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Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und den Finanzmärkten
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Aktuelle Nachrichten

Fußball-Nationalmannschaft: Häkchen auf Nagelsmanns WM-Wunschzettel nach Trump-Wirbel

In Washington gehen für den Bundestrainer WM-Wünsche in Erfüllung. Die Gruppengegner findet Nagelsmann zwar schwerer als vielfach angenommen. Andere Turniertücken bleiben Deutschland aber erspart.In seinem schwarzen Anzug mit extraschmaler Krawatte sah Julian Nagelsmann aus wie ein verschollenes Mitglied der legendären Blues Brothers. Anders als John Belushi und Dan Aykroyd in dem US-Filmklassiker ist der Bundestrainer aber nicht im "Namen des Herrn" unterwegs. Für seine eigene Tour durch Amerika im Sommer 2026 hat der 38-Jährige nach der bizarren FIFA-Huldigung für Donald Trump mit dem günstig ausgefallenen WM-Los Curaçao, Elfenbeinküste, Ecuador nun einen schon sehr konkreten Plan. To-Do-Liste für NagelsmannDie Arbeitsaufträge lauten: Das Wunsch-Quartier fix buchen, Testspielgegner finden und vor allem die Nationalmannschaft um Kapitän Joshua Kimmich nach den vielen Zweifeln in der wackligen Qualifikation fit und titeltauglich machen für eine WM-Endrunde, die mit Glanz und Glitter alle gängigen Klischees von Amerika erfüllen wird. "Die Auslosung war eine großartige Unterhaltungsshow. Ich denke, es wird im nächsten Sommer auch so sein", sagte Nagelsmann und machte sich ans Werk. Zur Präsentation der Spielorte und Anstoßzeiten kam Nagelsmann lässig, leger. Als er nach einigem Suchen seinen Platz in der ersten Reihe bei Curaçao-Coach Dick Advocaat schließlich gefunden hatte, gab es gute Spielplan-Nachrichten.Die Auftaktpartie der DFB-Elf gegen Curaçao wird am 14. Juni um 12.00 Ortszeit im Houston-Stadion angepfiffen, also fanfreundlich um 19.00 Uhr deutscher Zeit. Die Arena in Texas hat ein Dach, kann klimatisiert werden, so dass die zu erwartenden hohen Temperaturen kein Problem für Spieler und Fans sein sollten. Houston, wir haben kein Problem, sagte Nagelsmann im übertragenen Sinne. "Ich finde es gut", sagte er tatsächlich zu den Ansetzungen.Spiele zwei und drei bis kurz vor MitternachtFür die nächsten beiden Spiele müssen die Fans daheim allerdings bis kurz vor Mitternacht wach bleiben, um bis zum Abpfiff live dabei zu sein. Die zweite Partie am 20. Juni gegen die Elfenbeinküste findet in Toronto in Kanada statt. Anstoß ist um 16.00 Uhr Ortszeit, 22.00 Uhr in Deutschland. Zum Gruppenfinale gegen das von Nagelsmann hochgelobte Ecuador geht es an die Ostküste. Im MetLife Stadium, das während der WM den etwas sperrigen Namen New-York-New-Jersey-Stadion trägt, wird am 25. Juni ebenfalls um 16.00 Uhr US-Zeit gespielt, wieder 22.00 Uhr in Deutschland. Dort findet auch das Finale am 19. Juli (15.00 Uhr Ortszeit/21.00 Uhr deutsche Zeit) statt.Die befürchtete super-schwere Turnier-Logistik bleibt Nagelsmann in der Gruppe E zumindest bis zu den fest eingeplanten K.o.-Spielen erspart. Der Mittlere Westen und die Ostküste werden zum deutschen WM-Orbit. Als Gruppensieger würde es mit den Spielorten Boston, Philadelphia, Boston bis zum Halbfinale in Dallas weitergehen. Als Gruppenzweiter lautet der Weg: Dallas, East Rutherford, Miami, Atlanta. Mit seiner kleinen DFB-Reisegruppe um Sportdirektor Rudi Völler machte sich Nagelsmann am Samstag auf den Weg zum letzten Hotel-Check. Das noch wie ein Staatsgeheimnis gehütete Lieblingshotel, dass der DFB jetzt buchen kann, dem Vernehmen nach im amerikanischen Kernland, bleibt durch die günstige Auslosung eine Option. "Kurze Wege zum Trainingsplatz", eine "gewisse Exklusivität", "einfach die nötige Ruhe", beschrieb Nagelsmann die Vorteile des Basecamps, das bestenfalls schnell, möglicherweise auch erst in ein paar Wochen verkündet werden wird. Die FIFA muss die Verträge erst noch absegnen. Elfenbeinküste fällt für März flachZusatzarbeit bescherte die Auslosung bei der Auswahl der Testgegner für den März. Die für den 30. März in Stuttgart eingeplante Elfenbeinküste fällt als WM-Gegner weg. Man habe schon Ersatzoptionen, sagten Nagelsmann und DFB-Chef Bernd Neuendorf. Murat Yakin, der Trainer der Schweizer, verriet am Sky-Mikrofon etwas verklausuliert, dass es am 27. März ein Duell der Eidgenossen gegen die DFB-Elf geben könnte. Das wäre dann der Auftakt ins WM-Jahr.Aller Fokus richtet sich auf die Endrunde aus, die für Nagelsmann in Chicago mit dem Test gegen Gastgeber USA am 6. Juni beginnt. Dann kommen die drei Gruppenspiele, bei denen es kein Desaster wie 2018 und 2022 geben darf. "Es ist eine Gruppe, die uns sofort fordert. Es ist keine Gruppe, in der wir superleicht durchmarschieren werden", warnte der Bundestrainer. Nach der Verkündung der Spielorte legte Nagelsmann diesbezüglich nach. "Ich finde, ehrlich gesagt, dass die Gruppe deutlich zu schlecht gesehen wird in der deutschen Medienwelt", meinte der Bundestrainer. "In meinen Augen, gehört sie zu den top vier Gruppen. Wir müssen schon von Beginn an Gas geben, die Gruppe gut zu überstehen", sagte Nagelmann. Ein Schritt nach dem anderen - das ist die Marschroute. "Wir haben jetzt die letzten Weltmeisterschaften nicht so gestaltet, dass wir immer fest planen können", sagte Nagelsmann.Auch der schnell entbrannten Diskussion um einen durch die Auslosung nun möglichen Achtelfinal-Kracher gegen Top-Favorit Frankreich wollte er nicht zu viel Raum geben. Deren Trainer Didier Deschamps "klatscht jetzt auch nicht achtmal in die Hände, wenn er gegen uns spielt", sagte Nagelsmann.Mit seinem unerschütterlichen Optimismus passt der Bundestrainer bestens nach Amerika. "Ich verspreche, dass wir in einer sehr guten Stimmung und einer sehr guten Form sein werden im Sommer und wir werden ein guter Wettbewerber sein", versprach der 38-Jährige. Einem internationalen Reporter, der möglicherweise die deutsche Aufregung um Nagelsmanns forsche Titel-Ansagen nicht kannte, sagte er zum Turnierziel: "Ich habe ja schon mal gesagt, ich glaube, jede Mannschaft, die bei der WM mitspielt, hat irgendwie auch den Drang und die Lust, die WM auch zu gewinnen." Gewinnen, das ist es, worum es in Amerika immer geht. Die WM-Arbeit geht jetzt richtig los.

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Handball-WM: "Big Game" fürs DHB-Team: "Halbfinale ist vorgezeichnet"

Der Glaube an eine WM-Medaille ist "unnormal groß" bei den deutschen Handballerinnen. Selbst im Viertelfinale am Dienstag ist man wohl Favorit. Der Bundestrainer hat einen Auftrag an die Fans.Der DJ in der Dortmunder Westfalenhalle hatte keinen Zweifel an einer erfolgreichen Medaillenmission der deutschen Handballerinnen. Der Party-Hit "Der Zug hat keine Bremse" dröhnte durch die Lautsprecherboxen, als über 10.000 Fans das DHB-Team frenetisch Richtung WM-Viertelfinale verabschiedeten. Legt die deutsche Riege am Dienstag (17.15 Uhr/ZDF) eine Vollbremsung hin oder rollt der Tross weiter zum Finalwochenende nach Rotterdam?"Das wird ein Big Game. Der Weg ins Halbfinale ist vorgezeichnet", sagte Rückraumspielerin Emily Vogel nach dem 29:25 zum Hauptrundenabschluss gegen Spanien. Ein "Gänsehautspiel vor einer herausragenden Kulisse" erwartet Vogel. Von einer "super Chance" und dem größten Spiel ihrer Karriere sprach Kapitänin Antje Döll. Xenia Smits nannte das K.o.-Spiel im Free-TV eine "Riesenmöglichkeit für den deutschen Frauenhandball".Das DHB-Team befindet sich in einem fulminanten WM-Rausch. Die Frage ist: wann setzt der Kater ein? Sechs Spiele, sechs souveräne Siege lassen Spielerinnen, Trainerteam und Fans gleichermaßen vom ersten Wintermärchen seit WM-Bronze 2007 träumen. Der Glaube sei "unnormal groß", berichtete Vogel und strahlte dabei puren Optimismus aus. Hat Kommissarin Döll den richtigen Riecher?Gegen wen es am Dienstag geht, entscheidet sich am Abend. Olympiasieger Norwegen oder Brasilien? Niemand zweifelt daran, dass sich die Skandinavierinnen durchsetzen. "Brasilien wird ähnlich wie Spanien. Aber wir müssen keine Angst haben", sagte Döll, die im Zweitjob als Kommissarin arbeitet und ohnehin einen guten Riecher hat. Die 37-Jährige legte sich auf Brasilien als Gegner fest.Niemand in der deutschen Auswahl kann sich daran erinnern, wann das Selbstvertrauen zuletzt so groß war. "Ich habe ein Gefühl, das hatte ich vor noch keinem anderen Turnier. Wir haben uns extrem viel Selbstvertrauen erarbeitet. Jeder bringt seine Leistung und ist zu 100 Prozent da und bereit. Das Gefühl in dieser Mannschaft ist nicht vergleichbar mit den Gefühlen zuvor", berichtete Anführerin Döll, die seit März Kapitänin ist. Rekord-Kulisse in DortmundDie Abwehr um die aggressive Aimée von Pereira lässt wenig zu. Torhüterin Katharina Filter ist der gewohnt starke Rückhalt. Und auch die langen Einheiten, die das Tempospiel verbessern sollten, zahlen sich aus - auch wenn das Spiel gegen Spanien phasenweise von einigen Fehlern im Abschluss geprägt war. Am Ende bestand man den Stresstest, wie Gaugisch das letzte Hauptrundenspiel betitelte, souverän. Der Handball begeistert auch die Fans. 10.522 Zuschauer waren am Samstag dabei - so viele wie noch nie bei einem Pflichtspiel der deutschen Frauen im eigenen Land. Während des Spiels schwappte eine La Ola durch die Arena, hunderte Deutschland-Fahnen rahmten das Parkett ein.Auch eine Stunde nach Abpfiff warteten Fans - vor allem Kinder - geduldig vor der Interviewzone und bettelten um Autogramme und Selfies. Viele Zuschauer kamen in den pinken Sondertrikots. Die eigens zur WM gestartete DHB-Kampagne "Hands up for more" - eine Bewegung für die nachhaltige Entwicklung des Frauenhandballs - scheint Wirkung zu zeigen. Erstmals im Free-TV: "Wir können viel gewinnen"Und am Dienstag wird die Bühne noch größer – nicht in der Dortmunder Westfalenhalle, sondern vor den Bildschirmen. Erstmals bei dieser WM läuft ein Spiel im Free-TV. Bislang waren die Partien ausschließlich beim Streaming-Dienst Sporteurope.TV zu sehen. DHB-Präsident Andreas Michelmann hatte diese Situation als "eine Schande" bezeichnet. Ein mögliches Halbfinale und Finale würden in der ARD laufen.Für Bundestrainer Gaugisch ist die zusätzliche Aufmerksamkeit Ansporn, das Herz auf dem Parkett zu lassen. "Das hat schon eine hohe Bedeutung, weil wir sehr, sehr viel gewinnen können. Wir können uns hier zu Hause präsentieren. Ich spüre null Komma null Last", betonte er.Klar ist, dass am Dienstag der bislang härteste Gegner im Turnier auf die deutsche Auswahl wartet. Umso wichtiger ist die Unterstützung der Fans. "Alle, die hierherkommen, müssen ihre Rolle kennen. Sie unterstützen uns, machen Druck auf den Gegner. Auf diese Atmosphäre hoffe ich. Denn wenn wir dieses Spiel gewinnen, haben wir alle etwas geleistet", schickte der Bundestrainer als klaren Arbeitsauftrag an die deutschen Anhänger.

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Fußball-Nationalmannschaft: Amerikanischer Crashkurs: Nagelsmann plant seine WM

Von Trump bis Totti: Nagelsmann bekommt in den USA einen Vorgeschmack auf die WM-Show. Jetzt zählt für ihn vor allem eines. Die Mannschaft auf Kurs bringen. Die Gruppen-Spielorte passen ins Konzept.Nach einem amerikanischen WM-Crashkurs mit der umstrittenen FIFA-Huldigung für Donald Trump und ganz viel Glitzer weiß Julian Nagelsmann jetzt, was ihn im nächsten Sommer erwartet. Curaçao, Elfenbeinküste, Ecuador sind die ersten drei Gegner. Houston, Toronto und East Rutherford die ersten Spielorte. "Ich finde es gut", sagte Nagelsmann zu dieser Konstellation. Mit Politik und allem sonstigen Brimborium wollte sich der Bundestrainer nach dem günstig ausgefallenen WM-Los in Washington auch nicht mehr aufhalten. "Die Auslosung war eine großartige Unterhaltungsshow. Ich denke, es wird im nächsten Sommer auch so sein", sagte Nagelsmann. Amerika eben. Bei der Los-Gala hatte Trump auch den erstmals verliehenen Friedenspreis vom Weltverband bekommen. Am Tag danach ging es nur noch um Fußball. Die Spielplanfakten bekam der Bundestrainer bei einem zweiten FIFA-Showact in Washington präsentiert. WM-Auftakt unterm StadiondachDie Fans konnten am Livestream sehen: Los geht es für die Nationalmannschaft am 14. Juni unter dem Stadiondach in Houston um 12.00 Uhr Ortszeit, also 19.00 Uhr in Deutschland gegen Curaçao. Spiel zwei findet am 20. Juni in Toronto (16.00 Uhr Ortzeit /22.00 Uhr/MEZ) gegen die Elfenbeinküste statt. Das Gruppenfinale steigt in East Rutherford in der Endspielarena am 25. Juni (16.00 Uhr Ortzeit /22.00 Uhr/MEZ) gegen Ecuador. Bei Spiel zwei und drei müssen die Fans in Deutschland bis zum Abpfiff bis kurz vor Mitternacht wach bleiben. Schnell schwenkte Nagelsmann nach der Auslosung zu den sportlichen Aufgaben. "Es ist eine Gruppe, die uns sofort fordert. Es ist keine Gruppe, in der wir superleicht durchmarschieren werden", warnte er. Nach der Verkündung der Spielorte legte Nagelsmann dann nochmal nach. "Ich finde, ehrlich gesagt, dass die Gruppe deutlich zu schlecht gesehen wird in der deutschen Medienwelt", meinte der Bundestrainer. "In meinen Augen, gehört sie zu den Top vier Gruppen. Wir müssen schon von Beginn an Gas geben, die Gruppe gut zu überstehen", sagte Nagelmann. Ein "Step" nach dem anderen machen. Das ist die Marschroute. "Es ist für uns schon wichtig, dass wir den ersten Schritt vor dem zweiten gehen. Wir haben jetzt die letzten Weltmeisterschaften nicht so gestaltet, dass wir immer fest planen können", sagte der Bundestrainer. Auch die schnell entbrannte Diskussion um einen durch die Auslosung nun möglichen Achtelfinal-Kracher gegen Top-Favorit Frankreich wollte der Bundestrainer nicht zu viel Raum geben. Deren Trainer Didier Deschamps "klatscht jetzt auch nicht achtmal in die Hände, wenn er gegen uns spielt", sagte Nagelsmann.Mit seinem unerschütterlichen Optimismus passt der Bundestrainer bestens nach Amerika. "Ich verspreche, dass wir in einer sehr guten Stimmung und einer sehr guten Form sein werden im Sommer und wir werden ein guter Wettbewerber sein", versprach der 38-Jährige. Einem internationalen Reporter, der möglicherweise die deutsche Aufregung um Nagelsmanns forsche Titel-Ansagen nicht kannte, sagt er zum Turnierziel: "Ich habe ja schon mal gesagt, ich glaube, jede Mannschaft, die bei der WM mitspielt, hat irgendwie auch den Drang und die Lust, die WM auch zu gewinnen." DFB-Boss: Alle ehrgeizigGewinnen, das ist es, worum es in Amerika immer geht. Von dieser natürlichen Begeisterung ließ sich die DFB-Delegation gerne anstecken. "Der Bundestrainer ist ehrgeizig, der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft ist ehrgeizig und der Präsident ehrlich gesagt auch", sagte DFB-Chef Bernd Neuendorf. Also eine blendende WM-Perspektive? Mit der Auslosung im John F. Kennedy Center for the Performing Arts war der Business-Trip nach Washington für Nagelsmann jedenfalls nicht erledigt. Im Gegenteil: Die WM-Arbeit geht jetzt richtig los. Nagelsmanns nächste Schritte lauten: WM-Quartier buchen. Testgegner finden. Und vor allem: Die Mannschaft um DFB-Kapitän Joshua Kimmich auf ein Turnier vorbereiten, bei dem sie sich zuletzt gezeigte Zweifel und Unkonzentriertheiten nicht mehr leisten kann. Die befürchtete super-schwere Turnier-Logistik bleibt Nagelsmann in der Gruppe E zumindest für die erste Phase erspart. Der Mittlere Westen und die Ostküste werden zum deutschen WM-Orbit. Das macht auch klimatisch manches leichter. Das Wunschquartier, dass der DFB jetzt buchen kann, dem Vernehmen nach im amerikanischen Kernland, bleibt eine Option. "Kurze Wege zum Trainingsplatz", eine "gewisse Exklusivität", "einfach die nötige Ruhe", beschrieb Nagelsmann die Vorteile des Basecamps, das bestenfalls schnell verkündet werden wird. Elfenbeinküste fällt für März flachZusatzarbeit bescherte die Auslosung bei der Auswahl der Testgegner für den März. Die für den 30. März in Stuttgart eingeplante Elfenbeinküste fällt als WM-Gegner weg. Man habe schon Ersatzoptionen, sagten Nagelsmann und Neuendorf. Murat Yakin, der Trainer der Schweizer, verriet am Sky-Mikrofon etwas verklausuliert, dass es am 27. März ein Duell der Eidgenossen gegen die DFB-Elf geben könnte. Das wäre dann der Auftakt ins WM-Jahr.

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WM 2026: Spielplan für Deutschland: Zwei Partien erst kurz vor Mitternacht

Die DFB-Elf startet gegen Curaçao im klimatisierten Stadion von Houston in die WM. Für die in Toronto und East Rutherford müssen Fans lange wach bleiben.Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bestreitet ihre Gruppenspiele bei der WM 2026 in Houston, Toronto und in der Endspiel-Arena in East Rutherford bei New York. Wie die Fifa bei ihrem zweiten Show-Act am Tag nach der Gruppenauslosung in Washington verkündete, wird die Auftaktpartie der DFB-Elf gegen Curaçao am 14. Juni um 12 Uhr Ortszeit im Houston-Stadion angepfiffen, also um 19 Uhr deutscher Zeit. Klimatisierte Halle gegen texanische MittagshitzeDie Arena in Texas hat ein Dach, kann klimatisiert werden, so dass die zu erwartenden hohen Temperaturen kein Problem für Spieler und Fans sein sollten. Für die nächsten beiden Spiele müssen die Fans bis kurz vor Mitternacht wach bleiben, um bis zum Abpfiff live dabei zu sein. Die zweite Partie am 20. Juni gegen die Elfenbeinküste findet in Toronto in Kanada statt. Anstoß ist um 16 Uhr Ortszeit, 22 Uhr in Deutschland. Zum Gruppenfinale geht es an die Ostküste. Im MetLife Stadium, das während der WM den etwas sperrigen Namen New-York-New-Jersey-Stadion trägt, wird am 25. Juni ebenfalls um 16 Uhr US-Zeit gespielt, wieder 22 Uhr in Deutschland. Für Bundestrainer Julian Nagelsmann und die Nationalspieler bedeuten die späteren Anstoßzeiten aber auch, dass die ganz große Mittagshitze vermieden wird.Der Weg für die DFB-Elf führt immer über Arlington Als Gruppensieger würde Deutschland über Foxborough bei Boston, Philadelphia, wieder Foxborough und Arlington bei Dallas zum Finale nach East Rutherford zurückkehren. Als Gruppenzweiter hieße der Turnierweg bis zum Endspiel: Arlington, East Rutherford, Miami Gardens und Atlanta. Dann sind in K.o.-Spielen auch Anstoßzeiten in der deutschen Nacht möglich.

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Fußball-WM: DFB-Elf startet in Houston in WM 2026

Deutschland startet gegen Curaçao im klimatisierten Stadion von Houston in die WM. Für die nächsten Spiele in Toronto und East Rutherford müssen Fans bis kurz vor Mitternacht wach bleiben.Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bestreitet ihre Gruppenspiele bei der WM 2026 in Houston, Toronto und in der Endspiel-Arena in East Rutherford bei New York. Wie die FIFA bei ihrem zweiten Show-Act am Tag nach der Gruppenauslosung in Washington verkündete, wird die Auftaktpartie der DFB-Elf gegen Curaçao am 14. Juni um 12.00 Ortszeit im Houston-Stadion angepfiffen, also um 19.00 Uhr deutscher Zeit. Die Arena in Texas hat ein Dach, kann klimatisiert werden, so dass die zu erwartenden hohen Temperaturen kein Problem für Spieler und Fans sein sollten. Spiele zwei und drei bis kurz vor MitternachtFür die nächsten beiden Spiele müssen die Fans bis kurz vor Mitternacht wach bleiben, um bis zum Abpfiff live dabei zu sein. Die zweite Partie am 20. Juni gegen die Elfenbeinküste findet in Toronto in Kanada statt. Anstoß ist um 16.00 Uhr Ortszeit, 22.00 Uhr in Deutschland. Zum Gruppenfinale geht es an die Ostküste. Im MetLife Stadium, das während der WM den etwas sperrigen Namen New-York-New-Jersey-Stadion trägt, wird am 25. Juni ebenfalls um 16.00 Uhr US-Zeit gespielt, wieder 22.00 Uhr in Deutschland. Dort findet auch das Finale statt, Anpfiff ist am 19. Juli um 15.00 Uhr Ortszeit, also um 21.00 Uhr deutscher Zeit.Mittagshitze wird vermiedenFür Bundestrainer Julian Nagelsmann und die Nationalspieler bedeuten die späteren Anstoßzeiten aber auch, dass die ganz große Mittagshitze vermieden wird.Als Gruppensieger würde Deutschland über Foxborough bei Boston, Philadelphia, wieder Foxborough und Arlington bei Dallas zum Finale nach East Rutherford zurückkehren. Als Gruppenzweiter hieße der Turnierweg bis zum Endspiel: Arlington, East Rutherford, Miami Gardens und Atlanta. Dann sind in K.o.-Spielen auch Anstoßzeiten in der deutschen Nacht möglich.

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Weltcup in Östersund: Biathlet Nawrath wird Sprint-Zwölfter - Botn siegt erneut

Bei den deutschen Biathleten reicht es wieder nicht für die Topplätze. Zumindest holen Nawrath und Strelow die Olympia-Norm. Die Norweger feiern erneut einen Doppelsieg.Die deutschen Biathleten haben beim ersten Sprint der Olympia-Saison die Top-Ten-Plätze verpasst. Als Bester des DSV-Teams lief Philipp Nawrath auf Rang zwölf und sicherte sich damit wie Justus Strelow als 13. die Olympia-Norm. Obwohl Nawrath und Strelow ohne Strafrunde blieben, waren sie in der Loipe im Vergleich zu den Topleuten chancenlos.Einen erneuten Doppelsieg feierten die Norweger: Johan-Olav Botn setzte sich wie im Einzel vor seinem Teamkollegen Martin Uldal (+ 11,1 Sekunden) durch. Dritter wurde nach zehn Kilometern der Franzose Quentin Fillon Maillet (+ 14,3 Sekunden). Das Trio hatte jeweils alle zehn Scheiben abgeräumt."Es war ein sehr tiefes Geläuf, das ist nicht so mein Fall. Ich habe wahnsinnig auf der Strecke kämpfen müssen. Ich nehme das jetzt so an, weiß aber, dass ich in der Loipe durchaus mehr kann", sagte Nawrath im ZDF. Er geht mit einem Rückstand von 54 Sekunden in die abschließende Verfolgung am Sonntag (15.20 Uhr/ARD und Eurosport). Strelow liegt 1:01,0 Minuten hinter dem Sieger. Zwei Verfolger zum AbschlussBei leichtem Schneefall leistete sich Philipp Horn zwei Fehler im Stehendschießen und kam mit der sechstbesten Laufzeit auf Position 16 (+ 1:06,2 Minuten). "Ich war vielleicht etwas zu forsch im Stehendanschlag. Ich weiß, dass ich mit einem oder zwei Fehlern weniger vorn angreifen kann", sagte Horn, der sich als Achter im Einzel als erster DSV-Skijäger die interne Verbandsnorm für die Olympischen Winterspiele im Februar gesichert hatte. Danilo Riethmüller landete nach einer Strafrunde (+ 1:37,7 Minuten) auf Rang 25. Simon Kaiser wurde (40.), Lucas Fratzscher verpasste als 64. die Qualifikation für das Jagdrennen. Bei den Frauen steht zum Abschluss des ersten Weltcups auch noch der Verfolger (13.15 Uhr) auf dem Programm. Julia Tannheimer startet als Achte mit einem Rückstand von 51 Sekunden auf die finnische Sprintsiegerin Suvi Minkkinen.

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Formel 1: Magische Runde: Verstappen schockt das McLaren-Duo

Was für eine Kampfansage: Max Verstappen rast mit einer Fabelrunde zur Pole Position für das Formel-1-Finale. Norris kommt nicht ran, wird aber Zweiter, Piastri Dritter. Es winkt ein Nervenkrimi.Max Verstappen fiel mit einem breiten Grinsen in die Arme seiner stolzen Freundin Kelly Piquet und genoss jeden Moment nach der optimalen Vorarbeit für das Herzschlagfinale der Formel 1. Mit einer Fabelrunde schockte der viermalige Weltmeister das McLaren-Duo mit dem WM-Führenden Lando Norris und dem WM-Dritten Oscar Piastri. Verstappen sicherte sich die Pole Position für den Großen Preis von Abu Dhabi, Zweiter in der Qualifikation wurde Norris, Dritter Piastri. Verstappen macht klare Ansage für das Rennen um den Titel"Das war Wahnsinn", funkte Verstappen noch aus seinem Red Bull an die Box: "Das ist das Einzige, das wir tun konnten. Wir können das Rennen nur kontrollieren, wenn wir es anführen", erklärte er danach und kündigte für die letzten 306,183 Rennkilometer dieses Jahres am Ort seines ersten WM-Triumphs 2021 an: "Ich werde verteidigen, ich werde attackieren, ich habe nichts zu verlieren." Allerdings braucht er Schützenhilfe: Norris dürfte bei einem Sieg von Verstappen nicht über Platz vier hinauskommen. Im Klassement liegt der Niederländer 12 Punkte hinter Norris und 4 vor Piastri. Bedeutet auch: Norris ist Weltmeister, wenn er aufs Podest kommt. Klar sei er enttäuscht, nicht auf der Pole zu stehen, räumte Norris ein und attestierte Verstappen einen "super Job." Wird Norris Teamkollege der Puffer nach hinten?Ob er sich nun eher nur noch damit beschäftige, den entscheidenden Podestplatz zu schaffen oder doch auf Sieg zu fahren, konnte - oder wollte - Norris nicht beantworten: "Ich weiß nicht, das kann ich jetzt nicht sagen." Die WM-Titelrivalen unter sich - der Showdown der Formel-1-Saison hat das Zeug zum PS-Thriller. "Es sollte ein großartiges Finale werden", versprach McLarens Geschäftsführer Zak Brown bereits: "Wir müssen das Rennen nicht gewinnen, aber wir wollen es gewinnen." Seit 2015 ist jedoch zementiert: Der Pole-Setter gewinnt auch das Rennen, zehnmal nacheinander war das so. Die Frage ist, ob McLaren jegliche Crash-Gefahr und Bedrängnis für Norris vorab unterbindet und Jäger Piastri beim Start schon einbremsen wird. Tags zuvor hatte Boss Brown die Kehrtwende in Sachen Teamorder angekündigt und eine Stallregie nicht mehr ausgeschlossen. Es werde definitiv ein aufregender Tag, kündigte der für seine Coolness bekannt 24 Jahre alte Piastri sogar an. Die Psychospiele nehmen Fahrt aufDer Australier und Norris wissen nur zu gut, gegen wen sie da antreten. "Wenn Max neben Norris steht, ist der meistens nervös geworden", sagte Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko beim Sender Sky und befeuerte damit auch die Psychospielchen in den letzten 20 Stunden vor dem Erlöschen der Roten Ampeln. In der Qualifikation war die Sonne schon untergegangen, als der letzte Kampf um die besten Startplätze der Saison begann. Das Rennen wird am Sonntag eine Stunde früher Ortszeit um 17.00 Uhr (14.00 Uhr MEZ/Sky) beginnen und damit eine Fahrt in die Abenddämmerung. In den Freien Trainings hatte sich angedeutet, dass es auf einer schnellen Runde knapp werden könnte. Mercedes-Pilot George Russell wird von Platz vier neben Piastri starten und dürfte versuchen, direkt zu attackieren.Ob Yuki Tsunoda in seinem vorerst letzten Formel-1-Rennen für Red Bull eine Hilfe für Verstappen sein kann, wie er es als Windschattengeber im Qualifying war, wird sich zeigen. Inwiefern sein designierter neuer Teamkollege Isack Hadjar im Racing Bull die ersten Dienste leisten kann ebenso. Er startet von Position neun, daneben steht auf Platz zehn Tsunoda. Ein schweres Jubiläums-Rennen für Hülkenberg Weit davon entfernt muss sich Nico Hülkenberg auf einen schweren Jubiläums-Grand-Prix einstellen. Der 38 Jahre alte Rheinländer kam nicht über Startrang 18 bei seinem 250. Rennen hinaus. Zudem wird es das letzte Mal sein, dass Sauber unter diesem Namen in der Formel 1 antritt, ab kommenden Jahr wird es das Audi-Werksteam sein. Für Hülkenberg war das frühes Aus ärgerlich, aber nach einer Saison mit dem ersten Podestplatz seiner Karriere und vielen weiteren positiven Ergebnisse verkraftbar. Für Lewis Hamilton (16.) besiegelte der vierte vorzeitige Quali-K.o. eine Saison am Rande der Unerträglichkeit. "Sorry, Leute", funkte er an die Box von Ferrari. "Ich möchte nicht darüber reden", kommentierte er danach vor den TV-Kameras schmallippig.Schon einmal hatte er in Abu Dhabi wie ein Häufchen Elend gewirkt, als Verstappen 2021 Hamiltons Titel-Ära in einem Drama-Finale beendet hatte. Damals übernahm der Red-Bull-Star die Herrschaft in der Formel 1, nun steht er womöglich vor dem fünften Triumph in Serie.

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Wintersport: Skispringer Raimund Weltcup-Zweiter in Wisla

Philipp Raimund und Felix Hoffmann bescheren den deutschen Skispringern in Wisla zwei Top-Ergebnisse. Bei Routinier Wellinger läuft es dagegen überhaupt nicht.Philipp Raimund ist zum dritten Mal in seiner Karriere auf das Weltcup-Podest geflogen und avanciert immer mehr zur deutschen Skisprung-Hoffnung im Olympia-Winter. Der 25-Jährige kam im polnischen Wisla mit Weiten von 129 und 130,5 Metern auf Rang zwei. Den Sieg sicherte sich der Slowene Domen Prevc, der 136 und 130 Meter weit sprang. Raimund fehlten am Ende nur 6,8 Punkte zu seinem ersten Weltcupsieg. "Ich bin sehr zufrieden mit dem zweiten Platz. Ich hatte gehofft, dass er heute gewinnt, denn er hat einen tollen Sprung gezeigt im zweiten Durchgang. Aber Domen ist auch weit geflogen, das müssen wir akzeptieren", sagte Bundestrainer Stefan Horngacher im ZDF und prophezeite: "Irgendwann wird er sicher gewinnen. Das ist nur eine Frage der Zeit." Einen guten Wettkampf lieferte auch Felix Hoffmann ab. Der 28-Jährige landete mit 125,5 und 126,5 Metern auf dem fünften Platz. "Auch er hat einen Super-Job gemacht", lobte Horngacher. Pius Paschke holte als 17. ebenfalls Weltcup-Punkte.Wellinger im Formtief Weit von der Spitze und seinem eigenen Anspruch entfernt ist dagegen Andreas Wellinger. Der zweimalige Weltmeister und Olympiasieger verpasste mit einem Sprung auf 118 Meter als 39. das Finale. "Es ist wirklich eine Tüftelei. Ich weiß, wo ich hin will, aber die Sprünge funktionieren nur punktuell. Momentan bin ich genervt, aber in meiner Karriere habe ich es schon öfter erlebt, dass es nicht so läuft, wie man sich das wünscht. Jetzt heißt das Ziel, mich heranzuarbeiten", sagte der 30-Jährige. Bereits am Vortag hatte Karl Geiger in der Qualifikation ein Debakel erlebt.

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Sportpolitik: DOSB beschließt weiteren Olympia-Fahrplan

Der DOSB träumt von Olympischen und Paralympischen Spielen in Deutschland. Nun steht auch der weitere Weg bis zur Auswahl des nationalen Kandidaten fest. Präsident Weikert versichert Geschlossenheit.Der Deutsche Olympische Sportbund hat auf seiner Mitgliederversammlung in Frankfurt am Main den weiteren Weg bis zur Auswahl des nationalen Bewerbers um die Ausrichtung von Olympischen und Paralympischen Spielen festgelegt. Mit großer Mehrheit beschlossen die Delegierten den Fahrplan bis zur Entscheidung auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 26. September 2026 in Baden-Baden.Dann soll feststehen, ob der DOSB mit Berlin, München, Hamburg oder der Region Rhein-Ruhr mit Köln als Kernstadt ins Rennen um die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 geht. "Aus vier sehr starken Bewerbungen wird am Ende die stärkste als Sieger hervorgehen. Und wer das schafft, hat auch international gute Chancen, die Olympischen und Paralympischen Spiele nach Deutschland zu holen - nicht nur für sich, sondern für ganz Deutschland", äußerte DOSB-Präsident Thomas Weikert.Bewertungsmatrix als HilfestellungGrundlage für die Auswahl des Kandidaten soll eine komplizierte Matrix bilden, die verschiedene Kategorien und Kriterien wie die internationale Strahlkraft und die nationale Akzeptanz umfasst. Anhand dieser Matrix sollen die vier Konzepte bewertet werden.Der DOSB will den Weg trotz des Vierkampfes geschlossen angehen. "Wir alle hier stehen hinter Olympia in Deutschland - ausnahmslos, einig und stark", sagte Weikert."Sportpolitische Ziel dieser Legislaturperiode"Sport-Staatsministerin Christiane Schenderlein bekräftigte, dass die schwarz-rote Bundesregierung eine deutsche Olympia-Bewerbung unterstützt. "Die Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele ist das sportpolitische Ziel dieser Legislaturperiode", erklärte die CDU-Politikerin.

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Nick Woltemade: "Es stürzt gerade viel auf meine Eltern und meine Schwester ein"

Nationalspieler Nick Woltemade über sein neues Leben in England, den Kult um ihn – und wie er den Fußball zu seiner Bühne macht.

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Fußball-Nationalmannschaft: Frankreich als Spanien: Nagelsmanns WM-Rechnung

Bundestrainer Nagelsmann will nach der WM-Auslosung trotz möglicher Top-Gegner wie Frankreich in der K.o.-Phase Schritt für Schritt denken. Warum er vor Rechenspielen warnt und was der DFB-Chef sagt.Julian Nagelsmann warnte vor Ecuador, lobte die Elfenbeinküste und fand auch freundliche Worte für die Außenseiter aus Curaçao. Aber der sprichwörtliche Elefant im Saal des John F. Kennedy Centers for the Performing Arts war für den Bundestrainer nach der Gruppenauslosung für die WM 2026 Titelfavorit Frankreich. Die Vorrunde des XXL-Turniers im Sommer 2026 schien nach der aus logistischen Gründen mit vielen Spielen an der Ostküste hochwillkommenen Einordnung in die Gruppe E für manche nur eine Durchgangsstation für die Fußball-Nationalmannschaft. Wer schon weiter "lunste", also auf den Spielplan für die mögliche K.o.-Runde schaute, sah dort für das Achtelfinale ein Duell mit der Équipe Tricolore in Philadelphia als Drohkulisse. Nagelsmann liebt solche schwierigen Perspektiven. Doch er ist aus Erfahrung nicht mehr in der Situation, den Gedankenspielen zu viel Platz einzuräumen. "Es ist für uns schon wichtig, dass wir den ersten Schritt vor dem zweiten gehen. Wir haben jetzt die letzten Weltmeisterschaften nicht so gestaltet, dass wir immer fest planen können", sagte der Bundestrainer. Also, erst Curaçao (14. Juni), dann die Elfenbeinküste (20. Juni), dann Ecuador (25. Juni). Wo genau und zu welcher Tageszeit erfährt der Bundestrainer am Samstag (18.00 Uhr/MEZ), wenn die FIFA in Washington mit der Spielplanverkündung zum zweiten Showact bittet. Mit bestmöglich viel Selbstvertrauen soll es für die DFB-Elf in die K.o.-Phase gehen. Das lehrt Nagelsmann auch die Erinnerung an die Heim-EM. Im vorletzten Sommer wäre mit einer Niederlage im letzten Gruppenspiel gegen die Schweiz (1:1) das Aufeinandertreffen mit Spanien im Viertelfinale (1:2 n.V.) zu vermeiden gewesen. Keine absichtliche NiederlageAber absichtlich verlieren? Das widerspricht allem, wofür Nagelsmann stehen möchte. "Das ist leider bei so einem Turnierbaum, dass irgendwann auch Topteams kommen auf deinem Weg zu einem Turniererfolg", sagte der 38-Jährige. Auch die Franzosen seien sicher nicht froh, früh im Turnier gegen Deutschland zu spielen. Deren Trainer Didier Deschamps "klatscht jetzt auch nicht acht Mal in die Hände, wenn er gegen uns spielt", sagte Nagelsmann.  Unterstützung bekam er von Bernd Neuendorf. Der DFB-Präsident warnte davor, das Turnier vom falschen Ende her zu denken. "Das haben wir die letzten beiden Weltmeisterschaften auch erlebt, bei den Gruppenauslosungen, wo viele gesagt haben: "Machbar, leichte Gruppe." Den Fehler werden wir mit Sicherheit nicht machen", erinnerte Neuendorf an die WM-Debakel 2018 und 2022, wo das DFB-Team jeweils in der Vorrunde gescheitert war. Erinnerungen an 1990Überhaupt seien alle Rechenspiele Makulatur, wenn auch nur eines der beiden Teams nicht Gruppensieger werde. Neuendorf erinnerte nach Rücksprache mit Zeitzeuge Rudi Völler an die WM 1990, als Deutschland auf dem Weg zum Titel souverän die Gruppe gewann, aber im Achtelfinale gegen die Niederlande (2:1) ran musste, die in ihrer Gruppe nur Dritte geworden war. "Gegen die mussten wir dann spielen. Das hatte vorher auch niemand auf dem Schirm", sagte Neuendorf. "Ich glaube, wir tun gut daran, jedes Spiel einfach gut zu spielen, in jedem Spiel Stabilität zu haben und so in ein Turnier reinzukommen, sodass wir bei Spiel uns vielleicht auch ein bisschen noch steigern können. Dann brauchen wir eigentlich von keinem Gegner Angst zu haben", forderte Neuendorf. Zumal Nagelsmann ohnehin eine ordentliche Frankreich-Bilanz hat. In diesem Sommer ging zwar das Spiel um Platz 3 bei der Nations League 0:2 verloren, aber im März 2024 gab es in Lyon ein 2:0 als Mutmacher für die Heim-EM. Im Viertelfinale könnte es für Deutschland übrigens gegen die Niederlande gehen.

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Fußball-WM 2026: Deutschland trifft auf Elfenbeinküste, Curaçao und Ecuador

In Washington hat die Auslosung für die Fußball-WM 2026 stattgefunden, an der erstmals 48 Teams teilnehmen. Die Deutschen haben eine leichte Gruppe erwischt. Die Show zum Nachlesen im Liveblog.Die WM-Auslosung in Washington ist vorbei. In einer zweistündigen Show im John F. Kennedy Center for the Performing Arts wurde erst Donald Trump mit dem frisch erschaffenen Fifa Friedenspreis ausgezeichnet, dann wurden 48 WM-Teilnehmer in die 12 Vorrundengruppen gelost. Deutschland spielt in Gruppe E gegen Ecuador, die Elfenbeinküste und Debütant Curaçao. Der Auftakt findet für das DFB-Team am 14. Juni gegen Curaçao statt. Die Partie steigt in Philadelphia oder Houston. Danach geht es für die Begegnung gegen die Elfenbeinküste am 20. Juni entweder nach Kansas City oder ins kanadische Toronto. Die Auslosung zum Nachlesen im stern-Liveblog:

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Auslosung in Washington: Mexiko und Südafrika eröffnen Fußball-WM 2026

Die Auftaktpartie des XXL-Turniers im kommenden Sommer steht. Es gibt eine Neuauflage. Mexiko trifft auf Südafrika - und will es besser machen als Gastgeber Katar im Winter 2022.Co-Gastgeber Mexiko und Südafrika bestreiten im kommenden Jahr das Eröffnungsspiel der Fußball-Weltmeisterschaft. Das ergab die Auslosung der zwölf Vorrunden-Gruppen im John F. Kennedy Center for the Performing Arts in Washington. Die WM wird 2026 erstmals mit 48 Mannschaften ausgetragen und findet in den USA, Kanada und Mexiko statt.Die Mexikaner waren für das Eröffnungsspiel am 11. Juni im legendären Aztekenstadion in Mexiko-Stadt bereits gesetzt. Gegner Südafrika wurde ihnen aus Lostopf 3 zugelost. Schon bei der WM 2010 in Südafrika hatten die beiden Nationen das Auftaktmatch bestritten - und sich 1:1 getrennt.Bei der WM 2022 hatte Ausrichter Katar die Eröffnungspartie mit 0:2 gegen Ecuador verloren. Den Titel bei der ersten Winter-WM der Historie sicherten sich damals die Argentinier in einem spektakulären Finale gegen Frankreich.

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Formel 1: Finale Kehrtwende: McLaren mit Teamorder gegen Verstappen

Der Showdown im Sonnenuntergang von Abu Dhabi rückt immer näher. Im Training am Auftakttag ist Norris vorn. Und dann ist da noch das Thema Teamorder im finalen Titelkampf gegen Verstappen.Zak Brown wollte von einer Teamorder-Kehrtwende lange nichts wissen. 23 Grand Prix und über 260 Tage dieser Formel-1-Saison betonte der Geschäftsführer von McLaren, keinen der beiden Fahrer durch eine Stallregie bevorzugen zu wollen, um damit die Titelchancen zu erhöhen. Vor dem Finale und einem drohenden Fahrertitel-Totalschaden gegen Max Verstappen sagte Brown aber auf einmal: "Wir werden pragmatisch sein. Wir werden keine Fahrer-WM wegschmeißen."Kurzum: Wenn es darauf ankommt, wird es die Ansage vom Kommandostand geben. "Ja, natürlich", bestätigte Brown beim Sender Sky Sports UK.Noch eine Frage bleibt offenAber werden Lando Norris, der als WM-Führender in den Großen Preis von Abu Dhabi startet, und Oscar Piastri, der Dritte im Klassement, auch gehorchen? "Ich habe keine Zweifel, dass beide Fahrer im besten Interesse des Teams fahren werden. Sie haben schon gezeigt, dass sie großartige Teamplayer sind", betonte Brown und versprach ein hartes, aber sauberes Rennen an diesem Sonntag (14.00 Uhr MEZ/Sky).Ob und wann der Moment kommen könnte für den womöglich entscheidenden Funkspruch, bleibt abzuwarten. Sinngemäß laut Brown, wenn es bei einem so aussieht, dass er klare Chancen auf den Titel hat und der andere nicht mehr. Klar ist, er würde sich in die Teamorder-Historie einordnen. Unvergessen, weil in der Art auch eine Premiere: "Lass Michael vorbei für die Meisterschaft." Geschehen 2001 in Spielberg, gesagt vom damaligen Ferrari-Teamchef Jean Todt an Rubens Barrichello zum Wohle des WM-Titels für Michael Schumacher. Norris kann es aber eigentlich auch - fast locker - ohne Unterstützung schaffen, die sicherlich einen Beigeschmack hinterlassen würde. Er muss nur aufs Podium kommen. Das schaffte er 17 Mal in diesem Jahr - aber eben sechsmal auch nicht. Wenn er es ein siebtes Mal nicht schafft, müssen die Rechenschieber raus: 12 Punkte mehr hat er vor dem Finale als Verstappen, 16 mehr als Piastri. So lief es am Freitag auf der StreckeIm Training fuhr Norris in der ersten Einheit auf Platz eins, allerdings nur hauchdünn. Verstappen war acht Tausendstelsekunden langsamer, Piastri setzte aus. Seinen Wagen durfte der Mexikaner Patricio O'Ward fahren - das war lange so geplant. Im zweiten Freien Training zur Qualifikations- und Rennzeit wurde es deutlicher: Norris distanzierte Verstappen um über dreieinhalb Zehntelsekunden, Piastri reihte sich nur auf Platz elf ein. Verstappen, dessen Titelära 2021 auf dem Yas Marina Circuit begonnen hatte, versuchte aber auch nur eine schnelle Runde, er und dem Team reichte das offensichtlich. Vor nicht allzu langer Zeit klang Brown noch andersDie Wahrscheinlichkeit, dass Norris Hilfe von Piastri im Kampf gegen Verstappen gebrauchen kann, ist ohnehin größer als umgekehrt, auch wenn Brown immer nur von beiden Fahrern sprach. Vor wenigen Wochen hatte der 54 Jahre alte Amerikaner noch rückblickend auf das damaligen McLaren-Stallduell zwischen Lewis Hamilton und Fernando Alonso gesagt, das im Finale Kimi Räikkönen im Ferrari den WM-Titel bescherte: "Sollte das Gleiche passieren wie 2007, dann habe ich lieber diesen Ausgang als all die anderen Möglichkeiten, weil wir einen von beiden Fahrern favorisieren würden." Und Teamchef Andrea Stella hatte betont: "Es ist, als hätte man zwei Söhne. Wie soll man da einen bevorzugen?"

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Formel 1: Tausendstel-Entscheidung: Norris vor Verstappen

War das schon ein Vorgeschmack? Lando Norris rast auf Platz eins. Der WM-Spitzenreiter schlägt im Auftakttraining in Abu Dhabi Max Verstappen ganz knapp. Vom McLaren-Boss kommt eine Ansage.Lando Norris hat sich vor der möglichen Krönung zum neuen Formel-1-Weltmeister mit der schnellsten Runde im ersten Freien Training eingestimmt. Der 26 Jahre alte Brite, der bei einem Podiumsplatz am Sonntag (14.00 Uhr MEZ/Sky) beim Großen Preis von Abu Dhabi als neuer Champion feststehen würde, schlug den WM-Zweiten und Titelverteidiger Max Verstappen im Red Bull um die Winzigkeit von acht Tausendstelsekunden. Dritter wurde Charles Leclerc im Ferrari mit 16 Tausendsekunden Rückstand. Der WM-Dritte Oscar Piastri setzte in der einstündigen Einheit auf dem Yas Marina Circuit aus, für den 24 Jahre alten Australier durfte der Mexikaner Patricio O'Ward den McLaren steuern. Das allerdings war langfristig geplant, ungünstig für siebenmaligen Saisonsieger ist es dennoch. Nun doch: McLaren-Kehrtwende beim Thema Stallorder Im Klassement liegt Piastri nur noch auf Platz drei. Er hatte die WM-Wertung monatelang angeführt und lange wie der künftige Weltmeister ausgesehen. Seit seinem Sieg in Zandvoort Ende August gelang ihm kein Grand-Prix-Erfolg mehr. Zuletzt in Katar feierte er immerhin einen Sieg beim Sprintrennen. Piastri hat aber mittlerweile 16 Punkte weniger als Norris, Verstappen liegt zwischen den beiden und hat einen Rückstand von zwölf Zählern auf Platz eins. Angesichts der eigentlich sehr guten, aber auch heiklen Ausgangslage will McLaren nun auch von seinem Kurs abweichen und im notwendigen Fall eine Teamorder aussprechen. Das bestätigte Geschäftsführer Zak Brown dem Sender Sky Sports UK: "Ja, natürlich. Wir sind realistisch. Wir wollen diese Fahrer-Weltmeisterschaft gewinnen." Beide Fahrer würden erstmal mit der Chance auf den Titel antreten, betonte Brown. Aber man wisse nicht, wie das Qualifying verlaufen werde und es um die Zuverlässigkeit stehe. "Aber wenn wir ins Rennen gehen und es ziemlich klar wird, dass einer eine Chance hat und der andere nicht, werden wir alles tun, um die Fahrerwertung zu gewinnen. Es wäre verrückt, das nicht zu tun", sagte Brown nun.Angst vor dem Verstappen-Coup Die Angst, dass Verstappen es doch noch schaffen und seinen fünften Titel in Serie holen könnte, ist offensichtlich so groß, dass McLaren nun die Kehrtwende macht. Immer wieder hatten die Team-Bosse in dieser Saison betont, dass beide Fahrer die gleichen Rechte hätten und keiner bevorzugt werden solle. Vor wenigen Wochen hatte Brown auch noch mit Blick auf das Finale 2007, als die beiden damaligen McLaren-Piloten Lewis Hamilton und Fernando Alonso den Titel Kimi Räikkönen im Ferrari hatten überlassen müssen: "Sollte das Gleiche passieren wie 2007, dann habe ich lieber diesen Ausgang als all die anderen Möglichkeiten, weil wir einen von beiden Fahrern favorisieren würden."

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Formel 1: Tops und Flops der Saison: "Hulks" Podest und Hamiltons K.o.

Ein womöglich entthronter Titelverteidiger unter den Tops? Ja, dafür gibt es gute Gründe. Für seinen beiden WM-Rivalen steht und fällt die Saison am Sonntag. Einige Flops stehen aber schon fest.266 Tage nach dem Saisonauftakt ist Schluss mit der Formel-1-Saison 2025. Der Titelträger steht noch nicht fest, Überraschungen und Enttäuschungen gab es aber auch bis zum Großen Preis von Abu Dhabi mehr als reichlich. Vom einzigen Deutschen, der nach weit über 200 Versuchen endlich aufs Podest kam, bis zum Rekordweltmeister, der sich sogar schon als "nutzlos" bezeichnete. Nur eines ist noch offen: Wie wird am Ende die Saison für WM-Spitzenreiter Lando Norris (26): Mit dem Vorsprung, den er mal hatte, wäre ein verpasster Titel ein Flop. Das muss sich aber auch sein Landsmann und McLaren-Teamkollege Oscar Piastri denken, der die ersten Monate der Saison so dominiert hatte. Zusammen saßen sie von Beginn an im besten Auto, fuhren erneut den Konstrukteurs-Titel ein - aber die Krönung on top fehlt eben noch.Die Tops der Formel-1-Saison 2025:Der Titelverteidiger Egal, wie es am Sonntag ausgeht: Selbst wenn Max Verstappens Titelära nach vier Jahren enden sollte - der Niederländer bewies auch in diesem Jahr seine Ausnahmestellung. Der Wagen war monatelang nicht siegfähig, das Team wurde vom Wechsel an der Rennstallspitze erschüttert, einen Teamkollegen hatte er nur auf dem Papier. Nach seinem Heimrennen Ende August lag er 104 Punkte hinter Platz eins und hakte die WM ab.Er rast dann aber in Brasilien aus der Boxengasse aufs Podest, gab sich jüngst den Spitznamen "Chucky" nach der Puppe aus der Horrorserie und verbreitet weiter Angst und Schrecken bei der Konkurrenz. Zwölf Punkte hat er Rückstand auf WM-Spitzenreiter Norris, vier Punkte liegt er vor Piastri. Der Deutsche Der 6. Juli 2025 bleibt ein besonderer Tag im Rennfahrerleben von Nico Hülkenberg. Angetreten mit vielen Fragezeichen in diesem Jahr, der Übergangssaison von Sauber zum Audi-Werksteam, gelingt dem gebürtigen Rheinländer, was ihm in den 238 Rennen davor nicht gelungen war. Hülkenberg kommt aufs Podest. Dritter in Silverstone, noch im Wagen fließen die Tränen. Und auch sonst fährt der 38-Jährige eine überwiegend starke Saison, schafft es achtmal in die Top Ten. Fürs Finale hat er sich nun auch noch eine besondere Helmlackierung machen lassen: Groß darauf eine 250 - nach Hülkenbergs Rechnung wird es sein 250. Rennen in der Formel 1. Noch ein Tag für das persönliche Erinnerungsbuch. Die RookiesKimi Antonelli, Oliver Bearman, Isack Hadjar und auch Gabriel Bortoleto - vier Fahrer, die ihrer erste Formel-1-Saison bestreiten. Und wie! Beispiel: Antonelli, 18 Jahre jung, nicht fehlerfrei, aber schon beeindruckend. Einmal Zweiter, Zweimal Dritter, im Klassement nur zwei Zähler hinter Lewis Hamilton, dessen Platz er bei Mercedes nach dem Wechsel des Rekordweltmeisters zu Ferrari einnahm. Oder Hadjar: Welch ein Trauerspiel in Melbourne beim Auftakt. Er muss getröstet werden von Hamiltons Vater nach dem Crash-Aus auf der Runde zum Start. Das ist wie eingewechselt werden nach der Halbzeit im Fußball und nach 60 Minuten wieder runterzumüssen. Hadjar, 21 Jahre alter Franzose, ließ sich davon nicht zerbrechen. Der Lohn: Beförderung von den Racing Bulls zu Red Bull im kommenden Jahr als Teamkollege von Verstappen. Es wird seine Reifeprüfung. Der OldieFernando Alonso ist längst eine Institution in der Formel 1. Erste Saison 2001. Alter mittlerweile 44 Jahre, angestellt bei Aston Martin. Der Wagen ist eher mäßig. Aber Alonso setzt immer wieder Glanzpunkte. Sein Teamkollege, Mitbesitzer-Sohn Lance Stroll, kommt nicht über eine Statistenrolle hinaus.Die Flops der Formel-1-Saison 2025:Der RekordweltmeisterEs sollte eine so schöne Liebesgeschichte werden mit einem Happy End ganz in Rot. Tragisch ist für das, was sich zwischen Hamilton und Ferrari aber abspielt, noch eine Untertreibung. Er ist viel zu langsam, er macht Fehler, er zweifelt an sich, er stellt sich infrage und ist nur ein Schatten des charismatischen Champions, der 2007 in seinem ersten Jahr auch wegen eines vergifteten Stallduells den Titel verpasste, 2008 erstmals die WM gewann und danach im Mercedes eine Ära prägte. Die letzte Hoffnung: 2026 wird alles besser. "Wenn ich eine Saison wie diese überstehen kann, dann gibt es nichts, was ich in Zukunft nicht bewältigen könnte", sagte der 40 Jahre alte Hamilton in Abu Dhabi. Die TraditionsmarkeEs ist nicht nur Hamilton selbst. Auch Ferrari zählt zu den großen Verlierern dieses Jahres. Dass sich zwischendurch auch Firmenboss John Elkann einschaltete und die Fahrer ermahnte, doch mal weniger zu reden, zeigte, wie angespannt die Lage ist. In der Konstrukteurswertung liegt die einzige Marke, die seit WM-Beginn dabei ist, auf Platz vier hinter McLaren, hinter Mercedes und hinter Red Bull. Der TitelmacherEr machte Red Bull zum Erfolgsrennstall: Christian Horner. Vier Titel holte Sebastian Vettel in der Zeit des Briten als Teamchef. Vier Titel holte Verstappen. Seit dem Einstieg des österreichischen Unternehmens in die Formel 1 2005 war Horner der Teamchef, mit dem Laufe der Zeit erweiterte er seine Machtfülle, wurde auch Geschäftsführer.In diesem Jahr dann das Aus: Vorwürfe einer Mitarbeiterin über unangemessenes Verhalten weit vorher hatte er von sich gewiesen und sie waren durch eine unabhängige Untersuchung auch nicht bestätigt worden. Horner war aber längst nicht mehr unantastbar. Dann kam die sportliche Krise des ersten Halbjahres und er musste vorzeitig gehen. Persönlich eine schwere Niederlage für den 52 Jahre alten Briten, verkraftbar allerdings angesichts einer Abfindung im hohen zweistelliger Millionenbereich. Der KlassikerEs ist und bleibt ein Klassiker, den jeder Formel-1-Fahrer mal gewinnen will. Monaco ist Kult - aber Rennen in Monaco sind alles, nur nicht kurzweilig. Diesmal sollten zwei Pflichtboxenstopps die PS-Prozession in Schwung bringen. Klappte auch nicht. "Sie wollten eine Show und bekamen, dass die Fahrer absichtlich ihr Tempo drosselten, um eine Lücke für ihre Teamkollegen zu schaffen", kommentierte nach dem Rennen Spaniens Sportblatt "Marca".

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Fußball-WM: Amerika-Fan Nagelsmann: Sport "tief verankert"

Julian Nagelsmann fiebert der WM-Auslosung entgegen – und trifft auf US-Sportlegenden wie Tom Brady und Shaquille O’Neal. Was den Bundestrainer an Amerikas Sportkultur so fasziniert.Kurz vor der WM-Auslosung hat Julian Nagelsmann sein großes Faible für die Sport-Kultur in Amerika geäußert. "Mich verbindet mit den Gastgeberländern vor allem die große Begeisterung für den Sport und für seine Athleten. Sport ist dort tief in der Gesellschaft verankert und wird intensiv gefördert", sagte der Bundestrainer vor der Loszeremonie für die Fußball-WM 2026 am heutigen Freitag (18.00  Uhr/MEZ) in Washington der Deutschen Presse-Agentur. "Die großen US-Profiligen im Fußball, American Football, Eishockey und Basketball verfolge ich gerne, so gut es geht", erzählte Nagelsmann. Große Idole der vier wichtigste Sportarten in den USA, Football, Eishockey, Basketball und Baseball, kann Nagelsmann im John F. Kennedy Center for the Performing Arts persönlich kennenlernen. Star-Quartett als GlücksbringerStar-Quarterback Tom Brady, Eishockey-Legende Wayne Gretzky, Basketball-Held Shaquille O’Neal und der noch aktive Baseball-Star Aaron Judge werden die Lose ziehen und sind damit auch für Nagelsmanns WM-Weg zuständig. Berührungspunkte mit dem US-Sport hatte der 38-Jährige auch schon als Bundestrainer. Bei seinem Debüt als DFB-Chefcoach im Oktober 2023 mit Testspielen gegen die USA (3:1) und Mexiko (2:2) schaute der ehemalige deutsche NFL-Profi Markus Kuhn beim DFB-Training in Foxborough vorbei und überreichte Nagelsmann und DFB-Sportdirektor Rudi Völler Trikots der New England Patriots. Basketballer als VorbildBasketball als wichtige US-Sportart spielt für Nagelsmann eine besondere Rolle. Das deutsche Nationalteam erkor er nach dessen WM-Sieg 2023 mit einer klaren Rollenaufteilung aller Spieler zum Vorbild für die Heim-EM 2024. Der damalige Basketball-Bundestrainer Gordon Herbert war im DFB-Quartier zu Gast, um über seine Philosophie zu berichten.

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Major League Soccer: Müller gegen Messi - "Das Wichtigste in meinem Leben"

Vor dem Endspiel um den MLS Cup gegen Lionel Messi ist Thomas Müller prächtig gelaunt. Auf das Duell am Wochenende blickt er voller Vorfreude - und gewohnt verschmitzt.Ein Finale bringt Thomas Müller längst nicht mehr aus der Ruhe. Für einen Scherz ist der 36 Jahre alte Weltmeister von 2014 auch dann zu haben, wenn es 11 Jahre nach dem WM-Finale erneut in einem Endspiel gegen Lionel Messi geht. Wo der MLS Cup stehe auf seiner Rangliste, wurde Müller also gefragt vor dem Duell seiner Vancouver Whitecaps mit Inter Miami um die Meisterschaft in der Major League Soccer am Samstag (20.30 Uhr/Apple TV). "Aktuell ist es Platz eins. Momentan ist das Finale das Wichtigste in meinem Leben", antwortete er. Um dann zu ergänzen: "Das ist ein guter Spruch, hm?"Müller vs. Messi, Messi vs. MüllerMüller vs. Messi, Messi vs. Müller - die US-Medien und die MLS selbst vermarkten das Endspiel nahezu ausschließlich über die beiden größten Namen. Der Rekord-Spieler des FC Bayern München gegen das langjährige Idol des FC Barcelona, der eine Weltmeister 2014 - mit einem Sieg über Argentinien - der andere amtierender Weltmeister mit eben jener Albiceleste. "Natürlich schauen die Medien viel auf Messi und Müller, aber es geht um zwei Teams mit sehr attraktivem Spielstil. Es ist ein perfektes Finale. Ich bin sehr dankbar, dass ich Teil davon sein kann", sagte der ehemalige Bayern-Profi, der zuletzt mit "Wehwehchen" zu kämpfen hatte und in Miami wohl auf die Zähne beißen wird. Seit dem Wechsel gab es für Müller "viele emotionale Momente"Seit er im Sommer nach der Club-WM das Abenteuer Kanada begann und nach Vancouver wechselte, hat sich Müller rasend schnell in der Stadt am Pazifik eingerichtet und emotionale Verbindungen aufgebaut. "Das waren viele emotionale Momente und mehr Nervenkitzel, als ich vor meinem Transfer gedacht habe", sagte er zuletzt. Elf Spiele hat er in der Hauptrunde und den Playoffs für Vancouver bestritten, die Bilanz von acht Toren und drei Vorlagen kann sich sehen lassen. An Messis Ausbeute von 35 Toren in 33 Spielen, dazu 21 Vorlagen, kommt Müller zwar nicht im Ansatz heran - doch in Vancouver sind sie froh, dass sie den Bayern im Kader haben. "Es hilft ja nichts, wenn du den einen Superstar hast, der aber einen ganz anderen Ansatz zum Spiel hat. Deswegen sage ich: Für uns ist Thomas Müller der beste Spieler der Welt. Er hat außergewöhnliche Qualitäten und ist zudem ein echter Teamplayer", sagte der deutsche Whitecaps-Manager Axel Schuster. "Müller ist mir für Vancouver lieber als Messi."Müller und Messi sind nicht die einzigen Weltmeister auf dem PlatzDabei ist das Finale tatsächlich mehr als das Duell zweier Superstars. Messi hat in Miami Gesellschaft von zwei weiteren Weltmeistern, Rodrigo De Paul und Sergio Busquets, seinem langjährigen Weggefährten aus Barcelona. Trainiert wird Inter von Javier Mascherano, der 2014 in Rio de Janeiro als Gegenspieler Müllers auf dem Platz stand. Für Busquets, Jordi Alba und womöglich auch Luis Suárez, die Messi alle nach Miami gefolgt sind, ist es zudem das letzte Spiel vor dem Karriereende. Miami spielt zudem letztmals im Chase Stadium in Fort Lauderdale. Kommende Saison beginnt das Zeitalter einer neuen - allerdings noch nicht fertiggestellten - Arena in der Nähe des Flughafens von Miami.Dass Miami und nicht Vancouver Gastgeber sein darf, liegt an der besseren Hauptrunde - und ist statistisch gesehen ein großer Vorteil. Elf der vergangenen 14 MLS-Titel gingen an das gastgebende Team, im vergangenen Jahr war das Los Angeles Galaxy mit Marco Reus. Als Müller darauf angesprochen wurde, dass das Auswärtsteam traditionell schlechtere Chancen habe, wollte er es genau wissen. "Wie ist unsere Chance? 10 Prozent? 20? Weniger?", fragte Müller, um anschließend beruhigt anzufügen: "Okay, aber es gibt noch Chancen. Ich bin froh, das zu hören." Aus der Ruhe bringt ihn so schnell nichts.

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Handball-WM der Frauen: Medaillen-Traum wird realer: "Wenn nicht jetzt, wann dann?"

Das DHB-Team steht vor dem größten Heimspiel für den deutschen Frauenhandball seit der Heim-WM 1997. Ballkönigin Filter schult um. Selbst die Kölner Band Höhner schwärmt.Das verhängte Partyverbot für Deutschlands Handballerinnen verstärkte nach der eindrucksvollen WM-Gala das Gefühl, dass die Messlatte inzwischen höher liegt. Ein Platz unter den besten Acht reicht der DHB-Auswahl nicht mehr. Der Traum von der ersten Medaille seit 2007 soll endlich Wirklichkeit werden."Viertelfinale erreicht, aber mehr auch nicht. Bisher haben wir nichts. Party müssen wir nicht machen. Wir können zufrieden sein und morgen wieder arbeiten", stellte Bundestrainer Markus Gaugisch nach dem nahezu perfekten 36:18 gegen Montenegro klar und appellierte an seine Schützlinge, "nicht zu spinnen". "So langsam wird es ernst"Die Chance auf eine Medaille war lange nicht mehr so groß. Heimvorteil, eine vergleichsweise einfache Auslosung und die DHB-Frauen im WM-Flow - vieles spricht für ein neues Wintermärchen. "So langsam wird es ernst. Unsere Auftritte zeigen, was dieses Jahr möglich ist - egal wer da kommt", sagte eine erneut herausragende Torhüterin Katharina Filter. Genau wie ihre Teamkolleginnen blickt die 26-Jährige schon auf das Viertelfinale am Dienstag (17.15 Uhr/ZDF) in Dortmund. Durch den Gruppensieg geht man Olympiasieger und Topfavorit Norwegen wahrscheinlich aus dem Weg. Stattdessen könnte es gegen den vergleichsweise einfacheren Gegner aus Brasilien gehen. "Dieses Viertelfinale in der Dortmunder Westfalenhalle wird das größte Heimspiel für den deutschen Frauenhandball seit der Heim-WM 1997 sein", sagte DHB-Vorstandsboss Mark Schober. Torhüterin Filter: Sie pariert, trifft und steuertAbgeschenkt wird das letzte Hauptrundenspiel am Samstag (18.00 Uhr/Sporteurope.TV) gegen Spanien aber trotzdem nicht. "Niemand ist am Anschlag, wir können weiter im Rhythmus bleiben. Wir werden es nicht herschenken, weil Siege sind am besten für den Aufbau von Routinen", stellte Gaugisch klar. Die Deckung steht so gut wie seit Jahren nicht. Das Training an den Tempogegenstößen zahlt sich ebenfalls aus. Und im Tor steht die überragende Filter, die nicht nur mit elf Paraden überzeugte, sondern mit drei erzielten Treffern gegen Montenegro aus der eigenen Hälfte ins leere Tor zur Spielerin des Spiels wurde. "Normalerweise habe ich nicht so eine gute Quote", wunderte sich die Keeperin selbst.Filter träumt: "Alle sagen, jetzt wäre es möglich" Klar ist: Im Viertelfinale braucht die deutsche Riege ihre Torfrau in Bestform. In einem möglichen Halbfinale und Finale in Rotterdam sowieso. "Sie bringt sich ein. Sie sagt, was sie will. Sie steuert die Deckung. Sie hat einen ganz, ganz großen Schritt gemacht", lobte Gaugisch Filters Entwicklung. Der Druck wird größer, die Erwartungshaltung wächst. Und im Viertelfinale am Dienstag feiern die DHB-Frauen dann auch ihren ersten Auftritt im Free-TV. Bislang waren die Spiele nur beim kostenpflichtigen Streaming-Dienst Sporteurope.TV zu sehen. "Alle sagen, jetzt wäre es möglich. Jetzt wäre es an der Zeit. Wir werden stärker. Wir kommen immer näher ran. Einfach genauso weitermachen", forderte Filter. Die Höhner glauben an die WM-MedailleDie 26-Jährige war gerade in der Grundschule, als die DHB-Frauen 2007 zum bislang letzten Mal eine WM-Medaille holten. Der Party-Hit der Kölner Band Höhner wurde damals - auch aufgrund des WM-Titels der Männer - zur Handball-Hymne. 18 Jahre später greift der Hallen-DJ zwar lieber zu Klassikern wie "Take Me Home, Country Roads" oder "Sweet Caroline". Doch die Botschaft der Höhner ist bei der laufenden Heim-WM aktueller denn je: "Wenn nicht jetzt, wann dann. Wir drücken euch ganz fest die Daumen und sind ganz sicher, dass ihr aufs Treppchen steigen werdet", schickte Frontmann Patrick Lück über die Deutsche Presse-Agentur als Großbotschaft an den DHB.

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Fußball: Knall im Frauenfußball: Clubs gründen Liga-Verband ohne DFB

Kurz nach der EM-Vergabe 2029 brechen die Proficlubs öffentlich mit dem DFB. Es geht um den geplanten Liga-Verband der Frauen. Die Bosse aus München und Frankfurt werden deutlich. Der DFB reagiert.Knapp 22 Stunden nach der umjubelten EM-Vergabe für 2029 folgte im deutschen Frauenfußball der große Knall: Die 14 Vereine der Bundesliga haben öffentlich mit dem Deutschen Fußball-Bund gebrochen und wollen den Liga-Verband nun auf eigene Faust statt, wie bisher geplant, gemeinsam mit dem DFB gründen.Die Gründungsveranstaltung behält zwar mit dem 10. Dezember ihr Ursprungsdatum, soll nach Angaben der Clubs aber nicht mehr auf dem DFB-Campus in Frankfurt stattfinden - sondern 1,5 Kilometer weiter in einer Loge der EM-Fußballarena mit der Eintracht als Gastgeber.DFB gibt keine Stellungnahme abMit ungewöhnlich harschen Worten kritisierten die Club-Bosse Jan-Christian Dreesen vom FC Bayern und Axel Hellmann von Eintracht Frankfurt den DFB, der von dem gemeinsamen Statement der 14 Clubs offenbar kalt erwischt wurde. Der DFB schrieb in einer Stellungnahme, "die Äußerungen aus der Frauen-Bundesliga mit Verwunderung zur Kenntnis genommen" zu haben."Die Gründung des Ligaverbandes von den 14 Clubs ist eine Voraussetzung für das geplante Joint Venture. Eine Beteiligung des DFB am Ligaverband war nie geplant", schrieb der DFB weiter.DFB-Generalsekretär Holger Blask sagte: "Unterschriftsreife Verträge haben bislang nicht vorgelegen. Die Verhandlungsführer der Clubs hatten dem DFB weitreichende Ergänzungen und Änderungswünsche übermittelt, auf die der DFB verhandlungsüblich reagiert hat." Der DFB werde in den kommenden Wochen die Gespräche konstruktiv und sachlich mit den Vereinen fortführen.Präsident Bernd Neuendorf hatte stets betont, wie sehr ihm der Fortschritt des Frauenfußballs und die finanzielle Unterstützung am Herzen liegen. Die 100 Millionen Euro für eine eigene Gesellschaft mit den Frauenfußball-Clubs waren ein großes Thema von Neuendorfs Wahlkampf vor dem DFB-Bundestag im November.Hellmann sagte hingegen, man sei enttäuscht, dass sich bereits getroffene Verabredungen "aus unserer Sicht nicht in den Vertragsmaterialien wiederfinden. Aus diesem Grund erfolgt der Gründungsakt nun ohne Mitwirkung des DFB." Die deutschen Top-Teams stehen demnach vor einem folgenreichen Bruch mit dem Dachverband. Zunächst hatte die "Bild" von der überraschenden Wendung berichtet.Vereine senden klares SignalDas gemeinsame Signal, das von den Clubs ausgeht, ist ein eindeutiges: Der DFB muss sich bewegen, sonst werden die Vereine das Projekt ohne den Verband und die von ihm versprochenen 100 Millionen Euro für insgesamt acht Jahre durchziehen. Generalsekretär Blask sagte: "Der DFB steht unverändert zu den getroffenen Zusagen und Investitionen im Zuge des geplanten Joint Ventures."Die Summe sollte nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur größtenteils in die Vermarktung, Nachwuchsarbeit und das Schiedsrichterinnenwesen fließen. Doch auch die Vereine sollen massiv investieren. Denkbar ist zudem, dass sich die Clubs in der neuen Situation einen Investor dazuholen.Bayern-Boss Dreesen hob die starke Gemeinschaft der Vereine hervor. "Die 14 Clubs haben in einem Klima großen Vertrauens zusammengearbeitet. Uns eint der Wille, die Frauen-Bundesliga auf ein neues, tragfähiges Fundament zu stellen", sagte der Funktionär des Branchenführers. Dass der DFB bereits vereinbarte Eckpunkte nochmal hinterfragt habe, sei für Dreesen "umso überraschender" gewesen.Um keine weitere Zeit zu verlieren, soll die bereits in der kommenden Woche geplante Gründung ohne den DFB stattfinden. Dieser Beschluss ist einstimmig gefallen. Die Clubs veröffentlichten am Donnerstag gemeinsam eine vorbereitete Meldung und verschickten dazu individuelle Statements der Vereinsvertreter.Hintertür bleibt offen"Ob der angestoßene Prozess, an dem zuletzt auch der Deutsche Fußball-Bund mitgewirkt hat, auch zukünftig gemeinsam mit diesem fortgesetzt wird, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch offen. Die Gründung des Verbands erfolgt – anders als ursprünglich vorgesehen und von den Klubs angestrebt – zunächst ohne Beteiligung des DFB", hieß es von den 14 Vereinen.Der Prozess der vergangenen Monate werde "in der "Geschäftsplan Frauen-Bundesliga Projekt GbR" in der Gründung des Frauen-Bundesliga FBL e.V. münden", hieß es. Dort sollen sich die Vereine gemeinschaftlich mit dem Ziel organisieren, "eine moderne, professionelle und nachhaltige Entwicklung der Frauen-Bundesliga zu gewährleisten und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des professionellen Frauenfußballs zu stärken".

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