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Newsfeed

Wir haben für Sie eine Vorauswahl an redaktionellen Inhalten zusammengestellt, die von Mediengesellschaften, Verlagen, Börsendiensten und Finanzblogs bereit gestellt werden. Hier können Sie sich einen schnellen Überblick über die Themen verschaffen, die im Augenblick von öffentlichen Interesse sind.
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Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und den Finanzmärkten
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Aktuelle Nachrichten

Olympia-News: Hunderte Menschen demonstrieren in Mailand gegen ICE

Die Olympischen Winterspiele finden diesmal in Mailand und Cortina statt – mit zahlreichen deutschen Medaillenhoffnungen. Alles Wichtige rund um die Spiele im stern-Newsblog.Historische Premiere: In diesem Jahr finden die Olympischen Winterspiele vom 6. bis 22. Februar zum ersten Mal an zwei Orten statt, nämlich in der norditalienischen Stadt Mailand und im Skiort Cortina, ebenfalls im Norden des Landes. Damit sind es die ersten dezentralen Spiele der Geschichte. Sie erstrecken sich über eine Gesamtfläche von etwa 22.000 Quadratkilometern.Olympia 2026: Fast 3000 Sportlerinnen und Sportler dabeiInsgesamt nehmen rund 2900 Sportlerinnen und Sportler aus 90 Nationen teil. Davon sind 47 Prozent Sportlerinnen, wodurch die Quote aus den letzten Spielen in Peking noch einmal um zwei Prozentpunkte steigt. Mit 116 Entscheidungen gibt es so viele wie noch nie. 50 davon werden reine Frauen-Wettbewerbe sein, was auch ein neuer Höchstwert ist.Alle großen Emotionen, alle wichtigen Entscheidungen, alle deutschen Medaillen – hier im stern-Newsblog:

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Mega-Event Super Bowl: Regeln, Versuche, Touchdowns: Darauf kommt es beim American Football an

Die halbe Welt schaut Super Bowl, viele kennen aber die Regeln gar nicht. Football-Urgestein Maximilian von Garnier erklärt, worauf es ankommt.Die halbe Welt schaut Super Bowl, viele kennen aber die Regeln gar nicht. Football-Urgestein Maximilian von Garnier erklärt, worauf es ankommt.

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Manchester United: Wie ein Flugzeugunglück die "Busby Babes" auseinanderriss

"Busby Babes" wurden die Fußballer von Manchester United genannt: jung, talentiert, erfolgreich. Am 6. Februar 1958 kam die Hälfte des englischen Teams ums Leben.Der Mannschaft von Manchester United gehörte die Zukunft, da waren sich Experten und Fans gleichermaßen einig. Die Spieler wurden die "Busby Babes" genannt, nach ihrem Trainer Matt Busby, der aus vielen jungen, talentierten Fußballern ein eingeschworenes Team geformt hatte. In den letzten beiden Jahren hatten sie die Meisterschaft in England gewonnen, Erfolge auf internationaler Bühne schienen nur noch eine Frage der Zeit.Einen neuerlichen Schritt in diese Richtung hatte das Team von Trainer Matt Busby gerade getan, als es sich am 6. Februar 1958 auf dem Rückweg von Belgrad in die Heimat befand. Mit einem 3:3 bei Roter Stern hatte United das Halbfinale des Europapokals der Landesmeister erreicht, Manchester galt als Favorit auf den Pokal. Doch dieses 3:3 sollte das letzte Spiel dieses Teams gewesen sein, nach dem 6. Februar 1958 war bei Manchester United nichts mehr wie zuvor."Busby Babes": Acht Fußballer sterben bei FlugzeugunglückDer British-European-Airways-Flug 609 musste zwischenlanden, die zweimotorige Maschine sollte am Flughafen München-Riem aufgetankt werden. Ein verhängnisvoller Zwischenstopp, ein tödlicher sogar, wie sich herausstellen sollte. Bei heftigem Schneetreiben schlugen die ersten beiden Startversuche fehl, beim dritten – gegen 15 Uhr – hob das Flugzeug nicht ab, ließ sich aber auch nicht stoppen. "Wir sind in ein Haus gekracht, und ich glaube, in ein paar andere Hindernisse", erinnerte sich der mit an Bord sitzende Sir Bobby Charlton 60 Jahre später.Die Tragfläche mit dem Heck wurde vom Flugzeug abgerissen, der Flieger mit insgesamt 44 Menschen an Bord ging in Flammen auf. Neben den Spielern und ihrem Trainer befanden sich unter den Passagieren auch Club-Mitarbeiter und Sportjournalisten. Die Bilanz des Unglücks ist schrecklich: Sieben Fußballer starben noch an der Unfallstelle, 15 weitere Personen kamen ums Leben. Der Spieler Duncan Edwards, mit 21 Jahren eines der vielversprechendsten Talente in England, wurde 15 Tage lang in einem Münchner Krankenhaus behandelt und erlag dann seinen Verletzungen.Insgesamt belief sich die Opferzahl des Flugzeugunglücks auf 23. Die übrigen 21 Insassen wurden teils schwer verletzt. Der damals 20 Jahre alte Bobby Charlton, der 1966 den ersten und bisher einzigen WM-Titel mit England gewinnen sollte, überlebte nur knapp. Torwart Harry Gregg hatte ihn und andere Passagiere aus dem Wrack gezogen. "Ich hatte einfach Glück, dass ich auf dem richtigen Platz saß", sagt Charlton. Auch Trainer Matt Busby überlebte das Unglück schwer verletzt. Monatelang lag er im Krankenhaus, zweimal hatten ihn die Ärzte schon beinahe aufgegeben.Manchester United kämpft sich aus dem Tal der TränenFür Manchester United und den englischen Fußball überhaupt ist der 6. Februar 1958 ein schwarzer Tag in der Geschichte. Das jähe, tragische Ende der "Busby Babes" stürzte den Klub in eine sportliche und emotionale Krise. Zwischenzeitlich standen sogar Spekulationen im Raum, wonach der Verein sich komplett auflösen sollte. Doch Fans, Spieler und Verantwortliche kämpften sich wieder aus dem Tal der Tränen heraus.Der genesene Matt Busby übernahm die Mannschaft wieder und baute um die überlebenden Spieler herum ein neues Team auf. Zehn Jahre nach der Tragödie von München holte Manchester United tatsächlich den Europapokal der Landesmeister. Bobby Charlton schoss im Finale ein Tor, mit Bill Foulkes stand ein weiterer Überlebender auf dem Platz.Heute zählt Manchester United zu den wichtigsten Klubs der Welt – die Erinnerung den 6. Februar 1958 ist aber allgegenwärtig. Im Stadion Old Trafford zeigt eine Uhr seit 15.04 Uhr an, die Uhrzeit des Unglücks. In England sind viele immer noch davon überzeugt: Die Geschichte des Fußballs wäre anders verlaufen, hätten die "Busby Babes" nicht an jenem Tag dieses Flugzeug bestiegen.Quellen: Kicker / BBC 

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Olympische Winterspiele: Vonn zeigt solides Abfahrtstraining - Probleme für Aicher

In Crans-Montana verletzt sich Lindsey Vonn im Knie - sieben Tage später absolviert sie das erste Training für die Olympia-Abfahrt. Sie hat dabei keine Probleme - anders als eine Deutsche.Eine Woche nach ihrem folgenschweren Sturz hat Lindsey Vonn das erste Olympia-Training erfolgreich bestritten. Die Amerikanerin, die nach eigenen Angaben mit einem durchgerissenen Kreuzband im linken Knie antritt, zeigte auf der Tofana-Strecke in Cortina d'Ampezzo eine solide Fahrt ohne zu großes Risiko. Danach gab sie sich zufrieden.Auch der Deutschen Kira Weidle-Winkelmann gelang eine ansprechende Fahrt; Teamkollegin und Mitfavoritin Emma Aicher dagegen hatte Probleme und verpasste einige Tore. "Ich habe mich mit dem Untergrund schwer getan", sagte Aicher über die recht weichen Pistenverhältnisse. "Aber es ist nichts Neues für mich, dass ich im ersten Training ein bisschen abwartend fahre. Das stresst mich nicht. Ich weiß, was ich verändern muss."Kritik an PistenarbeitenNachdem das erste Training am Donnerstag wegen Schneefalls abgesagt worden war, gestaltete das Wetter auch den Freitag kompliziert. Schon nach fünf Fahrerinnen musste das Training wegen dichten Nebels für längere Zeit unterbrochen werden. Zudem meldeten die ersten Starterinnen, dass die Piste teils sehr anspruchsvoll angelegt sei, woraufhin nachgearbeitet wurde."Es ist nicht dieses schöne Cortina, das man gewohnt ist", sagte Weidle-Winkelmann. "Es ist sehr weich und die Wellen sind schärfer ausgeprägt." Sie äußerte Unverständnis darüber, dass die Strecke hügeliger gemacht worden war als vom Weltcup gewohnt. "Ich weiß nicht, warum man das machen musste."Rumblödeln, Handy-Daddeln, TanzenDie Wartezeit vertrieben sich die Fahrerinnen am Start auf unterschiedliche Weise. Während einige versuchten, fokussiert zu bleiben, fingen die TV-Kameras unter anderem die Amerikanerinnen beim Rumblödeln und Rumspielen an ihren Handys ein. Irgendwann führten die fünf US-Sportlerinnen sogar eine Tanzchoreografie auf. Selbst Vonn mit dem maladen Knie machte dabei mit.Die 41-Jährige hatte sich schon am Morgen gut gelaunt präsentiert. Bei Instagram postete sie ein Foto von sich vom Start und schrieb dazu: "Nichts macht mich glücklicher! Niemand hätte geglaubt, dass ich hier sein werde... aber ich habe es geschafft! Ich bin hier, ich lächle, und egal was passiert, ich weiß, wie glücklich ich bin. Ich werde mir diese Chance nicht entgehen lassen."Pistencomeback sieben Tage nach schwerem SturzVonn war als bislang deutlich beste Abfahrerin des Winters in den vergangenen Wochen in die Favoritenrolle für Olympia gerutscht. Zuletzt in Crans-Montana aber stürzte sie dann bei der Abfahrts-Generalprobe für die Winterspiele. In dieser Woche teilte sie mit, sich im linken Knie das Kreuzband gerissen zu haben. Mit einer Spezialschiene geht sie aber dennoch an den Start.

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Was macht eigentlich …?: Markus Wasmeier: "Wenn du durchziehst, dann kannst du Bäume ausreißen"

Als Skirennläufer gewann Markus Wasmeier 1994 bei den Olympischen Winterspielen Gold im Super-G und im Riesenslalom – obwohl viele ihn schon abgeschrieben hatten. 

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Olympische Winterspiele: Mit Flamingo und "Fangirl-Moment": Schmids Olympia-Finale

Skispringerin Katharina Schmid startet in ihre letzten Winterspiele. Die Oberstdorferin träumt von Gold und hofft auf ein Treffen mit einem Sport-Superstar.Wehmütig ist Katharina Schmid vor dem letzten großen Höhepunkt einer langen und bewegten Skisprung-Karriere nicht - im Gegenteil. "Ich freue mich riesig", sagt die 29-Jährige vor ihren vierten und finalen Olympischen Winterspielen. "Ich bin bereit für die letzten Male auf der großen Bühne."An diesem Samstag um 18.45 Uhr (ARD und Eurosport) und damit keine 24 Stunden nach ihrem großen Auftritt als Fahnenträgerin bei der Eröffnungsfeier geht es in Predazzo um die ersten Medaillen. Schmid hat fast alles erreicht. Ein Olympiasieg fehlt ihr noch. In Italien hat sie drei Chancen.Schmid hat hohe Ansprüche"Der Traum ist immer da, olympisches Gold zu gewinnen", sagt Schmid. "Mittlerweile fahre ich nicht mehr zu den Olympischen Spielen, um nur dabei zu sein. Dafür habe ich zu viel erreicht, zu hohe Ansprüche." Ihr bis dato letzter Sieg im Weltcup ist 13 Monate her. In diesem Winter waren zwei dritte Plätze bisher die besten Ergebnisse. Zu den Topfavoritinnen gehört sie nicht.Aus dem eigenen Team waren Selina Freitag und Agnes Reisch in dieser Saison bisher erfolgreicher. Die größten Siegchancen hat die im Gesamtweltcup führende Slowenin Nika Prevc. Selbstbewusst ist Schmid trotzdem."Ich glaube, ich stehe körperlich so gut da wie noch nie", sagt die Oberstdorferin. Sie wisse, "wenn alles zusammenläuft, wenn ich einen guten Tag habe, wenn die Bedingungen passen, wenn ich ein bisschen Glück habe, dann kann ich es auch schaffen".Mit goldglänzendem Helm und goldener Skibrille testete Schmid am Donnerstag und Freitag die umgebaute Schanze im Val di Fiemme. Nach Startschwierigkeiten steigerte sie sich. "Es war sehr viel besser", sagte Schmid bei blauem Himmel in der Interviewzone des Skisprung-Stadions.Fahnenträgerin Schmid will "Schwung mitnehmen"Die emotionale Athletin, die ihre Gefühle nicht versteckt und das als Stärke sieht, setzt auch auf einen Schub durch die Eröffnungsfeier mit schwarz-rot-goldener Fahne in der Hand. "Ich hoffe, ich kann dann diesen Schwung mitnehmen. Diese Stimmung, dieses positive Gefühl", sagt die siebenmalige Weltmeisterin vor ihrer Aufgabe als Fahnenträgerin. Der frühere Weltklasse-Springer Martin Schmitt sprach bei Eurosport vom "i-Tüpfelchen zum Ende einer ganz großen Karriere".Dass Schmid gewählt wurde, das deutsche Team bei der Start-Zeremonie gemeinsam mit Eishockey-Superstar Leon Draisaitl zu vertreten - sie in Predazzo, er in Mailand -, ist für sie als Fan der Sportart zusätzlich besonders."Es war so ein bisschen ein Fangirl-Moment", berichtete Schmid von einer Instagram-Nachricht, in der ihr der 30 Jahre alte NHL-Stürmer gratulierte. Jetzt hofft sie auf ein persönliches Kennenlernen: "Ich muss ihm nochmal schreiben. Vielleicht geht es sich aus, dass wir nach unseren Wettkämpfen nach Mailand fahren. Ich hoffe, ich treffe ihn da."Familie kommt zur UnterstützungNach Winterspielen in Russland, Südkorea und China während der Corona-Pandemie freut sich die heimatverbundene Schmid zudem auf ganz viel Unterstützung in Auto-Reichweite ihres Zuhauses.Unter anderem ihre Familie und ihr Mann wollen pünktlich zum ersten Wettkampf im Trentino angekommen sein. Und zusätzlich soll noch ein besonderer Glücksbringer helfen. "Natürlich ein Flamingo", sagt Schmid. Nachbildungen des Tieres hat sie gleich in mehreren Ausführungen dabei.

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Winterspiele in Italien: Ärger vor Eröffnungsfeier um Nationalhymne

Am Freitagabend geht es in Mailand und Cortina mit den Olympischen Winterspielen los. Vorab sorgt der Auftritt eines Italo-Rappers für Aufregung, der mit kryptischen Worten reagiert.Kurz vor Beginn der Olympischen Winterspiele gibt es Ärger um einen der Auftritte bei der Eröffnungsfeier in Mailand: Der Italo-Rapper Ghali hat behauptet, vom Singen der italienischen Nationalhymne ausgeschlossen worden zu sein. Der 32-Jährige - außerhalb Italiens wenig bekannt - gehört zu den Künstlern, die bei der Eröffnungsshow vor mehr als 70.000 Zuschauern im San-Siro-Stadion auftreten sollen. Die Hymne soll von der italienischen Sängerin Laura Pausini kommen.Auf seinem Instagram-Account schrieb Ghali, der mit Nachnamen Amdouni heißt: "Ich weiß, warum ich die italienische Nationalhymne nicht mehr singen durfte. (...) Ich weiß auch, dass mein Schweigen Lärm macht. Ich weiß, dass alles ein großes Theater ist." Eine genauere Erklärung blieb er allerdings schuldig. Der Mailänder hatte 2024 beim Musikfestival von Sanremo Schlagzeilen gemacht, weil er mit Blick auf Israels Vorgehen im Gazastreifen von "Völkermord" gesprochen hatte.Rechte Koalition zuvor schon mit Kritik an GhaliAus der rechten Dreier-Koalition von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, die in Rom an der Regierung ist, hatte es zuvor schon Kritik an Ghalis Auftritt bei der Eröffnungsfeier gegeben. Sportminister Andrea Abodi kündigte an, der Rapper werde "auf der Bühne seine Meinung nicht äußern". Bei der Eröffnungsfeier müssten "Grundsätze der olympischen Werte" eingehalten werden. Die kleinere Regierungspartei Lega warf Ghali vorab bereits vor, Italien "demütigen" zu wollen.Bei der Eröffnungsfeier, die weltweit übertragen wird, treten auch Musiker wie Andrea Bocelli, Cecilia Bartoli, Lang Lang und Mariah Carey auf. Parallel zu dem Spektakel in Mailand findet auch in Cortina d'Ampezzo eine Feier statt, dem zweiten Gastgeberort. Erstmals werden bei Olympischen Spielen die nächsten beiden Wochen dann zwei Feuer brennen. Als letzte Fackelträger sind die italienischen Skifahrer Alberto Tomba und Deborah Compagnoni sowie Sofia Goggia und Gustav Thöni im Gespräch.

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Fragen und Antworten: Wer kommt, warum sind die Spiele umstritten? Was Sie zu Olympia wissen müssen

2900 Sportler, neue Sportarten und Mariah Carey auf der Bühne: Am Freitag beginnen die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo – alle Infos zum Großereignis.Vier Jahre nach den coronabedingten Geisterspielen von Peking kehren die Fans zu Winter-Olympia zurück. In Mailand und Cortina d'Ampezzo wird Geschichte geschrieben.Olympische Winterspiele: Was ist diesmal besonders?Erstmals teilen sich zwei Orte offiziell die Gastgeberrolle. Und dennoch müsste es statt Mailand und Cortina eigentlich Nord-Italien heißen. Denn die Spiele erstrecken sich auf eine Fläche von etwa 22.000 Quadratkilometer und machen sie zu den ersten dezentralen Spielen der Geschichte. Ein Beispiel: Die alpinen Skirennfahrerinnen tragen ihre Wettkämpfe in Cortina d’Ampezzo aus, die Männer dagegen in Bormio – 300 Kilometer weiter westlich. Für Eröffnungs- und Schlussfeier werden ungewöhnliche Sportstätten fernab der Berge genutzt. Die Eröffnungsfeier findet im Fußball-Tempel San Siro statt, beendet werden die Spiele in der antiken Arena von Verona. 90 Prozent der Wettkampfstätten existierten bereits oder wurden temporär errichtet.Was ist an diesen Spielen so umstritten?Das Dauerthema der vergangenen Jahre war der Neubau der Bob- und Rodelbahn in Cortina d’Ampezzo. Das IOC empfahl, die Wettbewerbe aus Kostengründen an eine bereits existierende Bahn im Ausland zu vergeben. Innsbruck und St. Moritz waren dafür im Gespräch. Doch letztlich verweigerte die italienische Regierung diesen Schritt und setzte einen Neubau durch.Die Kosten für den Neubau belaufen sich mittlerweile auf 120 Millionen Euro. Kritisiert wird der Eingriff in die Natur, zumal die Nachnutzung und die wirtschaftliche Unterhaltung der Bahn unklar ist.Sind diese Spiele ein Konzept für künftige Winterspiele?Die Spiele in Italien gelten als zentraler Baustein für die "Agenda 2020+5", mit der das IOC auf Nachhaltigkeit in Zeiten des Klimawandels setzt und von kostenintensiven Neubauten abrückt. Bei den aktuellen Spielen ist die Verteilung auf bestehende Infrastruktur besonders weitläufig. Ähnlich dürfte es auch 2030 in den französischen Alpen werden, ehe es 2034 in Salt Lake City wieder kompakter wird.Wie hoch ist das Budget?Das Organisationskomitee gibt die operativen Kosten mit rund 1,7 Milliarden Euro an. Diese sollen durch Sponsoring, Ticketverkäufe und IOC-Beiträge gedeckt werden. Hinzu kommen Kosten für Sicherheit und Infrastruktur, die von der italienischen Regierung getragen werden. Diese werden auf 3,5 Milliarden Euro geschätzt.Was ist über die Eröffnungsfeier bekannt?Am Freitagabend (20.00 Uhr) beginnt die Zeremonie im Giuseppe-Meazza-Stadion von Mailand. Dezentrale Spiele führen allerdings auch zu einer dezentralen Feier, weshalb Teile der Show neben Mailand auch in Cortina d’Ampezzo, Bormio und Predazzo aufgeführt werden. Das Thema "Harmonie" soll die Verbindung zwischen Städten (Mailand) und der alpinen Natur (Cortina) symbolisieren. Bestätigt sind Auftritte von Musik-Stars wie Andrea Bocelli, Mariah Carey und Lang Lang. Das olympische Feuer wird simultan in Mailand und Cortina entzündet.Wie viele Teilnehmer und Wettbewerbe gibt es?Rund 2.900 Sportlerinnen und Sportler aus 90 Nationen werden antreten. 47 Prozent davon sind Sportlerinnen, womit die Quote aus Peking noch einmal um zwei Prozentpunkte steigt. Mit 116 Entscheidungen gibt es so viele wie noch nie. 50 davon werden reine Frauen-Wettbewerbe sein, ebenfalls so viele wie noch nie.Welche neuen Sportarten sind dabei?Eine neue Sportart, viele neue Disziplinen: Das Skibergsteigen feiert seine olympische Premiere. Bei den Männern und Frauen wird es jeweils ein Sprintrennen geben, hinzu kommt eine Mixed-Staffel. Im Rodeln gehört der Doppelsitzer der Frauen erstmals zum Programm, im Skeleton wurde ein Mixed-Team-Wettbewerb aufgenommen. Im Skispringen dürfen die Frauen auch von der Großschanze um Medaillen fliegen, das Team-Springen der Männer wird durch das Super-Team-Format ersetzt. Die Doppel-Buckelpiste kommt im Freestyle dazu, die Team-Kombination ersetzt im Ski Alpin das Parallel Team Event und die Einzel-Kombinationsrennen.Wer überträgt die Winterspiele im Fernsehen?Die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF zeigen die Spiele im linearen Fernsehen sowie auf ihren Internetplattformen. Zudem überträgt Eurosport im TV und auf der Streaming-Plattform Discovery+.

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Olympische Winterspiele: Loch gegen Kumpel Müller: Rodel-Duell mit Österreich beginnt

In jeder Rodel-Disziplin kommt es zum Nationen-Duell mit Österreich. Felix Loch könnte im Kampf um Olympia-Gold gegen Jonas Müller die Richtung vorgeben. Im Hintergrund lauern die Italiener.Auch wenn es zwischen den Rodlern Felix Loch und Jonas Müller ein Gold-Duell unter Kumpeln ist: Im neu gebauten Cortina Sliding Centre ist es der Beginn eines erwarteten Olympia-Länderkampfes zwischen Deutschland und Österreich, das zu einer Weltklasse-Nation im Rodeln aufgestiegen ist. Auch dank des 2022 zu den Nachbarn abgewanderten Georg "Schorsch" Hackl, der mit drei Gold- und zwei Silbermedaillen der erfolgreichster Rodler der olympischen Geschichte ist."Die Deutschen waren uns viele Jahre voraus"Der 27 Jahre alte Müller, dessen Familie einst von Eschborn bei Frankfurt ins österreichische Bludenz zog, macht auch das Umdenken im Team für den Erfolg verantwortlich. "Die Materialentwicklung ist bei uns in den letzten Jahren so viel besser geworden. Die Deutschen waren uns da viele Jahre voraus. Da hat Österreich nun aufgeschlossen", sagte Müller, der jetzt direkte Informationen mit seinen Kollegen Nico Gleirscher und Wolfgang Kindl austauschen kann. "Darum sind alle Österreicher schnell, weil wir uns untereinander extrem viel helfen", sagte Müller vor den olympischen Rennen ab diesem Samstag (17.00 Uhr), wenn der erste von vier Läufen beginnt.Anders als beim erfahrenen Loch, der mit nun 36 Jahren seine fünften Winterspiele erlebt, hat Müller noch keine Erfahrung mit dem Mega-Event. "Ich hatte noch nie vier Läufe, war ja noch nie bei Olympia", sagte der zweimalige Weltmeister, der die Stärken von Loch genau kennt: "Ich habe schon geahnt, dass er so stark ist dieses Jahr. Der Felix ist einer, der kann bei den Großereignissen immer vorn mitfahren. Er ist am Start eben schnell und dazu noch einer der besten Rodler. Das ist für mich keine große Überraschung."Atmosphärische Störungen beim Hackl-WechselDennoch hat er den Berchtesgadener schon dreimal besiegen können. "Man braucht nahezu perfekte Läufe, um schneller zu sein als der Felix." Das Verhältnis im Länderkampf gegen die Deutschen beschreibt er als "sehr freundschaftlich untereinander. Wenn wir am Start stehen, fährt jeder für sich selber. Da gibt es nicht wirklich Freunde. Aber sobald wir im Ziel sind, können wir uns für jeden freuen."Atmosphärische Störungen gab es nur zwischenzeitlich - beim Hackl-Wechsel. Daran hatte auch Loch zu knabbern. "Die ersten zwei Jahre waren ein bisschen, eisig ist verkehrt, ein bisschen weniger, ist ja verständlich", sagte Loch. Mittlerweile trinkt er mit seinem einstigen Idol wieder ein Bier zusammen. Man redet wieder normal miteinander, betonte Hackl, der aus seiner Gefühlswelt kein Geheimnis macht: Er fiebert für die Österreicher mit, da dürfe es "auch keinen Kompromiss geben".Und Ex-Rodler Peter Penz, der in Pyeongchang 2018 hinter den Bayern Tobias Wendl/Tobias Arlt Silber im Doppelsitzer mit Georg Fischler gewann, ist eine treibende Kraft im Hintergrund. Penz bastelt unermüdlich in der Werkstatt. So wurden die Doppelsitzer tiefer gelegt, um in Kombination mit einem breiteren Kufen-Abstand mehr Sicherheit zu bringen. Im Einsitzer gab es Änderungen bei den Schienen.Bahn-Skandal in Igls Handicap für ÖsterreicherSo sind die Österreicher wettbewerbsfähig, obwohl sie nach dem Bahn-Skandal im November nicht daheim in Innsbruck/Igls fahren dürfen. Die für 30 Millionen Euro umgebaute Bahn wurde ausgerechnet in der Olympia-Saison nicht abgenommen. Den letzten Schliff holte sich das Team zuletzt auf der Naturbahn in St. Moritz in der Schweiz. Nun geht es ins Nationen-Duell, das sich bei den Frauen mit Merle Fräbel und Julia Taubitz gegen die im Weltcup führende Österreicherin Lisa Schulte fortsetzt.Auch bei der Premiere im Damen-Doppel führen die Nachbarn mit Selina Egle/Michaela Kipp vor den fünftplatzierten Dajana Eitberger/Magdalena Matschina. Und die Bayern Wendl/Arlt haben es auf dem Weg zum erhofften siebten Olympia-Gold mit Thomas Steu/Wolfgang Kindl zu tun.Und die Gastgeber?Nicht zu vergessen sind die Italiener, die zuletzt mehrere Trainingseinheiten auf ihrer Heimbahn absolvierten. "Wir dürfen den Dominik nicht vergessen. Er wird extrem schnell sein", sagte Müller über Lokalmatador Fischnaller, der auch am Donnerstag wie sein Landsmann Leon Felderer Bestzeiten ins Eis zauberte. Für Loch zählt da nur sein eigener Fokus. Sein Set-Up für den Schlitten steht seit Wochen fest. Und er hat sein Fahrgefühl zurück, wie er selbst betont: "Ich bin schon lange nicht mehr so gut gefahren wie jetzt in diesem Moment."

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morgenstern: Sind Olympische Winterspiele durch den Klimawandel bald Schnee von gestern?

Bedroht der Klimawandel die Olympischen Winterspiele? Norwegen steckt im Epstein-Sumpf. Und: Das "Maultaschenproblem" des Cem Özdemir vor der Wahl. Die Lage am Morgen.Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,heute Abend steigt an vier Orten gleichzeitig die Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina. Die ersten Wettkämpfe sind bereits im Vorfeld angelaufen. Im Ski-Ort Cortina fanden letztmals 1956 Winterspiele statt. Seitdem ist die Temperatur in der Alpengemeinde Berichten zufolge im Februar im Mittel um 3,6 Grad gestiegen. Zudem werden pro Jahr mehr als 40 Frosttage weniger verzeichnet. Cortina steht damit als Sinnbild für ein Problem, mit dem das Internationale Olympische Kommitee (IOC) zunehmend zu kämpfen hat: Durch Gletscherschmelze und Temperatursteigerungen gibt es immer weniger Austragungsorte, die für die Winterspiele infrage kommen. Eine Studie, die das IOC 2024 in Auftrag gab, kam zu dem Ergebnis, dass bis 2080 nur noch rund die Hälfte der untersuchten Orte genug natürlichen Schnee für Winterspiele hätten. Kritiker bemängeln deswegen schon heute, dass Olympische Winterspiele angesichts des Klimawandels nicht mehr zeitgemäß seien. Befürworter fordern pragmatische Lösungen – die weit auseinander liegenden diesjährigen Austragungsorte ohne zentrales olympisches Dorf dürfen durchaus schon als eine solche betrachtet werden. Wertvollste Olympia-Medaillen aller ZeitenAber nicht nur Temperaturen sind gestiegen – zur Freude der Athletinnen und Athleten, die es auf die entsprechenden Plätze schaffen, ist auch der Wert der Gold- und Silber-Medaillen offenbar so hoch wie nie zuvor. Wie CNN berichtet, liegt das vor allem an den in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegenen Preisen für die Edelmetalle (auch wenn die Kurse zuletzt wieder etwas absackten). Eine Goldmedaille ist demnach bei diesen Spielen knapp 2000 Euro wert, eine Silbermedaille knapp 1200 Euro. Der wahre Wert der Medaillen ist aber natürlich der ideelle. Ein Tipp zum Schluss: Wenn Sie über die wichtigsten sportlichen Meldungen und die Geschichten am Rande auf dem Laufenden bleiben möchten, lege ich Ihnen den Olympia-Blog meiner Kolleginnen und Kollegen wärmstens ans Herz.Norwegen im Epstein-SumpfIn dieser Woche ging es in diesem Newsletter bereits um Norwegen, ebenso um die dunkle Welt des Jeffrey Epstein. Heute treffen beide Themen aufeinander, denn das Land wird von der Affäre rund um den 2019 verstorbenen schwerreichen Finanzier und verurteilten Sexualstraftäter stark erschüttert. Da wäre zum einen Kronprinzessin Mette-Marit, die – so legen es die Akten nahe – ein freundschaftliches Verhältnis zu Epstein unterhielt. Hunderte Nachrichten zwischen den beiden wurden in den Datenbergen gefunden. Die Prinzessin besuchte Epstein in Florida und der Karibik, witzelte mit ihm über seine "Ehefrauen-Jagd" und holte sich offenbar sogar Erziehungstipps bei ihm ein. Da wäre außerdem das Diplomaten-Ehepaar Terje Rød-Larsen und Mona Juul, deren zwei Kinder als Millionenerben in Epsteins Testament auftauchen. Rød-Larsen bezeichnete Epstein in einer Nachricht als "seinen besten Freund". Zahlreiche Fotos belegen die Treffen und Kontakte zwischen dem Paar und dem Finanzier. Juul wurde in der Zwischenzeit von ihrem Botschafterinnen-Posten erhoben. Und nicht zu vergessen: Thorbjoern Jagland, ehemals Ministerpräsident und Vorsitzender des Nobelkomitees. Am Donnerstag gab die norwegische Polizeieinheit für Wirtschaftskriminalität (Oekokrim) bekannt, Ermittlungen gegen Jagland eingeleitet zu haben. Verdacht: schwere Korruption im Zusammenhang mit dem verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Grundlage für den Schritt seien Informationen aus neu veröffentlichten Akten zu dem Fall.Wie tief Norwegen insgesamt im Morast des Epstein-Sumpfes steckt, hat mein Kollege Steffen Gassel hier ausführlich aufgeschlüsselt. 5-Minuten-Talk: Das "Maultaschenproblem" des Cem ÖzdemirEr war Grünen-Chef und Bundeslandwirtschaftsminister. Nun kämpft Cem Özdemir um seinen eigentlichen Traumjob: Erster grüner Ministerpräsident von Baden-Württemberg, seiner Heimat, will er werden. Er wäre der erste Landesvater mit türkischen Wurzeln.Doch obwohl das Ländle schon seit Ewigkeiten von einem anderen Grünen, Winfried Kretschmann, regiert wird, liegen die Grünen in den Umfragen derzeit deutlich hinter der CDU. Meine Kolleginnen Lisa Becke und Miriam Hollstein diskutieren darüber, woran das liegt, was das mit einer kulinarischen Spezialität zu tun hat und wie Özdemir das Blatt noch wenden will.Und sonst? Weitere SchlagzeilenGrippewelle füllt Praxen – Millionen Menschen sind krankUber zu Millionenzahlung wegen sexuellen Übergriffs durch Fahrer verurteiltAnwältin war Polizei-Spitzel: Australischer Drogenboss kommt freiDas passiert am Freitag, dem 6. Februar 2026Krisengespräch zwischen USA und Iran im Oman geplantStatistisches Bundesamt veröffentlicht Zahlen für deutsche Exporte 2025Malu Dreyer, Ex-Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, wird 65 Jahre alt. (Lesen Sie hier ein Interview zum Geburtstag)Unsere stern+-Empfehlung des TagesHier ein Konto, dort ein Depot und irgendwo liegt noch Bargeld oder sogar ein bisschen Gold: Wer stirbt, lässt oft ein Finanzchaos zurück, das für die Hinterbliebenen schwer zu durchdringen ist.Klar – sich zu Lebzeiten mit dem eigenen Tod zu beschäftigen ist unangenehm. Will man die Liebsten gut versorgt wissen, sollte man es trotzdem tun. Ein einfaches Tool hilft den Angehörigen, auf das Vermögen zuzugreifen. Wie hat Ihnen dieser morgenstern gefallen? Schreiben Sie es mir gerne: patrick.roesing@stern.de. Sie können dieses Morgen-Briefing auch als Newsletter in Ihr Postfach erhalten. Melden Sie sich einfach unter folgendem Link an.Ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Tag und ein schönes Wochenende!Patrick Rösing

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Debatte um deutsche Kollektion: Designer Glööckler lästert über Olympia-Look: "Null Punkte"

Zwischen Lob und harscher Kritik: Während Glööckler die neue Olympia-Kollektion langweilig findet, sind Athleten wie Bob-Olympiasieger Francesco Friedrich begeistert vom Design.Modeschöpfer Harald Glööckler hält die Kleidung der deutschen Olympia-Mannschaft für misslungen. "Ich würde gerne sagen, ich bin entsetzt. Aber das ist leider nicht der Fall, denn es ist so langweilig, dass keine Emotionen hochkommen und man sich damit gar nicht weiter befassen möchte", sagte Glööckler der Deutschen Presse-Agentur. Er sei wirklich offen für Neues. "Aber was einem hier geboten wird, ist weder innovativ noch erfrischend neu - geschweige denn ansprechend."Deutschen werde oft nachgesagt, dass sie kein Stilempfinden besäßen. Auch fehle ihnen die Eleganz und Lässigkeit, mit denen sich zum Beispiel Italiener kleiden, meinte Glööckler. "Dass man das aber noch beweisen muss mit einer Kollektion, mit der man auf internationalem Parkett antritt, ist wieder eine ganz andere Sache. Von mir gibt es dafür leider null Punkte."Kollektion verbindet das gesamte Team DAusrüster Adidas hatte die rund 70-teilige Kollektion in engem Austausch mit den Athletinnen und Athleten entwickelt. "Die neue Kollektion für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele ist wieder einmal sehr gelungen und dabei mehr als nur Sportbekleidung. Sie verbindet das gesamte Team Deutschland", hatte DOSB-Präsident Thomas Weikert im November gesagt. Das Design der neuen Team D Kollektion vereine nationale Identität mit moderner Gestaltung, hatte der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) erklärt. "Ich bin sehr beeindruckt. Wir haben schlichte, aber trotzdem coole Farben. Man sieht, dass es "Deutschland" ist und da ist man stolz, dass man das tragen und präsentieren darf", sagte der viermalige Bob-Olympiasieger Francesco Friedrich (35).In der Vergangenheit hatte es immer wieder mal Kritik an der Bekleidung des deutschen Olympia-Teams gegeben, zuletzt bei den Sommerspielen in Tokio 2021. Auch die aktuelle Kollektion sorgte in den sozialen Medien für ein gemischtes Echo.

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Emotionaler Trainer: "Es schmerzt mich": Pep Guardiola menschelt mit Weltschmerzanfall

Überall Krieg, überall Leid: Der große Fußballtrainer Pep Guardiola hat auf einer Pressekonferenz einen Weltschmerzanfall – das ist menschlich, bringt nur leider nichts.Josep "Pep" Guardiola ist charismatisch und erfolgreich. Der Trainer von Manchester City gehört zu den Größten seines Fachs. Wenn so einer auf einer gewöhnlichen Pressekonferenz wie vor dem Liga-Pokal-Halbfinale gegen Newcastle United plötzlich emotional über all das Leid auf der Welt redet, dann wird das gehört. Das ist erst mal nichts Schlechtes. Guardiola gehört zu den Menschen, die gleichermaßen leidenschaftlich über Kriegstote und Abseitsfallen sprechen können.Die Bilder sind für uns alle verfügbar Das Bindeglied waren die Bilder: Jeder sieht, was auf dem Monitor vor sich geht, wenn sich Schiedsrichter Videosequenzen anschaut. Jeder kann sich sein eigenes Urteil bilden. Und plötzlich war Guardiola beim "Genozid in Palästina", dem Krieg in der Ukraine, dem Krieg in Sudan – alles ist sichtbar auf den Bildern und den Clips, die für uns alle verfügbar sind. "Heute können wir es sehen, früher konnten wir es nicht sehen. Es schmerzt mich. Wäre es die andere Seite, würde es mich genauso schmerzen. Der Tod Tausender unschuldiger Menschen schmerzt mich. So einfach ist das." Wenn man über Flüchtlinge spreche, sei es egal, woher oder warum sie flüchten, wenn sie auf dem Meer in Not geraten, müsse man ihnen helfen.Auch auf den Tod von Renée Goods und Alex Pretti bei ICE-Razzien in Minneapolis kam der Trainer zu sprechen: "Sie wurden getötet", sagte Guardiola: "Sag' mir, wie kann man sich dagegen wehren?"Pep Guardiola will eine bessere WeltGuardiola will einfach nur eine bessere Welt. "Im Moment töten wir uns gegenseitig". Es gebe keine perfekte Gesellschaft, überall auf der Welt werden Bilder des Leids produziert. "Es tut mir weh", sagte Guardiola: "Im Moment töten wir uns gegenseitig – und wofür?" Es sei wichtig, darüber zu reden, "ansonsten geht es immer weiter".Doch was bringt es am Ende, alles Leid dieser Welt in einem Anfall von Weltschmerz in einen Topf zu werfen? Nichts außer einem irgendwie gutem Gefühl. Dass die Dinge manchmal komplizierter sind, zeigte die Kritik des jüdischen Repräsentantenrats von Greater Manchester. Die störten sich zurecht an der Wortwahl "Genozid" im Bezug auf den Gazakrieg. Sie mahnten an, auf die "Wortwahl" zu achten angesichts des grassierenden weltweiten Antisemitismus'. Auch das ist richtig.Quellen: Guardiolas Pressekonferenz auf Youtube, DPA.

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Fußball: Frauen-Bundesliga: GmbH mit DFB geplatzt

Der DFB und die 14 Bundesligisten kommen einfach nicht zusammen, wenn es um Zukunft des Frauenfußballs geht. Die Clubs gehen ihren eigenen Weg.Die ursprünglich geplante GmbH zwischen dem neuen Ligaverband Frauen-Bundesliga FBL und dem Deutschen Fußball-Bund ist nach Angaben der Clubs vorerst geplatzt. Dies teilten die 14 Erstligisten nach ihrer ersten Mitgliederversammlung in Frankfurt/Main mit. Die Positionen und Rahmenbedingungen des DFB könnten nicht erfüllt werden, hieß es. Der DFB bedauerte die Entscheidung des Ligaverbandes, es bestehe aber weiterhin die Bereitschaft, über die weitere Professionalisierung der Frauen-Bundesliga zu sprechen. "Wir wollen in der Sache vorankommen und sind weiterhin an guten Lösungen interessiert. Das gebietet allein die fortschreitende internationale Entwicklung des Frauenfußballs", hieß es.DFB steht zu 100-Millionen-InvestitionDer Verband werde die Bundesliga zunächst unter seinem Dach ambitioniert weiterführen: "Der DFB steht darüber hinaus zu seiner Entscheidung, in den kommenden Jahren einhundert Millionen Euro in die Entwicklung des Frauen- und Mädchenfußball zu investieren."Nicht einig wurden sich die Parteien nach dpa-Informationen vor allem in der Frage, wer die Geschäftsführung bestellen darf. Der DFB hatte knapp über 100 Millionen Euro für die kommenden acht Jahre in Aussicht gestellt, dies aber an Mitspracherechte gekoppelt. Zwar sollen sich beide Parteien in vielen Punkten einig geworden sein, nicht aber in den wesentlichen. Zukunft "muss bei den Clubs liegen" "Für uns ist entscheidend: Die Zukunft der Frauen-Bundesliga muss dort gestaltet werden, wo der sportliche und wirtschaftliche Motor liegt – bei den Clubs", sagte Ligaverbandspräsidentin und Eintracht-Direktorin Katharina Kiel. Woher die Clubs die finanziellen Mittel nehmen wollen, die ihnen der DFB garantiert hätte, blieb offen.Das Gemeinschaftsunternehmen wäre schon vom 1. Juli an dafür verantwortlich gewesen, Kernthemen der Liga wie Vermarktung oder Nachwuchsförderung kräftig anzukurbeln."Wir haben – wie angekündigt – alle Wege ergebnisoffen diskutiert und geprüft", sagte Kiel weiter. Sie bedankte sich bei DFB-Präsident Bernd Neuendorf für seine "intensive und lösungsorientierte Verhandlungsführung", der Prozess habe die zentralen Fragen und Antworten klar benannt. Kiel sagte aber auch: "Sie (die Clubs) tragen die größte Investitions- und Umsetzungsverantwortung und brauchen dafür klare Zuständigkeiten, hohe Handlungsfähigkeit und eine Governance, die Wachstum beschleunigt und Wettbewerbsfähigkeit erhöht."Streit schon vor der Gründung des LigaverbandesVor der Gründung des Ligaverbands im Dezember war es zu heftigen Verwerfungen zwischen Clubbossen wie Axel Hellmann (Eintracht Frankfurt) und Jan-Christian Dreesen (FC Bayern München) und dem Verband gekommen, unter dessen Dach die Frauen spielen. So fand die Veranstaltung auch nicht wie geplant auf dem DFB-Campus, sondern in Frankfurts Stadion statt.Einer der Hauptstreitpunkte ist die Stimmenmehrheit. In einer eigenen FBL GmbH müssten die Vereine einen Grundlagenvertrag mit dem DFB schließen, wie er auch bei den Männern für die Deutsche Fußball Liga (DFL) gilt.

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Olympische Winterspiele: Dämpfer zum Start: Eishockey-Frauen verlieren gegen Schweden

Das Olympia-Ziel Halbfinale dürfte unrealistisch bleiben für die Eishockey-Nationalmannschaft der Frauen. Zum Turnierstart verliert das DEB-Team klar gegen Schweden. Dabei ging es zunächst gut los.Das Olympia-Comeback nach zwölf Jahren Abstinenz ist für die deutschen Eishockey-Frauen daneben gegangen. Am Tag vor der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele verlor das Team von Bundestrainer Jeff MacLeod das erste Vorrundenspiel in Mailand mit 1:4 (1:1, 0:2, 0:1) gegen Schweden. "Das war das erste Spiel für jeden von uns hier. Es war sehr schnell und sehr körperlich", sagte MacLeod und stichelte gegen die Schiedsrichter: "Wir haben auch gesehen, was eine Strafe ist und was nicht. Das war für jeden eine großartige Lernerfahrung."Die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) war zwar durch Katarina Jobst-Smith (9. Minute) von den Vancouver Goldeneyes aus der nordamerikanischen Profiliga PWHL in Führung gegangen, verlor im Mittelabschnitt vor allem in Unterzahlsituationen aber etwas den Faden. Lina Ljungblom (12./28.), Mira Jungaker (40.) und Thea Johansson (52.) drehten für die Schwedinnen die Partie vor offiziell 2455 Zuschauern in der provisorisch errichteten Eishalle auf dem Mailänder Messegelände.Spielerinnen bei Olympia-Debüt wohl zu nervös"Das ist natürlich bitter, drei Tore in Unterzahl zu kassieren", sagte Kapitänin Daria Gleißner vom ECDC Memmingen. "Abhaken. Ich kann den Mädels nichts vorwerfen. Wir haben gekämpft. Es war ein sehr physisches Spiel." MacLeod sagte dazu: "Die Spielerinnen haben zu viel nachgedacht. Normalerweise spielen wir in Unterzahl etwas anders."Die DEB-Frauen sind erstmals seit 2014 wieder bei Olympia dabei. Im Team befinden sich ausschließlich Olympia-Debütantinnen. Auch wenn Bundestrainer MacLeod vor dem Turnier insgeheim auf das Halbfinale geschielt hatte, dürfte höchstens die Viertelfinal-Teilnahme realistisch sein. Mehr dürfte nach der Auftaktniederlage auch kaum mehr möglich sein. Selbst wenn es Deutschland in der Vorrundengruppe B unter die ersten Drei schafft, droht dort nun ein Duell mit den Gold-Favoritinnen aus Kanada oder den USA.Unterzahl und Torabschlüsse müssen besser werdenIn der Vorrunde muss Deutschland noch gegen Japan (Samstag), Frankreich (Montag) und Italien (Dienstag) ran. "Wir stecken den Kopf jetzt nicht in den Sand. Vor allem bei den Torabschlüssen muss jetzt mehr kommen. Jede Einzelne muss da jetzt einfach besser durchkommen", forderte Gleißner. Die Spielerinnen wollen die olympische Bühne vor allem dafür nutzen, mehr Aufmerksamkeit zu bekommen. Die Spiele der heimischen Liga mit nur vier deutschen und einem ungarischen Team finden nahezu unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

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Olympia-News: J.D. Vance in Mailand eingetroffen – Vonn sorgt sich um die Heimat

Die Olympischen Winterspiele finden diesmal in Mailand und Cortina statt – mit zahlreichen deutschen Medaillenhoffnungen. Alles Wichtige rund um die Spiele im stern-Newsblog.Historische Premiere: In diesem Jahr finden die Olympischen Winterspiele vom 6. bis 22. Februar zum ersten Mal an zwei Orten statt, nämlich in der norditalienischen Stadt Mailand und im Skiort Cortina, ebenfalls im Norden des Landes. Damit sind es die ersten dezentralen Spiele der Geschichte. Sie erstrecken sich über eine Gesamtfläche von etwa 22.000 Quadratkilometern.Olympia 2026: Fast 3000 Sportlerinnen und Sportler dabeiInsgesamt nehmen rund 2900 Sportlerinnen und Sportler aus 90 Nationen teil. Davon sind 47 Prozent Sportlerinnen, wodurch die Quote aus den letzten Spielen in Peking noch einmal um zwei Prozentpunkte steigt. Mit 116 Entscheidungen gibt es so viele wie noch nie. 50 davon werden reine Frauen-Wettbewerbe sein, was auch ein neuer Höchstwert ist.Alle großen Emotionen, alle wichtigen Entscheidungen, alle deutschen Medaillen – hier im stern-Newsblog:

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Fußball-Nationalmannschaft: Ter Stegen passiert "das Schlimmste": WM-Plan durchkreuzt

Was für ein Tiefschlag für Marc-André ter Stegen. Der Nationaltorwart muss nach seiner Oberschenkel-OP mehrere Monate pausieren. Die erste WM als Nummer 1 entwickelt sich dadurch (wohl) zur Utopie.Marc-André ter Stegen reichte ein Satz mit fünf Wörtern, um sein ganz persönliches Torwart-Drama auszudrücken. "Letztes Wochenende passierte das Schlimmste", schrieb er an seine Fans. Der Fußball-Nationaltorwart ahnt schon vor der am Freitag anstehenden Operation am Oberschenkel, welche weitreichenden Konsequenzen die nächste schwere Verletzung für ihn haben dürfte: Sein Plan, sich beim FC Girona für die WM in Topform zu bringen und dann im Sommer in Amerika endlich sein erstes großes Turnier als Nummer 1 im DFB-Tor zu bestreiten, ist wohl schon vier Monate zuvor durchkreuzt worden. Auch wenn immer noch ein Hoffnungsschimmer besteht, sprechen die Fakten und die Zeit gegen den Mann, der in der DFB-Auswahl über ein Jahrzehnt immer im Schatten von Deutschlands Rekordtorhüter Manuel Neuer stand.Am Donnerstag meldete sich ter Stegen nach der im zweiten Spiel für Girona erlittenen Blessur via Instagram zu Wort. Und was der Nationaltorhüter zu berichten hatte, klang desillusionierend. Er werde "mehrere Monate" ausfallen, schrieb der 33-Jährige. Es ist ein Statement der Niedergeschlagenheit. "Diese Herausforderung ist besonders schwer""Ich bin ein positiver Mensch. Ich hatte schon immer diese Einstellung und habe sie bei jeder Herausforderung, der ich mich stellen musste, beibehalten, aber diese Herausforderung ist besonders schwer für mich", schrieb ter Stegen. Die WM erwähnt er mit keinem Wort. Er beließ es dabei, dass sich seine Rolle beim FC Girona durch die Verletzung "komplett geändert" habe. Dorthin war er gerade erst vom großen FC Barcelona gewechselt, um die von Bundestrainer Julian Nagelsmann für die WM geforderte Spielpraxis zu erlangen. Könnte er auch jetzt noch - falls ein Comeback im April oder Mai gelingt - auf eine ausreichende Anzahl an Spielen kommen, die es Bundestrainer Julian Nagelsmann erlaubt, ihn beim am 11. Juni beginnenden Turnier ins Tor zu stellen? "Er kann einem nur leidtun. Wir alle würden es ihm so gönnen, dass er bei der WM dabei ist", sagte DFB-Sportdirektor Rudi Völler der "Bild" (Donnerstag). Wie zuvor Nagelsmann versicherte auch Völler, dass "wir alle" hinter Pechvogel ter Stegen stehen. "Marc war gerade wieder zurück und auf einem richtig guten Weg, wir haben uns sehr auf seine Rückkehr in die Nationalmannschaft gefreut. Jetzt müssen wir weiter auf ihn verzichten. Aber für Marc persönlich ist dieser Rückschlag natürlich noch viel härter", hatte Nagelsmann mitgeteilt. Baumann ist jetzt mehr als ein Platzhalter Der Rückschlag ändert aber auch beim DFB alle bisherigen Torhüter-Pläne und die bisher gültigen Absprachen zwischen Nagelsmann und ter Stegen. Der Hoffenheimer Oliver Baumann (35) ist plötzlich nicht mehr nur Platzhalter für die virtuelle deutsche Nummer 1. Wenn Nagelsmann am 23. März den DFB-Kader erstmals im WM-Jahr für die Länderspiele in Basel gegen die Schweiz und in Stuttgart gegen Ghana im fränkischen Herzogenaurach versammelt, wird ter Stegen fehlen. Es ist der letzte Lehrgang vor der Nominierung des vorläufigen WM-Kaders Mitte Mai. "Ich werde zurückkommen", kündigte ter Stegen immerhin kämpferisch an. Aber wann? Und in welches Tor? Das von Girona? Ins DFB-Tor bei der WM? "Trainieren und spielen", das sei für einen Athleten "die größte Freude", äußerte ter Stegen. OP und Reha heißt vorerst wieder sein Programm. Am 26. Mai 2012 stand er bei einem 3:5 gegen die Schweiz in Basel erstmals im deutschen Tor. Im dortigen St. Jakob-Park sollte 14 Jahre später beim Test gegen die Eidgenossen sein WM-Traum konkret werden. Doch dazu kommt es für ter Stegen nach vier großen Turnieren ohne jeden Einsatz (EM 2016, WM 2018, WM 2022, EM 2024) nicht. Schon seit November 2023 bremsen ihn immer neue Verletzungen aus. Zweimal war es der Rücken, dazwischen zwang ihn ein Riss der Patellasehne im Knie monatelang in den Krankenstand. Fast 450 Tage fiel der Torwart zusammengerechnet aus. Fast 100 Spiele verpasste er in dieser Zeit im Verein und für Deutschland. Bei den Niederlagen gegen Portugal und Frankreich beim Final Four der Nations League im Juni 2025 bestritt er seine letzten von insgesamt 44 Länderspielen. Nagelsmanns neuer Blick auf Neuer kontra BaumannNagelsmann und Völler vermieden in ihren Stellungnahmen zu ter Stegen klare WM-Aussagen. "Im Moment zählt nur: Gesund werden, in Ruhe und ohne Druck", äußerte der Bundestrainer. Am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) dürfte auch Nagelsmann nun mit anderen Augen nach München schauen: Denn da tritt im Bundesliga-Topspiel Oliver Baumann mit der TSG Hoffenheim gegen den FC Bayern und Neuer an. Neuer war Nagelsmanns Nummer 1 bei der Heim-WM 2024. Danach hatte Neuer seine DFB-Karriere beendet. Ein WM-Comeback des Weltmeisters von 2014 war bislang kein Thema. Bleibt es dabei? Am 27. März, wenn Deutschland in Basel zum WM-Test gegen die Schweiz antritt, feiert Neuer seinen 40. Geburtstag.

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Olympische Winterspiele: Fahnenträger Draisaitl: Aufmerksamkeit auch in Deutschland?

Einen Eishockeyspieler wie Leon Draisaitl hat es in Deutschland noch nie gegeben. Die Aufmerksamkeit in Deutschland für seine Leistungen in der NHL ist aber gering. Das könnte sich nun ändern.Zumindest mit der deutschen Olympia-Geschichte ist der Name Draisaitl bereits fest verbunden. Deutschlands aktueller Fahnenträger Leon Draisaitl war noch nicht geboren, als sein Vater Peter den berühmtesten Penalty der deutschen Eishockey-Historie vergab. Am 18. Februar 1992 stand Deutschland in Meribel vor einer Sensation und hatte Kanada um den späteren NHL-Superstar Eric Lindros am Rande einer Viertelfinalniederlage. Zehn Millionen TV-Zuschauer sahen zu, als der von Peter Draisaitl im Penaltyschießen geschossene Puck genau auf der Linie liegen blieb und Deutschland scheiterte. Sogar die "Tagesschau" wurde damals verschoben. 34 Jahre später betritt sein Sohn - endlich, möchte man sagen - die olympische Bühne. Und wie. Bei seiner ersten Teilnahme an den Winterspielen führt der 30-Jährige sogleich das deutsche Team bei der Eröffnungsfeier in Mailand an. "Bei dem Gedanken, am Freitagabend als Fahnenträger zusammen mit dem deutschen Team im San Siro einzulaufen, bekomme ich Gänsehaut. Das ist ein Höhepunkt meiner Karriere", sagte Draisaitl, dem diese Ehre als erster Eishockeyspieler überhaupt zuteil wird. Aus Calgary zum Treffen mit Bundespräsident Steinmeier in MailandBis zu diesem Karriere-Highlight stand dem Kölner freilich ein logistischer Kraftakt bevor. Am Freitagvormittag soll Draisaitl - wenn alles gut geht - in Italien ankommen und auch auf Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier treffen. In der deutschen Nacht zum Donnerstag stand Deutschlands Sportler des Jahres 2020 noch bei den Calgary Flames auf dem Eis und verlor mit seinen Edmonton Oilers trotz eines Tore-Doppelpacks von ihm mit 3:4. An der offiziellen Vorstellung des Fahnenträgerduos am Donnerstag konnte er wegen seiner langen Anreise daher nicht teilnehmen.Stattdessen schickte der NHL-Star eine Videobotschaft - "kurz und bündig", wie auch der Deutsche Olympische Sportbund anmerkte. "Ich bin unfassbar stolz darauf" war eine der wenigen Sätze, die er dabei sprach. Die für das Rheinland bekannte Geschwätzigkeit und ausufernde Emotionen sind nicht sein Ding. Auch dies ist ein Grund dafür, warum er trotz seiner überragenden sportlichen Leistungen in der NHL in Deutschland (noch) nicht die Aufmerksamkeit bekommen hat, die er vielleicht verdient.Weikert verteidigt Draisaitl-WahlVereinzelte Kritik an der Wahl zum männlichen Fahnenträger wies DOSB-Präsident Thomas Weikert zurück. Weikert verwies auf das Prozedere der Wahl, bei der Draisaitl 51 Prozent aller Stimmen von rund 135.000 Olympia-Fans und 41 Prozent der Stimmen aus dem deutschen Team bekam: "Ich denke, das ist die richtige Legitimation." Draisaitl wurde dabei Sportlern vorgezogen, die schon einige olympische Erfolge vorweisen können.Dafür, dass der Eishockey-Star indes vor seiner ersten Olympia-Teilnahme steht, kann er nichts. 2014 gab er als 18-Jähriger sein WM-Debüt. In dem Jahr hatte Deutschland die Winterspiele in Sotschi verpasst. Und 2018 und 2022 verweigerte die NHL ihren Spielern jeweils die Olympia-Teilnahme.Auch Draisaitl machte Silber-Sensation von 2018 erst möglichDabei hatte Draisaitl sogar entscheidenden Anteil daran, dass der bislang größte deutsche Eishockey-Erfolg mit der olympischen Silbermedaille von Pyeongchang 2018 überhaupt möglich wurde. Draisaitl war 2016 Teil der damals noch mit NHL-Spielern gespickten Nationalmannschaft, die in Riga überhaupt die Olympia-Qualifikation schaffte. Überhaupt verwies Weikert auf Draisaitls sportliche Leistungen. "Er ist ein Superstar, auf den die halbe Welt guckt. Auch für uns ist das eine Ehre, dass so ein Superstar die deutsche Fahne trägt", befand der DOSB-Präsident. Beinahe unbemerkt von der deutschen Öffentlichkeit entwickelte sich Draisaitl in den vergangenen zwölf Jahren in der besten Liga zu einem Weltklasse-Akteur. Er zählt nun zu den fünf besten Spielern der Welt und ist aktuell mit 14 Millionen US-Dollar pro Jahr bei den Edmonton Oilers der bestbezahlte Eishockey-Spieler des Planeten.Er war in der NHL Torschützenkönig, bester Scorer, wertvollster Spieler der Liga (MVP) und stand in zwei Stanley-Cup-Finals. Gerade erst wurde er zum zweiten außerhalb von Nordamerika geborenen Spieler der NHL-Historie nach dem legendären Finnen Jari Kurri, der in der achten Saison am Stück mindestens 80 Scorerpunkte sammelte. Eine Olympia-Teilnahme wurde ihm aber bislang verwehrt. Bis jetzt. "Ich freue mich schon seit Monaten wie ein kleines Kind darauf", sagte der NHL-Superstar vor seiner Abreise aus Kanada.

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Biathlon bei Olympia: Letzte Gold-Chancen: Preuß hat noch eine Rechnung offen

Franziska Preuß startet in Antholz zum letzten Mal bei Olympia. Warum eine Einzelmedaille für die Erfolgsbiathletin besonders wäre – und Gold nicht alles bedeutet.Was Biathlon für sie ist, kann Franziska Preuß ganz einfach erklären. "Es kann ein richtiger cooler Sport sein, aber manchmal auch ein richtiges Arschloch", sagte Deutschlands Sportlerin des Jahres. Viele Medaillen und der Gesamtweltcupsieg als Krönung stehen für ihre guten Zeiten, unzählige gesundheitliche Rückschläge und bittere Momente für die schlechten. Ein letztes Mal geht die 31-Jährige aus Ruhpolding nun bei den Olympischen Winterspielen in Antholz auf die Jagd nach Edelmetall, ehe die letzte Skijägerin einer ganz besonderen Generation nach der Saison ihre Karriere beendet. "Ich versuche jetzt auch, die Rennen, die noch kommen, einfach zu genießen", sagte Preuß. Ob sie gleich zum Auftakt in der deutschen Mixed-Staffel am Sonntag (14.05 Uhr) in Südtirol am Start stehen wird, ist noch nicht bekannt. Maximal gibt es sechs Chancen auf Medaillen für sie, in einem Einzelrennen stand sie bei Winterspielen noch nie auf dem Podest. Bronze mit der Staffel 2022 in Peking ist ihr bislang größer Olympia-Erfolg. "Mit den Olympischen Spielen habe ich meine eigene Rechnung offen", sagte Preuß deswegen auch.Olympia-Gold wäre nicht ihr größter ErfolgZum vierten Mal startet Preuß bei Olympia, ein vierter Platz über 15 Kilometer vor acht Jahren ist ihre beste Einzelplatzierung. Doch selbst eine Goldmedaille wäre für sie nicht so viel wert wie der Triumph im Gesamtweltcup vor knapp einem Jahr. "Für mich ist das unerreichbar. Ich denke, das werden andere anders sehen, aber für mich ist das so", sagte Preuß.Das liegt vor allem an ihrer langen Leidensgeschichte. Sie hatte immer wieder Saison-Höhepunkte mindestens teilweise verpasst, weil sie krank war und der Körper nicht richtig mitspielte. Weder bei Olympia in China noch bei den anschließenden Weltmeisterschaften war sie je topfit und dachte ans Aufhören. "Ich beneide das Durchhaltevermögen", sagte Bundestrainer Kristian Mehringer in einer Dokumentation des Weltverbands IBU: "Sie hat sich in acht bis zehn Jahren nach vielen Rückschlägen immer wieder zurückgekämpft."Eine Operation löst viele ProblemeErst im Frühjahr 2024 brachte eine Operation der Nasennebenhöhlen Besserung. "Ich bin froh, dass man medizinisch was gefunden hat, was der Grund dafür war, dass ich so anfällig war", sagte sie damals. Auch danach bremsten sie Erkrankungen aber noch aus, wegen einer Corona-Infektion musste sie im Dezember unfreiwillig pausieren. Das sorgte letztendlich dafür, dass sie zurücktreten wird. Ob Preuß nach Olympia sofort aufhört oder doch noch bei den letzten drei Weltcups antritt, will sie kurzfristig entscheiden.Im Training lag ihr Fokus voll auf den Winterspielen. "Ich möchte für mich selbst einfach noch mal schöne Spiele haben. Das war eine Motivation und da macht das Training Spaß, wenn man ein Fernziel hat", sagte Preuß: "Ich hoffe, dass ich meine besten Rennen vom ganzen Winter zeigen kann."Dafür reiste sie in den vergangenen Jahren eigenständig für Trainingslager nach Antholz, ganz ohne ihre Teamkolleginnen. Dafür mit ihrem langjährigen Lebensgefährten Simon Schempp, der mit viermal WM-Gold noch etwas erfolgreicher war als seine Freundin. Doch Preuß, die elf WM-Medaillen gewonnen hat, ist auf der Zielgeraden ihrer Laufbahn mit sich selbst im Reinen.Eine Einzelmedaille? "Wahnsinnig schwer"Erst mit 16 Jahren kam sie zum Biathlon, lernte den Sport spät aber schnell, nachdem sie sich zuvor als Leichtathletin versucht hatte. In diesem Winter wollte es aber nicht so laufen wie noch im vergangenen, als sie dank eines perfekten Rennens auch Weltmeisterin in der Verfolgung wurde. "Ich hoffe, dass ich jetzt wieder in diesen positiven Flow komme und man sich gar nicht so groß Gedanken um Resultate macht", sagte Preuß.Medaillen zu planen sei unmöglich. Die Weltspitze ist enger zusammengerückt. Lou Jeanmonnot, Julia Simon, Lisa Vittozzi, Dorothea Wierer, Hanna und Elvira Öberg - die Liste der Mitfavoritinnen ist lang wie nie. "Es ist wahnsinnig schwer", sagte Preuß. Am Tag X müsse alles stimmen, "damit man überhaupt die Chance hat, aufs Podium zu kommen". Im Sprint in Ruhpolding hatte sie im Januar ein perfektes Rennen gezeigt, trotzdem wurde sie nur Fünfte.Alleingänge kein Problem für den VerbandWährend der Rest des deutschen Frauenteams meist gemeinsam für Olympia trainierte, ging Preuß ihren eigenen Weg. In der Vergangenheit war sie nach Höhentrainingslagern oft krank geworden. "Da fehlt mir ein bisschen die Überzeugung teilweise", sagte Preuß zum Gruppentraining. Für den Deutschen Skiverband waren die Alleingänge nie ein Problem. Preuß bekam die Freiräume, die sie sich wünschte und zahlte das Vertrauen mit starken Leistungen zurück.Wenn sie sich im Frühjahr verabschiedet, wird sie eine große Lücke hinterlassen. Nachdem zuvor Laura Dahlmeier und Denise Herrmann-Wick erfolgreiche Jahre geprägt hatten, geht die letzte noch aktive deutsche Einzel-Weltmeisterin in den Ruhestand. "Es geht immer weiter", sagte Preuß und machte trotz ihres Abschieds Hoffnungen auf eine gute Zukunft: "Es gibt junge Mädels, die haben wahnsinnig viel Potenzial. Da braucht man sich keine Sorgen machen."

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Adrian Heath: Wie eine marokkanische Bande einen englischen Trainer entführte

Ein erfundener Scheich als Vorwand: Der englische Fußball-Trainer Adrian Heath flog in dem Glauben nach Marokko, bald einen neuen Job zu haben – stattdessen wurde er entführt.Der englische Fußballtrainer Adrian Heath erhielt im Sommer 2024 einen Anruf – und war erst einmal froh darüber. Heath, langjähriger Fußballprofi beim FC Everton im Rang einer Klublegende, hatte viele Jahre in der Major League Soccer als Trainer gearbeitet, doch seit Sommer 2023 war er seinen Job bei Minnesota United los, das er sechs Jahre lang gecoacht hatte. Als ein Fußballagent aus der Heimat anrief und ihm ein lukratives Angebot unterbreitete, war Heath hoffnungsfroh und ließ sich darauf ein. Dass er Opfer eines Verbrechens werden würde, ahnte der damals 63-Jährige nicht.Heath und seine Ehefrau Jane hatten, nachdem alles überstanden war, zunächst beschlossen, die Geschichte für sich zu behalten. Sie wollten es nicht an die große Glocke hängen. Nur engsten Familienmitgliedern und einigen Freunden berichteten sie von dem traumatischen Geschehen. Aber ein Jahr später kam erneut ein Anruf – diesmal vom FBI. Der Agent am anderen Ende der Leitung wollte Heath sprechen, weil es einen weiteren Fall gab, in dem ein Fußballtrainer ähnlich abgezockt werden sollte wie in Heaths Fall. Zudem erfuhr er, dass es vor ihm zwei weitere Opfer dieser Masche gegeben habe. Adrian Heath und Ehefrau wollen an die Öffentlichkeit, um zu warnen"Als wir den Anruf vom FBI erhielten, dass es wieder passiert war, war ich geschockt", sagte Jane Heath. "Man glaubt, es sei vorbei, aber es wird nie vorbei sein ... und dann der Gedanke, dass eine andere Familie so etwas durchmachen muss." Also entschlossen sich Heath und seine Frau, an die Öffentlichkeit zu gehen, um weitere mögliche Opfer zu warnen, und gaben der "New York Times" ein Interview.Darin schildert Heath detailreich, welches Martyrium er erlitten hat. Das Angebot eines Klubs in Saudi-Arabien, dass er anderthalb Jahre zuvor erhalten hatte, habe sich seriös angehört. Es sei zwar zunächst wieder auf Eis gelegt worden, weil ein anderer Trainer engagiert worden sei, doch Monate später habe der Agent erneut angerufen: "Adrian, dieser Job ist bald wieder zu haben, und du warst letztes Mal schon ganz nah dran", habe der Agent gesagt. "Möchtest du noch einmal darüber nachdenken?"Das wollte Heath. Er hatte Lust, wieder als Trainer zu arbeiten. Der Agent zeigte sich am Telefon kenntnisreich und glaubwürdig. Er führte mehrere Gespräche mit dem Mann, seine Frau hörte jedes Mal über Lautsprecher zu. Heath wollte den Job, wenn alles passte. Und das tat es. Sie sprachen über das Gehalt, das Budget für den Trainerstab, über Wohnmöglichkeiten und sogar die Gesundheitsversorgung. Heath rief alte Fußball-Kontakte an, die in Saudi-Arabien arbeiteten, und erkundigte sich über die Liga und den Verein. Sogar Liverpool-Legende Steven Gerrad gab wärmste Empfehlungen ab.Heath: Alles klang zunächst seriösSchließlich bat ihn der Agent um ein Treffen mit dem Klubbesitzer, ein Saudi-Scheich, der sich aus geschäftlichen Gründen in Marokko aufhalte. Heath bekam an einem Sonntag ein Flugticket und eine Reservierung für ein Fünf-Sterne-Hotel irgendwo am Mittelmeer. Wenn alles nach Plan laufe, sagte der Agent, könne man am Dienstag in Saudi-Arabien den Vertrag unterzeichnen. Es machte alles einen professionellen Eindruck, so wie Heath und Ehefrau es früheren Vertragsgesprächen kannten. Es gab keine "roten Flaggen".Am Flughafen in Tanger wurde Heath von zwei Männern mit Blumenstrauß standesgemäß empfangen: Mit dem Auto sollte es dann ins Hotel gehen. Nach 40 Minuten Fahrt bogen sie auf einmal von der Schnellstraße ab, und Heath dachte: "Ach, sie nehmen eine Abkürzung." Nach weiteren 20 Minuten wurde es dunkel und die Straße schmaler, so schildert es Heath. Es war der Moment, in dem er das erste Mal "ein wenig panisch" wurde. Die Fahrt endete in einer "zwielichtigen Gegend in einer kleinen Hafenstadt", und nicht in einem Fünf-Sterne-Hotel am Strand.Die Männer führten ihn in ein Mietshaus. Die Wohnung war spärlich möbliert, vor den Fenstern hingen dicke Vorhänge. In einem Zimmer, warteten drei Männer. Einer um die 50, einer in den Dreißigern Jahren und ein etwa 20-Jähriger, wohl der jüngere Bruder des 30-Jährigen. Sie sagten zunächst nichts, tranken und rauchten.Entführer waren bestens informiertNach einer Stunde fiel der Satz: "Ihnen ist natürlich klar, dass das nicht das ist, was Sie erwartet haben", sagte der Mann in den Dreißigern zu Heath. "Es wird so laufen: Sie werden uns Geld schicken. Und wenn du das nicht tust, wirst du deine Frau nie wieder sehen. Du wirst deine beiden Kinder und deine Enkelkinder nie wieder sehen." Die Entführer waren über seine Familienverhältnisse gut informiert. Heath geriet in Panik. Hinzu kam: Seine Frau rief ihn auf dem Handy an, weil sie sich Sorgen machte. Normalerweise telefonierten sie, wenn er im Hotel angekommen war. Diesmal hatte Heath zunächst nur knappe, fehlerhafte Textnachrichten geschickt, was Jane Heath stutzig machte. Also rief sie ihn später an. Die Entführer hielten ihm das Handy vors Gesicht. Heath klang anders, antwortete nur kurz. "Wir sprechen morgen wieder", sagte er. Danach presste ihm einer der Entführer ein Messer an den Hals. "Hör zu", sagte der, "Du hast jetzt ein paar Stunden, Dir alles in Ruhe zu überlegen." Heath hatte Zeit gewonnen, weil er den Entführern erzählt hatte, dass die Banken in den USA jetzt geschlossen hätten.Die Nacht auf der Couch war das Schlimmste. Er stellte sich schlafend, grübelte aber die ganze Zeit darüber, wie er alles gesund überstehen könnte. "Ich dachte mir, dass es das jetzt wohl gewesen sein könnte. Ich bin mir nicht sicher, ob ich von hier aus noch nach Hause komme."Ehefrau und Kind des Entführers kommen ins ZimmerAm nächsten Morgen eine Überraschung: Die Frau des 30-jährigen Entführers sei in das Zimmer gekommen, zusammen mit dem Kleinkind. Der Kleine schaute ein wenig Fernsehen, später wurde er offensichtlich zur Schule gebracht und Heath rief seine Frau an mit der knappen Bitte, sie möge eine sechsstellige Summe überweisen. Jane ließ sich zunächst eine Notlüge einfallen, um Zeit zu gewinnen. Angeblich hätte sie keinen Zugriff auf das Konto, weil sie es auf seinen Namen umgeschrieben hätten, erzählte sie. Sie könne ohne ihn kein Geld abheben.Es kam zu Streit und Verhandlungen mit den Entführern, die auf ihr Lösegeld bestanden. Sie verringerten die Summe. Jane log weiter und informierte zwischendurch ihren Sohn Harrison. Der rief seinen Vater ebenfalls an. Aber Heath konnte nicht sprechen: "Harrison, hör mir zu, verdammt nochmal, ich kann nicht", sagte er zu seinem Sohn am Handy.Dann folgte die unglaubliche Rettung. Die Entführer hatten Heath zwar das Handy abgenommen, aber sie hatten vergessen, die Handyortung auszuschalten.In den USA saß die Familie zusammen und beriet. Sohn Harrison rief umgehend den Agenten an, der das Treffen in Marokko arrangiert hatte. Er wollte wissen, was los sei. Schließlich hatte die Schwiegertochter Kaylyn Kyle die rettende Idee: Vielleicht konnten sie den Standort über eine Suchapp orten – und siehe da: Es funktionierte. Harrison schickte den Screenshot sofort an den Agenten – und plötzlich ging alles sehr schnell.Heath wurde von seinen Entführern wieder ins Auto verfrachtet und zum Flughafen gefahren. Dort nahm er den nächsten Flieger, egal wohin. Also flog er nach Madrid. 24 Stunden war er in der Hand seiner Kidnapper gewesen. Am Mittwoch landete er in Minneapolis, wo er dem FBI alles erzählte. Die hätten ihm gesagt: "Sie haben sehr, sehr großes Glück gehabt, dass Sie wieder zurück sind."Quellen: "New York Times", "11Freunde"

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Basketball: Schröder feiert gelungenes Cavaliers-Debüt in der NBA

Dem deutschen Nationalmannschaftskapitän gelingt bei seinem ersten Spiel mit den Cleveland Cavaliers ein Kantersieg. Schröder überzeugt. Bei einer Sache gibt es aber noch Luft nach oben.Deutschlands Basketball-Star Dennis Schröder hat bei seinem neuen NBA-Team einen starken Einstand gegeben. Der Welt- und Europameister feierte mit den Cleveland Cavaliers ein 124:91 bei den Los Angeles Clippers. Schröder steuerte in 19 Minuten von der Bank kommend elf Punkte, sechs Assists, drei Steals und zwei Rebounds bei.Der gebürtige Braunschweiger war vor wenigen Tagen von den Sacramento Kings nach Cleveland getauscht worden und durfte nach knapp fünf Minuten in L.A. erstmals für die Cavs auf den Court. Dort drückte er dem Spiel sofort seinen Stempel auf und war ständiger Aktivposten. Nur mit dem Wurf haderte Schröder noch: Lediglich fünf seiner 14 Versuche waren erfolgreich, darunter ein Dreier.Schröders neuer Mitspieler James Harden, der in einem spektakulären Trade erst am Dienstag von den Clippers zu den Cavaliers gewechselt war, war gegen sein Ex-Team noch nicht dabei. Cleveland feierte seinen 30. Sieg im 51. Spiel und liegt in der Eastern Conference auf dem vierten Rang, acht Spiele hinter Tabellenführer Detroit Pistons.Thunder verlieren ohne Hartenstein beim AngstgegnerTitelverteidiger Oklahoma City Thunder um den deutschen Center Isaiah Hartenstein musste sich derweil 106:116 bei den San Antonio Spurs geschlagen geben. Für das Überflieger-Team aus Oklahoma war es die vierte Niederlage im fünften Spiel gegen die Spurs, bei denen Ausnahmespieler Victor Wembanyama auf 22 Punkte, 14 Rebounds und je zwei Assists und Blocks kam.Den Thunder fehlte mit Shai Gilgeous-Alexander allerdings auch ihr bester Mann. Der wertvollste Spieler der vergangenen Saison fällt derzeit mit einer Bauchmuskelzerrung aus. Außerdem schonte Head Coach Mark Daigneault weitere Stammkräfte, darunter Hartenstein. Dessen Ersatzmann Jaylin Williams avancierte mit 24 Zählern, 12 Rebounds, vier Assists und zwei Blocks zum besten Akteur für OKC.

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