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Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und den Finanzmärkten
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Aktuelle Nachrichten

2. Bundesliga: Der S04 ist wieder da! Schalke feiert Wiederaufstieg in die Bundesliga

Der Ruhrpott bebt! Der FC Schalke 04 macht mit einem 1:0 gegen Fortuna Düsseldorf die Rückkehr in die Bundesliga klar. Und die Fans legen die halbe Stadt lahm.Es war ein Sturmlauf der Gefühle: Die Rückkehr des FC Schalke 04 in die Fußball-Bundesliga hat am Samstagabend eine große Party ausgelöst. Die Spieler schlenderten mit Sonnenbrille, Aufstiegsshirt und in Badelatschen in den VIP-Bereich, nachdem sie zuvor auf dem Rasen nach dem 1:0-Sieg gegen Fortuna Düsseldorf den Aufstieg ausgelassen gefeiert und dabei nicht nur Bier vergossen hatten.„Ich habe eben schon ein paar Tränen verdrückt, es ist ein Lebenstraum. Das wird eine geile Nacht“, sagte Mittelfeldspieler Ron Schallenberg. Und Kapitän Kenan Karaman, der das Tor zum Aufstieg erzielte, sagte mit tränenerstickter Stimme: „Schalke gehört in die 1. Liga, da bleiben wir jetzt auch.“Schalke feiert Aufstieg – Trainer Muslic verlängert bis 2028Lauter wurde der Jubel in der mit 61.587 Zuschauern ausverkaufen Arena nur noch, als auf dem Videowürfel die für den Aufstiegsfall vereinbarte Vertragsverlängerung von Trainer Miron Muslic bis 2028 offiziell verkündet wurde. Denn der 43-Jährige hat den Schalker Aufschwung maßgeblich geprägt.Viele Jahre in der Bundesliga ein Schwergewicht, kämpfte der hochverschuldete Club in den vergangenen beiden Spielzeiten gegen den Absturz in die 3. Liga. „Wir haben wirklich zwei Scheißjahre hinter uns“, sagte Karaman am Samstag. Umso größer war die Erleichterung über den Aufstieg.„Er soll sich feiern lassen“„Da geht mir das Herz auf. Wir wissen, wie schwer der Rucksack war“, sagte Muslic auf der Pressekonferenz, wo ihm seine Spieler unter „Nie mehr 2. Liga...“-Gesängen die obligatorische Bierdusche verpassten. „Dieser Mann hat es geschafft, dass Schalke wieder eine Identität hat. Er soll sich feiern lassen“, sagte Verteidiger Timo Becker.Partystimmung herrschte auch außerhalb der Arena, wo zehntausende Fans feierten. Es waren so viele und es war so ausgelassen, dass der Verkehr in Gelsenkirchen zum Erliegen kam und die Straßenbahnen den Betrieb einstellten. Die Stimmung sei gut und sehr ausgelassen gewesen, teilte die Polizei mit.

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Grand Prix von Miami: Unwetter befürchtet: Formel-1-Rennen in Miami beginnt früher

Das Wetter wirbelt den Zeitplan in Miami durcheinander. Das vierte Formel-1-Rennen des Jahres wird heute um drei Stunden vorgezogen.Das Formel-1-Rennen von Miami wird wegen eines befürchteten Unwetters vorgezogen und beginnt heute schon um 19.00 Uhr MESZ. Ursprünglich hätte der vierte Grand Prix des Jahres um 22.00 Uhr MESZ starten sollen. Da aber möglicherweise auch Blitzeinschläge drohen, entschieden sich die Regelhüter der Motorsport-Königsklasse für einen früheren Beginn des Rennens in Florida.Das liegt nicht zuletzt an lokalen Vorschriften zu Gewitter und Blitz. Sollte es innerhalb eines überschaubaren Umkreises um die Rennstrecke herum blitzen, müsste das Event unterbrochen werden, die Anwesenden müssten Schutz suchen. Das wollen die Veranstalter vermeiden.Notfallplan in der SchubladeIm vergangenen Jahr zwangen drohende Unwetter die Regelbehörde dazu, mehr als zwei Stunden vor dem Rennstart ein Protokoll herauszugeben, sollte die Strecke wegen Blitzeinschlags evakuiert werden müssen. Die Wetter-Prognose trat am Ende aber nicht ein. Oscar Piastri im McLaren gewann dann das Rennen. Diesmal startet Kimi Antonelli im Mercedes von ganz vorn.Der Motorsport-Weltverband Fia sieht sich vorbereitet für die Auswirkungen durch das Klima. Man beobachte die Wetterlage sehr genau, erklärte ein Sprecher zu Beginn des Wochenendes. Nach den Erfahrungen des vergangenen Jahres gebe es ohnehin einen Notfallplan, den man bei Bedarf aktivieren könne.

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Grand Prix von Miami: Antonelli schnappt sich Formel-1-Pole in Miami

Die Formel 1 meldet sich nach einer Auszeit in Miami zurück. In der Jagd nach dem besten Startplatz legt der WM-Spitzenreiter Antonelli eine Hammer-Runde hin. Audi erlebt einen Tag zum Vergessen.WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli hat sich mit einer Hammer-Runde die Pole Position für das Formel-1-Rennen in Miami gesichert. Der Italiener von Mercedes verwies in 1:27,798 Minuten den deutlich verbesserten Max Verstappen im Red Bull (+0,166 Sekunden) auf den zweiten Platz und raste zu seiner dritten Pole in diesem Jahr nacheinander. Als Dritter in den Grand Prix in Florida am Sonntag (22.00 Uhr MESZ/Sky) startet Ferrari-Star Charles Leclerc.Im Sprint zuvor deutete noch McLaren mit dem Sieg von Lando Norris und dem zweiten Platz von Oscar Piastri seinen Aufschwung nach der fünfwöchigen Auszeit an. In der Qualifikation retteten sich zunächst Piastri und anschließend Norris gerade noch so in die nächste K.o.-Runde. Am Ende wurde Norris Vierter, Piastri kam nicht über Platz sieben hinaus."Fantastischer Tag" für AntonelliVor dem entscheidenden Durchgang legte Verstappen die schnellste Runde hin. Der erst 19-jährige Antonelli konterte früh gleich mit dem ersten schnellen Versuch. Es war ein starkes Zeichen des Teenagers, der im Sprint nach einem verpatzten Start und einer Fünf-Sekunden-Strafe auf Rang sechs zurückgefallen war."Es war ein fantastischer Tag, wieder auf der Pole zu stehen. Der Tag begann mit dem Sprint schwierig, da lief es für uns nicht so gut", sagte Antonelli. "Ich bin zufrieden mit dem Qualifying, war in der letzten Runde in Q3 vielleicht etwas zu aufgeregt, aber die erste Runde war gut."Da für den Rennsonntag aber Unwetter befürchtet werden, könnte der vierte Grand Prix des Jahres früher als eigentlich geplant beginnen. Das liegt nicht zuletzt an lokalen Vorschriften zu Gewitter und Blitz. Sollte es innerhalb eines überschaubaren Umkreises um die Rennstrecke blitzen, müsste das Event unterbrochen werden, die Anwesenden müssten Schutz suchen.Feuer und Disqualifikation bei Audi Einen Tag zum Vergessen erlebte schon mal Neuling Audi. Nico Hülkenberg musste auf den Sprint verzichten, nachdem Flammen aus dem Heck geschlagen waren. In der Garage arbeiteten die Mechaniker unter Hochdruck, um den Wagen für die Qualifikation startklar zu bekommen. Rang elf war für den einzigen deutschen Fahrer im Feld dann ein beachtliches Ergebnis.Für seinen Teamkollegen Gabriel Bortoleto lief es noch enttäuschender. Wegen eines zu hohen Ladedrucks im Motor wurde der Brasilianer im Sprint disqualifiziert. Auch hier mussten die Mechaniker für die Startplatzjagd ran.Upgrade-Pakete in FloridaBortoletos Audi war zum Ende der ersten K.o.-Runde doch noch fahrtauglich, der Südamerikaner beließ es aber bei einer gemächlichen Runde und wurde Letzter. Dann brannten die hinteren Bremsen an seinem Auto, Streckenposten eilten auf die Strecke, um den Brand zu löschen.Miami ist die erste Station für die Formel 1 nach fünf Wochen Pause. Die Regelhüter haben Anpassungen am Reglement vorgenommen, um unter anderem den Vollgasanteil auf dem Asphalt zu erhöhen. Fast alle Teams brachten umfassende Upgrade-Pakete nach Florida. Verstappen zeigte sich stark verbessert, an Antonelli kam der viermalige Weltmeister aber nicht heran.

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Eishockey: Draisaitl sagt für WM ab - Hoffen auf Seider und Grubauer

Draisaitl sagt für die WM verletzt ab, auch ein zweiter Top-Stürmer fehlt. Doch Seider und Grubauer könnten rechtzeitig fit werden.Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft muss bei der WM in der Schweiz auf Superstar Leon Draisaitl verzichten, darf aber auf NHL-Verstärkungen hoffen. Draisaitl sagte nach dem Playoff-Aus seiner Edmonton Oilers wegen einer Knie-Verletzung aus der regulären Saison ab. "Er war zuletzt nie einhundert Prozent fit. Er braucht die Pause, die Gesundheit geht vor", erklärte DEB-Sportvorstand Christian Künast bei Magentasport. Auch Tim Stützle (Ottawa Senators) wird angeschlagen fehlen.Hoffnungen bei Seider und GrubauerWeltklasse-Verteidiger Moritz Seider und Torhüter Philipp Grubauer werden dagegen voraussichtlich zur finalen Vorbereitungsphase das Team von Bundestrainer Harold Kreis verstärken. Beide NHL-Profis waren zuletzt zwar angeschlagen, sollen aber bei der WM-Generalprobe am 10. Mai gegen die USA dabei sein. Auch bei Draisaitl-Teamkollege Joshua Samanski sieht es gut aus. "Da warten wir auf das finale Go", erklärte Künast.Gerade eine Teilnahme von Seider (Detroit Red Wings) wäre für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes enorm wichtig. "Er ist ab Mittwoch bei uns dabei, und dann schauen wir einfach von Tag zu Tag. Das Ziel ist, dass er das Spiel gegen die USA macht und dann nach dem Spiel grünes Licht für die WM gibt", sagte Sportvorstand Christian Künast dem Magazin "Eishockey News".Wenig Hoffnungen bei PeterkaBei Stürmer JJ Peterka (Utah Mammoth) sind die Chancen nach dem Playoff-Aus am Freitag (Ortszeit) gering. "Er ist angeschlagen. Wir sind noch im Austausch. Das letzte Wort ist hier noch nicht gesprochen", betonte Künast. Fraglich ist noch eine WM-Teilnahme von Lukas Reichel (Boston Bruins) und Wojciech Stachowiak (Grand Rapids Griffins). Reichel schied mit den Bruins aus den NHL-Playoffs aus, wird aber für das Farmteam Providence Bruins in den AHL-Playoffs auflaufen. Dort ist auch Wojciech Stachowiak (Grand Rapids Griffins) noch aktiv. Maksymilian Szuber (Utah Mammoth/Tucson Roadrunners) wird aufgrund eines auslaufenden Vertrags nicht teilnehmen.WM-Auftakt gegen FinnlandDie DEB-Auswahl trifft zum WM-Auftakt am 15. Mai in Zürich auf den Olympia-Dritten Finnland. Im vergangenen Jahr war für das Kreis-Team bereits nach der Gruppenphase Schluss. Bei Olympia in Mailand enttäuschte Deutschland trotz Star-Aufgebot beim Viertelfinal-Aus gegen die Slowakei (2:6). Draisaitl kritisierte daraufhin auch den DEB.

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Formel 1 in Florida: Norris gewinnt Miami-Sprint - Strafe für Antonelli

Man kennt es mittlerweile: WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli verschläft mal wieder den Start. Im Sprint von Miami steht am Ende kein Mercedes ganz vorn, sondern ein McLaren. Vorher wird es emotional.In der Hitze von Miami ist Formel-1-Weltmeister Lando Norris zum Sprintsieg gerast. Der Polesetter untermauerte nach fünf Wochen Rennpause vor seinem Teamkollegen Oscar Piastri den Aufschwung von McLaren in der Motorsport-Königsklasse und sicherte sich acht Punkte. Norris hatte 2024 seinen ersten Grand-Prix-Sieg in Miami gefeiert und stand auch im Sprint 2025 ganz vorne. Auf den dritten Rang rutschte nach 19 Runden über 100 Kilometer Charles Leclerc im Ferrari vor.Der Monegasse profitierte von einer Fünf-Sekunden-Strafe gegen WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli, der immer wieder unerlaubt die Strecke verließ. Der von Position zwei gestartete Italiener hatte zuvor schon den Start verpatzt und musste sich im Mercedes mit Rang sechs begnügen. "Es ist schön, wieder ganz oben zu stehen, auch wenn es nur der Sprint ist", sagte Norris über Funk vor der Qualifikation für den Grand Prix am Sonntag. "Es ist ein guter Start ins Wochenende."Hamilton vs. VerstappenWährend Norris bei 50 Grad Streckentemperatur vorn souverän seine Runden drehte, lieferten sich weiter hinten Rekordweltmeister Lewis Hamilton im Ferrari und der viermalige Red-Bull-Champion Max Verstappen einen intensiven Zweikampf. Verstappen, der über Bremsprobleme klagte, verteidigte am Ende seine Position vor Hamilton und wurde noch Fünfter. Der Engländer wiederum sicherte sich als Siebter zumindest noch zwei Punkte.Für Nico Hülkenberg war der Sprint schon vor dem Erlöschen der Roten Ampeln beendet. Auf dem Weg in die Startaufstellung qualmte es aus seinem Audi, dann schlugen Flammen aus dem Heck. Nichts ging mehr. Hülkenberg musste seinen Wagen in Kurve 17 abstellen.Gedenkminute für ZanardiVor dem Sprint hielt die Formel 1 erstmal inne. Die Motorsport-Königsklasse gedachte mit einer Schweigeminute des ehemaligen Formel-1-Piloten und späteren Parasportlers Alex Zanardi. Der Italiener, der bei einem Rennunfall auf dem Lausitzring 2001 beide Beine verloren hatte, starb am Freitagabend im Alter von 59 Jahren. "Er hat gezeigt, dass das Leben, auch wenn es einen herausfordert, nicht darüber entscheiden muss, wer man ist", kondolierte Mercedes-Teamchef Toto Wolff dieser außergewöhnlichen Persönlichkeit.Audi erlebte mit dem K.o. für Hülkenberg die nächste Enttäuschung. "Wir hatten schon in der Box Probleme, dachten aber, es wäre geklärt", berichtete Allan McNish, der in Miami seine Premiere als Renndirektor des deutschen Werksteams erlebt. Mit vor der Brust verschränkten Armen und grimmiger Miene verfolgte Hülkenberg aus der Garage das Geschehen auf dem Asphalt.

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World Athletics Relays: 4x100-Meter-Staffel der Männer pulverisiert deutschen Rekord

Die Sprintmänner sorgen zum Auftakt der World Athletics Relays für den Höhepunkt aus deutscher Sicht. Über 4x100-Meter laufen sie deutschen Rekord - und lösen wie drei andere Staffeln das WM-Ticket.Die 4x100-Meter-Staffel der Männer hat bei den sogenannten World Athletics Relays in Botsuana den deutschen Rekord geknackt. Das Team lief in der Besetzung Kevin Kranz, Marvin Schulte, Owen Ansah und Lucas Ansah-Peprah starke 37,67 Sekunden und war damit 30 Hundertstelsekunden schneller als bei der bisherigen Bestmarke, die bei der Leichtathletik-EM 2022 in München aufgestellt wurde.In den Vorläufen war nur Kanada besser als das deutsche Quartett, das nicht nur souverän in das Finale am Sonntag einzog, sondern sich auch für die Leichtathletik-WM in Peking im September des kommenden Jahres qualifizierte.Lückenkemper und Co. souveränDort werden auf jeden Fall auch die deutsche Mixed-Staffel über die 4x100-Meter sowie die deutschen Frauen über die 4x100-Meter und 4x400-Meter vertreten sein. Die DLV-Kurzsprinterinnen um die frühere zweimalige Europameisterin Gina Lückenkemper zogen mit einer Zeit von 42,44 Sekunden als viertschnellstes Team in den Endlauf ein.Als Vorlaufdritte kam die Mixed-Sprint-Staffel weiter - hinter Kanada und dem jamaikanischen Team, das in 39,99 Sekunden einen Weltrekord aufstellte. Die 4x400-Meter der Frauen löste mit Platz acht vorzeitig das WM-Ticket.Zwei Staffeln müssen nachsitzenNachsitzen müssen die Mixed-Staffel und die Männer über 4x400-Meter, die am Sonntag noch in den Hoffnungsläufen eine weitere Chance auf die vorzeitige WM-Qualifikation haben. Dann finden auch die Finalläufe statt.

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Tennis-Turnier in Madrid: Zverev bricht Halbfinal-Fluch und erwartet nun seinen Angstgegner

Ganze sechs Mal scheitert Alexander Zverev zuletzt in einem Halbfinale. Nicht so bei den ATP Masters von Madrid, wo er sich souverän gegen den Belgier Alexander Blockx durchsetzt.Ganze sechs Mal scheitert Alexander Zverev zuletzt in einem Halbfinale. Nicht so bei den ATP Masters von Madrid, wo er sich souverän gegen den Belgier Alexander Blockx durchsetzt.

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F1-Pilot und Parasportler: Alessandro Zanardi ist tot – der Mann, der Unfassbares überstand

Alessandro Zanardi war viel mehr als nur Sportler. Der Italiener steckte schlimmste Rückschläge weg und blieb doch vor fast nichts verschont. Nun ist er gestorben – mit 59 Jahren.In seiner Gegenwart verlor Klagen jede Bedeutung. Alessandro Zanardi umgab eine besondere Aura. Er verströmte einfach ein gutes Gefühl, er blieb Optimist auch in schwersten Situationen. Er wurde ein von fast unerträglichem Leid geplagtes Sinnbild des Nicht-Aufgeben-Wollens. „Keine Grenzen – Unmöglich ist nur ein Wort“, lautete der Titel einer Dokumentation über den früheren Formel-1-Piloten und späteren Paralympics–Sieger.Nun ist Alex – wie ihn die meisten nannten – Zanardi tot. Mit nur 59 Jahren. Von einem schweren Unfall mit einem Handbike 2020 hatte sich der Italiener nicht mehr erholt.Formel 1: Ein Held größten KalibersDie Motorsport- und die gesamte Sportwelt trauern um eine große Persönlichkeit und Inspiration für viele Menschen. „Ein Held größten Kalibers“, schrieb die Formel 1 in einer Huldigung. „Er stand vor Herausforderungen, die jeden anderen zum Aufgeben gebracht hätten, doch er blickte stets nach vorne – immer mit einem Lächeln und einer unerschütterlichen Entschlossenheit, die uns alle inspirierte", sagte Zanardi-Landsmann und Formel-1-Geschäftsführer Stefano Domenicali: „Auch wenn sein Verlust tief zu spüren ist, bleibt sein Vermächtnis ungebrochen."Der deutsche Autobauer BMW, für den Zanardi häufiger fuhr und auch als Markenbotschafter unterwegs war, erklärte: „'Alex' war ein wundervoller Mensch, unerschütterlicher Optimist und eine Inspiration für viele Menschen weltweit." Italiens Politik zeigte sich ebenfalls tief betroffen, nachdem Zanardis Familie den plötzlichen Tod am 1. Mai – dem Todestag auch von Formel-1-Ikone Ayrton Senna (er starb 1994) – bekanntgegeben hatte. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni würdigte Zanardi als „außergewöhnlichen Menschen, der jede Prüfung des Lebens in eine Lektion in Mut, Stärke und Würde verwandeln konnte".Auch die großen Fußballclubs wie Inter Mailand oder Juventus Turin ehrten den großen Sportler in den sozialen Netzwerken. Die Gazzetta dello Sport schrieb: „Der Rennfahrer und Paralympionike, der Italien gelehrt hat, niemals aufzugeben."Schwere Stunden für Formel 1 in MiamiDie Formel 1 traf die Todes-Nachricht in der Nacht in Miami. Dort stehen heute das Sprintrennen und die Qualifikation an. Zanardi, wie der aktuelle Spitzenreiter Kimi Antonelli aus Bologna, absolvierte in der Schlussphase der Saison 1991 sein erstes von über 40 Formel-1-Rennen. Nach dem vorläufigen Ende in der Motorsport-Königsklasse nach der Saison 1994 kehrte er 1999 für ein Jahr zurück. Teamkollege damals: Ralf Schumacher, der mittlerweile als TV-Experte im Einsatz ist.Dann die Bilder, die für Entsetzen sorgten. Zanardis grauenvoller Unfall in der Champ-Car-Serie auf dem Lausitzring. Es war der 15. September 2001. Ein Horrorcrash. Der Italiener hatte sich mit seinem Wagen gedreht, ein Konkurrent krachte in das Auto. Den Unfall überlebt zu haben, grenzte an ein Wunder. Im Helikopter auf dem Weg zum Notfallkrankenhaus in Berlin musste Zanardi siebenmal wiederbelebt werden. Er hatte viel, viel Blut verloren, aber Zanardi überlebte. Allerdings musste ihm beide Beine amputiert werden. Auch davon ließ er sich nicht aufhalten und kehrte nach einer langen Reha sogar zurück in den Rennsport. Nur zwei Jahre nach dem Unfall vom Lausitzring saß Zanardi wieder im Cockpit eines Rennwagens – umgebaut für seine Bedürfnisse. Vier Siege feierte er bei den Deutschen Tourenwagen-Masters. Doch damit nicht genug, Zanardi startete bei den Paralympics 2012 und 2016 und holte Gold mit dem Handbike. Dazwischen machte er einen Ausflug nach Hawaii und finishte 2014 und 2015 bei der Ironman-WM.2019 trat Zanardi, der Unermüdliche und Unbeugsame, bei den legendären 24 Stunden von Daytona an, einem der großen Klassiker des Motorsports. Und dann erwischte es Zanardi wieder – nicht im Auto. Auf einer abschüssigen Straße bei Pienza soll er mit seinem Handbike auf die Gegenseite geraten und mit einem Lkw kollidiert sein. Der nächste schreckliche Unfall hatte wieder schwere Folgen. Von einer „heiklen neurochirurgischen Operation“ sprachen die Ärzte damals im Juni 2020.Im Jahr darauf sagte seine Frau, dass er mit ihnen kommunizieren könne, aber nicht in der Lage sei zu sprechen. Er habe aber noch viel Kraft in den Armen und Händen. Bis zum 1. Mai 2026. „Alex ist friedlich eingeschlafen, umgeben von der Zuneigung seiner Angehörigen“, erklärte die Familie in ihrer Mitteilung.

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Basketball: NBA: Orlando verspielt Sieg - Playoff-Showdown in Detroit

Die Orlando Magic führen ohne Franz Wagner mit 24 Punkten, stehen vor dem Gewinn der Playoff-Serie und brechen dann ein. Am Sonntag steigt in Detroit das Entscheidungsspiel.Die Orlando Magic müssen ohne die Basketball-Weltmeister Franz und Moritz Wagner in den NBA-Playoffs in ein Entscheidungsspiel. Ein Einbruch nach der Halbzeit bescherte dem Team aus dem US-Bundesstaat Florida ein 79:93 (60:38) gegen die Detroit Pistons. Nach einem 3:1 für Orlando steht es in der Serie nun 3:3. Am Sonntag (Ortszeit) steigt Spiel sieben in Detroit. Ein Einsatz des weiterhin angeschlagenen Franz Wagner gilt derzeit als unwahrscheinlich.Für Orlando sah es lange Zeit nach dem überraschenden Gewinn der Serie gegen die in der Eastern Conference an Nummer eins gesetzten Pistons aus. Doch das Team von Nationalspieler Tristan da Silva verspielte eine 24-Punkte-Führung (62:38/27. Minute). In der zweiten Hälfte kam Orlando lediglich auf 19 Zähler, während Detroit mit insgesamt 55 Punkten nach dem Seitenwechsel nicht mehr aufzuhalten war.Nationalspieler da Silva war bei den Magic für zehn Punkte und sechs Rebounds verantwortlich. Beste Werfer waren Paolo Banchero und Desmond Bane mit jeweils 17 Zählern. Moritz Wagner kam einmal mehr nicht zum Einsatz. Für Detroit überragte Cade Cunningham mit 32 Zählern.Auch Schröders Cavaliers müssen ins Spiel siebenDie Cleveland Cavaliers mit Nationalmannschafts-Kapitän Dennis Schröder verpassten ebenfalls die Entscheidung in der Serie bei den Toronto Raptors. Ein kurioser Dreipunktewurf kurz vor Ende der Verlängerung sorgte für eine 110:112 (104:104, 51:61)-Niederlage und dem 3:3 in der Serie. Spiel sieben steigt am Sonntag in Cleveland.Der Versuch von Raptors-Profi RJ Barrett landete 1,2 Sekunden vor Ende der Extraspielzeit zuerst am Ring des Basketball-Korbs, von dort sprang der Ball hoch und fand dennoch das Ziel. Schröder kam auf sieben Punkte.Lakers eine Runde weiterDagegen haben die Los Angeles Lakers mit Superstar LeBron James die nächste Runde erreicht. Das Team aus Kalifornien gewann bei den Houston Rockets mit 98:78 (49:31) und entschied die Playoff-Serie mit 4:2 für sich. Mit den Oklahoma City Thunder wartet nun allerdings der Titelverteidiger und Top-Favorit auf die Lakers. James überzeugte mit 28 Zählern. Maxi Kleber kam bei LA nicht zum Einsatz.

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Eishockey: Playoff-Aus für Coach Sturm - Auch Stürmer Peterka draußen

Für Marco Sturm endet die erste Saison als Trainer in der NHL. Der frühere Nationaltrainer zeigt sich dennoch zufrieden. Für einen Nationalstürmer sind die Playoffs ebenfalls vorbei.Der frühere Bundestrainer Marco Sturm ist in seiner ersten NHL-Saison mit den Boston Bruins in der ersten Playoff-Runde ausgeschieden. Der Coach des sechsfachen Stanley-Cup-Champions unterlag mit seiner Mannschaft den Buffalo Sabres mit 1:4 (0:2, 1:0, 0:2) und verlor die best-of-seven-Serie mit 2:4. Für Sturm war es die erste Spielzeit in der nordamerikanischen Profiliga. Mit dem Einzug in die Playoffs in der Eastern Conference überraschte der 47 Jahre alte Ex-Profi nicht nur die Experten. "Auszuscheiden tut weh", sagte Sturm nach der Niederlage. "Aber ich habe meinen Spielern auch gesagt, was wir für eine Saison gespielt haben. Ich bin sehr stolz auf mein Team."Aus für PeterkaNationalstürmer JJ Peterka und die Utah Mammoth sind ebenfalls ausgeschieden. Die Vegas Golden Knights gewannen Spiel sechs in Salt Lake City mit 5:1 (1:0, 1:0, 3:1) und siegten in der Serie mit 4:2. Peterka blieb damit in den Playoffs ohne Tor oder Assist. Der 24-Jährige könnte somit ein Thema für den Kader von Bundestrainer Harold Kreis werden. Die WM findet vom 15. bis 31. Mai in der Schweiz statt.Im Duell zwischen Rekordmeister Montreal Canadiens und den Tampa Bay Lightning geht es nach dem knappen 0:1 nach Verlängerung ins siebte Spiel. Die Entscheidung findet am Sonntag (Ortszeit) in Tampa statt.

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Grand Prix von Miami: Weltmeister Norris rast zur Sprint-Pole in Miami

Wer schnappt sich die Pole Position für den Sprint in Miami? Der Weltmeister steht ganz vorne. Der WM-Führende ist der erste Verfolger.Formel-1-Weltmeister Lando Norris hat sich Startplatz eins für das Sprintrennen in Miami gesichert. Der Engländer von McLaren verwies in der Qualifikation für das Kurz-Event über 100 Kilometer den WM-Führenden Kimi Antonelli auf den zweiten Platz. Dem italienischen Mercedes-Piloten fehlten 0,222 Sekunden auf Norris (1:27,869 Minuten), der 2025 den Sprint für sich entscheiden konnte.Dritter im Miami International Autodrome wurde Norris' Teamkollege Oscar Piastri (+0,239 Sekunden), der im vergangenen Jahr den Grand Prix in Florida gewonnen hatte. Der viermalige Weltmeister Max Verstappen startet in den Sprint am Samstag (18.00 Uhr MESZ/Sky) von Position fünf. "Es war ein Schritt in die richtige Richtung", meinte sein Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies.Für Nico Hülkenberg war nach der zweiten K.o.-Runde Schluss. Der einzige deutsche Fahrer im Feld verpasste als Zwölfter direkt hinter seinem Audi-Teamkollegen Gabriel Bortoleto die Top Ten.Norris: "Perfektes Ergebnis"Der Gewinner des Mini-Rennens bekommt acht Punkte, der Achte noch einen Zähler. Im vergangenen Jahr gewann der spätere Weltmeister Norris den Sprint. "Es ist ein perfektes Ergebnis für uns, eine schöne Belohnung für das Team", sagte Norris. "Diese Strecke lag uns schon immer. Wir wussten, dass das, was wir mitgebracht haben, einen Fortschritt bedeuten würde, und das ist auch der Fall. Seit der ersten Runde heute habe ich mich wohlgefühlt, ich hatte das Gefühl, Grip am Heck zu haben."Nach dem Sprint steht am Samstag (22.00 Uhr MESZ) die Startplatzjagd für den Grand Prix am Sonntag an. Es ist das vierte Rennen dieser Saison, nachdem wegen des Iran-Kriegs die Events in Bahrain und Saudi-Arabien abgesagt werden mussten.

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Tennisturnier in Madrid: Zverev bricht Halbfinal-Fluch und fordert Sinner

Im sechsten Anlauf schafft Alexander Zverev endlich einen Sieg in der Runde der besten Vier. Sein Finalgegner in Madrid ist aber der aktuell beste Spieler der Welt.Tennisstar Alexander Zverev hat seinen Halbfinal-Fluch gebrochen und spielt im Masters-1000-Turnier in Madrid gegen Dominator Jannik Sinner um seinen ersten Saison-Titel. Der 29-Jährige gewann gegen den belgischen Außenseiter Alexander Blockx nach einer starken Vorstellung mit 6:2, 7:5. Nach 1:36 Stunden verwandelte der Weltranglistendritte seinen ersten Matchball.In seinem sechsten Halbfinale in diesem Jahr gelang Zverev der erste Sieg. Im Finale am Sonntag wartet in dem Weltranglistenersten Sinner aber die denkbar schwerste Aufgabe. 2018 und 2021 hatte Zverev den Titel in der spanischen Hauptstadt gewonnen. "Ich bin glücklich im Finale zu stehen und ich freue mich, wieder gegen Jannik spielen zu können. Er ist der beste Spieler der Welt. Aber ich werde ihm einen harten Kampf liefern", sagte Zverev nach dem Match.Zverev auf den Spuren von Nadal und FedererDer Hamburger Zverev ist nach den längst zurückgetretenen Tennis-Idolen Rafael Nadal (insgesamt 8) und Roger Federer (4) nun der dritte männliche Profi, der in Madrid mindestens vier Finalteilnahmen vorweisen kann.Im Duell mit dem Überraschungs-Halbfinalisten Blockx ließ Zverev von Anfang an keine Zweifel am Weiterkommen aufkommen. Sein 21 Jahre alter Gegner war in dessen bislang größtem Match sichtlich nervös, Zverev hielt das Tempo hoch und spielte seine größere Erfahrung aus. Sinner schreibt GeschichteSinner zog durch ein ungefährdetes 6:2, 6:4 gegen den Franzosen Arthur Fils ins Finale ein und setzte einen neuen Meilenstein in seiner Karriere. Der 24-Jährige hat nun als vierter und jüngster männlicher Profi bei allen neun Masters-1000-Turnieren auf der Tennis-Tour das Finale erreicht. Die anderen drei sind die Idole Nadal, Federer und Novak Djokovic. Die Masters-Kategorie ist die zweithöchste im Tennis nach den vier Grand-Slam-Turnieren. Der Sieg gegen Fils war Sinners insgesamt 350. Sieg auf der Tour, seit 22 Matches ist der Südtiroler ungeschlagen. Sinner hat in diesem Jahr bereits die Masters-Turniere in Indian Wells, Miami und Monte-Carlo gewonnen.

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Fußball: Iran stellt Bedingungen für WM-Teilnahme im Sommer

Nur, wenn die FIFA ihnen Sicherheit und politische Neutralität zusichert, will der Iran seine Nationalmannschaft zur WM in Amerika schicken. Trump hält sich dazu bedeckt.Der iranische Fußball-Verband (FFI) will Bedingungen für eine Teilnahme an der Weltmeisterschaft im Sommer stellen. Zudem kritisierte man den Weltverband Fifa scharf: „Ich habe die Fifa noch nie so schwach erlebt“, sagte FFI-Chef Mehdi Tadsch laut der Nachrichtenagentur Tasnim. Anstatt gegen „Beleidigungen und Erniedrigungen gegenüber dem Iran“ vorzugehen, lasse sich die Fifa von der Politik einschüchtern und begnüge sich mit „rein verbalen Verurteilungen“.Die Fifa müsse laut Tadsch vor allem verhindern, dass sich der amerikanische Präsident Donald Trump in sportliche Angelegenheiten einmischt. Der Iran habe sich sportlich qualifiziert, sagte er, und Trump sei „nicht auf dem Niveau, darüber zu entscheiden, ob wir an der Weltmeisterschaft teilnehmen dürfen oder nicht“. Dafür benötige der Iran „keine Erlaubnis“ aus Washington.Iran: Verbandschef durfte nicht zum Fifa-Kongress einreisenNach Angaben von Tadsch will der Verband in einem Treffen mit Fifa‑Vertretern seine Bedingungen für eine Teilnahme in den USA konkretisieren. Der Iran wolle unter anderem sicherstellen, dass es bei den Spielen keine politischen Kommentare gegen die Mannschaft gebe, dass die offizielle Flagge der Islamischen Republik – und nicht die nationale Flagge der Opposition – gehisst werde und dass Spielern, Trainerstab und Funktionären umfassende Sicherheit garantiert werde. „Das muss uns die Fifa zusichern, und nur unter diesen Bedingungen werden wir teilnehmen“, sagte Tadsch.Das iranische Nationalteam soll eigentlich am 15. Juni (Ortszeit) gegen Neuseeland in die WM starten. Weitere Gegner in der Gruppe G sind Belgien und Ägypten. In den USA leben mehr als eine Million Iraner – die meisten von ihnen gelten allerdings als Gegner der jetzigen Führung des Landes.Donald Trump gibt sich zurückhaltendUS-Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, er lasse Fifa-Chef Gianni Infantino bei der Entscheidung über eine Teilnahme des Iran an der Fußball-WM freie Hand. „Ich finde, lassen wir sie spielen“, sagte Trump im Weißen Haus. Kurz zuvor hatte Infantino beim Kongress des Weltverbands in Vancouver versichert, dass der Iran bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko in diesem Sommer dabei sein werde. Der iranische Verbandschef Tadsch jedoch wurde auf dem Weg nach Vancouver laut Medienberichten bei der Einreise nach Kanada an der Grenze abgewiesen.Der Iran befindet sich seit Ende Februar in einem militärischen Konflikt mit den USA. Die derzeitige Waffenruhe gilt als fragil.

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Fußball: Zwischen Nahostkonflikt und Trump: Infantino will bleiben

Der FIFA-Kongress wird für Gianni Infantino zur politischen Gratwanderung. Eine Versöhnungsgeste zwischen Israel und Palästina bleibt aus. Doch aus dem Weißen Haus bekommt er gute Nachrichten.Gianni Infantino rang sich ein gequältes Lächeln ab. Der Versuch des FIFA-Präsidenten, beim Kongress des Fußball-Weltverbands auf offener Bühne eine Versöhnungsgeste zwischen Vertretern Palästinas und Israels zu initiieren, scheiterte kläglich. Und doch durfte sich Infantino wenig später, nachdem er zum Ende der Versammlung seine erneute Kandidatur als FIFA-Chef verkündet hatte, in einer anderen heiklen sportpolitischen Frage als Sieger fühlen. Aus dem Weißen Haus erteilte Donald Trump seinem "Freund" in der Entscheidung über eine WM-Teilnahme des Iran freie Hand. "Ich finde, lassen wir sie spielen", verkündete Trump vom Schreibtisch im Oval Office. Dass die iranischen Funktionäre beim FIFA-Kongress im kanadischen WM-Spielort fehlten und laut Medienberichten bei der Einreise an der Grenze abgewiesen worden waren, hatte die Debatte neu befeuert.Trump: "Wenn Gianni das gesagt hat, ist das für mich in Ordnung"Auch deshalb versuchte Infantino, direkt zu Beginn seiner Kongressrede mit deutlichen Worten alle Zweifel zu zerstreuen, dass das iranische Team trotz des Kriegs mit den USA in den Sommer dabei sein wird. "Natürlich" werde der Iran dabei auch in den USA spielen. "Nun, wenn Gianni das gesagt hat, ist das für mich in Ordnung", sagte Trump und schwärmte, Infantino sei fantastisch. "Ich habe gesagt, du kannst machen, was du willst. Du kannst sie dabeihaben, du musst sie nicht dabeihaben."Die beiden bemerkenswerten Episoden verdeutlichen die Gratwanderung für Infantino. Der 56-Jährige wähnt die FIFA "an den wichtigsten Tischen" mit den Regierungen der Welt. So wird auch der Nahostkonflikt im Fußball ausgetragen. Nach Reden von Dschibril Radschub, dem Präsidenten des Palästinensischen Fußball-Verbandes (PFA), und Bassim Scheich Suliman, dem Vize-Chef des Israelischen Fußball-Verbandes (IFA), bat Infantino die Funktionäre gemeinsam auf die Bühne. Doch unversöhnlich standen beide einige Meter voneinander entfernt, ein bildstarker Handschlag blieb aus. "Wir werden zusammenarbeiten, lasst uns zusammenarbeiten, um den Kindern Hoffnung zu geben", rief Infantino ihnen zu, bevor sie das Podium getrennt verließen.Verband Palästinas zieht vor den Internationalen SportgerichtshofAuch der Weltverbandschef konnte nicht verhindern, dass die PFA vor den Internationalen Sportgerichtshof Cas zieht. Dort soll eine Entscheidung des FIFA-Councils überprüft werden, Israels Verband nicht wegen angeblich diskriminierender Handlungen gegen palästinensische Fußballer zu bestrafen."Infantino hat in den letzten Jahren zunehmend versucht, sich als internationaler Staatsmann darzustellen, doch der Austausch zwischen Radschub und Suliman verdeutlichte die Grenzen seiner diplomatischen Fähigkeiten", kommentierte der britische "Guardian".Der jahrelange Konflikt wird Infantino damit auch in den kommenden Monaten beschäftigen. Womöglich auch, wenn er sich beim Kongress am 18. März 2027 im marokkanischen Rabat zum vierten Mal als FIFA-Präsident zur Wahl stellt. "Ich bin geehrt und zugleich demütig", sagte Infantino, als er seinen erwarteten Schritt bekanntgab. Da seine ersten knapp dreieinhalb Jahre als Nachfolger von Joseph Blatter nicht angerechnet werden, kann er erneut für vier Jahre dann bis 2031 wiedergewählt werden. Dies wäre laut Statuten seine letzte Amtszeit.Das sagt der DFB-Chef zu Infantinos KandidaturBei der vorigen Wiederwahl 2023 hatte der Deutsche Fußball-Bund die direkte Unterstützung per Akklamation noch versagt. Nun hat sich das Verhältnis zu Infantino entspannt und normalisiert. Eine sofortige Wahlzusage vermied DFB-Chef Bernd Neuendorf jedoch und verwies auf die zuständigen Gremien. "Daher werden wir uns innerhalb des DFB und gemeinsam mit der DFL mit der Kandidatur beschäftigen und nach dem Ende der Bewerbungsfrist eine Entscheidung treffen", sagte das deutsche Mitglied des FIFA-Councils.Bis zum 18. November können weitere Bewerber von den FIFA-Mitgliedsverbänden vorgeschlagen werden. Ein Gegenspieler für Infantino ist jedoch nicht in Sicht - dieser wäre Stand jetzt auch chancenlos. Die Verbände aus Südamerika, Afrika und Asien sagten dem Amtsinhaber sogar schon vor dessen offizieller Bewerbung ihre uneingeschränkte Unterstützung zu. Damit hätte Infantino bereits die erforderliche Mehrheit sicher.Mehr Geld für die VerbändePassenderweise konnte Infantino stolz finanzielle Rekordzahlen verkünden. Die Zuwendungen aus dem Entwicklungsprogramm Forward an die Mitgliedsverbände für den Zeitraum von 2027 bis 2030 steigen im Vergleich zum vorigen Zyklus um 20 Prozent - auf dann 2,7 Milliarden US-Dollar.

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Nach Dauerkritik an den Regeln: Wie bei der EU: Die Formel 1 probt den Neustart

Die Formel 1 ist zurück. In Miami präsentiert sie nach Dauerkritik an den neuen Regeln ein Maßnahmenpaket. Der Weltverband gibt Einblick in den mühsamen Prozess. Wie reagiert Max Verstappen?Begeistert ist Chefkritiker Max Verstappen nicht. Nach fünf Wochen Pause und einer Dauerdebatte um das neue Reglement kehrt die Formel 1 in Miami zwar mit einem Soforthilfeprogramm zurück. Doch der Red-Bull-Star aus den Niederlanden rechnet nicht mit einem grundsätzlichen Wandel des Racings. Verstappen erkennt aber guten Willen. Immerhin. "Die Formel 1 ist ein sehr komplexer und politischer Sport. Ich glaube, jeder hat sein Bestes gegeben, um wenigstens etwas zu tun, aber natürlich wird das die Welt nicht verändern", meinte Verstappen vor dem Grand Prix in Florida am Sonntag (22.00 Uhr MESZ/RTL und Sky).Der viermalige Weltmeister hatte die Regelrevolution der Formel 1 zu dieser Saison scharf kritisiert und das derzeitige Rennenfahren mit dem Videospiel "Mario Kart" verglichen. "Es macht mir im Moment keinen Spaß, dieses Auto zu fahren", räumte Verstappen ein, dessen Red Bull in den ersten drei Grand Prix nur hinterherfuhr.Hamilton will einen Platz am VerhandlungstischDer 28-Jährige ist ein Vollgaspilot. Doch seit dieser Saison fühlt er sich erheblich eingebremst. Denn die Fahrer sind in ihren neuen Autos während der Rennen zu permanentem Batterie-Management aufgerufen. Die Aggregate beziehen zu gut 50 Prozent Leistung vom Verbrenner und zu fast 50 Prozent aus der Batterie, die wieder geladen werden muss. Im Cockpit verdrängt zunächst das Kalkül den Impuls.Verstappen und seine Kollegen fühlen sich immerhin gehört. "Das Positive ist, dass wir einige gute Gespräche mit der Formel 1 und der Fia geführt haben. Das ist hoffentlich eine gute Basis für die Zukunft", sagte Verstappen, der sich künftig mehr Mitsprache in Regelfragen wünscht. "Wir haben ein gutes Verständnis und ein gutes Gespür dafür, was nötig ist, um die Formel 1 zu einem guten Produkt zu machen, zu einem Produkt, das Spaß macht."Die seit dieser Saison geltende Reform wurde von den Motorenherstellern dirigiert. Verstappens Einschätzung teilt auch Rekordweltmeister Lewis Hamilton. "Sprecht mit uns, wir arbeiten Hand in Hand", appellierte der Ferrari-Star, der die neuen Regeln im Gegensatz zu Verstappen nicht verdammt hat. "Wir haben derzeit keinen Platz am Verhandlungstisch, das muss sich aber ändern."Debatten wie bei der EUVerhandlungen über Regeln und deren Änderungen sind zäh. Der Technikchef für die Einsitzer beim Motorsport-Weltverband Fia, Jan Monchaux, verglich den Prozess mit der Entscheidungsfindung bei der EU, wo 27 Mitgliedsstaaten ihre eigenen Interessen verfolgen, und am Ende ein Kompromiss rauskommt"Warum war ich fünf Tage auf Gran Canaria?", fragte der Franzose nach den anstrengenden Gesprächen mit den fünf Motorenherstellern und insgesamt elf Teams über Verbesserungsmaßnahmen in einer Medienrunde vor dem vierten Grand Prix des Jahres rhetorisch. "Es ist mühsam. Da sitzen nur Ingenieure. Und der Ingenieur meint immer, er hat die Lösung."Monchaux und seine Abteilung bekamen den Auftrag, während der durch den Iran-Krieg auf fünf Wochen ausgedehnten Formel-1-Pause nachzuschärfen. Vor allem in Sachen Qualifikation und Sicherheit. "Wir hatten alle die Pistole am Kopf", sagte Monchaux über den klaren Auftrag der Bosse.Ist der Vorlauf zu knapp?Allerdings war der Zeitrahmen sehr eng. Normalerweise würde ein Sofortpaket, wie es nun innerhalb von drei Wochen verabschiedet wurde, eigentlich drei bis vier Monate Vorlauf benötigen. Deshalb sei zum Beispiel die neue Software nicht so erprobt, wie es die Fia gerne gehabt hätte.Die Maßnahmen, die unter anderem für mehr Spannung und besseres Racing zur Unterhaltung der Fans dienen sollen, betreffen Qualifikation, Rennen, Starts und feuchte Bedingungen.In der Startplatzjagd etwa wird die Energie-Menge, die von den Fahrern pro Runde maximal wiedergewonnen werden darf, von acht auf sieben Megajoule reduziert. Dadurch sollen die Piloten mehr Vollgas fahren können. Zudem wurde das Limit beim sogenannten Superclipping von 250 kW auf 350 kW erhöht. In diesem Modus können - vereinfacht gesagt - Autos Energie zurückgewinnen, während der Fahrer Vollgas gibt."Die Formel 1 und die Fia sind keine Dummköpfe"Im Rennen wiederum können die Piloten künftig mit dem Boost-Knopf nur noch 150 kW zusätzlich freisetzen. Zuvor waren es 350 kW. Dadurch sollen die Geschwindigkeitsunterschiede beim Überholen reduziert werden, was wiederum die Sicherheit erhöhen soll. "Ich glaube, wir haben das Qualifying deutlich verbessert und die Risiken im Rennen deutlich reduziert", meinte Monchaux, der allerdings schon jetzt mit Nachbesserungen rechnet.Im Simulator seien kaum grundsätzliche Änderungen aufgefallen, merkten einige Fahrer an. "Alleine die Regeländerungen werden die Rangordnung nicht umwerfen, dafür waren die Korrekturen einfach zu gering", meinte McLaren-Pilot Oscar Piastri.Der Vorsitzende der Fahrergewerkschaft und WM-Zweite, George Russell, fand die Kritik an den Regeln und dem Weltverband überzogen, zumal Fahrer egoistisch ihre eigenen Interessen verfolgen würden. "Die Wahrheit ist: Die Formel 1 und die Fia sind keine Dummköpfe", sagte der Mercedes-Fahrer. "Sie wissen, was sie tun, und die Fans lieben die Rennen derzeit. Ob zu Recht oder zu Unrecht: Die Rennen sind spannend." Ob das Soforthilfeprogramm aber schon in Miami greift, wird sich erst noch zeigen.

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Eishockey-Nationalteam: NHL-Star Draisaitl lässt WM-Teilnahme nach Playoff-Aus offen

Die NHL-Saison für Leon Draisaitl ist ungewohnt früh vorbei. Das ist theoretisch gut für die Nationalmannschaft. Was der Eishockey-Star zu einer WM-Teilnahme sagt.NHL-Star Leon Draisaitl hat eine Teilnahme an der Eishockey-Weltmeisterschaft nach dem frühen Playoff-Aus mit den Edmonton Oilers offen gelassen. "Weiß ich jetzt gerade noch nicht, logischerweise mit meinem Knie, meiner Verletzung", sagte der 30 Jahre alte Profi nach dem 2:5 gegen die Anaheim Ducks. Er habe "da jetzt durch was durchgespielt und mal schauen", sagte er. Draisaitl war erst zu Beginn der Playoffs nach einem Monat Verletzungspause aufs Eis zurückgekehrt. Das Aus in der ersten Runde gegen die Anaheim Ducks konnte er nicht verhindern. Er kam in den sechs Spielen auf drei Tore und sieben Vorlagen.Sein Teamkollege Josh Samanski will sich jetzt mit einer möglichen WM-Teilnahme beschäftigen. "Ich hatte jetzt nicht unbedingt Kontakt, ich meine, ich habe mich jetzt hier darauf fokussiert, mir war es wichtig, hier meine Leistung zu zeigen", sagte der 24 Jahre alte Profi aus Erding. Für Samanski war es die erste Saison in der NHL, in den Playoffs kam er auf ein Tor und eine Vorlage. "Natürlich wird es ein Thema sein", sagte er und kündigte an, gemeinsam mit dem Team entscheiden zu wollen, "was jetzt mit mir passiert". Seider hatte zuletzt WM-Teilnahme in Aussicht gestelltZuletzt hatte NHL-Topverteidiger Moritz Seider angekündigt, bei der Eishockey-Weltmeisterschaft im Mai in der Schweiz für Deutschland spielen zu wollen. "Es ist natürlich das große Ziel, zur letzten Vorbereitungsphase hier in Mannheim dabei zu sein", sagte der 25-Jährige am Rande des Playoff-Finales zwischen den Adler Mannheim und den Eisbären Berlin am Dienstag bei MagentaSport.Nach dem Saisonaus der Detroit Red Wings kuriert sich der frühere Adler-Profi derzeit in Mannheim von einer Verletzung aus, die sich nach eigener Aussage als etwas hartnäckiger herausgestellt hat. "Ich würde immer gerne spielen, aber man muss auch schauen, dass man rechtzeitig fit wird", sagte Seider.

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Fußball: Trump über Iran bei WM: "Lassen wir sie spielen"

Ist der Iran trotz des Kriegs mit den USA bei der Fußball-WM dabei? US-Präsident Donald Trump äußert sich - und verweist auf einen Freund von ihm.US-Präsident Donald Trump lässt FIFA-Chef Gianni Infantino bei der Entscheidung über eine Teilnahme des Iran bei der Fußball-WM freie Hand. "Ich finde, lassen wir sie spielen", sagte Trump im Weißen Haus. Kurz zuvor hatte Infantino beim Kongress des Weltverbands in Vancouver versichert, dass der Iran bei der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko in diesem Sommer dabei sein werde."Nun, wenn Gianni das gesagt hat, ist das für mich in Ordnung", sagte Trump. Infantino sei fantastisch und ein Freund von ihm. "Ich habe gesagt, du kannst machen, was du willst. Du kannst sie dabei haben, du musst sie nicht dabei haben", sagte der US-Präsident.Infantino: Keine Zweifel an Irans WM-TeilnahmeIm März hatte Trump inmitten des Kriegs gegen den Iran erklärt, dass die iranische Mannschaft zwar bei der WM "willkommen" sei, er es aber "wirklich nicht für angemessen halte, dass sie dort sind, zu ihrem eigenen Schutz und ihrer eigenen Sicherheit".Derzeit gilt in dem militärischen Konflikt zwar eine Waffenruhe - die Verhandlungen über eine dauerhafte Beilegung des Kriegs sind aber ins Stocken geraten.Infantino hat gleich zu Beginn seiner Rede bei der Versammlung des Fußball-Weltverbandes bekräftigt, dass der Iran an der WM teilnehmen wird. "Wir müssen vereinen, wir müssen die Menschen zusammenbringen. Fußball vereint die Welt", sagte der Schweizer in Vancouver. Er habe keinen Zweifel. "Der Iran wird an der WM 2026 teilnehmen. Und natürlich wird der Iran in den USA spielen", sagte Infantino.Iranische Vertreter fehlen beim KongressAm Kongress in Vancouver nahm der iranische Fußball-Verband nicht teil. Präsident Mehdi Tadsch wurde auf dem Weg nach Vancouver laut Medienberichten bei der Einreise nach Kanada an der Grenze abgewiesen. Das berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Auch bei der WM-Auslosung im Dezember 2025 in Washington war die Delegation Irans nicht anwesend. Die USA haben seither einen Krieg mit Iran begonnen.Infantino: Ausschluss kommt nicht infrageDas iranische Nationalteam will zehn Tage vor dem eigenen WM-Auftaktspiel am 15. Juni (Ortszeit) gegen Neuseeland nahe Los Angeles in die USA reisen. Das teilte Cheftrainer Amir Ghalenoei mit. Derzeit absolviert die Mannschaft ein erstes Trainingslager in der Türkei. Dort sind auch drei Vorbereitungsspiele geplant. Der Iran spielt in der Gruppe G auch gegen Belgien und Ägypten. Zwischenzeitlich hatte der Iran die Möglichkeit ausgelotet, seine Partien im Co-Gastgeberland Mexiko austragen zu können.Eine Absage oder ein Ausschluss kommen für Infantino nicht infrage. "Es gibt genug Probleme, genug Menschen, die entzweien", sagte er zur Weltlage. Der Fußball hingegen habe "Kraft" und "Magie". "Gemeinsam sind wir unschlagbar", sagte der FIFA-Chef.

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Fifa-Präsident: Gianni Infantino stellt sich 2027 zur Wiederwahl

Als Fifa-Präsident ist Gianni Infantino noch umstrittener als sein Vorgänger Sepp Blatter. Trotzdem will der Italiener 2027 noch eine weitere Amtszeit beginnen.Gianni Infantino stellt sich im kommenden Jahr zum dritten Mal zur Wiederwahl als Fifa-Präsident. Der 56-Jährige kündigte seine Kandidatur für eine weitere Amtszeit beim Kongress des Weltverbands in Vancouver an. «Ich will bestätigen, dass ich im kommenden Jahr Kandidat für die Wahl des Fifa-Präsidenten sein werde», sagte Infantino an die Vertreter der Mitgliedsverbände gerichtet.Infantino war 2016 auf Joseph Blatter gefolgt und zweimal jeweils ohne Gegenkandidaten im Amt bestätigt worden. Laut Statuten darf ein Fifa-Präsident maximal drei Amtszeiten absolvieren. Da Infantinos erste knapp dreieinhalb Jahre als Fifa-Präsident jedoch nicht angerechnet werden, kann er 2027 erneut für vier Jahre dann bis 2031 in eine letzte Amtszeit gewählt werden.Unterstützung aus Südamerika, Afrika und Asien Ein Gegenkandidat hat sich noch nicht erklärt, eine Opposition zu Infantino ist in der Fußballwelt derzeit nicht in Sicht. Vor drei Wochen hatte sich das Council des südamerikanischen Kontinentalverbands Conmebol einstimmig für eine Wiederwahl Infantinos ausgesprochen. Die afrikanischen und asiatischen Verbände kündigten kurz vor dem Kongress ihre uneingeschränkte Unterstützung an. Damit hätte Infantino bereits jetzt die erforderliche Mehrheit für eine Wiederwahl. Aus dem europäischen Fußball hatte es in der Vergangenheit mehrfach Kritik an der Amtsführung des Schweizers gegeben. Der Deutsche Fußball-Bund hatte ihm bei der letzten Wiederwahl die direkte Unterstützung versagt. Mittlerweile ist das Verhältnis wieder normalisiert, wie der Verband und Infantino selbst versicherten.Nur wenig Kritik an Fifa-Präsident Gianni InfantinoWegen des Umgangs Infantinos mit Donald Trump und der Nähe zum US-Präsidenten gab es zuletzt es nur noch vereinzelte kritische Stimmen. Der Fifa-Chef hatte Trump im vergangenen Dezember bei der Auslosung der WM in den USA, Kanada und Mexiko einen neu geschaffenen Friedenspreis des Weltverbands verliehen.Am Dienstag hatte das Fifa-Council den offiziellen Zeitplan für die nächste Präsidentenkür beschlossen. Die Wahlperiode beginnt heute, bis zum 18. November können Kandidaten von den Fifa-Mitgliedsverbänden vorgeschlagen werden. Die Wahl findet beim Fifa-Kongress am 18. März 2027 im marokkanischen Rabat statt.

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Fußball: Infantino strebt Wiederwahl als FIFA-Präsident an

Gianni Infantino will die FIFA weiter als Präsident anführen. Beim Kongress kündigt er seine erneute Kandidatur an.Gianni Infantino stellt sich im kommenden Jahr zum dritten Mal zur Wiederwahl als FIFA-Präsident. Der 56-Jährige kündigte seine Kandidatur für eine weitere Amtszeit beim Kongress des Weltverbands in Vancouver an. "Ich will bestätigen, dass ich im kommenden Jahr Kandidat für die Wahl des FIFA-Präsidenten sein werde", sagte Infantino an die Vertreter der Mitgliedsverbände gerichtet.Infantino war 2016 auf Joseph Blatter gefolgt und zweimal jeweils ohne Gegenkandidaten im Amt bestätigt worden. Laut Statuten darf ein FIFA-Präsident maximal drei Amtszeiten absolvieren. Da Infantinos erste knapp dreieinhalb Jahre als FIFA-Präsident jedoch nicht angerechnet werden, kann er 2027 erneut für vier Jahre dann bis 2031 in eine letzte Amtszeit gewählt werden.Unterstützung aus Südamerika, Afrika und Asien Ein Gegenkandidat hat sich noch nicht erklärt, eine Opposition zu Infantino ist in der Fußballwelt derzeit nicht in Sicht. Vor drei Wochen hatte sich das Council des südamerikanischen Kontinentalverbands Conmebol einstimmig für eine Wiederwahl Infantinos ausgesprochen. Die afrikanischen und asiatischen Verbände kündigten kurz vor dem Kongress ihre uneingeschränkte Unterstützung an. Damit hätte Infantino bereits jetzt die erforderliche Mehrheit für eine Wiederwahl. Aus dem europäischen Fußball hatte es in der Vergangenheit mehrfach Kritik an der Amtsführung des Schweizers gegeben. Der Deutsche Fußball-Bund hatte ihm bei der letzten Wiederwahl die direkte Unterstützung versagt. Mittlerweile ist das Verhältnis wieder normalisiert, wie der Verband und Infantino selbst versicherten.Nur wenig kritische StimmenWegen des Umgangs Infantinos mit Donald Trump und der Nähe zum US-Präsidenten gab es zuletzt es nur noch vereinzelte kritische Stimmen. Der FIFA-Chef hatte Trump im vergangenen Dezember bei der Auslosung der WM in den USA, Kanada und Mexiko einen neu geschaffenen Friedenspreis des Weltverbands verliehen.Am Dienstag hatte das FIFA-Council den offiziellen Zeitplan für die nächste Präsidentenkür beschlossen. Die Wahlperiode beginnt heute, bis zum 18. November können Kandidaten von den FIFA-Mitgliedsverbänden vorgeschlagen werden. Die Wahl findet beim FIFA-Kongress am 18. März 2027 im marokkanischen Rabat statt.

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Tennisturnier in Madrid: "Machtdemonstration": Zverev gelingt Revanche gegen Cobolli

Beim Heimturnier in München verlor Alexander Zverev noch verdient gegen Flavio Cobolli. Zwei Wochen später macht es der Deutsche in Madrid besser - und wie!Tennisstar Alexander Zverev hat erfolgreich Revanche für die Halbfinal-Niederlage in München genommen und die Chance auf seinen ersten Titel der Saison gewahrt. Der 29-Jährige setzte sich beim Masters-1000-Turnier in Madrid überraschend deutlich mit 6:1, 6:4 gegen den Italiener Flavio Cobolli (23) durch, der ihn vor knapp zwei Wochen in München noch besiegt hatte. Er sei nicht mit Revanchegelüsten ins Match gegangen, versicherte Zverev hinterher: "Ich liebe Flavio, er ist einer der Jungs auf der Tour, die ich am meisten mag, er weiß das", sagte der Hamburger: "In München hat er ein fantastisches Match gespielt, ich nicht. Heute war es vielleicht andersrum."Im Kampf ums Finale trifft Zverev auf den belgischen Außenseiter Alexander Blockx. Der Weltranglistendritte hat damit bei allen vier Masters-1000-Turnieren in dieser Saison das Halbfinale erreicht. "Das ist großartig", sagte Zverev, "aber ich muss diese Hürde jetzt auch nehmen".In den drei bisherigen Semifinals war er jeweils an Jannik Sinner gescheitert. Auf den Weltranglistenersten aus Italien kann der nach der verletzungsbedingten Absage des Spaniers Carlos Alcaraz an Nummer zwei gesetzte Zverev erst im Finale treffen. Sinner spielt im zweiten Halbfinale gegen den Franzosen Arthur Fils.Zverev spielt stabil, Cobolli fehlerhaftZverev hatte im ersten Satz leichtes Spiel. Cobolli agierte höchst fehlerhaft und war nur ein Schatten jenes Spielers, der Zverev in München verdient bezwungen hatte. Der deutschen Nummer eins gelang dagegen fast alles. "Das ist eine Machtdemonstration von Alexander Zverev", schrieb die Spielervereinigung ATP auf X. Im zweiten Satz steigerte sich der Italiener, auch wenn ihm die Nervosität auf der ungewohnt großen Bühne weiter anzumerken war. Zverev blieb der dominantere Spieler und holte das vorentscheidende Break zum 5:4. Nach 1:30 Stunden verwandelte der Olympiasieger von 2021 seinen ersten Matchball.Im Viertelfinale zuvor hatte Blockx seinen Erfolgszug in Madrid fortgesetzt. Der 21-Jährige entthronte Titelverteidiger Casper Ruud aus Norwegen durch ein 6:4, 6:4 und ist in dieser Form auch für Zverev ein gefährlicher Gegner. "Ich denke, er hat einen großartigen Kampfgeist, wenn er auf dem Tennisplatz steht", meinte Zverev: "Ich mag es sehr, ihn spielen zu sehen. Er ist auch außerhalb des Platzes ein großartiger Junge, sehr respektvoll. Ich werde unser erstes Duell genießen."

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· Actio recta non erit, nisi recta fuerit voluntas ·