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Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und den Finanzmärkten
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Aktuelle Nachrichten

Nationalteams: Stehplätze zurück bei Länderspielen: Was Fans wissen müssen

Mehr als 25 Jahre gab es bei Länderspielen keine Stehplätze. Ab heute bietet der DFB wieder Tickets dafür an - schon bei Jürgen Klopps ersten beiden Länderspielen in Bayern.Als Fans der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei einem Länderspiel zuletzt auf Stehplätzen ihren Stars zujubelten, erzielten Oliver Bierhoff (2) und Andreas Möller die Tore. Am 30. Mai 1998 im Frankfurter Waldstadion beim 3:1 gegen Kolumbien war das.Mit dem heutigen Beginn der öffentlichen Ticketverkäufe für die ersten beiden Partien des neuen Bundestrainers Jürgen Klopp in der Nations League - gegen Griechenland am 27. September in Augsburg (Verkaufsstart ab 10.00 Uhr) und am 1. Oktober in München gegen Serbien (Verkaufsstart ab 14.00 Uhr) - gibt es jetzt erstmals wieder Stehplatz-Tickets. Die Antworten auf die wichtigsten Fragen: Warum gab es so lange nur Sitzplätze?Nach Stadionkatastrophen wie Hillsborough 1989, bei der 97 Menschen ums Leben kamen, setzte sich international zunehmend das Prinzip reiner Sitzplatzstadien durch. FIFA und UEFA ließen bei internationalen Pflicht- und Länderspielen schließlich keine klassischen Stehplätze mehr zu. Anders als bei internationalen Spielen blieben Stehplätze in der 1. und 2. Bundesliga erhalten. Seit 2022 dürfen englische Premier-League-Clubs wieder eine begrenzte Anzahl an Stehplätzen anbieten. Sitzplätze gelten als sicherer und besser zu kontrollieren.Warum ändert sich das für Länderspiele der DFB-Auswahl nun? Grundlage der Freigabe ist eine Entscheidung des UEFA-Exekutivkomitees. Das seit der Saison 2022/23 laufende Beobachtungsprogramm für Stehplätze wurde für die Saison 2026/27 verlängert und auf weitere Wettbewerbe ausgeweitet.Laut DFB-Präsident Bernd Neuendorf ist der Wunsch nach Stehplätzen bei Länderspielen groß gewesen. „Deshalb haben wir uns in den vergangenen Jahren innerhalb der UEFA für die Wiedereinführung von Stehplätzen bei Länderspielen und Turnieren starkgemacht“, sagte er. Sie seien ein wichtiger Bestandteil der Fankultur und des Stadionerlebnisses in Deutschland. Mit einem entsprechenden Beschluss machten Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung der DFB GmbH und Co. KG nun den Weg frei.Was kosten die Stehplatz-Tickets und wie viele gibt es?Mit der Wiedereinführung der Stehplatzangebote werde zugleich ein weiteres preisgünstiges Angebot für die Fans geschaffen. Stehplatzkarten sind für 18 Euro erhältlich, 15 Euro zahlen Mitglieder des Fanclubs Nationalmannschaft. Eintrittskarten gibt es auf dem DFB-Ticket-Portal. Dieses ist für das Griechenland-Spiel in Augsburg ab 10.00 Uhr freigeschaltet, ab 14.00 Uhr für die Serbien-Partie in München. Fanclub-Mitglieder können bereits seit dem 13. August Tickets kaufen.In Augsburg gibt es inklusive des Gästebereichs knapp 10.000 Stehplätze im Stadion, in München 8.000 für deutsche Fans. Serbische Anhänger erhalten aufgrund eines UEFA-Banns keine Eintrittskarten für diesen Bereich.Was ist mit Frauen- und U21-Länderspielen? Stehplätze werden auch bei Länderspielen der A-Nationalmannschaften der Frauen sowie der U21-Auswahl angeboten. Die Frauen-Auswahl von Bundestrainer Christian Wück bestreitet ihre beiden nächsten Testspiele am 9. Oktober in Karlsruhe gegen Australien und am 13. Oktober in Bremen gegen Japan. In Karlsruhe, wo insgesamt bereits 14.400 Tickets verkauft sind, gibt es knapp 9.800 Stehplatzkarten, in Bremen etwas mehr als 6.000. Wie bewerten Fanvertreter die Rückkehr der „Steher“?„Sitzen is für'n Arsch“, hatten schon vor über 20 Jahren Schalker Fans auf ein Bettlaken gepinselt - eine Meinung, die vor allem die organisierten Fanszenen in den Vereinen bis heute teilen. Auch das Fanbündnis „Unsere Kurve“ begrüßt die Wiedereinführung der Stehplätze bei der DFB-Elf. „Stehplatzbereiche bieten den Raum, den es für lebendige Fankultur braucht und gleichzeitig machen sie den Fußball auch Fans mit kleinerem Geldbeutel zugänglich“, teilte Sprecher Thomas Kessen auf dpa-Anfrage mit.Wird das Stadion bei Länderspielen nun zum Hexenkessel?Kessen warnt vor überzogenen Erwartungen, dass die oft nur maue Stimmung bei Länderspielen durch stehende Fans schlagartig besser wird. „Kurvenstimmung als Ausdruck von Fankultur fällt nicht über Nacht vom Himmel, sondern entwickelt sich über Jahre. Überdauert dafür dann aber auch Generationen“, sagte Kessen. „Unsere Kurve“ hofft zudem, dass auch bei anderen DFB-Veranstaltungen die Steher zurückkehren - allen voran beim Pokalfinale.Was ändert sich bei Länderspielen für die Polizei?Erst mal wenig, zumal die Behörden bei Vereinsspielen ohnehin mit dem Thema vertraut sind. Aber: „Durch die Wiedereinführung von Stehplätzen könnten künftig auch Stadien für Länderspiele berücksichtigt werden, die bislang aufgrund entsprechender Vorgaben nicht infrage kamen“, sagte Heiko Teggatz, Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft, auf Anfrage.Für ihn sei moderne Videotechnik weiter ein „unverzichtbares Instrument zur Identifizierung von Straftätern und zur wirksamen Gefahrenabwehr“. Ob Stehen oder Sitzen - entscheidend sei, „ob die Sicherheit aller Stadionbesucher jederzeit gewährleistet ist“.

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Betriebsdirektor muss gehen: Fifa trennt sich von Infantino-Kritiker Lamour

Gut zwei Wochen nach seiner Kritik an Gianni Infantino ist für Betriebsdirektor Kevin Lamour Schluss bei der Fifa. Zuvor hatte er betont, einen Jobverlust in Kauf zu nehmen.Aus nach nicht einmal zwei Jahren: Betriebsdirektor Kevin Lamour und der Weltfußballverband haben sich getrennt. Zuvor hatte Lamour die Investorenpläne von Fifa-Präsident Gianni Infantino kritisiert. „Die Fifa bestätigt, dass die Arbeitsbeziehung zwischen der Fifa und Kevin Lamour in seiner Funktion als Chief Operating Officer der Fifa am 17. August 2026 beendet wurde“, teilte ein Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur DPA mit. Der Verband dankte Lamour für seine zweijährige Tätigkeit. Zu den Gründen für das Ende der Zusammenarbeit nannte der Fifa-Sprecher keine Details. Lamour war seit November 2024 als Betriebsdirektor der Fifa und zuvor seit 2007 bei der Europäischen Fußball-Union Uefa tätig.Kevin Lamour äußerte Kritik an Infantinos PlänenLamour hatte Ende Juli nach Bekanntwerden der Investorenpläne der Fifa schwere Vorwürfe gegen Infantino erhoben. Infantino habe die Mitarbeiter hintergangen. Sie hätten Besseres verdient als Missachtung und Einschüchterung, hatte es in einem Schreiben Lamours, das der US-Nachrichtenagentur Associated Press vorlag, geheißen.Die Pläne sahen vor, dass der Weltfußballverband Anteile an der Weltmeisterschaft privaten Investoren zugänglich macht. Nach Kritik von mehreren kontinentalen Verbänden wie der Uefa nahm die Fifa Abstand von den milliardenschweren Investorenplänen.Jobverlust in Kauf genommenLamour forderte sogar indirekt Konsequenzen. „Nicht nur darf dieses Projekt nicht weitergehen. Aber die Zeit ist nun gekommen, dass sich die politischen Entscheidungsträger im Fußball die richtigen Fragen stellen und die richtigen Entscheidungen treffen“, hatte er erklärt.Der französisch-schweizerische Staatsangehörige sagte außerdem, er sei bereit, wegen seiner öffentlichen Äußerungen seinen Job zu verlieren. „Wenn das bedeutet, dass ich meinen Job verliere, dann sei es so“, hieß es weiter in seiner Erklärung.

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Medienbericht: Niclas Füllkrug steht vor Rückkehr zu Werder Bremen

Eren Dinkci ist schon da, jetzt soll der nächste Ex-Werderaner zurückkehren: Niclas Füllkrug absolviert laut einem Medienbericht am Dienstag den Medizincheck in Bremen.Stürmer Niclas Füllkrug steht einem Medienbericht zufolge vor einer Rückkehr zum Fußball-Bundesligisten Werder Bremen. Der Medizincheck steht am Dienstag an, wie zuerst Sky berichtete. Demnach soll der 33-Jährige vom Premier-League-Absteiger West Ham United ausgeliehen werden.Füllkrug spielte bereits in der Jugend für Werder und kehrte 2019 noch einmal von Hannover 96 zurück. 2023 wechselte er als Bundesliga-Torschützenkönig für eine Ablösesumme von geschätzt 15 Millionen Euro zu Borussia Dortmund, schon ein Jahr später verließ er den BVB Richtung West Ham.Niclas Füllkrug zuletzt per Leihe für Mailand aktivDoch bei dem Klub aus London stockte die Karriere des Stürmers. In der Winterpause war er zur AC Mailand gewechselt, um nach eher enttäuschenden eineinhalb Jahren in England seine Chancen auf einen WM-Einsatz zu erhöhen. In 20 Einsätzen für Milan gelang ihm aber nur ein Treffer.Füllkrug debütierte kurz vor der WM 2022 im Alter von 29 Jahren für die deutsche Nationalmannschaft und war einer der Fan-Lieblinge bei der Heim-EM 2024. In diesem Sommer verpasste er aber die WM-Teilnahme.

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Italien: Fußballprofi Yael Trepy liegt nach Badeunfall auf Intensivstation

In einem Pool an der Costa Smeralda auf Sardinien gerät Yael Trepy von Cagliari in Schwierigkeiten – er ertrinkt beinahe. Nun liegt der Profifußballer auf der Intensivstation.Fußballprofi Yael Trepy vom italienischen Serie-A-Klub Cagliari Calcio liegt nach einem Badeunfall auf Sardinien auf der Intensivstation. Der Verein teilte mit, der 20 Jahre alte Mittelstürmer aus Frankreich werde derzeit in einem Krankenhaus in der sardischen Stadt Sassari behandelt. Cagliari stehe in Kontakt mit der Klinik sowie der Familie des Spielers.Trepy war Medienberichten zufolge am Wochenende in einem Swimmingpool einer Villa an der Costa Smeralda in Schwierigkeiten geraten. Wie die Nachrichtenagentur Ansa meldete, soll er nicht schwimmen können und in den tieferen Bereich des Beckens geraten sein. Er wurde demnach aus dem Wasser geholt und mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht.Verein schickt Genesungswünsche an Yael TrepyDer Verein machte keine Angaben zum genauen Gesundheitszustand von Trepy und bat, die Privatsphäre des Spielers und seiner Familie zu respektieren. Cagliari kündigte an, über neue Entwicklungen zu informieren. Bei Instagram schrieb der Klub, mit Herzen versehen: „Forza Yael, wir stehen alle hinter dir.“Trepy, der in Frankreich geboren wurde, kam 2023 in die Jugendmannschaft von Cagliari. Zuvor spielte er bei US Créteil-Lusitanos. Sein Debüt für die erste Mannschaft des Klubs gab der Stürmer Anfang des Jahres bei Cremonese und erzielte schon in diesem Spiel seinen ersten Treffer. Erst am Freitag stand er noch in der Startelf beim Coppa-Italia-Sieg von Cagliari gegen Arezzo.

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Leichtathletik: Ruppert setzt goldenen EM-Schlusspunkt, Mihambo untröstlich

Am letzten Wettkampftag der Leichtathletik-EM zeigt sich das deutsche Team im Medaillenrausch. Frederik Ruppert gewinnt Gold über 3.000 Meter Hindernis. Malaika Mihambo ist enttäuscht.Frederik Ruppert stürmte mit der Schnullergeste zum EM-Titel über 3.000 Meter Hindernis, Malaika Mihambo musste sich nach einer knapp verpassten Medaille mit aufbauenden Worten von ihrem Trainer Ulli Knapp trösten lassen. Ruppert sorgte am Abschlusstag für das sechste und letzte deutsche Gold bei den Titelkämpfen in Birmingham. Mihambo ging mit Platz fünf leer aus - und war eine der wenigen Enttäuschten im deutschen Team. Bei ihr flossen sogar einige Tränen.Die DLV-Athleten liefen und warfen sich am Wochenende in einen regelrechten Medaillenrausch und sorgten mit sechsmal Gold, zehnmal Silber und fünfmal Bronze für die beste EM-Bilanz seit 1998 in Budapest. Im Medaillenspiegel bedeutete das hinter Gastgeber Großbritannien und der erfolgreichsten Nation Italien Rang drei.Ruppert gewann Gold in 8:25,33 Minuten und feierte den größten Erfolg seiner Karriere. Das deutsche Traumergebnis machte Karl Bebendorf als Dritter (8:26,65 Minuten) perfekt. Er holte wie schon vor zwei Jahren in Rom Bronze, zeigte sich aber trotzdem enttäuscht, weil er vom Titel geträumt hatte. Hindernis-König Ruppert erklärt seine NuckelgesteÜberglücklich war hingegen Ruppert. „Mir fällt ein Riesenstein vom Herzen. Wir haben genau auf so ein Szenario abgezielt“, sagte er in der ARD und erklärte anschließend seine Jubelgeste: „Ich werde im Januar Papa und das hat mir extrem viel Kraft und Power gegeben dieses Jahr. Ich habe die ganze Zeit darüber gedacht, dass ich gerne denjenigen auch stolz machen möchte. Und ja, das hat mir extrem geholfen dieses Jahr.“Schon am Vormittag hatte Marathon-Läufer Amanal Petros den letzten Tag mit einer Goldmedaille eingeläutet. Der WM-Zweite gewann zudem Silber in der Teamwertung. Mihambo (6,94 Meter) hingegen haderte beim Sieg der Italienerin Larissa Iapichino (7,00 Meter) mit ein paar technischen Fehlern. Zu einer Medaille fehlten der 32-Jährigen gerade mal vier Zentimeter. „Ich war meistens zu weit weg vom Brett, habe dann viel zu viel korrigiert und war dann drüber. Die Sprünge waren an sich alle gut. Ja, das ist der Sport. Manchmal gewinnt man, manchmal verliert man und das ist vollkommen in Ordnung“, sagte Mihambo.Ulbricht ist nach Sensationssilber im Speerwerfen „sprachlos“Für die größte deutsche Sensation sorgte Speerwerferin Julia Ulbricht, die in ihrem ersten großen Finale mit 61,53 Metern beim Sieg der Kroatin Sara Kolak Silber bejubelte. „Ich bin ein bisschen sprachlos“, sagte Ulbricht. Sie habe zwischenzeitlich sogar darüber nachgedacht, ihre Karriere als Leistungssportlerin aufzugeben. „Mein Traum ist immer noch, dass ich es mal zu Olympia schaffe. Und deshalb habe ich nie aufgegeben und weitergekämpft.“Nicht ganz so überraschend war die Silbermedaille bei der EM-Premiere über 4x100 Meter im Mixed für Kevin Kranz, Rebekka Haase, Heiko Gussmann und Gina Lückenkemper. Sie mussten sich im Finale nur dem Quartett von Gastgeber Großbritannien geschlagen geben.Allein am abschließenden Wochenende gewann das deutsche Team drei Titel und viele weitere Medaillen, neben der Goldmedaillen für Ruppert und Petros holte auch Speerwerfer Julian Weber wie schon vor vier Jahren in München den EM-Titel.Deutsches Team mit so vielen Medaillen wie seit 1998 nicht mehrDie Medaillenbilanz von Rom übertraf der Deutsche Leichtathletik-Verband locker. 2024 hatte es einschließlich der nicht olympischen Teamwertungen im Marathon elf Podestplätze gegeben, aber nur einmal Gold durch Mihambo. Und selbst die stimmungsvolle EM in München vor vier Jahren blieb mit 16 Top-Drei-Plätzen hinter Birmingham zurück. Damals gab es sechsmal Gold. Zuletzt holte das deutsche Team 1998 in Budapest mehr Medaillen. In der ungarischen Hauptstadt gab es 23 Plaketten, darunter sogar achtmal Gold.„Die deutsche Leichtathletik ist geil. Wir sind unfassbar stark“, sagte Weber, nachdem ihm am Samstag mit 90,40 Metern im letzten Versuch noch ein grandioser Gold-Wurf gelungen war. Bis dahin hatte überraschend der erst 21 Jahre alte Stuttgarter Nick Thumm knapp geführt, er gewann Silber.Wie zuvor schon die deutsche Sprint-Staffel - und das, obwohl der von einer Sperre bedrohte 200-Meter-Europameister Owen Ansah vorsichtshalber gar nicht aufgestellt wurde. Ansah war auch EM-Dritter über 100 Meter. „Das ist historisch. Wir sind einfach stolz auf uns“, sagte Schlussläufer Lucas Ansah-Peprah.„Geschlossenes Team“, „großartige Leistungen“, aber...Zwei Jahre vor Olympia in Los Angeles sieht sich der DLV auf dem richtigen Weg, in einigen Disziplinen aber auch noch Raum nach oben. „Wir haben ein geschlossenes Team erlebt, eine hervorragende Stimmung und viele großartige Leistungen. Gleichzeitig wissen wir sehr genau, dass der Weg in einigen Disziplinen bis zur internationalen Spitze - gerade mit Blick auf die Weltspitze - noch weit ist“, erklärte Leistungssport-Vorstand Jörg Bügner.

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Leichtathletik: Ruppert holt Gold über die Hindernisse, Bronze für Bebendorf

Über 3.000 Meter Hindernis rechnen sich die deutschen Starter vor dem EM-Finale einiges aus. Zurecht: Die DLV-Läufer holen Gold und Bronze.Frederik Ruppert ist erstmals Europameister über 3.000 Meter Hindernis. Der 29-Jährige siegte im Finale in Birmingham in 8:25,33 Minuten und feierte den größten Erfolg seiner Karriere. Das deutsche Traumergebnis machte Karl Bebendorf als Dritter (8:26,65 Minuten) perfekt. Zweiter wurde der Luxemburger Ruben Querinjean. Ruppert ist der erste deutsche Europameister über die Hindernisse seit Damian Kallabis 1998 in Budapest.Während Ruppert einen Start-Ziel-Sieg bejubelte, gelang Bebendorf mit einem famosen Finish noch der Sprung aufs Podium. „Mir fällt ein Riesenstein vom Herzen. Wir haben genau auf so ein Szenario abgezielt“, sagte Ruppert in der ARD. Mit der Schnullergeste stürmte er ins Ziel. „Ich werde im Januar Papa und das hat mir extrem viel Kraft und Power gegeben dieses Jahr.“Niklas Buchholz kam als drittbester Deutscher auf den neunten Rang. Vor zwei Jahren hatte Bebendorf in Rom ebenfalls Bronze geholt. Damals wurde Ruppert Vierter. Es war sein bestes Ergebnis bei einer Großveranstaltung bis zum Gold-Rennen von Birmingham.Ruppert knackte im Mai den EuroparekordRuppert hatte in dieser Saison schon früh für Furore gesorgt, als er Ende Mai im marokkanischen Rabat den Europarekord auf 7:57,80 Minuten drückte und über 5.000 Meter unter 13 Minuten blieb. Auf seiner Nebenstrecke holte sich Ruppert Ende Juli den deutschen Meistertitel und bezwang dabei sogar den EM-Zweiten Florian Bremm.Und auch Bebendorf verwirklichte seine Medaillenträume. Immerhin war er hinter Ruppert mit einer Zeit von 8:05,55 als zweitbester Europäer dieses Jahres nach Birmingham gereist.

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Leichtathletik: Sensation im Speerwurf: Ulbricht gewinnt EM-Silber

Mit Julia Ulbricht hätte wohl vor einigen Wochen noch niemand im Kampf um die EM-Medaillen gerechnet. Nun feiert die Speerwerferin einen großen Erfolg.Birmingham - Speerwerferin Julia Ulbricht hat bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham sensationell Silber gewonnen. Die 25-Jährige belegte im ersten großen Finale ihrer Karriere mit 61,53 Metern in ihrem ersten Versuch vollkommen überraschend den zweiten Platz. Besser war nur die neue Europameisterin Sara Kolak aus Kroatien (62,43 Meter). Dritte wurde die Serbin Adriana Vilagos (60,93 Meter).Mit ihrem Silber-Wurf kam Ulbricht bis auf fünf Zentimeter an ihre persönliche Bestleistung heran, die sie vor drei Wochen bei ihrem Sieg bei den deutschen Meisterschaften aufgestellt hatte. Die bislang letzte Medaille einer deutschen Speerwerferin bei einer EM hatte vor acht Jahren Christin Maurer, damals noch unter ihrem Geburtsnamen Hussong, mit ihrem Titelgewinn bei der Heim-EM in Berlin geholt.Ulbricht galt vor der EM trotz ihrer kurz zuvor aufgestellten Bestleistung als Außenseiterin. Aber schon in der Qualifikation deutete sie an, dass sie in den Medaillenkampf eingreifen kann. Mit 60,86 Metern landete sie auf dem zweiten Platz. Im Finale legte sie dann noch einmal mehr als einen halben Meter drauf.

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Leichtathletik-EM: Frederik Ruppert holt Gold auf 3000 Meter Hindernis

Das nächste Gold für Deutschland: Frederik Ruppert war über 3000 Meter Hindernis nicht einzuholen und feierte in Birmingham den Titel. Frederik Ruppert ist erstmals Europameister über 3.000 Meter Hindernis. Der 29-Jährige siegte im Finale in Birmingham in 8:25,33 Minuten und feierte den größten Erfolg seiner Karriere. Das deutsche Traumergebnis machte Karl Bebendorf als Dritter (8:26,65 Minuten) perfekt. Zweiter wurde der Luxemburger Ruben Querinjean. Ruppert ist der erste deutsche Europameister über die Hindernisse seit Damian Kallabis 1998 in Budapest.Während Ruppert einen Start-Ziel-Sieg bejubelte, gelang Bebendorf mit einem famosen Finish noch der Sprung aufs Podium. Niklas Buchholz kam als drittbester Deutscher auf den neunten Rang. Vor zwei Jahren hatte Bebendorf in Rom ebenfalls Bronze geholt. Damals wurde Ruppert Vierter. Es war sein bestes Ergebnis bei einer Großveranstaltung bis zum Gold-Rennen von Birmingham.Frederik Ruppert knackte im Mai den EuroparekordRuppert hatte in dieser Saison schon früh für Furore gesorgt, als er Ende Mai im marokkanischen Rabat den Europarekord auf 7:57,80 Minuten drückte und über 5.000 Meter unter 13 Minuten blieb. Auf seiner Nebenstrecke holte sich Ruppert Ende Juli den deutschen Meistertitel und bezwang dabei sogar den EM-Zweiten Florian Bremm.Und auch Bebendorf verwirklichte seine Medaillenträume. Immerhin war er hinter Ruppert mit einer Zeit von 8:05,55 als zweitbester Europäer dieses Jahres nach Birmingham gereist.

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Leichtathletik: Bei EM-Premiere: Deutsche Mixed-Staffel sprintet zu Silber

Für das deutsche Sprint-Team gibt es zum EM-Abschluss in Birmingham noch eine Medaille. Die Mixed-Staffel stürmt zu Silber.Die gemischte deutsche Sprint-Staffel hat sich bei der EM-Premiere in Birmingham die Silbermedaille gesichert. Kevin Kranz, Rebekka Haase, Heiko Gussmann und Gina Lückenkemper kamen über die 4x100 Meter nach 40,11 Sekunden ins Ziel.Den Sieg holte sich mit einem Europarekord in 39,97 Sekunden das Mixed-Team von Gastgeber Großbritannien. Die nun vierfache Europameisterin Amy Hunt brachte die Führung auf der Zielgeraden gegen Lückenkemper ins Ziel. „Ich habe einfach nur Gas gegeben und ich wollte sie mir krallen.“, sagte Lückenkemper in der ARD über das Duell mit Hunt und fügte hinzu: „Es ist mir leider nicht gelungen.“ Bronze ging an Spanien in 40,42 Sekunden. Die 4x100-Meter im Mixed waren erstmals Teil der Leichtathletik-Europameisterschaften.Schon Silber für die Männer-StaffelFür Kranz und Gussmann ist es schon die zweite Medaille in Birmingham nach Silber mit der 4x100-Meter-Staffel der Männer am Samstag. Im Einzel hatte der von einer Sperre bedrohte Owen Ansah den Titel über 200 Meter und Bronze über 100 Meter gewonnen. Wegen einer drohenden Sperre hatte der Deutsche Leichtathletik-Verband Ansah vorsichtshalber nicht für die Staffeln aufgestellt, um keine nachträgliche Disqualifikation zu riskieren.Haase und Lückenkemper entschädigten sich für das Aus der deutschen Frauen-Staffel im Vorlauf. Dort hatte der letzte Wechsel von Sophia Junk auf Lückenkemper nicht geklappt. Die DLV-Sprinterinnen hatten zuletzt jeweils Bronze bei Olympia 2024 in Paris und der WM im Vorjahr in Tokio geholt. Bei der Heim-EM 2022 in München gehörten Haase und Lückenkemper zum Gold-Team.

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Fußball-Star: Cristiano Ronaldo kündigt Karriereende an

Auch die größten Karrieren gehen eines Tages zu Ende: Bei Cristiano Ronaldo scheint dieser Punkt (fast) erreicht. Das sagte er nun in einem Interview.Die Karriere von Fußball-Superstar Cristiano Ronaldo neigt sich offenbar dem Ende entgegen. „Das ist wahrscheinlich mein letztes Jahr im Fußball, und ich möchte ein spektakuläres Vermächtnis hinterlassen“, sagte der Portugiese in einem „Vogue“-Interview. Bereits während der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko hatte er erklärt, dass es seine letzte WM sein werde. Die EM 2028 findet in Großbritannien und Irland statt, die WM zwei Jahre später auch in Portugal, Spanien und Marokko.Cristiano Ronaldos Vertrag endet 2027Derzeit steht der fünfmalige Weltfußballer beim saudischen Club Al-Nassr unter Vertrag, sein Kontrakt läuft 2027 aus.„Ich habe meine gesamte Zukunft bereits durchgeplant. Ich habe so viele Dinge, mit denen ich mich beschäftige, sodass es schwerfällt, nur eines davon zu nennen. Da der Fußball eine große Lücke hinterlassen wird, ist es wichtig, die Zeit auf unterschiedliche Weise rumzubringen“, sagte der 41-Jährige, der erst kürzlich geheiratet hatte. Zu seinen Plänen nach dem Karriereende erklärte Ronaldo: „Mehr Spaß haben, mehr reisen, Padel schauen und spielen.“

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Schwimm-EM: 14 Medaillen: EM-Schwimmer um „Superstar“ Liebmann glänzen

Das Team des Deutschen Schwimm-Verbands kehrt mit starker Bilanz von der EM heim. „Wir haben als Team einfach super abgerissen“, sagt Lukas Märtens. Für einen Weltrekordler gilt das besonders.Isabel Gose und Maya Werner stockten ihr beeindruckendes Medaillenkonto weiter auf, Olympiasieger Lukas Märtens freute sich über Bronze: Die deutschen Schwimmer haben einen starken Abschluss einer glänzenden Europameisterschaft in Paris gefeiert.Angefeuert von Überflieger Johannes Liebmann, der als Zuschauer auf der Tribüne mitfieberte, und vor Tausenden enthusiastischen Sportfans gewann Gose ihre dritte Silbermedaille im EM-Becken. Werner wurde zum dritten Mal Dritte und Märtens holte im letzten Rennen doch noch die ersehnte Einzelmedaille.„Dafür, dass ich heute früh mich kaum bewegen konnte, habe ich das gut durchgezogen“, sagte Märtens und lächelte. Sein Fazit: „Wir haben als Team einfach super abgerissen.“ Für Liebmann galt das ganz besonders.Bilanz soll Schub Richtung Olympia gebenDer 19-Jährige, der zweimal Gold gewann und einen Fabel-Weltrekord über 1500 Meter Freistil aufstellte, überstrahlte die Titelkämpfe in der prächtigen Pariser Halle aus deutscher Sicht.14 Medaillen holten die deutschen Beckenschwimmer in der französischen Hauptstadt - zweimal Gold, sechsmal Silber und sechsmal Bronze stehen in der Bilanz. Das kann sich sehen lassen und auch einen Effekt auf die Zukunft haben. „Der Schub soll natürlich Richtung LA gehen“, sagte Leistungssportdirektor Christian Hansmann mit Blick auf die Olympischen Spiele in zwei Jahren in Los Angeles.Wenn es in der kalifornischen Metropole um die wichtigsten Titel geht, wird Liebmann gerade mal 21 Jahre alt sein und noch mehr Erfahrung gesammelt haben. Die unvergesslichen Erlebnisse in der tosenden Schwimmhalle nimmt er jetzt aber erstmal mit in die Berg-Idylle. Liebmann geht nach seiner grandiosen EM nicht auf Partytour - er freut sich auf einen Wanderurlaub mit der Familie im Allgäu.Liebmann hat dort viel zu verarbeiten. Seine Geschichte der Tage im Centre Aquatique Olympique liest sich wie ein Märchen: Gold über 1500 Meter Freistil mit Weltrekord, zuvor der Titel über 800 Meter Freistil mit Europarekord. Der Norddeutsche hat bei seiner ersten Europameisterschaft der Elite auf der Langbahn erreicht, wovon fast alle seiner Kollegen eine ganze Karriere lang nur träumen können. Dass er jetzt erstmal raus aus dem Trubel und rein in die Natur will, passt zum neuen deutschen Schwimmstar.Teamkollege nennt Liebmann „sehr schüchtern“ und „vorbildlich“„Er ist ein sehr bodenständiger Junge, immer sehr gut gelaunt“, beschrieb Teamkollege Oliver Klemet. Der 24-Jährige gewann in Liebmanns Weltrekordrennen Bronze und wurde über 400 Meter Fünfter. Im Freiwasser holte er zudem Gold und Bronze. „Auch wenn die Leistungen jetzt so sind, dass er der neue Superstar ist - wenn man das so sagen kann -, dann ist er immer noch wirklich sehr schüchtern“, sagte er über Liebmann und ergänzte: „vorbildlich“.Superstar? So richtig ernst nehmen kann Liebmann die Bezeichnung für sich selbst nicht. „Wir bezeichnen uns gegenseitig als Superstars manchmal“, erklärte er lapidar. „Ich habe Riesenrespekt vor Oli, aber auch vor den ganzen anderen Großen. Die machen das echt super. Dass ich jetzt da irgendwie dran vorbeigekommen bin, kann ich immer noch nicht ganz fassen.“„Gänsehaut“ bei Lukas MärtensLiebmann kam nicht nur irgendwie dran vorbei. Mit seiner Zeit von 14:26,79 Minuten war er fast vier Sekunden schneller als der vorherige Rekordhalter, US-Amerikaner Bobby Finke.Dass Liebmann auf seiner Nebenstrecke über 400 Meter Freistil am Sonntagmorgen im Vorlauf ausschied, störte ihn kaum. „Dadurch, dass gestern so unglaublich gut lief, habe ich heute Morgen auch mit wenig gerechnet“, sagte er nach einer Nacht mit wenig Schlaf.Neben ihm prägten vor allem Gose mit dreimal Silber, Werner mit dreimal Bronze und Sven Schwarz mit Silber die Beckenrennen aus deutscher Sicht. Gose holte zudem zweimal Gold im Freiwasser. Dass über 400 Meter zum dritten Mal nach den Rennen über die doppelte Distanz und über 1500 Meter die Italienerin Simona Quadarella schneller war als sie, nervte etwas. „Zweimal kann man verkraften, ein drittes Mal tut echt weh“, sagte Gose.Ihr Ex-Freund Märtens verpasste ein Ziel. Hätte er den Titel über 400 Meter geholt, wäre er gleichzeitig Olympiasieger, aktueller Weltmeister, Europameister und Weltrekordhalter gewesen. Mit insgesamt dreimal Edelmetall war der 24-Jährige trotzdem zufrieden. Mit der Mixed-Staffel hatte er zuvor über 4x200 Meter Freistil Silber, mit den Männern über die gleiche Distanz Bronze gewonnen.Wellbrock: „Das war kein Sport, das war Kunst“Ob Märtens, Klemet oder auch Olympiasieger Florian Wellbrock: Liebmann betont immer wieder, wie gut ihm das Training mit seinen erfahrenen Kollegen tut. Mit 16 wechselte der Norddeutsche nach Magdeburg. Dort zieht er gecoacht von Bundestrainer Bernd Berkhahn seine Bahnen.„Technisch habe ich mir viel von Flo abgeguckt, da bin ich auf einem sauberen Level“, sagte Liebmann über Wellbrock, der in Paris dreimal Gold im Freiwasser geholt hatte und mittlerweile im Urlaub in Kalifornien weilt.Von dort schickte der 28-Jährige Glückwünsche und drückte via Instagram seine riesige Anerkennung aus. „Man weiß gar nicht, was man dazu sagen soll außer: WOW“, schrieb er. „Das war kein Sport, das war Kunst.“ Klemet sagte: „Das war ein perfektes Rennen.“ Wie geht Liebmann mit all dem Lob um?Liebmann berichtet von ZweifelnDass er nun abhebt, scheint zumindest nicht zu befürchten. Der Jungstar trat in den Tagen von Paris so auf, wie ihn seine Schwimm-Kumpels beschreiben: bescheiden, demütig. Liebmann ist stolz auf das Erreichte, scheint aber weit weg von Selbstgefälligkeit oder Arroganz - im Gegenteil.Der überragende Langstreckenschwimmer im Becken bei dieser EM erklärte nach seinem grandiosen 1500-Meter-Rennen: „Ein bisschen Zweifel hatte ich jetzt tatsächlich vor den Beckenwettkämpfen, weil ich hatte irgendwie das Gefühl, dass ich die letzten Wochen nicht so gut trainieren konnte.“ Trainer Berkhahn nahm Liebmann diese Zweifel. Auf den langen Strecken ist das Ausnahmetalent jetzt der Gejagte.

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Schwimm-EM: Gose und Werner gewinnen Silber und Bronze bei EM in Paris

Isabel Gose beendet ihre auch zuvor schon starke EM mit Silber. Eine Teamkollegin macht das starke deutsche Ergebnis im Becken perfekt.Isabel Gose hat EM-Silber über 400 Meter Freistil gewonnen. Die 24-Jährige schlug in Paris nach 4:02,41 Minuten genau 1,07 Sekunden hinter der überragenden Italienerin Simona Quadarella an, die erst auf der letzten Bahn an Gose vorbeizog. Dritte wurde Goses Teamkollegin Maya Werner, die 2,39 Sekunden langsamer war als die Siegerin. Damit gab es über alle drei langen Freistil-Strecken 400, 800 und 1500 Meter den gleichen Zieleinlauf.Mit ihrer Zeit schwamm Gose nah an ihren deutschen Rekord heran. Sie holte nach zweimal Silber über die noch längeren Freistilstrecken am letzten Wettkampftag in der französischen Hauptstadt nun ein drittes Silber. Im Freiwasser hatte Gose zudem Gold im Knockout Sprint und mit der Mixed-Staffel gewonnen. Ihre 21 Jahre alte Teamkollegin Werner nimmt insgesamt dreimal Bronze aus Paris mit.

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EM in Zagreb: Daumen hoch: Kevric und Frauen-Team in Europas Turn-Spitze

Gold für Helen Kevric, Silber für Karina Schönmaier: Zwei Jahre vor den Olympischen Spielen gehören die deutschen Turnerinnen zu Europas Top-Nationen. Wie der Bundestrainer die Situation beurteilt.Helen Kevric reckte erst beide Daumen nach oben und ließ sich dann glücklich die große Goldmedaille umhängen. Der 18 Jahre alte Jungstar hat bei den Turn-Europameisterschaften abgeliefert und mit ihm das gesamte deutsche Team - trotz der Rückkehr der starken Russinnen um Mehrkampf-Europameisterin Angelina Melnikowa. „Großartig, starke Leistung. Ich bin ein stolzer Cheftrainer“, sagte Bundestrainer Gerben Wiersma in Zagreb nach Abschluss der Finals an den Einzelgeräten.Vier Jahre nach Elisabeth Seitz holte Kevric wieder EM-Gold am Stufenbarren. Karina Schönmaier war trotz der verpassten Titelverteidigung am Sprung auch mit der Silbermedaille zufrieden. Und die 29-jährige Pauline Schäfer-Betz schrammte am Schwebebalken nur wegen einer zwei Sekunden zu langen Übung hauchdünn an Bronze vorbei. Was das Team erreicht hatÜberdies hat das Trio zusammen mit Silja Stöhr und Lea Marie Quaas in der Mannschaft durch Platz vier in der Qualifikation schon die Teilnahme an den Weltmeisterschaften im Oktober in Rotterdam sicher. Zum Abschluss im Team-Finale blieb durch Rang fünf ein weiterer Medaillen-Coup aus. Bei Halbzeit auf dem Weg zu den nächsten Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles gehört das deutsche Frauen-Turnen dennoch zumindest auf europäischer Ebene zu den Top-Nationen.Für Kevric war bereits im vergangenen Jahr bei den Heim-Europameisterschaften in Leipzig die Hauptrolle am Stufenbarren vorgesehen. Doch ihre schwere Verletzung am linken Knie machte der Stuttgarterin einen Strich durch die Rechnung - und Schönmaier sprang mit ihren Titeln am Sprung und im Mixed mit Timo Eder (Ludwigsburg) in die Bresche. In Zagreb nun hielt die 18-Jährige den hohen Erwartungen stand und holte ihre erste internationale Einzel-Medaille bei den Frauen.Preisgeld für Turnerinnen und Sieger-Banane„Ich bin einfach nur dankbar, dass ich jetzt wieder hier stehe, meine Leistung wiederholen konnte und mit der Goldmedaille hier stehe“, sagte Kevric erleichtert. Neben dem Titel konnte sie sich auch über 3.000 Euro freuen - erstmals bei EM bekommen die ersten Acht ein Preisgeld. Zudem gab es für die Sieger eine aufblasbare Banane. „Ich wusste am Anfang nicht, ob ich die behalten darf. Aber ich finde die Banane richtig cool“, sagte die Barren-Europameisterin lachend.Was der Bundestrainer zur Situation von Kevric sagtWesentlich einsilbiger reagierte Kevric, wenn die Sprache auf ihre Situation ohne festen Trainer kam. „Ich würde heute eigentlich gern nur Fragen beantworten zu meiner sportlichen Leistung“ - so moderierte sie das Thema bestimmt ab. Seit den Missbrauchsvorwürfen am Kunst-Turn-Zentrum Stuttgart ist Kevric mit wechselnden Trainerinnen nicht zurechtgekommen - auch nicht mit Aimee Boorman aus den USA, die Superstar Simone Biles in die Weltspitze geführt hatte, oder deren Landsfrau LaPrise Williams.Wesentlich gesprächiger war Bundestrainer Wiersma. In Stuttgart werde Kevric von verschiedenen Trainerinnen betreut. Wenn sie in Italien sei, werde sie vom früheren italienischen Top-Turner Enrico Pozzo trainiert, mit dem er sich wie mit allen Heimtrainern abstimme, verriet der Niederländer. „Ich bin sehr beschäftigt mit der Situation“, sagte Wiersma. Man plane aktuell Schritt für Schritt, zunächst war es bis zur EM, nun ist es bis zur WM in acht Wochen. „Ich hoffe natürlich, dass es eine stabile Lösung gibt in der Zukunft“, betonte er.

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Reit-Weltmeisterschaft: Werth rockt 40.000 Fans, Jung jubelt über Gold und Silber

Standing Ovations im größten Reitstadion der Welt: Rekordreiterin Isabell Werth gewinnt ihre 14. WM-Medaille. In der Vielseitigkeit gibt es weitere Gründe zum Jubeln.Einen Tag nach ihrer 14. WM-Medaille hat Isabell Werth die nächsten deutschen Erfolge bei den Reit-Weltmeisterschaften in Aachen gefeiert. Die Dressur-Königin jubelte auf der Tribüne, als Michael Jung in der Vielseitigkeit zu Gold und Silber ritt. Der 44 Jahre alte Reiter triumphierte in der Einzelwertung und holte sich außerdem mit dem deutschen Team den zweiten Platz.„Das ist gigantisch“, jubelte Jung nach seinem Erfolg im ersten Interview beim WDR. „Ich bin einfach so dankbar, dass ich so ein Pferd reiten kann. Das ist unwahrscheinlich“, sagte er über den 18 Jahre alten Wallach, der mit vollem Namen fischerChipmunk FRH heißt.Rund 17 Stunden nach Einzel-Bronze in der Dressur saß Werth am Sonntagnachmittag als Fan auf der Tribüne des größten Reitstadions der Welt, um „die Daumen zu drücken“, wie sie es ausdrückte. Das hat offensichtlich geholfen. Werth konnte sehen, wie Jungs Pferd ein paar Mal die Stangen berührte, aber keine abwarf - und wie der Reiter schließlich die Faust ballte, als er es fehlerlos geschafft hatte. „Er kämpft, er galoppiert - ein unglaubliches Pferd!“Jung führte das gesamte deutsche Team erneut zu Edelmetall. Der Titelverteidiger musste sich nur der britischen Equipe geschlagen geben, die durch Rosalind Canter mit Graffalo Einzeil-Silber gewann.Neben Jung gehörten zum deutschen Team Julia Krajewski mit Nickel, Malin Hansen-Hotopp mit Carlitos Quidditch und Libussa Lübbeke mit Caramia. Der 44 Jahre alte Jung hatte die Basis für den Erfolg vor allem im Gelände gelegt, als er mit Chipmunk am Samstag eine formidable Runde gezeigt hatte. Der dreimalige Einzel-Olympiasieger schwärmte von seinem Pferd: „Er war so kraftvoll. Er kämpft, er galoppiert - ein unglaubliches Pferd!“Mit seinem Erfolgspferd schien Jung im Gelände über die 24 Hindernisse zu fliegen. Und auch im Springen war das Paar perfekt. Als letzter Starter behielt Jung die Nerven und sicherte sich die zwei Medaillen. „Der strotzt vor Kraft“, sagte Jung. „Ich heule schon die ganze Zeit“„Ich heule schon die ganze Zeit“, sagte die überglückliche Krajewski. „Ich hoffe, dem baut jetzt mal einer ein Denkmal“, sagte sie über Jungs Pferd, das sie früher selbst geritten ist. Jung verhinderte in Aachen eine Wiederholung des Dramas bei der WM in Italien vor vier Jahren. In Rocca di Papa hatte er mit Chipmunk zwei Abwürfe und vergab damit im Springen seine Chance auf den Sieg im Einzel. Damals gab es mit der deutschen Mannschaft Gold.„Risiko, Risiko, Risiko“Schon am Samstagabend hatte Werth das Stadion gerockt, auch wenn sie nicht gewann und Dritte wurde. Zufrieden war die deutsche Rekordreiterin trotzdem. „Ich hatte tatsächlich nicht gedacht, dass das reichen wird“, erzählte Werth über ihre Gold-Ambitionen. „Aber ich wollte natürlich unbedingt irgendwie noch ein Plätzchen auf dem Podium ergattern.“ Daher lautete ihr Motto: „Flucht nach vorn und Risiko, Risiko, Risiko.“Und das gelang ihr zur Freude der 40.000 Zuschauer, die schon vor den letzten Lektionen von Werths Kür tobten. Sie bedachten den Publikumsliebling mit Standing Ovations und klatschten nach dem Ende der Prüfung minutenlang. „Das Publikum hat uns so getragen, das war toll“, schwärmte die Bronze-Gewinnerin.Eindrucksvolle Medaillen-SammlungWerth erweiterte zum Abschluss der Dressurwettbewerbe in Aachen ihre eindrucksvolle Medaillen-Sammlung noch einmal. Für die 57 Jahre alte Reiterin war Bronze in der Kür die insgesamt 14. WM-Medaille ihrer bemerkenswerten Karriere, zehn davon sind aus Gold.Sie selbst kommt bei ihren Statistiken regelmäßig durcheinander und will sich „demnächst“ darum kümmern, wie sie vergnügt ankündigte. „Ist ja nicht so wichtig!“Dressur unter Flutlicht mit Fußball-Stimmung Wichtiger sind ihr die Emotionen und der Wettkampf. „Ich habe nichts unversucht gelassen“, sagte Werth. „Und das war einfach ein unglaublich tolles Gefühl.“ Auch wenn ihr früh klar gewesen sei, „dass das jetzt nicht für Gold reicht“.Begeistert war Werth vom enthusiastischen Publikum, das bei Flutlicht für Fußball-Stimmung gesorgt hatte. „Das war einfach noch mal so sensationell“, schwärmte sie. 20 Jahre nach dem Pferdesport-Sommermärchen an gleicher Stelle bei der WM 2006 genoss die erfolgreichste Reiterin der Welt erneut die unvergleichliche Stimmung in Aachen. Die von der alten und neuen Weltmeisterin Charlotte Fry aus Großbritannien mit vier Wörtern zusammengefasst wurde: „Das war einfach wow!“Die Titelverteidigerin gewann mit Glamourdale wie am Vortag im Grand Prix Special vor der Dänin Cathrine Laudrup-Dufour mit Freestyle. „Die gesamte Kür war das großartigste Gefühl der Welt“, berichtete die überwältigte Fry. „In diesen Vibe hineinzureiten, Wahnsinn“, sagte die 40 Jahre alte Doppel-Weltmeisterin von 2022 und 2026. Ihr Glamourdale habe „keinen Huf falsch gesetzt“.

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Leichtathletik: WM-Held Petros stürmt zu EM-Gold im Marathon

Im Marathon bei der Leichtathletik-EM gibt es gleich mehrere deutsche Medaillenkandidaten – und der WM-Zweite liefert. Amanal Petros holt sich seinen ersten großen Titel.Amanal Petros ist erstmals Marathon-Europameister. Der WM-Zweite gewann in Birmingham das Rennen über die prestigeträchtige Distanz von 42,195 Kilometern mit einem Meisterschaftsrekord von 2:09:11 Stunden. Der 31-Jährige siegte überlegen nach einem fast 20 Kilometer langen Sololauf vor dem Italiener Pietro Riva (2:09:18 Stunden) und Gashau Ayale (2:09:21 Stunden) aus Israel. Samuel Fitwi wurde als zweitbester deutscher Läufer Neunter. Richard Ringer, der vor vier Jahren in München Gold gewann, belegte Platz zehn. Nach Ringer ist Petros erst der zweite deutsche Europameister im Marathon. Der in jungen Jahren aus Afrika geflüchtete Läufer, der bei der WM vor fast einem Jahr in Tokio schon Gold vor Augen hatte und überraschend Silber bejubelte, ließ sich dieses Mal den Titel nach einer wirkungsvollen Tempoverschärfung nicht mehr nehmen. Vor vier Jahren in München war er noch denkbar knapp Vierter geworden.Bei den Frauen feierte die Finnin Alisa Vainio in 2:22:26 Stunden einen überlegenen Start-Ziel-Sieg. Beste Deutsche war Laura Hottenrott als 16. in 2:31:15 Stunden. In der Teamwertung kam die DLV-Auswahl nicht unter die Top drei.Schwieriger Kurs im StadtzentrumKurz nach dem Start im Herzen der Stadt wurden die Läuferinnen und Läufer auf eine fünf Kilometer lange, wellige Runde mit Auf und Ab und vielen Kurven geschickt, die sie achtmal absolvieren mussten. Die Frauen starteten bei angenehmen Temperaturen um 14 Grad 40 Minuten vor den Männern.Dort setzten sich Petros, Ringer und Fitwi nach einigen Kilometern an die Spitze, wo sich eine Gruppe bildete. Später stieß etwas überraschend auch noch Simon Boch dazu. Als Petros nach gut 25 Kilometern an einer Bergaufpassage das Tempo verschärfte, sprengte der 31-Jährige die Gruppe. Ringer machte sich allein auf die Verfolgung, wurde aber schnell eingeholt.Keiner kann Amanal Petros mehr folgenVorn zog Petros davon und strebte unaufhaltsam seinem ersten internationalen Titel entgegen. Fitwi und Ringer fielen zurück und konnten in die Vergabe der weiteren Medaillen nicht mehr eingreifen.Im Frauen-Rennen diktierte Alisa Vainio vom Start weg das Rennen und hatte am Ende fast fünf Minuten Vorsprung. Fabienne Königstein ging anfangs mit, ließ die WM-Fünfte angesichts des hohen Tempos aber frühzeitig ziehen. Später fiel Königstein dann weit zurück und gab auf.

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Pferdesport: Reit-WM: 40.000 toben bei Werths nächster Medaille

Standing Ovations im größten Reitstadion der Welt: Nach einer schwungvollen Kür mit Wendy holt die Rekordreiterin ihre vierzehnte WM-Medaille.Auch Isabell Werth musste über die alte und neue Weltmeisterin lachen. „Ich habe immer Angst vor Isabell“, sagte Charlotte Fry und sorgte für schallendes Gelächter. Die britische Dressurreiterin hatte zuvor auf ihren WM-Sieg noch einige Minuten warten müssen, denn Rekordreiterin Werth war als letzte Starterin die letzte Konkurrentin beim Kampf um Gold.„Wenn Isabell noch reitet, muss man mit allem rechnen“, sagte Fry. „Ich weiß, was sie zu leisten im Stande ist.“ Aber dieses Mal reichte es für Werth nicht zum Sieg, sie wurde Dritte. Zufrieden war die deutsche Rekordreiterin trotzdem. „Risiko, Risiko, Risiko“„Ich hatte tatsächlich jetzt nicht gedacht, das wird reichen“, erzählte Werth über ihre Gold-Ambitionen. „Aber ich wollte unbedingt natürlich irgendwie noch ein Plätzchen auf dem Podium ergattern.“ Daher lautete ihr Motto: „Flucht nach vorn und Risiko, Risiko, Risiko.“Und das gelang ihr zur Freude der 40.000 Zuschauer, die schon vor den letzten Lektionen von Werths Kür tobten. Sie bedachten den Publikumsliebling mit Standing Ovations und klatschten nach dem Ende der Prüfung minutenlang. „Das Publikum hat uns so getragen, das war toll“, schwärmte die Bronze-Gewinnerin.Eindrucksvolle Medaillen-SammlungWerth erweiterte zum Abschluss der Dressurwettbewerbe in Aachen ihre eindrucksvolle Medaillen-Sammlung noch einmal. Für die 57 Jahre alte Reiterin war Bronze in der Kür die insgesamt vierzehnte WM-Medaille ihrer bemerkenswerten Karriere, zehn davon sind aus Gold.Sie selbst kommt bei ihren Statistiken regelmäßig durcheinander und will sich „demnächst“ darum kümmern, wie sie vergnügt ankündigte. „Ist ja nicht so wichtig!“Dressur unter Flutlicht mit Fußball-Stimmung Wichtiger sind ihr die Emotionen und der Wettkampf. „Ich habe nichts unversucht gelassen“, sagte Werth: „Und das war einfach ein unglaublich tolles Gefühl.“ Auch wenn ihr früh klar gewesen sei, „dass das jetzt nicht für Gold reicht“.Begeistert war Werth vom enthusiastischen Publikum, das bei Flutlicht für Fußball-Stimmung sorgte. „Das war einfach nochmal so sensationell“, schwärmte sie. 20 Jahre nach dem Pferdesport-Sommermärchen an gleicher Stelle bei der WM 2006 genoss die erfolgreichste Reiterin der Welt erneut die unvergleichliche Stimmung in Aachen. Die von der alten und neuen Weltmeisterin aus Großbritannien mit vier Wörtern zusammenfasst wurde: „Das war einfach wow!“Die Titelverteidigerin gewann mit Glamourdale wie am Vortag im Grand Prix Special vor der Dänin Cathrine Laudrup-Dufour mit Freestyle. „Die gesamte Kür war das großartigste Gefühl der Welt“, berichtete die überwältigte Fry. „In diesen Vibe hineinzureiten, Wahnsinn“, sagte die 40 Jahre alte Doppel-Weltmeisterin von 2022 und 2026. Ihr Glamourdale „hat keinen Huf falsch gesetzt“.Die Bronze-Gewinnerin verzichteteDie deutsche Team-Weltmeisterin Katharina Hemmer hatte nach Einzel-Bronze im Grand Prix Special auf die Chance verzichtet, in der Kür eine weitere Medaille zu gewinnen. Sie trat am Samstagabend nicht an. Sie begründete das mit einer zwischenzeitlichen Verletzungspause ihres Denoix. „Dementsprechend ist es nicht so vorbereitet, wie ich es gerne hätte, um hier bei einer Weltmeisterschaft eine Kür zu zeigen.“Die beiden Männer im deutschen Team hatten in der Kür mit den Medaillen nichts zu tun. WM-Neuling Raphael Netz ritt mit Camelot auf Platz acht. Frederic Wandres kam mit Bluetooth auf Rang 15.

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Schwimm-EM: Nach Weltrekord: Liebmann scheidet auf Nebenstrecke aus

Nach einer kurzen Nacht schwimmt Johannes Liebmann bei der EM schon wieder. Über 400 Meter scheidet er im Vorlauf aus. Traurig ist er trotzdem nicht.Doppel-Europameister Johannes Liebmann ist bei der Schwimm-EM über 400 Meter Freistil ausgeschieden. Der 19-Jährige, der am Samstag noch einen Weltrekord über 1500 Meter aufgestellt hatte, belegte im Vorlauf auf seiner Nebenstrecke nur den elften Platz. „Unzufrieden bin ich nicht. Vielleicht klappen die 400 nächstes Jahr besser“, sagte Liebmann. „Dadurch, dass gestern so unglaublich gut lief, habe ich heute Morgen auch mit wenig gerechnet.“Liebmann, der über 800 und 1500 Meter Freistil Gold gewonnen hatte, berichtete am Morgen nach seinem 1500-Meter-Coup von wenig Schlaf. „Ich bin auf jeden Fall zufrieden so mit der ganzen Woche und bin auch froh, dass ich jetzt durch bin und heute Nachmittag das deutsche Team anfeuern kann“, sagte er.Goldchancen für Männer und FrauenFür den Endlauf qualifizierten sich Oliver Klemet und 400-Meter-Weltrekordler Lukas Märtens. Klemet schwamm in 3:45,22 Minuten die beste Zeit der Vorläufe. Märtens wurde Achter. Der vierte Deutsche Starter, Sven Schwarz, schied als Neunter aus.Wie Klemet und Märtens haben auch die deutschen Frauen Goldchancen. Maya Werner qualifizierte sich als Schnellste des Vorlaufs für den Endlauf, Teamkollegin Isabel Gose als Zweitschnellste. Beide haben im EM-Becken schon zwei Medaillen gewonnen. Gose holte Silber über 800 und 1500 Meter. Werner wurde in beiden Rennen Dritte. Zudem gewann Gose im Freiwasser Gold im Knockout Sprint und mit der Mixed-Staffel.Die letzte Abendsession dieser EM mit den Finals beginnt um 18.30 Uhr (ARD).

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Fußball: So viel verdient ein Bundesliga-Schiedsrichter

Schiedsrichter ist zwar kein Beruf auf Top-Niveau, aber eine höchst professionelle Angelegenheit. Unparteiische verdienen gutes Geld – ein Stück Unsicherheit bleibt allerdings.Sie müssen innerhalb von Sekundenbruchteilen Entscheidungen treffen, die über Sieg oder Niederlage entscheiden – beobachtet von Zehntausenden im Stadion und Millionen an den Bildschirmen. Oft werden sie Ziel von mindestens verbalen Anfeindungen. Fußball-Schiedsrichter müssen nicht nur Regelkenntnis, sondern auch mentale Stärke, Kommunikationsfähigkeit und Fitness mitbringen.Im Grunde ist die Schiedsrichterei ein eigener Sport – doch obwohl sich dieser Bereich im Fußball in den vergangenen Jahren stark professionalisiert hat, ist Schiedsrichter kein Hauptberuf. Selbst die Top-Referees in Deutschland haben andere Berufe gelernt und gehen diesen teilweise auch heute noch nach. In der Realität sind bei Schiedsrichtern auf Bundesliga-Niveau aber nur wenige Tage pro Woche auf einer herkömmlichen Arbeitsstelle möglich. Schiedsrichter ist somit ein anspruchsvoller, aber durchaus lukrativer Nebenjob.6000 Euro für ein Bundesliga-SpielDas Einkommen der Unparteiischen setzt sich aus einem Grundgehalt und Einsatzprämien zusammen. Schiedsrichter mit weniger als fünf Jahren Bundesliga-Erfahrung erhalten 68.000 Euro Jahresgehalt, bei mehr als fünf Jahren Erfahrung gibt es 78.000 Euro. Fifa-Schiedsrichter, also solche, die auch internationale Spiele leiten, werden mit bis zu 88.000 Euro pro Jahr bezahlt.Darüber hinaus gibt es Prämien für jedes gepfiffene Spiel. Bei einer Bundesliga-Partie sind es 6000 Euro, zusätzlich lässt sich noch Geld als Vierter Offizieller (1500 Euro pro Einsatz in der Bundesliga) und als Videoassistent im Kölner Keller (2300 Euro) oder als dessen Assistent (1150 Euro) verdienen. In der 2. Liga bekommt der Hauptschiedsrichter immerhin noch 3000 Euro pro Einsatz. Der VAR erhält 1150 Euro, der VAR-Assistent 575 Euro, der Vierte Offizielle 750 Euro.Zehn deutsche Schiedsrichter stehen zudem auf der Fifa-Liste, dürfen also auch auf internationaler Ebene Spiele leiten. Daraus ergibt sich ein weiterer Nebenverdienst: So werden für ein Spiel in der Gruppenphase der Champions League 7000 Euro bezahlt. Bei Halbfinals oder Endspielen liegen die Prämien noch einmal deutlich höher.Schiedsrichter betreiben Sport auf Top-NiveauWer in Deutschland und international auf höchstem Niveau Fußballspiele pfeift, darf sich also über einen mehr als ordentlichen Verdienst freuen. Im Hinterkopf behalten sollte man aber: Schiedsrichterei auf diesem Level ist professioneller Sport, der höchste körperliche und mentale Fähigkeiten erfordert. Nur sehr wenige schaffen es bis in die obersten Ligen. Die Referees müssen sich fit halten, teils eigene Trainer oder Physiotherapeuten engagieren, Spielvorbereitungen sowie An- und Abreise zu den Partien nehmen viel Zeit in Anspruch.Zudem ist das Einkommen als Schiedsrichter sehr stark von der Zahl der Einsätze abhängig. Zwar bietet der DFB seinen Unparteiischen seit 2012 mit dem Grundgehalt eine Sicherheit. Doch bei Verletzungen oder weniger Einsätzen kann schnell ein großer Teil der Prämien wegfallen. In einem gewissen Alter ist dann Schluss mit dem Dienst an der Pfeife – beim DFB üblicherweise mit 47 Jahren. Quellen: "Kicker", "Welt"

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Tennis: Zverev bei Nachtschicht in Cincinnati mit viel Mühe weiter

Bis tief in die Nacht bestreitet Alexander Zverev sein Auftaktspiel in Cincinnati. Am Ende kann der Hamburger jubeln. Bis zu den US Open bleibt noch Arbeit.Wimbledon-Finalist Alexander Zverev kommt vor den US Open nur langsam in Schwung. Der Hamburger wendete bei der Nachtschicht in seinem Auftaktspiel beim Masters-Turnier in Cincinnati eine Pleite gerade noch ab. Der an Nummer eins gesetzte Zverev siegte gegen den Briten Cameron Norrie 3:6, 6:3, 6:3. Den Matchball verwandelte er um 2:15 Uhr Ortszeit. In der nächsten Runde trifft er auf den Franzosen Terence Atmane.„Ich musste in meinen Rhythmus kommen. Der erste Satz war nicht gut. Der zweite und dritte Satz waren aber auf einem hohen Level“, sagte Zverev.Zverev hatte zuletzt schon beim Masters-1000-Turnier in Montreal gepatzt, als er überraschend in der zweiten Runde gegen den Niederländer Tallon Griekspoor gescheitert war. Das vierte und letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres beginnt am 30. August in New York.Struff und Hanfmann raus - auch Djokovic patztFür Jan-Lennard Struff und Yannick Hanfmann war dagegen in der zweiten Runde schon Schluss. Struff verlor gegen den Chilenen Alejandro Tabilo 3:6, 4:6. Für Hanfmann kam das Aus nach einem 6:7 (5:7), 1:6 gegen den Franzosen Arthur Fils.Ein frühes Aus ereilte auch Superstar Novak Djokovic. Der 24-malige Grand-Slam-Sieger aus Serbien unterlag dem Argentinier Thiago Agustin Tirante 6:2, 4:6, 4:6.

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Schwimm-EM: Liebmann schwimmt wieder: Was geht in seinem letzten Rennen?

Mit seinem Weltrekord über 1500 Meter Freistil sorgt Johannes Liebmann am Samstag für das große Highlight bei der EM. Heute ist er wieder gefordert - und gibt sich bescheiden.Vor seinem nächsten Auftritt im Centre Aquatique Olympique von Paris bemühte Weltrekordler Johannes Liebmann eine alte Sportlerphrase. „Ich habe nichts mehr zu verlieren, nur noch was zu gewinnen“, sagte der 19 Jahre alte Ausnahmeschwimmer vor dem abschließenden Rennen über 400 Meter Freistil und hatte damit gewissermaßen in mehrerlei Hinsicht recht.Liebmanns Bestmarke von 14:26,79 Minuten über 1500 Meter Freistil und seine EM-Titel auf jener Strecke sowie über 800 Meter hat der Jungstar tatsächlich jetzt erstmal sicher. Zudem ist er einer der Hauptprotagonisten dieser Europameisterschaft. Und das bleibt Liebmann auch, egal, wie der Wettkampf heute ausgeht (Vorläufe ab 9.30 Uhr, Finals ab 18.30 Uhr/ARD).Vier Deutsche schwimmen um höchstens zwei Plätze„Ich muss gucken, wie gut ich noch in Form bin“, sagte Liebmann. „Ich werde auf jeden Fall alles geben im Vorlauf auch schon - weil, ich mein, wir sind zu viert als Deutsche da. Da müssen wir schnell gehen.“ In Liebmann, Weltrekordler Lukas Märtens, Oliver Klemet und Sven Schwarz schickt das Team des Deutschen Schwimm-Verbands ein richtig starkes Quartett an den Start. Nur zwei Deutsche dürfen aber ins Finale.„Die 400 Kraul waren jetzt noch nie wirklich meine Stärke beziehungsweise nie so auf dem Niveau“, sagte Liebmann. „Oli und Lukas haben schnellere Bestzeiten als ich.“Liebmann berichtet von ZweifelnNicht zum ersten Mal bei den Titelkämpfen in der französischen Hauptstadt gab sich Liebmann bescheiden. Der überragende Langstreckenschwimmer im Becken bei dieser EM erklärte nach seinem grandiosen 1500-Meter-Rennen: „Ein bisschen Zweifel hatte ich jetzt tatsächlich vor den Beckenwettkämpfen, weil ich hatte irgendwie das Gefühl, dass ich die letzten Wochen nicht so gut trainieren konnte.“Sein Trainer Bernd Berkhahn habe ihm die Zweifel jedoch ausgeredet. „Du hast mega gut trainiert“, habe der Coach zu ihm gesagt. „Das hat mir auch einfach Mut gegeben und dann habe ich ihm auch einfach recht gegeben. Es waren wirklich gute Zeiten, die ich so im Training hatte“, schilderte Liebmann und ergänzte mit fast schon typischem Understatement: „Aber ansonsten schwimme ich eigentlich meistens nur mit den anderen mit und freue mich über die Gesellschaft.“ In Paris schwimmt er dagegen bisher allen davon.

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