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Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und den Finanzmärkten
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Aktuelle Nachrichten

Fußball-Nationalmannschaft: Auch Brown bereit für Paraguay: „Jetzt geht's richtig los“

Das ist ein gutes Signal: Julian Nagelsmann kann fürs erste K.-o.-Spiel gegen Paraguay wohl mit allen Spielern planen. Auch Brown ist nach seiner Pause gegen Ecuador beim Abschlusstraining dabei.Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist zumindest personell bestens gewappnet für den Start in die entscheidende WM-Phase. Außenverteidiger Nathaniel Brown stand auch beim letzten Training vor dem Sechzehntelfinale gegen Paraguay an diesem Montag (22.30 Uhr/ZDF und MagentaTV) in Winston-Salem auf dem Platz. Auch er dürfte Bundestrainer Julian Nagelsmann damit für die Partie in Foxborough zur Verfügung stehen. „Wir hoffen alle, dass es funktioniert“, hatte Sportdirektor Rudi Völler bereits am Vortag gesagt, als der 23 Jahre alte Brown nach Adduktorenproblemen zum Start der kurzen Vorbereitung auf Paraguay ins Teamtraining zurückgekehrt war. Zurück zur Siegerelf - bis auf Schlotterbeck Der Frankfurter WM-Neuling sollte gegen Paraguay wieder für David Raum in die Startelf kommen, der beim 1:2 gegen Ecuador einer der Schwachpunkte war. Völler nannte die sportliche Entwicklung von Brown „atemberaubend“. Erwartet wird, dass Nagelsmann bis auf den am Fuß verletzten Nico Schlotterbeck, für den Antonio Rüdiger im Abwehrzentrum verteidigen wird, ansonsten wieder die Aufstellung der beiden gewonnenen Gruppenspiele gegen Curaçao und die Elfenbeinküste wählen wird. „Jetzt geht die WM richtig los“, sagte Völler zur K.-o.-Phase. Der 66-Jährige verbreitete Zuversicht auf das Weiterkommen. „Der Glaube ist da.“ Gegner im Achtelfinale wäre dann am kommenden Samstag in Philadelphia Frankreich oder Schweden.

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Grand Prix in Österreich: Russell bei Hitze-Spektakel in Spielberg vor Verstappen

Mercedes gewinnt in Österreich das siebte von acht Rennen der Formel-1-Saison. Der Brite George Russell nutzt seinen ersten Startplatz. Dahinter schenken sich zwei Ex-Weltmeister nichts.Nach seinem Spektakelsieg in der Gluthitze von Spielberg hatte George Russell nur einen Wunsch. „Ich freue mich sehr auf einen Drink“, sagte der britische Mercedes-Fahrer nach seinem zweiten Triumph in dieser Formel-1-Saison. Der Schweiß tropfte dem Briten bei Temperaturen von mehr als 34 Grad im Schatten vom Kinn, die enormen Strapazen des packenden Großen Preises von Österreich waren dem 28-Jährigen anzusehen. Ausgerechnet an diesem heißen Sommertag funktionierte sein Trinksystem im Auto nicht, trotzdem gelang den Silberpfeilen im achten Rennen der siebte Erfolg des Jahres.Nur mit Mühe konnte Russell den überraschend starken Max Verstappen auf Abstand halten. Der viermalige Weltmeister schaffte ausgerechnet beim Heimspiel seines Red-Bull-Teams in der Steiermark sein bestes Ergebnis in diesem Jahr. Auch dank technischer Verbesserungen hatte der Niederländer im Ziel nur 1,6 Sekunden Rückstand. „So knapp hinter dem Sieger Zweiter zu werden, darüber bin ich sehr glücklich“, sagte Verstappen: „Es war ein sehr gutes Rennen für uns, die ersten paar Runden haben richtig Spaß gemacht.“WM-Führender am Anfang „zu aufgeregt“Dritter wurde im zweiten Mercedes Kimi Antonelli, der nur 0,3 Sekunden hinter Verstappen ins Ziel kam. Der 19-jährige Italiener behält so auch die Führung in der Gesamtwertung und liegt nun 40 Punkte vor dem neun Jahre älteren Russell, der sich im Titelkampf zurückmeldete. „Zu Beginn des Rennens war ich zu aufgeregt und habe zu viele Fehler gemacht“, sagte Antonelli: „Ich hatte Probleme mit den Bremsen, bin aber schließlich doch noch herangekommen.“Rekordweltmeister Lewis Hamilton verlor seinen zweiten Rang, weil er es in Spielberg nach starkem Start nur auf den fünften Platz schaffte. Erneut ohne Punkte blieb der einzige Deutsche. Nico Hülkenberg musste sich im Audi mit Platz zwölf begnügen.Mehr als 50 Grad heißer AsphaltRussell verteidigte seinen ersten Startplatz souverän und hielt die Konkurrenz auf Abstand. Die Pole hatte sich der 28-Jährige einen Tag zuvor nicht unumstritten gesichert und einen Unfall von Red-Bull-Star Verstappen genutzt. Während der viermalige Weltmeister von der Strecke flog, beendete Russell noch seine schnellste Runde. Die Situation wurde von den Rennkommissaren untersucht, Russell konnte aber kein Fehlverhalten nachgewiesen werden.Hinter dem Mercedes-Fahrer ging dessen Ex-Teamkollege Hamilton auf die Verfolgung. Der 41-Jährige hatte vor zwei Wochen den ersten Sieg im Ferrari geschafft und zeigte sich in der Steiermark zu Beginn erneut stark. Dahinter folgten Verstappen und WM-Spitzenreiter Antonelli auf dem mehr als 50 Grad heißen Asphalt schnell mit einem kleinen Abstand.Heißestes Formel-1-Rennen in Österreich jemalsErbarmungslose Hitze mit Temperaturen weit jenseits der 30 Grad stellte die Rennställe und Fahrer vor große Herausforderungen. Schon Tage vor dem heißesten Rennen in der 63-jährigen Formel-1-Geschichte Österreichs hatte es vom Automobil-Weltverband Fia eine Hitzewarnung gegeben. Dadurch war für die Piloten auch der Einsatz von Kühlwesten erlaubt. Über 50 Grad Celsius wurde es in den Cockpits heiß - trotzdem verzichteten viele Fahrer auf den Einsatz der speziellen Kühlung, die mit Flüssigkeit in einem Schlauchsystem unter dem Rennanzug funktioniert. Einem Teil der Piloten zufolge sei das System für sie nicht ausgereift genug und bringt nur kurze Zeit Abkühlung, zudem würden sie zusätzliche Teile im sehr engen Cockpit stören.Verstappen und Hamilton mit hartem DuellAusgestattet mit einigen technischen Verbesserungen an seinem Red Bull und unbeeindruckt vom Crash am Samstag attackierte Verstappen Hamilton. Rad an Rad fuhren die beiden Ex-Champions spektakulär über den welligen Kurs und schenkten sich keinen Zentimeter. Kurz darauf holte sich Hamilton frische Reifen, an der Spitze lag Russell derweil komfortabel vor Verstappen.Das richtige Reifenmanagement war vor rund 100.000 Zuschauern auf dem Red-Bull-Ring entscheidend. Auch Verstappen kam schon nach 19 von 71 Runden an die Box, um neue Gummis aufziehen zu lassen. Für Mercedes, das die ersten sechs WM-Läufen für sich entschieden hatte, bedeutete das eine doppelte Führung, ehe auch Russell das erste Mal zum Reifenwechsel stoppte.Verstappen übernimmt die FührungUnter dem Jubel der Fans zog Verstappen wieder sehenswert an Hamilton vorbei und schob sich auf einen Podestplatz. Davor spulte Russell dank des überlegenen Mercedes-Motors die schnellsten Runden ab. Weil Carlos Sainz seinen defekten Williams unfreiwillig abstellen musste, sorgte eine virtuelle Safety-Car-Phase für kurze Entspannung. Danach klagte Antonelli über Probleme an den Bremen, Hamilton beschwerte sich über zu wenig Leistung und rutschte auf Rang sechs nach hinten. Ganz vorn stürmte Verstappen Runde für Runde immer näher an Russell heran und trieb ihn vor sich her. Der Brite bog zum nächsten Reifenwechsel an die Box an, Verstappen übernahm erstmals die Spitze, ehe er selbst 20 Runden vor Schluss ein zweites Mal frische Pneus bekam. Mit dem harten Reifen nahm er Russell zunächst Sekunden um Sekunde ab, kam aber nicht mehr vorbei.

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Weg zum Finale: Warum Deutschland es schwerer hat als andere Teams

Nach der Vorrunde zeichnet sich der weitere Turnierverlauf bei der Fußball-WM deutlicher ab. Deutschland könnte bald auf einen Top-Favoriten treffen, andere haben mehr Glück.Die Vorrunde bei der Fußball-WM ist gespielt, ab jetzt geht es nur noch ums Gewinnen oder Verlieren. Im neu geschaffenen Sechzehntelfinale trifft die deutsche Mannschaft auf Paraguay. An den Titel ist nach der Leistung im letzten Gruppenspiel gegen Ecuador kaum zu denken – und ohnehin scheint der Weg dorthin schwieriger als für manche andere Mannschaften im Turnier.Als Gruppensieger sortiert sich Deutschland in einer Hälfte des Turnierbaums ein, in der sich gleich mehrere Teams wiederfinden, die allgemein zu den (Mit-)Favoriten gezählt werden. Während Paraguay im Sechzehntelfinale noch eine definitiv lösbare Aufgabe darstellt, könnte danach ein Kracher warten.Deutschland könnten einige Klassiker im Turnierverlauf erwartenSchon im Achtelfinale könnte der Gegner Frankreich heißen – das Team mit dem stärksten Kader bei dieser Weltmeisterschaft. Die Franzosen, zuletzt zweimal hintereinander im WM-Finale, treffen in der Zwischenrunde auf Schweden.In einem solchen Duell wäre das DFB-Team Außenseiter. Sollte die Mannschaft von Julian Nagelsmann aber auch diese Hürde nehmen, wäre im Viertelfinale ein Aufeinandertreffen unter anderem mit den Niederlanden oder Marokko möglich – ebenfalls zwei hoch eingeschätzte Mannschaften. Im Halbfinale ist Spanien ein möglicher Gegner.Argentinien entgeht bei der Fußball-WM HammergegnernGleichzeitig gibt es andere Länder, die zumindest nominell einen leichteren Weg bis zum Finale haben. Titelverteidiger Argentinien beispielsweise bliebe bis zum Halbfinale von großen Namen verschont: Der Weltmeister spielt zunächst gegen Fußballzwerg Kap Verde, im Achtelfinale würde es dann gegen Australien oder Ägypten gehen. In einem möglichen Viertelfinale würde der Gegner Schweiz, Algerien, Kolumbien oder Ghana heißen. Frühestens im Halbfinale wäre für Messi und Co. mit England oder Brasilien ein echter Hammergegner denkbar.Klar ist allerdings: Wer Weltmeister werden will, muss auch die stärksten Gegner im Turnier schlagen. Und auch kleinere Nationen haben schon in der Vorrunde gezeigt, dass sie nicht per se zu unterschätzen sind.

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Wimbledon: Titelanwärter mit Rasen-Handicap? Zverev überrascht

Alexander Zverev niest. Hat sich der French-Open-Sieger erkältet? Nein, erklärt der beste deutsche Tennisspieler - und überrascht vor dem Rasenklassiker in Wimbledon mit seiner Erklärung.Im Schatten der hintersten Ecke seines Wimbledon-Trainingsplatzes ließ sich French-Open-Sieger Alexander Zverev auf den Rasen sacken. Kräftig schnäuzte er sich in sein Handtuch, lachte dann mit seinem Trainingspartner Andrej Rubljow. Seinem Vater reichte er die Hand, damit dieser ihm vom Boden aufhalf, bevor es weiterging. Mit seiner Erstrundenpartie gegen den Belgier beginnt am Dienstag (14.00 Uhr/Prime Video) im Südwesten Londons Zverevs angestrebter Weg zum Titel-Doppelpack auf Grand-Slam-Ebene. Zweifel, wie es ihm vor dem ersten von erhofften sieben Auftritten geht, wischte Zverev beiseite.„Mir geht's super. Es ist einfach nur ein Problem, dass wir auf Rasen spielen, und ich eine Rasenallergie habe. Die habe ich ja jedes Jahr“, sagte der 29-Jährige. Eine Rasenallergie war in den vergangenen Jahren jedoch kein Thema gewesen. Nun sprach er mit angeschlagener Stimme und überraschte mit dieser Aussage. Unmittelbar zuvor hatte Zverev seinen angefangenen Satz unterbrochen und geniest, als er auf die Frage einging, ob sich seine Wimbledon-Teilnahme als Grand-Slam-Sieger anders anfühle.Zverev nach lang ersehntem Traum: „Man lebt einfach weiter“Drei Wochen ist sein Fünf-Satz-Krimi im Pariser Sandplatz-Finale gegen den Italiener Flavio Cobolli her. Mit „mehr Freude“ und „mehr Freiheit“ geht Zverev dadurch seinen nächsten Anlauf auf Rasen an. „Es fühlt sich schon anders an“, bekannte der Tokio-Goldmedaillengewinner, weil er wisse, dass er einen Grand-Slam-Titel gewonnen, er sein großes Ziel geschafft habe.Es sei aber nicht so, dass sich - wie wohl viele Menschen denken würden - das Leben als Grand-Slam-Sieger verändere. Es gebe „natürlich eine gewisse innere Zufriedenheit“, erklärte der Weltranglisten-Dritte. Aber abgesehen davon habe sich sein Leben nicht groß verändert. Er genieße es weiterhin, mit Freunden Golf zu spielen oder mit seiner Tochter Mayla in den Kinderclub zu gehen. „Man lebt einfach weiter“, sagte der Hamburger.Becker erklärt Titel-Konsequenzen In Wimbledon ist der deutsche Tennisstar die Nummer zwei der Setzliste. Hinter Top-Favorit und Titelverteidiger Jannik Sinner, der bis zu seinem Einbruch in der Hitze von Paris nach der Handgelenksverletzung seines spanischen Rivalen Carlos Alcaraz die Saison klar dominierte. Bisher ist Zverev beim Rasenklassiker deutlich weiter entfernt geblieben vom Triumph als bei den anderen drei Grand-Slam-Turnieren. Ein Viertelfinale fehlt in der Statistik. Warum? Verstehe er auch nicht, sagte Tennisikone Boris Becker.Vielleicht mache der Pariser Erfolg jetzt den Unterschied. Die Pluspunkte daraus erklärte Becker in seinem gemeinsamen Podcast mit Andrea Petkovic so: „Die Spieler schauen ihn anders an. Er selber fühlt sich als besserer Spieler.“ Die Voraussetzungen seien so gut wie vielleicht noch nie.Zverev mit körperlichen Problemen vor Wimbledon In der Vorbereitung lief jedoch nicht alles glatt für Zverev. In seinem Halbfinale im westfälischen Halle ließ er sich den Rücken einrenken. Und der Diabetiker hatte „extremst Probleme“ mit seinem Zucker. Sein Sensor hatte kurz vor dem Match einen zu hohen Zuckerwert angezeigt - und er sich deswegen zu viel Insulin gespritzt. Auf die Frage, ob er deswegen etwas verändert habe, entgegnete Zverev: „Das Unternehmen untersucht den Vorfall, geht der Sache auf den Grund.“ Er nutze den Sensor seit zehn oder elf Jahren. „Das ist das erste Mal, dass so etwas passiert ist. Bei mir ist es leider während eines Tennismatches passiert, bei dem ich körperlich ohnehin schon erschöpft bin. Natürlich war der Erschöpfungsgrad einfach zu hoch für mich.“Der 21 Jahre Blockx soll kein Stolperstein werden. Der Aufstieg des Belgiers war in der Sandplatz-Saison schnell vorangeschritten. Zverev ließ ihm aber zweimal keine Chance - im Halbfinale von Madrid ebenso wie in der dritten Runde von Rom. Für das dritte Duell innerhalb von knapp zwei Monaten mit dem Weltranglisten-37. fühlt sich Zverev bereit - und auch für mehr.Zverev mit Respekt vor Erstrunden-Gegner„Ich habe das Gefühl, dass ich gut vorbereitet bin“, sagte er. „Ich habe das Gefühl, dass ich im Moment gutes Tennis spiele.“ Dennoch warnte der beste deutsche Tennisspieler eindringlich vor der Aufschlagstärke des jungen Belgiers, sie könne auch zu seinem Ausscheiden führen. „Ich spiele wieder gegen jemanden, der mit 230 (km/h) aufschlägt. Dann kommt er und serviert 45 Asse gegen mich“, sagte Zverev, „dann sitze ich hier am Dienstag und sage, ist halt scheiße gelaufen. Aber das kann auf Rasen immer mal passieren.“

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Leroy Sané: Kein DFB-Spieler polarisiert so wie er. Jetzt soll er Nagelsmanns Plan retten

Leroy Sané ist Flügelstürmer und neuerdings auch Rechtsverteidiger. Das überfordert ihn – und das größte Problem im deutschen Spiel bleibt ungelöst. 

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Boxen: Plötzlich Weltmeister: Kabayel schreibt Box-Geschichte

Agit Kabayel gelingt Historisches: Der Bochumer krönt sich zum ersten deutschen Schwergewichtsweltmeister seit Max Schmeling. Ohne Kampf. Das versteht nicht jeder.Der Bochumer Boxer Agit Kabayel wollte im Spanien-Urlaub entspannen - doch plötzlich herrscht in der Urlaubsidylle Trubel. Der 33 Jahre alte Sportler erhielt eine der schönsten Nachrichten seines Lebens: Er ist vom Weltverband WBC zum Schwergewichts-Weltmeister ernannt worden. Er ist jetzt der erste deutsche Champion in der Gewichtsklasse der schweren Männer seit 1932. „Unbeschreiblich, wirklich, mir fehlen die Worte“, sagte er bei Instagram. „Nach knapp 95 Jahren der erste Schwergewichts-Weltmeister nach Max Schmeling, der erste kurdische Schwergewichts-Weltmeister. Es ist wirklich unbeschreiblich“, schwärmte er. „Historischer Tag für den Boxsport in Deutschland“Kabayels Box-Promoter aus England sprachen von einem „historischen Tag für den Boxsport in Deutschland“. WBC-Präsident Mauricio Sulaiman gratulierte Kabayel persönlich in einem Video-Anruf. Möglich wurde der kampflose Erfolg, da der aktuell beste Schwergewichtler Oleksandr Usyk seine drei Titel niederlegt hatte. Usyk war das Kunststück gelungen, die Titel der konkurrierenden Boxverbände miteinander zu vereinen. Statt des erwarteten Duells zwischen Kabayel und Usyk in Deutschland im Herbst, ließ der Ukrainer noch offen, was er zukünftig macht. Nach eigenen Angaben will er sich noch nicht komplett zurückziehen. In den vergangenen Monaten hatte Kabayel das Duell immer wieder lautstark gefordert, zuletzt im Trikot der Fußball-Nationalmannschaft bei Usyks Kampf in Ägypten, als der Ukrainer kurz zuvor vom niederländischen Kickboxer Rico Verhoeven an den Rand der Niederlage gebracht worden war. Im Februar hatte der Verband WBC den Kampf zwischen Kabayel und Usyk angeordnet, weil Usyk immer andere Pläne hatte.„Natürlich wäre es schön gewesen. Aber ich glaube, Usyk sucht mit 39 die sportliche Herausforderung nicht mehr. Es ist nicht leicht, vom Jäger zum Gejagten zu werden. Vielleicht will er in seinem Alter nicht mehr gejagt werden und hat diesen Spirit nicht mehr“, hatte Kabayel dem Sender ntv gesagt. Kabayel bekam den Gürtel zugesprochen, weil er sich Anfang 2025 den Interims-WM-Titel nach einem K.o. gegen den Chinesen Zhilei Zhang gesichert hatte. Er stand also sozusagen in der Pole-Position als Herausforderer. Im Januar verteidigte er diesen Gürtel in Oberhausen vor elektrisierender Kulisse erfolgreich gegen den Polen Damian Knyba.Ex-Profi Schulz bedauert das kampflose ZustandekommenAxel Schulz freute sich für Kabayel, aber bedauerte auch, dass der Titel kampflos zustande gekommen sei. „Es ist schade für Agit, weil er die letzten drei Kämpfe sensationell bestritten hat. Das waren Bewährungsproben, die er eindrucksvoll gelöst hat“, sagte der 57-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. „Kampflos Weltmeister zu werden, ist ein bisschen ungünstig.“Im Profiboxen gibt es mehrere konkurrierende Weltverbände, die jeweils eigene Weltmeister küren. Durch die vielen Boxverbände und teils undurchsichtigen Titel verstehe man die Regeln nicht mehr, kritisierte Schulz. Zudem brauche es wieder einen Sender, der regelmäßig für viele ohne Zusatzkosten und leicht zugänglich Boxkämpfe überträgt. Usyk sei die unangefochtene Nummer eins gewesen, meinte Ex-Profi Schulz. „Dass er die Titel niederlegt, ist traurig.“ Er hätte sich gegen Kabayel stellen müssen, befand Schulz. Nun sei es wichtig, dass Kabayel einen guten nächsten Gegner bekomme. Das ist die große Frage: Wird Kabayel weiterhin im Herbst in einer großen Arena wie in Düsseldorf oder Gelsenkirchen kämpfen? Und wie namhaft wird der Gegner? Das Management teilte auf dpa-Anfrage mit, dass es Gespräche mit dem Verband geben werde. „Das Ziel ist weiterhin klar: Agit möchte noch im Herbst in Deutschland kämpfen, bestenfalls einen sehr, sehr großen Kampf machen.“Bis dahin wird er die Freudenbotschaft in der Sonne Spaniens weiter genießen. Der Weg bis dahin war nicht leicht. Der aktuell in 27 Profiduellen ungeschlagene Profi kämpfte in Deutschland mit Akzeptanzproblemen, betonte immer wieder: „Wenn Deutschland es irgendwann akzeptiert, dass ein Agit Kabayel auch Deutsch sein kann, dann können wir große Meilensteine setzen.“Er brauche noch Zeit, um das Ganze zu realisieren. Nach 16, 17 Jahre harter Arbeit sei er am Ziel angekommen. Und das bei einem Jungen, an den niemand geglaubt habe. „Ich glaube, die meisten haben mir nicht mal zugetraut, dass ich deutscher Meister werden kann im Schwergewicht“, sagte er. „Und jetzt stehen wir in den Geschichtsbüchern drin mit Muhammad Ali, Mike Tyson, Lennox Lewis.“

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Newsblog zur Fußball-WM: Lionel Messi stellt den nächsten WM-Rekord auf

Lionel Messi bricht einen Uralt-Rekord. Treffer tief in der Nachspielzeit bringt Österreich eine Runde weiter. Alle WM-Nachrichten gibt es im stern-Newsblog.Die größte Fifa-Fußballweltmeisterschaft aller Zeiten läuft. 48 Mannschaften kämpfen bis zum 19. Juli in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko um den goldenen WM-Pokal.Auch die deutsche Nationalmannschaft macht sich Hoffnungen, den Weltmeistertitel nach 1954, 1974, 1990 und 2014 zum fünften Mal nach Hause zu holen. Die DFB-Elf von Bundestrainer Julian Nagelsmann hat die Gruppenphase überstanden und zieht ins Sechzehntelfinale ein.Lesen Sie im stern-Newsblog alle aktuellen Meldungen und Entwicklungen zur Fußball-WM 2026:

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Vor Spiel gegen DFB-Team: Paraguays Kapitän voller Pathos: „Es ist noch nicht vorbei“

Bei seiner ersten WM-Teilnahme seit 16 Jahren schafft Paraguay den Einzug in die K.-o.-Runde. Gegner ist Deutschland. Kapitän Gustavo Gómez stimmt sich vor dem Spiel mit kämpferischen Worten ein.Mit dem Glauben an die eigene Stärke geht Paraguays Kapitän Gustavo Gómez in das Sechzehntelfinale gegen Deutschland bei der Fußball-WM. „Wir sind zurückgekehrt, um zu konkurrieren, und wir werden bis zum Ende kämpfen. Wir haben Paraguay auf die Weltbühne gebracht!“, schrieb der 33-Jährige auf Instagram. „Es ist noch nicht vorbei.“Paraguay ist erstmals seit 2010 wieder bei einer WM-Endrunde dabei und qualifizierte sich als einer der acht besten Gruppen-Dritten für die K.-o.-Runde. In der treffen die Südamerikaner am Montag (22.30 Uhr/ZDF und Magenta TV) in Boston auf die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann.„Wenn wir zurückblicken, wissen nur wir die Schwierigkeiten, die wir auf dem Weg überwunden haben. Es waren harte Jahre, aber heute sind wir hier und kämpfen mit unserer Seele, um den Namen unseres Heimatlandes an der Spitze zu lassen“, meinte Abwehrspieler Gómez pathetisch. Wenn ein Paraguayer glaube, sei nichts unmöglich. „ZUSAMMEN SIND WIR STÄRKER!“, endete sein Post.Bislang traf Paraguay nur einmal bei einer WM auf ein DFB-Team. Im Achtelfinale 2002 in Südkorea gewann Deutschland mit 1:0.

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Fußball-Nationalmannschaft: Kimmichs spätes WM-Novum und ein alter Positionsstreit

113 Länderspiele hat Joshua Kimmich in zehn DFB-Jahren für Deutschland bestritten. Partie 114 wird für den Kapitän trotzdem zu einer Premiere. Das große WM-Thema ist aber mal wieder, wo er spielt.Acht Jahre musste Joshua Kimmich auf diesen Tag warten. Auf dieses persönliche WM-Novum. 31 Jahre alt musste der Kapitän werden, um nach zehn Jahren als Fußball-Nationalspieler in seinem 114. Länderspiel für Deutschland am Montag (22.30 Uhr/ZDF und MagentaTV) gegen Paraguay bei seiner dritten Weltmeisterschaft erstmals ein K.-o.-Spiel bestreiten zu können. So schön diese Situation für Kimmich ist, unbeschwert geht der Bayern-Profi nicht in diese Premiere. Der Rucksack der WM-Desaster von 2018 und 2022 scheint in Amerika immer noch auf den Schultern des Bayern-Profis zu lasten. In der Gruppenphase agierte der Kapitän nicht so souverän und prägend, wie man es von ihm im Nationaltrikot gewohnt ist. Locker wirkt Kimmich nicht. Pünktlich zur entscheidenden Turnierphase ploppt dazu wieder der ewige Positionsstreit auf, wo Kimmich am wirkungsvollsten für die Nationalelf ist. Rechts hinten? Oder doch wie beim FC Bayern im Mittelfeld? Zumal nach dem 1:2 gegen Ecuador die Zweifel lauter werden an der Besetzung der Doppel-Sechs mit den Turnierneulingen Aleksandar Pavlovic und Felix Nmecha. Kimmich spielt da, wo ihn Nagelsmann hinstelltKimmich selbst reagierte nach der sportlich verschmerzbaren Niederlage nur noch genervt auf das Thema, das sowohl ihn als auch Bundestrainer Julian Nagelsmann immer wieder einholt. „Das ist einzig und allein die Entscheidung des Trainers. Und da, wo er das Gefühl hat, dass ich am besten weiterhelfen kann, wird er mich aufstellen. Und da spiele ich dann auch“, sagte Kimmich. Ende der Durchsage. Aber auch Ende der Debatte bei der WM? Nagelsmann hat zumindest für die erste K.-o.-Runde ein Schlusswort gesprochen. Pavlovic und Nmecha sollen auch im vierten WM-Spiel im Mittelfeld beginnen. „Ich will auf Felix und Pavlo nicht verzichten.“Auch Sportdirektor Rudi Völler wurde am Wochenende in Winston-Salem zum Dauerthema befragt. Und der 66-Jährige sagte zur ewigen Streitfrage: „Die Diskussion, die gab es schon immer. Weltklasse ist er auf der rechten Verteidigerposition, Weltklasse im zentralen Mittelfeld ist er auch.“ Völlers Ausweg lautete: „Am Ende entscheidet das Julian mit seinem Trainerteam.“Im Mittelfeld ist Kimmich mit dem Vereinskollegen Pavlovic top eingespielt. Der 22 Jahre alte Pavlovic offenbart in Amerika aber ungewohnte Mängel. Wie Kimmich mit dem dynamischen Dortmunder Nmecha harmonieren würde, dafür fehlen Erfahrungswerte. Nagelsmann beruft sich bei Kimmichs Positionierung auf die Heim-EM 2024: „Da war Jo ein Top-Rechtsverteidiger und in allen statistischen Werten mit Abstand der Beste auf der Position.“ Kimmich spielt quasi ein Hybrid-Rolle. In Ballbesitz wird er zum Spielmacher. „Da spielt er im Grunde die gleiche Position wie bei Bayern München, da kippt er auch immer nach rechts hinten“, erklärte Nagelsmann.  Kimmich geht es in Amerika nicht in erster Linie um seine Positionierung auf dem Platz, sondern um eine Korrektur seiner bislang verkorksten WM-Vita. Und dafür muss gegen den Gruppendritten Paraguay aus seiner Sicht insbesondere eine Sache unbedingt verbessert werden: „Wir dürfen nicht in jedem Spiel ein, zwei Gegentore bekommen und müssen die Ballverluste minimieren.“So sieht Völler den KapitänIn der K.o.-Phase soll auch wieder der ballsichere, defensiv zuverlässige und im Vorwärtsgang mit Torvorlagen glänzende Kimmich zu sehen sein. „Klar, auch er hätte gerne einen Tick besser gespielt in dem einen Spiel jetzt gegen Ecuador“, sagte Völler. Das war aber schon sein Maximum an Kritik. „Wir kennen alle Jo, der natürlich auch sehr verbissen ist. Aber er ist in jeder Hinsicht ein absoluter Top-Kapitän, ein Fahnenträger, wie ich gerne sage. Wir sind alle total zufrieden mit ihm, wie er sein Amt als Kapitän ausübt und wie er spielt.“Mit Blick auf ein mögliches Achtelfinale gegen die weltmeisterlichen Franzosen könnte die Positionsdebatte freilich neuerlich Schwung aufnehmen. Kimmichs Tempodefizite fielen schon gegen die Elfenbeinküste in Laufduellen mit dem Leipziger Yan Diomande auf. „Er ist ein anderer Außenverteidiger als Nene Brown, der eine enorme Geschwindigkeit hat“, merkte auch Völler an: „Aber er hat eine große Erfahrung und kann clever mit diesen Situationen umgehen.“Ein Geheimplan für FrankreichTrotzdem schwirrt schon eine Idee durchs DFB-Quartier. Um die Turbo-Offensive Frankreichs mit Kylian Mbappé, Ousmane Dembélé, Désiré Doué und Bayern-Star Michael Olise zu stoppen, könnte Nagelsmann das System ändern. Dreierkette statt Viererkette in der Abwehr - und Kimmich doch vor ins Mittelfeld. Denn nach dem Ecuador-Spiel sagte Nagelsmann auch diesen Satz: „Im Fußball kann man nichts ausschließen, aber ein Wechsel ist akut nicht geplant.“ Akut heißt Paraguay - Kimmichs erstes K.o.-Spiel bei einer WM.

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Fußball-WM: „Einmal Hölle und zurück“ - Österreich erlebt WM-Wahnsinn

Viele hatten wegen der Gruppenkonstellation einen Langweiler erwartet. Doch beim Spiel Algerien gegen Österreich kommt alles anders. Die Beteiligten sind danach völlig fertig.Als Ralf Rangnick weit nach Mitternacht in hohem Tempo auf einem Golfcart durch die Mixed-Zone gefahren wurde, konnte er das zuvor Erlebte immer noch nicht fassen. Nach einer der verrücktesten Schlussphasen in der österreichischen Fußball-Geschichte steht das Team Austria bei der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko doch noch im Sechzehntelfinale und fordert dort am Donnerstag Europameister Spanien. „Einmal Hölle und zurück“, titelte die „Kronen-Zeitung“ nach dem WM-Wahnsinn von Kansas City.Vor der Partie gegen Algerien war viel über die Ausgangslage diskutiert worden, da beiden Teams ein Remis zum Weiterkommen reichte. Doch die Art und Weise, wie es mit der allerletzten Aktion im 72. und abschließenden Spiel der Gruppenphase zum 3:3 kam, hatte niemand vorhergesehen. In der dritten Minute der Nachspielzeit brachte Riyad Mahrez Algerien aus dem Nichts mit 3:2 in Führung und stürzte Österreich damit ins Tal der Tränen. Drei Minuten später köpfte der direkt nach dem Rückstand eingewechselte Sasa Kalajdzic das 3:3 und Österreich zurück in den Fußball-Himmel. „Ich habe im Moment keine Worte, sage ich ganz ehrlich. Ich glaube, so etwas habe ich so noch nie erlebt“, sagte Rangnick. „3:2 hinten, die Spielzeit ist eigentlich um. Wir kommen tatsächlich nochmal ins Spiel zurück. Wir sind im Moment einfach nur happy“, sagte Österreichs deutscher Trainer sichtlich gezeichnet.Österreichs Held Kalajdzic bei Jubel „geschubst und gedrückt“Nach dem Ausgleichstreffer stürzte sich gefühlt ganz Österreich auf Kalajdzic. „Der Jubel hat 15 Meter im Feld begonnen und am Ende war ich fast aus dem Stadion, so sehr wurde ich geschubst und gedrückt“, sagte der Angreifer. Als der Schiedsrichter nach dem Auflösen der österreichischen Jubel-Traube die irre Partie im Stadion der Kansas City Chiefs abpfiff, ließen sich die meisten österreichischen Spieler einfach auf den Rasen fallen. „Ich bin fix und fertig“, sagte Dortmunds Marcel Sabitzer.Nun wartet Titelkandidat Spanien auf den Gruppenzweiten Österreich, Algerien als Dritter trifft auf die Schweiz und damit auf den vermeintlich leichteren Gegner. Es passte zu diesem wahnwitzigen Fußball-Abend, dass Algerien, eigentlich der gefühlte Verlierer nach dem Last-Minute-Ausgleich, am Ende als gefühlter Gewinner aus der unvergesslichen Nacht von Kansas City hervorging.Vor 69.045 Zuschauern trafen Marko Arnautovic (28. Minute), Sabitzer (55.) und Kalajdzic (90.+6) für Österreich. Rafik Belghali (45.) und Riyad Mahrez (60./90.+3) erzielten die Tore für Algerien.Party in der Kabine„Wir haben Österreich den Atem angehalten - aber jetzt sollen sie alle schön weiter trinken“, sagte Sabitzer. Er und seine Teamkollegen tanzten nach dem Nervenkrimi ausgelassen durch die Kabine und schrien ihre Freude und Erleichterung heraus. „Das ist unfassbar“, sagte Kapitän David Alaba.Vor dem Spiel hatten viele auf ein Unentschieden spekuliert. Vor allem in Algerien war viel von der „Schande von Gijón“ die Rede. Bei der WM 1982 hatten sich Deutschland und Österreich nach der frühen deutschen Führung quasi auf eine Verwaltung des Ergebnisses geeinigt. Leidtragende waren damals die Algerier, die durch das deutsche 1:0 ausschieden.Beide Teams spielen nach vorne44 Jahre später konnte von einer „Schande von Kansas“ nicht die Rede sein. Ganz im Gegenteil. Mit der ersten guten Chance des Spiels ging Österreich durch Arnautovic in Führung. Nun waren die Algerier gefordert, eine Niederlage hätte schließlich das Aus bedeutet. Kurz vor der Pause kam Belghali in Position und schloss nach feinem Solo wuchtig ab.Nun stand Österreich wieder unter Druck. Ein weiteres Gegentor und das Team Austria hätte die Heimreise antreten müssen. Doch nach der Pause gingen die Österreicher durch Sabitzer wieder in Führung. Jetzt waren es wieder die Algerier, die gefordert waren - und erneut lieferten. Mahrez traf zum zweiten Mal zum Ausgleich und versetzte die vielen algerischen Fans in Ekstase.Irre SchlussphaseIn der Schlussphase spielten sich die Algerier den Ball eigentlich nur noch ungestört zu. Doch dann tauchte plötzlich Mahrez vor dem Austria-Tor auf und traf zum 3:2. Der in Saudi-Arabien für Al-Ahli spielende Stürmer hatte später fast das Gefühl, als müsse er sich für seinen Treffer entschuldigen. „Aber man muss den Ball und das Spiel respektieren“, sagte Mahrez. Er habe dieses Tor schießen müssen.Dass er sich später nicht noch weiter für seine eigentlich selbstverständliche Aktion erklären musste, lag an Kalajdzic und dem irren Ende eines verrückten Spiels. „BIST DU DEPPAT!“, titelte das Online-Magazin oe24.at.

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WM 2026: Diese Teams fahren nach der Vorrunde nach Hause

Bei der Fußball-WM 2026 müssen sich nach der Vorrunde 16 Teams aus dem Turnier verabschieden. Welche Teams nun ausgeschieden sind und ihre Quartiere räumen müssen.Mit den Spielen in der Nacht zum Sonntag endet die Gruppenphase der WM. Und es wurde nochmal dramatisch: Weil Österreich tief in der Nachspielzeit der 3:3-Ausgleich gegen Algerien gelang, schafften beide Teams die Qualifikation für das Sechzehntelfinale. Bei einer Niederlage Österreichs wäre der Iran weitergekommen, der so den Heimweg antreten muss. Ausgeschieden als Gruppendritter ist ebenso Südkorea, das wie der Iran nur drei Punkte holte und ein schlechtes Torverhältnis aufwies. Auch für WM-Neuling Usbekistan geht es nach dem 1:3 gegen den Kongo gen Heimat.Neue Regel besiegelt frühes WM-AusMehrere Teams sind bereits nach dem zweiten Vorrunden-Spiel der Fußball-WM ausgeschieden. Verantwortlich dafür ist eine neue Regelung: Anders als bei der WM in Katar 2022 zählt bei Punktgleichheit zuerst der direkte Vergleich und dann erst die Tordifferenz. Und die beiden betroffenen direkten Vergleiche hat die Türkei verloren.Welche Mannschaften das Turnier verlassen müssen, sehen Sie in unserer Fotostrecke.

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Fußball-WM: Team über Ego: Messis „wunderbare“ Geste als Edeljoker

Auch als Bankdrücker ist sich Argentiniens Lionel Messi nicht zu schade. Vielleicht hätte er gegen Jordanien in der Startelf noch mehr Tore erzielen können. Doch etwas anderes war ihm wichtiger.Edeljoker Lionel Messi kam, traf, siegte - und sorgte für den nächsten Rekord seiner atemberaubenden Karriere. Doch Messis wahrer Verdienst beim 3:1 (2:0) der Argentinier zum Gruppenabschluss der Fußball-WM gegen Jordanien war ein anderer: Durch seinen freiwilligen Verzicht auf einen Startelf-Einsatz machte der Weltmeister-Kapitän klar, dass für ihn das Team über dem eigenen Ego steht. Passend dazu beendete er seinen Social-Media-Post direkt nach dem Spiel mit den Worten: „Weiter zusammen.“„Er denkt nicht so sehr an seine Zahlen. Er hat das einfach entschieden. Das spricht Bände, was Messi für dieses Team bedeutet. Das ist wunderbar“, sagte Trainer Lionel Scaloni über die höchst ungewöhnliche Bankrolle für den Superstar: „Er hätte heute 90 Minuten spielen können - aber er ging raus und er wollte seinen Mitspielern Zeit auf dem Spielfeld geben.“ Messi überflügelt Just Fontaine und JairzinhoMessi saß erstmals seit 20 Jahren bei einem WM-Spiel wieder auf der Bank. Bei seiner Einwechslung in der 60. Minute brandete riesiger Jubel im hauptsächlich mit argentinischen Fans gefüllten Dallas-Stadion auf - und der wurde knapp 20 Minuten später noch lauter: Messi baute per Freistoß seinen Torrekord auf nun 19 WM-Treffer aus. Auch Ehefrau Antonela Roccuzzo jubelte auf der Tribüne ausgelassen.Der 39-Jährige ist der erste Spieler der Geschichte, der in sieben aufeinanderfolgenden WM-Spielen mindestens ein Tor erzielt hat. Er überflügelte den Franzosen Just Fontaine und den Brasilianer Jairzinho (beide 6). Die Chancen, dass er seine Torrekorde in der ersten K.-o.-Runde ausbaut, sind groß. Zum einen hat der 39-Jährige gegen Jordanien etwas Kraft sparen können. Und zum anderen ist der nächste Gegner der krasse Außenseiter Kap Verde. Für den kleinen Inselstaat mit so vielen Einwohnern wie eine mittelgroße deutsche Stadt ist das Kräftemessen mit dem Titelverteidiger in der deutschen Nacht zu Samstag ein Jahrhundertspiel. Kap Verdes Torwart will Messi stoppen„Es ist der Traum eines jeden Fußballers, gegen Argentinien und Lionel Messi zu spielen“, sagte Kap Verdes Torwartheld Vozinha. Der 40-Jährige hat seinen Kasten in der Gruppenphase zweimal sauber halten können, vor allem das sensationelle 0:0 gegen Spanien dürfte Warnung genug für Argentinien sein. „Es gibt kleine leichten Spiele“, mahnte Scaloni. Doch Argentinien geht als haushoher Favorit in das ungleiche Duell, zumal auch der zweite Anzug passt. Die auf neun Positionen veränderte Startelf hatte gegen Jordanien so gut wie keine Probleme, am Ende stand Argentiniens 50. Sieg bei Fußball-Weltmeisterschaften zu Buche. Erfolgreicher sind in der WM-Geschichte nur Rekordweltmeister Brasilien (78) und Deutschland (70). Ibrahimovic: Messi gibt den Fans, was sie sehen wollen„Wir haben immer noch Schmetterlinge im Bauch, wenn wir für Argentinien spielen“, sagte Scaloni. Und die Fans, wenn sie Messi spielen sehen. Sie hatten zu Beginn der zweiten Halbzeit mit „Messi, Messi“-Rufen die Einwechslung ihres Lieblings gefordert - und waren erhört worden. Was er zu Messi vor der Einwechslung gesagt habe, wurde der Trainer gefragt. „Ich habe nur gesagt, dass er sich aufwärmen soll“, antwortete Scaloni: „Was soll ich ihm sonst sagen? Ich muss ihm nichts mehr sagen, er weiß es.“ Messi sei ins Spiel gekommen und habe den Fans das gegeben, „was sie wollten“, sagte Schwedens Fußball-Ikone Zlatan Ibrahimovic: „Die Fans können nach Hause und weiter seinen Namen singen.“„Messi, immer Messi“, schrieb die argentinische Zeitung „Olé“, die aber auch bemerkte: Die Nationalmannschaft habe durch die XXL-Rotation „den Beweis für ihre Flexibilität erbracht, für ihre Vielseitigkeit, die über die außergewöhnliche Leistung von Lionel Messi hinausgeht“.

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Fußball-WM: „Noch nie erlebt“: Österreich und Algerien nach 3:3 weiter

Viele hatten einen Langweiler erwartet. Doch beim Spiel Algerien gegen Österreich kommt alles anders. Die Reaktionen der Beteiligten sprechen für sich.Marcel Sabitzer konnte es nicht fassen, Michael Gregoritsch kämpfte mit den Tränen: In einem hochdramatischen Spiel hat Österreich einen Schock in der Nachspielzeit verkraftet und darf sich nach dem Last-Minute-Ausgleich von Sasa Kalajdzic wie Algerien auf die K.-o.-Phase freuen. Ein Unentschieden hatten vor dem Spiel viele erwartet, das 3:3 (1:1) nicht.Im Sechzehntelfinale bekommt es Österreich nun mit Titelkandidat Spanien zu tun, Algerien hat mit der Schweiz den wohl leichteren Gegner erwischt. Und das, obwohl die Nordafrikaner die Vorrunde hinter Argentinien und Österreich nur auf Platz drei abschlossen. Vor 69.045 Zuschauern in Kansas City trafen Marko Arnautovic (28. Minute), Sabitzer (55.) und Kalajdzic (90.+6) für Österreich. Rafik Belghali (45.) und Riyad Mahrez (60./90.+3) erzielten die Tore für Algerien.Rangnick: „Wir sind im Moment einfach nur happy“„Ich habe im Moment keine Worte, sage ich ganz ehrlich. Ich glaube, so etwas habe ich so noch nie erlebt“, sagte Österreichs deutscher Trainer Ralf Rangnick. „3:2 hinten, die Spielzeit ist eigentlich um. Wir kommen tatsächlich nochmal ins Spiel zurück. Wir sind im Moment einfach nur happy.“Mittelfeldspieler Marcel Sabitzer sagte im ZDF: „Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Das war ein Auf und Ab. Wir gehen zweimal in Führung, das musst Du nach Hause bringen. Es war teilweise unseriös.“ Der Profi von Borussia Dortmund ergänzte: „Viel zu leichte Gegentore, aber heute freuen wir uns mal. Wir haben Österreich den Atem angehalten - aber jetzt sollen sie alle schön weiter trinken.“Brisante AusgangslageVor dem letzten Vorrundenspiel dieser WM war viel über die Ausgangslage spekuliert worden. Da nach dem Sieg der Demokratischen Republik Kongo in der Partie zuvor beiden Teams ein Remis zum Weiterkommen reichte, hatte es viele Diskussionen gegeben, ob es eventuell Absprachen zwischen beiden Mannschaften geben könnte.Österreichs Trainer Ralf Rangnick hatte das vor der Partie vehement zurückgewiesen. „Du kannst nicht in ein Spiel gehen und sagen, du spielst auf Unentschieden. Wie das in den letzten fünf Minuten sein wird, das wird man sehen. Aber wir werden das Team sicher nicht ins Rennen schicken, um Remis zu spielen.“Vor allem in Algerien war viel von der „Schande von Gijón“ die Rede. Bei der WM 1982 hatten sich Deutschland und Österreich nach der frühen deutschen Führung quasi auf eine Verwaltung des Ergebnisses geeinigt. Leidtragende waren damals die Algerier, die durch das deutsche 1:0 ausschieden.Beide Teams spielen nach vorne44 Jahre später konnte von einer „Schande von Kansas“ nicht die Rede sein. Beide Mannschaften agierten von Beginn an mit viel Intensität. Vor allem die Algerier starteten energisch.Doch mit der ersten guten Chance des Spiels ging Österreich in Führung. Nach einem langen Ball von David Alaba war Arnautovic plötzlich durch und stocherte den Ball an Algeriens Keeper Oussama Benbout vorbei ins Tor. Benbout hatte den Vorzug vor Luca Zidane bekommen. Der Sohn von Frankreichs Ex-Star Zinédine Zidane hatte bislang bei der WM nicht überzeugt.Nun waren die Algerier gefordert, eine Niederlage hätte schließlich das Aus bedeutet. Und in der Tat drängten die Nordafrikaner auf den Ausgleich. Zunächst traf Farès Chaibi nur den Pfosten (40.), dann scheiterte Ibrahim Maza an Österreichs Torwart Alexander Schlager (44.). Kurz darauf war es dann aber so weit. Nachdem der Ball von der Eckfahne zurück ins Feld geprallt war, kam Belghali in Position und schloss nach feinem Solo wuchtig ab.Munteres Spiel auch nach der PauseNun stand Österreich wieder unter Druck. Ein weiteres Gegentor und das Team Austria hätte die Heimreise antreten müssen. Rangnick reagierte in der Pause mit einem Dreifachwechsel. Unter anderem kam der Augsburger Gregoritsch für den angeschlagenen Arnautovic.Und die Österreicher kamen gut aus der Kabine und gingen schnell wieder in Führung. Nach einem wunderschönen Zuspiel von Konrad Laimer, dessen Vertragsverlängerung bei Bayern München kurz bevorsteht, war Sabitzer zur Stelle.Jetzt war es wieder Algerien, das gefordert war - und das erneut lieferte. Mahrez traf zum erneuten Ausgleich und versetzte die vielen algerischen Fans im Kansas City Stadium in Ekstase. In der Schlussphase deutete eigentlich alles auf ein 2:2 hin, dann überschlugen sich die Ereignisse. Erst traf Algerien, doch Österreich konterte den Schock.

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Fußball-WM: Die nächste Enttäuschung: So ist Portugal kein WM-Favorit

Ronaldo und Co. verpassen bei der Fußball-WM den Gruppensieg. Das 0:0 gegen Kolumbien ist sogar glücklich. Der Superstar selbst fällt nur durch eine Statistik auf.Cristiano Ronaldo ging als Erster vom Platz. Eine Umarmung noch für Kolumbiens Stürmer Luis Suárez, ein paar freundliche Gesten für die gegnerischen Fans - dann war Portugals Kapitän in der Kabine verschwunden.Das enttäuschende und obendrein glückliche 0:0 gegen Kolumbien verstärkte auch bei „CR7“ den Eindruck, der schon beim schwachen WM-Auftakt gegen die Demokratische Republik Kongo entstanden war: In dieser Form ist Portugal kein Titelkandidat bei der Fußball-Weltmeisterschaft. Nach nur einem Sieg in drei Vorrunden-Spielen reichte es nicht einmal zum ersten Platz in der Gruppe K.Trainer Roberto Martinez sieht das weiterhin anders: „Es gibt bei der WM keine Mannschaft, die jedes Spiel mit 3:0 gewinnt. So funktioniert Fußball nicht“, sagte der Spanier. Dieses Spiel sei ein „wertvoller Test“ gewesen. Eine Art Prüfung, „nach der man sich deutlich besser präpariert fühlt für die nächsten Aufgaben. Wenn das Ziel der WM-Sieg ist, müssen wir uns weiterentwickeln.“Fußspitze entscheidet: Portugal im GlückDies ist schon eine sehr wohlwollende Lesart für ein Spiel, das Kolumbien in nahezu jeder Hinsicht dominierte. In der Nachspielzeit hatten Ronaldo und Co. noch einmal besonders viel Glück, als ein Kopfballtor von Davinson Sánchez nicht gegeben wurde (90.+1). Kolumbiens Abwehrspieler hatte mit der Fußspitze im Abseits gestanden.Ansonsten spuckte der Abend in Miami eine Menge Daten aus, von denen den Portugiesen nur eine Zahl gefallen konnte: Im Ranking der WM-Rekordspieler zog der 41 Jahre alte Ronaldo mit dem zweitplatzierten Lothar Matthäus gleich. Sein 25. WM-Einsatz war einer seiner schwächsten.Und die anderen Werte? Zu Buche standen 24:13 Torschüsse und 5:2 Großchancen für Kolumbien. Als bester Spieler der Partie wurde Portugals Torwart Diogo Costa ausgezeichnet. Auch das sagt viel über die Leistung des Europameisters von 2016 aus.„Ich hätte das Spiel lieber gewonnen und meine Auszeichnung gegen einen Sieg eingetauscht“, sagte der Schlussmann des FC Porto. „Wir haben uns phasenweise zu sehr von der emotionalen Seite des Spiels mitreißen lassen, anstatt die Kontrolle zu behalten. Das führte zeitweise zu Unordnung.“Kolumbien kann weit kommenEs ist das große Problem dieser hoch veranlagten Auswahl, das sich seit dem EM-Titel vor zehn Jahren praktisch durch jede Welt- und Europameisterschaft zieht: Aus vielen klangvollen Namen einen stimmigen Verbund zu bilden, gelingt den Portugiesen einfach nicht. Spielen Ronaldo und João Félix vorne, fehlen dem Spiel Tempo und Tiefgang. Rückt Rafael Leão an die Seite des alternden Stars, spielt Portugal in der Rückwärtsbewegung praktisch nur zu neunt.Auf der anderen Seite haben die Kolumbianer fast alles, was man braucht, um bei einer WM weit zu kommen: individuelle Qualität, eine Menge Wucht und noch mehr Willen. Und dazu die Unterstützung zehntausender Fans bei diesem Turnier.Erst Kroatien, dann Spanien? Schwerer Weg für PortugalDer völlig verdiente Gruppensieg beschert den Südamerikanern nun den vermeintlich leichteren Weg durch den weiteren Verlauf der WM. Nächster Gegner ist Ghana (Samstag, 4. Juli, 3.30 Uhr). Danach geht es im Erfolgsfall gegen die Schweiz oder Algerien weiter.Portugals Turnierpfad liest sich auf dem Papier deutlich schwerer. Als Nächstes wartet Kroatien - und das nach der Ortszeit in Toronto gerechnet nur einen Abend vor dem ersten Todestag des Stürmers Diogo Jota. Dahinter lauert der große Nachbar Spanien in einem möglichen Achtelfinal-Duell. Das sind der aktuelle WM-Dritte und der amtierende Europameister: ein hoher Preis für den Vorrunden-Platz zwei.„Jetzt beginnt ein neues Turnier“, sagte Trainer Martinez über die K.o.-Phase der WM. „In den ersten drei Spielen geht es nur darum, diese Aufgabe zu bestehen und zu wachsen. Das haben wir getan!“

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Fußball-WM: Mit Messi als Edeljoker: Argentinien feiert WM-Jubiläumssieg

Der Superstar sitzt zunächst nur auf der Bank, kommt nach einer Stunde ins Spiel - und trifft. Argentinien schlägt Jordanien und trifft in der K.-o.-Runde auf den nächsten krassen Außenseiter.Mit Lionel Messi als treffsicherer Edeljoker hat Argentinien einen Jubiläumssieg gefeiert. Der Titelverteidiger setzte sich zum WM-Gruppenabschluss trotz einer XXL-Rotation in der Startelf gegen Jordanien mit 3:1 (2:0) durch und holte seinen 50. Sieg bei Fußball-Weltmeisterschaften. Erfolgreicher sind in der WM-Geschichte nur Rekordweltmeister Brasilien (78) und Deutschland (70). Messi kam erstmals seit 20 Jahren bei einem WM-Spiel von der Bank. Bei seiner Einwechslung in der 60. Minute brandete riesiger Jubel im hauptsächlich mit argentinischen Fans gefüllten Dallas-Stadion auf - und der wurde knapp 20 Minuten später noch lauter: Messi baute per Freistoß seinen Torrekord auf nun 19 WM-Treffer aus. Der 39-Jährige ist zudem der erste Spieler der Geschichte, der in sieben aufeinanderfolgenden WM-Spielen mindestens ein Tor erzielt hat.Führungstor im Messi-StilDen Führungstreffer erzielte Giovani Lo Celso (19. Minute) im Messi-Stil mit links und einem Freistoß-Schlenzer in den Winkel. Es war zugleich das erste argentinische Tor bei dieser WM, das nicht von Messi erzielt wurde. Lautaro Martínez (31.) legte per Foulelfmeter nach. Neuling Jordanien, für den Musa Al-Taamari (55.) zum 1:2 traf, schloss seine erste WM-Endrunde ohne Punktgewinn als Gruppenletzter ab. Trainer Lionel Scaloni hatte nicht nur Messi geschont, sondern seine Startelf auf gleich neun Positionen umgestellt. Der Einzug in die K.-o.-Runde als Gruppensieger hatte für die Albiceleste schon vorher festgestanden. Gegner im Sechzehntelfinale ist in der deutschen Nacht zum Samstag der sensationelle WM-Debütant Kap Verde, für den das Kräftemessen mit Messi und Co. ein Jahrhundertspiel wird. Messi beim Aufwärmen ganz entspanntAuch als Bankspieler war Messi der unumstrittene Star. Beim Aufwärmen wurde vor allem er auf dem riesengroßen Videowürfel eingeblendet, und jedes Mal war der Jubel auf den Rängen groß. Messi winkte entspannt ins Publikum, während er sich dehnte. Das Spiel verfolgte er dann zunächst Kaugummi kauend auf der Bank.Der Superstar sah aus der für ihn völlig ungewohnten Perspektive, dass sein Team auch ohne ihn mit Jordanien keine Probleme hatte. Kurz nachdem Lo Celsos erstes Tor per Außenrist wegen Abseits noch aberkannt worden war, belohnte sich der 30-Jährige für eine starke Anfangsphase mit dem Freistoßtor. Jordaniens Schlussmann Yazeed Abulaila, der spekuliert und die Torwartecke offen gelassen hatte, half allerdings auch mit. Knapp zehn Minuten später rettete Abulaila zwar zunächst mit einer spektakulären Parade sein Team vor dem zweiten Gegentreffer, doch beim Zweikampf zuvor hatte Nizar Al-Rashdan mit dem Fuß den Kopf von Marcos Senesi getroffen. Den fälligen Strafstoß nach Videobeweis vollendete Martínez sicher. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte hatten Otamendi und Julian Alvarez weitere Möglichkeiten für Argentinien. Fans fordern Messi-EinwechslungDie zweite Halbzeit hatte gerade begonnen, da forderten die Fans mit „Messi, Messi“-Rufen die Einwechslung ihres Lieblings. Zunächst traf aber Martínez die Latte (53.) - und Al-Taamari vollendete einen klasse Angriff des krassen Außenseiters zum überraschenden 1:2. Nach einer Stunde kam dann Messi ins Spiel, was auch Ehefrau Antonela Roccuzzo auf der Tribüne mit Applaus bedachte. Messi wurde sogleich von seinen Teamkollegen als Anspielstation gesucht. Bei einem Freistoß aus rund 25 Metern zielte er etwas zu hoch (64.). Beim zweiten Versuch aus etwas kürzerer Distanz machte er es besser und schlenzte den Ball an der Mauer vorbei ins Tor.

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Fußball-WM: Kane-Rekord und Bellingham-Show: Tuchels Engländer auf Kurs

Auch beim Vorrundenabschluss überzeugen die Three Lions nur phasenweise. Aber: Sie haben zwei Unterschiedsspieler. Mindestens. Einer schreibt gegen Panama Geschichte, der andere lobt auch den Trainer.Die englischen Fans sangen - und Harry Kane hörte andächtig zu. Es war ein echter Gänsehaut-Moment, als im Stadion von East Rutherford nach dem Abpfiff der Klassiker „Wonderwall“ von Oasis ertönte und die Anhänger der Three Lions ihren neuen alleinigen WM-Rekordtorschützen feierten. Und nicht nur den. Auch Jude Bellingham bekam sein Ständchen.„Hey Jude“ sangen die vielen Fans in ihren weißen Trikots für den früheren Dortmunder, den überragenden Mann bei Englands 2:0 (0:0) gegen Panama. Der erhoffte Gruppensieg ist eingetütet, der Gegner im Sechzehntelfinale die Demokratische Republik Kongo und der deutsche Trainer Thomas Tuchel bei der Fußball-WM am ersten Zwischenziel. Vor allem dank Kane und Bellingham.Tuchels Lob für seine Schlüsselspieler„Sie machen uns gefährlich, sie machen uns zu einem Topteam“, sagte Tuchel über seine zwei Schlüsselspieler. „Deshalb sind unsere Erwartungen hoch.“ Diese Erwartungen - ob im Team oder in der Heimat - sehen vor, dass England bei diesem Turnier um den Titel mitspielt und im Idealfall seinen ersten Pokal seit dem WM-Triumph 1966 holt. Kane, den Stürmerstar des FC Bayern, und Bellingham, das Mittelfeld-Ass von Real Madrid, wird Tuchel dabei brauchen.Kane sei so ein „fantastischer Mannschaftsspieler“, lobte Tuchel seinen 32 Jahre alten Kapitän. Der stieg durch seinen Kopfballtreffer gegen Panama zum alleinigen WM-Rekordtorschützen der Engländer auf. Elf Tore hat er nun - und damit eins mehr als Ex-Profi Gary Lineker. „Jeder freut sich für Harry“, meinte Tuchel. Natürlich sei er stolz, erklärte der Münchner selbst. Kane habe das verdient, sagte Bellingham über den Angreifer - und betonte: „Er ist der Beste.“Bellingham reißt Englands Spiel an sichZumindest für die Partie am Samstag galt das aber nur bedingt. Denn da war es vor allem Bellingham, der die Three Lions nach einer zähen ersten Halbzeit auf den richtigen Weg brachte - mit seinem Einsatz, mit seinem Führungstor und kurz später seiner Vorlage für Kane zum 2:0. Er sei „eine Gefahr für jeden Gegner“, sagte Tuchel über den 22-Jährigen, der völlig zurecht als Spieler des Spiels ausgezeichnet wurde. „Wir sind froh, dass wir ihn haben.“Der frühere BVB-Profi spielte den Ball gern zurück - und lobte seinen Trainer für dessen Einfluss in der Pause. Tuchel habe definitiv zu der Leistungssteigerung der Engländer im zweiten Durchgang beigetragen. In dem erarbeiteten sie sich die Chancen, die in den ersten 45 Minuten noch ausgeblieben waren.Sorgen um Leverkusens Verteidiger QuansahEine Gala gegen Kroatien, ein maues Remis gegen Ghana und ein Arbeitssieg gegen das zuvor bereits ausgeschiedene Panama - mit dieser Bilanz geht England nun in die K.-o.-Phase. Und das Turnier laut Tuchel noch mal neu los.Sie habe den richtigen Teamgeist, sie kämpfe und glaube an sich, sagte der 52-Jährige über seine Mannschaft. „Je größer die Spiele werden, desto größer werden wir“, kündigte er an. Können die gerade offensiv hochkarätig besetzten Engländer das umsetzen, gehören sie sicher zu den Titelanwärtern.Wichtig wäre auch, dass der angeschlagen ausgewechselte Leverkusener Verteidiger Jarell Quansah und der zuvor schon verletzte Abwehr-Star Reece James vom FC Chelsea nicht allzu lange fehlen. Englands Fans würden doch nur allzu gern wieder singen. Und bestimmt nicht nur für Kane oder Bellingham.

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Fußball-WM: Modric mit Kroatien in der K.-o.-Runde - Auch Ghana weiter

Kroatiens Virtuosen um Luka Modric stehen gegen Ghanas Defensivkünstler unter Druck - und knacken als erstes Team bei der WM den Abwehr-Code der Afrikaner. Warum trotzdem beide Teams jubeln.Kroatien folgt Ghana in die K.o.-Phase der Fußball-WM und verlängert die Nationalmannschaftskarriere von Altstar Luka Modrić um mindestens ein weiteres Spiel. Die Auswahl von Trainer Zlatko Dalic gewann zum Abschluss der Gruppenphase gegen Ghana mit 2:1 (1:0) und qualifizierte sich als Gruppenzweiter hinter England für das Sechzehntelfinale. Der viermalige Afrikameister hatte schon vor dem Anpfiff sein Ticket für die Alles-oder-Nichts-Spiele sicher.Vor 68.324 Zuschauern in Philadelphia erzielten Petar Sucic (31. Minute) und Nikola Vlasic (83.) nach Vorlage von Modric die Treffer für den Favoriten. Derrick Luckassen (73.) hatte zwischenzeitlich ausgeglichen. Kroatien droht nun ein Duell mit Portugal und Cristiano Ronaldo.Kroatien im Abwärtstrend?Mit dem Finaleinzug 2018 in Russland und dem dritten Platz vier Jahre später in Katar hatten sich die Kroaten in der Weltspitze festgesetzt. Das Vorrunden-Aus bei der EM 2024 in Deutschland war der erste empfindliche Rückschlag nach Jahren des Erfolgs. Bei dieser WM konnten die „Vatreni“ (Feurigen) bei ihren ersten Auftritten ebenfalls nicht überzeugen: Beim 2:4 gegen England wackelte die Defensive, das 1:0 gegen Außenseiter Panama war erzittert.Ghana träumt nach dem Vorrunden-Aus 2014 in Brasilien und 2022 in Katar hingegen weiter davon, das beste WM-Abschneiden der Verbandsgeschichte einzustellen - und wie 2010 das Viertelfinale zu erreichen. Die Afrikaner nehmen insgesamt zum fünften Mal an einer WM-Endrunde teil, müssen in ihre nächste Partie aber deutlich besser starten als gegen Kroatien.Ghana kassiert erstes GegentorDer Favorit war klar besser in der ersten Halbzeit. Ein Distanzschuss von Vlasic (17.) streifte zunächst nur den linken Außenpfosten und auch die akribischen Flanken von Modric brachten zunächst nicht den gewünschten Ertrag. Schließlich fasste sich Sucic aus mehr als 25 Metern ein Herz und überwand mit einem präzisen Flachschuss als erster Spieler bei diesem Turnier Ghanas Defensive. Auch gegen den Ball arbeitete der Favorit gut. Ghana hatte durch Antoine Semenyo (40.) von Manchester City lediglich eine Torchance in der ersten Halbzeit. Auch Stürmer Jordan Ayew, der mit seinem 121. Einsatz zum Rekordnationalspieler der Black Stars avancierte und seinen Bruder Andre überholte, war zunächst kein Faktor. Kroatien zieht sich zurückMit der Führung im Rücken zog sich Kroatien nach der Pause zurück. Die Zuschauer sahen nun ein temporeicheres Spiel, das Ghana leicht dominierte. Die Mannschaft von Trainer Carlos Queiroz war nun deutlich stärker auf Ballgewinne aus, agierte im letzten Drittel aber oft zu unpräzise. Erneut vergab Semenyo mehrere aussichtsreiche Chancen. Nach Luckassens Ausgleichstreffer wurde es nur kurz noch einmal spannend, denn Vlasic antwortete prompt nach einer perfekt getretenen Ecke von Modric. Dieser hat seine Zukunft im Nationalteam für die Zeit nach der WM bislang offengelassen - und darf weiter auf ein langes Turnier hoffen.

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DFB-Team: Julian Nagelsmann gegen den Rest der Welt

Julian Nagelsmann hat bei der WM viele Gegner – nicht alle stehen auf dem Platz. Vor dem Paraguay-Spiel wirkt er verletzlich wie nie. Nun versucht sich Rudi Völler als Therapeut. 

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Newsblog zur Fußball-WM: Niederländer Gakpo trauert um ungeborenen Sohn

Der Niederländer Cody Gakpo muss einen Schicksalsschlag verkraften. Uruguays Trainer Bielsa verliert die Nerven. Alle WM-Nachrichten gibt es im stern-Newsblog.Die größte Fifa-Fußballweltmeisterschaft aller Zeiten läuft. 48 Mannschaften kämpfen bis zum 19. Juli in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko um den goldenen WM-Pokal.Auch die deutsche Nationalmannschaft macht sich Hoffnungen, den Weltmeistertitel nach 1954, 1974, 1990 und 2014 zum fünften Mal nach Hause zu holen. Die DFB-Elf von Bundestrainer Julian Nagelsmann hat die Gruppenphase überstanden und zieht ins Sechzehntelfinale ein.Lesen Sie im stern-Newsblog alle aktuellen Meldungen und Entwicklungen zur Fußball-WM 2026:

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Fußball-Nationalmannschaft: Völlers Botschaft vor Paraguay: „Da geht es um alles“

Rudi Völler setzt nach dem Ecuador-Rückschlag auf Zweck-Optimismus und stellt klare Forderungen. Mit dem Start der K.o.-Phase muss die Offensive „zünden“. Der Bundestrainer passt die Vorbereitung an.Wer am Morgen mit einer Kaffeetasse in der Hand im flotten Schritt und einem Lächeln im Gesicht zur Arbeit kommt, der kann keine größeren Sorgen haben. Oder doch? Rudi Völler ist bei seinem Auftritt vor dem ersten K.o.-Spiel der Fußball-Nationalmannschaft gegen Paraguay erneut in die Rolle des WM-Mutmachers und Verteidigers von Bundestrainer Julian Nagelsmann geschlüpft.„Der Glaube ist da, dass wir am Montag alles herausholen, dass wir absolut ans Limit gehen, was ja auch selbstverständlich ist, ein richtig gutes Spiel machen und natürlich in die nächste Runde einziehen wollen“, sagte der DFB-Sportdirektor im Teamquartier in Winston-Salem.Ecuador-Rückschlag abhakenDie Nachwirkungen des 1:2-Rückschlags zum Abschluss der Gruppenphase gegen Ecuador wollte Völler relativieren. Die öffentliche Debatte um den absoluten Siegeswillen der DFB-Elf sei angesichts des vorab gesicherten ersten Gruppenplatzes müßig. Der ganze Fokus ist nun auf Paraguay als nächstem Gegner im ersten Alles-oder-Nichts-Spiel ausgerichtet. „Es wird jetzt natürlich am Montag ganz anders sein. Da geht es um ein K.o.-Spiel. Da geht es um alles, um eine Runde weiterzukommen oder nach Hause zu fahren. Das wissen die Spieler“, sagte Völler.Rettigs erstaunliches „Messer“-ZitatDeutlich drastischer und ziemlich offenherzig hatte zuvor DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig die Lage im DFB-Quartier kommentiert. „Wir wissen, dass wir nun das Messer am Hals haben in den K.o.-Spielen“, sagte der 63-Jährige bei MagentaTV. Klartext, den Völler in dieser Deutlichkeit nicht mitging. Für ihn steht das Prinzip Hoffnung im Vordergrund. Nagelsmann hat die Vorbereitung jedenfalls modifiziert. Viel steht auch für ihn persönlich am Montag (22.30 Uhr/ZDF und MagentaTV) in Foxborough auf dem Spiel. Keine Entspannung. Kein Tag am Pool für Kai Havertz und Co. Stattdessen bei schwül-heißem Südstaaten-Wetter eine Trainingsschicht am Nachmittag, wenn die Hitze besonders drückend ist auf dem mit schwarz-rot-goldenen Banderolen hermetisch abgeschlossenen Platz im Spry Stadium. Sogar beim Spielersatztraining der Reservisten am Vortag sei die notwendige Mentalität schon wieder zu spüren gewesen, berichtete Völler in seiner Funktion als erster Optimismus-Beauftragter. „Das war außergewöhnlich gut. Die Jungs ziehen toll mit, super mit“, sagte der 66-Jährige.„Jetzt geht die WM richtig los“, verkündete Völler. Nagelsmann hat also keine Zeit zu verlieren. Mehrfach beschrieb Völler die bisherigen Turnierentscheidungen des Bundestrainers als gut und richtig. Auch die gegen Ecuador vorgenommen Einwechslungen. Zusammenstehen müsse man jetzt. Die Kritik von außen akzeptieren, aber nicht überbewerten. Kimmich fordert: „Dinge ansprechen“Stellvertretend kommentierte Kapitän Joshua Kimmich: „Wir müssen die Dinge ansprechen, die wir nicht gut gemacht haben. Das wird der Trainer auch sicherlich tun. Und dann müssen wir unsere Schlüsse daraus ziehen.“Bei einem Aus gegen Paraguay wäre der Gruppensieg kein Plus-Argument mehr. Wie 2018 und 2022 wäre Deutschland nicht mehr dabei, wenn die letzten 16 Teams den Titel ausspielen. Aber allein dieser Gedanke darf in den Köpfen keinen Raum einnehmen. Paraguay kam nur als Gruppendritter hinter den USA und Australien weiter. Es ist keine Fußball-Großmacht wie Frankreich, die im Achtelfinale der Kontrahent werden könnte. Paraguay. Da werden natürlich auch bei Völler Erinnerungen wach. 2002 waren die Südamerikaner auch der erste deutsche K.o-Gegner. Im Jeju World Cup Stadium von Seogwipo in Südkorea erzielte Oliver Neuville in der 88. Minute den erlösenden Siegtreffer im WM-Achtelfinale. Ein klassischer Arbeitssieg. „Da könnte ich diesmal auch sehr gut mit leben, auf jeden Fall“, sagte Völler. Gegen Ecuador setzte Nagelsmann auf personelle Kontinuität, gab erst mit seinen Einwechslungen Spielern in Nebenrollen WM-Minuten. Und jetzt? Schwer vorstellbar, warum der Bundestrainer von seiner Leitlinie abrücken sollte. Völler stellte eine klare Forderung an die Offensivabteilung mit Havertz und den in Zauber-Kurzarbeit steckenden Wirblern Jamal Musiala und Florian Wirtz. „Um die ganz großen Ziele zu erreichen, müssen diese Spieler liefern. Sie wissen auch, dass noch Luft nach oben ist“, sagte Völler. Physis als KnackpunktEine weitere Völler-Forderung: Weniger Ballverluste im Mittelfeld. Diese Schwachstelle hätten die Gegner erkannt. Und in Paraguay wartet ein Team, das sich genau darauf ausrichten wird. Da muss man gegenhalten können.Wird die Physis wieder zum DFB-Problem? „Fußball muss gewürzt werden mit Leidenschaft, Intensität und Emotionalität. Wenn es für dich einfach nur Kicken ist, dann wirst du nicht weit kommen“, warnte Jürgen Klopp als MagentaTV-Experte vor einem frühen Scheitern. Nagelsmann sieht keine generelle schnelle Abhilfe, was die Robustheit angeht. Er nannte aber einen Ausweg. „Körperlichkeit ist schwer zu trainieren, weil die Spieler eine gewisse Konstitution haben. Da muss man den Ball in der einen oder anderen Situation früher wegspielen, um einem direkten Zweikampf aus dem Weg zu gehen“, forderte der Bundestrainer.

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