519 Spiele. Als erster Profi kam er gleichzeitig auf mehr als 20.000 Punkte und mindestens 10.000 Vorlagen.Seine letzte Partie bestritt er am 1. Dezember für die Los Angeles Clippers, die ihn zuletzt an die Toronto Raptors abgegeben hatten. Für das Team aus Kanada, das ihn weiter transferieren wollte, absolvierte er aber keine Partie mehr. Paul hatte bereits zuvor über einen Rücktritt zum Ende der laufenden Saison nachgedacht.Bereits Gerüchte über Rücktritt zum SaisonendeAuf die vergangenen Wochen ging er in seiner Mitteilung nicht ein. "Während ich das schreibe, ist schwer zu sagen, was ich fühle", erklärte er. Im Moment habe er keine Antwort darauf. "Aber ich bin erfüllt von so viel Freude und Dankbarkeit", fügte Paul hinzu. Mit Basketball den Lebensunterhalt zu verdienen, sei Segen und große Verantwortung. "Zu führen ist hart und nichts für die Schwachen", schrieb Paul.Seine Karriere in der NBA begann Paul 2005 bei den New Orleans Hornets, danach spielte er erstmals für die Los Angeles Clippers. Auch für Houston, Oklahoma City, Phoenix, die Golden State Warriors und San Antonio lief er auf. Die Krönung seiner Karriere mit dem Gewinn eines NBA-Titels blieb dem zwölfmaligen All Star verwehrt. Dafür holte der herausragende Vorlagengeber und Verteidiger mit dem US-Team 2008 in Peking und 2012 in London jeweils Olympia-Gold.

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Olympische Winterspiele: Zwischen Winterzauber und Widerstand: Wie Olympia Mailand und Cortina verändert

Olympische Winterspiele direkt vor der Haustür: Will das noch jemand? Und ist es überhaupt sinnvoll, ökologisch und ökonomisch? Die Einwohner von Mailand und Cortina haben die Antworten.

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Olympia-News: Cas bestätigt Ausschluss von Skeleton-Pilot Heraskewytsch

Skeleton-Pilot Heraskewytsch darf wegen seines Helmes endgültig nicht starten. Alles Wichtige im stern-Newsblog.Historische Premiere: In diesem Jahr finden die Olympischen Winterspiele vom 6. bis 22. Februar zum ersten Mal an zwei Orten statt: in der norditalienischen Stadt Mailand und im Skiort Cortina. Damit sind es die ersten dezentralen Spiele der Geschichte. Olympische Winterspiele 2026: So viele Olympia-Entscheidungen wie nie zuvor Sie erstrecken sich über eine Gesamtfläche von etwa 22.000 Quadratkilometern.  Mit 116 Entscheidungen gibt es so viele wie noch nie. 50 davon werden reine Frauen-Wettbewerbe sein, was auch ein neuer Höchstwert ist.Alle großen Emotionen, alle wichtigen Entscheidungen, alle deutschen Medaillen – hier im stern-Newsblog:

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Fußball-Bundesliga im TV: Dieser Sender zeigt Dortmund gegen Mainz

Im Freitagabendspiel der Fußball-Bundesliga empfängt Bayern-Verfolger Borussia Dortmund den 1. FSV Mainz 05. Die Partie lässt sich live und kostenlos verfolgen.Mit einem Sieg im Bundesligaspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 könnte Borussia Dortmund den Rückstand auf Tabellenführer Bayern München verkürzen. Der Rekordmeister steht vor diesem 22. Spieltag mit 54 Punkten an der Spitze, der BVB folgt dahinter mit 48 Punkten.Dem BVB stehen intensive Wochen bevor. „Es hilft uns, wenn wir gewinnen könnten, um dann das Wochenende entspannt Bundesliga-Fußball zu schauen und auf Atalanta, Leipzig und München gut vorbereitet zu sein“, sagte BVB-Trainer Niko Kovac vor der Partie gegen Mainz. Auf die Dortmunder wartet am Dienstag das Heimspiel in den Champions-League-Playoffs gegen den italienischen Erstligisten Atalanta Bergamo.Danach geht es in der Bundesliga gegen RB Leipzig weiter, ehe das Rückspiel gegen Bergamo ansteht. Am 28. Februar kommt es dann zum deutschen „Klassiker“ zwischen dem BVB und Bayern München.Dortmund gegen Mainz bei RTLUm 20.30 Uhr pfeift Schiedsrichter Tobias Welz die Bundesligapartie BVB gegen Mainz 05 im Dortmunder Stadion an. RTL überträgt live im TV ab 20.15 Uhr. Kunden des kostenpflichtigen Streamingdienstes RTL+ können das Spiel auch dort sehen.Zusätzlich läuft das Freitagsspiel wie gewohnt beim Bezahlsender Sky und auf den dazugehörigen Streamingplattformen Sky Go und Wow. Wer unterwegs ist und das Spiel nicht schauen kann, empfängt den Audio-Livestream über die ARD-Audiothek oder die Sportschau-App.Angriffslustige RheinhessenTrotz der Tabellensituation (Dortmund Zweiter, Mainz Tabellen-14.) dürfte es keine leichte Aufgabe für den BVB werden. Die Mainzer sind in Form und kommen mit Selbstbewusstsein: Sie gewannen unter dem neuen Coach Urs Fischer ihre letzten drei Spiele, unter anderem gegen RB Leipzig, und kletterten so aus dem Tabellenkeller.„Wir sind ein Angstgegner für große Vereine. Die wissen, wir gehen ihnen auf die Nerven. Wir laufen, marschieren, werden nie müde, sind eklig. Wir können Dortmund wehtun und da gewinnen“, sagte Nationalspieler Nadiem Amiri vor dem Gastspiel bei den Westfalen.Transparenzhinweis: Der stern gehört zu RTL Deutschland.

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Olympische Winterspiele: Erstes Vonn-Video aus Krankenhaus: "Einige harte Tage"

Fünf Tage nach ihrem Sturz bei Olympia meldet sich Skistar Lindsey Vonn erstmals mit einem Video aus der Klinik. Darin deutet die schwer verletzte Amerikanerin an, was noch alles auf sie wartet.Dem schwer verletzten Skistar Lindsey Vonn steht an diesem Samstag eine weitere Operation bevor. In ihrem ersten Video aus dem Krankenhaus sagte die amerikanische Skirennfahrerin fünf Tage nach dem Sturz bei der Olympia-Abfahrt: "Ich fühle mich endlich wieder ein bisschen mehr nach mir selbst. Aber ich habe noch einen langen, langen Weg zu gehen. Morgen habe ich eine weitere OP, die hoffentlich gut verläuft." Danach könne sie womöglich die Klinik von Treviso verlassen "und heimgehen", sagte sie.Im Video ist die 41-Jährige liegend zu sehen, sie trägt ein Krankenhaushemd und ist offensichtlich an medizinische Geräte angeschlossen. Ihr Kopf liegt auf einem Plüsch-Hai, der ihr als Geschenk in das Krankenhaus gebracht wurde.Sportlerin erzählt dank Klinik-PersonalVonn hatte sich bei ihrem Sturz in Cortina d'Ampezzo am Sonntag eine komplexe Schienbeinverletzung zugezogen. Diese wurde schon mehrmals operiert - was für derartige Blessuren aber nicht ungewöhnlich ist. Zuletzt hatte Vonn ein Foto gezeigt, auf dem zu sehen war, wie ihr Bein von einem sogenannten Fixateur, also einem externen Metallgerüst, gestürzt wird."Das waren einige harte Tage im Krankenhaus", sagte die Ausnahme-Sportlerin und berichtete, dass sie sich kaum bewegen könne. Sie habe aber viel Besuch von Freunden und Familienmitgliedern erhalten. Vonn dankte dem Team der Klinik, das sich um sie kümmere.Weitere Operationen stehen an"Wir wussten, dass bestimmte Situationen eintreten könnten und waren darauf vorbereitet", hatte Stefano Zanarella zuvor der Zeitung "Corriere della Sera" gesagt. Er ist der Chefarzt in Treviso und hatte die Operationen geleitet. Man habe den komplizierten Fall mit einem Expertenteam betreut und sei mit dem Genesungsprozess zufrieden, sagte er.Vonn kündigte an, dass auf sie auch nach einer Rückkehr in die USA weitere Operationen warten. "Ich weiß noch nicht genau, was das bedeutet", erklärte sie; zuerst müsse sie ein besseres Bild ihrer Verletzung erhalten. Sie bedankte sich bei den vielen Leuten, die ihr Blumen, Karten, Mitteilung oder Plüschtiere geschickt haben. "Das war überwältigend und hat sehr geholfen", sagte sie.

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Olympische Winterspiele: Rodler drückt Merz weg - "Nächstes Mal gehst du dran"

Max Langenhan ignoriert nach seinem Olympiasieg aus Versehen einen Anruf von Friedrich Merz. Der Kanzler richtet sich via Videobotschaft an den Rodel-Olympiasieger - mit forschen Worten.Bundeskanzler Friedrich Merz nimmt es mit Humor, dass Rodel-Olympiasieger Max Langenhan seinen Anruf weggedrückt hat. In einer Videobotschaft richtete sich Merz direkt an den zweimaligen Goldmedaillengewinner der Winterspiele in Italien. "Das war ja eine schöne Geschichte", sagte Merz. "Beim nächsten Mal gehst du ran." Er wünsche der deutschen Mannschaft bei Olympia noch viel Erfolg. "Die Rodler machen einen super Job und du ganz besonders. Ich freue mich auf unsere nächste Begegnung", sagte Merz.Langenhan hatte nach eigenen Angaben nach seinem Sieg vor einigen Tagen einen Anruf von einer unbekannten Nummer erhalten, diesen aber weggedrückt, weil er gerade ein Gratulationsvideo der Reality-Stars Carmen und Robert Geiss ansah und die Nummer nicht gespeichert hatte. Er habe "den Anruf weggewischt. Und es hat sich rausgestellt: Das war Friedrich Merz", erzählte der 26-Jährige."Nicht überraschend und überhaupt nicht schlimm"Bei Instagram schrieb Langenhan einen Kommentar unter das Video von Merz. "Nummer ist gespeichert! Freu mich auf den nächsten Anruf lieber Friedrich."Zuvor hatte bereits ein Regierungssprecher erklärt, dass sich Langenhan nicht grämen müsse. "Im Gegenteil, Herr Langenhan und alle anderen Athletinnen und Athleten, die solch hervorragende Leistungen bei Olympischen Spielen erbringen, haben unser aller Respekt und Bewunderung verdient. Der Bundeskanzler wollte ihm das persönlich ausdrücken, dass aber ein Goldmedaillengewinner nicht jederzeit telefonisch verfügbar ist, ist jetzt auch nicht überraschend und überhaupt nicht schlimm", erklärte der Sprecher.Doch noch ein Kontakt?Er sei guter Dinge, dass es in nächster Zeit noch zu einem Kontakt zwischen Sportler und Kanzler kommen werde, sagte der Sprecher. Er wünsche sich, dass es möglichst viele solcher Anlässe gebe, bei denen deutsche Sportler Goldmedaillen gewinnen.Langenhan lud den Kanzler zum Rodeln ein - auf einen Doppelsitzer-Schlitten. Kommt es zu einem solchen Treffen, soll es nach dpa-Informationen in Winterberg stattfinden. Merz kommt aus dem Sauerland, die Bahn liegt quasi um die Ecke.

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Olympische Winterspiele: Job für eine Frau: Die erste Krise der IOC-Chefin

Zwischen Tränen und Reformplänen: Kirsty Coventry erlebt beim Ausschluss eines Ukrainers ihre olympische Feuertaufe als IOC-Präsidentin. Bald kommen noch mehr unbequeme Themen auf sie zu.Im ersten Krisenmoment ihrer Amtszeit sah Kirsty Coventry nicht wie eine Gewinnerin aus. Die Stimme stockte, die Augen waren feucht, als die IOC-Präsidentin die unnachgiebige Position beim Ausschluss des Ukrainers Wladislaw Heraskewytsch von den olympischen Skeleton-Rennen zu erklären versuchte. Am Tag nach dem großen Gefühlschaos hatte sich 42-Jährige wieder gesammelt und entgegnete auf die Frage nach der schweren Bürde des Amtes an der Spitze einer zerrissenen Sportwelt fast schon heiter: "Das ist ein Job, den nur eine Frau machen kann."Spätestens die heftige Kontroverse um den vom Internationalen Olympischen Komitee verbotenen Helm von Heraskewytsch, der Bilder von im Krieg gegen Russland getöteten Sportkollegen zeigt, rückte auch Coventry ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Bei ihrer Olympia-Premiere als Nachfolgerin des Deutschen Thomas Bach erlebt die frühere Weltklasse-Schwimmerin aus Simbabwe ihre Feuertaufe ausgerechnet bei einem ihrer Herzensthemen."Die Regeln sind die Regeln"Als Vorsitzende der IOC-Athletenkommission hatte Coventry maßgeblich die Weiterentwicklung des Regelrahmens für Meinungsäußerungen von Sportlerinnen und Sportlern bei Olympia beeinflusst. Den Sturm der Entrüstung über die Disqualifikation von Heraskewytsch, der nicht ohne seinen Gedenk-Helm starten wollte, konterte die Mutter von zwei Töchtern bestimmt: "Die Regeln sind die Regeln, und ich glaube an diese Regeln. Ich halte diese Richtlinien für sehr gut." In einem Eilverfahren gab der Internationale Sportgerichtshof Coventry in diesem Punkt recht und lehnte den Einspruch von Heraskewytsch gegen seinen Ausschluss nach knapp dreistündiger Anhörung in Mailand ab.Im Kontrast zu ihrem oft kühl-distanzierten Mentor Bach aber erlaubte sich Coventry in der Drucksituation von Cortina d'Ampezzo emotionale Augenblicke in der Öffentlichkeit. Dem tagelangen Ringen um einen Kompromiss hinter den Kulissen gab die zweimalige Olympiasiegerin mit ihren Tränen ein Gesicht. Und doch blieb sie gefangen in den Bestimmungen der Olympischen Charta, die noch immer an der Utopie einer Trennung von Sport und Politik festhält. Russland vor der RückkehrDas moderne IOC bringe "die olympische Bewegung in Verruf", schimpfte die ukrainische Ski-Freestylerin Kateryna Kozar. Das Vorgehen gegen Heraskewytsch "stinkt nach Heuchelei, während sie Russland erlauben, sich wieder in die olympische Familie einzuschleichen", kommentierte die "Daily Mail". Und selbst russische Medien waren keineswegs zufrieden. "Die Führung des IOC hat sich in ihrem Bestreben, es allen recht zu machen, in eine Sackgasse manövriert", urteilte der "Sport-Ekspress". Der Umgang mit Russlands Angriffskrieg in der Ukraine ist eines der brisantesten Themen, das Coventry von Bach übernommen, dem lange eine zu große Nähe zur Sportmacht von Kremlchef Wladimir Putin vorgeworfen wurde. "Wir verstehen etwas von Politik, und wir wissen, dass wir nicht in einem Vakuum operieren. Aber unser Spiel ist der Sport", sagte Coventry kurz vor Beginn der Winterspiele in Italien.Dass sie immer wieder die Neutralität der Sportplätze betont, auf denen jeder Athlet ohne politische Einflussnahme wetteifern soll, nährt die Erwartung, dass auch Russland bald wieder vollwertiges Mitglied der olympischen Gemeinde werden darf. Derzeit ist Russlands Olympisches Komitee suspendiert, weil es die vier annektierten ukrainischen Gebiete Donezk, Cherson, Luhansk und Saporischschja aufgenommen hatte. Die 13 russischen Teilnehmer der Winterspiele in Italien müssen daher unter neutraler Flagge starten. Es gilt jedoch als offenes Geheimnis, dass Fußball-Weltverbandschef Gianni Infantino mit seinem Ruf nach einer Wiederzulassung russischer Mannschaften im IOC keineswegs allein ist. Coventry hält sich wie bei den meisten anderen aktuellen Brandherden seit ihrem Dienstantritt im vergangenen Juni öffentlich meist im Ungefähren auf.Neuordnung des olympischen ProgrammsDie erste Präsidentin in der fast 132-jährigen IOC-Geschichte hat der Dachorganisation mit ihrem Start einen Prozess von "Innehalten und Nachdenken" verordnet. Entwickeln will sie ein Programm unter der Überschrift "Fit für die Zukunft". Erste Ergebnisse könnte sie bei einer außerordentlichen Generalversammlung im Juni vorlegen. Bei den Winterspielen wird dabei vor allem die mögliche Neuordnung des olympischen Programms intensiv diskutiert. Die Nordische Kombination bangt um ihren Platz. Im Sommer ist der Moderne Fünfkampf einer der Streichkandidaten. Nicht mehr ausgeschlossen scheint, dass künftig einige Hallensportarten aus dem Sommerprogramm in den Winter wechseln, auch um Platz für neue Sportarten für ein junges Publikum zu schaffen."Wir werden vor schwierigen Entscheidungen und Gesprächen stehen – das gehört zum Wandel dazu", sagte Coventry in einer Grundsatzrede in Mailand. Sie hat den IOC-Mitgliedern wieder mehr Mitsprache versprochen als noch unter der Führung von Bach, der zentrale Entscheidungen ins Exekutivkomitee verlagert hatte.Nächste Herausforderung: Donald TrumpAuch beim zuletzt intransparenten Prozess der Vergabe Olympischer Spiele kündigte Coventry Neuerungen an. Welche genau, das dürfte auch den Deutschen Olympischen Sportbund brennend interessieren. Der DOSB ermittelt gerade in einem nationalen Auswahlverfahren zwischen Berlin, München, Hamburg und der Rhein-Ruhr-Region einen eigenen Bewerber für Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044.Auf Coventrys To-do-Liste steht dazu noch der Schutz der Frauen-Kategorie, nachdem der Olympiasieg der Algerierin Imane Khelif bei Olympia 2024 in Paris eine Geschlechter-Debatte entfacht hatte. Selbst Donald Trump hatte sich damals eingemischt. Mit dem US-Präsidenten wartet schon bald die nächste große Herausforderung auf Coventry. Trump ist 2028 Gastgeber der Sommerspiele von Los Angeles.

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· Actio recta non erit, nisi recta fuerit voluntas ·