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Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und den Finanzmärkten
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Aktuelle Nachrichten

Tennis: Zverev bei Nachtschicht in Cincinnati mit viel Mühe weiter

Bis tief in die Nacht bestreitet Alexander Zverev sein Auftaktspiel in Cincinnati. Am Ende kann der Hamburger jubeln. Bis zu den US Open bleibt noch Arbeit.Wimbledon-Finalist Alexander Zverev kommt vor den US Open nur langsam in Schwung. Der Hamburger wendete bei der Nachtschicht in seinem Auftaktspiel beim Masters-Turnier in Cincinnati eine Pleite gerade noch ab. Der an Nummer eins gesetzte Zverev siegte gegen den Briten Cameron Norrie 3:6, 6:3, 6:3. Den Matchball verwandelte er um 2:15 Uhr Ortszeit. In der nächsten Runde trifft er auf den Franzosen Terence Atmane.„Ich musste in meinen Rhythmus kommen. Der erste Satz war nicht gut. Der zweite und dritte Satz waren aber auf einem hohen Level“, sagte Zverev.Zverev hatte zuletzt schon beim Masters-1000-Turnier in Montreal gepatzt, als er überraschend in der zweiten Runde gegen den Niederländer Tallon Griekspoor gescheitert war. Das vierte und letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres beginnt am 30. August in New York.Struff und Hanfmann raus - auch Djokovic patztFür Jan-Lennard Struff und Yannick Hanfmann war dagegen in der zweiten Runde schon Schluss. Struff verlor gegen den Chilenen Alejandro Tabilo 3:6, 4:6. Für Hanfmann kam das Aus nach einem 6:7 (5:7), 1:6 gegen den Franzosen Arthur Fils.Ein frühes Aus ereilte auch Superstar Novak Djokovic. Der 24-malige Grand-Slam-Sieger aus Serbien unterlag dem Argentinier Thiago Agustin Tirante 6:2, 4:6, 4:6.

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Schwimm-EM: Liebmann schwimmt wieder: Was geht in seinem letzten Rennen?

Mit seinem Weltrekord über 1500 Meter Freistil sorgt Johannes Liebmann am Samstag für das große Highlight bei der EM. Heute ist er wieder gefordert - und gibt sich bescheiden.Vor seinem nächsten Auftritt im Centre Aquatique Olympique von Paris bemühte Weltrekordler Johannes Liebmann eine alte Sportlerphrase. „Ich habe nichts mehr zu verlieren, nur noch was zu gewinnen“, sagte der 19 Jahre alte Ausnahmeschwimmer vor dem abschließenden Rennen über 400 Meter Freistil und hatte damit gewissermaßen in mehrerlei Hinsicht recht.Liebmanns Bestmarke von 14:26,79 Minuten über 1500 Meter Freistil und seine EM-Titel auf jener Strecke sowie über 800 Meter hat der Jungstar tatsächlich jetzt erstmal sicher. Zudem ist er einer der Hauptprotagonisten dieser Europameisterschaft. Und das bleibt Liebmann auch, egal, wie der Wettkampf heute ausgeht (Vorläufe ab 9.30 Uhr, Finals ab 18.30 Uhr/ARD).Vier Deutsche schwimmen um höchstens zwei Plätze„Ich muss gucken, wie gut ich noch in Form bin“, sagte Liebmann. „Ich werde auf jeden Fall alles geben im Vorlauf auch schon - weil, ich mein, wir sind zu viert als Deutsche da. Da müssen wir schnell gehen.“ In Liebmann, Weltrekordler Lukas Märtens, Oliver Klemet und Sven Schwarz schickt das Team des Deutschen Schwimm-Verbands ein richtig starkes Quartett an den Start. Nur zwei Deutsche dürfen aber ins Finale.„Die 400 Kraul waren jetzt noch nie wirklich meine Stärke beziehungsweise nie so auf dem Niveau“, sagte Liebmann. „Oli und Lukas haben schnellere Bestzeiten als ich.“Liebmann berichtet von ZweifelnNicht zum ersten Mal bei den Titelkämpfen in der französischen Hauptstadt gab sich Liebmann bescheiden. Der überragende Langstreckenschwimmer im Becken bei dieser EM erklärte nach seinem grandiosen 1500-Meter-Rennen: „Ein bisschen Zweifel hatte ich jetzt tatsächlich vor den Beckenwettkämpfen, weil ich hatte irgendwie das Gefühl, dass ich die letzten Wochen nicht so gut trainieren konnte.“Sein Trainer Bernd Berkhahn habe ihm die Zweifel jedoch ausgeredet. „Du hast mega gut trainiert“, habe der Coach zu ihm gesagt. „Das hat mir auch einfach Mut gegeben und dann habe ich ihm auch einfach recht gegeben. Es waren wirklich gute Zeiten, die ich so im Training hatte“, schilderte Liebmann und ergänzte mit fast schon typischem Understatement: „Aber ansonsten schwimme ich eigentlich meistens nur mit den anderen mit und freue mich über die Gesellschaft.“ In Paris schwimmt er dagegen bisher allen davon.

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Leichtathletik: Auch ohne Ansah: Deutsche Staffel sprintet zu EM-Silber

Wegen einer drohenden Sperre fehlt Owen Ansah in der deutschen 4x100-Meter-Staffel. Doch trotzdem gibt es Silber.Die deutsche 4x100-Meter-Staffel der Männer hat ohne 200-Meter-Europameister Owen Ansah EM-Silber gewonnen. In der Besetzung Kevin Kranz, Marvin Schulte, Heiko Gussmann und Lucas Ansah-Peprah sprintete das deutsche Quartett in 38,64 Sekunden auf den zweiten Platz im Alexander Stadium in Birmingham. Den Sieg sicherten sich die favorisierten Briten in 38,45 Sekunden. Dritter wurde Belgien in 38,70 Sekunden.Wegen einer drohenden Sperre hatte der Deutsche Leichtathletik-Verband Ansah vorsichtshalber nicht für die Staffel aufgestellt, um keine nachträgliche Disqualifikation zu riskieren. Stattdessen schaute Ansah als „Edelzuschauer“ zu, wie er selbst nach seinem Coup über die 200 Meter am Freitagabend ankündigte.Vor zwei Jahren war Ansah noch dabeiOb mit Ansah sogar der Titel möglich gewesen wäre, bleibt Spekulation. Bei der vergangenen EM vor zwei Jahren in Rom hatte die deutsche Staffel mit Ansah Bronze gewonnen. Die bislang letzte Goldmedaille für ein deutsches Team gab es 1962 in Belgrad. Die deutsche Frauen-Staffel war im Vorlauf nach einem missglückten Wechsel nicht ins Ziel gekommen und damit überraschend ausgeschieden. Sowohl bei Olympia 2024 in Paris als auch bei der WM in Tokio vor fast einem Jahr gewann das deutsche Team um Gina Lückenkemper Bronze. Dieses Mal feierten stattdessen die deutschen Sprint-Männer.

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Leichtathletik: Nach Titelansage: Farken geht über 1.500 Meter leer aus

Robert Farken galt vor der Leichtathletik-EM als Medaillenhoffnung über 1.500 Meter. Im Finale verliert er in der entscheidenden Phase den Anschluss. Der Seriensieger fehlt.Robert Farken hat bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham die erhoffte Medaille über 1.500 Meter verpasst. Der 28-Jährige kam in 3:37,49 Minuten ins Ziel und musste sich mit dem neunten Platz begnügen. Den Titel gewann überraschend der Niederländer Stefan Nillessen in 3:35,70 Minuten. Zweiter wurde der Schwede Samuel Pihlström in 3:36,16 vor dem Iren Andrew Coscoran (3:36,24 Minuten).Farken muss damit weiter auf seine erste Medaille bei einer Großveranstaltung warten. Zuletzt bejubelte über 1.500 Meter 2010 in Barcelona Carsten Schlangen eine deutsche Medaille. Er holte damals Silber. Der bislang letzte deutsche Europameister über die Distanz ist Jens-Peter Herold, der 1990 in Split den Titel für die DDR gewonnen hatte.Seriensieger Ingebrigtsen nicht dabeiZuletzt hatte Tokio-Olympiasieger Jakob Ingebrigtsen dreimal in Serie EM-Gold über 1.500 Meter gewonnen. Der norwegische Lauf-Star, der bei den kontinentalen Titelkämpfen am ersten Tag über 5.000 Meter triumphiert hatte, war dieses Mal nicht am Start.Der deutsche Rekordhalter Farken, der in diesem Jahr der viertschnellste Europäer ist, war mit Medaillenhoffnungen nach Großbritannien gereist. Er sei gekommen, um zu gewinnen, hatte der gebürtige Leipziger nach seinem Vorlauf gesagt. Dort deutete der WM-Sechste von Tokio im vergangenen Jahr mit dem lockeren Weiterkommen ins Finale sein Leistungsvermögen an. Im Endlauf waren dann aber andere schneller.

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EM in Frankreich: Liebmann schwimmt Weltrekord auf 1500 Metern und gewinnt Gold

Die deutschen Schwimmer zeigen erneut ihre europäische Ausnahmestellung auf den langen Strecken. Liebmann liefert eine historische Show.Johannes Liebmann schwang sich auf die Leine, breitete beide Arme aus und fasste sich an den Kopf. Der 19-Jährige krönte sich zum Europameister über 1500 Meter Freistil und pulverisierte in 14:26,79 Minuten wie nebenbei den Weltrekord. Liebmann schien es selbst nicht glauben zu können. Der 19-Jährige war fast vier Sekunden schneller als der US-Amerikaner Bobby Finke bei seiner Bestmarke vor zwei Jahren bei den Olympischen Spielen. Teamkollege und Bronzegewinner Oliver Klemet nahm ihn noch im Wasser herzlich in den Arm.Für Liebmann ist es bei seiner ersten EM in der Eliteklasse auf der Langbahn bereits der zweite Titel. Der Jungstar hatte auch über 800 Meter Freistil gewonnen.Johannes Liebmann schwimmt allen davonAuf der längsten Beckendistanz ging Liebmann das Rennen von Beginn an sehr schnell an. Früh setzte sich der Norddeutsche mit dem Ungarn Zalan Sarkany an die Spitze. Lange konnte der Silbergewinner das Tempo Liebmanns jedoch nicht mitgehen. „Das ist ein ganz spezielles Rennen“, rief der Hallensprecher schon nach gut 700 Metern begeistert und hatte recht. Mit riesigem Vorsprung schwamm Liebmann Gold und einer Fabelzeit entgegen. Für die letzten Bahnen erhob sich das begeisterte Publikum im Centre Aquatique Olympique und schrie Liebmann nach vorne.Trainingspartner Klemet hatte im Freiwasser bereits zweimal Edelmetall geholt. Der 24-Jährige gewann beim Sieg von Teamkollege Florian Wellbrock Bronze über die olympischen zehn Kilometer und Gold mit der Mixed-Staffel. Im Becken war es für ihn über 800 Meter nicht gut gelaufen. Klemet hatte das Finale verpasst. Nun zeigte er, was er auch in der Halle drauf hat.Märtens kann etwas Besonderes schaffenSchon vor ihm und Liebmann hatte Melvin Imoudu seine Podestchance. Der Brustschwimmer belegte in 26,87 Sekunden beim Sieg des Italieners Nicolò Martinenghi über 50 Meter aber Platz sechs. Imoudu schlug nach 26,87 Sekunden an. Der 27-Jährige hält in 26,57 Sekunden den deutschen Rekord. Genau das war Martinenghis Goldzeit.Am letzten EM-Tag richtet sich der Fokus noch einmal auf Liebmann – und Lukas Märtens. Beide starten – wie auch Klemet und Sven Schwarz – über 400 Meter Freistil. Der 24 Jahre alte Märtens ist auf seiner Paradestrecke der Favorit. Gewinnt er, wäre Märtens gleichzeitig Europameister, aktueller Weltmeister, Olympiasieger und Weltrekordhalter. Bei den Frauen startet unter anderem Isabel Gose, die bei dieser EM schon zweimal Silber im Becken geholt hat.

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Turn-EM in Zagreb: Starker EM-Auftritt: Gold für Kevric, Silber für Schönmaier

Drei Finals, zwei Medaillen: Die deutschen Turnerinnen legen bei der EM einen starken Auftritt hin. Europameisterin Kevric und die Zweitplatzierte Schönmaier freuen sich auf ein weiteres Finale.Stolz lief Helen Kevric mit ihrer Goldmedaille um den Hals und der Sieger-Banane unter dem Arm durch die Arena Zagreb. Bei ihrem Europameisterschafts-Comeback nach langer Verletzungspause feierte die 18 Jahre alte Stuttgarterin mit dem Titel am Stufenbarren ihren größten Erfolg. Für ihren tadellosen Vortrag erhielt die deutsche Meisterin 14,500 Punkte an ihrem Spezialgerät und krönte sich zur ersten deutschen Stufenbarren-Europameisterin seit Elisabeth Seitz 2022 in München. „Ich bin einfach nur dankbar, dass ich jetzt wieder hier stehe, meine Leistung wiederholen konnte und mit der Goldmedaille hier stehe“, sagte Kevric.Zuvor hatte bereits Karina Schönmaier für Jubel im deutschen Lager gesorgt. Die 21 Jahre alte Chemnitzerin holte Silber am Sprung. Mit 14,066 Punkten im Schnitt für ihre zwei Sprünge musste sich die Titelverteidigerin nur Mehrkampf-Europameisterin Angelina Melnikowa aus Russland geschlagen geben, die 14,166 Zähler bekam. Schönmaier hatte im vorigen Jahr bei der Heim-EM in Leipzig Gold am Sprung gewonnen. „Ich habe das Beste rausgeholt und bin seh stolz und zufrieden, was ich geleistet habe. Ein zweiter Platz ist auch gut“, sagte sie nun.Dagegen flossen bei Pauline Schäfer-Betz bittere Tränen der Enttäuschung. Wegen einer um zwei Sekunden zu langen Übung schrammte die 29-Jährige knapp an ihrer ersten EM-Einzelmedaille vorbei. 0,067 Punkte fehlten am Ende zu Bronze. „Stolzer Cheftrainer“„Großartig, starke Leistung. Ich bin ein stolzer Cheftrainer“, sagte Bundestrainer Gerben Wiersma nach Abschluss der Finals an den Einzelgeräten. Einziger Wermutstropfen für ihn war den Niederländer die knapp verpasste Balken-Medaille. „Ärgerlich“, nannte er den Zeitfehler. Es sei ihm aber wichtiger, dass die Übung akkurat statt schnell geturnt werde.Rund 15 Monate nach ihrer schweren Knieverletzung bei den Europameisterschaften in Leipzig ist Helen Kevric beeindruckend in die Weltspitze zurückgekehrt. Ihre erste EM-Einzelmedaille glänzte gleich golden, stolz sang sie auf dem Siegerpodest die Hymne mit. „Das ist einfach unglaublich toll. Ich habe schon lange daraufhin gearbeitet. Jetzt eine Medaille hier zu haben, ist einfach unglaublich“, sagte die 18-Jährige.Ausblick auf's Team-FinaleWie auch Karina Schönmaier hatte sie kurz nach der Siegerehrung die nächste Herausforderung im Visier: Das Mannschafts-Finale an diesem Sonntag zum Abschluss der Titelkämpfe. „Wir sind als Team sehr motiviert, morgen nochmal unsere beste Leistung zu zeigen. Dann wird man sehen, wofür es reicht. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir das gut machen werden“, meinte Kevric.Ähnlich blickte auch Schönmaier auf den Teamwettbewerb voraus. Im vergangenen Jahr hatte die Riege des Deutschen Turner-Bundes (DTB) Silber gewonnen. „Ich freue mich, nochmal mit dem Team auftreten zu dürfen. Es ist nochmal anders, wenn man sich gemeinsam supportet und gemeinsam sein Bestes gibt. Ich freue mich auf jeden Fall auf den Wettkampf und werden ihn nochmal genießen“, sagte die Chemnitzerin.

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Dienstbeginn beim DFB: Auf diese Fragen muss Jürgen Klopp als Bundestrainer nun Antworten finden

Jürgen Klopp beginnt am Samstag seine Amtszeit beim DFB. Der neue Bundestrainer übernimmt eine Mannschaft mit vielen Baustellen – und steht vor schwierigen Personalentscheidungen.

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Turn-EM in Zagreb: Karina Schönmaier gewinnt EM-Silber am Sprung

Im vergangenen Jahr hat Karina Schönmeier bei den Heim-EM Gold am Sprung gewonnen. Auch in Zagreb holt die Turnerin aus Chemnitz wieder eine Medaille.Karina Schönmaier hat bei den Turn-Europameisterschaften in Zagreb die erste deutsche Medaille gewonnen. Die 21 Jahre alte Chemnitzerin holte Silber am Sprung. Mit 14,066 Punkten im Schnitt für ihre zwei Sprünge musste sich die Titelverteidigerin nur Mehrkampf-Europameisterin Angelina Melnikowa aus Russland geschlagen geben, die 14,166 Zähler bekam. Schönmaier hatten im vorigen Jahr bei der Heim-EM in Leipzig Gold am Sprung gewonnen. Dritte wurde Lisa Vaelen aus Belgien.Die Titelkämpfe in Kroatiens Hauptstadt enden an diesem Sonntag mit der Team-Entscheidung. Von Mittwoch an ermitteln dann die Turner an gleicher Stelle ihre Europameister.

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Schwimm-EM: Angelina Köhler holt Silber über 100 Meter Schmetterling

Die Schwimm-Weltmeisterin schmückt sich auch bei der EM mit Edelmetall. Nur eine Belgierin ist schneller.Angelina Köhler hat Silber bei den Schwimm-Europameisterschaften über 100 Meter Schmetterling gewonnen. Bei den Titelkämpfen in Paris schlug die Berlinerin in 56,39 Sekunden an. Damit war sie 31 Hundertstelsekunden langsamer als die neue Europameisterin Roos Vanotterdijk aus Belgien. Dritte wurde die Russin Daria Klepikowa von den Neutralen Athleten. Köhler, die 2024 Weltmeisterin geworden war, war als schnellste Europäerin dieses Jahres zum Championat gereist.Nach ihrem WM-Sieg 2024 hatte sie bei den Olympischen Spielen in Paris als Vierte eine Medaille verpasst und war auch bei den Weltmeisterschaften 2025 als Sechste nicht in den Medaillenbereich geschwommen. Daraufhin änderte sie ihr Training und auch die Ernährung, was sich nun auszahlt.

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Leichtathletik-EM: Owen Ansah sprintet über 200 Meter zu Gold

Owen Ansah schreibt Geschichte: Der Hamburger holt bei der Leichtathletik-EM in Birmingham erstmals seit 44 Jahre über 200 Meter Gold für Deutschland.Der von einer Sperre bedrohte Sprinter Owen Ansah hat dank einer imposanten Zielgeraden Gold über 200 Meter bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham gewonnen und für den ersten deutschen EM-Titel über diese Distanz seit 44 Jahren gesorgt. Drei Tage nach Bronze über 100 Meter siegte er im Finale mit einer deutschen Bestzeit von 19,95 Sekunden.„Ich bin mega happy, dass ich die Goldmedaille hier gewinnen konnte“, sagte Ansah in der ARD. „Mein Ziel war es, von vorne bis Ende durchzuziehen. Das habe ich hinbekommen. Mein Trainer hat mir gesagt: Gib alles, bis zum Ende. Und mein Sohn hat gesagt: Papa, zünde den Turbo! Und das habe ich jetzt am Ende gemacht.“Ob Owen Ansah das EM-Gold behalten darf, ist fraglichAnsah blieb unter dem deutschen Rekord von Joshua Hartmann, der 2023 20,02 Sekunden lief. Allerdings blies der Rückenwind zu stark. Zweiter wurde Zharnel Hughes aus Großbritannien (20,16 Sekunden) vor dem Italiener Fausto Desalu und Titelverteidiger Timothé Mumenthaler aus der Schweiz, die zeitgleich auf die Tausendstel nach 20,26 Sekunden ins Ziel kamen.Ob Ansah Gold behalten darf, ist fraglich. Wegen des Vorwurfs, eine Dopingprobe verweigert zu haben, hat die Nationale Anti Doping Agentur eine vierjährige Sperre gegen ihn vorgeschlagen. Der 25-Jährige lehnt das ab und ist derzeit nicht suspendiert.Evers holte 1986 letzte deutsche EM-Medaille über 200 MeterMit seinem Triumph holte Ansah die erste EM-Medaille eines deutschen Mannes über 200 Meter seit Jürgen Evers, der 1986 in Stuttgart Silber bejubelte. Letzter Europameister war Olaf Prenzler für die DDR vier Jahre zuvor in Athen.Für Ansah ist die Goldmedaille der größte Erfolg seiner Karriere, allerdings hat er den Titel wegen der drohenden Sperre nur unter Vorbehalt gewonnen. In der Staffel am Samstag über 4x100-Meter ist der Athlet vom Hamburger SV nicht dabei. Der Deutsche Leichtathletik-Verband verzichtet auf einen Einsatz Ansahs, um keine nachträgliche Disqualifikation zu riskieren. Diese könnte es geben, sollte der Sprinter gesperrt werden.

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Leichtathletik: Ansah mit Gold-Sprint - EM-Silber für Agyekum und Craft

Owen Ansah krönt sich über 200 Meter zum Europameister. Fraglich ist, ob der Sprinter den Titel auch behalten darf. Silber gewinnen Diskuswerferin Shanice Craft und Hürdenläufer Emil Agyekum.Mit einem unwiderstehlichen Finish ist der von einer Sperre bedrohte Owen Ansah zum Europameistertitel über 200 Meter in Birmingham gestürmt. Der 25 Jahre alte Hamburger biss strahlend in seine Goldmedaille und hüllte sich in eine deutsche Fahne, nachdem Emil Agyekum schon zu Silber über 400 Meter Hürden gelaufen war. Auch Diskuswerferin Shanice Craft durfte sich erstmals über EM-Silber freuen. Damit hat das DLV-Team schon zwölf Medaillen geholt und damit eine mehr als vor zwei Jahren in Rom.Während sich nur wenige Meter weiter Italiens Hochsprung-Star Gianmarco Tamberi für seine erfolgreiche Titelverteidigung feiern ließ, genoss Ansah den größten sportlichen Coup seiner Karriere nach EM-Bronze über 100 Meter geradezu bescheiden. Seiner großen Freude tat dies keinen Abbruch.„Papa, zünde den Turbo“„Mein Sohn hat gesagt: Papa, zünde den Turbo. Das habe ich hinbekommen. Ich bin ehrlich: Bis vor diesem Jahr habe ich das nie wirklich geglaubt, dass ich es schaffen kann“, sagte Ansah in der ARD. „Ich bin mega happy, dass ich hier die Goldmedaille gewinnen konnte.“In 19,95 Sekunden hängte Ansah die Konkurrenz auf den letzten 50 Metern scheinbar mühelos ab und krönte sich zum ersten deutschen Europameister über 200 Meter seit Olaf Prenzler vor 44 Jahren. Als deutscher Rekord zählt der erste Lauf eines Deutschen unter 20 Sekunden wegen zu starker Windunterstützung nicht. Zweiter wurde Zharnel Hughes aus Großbritannien, der in 20,16 Sekunden klar zurücklag.Traurig ist Ansah indes darüber, dass er in der Staffel nicht mehr antreten darf, denn der deutsche Verband hat ihn vorsichtshalber nicht berücksichtigt. Wegen des Vorwurfs, eine Dopingprobe verweigert zu haben, hat die Nationale Anti Doping Agentur eine vierjährige Sperre gegen ihn vorgeschlagen. Ansah lehnt das ab, widerspricht dem Vorwurf und ist derzeit nicht suspendiert.Agyekum holt sich Küsschen bei Freundin abAgyekum winkte noch wenige Minuten vor dem Start bestens gelaunt und lächelnd ins Publikum im fast komplett gefüllten Alexander Stadium. Im Rennen zog Norwegens Star Karsten Warholm früh an ihm vorbei und siegte mit Meisterschaftsrekord von starken 46,63 Sekunden. Agyekum lief in 47,87 Sekunden souverän auf Rang zwei. „Das ist der Anfang von viel mehr Möglichkeiten, die mir bevorstehen. Ich habe jetzt schon viel, viel erreicht“, sagte Agyekum. Bei strammem Gegenwind auf der Gegengeraden musste Agyekum frühzeitig sein Sprungbein wechseln und hängte trotzdem seine Verfolger ab. Warholm blieb außer Reichweite. „Das war ein kleiner Rückschlag heute, ich aber trotzdem super stolz auf mich“, betonte Agyekum.Trost für enttäuschten Fischer-BreiholzNachdem er sich ein Küsschen bei seiner Freundin - der Hammerwerferin Nova Kienast - abgeholt hatte, nahm er auf der Bahn den mit Platz fünf und 48,56 Sekunden komplett bedienten Owe Fischer-Breiholz in den Arm, der auch auf eine Medaille gehofft hatte.„Ich habe noch nie so eine Enttäuschung verspürt. Ich bin hier heute aufgewacht und wusste, das wird ein richtig guter Tag“, sagte der 22-Jährige im ARD-Interview unmittelbar nach dem Zieleinlauf. Doch es kam anders, schon an der ersten Hürde sprang er mit dem falschen Bein ab. „Das ist so ein dummer Fehler“, sagte Fischer-Breiholz und freute sich für Agyekum: „Glückwunsch an Emil, das hat er unglaublich gut gemacht.“Craft erstmals mit Silber dekoriertNach dreimal EM-Bronze schaffte es Shanice Craft erstmals bei einer EM auf den Silberrang. Gleich zu Beginn schockte die schon mit Silber im Kugelstoßen dekorierte Niederländerin Jorinde van Klinken die Konkurrenz. Craft startete gut mit 64,49 Metern und steigerte sich im dritten Durchgang auf 65,72 Meter.Die einstige EM-Zweite Kristin Pudenz zeigte nach der schwierigen Qualifikation einen deutlich besseren Durchgang und wurde Fünfte mit 63,27 Metern.Weißenberg mit starkem SiebenkampfIm Siebenkampf liegt Sophie Weißenberg zwei Jahre nach ihrem Achillessehnenriss bei den Olympischen Spielen in Paris nach dem ersten Tag aussichtsreich im Rennen. Die 29-Jährige belegt nach vier Disziplinen mit 3.911 Punkten den vierten Rang. In Führung liegt die Polin Adrianna Sulek-Schubert mit 3.968 Zählern.Schon nach dem gelungenen Start über 100 Meter Hürden waren bei Weißenberg nach einer persönlichen Bestleistung Tränen der Freude geflossen. Dagegen hatte Sandrina Sprengel nach einem Patzer mit ihren Emotionen zu kämpfen. Die WM-Fünfte geht nur als 19. in den zweiten Tag, Vanessa Grimm belegt Rang zwölf.Das auch von den einheimischen Fans mit Spannung erwartete 800-Meter-Rennen der Frauen gewann die im Vorlauf gestürzte Weltjahresbeste Audrey Werro aus der Schweiz in starken 1:54,81 Minuten vor der britischen Lokalmatadorin Keely Hodgkinson und dem einstigen 400-Meter-Ass Femke Broeders-Bol aus den Niederlanden.

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Leichtathletik: Craft gewinnt EM-Silber im Diskuswurf

Shanice Craft holt im Diskuswurf die nächste deutsche EM-Medaille. Nur eine Niederländerin ist in Birmingham besser.Diskuswerferin Shanice Craft hat nach dreimal Bronze erstmals Silber bei Leichtathletik-Europameisterschaften gewonnen. Die 33-Jährige warf in Birmingham 65,72 Meter weit und musste sich nur der europäischen Jahresbesten Jorinde van Klinken geschlagen geben. Die Niederländerin, die am ersten Wettkampftag schon Silber im Kugelstoßen gewann, kam auf eine Weite von 67,67 Metern. Dritte wurde mit 64,61 Metern die Schwedin Vanessa Kamga.Nach acht Jahren ist Craft zurück auf dem EM-PodiumMit dem zweiten Platz landete Craft erstmals seit 2018 wieder auf dem Podest bei einer großen Leichtathletik-Veranstaltung. Damals hatte sie bei der Heim-EM in Berlin wie auch 2016 in Amsterdam sowie 2014 in Zürich Bronze gewonnen. Bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen ist die gebürtige Mannheimerin noch ohne Medaille.Den fünften Platz erreichte die einstige EM-Zweite Kristin Pudenz. Die Olympia-Zweite von Tokio 2021, die sich in der Qualifikation schwergetan hatte, schaffte 63,27 Meter. Die 33-Jährige hatte vor vier Jahren in München den zweiten Platz belegt.

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NBA: Medien: Cleveland tradet Schröder nach Charlotte

Basketball-Weltmeister Dennis Schröder ist in der NBA schon gut rumgekommen. Jetzt geht es wieder zu einem anderen Club. Bei der nun schon zwölften Station trifft er auf zwei Deutsche.Basketball-Weltmeister Dennis Schröder wechselt in der NBA wieder einmal den Club. Wie NBA-Insider Shams Charania von ESPN am Freitagabend via X mitteilte, traden die Cleveland Cavaliers den 32 Jahre alten Point Guard zu den Charlotte Hornets. Dort stehen seit dem Draft Ende Juni bereits die beiden jungen Deutschen Hannes Steinbach und Christian Anderson unter Vertrag.Für Schröder sind die Hornets bereits das zwölfte Team in der NBA. 2013 war der Welt- und Europameister von den Atlanta Hawks in die beste Basketball-Liga der Welt geholt worden. Dort arbeitete der gebürtige Braunschweiger auch bereits mit Charles Lee zusammen, der nun Trainer in Charlotte ist. Cleveland bekommt für Schröder den 25 Jahre alten Tre Mann und etwas Geld.Mit der zwölften Station rückt Schröder auch dem NBA-Rekordhalter bei Club-Wechseln näher: Ish Smith spielte in seiner Karriere bis 2024 sogar für 13 verschiedene Clubs.Schröder hält sich derzeit in Deutschland auf, wo er in dieser Woche zum Ehrenbürger von Braunschweiger ernannt wurde. Schröder ist auch Mehrheitsgesellschafter des Bundesligisten Basketball Löwen Braunschweig. Am Montag nimmt der Welt- und Europameister in Hamburg die Vorbereitung auf den Supercup am kommenden Wochenende und die beiden WM-Qualifikationsspiele gegen die Niederlande in Köln (27. August) und drei Tage später in Polen auf.

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Leichtathletik: Nur Warholm stärker: Hürdenläufer Agyekum gewinnt EM-Silber

Hürdenläufer Emil Agyekum feiert bei der EM in Birmingham den größten Erfolg seiner Karriere. Geschichte schreibt Leichtathletik-Star Karsten Warholm aus Norwegen.Emil Agyekum hat über 400 Meter Hürden Silber bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham gewonnen. Der 27-Jährige musste sich in 47,87 Sekunden nur dem norwegischen Hürden-Star und Weltrekordhalter Karsten Warholm geschlagen geben. Agyekum feierte damit den größten Erfolg seiner Karriere.„Das ist einfach die Belohnung für die harte Arbeit, die man die letzten Jahre oder sein ganzes Leben lang schon in diesen Sport reingesteckt hat. Und ich denke, das war erst der Anfang“, sagte Agyekum in der ARD.Warholm schrieb mit einem Meisterschaftsrekord von 46,63 Sekunden derweil Geschichte. Er ist der erste Mann, der bei Europameisterschaften über 400 Meter Hürden zum vierten Mal Gold gewann - und das gelang ihm auch noch in Serie. In Birmingham hatte der Ausnahmeathlet schon mit der Mixed-Staffel über 4x400-Meter triumphiert. Dritter wurde der Türke Ismail Nezir in 48,26 Sekunden. Der zweite deutsche Finalteilnehmer Owe Fischer-Breiholz belegte in 48,56 Sekunden Platz fünf.Erste Medaille seit Harald Schmid vor 40 JahrenMit Silber beendete Agyekum eine lange deutsche Durststrecke. Die bislang letzte Medaille über 400 Meter Hürden gewann Harald Schmid bei seinem EM-Titel 1986 in Stuttgart. Auch 1982 in Athen und vier Jahre zuvor in Prag hatte Schmid Gold gewonnen.Auf den Spuren des deutschen Hürden-Idols befindet sich Agyekum allerdings schon länger. Im Juli knackte er bei einem Meeting in London den 44 Jahre alten deutschen Rekord Schmids mit einer Zeit von 47,45 Sekunden um drei Hundertstel.

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Leichtathletik-EM: Krause zeigt Verständnis für Meyers emotionales Interview

Beste Freundinnen werden Europameisterin Gesa Krause und Lea Meyer wohl nicht mehr. Nach dem Wut-Interview ihrer Rivalin über 3.000 Meter Hindernis meldet sich Krause nun aber verständnisvoll zu Wort.Europameisterin Gesa Krause hat Verständnis für das trotzige TV-Interview von Lea Meyer nach dem dramatischen Finale über 3.000 Meter Hindernis gezeigt. „Emotionen gehören zum Sport dazu. Und auch wenn vielleicht das eine oder andere manchmal nicht immer angebracht ist, ist man einfach in so einer Situation, wo das Adrenalin, die Wut, diese ganzen Emotionen hochkommen“, sagte Krause einen Tag nach ihrem dritten EM-Titel.„Und ich glaube, da sagt man manchmal auch Dinge, die man vielleicht nicht sagen soll oder die man vielleicht nach ein paar Stunden ein bisschen anders sieht“, so die 34-Jährige weiter. Man könne sich „gut in die Augen schauen und wieder an den Start gehen“, betonte Krause in der ARD. „Und so etwas gehört eben auch zum Sport dazu.“Meyers Interview-Aussagen sorgen für WirbelUnmittelbar nach dem Rennen über 3.000 Meter Hindernis bei der Leichtathletik-EM in Birmingham hatte sich die viertplatzierte Meyer, die am letzten Wassergraben gestürzt war und damit eine sicher geglaubte Medaille aus der Hand gab, auch zu Siegerin Krause geäußert. „Ich finde, ich hätte die Medaille verdient“, sagte Meyer im ZDF. Stattdessen gewann Olivia Gürth mit Bronze die zweite deutsche Medaille in dem Finale.Krause, die im Schlussspurt an Meyer vorbeizog, hielt sich fast den ganzen Lauf über im Windschatten auf. „Also das ist einem ja bewusst: Gesa will einfach keinen Meter was machen. Die sitzt es aus und rennt da hinten raus“, sagte Meyer.Meyer: „Nicht passend, unprofessionell und unsportlich“Noch in der Nacht äußerte sich Meyer auf ihrem Instagram-Kanal selbstkritisch und wies den Vorwurf der Missgunst über Gold für Krause von sich. Der Zeitpunkt und die Wortwahl seien „nicht passend, unprofessionell und unsportlich“ gewesen. Als Konsequenz wolle sie künftig nach emotionalen Rennen die Interview-Zone meiden, kündigte die Athletin an.„Gesa ist verdient Europameisterin geworden!!! Sie hat die beste Taktik gewählt und ihre Stärken ausgespielt“, schrieb die 28-Jährige bei Instagram. Cleverness und Taktik seien „sehr entscheidende Faktoren einer Meisterschaft“, schrieb Meyer. „Und wer das für sich an Tag x perfektioniert hat, dem gönne ich auch jeden Erfolg!“In ihrem Social-Media-Post betonte die Athletin, dass sie selbstkritisch sei. „Ich war im entscheidenden Moment nicht gut genug, habe Fehler gemacht und meine Taktik ist nicht aufgegangen. Und das ist (wie ich es auch zu jedem Zeitpunkt klar gemacht habe) mein alleiniger Fehler“, schrieb sie. Auch schon im TV-Interview hatte sie gesagt, dass sie „sauer“ auf sich sei. „Das habe ich mir selber eingebrockt.“

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Schwimm-EM: „Schlitzohr“ Köhler, Gose und Werner bejubeln EM-Medaillen

Vier Finals mit deutscher Beteiligung, drei Medaillen: Drei deutsche Schwimmerinnen stocken das Edelmetallkonto des Teams in Paris auf. Olympiasieger Lukas Märtens verfehlt dagegen ein Ziel.Angelina Köhler, Isabel Gose und Maya Werner bejubelten ihre Medaillen, Lukas Märtens verarbeitete seine Enttäuschung mit Humor: Das deutsche Schwimm-Team hat bei den Europameisterschaften sein Edelmetallkonto im Becken von Paris auf acht aufgestockt, aber auch Chancen nicht genutzt. Köhler und Gose gewannen Silber, Werner freute sich über Bronze.Direkt nach dem ersten Rennen eines ereignisreichen Abends feierte Köhler ihren zweiten Platz über 100 Meter Schmetterling wie einen Titel. Die 25-Jährige reckte noch im Wasser die Faust Richtung Hallendach, fiel Siegerin Roos Vanotterdijk aus Belgien um den Hals und war auch Minuten danach noch völlig euphorisch. „Das war der absolute Mega-Hammer. Endlich wieder so schnell geschwommen“, sagte Köhler.Köhler berichtet von mentalen SchwierigkeitenFür die Berlinerin war es die erste Medaille bei einem internationalen Großereignis seit ihrem WM-Triumph 2024. Sowohl bei den Olympischen Spielen in Paris als auch im vergangenen Jahr bei der WM in Singapur war es für sie nicht so gelaufen wie erhofft. Danach stellte Köhler Training und Ernährung um. „Ich habe viel auf Süßigkeiten verzichtet, viel auf Zucker, viel auf süße Getränke“, sagte sie. „Das war für mich schon schwer. Aber das hat sich jetzt ausgezahlt.“Köhler berichtete zudem von mentalen Schwierigkeiten in den vergangenen Tagen. „Ich habe so viel mental gearbeitet und das ist einfach die tollste Belohnung, dass es jetzt so klappt“, sagte sie. „Ich habe mich selbst bestärkt“, schilderte sie. „Ich habe gesagt, Angie, du kannst dir vertrauen, du bist das Schlitzohr hier. Du bist jemand, der hinten raus kommen kann. Dir kann niemand was.“ Mit ihrer Zeit von 56,39 Sekunden fehlten 31 Hundertstelsekunden zu Gold.Wieder nur Quadarella besser als GoseBei Gose war der Abstand nach ganz vorne größer. Der 24-Jährigen fehlten etwas mehr als drei Sekunden auf die italienische Siegerin Simona Quadarella. „Ich glaube, ich muss mir eingestehen, dass sie letzte und diese Saison schon etwas stärker ist als ich“, sagte Gose in der ARD. Mit ihrer persönlichen Leistung war sie mehr als zufrieden. „Ich bin super happy mit meiner Zeit“, sagte sie.Weil sich Werner Bronze sicherte, war die Besetzung des Podiums genauso wie über 800 Meter Freistil. Freudig und anerkennend reckte Gose beide Daumen in Richtung ihrer Teamkollegin. „Ich kann es gerade noch gar nicht so in Worte fassen“, sagte Werner über ihren Erfolg.Für Gose war es schon die vierte Medaille bei den Titelkämpfen in der französischen Hauptstadt. Vor Silber über die zweitlängste Beckendistanz hatte sie im Freiwasser Gold im Knockout Sprint sowie mit der Mixed-Staffel gewonnen. Werner freute sich über ihr zweites Edelmetall.Märtens: „Das Rennen war vorbei, ehe ich gefühlt im Wasser war“Goses Ex-Freund und Teamkollege beim SC Magdeburg Lukas Märtens konnte seine eigenen Erwartungen im Rennen über 200 Meter Freistil nicht erfüllen. Zumindest nach außen hin nahm der Olympiasieger über die doppelte Distanz das aber ziemlich locker. „Ich wäre gern schneller hier gewesen, so zwei Sekunden“, sagte er in der Interviewzone des Centre Aquatique Olympique und lächelte.Märtens schlug nach 1:45,58 Minuten an und belegte damit Rang sieben. Wäre er die gewünschten zwei Sekunden schneller geschwommen, hätte der 24-Jährige Gold gewonnen. Das ging so an den rumänischen Favoriten David Popovici.„Das Rennen war vorbei, ehe ich gefühlt im Wasser war - vom Kopf her“, sagte Märtens. „Das ist natürlich schade, wenn man nicht auf den Punkt da sein kann, alles abwerfen kann, alles rauslassen kann.“ An diesem Sonntag soll das über 400 Meter besser gelingen.Wie Märtens verpasste auch Anna Elendt Edelmetall deutlich. Die Brustschwimmerin und Weltmeisterin über 100 Meter schwamm über 200 Meter in 2:23,81 Minuten auf Rang fünf. Zu Bronze fehlten fast anderthalb Sekunden.Zwei Deutsche als Favoriten über 1500 MeterAm Samstag haben Oliver Klemet und Johannes Liebmann Goldchancen. Der 24 Jahre alte Klemet qualifizierte sich als Erster, der fünf Jahre jüngere Liebmann als Zweiter der Vorläufe für das Finale über 1500 Meter Freistil. Den Endlauf erreichte zudem Brustschwimmer Melvin Imoudu über 50 Meter. Die Abendsession beginnt wieder um 18.30 Uhr (ZDF).

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Mit einem Konsortium: Amazon-Gründer Bezos steigt beim FC Liverpool ein

Ein Konsortium, dem auch Jeff Bezos angehört, hat sich 30 Prozent der Anteile am FC Liverpool gekauft. Dem Klub bringt der Deal über eine Milliarde Euro ein.Amazon-Gründer Jeff Bezos steigt beim englischen Spitzenklub FC Liverpool ein. Der 62 Jahre alte US-Amerikaner, einer der reichsten Männer der Welt, ist Teil eines Konsortiums, das sich eine Minderheitsbeteiligung am englischen Spitzenclub gesichert hat. Das teilte der FC Liverpool mit.Einnahmen von 1,5 bis 1,8 Milliarden Euro für FC LiverpoolDas Konsortium wird angeführt von Amit Bhatia, dem Schwiegersohn des milliardenschweren Stahlunternehmers Lakshmi Mittal. Für 30 Prozent der Anteile kassieren die amerikanischen Liverpool-Besitzer der Fenway Sports Group (FSG) der BBC zufolge zwischen 1,5 und 1,8 Milliarden Euro. FSG bleibt Hauptanteilseigner der Reds.„Der FC Liverpool ist immer ein Klub gewesen, der über eine Saison hinausschaut und Entscheidungen trifft, die die langfristigen Interessen des Vereins im Sinn haben“, sagte FSG-Präsident Mike Gordon.

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Mit 19 Jahren: Radsport-Profi Finlay Tarling stirbt bei Unfall bei Volta a Portugal

Die Radsport-Welt trauert um Finlay Tarling. Der Brite kommt nach einem Unfall während einer Etappe ums Leben. Sein Team gibt die Nachricht mit bewegenden Worten bekannt.Der britische Radfahrer Finlay Tarling ist an den Folgen eines schweren Unfalls bei der Volta a Portugal gestorben. Der portugiesische Radsportverband bestätigte den Tod des 19-Jährigen.Tarling fuhr für den Rennstall NSN Development. Das NSN Cycling Team erklärte via X: „Wir sind zutiefst betrübt, den Tod von Finlay Tarling heute bekanntzugeben. Fin war ein sehr geliebtes Mitglied unseres Teams, aber vor allem war er ein Sohn, ein Bruder und ein Freund für so viele. Er wird uns schmerzlich fehlen.“Finlay Tarling stirbt auf Etappe der Volta a Portugal – Unfallhergang noch unklarDie achte Etappe führte von Melgaco nach Fafe. Nach dem Unfall, über dessen Hergang die Organisatoren bislang keine Auskunft gaben, wurde das Rennen neutralisiert, die Siegerehrung abgesagt. Die Rennverantwortlichen kündigten weitere Informationen an, sobald die Voraussetzungen dafür gegeben seien.Sein älterer Bruder Joshua Tarling (22) fährt für das WorldTour-Team Ineos Grenadiers und gewann 2023 unter anderem Bronze bei der Rad-WM im Einzelzeitfahren.

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Tödlicher Unfall: Rad-Talent Finlay Tarling stirbt bei Volta a Portugal

Die Radsport-Welt trauert um den 19-jährigen Finlay Tarling. Der Waliser kommt nach einem Unfall während einer Etappe ums Leben. Sein Team gibt die schlimme Nachricht mit bewegenden Worten bekannt.Das walisische Rad-Talent Finlay Tarling ist an den Folgen eines schweren Unfalls bei der Volta a Portugal gestorben. Der portugiesische Radsportverband bestätigte den Tod des 19-Jährigen.Tarling fuhr für den Rennstall NSN Development. Das NSN Cycling Team erklärte via X: „Wir sind zutiefst betrübt, den Tod von Finlay Tarling heute bekanntzugeben. Fin war ein sehr geliebtes Mitglied unseres Teams, aber vor allem war er ein Sohn, ein Bruder und ein Freund für so viele. Er wird uns schmerzlich fehlen.“Medienberichten zufolge soll der Waliser auf der achten Etappe von Melgaco nach Fafe von einem nicht am Rennen beteiligten Fahrzeug erfasst worden sein. Dieses soll auf der Strecke in entgegengesetzter Richtung zum Peloton unterwegs gewesen sein. Bestätigt wurde dies von den Organisatoren bislang nicht. Sie kündigten weitere Informationen an, sobald die Voraussetzungen dafür gegeben seien. Nach dem Unfall wurde das Rennen neutralisiert, die Siegerehrung abgesagt.Sein älterer Bruder Joshua Tarling (22) fährt für das WorldTour-Team Ineos Grenadiers und gewann 2023 unter anderem Bronze bei der Rad-WM im Einzelzeitfahren.

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Schweres Schicksal: Boxer Colón elf Jahre nach Hirnblutung durch Kampf gestorben

Der puerto-ricanische Boxer Prichard Colón lag nach dem Unglück 221 Tage im Koma. Danach musste er von seiner Familie gepflegt werden. Jetzt ist er gestorben. Sein schweres Schicksal bewegte die Boxwelt und führte zu strengeren Sicherheitsregeln: Der puerto-ricanische Boxer Prichard Colón ist an den Folgen seiner schweren Hirnblutung gestorben, die er vor elf Jahren bei einem Kampf erlitten hatte. Das berichteten sein Vater Richard Colón und Boxverbände in emotionalen Mitteilungen. Er wurde 33 Jahre alt.Im Oktober 2015 hatte der damals 23-Jährige bei einem Kampf gegen Terrell Williams eine Hirnblutung erlitten und dabei irreversible neurologische Schäden davongetragen. Colón hatte nach Angaben des Boxverbandes WBC während des Kampfes mehrere schwere, regelwidrige Schläge gegen den Hinterkopf einstecken müssen.Prichard Colón: durchgehend auf Hilfe angewiesenDer Puertoricaner lag nach einer Notoperation, bei der der Druck auf sein Gehirn reduziert werden sollte, 221 Tage im Koma und war fortan im Rollstuhl sitzend mit nur minimalem Bewusstseinszustand durchgehend auf medizinische Betreuung und die Hilfe seiner Familie angewiesen.„Ich muss euch leider mitteilen, dass mein Sohn Prichard diese irdische Welt verlassen hat – er ist JETZT in einer besseren Welt“, schrieb sein Vater Richard bei Facebook. „Vielen Dank für so viele Jahre der Liebe und der Gebete. Bitte schließt uns weiterhin in eure Gebete ein, soweit es euch möglich ist.“Nach Unglück verschärfte Boxverband SicherheitsbestimmungenColón galt während seiner Karriere als aufstrebendes Talent, bis zum verhängnisvollen Unglück hatte er alle seine 16 Profikämpfe gewonnen, darunter 13 K.-o.-Siege. Boxverbände würdigten Colóns Karriere und sein Leben nach dem Unglück. „Getragen von der nahezu übermenschlichen Hingabe und unermüdlichen Liebe seiner Eltern Nieves und Richard Colón wurde der „Champion des Herzens“ zu einem weltweiten Symbol für Widerstandskraft, Glauben und Würde“, schrieb der Boxverband WBC, der Colón später zum Ehrenweltmeister ernannte, auf seiner Website. Der WBO schrieb auf Instagram, Colóns Mut, Stärke und Kampfgeist hätten weit über den Ring hinausgereicht, er sei „ein Kämpfer bis zum Schluss“ gewesen.Das Unglück habe den WBC später veranlasst, seine Sicherheitsbestimmungen entschieden zu verschärfen, hieß es vom Verband. Dazu gehörten demnach eine Null-Toleranz-Politik bei Schlägen auf den Hinterkopf sowie strengere medizinische Protokolle zum Schutz der Gesundheit aller Boxerinnen und Boxer weltweit.

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