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Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und den Finanzmärkten
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Aktuelle Nachrichten

Winterspiele in Antholz: Doping-Suspendierung von Passler aufgehoben - Start möglich

Eine positive Dopingprobe erschüttert Italiens Biathlon-Team kurz vor Olympia. Rebecca Passler ist aber mit einem Einspruch erfolgreich. Warum sie bei den Winterspielen starten darf.Die italienische Biathletin Rebecca Passler darf nach ihrer vorläufigen Suspendierung wegen eines positiven Dopingbefunds nun doch bei den Olympischen Winterspielen in ihrer Heimat starten. Das entschied das Berufungsgericht von Italiens nationaler Anti-Doping-Behörde Nado. Zuvor war der Fall von der Ad-hoc-Kammer des Internationalen Sportgerichtshof Cas in Mailand dorthin verwiesen worden. Die 24-jährige Passler war gegen ihren Olympia-Ausschluss mit einem entsprechenden Antrag vorgegangen und hatte damit Erfolg.Passlers Argument: Fall von VerunreinigungPassler hatte gefordert, die Sperre wegen fehlender Absicht aufzuheben und ihr eine Olympia-Teilnahme in Antholz zu ermöglichen. Sie war bei einer Kontrolle außerhalb des Wettkampfs im Januar laut Nado positiv auf Letrozol getestet worden. Mit dem Medikament kann der Östrogenspiegel gesenkt werden, hauptsächlich wird es aber zur Krebsbehandlung eingesetzt.Die Biathletin argumentierte, es habe sich um einen Fall von Verunreinigung gehandelt, sie treffe keine Schuld. Das konnte sie in dem Eilverfahren glaubhaft nachweisen. "Es gab eine logische Erklärung, wie der Wert oder die Substanz in ihren Körper gelangt ist", sagte der italienische Biathlon-Sportdirektor Klaus Höllrigl in Antholz und ergänzte: "Der Wert war auch minimal."Grund für die Verunreinigung war angeblich ein Löffel, der mit dem Medikament in Kontakt gewesen sei und später beim Essen benutzt wurde. So könnten minimale Rückstände in ihren Körper gelangt sein, erklärte Passler. Ihre Mutter leide unter Brustkrebs, deswegen befand sich das Medikament in dem Haushalt, schrieb die italienische Nachrichtenagentur Ansa. "Die feste Gewohnheit beider, Nutella zum Frühstück zu essen, deutet eindeutig auf eine versehentliche Speichelverunreinigung des Nutella-Behälters hin, mit dem die Athletin versehentlich in Kontakt kam", hieß es.Einsatz in der Staffel?Passler könnte bereits am Samstag (14.45 Uhr/ARD und Eurosport) im Sprint in ihrer Heimat antreten, wird das aber nicht machen. Italiens Verband teilte mit, dass sie ab Montag wieder mit ihren Teamkolleginnen trainieren wird. Auf jeden Fall wäre sie eine Kandidatin für die Frauen-Staffel am kommenden Mittwoch. "Die Entscheidung fällt am Dienstag", kündigte Höllrigl an. "Wir werden die zwei Trainings beobachten, wie ihr Zustand ist - körperlich und auch mental. Dann werden wir die bestmögliche Entscheidung treffen."Dort will Italien um die Stars Dorothea Wierer und Lisa Vittozzi nach einer Medaille greifen. "Es waren sehr schwierige Tage", sagte Passler und fügte hinzu: "Jetzt kann ich mich endlich wieder voll und ganz auf Biathlon konzentrieren."Italiens Verband glaubte an Unschuld der BiathletinPasslers Dopingfall hatte das italienische Biathlon-Team vier Tage vor Eröffnung der Spiele erschüttert. Sie hatte ursprünglich zu Italiens fünfköpfigem Frauenteam gehört, wurde nach Bekanntwerden des Vorfalls aber zunächst wieder gestrichen. Der italienische Wintersportverband Fisi war von Anfang an von Passlers Unschuld überzeugt und sie dabei unterstützt, gegen die Sperre vorzugehen.Passler startet seit Ende 2021 im Weltcup. Im Januar war sie bei den Wettkämpfen im thüringischen Oberhof Startläuferin der italienischen Frauenstaffel. Ihre besten Karriereresultate sind zwei elfte Plätze im Sprint von Oberhof und im Massenstart von Annecy. In die Top Ten hat es die ehemalige Junioren-Weltmeisterin mit der Staffel in einem Einzelrennen bislang noch nicht geschafft.

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Biathlon bei Olympia: "Von untreuem Kerl geschlagen": Sticheleien gegen Laegreid

Sturla Holm Laegreid will eigentlich sportlich von sich reden machen. Dann aber schlägt der Norweger mit einer Fremdgeh-Beichte Wellen. Trotz des Trubels liefert der Biathlet bei Olympia wieder ab.Den Seitenhieb gegen seinen Konkurrenten Sturla Holm Laegreid konnte sich der knapp geschlagene Biathlet Emilien Jacquelin nicht verkneifen. "Ich wurde von einem untreuen Kerl geschlagen. Oh mein Gott", sagte der Franzose kichernd und nicht ganz ernst nach seinem vierten Platz im Olympia-Sprint von Antholz der norwegischen Zeitung "Verdens Gang".Die Seitensprung-Beichte des Norwegers war bei den Winterspielen auch nach dem nächsten Biathlon-Rennen ein Thema - vor allem auch, weil Laegreid unbeeindruckt von dem ganzen Wirbel und den Reaktionen aus der ganzen Welt die nächste Medaille holte. Nach Bronze im Einzel am Dienstag gab es beim überlegenen Olympiasieg des Franzosen Quentin Fillon Maillet schon wieder Bronze.Laegreid: Habe versucht, mich nicht beeinflussen zu lassenWährend die deutschen Männer chancenlos waren und Philipp Horn als Bester mit einem Fehler Zehnter wurde, richteten sich alle Augen auf Laegreid, der drei Tage zuvor für großes Aufsehen gesorgt hatte. In einem Interview beim Sender NRK beichtete er einen Seitensprung live auf Sendung und brach in Tränen aus. Sein Ziel war es, seine betrogene Ex-Freundin mit seiner Offenheit zurückzugewinnen. Doch die Frau, die anonym bleiben will, ließ sich davon bislang nicht beeindrucken."Es war speziell. Ich habe versucht, mich davon nicht beeinflussen zu lassen", sagte Laegreid zum medialen Trubel der vergangenen Tage. "Ich bin zufrieden mit dem, was ich heute trotz der Bedingungen erreicht habe." Kritik an Laegreid hatte es auch gegeben, weil er mit der Aktion seinem Landsmann Johan-Olav Botn die Show stahl. Dessen Olympiasieg inklusive des Gedenkens an den verstorbenen Teamkollegen Sivert Guttorm Bakken verkam zu einer Randnotiz. Mit seiner fragwürdigen Aktion schaffte es Laegreid sogar in die US-Late-Night-Show von Jimmy Kimmel, wo sich der Starmoderator mit Schauspieler Nick Kroll über ihn lustig machte.Laegreid stichelt gegen Jacquelin zurückLaegreid landete am Ende nur 0,2 Sekunden vor Jacquelin, der bei wenig winterlichen Temperaturen mit kurzen Ärmeln an den Start gegangen war, und teilte ebenfalls verbal aus. "Ich weiß nicht, was mit Jacquelin los war. Hat er angehalten, um das Publikum zu grüßen?", fragte Laegreid bei VG auch nicht ganz ernst gemeint. Der Franzose hatte auf seiner Schlussrunde viel Zeit verloren.Die Antwort folgte mit Blick auf das nächste Rennen in der Verfolgung am Sonntag (11.15 Uhr/ZDF und Eurosport) sofort. "Ich werde ihn vernichtend schlagen, dann sehen wir weiter", sagte der Franzose, dem auch eine sensationelle Schnellfeuereinlage im Stehendschießen nicht ganz zur Medaille reichte.Noch weniger Chancen hatten die Deutschen. Selbst ohne die Strafrunde mit dem letzten Schuss hätte es der eigentlich laufstarke Horn nicht unter die Top drei geschafft. "Die letzte Runde war nicht genug im Tank, da bin ich ganz schön gestorben", sagte Horn. "Der letzte Fehler ärgert mich brutal, beim letzten Schuss war ich schon wieder ein bisschen auf der Strecke."Nach zehn Kilometern hatte Horn ganze 1:09,2 Minuten Rückstand auf den neuen Olympiasieger, dahinter holte der Norweger Vetle Sjaastad Christiansen Silber. Und das bei nur einer Strafrunde, die gut 22 bis 23 Sekunden kostet. In der Laufzeit kassierte er von Maillet fast 43 Sekunden, dabei liegen ihm die Strecken in der Höhe von 1.600 Metern. "Im Ziel war ich bei den Zeiten schon ein bisschen geschockt", sagte Horn.Er ist damit dennoch der einzige Deutsche, der in der Verfolgung noch Chancen auf eine gute Platzierung hat. "Mit einem guten Schießen ist noch was möglich", sagte Horn, der sich nach dem schlechten Einzel als 40. und sechs Fehlern rehabilitierte.Der Allgäuer Philipp Nawrath war an seinem 33. Geburtstag nach drei Strafrunden als 26. (+1:52,9 Minuten) der Schlechteste des DSV-Quartetts. Der Einzel-Fünfte hatte zum erweiterten Kreis der Medaillenanwärter gehört.Auch für David Zobel als 19. (+1:41,8 Minuten) und Justus Strelow als 23. (+1:46,4 Minuten) geht es im Jagdrennen nur noch um Ergebniskosmetik. "Die Ausgangsposition für den Verfolger ist nicht ganz leicht. Ich hoffe, dass ich mich mit einem guten Schießen noch verbessern kann", sagte Strelow.Machen es Preuß und Co. besser?Die deutschen Frauen kämpfen am Samstag (14.45 Uhr/ARD und Eurosport) im Sprint um die nächsten Medaillen. Gesamtweltcupsiegerin Franziska Preuß gehört erneut zu den Mitfavoritinnen und führt das Quartett an, zu dem auch die Einzel-Vierte Vanessa Voigt sowie Janina Hettich-Walz und Olympia-Debütantin Julia Tannheimer gehören.

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Langlauf bei Olympia: Keiner hat mehr: "Legende" Klaebo gewinnt achtes Gold

Johannes Hoesflot Klaebo holt bei den Winterspielen in Italien im dritten Rennen sein drittes Langlauf-Gold. Wieso er als besonders akribischer Arbeiter gilt und welche Rolle sein Opa spielt.Johannes Hoesflot Klaebo ballte nach einem spektakulären Langlauf-Krimi kurz die Fäuste und schnallte seinem am Boden liegenden Herausforderer fair die Ski ab. Schon im Trainingsanzug reichte der 29-Jährige seinem völlig entkräfteten Landsmann Einar Hedegart die Hand und genoss in der Sonne von Tesero den nächsten Meilenstein seiner beeindruckenden Karriere. Der norwegische Superstar hat sein achtes Olympia-Gold gewonnen und damit zu den Rekordsiegern bei Winterspielen aufgeschlossen."Ich habe noch nie in dieser Disziplin gewonnen. Das bei Olympia zu schaffen, ist der Wahnsinn", sagte Klaebo nach dem Triumph über zehn Kilometer in der freien Technik in der ARD. "Ich war sehr motiviert, es hier zu schaffen. Heute war ich an der Reihe." Danach sah es lange nicht aus.Packendes Duell zwischen Klaebo und HedegartEinen Kilometer vor dem Ziel hatte Hedegart im Intervallstart-Wettkampf noch vorn gelegen. Vor tobenden Zuschauern, von denen einige das Rennen bei frühlingshaften Temperaturen mit nacktem Oberkörper verfolgten, brach der 24-Jährige am Schluss aber noch ein. Hedegart fiel sogar hinter Silbergewinner Mathis Desloges aus Frankreich zurück und holte Bronze.Klaebo hat nun genau wie seine norwegischen Landsleute Marit Björgen (Langlauf), Ole Einar Björndalen (Biathlon) und Björn Dählie (Langlauf) achtmal Gold gewonnen. Alle drei sammelten zudem jeweils viermal Silber.Damit liegen sie in der Rangliste noch vor Klaebo, der einmal bei Winterspielen Zweiter wurde. Björgen, Björndalen und Dählie haben ihre Karrieren bereits lange beendet. Klaebo will in Italien weiter Medaillen sammeln. Er scheint unaufhaltsam.Schlickenrieder: "Er steht auf dem Ski wie kein anderer""Da kann man einer Legende zuschauen", sagte Florian Notz, der als 22. der beste Deutsche war. Klaebo mache sich hier zum absolut Größten aller Zeiten. "Gott sei Dank war der Klaebo zu meiner Zeit noch nicht aktiv", sagte der frühere Athlet und heutige deutsche Teamchef Peter Schlickenrieder."Er steht auf dem Ski wie kein anderer", erklärte der 55-Jährige. Er lese die Strecke ganz anders. "Er sieht Neigungen an einem Berg, die siehst du gar nicht. Er zerlegt Strecken, er plant, er weiß genau, wo er angreift und Positionen gutmacht. Er hat immer drei Pläne für so einen Wettkampf." Voller Hochachtung stellt er fest: "Er ist ein planerischer, strukturierter Künstler auf Skiern."Klaebo - der Meister des HöhentrainingsMit wissenschaftlicher Akribie und Präzision widmet sich Klaebo seinem Sport. Der 29-Jährige gilt als Meister des Höhentrainings, nimmt enorme Strapazen in Kauf, um sich optimal auf Saisonhöhepunkte vorzubereiten. Eine besondere Rolle nimmt zudem sein Opa ein, der Klaebo betreut und berät."Er ist der beste Skifahrer aller Zeiten", sagte Oskar Opstad Vike, der im olympischen Sprint Dritter wurde. Klaebo siegte dort, im Skiathlon und ließ nun sein drittes Gold folgen. 2018 in Südkorea sicherte er sich drei, vier Jahre später in China zwei Olympiasiege.Klaebo: Jahr "von Freude geprägt"Nach einem schwierigen Jahr und viel Druck vor den dann sehr erfolgreichen Heim-Weltmeisterschaften in Trondheim hat der Ausnahmesportler nach eigenen Angaben nun richtig Spaß. "Mein letztes Jahr war ein ewiger Kampf um die Weltmeisterschaften, dieses Jahr war eher von Freude geprägt", sagte Klaebo.Im langlaufverrückten Norwegen kennt ihn quasi jeder. Seine disziplinierte und perfektionistische Art macht ihn aber auch irgendwie unnahbar. "Das ist so weit weg von einem selbst. Ich glaube, da kriegt man keine Verbindung hin", sagte Schlickenrieder. "Das ist schon fast außerirdisch."

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Olympische Winterspiele: "Meilenstein" und "Bsssssss": Die Kamera-Drohnen bei Olympia

Mit spektakulären Bildern aus Italien wollen die Olympia-Macher die TV-Zuschauer fesseln. Wie funktionieren die Kamera-Drohnen? Und was sagen die Athleten zu ihren kleinen Verfolgern?Mit 140 Stundenkilometern eine Abfahrtspiste hinunterrasen? Ähnlich schnell mit Rodel oder Bob durch den Eiskanal schießen? Hinter Snowboardern durch die Luft fliegen und deren waghalsige Tricks bewundern? Bei diesen Winterspielen bekommen Zuschauerinnen und Zuschauer auch daheim auf der gemütlichen Couch einen Eindruck von den teils spektakulären Auftritten der Athleten. Möglich machen das Drohnen-Kameras, die erstmals bei dem Mega-Event großflächig eingesetzt werden - und deren summende Rotorblätter schon jetzt für einen der prägenden Olympia-Sounds sorgen."Es schaut cool aus", sagt Skirennfahrerin Emma Aicher zu den Bildern, die ihre Hochgeschwindigkeitsfahrten auf der Tofana-Piste in Cortina zeigen. Von einer "ganz schönen Sache, was die Jungs dort machen", schwärmt Rodler Felix Loch und räumt ein: "Es sind schon ganz andere Bilder." Während man Drohnen-Aufnahmen vor allem von Skirennen etwa aus Kitzbühel oder Wengen zuvor schon kannte, sind die Bilder aus dem engen Eiskanal neu.15 Drohnen mit speziellen Piloten15 sogenannte FPV-Drohnen sind laut den Organisatoren bei den Spielen im Einsatz. Solche Drohnen werden ferngesteuert von Piloten geflogen, welche über Spezialbrillen virtuell den Blick der Drohne einnehmen. Von einer "neuen Dimension" der Sportübertragung sprach zuletzt Yiannis Exarchos. Er ist der Chef von Olympic Broadcasting Services (OBS), das sämtliche Bilder der Wettkämpfe von Mailand und Cortina d'Ampezzo produziert und an die TV-Sender verteilt."Viele Zuschauer empfinden die neue Technik auch als spannend und als optisches Erlebnis", sagte ARD-Teamchef Christoph Netzel. Von einem "Meilenstein" sprach Scott Young von WBD Sports Europe, zu dem Eurosport gehört.Wie einst die Vuvuzelas - aber Geräusch stört Sportler nichtUnd dieser Ton, dieses beständige Surren, "Bsssssss"? Der erinnert manchen vor dem Fernseher schon an die Vuvuzelas bei der Fußball-WM 2010 in Südafrika. OBS-Chef Exarchos sagte, dass er sich vorstellen könne, künftig dank Künstlicher Intelligenz den Sound aus der Übertragung rauszufiltern. Genügend andere Tonquellen gebe es schließlich: Exarchos sprach von insgesamt 1.800 Mikrofonen, die an den Wettkampfstätten verbaut sind.Die Sportlerinnen und Sportler bekommen von den Drohnen-Kameras übrigens kaum etwas mit. Die Ski-Asse und Rodler berichten, dass sie unter ihren Helmen und wegen des Fahrtwindes kein Summen vernehmen. Und bei Indoor-Events ohne Helm? Der deutsche Eisschnellläufer Felix Maly berichtete, dass ihn jener Ton gar nicht störe. "Nein, gar nicht. Die Halle ist so laut, viel lauter als die Drohne." Bis auf die Wettkämpfe in Eishockey, Eiskunstlauf und Curling kommen Drohnen laut Exarchos bei allen Sportarten zum Einsatz.Nur verfolgen, nicht überholenGroßer Wert sei darauf gelegt, dass die fliegenden Kameras die Athletinnen und Athleten nicht stören oder gefährden. Drohnen dürfen nie über oder vor die Sportler geflogen werden, sondern diese nur verfolgen. So kann Österreichs Snowboarderin Anna Gasser beruhigt sein, bei Olympia keinen Crash mit einer Drohne zu erleben - es wäre nicht ihr erster. "Mein Freund fliegt Renndrohnen, und wenn er trainiert, folgt er mir und rammt mich dann", erzählte sie jüngst.Grobe Verletzung wären selbst bei einer Kollision nicht zu erwarten: Die bei Olympia eingesetzten Drohnen sind gerade mal 250 Gramm schwer. Das ist nicht zu vergleichen mit jener XXL-Drohne, die 2015 während des Slaloms von Madonna di Campiglio neben Ski-Star Marcel Hirscher auf die Piste krachte.Vorschlag vom Olympiasieger: "Drohnen müssen viel näher ran"Damals sorgte das für einen großen Skandal in der Ski-Szene und Zweifel über die Sicherheit der Athleten. Bei den Winterspielen ärgern sich nun eher nur vereinzelt Experten und TV-Kommentatoren, die auf den Verfolgungsbildern die Skitechnik der Fahrerinnen und Fahrer nur schwer erkennen können.Der deutsche Rodler und Doppel-Olympiasieger Max Langenhan hat übrigens einen Verbesserungsvorschlag. "Die Drohnen müssten viel näher ran", sagte er. "Ich vermute, dass das wegen Sicherheitsrichtlinien nicht geht. Ich muss die Drohne hinten im Helm hören, dann sind die Aufnahmen richtig gut."

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Olympisches Eishockeyturnier: Deutsche NHL-Stars liefern - Vor allem Stützle erleichtert

Die bisherigen Auftritte im Nationalteam von NHL-Ausnahmestürmer Tim Stützle waren erfolglos. Auf der Olympia-Bühne funktioniert der 24-Jährige aber als Unterschiedsspieler.Eine bessere Bühne für seine ersten Tore im Nationaltrikot hätte Tim Stützle nicht wählen können. Beim Olympia-Debüt in Mailand klappte es endlich für den 24 Jahre alten NHL-Weltklassestürmer der Ottawa Senators. "Es hat ganz schön lange gedauert", sagte Stützle nach seinem Doppelpack beim deutschen 3:1-Auftaktsieg gegen Dänemark. Inmitten der NHL-Superstars klappte es plötzlich für den Top-Torschützen und Top-Scorer der Senators. So, als fiele ihm unter seinesgleichen vieles leichter. Die beiden bisherigen WM-Teilnahmen des Ausnahmestürmers, als sich fast alles auf ihn alleine fokussierte, verliefen - vorsichtig formuliert - unglücklich.2022 verletzte sich Stützle als deutscher Hoffnungsträger und musste nach drei torlosen Einsätzen mit einer Knieverletzung wieder abreisen. Im vergangenen Jahr wirkte der Hochveranlagte unter vielen DEL-Spielern im deutschen Kader wie ein Fremdkörper und verpasste mit der Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes sogar das Viertelfinale. "Es ist sehr frustrierend. Wenn ich es nicht auf die Kette kriege, irgendwann ein Tor zu schießen, kann man kein Spiel gewinnen", hatte der Stürmer nach dem 1:2 nach Penaltyschießen im letzten Gruppenspiel gegen die Dänen geschimpft. Bei Olympia unter NHL-Stars vom Druck befreitAm Donnerstag im Olympia-Duell mit Dänemark fiel vieles einfacher. Weil die nordamerikanische Profiliga NHL erstmals seit 2014 seinen Stars die Freigabe für die Winterspiele erteilt hat, sind in Mailand die Besten der Besten dabei. Auch im deutschen Team. Den schönen Führungstreffer zum 2:1 (25. Minute) legte ihm sein NHL-Kollege JJ Peterka von Utah Mammoth auf.Die Entscheidung zum 3:1 (31.) gelang Stützle dann in Überzahl an der Seite von Superstar Leon Draisaitl, Joshua Samanski (beide Edmonton Oilers), Peterka und NHL-Top-Verteidiger Moritz Seider (Detroit Red Wings). Diese Formation würde auch in der besten Liga der Welt allerhöchsten Ansprüchen genügen. Dass die Leistungsträger aus der NHL allesamt auf Anhieb lieferten, ist ein gutes Zeichen. Draisaitl hatte Deutschland nach nur 23 Sekunden in Führung geschossen und im Tor überragte Philipp Grubauer (Seattle Kraken) mit 37 gehaltenen Schüssen und einer Fangquote von über 97 Prozent. "Das sind alles gute Eishockeyspieler und das haben sie auch aufs Eis gebracht", sagte Bundestrainer Harold Kreis freudestrahlend. Auch Grubauer zeigt starke Leistung im TorWenn Deutschland beim Turnier der Superlative und NHL-Superstars etwas erreichen will, müssen die Topspieler funktionieren. Seider, der selbst gute Chancen hat, in diesem Jahr zum besten NHL-Verteidiger gekürt zu werden, lobte insbesondere Stützle und Grubauer. "Er ist ein überragender Hockey-Spieler und ein wichtiger Spieler in Ottawa. Wir werden ihn für einen guten Lauf hier brauchen", sagte der 24-Jährige über den deutschen Doppel-Torschützen und bezeichnete den deutschen Goalie als "Gamechanger": "Er ist immer stark und einer der besten Torhüter der NHL."Für Stanley-Cup-Sieger Nico Sturm hat Stützles Explosion im DEB-Trikot auch mit einer Persönlichkeitsentwicklung zu tun. Die Dänen versuchten es immer wieder, speziell Stützle mit Härte zu provozieren. "Jeder weiß, was für ein Spieler Tim ist. Er ist ein Unterschiedsspieler. Die werden auch in der NHL hart bespielt. Ich glaube auch, dass er sich über die Jahre daran gewöhnt hat", sagte der Stürmer der Minnesota Wild: "Er ist auch aus der Phase raus, dass er da trotzig wird und hebt sein Spiel stattdessen auf ein anderes Level."Geht es nach Sturm, wird es am Samstag (12.10 Uhr/ARD und Eurosport) im nächsten Gruppenspiel gegen Lettland noch besser: "Alles kann natürlich die nächste Stufe erreichen." Spätestens am Sonntag (21.10 Uhr/ZDF und Eurosport) zum Vorrunden-Ende gegen das Superteam von Weltmeister USA ist dies auch nötig. Am Wochenende entscheidet sich, ob Deutschland es direkt ins Viertelfinale schafft oder in die Qualifikationsrunde muss.

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Rodeln: Olympiasieger Langenhan ignoriert Kanzler-Anruf

Rodler Max Langenhan feiert bei den Winterspielen den größten Triumph seiner Karriere. Danach will ihm der Bundeskanzler persönlich gratulieren. Aber daraus wird erst mal nichts.Nach seinem Triumph im Einsitzer ist Rodel-Olympiasieger Max Langenhan ein Fauxpas passiert - und das ausgerechnet mit Kanzler Friedrich Merz. Wie der 26-Jährige nun in einem Instagram-Video nach dem Gold mit der Mixed-Staffel erzählte, wollte ihm der Regierungschef vor wenigen Tagen persönlich gratulieren. Doch daraus wurde nichts, wie Langenhan unter dem Gelächter seiner Gold-Teamkollegen launig zum Besten gab.Nach dem Erfolg am Sonntagabend erschien auf Langenhans Handy in den frühen Morgenstunden beim Warten auf seinen Shuttle plötzlich eine unbekannte Nummer. Weil sich der Thüringer aber gerade ein "cooles" Gratulationsvideo der Reality-Stars Carmen und Robert Geiss ansah und die Nummer nicht gespeichert hatte, "habe ich den Anruf weggewischt. Und es hat sich rausgestellt: Das war Friedrich Merz", erzählte der 26-Jährige.Jetzt bat Langenhan um Entschuldigung. "Lieber Friedrich. Ähh, lieber Herr Merz. Es tut mir super leid. Vielleicht schaffen wir es in den nächsten Tagen noch einmal, zu telefonieren. Ich bin auf alle Fälle stolz", sagte Langenhan lachend.

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Sport im Freien: Laufbekleidung für den Winter: Das sind die wichtigsten Eigenschaften

Mit den sinkenden Temperaturen steigt die Unlust auf den Rundlauf im Freien. Warum Joggen im Winter trotzdem gesund ist und wie Sie der Kälte trotzen können, wird hier erläutert.Laut einer aktuellen Statistik gingen im Jahr 2023 fast sechs Millionen Menschen ab 14 Jahren häufig Joggen – oder machten einen Wald- oder Geländelauf. Die Zahlen machen deutlich, wie groß das Interesse am Laufsport hierzulande ist. Trotzdem lässt sich nicht von der Hand weisen, dass bei vielen Joggern die Motivation in den Herbst- und Wintermonaten nachlässt. Dabei wird Ihr Immunsystem durch die Kälte sogar noch zusätzlich gestärkt, wenn Sie regelmäßig laufen gehen. Denn wie heißt es so schön: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung. Welche Laufbekleidung eignet sich für den Winter?Aufgrund der niedrigen Temperaturen neigen viele Jogger dazu, sich zu warm anzuziehen – dadurch kann es zu einem Wärmestau und damit einhergehend zu einer Erkältung kommen. Wählen Sie Ihre Laufbekleidung daher immer mit Bedacht. Das Zwiebelprinzip ist auch hier ein bewährtes System, da die Luft zwischen den Schichten die Körperwärme besser speichern kann. Und noch ein Tipp: Es ist nicht schlimm, wenn Sie in den ersten fünf Minuten frieren, da sich Ihr Körper nach den ersten Schritten ausreichend aufheizen wird. Worauf es bei den einzelnen Schichten ankommt, wird im Folgenden noch einmal genauer erklärt.So schützen Sie Ihren Oberkörper beim LaufenDie LaufmützeDass wir einen Großteil unserer Körperwärme über den Kopf abgeben, ist nur ein Mythos. Dennoch ist es an kalten Tagen durchaus ratsam, eine Laufmütze oder wenigstens ein Stirnband (zum Schutz der Ohren) zu tragen. Achten Sie jedoch auf dünne und atmungsaktive Funktionsmaterialien, damit Ihr Kopf beim Joggen nicht überhitzt.Die LaufkleidungBei der Laufbekleidung für den Winter sollten Sie nicht nur auf die Materialien und das Tragegefühl achten, sondern auch auf die Passform. Denn Fakt ist: Sitzen die Sachen zu locker, kann sich zwischen den Schichten kalte Luft sammeln und den Körper auskühlen. Am besten geeignet sind schnelltrocknende und atmungsaktive Kunstfasern (zum Beispiel Polyester und Polyamid), die den nassen Schweiß vom Körper wegtransportieren. Um die Durchblutung an den Beinen zu erhöhen, können Sie auch auf enganliegende Laufkleidung mit Kompression setzen.Das LaufoberteilAm besten geeignet für kalte Tage sind sogenannte Softshell-Laufjacken: Sie sind leichter als gewöhnliche Jacken, winddicht und wasserabweisend (im Idealfall) sowie atmungsaktiv. Wichtig ist, dass die Textilien eng am Körper anliegen, ohne Ihre Bewegungsfreiheit einzuschränken, damit die warme Luft nicht entweichen kann. Darunter können Sie beispielsweise ein kurzärmliges Laufshirt oder ein Thermo-Longsleeve tragen – je nachdem, wie kalt es draußen ist.So schützen Sie Ihre Beine vor der KälteDie LaufhoseWährend sich Laufshorts und -pants für mildere Tage eignen, schützen Sie lange Lauftights aus Softshell-Materialien oder Kompressionshosen vor der Kälte. Die Materialien sind ebenfalls atmungsaktiv und fördern die Durchblutung Ihrer Waden und Oberschenkel. Alternativ gibt es auch spezielle Thermoleggings zum Joggen, die vor allem Männer gerne mit einer kurzen Hose darüber kombinieren. Achten Sie auch bei der Laufhose unbedingt darauf, dass diese in jedem Fall winddicht und wasserabweisend ist.Die LaufschuheDa es in den Herbst- und Wintermonaten draußen oftmals nicht nur kalt, sondern auch matschig oder nass ist, sind wasserabweisende Laufschuhe die beste Wahl. Um die Rutschgefahr bei Schnee und Eis zu minimieren, sollten die Treter ein entsprechendes Profil haben und so geschnitten sein, dass Sie mit Ihren Füßen darin richtig abrollen können. Achten Sie zudem auf einen guten und sicheren Halt, damit Sie beim Joggen in den Schuhen nicht mit den Füßen herumrutschen.Die LaufsockenDa Sie beim Joggen an den Füßen stark schwitzen, sind spezielle Laufsocken die beste Wahl. Diese werden aus atmungsaktiven Materialmischungen hergestellt, die den Schweiß nach außen hin wegleiten und die Blasenbildung minimieren können.  Warum ist Laufen im Winter so gesund?Dass Laufen gesund ist, steht außer Frage. Wer regelmäßig joggen geht, stärkt sein Immunsystem und minimiert somit das Krankheitsrisiko. Aber gilt das auch im Winter? Die Antwort lautet natürlich: Ja! Wenn Sie sich mit der entsprechenden Laufbekleidung vor den niedrigen Temperaturen schützen, verbrennen Sie sogar mehr Kalorien als im Sommer. Das liegt daran, dass Ihr Körper für die gleiche Leistung mehr Energie benötigt, um die Organe zu durchbluten. Sprich: Im Winter können Sie beim Joggen sogar deutlich besser abnehmen. Und das bereits, wenn Sie im Schnitt 150 Minuten pro Woche (verteilt auf mehrere Tage) laufen gehen.Allerdings sollten Sie bedenken, dass die Kälte unerfahrenen Joggern durchaus auf die Lunge schlagen kann. Aber auch für hartgesottene Profis ist es ab einer Außentemperatur von unter minus zehn Grad nicht mehr empfehlenswert, draußen laufen zu gehen, da die Atemwege schneller austrocknen können. Ein ausgedehnter Spaziergang im Freien ist natürlich jederzeit möglich.Quelle:  Statista

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Helm-Eklat bei Winterspielen: Redefreiheit? Warum ein Ukrainer die olympische Welt bewegt

Ein Helm als Statement: Warum darf Wladislaw Heraskewytsch bei Olympia nicht auf die getöteten Sportler aufmerksam machen? Und warum macht das IOC keine Ausnahme?Der Eklat um den Ausschluss des Ukrainers Wladislaw Heraskewytsch von den Skeleton-Wettbewerben bei den Winterspielen in Italien bewegt die olympische Welt. Die Konfrontation zwischen dem 27-Jährigen und dem Internationalen Olympischen Komitee lenkt den Blick erneut auf die IOC-Regeln für Meinungsäußerungen von Athletinnen und Athleten auf der größten Sportbühne. Die Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Fall.Warum ist Heraskewytsch aus dem Wettbewerb genommen worden?Formal wurde der Ukrainer durch den Weltverband IBSF disqualifiziert, der die Hoheit für die Austragung der olympischen Bob- und Skeleton-Wettbewerbe hat. Heraskewitsch sei aus der Startliste gestrichen worden, weil er "sich geweigert hatte, die IOC-Richtlinien zur Meinungsäußerung von Athleten einzuhalten", wie es in der Mitteilung der IBSF hieß. Die Jury urteilte, der Helm des Skeleton-Piloten sei "unvereinbar mit der Olympischen Charta". Auf dem Kopfschutz sind Bilder von rund 20 Athletinnen und Athleten zu sehen, die bei russischen Anschlägen ums Leben gekommen sind.Um welche Richtlinien geht es?Ein IOC-Sprecher verwies auf die neu gefassten Regeln für Olympia-Teilnehmer. So wird allen Athletinnen und Athleten in Artikel 40.2 der Olympischen Charta grundsätzlich das Recht auf freie Meinungsäußerung zugesichert - jedoch nur im Rahmen der IOC-Wettkampfregeln. Es gelten damit Einschränkungen während der Wettbewerbe und bei Siegerehrungen. Und in Artikel 50.2 heißt es: "In allen olympischen Anlagen, Veranstaltungsorten und anderen Bereichen sind Demonstrationen jeglicher Art sowie politische, religiöse oder rassistische Propaganda verboten."Warum gibt es diese Regeln?Das IOC betont immer wieder, Sport und Politik nicht vermischen zu wollen. Tausende Athletenvertreter hätten daher zuletzt das Regelwerk auch für solche Fälle weiter entwickelt. Demnach sei es der Wunsch einer großen Zahl von Sportlerinnen und Sportlern, unbeeinflusst von politischen Botschaften und ohne den Druck von Machthabern in ihren Heimatländern bei Olympia an den Start gehen zu können. "Sport ohne Regeln kann nicht funktionieren. Wenn wir keine Regeln haben, gibt es keinen Sport", sagte ein IOC-Sprecher.Warum durften dann andere Olympia-Teilnehmer zum Beispiel Bilder von gestorbenen Angehörigen zeigen?Der US-Amerikaner Maxim Naumov erinnerte mit einem Familienfoto nach seinem Auftritt im Eiskunstlauf an seine tödlich verunglückten Eltern. Ähnliche Vorfälle gab es auch bei früheren Spielen, wie zum Beispiel 2008, als Gewichtheber Matthias Steiner ein Bild seiner toten Ehefrau bei der Siegerehrung zeigte. Das IOC sagt, diese Aktionen seien stets spontan gewesen und nach den Wettkämpfen erfolgt. In der Regel habe die Dachorganisation eine Verwarnung ausgesprochen, auch bei politischen Botschaften. Heraskewytsch hingegen hatte seine Absicht, mit dem Helm zu starten, vorher angekündigt - so waren die Offiziellen vorbereitet und reagierten unnachgiebig.Warum durfte Heraskewytsch den Helm dann im Training tragen?Das IOC argumentierte, es habe dem Ukrainer möglichst viele Optionen geben wollen, sein Anliegen zu präsentieren. Im Training wie auch in der Interviewzone und auf seinen Kanälen in sozialen Netzwerken habe Heraskewytsch sein Gedenken an im Krieg gegen Russland getötete Sportler offen zeigen dürfen. "Nur für die eine Minute des Wettbewerbs hatten wir ihn gebeten, es nicht zu tun", sagte ein IOC-Sprecher.Warum macht das IOC keine Ausnahme mit Blick auf die Lage der Menschen in der Ukraine?Die Dachorganisation verweist darauf, dass es viel mehr Konflikte auf der Welt gibt als nur den russischen Angriffskrieg in der Ukraine. "Denken Sie an den Nahen Osten, denken Sie an Afrika, denken Sie an Südamerika – wenn es jedem erlaubt wäre, sich auf diese Weise auszudrücken, jenseits einer schwarzen Armbinde. Das würde zu einer chaotischen Situation führen", sagte ein IOC-Sprecher. Es gehe nicht um die Botschaft, beteuerte IOC-Chefin Kirsty Coventry, sondern um die Einhaltung der Richtlinien.Wie realistisch ist ein Erfolg von Heraskewytsch mit einem Einspruch vor dem Internationalen Sportgerichtshof?Der Ukrainer zog wenige Stunden nach seinem Ausschluss vor den Internationalen Sportgerichtshof Cas, der ein Eilverfahren einleitete. Seine Chance auf eine Teilnahme an den olympischen Rennen scheint jedoch dahin, die ersten beiden Durchgänge wurden bereits am Donnerstag gefahren. Heraskewytsch aber dürfte daran gelegen sein, weiter ein Schlaglicht auf das Leid der Menschen in der Ukraine zu lenken. Eine Verhandlung vor der Ad-hoc-Kommission des Cas in Mailand würde weitere Aufmerksamkeit bringen, selbst wenn seine Aussichten auf einen juristischen Sieg wohl eher gering sind.

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Historische Schlappe: 0:4 zur Pause – Flick und Barca erleben in Madrid Pokalabend zum Vergessen

Diese erste Halbzeit war eine Demütigung für den FC Barcelona und den deutschen Trainer Hansi Flick. Ins Rückspiel gegen Atlético Madrid geht es mit einer großen Hypothek.Trainer Hansi Flick hat mit dem FC Barcelona eine böse Halbfinal-Klatsche bei Atlético Madrid kassiert und steht im spanischen Pokal vor dem Aus. Der Titelverteidiger verlor das Hinspiel im Metropolitano nach einer desaströsen ersten Halbzeit mit 0:4 (0:4). Im Rückspiel am 3. März im Camp Nou benötigen die Katalanen schon ein kleines Fußballwunder für den Finaleinzug.Barças Abwehrspieler Eric leitete mit einem Eigentor (7.) die bittere Pleite für den Titelverteidiger ein und erhielt kurz vor Ende auch noch die Rote Karte wegen einer Notbremse (85.). Für die Madrilenen trafen zudem Antoine Griezmann (15.), Ademola Lookman (34.) und Julian Alvarez (45.+3). Flick wechselte noch in der ersten Halbzeit den polnischen Stürmerstar Robert Lewandowski (37.) ein, doch ein Tor gelang dem spanischen Meister nicht mehr.Historisch schlechte erste HälfteLaut Datenanbieter Opta kassierte Barça erst zum zweiten Mal seit der Saison 2004/05 in einer Halbzeit vier Gegentreffer. Das erste Mal war in der Champions League im August 2020 gegen den FC Bayern (2:8). Im Vorjahr hatte sich Barça gegen Atlético nach zwei hart umkämpften Spielen noch knapp durchgesetzt und am Ende im Finale gegen Real Madrid triumphiert.

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Helm-Eklat um Ukrainer: Heraskewytsch glaubt noch an Olympia-Teilnahme: "Unser Ziel"

Wladislaw Heraskewytsch kämpft vor dem Sportgericht um seine Olympia-Chance – obwohl schon zwei Läufe des Skeleton-Wettbewerbs durch sind. Was passiert, wenn der Ukrainer doch starten darf?Der ukrainische Skeleton-Pilot Wladislaw Heraskewytsch hofft nach seinem Einspruch beim Internationalen Sportgerichtshof Cas gegen den Ausschluss von den olympischen Wettbewerben noch auf einen Start in Italien. "Das ist unser Ziel", sagte Heraskewytsch bei einer Pressekonferenz am Donnerstagabend in Mailand. Nach den Angaben des Ukrainers findet die Anhörung vor dem Cas heute um 9.00 Uhr statt.Die ersten beiden Läufe im Skeleton-Wettbewerb wurden bereits absolviert - ohne Heraskewytsch, der in seinen fünf bestrittenen Trainingsläufen immer unter den Top-Sechs landete. Heute Abend ab 19.30 Uhr ist die Medaillenentscheidung mit den Läufen drei und vier geplant.Würde Heraskewytsch vier Läufe an einem Tag bestreiten?"Für mich es ist jetzt natürlich schwer, nachzuvollziehen, wie wir das umsetzen können", antwortete Heraskewytsch auf die Frage, wie er denn doch noch in den Wettbewerb einsteigen könne. Vielleicht müsse man die ersten beiden Läufe annullieren oder er selbst müsse mehrere Läufe an einem Tag bestreiten, sagte der 27-Jährige. "Aber definitiv ist es eine Frage, die geklärt werden muss, und wir werden alle Aspekte noch einmal überprüfen."Heraskewytsch wollte trotz eines Verbots und mehrfacher Warnungen des Internationalen Olympischen Komitees nicht auf das Tragen seines Helmes mit Bildern von im Krieg gegen Russland getöteten Sportkollegen in der olympischen Entscheidung verzichten. Daraufhin war er kurz vor Beginn des ersten Durchgangs in Cortina d'Ampezzo ausgeschlossen worden. Anschließend legte er Einspruch beim Cas ein. Der Protest richtete sich gegen die Entscheidung der Jury des zuständigen Weltverbands IBSF, hatte die Ad-hoc-Kommission des Cas mitgeteilt.Heraskewytsch: Keine Regeln verletztDer 27-Jährige verlange die Aufhebung der Entscheidung und seine sofortige Wiederzulassung zu den Winterspielen. Alternativ müsse ihm ein vorläufiger Start unter Überwachung des Cas ermöglicht werden, bis ein Urteil vorliegt. Das IOC und der zuständige Weltverband wiederum stützten sich beim Ausschluss auf die Richtlinien der Olympischen Charta, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Olympischer Spiele politische Botschaften während eines laufenden Wettbewerbs untersagt."Ich bin überzeugt, dass wir keine Regeln verletzt haben. Ich glaube auch, dass wir diese Aufmerksamkeit in all diesen Tagen hatten und haben, weil die Menschen verstehen, dass wir auf der richtigen Seite stehen und keine Regeln gebrochen haben", sagte Heraskewytsch.

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Olympia-News: Deutschlands Eishockey-Team startet mit Sieg gegen Dänemark

Deutschlands Eishockey-Cracks feiern bei Olympia einen Auftakt nach Maß. Die vierte Goldmedaille für die deutschen Rodler. Alles Wichtige im stern-Newsblog.Historische Premiere: In diesem Jahr finden die Olympischen Winterspiele vom 6. bis 22. Februar zum ersten Mal an zwei Orten statt: in der norditalienischen Stadt Mailand und im Skiort Cortina. Damit sind es die ersten dezentralen Spiele der Geschichte. Olympische Winterspiele 2026: So viele Entscheidungen wie nie zuvor Sie erstrecken sich über eine Gesamtfläche von etwa 22.000 Quadratkilometern.  Mit 116 Entscheidungen gibt es so viele wie noch nie. 50 davon werden reine Frauen-Wettbewerbe sein, was auch ein neuer Höchstwert ist.Alle großen Emotionen, alle wichtigen Entscheidungen, alle deutschen Medaillen – hier im stern-Newsblog:

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Olympisches Eishockeyturnier: NHL-Stars führen Eishockey-Team zu Olympia-Auftaktsieg

Deutschlands Eishockey-Cracks feiern bei Olympia einen Auftakt nach Maß. Gegen Dänemark überzeugen vor allem die NHL-Stars. Am Samstagmittag geht weiter - gegen wen?NHL-Weltklasse als Unterschied: Die Topstars Leon Draisaitl und Tim Stützle haben das deutsche Eishockey-Team zum erhofften Olympia-Auftakterfolg geführt. Gegen Dänemark gewann das Team von Bundestrainer Harold Kreis am Donnerstag in Mailand verdient mit 3:1 (1:1, 2:0, 0:0).Ottawas Stürmerstar Stützle gelang dabei ein Doppelpack (25. Minute/31.). Kapitän und Ausnahmestürmer Draisaitl hatte Deutschland bereits nach 23 Sekunden in Führung gebracht. Für die Dänen traf nur Nordamerika-Profi Oscar Mölgaard (14.) von den Coachella Valley Firebirds aus der AHL. Nach dem Auftaktsieg kommt es am Samstag zum deutschen Doppel-Spieltag bei den Winterspielen: Um 12.10 Uhr steht für die Kreis-Auswahl das zweite Vorrundenspiel gegen Lettland an. Anschließend spielen die deutschen Frauen ihr Viertelfinale gegen Kanada (16.40 Uhr/beides ARD und Eurosport).Die Männer hatten beim ersten Schritt in Richtung Viertelfinale auch einige Probleme zu bewältigen, lösten diese aber letztlich mit Bravour. "Wir sind ja nicht ganz blöd. Wir wissen auch, wer in unserer Gruppe die Favoriten sind und wen man eher schlagen sollte", hatte Stanley-Cup-Sieger Nico Sturm von Minnesota Wild vor dem Spiel gesagt. NHL-Stars überzeugenDen angesprochenen Pflichtsieg verdiente sich das Team dank individueller Stärke im Sturm und einem glänzenden Torhüter Philipp Grubauer von Seattle Kraken. Schon der Start ins Spiel war traumhaft aus deutscher Sicht. Mit Volldampf leitete Draisaitl den ersten Angriff ein und traf auf Vorlage seines alten Kumpels aus Kindertagen Frederik Tiffels. Der Großteil der knapp 4.000 Zuschauer in der kleineren Olympia-Eishalle auf dem Mailänder Messegelände war verzückt. Draisaitl selbst musste über seinen Olympia-Einstand lachen. Neben dem 30-Jährigen gaben auch acht weitere in Nordamerika beschäftigte Profis ihr Olympia-Debüt. Die NHL hatte erstmals seit 2014 wieder ihren Spielern die Freigabe für Winterspiele erteilt. Dies sorgt in Mailand für ein Spektakel-Turnier der Extraklasse. Der deutsche Kader gilt als der beste überhaupt in der Geschichte des Deutschen Eishockey-Bundes. Neben Draisaitl gehören auch Stützle, Moritz Seider und Grubauer zur NHL-Spitze. Der 24 Jahre alte JJ Peterka ist auf dem Weg dorthin. Abwehr fällt im Vergleich zur Offensive wie erwartet abAllerdings arbeiteten sich die ebenfalls stark besetzten Dänen noch im ersten Drittel zurück ins Spiel. Dies lag nicht an den aktuell vier NHL-Spielern im dänischen Kader allein. Die Befürchtungen hinsichtlich der deutschen Abwehr bewahrheiteten sich schnell. Im Vergleich zur starken Offensive fiel die Verteidigung doch stark ab. Der Spielaufbau ließ arg zu wünschen übrig.Insbesondere das Berliner Abwehrduo Jonas Müller und Kai Wissmann wirkte beim Hochgeschwindigkeits-Eishockey überfordert und leistete sich erschreckend viele Fehlpässe. Wissmann hatte trotz einer monatelangen Verletzung und nur vier Ligaspielen vor dem Olympia-Start einen Kaderplatz vom Bundestrainer erhalten. Zumindest gegen Dänemark war der 29-Jährige aber noch weit von seiner Topform entfernt. Ein doppelter individueller Patzer von NHL-Stürmer Joshua Samanski (Edmonton) und dem ansonsten starken Goalie Grubauer sorgte schließlich für den nicht unverdienten Ausgleich. Erster Treffer für StützleDie individuelle Offensivpower der NHL-Profis brachte das Momentum aber zurück. Mit einer tollen Direktabnahme erzielte Stützle auf Vorarbeit von Peterka seinen ersten Treffer im Nationaltrikot überhaupt. Eine Augenweide war auch weiterhin Draisaitl, der unnachahmlich den Puck behauptete und kaum zu stoppen war.Und wenn, dann nur durch Fouls. Daraus resultierte zur Spielmitte eine Überzahlsituation, in der die deutsche Auswahl all seine NHL-Stürmerstars aufs Eis brachte. Es dauerte 21 Sekunden ehe Draisaitl, Stützle, Peterka und Co. wieder zuschlugen. Einen Stützle-Schuss lenkte Dänemarks Verteidiger Oliver Lauridsen ins eigene Netz. Den Vorsprung brachte die Kreis-Auswahl danach souverän über die Zeit.

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Olympische Winterspiele: Taylor Swift bejubelt Heiratsantrag für Skistar Johnson

Abfahrtsolympiasiegerin Breezy Johnson erlebt einen emotionalen Tag. Nach ihrem Sturz im Super-G erwartet sie ihr Partner mit einem Verlobungsring. Sogar Superstar Taylor Swift ist begeistert.Besonders prominente Gratulantin für Abfahrts-Olympiasiegerin Breezy Johnson: Popstar Taylor Swift höchstpersönlich meldete sich nach der Verlobung der Skirennfahrerin zu Wort. "Herzlichen Glückwunsch", kommentierte die Sängerin unter einem Instagram-Foto, das Johnson mit ihrem zukünftigen Ehemann Connor Watkins zeigt.Doch Swift beließ es nicht bei ein paar netten Worten. Sie zitierte eine Zeile aus ihrem Song "The Alchemy" – eigentlich geschrieben mit Blick auf ihren Verlobten Travis Kelce und dessen letzten Super-Bowl-Triumph: "Wo ist die Trophäe? Er kommt einfach auf mich zugerannt." Damit spielte sie augenzwinkernd auf das glückliche Paar und den besonderen Moment an.Auch Lindsey Vonn gratuliertDamit hatte Johnsons Tag nach dem Sturz im olympischen Super-G von Cortina d'Ampezzo doch noch ein gutes Ende. "Hey Leute... das ist Connor! Mein Ex-Freund! Und mein jetziger Verlobter!!! Vielen Dank an alle, die diesen Moment möglich gemacht haben. Es war alles, wovon ich jemals geträumt habe. So wie Connor!", schrieb Johnson nach dem Heiratsantrag im Zielbereich.Auch Lindsey Vonn meldete sich. Sie sei sehr glücklich für ihre Teamkollegin - "was für eine Woche".Auch Brignone freut sich mitAuch Federica Brignone ließ von der Pressekonferenz aus Glückwünsche ausrichten. "Oh wow", sagte die Italienerin, als sie von einem Journalisten auf den Heiratsantrag angesprochen wurde. Sie habe vor lauter Interviews gar nichts davon mitbekommen, nachdem sie zuvor zu Super-G-Gold gefahren war.Johnson war vier Tage nach ihrem Gold-Ritt in der Abfahrt diesmal gestürzt und in den Fangzaun gekracht. Die 30-Jährige blieb allerdings unverletzt und stand wieder auf. Zum Glück. Schließlich wartete im Ziel die schöne Überraschung.

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Biathlon bei Olympia: Seitensprung-Beichte: Laegreid bittet Team um Entschuldigung

Nach dem Olympia-Einzel spricht Norwegens Sturla Holm Laegreid offen über einen Seitensprung. Das macht international Schlagzeilen. Vor dem nächsten Rennen sucht er das Gespräch mit seinen Kollegen.Der norwegische Biathlet Sturla Holm Laegreid hat vor dem nächsten Olympia-Rennen bei seinem Team für sein öffentliches Seitensprung-Geständnis um Entschuldigung gebeten. Wie der Gesamtweltcupsieger der Vorsaison der norwegischen Zeitung "Verdens Gang" sagte, habe er bei einem gemeinsamen Essen schon am Mittwochabend das Wort ergriffen. "Ich wollte vor allen sprechen und mich bei allen entschuldigen", sagte der 28-Jährige. "Ich habe gesagt, dass es eine harte Woche war und ich nicht ich selbst gewesen bin."Der siebenmalige Weltmeister hatte nach dem Gewinn der Bronzemedaille im Einzel am Dienstag in Antholz vor einer Fernsehkamera öffentlich gemacht, dass er seine Freundin betrogen hat. Er sei seiner Partnerin, die er erst vor sechs Monaten kennengelernt hatte, vor drei Monaten untreu gewesen. In der vergangenen Woche habe Laegreid ihr das Fremdgehen gestanden, das Paar sei mittlerweile getrennt. Er wolle sie mit seiner Offenheit zurückgewinnen, hatte er in dem Interview gesagt."Ich habe die Party ruiniert"Für diese Aktion gab es viel Kritik. Vor allem auch, weil der Olympiasieg von Landsmann Johan-Olav Botn dabei völlig unterging. "Man könnte sagen, ich habe die Party ruiniert", sagte Laegreid. Das sei aber nicht seine Absicht gewesen, deswegen ging die Entschuldigung speziell auch an Botn. "Ich glaube, er hat im Nachhinein verstanden, dass es nicht der richtige Ort dafür war", sagte Norwegens Schießtrainer Siegfried Mazet, der die Entschuldigung bestätigte: "Es war wichtig für Sturla, es vor allen auszusprechen."Am Freitag (14.00 Uhr) kämpft Laegreid um die nächste Olympia-Medaille. Genau wie Botn tritt er in Südtirol im Sprint über zehn Kilometer an und gehört nach dem starken Auftritt im Einzel zu den Mitfavoriten.

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Nations-League-Auslosung: „Schon wieder“: Nagelsmann freut sich auf Holland-Kracher

Nach der WM geht es für die DFB-Elf in der Nations League weiter. Bundestrainer Nagelsmann kann sich auf das schnelle Wiedersehen mit einem großen Rivalen freuen.Mit schnellen Schritten eilte Julian Nagelsmann in die Expo-Halle 3 in Brüssel. Auf der großen Videoleinwand flimmerten schon die Bilder von den letzten Spielen in der Nations League. Der Bundestrainer kam aber natürlich noch rechtzeitig für das nächste Holland-Los. Die Fußball-Nationalmannschaft trifft in dem Uefa-Wettbewerb dank des glücklichen Händchens von Portugals Ex-Star Pepe nach der WM erneut auf Oranje.„Schon wieder“, sagte Nagelsmann nach der Auslosung und schlug dem niederländischen Trainer Ronald Koeman lachend auf die Schulter. „Wir sind es schon gewohnt, aber es ist ja auch ein geschichtsträchtiges, ein besonderes Spiel“, sagte der 38-Jährige. Die weiteren Kontrahenten in der Gruppe 2 der Liga A für die DFB-Elf sind Serbien und Griechenland. Nagelsmann freut sich da auf „sehr reizvolle Auswärtsspiele“ mit „besonderer Stimmung“. Oranje als Dauergegner für DFB-ElfIn der letzten Ausgabe der Nations League wurde Oranje im Oktober 2024 in München mit 1:0 besiegt, in Amsterdam gab es zuvor ein 2:2. Gegen Griechenland hatte die DFB-Elf unter Nagelsmann kurz vor der Heim-EM 2024 einen 2:1-Testspielsieg gefeiert.Gegen Serbien kommt es für den Bundestrainer, der sich nun aber erst mal wieder ganz der WM-Vorbereitung widmen will, zu einer Premiere. Das letzte Duell war 2019 ein 1:1 im Test in Wolfsburg.Los geht es für Nagelsmann in der Nations League nach der WM dann gleich mit einer Neuerung im internationalen Terminkalender. Die ersten vier Spiele finden en bloc zwischen dem 24. September und dem 6. Oktober im Drei- bis Viertage-Rhythmus statt. Das bringt ein kleines Turniergefühl im frühen Herbst. Abgeschlossen wird die Gruppenphase mit den weiteren beiden Partien zwischen dem 12. und 17. November.Spielplan kommt am FreitagDie genaue Spielreihenfolge wird der Bundestrainer aber erst am Freitag erfahren. Die Uefa benötigt wie jüngst die Fifa nach der WM-Auslosung in Washington eine Nacht, um den Terminkalender zu fixieren. Koordiniert werden müssen alle Spieltermine auch für die unterklassigen Ligen B bis D. Wo die drei deutschen Heimspiele stattfinden, wird der DFB noch später festlegen.Geht es nach Nagelsmann, folgt bestmöglich als Gruppensieger im März das Viertelfinale gegen einen Gruppenzweiten und dann vom 9. bis 13. Juni das Final Four, bei dem der nächste Sieger der Nations League gekürt wird. Bei der letzten Ausgabe landete die DFB-Elf nach Niederlagen gegen Portugal (1:2) und Frankreich (0:2) nur auf Platz vier.Sieger wird im Juni 2027 ermitteltEin Erfolg in der Nations League bringt auch wieder Vorteile auf dem Weg zum nächsten großen Turnier - der EM 2028. Eine kleinere Qualifikationsgruppe wartet auf die Top 4 des Kontinents. Als Gruppensieger könnte man auch wieder einen Freiplatz für die EM-Playoffs bekommen. Details hat die Uefa hierzu aber noch nicht festgelegt.Die Nations League hat sich nach anfänglicher Kritik als geschätzter Wettbewerb etabliert. „Die Duelle mit den europäischen Top‑Nationen sind in der Zeit zwischen den großen Turnieren sehr reizvoll – für unsere Fans und für unsere Spieler, die sich immer mit den Besten messen wollen“, sagte Nagelsmann vor der Auslosung. 

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Fußball-Nationalmannschaft: "Schon wieder": Nagelsmann freut sich auf Holland-Kracher

Nach der WM geht es für die Nationalmannschaft in der Nations League weiter. Bundestrainer Nagelsmann kann sich nach der WM auf das schnelle Wiedersehen mit einem großen Rivalen freuen.Mit schnellen Schritten eilte Julian Nagelsmann in die Expo-Halle 3 in Brüssel. Auf der großen Videoleinwand flimmerten schon die Bilder von den letzten Spielen in der Nations League. Der Bundestrainer kam aber natürlich noch rechtzeitig für das nächste Holland-Los. Die Fußball-Nationalmannschaft trifft in dem UEFA-Wettbewerb dank des glücklichen Händchens von Portugals Ex-Star Pepe nach der WM erneut auf Oranje. "Schon wieder", sagte Nagelsmann nach der Auslosung und schlug dem niederländischen Trainer Ronald Koeman lachend auf die Schulter. "Wir sind es schon gewohnt, aber es ist ja auch ein geschichtsträchtiges, ein besonderes Spiel", sagte der 38-Jährige. Die weiteren Kontrahenten in der Gruppe 2 der Liga A für die DFB-Elf sind Serbien und Griechenland. Nagelsmann freut sich da auf "sehr reizvolle Auswärtsspiele" mit "besonderer Stimmung". Oranje als DauergegnerIn der letzten Ausgabe der Nations League wurde Oranje im Oktober 2024 in München mit 1:0 besiegt, in Amsterdam gab es zuvor ein 2:2. Gegen Griechenland hatte die DFB-Elf unter Nagelsmann kurz vor der Heim-EM 2024 einen 2:1-Testspielsieg gefeiert. Gegen Serbien kommt es für den Bundestrainer, der sich nun aber erstmal wieder ganz der WM-Vorbereitung widmen will, zu einer Premiere. Das letzte Duell war 2019 ein 1:1 im Test in Wolfsburg. Los geht es für Nagelsmann in der Nations League nach der WM dann gleich mit einer Neuerung im internationalen Terminkalender. Die ersten vier Spiele finden en bloc zwischen dem 24. September und 6. Oktober im Drei- bis Viertage-Rhythmus statt. Das bringt ein kleines Turniergefühl im frühen Herbst. Abgeschlossen wird die Gruppenphase mit den weiteren beiden Partien zwischen dem 12. und 17. November. Spielplan kommt am FreitagDie genaue Spielreihenfolge wird der Bundestrainer aber erst am Freitag erfahren. Die UEFA benötigt wie jüngst die FIFA nach der WM-Auslosung in Washington eine Nacht, um den Terminkalender zu fixieren. Koordiniert werden müssen alle Spieltermine auch für die unterklassigen Ligen B bis D. Wo die drei deutschen Heimspiele stattfinden, wird der DFB noch später festlegen. Geht es nach Nagelsmann, folgt bestmöglich als Gruppensieger im März das Viertelfinale gegen einen Gruppenzweiten und dann vom 9. bis 13. Juni das Final Four, bei dem der nächste Sieger der Nations League gekürt wird. Bei der letzten Ausgabe landete die DFB-Elf nach Niederlagen gegen Portugal (1:2) und Frankreich (0:2) nur auf Platz vier. Sieger wird im Juni 2027 ermitteltEin Erfolg in der Nations League bringt auch wieder Vorteile auf dem Weg zum nächsten großen Turnier - der EM 2028. Eine kleinere Qualifikationsgruppe wartet auf die Top 4 des Kontinents. Als Gruppensieger könnte man auch wieder einen Freiplatz für die EM-Playoffs bekommen. Details hat die UEFA hierzu aber noch nicht festgelegt. Die Nations League hat sich nach anfänglicher Kritik als geschätzter Wettbewerb etabliert. "Die Duelle mit den europäischen Top‑Nationen sind in der Zeit zwischen den großen Turnieren sehr reizvoll – für unsere Fans und für unsere Spieler, die sich immer mit den Besten messen wollen", sagte Nagelsmann vor der Auslosung.

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Olympische Winterspiele: Eilverfahren nach Ausschluss: Ukrainer legt Einspruch ein

Jetzt muss das olympische Sportgericht entscheiden. Skeleton-Pilot Wladislaw Heraskewytsch hat offiziell Protest gegen seinen Ausschluss bei den Winterspielen eingelegt.Der ukrainische Skeleton-Pilot Wladislaw Heraskewytsch hat beim Internationalen Sportgerichtshof Cas Einspruch gegen seinen Ausschluss von den olympischen Wettbewerben eingelegt. Der Protest richte sich gegen die Entscheidung der Jury des zuständigen Weltverbands IBSF, ihn wegen seines Helms mit Bildern von im Krieg gegen Russland getöteten Sportkollegen zu disqualifizieren, teilte die Ad-hoc-Kommission des Cas mit. Heraskewytsch wollte trotz eines Verbots und mehrfacher Warnungen des Internationalen Olympischen Komitees nicht auf das Tragen des besonderen Kopfschutzes in der olympischen Entscheidung verzichten. Daraufhin war er kurz vor Beginn des ersten Durchgangs in Cortina d'Ampezzo ausgeschlossen worden. Ukrainer fordert Rückkehr ins olympische Rennen"Herr Heraskewytsch argumentiert, dass der Ausschluss unverhältnismäßig sei, durch keinen technischen oder sicherheitstechnischen Verstoß gerechtfertigt sei und ihm einen irreparablen sportlichen Schaden zufüge", teilte der Cas mit. Der 27-Jährige verlange die Aufhebung der Entscheidung und seine sofortige Wiederzulassung zu den Winterspielen. Alternativ müsse ihm ein vorläufiger Start unter Überwachung des Cas ermöglicht werden, bis ein Urteil vorliegt. Es sei ein Einzelrichter für das Eilverfahren berufen worden, hieß es. Eine genaue Frist bis zur Entscheidung könne nicht genannt werden. Das IOC und der zuständige Weltverband stützten sich beim Ausschluss von Heraskewytsch auf die Richtlinien der Olympischen Charta, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Olympischer Spiele politische Botschaften während eines laufenden Wettbewerbs untersagt.Im olympischen Skeleton-Wettbewerb sind ohne Heraskewytsch bereits zwei von vier Läufen absolviert worden. Die abschließenden beiden Durchgänge stehen am Freitag an.

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Olympia-News: Deutsches Rodel-Team gewinnt Goldmedaille

Die vierte Goldmedaille für die deutschen Rodler: Auch im Team sind die deutschen Schlittenfahrer nicht zu schlagen und holen den Sieg. Alles Wichtige im stern-Newsblog.Historische Premiere: In diesem Jahr finden die Olympischen Winterspiele vom 6. bis 22. Februar zum ersten Mal an zwei Orten statt: in der norditalienischen Stadt Mailand und im Skiort Cortina. Damit sind es die ersten dezentralen Spiele der Geschichte. Olympische Winterspiele 2026: So viele Entscheidungen wie nie zuvor Sie erstrecken sich über eine Gesamtfläche von etwa 22.000 Quadratkilometern.  Mit 116 Entscheidungen gibt es so viele wie noch nie. 50 davon werden reine Frauen-Wettbewerbe sein, was auch ein neuer Höchstwert ist.Alle großen Emotionen, alle wichtigen Entscheidungen, alle deutschen Medaillen – hier im stern-Newsblog:

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Olympische Winterspiele: Unsere Olympia-Helden: Das sind die deutschen Medaillengewinner

Bei den Olympischen Winterspielen 2026 sind die deutschen Athleten auf Medaillenjagd. Diese Sportler haben sich den Traum erfüllt und es aufs Siegertreppchen geschafft.Bei den Olympischen Winterspielen eine Medaille zu holen, ist der Traum eines jeden Wintersportlers. Auch die deutschen Athleten dürfen sich Hoffnungen auf Podestplätze machen. Im Bob, Rodeln und Skeleton gehören die Deutschen zu den Favoriten, aber auch in anderen Disziplinen sind Top-Platzierungen möglich – das haben die Wettkämpfe bereits gezeigt. Skispringer Philipp Raimund gelang mit seinem Überraschungssieg der wohl größte Coup bisher. Mit insgesamt 435 olympischen Medaillen, davon 162 Goldmedaillen, führt Deutschland den ewigen Medaillenspiegel an. Bei den letzten Winterspielen in Peking vor vier Jahren konnten die Deutschen immerhin zwölf Goldene abräumen. Ob sich dieser Erfolg wiederholen oder gar toppen lässt, wird sich zeigen. Es bleibt den Sportlern noch Zeit bis zum 22. Februar. Zwist um marode Olympia-Medaillen Die diesjährigen Medaillen sind allerdings nur mit Vorsicht zu genießen. Einmal zu überschwänglich gejubelt, schon sind sie kaputt. Gleich mehrere Athleten mussten erleben, wie sich ihre Medaille vom Halsband löste. Die Skiläuferin Breezy Johnson, Langläuferin Ebba Andersson und Biathlet Justus Strelow gehören zu den Unglücklichen mit den zerlegten Medaillen. Der Veranstalter spricht von einem Materialproblem. Und auch der jeweilige Wert der Medaillen unterscheidet sich stark. Die Goldmedaille aus Feinsilber und Feingold hat in etwa einen Materialwert von 1800 Euro, die Silbermedaille aus Feinsilber kommt auf etwa 1000 Euro. Für eine Bronze-Medaille aus Kupfer bekäme man mancherorts allerdings nicht einmal mehr einen Kaffee im Tausch – sie ist nur etwa vier Euro wert.

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Olympiasieger Philipp Raimund: „Wenn ich den Abgrund vor mir sehe, wird es unangenehm”

Philipp Raimund hat für Deutschland Gold im Skispringen gewonnen – und leidet unter Höhenangst. Hier erklärt er, warum ihm diese sogar hilft. Und warum er vor Wettkämpfen am Computer zockt.

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· Actio recta non erit, nisi recta fuerit voluntas ·