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Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und den Finanzmärkten
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Aktuelle Nachrichten

Trikotnummer 88: Der Fußball hat ein Problem im Umgang mit rechten Codes

Im Berliner Fußball ist eine Debatte um die Rückennummer 88 und den Hitler-Bezug entbrannt. Warum das Verbot erneut scheiterte und wie der Fußball mit rechtsextremen Codes umgeht. Sollte eine Rückennummer verboten werden, weil sie ein beliebter Code von Rechtsextremen für "Heil Hitler" ist? Özgür Özvatan will weiter gegen Widerstände dafür kämpfen, dass die 88 im Berliner Fußball nicht mehr getragen werden darf."Ich habe nach dem Verbandstag die Botschaft gegeben, dass ich diesen Antrag immer wieder einbringen werde", sagt der Vizepräsident für gesellschaftliche Verantwortung des Berliner Fußball-Verbandes (BFV) der Deutschen Presse-Agentur.Bei ihrer Versammlung hatten die anwesenden Klubs aus der Hauptstadt Ende November nach einer emotionalen Diskussion erneut mehrheitlich gegen das Verbot gestimmt und damit eine bundesweite Debatte ausgelöst. Die Zahlenfolge ist unter Nazis der getarnte Hitlergruß – das H ist der achte Buchstabe im Alphabet. Es gelte, bei diesen Themen "sensibel zu sein und wachsam zu sein", sagt Özvatan.Missverständnis bei Germania 1888?Zahlreiche Anträge des BFV-Präsidiums wurden an dem Tag laut Özvatan ohne größere Diskussionen angenommen, nur bei der Rückennummer 88 gab es Widerstand. "Ein Vertreter von Germania 1888 hat sich gemeldet und gesagt, dass sie einer der traditionsreichsten Vereine Deutschlands sind mit einer großen Historie. Teil der Historie ist eben, dass sie 1888 gegründet wurden und dass das ein Teil der Vereinsidentität ist", erklärt der Sozialwissenschaftler, der seit 2024 ehrenamtlich im BFV-Präsidium sitzt."Das macht durchaus Sinn, ändert aber nichts an der Situation, dass wir nicht den Vereinsnamen ändern wollen, sondern einfach nur die Rückennummer verbieten wollen", sagt der 40-Jährige. Der BFC Germania 1888, der älteste Fußballverein Deutschlands, reagierte nicht auf eine Anfrage der dpa zu dem Thema. Andere Klub-Vertreter fragten sich bei der Debatte, ob dann als Nächstes die 18 verboten werden solle. Eine Rückennummer, die im deutschen Fußball ruhmreich mit Jürgen Klinsmann verbunden wird. Aber unter Rechten eben auch Code für "Adolf Hitler" sein kann. Tatsächlich ist es eine Frage, wie mit den anderen Zahlen- und Buchstaben-Kombinationen umgegangen werden soll, hinter denen ein problematischer Code steht.Der Antrag scheiterte mit 48:52 Stimmen. Und die Befürworter des Verbots? Sie blieben in der Diskussion vor der Abstimmung stumm und waren dann laut Özvatan beschämt vom Ergebnis.  "Vielleicht waren sich die Antragsteller zu sicher, dass Ihr Anliegen durchgewinkt werde", sagte Gerd Thomas, Präsident des FC Internationale, danach zum zweiten Anlauf nach 2021."Man hätte das Thema sicher auf breitere Beine stellen können."Andere Landesverbände haben schon gehandeltDabei solle das Verbot der Nummer den Vereinen vor allem helfen, auf rechte Auswüchse in ihren Reihen aufmerksam zu werden, betont Özvatan. "Sie können nicht immer alles auf dem Schirm haben und wenn wir dieses Verbot haben, dann haben sie ein Frühwarnsystem", sagte er.Andere Landesverbände haben den Schritt schon gemacht. In Bayern wird die Nummer 88 nicht vergeben. Rechtsextreme Codes werden einerseits sportgerichtlich geahndet, zudem kooperiert der Fußball-Verband mit der Generalstaatsanwaltschaft. Laut dem Verfassungsschutz können Kennzeichen wie solche Zahlenfolgen die Zugehörigkeit zur rechten Szene anzeigen, überschreiten "aber noch nicht die Schwelle der Strafbarkeit".Auch in Sachsen-Anhalt gibt es ein ausdrücklich in der Spielordnung verankertes Verbot der Rückennummer. In der Bundesliga und der 2. Liga stellt sich die Frage nicht, weil nur Rückennummern von 1 bis 49 vergeben werden.Trotzdem sind die Klubs sensibilisiert, spätestens nachdem der Deutsche Fußball-Bund und Adidas im vergangenen Jahr den Verkauf von Nationalelf-Trikots mit der Nummer 44 stoppten. Das Design der Zahlen hatte an die Runen der Schutzstaffel SS aus der Zeit des Nationalsozialismus erinnert.Große Lösung durch den DFB?So sind etwa bei Bayer Leverkusen individuelle Beflockungen für Fans mit der Rückennummer 88 nicht möglich. Borussia Mönchengladbach prüft alle Zahlen- und Buchstabencodes und hat eine umfangreiche Blacklist für das Namensfeld. Ähnlich hält es auch der 1. FC Köln, bei dem es aber Ausnahmeregelungen für Mitglieder und Fans gibt, die im Jahr 1988 geboren sind und das nachweisen können.Özvatan glaubt, dass es für den aktiven Fußball bald eine große Lösung vom DFB geben wird. In Italien ist die 88 schon verboten. "Ich gehe davon aus, dass das von oben nach unten durchgeregelt wird in den kommenden Jahren. Und das ist eigentlich genau das, was ich nicht wollen würde als Idealszenario. Ich würde es besser und wirksamer finden, wenn die Vereine sich selbst in einer demokratischen Abstimmung dafür entscheiden", sagt er.Der DFB verwies auf eine Broschüre, die Mitgliedsverbänden und Vereinen beim Umgang mit dem Thema helfen soll. Für grundsätzliche Verbote relevant seien Codes und Zeichen, die gegen das deutsche Strafrecht verstoßen. "Auf Rückennummern trifft dies nicht zu, da diese nicht immer eindeutig rechtsextrem zuzuordnen sind", erklärte der Dachverband.Die 18 sei eine geläufige Rückennummer im gesamten Fußball, die 88 könne auch für das Geburtsjahr einer betreffenden Person stehen. Die Empfehlung des DFB lautet, in solchen Fällen darauf zu achten, ob es noch weitere Hinweise gibt, die eine rechtsextreme Gesinnung untermauern, zum Beispiel eindeutige Tätowierungen.Rechtsextreme nutzen Fußball für ihre ZweckeKlar ist, dass der Streit um die Rückennummer nur ein Aspekt eines größeren Problems ist. Rechtsextreme wollen den beliebtesten Sport in Deutschland für sich nutzen. Beim BFV wird im Kampf dagegen auch Ressourcenknappheit ein Thema. "Wir sind als Fußballverband natürlich auch von den Sozialkürzungen betroffen", sagt Özvatan.Das sei sozialer Sprengstoff. "Alle schmücken sich sehr gerne damit, dass der Fußball eine hohe integrative Kraft hat", sagt der 40-Jährige. "Das stimmt aber nur, wenn wir den Fußball und die Konfliktmoderation ressourcenstark begleiten." Ansonsten "ist der Fußball ein Ort, wo sehr intensiv soziale Spaltung und Polarisierung stattfinden kann".

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Auszeichnungen: Donnarumma und Hampton zu Welttorhütern gewählt

Mit Paris Saint-Germain gewinnt Gianluigi Donnarumma die Champions League. Dann ist er nicht mehr gefragt. Nun bekommt er eine Auszeichnung - ebenso wie Englands Nationaltorhüterin.Gianluigi Donnarumma ist zum Welttorhüter des Jahres gewählt worden. Wie der Fußball-Weltverband FIFA mitteilte, setzte sich der 26 Jahre alte Italiener bei der Wahl gegen sieben Kontrahenten um Manuel Neuer vom FC Bayern München durch. Bei den Frauen ging die Auszeichnung an Englands Nationaltorhüterin und Europameisterin Hannah Hampton vom FC Chelsea. Die ebenfalls nominierte deutsche Auswahlkeeperin Ann-Katrin Berger (Gotham FC) ging leer aus.An der Wahl beteiligt waren Nationaltrainer, Auswahlkapitäne, Fußball-Journalisten und Fans über die offizielle Homepage der FIFA.Donnarumma, der inzwischen für Manchester City spielt, hatte in der vergangenen Saison mit Paris Saint-Germain sowohl die Champions League als auch in Frankreich die Meisterschaft und den Pokal gewonnen. Der Europameister von 2021 war im selben Jahr von der AC Mailand zu PSG gewechselt und bis zum vorigen Sommer Stammtorhüter in Paris gewesen. Nach dem Gewinn der Champions League durch ein 5:0 in München konnten sich Spieler und Verein nicht auf eine Verlängerung des bis 2026 laufenden Vertrags einigen. Daraufhin holte PSG Lucas Chevalier von Ligakonkurrent Lille. Im Supercup gegen Tottenham stand Donnarumma nicht mal mehr im Kader, was als Signal für ein Ende seiner Zeit in Paris galt.

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Frankreich: Mbappé gewinnt Gehaltsstreit – PSG muss 61 Millionen zahlen

Im Streit um ausstehende Gehälter hat das Pariser Arbeitsgericht Fußballprofi Kylian Mbappé recht gegeben. Doch das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.Im Millionenstreit zwischen Fußballstar Kylian Mbappé und seinem Ex-Club Paris Saint-Germain hat das Pariser Arbeitsgericht den Club zur Zahlung von rund 61 Millionen Euro verurteilt. Die Richter gaben dem Spieler recht und verurteilten den Verein zur Zahlung der von Mbappé geforderten offenen Gehälter und Prämien. Das seit eineinhalb Jahren andauernde juristische Kräftemessen ist damit aber nicht zu Ende. Beide Parteien haben nun die Möglichkeit, vor das Berufungsgericht zu ziehen. Ursprünglich hatte der Streit sich um einen Betrag von rund 55 Millionen Euro an Gehalt und Bonus entfacht, den Mbappé nach seinem Wechsel zu Real Madrid im Sommer 2024 noch von dem Pariser Club verlangte. Nach längerem Schlagabtausch vor verschiedenen Instanzen folgten weitere Vorwürfe und die Forderungen schaukelten sich zu astronomischen Summen hoch.Gericht wischt Kylian Mbappés Forderungen vom TischBei der Anhörung vor dem Arbeitsgericht im November forderte der 26 Jahre alte Spieler von PSG dann 263 Millionen Euro, während der Club von dem Starspieler 440 Millionen Euro verlangte. Mbappé addierte zu dem nach seiner Meinung offenen Gehalt und Bonuszahlungen für ungerechtfertigte Entlassung, eine Unterzeichnungsprämie mit Urlaubsgeld sowie eine Summe für angeblich illegale Beschäftigung auf. PSG wiederum verlangt eine Entschädigung für einen geplatzten Transfer. Alle diese weitergehenden Forderungen von beiden Seiten wischte das Arbeitsgericht vom Tisch.Der Weltmeister von 2018 war im Sommer 2024 nach sieben Jahren im PSG-Dress ablösefrei zu Real Madrid gewechselt.

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Darts-WM: Blutige Hand nach Eklat: Darts-Profi erklärt Ausraster

Der Profi Cameron Menzies hat bei der Darts-WM in London die Kontrolle verloren. Nach seinen Faustschlägen gegen einen Tisch erklärt der Schotte, was ihn so wütend gemacht hat. Nachdem er die größte Darts-Bühne der Welt mit einer blutenden Hand verlassen hatte, bat Cameron Menzies schnell um Verzeihung. "Ich möchte mich entschuldigen. Es gibt dafür keine Entschuldigung, aber ich hatte zuletzt keine einfache Zeit", schrieb Menzies in einem schriftlichen Statement, das über den übertragenden Sender Sky Sports veröffentlicht wurde.Der 36 Jahre alte Schotte hatte nach seinem Aus bei der WM in London vollkommen die Nerven verloren. Nach dem knappen 2:3 gegen den Engländer Charlie Manby ging Menzies zu seinem eigenen Tisch und schlug in der Manier eines Boxers dreimal mit der Faust von unten wuchtig gegen die Platte. Die Wasserflasche und weitere Utensilien fielen vom Tisch.Familienmitglied vor Darts-WM gestorbenMenzies schilderte weiter: "Mein Onkel Gary ist kürzlich verstorben. Hätte ich gegen Charlie gewonnen, wäre mein zweites Match am Tag seiner Beerdigung gewesen. Das ist nicht spurlos an mir vorbeigegangen."Der Profi war nach seinem Ausraster von Schiedsrichter Kirk Bevins ermahnt und mit lauten Buhrufen der Zuschauer im Alexandra Palace von der Bühne verabschiedet. Menzies selbst schien der Vorfall schon kurz danach leidzutun, er ging mit erhobenen Armen aus der Arena und deutete seine Entschuldigung mit seinen Gesten an.Menzies hatte sich zuvor über sich selbst geärgert. Beim Stand von 2:2-Sätzen und 1:2-Legs verrechnete sich Menzies und vergab den möglichen Ausgleich, wenige Sekunden später war er ausgeschieden. Die Szenen, die auf das verlorene Match folgten, werden den Weg in viele Rückblicke zu dieser WM in London finden.

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Portimão ersetzt Zandvoort: Formel 1 fährt wieder in Portugal

Comeback im Rennkalender: Nach den zwei Corona-Gastspielen gibt es wieder einen Grand Prix auf der Formel-1-Strecke in Portimão.Die Formel 1 kehrt zurück auf die Rennstrecke im portugiesischen Portimão. In den Jahren 2027 und 2028 soll wieder auf dem Grand-Prix-Kurs an der Algarve gefahren werden, wie die Rennserie mitteilte. Im Kalender ersetzt der Große Preis von Portugal dann die Strecke im niederländischen Zandvoort, deren Vertrag nach der kommenden Saison ausläuft. In Portimão fuhr die Formel 1 bereits in den Jahren 2020 und 2021, als während der Corona-Pandemie Gastgeber gesucht wurden und vor allem europäische Austragungsorte zum Zuge kamen. Beide Rennen gewann Lewis Hamilton, der damals noch für Mercedes fuhr. In Portugal wurden zudem in der Geschichte der Rennserie auch Rennen in Porto, Monsanto und Estoril veranstaltet."Das Interesse, einen Formel-1-Grand-Prix auszutragen, ist so hoch, wie es noch nie zuvor war", sagte Formel-1-Geschäftsführer Stefano Domenicali. Als mögliche Kandidaten für den Rennkalender in den kommenden Jahren waren zuletzt auch Südafrika, Thailand und Südkorea gehandelt worden.

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Basketball: NBA: Pistons festigen Tabellenführung in Eastern Conference

Im Osten und Westen der NBA kommt es zu Top-Duellen. Die Detroit Pistons revanchieren sich bei den Boston Celtics, zwischen Nuggets und Rockets geht es in die Verlängerung.Die Detroit Pistons haben das NBA-Spitzenspiel gegen die Boston Celtics gewonnen und Rang eins in der Eastern Conference gefestigt. Das 112:105 war der vierte Sieg in Serie für die Pistons und zugleich eine gelungene Revanche für die Niederlage Ende November, mit der die Celtics eine Serie von 13 Siegen der Pistons beendet hatten.Cade Cunningham verbuchte im TD Garden 32 Punkte, 10 Vorlagen und 4 Rebounds für die Pistons. Bei den Celtics war Jaylen Brown mit 34 Punkten am erfolgreichsten. Die Gastgeber litten vor allem unter einer Reihe verpasster Dreier, zwischenzeitlich verfehlten 20 von 21 Versuchen das Ziel.Jokic erneut der überragende SpielerIn der Western Conference entschieden danach die Denver Nuggets das Duell zwischen dem Tabellenzweiten und Tabellendritten nach Verlängerung zu ihren Gunsten. Gegen die Houston Rockets um Kevin Durant gab es ein 128:125.Die Nuggets hatten in der engen Partie 2,3 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit per Freiwurf ausgeglichen, Nikola Jokic vergab dann per Dreier die Chance zur vorzeitigen Entscheidung. Mit 39 Punkten, 15 Rebounds und 10 Vorlagen war der Serbe dennoch der beste Mann auf dem Platz. "Das ist ein sehr talentiertes Team mit vielen Waffen", sagte Jokic. "Es war ein sehr gutes Spiel für uns."

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Darts-WM: Wright siegt als Weihnachtsdieb - und trifft auf Deutschen

Vor Weihnachten kommt der zweimalige Weltmeister Peter Wright traditionell kostümiert auf die Bühne der Darts-WM. Auch sportlich läuft es für den Schotten in London gut.Der zweimalige Darts-Weltmeister Peter Wright hat einen bemerkenswerten Auftritt als Weihnachtsdieb "Grinch" hingelegt und sportlich einen guten Start bei der WM in London geschafft. Nach seinem klaren 3:0 über die Niederländerin Noa-Lynn van Leuven bekommt es der 55 Jahre alte Schotte in Runde zwei mit dem deutschen Debütanten Arno Merk zu tun.Merk: "Ein tolleres Spiel kann man nicht haben"Merk hatte am vergangenen Donnerstag das Eröffnungsspiel mit 3:1 gegen den Belgier Kim Huybrechts gewonnen und so für einen erfolgreichen deutschen Auftakt im Alexandra Palace gesorgt. Über ein mögliches Match gegen Wright hatte Merk der Deutschen Presse-Agentur vor Turnierbeginn gesagt: "Das wäre etwas super Besonderes. Ein tolleres Spiel kann man nicht haben." Die Partie steigt am 23. Dezember.Wright kam diesmal im grün-gelben Outfit in den Ally Pally. Auch seinen Bart hatte er grün angemalt. Auf seinem Shirt war der Grinch abgebildet. Vor allem vor den Feiertagen trägt der extravagante Schotte mit dem Spitznamen "Snakebite" gerne weihnachtliche Outfits. In den Jahren 2020 und 2022 hatte sich Wright den Titel als Weltmeister gesichert.

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Handball-WM: "Generation geiler Handball": Der Start einer neuen Ära?

Nach dem Silber-Coup wollen die deutschen Handballerinnen Dauergast in WM-Endspielen werden. Bundestrainer Markus Gaugisch lässt seine Zukunft offen. Der Präsident warnt vor einer "Momentaufnahme".Der wundersame WM-Silbercoup der deutschen Handballerinnen endete in Dortmund mit einer innigen Umarmung des gesamten Teams. Letzte Fotos, eine letzte Laudatio beim Empfang in der Stadt des Deutschen Handballbundes und noch einmal der Jubel der Fans, dann trennten sich die Wege der abgekämpften und müde gefeierten Spielerinnen. "Wir haben doch alle Kopfschmerzen", kommentierte Routinierin Xenia Smits mit gequältem Lächeln, als die Vize-Weltmeisterinnen vom Dortmunder Oberbürgermeister Alexander Kalouti (CDU) empfangen wurden. Noch vor dem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt am Montagnachmittag wurden die verspätet aus Rotterdam angereisten Spielerinnen teilweise wieder getrennt. Einige mussten sogleich weiter zum Flughafen. Das Team, das nach der unnötigen Final-Niederlage am Sonntag gegen Olympiasieger Norwegen die Silbermedaille gefeiert hatte, fiel sich noch einmal in die Arme. "Das war eine Weltmeisterschaft, wie man sie sich wünscht", sagte DHB-Präsident Andreas Michelmann zum Abschied. In der Rotterdamer Innenstadt war die WM-Party am Sonntagabend mit altbekannten Schlagern gestartet. Mit Deutschlandfahnen und WM-Brillen, die die Spielerinnen teilweise noch in Dortmund trugen, tanzten sie nach ihrem Silber-Coup in den Partyraum. Beim Sekt-Empfang war die Final-Niederlage längst vergessen. "Open Bar mit Open End", hatte Teammanagerin Anja Althaus noch während des Spiels als Motto der Nacht ausgerufen und so den Startschuss für die Feier bis in die Morgenstunden gegeben.Der größte Erfolg im deutschen Frauenhandball seit dem Titel 1993 macht die DHB-Frauen hungrig auf mehr. "Wenn man das einmal erlebt hat, dann will man es nicht mehr nicht erleben. Deutschland kann Handball", stellte Rückraumspielerin Emily Vogel stolz fest und mutmaßte: "Ich glaube, das könnte eine geile Zukunft für uns werden."Der Status vom ewigen Viertelfinalverlierer ist passé. "Jetzt kommt vielleicht die Generation geiler Handball", kündigte Bundestrainer Markus Gaugisch verheißungsvoll an.Macht Bundestrainer Markus Gaugisch weiter?Wie viel Einfluss nimmt der 51-Jährige noch auf diese Generation? Sein Arbeitspapier läuft im Sommer aus, Vertragsgespräche hatte man auf die Zeit nach dem Turnier vertagt. "Ich habe Bock auf Handball. Das ist das Wichtigste. Ich habe Lust, zu arbeiten mit einer Mannschaft. Wir werden uns zusammensetzen und schauen", erklärte Gaugisch, ohne eine Tendenz zu verraten. Dass sich der Göppinger, der seit 2022 das Amt innehat, auch eine Trainerrolle im Männerhandball vorstellen könnte, ist kein Geheimnis.DHB-Präsident Michelmann würde gern in dieser Konstellation weiterarbeiten. Nach Olympia und der vergangenen EM habe der Trainer seine Schlüsse gezogen und mutige Entscheidungen getroffen, lobte Michelmann. "Von daher hat er einen riesengroßen Anteil an dem Erfolg, das ist ganz klar." Er sehe keinen Grund, die Zusammenarbeit nicht fortzuführen. Smits: "Diese Mannschaft ist Gold wert"Ob mit oder ohne Gaugisch: "Wir wollen an diesen Erfolg anknüpfen und die Geschichte weiterschreiben", kündigte Sportvorstand Ingo Meckes an. Im ausgerufenen "Jahrzehnt des Handballs" will der DHB die Sichtbarkeit des Frauenhandballs massiv steigern. Leuchtturmprojekte wie diese Heim-WM sollen als Katalysator dienen. "Das sportliche Ergebnis ist ein Boost für die ganze Bewegung", sagte Meckes.In nahezu identischer Besetzung könnte das DHB-Team eine neue Ära im Frauenhandball prägen. Routiniers wie Xenia Smits (31) oder Emily Vogel (27) können noch viele Jahre spielen. Gleichzeitig schlummert in den WM-Debütantinnen um Aimée von Pereira riesiges Potenzial. "Diese Mannschaft ist Gold wert", befand Smits. Nach TV-Debatte: Wer überträgt in den nächsten Jahren?Je erfolgreicher der Handball, desto größer das Interesse der Medien. Die K.o.-Spiele im Free-TV hatten jeweils mehrere Millionen Zuschauer vor die Bildschirme gelockt. "Jetzt sehen wir, was wir bewegen können, wenn wir ein paar Bälle rumschmeißen", sagte Rückraumspielerin Viola Leuchter stolz. Zum Turnierstart hatte es Präsident Andreas Michelmann "eine Schande" genannt, dass ARD und ZDF erst spät einsteigen. ARD und ZDF hatten ihren Spätstart damit erklärt, dass die medialen Live-Verwertungsrechte an der Handball-WM der Frauen bereits 2019 vergeben worden und die Ausrichterländer damals noch nicht bekannt gewesen seien. Das WM-Finale in der ARD sahen durchschnittlich 5,786 Millionen Menschen. In Zukunft dürfte es weniger Diskussion geben. ARD und ZDF haben bis 2030 die Rechte für die Spiele der deutschen Männer- und Frauen-Nationalmannschaften bei den Europameisterschaften. Die deutschen WM-Spiele in den Jahren 2027, 2029 und 2031 sind bei ProSieben und Sat.1 sowie Joyn zu sehen sein. Die Pay-TV-Rechte für alle Spiele liegen bei Dyn. Spielen die DHB-Frauen künftig immer vor einem Millionenpublikum?Bundesstützpunkte sollen 2027 eröffnet werdenDer Silber-Coup und die Begeisterung der Fans vor Ort lassen die DHB-Frauen jedenfalls träumen. Von volleren Hallen in der Bundesliga. Von Mädchen, die ihnen nacheifern und Kindern, die mit dem Handball beginnen. Michelmann warnte, dass dieser Erfolg keine Momentaufnahme sein dürfe. "Es geht darum, die nötigen Strukturen zu schaffen, um dauerhaft den Anspruch anmelden zu können, im Halbfinale zu stehen", sagte der DHB-Präsident. Auf diesem Weg sollen die Bundesstützpunkte helfen. Jeweils einer soll 2027 in Leipzig und Stuttgart eröffnet werden, zwei weitere im Norden und Westen sollen folgen. "Hinter dem Modell steckt die Philosophie, die Spielerinnen individuell zu stärken, um später mit einer Weltklassemannschaft aufzutreten. Natürlich müssen wir auch dafür sorgen, dass die Frauen in ihrer aktiven Zeit vom Handball leben können", erklärte Michelmann. Die DHB-Profis erhalten seit 2025 die gleichen Tagegelder wie die Männer. Für WM-Silber gab es eine Rekordprämie von 300.000 Euro.

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Fußball-Bundesliga: Nach Patzer gegen Mainz: Bayern ohne Neuer ins Jahres-Finale

Der FC Bayern verpasst den Sieg und verliert Manuel Neuer. Eine erste Jahresbilanz fällt aber positiv aus. Sportvorstand Max Eberl hofft, dass im Adventskalender noch eine Vertragsunterschrift liegt.Als die Bayern-Stars mit Weihnachtszipfelmützen und zerknirschten Mienen auf ihrer Dankesrunde zu den Fans schlenderten, war Kapitän Manuel Neuer in der abgedunkelten Arena nicht auszumachen. Der Torhüter erlitt beim Münchner Patzer gegen Tabellenschlusslicht FSV Mainz 05 einen Muskelfaserriss und muss das Fußball-Jahr vorzeitig beenden.Kane: Dann können wir uns auf 2026 freuenAuch ohne den dann von Jonas Urbig vertretenen Kapitän will sich der in der Bundesliga weiter ungeschlagene FC Bayern München am Sonntag in Heidenheim mit einem Sieg in die Weihnachtsferien verabschieden. "Dann wäre es ein fantastischer Start in die Saison und wir können uns auf 2026 freuen", sagte Harry Kane. Mit seinem späten Elfmetertor rettete der 32-Jährige beim Besuch von Ex-Kollege Thomas Müller auf der Ehrentribüne wenigstens einen Punkt.Durch das 1:3 von RB Leipzig beim 1. FC Union Berlin und dem 1:1 von Borussia Dortmund beim SC Freiburg bauten die Münchner trotz des verpassten Sieges sogar die Tabellenführung aus. Die Hinrunden-Meisterschaft ist praktisch schon fix. "Wenn mir einer gesagt hätte, dass wir nach dem 14. Spieltag neun Punkte vor dem ersten Konkurrenten sind, hätten wir alle gesagt: fantastisch", sagte Sportvorstand Max Eberl und bilanzierte schon mal. "Wir haben ein herausragendes Kalenderjahr gespielt."Kimmich: Das muss Bayern verbessernNur einmal verloren die Münchner im Jahr 2025 in der Bundesliga, Anfang März beim 2:3 gegen den VfL Bochum. Eberl tröstete sich nach dem Ärgernis gegen das Team des neuen Trainers Urs Fischer mit der Erkenntnis, dass die Bayern solche Spiele wie das gegen Mainz im vergangenen Jahr vermutlich noch verloren hätten (gegen Mainz verloren sie tatsächlich auf den Tag genau ein Jahr zuvor). "Es heißt für uns relativ schnell, das Ding abzuhaken, den Punkt mitgenommen zu haben", sagte der 52-Jährige."Heute haben wir es nicht ganz gedreht", sagte Joshua Kimmich, "aber wir spüren, dass es schwierig ist, gegen uns zu gewinnen." Allerdings müsse die Mannschaft Standardsituationen, bei denen sie zuletzt wiederholt anfällig war, verhindern oder diese andernfalls stärker verteidigen. "Das müssen wir auf jeden Fall verbessern, dass wir nicht so oft in Rückstand geraten oder Ausgleichstreffer kassieren", betonte Kimmich.WM-Karl? So führt kein Weg an ihm vorbeiNach dem Führungstreffer für die drückend überlegenen Münchner durch den 17-jährigen Lennart Karl (29. Minute) drehten die hocheffizienten Gäste durch Kacper Potulski (45.+1) und Jae-Sung Lee (67.) überraschend das Spiel. Mit seinem 20. Elfmetertor im 20. Versuch in der Bundesliga schlug Kane dann spät zurück. Die Bayern überwintern als Tabellenführer, sind in Pokal und Champions League ebenfalls aussichtsreich auf Kurs. "Das zeigt schon, dass wir keine blinde Mannschaft haben", scherzte Nationalmannschaftskapitän Kimmich. Wenn da ein Spieler wie Karl regelmäßig eingesetzt werde und treffe, sei dieser auch Kandidat für eine WM-Teilnahme, bekräftigte Kimmich. "Aber es ist noch ein halbes Jahr und man muss diese Leistung konstant auf den Platz bringen."Neuer Upamecano-Vertrag im Adventskalender?Wie Neuer ist Ersatzstürmer Nicolas Jackson wegen seiner Afrika-Cup-Teilnahme mit dem Senegal erst einmal nicht bei den Münchnern dabei. Bei dem vom FC Chelsea ausgeliehenen Stürmer gibt es laut Eberl "noch keine Tendenz", ob er fest verpflichtet wird.Offen ist weiter auch die Zukunft von Dayot Upamecano. Der Vertrag des Franzosen beim FC Bayern München läuft am Saisonende aus. Er wisse nicht, "was hinter den einzelnen Türen im Adventskalender" noch komme, orakelte Eberl. Eine Einigung im kostspieligen Poker noch vor Weihnachten sei "wünschenswert, aber das kann ich nicht versprechen". An dem 27-jährige Upamecano sind internationale Topclubs interessiert. "Grundsätzlich bin ich sehr zuversichtlich", sagte Eberl. "Wir reden gut, dieses Nadelöhr wird kleiner. Mein Wunsch wäre, dass er durchs Nadelöhr geht - und nicht dran vorbei." 

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Olympische Winterspiele: US-Star Mariah Carey tritt bei Eröffnungsshow in Mailand auf

Die Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele soll die Harmonie von Sport und Musik zelebrieren. Nun steht ein erster Stargast fest.US-Sängerin Mariah Carey wird bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele von Mailand und Cortina d'Ampezzo auftreten. Das kündigten die Organisatoren 53 Tage vor der Show an. "Der amerikanische Superstar wird am 6. Februar 2026 im Olympiastadion San Siro zu den Hauptacts gehören und den Eröffnungsabend mit einem unvergesslichen Auftritt bereichern", hieß es in der Mitteilung.Die 56-jährige Carey hatte erst jüngst mit ihrem Weihnachtshit "All I Want for Christmas Is You" wieder einmal die Spitze der deutschen Musikcharts erobert. Damit stellte sie einen Rekord auf. Nach Angaben der GfK Entertainment stand der beliebte Song der US-Sängerin die insgesamt 22. Woche auf Platz eins der Hitliste und damit so häufig wie kein anderer zuvor in Deutschland. Auch in den aktuellen Top 10 der USA rangiert Carey mit dem Weihnachtssong auf Platz 1.Harmonie durch Sport und Musik"Weltweit bekannt für ihre unverwechselbare Stimme und ihr musikalisches Erbe, das Generationen und Kulturen umspannt, verkörpert Mariah Carey perfekt den emotionalen Geist der Spiele", hieß es vonseiten der Olympia-Organisatoren. Musik und Sport würden eine Eröffnungsfeier gestalten, in der Harmonie zum Ausdruck kollektiver Energie werde. Es sei ein symbolischer Raum, in dem Gemeinschaften zusammenkämen, Grenzen überwinden und sich als Teil der pulsierenden Dynamik der Olympischen Winterspiele Mailand-Cortina 2026 begreifen würden. "Mariah Careys Teilnahme unterstreicht die internationale Bedeutung der Zeremonie und ihrer Botschaften", teilten die Organisatoren mit.

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American Football: Chiefs verpassen NFL-Playoffs - Mahomes schwer verletzt

Jedes Jahr in den Playoffs, fünfmal im Super Bowl, dreimal gewonnen: Die Kansas City Chiefs mit Patrick Mahomes waren das dominierende NFL-Team. Das ist vorbei - und der Superstar wird lange fehlen.Gestützt von zwei Betreuern humpelte Patrick Mahomes in die Kabine. Die Kansas City Chiefs haben durch die 13:16-Niederlage gegen die Los Angeles Chargers nicht nur zum ersten Mal seit einem Jahrzehnt die NFL-Playoffs verpasst. Das dominierende Team der vergangenen Saisons in der National Football League muss auch das monatelange Aus seines Superstar-Quarterbacks mit einem Kreuzbandriss verkraften. Ist die Ära der Chiefs nach drei Super-Bowl-Siegen seit 2020 nun endgültig vorbei?Zum ersten Mal in der Profi-Karriere von Mahomes ist seine Mannschaft in der wichtigsten Saisonphase nicht mehr aktiv. Und der 30-Jährige wird im Februar nicht vor den Toren von San Francisco um seinen vierten Super-Bowl-Ring spielen, sondern in der Reha für ein Comeback in der kommenden Saison schuften. "Ich weiß nicht, warum das passieren musste und ich werde nicht lügen und behaupten, es tut nicht weh", schrieb Mahomes Stunden nach der Partie in den sozialen Netzwerken. Alles, was er nun tun könne, sei auf Gott vertrauen und jeden Tag aufs neue angreifen. Seine kurze Nachricht beendete er mit den Worten: "Ich werde stärker zurückkommen."Kelce wird sich die Frage nach dem Karriereende stellen müssenMit Comebacks kennen sich die Chiefs aus. Das Nicht-Aufgeben-Wollen der Mannschaft trug sie in den vergangenen sechs Spielzeiten fünfmal in den Super Bowl, dreimal konnte Tight End Travis Kelce danach am Mikrofon eine Party-Nacht ausrufen. Doch der Verlobte von Pop-Superstar Taylor Swift muss sich nach dieser Saison selbst fragen, ob die besten Jahre nicht längst vorüber sind und die Hochzeit im kommenden Sommer nicht der passende Anlass wäre, um die Karriere in der NFL zu beenden. Sein Vertrag läuft aus, er hatte zuletzt angekündigt, sich bis zum Frühjahr entscheiden zu wollen. Sprechen wollte er nicht, "das machen wir unter der Woche", sagte er nach Angaben von US-Medien.Kelces 70 Yards Raumgewinn gegen die Chargers waren zwar Teambestwert, doch auch in dieser Saison wird er die 1000-Yard-Marke wohl nicht erreichen - wie schon in den beiden vorausgehenden Spielzeiten. Seine bislang fünf Touchdowns sind zwar mehr als vergangene Saison, als er nur dreimal in der Hauptrunde jubeln durfte. In den drei Spielzeiten davor aber verbuchte der inzwischen 36-Jährige zwölf, neun und elf Touchdowns. Ende einer Ära oder nur ein Durchhänger?Ob die dominierende Phase der Chiefs nun vorbei ist, oder sie es schaffen und wie die New England Patriots einst unter Tom Brady nach einer kurzen Schwächephase zurückkommen, wird in den kommenden Monaten ein beherrschendes Thema in der NFL sein. Für den Moment aber sind die Chiefs ein handelsübliches Team mit geplatzten Träumen - ohne Stamm-Quarterback, mit drei mehr oder weniger bedeutungslosen verbliebenen Saisonspielen und jeder Menge Fragezeichen.Angeführt werden die Chiefs den Rest dieser Saison von Gardner Minshew, der für Mahomes übernahm und nichts mehr ausrichten konnte. Sein letzter Pass ging in Richtung Kelce, landete aber in den Armen des Gegenspielers. Kelce traf keine Schuld, Minshew wollte auch niemand einen Vorwurf machen - die Aktion war mehr Hoffen als alles andere - und dennoch könnte mit der Aktion nicht nur die Playoff-Serie der Chiefs geendet haben, sondern auch die Ära Kelce.Dass Mahomes nach seinem Kreuzbandriss nochmal zu altem Glanz zurückkehrt, erscheint dabei realistischer. Mut dürfte dem Spielmacher eine Parallele zum besten Quarterback der Football-Geschichte machen: Auch Brady riss sich in seiner neunten NFL-Saison nach drei Super-Bowl-Siegen das Kreuzband. Anschließend kehrte er zurück - und gewann vier weitere Titel in der NFL.

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Basketball: NBA: Kings verlieren bei Schröder-Comeback

Dennis Schröder ist nach überstandener Verletzung zurück – doch trotz 17 Punkten reicht es für ihn und die Kings erneut nicht zum Sieg. Die Lage in der Western Conference ist für das Team brenzlig.Deutschlands Basketballstar Dennis Schröder hat bei seiner Rückkehr die 20. Saisonniederlage der Sacramento Kings in der NBA nicht verhindern können. Der 32 Jahre alte Welt- und Europameister verlor mit dem Team aus Kalifornien 103:117 bei den Minnesota Timberwolves. Schröder kehrte drei Wochen nach seiner Hüftverletzung wieder zurück auf das Parkett - stand aber nicht in der Startaufstellung der Kings. In seinen 25 Minuten Einsatzzeit kam der Braunschweiger auf 17 Punkte und 3 Assists und war mit DeMar DeRozan und Precious Achiuwa (beide 17 Punkte) der erfolgreichste Werfer für Sacramento. Nur New Orleans noch schlechter als die KingsDie Kings bleiben nach der 20. Niederlage im 26. Spiel weiter das zweitschlechteste Team Western Conference. Nur die New Orleans Pelicans haben in der stärksten Basketball-Liga der Welt eine noch schlechtere Bilanz (5 Siege, 22 Niederlagen).

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"Nacktkontrollen" beim Einlass?: Polizei und Fanhilfe äußern sich nach Boykott bei Rhein-Derby

Das Bundesliga-Spiel zwischen Leverkusen und Köln wurde von Fans beider Vereine boykottiert. Die Polizei schildert neue Details zu den Kontrollen – die Fanhilfe widerspricht.Nach dem Fan-Boykott beim Rhein-Derby zwischen Bayer Leverkusen und dem 1. FC Köln hat die Polizei Köln den Ablauf der Kontrollen aus ihrer Sicht präzisiert. Dabei teilte ein Polizeisprecher mit, dass sich ein überprüfter Mann selbstständig seine Hose ausgezogen habe. Am Samstag hatte die Polizei auf DPA-Anfrage erklärt, dass es entgegen anderslautender Darstellungen aus Fankreisen keine "Nacktkontrollen" gegeben habe.Die Fanhilfe Köln hatte am Samstag auf X geschrieben: "Nachdem Nacktkontrollen stattgefunden haben, hat sich die aktive Fanszene entschieden, das Stadion geschlossen zu verlassen." Aus Protest gegen die Polizeiaktion waren rund 500 Personen aus der aktiven Kölner Fan-Szene vor dem Anpfiff geschlossen abgereist. Der Darstellung der Polizei widersprach die Fanhilfe am Sonntag und berief sich dabei auf einen betroffenen Fan, mit dem man in Kontakt stehe.Fanhilfe spricht von "Schikane gegenüber Fußballfans""Wenn eine Person im Rahmen einer polizeilichen Kontrolle aufgefordert wird, sämtliche Kleidungsstücke abzulegen und nur in Unterwäsche zu verbleiben, und wenn anschließend ein Blick in den Intimbereich erfolgt, dann handelt es sich – unabhängig von der behördlichen Bezeichnung – nach allgemeinem Verständnis um eine Nacktkontrolle", hieß in der Stellungnahme der Fanhilfe. Die Maßnahme sei eine "eine Schikane gegenüber Fußballfans".In einer Stellungnahme der Polizei vom Sonntag hieß es, ein Mann sei im Gästebereich wegen versuchten Zutritts ohne gültiges Ticket überprüft worden. Bei dem 24-Jährigen seien bei einer oberflächlichen Durchsuchung nach Ausweispapieren im Bereich der Hosentasche verdächtige Gegenstände ertastet worden. Nach Aufforderung, diese hervorzuholen, habe der Mann seine Hose ausgezogen und den Beamten einen Zahnschutz sowie zwei Bandagen übergeben, die er in seiner Unterhose mitgeführt habe.Auch eine weitere Person sei vom Ordnungsdienst von Bayer Leverkusen, der für die Einlasskontrollen ins Stadion zuständig ist, wegen eines Zutrittsversuchs ohne Ticket an die Polizei übergeben worden. Die Person sei oberflächlich durchsucht worden, wobei eine Sturmhaube gefunden worden sei. Gegen beide Personen wurden Anzeigen wegen Erschleichens von Leistungen eingeleitet.Nachdem 500 Personen aus der aktiven Kölner Fan-Szene abgereist waren, verließen in der ersten Halbzeit auch die Bayer-Ultras die Arena. Nach Angaben der Leverkusener seien die regulären Einlasskontrollen im Gästebereich "ruhig und ohne Zwischenfälle" verlaufen.

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Norwegen zu stark: Traum geplatzt: Handballerinnen verlieren WM-Finale

Deutschlands Handballerinnen feiern mit WM-Silber den größten Erfolg seit 32 Jahren. Im Finale gibt es gegen Olympiasieger Norwegen einen Krimi ohne Happy End.Die deutschen Handballerinnen haben ihren sensationellen WM-Lauf nicht mit der Goldmedaille krönen können und das Wunder von Rotterdam verpasst. Zwei Tage nach dem Sensationssieg im Halbfinale gegen Weltmeister Frankreich verlor die Mannschaft von Bundestrainer Markus Gaugisch das Endspiel gegen die übermächtigen Norwegerinnen nach großem Kampf mit 20:23 (11:11).Jeweils vier Treffer von Emily Vogel, Viola Leuchter und Alina Grijseels reichten vor rund 8500 Zuschauern nicht aus, um die DHB-Frauen zum zweiten gesamtdeutschen Titel nach 1993 zu führen. Dennoch bedeutet die Silbermedaille den größten Erfolg des deutschen Frauenhandballs seit mehr als drei Jahrzehnten – und wird mit einer DHB-Rekordprämie von insgesamt 300.000 Euro belohnt.Norwegens Handball-Triple: Titel bei Olympia, EM und WMDie Norwegerinnen mussten bis in die Schlussphase zittern, untermauerten am Ende aber einmal mehr ihren Status als nahezu unantastbare Übermannschaft im Welthandball. Nach Olympia-Gold und dem EM-Titel im Vorjahr ist der WM-Triumph bereits der dritte Erfolg bei einem Großturnier in Serie. Insgesamt feierte das Star-Ensemble um die zweimalige Welthandballerin Henny Reistad damit schon den sechsten Titel innerhalb der vergangenen fünf Jahre. Zuvor hatte Titelverteidiger Frankreich mit einem 33:31-Sieg nach Verlängerung über Co-Gastgeber Niederlande Bronze gewonnen."Ergebnis ein Boost für die ganze Bewegung"Für Deutschlands Handballerinnen war die WM nicht nur aus sportlicher Sicht ein Riesenerfolg. Die Vorrunden- und Hauptrundenspiele vor Heimpublikum in Stuttgart und Dortmund sollten genutzt werden, um die Sichtbarkeit und Wertigkeit des Frauenhandballs nachhaltig zu steigern und Mädchen für Handball zu begeistern. "Das sportliche Ergebnis ist ein Boost für die ganze Bewegung", resümierte DHB-Sportvorstand Ingo Meckes schon vor dem Anpfiff.DHB-Präsident Andreas Michelmann sprach von Erwartungen, die übererfüllt worden seien. Rückraumspielerin Emily Vogel betonte, dass Erfolg die größte Strahlkraft habe. Vieles spricht dafür, dass diese WM-Silbermedaille keine Momentaufnahme ist – wie etwa die Altersstruktur des Teams, das in nahezu identischer Besetzung noch viele Jahre zusammenspielen könnte.Große Hoffnung aufs "Weihnachtswunder"Die deutsche Auswahl bereitete Norwegen so große Probleme wie kein anderes Team im Turnier. Die Abwehr war hellwach und klaute immer wieder Bälle. Dass es nach 15 Minuten trotzdem nur 8:7 stand, lag auch an Rechtsaußen Jenny Behrend, die einige Chancen vergab. Norwegens 45 Jahre alte Rekord-Nationalspielerin Katrine Lunde entschied das Torhüterinnen-Duell klar für sich. Katharina Filter verbuchte erst in der 13. Minute ihre erste Parade.Weil Norwegen sich aber ungewohnt viele Fehler leistete, lag Deutschland bis zur Pause fast durchweg in Führung – teilweise sogar mit drei Toren. "Was für eine erste Halbzeit. Was die Mädels abreißen, ist Wahnsinn. So müssen wir weitermachen. Ich glaube an das Weihnachtswunder", sagte Teammanagerin Anja Althaus in der Halbzeit am ARD-Mikro.Deutschland trifft kaum nochDie gesamte deutsche Bank spürte, dass gegen die Übermannschaft aus Norwegen an diesem Tag etwas geht. Mit zunehmender Spielzeit tat sich der Außenseiter im Angriff aber immer schwerer. Zwischen der 20. und 35. Minute erzielte die DHB-Riege gerade einmal drei Tore – und Norwegen ging erstmals mit drei Toren in Führung (15:12).Im Stile einer Spitzenmannschaft ließ Deutschland den Favoriten nicht davonziehen und glich in der 47. Minute zum 17:17 aus. Die DHB-Riege kämpfte unermüdlich und die deutschen Fans rasteten auf der Tribüne aus. Das Finale entwickelte sich zu einer Abwehrschlacht, sechs Minuten vor Spielende führte Norwegen nur mit einem Tor (20:19). Doch auch eine Siebenmeterparade von Filter reichte nicht mehr, um den Gold-Traum wahr werden zu lassen.

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Weltcup: Zum Abschluss: Nur Biathletin Weidel in den Top Ten

Anna Weidel geht als Vierte auf die Schlussrunde, fällt dann aber zurück. Ihre Teamkolleginnen sind schon vorher abgeschlagen.Trotz einer aussichtsreichen Ausgangslage haben die deutschen Biathletinnen einen erfolgreichen Abschluss beim Weltcup im österreichischen Hochfilzen verpasst. Als beste Starterin des Deutschen Skiverbandes belegte Anna Weidel in der Verfolgung über 10 Kilometer den zehnten Rang. Auf die spannende Schlussrunde war die 29-Jährige, die insgesamt zwei Scheiben verfehlte, noch als Vierte gegangen."Es hat extrem weh getan und ich habe mir die Schlussrunde taktisch vielleicht nicht ganz klug eingeteilt. Aber mit einem zehnten Platz bin ich sehr zufrieden", sagte Weidel in der ARD.Italienerin Vittozzi gewinntVanessa Voigt war als Sprint-Siebte in das Jagdrennen gestartet, fiel nach drei Strafrunden aber weit zurück und musste sich mit dem 29. Rang begnügen. Ihre Teamkolleginnen Marlene Fichtner (31. Platz/1 Schießfehler), Janina Hettich-Walz (33./2), Julia Tannheimer (42./4) und Julia Kink (49./3) gingen aufgrund des Sprintergebnisses mit einem erheblichen Rückstand in das letzte Rennen des Wochenendes. Anders als Voigt und Weidel konnten sie sich beim Sieg von Lisa Vittozzi (0) aber verbessern. Hinter der Italienerin wurde die Gesamtweltcup-Führende Anna Magnusson (1) aus Schweden Zweite vor der Norwegerin Maren Kirkeeide (3).

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Wintersport: Höhenflug und Bruchlandung: Gefühlsmix für Alpin-Ass Aicher

An einem Tag im Gefühlshoch, am nächsten schwer enttäuscht: Beim Alpin-Weltcup in St. Moritz erlebt Emma Aicher einen Gefühlsmix.Auf den Höhenflug folgte die Bruchlandung: Einen Tag nach ihrem Abfahrts-Coup ist Emma Aicher beim Super-G-Weltcup im schweizerischen St. Moritz schon vor der ersten Zwischenzeit gestürzt. Bei einem Sprung verlor die 22-Jährige die Kontrolle, konnte sich nicht mehr auf den Skiern halten und rutschte auf dem Bauch ein Stück den Hang hinunter. "Ich habe die Sprungbewegung einfach nicht gescheit gemacht und habe hinten dringesessen. Dumm einfach", sagte Aicher in der ARD.Aicher: "Fasst mich ein bisschen an"Dabei erlitt die Siegerin der Abfahrt vom Samstag keine schlimmeren Blessuren und konnte nach einer kurzen Pause selbstständig den Berg hinunterfahren. "Ich habe eigentlich gleich gewusst, dass mir nichts fehlt", sagte Aicher. Der Airbag sei aufgegangen und sie habe deswegen schwer atmen können. Nach ihrem Aus war Kira Weidle-Winkelmann beim Überraschungssieg von Technik-Spezialistin Alice Robinson aus Neuseeland als Elfte beste Deutsche.Die Enttäuschung über das Missgeschick und die verpasste Chance auf ein erneutes Ausrufezeichen konnte das sonst so coole Top-Talent des Deutschen Skiverbandes (DSV) nur schwer verbergen. "Das fasst mich schon ein bisschen an", gab Aicher zu. Sie habe das Rennen mit "Vollgas" angehen wollen. "Es wäre eigentlich schon ein geiler Lauf gewesen. Aber ich bin ja nicht weit gekommen", sagte sie mit einem Anflug von Galgenhumor.Sektdusche am VortagWie gut die 22-Jährige ist und dass ihre Hoffnungen auf eine erneute Top-Platzierung nicht unbegründet waren, hatte sie am Vortag unter Beweis gestellt. Mit ihrem Abfahrtsieg beeindruckte Aicher sogar US-Superstar Lindsey Vonn, die sie um 0,24 Sekunden distanziert und ihr so den zweiten Abfahrttriumph hintereinander verdorben hatte. "Wahnsinn! Sie hat so einen super leichten Touch auf den Ski. Sie macht einfach keinen Fehler, fährt sauber", staunte die 41 Jahre alte Olympiasiegerin von 2010 über ihre junge Kontrahentin.Aicher feierte ihren insgesamt dritten alpinen Weltcup-Sieg gemeinsam mit Vonn und der drittplatzierten Sofia Goggia aus Italien auf dem Podest mit einer ausgiebigen Sektdusche. "Ich bin sehr zufrieden mit meinem Rennen heute und vor allem mit meinem Skifahren. Ich habe einfach riesig Spaß gehabt beim Skifahren und es ist ja dann noch cooler, dass es dann bis ganz oben aufs Stockerl reicht. Ich bin sehr, sehr zufrieden", sagte Aicher, die sich mehr und mehr zur großen deutschen Hoffnung für die Olympischen Winterspiele im kommenden Februar in Italien entwickelt.Team-Silber in PekingAicher gilt schon seit Jahren als die große Zukunftshoffnung im deutschen Alpin-Team. Bei der WM 2021 war sie ohne jegliche Weltcup-Erfahrung auf der großen Ski-Bühne aufgetaucht und hatte mit der Mannschaft Bronze in Cortina d'Ampezzo geholt. Genau dort soll und will sie in knapp zwei Monaten auch bei Olympia für Furore sorgen. Nach Silber im Teamwettbewerb von Peking 2022 dürfte Aicher diesmal auch um eine Einzelmedaille mitfahren.Die Tochter einer Schwedin und eines Deutschen gehört zu den wenigen Athletinnen im Weltcup, die noch alle Disziplinen und Events bestreiten - und dabei auch regelmäßig vorn angreifen können. Vorigen Winter hatte sie eine Abfahrt im norwegischen Kvitfjell und einen Super-G im italienischen La Thuile gewonnen. In der aktuellen Saison stand bis Samstag ein dritter Platz im Slalom im finnischen Levi zu Buche.

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Eishockey: Drei Vorlagen: Draisaitl nun bei 999 Torbeteiligungen in NHL

Nach dem Sieg mit Edmonton in Toronto kann der deutsche Eishockey-Star Leon Draisaitl nun eine besondere Marke erreichen.Leon Draisaitl steht kurz vor seiner 1.000 Torbeteiligung in der nordamerikanischen Eishockey-Liga NHL. Der 30 Jahre alte Kölner steuerte drei Vorlagen zum 6:3-Sieg seiner Edmonton Oilers bei den Toronto Maple Leafs bei, Connor McDavid überragte für die Gäste mit zwei Toren und einer Vorlage. Nach 416 Toren und jetzt 583 Vorlagen kommt Draisaitl auf insgesamt 999 Scorerpunkte aus 822 Spielen.Bereits in der Nacht zum Montag (1.00 Uhr MEZ) kann der beste deutsche Eishockeyspieler der Geschichte nun einen weiteren Meilenstein in seiner NHL-Karriere erreichen. Dann treten die Oilers zur nächsten Partie bei den Montreal Canadiens an. Bisher haben 102 Spieler mindestens 1.000 Scorerpunkte in der NHL erzielt.Schon mehr als doppelt so viele Punkte wie Sturm"Das ist sicher etwas, von dem ich nie gedacht hätte, dass es möglich wäre - etwas, das nur ein Traum war", sagte Draisaitl nach dem 15. Saisonerfolg seines Teams im 32. Spiel. "Es jetzt hoffentlich in Kürze zu schaffen, ist etwas, das schwer zu erklären ist", fügte der Angreifer hinzu."Es ist beeindruckend, wie schnell er das geschafft hat", sagte sein Teamkollege und langjähriger Sturmpartner McDavid. Draisaitl spielt derzeit seine zwölfte NHL-Saison und will sich endlich den Traum vom erstmaligen Gewinn des Stanley Cups erfüllen.Auch ohne die NHL-Meisterschaft ist er allerdings längst der bei weitem beste deutsche Scorer in der stärksten Liga der Welt. Marco Sturm, der jetzige Trainer der Boston Bruins, hat 487 Punkte aus Toren und Vorlagen gesammelt.

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Basketball: Ohne Franz Wagner: Magic verpassen Endspiel um den NBA Cup

Den Orlando Magic geht im Halbfinale des NBA Cups ohne den verletzten Franz Wagner die Luft aus. Das zweite Final-Ticket sichern sich überraschend die San Antonio Spurs.Die Basketballer der Orlando Magic sind ohne den verletzten Welt- und Europameister Franz Wagner im Halbfinale des NBA Cups gescheitert. Gegen die New York Knicks musste sich Orlando am Ende mit 120:132 geschlagen geben. Im zweiten Duell um das Endspiel setzten sich die San Antonio Spurs in einer dramatischen Partie 111:109 gegen die Oklahoma City Thunder durch und fügten dem amtierenden Meister im 26. Spiel erst die zweite Niederlage zu. Für das Team um den deutschen Center Isaiah Hartenstein endete damit auch eine Siegesserie von 16 Partien. Die Semifinals zählen zur regulären Saison, in der die Thunder mit 24 Siegen weiterhin unangefochten an der Spitze der Western Conference stehen. Das Finale, das in der Nacht auf Mittwoch ebenfalls in Las Vegas steigt, geht dagegen nicht in die Bilanz ein. Jeder Spieler des Siegers streicht bei dem Turnier ein Preisgeld in Höhe von mehr als einer halben Million US-Dollar ein.Spurs mit Nervenstärke an der Freiwurflinie Die Partie zwischen San Antonio und den Thunder schien bei 16 Punkten Vorsprung für den großen Favoriten bereits entschieden. Doch die Spurs stellten, angeführt von Ausnahmespieler Victor Wembanyama, der nach einmonatiger Auszeit sein Comeback gab, noch vor der Pause den Anschluss her (46:49). In der zweiten Hälfte konnte sich kein Team mehr absetzen, so dass es in den Schlusssekunden auf Nervenstärke an der Freiwurflinie ankam. Dort hatte San Antonio das bessere Ende für sich. Verletzungen bremsen Orlando ausAuch Orlando und New York lieferten sich im ersten Halbfinale über drei Viertel ein Kopf-an-Kopf-Rennen, bis die Knicks mit einem 10:0-Lauf davonzogen. Entscheidenden Anteil daran hatte Jalen Brunson, der dem Spiel mit 40 Punkten und acht Assists als bester Scorer und Vorbereiter seinen Stempel aufdrückte. "Er erleichtert das Spiel für alle anderen", sagte Knicks-Coach Mike Brown über seinen Spielmacher und forderte Anerkennung in der Diskussion um den wertvollsten Spieler (MVP) der NBA: "Das ist es, was MVPs tun sollen. Und das hat er heute definitiv getan."Den Magic gingen dagegen angesichts des Fehlens von Wagner die Kräfte aus, zumal sich im vierten Viertel auch noch der mit 26 Zählern beste Punktesammler, Jalen Suggs, mit Hüftproblemen verabschiedete. Der letzte gesunde deutsche Magic-Profi, Tristan da Silva, blieb ohne einen Treffer und hatte in zwölf Minuten lediglich einen Rebound vorzuweisen. Landsmann Ariel Hukporti bekam von Coach Brown keine Einsatzzeit.

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Handball-WM: DHB-Frauen greifen nach Gold: Zweifel gehören nicht dazu

Den deutschen Handballerinnen fehlt ein Sieg zur absoluten WM-Sensation. Vor dem Finale gegen den scheinbar übermächtigen Olympiasieger Norwegen wenden sich zwei Führungsspielerinnen an ihre Kritiker.Mit dem Selbstbewusstsein eines Seriensiegers, der die erste WM-Medaille seit 18 Jahren schon sicher hat, glauben die deutschen Handballerinnen felsenfest an das goldene Wunder von Rotterdam. "Was uns dieses Jahr komplett auszeichnet, ist, dass Zweifel überhaupt nicht dazugehören. Warum nicht Gold holen", sagte Emily Vogel vor dem WM-Finale am Abend (17.30 Uhr/ARD/Sporteurope.TV) gegen die Überfliegerinnen aus Norwegen. Es ist das bedeutendste Spiel im deutschen Frauenhandball seit dem WM-Titel 1993. Die Skandinavierinnen sind das beste Team der Welt, holten im Vorjahr Olympia-Gold und den EM-Titel. "Aber wir strotzen jetzt vor Selbstvertrauen. Der Teamspirit ist unbeschreiblich. Wir sind ein außergewöhnlich tolles Team. Das ist ein Gefühl, das sich auf die ganze Mannschaft überträgt", berichtete Antje Döll, die als Kapitänin maßgeblichen Anteil an dem oft zitierten "Wir-Gefühl" hat. Gaugisch: "Ich will ja 'ne goldene"Vor allem für Vogel könnte es ein historischer Abend werden. Mama Andrea gehörte zum Team, das 1993 den WM-Titel holte und unterstützt regelmäßig auf der Tribüne. "Natürlich ist das ein Traum, mit dem ich aufgewachsen bin. Die Medaille von Mama war ein Spielgerät für mich", sagte Vogel. Nachdem man Weltmeister Frankreich im Halbfinale über 60 Minuten beherrscht hatte, scheint im Kampf um die Gold-Krönung alles möglich. Wohin er seine Medaille hängen wolle, konnte Bundestrainer Markus Gaugisch noch nicht sagen. "So viele Silbermedaillen habe ich gar nicht. Die will ich auch nicht. Ich will ja 'ne goldene. Da werden wir schon einen Platz finden", versicherte der 51-Jährige und erklärte siegessicher: "Da geht noch was."Vogels Ansage an die Kritiker: Beigeschmack gefällt mir gutWie schon im Halbfinale hat die deutsche Riege nichts zu verlieren. Die Leichtigkeit zieht sich durch das gesamte Turnier. Für die Spielerinnen ist der Finaleinzug nicht nur eine Genugtuung, sondern auch eine klare Botschaft an die Kritiker. "Das ist ein Beigeschmack, der mir sehr, sehr, sehr gut gefällt. Weil da mit Sicherheit ganz viele Journalisten draußen saßen, die sich die Hände gerieben haben und ganz viele negative Kommentare präpariert haben. Wir haben es allen gezeigt und uns selber auch", sagte Vogel freudestrahlend in die Kamera.Führungsspielerin Xenia Smits ergänzte: "Wir haben ja oft von einer Medaille mit der Nationalmannschaft gesprochen. Dann haben uns viele für verrückt erklärt. Jetzt einfach mal zu zeigen, dass es möglich ist und absolut nicht zu groß gedacht ist, ist für mich persönlich etwas ganz Besonderes".

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Premier League: Nach Zoff: Salah sorgt bei Liverpool-Rückkehr für Rekord

Stürmerstar Mohamed Salah fehlt nach einem Streit im Champions-League-Kader der Reds. Trainer Arne Slot holt ihn zurück und wechselt ihn ein. Der Ägypter spielt, als wäre nie etwas gewesen.Der eingewechselte Mohamed Salah hat bei seiner Rückkehr in den Kader des FC Liverpool groß aufgespielt und einen Rekord aufgestellt. Der in der Kritik stehende Stürmerstar wurde gegen Brighton & Hove Albion bereits in der 26. Minute eingewechselt und setzte mit seiner Vorlage für den Treffer zum 2:0 (1:0)-Endstand einen Meilenstein. Der Ägypter kann nun 277 Torbeteiligungen für einen einzigen Premier-League-Club vorweisen und damit mehr als jeder andere in der Geschichte der englischen Topliga. Zuvor hatte er sich den Rekord mit Wayne Rooney (Manchester United) geteilt.  Fans feiern SalahViele Fans im Anfield-Stadion hatten Salah schon bei dessen Einwechslung nach etwa einer halben Stunden bejubelt. Er war für den verletzten Joe Gomez ins Spiel gekommen. Dem spielfreudigen Offensivstar war deutlich anzumerken, dass er sich beweisen wollte. Im Champions-League-Spiel zuvor bei Inter Mailand war Salah aufgrund seiner Wutrede gegen den Verein und Trainer Arne Slot aussortiert worden war. "Das Ergebnis dieses Gesprächs wird darüber entscheiden, wie es morgen weitergeht", hatte Slot bei der Pressekonferenz zum Spiel erklärt. Das Ergebnis des Gesprächs war, dass Salah zumindest auf der Bank sitzen durfte. Bei Salahs Einwechslung führte der englische Meister bereits mit 1:0, weil dem Ex-Frankfurter Hugo Ekitiké in der ersten Minute ein Tor gelang. Ekitikés zweiten Treffer legte Salah dann mit einem Eckball auf. In der Nachspielzeit vergab Salah eine Großchance für einen eigenen Treffer. Deshalb gibt es Aufregung um SalahDie Zukunft des 33-Jährigen bei den Reds ist aber dennoch sehr fraglich. "Der Verein hat mir im Sommer viel versprochen. Jetzt sitze ich auf der Bank, also kann ich sagen, dass sie dieses Versprechen nicht gehalten haben", hatte Salah nach dem Spiel bei Leeds United gesagt und damit für große Aufregung gesorgt. Es war das dritte Spiel nacheinander, bei dem Salah nicht in der Startelf gestanden hatte. "Ich hatte eine gute Beziehung zum Trainer. Ganz plötzlich haben wir jetzt aber gar keine Beziehung mehr. Und ich weiß nicht warum. Scheinbar will mich jemand nicht mehr im Club haben", klagte er.Der FC Liverpool ist schwach in die Saison gestartet, ohne Salah gelang aber ein 1:0-Sieg in der Champions League bei Inter Mailand. In der Liga gelang nun ebenfalls ein wichtiger Sieg - auch dank Salah.

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· Actio recta non erit, nisi recta fuerit voluntas ·