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Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und den Finanzmärkten
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Aktuelle Nachrichten

Fußball-Nationalmannschaft: Kimmichs WM-Trauma und ein Versprechen: „Niemals aufgeben“

Als Kapitän wollte er seine WM-Vita umschreiben. Doch auch in Amerika geht es schief, so wie 2018 und 2022. Joshua Kimmich sucht Erklärungen. Auch ein Rückkehrer muss „mit der Situation klarkommen“.Wieder stand Joshua Kimmich in den Katakomben eines WM-Stadions - und sollte das auch für ihn erneut Unerklärliche erklären. Und doch war es bei seiner dritten WM, die wieder im sportlichen Desaster endete, anders als noch vor vier Jahren im Al-Bayt-Stadion in der Wüste Katars. Damals sprach der Anführer einer vermeintlich goldenen Fußball-Generation vom „schwersten Tag“ seiner Karriere und befürchtete, er könne mental „in ein Loch“ fallen. Wer damals dabeistand und zuhörte, sorgte sich um Kimmich. „Schlimm“ fühlte sich der 31-Jährige auch vier Jahre später im Football-Stadion der New England Patriots in Foxborough, als er sich wieder den bohrenden Reporter-Fragen stellte. „Ich werde immer die Power haben für einen neuen Anlauf“Aber der Kapitän tat es mit durchgedrücktem Kreuz, reif und schonungslos in der Analyse. Und auch in eigener Sache traf er nach seinem 114. Länderspiel eine klare Aussage: Das war's noch nicht! „Ich werde immer die Power haben für einen neuen Anlauf. Was ich niemals tun werde, ist: Aufgeben!“ In einem längeren Monolog ließ der ehrgeizige Profi, der mit dem FC Bayern das Gewinnen gewohnt ist und eine reichhaltige Titelsammlung vorweisen kann, tief in sein Inneres blicken. „Als Kind, wenn man die Nationalmannschaft geguckt hat, war bei Turnieren immer Halbfinale, Finale, Weltmeister. Es waren immer große Erfolge. Das hat einen auch sehr geprägt, da mitzufiebern.“Das sei etwas, „was man auch den Kindern und Menschen zu Hause geben und bieten möchte“, fuhr er fort: „Und wir haben es wieder nicht geschafft, eine Euphorie zu entfachen und eine Mannschaft auf dem Feld zu sein, mit der sich die Menschen identifizieren können.“ Der Kapitän entschuldigt sich beim Volk.Russland 2018, Katar 2022, Amerika 2026 - keinmal schaffte es Kimmich mit unterschiedlichen Teambesetzungen ins Achtelfinale unter die besten 16. „In den acht Jahren wächst man in seiner Rolle, seiner Verantwortung. Deshalb ist es nochmal bedeutender, als Kapitän auszuscheiden, weil man eine große Verantwortung für die Gruppe trägt. Die Verantwortung fühle ich“, sagte der Anführer. Er haderte nicht, er flennte nicht, er sprach mit fester Stimme. Keine Ausreden: „Wir haben es verbockt“ Und es folgte ein Satz, der zum Lesen zwischen den Zeilen animierte: „Die sollten wir alle fühlen, die auf dem Platz standen und nicht die Schuld bei einem anderen suchen. Wir haben es verbockt.“ Kimmich ehrte, dass er keine Ausreden bemühte nach dem Ausscheiden, nicht das aberkannte 2:1 von Jonathan Tah anprangerte, nicht fehlendes Glück beim mit 3:4 verlorenen Elfmeterschießen. „Wir sollten den Anspruch haben - und die Qualität -, dass wir Gegner wie Paraguay schlagen können. Es darf auch keiner auf die Idee kommen, den Schiedsrichter verantwortlich zu machen oder das Elfmeterschießen. Wenn du es über 120 Minuten nicht schaffst, gegen so einen Gegner zu gewinnen, darfst du von Glück nicht abhängig sein.“ Er entschied auf Selbstanklage. „Wenn man die vier Spiele übereinanderlegt, haben wir gegen keinen Top-Gegner gespielt. Wir hatten dreimal Probleme gegen keine Weltklasse-Teams, das ist Fakt.“ Auch er hat kein gutes Turnier gespielt. Aber er hat sich wieder in den Dienst der Mannschaft gestellt, die vom Bundestrainer zugewiesene Rolle als Rechtsverteidiger angenommen. Obwohl sich im letzten WM-Spiel nach Julian Nagelsmanns Umstellung in der Endphase zeigte, wo der Kapitän von Anfang hingehört hätte: ins zentrale Mittelfeld.Neuers Fazit: Ich habe alles gegeben Auch für Manuel Neuer war es die dritte Frust-WM nacheinander. Aber der 40-Jährige, dessen viel diskutiertes DFB-Comeback nach zwei Jahren abrupt endete, als er gerade drauf und dran schien, womöglich doch noch ein Erfolgs-Faktor werden zu können, hat im Gegensatz zu Kimmich auch zwei tolle WM-Turniere erlebt. Kimmich ist ein Unvollendeter, Neuer aber ist 2014 Weltmeister geworden. „Ich habe alles gegeben“, resümierte der ewige Neuer.Als er Elfmeter Nummer zehn von Fabian Balbuena parieren konnte, blitzte für einen Moment die „Aura“ auf, die ihm immer wieder zugeschrieben worden war und auf die alle so lange warten mussten. Kurz darauf war es vorbei. Nach 128 Länderspielen war's das jetzt dann wohl endgültig für den WM-Rekordtorhüter. „Enttäuschend ist das richtige Wort“, sagte Neuer zu seiner Gemütslage. „Jeder ist traurig. Jeder muss mit der Situation klarkommen.“ Auch er. Auch sein Fazit fiel eindeutig aus. „Wir hatten nicht den Punch. Du musst so eine Mannschaft schlagen. Das ist Fakt, wenn du dich messen willst mit Mannschaften wie Frankreich“, sagte Neuer. Das war sein Ziel, dieses doch programmierte Achtelfinale. „Es ist extrem bitter, so aufzuhören.“ Das galt für den früheren Kapitän Neuer - aber auch für den aktuellen Kapitän Kimmich.

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Fußball-Nationalmannschaft: So geht es weiter für die Nationalmannschaft

Nach der WM ist vor der EM. Die Nationalmannschaft startet nach einer langen Sommerpause aber zunächst in der Nations League. Die erste Partie ist ein Prestigeduell gegen einen anderen WM-Verlierer.Die Fußball-Nationalmannschaft hat nach dem enttäuschenden WM-Abschneiden fast drei Monate Länderspielpause. Die nächste Bewährungsprobe - ob mit Julian Nagelsmann oder einem anderen Bundestrainer - steht am 24. September in den Niederlanden an. Dann beginnt die nächste Auflage der Nations League. Das Oranje-Team scheiterte bei der WM wenige Stunden nach der DFB-Elf gegen Marokko ebenfalls im Elfmeterschießen.Neu ist, dass die ersten vier Partien innerhalb von zehn Tagen stattfinden. Weitere Kontrahenten in der A-Staffel sind für die DFB-Auswahl Griechenland am 27. September in Augsburg und auswärts am 4. Oktober sowie Serbien am 1. Oktober in München und auswärts am 13. November. Auch letztes Gruppenspiel gegen NiederlandeDer Abschluss der Gruppenphase steht am 16. November im Berliner Olympiastadion wieder gegen die Niederlande an. Die K.o.-Runde in dem UEFA-Wettbewerb findet im März 2027, das Final Four im Juni 2027 statt. Noch in diesem Jahr und zwar Anfang Dezember werden die Qualifikationsgruppen für die EM 2028 in Belfast in Nordirland ausgelost. Die Ausscheidungsrunde für das Turnier in England, Schottland, Wales und Irland beginnt aber erst im Spätsommer 2027.

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Radsport: Lipowitz will bei der Tour im Schatten von Evenepoel glänzen

Die Erwartungen sind hoch an Florian Lipowitz nach seinem dritten Tour-Rang im Vorjahr. Bei der nächsten „Grande Boucle“ tritt er gemeinsam mit dem gegensätzlichen Star Evenepoel an. Kann das klappen?Im Windschatten des Superstars bastelt Florian Lipowitz in aller Ruhe an seinem nächsten Coup bei der Tour de France. So lautet zumindest der Plan. Und der deutsche Rad-Shootingstar will möglichst keine Unruhe aufkommen lassen um die ungleiche Doppelspitze, die er zusammen mit dem belgischen Doppel-Olympiasieger Remco Evenepoel beim deutschen Red-Bull-Team bildet. „Das ist sogar für mich gut, dass ich mich ein bisschen aus dem Vordergrund zurückhalten und einfach so wie letztes Jahr mein Ding machen kann“, sagte der 25-Jährige der Deutschen Presse-Agentur vor dem Start der 113. Ausgabe des weltweit größten Radsport-Events. Lipowitz: Voneinander profitierenIm vergangenen Jahr feierte Lipowitz sensationell den dritten Rang bei der Tour, während sein neuer Teamkollege Evenepoel - damals noch bei der Konkurrenz - in den Pyrenäen schlapp machte und während der 14. Etappe vom Rad stieg. Beide könnten nicht unterschiedlicher sein: Lipowitz, der zurückhaltende Ex-Biathlet. Evenepoel, eher Typ Draufgänger und meinungsstark.Passt das zusammen? Oder ist Zank programmiert? „Ich glaube, dass wir uns ganz gut ergänzen und dass wir beide einfach voneinander auch profitieren können“, meinte Lipowitz. Als Doppelspitze zu starten, nehme viel Druck. Viele Rennen haben beide bislang in der Vorbereitung nicht gemeinsam absolviert. „Wir haben ehrlicherweise nicht ganz so viel Kontakt. Klar, wir hatten ein Höhentrainingslager zusammen, da war ich aber gesundheitlich ein paar Tage raus. Deshalb haben wir am Ende gar nicht so viel Zeit miteinander verbracht.“Bei der Katalonien-Rundfahrt fuhren sie gemeinsam. Evenepoel half Lipowitz, um den dritten Rang zu erreichen. „Das war nie eine Frage. Natürlich werde ich zurückstehen, wenn Florian stärker ist“, beteuerte Evenepoel. Die Beziehung der beiden Top-Fahrer sorgt für großes Interesse vor dem Start der Tour. Zuletzt widmete ihr Team genau diesem Thema sogar einen längeren Beitrag auf der Website. Dort heißt es, dass beide trotz ihrer Gegensätze zusammen funktionieren. Wie sieht es der Boss? Red-Bull-Teamchef Ralph Denk versicherte zuletzt in einer Medienrunde, dass die Teamleitung mit beiden sehr offen über die Pläne gesprochen habe. „Ich bin überzeugt, dass das sehr gut funktioniert und dass man da gar nicht so viel korrigieren muss. Nach wie vor ist Remco schon der Frontmann und Florian so ein bisschen der Wingman“, sagte der 54-Jährige.Evenepoel soll auch medial die Aufmerksamkeit auf sich ziehen - weg vom eher öffentlichkeitsscheuen Lipowitz. Seine Debüt-Tour brachte ihm ein ungewohntes Interesse an seiner Person ein. „Dieses Jahr war speziell, weil ich nach der Tour einen leichten Durchhänger hatte. Mir ging es nicht ganz so gut, vor allem weil auch für mich der ganze Trubel ein bisschen too much war“, sagte er. Lipowitz jubelt in SlowenienLipowitz' Ziel danach: nicht zu viel Druck machen. Das Frühjahr lief toll für den in Laichingen geborenen Senkrechtstarter: Dritter bei der Katalonien-Rundfahrt, jeweils Zweiter im Baskenland und bei der Tour de Romandie. Katalonien habe ihm gezeigt, dass Selbstvertrauen und Leistungsfähigkeit zurück waren. Zuletzt absolvierte der in Tirol lebende Profi zwei Wochen Höhentrainingslager. Und er bejubelte den Gesamtsieg bei der Slowenien-Rundfahrt, die allerdings nicht besonders prominent besetzt war. Das Team schickte ihn bewusst nach Slowenien, damit er sich fernab der großen Medien und mit aussichtsreichen Siegchancen in Ruhe auf die Tour vorbereiten konnte. „Podium wird dieses Jahr super hart“Seine größten Konkurrenten fehlten allesamt. Neben den Top-Stars Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard hat Lipowitz im französischen Supertalent Paul Seixas einen direkten Konkurrenten dazubekommen.„Das Podium wird dieses Jahr super hart“, sagte Lipowitz. „Jonas und Pogacar fahren definitiv noch auf einem anderen Level.“ Als er sich mit den beiden in den Vorbereitungsrennen duellierte, habe er gemerkt: Beide seien noch ein, zwei Schritte voraus. Dennoch zeigte Lipowitz bei der Romandie, dass er mithält. Er attackierte Pogacar und lag später nur 42 Sekunden hinter dem slowenischen Ausnahmeathleten, der seinen fünften Tour-Erfolg anpeilt. Im Gegensatz zu Pogacar wird Lipowitz in der Öffentlichkeit noch nicht ständig erkannt. Und das gefällt ihm. „Auf dem Rad kommt man nicht mehr drumherum, dass man hin und wieder erkannt wird“, sagte er. Aber „ich kann noch durch die Stadt laufen, ohne groß erkannt zu werden, was ich auch ganz genieße“, sagte er mit einem Schmunzeln.

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Fußball-Nationalmannschaft: Weiter mit Nagelsmann: Was dafür und was dagegen spricht

Julian Nagelsmann möchte als Bundestrainer weitermachen. Sein Vertrag läuft auch noch bis zur EM 2028. Wie sollte der DFB entscheiden? Und was die Vergangenheit lehrt.Nach dem nächsten deutschen WM-Desaster rückt automatisch Julian Nagelsmann bei der Suche nach dem Verantwortlichen in den Fokus. Der Bundestrainer zog nach der größten Niederlage seiner Trainer-Laufbahn spontan keine persönlichen Konsequenzen. Rücktritt nach dem viel zu frühen WM-K.o.? Nein. Der 38-Jährige, der in Amerika Fußball-Weltmeister werden wollte, will das Amt auch weiterhin ausüben. „Ich möchte es weiter machen. Ich stehe bereit, wenn man das möchte“, sagte er nach dem Aus im Elfmeterschießen gegen Paraguay. DFB-Sportdirektor Rudi Völler stärkte ihm vor der Abreise aus Foxborough den Rücken. „Ich bin immer noch überzeugt davon, dass er der Richtige ist.“ Ist Nagelsmann das wirklich noch? Und ist das auch noch Völler (66) für die Zeit des Neuaufbaus für die Europameisterschaft 2028? So lange laufen beide Verträge beim DFB.Warum Nagelsmann Bundestrainer bleiben sollteLiegen Misserfolge im Fußball wirklich immer vor allem am Trainer? Joachim Löw, seines Zeichens Weltmeister-Coach, erlebte 2018 in Russland mit etlichen Titelgewinnern von 2014 und den jungen Confed-Cup-Siegern von 2017 das historische erste deutsche Vorrunden-Aus bei einer WM. Hansi Flick war der Sechs-Titel-Trainer beim FC Bayern München und flog bei der WM 2022 in Katar ebenfalls nach der Vorrunde raus. Jetzt holt er als Vereinscoach wieder Titel mit dem FC Barcelona. Nagelsmann, der als dritter DFB-Coach nacheinander das WM-Achtelfinale verpasst hat, sieht tiefere Ursachen, auch beim Blick auf seine Vorgänger: „Es war immer so, bei Hansi oder Jogi, die haben immer etwas probiert, haben einen gewissen Stamm gleich gelassen und der Outcome ist sehr ähnlich.“Wer kann garantieren, dass unter einem anderen Coach alles besser würde. Liegt es nicht eher an der (fehlenden) Qualität der Spieler? Wer im DFB-Kader verkörpert denn Weltklasse? Hatte Nagelsmann dazu nicht auch noch Pech mit Verletzungen (Gnabry, Karl, Schlotterbeck). Was sind die Alternativen? Klar, Jürgen Klopp ist für viele vermutlich jetzt der Wunschkandidat, der Messias, der Retter in der Not. Wäre er zu bekommen? Billig würde das nicht. Der DFB könnte sich dagegen bei einem 'Weiter so' mit Nagelsmann eine teure Abfindung sparen. Das stärkste Pro für Nagelsmann kam aus dem Spielerkreis, zumindest von denen, die sich nach dem Ausscheiden den Journalisten stellten und sprachen. Er hoffe, dass Nagelsmann nicht hinschmeiße, sondern „weiter an sich und seine Fähigkeiten glaubt“, sagte Kapitän Joshua Kimmich: „Und weil er keine Mannschaft in der Kabine sitzen hat, die mit dem Finger auf ihn zeigt. Das ist von vielen Trainern ein Problem, dass - wenn es sportlich nicht läuft - die Spieler die Ausrede beim Trainer suchen. Das ist bei uns nicht der Fall.“ Der langjährige Abwehrchef Antonio Rüdiger, der erst durch die Verletzung von Nico Schlotterbeck wieder in die erste Elf rutschte, sagte: „Er ist ein Toptrainer. Wir müssen dankbar sein, dass wir so einen haben.“ Wenn man bei drei WM-Turnieren „kläglich“ ausscheide, müsse man mehr hinterfragen - und zwar „alles“.Darum sollte Nagelsmann nicht Bundestrainer bleibenAugen zu und durch? Diesen Kardinalfehler darf der DFB mit Präsident Bernd Neuendorf an der Spitze nicht ein drittes Mal wiederholen. 2018 und 2022 - beim zweiten Mal war Neuendorf schon im Amt - wurde versucht, an Löw bzw. Flick festzuhalten. Beide Male ging's schief. Der Ballast war zu groß. Wertvolle Zeit wurde dazu vertan. Löws Ära war vorbei, auch wenn er erst nach dem EM-Achtelfinal-Aus 2021 ging. Bei Flick dauerte es nur neun Monate. Nach einem 1:4 gegen Japan wurde er entlassen - übrigens von Völler. Jeder hat eine zweite (Turnier-)Chance verdient. Aber auch eine dritte? Das unglückliche Viertelfinal-Aus nach Verlängerung gegen Spanien bei der Heim-EM 2024 wurde noch als achtbar gewertet. Die Stimmung im Land war pro Team und durchaus auch pro Nagelsmann. Der letzte Platz beim Final Four der Nations League ein Jahr später säte dann erste Zweifel.Zur Erinnerung: Nagelsmann wollte Weltmeister werden. Das Ziel hat er nicht knapp, sondern um Längen verfehlt. Alleine das reicht als Trennungsgrund. Ein „Toptrainer“ (Völler) muss viel mehr richtig als falsch machen. Die wichtigsten Fehler: Kapitän Kimmich hätte nicht erst in der Endphase gegen Paraguay ins Mittelfeld gehört. Stattdessen setzte der Bundestrainer im Zentrum des Spiels auf zwei Turnier-Neulinge. Die Rolle rückwärts mit Manuel Neuer ging nicht auf. Weder kommunikativ noch sportlich. Auch wenn Neuer im vierten WM-Spiel gut war. Die Rollenprofile, wie bei Joker Deniz Undav, waren in einer Leistungsgesellschaft fragwürdig. Das Prinzip Hoffnung funktionierte auch nicht, Beispiel Jamal Musiala. Und als es eng wurde gegen Paraguay, sollten plötzlich zuvor Verschmähte wie Leon Goretzka und Nick Woltemade die Retter in der Not sein. Das klappte nicht. Ein Neuanfang und Neuaufbau Richtung EM 2028 und WM 2030 braucht zwingend neue, unvorbelastete Köpfe. Nagelsmann hat zu viel Kredit verspielt, gerade auch bei den Fans. „Es würde nicht jeder unterschreiben, dass ich Bundestrainer bleibe“, sagte er selbst. Ein DFB-Entscheider glaubt weiter an eine erfolgreiche Zukunft mit seinem Wunschtrainer, obwohl er zugab: „Wenn man in so einer Form ausgeschieden ist, werden es viele nicht verstehen.“ Die harte Frage, die gestellt werden muss, lautet: Ist der 66 Jahre alte Völler selbst noch einer für den Aufbruch?Der Weltmeister von 1990, Ex-Teamchef und jetzige Sportdirektor hat große Verdienste um den deutschen Fußball. Aber für einen radikalen Umbruch kann er nicht mehr stehen. Als Völler 2004 als Teamchef bei der EM in Portugal mit der Nationalmannschaft in der Vorrunde scheiterte, bewies er Spürsinn wie einst als Stürmer vor dem Tor. Er erkannte, dass er mit dieser Hypothek nicht mehr der Richtige auf dem Weg zur Heim-WM 2006 gewesen wäre. Völler trat noch in der Nacht nach dem Ausscheiden zurück. Damals kam in Jürgen Klinsmann ein Revolutionär zum DFB, ein Motivator, ein Sonnyboy. Der Richtige zur richtigen Zeit. Es folgte das Sommermärchen. Jetzt könnte sich der Verband um Klopp bemühen. „Ich verstehe, dass mein Name genannt wird. Aber es ist nicht der Moment. Es gibt dazu nichts zu sagen“, sagte der 59-Jährige bei MagentaTV. Dort analysierte er messerscharf das deutsche WM-Aus. Vor dem ersten deutschen WM-Spiel hatte Klopp für Aufsehen gesorgt mit einem Satz - und besonders einem Wort. „Zum Glück stellt Julian Nagelsmann die Mannschaft auf - noch.“

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Fußball-Nationalmannschaft: Gescheiterte Nationalmannschaft zurück im WM-Quartier

Ein letztes Mal fliegt die DFB-Elf zurück nach Winston-Salem. Das Quartier in North Carolina muss viel zu früh geräumt werden. Nach dem Aus gegen Paraguay steht Bundestrainer Nagelsmann in der Kritik.Tief in der amerikanischen Nacht ist die Fußball-Nationalmannschaft ein letztes Mal in ihrem WM-Quartier in Winston-Salem angekommen. Das Charterflugzeug landete nach dem 3:4 im Elfmeterschießen gegen Paraguay in der ersten K.-o.-Runde in Foxborough auf dem kleinen Stadtflughafen Smith Reynolds Airport in North Carolina. Julian Nagelmann verließ als einer der ersten den Flieger und ging mit seinem silbernen Rollkoffer über das Flugfeld. Der Bundestrainer hatte einen Rücktritt trotz des viel zu frühen Ausscheidens ausgeschlossen. Mit der DFB-Elf waren auch Verbandspräsident Bernd Neuendorf, Sportdirektor Rudi Völler und Geschäftsführer Andreas Rettig nach Winston-Salem zurückgekehrt.Entscheidung über Nagelsmanns DFB-Zukunft steht anDas Trio muss nun entscheiden, ob Nagelsmann tatsächlich im Amt bleiben und seinen bis zur EM 2028 datierten Vertrag erfüllen darf. Nach den letzten WM-Enttäuschungen 2018 und 2022, als jeweils nach der Gruppenphase Schluss war, waren Joachim Löw und Hansi Flick als Bundestrainer noch im Amt geblieben.

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Nach dem Sechzehntelfinale: Die Leiden der Seleção: Titel noch weit weg

Wie ein Weltmeister spielt Brasilien auch in der ersten K.-o.-Runde nicht. Der knappe Sieg gegen Japan wird aber lehrreich gewesen sein. Auf der Trainerbank sitzt einer, der das einschätzen kann.Mit seiner jahrzehntelangen Titelerfahrung sprach Carlo Ancelotti das, was die brasilianische Seleção an diesem Nachmittag in Houston erst lernen musste, gelassen aus. „Man muss eben auch mal leiden können, richtig?“, sagte der Nationaltrainer nach dem hart erarbeiteten 2:1 in der ersten K.-o.-Runde der Fußball-WM gegen Japan. „Das ist normal. Das gehört dazu. Leiden ist Teil des Spiels, genau wie die Erleichterung danach.“An der Erleichterung nach dem Schlusspfiff war ungefähr abzulesen, was für die Brasilianer auf dem Spiel gestanden hatte. Nur wenige Minuten nach dem Matchwinner-Tor von Gabriel Martinelli weit in der Nachspielzeit fielen sich die Brasilianer erschöpft in die Arme, die Tausenden Fans auf der Tribüne jubelten lauter, als sie es wohl nach einem nie gefährdeten 3:0 getan hätten. Das kann bei einer WM auch immer etwas auslösen.„Brasilien hat sich wie eine große Mannschaft präsentiert“, schrieb die begeisterungsfähige Tageszeitung „O Globo“. Als solche war der Rekordweltmeister nicht unbedingt ins Turnier gegangen. Anders als bei Frankreich oder Spanien fehlt neben Vinícius Júnior ein weiterer unumstrittener Starspieler. Neymar, der mal einer war, wurde gegen Japan wieder nicht eingewechselt. Eventuell wäre es in der Verlängerung dazu gekommen, deutete Ancelotti an.Ancelotti wechselt den Sieg ein„Ich hatte Vertrauen in unsere Mannschaft“, sagte Ancelotti. „Unsere Mannschaft hat gut gespielt, sie hat wirklich gut gespielt.“ Den Siegtorschützen Martinelli hatte der „Mister“, der die Champions League als Trainer so oft gewonnen hat wie niemand anders, in der 66. Minute eingewechselt. Wenn ein Spieler ausgewechselt werde, ein anderer reinkomme, „und das Niveau hoch bleibt, ist das immer wichtig, um Titel zu gewinnen“, sagte Abwehrspieler Casemiro, der in der 56. Minute den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt hatte.Japan war in der ersten, aus brasilianischer Sicht deutlich schwächeren Halbzeit, nicht unverdient in Führung gegangen. Nach dem Tor vom Mainzer Bundesliga-Profi Kaishu Sano (29.) drohte Brasilien das erste Aus in der ersten K.-o.-Runde seit der WM 1990 in Italien. Bei den Zuschauerinnen und Zuschauern löste das Gegentor teils sichtbares Entsetzen aus - die Profis blieben nach eigenen Aussagen aber ruhig.Casemiro benutzte während seiner Ausführungen in der sogenannten Mixed Zone vor etwa 100 Journalistinnen und Journalisten gleich mehrfach das Wort „tranquilidade“, also Ruhe, Gelassenheit. „Ich denke, die Mannschaft verdient ein großes Lob, besonders für diesen mentalen Aspekt, diese Ruhe, diese Gelassenheit, die wir hatten, weil wir wussten, dass die Chance kommen würde“, sagte der 34-Jährige, der mit Ancelotti einst bei Real Madrid Titel gesammelt hatte.Der Gegner im Achtelfinale? „Kein einfaches Spiel“Die Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte hing auch mit Vinícius Júnior zusammen, der auf seiner linken Seite plötzlich viel druckvoller spielte. Der Real-Profi drängte immer wieder an zwei, drei, vier Japanern vorbei in den Strafraum, kam einem Treffer aber nur bei einem Pfostenschuss nahe. „Wir können mit dem, was wir tun, niemals zufrieden sein“, sagte Ancelotti. „Wir wollen auf dem höchsten Niveau spielen.“Der kommende Gegner im Achtelfinale, in der Verlosung nach Spielschluss waren Norwegen und die Elfenbeinküste, spielte bei den Brasilianern erst einmal keine große Rolle. „Wir haben einfach ein großartiges Spiel hinter uns gebracht“, sagte Abwehrspieler Gabriel Magalhães. „Wir werden uns jetzt auf jeden Fall ausruhen und unter der Woche werden wir darüber nachdenken.“ Bei der WM gebe es „kein einfaches Spiel“.

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Fußball-Nationalmannschaft: Von Qualität bis Pech: Vier Gründe für das WM-Scheitern

Jahrelang wurde trotz Misserfolgen von Qualität und Potenzial der DFB-Elf gesprochen. Ein fataler Trugschluss. Nach dem dritten frühen WM-Aus ist klar: Die Gründe für das Scheitern sind vielfältig.Die einstmals große Fußball-Nation Deutschland sucht nach Erklärungen. Dem Aus im Elfmeter-Drama von Foxborough gegen Paraguay folgt nach dem ersten Schock die Frage nach dem Warum. 2018, 2022, 2026. Der schmerzhafte Dreiklang des WM-Scheiterns der Nationalmannschaft muss tieferliegende Gründe haben. Tatsächlich sind es für das aktuelle Turnier in Amerika gleich mehrere. „Wenn du in der ersten K.o.-Runde ausscheidest bei so einem großen Turnier mit 48 Mannschaften, ist das deutlich zu wenig für den deutschen Fußball“, sagte Bundestrainer Julian Nagelsmann. Abwehrspieler Antonio Rüdiger sieht den Zeitpunkt für eine grundlegende Aufarbeitung der Defizite gekommen. „Wenn man dreimal so kläglich ausscheidet, muss man alles hinterfragen.“Das sind die wesentlichen Gründe für das erneute Turnier-Aus: Die QualitätZwei Wörter gehören jetzt auf den Index, wenn es um die DFB-Elf geht. Qualität und Potenzial. Immer wieder wurden der Nationalmannschaft in den letzten Jahren diese wesentlichen Attribute zugeschrieben. Doch jetzt gibt es kein Herumreden mehr. Der deutsche Fußball gehört nicht mehr zur Weltspitze. Das ist ein unumstößlicher wie schmerzhafter Fakt - den auch alle Beteiligten einräumen. „Es wäre vermessen, wenn wir nach dem dritten großen Turnier sagen, wir gehören noch zur Weltspitze, das tun wir einfach nicht“, sagte Nagelsmann. Mit seinem Titelziel hatte er schon vor zwei Jahren die Messlatte viel zu hoch gelegt. Einzelspieler sind sicherlich auf Topniveau, auch in ihren Clubs aber von besseren internationalen Akteuren umgeben. Die Bayern sind mit Englands Harry Kane, Frankreichs Michael Olise und Kolumbiens Luis Díaz das beste Beispiel. Bei den vergangenen Turnier-Enttäuschungen wurde immer noch vom Potenzial gesprochen, das nur nicht abgerufen wurde. Irgendwann werde das Talent schon Erfolg bringen. Es klang wie eine Versicherung für die Zukunft. Diese Police ist abgelaufen. Sie zahlt im Schadensfall nicht aus. Die MentalitätWer Leistung bringt, muss leiden können. Doch die ganze WM-Kampagne stand von Anfang an unter einem von Nagelsmann eigentümlich formulierten Leitmotto. Der Familiengedanke wurde großgeschrieben. Und damit war nicht gemeint, dass Partnerinnen und Kinder nach jedem Spiel ins Teamhotel The Graylyn Estate einfliegen durften. Das ist noch ein anderes Kapitel einer übertriebenen Wohlfühl-Gesellschaft. „Wir müssen wie eine Familie sein, in der jeder für den anderen da ist“, hatte der Bundestrainer in der Turniervorbereitung gesagt. Nagelsmann setzte unter seinen Spielern auf Harmonie statt Konkurrenzkampf. Die von ihm verteilten Rollen waren die Vorgabe, sie waren ein Mantra. Das sollte Sicherheit geben, lähmte aber auch. Und passte nicht zum ultraharten Profi-Geschäft. Auch streitbare Spieler wie Antonio Rüdiger, der nicht als Harmoniebolzen gilt, akzeptierten die Vorgabe. Jeder lobte jeden, auch den direkten Stammplatz-Konkurrenten. Es entstand der Eindruck, dass jede Reibung vermieden werden soll. Nur warum? Aus Angst vor Konflikten? Wem hätten sie wehgetan?Durch Reibung entsteht Energie. Nur wer sich puscht, kommt weiter. Gerade, wenn er dann auf Widerstände stößt - wie gegen vor Ehrgeiz und Aggressivität strotzende Teams aus Südamerika. Eiapopeia funktioniert nicht einmal in der Kreisliga, in der Fußballer nur Kumpels sein dürfen. Joshua Kimmich sagte einen Satz, der passt: „Am Ende geht es nur über den Erfolg - und nicht über Friede, Freude, Eierkuchen.“Die TrainerentscheidungenJulian Nagelsmann ist immer noch ein junger Trainer. Er war der jüngste WM-Trainer aller 48 Teams. Doch als Bundestrainer muss man Fehler vermeiden. Der 38-Jährige lieferte durch seine Entscheidungen zu viele Angriffsflächen, wirkte trotz eines Heers an Beratern beratungsresistent. Er hielt lange, vielleicht zu lange an seinen Überzeugungen fest. Kimmich nicht im Zentrum zu platzieren, war der Kardinalfehler. Man muss eine Elf von den wichtigen Positionen her denken. Im Zentrum brachten die Turnierneulinge Felix Nmecha und Aleksandar Pavlović keine Stabilität.Die Rückholaktion von Manuel Neuer führte zwar nicht zum Turnieraus. Doch gemessen am Ertrag war die Unruhe, die durch das Torwartthema entstand, nicht produktiv. Aura allein rettete keine Spiele. Und Deniz Undav? Den wollte Nagelsmann erst gar nicht, reizte ihn dann zu Topleistungen als Joker. Doch als er in der Startelf stand, war die Magie verpufft. Das PechEs ehrt alle Beteiligten von Nagelsmann über Kimmich bis zu Rüdiger: Keiner suchte eine Ausrede. Es hätte sie gegeben. Die VAR-Entscheidung gegen Jonathan Tahs vermeintlichen Siegtreffer zum 2:1 in der Verlängerung, die nicht nur Nagelsmann als „Vollskandal“ empfand. Oder die Verletzungen, die auch sinnbildlich richtig weh taten. Serge Gnabry vor der Nominierung, Lennart Karl kurz nach der Ankunft in Amerika. Und besonders Nico Schlotterbeck als einziger Innenverteidiger mit einem linken Fuß. Drei Spieler, die aus verschiedenen Gründen durch ihre individuellen Qualitäten den besonderen WM-Input hätten liefern können, fehlten. Dass drei Ausfälle zum Komplett-Einsturz ihren Teil beitragen, führt aber wieder zur Qualitätsfrage. Andere Fußball-Nationen - gerade die Franzosen - haben ein schier unerschöpfliches Reservoir an gleichwertigen Ersatzleuten. Dass Nagelsmann diese nicht zur Verfügung hat, ist ein riesiges Pech, aber vor allem ein strukturelles Problem des deutschen Fußballs.

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Meinung: Nagelsmanns Versagen begann schon vor dem Spiel gegen Paraguay

Das Scheitern der Deutschen bei der WM ist auch ein Scheitern ihres Trainers. Julian Nagelsmanns Fehlerkette reicht weit zurück – deshalb muss er um seinen Job fürchten.

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Aus im Sechzehntelfinale: Nagelsmann äußert sich zu seiner Zukunft – das sagt Klopp

Die Enttäuschung ist groß bei Julian Nagelsmann – für den Bundestrainer und sein Team ist die WM vorbei. Wie geht es für den 38-Jährigen jetzt persönlich weiter?Der Plan von Julian Nagelsmann ist nicht aufgegangen: Der Bundestrainer ist mit seiner Mannschaft im WM-Sechzehntelfinale ausgeschieden. Nach der Niederlage im Elfmeterschießen gegen Paraguay äußerte sich der 38-Jährige im ZDF-Interview schmallippig und leicht gereizt zum Spiel und zu seiner Zukunft.Auf die Frage, wie es für ihn persönlich weitergehe, sagte der Bundestrainer: „Ich stehe zur Verfügung. Wenn der DFB das möchte, mache ich die EM 2028. Wenn nicht, müssen sie es mir sagen.“ Als Reporterin Lilli Engels nachfragte, wann er sich darüber Gedanken mache, wiederholte er seine Formulierung. Nagelsmann hatte die Nationalmannschaft 2023 übernommen und hat beim DFB einen Vertrag bis zur Europameisterschaft 2028. Einen Rücktritt schloss der Bundestrainer in dem Interview aus: „Ich bin keiner, der wegläuft. Das ist ausgeschlossen.“ Schon während des Turniers hatte unter anderem TV-Experte Jürgen Klopp die Diskussionen um den früheren Bayern-Trainer angeheizt.Und jener Klopp wich der Bundestrainer-Debatte um seine Person aus. „Ich verstehe, dass mein Name genannt wird. Aber es ist nicht der Moment. Es gibt dazu nichts zu sagen“, sagte die Trainer-Ikone bei MagentaTV.Klopp ist aktuell Head of Global Soccer bei Red Bull. „Ich habe einen Job, den ich sehr gern mache. Es ist kein Tag, wo ich über die Personalie Jürgen Klopp nachdenke“, sagte der 59-Jährige.„Vollskandal“: Julian Nagelsmann sauer auf den SchiedsrichterNagelsmann war nach dem Sechzehntelfinale sichtlich empört von der Schiedsrichterleistung. Der marokkanische Unparteiische Jalal Jayed hatte in der Verlängerung einen Treffer von Jonathan Tah nach einem VAR-Hinweis zurückgenommen. Angeblich hatte Waldemar Anton den Torwart regelwidrig behindert.„Ein Skandal, dass er das zurückpfeift. Keine Ahnung, was er da gesehen hat. Echt ein Witz“, kommentierte Nagelsmann im ZDF die Szene, die das deutsche Team möglicherweise den Sieg kostete. Wenig später legte er nach: Die Entscheidung sei „ein Vollskandal“ gewesen, der Einsatz von Anton „nicht mal ansatzweise ein Foulspiel“.Auch auf die Nachfrage der ZDF-Reporterin nach den Gründen für die Niederlage reagierte Nagelsmann unwirsch: „Der Spielvortrag war zu langsam, das habe ich jetzt schon dreimal gesagt.“

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TV-Kritik: Keine Aura, nur Aua: „Man hat Woltemade gekillt“

„Heute hat der Zug keine Bremse“, jubelten deutsche Fans in Boston lange vorm Spiel. Stimmt: Die Fahrt geht direkt nach Hause. Im ZDF herrscht blankes Entsetzen.

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Niederlage gegen Paraguay: Kapitän Kimmich nach WM-Aus: Kein Rücktritt beim DFB

Wie in Russland, wie in Katar: Die Nationalmannschaft scheitert erneut früh bei einer Fußball-WM. Immer dabei: Joshua Kimmich. Der Kapitän findet klare Worte und äußert sich zu seiner Zukunft.Nationalmannschaftskapitän Joshua Kimmich hat nach der dritten enttäuschenden Weltmeisterschaft in Serie einen Rücktritt ausgeschlossen. „Ich werde immer die Power haben für einen neuen Anlauf. Was ich niemals tun werde ist: Aufgeben“, sagte der 31 Jahre alte Fußball-Profi bei Magenta TV nach dem völlig unerwarteten Ausscheiden im Sechzehntelfinale gegen Paraguay.Wie schon nach dem Aus in der Gruppenphase in Katar bei der vorausgehenden WM fand der Bayern-Profi deutliche und reflektierte Worte. Es sei „schon so, dass man hier antritt und Deutschland stolz machen will“, sagte Kimmich. Als Kind erinnere er sich an Finals oder Halbfinals für das DFB-Team. Das wolle man auch der aktuellen Generation geben. „Fakt ist, dass wir das all den Menschen zu Hause nicht geben konnten. Das ist sehr, sehr schade. Gerade in einer Zeit, wo es uns, glaube ich, extrem guttun würde in Deutschland, wenn wir was haben, worauf man stolz sein kann. Die Nationalmannschaft ist es leider gerade nicht“, sagte Kimmich. Kimmich: Dafür müssen wir geradestehen„Dafür tragen wir alle Verantwortung und dafür müssen wir auch Verantwortung übernehmen. Da darf sich auch keiner rausnehmen. Dafür müssen wir geradestehen. Weil wir Spieler, die auf dem Platz stehen, haben das verbockt. Das war nicht der Trainer, nicht die Medien, nicht der Schiedsrichter. Das waren einzig und allein wir“, sagte Kimmich. Wie beim Vorrunden-Aus 2018 in Russland und 2022 in Katar verpasste das DFB-Team beim XXL-Turnier mit erstmals 48 Mannschaften in Amerika die Runde der besten 16 Teams. Dort spielt nun Außenseiter Paraguay in Philadelphia gegen den Sieger der Partie Frankreich gegen Schweden.

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Reaktionen zum WM-Aus: „Mit unserer Qualität hätten wir das Spiel in 90 Minuten entscheiden müssen“

Deutschland scheidet kläglich im Elfmeterschießen im WM-Sechzehntelfinale gegen Paraguay aus. Die Stimmen zum frühen Aus bei der Weltmeisterschaft.Für die deutsche Nationalmannschaft ist erneut früh Schluss bei einer Weltmeisterschaft. Nach dem Vorrundenaus bei den Endrunden 2018 und 2022 scheidet die DFB-Elf im Sechzehntelfinale kläglich im Elfmeterschießen gegen Paraguay aus. Schon zuvor lieferte das Nagelsmann-Team einen spielerischen Offenbarungseid, kam in der ersten Halbzeit zu keinerlei Torchance – musste aber durch Julio Enciso den Rückstand in Kauf nehmen. Kai Havertz glich mit einem Kopfball in der zweiten Halbzeit aus, doch mehr Tore sollten in den 120 Minuten nicht fallen. „Mir fehlen die Worte. Das war meine zweite WM, wir haben zweimal reingeschissen. Ich kann nur Entschuldigung sagen. Wir haben uns viel vorgenommen dieses Jahr, jetzt wieder zu enttäuschen, ist kein schönes Gefühl“, sagte Kai Havertz, der den ersten Elfmeter verschoss. Es scheine so, als sei Deutschland international gerade nur zweitklassig. „Wir haben eigentlich gut gespielt, aber es hat uns immer was gefehlt.“ Die ganze Mannschaft müsse sich an die eigene Nase fassen. „Wir spielen für ein Land mit so einer riesigen Tradition, und wenn man so früh rausfliegt, hat man das einfach nicht verdient“, Auch Nadiem Amiri zeigte sich nach dem Aus schockiert. „Paraguay hat alles auf dem Platz gelassen, aber mit unserer Qualität hätten wir das Spiel in 90 Minuten entscheiden müssen“, so Amiri, der kurz vor Ende der Verlängerung eingewechselt wurde. Manuel Neuer, der erst vor der WM zurück in die Nationalelf gekehrt war, bezeichnete das Ausscheiden als enttäuschend. „Wir haben zu wenige Torchancen herausgespielt und keine Durchschlagskraft entwickelt“, kritisierte der 40-Jährige. Das aberkannte Tor sei bitter gewesen, aber Neuer wollte das Ausscheiden nicht daran festmachen. „Wenn du gegen so eine Mannschaft spielst, musst du mehr Torchancen kreieren. Das war von unserer Seite einfach viel zu wenig.“Die Experten ließen unterdessen kein gutes Haar am deutschen Auftritt. AuchJürgen Kloppwar bedient. „Wir hatten Phasen, wo wir es abgerufen haben, die waren nicht lang genug. Wir haben nicht genug kreiert, weil wir ein paar Dinge nicht richtig gemacht haben“, sagte der bediente Magenta-TV-Experte. „Im Moment gab es nur ein Ziel, nur einen Traum, und der ist jetzt geplatzt“, so der langjährige Trainer von Borussia Dortmund und dem FC Liverpool.Nagelsmann will nach WM-Aus weitermachen „Du darfst gegen Paraguay nicht in ein Elfmeterschießen kommen oder von einer Schiedsrichterentscheidung abhängig machen“, erklärte Christoph Kramer, Weltmeister von 2014, im ZDF. „Du spielst gegen eine schlechte Vorrundenmannschaft und schaffst es nicht, mehr als zwei Schüsse aufs Tor zu bekommen“, ergänzte Per Mertesacker. Die große Fußballnation Deutschland müsse sich nun umschauen. Umschauen vielleicht auch nach einem neuen Trainer, der auch in die Kritik geriet. „Am Ende ist es der Trainer, der es lenkt“, sagte Kramer. Das Aus sei eine unfassbare Enttäuschung, und nicht nur die Spieler, sondern auch Julian Nagelsmann müsste sich hinterfragen.Nagelsmann selbst war die Enttäuschung anzumerken. „Manche Mannschaften können mit einfachen Mitteln gewinnen und du musst das konsequent verteidigen. Das haben wir nicht gemacht“, so der Bundestrainer. Sein Team habe zu lange für die Spielverlagerung gebraucht, später auf die Brechstange umgeschaltet. Für großen Ärger sorgte bei Nagelsmann der nicht gegebene Treffer von Jonathan Tah, eine Entscheidung, die der Nationaltrainer als „Vollskandal“ bezeichnete und auf den nicht gegebenen Handelfmeter im EM-Viertelfinale gegen Spanien 2024 verwies. Für den DFB-Trainer steht die Zukunft nun in den Sternen, aufgeben aber will Nagelsmann nicht. „Ich habe einen Vertrag bis zur EM 2028 und wenn es der DFB will, bleibe ich bis dahin. Wenn nicht, sollen sie etwas sagen. Aber ich bin niemand, der wegläuft.“

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Aus im Sechzehntelfinale: Dünnhäutiger Nagelsmann äußert sich zu seiner Zukunft

Die Enttäuschung ist groß bei Julian Nagelsmann – für den Bundestrainer und sein Team ist die WM vorbei. Wie geht es für den 38-Jährigen jetzt persönlich weiter?Der Plan von Julian Nagelsmann ist nicht aufgegangen: Der Bundestrainer ist mit seiner Mannschaft im WM-Sechzehntelfinale ausgeschieden. Nach der Niederlage im Elfmeterschießen gegen Paraguay äußerte sich der 38-Jährige im ZDF-Interview schmallippig und leicht gereizt zum Spiel und zu seiner Zukunft.Auf die Frage, wie es für ihn persönlich weitergehe, sagte der Bundestrainer: „Ich stehe zur Verfügung. Wenn der DFB das möchte, mache ich die EM 2028. Wenn nicht, müssen sie es mir sagen.“ Als Reporterin Lilli Engels nachfragte, wann er sich darüber Gedanken mache, wiederholte er seine Formulierung. Nagelsmann hatte die Nationalmannschaft 2023 übernommen und hat beim DFB einen Vertrag bis zur Europameisterschaft 2028. Einen Rücktritt schloss der Bundestrainer in dem Interview aus: „Ich bin keiner, der wegläuft. Das ist ausgeschlossen.“ Schon während des Turniers hatte unter anderem TV-Experte Jürgen Klopp die Diskussionen um den früheren Bayern-Trainer angeheizt.„Vollskandal“: Julian Nagelsmann sauer auf den SchiedsrichterNagelsmann war nach dem Sechzehntelfinale sichtlich empört von der Schiedsrichterleistung. Der marokkanische Unparteiische Jalal Jayed hatte in der Verlängerung einen Treffer von Jonathan Tah nach einem VAR-Hinweis zurückgenommen. Angeblich hatte Waldemar Anton den Torwart regelwidrig behindert.„Ein Skandal, dass er das zurückpfeift. Keine Ahnung, was er da gesehen hat. Echt ein Witz“, kommentierte Nagelsmann im ZDF die Szene, die das deutsche Team möglicherweise den Sieg kostete. Wenig später legte er nach: Die Entscheidung sei „ein Vollskandal“ gewesen, der Einsatz von Anton „nicht mal ansatzweise ein Foulspiel“.Auch auf die Nachfrage der ZDF-Reporterin nach den Gründen für die Niederlage reagierte Nagelsmann unwirsch: „Der Spielvortrag war zu langsam, das habe ich jetzt schon dreimal gesagt.“

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Aus im Elfmeterschießen: Medien nach WM-Scheitern: „Schluss mit dem deutschen Mythos“

Für Deutschland ist die WM früh beendet - ausgerechnet im Elfmeterschießen. Die Fußball-Welt ist verwundert.Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist bei der WM bereits im Sechzehntelfinale gescheitert. Das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann verlor gegen Paraguay mit 3:4 im Elfmeterschießen. Das schreiben internationale Medien:Paraguay„Ultima Hora“: „Paraguay hat Geschichte geschrieben.“„ABC“: „Weltweite Überraschung: Paraguay schlägt Deutschland und zieht ins Achtelfinale ein. Die Mannschaft von Leitung von Gustavo Alfaro feiert einen historischen Sieg und wirft einen Giganten aus dem Turnier.“„La Nación“: „Paraguay vollbringt eine Heldentat und wirft Deutschland aus der Weltmeisterschaft. Ein heldenhaftes Paraguay, voller Mut und mit unüberwindlicher Kraft, das in allen Stadien durch seine charakteristische Guaraní-Kampfkraft besticht, vollbrachte diese Glanzleistung (...). “Spanien„Marca“: „Deutschland ist nicht mehr Deutschland. Bei zwei aufeinanderfolgenden Weltmeisterschaften scheiterten sie in der Gruppenphase - ein beispielloses Kunststück. Im dritten Anlauf schafften sie es. Doch weiter kamen sie nicht. Paraguay schickte sie in der ersten Runde im Elfmeterschießen nach Hause - eine Disziplin, in der die Deutschen bei Weltmeisterschaften bis dahin unfehlbar gewesen waren. Wie gesagt: Deutschland ist nicht mehr das, was es einmal war.“ „As“: „PARAGUAY SCHOCKIERT DIE WELT!!!Nach heldenhaften 120 Minuten gegen Deutschland musste Paraguay ins Elfmeterschießen und schaffte dort das Wunder zum historischen WM-Sieg. Orlando Gill wird als Held dieses Spiels, dieser Mannschaft und dieser Generation in die Geschichtsbücher eingehen. Deutschland hatte zwar viel Ballbesitz, wirkte aber wenig angriffslustig.“„Mundo deportivo“: „Deutschland verabschiedet sich von der WM. Die erste Überraschung dieser WM.“„Sport“: „Das Spiel Deutschland gegen Paraguay war eine Begegnung, die Nagelsmanns Mannschaft auf dem schnellsten Weg für sich entscheiden sollte, doch wenn Fußball an sich schon unvorhersehbar ist, gilt dies umso mehr bei einer Weltmeisterschaft.“Frankreich„L'Équipe“: „Das ist die größte Überraschung der bisherigen Weltmeisterschaft.“„RMC Sport“: „Die Mannschaft scheidet im Elfmeterschießen aus - die erste Überraschung der Weltmeisterschaft. Deutschland tappte in Paraguays Falle.“England„Daily Mail“: „Der größte Schock dieser WM bisher.“„Guardian“: „Es ist nur natürlich, dass der Fokus auf Deutschland liegt, das zum ersten Mal bei einer Weltmeisterschaft ein Elfmeterschießen verloren hat. Doch Paraguays Spielplan war makellos. Dies ist einer der größten Momente in der Geschichte des Landes.“„Sun“: „Deutschland ist RAUS aus der WM nach der Niederlage im Elfmeterschießen gegen Paraguay.“„The Times“: „Die Szenen in Boston sind unglaublich. Paraguays Spieler sind außer sich vor Freude. Die Deutschen sind am Boden zerstört. Was für ein Elfmeterschießen. Was für ein Spiel.“„The Telegraph“: „Ich denke, man kann mit Sicherheit sagen, dass Julian Nagelsmann nach seiner Rückkehr nach Deutschland unter Druck geraten wird. Wird er seinen Posten behalten? Wird ein bestimmter ehemaliger deutscher Liverpool-Trainer, der derzeit für das deutsche Fernsehen aus den USA berichtet, als Nachfolger von Nagelsmann gehandelt werden?“„Mirror“: „Eine der größten WM-Überraschungen aller Zeiten!“Italien„La Gazzetta dello Sport“: „Flop Deutschland. Scheitern von Nagelsmann. Die erste große Überraschung der WM hat uns Paraguay geschenkt. Die Deutschen, die schon bei den letzten zwei Weltmeisterschaften in der Gruppenphase ausgeschieden sind, haben dieses Mal einen Mini-Schritt mehr gemacht, sind ihrer Favoritenrolle gegen die Südamerikaner aber nicht gerecht geworden.“„Corriere dello Sport“: „Sensationell: Deutschland scheidet im Elfmeterschießen aus. Nach den beiden schmerzhaften Ausscheiden in der Gruppenphase 2018 und 2022 hat die deutsche Nationalmannschaft all ihre Schwächen und Zerbrechlichkeit offenbart.“„La Repubblica“: „Schock für Deutschland, Aus im Elfmeterschießen gegen Paraguay.“Österreich„Kronen Zeitung“: „WM-Aus! Deutschland verliert Elfmeter-Thriller.“„Kurier“: „Deutschland scheidet nach einem Elfer-Krimi gegen Paraguay aus der WM 2026 aus. Eine herbe Enttäuschung für die DFB-Elf.“Schweiz„Blick“: „Dramatisches WM-Out. Deutschland scheitert sensationell.“„Tages-Anzeiger“: „Paraguay mauert sich gegen Deutschland ins Penaltyschiessen - und gewinnt dieses, weil den Deutschen die Nerven versagen. Der Videoschiedsrichter sorgt für Gesprächsstoff.“Argentinien„Clarín“: „Die Mannschaft von Gustavo Alfaro schreibt Geschichte: Sie hat die Deutschen im Elfmeterschießen besiegt und steht im Achtelfinale der Weltmeisterschaft.“„Diario Popular“: „Historisch!“„La Nación“: „Paraguay schreibt Geschichte und schaltet Deutschland nach heldenhaftem Widerstand im Elfmeterschießen aus. In einem nervenaufreibenden Spiel hielt es 120 Minuten lang dem Ansturm der Europäer stand, Gill war der Held und Alfaros Mannschaft sorgte für die bislang größte Überraschung dieser Weltmeisterschaft.Mexiko „Esto: „Schluss mit dem deutschen Mythos! Paraguay schafft das Unmögliche und wirft Deutschland im Elfmeterschießen aus der WM 2026.“„Mediotiempo“: „Desaster für Deutschland.“NiederlandeAlgemeen Dagblad: „Drama für Deutsche: ausgeschaltet durch Paraguay nach drei verschossenen Elfmetern. Die Deutschen hatten noch keine Erfahrung damit, aber auch sie haben nun erfahren, was ein Elfmeterdrama ist. Durch verschossene Elfmeter von Kai Havertz, Nick Woltemade und Jonathan Tah sind die Deutschen bei der WM schon raus. Der vierfache Weltmeister steht schon zum dritten Mal in Serie nicht im Achtelfinale von einer WM. Deutschland hat noch nie zuvor ein Elfmeterschießen bei einer WM-Endrunde verloren, aber das Elfmeterschießen in Boston wird ein großes Drama für das Team vom 38 Jahre alten Bundestrainer Julian Nagelsmann.“„De Telegraaf“: „Eine erste Mega-Überraschung in der K.o.-Phase der WM. Deutschland ist ausgeschieden, nachdem Paraguay besser im Elfmeterschießen war.“Norwegen„Verdens Gang“: „WM-Fiasko für Deutschland - Niederlage im Elfmeterschießen gegen Paraguay. Die Deutschen hatten die Geschichte auf ihrer Seite, mussten sich aber im Elfmeterschießen gegen Paraguay geschlagen geben.“„Aftenposten“: „Deutschland war und ist vielleicht eine der besten Mannschaften der Welt, wenn es um Elfmeter geht. In der Geschichte der Weltmeisterschaften standen die Deutschen bereits viermal im Elfmeterschießen. Alle vier Male ging das Elfmeterschießen mit einem Sieg für Deutschland zu Ende. Der letzte verschossene Elfmeter liegt bereits im Jahr 1982 zurück. Bezieht man die Europameisterschaft mit ein, haben die Deutschen in der Geschichte nur einmal von sieben Malen im Elfmeterschießen verloren. Diese Statistik hat Paraguay jedoch nicht eingeschüchtert.“Dänemark„Ekstra Bladet“: „Katastrophe für Deutschland: Nach Elfmeterdrama aus der WM ausgeschieden.“„TV2“: „Das ist doch völlig verrückt! Deutschland ist aus der WM ausgeschieden! Eine riesige, riesige Überraschung. Sie können es nicht fassen. Und Paraguay auch nicht. Sie stehen im Achtelfinale.“Schweden„Dagens Nyheter“: „Fiasko für Deutschland - nach Elfmeter-Drama gegen Paraguay ausgeschieden.“„Aftonbladet“: „Ein weiteres WM-Fiasko für Deutschland. Die Fußballgroßmacht unterlag Paraguay nach einem verrückten Elfmeterschießen.“

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Internationale Pressestimmen: „Flop Germania!“: Die Welt reibt sich die Augen

Auch außerhalb Deutschlands sorgt das frühe WM-Aus des DFB-Teams für Verwunderung. Die internationalen Pressestimmen.„Daily Mail“ (London): „Die bisher größte Überraschung des Turniers.“„The Guardian“ (London): „Natürlich richtet sich die Aufmerksamkeit auf Deutschland, das zum ersten Mal bei einer Weltmeisterschaft im Elfmeterschießen verloren hat, doch Paraguays Spielplan war makellos. Dies ist einer der größten Momente in der Geschichte des Landes.“„L'Équipe“ (Paris): „Es ist die bislang größte Überraschung des Turniers. Obwohl die Paraguayer während des gesamten Spiels in puncto Ballbesitz unterlegen waren, kämpften sie verbissen darum, die deutschen Pläne zu durchkreuzen. Unter großen Schwierigkeiten überstanden sie die Verlängerung und schafften es bis zum Elfmeterschießen. Dort wird Deutschland für seine fruchtlose Dominanz bestraft.“„Le Dauphiné“ (Veurey-Voroize bei Grenoble): „Paraguay sorgt für eine Sensation und schaltet Deutschland aus. Die Deutschen enttäuschen bei ihrer dritten Weltmeisterschaft in Folge, während Paraguay sein erstes K.o.-Spiel gewinnt. Was für ein Erdbeben in Boston!“  „Gazzetta dello Sport“ (Mailand): „Flop Germania! Die Deutschen zeigten zwar eine leichte Verbesserung gegenüber 2018 und 2022, konnten aber den Erwartungen nicht gerecht werden.“ „Tuttosport“ (Turin): „Die erste große Überraschung der Weltmeisterschaft 2026 ist das Ausscheiden Deutschlands.“„Corriere dello Sport“ (Rom): „Sensationell: Deutschland scheidet im Elfmeterschießen aus, Paraguay schafft das Kunststück und zieht ins Achtelfinale ein.“„Kronen-Zeitung“ (Wien): „WM-Aus! Deutschland verliert Elfmeter-Thriller. Paraguay sensationell, mit diesem Ergebnis hätten wohl die wenigsten gerechnet.“„Blick“ (Zürich): „Aus, aus, aus, aus, die WM ist aus - zumindest für den Champion von 2014. Deutschland erlebt in Boston eine der bittersten Stunden seiner Fußball-Geschichte. Und dies gegen einen Gegner, der im Vorfeld noch als drittklassig bezeichnet wurde. Das Aus kommt ausgerechnet im Penaltyschießen, das bisher die deutsche Paradedisziplin an Weltmeisterschaften war. So weit hätte es aus deutscher Sicht allerdings gar nicht kommen müssen.“„Tages-Anzeiger“ (Zürich): „Deutschland scheitert im Penalty-Schießen – und hadert mit dem VAR: Paraguay mauert sich gegen Deutschland ins Penaltyschiessen – und gewinnt dieses, weil die deutschen Nerven flattern. Der Videoschiedsrichter sorgt für Gesprächsstoff.“„Marca“ (Madrid): „Von Deutschland ist nichts mehr übrig. Nicht einmal im Elfmeterschießen. Die deutsche Mannschaft muss weitere vier Jahre warten, um ihrem Wappen einen weiteren Stern hinzuzufügen.“„Sport“ (Barcelona): „Paraguay sorgt für die erste große Überraschung der Weltmeisterschaft, indem es eine niedergeschlagene deutsche Mannschaft im Elfmeterschießen besiegt.“

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WM-Aus gegen Paraguay: „Mir fehlen dir Worte": Ärger über aberkanntes Tah-Tor

Es war die Aufregerszene des WM-Sechzehntelfinalspiels zwischen Deutschland und Paraguay: Vor dem nicht gegebenen Tor von Jonathan Tah soll es ein Foul gegeben haben. Wirklich?Erst jubelte Jonathan Tah ausgelassen, doch Schiedsrichter Jalal Jayed nahm den vermeintlichen deutschen Führungstreffer zum 2:1 nach einem VAR-Eingriff zurück – und stieß damit bei Experten auf Unverständnis. „Mir fehlen die Worte“, sagte der frühere Bundesliga-Referee Thorsten Kinhöfer im ZDF: „Die Entscheidung ist absolut nicht nachvollziehbar. Das ist nie und nimmer ein Foul, überhaupt nicht. Das ist handelsüblich.“ Und weiter: „Das ist ein völlig reguläres Tor.“ Schon der Hinweis des VAR an den Schiedsrichter sei ein Fehler gewesen. Der Unparteiische habe letztlich „zu wenig Corones“ gehabt, sich darüber hinwegzusetzen. Jonathan Tahs aberkanntes Tor: Kopfschütteln bei Julian NagelsmannAuch die ZDF-Experten Per Mertesacker und Christoph Kramer stimmten Kinhöfer zu. Ex-SC-Freiburg-Trainer Christian Streich hingegen zeigte Verständnis für die Entscheidung des Schiedsrichters. Bundestrainer Julian Nagelsmann sagte, die Aberkennung des Tors sei „kein Skandal, sondern ein Vollskandal“.Was war passiert? In der Verlängerung des WM-Sechzehntelfinals gegen Paraguay hatte Tah nach einer Ecke beim Stand von 1:1 zur Führung per Kopf getroffen. Nach einem Hinweis der Video-Assistentin Tatiana Guzman (Nicaragua) schaute sich Jayed die Szene noch einmal an und wertete ein Blocken von Waldemar Anton gegen den gegnerischen Torhüter Orlando Gill als Foul. Über das Stadionmikrofon sagte der marokkanische Referee, dass Anton den Torwart beim Versuch, den Ball zu spielen, behindert habe. Bundestrainer Julian Nagelsmann schüttelte den Kopf und lachte süffisant.„Wir haben bei der WM schon ganz andere Situationen erlebt. Der Torwart steht sofort wieder auf, das ist ein normaler Kontakt“, kritisierte Kinhöfer. Auch Patrick Ittrich hielt die Entscheidung für falsch. „Für mich ist das zu kleinlich. Natürlich gibt es einen Kontakt, aber ich sehe kein Wegstoßen, kein Wegdrücken, kein Festhalten“, sagte er bei MagentaTV und ergänzte mit Blick auf den VAR: „Insofern ist es keine klare Fehlentscheidung und dieser Eingriff nicht gerechtfertigt.“

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WM-Fiasko: Deutschland ist raus – drei Elfmeter verschossen

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist ideen- und harmlos gegen Paraguay. Das Elfmeterschießen im WM-Sechzehntelfinale entscheiden die Südamerikaner für sich.Der Traum vom fünften Stern ist bereits im Sechzehntelfinale ausgeträumt. Die Nationalmannschaft und mit ihr Bundestrainer Julian Nagelsmann sind bei ihrer Titelmission krachend gescheitert, der deutsche Fußball liegt nach dem nächsten bitterbösen WM-Desaster mal wieder am Boden. Die DFB-Auswahl zerschellte in einer hochdramatischen Hitzeschlacht von Foxborough an den knüppelharten Defensivkünstlern aus Paraguay und schied erstmals seit 64 Jahren in der ersten K.o.-Runde aus.Deutschland ideen- und harmlos gegen ParaguayDie 3:4-Pleite im Elfmeterschießen eines ebenso gruseligen wie spannenden Sechzehntelfinals erzwingt einen abermaligen Neuanfang. Kai Havertz, Nick Woltemade und Jonathan Tah verschossen vom Punkt. Nagelsmanns „Schattenmann“ und wahrscheinlichster Nachfolger Jürgen Klopp sah das Trauerspiel live vor Ort – er war entsetzt.Julio Enciso (42.) schrumpfte die stolze DFB-Elf im Stadion der Football-Großmacht New England Patriots schon in der regulären Spielzeit auf Zwergenmaß. Da nützte auch der zwischenzeitliche Ausgleich durch das fünfte WM-Tor von Havertz (54.) nichts. Die trügerische Hoffnung eines vermeintlichen 2:1 von Jonathan Tah in der Verlängerung wurde durch eine äußerst fragwürdige Entscheidung von Schiedsrichter Jalal Jayed (Marokko) zunichte gemacht. Das 1:2 im Gruppenfinale gegen Ecuador hatte schon massiv auf die Stimmung gedrückt und die Fans verunsichert. Zumal erwartet wurde, dass die beinharten Defensivkünstler aus Paraguay mit einer ähnlichen Körperlichkeit agieren würden. Nagelsmann forderte deshalb eine „Drecksack-Mentalität“ von seinem Team – und entschied sich in der Startelf gegen Jamal Musiala.Für den Zauberfuß spielte der robustere Deniz Undav, der vorne mehr „Präsenz“ zeigen sollte. „Die Nation wollte es ja schon lange“, sagte Rudi Völler und zwinkerte. Die Nation wollte auch Joshua Kimmich im Mittelfeld sehen. „Für dieses Spiel“, betonte Nagelsmann, sei dies keine Option gewesen. Enstation für die DFB-Elf bei Fußball-WMDie Paraguayer, die in der Vorrunde in Unterzahl die Türkei ausgeschaltet hatten (1:0), bellten schon die Hymne, als wollten sie die Deutschen auffressen. Nach 17 Sekunden hatten sie die erste Ecke, nach einer guten Minute musste Manuel Neuer erstmals eingreifen.Nach dem frühen Schreckmoment gewann die DFB-Elf bald Kontrolle – auch über Zweikämpfe. Undav haute sich rein, der viel gescholtene Aleksandar Pavlovic, auch der Premier-League-gestählte Florian Wirtz. Doch die Südamerikaner verschleppten das Tempo, wo es ging.Eine frühe Chance von Undav (6.) blieb ungenutzt, ansonsten entwickelte die Offensive zu wenig Tiefe. Der Weg hinter die Mauer aus blauen Trikots glich einem Irrgarten, in dem sich Undav und Co. immer wieder verliefen. Das Unglück bahnte sich an. Auch die hohen Temperaturen lasteten schwer auf dem Spiel, Nagelsmann ermahnte in der Trinkpause per Zeigefinger an der Stirn: mit Köpfchen spielen!Doch auch danach wirkte manches kopflos, Undav kam in der ersten Hälfte auf acht (!) Ballkontakte. Alles erinnerte an den Abnutzungskampf gegen Paraguay im Achtelfinale 2002, als Oliver Neuville Deutschland in der 88. Minute erlöste. Doch ein Erbe für den Leverkusener schien nicht in Sicht.Stattdessen stach die Nummer 41 der Weltrangliste zu. Nach einer abgewehrten Ecke kam Wirtz nicht an den Ball, eine Flanke segelte in den mit zehn deutschen Spielern besetzten Sechzehner – doch keiner war beim Torschützen, der trotz 1,73 Meter Körpergröße per Kopf traf. „Da tränen einem die Augen. Das ist einfach schlecht verteidigt“, schimpfte der Experte Klopp bei MagentaTV.Auch Nagelsmann war wütend, er eilte noch vor seinen Stars in die Kabine. Seine Reaktion: Er brachte Leon Goretzka für Felix Nmecha, der beim 0:1 eine schlechte Figur abgegeben hatte.Der Münchner brachte mehr Galligkeit ins Spiel, doch es war der filigrane Wirtz, der den Ausgleich einleitete. Seine Flanke ließ Havertz am Elfmeterpunkt über den Scheitel und per Aufsetzer ins Tor streichen. Jetzt war Deutschland endlich da, Nagelsmann wollte das Momentum mit Musiala für den enttäuschenden Undav noch mehr auf seine Seite ziehen.Doch es blieb eine überaus zähe Angelegenheit mit grausigem Ende. Die Passquote der deutschen Elf war herausragend gut – doch das war hier nicht der Maßstab. An Kreativität fehlte es in erschreckendem Maß, die wenigen Umschaltmomente verpufften meist Sekunden nach Ballgewinn. Nagelsmann erkannte den Bedarf nach einer ordnenden Hand – und er beorderte Kimmich doch noch in die Zentrale (79.). Auch Nick Woltemade kam. Aber auch Überlegenheit in der Verlängerung half nichts: Die DFB-Elf fliegt nach einem Krimi ohne Happy End schwer geschlagen nach Hause.

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Newsblog zur Fußball-WM: Brasilien kickt Japan in der Nachspielzeit aus dem Turnier

Brasilien entgeht gegen Japan einer WM-Blamage. Ein Ex-Kollege äußert sich zur Rassismus-Debatte um Schweinsteiger. Alle WM-News im stern-Newsblog.Die größte Fifa-Fußballweltmeisterschaft aller Zeiten läuft. 48 Mannschaften kämpfen bis zum 19. Juli in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko um den goldenen WM-Pokal.Auch die deutsche Nationalmannschaft macht sich Hoffnungen, den Weltmeistertitel nach 1954, 1974, 1990 und 2014 zum fünften Mal nach Hause zu holen. Die DFB-Elf von Bundestrainer Julian Nagelsmann hat die Gruppenphase überstanden und zieht ins Sechzehntelfinale ein.Lesen Sie im stern-Newsblog alle aktuellen Meldungen und Entwicklungen zur Fußball-WM 2026:

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Tennis in London: Sinner und Djokovic überstehen ernste Wimbledon-Prüfungen

Beckham bleibt bis zum Ende auf der Tribüne des Centre Courts von Wimbledon. Der Ex-Fußballstar bekommt bei den ersten Auftritten der Topstars Sinner und Djokovic überraschend viel Spannung geboten.Titelverteidiger Jannik Sinner und Rekord-Grand-Slam-Sieger Novak Djokovic haben ihre Auftaktaufgaben in Wimbledon nur mit Zittern überstanden. Der Weltranglisten-Erste Sinner musste nach einem Schreckmoment über fünf Sätze gehen, ehe sein Zweitrunden-Einzug perfekt war. Trotz eines zweimaligen Satz-Rückstands und eines Sturzes setzte sich der Italiener mit 4:6, 6:3, 6:7 (6:8), 6:2, 6:3 gegen Miomir Kecmanovic aus Serbien durch.Rekord-Grand-Slam-Sieger Djokovic wurde beim 6:4, 5:7, 6:4, 6:4 gegen den Chinesen Wu Yibing ebenfalls auf eine harte Probe gestellt. Der Chinese setzte ihn erheblich unter Druck und zog die Zuschauer auf seine Seite. Djokovic vom Niveau überrascht„Es fühlte sich sehr herausfordernd heute an. Wu verdient einen großen Applaus für diese unglaubliche Leistung“, sagte Djokovic. Er sei glücklich, aber nicht gerade frisch, ergänzte er. Mehrfach hatte sich der Serbe während der Partie an den Rücken gefasst, sich gedehnt und gestreckt.Wu habe ihn mit seinem Level überrascht. „Es fühlte sich nicht wie die erste Runde an“, fuhr der siebenmalige Wimbledonsieger vor den Augen des früheren englischen Fußballstars David Beckham fort.Beckham hatte sich zuvor auch die Erstrundenpartie von Sinner nicht entgehen lassen. Dem Vorjahreschampion drohte nach dem dramatischen Scheitern in Paris zwischenzeitlich auch beim Rasenklassiker ein frühes Aus. Bei den French Open war Sinner bei großer Hitze körperlich eingebrochen und nach 2:0 Sätzen und einem 5:1 im dritten sensationell in der zweiten Runde gescheitert.Sinner am BodenBei deutlich angenehmeren Temperaturen im Londoner Südwesten hatte Sinner gegen einen gut aufspielenden Kecmanovic lange Probleme. Im Tiebreak des dritten Durchgangs wehrte Kecmanovic einen Satzball des Topfavoriten spektakulär ab und brachte Sinner dann mit dem zweiten Satzgewinn in Bedrängnis. Die fehlende Matchpraxis war dem Italiener anzumerken. Zuvor erlebte Sinner bei 2:2 im dritten Abschnitt einen Schreckmoment. Der Vorjahreschampion rutschte auf dem Rasen aus, fiel vorn auf die Knie und fasste sich an die Hüfte. Doch der 24-Jährige konnte ohne Behandlungspause weiterspielen. „Ich bin sehr glücklich, dass ich es gedreht habe“, sagte Sinner im Siegerinterview. Er sei zu Beginn ein bisschen angespannt gewesen. An seinem Schuh hatte sich derweil ein roter Fleck gebildet, der wie Blut aussah. „Nein, nein, mir geht es gut“, beschwichtigte er. Es sehe schlimmer aus, als es ist. Sein nächster Gegner ist Nuno Borges aus Portugal. Djokovic bekommt es nun mit dem früheren Top-Ten-Spieler Stefanos Tsitsipas aus Griechenland zu tun.

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Sechzehntelfinale: Brasilien entgeht WM-Schmach: Last-Minute-Sieg gegen Japan

Rekordweltmeister Brasilien tut sich in seinem ersten K.-o.-Spiel schwer. Gegen Japan muss die Seleção einen Rückstand verkraften. Gabriel Martinelli erlöst die Brasilianer spät.Brasiliens Matchwinner Gabriel Martinelli sank kurz auf den Rasen, dann fielen sich die Spieler der Seleção erleichtert in die Arme. Der Rekordweltmeister hat ein schmachvolles Aus schon in der ersten K.-o.-Runde dieser Fußball-WM gerade noch abgewendet. Der in der 66. Minute eingewechselte Martinelli traf im Sechzehntelfinale gegen Japan in der fünften Minute der Nachspielzeit zum 2:1 (0:1)-Endstand. In den vergangenen gut drei Jahrzehnten hatte Brasilien immer mindestens das Viertelfinale erreicht.Vor dem Arsenal-Profi hatte Casemiro (56. Minute) in Houston nach einer deutlichen Leistungssteigerung zum Ausgleich getroffen. Der fünfmalige Weltmeister trifft nun am Sonntag auf den Sieger der Partie Norwegen gegen die Elfenbeinküste. Japan tritt dagegen wieder einmal vorzeitig die Heimreise an. Der Mainzer Bundesliga-Profi Kaishu Sano (29.) hatte Japan zunächst in Führung gebracht und vom erstmaligen Einzug in ein zweites K.-o.-Spiel bei einer WM träumen lassen.Ancelotti: „Nicht die Geduld verloren“„Wir wollten von Anfang an Druck machen, wir wollten gewinnen. Wir haben dann einen Gegentreffer kassiert, haben aber nicht die Geduld verloren, einfach weitergespielt. Ich denke, der Sieg war verdient“, sagte Brasiliens Coach Carlo Ancelotti, der den späten Siegtreffer fast schon stoisch zur Kenntnis nahm. Der 67-Jährige verzichtete erneut auf Superstar Neymar. „Ich wollte Neymar zur Verlängerung bringen. Ich habe mit ihm in der Halbzeitpause gesprochen und dann kam der Ausgleich, sonst wäre er in der 60., 65. Minute ins Spiel gekommen“, sagte Ancelotti. Stattdessen brachte er Gabriel Martinelli.Brasilien wartet auf ersten WM-Titel seit 2002Über die Favoritenrolle war vor der Partie viel geschrieben worden - Rekordweltmeister klingt nach mehr, als Brasilien momentan zu leisten vermag. Der letzte Titelgewinn liegt bereits 24 Jahre zurück, und von der damaligen Überlegenheit ist die Seleção weit entfernt. Die Abhängigkeit von ihrem eigenwilligen Offensivspieler Vinícius Júnior war den Brasilianern auch in der Gruppenphase anzumerken.Japan hatte sich dagegen in den vergangenen Jahren den Ruf erarbeitet, als unbequemer und taktisch disziplinierter Gegner besser zu sein als in der allgemeinen Wahrnehmung. Der frühere Bundestrainer Hansi Flick kann davon nach dem 1:2 bei der WM 2022 in Katar, das letztlich das schmachvolle deutsche Ausscheiden einleitete, ein Liedchen singen.Gegen Brasilien ordnete der japanische Trainer Hajime Moriyasu, der sich an der Seitenlinie wie gewohnt Notizen machte, zunächst Zurückhaltung an. Brasilien war in der Anfangsphase die deutlich aktivere Mannschaft und hatte durch den früheren Bundesliga-Profi Matheus Cunha und Bruno Guimarães erste halbwegs aussichtsreiche Torgelegenheiten (beide 14.). Wie der Favorit spielte Brasilien aber nicht.Ein folgenschwerer FehlpassEntsprechend unzufrieden wirkte Ancelotti an der Seitenlinie - und es sollte noch schlimmer kommen. In einer Phase, als auf dem Rasen praktisch gar nichts passierte, leistete sich Danilo einen folgenschweren Fehlpass im Mittelfeld. Sano fing den Ball ab, dribbelte mit Tempo Richtung Strafraum und traf überlegt von der Strafraumgrenze ins untere Toreck. Plötzlich waren im Stadion nur noch die japanischen Fans zu hören.Es folgten mehrere Minuten mit allerdings zu halbherzigen Versuchen der Brasilianer, wieder ins Spiel zurückzufinden. Entweder blockte bei den Abschlüssen im Strafraum ein japanischer Spieler den Ball oder die Abschlüsse aus der Distanz waren so schwach, dass Torwart Zion Suzuki problemlos zupacken konnte. Und Japan lauerte jetzt umso mehr auf Konter, kurz vor dem Halbzeitpfiff übernahmen die Samurai Blue sogar zwischenzeitlich die Spielkontrolle.Brasilien erarbeitet sich den AusgleichJapan zu unterschätzen, wäre „völlig falsch“, hatte Brasiliens Kapitän Marquinhos vor der Partie noch gewarnt. Jetzt blieben der Seleção nur 45 Minuten, um das Aus zu verhindern - und sie versuchte es vehement. Bruno Guimarães scheiterte per Kopf an Keeper Suzuki (52.), nur wenige Sekunden später rettete der Torwart erneut in höchster Not (53.). Casemiro belohnte die Angriffsbemühungen dann mit seinem Treffer per Kopf. Vinícius Júnior traf wenig später nur den Pfosten (58.).An den neuen Kräfteverhältnissen nach der Pause änderte sich auch im Anschluss wenig. Brasilien strahlte vor 68.777 Zuschauerinnen und Zuschauern mehr Torgefahr aus, Japan gelang nur noch selten Entlastung. Als sich alle in der Arena auf eine Verlängerung einstellten, traf Martinelli praktisch in letzter Minute.

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