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Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und den Finanzmärkten
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Aktuelle Nachrichten

EM in Zagreb: Daumen hoch: Kevric und Frauen-Team in Europas Turn-Spitze

Gold für Helen Kevric, Silber für Karina Schönmaier: Zwei Jahre vor den Olympischen Spielen gehören die deutschen Turnerinnen zu Europas Top-Nationen. Wie der Bundestrainer die Situation beurteilt.Helen Kevric reckte erst beide Daumen nach oben und ließ sich dann glücklich die große Goldmedaille umhängen. Der 18 Jahre alte Jungstar hat bei den Turn-Europameisterschaften abgeliefert und mit ihm das gesamte deutsche Team - trotz der Rückkehr der starken Russinnen um Mehrkampf-Europameisterin Angelina Melnikowa. „Großartig, starke Leistung. Ich bin ein stolzer Cheftrainer“, sagte Bundestrainer Gerben Wiersma in Zagreb nach Abschluss der Finals an den Einzelgeräten.Vier Jahre nach Elisabeth Seitz holte Kevric wieder EM-Gold am Stufenbarren. Karina Schönmaier war trotz der verpassten Titelverteidigung am Sprung auch mit der Silbermedaille zufrieden. Und die 29-jährige Pauline Schäfer-Betz schrammte am Schwebebalken nur wegen einer zwei Sekunden zu langen Übung hauchdünn an Bronze vorbei. Was das Team erreicht hatÜberdies hat das Trio zusammen mit Silja Stöhr und Lea Marie Quaas in der Mannschaft durch Platz vier in der Qualifikation schon die Teilnahme an den Weltmeisterschaften im Oktober in Rotterdam sicher. Zum Abschluss im Team-Finale blieb durch Rang fünf ein weiterer Medaillen-Coup aus. Bei Halbzeit auf dem Weg zu den nächsten Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles gehört das deutsche Frauen-Turnen dennoch zumindest auf europäischer Ebene zu den Top-Nationen.Für Kevric war bereits im vergangenen Jahr bei den Heim-Europameisterschaften in Leipzig die Hauptrolle am Stufenbarren vorgesehen. Doch ihre schwere Verletzung am linken Knie machte der Stuttgarterin einen Strich durch die Rechnung - und Schönmaier sprang mit ihren Titeln am Sprung und im Mixed mit Timo Eder (Ludwigsburg) in die Bresche. In Zagreb nun hielt die 18-Jährige den hohen Erwartungen stand und holte ihre erste internationale Einzel-Medaille bei den Frauen.Preisgeld für Turnerinnen und Sieger-Banane„Ich bin einfach nur dankbar, dass ich jetzt wieder hier stehe, meine Leistung wiederholen konnte und mit der Goldmedaille hier stehe“, sagte Kevric erleichtert. Neben dem Titel konnte sie sich auch über 3.000 Euro freuen - erstmals bei EM bekommen die ersten Acht ein Preisgeld. Zudem gab es für die Sieger eine aufblasbare Banane. „Ich wusste am Anfang nicht, ob ich die behalten darf. Aber ich finde die Banane richtig cool“, sagte die Barren-Europameisterin lachend.Was der Bundestrainer zur Situation von Kevric sagtWesentlich einsilbiger reagierte Kevric, wenn die Sprache auf ihre Situation ohne festen Trainer kam. „Ich würde heute eigentlich gern nur Fragen beantworten zu meiner sportlichen Leistung“ - so moderierte sie das Thema bestimmt ab. Seit den Missbrauchsvorwürfen am Kunst-Turn-Zentrum Stuttgart ist Kevric mit wechselnden Trainerinnen nicht zurechtgekommen - auch nicht mit Aimee Boorman aus den USA, die Superstar Simone Biles in die Weltspitze geführt hatte, oder deren Landsfrau LaPrise Williams.Wesentlich gesprächiger war Bundestrainer Wiersma. In Stuttgart werde Kevric von verschiedenen Trainerinnen betreut. Wenn sie in Italien sei, werde sie vom früheren italienischen Top-Turner Enrico Pozzo trainiert, mit dem er sich wie mit allen Heimtrainern abstimme, verriet der Niederländer. „Ich bin sehr beschäftigt mit der Situation“, sagte Wiersma. Man plane aktuell Schritt für Schritt, zunächst war es bis zur EM, nun ist es bis zur WM in acht Wochen. „Ich hoffe natürlich, dass es eine stabile Lösung gibt in der Zukunft“, betonte er.

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Reit-Weltmeisterschaft: Werth rockt 40.000 Fans, Jung jubelt über Gold und Silber

Standing Ovations im größten Reitstadion der Welt: Rekordreiterin Isabell Werth gewinnt ihre 14. WM-Medaille. In der Vielseitigkeit gibt es weitere Gründe zum Jubeln.Einen Tag nach ihrer 14. WM-Medaille hat Isabell Werth die nächsten deutschen Erfolge bei den Reit-Weltmeisterschaften in Aachen gefeiert. Die Dressur-Königin jubelte auf der Tribüne, als Michael Jung in der Vielseitigkeit zu Gold und Silber ritt. Der 44 Jahre alte Reiter triumphierte in der Einzelwertung und holte sich außerdem mit dem deutschen Team den zweiten Platz.„Das ist gigantisch“, jubelte Jung nach seinem Erfolg im ersten Interview beim WDR. „Ich bin einfach so dankbar, dass ich so ein Pferd reiten kann. Das ist unwahrscheinlich“, sagte er über den 18 Jahre alten Wallach, der mit vollem Namen fischerChipmunk FRH heißt.Rund 17 Stunden nach Einzel-Bronze in der Dressur saß Werth am Sonntagnachmittag als Fan auf der Tribüne des größten Reitstadions der Welt, um „die Daumen zu drücken“, wie sie es ausdrückte. Das hat offensichtlich geholfen. Werth konnte sehen, wie Jungs Pferd ein paar Mal die Stangen berührte, aber keine abwarf - und wie der Reiter schließlich die Faust ballte, als er es fehlerlos geschafft hatte. „Er kämpft, er galoppiert - ein unglaubliches Pferd!“Jung führte das gesamte deutsche Team erneut zu Edelmetall. Der Titelverteidiger musste sich nur der britischen Equipe geschlagen geben, die durch Rosalind Canter mit Graffalo Einzeil-Silber gewann.Neben Jung gehörten zum deutschen Team Julia Krajewski mit Nickel, Malin Hansen-Hotopp mit Carlitos Quidditch und Libussa Lübbeke mit Caramia. Der 44 Jahre alte Jung hatte die Basis für den Erfolg vor allem im Gelände gelegt, als er mit Chipmunk am Samstag eine formidable Runde gezeigt hatte. Der dreimalige Einzel-Olympiasieger schwärmte von seinem Pferd: „Er war so kraftvoll. Er kämpft, er galoppiert - ein unglaubliches Pferd!“Mit seinem Erfolgspferd schien Jung im Gelände über die 24 Hindernisse zu fliegen. Und auch im Springen war das Paar perfekt. Als letzter Starter behielt Jung die Nerven und sicherte sich die zwei Medaillen. „Der strotzt vor Kraft“, sagte Jung. „Ich heule schon die ganze Zeit“„Ich heule schon die ganze Zeit“, sagte die überglückliche Krajewski. „Ich hoffe, dem baut jetzt mal einer ein Denkmal“, sagte sie über Jungs Pferd, das sie früher selbst geritten ist. Jung verhinderte in Aachen eine Wiederholung des Dramas bei der WM in Italien vor vier Jahren. In Rocca di Papa hatte er mit Chipmunk zwei Abwürfe und vergab damit im Springen seine Chance auf den Sieg im Einzel. Damals gab es mit der deutschen Mannschaft Gold.„Risiko, Risiko, Risiko“Schon am Samstagabend hatte Werth das Stadion gerockt, auch wenn sie nicht gewann und Dritte wurde. Zufrieden war die deutsche Rekordreiterin trotzdem. „Ich hatte tatsächlich nicht gedacht, dass das reichen wird“, erzählte Werth über ihre Gold-Ambitionen. „Aber ich wollte natürlich unbedingt irgendwie noch ein Plätzchen auf dem Podium ergattern.“ Daher lautete ihr Motto: „Flucht nach vorn und Risiko, Risiko, Risiko.“Und das gelang ihr zur Freude der 40.000 Zuschauer, die schon vor den letzten Lektionen von Werths Kür tobten. Sie bedachten den Publikumsliebling mit Standing Ovations und klatschten nach dem Ende der Prüfung minutenlang. „Das Publikum hat uns so getragen, das war toll“, schwärmte die Bronze-Gewinnerin.Eindrucksvolle Medaillen-SammlungWerth erweiterte zum Abschluss der Dressurwettbewerbe in Aachen ihre eindrucksvolle Medaillen-Sammlung noch einmal. Für die 57 Jahre alte Reiterin war Bronze in der Kür die insgesamt 14. WM-Medaille ihrer bemerkenswerten Karriere, zehn davon sind aus Gold.Sie selbst kommt bei ihren Statistiken regelmäßig durcheinander und will sich „demnächst“ darum kümmern, wie sie vergnügt ankündigte. „Ist ja nicht so wichtig!“Dressur unter Flutlicht mit Fußball-Stimmung Wichtiger sind ihr die Emotionen und der Wettkampf. „Ich habe nichts unversucht gelassen“, sagte Werth. „Und das war einfach ein unglaublich tolles Gefühl.“ Auch wenn ihr früh klar gewesen sei, „dass das jetzt nicht für Gold reicht“.Begeistert war Werth vom enthusiastischen Publikum, das bei Flutlicht für Fußball-Stimmung gesorgt hatte. „Das war einfach noch mal so sensationell“, schwärmte sie. 20 Jahre nach dem Pferdesport-Sommermärchen an gleicher Stelle bei der WM 2006 genoss die erfolgreichste Reiterin der Welt erneut die unvergleichliche Stimmung in Aachen. Die von der alten und neuen Weltmeisterin Charlotte Fry aus Großbritannien mit vier Wörtern zusammengefasst wurde: „Das war einfach wow!“Die Titelverteidigerin gewann mit Glamourdale wie am Vortag im Grand Prix Special vor der Dänin Cathrine Laudrup-Dufour mit Freestyle. „Die gesamte Kür war das großartigste Gefühl der Welt“, berichtete die überwältigte Fry. „In diesen Vibe hineinzureiten, Wahnsinn“, sagte die 40 Jahre alte Doppel-Weltmeisterin von 2022 und 2026. Ihr Glamourdale habe „keinen Huf falsch gesetzt“.

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Leichtathletik: WM-Held Petros stürmt zu EM-Gold im Marathon

Im Marathon bei der Leichtathletik-EM gibt es gleich mehrere deutsche Medaillenkandidaten – und der WM-Zweite liefert. Amanal Petros holt sich seinen ersten großen Titel.Amanal Petros ist erstmals Marathon-Europameister. Der WM-Zweite gewann in Birmingham das Rennen über die prestigeträchtige Distanz von 42,195 Kilometern mit einem Meisterschaftsrekord von 2:09:11 Stunden. Der 31-Jährige siegte überlegen nach einem fast 20 Kilometer langen Sololauf vor dem Italiener Pietro Riva (2:09:18 Stunden) und Gashau Ayale (2:09:21 Stunden) aus Israel. Samuel Fitwi wurde als zweitbester deutscher Läufer Neunter. Richard Ringer, der vor vier Jahren in München Gold gewann, belegte Platz zehn. Nach Ringer ist Petros erst der zweite deutsche Europameister im Marathon. Der in jungen Jahren aus Afrika geflüchtete Läufer, der bei der WM vor fast einem Jahr in Tokio schon Gold vor Augen hatte und überraschend Silber bejubelte, ließ sich dieses Mal den Titel nach einer wirkungsvollen Tempoverschärfung nicht mehr nehmen. Vor vier Jahren in München war er noch denkbar knapp Vierter geworden.Bei den Frauen feierte die Finnin Alisa Vainio in 2:22:26 Stunden einen überlegenen Start-Ziel-Sieg. Beste Deutsche war Laura Hottenrott als 16. in 2:31:15 Stunden. In der Teamwertung kam die DLV-Auswahl nicht unter die Top drei.Schwieriger Kurs im StadtzentrumKurz nach dem Start im Herzen der Stadt wurden die Läuferinnen und Läufer auf eine fünf Kilometer lange, wellige Runde mit Auf und Ab und vielen Kurven geschickt, die sie achtmal absolvieren mussten. Die Frauen starteten bei angenehmen Temperaturen um 14 Grad 40 Minuten vor den Männern.Dort setzten sich Petros, Ringer und Fitwi nach einigen Kilometern an die Spitze, wo sich eine Gruppe bildete. Später stieß etwas überraschend auch noch Simon Boch dazu. Als Petros nach gut 25 Kilometern an einer Bergaufpassage das Tempo verschärfte, sprengte der 31-Jährige die Gruppe. Ringer machte sich allein auf die Verfolgung, wurde aber schnell eingeholt.Keiner kann Amanal Petros mehr folgenVorn zog Petros davon und strebte unaufhaltsam seinem ersten internationalen Titel entgegen. Fitwi und Ringer fielen zurück und konnten in die Vergabe der weiteren Medaillen nicht mehr eingreifen.Im Frauen-Rennen diktierte Alisa Vainio vom Start weg das Rennen und hatte am Ende fast fünf Minuten Vorsprung. Fabienne Königstein ging anfangs mit, ließ die WM-Fünfte angesichts des hohen Tempos aber frühzeitig ziehen. Später fiel Königstein dann weit zurück und gab auf.

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Pferdesport: Reit-WM: 40.000 toben bei Werths nächster Medaille

Standing Ovations im größten Reitstadion der Welt: Nach einer schwungvollen Kür mit Wendy holt die Rekordreiterin ihre vierzehnte WM-Medaille.Auch Isabell Werth musste über die alte und neue Weltmeisterin lachen. „Ich habe immer Angst vor Isabell“, sagte Charlotte Fry und sorgte für schallendes Gelächter. Die britische Dressurreiterin hatte zuvor auf ihren WM-Sieg noch einige Minuten warten müssen, denn Rekordreiterin Werth war als letzte Starterin die letzte Konkurrentin beim Kampf um Gold.„Wenn Isabell noch reitet, muss man mit allem rechnen“, sagte Fry. „Ich weiß, was sie zu leisten im Stande ist.“ Aber dieses Mal reichte es für Werth nicht zum Sieg, sie wurde Dritte. Zufrieden war die deutsche Rekordreiterin trotzdem. „Risiko, Risiko, Risiko“„Ich hatte tatsächlich jetzt nicht gedacht, das wird reichen“, erzählte Werth über ihre Gold-Ambitionen. „Aber ich wollte unbedingt natürlich irgendwie noch ein Plätzchen auf dem Podium ergattern.“ Daher lautete ihr Motto: „Flucht nach vorn und Risiko, Risiko, Risiko.“Und das gelang ihr zur Freude der 40.000 Zuschauer, die schon vor den letzten Lektionen von Werths Kür tobten. Sie bedachten den Publikumsliebling mit Standing Ovations und klatschten nach dem Ende der Prüfung minutenlang. „Das Publikum hat uns so getragen, das war toll“, schwärmte die Bronze-Gewinnerin.Eindrucksvolle Medaillen-SammlungWerth erweiterte zum Abschluss der Dressurwettbewerbe in Aachen ihre eindrucksvolle Medaillen-Sammlung noch einmal. Für die 57 Jahre alte Reiterin war Bronze in der Kür die insgesamt vierzehnte WM-Medaille ihrer bemerkenswerten Karriere, zehn davon sind aus Gold.Sie selbst kommt bei ihren Statistiken regelmäßig durcheinander und will sich „demnächst“ darum kümmern, wie sie vergnügt ankündigte. „Ist ja nicht so wichtig!“Dressur unter Flutlicht mit Fußball-Stimmung Wichtiger sind ihr die Emotionen und der Wettkampf. „Ich habe nichts unversucht gelassen“, sagte Werth: „Und das war einfach ein unglaublich tolles Gefühl.“ Auch wenn ihr früh klar gewesen sei, „dass das jetzt nicht für Gold reicht“.Begeistert war Werth vom enthusiastischen Publikum, das bei Flutlicht für Fußball-Stimmung sorgte. „Das war einfach nochmal so sensationell“, schwärmte sie. 20 Jahre nach dem Pferdesport-Sommermärchen an gleicher Stelle bei der WM 2006 genoss die erfolgreichste Reiterin der Welt erneut die unvergleichliche Stimmung in Aachen. Die von der alten und neuen Weltmeisterin aus Großbritannien mit vier Wörtern zusammenfasst wurde: „Das war einfach wow!“Die Titelverteidigerin gewann mit Glamourdale wie am Vortag im Grand Prix Special vor der Dänin Cathrine Laudrup-Dufour mit Freestyle. „Die gesamte Kür war das großartigste Gefühl der Welt“, berichtete die überwältigte Fry. „In diesen Vibe hineinzureiten, Wahnsinn“, sagte die 40 Jahre alte Doppel-Weltmeisterin von 2022 und 2026. Ihr Glamourdale „hat keinen Huf falsch gesetzt“.Die Bronze-Gewinnerin verzichteteDie deutsche Team-Weltmeisterin Katharina Hemmer hatte nach Einzel-Bronze im Grand Prix Special auf die Chance verzichtet, in der Kür eine weitere Medaille zu gewinnen. Sie trat am Samstagabend nicht an. Sie begründete das mit einer zwischenzeitlichen Verletzungspause ihres Denoix. „Dementsprechend ist es nicht so vorbereitet, wie ich es gerne hätte, um hier bei einer Weltmeisterschaft eine Kür zu zeigen.“Die beiden Männer im deutschen Team hatten in der Kür mit den Medaillen nichts zu tun. WM-Neuling Raphael Netz ritt mit Camelot auf Platz acht. Frederic Wandres kam mit Bluetooth auf Rang 15.

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Schwimm-EM: Nach Weltrekord: Liebmann scheidet auf Nebenstrecke aus

Nach einer kurzen Nacht schwimmt Johannes Liebmann bei der EM schon wieder. Über 400 Meter scheidet er im Vorlauf aus. Traurig ist er trotzdem nicht.Doppel-Europameister Johannes Liebmann ist bei der Schwimm-EM über 400 Meter Freistil ausgeschieden. Der 19-Jährige, der am Samstag noch einen Weltrekord über 1500 Meter aufgestellt hatte, belegte im Vorlauf auf seiner Nebenstrecke nur den elften Platz. „Unzufrieden bin ich nicht. Vielleicht klappen die 400 nächstes Jahr besser“, sagte Liebmann. „Dadurch, dass gestern so unglaublich gut lief, habe ich heute Morgen auch mit wenig gerechnet.“Liebmann, der über 800 und 1500 Meter Freistil Gold gewonnen hatte, berichtete am Morgen nach seinem 1500-Meter-Coup von wenig Schlaf. „Ich bin auf jeden Fall zufrieden so mit der ganzen Woche und bin auch froh, dass ich jetzt durch bin und heute Nachmittag das deutsche Team anfeuern kann“, sagte er.Goldchancen für Männer und FrauenFür den Endlauf qualifizierten sich Oliver Klemet und 400-Meter-Weltrekordler Lukas Märtens. Klemet schwamm in 3:45,22 Minuten die beste Zeit der Vorläufe. Märtens wurde Achter. Der vierte Deutsche Starter, Sven Schwarz, schied als Neunter aus.Wie Klemet und Märtens haben auch die deutschen Frauen Goldchancen. Maya Werner qualifizierte sich als Schnellste des Vorlaufs für den Endlauf, Teamkollegin Isabel Gose als Zweitschnellste. Beide haben im EM-Becken schon zwei Medaillen gewonnen. Gose holte Silber über 800 und 1500 Meter. Werner wurde in beiden Rennen Dritte. Zudem gewann Gose im Freiwasser Gold im Knockout Sprint und mit der Mixed-Staffel.Die letzte Abendsession dieser EM mit den Finals beginnt um 18.30 Uhr (ARD).

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Fußball: So viel verdient ein Bundesliga-Schiedsrichter

Schiedsrichter ist zwar kein Beruf auf Top-Niveau, aber eine höchst professionelle Angelegenheit. Unparteiische verdienen gutes Geld – ein Stück Unsicherheit bleibt allerdings.Sie müssen innerhalb von Sekundenbruchteilen Entscheidungen treffen, die über Sieg oder Niederlage entscheiden – beobachtet von Zehntausenden im Stadion und Millionen an den Bildschirmen. Oft werden sie Ziel von mindestens verbalen Anfeindungen. Fußball-Schiedsrichter müssen nicht nur Regelkenntnis, sondern auch mentale Stärke, Kommunikationsfähigkeit und Fitness mitbringen.Im Grunde ist die Schiedsrichterei ein eigener Sport – doch obwohl sich dieser Bereich im Fußball in den vergangenen Jahren stark professionalisiert hat, ist Schiedsrichter kein Hauptberuf. Selbst die Top-Referees in Deutschland haben andere Berufe gelernt und gehen diesen teilweise auch heute noch nach. In der Realität sind bei Schiedsrichtern auf Bundesliga-Niveau aber nur wenige Tage pro Woche auf einer herkömmlichen Arbeitsstelle möglich. Schiedsrichter ist somit ein anspruchsvoller, aber durchaus lukrativer Nebenjob.6000 Euro für ein Bundesliga-SpielDas Einkommen der Unparteiischen setzt sich aus einem Grundgehalt und Einsatzprämien zusammen. Schiedsrichter mit weniger als fünf Jahren Bundesliga-Erfahrung erhalten 68.000 Euro Jahresgehalt, bei mehr als fünf Jahren Erfahrung gibt es 78.000 Euro. Fifa-Schiedsrichter, also solche, die auch internationale Spiele leiten, werden mit bis zu 88.000 Euro pro Jahr bezahlt.Darüber hinaus gibt es Prämien für jedes gepfiffene Spiel. Bei einer Bundesliga-Partie sind es 6000 Euro, zusätzlich lässt sich noch Geld als Vierter Offizieller (1500 Euro pro Einsatz in der Bundesliga) und als Videoassistent im Kölner Keller (2300 Euro) oder als dessen Assistent (1150 Euro) verdienen. In der 2. Liga bekommt der Hauptschiedsrichter immerhin noch 3000 Euro pro Einsatz. Der VAR erhält 1150 Euro, der VAR-Assistent 575 Euro, der Vierte Offizielle 750 Euro.Zehn deutsche Schiedsrichter stehen zudem auf der Fifa-Liste, dürfen also auch auf internationaler Ebene Spiele leiten. Daraus ergibt sich ein weiterer Nebenverdienst: So werden für ein Spiel in der Gruppenphase der Champions League 7000 Euro bezahlt. Bei Halbfinals oder Endspielen liegen die Prämien noch einmal deutlich höher.Schiedsrichter betreiben Sport auf Top-NiveauWer in Deutschland und international auf höchstem Niveau Fußballspiele pfeift, darf sich also über einen mehr als ordentlichen Verdienst freuen. Im Hinterkopf behalten sollte man aber: Schiedsrichterei auf diesem Level ist professioneller Sport, der höchste körperliche und mentale Fähigkeiten erfordert. Nur sehr wenige schaffen es bis in die obersten Ligen. Die Referees müssen sich fit halten, teils eigene Trainer oder Physiotherapeuten engagieren, Spielvorbereitungen sowie An- und Abreise zu den Partien nehmen viel Zeit in Anspruch.Zudem ist das Einkommen als Schiedsrichter sehr stark von der Zahl der Einsätze abhängig. Zwar bietet der DFB seinen Unparteiischen seit 2012 mit dem Grundgehalt eine Sicherheit. Doch bei Verletzungen oder weniger Einsätzen kann schnell ein großer Teil der Prämien wegfallen. In einem gewissen Alter ist dann Schluss mit dem Dienst an der Pfeife – beim DFB üblicherweise mit 47 Jahren. Quellen: "Kicker", "Welt"

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Tennis: Zverev bei Nachtschicht in Cincinnati mit viel Mühe weiter

Bis tief in die Nacht bestreitet Alexander Zverev sein Auftaktspiel in Cincinnati. Am Ende kann der Hamburger jubeln. Bis zu den US Open bleibt noch Arbeit.Wimbledon-Finalist Alexander Zverev kommt vor den US Open nur langsam in Schwung. Der Hamburger wendete bei der Nachtschicht in seinem Auftaktspiel beim Masters-Turnier in Cincinnati eine Pleite gerade noch ab. Der an Nummer eins gesetzte Zverev siegte gegen den Briten Cameron Norrie 3:6, 6:3, 6:3. Den Matchball verwandelte er um 2:15 Uhr Ortszeit. In der nächsten Runde trifft er auf den Franzosen Terence Atmane.„Ich musste in meinen Rhythmus kommen. Der erste Satz war nicht gut. Der zweite und dritte Satz waren aber auf einem hohen Level“, sagte Zverev.Zverev hatte zuletzt schon beim Masters-1000-Turnier in Montreal gepatzt, als er überraschend in der zweiten Runde gegen den Niederländer Tallon Griekspoor gescheitert war. Das vierte und letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres beginnt am 30. August in New York.Struff und Hanfmann raus - auch Djokovic patztFür Jan-Lennard Struff und Yannick Hanfmann war dagegen in der zweiten Runde schon Schluss. Struff verlor gegen den Chilenen Alejandro Tabilo 3:6, 4:6. Für Hanfmann kam das Aus nach einem 6:7 (5:7), 1:6 gegen den Franzosen Arthur Fils.Ein frühes Aus ereilte auch Superstar Novak Djokovic. Der 24-malige Grand-Slam-Sieger aus Serbien unterlag dem Argentinier Thiago Agustin Tirante 6:2, 4:6, 4:6.

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Schwimm-EM: Liebmann schwimmt wieder: Was geht in seinem letzten Rennen?

Mit seinem Weltrekord über 1500 Meter Freistil sorgt Johannes Liebmann am Samstag für das große Highlight bei der EM. Heute ist er wieder gefordert - und gibt sich bescheiden.Vor seinem nächsten Auftritt im Centre Aquatique Olympique von Paris bemühte Weltrekordler Johannes Liebmann eine alte Sportlerphrase. „Ich habe nichts mehr zu verlieren, nur noch was zu gewinnen“, sagte der 19 Jahre alte Ausnahmeschwimmer vor dem abschließenden Rennen über 400 Meter Freistil und hatte damit gewissermaßen in mehrerlei Hinsicht recht.Liebmanns Bestmarke von 14:26,79 Minuten über 1500 Meter Freistil und seine EM-Titel auf jener Strecke sowie über 800 Meter hat der Jungstar tatsächlich jetzt erstmal sicher. Zudem ist er einer der Hauptprotagonisten dieser Europameisterschaft. Und das bleibt Liebmann auch, egal, wie der Wettkampf heute ausgeht (Vorläufe ab 9.30 Uhr, Finals ab 18.30 Uhr/ARD).Vier Deutsche schwimmen um höchstens zwei Plätze„Ich muss gucken, wie gut ich noch in Form bin“, sagte Liebmann. „Ich werde auf jeden Fall alles geben im Vorlauf auch schon - weil, ich mein, wir sind zu viert als Deutsche da. Da müssen wir schnell gehen.“ In Liebmann, Weltrekordler Lukas Märtens, Oliver Klemet und Sven Schwarz schickt das Team des Deutschen Schwimm-Verbands ein richtig starkes Quartett an den Start. Nur zwei Deutsche dürfen aber ins Finale.„Die 400 Kraul waren jetzt noch nie wirklich meine Stärke beziehungsweise nie so auf dem Niveau“, sagte Liebmann. „Oli und Lukas haben schnellere Bestzeiten als ich.“Liebmann berichtet von ZweifelnNicht zum ersten Mal bei den Titelkämpfen in der französischen Hauptstadt gab sich Liebmann bescheiden. Der überragende Langstreckenschwimmer im Becken bei dieser EM erklärte nach seinem grandiosen 1500-Meter-Rennen: „Ein bisschen Zweifel hatte ich jetzt tatsächlich vor den Beckenwettkämpfen, weil ich hatte irgendwie das Gefühl, dass ich die letzten Wochen nicht so gut trainieren konnte.“Sein Trainer Bernd Berkhahn habe ihm die Zweifel jedoch ausgeredet. „Du hast mega gut trainiert“, habe der Coach zu ihm gesagt. „Das hat mir auch einfach Mut gegeben und dann habe ich ihm auch einfach recht gegeben. Es waren wirklich gute Zeiten, die ich so im Training hatte“, schilderte Liebmann und ergänzte mit fast schon typischem Understatement: „Aber ansonsten schwimme ich eigentlich meistens nur mit den anderen mit und freue mich über die Gesellschaft.“ In Paris schwimmt er dagegen bisher allen davon.

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Leichtathletik: Auch ohne Ansah: Deutsche Staffel sprintet zu EM-Silber

Wegen einer drohenden Sperre fehlt Owen Ansah in der deutschen 4x100-Meter-Staffel. Doch trotzdem gibt es Silber.Die deutsche 4x100-Meter-Staffel der Männer hat ohne 200-Meter-Europameister Owen Ansah EM-Silber gewonnen. In der Besetzung Kevin Kranz, Marvin Schulte, Heiko Gussmann und Lucas Ansah-Peprah sprintete das deutsche Quartett in 38,64 Sekunden auf den zweiten Platz im Alexander Stadium in Birmingham. Den Sieg sicherten sich die favorisierten Briten in 38,45 Sekunden. Dritter wurde Belgien in 38,70 Sekunden.Wegen einer drohenden Sperre hatte der Deutsche Leichtathletik-Verband Ansah vorsichtshalber nicht für die Staffel aufgestellt, um keine nachträgliche Disqualifikation zu riskieren. Stattdessen schaute Ansah als „Edelzuschauer“ zu, wie er selbst nach seinem Coup über die 200 Meter am Freitagabend ankündigte.Vor zwei Jahren war Ansah noch dabeiOb mit Ansah sogar der Titel möglich gewesen wäre, bleibt Spekulation. Bei der vergangenen EM vor zwei Jahren in Rom hatte die deutsche Staffel mit Ansah Bronze gewonnen. Die bislang letzte Goldmedaille für ein deutsches Team gab es 1962 in Belgrad. Die deutsche Frauen-Staffel war im Vorlauf nach einem missglückten Wechsel nicht ins Ziel gekommen und damit überraschend ausgeschieden. Sowohl bei Olympia 2024 in Paris als auch bei der WM in Tokio vor fast einem Jahr gewann das deutsche Team um Gina Lückenkemper Bronze. Dieses Mal feierten stattdessen die deutschen Sprint-Männer.

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Leichtathletik: Nach Titelansage: Farken geht über 1.500 Meter leer aus

Robert Farken galt vor der Leichtathletik-EM als Medaillenhoffnung über 1.500 Meter. Im Finale verliert er in der entscheidenden Phase den Anschluss. Der Seriensieger fehlt.Robert Farken hat bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham die erhoffte Medaille über 1.500 Meter verpasst. Der 28-Jährige kam in 3:37,49 Minuten ins Ziel und musste sich mit dem neunten Platz begnügen. Den Titel gewann überraschend der Niederländer Stefan Nillessen in 3:35,70 Minuten. Zweiter wurde der Schwede Samuel Pihlström in 3:36,16 vor dem Iren Andrew Coscoran (3:36,24 Minuten).Farken muss damit weiter auf seine erste Medaille bei einer Großveranstaltung warten. Zuletzt bejubelte über 1.500 Meter 2010 in Barcelona Carsten Schlangen eine deutsche Medaille. Er holte damals Silber. Der bislang letzte deutsche Europameister über die Distanz ist Jens-Peter Herold, der 1990 in Split den Titel für die DDR gewonnen hatte.Seriensieger Ingebrigtsen nicht dabeiZuletzt hatte Tokio-Olympiasieger Jakob Ingebrigtsen dreimal in Serie EM-Gold über 1.500 Meter gewonnen. Der norwegische Lauf-Star, der bei den kontinentalen Titelkämpfen am ersten Tag über 5.000 Meter triumphiert hatte, war dieses Mal nicht am Start.Der deutsche Rekordhalter Farken, der in diesem Jahr der viertschnellste Europäer ist, war mit Medaillenhoffnungen nach Großbritannien gereist. Er sei gekommen, um zu gewinnen, hatte der gebürtige Leipziger nach seinem Vorlauf gesagt. Dort deutete der WM-Sechste von Tokio im vergangenen Jahr mit dem lockeren Weiterkommen ins Finale sein Leistungsvermögen an. Im Endlauf waren dann aber andere schneller.

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EM in Frankreich: Liebmann schwimmt Weltrekord auf 1500 Metern und gewinnt Gold

Die deutschen Schwimmer zeigen erneut ihre europäische Ausnahmestellung auf den langen Strecken. Liebmann liefert eine historische Show.Johannes Liebmann schwang sich auf die Leine, breitete beide Arme aus und fasste sich an den Kopf. Der 19-Jährige krönte sich zum Europameister über 1500 Meter Freistil und pulverisierte in 14:26,79 Minuten wie nebenbei den Weltrekord. Liebmann schien es selbst nicht glauben zu können. Der 19-Jährige war fast vier Sekunden schneller als der US-Amerikaner Bobby Finke bei seiner Bestmarke vor zwei Jahren bei den Olympischen Spielen. Teamkollege und Bronzegewinner Oliver Klemet nahm ihn noch im Wasser herzlich in den Arm.Für Liebmann ist es bei seiner ersten EM in der Eliteklasse auf der Langbahn bereits der zweite Titel. Der Jungstar hatte auch über 800 Meter Freistil gewonnen.Johannes Liebmann schwimmt allen davonAuf der längsten Beckendistanz ging Liebmann das Rennen von Beginn an sehr schnell an. Früh setzte sich der Norddeutsche mit dem Ungarn Zalan Sarkany an die Spitze. Lange konnte der Silbergewinner das Tempo Liebmanns jedoch nicht mitgehen. „Das ist ein ganz spezielles Rennen“, rief der Hallensprecher schon nach gut 700 Metern begeistert und hatte recht. Mit riesigem Vorsprung schwamm Liebmann Gold und einer Fabelzeit entgegen. Für die letzten Bahnen erhob sich das begeisterte Publikum im Centre Aquatique Olympique und schrie Liebmann nach vorne.Trainingspartner Klemet hatte im Freiwasser bereits zweimal Edelmetall geholt. Der 24-Jährige gewann beim Sieg von Teamkollege Florian Wellbrock Bronze über die olympischen zehn Kilometer und Gold mit der Mixed-Staffel. Im Becken war es für ihn über 800 Meter nicht gut gelaufen. Klemet hatte das Finale verpasst. Nun zeigte er, was er auch in der Halle drauf hat.Märtens kann etwas Besonderes schaffenSchon vor ihm und Liebmann hatte Melvin Imoudu seine Podestchance. Der Brustschwimmer belegte in 26,87 Sekunden beim Sieg des Italieners Nicolò Martinenghi über 50 Meter aber Platz sechs. Imoudu schlug nach 26,87 Sekunden an. Der 27-Jährige hält in 26,57 Sekunden den deutschen Rekord. Genau das war Martinenghis Goldzeit.Am letzten EM-Tag richtet sich der Fokus noch einmal auf Liebmann – und Lukas Märtens. Beide starten – wie auch Klemet und Sven Schwarz – über 400 Meter Freistil. Der 24 Jahre alte Märtens ist auf seiner Paradestrecke der Favorit. Gewinnt er, wäre Märtens gleichzeitig Europameister, aktueller Weltmeister, Olympiasieger und Weltrekordhalter. Bei den Frauen startet unter anderem Isabel Gose, die bei dieser EM schon zweimal Silber im Becken geholt hat.

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Turn-EM in Zagreb: Starker EM-Auftritt: Gold für Kevric, Silber für Schönmaier

Drei Finals, zwei Medaillen: Die deutschen Turnerinnen legen bei der EM einen starken Auftritt hin. Europameisterin Kevric und die Zweitplatzierte Schönmaier freuen sich auf ein weiteres Finale.Stolz lief Helen Kevric mit ihrer Goldmedaille um den Hals und der Sieger-Banane unter dem Arm durch die Arena Zagreb. Bei ihrem Europameisterschafts-Comeback nach langer Verletzungspause feierte die 18 Jahre alte Stuttgarterin mit dem Titel am Stufenbarren ihren größten Erfolg. Für ihren tadellosen Vortrag erhielt die deutsche Meisterin 14,500 Punkte an ihrem Spezialgerät und krönte sich zur ersten deutschen Stufenbarren-Europameisterin seit Elisabeth Seitz 2022 in München. „Ich bin einfach nur dankbar, dass ich jetzt wieder hier stehe, meine Leistung wiederholen konnte und mit der Goldmedaille hier stehe“, sagte Kevric.Zuvor hatte bereits Karina Schönmaier für Jubel im deutschen Lager gesorgt. Die 21 Jahre alte Chemnitzerin holte Silber am Sprung. Mit 14,066 Punkten im Schnitt für ihre zwei Sprünge musste sich die Titelverteidigerin nur Mehrkampf-Europameisterin Angelina Melnikowa aus Russland geschlagen geben, die 14,166 Zähler bekam. Schönmaier hatte im vorigen Jahr bei der Heim-EM in Leipzig Gold am Sprung gewonnen. „Ich habe das Beste rausgeholt und bin seh stolz und zufrieden, was ich geleistet habe. Ein zweiter Platz ist auch gut“, sagte sie nun.Dagegen flossen bei Pauline Schäfer-Betz bittere Tränen der Enttäuschung. Wegen einer um zwei Sekunden zu langen Übung schrammte die 29-Jährige knapp an ihrer ersten EM-Einzelmedaille vorbei. 0,067 Punkte fehlten am Ende zu Bronze. „Stolzer Cheftrainer“„Großartig, starke Leistung. Ich bin ein stolzer Cheftrainer“, sagte Bundestrainer Gerben Wiersma nach Abschluss der Finals an den Einzelgeräten. Einziger Wermutstropfen für ihn war den Niederländer die knapp verpasste Balken-Medaille. „Ärgerlich“, nannte er den Zeitfehler. Es sei ihm aber wichtiger, dass die Übung akkurat statt schnell geturnt werde.Rund 15 Monate nach ihrer schweren Knieverletzung bei den Europameisterschaften in Leipzig ist Helen Kevric beeindruckend in die Weltspitze zurückgekehrt. Ihre erste EM-Einzelmedaille glänzte gleich golden, stolz sang sie auf dem Siegerpodest die Hymne mit. „Das ist einfach unglaublich toll. Ich habe schon lange daraufhin gearbeitet. Jetzt eine Medaille hier zu haben, ist einfach unglaublich“, sagte die 18-Jährige.Ausblick auf's Team-FinaleWie auch Karina Schönmaier hatte sie kurz nach der Siegerehrung die nächste Herausforderung im Visier: Das Mannschafts-Finale an diesem Sonntag zum Abschluss der Titelkämpfe. „Wir sind als Team sehr motiviert, morgen nochmal unsere beste Leistung zu zeigen. Dann wird man sehen, wofür es reicht. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir das gut machen werden“, meinte Kevric.Ähnlich blickte auch Schönmaier auf den Teamwettbewerb voraus. Im vergangenen Jahr hatte die Riege des Deutschen Turner-Bundes (DTB) Silber gewonnen. „Ich freue mich, nochmal mit dem Team auftreten zu dürfen. Es ist nochmal anders, wenn man sich gemeinsam supportet und gemeinsam sein Bestes gibt. Ich freue mich auf jeden Fall auf den Wettkampf und werden ihn nochmal genießen“, sagte die Chemnitzerin.

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Dienstbeginn beim DFB: Auf diese Fragen muss Jürgen Klopp als Bundestrainer nun Antworten finden

Jürgen Klopp beginnt am Samstag seine Amtszeit beim DFB. Der neue Bundestrainer übernimmt eine Mannschaft mit vielen Baustellen – und steht vor schwierigen Personalentscheidungen.

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Turn-EM in Zagreb: Karina Schönmaier gewinnt EM-Silber am Sprung

Im vergangenen Jahr hat Karina Schönmeier bei den Heim-EM Gold am Sprung gewonnen. Auch in Zagreb holt die Turnerin aus Chemnitz wieder eine Medaille.Karina Schönmaier hat bei den Turn-Europameisterschaften in Zagreb die erste deutsche Medaille gewonnen. Die 21 Jahre alte Chemnitzerin holte Silber am Sprung. Mit 14,066 Punkten im Schnitt für ihre zwei Sprünge musste sich die Titelverteidigerin nur Mehrkampf-Europameisterin Angelina Melnikowa aus Russland geschlagen geben, die 14,166 Zähler bekam. Schönmaier hatten im vorigen Jahr bei der Heim-EM in Leipzig Gold am Sprung gewonnen. Dritte wurde Lisa Vaelen aus Belgien.Die Titelkämpfe in Kroatiens Hauptstadt enden an diesem Sonntag mit der Team-Entscheidung. Von Mittwoch an ermitteln dann die Turner an gleicher Stelle ihre Europameister.

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Schwimm-EM: Angelina Köhler holt Silber über 100 Meter Schmetterling

Die Schwimm-Weltmeisterin schmückt sich auch bei der EM mit Edelmetall. Nur eine Belgierin ist schneller.Angelina Köhler hat Silber bei den Schwimm-Europameisterschaften über 100 Meter Schmetterling gewonnen. Bei den Titelkämpfen in Paris schlug die Berlinerin in 56,39 Sekunden an. Damit war sie 31 Hundertstelsekunden langsamer als die neue Europameisterin Roos Vanotterdijk aus Belgien. Dritte wurde die Russin Daria Klepikowa von den Neutralen Athleten. Köhler, die 2024 Weltmeisterin geworden war, war als schnellste Europäerin dieses Jahres zum Championat gereist.Nach ihrem WM-Sieg 2024 hatte sie bei den Olympischen Spielen in Paris als Vierte eine Medaille verpasst und war auch bei den Weltmeisterschaften 2025 als Sechste nicht in den Medaillenbereich geschwommen. Daraufhin änderte sie ihr Training und auch die Ernährung, was sich nun auszahlt.

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Leichtathletik-EM: Owen Ansah sprintet über 200 Meter zu Gold

Owen Ansah schreibt Geschichte: Der Hamburger holt bei der Leichtathletik-EM in Birmingham erstmals seit 44 Jahre über 200 Meter Gold für Deutschland.Der von einer Sperre bedrohte Sprinter Owen Ansah hat dank einer imposanten Zielgeraden Gold über 200 Meter bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham gewonnen und für den ersten deutschen EM-Titel über diese Distanz seit 44 Jahren gesorgt. Drei Tage nach Bronze über 100 Meter siegte er im Finale mit einer deutschen Bestzeit von 19,95 Sekunden.„Ich bin mega happy, dass ich die Goldmedaille hier gewinnen konnte“, sagte Ansah in der ARD. „Mein Ziel war es, von vorne bis Ende durchzuziehen. Das habe ich hinbekommen. Mein Trainer hat mir gesagt: Gib alles, bis zum Ende. Und mein Sohn hat gesagt: Papa, zünde den Turbo! Und das habe ich jetzt am Ende gemacht.“Ob Owen Ansah das EM-Gold behalten darf, ist fraglichAnsah blieb unter dem deutschen Rekord von Joshua Hartmann, der 2023 20,02 Sekunden lief. Allerdings blies der Rückenwind zu stark. Zweiter wurde Zharnel Hughes aus Großbritannien (20,16 Sekunden) vor dem Italiener Fausto Desalu und Titelverteidiger Timothé Mumenthaler aus der Schweiz, die zeitgleich auf die Tausendstel nach 20,26 Sekunden ins Ziel kamen.Ob Ansah Gold behalten darf, ist fraglich. Wegen des Vorwurfs, eine Dopingprobe verweigert zu haben, hat die Nationale Anti Doping Agentur eine vierjährige Sperre gegen ihn vorgeschlagen. Der 25-Jährige lehnt das ab und ist derzeit nicht suspendiert.Evers holte 1986 letzte deutsche EM-Medaille über 200 MeterMit seinem Triumph holte Ansah die erste EM-Medaille eines deutschen Mannes über 200 Meter seit Jürgen Evers, der 1986 in Stuttgart Silber bejubelte. Letzter Europameister war Olaf Prenzler für die DDR vier Jahre zuvor in Athen.Für Ansah ist die Goldmedaille der größte Erfolg seiner Karriere, allerdings hat er den Titel wegen der drohenden Sperre nur unter Vorbehalt gewonnen. In der Staffel am Samstag über 4x100-Meter ist der Athlet vom Hamburger SV nicht dabei. Der Deutsche Leichtathletik-Verband verzichtet auf einen Einsatz Ansahs, um keine nachträgliche Disqualifikation zu riskieren. Diese könnte es geben, sollte der Sprinter gesperrt werden.

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Leichtathletik: Ansah mit Gold-Sprint - EM-Silber für Agyekum und Craft

Owen Ansah krönt sich über 200 Meter zum Europameister. Fraglich ist, ob der Sprinter den Titel auch behalten darf. Silber gewinnen Diskuswerferin Shanice Craft und Hürdenläufer Emil Agyekum.Mit einem unwiderstehlichen Finish ist der von einer Sperre bedrohte Owen Ansah zum Europameistertitel über 200 Meter in Birmingham gestürmt. Der 25 Jahre alte Hamburger biss strahlend in seine Goldmedaille und hüllte sich in eine deutsche Fahne, nachdem Emil Agyekum schon zu Silber über 400 Meter Hürden gelaufen war. Auch Diskuswerferin Shanice Craft durfte sich erstmals über EM-Silber freuen. Damit hat das DLV-Team schon zwölf Medaillen geholt und damit eine mehr als vor zwei Jahren in Rom.Während sich nur wenige Meter weiter Italiens Hochsprung-Star Gianmarco Tamberi für seine erfolgreiche Titelverteidigung feiern ließ, genoss Ansah den größten sportlichen Coup seiner Karriere nach EM-Bronze über 100 Meter geradezu bescheiden. Seiner großen Freude tat dies keinen Abbruch.„Papa, zünde den Turbo“„Mein Sohn hat gesagt: Papa, zünde den Turbo. Das habe ich hinbekommen. Ich bin ehrlich: Bis vor diesem Jahr habe ich das nie wirklich geglaubt, dass ich es schaffen kann“, sagte Ansah in der ARD. „Ich bin mega happy, dass ich hier die Goldmedaille gewinnen konnte.“In 19,95 Sekunden hängte Ansah die Konkurrenz auf den letzten 50 Metern scheinbar mühelos ab und krönte sich zum ersten deutschen Europameister über 200 Meter seit Olaf Prenzler vor 44 Jahren. Als deutscher Rekord zählt der erste Lauf eines Deutschen unter 20 Sekunden wegen zu starker Windunterstützung nicht. Zweiter wurde Zharnel Hughes aus Großbritannien, der in 20,16 Sekunden klar zurücklag.Traurig ist Ansah indes darüber, dass er in der Staffel nicht mehr antreten darf, denn der deutsche Verband hat ihn vorsichtshalber nicht berücksichtigt. Wegen des Vorwurfs, eine Dopingprobe verweigert zu haben, hat die Nationale Anti Doping Agentur eine vierjährige Sperre gegen ihn vorgeschlagen. Ansah lehnt das ab, widerspricht dem Vorwurf und ist derzeit nicht suspendiert.Agyekum holt sich Küsschen bei Freundin abAgyekum winkte noch wenige Minuten vor dem Start bestens gelaunt und lächelnd ins Publikum im fast komplett gefüllten Alexander Stadium. Im Rennen zog Norwegens Star Karsten Warholm früh an ihm vorbei und siegte mit Meisterschaftsrekord von starken 46,63 Sekunden. Agyekum lief in 47,87 Sekunden souverän auf Rang zwei. „Das ist der Anfang von viel mehr Möglichkeiten, die mir bevorstehen. Ich habe jetzt schon viel, viel erreicht“, sagte Agyekum. Bei strammem Gegenwind auf der Gegengeraden musste Agyekum frühzeitig sein Sprungbein wechseln und hängte trotzdem seine Verfolger ab. Warholm blieb außer Reichweite. „Das war ein kleiner Rückschlag heute, ich aber trotzdem super stolz auf mich“, betonte Agyekum.Trost für enttäuschten Fischer-BreiholzNachdem er sich ein Küsschen bei seiner Freundin - der Hammerwerferin Nova Kienast - abgeholt hatte, nahm er auf der Bahn den mit Platz fünf und 48,56 Sekunden komplett bedienten Owe Fischer-Breiholz in den Arm, der auch auf eine Medaille gehofft hatte.„Ich habe noch nie so eine Enttäuschung verspürt. Ich bin hier heute aufgewacht und wusste, das wird ein richtig guter Tag“, sagte der 22-Jährige im ARD-Interview unmittelbar nach dem Zieleinlauf. Doch es kam anders, schon an der ersten Hürde sprang er mit dem falschen Bein ab. „Das ist so ein dummer Fehler“, sagte Fischer-Breiholz und freute sich für Agyekum: „Glückwunsch an Emil, das hat er unglaublich gut gemacht.“Craft erstmals mit Silber dekoriertNach dreimal EM-Bronze schaffte es Shanice Craft erstmals bei einer EM auf den Silberrang. Gleich zu Beginn schockte die schon mit Silber im Kugelstoßen dekorierte Niederländerin Jorinde van Klinken die Konkurrenz. Craft startete gut mit 64,49 Metern und steigerte sich im dritten Durchgang auf 65,72 Meter.Die einstige EM-Zweite Kristin Pudenz zeigte nach der schwierigen Qualifikation einen deutlich besseren Durchgang und wurde Fünfte mit 63,27 Metern.Weißenberg mit starkem SiebenkampfIm Siebenkampf liegt Sophie Weißenberg zwei Jahre nach ihrem Achillessehnenriss bei den Olympischen Spielen in Paris nach dem ersten Tag aussichtsreich im Rennen. Die 29-Jährige belegt nach vier Disziplinen mit 3.911 Punkten den vierten Rang. In Führung liegt die Polin Adrianna Sulek-Schubert mit 3.968 Zählern.Schon nach dem gelungenen Start über 100 Meter Hürden waren bei Weißenberg nach einer persönlichen Bestleistung Tränen der Freude geflossen. Dagegen hatte Sandrina Sprengel nach einem Patzer mit ihren Emotionen zu kämpfen. Die WM-Fünfte geht nur als 19. in den zweiten Tag, Vanessa Grimm belegt Rang zwölf.Das auch von den einheimischen Fans mit Spannung erwartete 800-Meter-Rennen der Frauen gewann die im Vorlauf gestürzte Weltjahresbeste Audrey Werro aus der Schweiz in starken 1:54,81 Minuten vor der britischen Lokalmatadorin Keely Hodgkinson und dem einstigen 400-Meter-Ass Femke Broeders-Bol aus den Niederlanden.

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Leichtathletik: Craft gewinnt EM-Silber im Diskuswurf

Shanice Craft holt im Diskuswurf die nächste deutsche EM-Medaille. Nur eine Niederländerin ist in Birmingham besser.Diskuswerferin Shanice Craft hat nach dreimal Bronze erstmals Silber bei Leichtathletik-Europameisterschaften gewonnen. Die 33-Jährige warf in Birmingham 65,72 Meter weit und musste sich nur der europäischen Jahresbesten Jorinde van Klinken geschlagen geben. Die Niederländerin, die am ersten Wettkampftag schon Silber im Kugelstoßen gewann, kam auf eine Weite von 67,67 Metern. Dritte wurde mit 64,61 Metern die Schwedin Vanessa Kamga.Nach acht Jahren ist Craft zurück auf dem EM-PodiumMit dem zweiten Platz landete Craft erstmals seit 2018 wieder auf dem Podest bei einer großen Leichtathletik-Veranstaltung. Damals hatte sie bei der Heim-EM in Berlin wie auch 2016 in Amsterdam sowie 2014 in Zürich Bronze gewonnen. Bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen ist die gebürtige Mannheimerin noch ohne Medaille.Den fünften Platz erreichte die einstige EM-Zweite Kristin Pudenz. Die Olympia-Zweite von Tokio 2021, die sich in der Qualifikation schwergetan hatte, schaffte 63,27 Meter. Die 33-Jährige hatte vor vier Jahren in München den zweiten Platz belegt.

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NBA: Medien: Cleveland tradet Schröder nach Charlotte

Basketball-Weltmeister Dennis Schröder ist in der NBA schon gut rumgekommen. Jetzt geht es wieder zu einem anderen Club. Bei der nun schon zwölften Station trifft er auf zwei Deutsche.Basketball-Weltmeister Dennis Schröder wechselt in der NBA wieder einmal den Club. Wie NBA-Insider Shams Charania von ESPN am Freitagabend via X mitteilte, traden die Cleveland Cavaliers den 32 Jahre alten Point Guard zu den Charlotte Hornets. Dort stehen seit dem Draft Ende Juni bereits die beiden jungen Deutschen Hannes Steinbach und Christian Anderson unter Vertrag.Für Schröder sind die Hornets bereits das zwölfte Team in der NBA. 2013 war der Welt- und Europameister von den Atlanta Hawks in die beste Basketball-Liga der Welt geholt worden. Dort arbeitete der gebürtige Braunschweiger auch bereits mit Charles Lee zusammen, der nun Trainer in Charlotte ist. Cleveland bekommt für Schröder den 25 Jahre alten Tre Mann und etwas Geld.Mit der zwölften Station rückt Schröder auch dem NBA-Rekordhalter bei Club-Wechseln näher: Ish Smith spielte in seiner Karriere bis 2024 sogar für 13 verschiedene Clubs.Schröder hält sich derzeit in Deutschland auf, wo er in dieser Woche zum Ehrenbürger von Braunschweiger ernannt wurde. Schröder ist auch Mehrheitsgesellschafter des Bundesligisten Basketball Löwen Braunschweig. Am Montag nimmt der Welt- und Europameister in Hamburg die Vorbereitung auf den Supercup am kommenden Wochenende und die beiden WM-Qualifikationsspiele gegen die Niederlande in Köln (27. August) und drei Tage später in Polen auf.

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Leichtathletik: Nur Warholm stärker: Hürdenläufer Agyekum gewinnt EM-Silber

Hürdenläufer Emil Agyekum feiert bei der EM in Birmingham den größten Erfolg seiner Karriere. Geschichte schreibt Leichtathletik-Star Karsten Warholm aus Norwegen.Emil Agyekum hat über 400 Meter Hürden Silber bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham gewonnen. Der 27-Jährige musste sich in 47,87 Sekunden nur dem norwegischen Hürden-Star und Weltrekordhalter Karsten Warholm geschlagen geben. Agyekum feierte damit den größten Erfolg seiner Karriere.„Das ist einfach die Belohnung für die harte Arbeit, die man die letzten Jahre oder sein ganzes Leben lang schon in diesen Sport reingesteckt hat. Und ich denke, das war erst der Anfang“, sagte Agyekum in der ARD.Warholm schrieb mit einem Meisterschaftsrekord von 46,63 Sekunden derweil Geschichte. Er ist der erste Mann, der bei Europameisterschaften über 400 Meter Hürden zum vierten Mal Gold gewann - und das gelang ihm auch noch in Serie. In Birmingham hatte der Ausnahmeathlet schon mit der Mixed-Staffel über 4x400-Meter triumphiert. Dritter wurde der Türke Ismail Nezir in 48,26 Sekunden. Der zweite deutsche Finalteilnehmer Owe Fischer-Breiholz belegte in 48,56 Sekunden Platz fünf.Erste Medaille seit Harald Schmid vor 40 JahrenMit Silber beendete Agyekum eine lange deutsche Durststrecke. Die bislang letzte Medaille über 400 Meter Hürden gewann Harald Schmid bei seinem EM-Titel 1986 in Stuttgart. Auch 1982 in Athen und vier Jahre zuvor in Prag hatte Schmid Gold gewonnen.Auf den Spuren des deutschen Hürden-Idols befindet sich Agyekum allerdings schon länger. Im Juli knackte er bei einem Meeting in London den 44 Jahre alten deutschen Rekord Schmids mit einer Zeit von 47,45 Sekunden um drei Hundertstel.

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· Actio recta non erit, nisi recta fuerit voluntas ·