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Wir haben für Sie eine Vorauswahl an redaktionellen Inhalten zusammengestellt, die von Mediengesellschaften, Verlagen, Börsendiensten und Finanzblogs bereit gestellt werden. Hier können Sie sich einen schnellen Überblick über die Themen verschaffen, die im Augenblick von öffentlichen Interesse sind.
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Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und den Finanzmärkten
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Aktuelle Nachrichten

Olympia-News: Lindsey Vonn laut Medienberichten am linken Bein operiert

Endlich gibt es die erste Goldmedaille für Deutschland bei diesen Winterspielen. Alles Wichtige im stern-Newsblog.Historische Premiere: In diesem Jahr finden die Olympischen Winterspiele vom 6. bis 22. Februar zum ersten Mal an zwei Orten statt, nämlich in der norditalienischen Stadt Mailand und im Skiort Cortina, ebenfalls im Norden des Landes. Damit sind es die ersten dezentralen Spiele der Geschichte. Sie erstrecken sich über eine Gesamtfläche von etwa 22.000 Quadratkilometern.Olympia 2026: Fast 3000 Sportlerinnen und Sportler dabeiInsgesamt nehmen rund 2900 Sportlerinnen und Sportler aus 90 Nationen teil. Davon sind 47 Prozent Sportlerinnen, wodurch die Quote aus den letzten Spielen in Peking noch einmal um zwei Prozentpunkte steigt. Mit 116 Entscheidungen gibt es so viele wie noch nie. 50 davon werden reine Frauen-Wettbewerbe sein, was auch ein neuer Höchstwert ist.Alle großen Emotionen, alle wichtigen Entscheidungen, alle deutschen Medaillen – hier im stern-Newsblog:

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Showdown in Santa Clara: Hätten Sie's gewusst? 15 Fakten rund um den Super Bowl

Der Super Bowl erfreut sich in Deutschland großer Beliebtheit. Aber wussten Sie schon, was ein Werbespot während einer Unterbrechung des NFL-Endspiels kostet? Hier komme jede Menge Wissenswertes.In der Nacht von Sonntag auf Montag treffen im Super Bowl die New England Patriots und die Seattle Seahawks aufeinander. Nur wenige Jahre nach dem Abgang von Superstar Tom Brady und dem Ende einer langen und erfolgreichen Serie könnten die Patriots wieder auf den Thron klettern – dank eines 23-Jährigen. Quarterback Drake Maye hat nach einer durchwachsenen ersten Saison den Turnaround geschafft und in dieser Saison brilliert. Ihm gegenüber steht mit Sam Darnold ein Quarterback, der lange brauchte, um sein Talent auch aufs Spielfeld zu bringen. Darnold galt schon als "Draft-Bust", also ein Spieler, der bei dem Draft, der jährlichen Talentauswahl, sehr früh ausgewählt, aber nie den Erwartungen gerecht wird. Doch nach einer starken Saison bei den Minnesotta Vikings knüpfte Darnold an diese Leistungen anIn der Geschichte der NFL und des Endspiels als größtem Einzelsportevent der Welt gibt es viele Kuriositäten zu erzählen. Wir nehmen Sie mit auf eine Reise durch die Football-Geschichte der USA, bei der auch Russlands Machthaber Wladimir Putin eine kleine Nebenrolle spielt.Transparenzhinweis: Der stern ist ein Teil von RTL Deutschland.

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Olympische Winterspiele: Donald Trump beleidigt US-Freestyler: "Echter Loser"

Die Olympischen Winterspiele in Italien sind wegen Protesten gegen die USA dieses Jahr besonders politisch aufgeladen. Nun mischt auch der US-Präsident mit.US-Präsident Donald Trump hat den US-Freestyler Hunter Hess nach dessen Äußerungen über die aktuelle Lage in den Vereinigten Staaten beleidigt. Hess – laut US-Präsident "ein echter Loser" – würde die USA bei den Olympischen Spielen nicht vertreten, behauptete Trump auf seiner Plattform Truth Social. Wenn das der Fall sei, hätte sich Hess nicht darum bemühen sollen, Teil des US-Teams zu werden. Es sei schade, dass Hess dabei sei, schrieb Trump. "Es ist sehr schwer, jemanden wie ihn anzufeuern.""Gemischte Gefühle", die USA bei Olympia zu vertretenIm Rahmen der Olympischen Spiele in Italien gab es bereits mehrfach Protest gegen die Politik von US-Präsident Donald Trump – besonders mit Blick auf die teils martialisch anmutenden Razzien der Einwanderungsbehörde ICE gegen Migranten. Der britische Freestyler Gus Kenworthy hatte kurz vor dem Start der Winterspiele auf Instagram etwa ein Bild gepostet, auf dem "fuck ICE" zu sehen ist – nach seinen Angaben hat Kenworthy den Schriftzug in den Schnee gepinkelt. Der amerikanische Freestyler Hunter Hess sagte jüngst, es rufe "gemischte Gefühle" hervor, die USA im Moment zu vertreten. "Wenn es mit meinen moralischen Werten übereinstimmt, fühle ich mich vertreten. Aber nur weil ich die Flagge trage, heißt das nicht, dass ich alles repräsentiere, was gerade in den USA passiert."

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Olympia-News: Trainer vermutet Beinbruch bei Lindsey Vonn

Es ist ihre letzte Olympia-Abfahrt. In Cortina will Lindsey Vonn noch einmal Gold holen. Doch sie bleibt an einer Fahne hängen und stürzt schwer. Alles Wichtige im stern-Newsblog.Historische Premiere: In diesem Jahr finden die Olympischen Winterspiele vom 6. bis 22. Februar zum ersten Mal an zwei Orten statt, nämlich in der norditalienischen Stadt Mailand und im Skiort Cortina, ebenfalls im Norden des Landes. Damit sind es die ersten dezentralen Spiele der Geschichte. Sie erstrecken sich über eine Gesamtfläche von etwa 22.000 Quadratkilometern.Olympia 2026: Fast 3000 Sportlerinnen und Sportler dabeiInsgesamt nehmen rund 2900 Sportlerinnen und Sportler aus 90 Nationen teil. Davon sind 47 Prozent Sportlerinnen, wodurch die Quote aus den letzten Spielen in Peking noch einmal um zwei Prozentpunkte steigt. Mit 116 Entscheidungen gibt es so viele wie noch nie. 50 davon werden reine Frauen-Wettbewerbe sein, was auch ein neuer Höchstwert ist.Alle großen Emotionen, alle wichtigen Entscheidungen, alle deutschen Medaillen – hier im stern-Newsblog:

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Meinung: Eine Lindsey Vonn hat nichts zu bereuen

Lindsey Vonn hat gekämpft bis zum bitteren Ende, aber das Happy End sollte nicht sein. Statt mit einem Triumph endet ihr Comeback wieder im Krankenhaus. Zu bereuen hat sie nichts. 

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TV-Programm: So sehen Sie den Super Bowl live

Das Finale der NFL, der Super Bowl, steigt in der Nacht vom 8. auf den 9. Februar zwischen den New England Patriots und den Seattle Seahawks – wo Sie ihn im TV sehen können.Der Super Bowl steht an: Für Fans und Zuschauer in Deutschland bedeutet das, dass sie lange wach bleiben müssen, um das Duell zwischen den New Englands Patriots und den Seattle Seahawks zu verfolgen. Beginn des Endspiels ist nach unserer Zeit um 0.30 Uhr. Das Spiel steigt in Santa Clara, einer Stadt in der Bay Area bei San Francisco. Zuschauer sollten sich auf eine lange Nacht einrichten, in der Regel dauert ein Super Bowl um die vier Stunden.In Deutschland überträgt RTL das Duell im Free-TV und in seinem kostenpflichtigen Streaming-Dienst RTL+. Die Vorberichterstattung beginnt um 23.15Uhr am Sonntag. Dann werden Sie Moderatorin Jana Wosnitza, die Kommentatoren Patrick Esume und Björn Werner und die Experten Sebastian Vollmer und Markus Kuhn durch die Nacht begleiten. Auch DAZN zeigt das Spiel. Für den Stream ist ein extra Super-Bowl-Pass nötig. Bad Bunny wird die Fans beim Super Bowl unterhaltenEin Höhepunkt ist traditionell die pompöse Halbzeitshow mit einem Pop-Superstar. Dieses Mal wird Sänger Bad Bunny aus Puerto Rico vor den rund 200 Millionen Fans an den TV-Geräten auftreten. Der ausgewiesene Trump-Kritiker ist aktuell der erfolgreichste Act des Planeten. Gut möglich, dass weitere Überraschungsgäste die Halbzeit-Show bereichern werden. Die Band Green Day spielt bei der Eröffnungszeremonie. Die Nationalhymne vor dem Anpfiff wird von US-Sänger Charlie Puth gesungen.Sportlich lässt sich keine seriöse Prognose abgeben. Beide Teams sind in etwa gleich stark einzuschätzen, bei den Buchmachern sind die Seattle Seahawks leicht favorisiert. Für sie wäre es erst der zweite Titelgewinn nach 2014. Die Patriots haben sechs Mal gewonnen und sind das mit Abstand erfolgreichste Team der vergangenen 20 Jahre. Mit dem siebten Titel wären sie alleiniger Rekordtitelträger.Transparenzhinweis: Der stern gehört zu RTL Deutschland

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Winterspiele in Antholz: Biathlon-Staffel feiert Bronze-Auftakt: "Sehr besonders"

Bisher ist die Mixed-Staffel keine deutsche olympische Erfolgsgeschichte. Doch jetzt gibt es nach viel Drama in Antholz die erste Medaille in dem Wettbewerb. Vor allem Franziska Preuß ist erleichtert.Mit lauten Freudenschreien für die Fotografen und vielen Umarmungen feierte das deutsche Biathlon-Quartett den bronzenen Auftakt in die Olympischen Winterspiele. Mit der ersten Medaille gleich im ersten Rennen in Antholz nahmen Justus Strelow, Philipp Nawrath, Vanessa Voigt und Franziska Preuß den Druck vom Team und lassen bei noch zehn ausstehenden Rennen auf erfolgreiche Wochen in Südtirol hoffen. Die Mixed-Staffel musste sich in einem hochdramatischen Rennen mit einer Strafrunde von Schlussläuferin Preuß nur dem neuen Olympiasieger Frankreich und Gastgeber Italien geschlagen geben.Strelow, Nawrath und Voigt hatten ohne einen einzigen Nachlader eindrucksvoll vorgelegt. Aber ausgerechnet Preuß zeigte im Kampf um Silber vor 18.000 Fans im letzten Schießen Nerven. "Die drei haben einen grandiosen Job gemacht, das hat uns heute gerettet", sagte Preuß im ZDF. "Ich hätte nicht gedacht, dass wir das heute schaffen können. Eine Mixed-Medaille ist so wahnsinnig schwer zu gewinnen, weil es viele starke Teams gibt. Deswegen ist sie schon sehr besonders."Voigt weint im Ziel FreudentränenDie Gesamtweltcupsiegerin erwischte in der Höhe von 1.600 Metern im Südtiroler Biathlon-Mekka ausgerechnet im entscheidenden Showdown die berühmt-berüchtigte Nähmaschine, ihre Beine zitterten. So war Italiens Lisa Vittozzi enteilt. Am Ende hatte die 31-Jährige in ihrem ersten Rennen nach ihrer Rücktrittsankündigung noch Glück, dass Norwegens Maren Kirkeeide gleich zweimal in die Strafrunde musste. Am Ende hatte das DSV-Quartett nach einer Strafrunde und drei Nachladern 1:05,3 Minuten Rückstand auf Frankreich. In den vorherigen drei Olympia-Rennen seit 2014 hatte es für die deutschen Skijägerinnen und Skijäger nie für das Podest gereicht. "Ich habe keine Worte und schon ein paar Tränen vergossen. Ich habe die zwei Jungs fragen müssen, ob das wirklich passiert, ich bin unheimlich stolz", sagte Voigt.Steinmeier jubelt mitAuf der Tribüne fieberte auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit. "Dieses Finale war nichts für schwache Nerven. Ich freue mich über die Bronzemedaille - und wir sagen Glückwunsch dem Team", sagte Steinmeier.Vor vier Jahren hatte es im eiskalten Zhangjiakou bei den Spielen in Peking für Voigt, Denise Herrmann-Wick, Benedikt Doll und Nawrath nur den fünften Rang gegeben. Bei der vergangenen Weltmeisterschaft hatten Preuß, Nawrath und Strelow noch gemeinsam mit Selina Grotian Bronze in Lenzerheide gewonnen. In diesem Winter hatte es im Weltcup noch gar nicht für das Podium gereicht, allerdings trat das deutsche Team auch nie in Bestbesetzung an. Nun kam das erlösende Edelmetall. Starke Olympia-Premiere von Strelow Strelow legte bei seiner Olympia-Premiere mit zwei tadellosen und schnellen Schießeinlagen los. Auf seiner Schlussrunde musste Strelow die Konkurrenz etwas ziehen lassen, aber der 29-Jährige hielt den Rückstand mit 12,8 Sekunden absolut im Rahmen.Und er sah, wie Nawrath ebenfalls stark performte. Der Sprint-Zweite von Oberhof übernahm mit einer fehlerfreien Liegendeinlage die Spitze. Auch beim zweiten Schießen blieb der 32-Jährige ohne Nachlader. So schickte Nawrath Voigt mit lediglich 5,4 Sekunden Rückstand auf Norwegen ins Rennen.Die Thüringerin, die vor einem Jahr aus gesundheitlichen Problemen die Saison vorzeitig beendete, brauchte zwar bis zum Schießstand ihren Vorsprung von 16 Sekunden auf Frankreich und Italien auf. Doch fünf schnelle Treffer waren der Lohn. Die Taktik der 28-Jährigen, die nicht die stärkste Läuferin ist, ging auf - denn auch stehend brauchte sie keinen Nachlader.Spannender Showdown So ging Preuß quasi zeitgleich mit Vittozzi und Schirkeeide gut 19 Sekunden hinter den führenden Französinnen in die entscheidende Phase des Rennens. Während Julia Simon immer weiter davonzog, entwickelte sich dahinter ein überaus spannender Dreikampf.In ihrem ersten Rennen nach ihrer Rücktrittsankündigung setzte Preuß liegend alle fünf Schüsse sicher ins Schwarze. Doch dann wackelte sie, freute sich am Ende aber mit ihren Teamkollegen über Bronze.Nach einem freien Montag geht es am Dienstag (13.30 Uhr) im schweren Klassiker der Männer über 20 Kilometer um die ersten olympischen Einzelmedaillen. Einen Tag später treten die Frauen über 15 Kilometer an.

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Olympische Winterspiele: Lindsey Vonn stürzt bei letzter Abfahrt schwer – die dramatische Szene im Video

Bei der Abfahrt bleibt der Arm an einer Fahnenstange hängen – sie überschlägt sich mehrfach. Nach ihrem Sturz wird die Sportlerin per Hubschrauber ausgeflogen.Bei der Abfahrt bleibt der Arm an einer Fahnenstange hängen – sie überschlägt sich mehrfach. Nach ihrem Sturz wird die Sportlerin per Hubschrauber ausgeflogen.

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Winterspiele: Dank "Mamma" Lollobrigida: Italien im frühen Olympia-Glück

Mit Italiens Ski-Assen war zu rechnen. Dass aber die Großnichte von Gina Lollobrigida auf dem Eis für goldene Olympia-Euphorie sorgt, überrascht. So soll es weitergehen für die verzückten Gastgeber.Zwei Medaillen schon im ersten Ski-Event, ein Sensations-Gold samt süßem Familien-Jubel und weiteres Edelmetall in Cortina, Livigno und Antholz: So hatten sich die Gastgeber den Auftakt ihrer großen Olympia-Party vorgestellt. "Mamma, was für ein Italien", schwärmte die "Gazzetta dello Sport" auf der Titelseite über einem Foto von Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Francesca Lollobrigida, die Sohn Tommaso knuddelt und stolz die Medaille zeigt.Daneben druckte das wichtigste Sportblatt des Landes - immer auch ein medialer Seismograph dafür, welche Themen nun wirklich wichtig sind - den Abfahrer Giovanni Franzoni, der in seine Silbermedaille beißt. Am Sonntagnachmittag kamen dann noch weitere Medaillen im Ski alpin, Snowboard und im Biathlon dazu.Ärger über Krawalle, Spott für TV-Kommentator und Mariah CareySo wollten sich die Italiener der Welt präsentieren - und waren in Person von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni entsprechend genervt, als es in Mailand zu Zusammenstößen von Protestierenden und der Polizei kam. Statt wie geplant "bella figura" zu machen, schrieb die rechte Politikerin bei Instagram, würden nun die Bilder der Krawalle "im Fernsehen auf der halben Welt" gezeigt werden.Dabei hatten diese Spiele doch mit einer bunten Eröffnungsfeier begonnen, mit vielen Referenzen an die italienische Kultur samt einer Prise Selbstironie. Klar, es gab den kleinen Eklat um einen auffällig ahnungslosen TV-Kommentator im öffentlich-rechtlichen Sender Rai. Und auch die Häme für Mariah Carey blieb nicht aus, weil sie bei der Eröffnungsfeier den italienischen Klassiker "Nel blu dipinto di blu" - bekannter als "Volare" - nur dank kurioser Lautschrift vom Teleprompter ablesen konnte.Lollobrigida begeistert als Gold-MamaAber all das war vergessen, als Lollobrigida auf dem Mailänder Eis sensationell zu Gold über 3.000 Meter lief. Sie, die Großnichte der weltberühmten Film-Diva Gina Lollobrigida, die schon ans Aufhören dachte. Sie, die wegen einer Virusinfektion zweifelte, ob es überhaupt reicht für die Spiele im eigenen Land. Sie, die ausgerechnet an ihrem 35. Geburtstag nochmal alle hinter sich ließ.Sie, die für eine der jetzt schon prägenden Szenen dieser Winterspiele sorgte: Als der Gold-Coup perfekt war, stürmte Francesca Lollobrigida plötzlich aus dem Innenbereich der Eisbahn. Gleichzeitig schnappte sich ihre Schwester Giulia den kleinen Tommaso auf der Tribüne und rannte ebenfalls los. In den Katakomben fielen sich Mama und Sohn dann um den Hals. "Ich habe es auch für ihn getan, damit er eines Tages stolz auf mich sein kann - nicht nur, weil ich Olympiasiegerin bin, sondern für alles, was wir gemeinsam erreicht haben.""250 Tage im Jahr von zu Hause weg"In dem Land, in dem Frauen und Mütter oft in traditionellen Rollenbildern stecken und Familie und Beruf teilweise kaum vereinbar sind, war dieser Triumph fast schon historisch. Lollobrigida schilderte: "Wir sind mehr als 250 Tage im Jahr von zu Hause weg, daher muss mein Sohn mit Flügen, Hotelaufenthalten und so weiter zurechtkommen. Das war nicht einfach. Es erfordert Organisation. Es gibt mehr Tiefpunkte als Höhepunkte, aber dann bedeutet diese Medaille für sie umso mehr." Sie ist die erste Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Italiens.Der kleine Tommaso hatte irgendwann übrigens keine Lust mehr, seine Mama bei deren Interview-Marathon mit den Journalisten zu teilen. Während Lollobrigida versuchte, auf Fragen zu antworten, zupfte der Filius an ihrem Gesicht und Stirnband herum und hielt ihr den Mund zu. Der Kleine wollte einfach weg. "Amore, warte kurz", sagte Lollobrigida - mit mäßigem Erfolg.Auch Goggia, eine Snowboarderin und das Biathlon-Mixed jubeln"Azurblauer Stolz, Talent und Entschlossenheit" schrieb Regierungschefin Meloni der neuen italienischen Eisschnelllauf-Queen zu. Diese Attribute trafen auch auf Franzoni und dessen Abfahrts-Kollegen Dominik Paris zu, die bei der Männer-Abfahrt Silber und Bronze geholt hatten. Tags darauf legte Sofia Goggia ebenfalls in der alpinen Königsdisziplin mit Bronze nach. Im Snowboard enttäuschte zwar Favorit Roland Fischnaller mit einem Viertelfinal-Aus - aber dafür holte in Livigno immerhin Lucia Dalmasso eine Bronzemedaille. Und in Antholz raste Italiens Biathlon-Mixed-Staffel zu Silber.

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Olympia-Abfahrt: Emma Aicher rast (fast) allen davon

Die 22-jährige Emma Aicher holt die Silbermedaille beim olympischen Abfahrtsrennen. Wer ist die Frau, die vor wenigen Jahre erst Deutsche wurde? 

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Finale in Montreux: Sabine Winter gewinnt Top-16-Turnier im Tischtennis

Schon im vergangenen Jahr stieg Sabine Winter zur besten Tischtennis-Spielerin Europas auf. Jetzt hat sie auch ihren bislang bedeutendsten Titel im Einzel in der Hand.Die deutsche Tischtennis-Nationalspielerin Sabine Winter hat zum ersten Mal in ihrer Karriere das europäische Top-16-Turnier gewonnen. Im Finale in Montreux in der Schweiz besiegte die 33-Jährige vom TSV Dachau die Rumänin Bernadette Szöcs in 3:0 Sätzen. 11:4, 11:4 und 11:4 hieß es nach weniger als einer halben Stunde Spielzeit.Winter hatte im vergangenen Jahr für Schlagzeilen gesorgt, weil sie nach 14 Profijahren noch einmal Schlägerbelag und Spielweise änderte und danach zur besten Spielerin Europas aufstieg. In Montreux schlug die Weltranglisten-17. unter anderem ihre deutsche Nationalmannschaftskollegin und Titelverteidigerin Ying Han im Halbfinale in 3:0 Sätzen.

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Meinung: Bis nichts mehr geht

Der Olympiatraum von Lindsey Vonn zerplatzte schrecklich. Sie hat sich selbst kaputt gefahren. Und hätte gar nicht erst starten dürfen. 

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NFL-Dokumentation: Die Welt ist ein ledernes Ei

Eine neue Dokumentation zeigt den Aufstieg des Footballs und der NFL in Deutschland von der Rand- zur Trendsportart. Dabei verlieren sich die Filmemacher aber in den Details.Kann eine Sportart, die bislang nur in den Vereinigten Staaten riesige Popularität genießt, auch in anderen Ländern Fuß fassen? Die einfache Antwort darauf liefert die NFL seit mehreren Jahren: sie kann! Nachdem die Liga in London und Mexiko City einen Markt aufgebaut hat, ist seit 2022 nun auch Deutschland der Schauplatz eines jährlichen Saisonspiels. Über eine Million Ticketanfragen gibt es regelmäßig für das "Germany Game", das im vergangenen Jahr erstmals im Berliner Olympiastadion ausgetragen wurde. Wie der Weg der NFL nach Berlin führte, zeichnet nun die RTL-Dokumentation "The Game – Die NFL erobert Deutschland" nach.Es ist der Januar 2025, als die NFL in einem 43-sekündigen Video ankündigt, wer im November des Jahres im Berliner Olympiastadion der Gastgeber sein wird. Nach 2023 kehren die Indianapolis Colts erneut nach Deutschland zurück. Es ist der Einstieg in einen von zwei Erzählsträngen, die Regisseur und Emmy-Preisträger ("Das Drama von Dresden", "Klitschko") Leopold Hoesch für seine Dokumentation gewählt hat. Monatelang folgt ein Kamerateam den Indianapolis Colts bei der Vorbereitung auf die Reise und das Gastspiel in der deutschen Hauptstadt. Mit den Protagonisten erzeugt Hoesch eine große Nähe und gewährt einen interessanten Blick hinter die Kulissen der Milliarden-Industrie NFL, hinter der alles perfekt orchestriert und doch ab und an banal wirkt. "Football ist in den USA mit großem Abstand die Nummer eins. Aber das ist nur ein Land, es gibt da draußen noch eine ganze Welt", philosophiert Ben Guerrero, Director of International bei den Colts. "Wenn wir das in Berlin richtig angehen, werden wir Fans für unsere Marke und unseren Sport gewinnen", lautet eine andere doch recht einfache Erkenntnis.Jedes Detail zählt in der NFL – doch manchmal ist das in der Doku zu vielBernhard Raimann, aus Österreich stammender Spieler der Colts, die Team-Mitinhaberin Carlie Irsay-Gordon, Cheerleader, Maskottchen, Stadionsprecher, und Direktoren aus verschiedenen Abteilungen der Colts kommen in der Folge immer wieder zu Wort. Das ist durchaus interessant, Einblicke in die Abläufe eines Sportteams zu bekommen und auch die kleinen Probleme mitzuerleben, die sich ergeben: Die Verletzungen von wichtigen Spielern, die Verlängerung des Platzes in Berlin, der als Fußballfeld ausreichend ist, aber als Footballfeld zu kurz oder auch, dass die Kabinen umgebaut werden müssen, weil die Spinde zu klein für die massigen Spieler sind und zudem für die Größe der Teams ausgebaut werden müssen.Neu und wegweisend ist das jedoch nicht, dafür haben bereits zu viele Streamingdienste Teams über eine Saison begleitet. Zumal in dieser Detailverliebtheit sich zugleich auch eine Schwäche der Dokumentation verbirgt, denn die Filmemacher verlieren sich zu häufig in den Details, springen dazu gerade zu Beginn der Dokumentation immer wieder in den Zeiten. Es ist die Masse an Protagonisten und Informationen, die zum Teil schwer zu verfolgen und einfach zu viel sind für eine 90-minütige Dokumentation.Patrick Esume, früherer Coach in der NFL Europe und heute Kommentator bei RTL© RTL / BROADVIEW/Al FrancescoIhre Stärken spielt die Dokumentation immer dann aus, wenn es um den Sport generell geht. Die Bilder des ersten Besuchs der NFL 1990 im Berliner Olympiastadion sind eine kleine Zeitreise, die garniert werden von Erzählungen des heutigen NFL-Chefs Roger Goodell, der kurz nach dem Mauerfall noch kleine Positionen bei der Liga besetzte. "Die Wiedervereinigung spielte sich vor den Augen der ganzen Welt ab. Und als ich den Auftrag bekam, einen Spielort für ein internationales Spiel zu suchen, empfand ich Berlin als perfekten Ort, um das Spiel und die Wiedervereinigung zu feiern." Die Partie, im Gegensatz zu heutigen NFL-Visiten in Deutschland nur ein Vorbereitungsspiel zwischen den Kansas City Chiefs und den Los Angeles Rams, sei ein großartiger erster Schritt gewesen, obwohl Goodell damals selbst Sorgen vor der Austragung hatte. "Ich hatte Panik, dass alles schiefgehen würde, aber dann kamen immer mehr Menschen und haben das Stadion voll gemacht."Ein sehenswerter Blick in die HistorieEbenso sehenswert ist das Bestreben der NFL, mit dem Ableger NFL Europe die Sportart nach Europa zu bringen – ein Versuch, der 2007 nach 13 Jahren eingestellt wurde. Oliver Luck, Ex-NFL-Profi, erzählt davon, wie er von der Liga nach Deutschland geschickt wurde, um die Frankfurt Galaxy aufzubauen. "Wir hatten keinen Stadionvertrag, keine Trainingsanlagen, keine Mitarbeiter, keinen Coach – aber die Saison sollte in drei Monaten beginnen", ist eine der vielen unterhaltsamen Anekdoten Lucks. Auch Patrick Esume, früher Coach in der NFL Europe und heute TV-Kommentator, kommt hier zu Wort: "Es war eine coole Zeit, weil Football in Europa immer bekannter wurde." Doch ausgerechnet nach dem "lautesten Spiel, das ich je coachen durfte" (dem World Bowl 2007 zwischen den Hamburg Sea Devils und den Frankfurt Galaxy, Anm. d. Red.), war für Esume und den NFL-Ableger in Europa Schluss. Roger Goodell war 2006 zum NFL-Chef befördert worden und sägte den Europa-Ableger ab. "Mir war klar, dass wir unsere Strategie ändern müssen. Wir brauchten einen Markt für unser bestes Produkte, richtige Saisonspiele. Wir wollten unsere besten Teams nach Europa bringen, in Spielen, bei denen es um etwas geht. Und die Fans haben das angenommen", erinnert sich Goodell. Es folgte 2007 die Einführung der London Games, erst 15 Jahre später sollte die Liga dann wieder nach Deutschland kommen. Mit Superstar Tom Brady im Gepäck gastierte die Liga in München. In Erinnerung sollte neben Brady vor allem ein Moment bleiben: als "Country Roads" im Stadion von den Fans gesungen wurde, obwohl das Spiel bereits wieder lief. "Das hat nachhaltig Eindruck gemacht, nicht nur hier, sondern auch bei der NFL", erklärt Esume. Unterlegt wird das mit den begeisterten englischsprachigen Kommentatoren. (mehr dazu lesen Sie hier).Die Dokumentation endet mit dem Ende des Spiels in Berlin und dem Sieg der Colts. "Wir spüren die Liebe zu Deutschland", wird Colts-Maskottchen Blue, zitiert. 72.000 Besucher zeigten ihre Liebe zum American Football, wie auch Regisseur Leopold Hoesch seine Zuneigung zu der Mannschaftssportart zeigen will. Das gelingt ihm in großen Teilen, doch hätte man sich noch mehr Sequenzen zu den Wurzeln des Footballs in Deutschland gewünscht, denn gerade die deutschen Protagonisten und (Ex-)NFL-Stars kommen hier zu kurz.Sendehinweis: Die Dokumentation "The Game – Die NFL erobert Deutschland" wird am 8. Februar ab 19.05 Uhr im Vorfeld des Super Bowls bei RTL ausgestrahlt. Die Dokumentation ist bereits bei RTL+ abrufbar.Transparenzhinweis: Der stern ist Teil von RTL Deutschland

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Interview: Maria Riesch: "Abfahrt ist gefährlich und unberechenbar"

Die dreifache Olympiasiegerin Maria Riesch, 41, über schlimme Stürze beim Skisport und ihre deutschen Hoffnungen für die Winterspiele in Mailand und Cortina.

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Lindsey Vonn: Das letzte große Spiel der Königin

Lindsey Vonn ist kurz davor, Olympia-Geschichte zu schreiben. Der Ski-Superstar ist bereit, das Unmögliche möglich zu machen. Dafür nimmt sie in Kauf, ihr Knie zu opfern. 1:29,63 Minuten. So lange dauert es, von der Königin zur Göttin zu werden. Mit dieser Zeit holte Lindsey Vonn im Dezember in St. Moritz ihren ersten Weltcupsieg nach sieben Jahren. Und machte damit das möglich, was viele für unmöglich gehalten hatten: Die Ruheständlerin kehrte zurück an die Weltspitze. Ihr Fabellauf machte Experte Felix Neureuther so dermaßen fassungslos, dass er mit Superlativen nur so um sich warf und die Speedqueen kurzerhand in den Status der "Göttin" hob. Auch bei den Olympischen Spielen wird Vonn Übermenschliches leisten müssen.Es wäre nicht Lindsey Vonn, würde es nicht kurz vor den vielleicht wichtigsten, sicher aber emotionalsten Rennen ihres Lebens, noch einmal dramatisch werden. Im letzten Rennen vor den Olympischen Winterspielen, eine Woche vor den Rennen, für die sie überhaupt nur zurückgekommen ist, ist passiert, was schon oft passiert ist. Sie hat sich verletzt. Aber für eine letzte Chance auf Olympiagold ist sie bereit, alles zu riskieren. Auch ihr Knie. Unerwartete RückkehrAls Vonn nach knapp sechs Jahren ihr Comeback ankündigte, erklärten sie viele für verrückt, lebensmüde, aufmerksamkeitsgeil. Ein Psychiater wurde ihr nahegelegt. Eine Rückkehr in die Weltspitze nach so langer Zeit, in dem Alter, noch dazu mit Teilprothese im Knie? Viele hielten das für komplett ausgeschlossen. Vonn nicht.Vonns Rücktritt 2019 war eine Vernunftentscheidung. Der Körper, geschunden von jahrelangem Raubbau, war verschlissen. Unzählige Brüche, Prellungen, Risse und allein neun Operationen am Knie forderten ihren Tribut. Sie ging nach einer glanzlosen Saison, geprägt von Stürzen und Tränen. Ein unwürdiger Endpunkt einer großen Karriere. Lange sah es so aus, als sollte das so bleiben. Mit Ende 30 humpelte die einstige Speedqueen durch ihr Leben. Selbst kleine Wanderungen waren für sie nicht zu bewältigen, die Schmerzen zu groß. An ein Comeback war nicht zu denken. Erst die Entscheidung zu einer neuerlichen Knieoperation veränderte alles. Zwei Monate nach dem Eingriff spürte sie, dass es möglich ist, zurückzukehren. Dahin, wo sie nie wegwollte – auf die Rennpiste. Bei ihrem Comeback-Rennen neun Monate später wurde sie auf Anhieb 14.. Beim Saisonabschluss in Sun Valley stand sie erstmals wieder auf dem Treppchen. Spätestens da, hatte sie auch die letzten Kritiker verstummen lassen.Cortina d'Ampezzo, der SehnsuchtsortDabei muss Lindsey Vonn niemandem mehr etwas beweisen. Sie hat so gut wie alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Im Weltcup dominierte sie jahrelang, brach Rekorde. Vier Mal holte sie den Gesamt-Weltcup, ist Weltmeisterin und Olympiasiegerin. Oft wurde ihr ein Gold-Wahn unterstellt, ein Überehrgeiz, der an Besessenheit grenzt. Aber Vonn ist nicht mehr da, wo sie vor sieben Jahren war. Der Weltcup-Rekord von Ingemar Stenmark, den sie lange vergebens jagte, wurde vom neuen Ski-Superstar Mikalea Shiffrin längst pulverisiert und Vonns Ziele haben sich verschoben. Diese Olympischen Spiele sind wohl ihre letzte Möglichkeit, ihr Karriereende neu zu schreiben – in Cortina d'Ampezzo, ihrem Sehnsuchtsort. Auf ihrer Lieblingspiste, auf der sie schon so oft gewonnen hat. Für einen anderen Ort wäre sie wohl, so erzählt sie es, nicht wiedergekommen. Nach den Winterspielen will sie ihre Skikarriere endgültig beenden. Spätestens nach der Saison, falls sie Chancen auf eine Kugel hat. Sagt sie.Die Mission Impossible der Lindsey VonnWo Lindsey Vonn ist, ist das Drama – beruflich wie privat. Der Bruch mit dem Vater, der öffentliche Rosenkrieg mit Ex-Mann Thomas Vonn, das Zerwürfnis mit Maria Riesch, der medienwirksame Wunsch bei den Männern antreten zu dürfen. Lindsey Vonn polarisiert. Sie liebe den großen Auftritt, die Aufmerksamkeit, wird ihr nachgesagt. Als sie im letzten Rennen, nur eine Woche vor den Winterspielen in Crans-Montana, stürzte, erst noch selbst ins Ziel rutschte, dann aber doch mit dem Helikopter abtransportiert wurde, vermuteten manche dahinter nichts weiter als eine Show-Einlage vor ihrem großen Olympia-Happy-End. Olympia-Gold in Cortina d'Ampezzo wäre dieses Happy End. Mit dieser Strecke verbindet Vonn eine langjährige Freundschaft. 2002 stand sie dort zum ersten Mal am Start. Einige ihrer Konkurrentinnen jetzt waren da noch nicht einmal geboren. Insgesamt zwölf Mal gewann sie auf der Strecke. Dem "Times Magazine" sagte sie im Oktober, dass sie nicht wisse, wie zufrieden sie wäre, wenn sie dort keine Medaille holen würde. Dass sie aber nicht glaube, dass das passieren werde. Sie sei in der Form ihres Lebens. Es war eine klare Kampfansage. Dann kam Crans-Montana.Die Voraussetzungen haben sich geändert. Wieder ist es das Knie, dass sich zwischen sie und den Erfolg stellt. Aber Vonn wäre nicht Vonn, wenn sie das jetzt noch aufhalten würde. Sie wisse, dass ihre Chancen nicht mehr dieselben seien wie vor dem Crash, gab sie bei der Pressekonferenz am vergangenen Dienstag bekannt. "Aber so lange es eine Chance gibt, werde ich es versuchen." Ganz neu ist die Situation für Vonn nicht. Irgendwie war bei den großen Turnieren, bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen, fast immer irgendwas. Wenn sie sich nicht kurz vorher verletzte, dann währenddessen. Mal war es eine Gehirnerschütterung, mal ein gebrochener Finger, häufig das Knie. Für die Olympia-Teilnahme in Sotschi bedeutete die Diagnose Kreuzbandriss einst das Aus. Olympische Spiele trotz Kreuzbandriss kann das gehen?Es ist ein gefährliches Spiel. Aber Vonn weiß genau, worauf sie sich einlässt. Es ist nicht das erste Mal, dass sie mit einem verletzten Knie weiterfährt. Zweimal ging sie das Risiko bereits ein, mit angerissenem Kreuzband Rennen zu fahren. Einmal ging es eine komplette Saison (2007/2008) lang gut, sie holte sogar den Gesamtweltcup. Einmal nur zwei Rennen lang, dann war es durchgerissen. Aber das war das rechte Knie. Diesmal geht es um das eigentlich "gute" linke Knie – und der Riss ist ganz frisch.In der Vergangenheit hatte ein Komplettriss auch für sie immer das Saisonende bedeutet. Diesmal will sie nicht das Knie gewinnen lassen. Ob Vonns Muskulatur und die Knieschiene, die sie tragen will, das abfedern können, ist mindestens fraglich. Tritt sie tatsächlich an, geht sie ein enormes Wagnis ein und nimmt in Kauf, ihr Knie nachhaltig zu schädigen. Es sei, sagte der Knieexperte Manuel Köhne der "Süddeutschen Zeitung": "Ein Risikospiel wie Russisch Roulette."Gerade bei der Abfahrt, wo Geschwindigkeiten um die 140 km/h erreicht werden können, wirken enorme Kräfte. Die Kniebelastung beträgt ein Vielfaches des Körpergewichts. Das vordere Kreuzband spielt eine wesentliche Rolle dabei, diesen Kräften standzuhalten. Ist es gerissen, verliert das Knie an Stabilität. Und jede Bodenrille, jede zu fahrende Kurve, jeder Sprung birgt die Gefahr, dass das Knie wegknickt. Was wiederum nicht nur das Risiko weiterer Verletzungen des Knies erhöht, sondern auch die Sturzgefahr allgemein. Dennoch: Es ist möglich, ohne Kreuzband auf Spitzenniveau Ski zu fahren. Die Schweizerin Joanna Hählen fuhr zwei Jahre lang mit gerissenem Kreuzband, ohne es überhaupt zu wissen. Und der Österreicher Daniel Hemetsberger fuhr am Samstag bei der olympischen Abfahrt in Bormio auf Rang sieben. Auch ihm fehlt das Kreuzband.Auf dem Weg zum Vonn-WunderLindsey Vonns Entscheidung mag verrückt klingen, überraschend ist sie nicht. Sie ist dafür bekannt, immer volles Risiko zu gehen. Das brachte ihr viele Erfolge ein, brachte sie aber auch oft zu Fall. Bislang ist sie nach Rückschlägen immer wieder zurückgekommen – und das nächste Mal wieder volles Risiko gegangen. Kein Sturz, keine Verletzung hat daran je etwas geändert. Sie habe, sagte ihr Therapeut Armando Gonzalez dem "Times Magazine", "eine übermenschliche Fähigkeit, sich von Schmerz zu distanzieren". Am Freitag, im letzten Training vor der Abfahrt, zeigte sie auf der Rennstrecke "Olimpia delle Tofane" jedenfalls, dass sie sich noch nicht geschlagen gibt.Vor ihren letzten Olympischen Spielen in Südkorea 2018 ließ sich Vonn tätowieren. In griechischer Schrift steht nun "Believe" auf ihrem Finger, eine Erinnerung, an sich selbst zu glauben. Vonn glaubt an ihr Wunder. Manchmal kann der Glaube bekanntlich Berge versetzen – und vielleicht sogar Sportgeschichte schreiben. Es wäre nicht das erste Mal, dass Vonn das scheinbar Unmögliche möglich macht.

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Super Bowl: Sie sollen nach seinen Regeln spielen

Sein ganzes Leben träumte Donald Trump davon, American Football zu dominieren. Nun, kurz vor dem Super Bowl, ist er seinem Ziel nahe wie nie.

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Olympia-News: Krawalle in Mailand: Mehr als 3000 Menschen protestieren gegen ICE-Beamte

Die Olympischen Winterspiele finden diesmal in Mailand und Cortina statt – mit zahlreichen deutschen Medaillenhoffnungen. Alles Wichtige rund um die Spiele im stern-Newsblog.Historische Premiere: In diesem Jahr finden die Olympischen Winterspiele vom 6. bis 22. Februar zum ersten Mal an zwei Orten statt, nämlich in der norditalienischen Stadt Mailand und im Skiort Cortina, ebenfalls im Norden des Landes. Damit sind es die ersten dezentralen Spiele der Geschichte. Sie erstrecken sich über eine Gesamtfläche von etwa 22.000 Quadratkilometern.Olympia 2026: Fast 3000 Sportlerinnen und Sportler dabeiInsgesamt nehmen rund 2900 Sportlerinnen und Sportler aus 90 Nationen teil. Davon sind 47 Prozent Sportlerinnen, wodurch die Quote aus den letzten Spielen in Peking noch einmal um zwei Prozentpunkte steigt. Mit 116 Entscheidungen gibt es so viele wie noch nie. 50 davon werden reine Frauen-Wettbewerbe sein, was auch ein neuer Höchstwert ist.Alle großen Emotionen, alle wichtigen Entscheidungen, alle deutschen Medaillen – hier im stern-Newsblog:

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Olympische Winterspiele: Olympia-Fehlstart für deutsche Springerinnen - Prevc weint

Im Kampf um die Podestplätze sind die deutschen Skispringerinnen chancenlos, Selina Freitag wird immerhin Siebte. Der Bundestrainer sagt, was er jetzt definitiv nicht machen wird.Den deutschen Skispringerinnen blieb beim großen Medaillen-Showdown nur die Zuschauerrolle, die geschlagene Topfavoritin Nika Prevc weinte bitterlich in den Armen ihres Trainers: Die erste Schanzen-Entscheidung bei den Olympischen Winterspielen in Italien bot Drama und Spektakel, aber nicht das erhoffte erste Edelmetall für das deutsche Team.Selina Freitag belegte als Beste aus dem Team von Bundestrainer Heinz Kuttin in Predazzo den siebten Platz. "Ich habe es im Vorfeld gesagt, wir kommen hierher, um um Medaillen zu kämpfen", sagte der unzufriedene Kuttin in der ARD. Er wisse jedoch, "dass du nach so einem Tag nicht draufhauen kannst, dass du wirklich Ruhe bewahren und sachlich bleiben musst und einfach weiterarbeiten musst."Norwegerin Stroem gelingt Gold-CoupFreitag machte ihr guter zweiter Sprung Mut. "Der zweite Sprung ist auf jeden Fall Motivation. Also weiter dran arbeiten, dass wir da oben stehen", sagte sie. "Jetzt ist auch so ein bisschen der Druck abgefallen und das nehme ich mit."Zur Olympiasiegerin krönte sich überraschend nicht die Slowenin Prevc, sondern Anna Odine Stroem aus Norwegen. Sie jubelte ausgelassen mit ihren Teamkolleginnen und schien ihren Erfolg kaum fassen zu können. Stroem verwies Prevc mit Sprüngen auf 100 und 101 Meter auf den zweiten Platz. Bronze ging an die Japanerin Nozomi Maruyama. "Sie ist schlagbar. Jeder hat mal einen guten und mal einen schlechten Tag", kommentierte Freitag Prevc' Silberrang.Reisch sprang als zweitbeste Deutsche auf den neunten Platz. Fahnenträgerin Katharina Schmid landete auf Rang 16. Sie alle waren in einem packenden Kampf um die Podestplätze nur Nebendarstellerinnen."Im Moment bin ich ein bisschen enttäuscht", sagte Schmid. "Es war vielleicht nicht ganz so locker. Aber wer ist schon bei Olympia locker?"Polonaise und Vuvuzelas an der SchanzeBei eisigen Temperaturen an der Schanzenanlage im Val die Fiemme sahen die Zuschauer auf den gut gefüllten Tribünen schon im ersten Durchgang eine spannende Sprungshow. Die lange Wartezeit vor dem großen Finale vertrieben sich einige von ihnen mit einer Polonaise, französische Fans hatten Vuvuzelas dabei. Wegen großer Glätte musste das Olympia-Maskottchen beim Gehen gestützt werden.Viele Fans waren aus Slowenien vor allem für Prevc gekommen. Sie durften sich zwar über die erste Medaille beim ersten Olympia-Wettkampf der Karriere für die 20-Jährige freuen. Mit dem erhofften Gold wurde es aber nichts.Die Schwester von Vierschanzentourneesieger Domen Prevc dominiert diesen Winter eigentlich, wie ihr Bruder bei den Männern. Sie gewann in dieser Saison schon 13 Weltcupspringen und liegt im Gesamtweltcup souverän vorne.Für Stroem war es ebenfalls die erste Olympia-Medaille und dann gleich Gold. Es ist der mit Abstand größte Karriereerfolg der 27-Jährigen.Schub der Eröffnungsfeier bleibt ausDie deutschen Springerinnen waren nicht als Topfavoritinnen, aber durchaus mit realistischen Medaillenchancen gestartet. Freitag schaffte es in diesem Winter bereits sechsmal auf das Podest. Im Gesamtweltcup liegt die 24 Jahre alte Sächsin auf Rang fünf. Sie sprang in Predazzo nun 94,5 und 97,5 Meter weit.Auch Reisch zeigte zuletzt Leistungen auf konstant hohem Niveau. Im Training auf der umgebauten Olympia-Schanze lief es bei ihr ebenfalls gut. Nun reichte es jedoch nur zu Sprüngen auf 92 und 93 Meter.Für Fahnenträgerin Schmid ist die letzte Saison ihrer Laufbahn bei weitem nicht die beste. Trotzdem hatte sich die siebenmalige Weltmeisterin aus Oberstdorf Medaillenchancen ausgerechnet.Die emotionalen und glückseligen Momente der Eröffnungsfeier, die Schmid als "mega-mega-cool" bezeichnete, sollten einen zusätzlichen Schub geben. Das gelang mit Sprüngen auf 89 und 97,5 Metern nicht. Juliane Seyfarth als vierte deutsche Starterin schied bereits nach dem ersten Durchgang aus.Die Springerinnen haben nun bis Dienstag Wettkampfpause. Dann steht das Mixed-Team auf dem Programm.

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Konservative Gegenbewegung: Kulturkampf beim Super Bowl – mit einer neuen, bizarren Halbzeitshow

Beim 60. Super Bowl rückt der Sport immer weiter in den Hintergrund. Im Wirbel um das diesjährige Line-up der Halbzeitshow stellt die Trump-Bewegung ein Alternativprogramm.Der Super Bowl scheint sich dieses Jahr mehr zwischen den politischen Lagern als zwischen den Mannschaften auf dem Feld abzuspielen. Die angespannte Lage in den USA überschattet das sportliche Mega-Event, im Mittelpunkt der Diskussionen steht dabei besonders das Line-up der Halbzeitshow. So sehr, dass es in diesem Jahr sogar zwei davon gibt.Performance auf spanisch beim Super BowlDer aus Puerto Rico stammende Sänger Bad Bunny wird die berühmte Halbzeitshow im Stadion in Los Angeles spielen. Dort will er, wie für den Sänger üblich, ausschließlich auf spanisch performen. Erst vor wenigen Tagen räumte Bad Bunny bei den Grammys ab, in einer seiner Dankesreden sprach er sich gegen die US-Einwanderungsbehöre ICE aus© Chris PizzelloAngesichts der aktuellen Lage in den USA hatte der 31-Jährige eigentlich erklärt, keine Shows mehr auf dem US-amerikanischen Festland spielen zu wollen. Grund dafür sei die Sorge, dass ICE-Beamte vor den Konzerten lauern und eine Gefahr für seine lateinamerikanischen Fans darstellen könnten. Für den Super Bowl macht Bad Bunny jetzt allerdings eine Ausnahme.Das gefällt dem Trump-Lager überhaupt nicht. Laut einer Umfrage der Quinnipiac University halten gerade einmal 16 Prozent der Republikaner Bad Bunny für eine gute Auswahl. Die NFL begründet die Entscheidung mit dem selbsterklärten Ziel, international wachsen zu wollen, insbesondere bei der lateinamerikanischen Fanbase. Dafür wäre Bad Bunny die perfekte Wahl, schließlich ist er aktuell der am meisten gehörte Künstler weltweit.Trump-Lager sichtlich unzufriedenUS-Präsident Donald Trump selbst ist offenbar kein Fan, er bezeichnete den Puerto-Ricaner als eine "schreckliche Auswahl". Trump will dieses Jahr nicht zu dem Sport-Event nach Kalifornien kommen, es sei ihm "zu weit weg". Unabhängig von der langen Reise dürfte jedoch auch das weitere Line-up eine Rolle spielen.Neben Bad Bunny soll nämlich auch die Rockband Green Day auftreten, deren Frontman Billie Joe Armstrong schon seit Jahren in der Öffentlichkeit gegen Trump austeilt. Anhänger des US-Präsidenten beschimpfen die Sportveranstaltung angesichts der angekündigten Musikacts als "Woke Bowl". In ihrem Ärger über das diesjährige Line-up hat die rechtspopulistische Bewegung "Turning Point USA" sogar ein Alternativprogramm ins Leben gerufen.Bei der "All American Halftimeshow" ruft die Organisation die Zuschauer dazu auf, die Super-Bowl-Übertragung in der Halbzeitpause abzuschalten und stattdessen die alternative Show in den sozialen Medien zu streamen. Die vom getöteten Aktivisten Charlie Kirk gegründete Bewegung wirbt damit, bei dem Event "Glaube, Familie und Freiheit" zu zelebrieren. Trump-Kumpel als Headliner der GegenbewegungIm Mittelpunkt des Spektakels steht der amerikanische Musiker Kid Rock, welcher seit Jahren erklärter Trump-Unterstützer und enger Freund des Präsidenten ist. Begleitet wird er von den Country-Künstlern Brantley Gilbert, Lee Brice und Gabby Barrett. "Wir wollen großartige Songs für Leute spielen, die Amerika lieben", sagte Kid Rock in einer Erklärung und stichelte dabei gegen den tatsächlichen Halbzeit-Performer.Einen prominenten Fan hat die konservative Gegenveranstaltung jedenfalls schon: US-Vizepräsident JD Vance teilte die Ankündigung in den sozialen Medien und lobte dabei das "fantastische Line-up".Aus dem demokratischen Lager muss die alternative Halbzeitshow vor allem Spott einstecken. Kaliforniens Gouverneur und Trump-Widersacher Gavin Newsom witzelte auf X über die "MAGA-Republikaner", die extra eine eigene Backup-Veranstaltung bräuchten, damit "ihre Gefühle nicht verletzt werden".Kulturkampf stellt alles andere in den SchattenOb Bad Bunny die Bühne des Super Bowl für eine politische Botschaft nutzen wird, lässt sich nur schwer voraussagen. NFL-Boss Roger Goodell lobte den Erfolg des Sängers, betonte allerdings, dass der Super Bowl kein Ort für spaltende Äußerungen sei. Auch Bad Bunny habe das ihm zufolge "verstanden".Die Vorbereitungen für das Finalspiel im Levi's Stadion in Santa Clara, Kalifornien sind bereits im vollen Gange© Jessica ChristianSelbst wenn der Künstler entscheiden sollte, sich politisch zu äußern, dürfte das für die Trump-Anhänger ohnehin keinen Unterschied mehr machen. Für die war allein die Ankündigung eines spanischsprachigen Headliners schon Provokation genug. Im Lärm des von den Republikanern ausgerufenen Kulturkampfes scheint der Sport und die Musik, um die es sich bei dem jährlichen Mega-Event sonst dreht, jedenfalls völlig unterzugehen. 

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Olympische Winterspiele: Skispringerinnen verpassen Medaille - Stroem holt Gold

Die deutschen Podesthoffnungen erfüllen sich beim ersten Skisprung-Wettkampf dieser Winterspiele nicht. Fahnenträgerin Schmid bleibt chancenlos, Freitag steigert sich - aber der Rückstand ist zu groß.Die Skispringerinnen haben die erhoffte erste Medaille für Deutschland bei den Olympischen Winterspielen verpasst. Selina Freitag steigerte sich im zweiten Durchgang und belegte als Beste aus dem Team von Bundestrainer Heinz Kuttin in Predazzo den siebten Platz. Agnes Reisch wurde Neunte, Fahnenträgerin Katharina Schmid landete auf dem 16. Rang.Favoritin Prevc holt nur SilberZur Olympiasiegerin krönte sich überraschend die Norwegerin Anna Odine Stroem, sie sprang 100 und 101 Meter und lag am Ende vor der favorisierten Slowenin Nika Prevc, die sich sichtlich enttäuscht mit Silber begnügen musste. Bronze ging an die Japanerin Nozomi Maruyama.Die vierte deutsche Starterin Juliane Seyfarth schied bereits nach dem ersten Durchgang aus. Die Springerinnen haben nun bis Dienstag Wettkampfpause. Dann steht das Mixed-Team auf dem Programm.

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· Actio recta non erit, nisi recta fuerit voluntas ·