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Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und den Finanzmärkten
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Aktuelle Nachrichten

Europameister im Zehnkampf: Leo Neugebauer könnte „Held für die Ewigkeit“ werden – ein Schritt fehlt noch

Bei der Leichtathletik-EM geht Leo Neugebauer für den Erfolg an seine Grenzen. Über den Topathleten, der aus dem Nichts kam – und manchmal vom Leben nach dem Sport träumt.Halb bewusstlos taumelte Leo Neugebauer ins Ziel, sein Körper am Ende, der Wille noch da. Er war bei der Leichtathletik-EM in Birmingham eigentlich schon ausgeschieden. Nach zwei chaotischen und kräftezehrenden Tagen aber setzte er sich am Ende knapp gegen seinen Teamkollegen Niklas Kaul durch und kürte sich zum Europameister im Zehnkampf. Es ist der erste deutsche Doppelsieg seit knapp 60 Jahren.Die Beine hätten ihn auf den letzten 50 Metern verlassen, sagte Neugebauer nach dem Rennen am Donnerstag. Mit seinem Sieg wurde gerechnet, er fiel jedoch knapper aus als erwartet. Für den 26-Jährigen war der Wettkampf im ungewohnt heißen England eine Zerreißprobe.Vor allem die achte Disziplin, der Stabhochsprung, nagte an Körper und Nerven. Neugebauer schaffte bei Temperaturen von über 30 Grad die 4,80 Meter, doch der Versuch zählte nicht. Grund war eine absurde Panne: Die Kampfrichter hatten die Latte nicht auf die neue Höhe eingestellt, sodass sie noch bei 4,70 Meter lag.Neugebauer musste noch einmal ran und scheiterte dreimal. Als wäre der Vorgang nicht schon kurios genug, gab es eine weitere Wendung: Weil der Abstand der Ständer bei den Wiederholungsversuchen nicht richtig eingestellt war, bekam Neugebauer einen vierten Versuch. Er nutzte seine Chance und übersprang anschließend sogar 4,90 Meter.„So etwas habe ich noch nie erlebt“, sagte er danach ungläubig. Bei einem Versuch fiel er auch noch in den Kasten und trug eine leichte Verletzung an der Wade davon. Hinzu kamen ein Stolperer bei den 100 Metern und die Sonnenfinsternis beim Diskuswerfen. Das alles brachte ihn nicht aus der Bahn. Diese unbändige Willenskraft hat Neugebauer sich in den vergangenen Jahren hart erarbeitet.Erfolgsgeschichte nimmt in den USA Fahrt aufAls Sohn einer Deutschen und eines Kameruners wurde Leo Neugebauer am 19. Juni 2000 in Görlitz geboren. Er war erst wenige Wochen alt, da zog die Familie in einen Vorort von Stuttgart, direkt am Flughafen gelegen. Deswegen wollte Neugebauer früher Fluglotse werden. Heute hebt er stattdessen beim Hochsprung ab.Mit Leichtathletik fing er im Alter von sechs Jahren an, zuvor hatte er mit Fußball begonnen und von einer Profikarriere geträumt. Obwohl er damit mehr Geld verdient hätte, bereut Neugebauer den Wechsel nicht: „Ich freue mich, dass ich davon leben kann, damit hätte ich eh nicht gerechnet.“Zu verdanken hat er das auch einem Umzug in die USA. An der University of Texas in Austin erhielt er ein Sportstipendium. Nach dem Abschluss seines Wirtschaftsstudiums im Jahr 2024 ist Neugebauer einfach in den Vereinigten Staaten geblieben.„Leo kam aus dem Nichts“Dort begann auch die gemeinsame Erfolgsgeschichte mit Trainer Jim Garnham. „Leo kam aus dem Nichts“, erinnert der Coach sich. Im Jahr 2019 – Graham trainierte zu diesem Zeitpunkt noch in Indiana – begleitete er einen seiner Athleten zu einem Wettkampf und entdeckte dort Neugebauer. Der war damals erst 19 Jahre alt, aber schon über zwei Meter groß und über 100 Kilogramm schwer.Garnham versuchte, den jungen Athleten an seine Universität zu holen, der reagierte allerdings nicht auf seine Anrufe. Der Coach wechselte keine zwei Jahre später nach Austin und wurde sein Haupttrainer – heute bezeichnet Neugebauer ihn als Freund.Aus Niederlagen gelerntEinen weiteren Wendepunkt in Neugebauers Karriere gab es offenbar nach der Trennung von seiner Freundin im Februar 2023. Er entschied sich anschließend, sein Leben noch mehr auf den Sport auszurichten – und „locked in“ zu gehen, wie er es beschreibt. Kein langes Feiern mehr, besserer Schlaf, konzentrierteres Training. „Ich hatte Glück, diesen Körper bekommen zu haben. Aber es ist meine Verantwortung, das Beste aus ihm rauszuholen“, so Neugebauer.Einen Monat später schaffte er die Olympianorm und qualifizierte sich für die Spiele 2024 in Paris. Er gewann die Collegemeisterschaften im Zehnkampf und stellte den deutschen Rekord ein. Dann folgte der Rückschlag bei der WM in Budapest 2023.Neugebauer lag nach fünf Disziplinen am ersten Wettkampftag auf Platz eins. Er erhielt viele Nachrichten und Glückwünsche, seine Followerzahlen auf Instagram stiegen. Heute hat er über 600.000 Follower. „Das hat sehr viel Druck aufgebaut“, sagt er rückblickend. Der zweite Tag ging in die Hose – Neugebauer patzte in zwei Disziplinen und rutschte auf Rang fünf ab. Seither schaut er inmitten von Wettkämpfen nicht mehr aufs Handy.„Er lernt sehr gut aus seinen Fehlern, und er weiß, wie er sie beheben kann“, sagt sein Trainer. Neugebauer selbst gewinnt der Niederlage etwas Positives ab. „Wenn man davon lernt, ist kein Wettkampf unnötig“, sagt er heute. „Das einzige Mal, dass du nichts lernst, ist, wenn du gewinnst.“Diese Herangehensweise trägt für ihn Früchte. Bei den Olympischen Spielen in Paris 2024 gewann er Silber. 2025 wurde er in Tokio Weltmeister – und in diesem Jahr Europameister in Birmingham. Neugebauer ist einer der besten Athleten der Welt, Deutschland wählte ihn im vergangenen Jahr zum Sportler des Jahres. Jetzt will er den letzten Schritt machen, um sich international zu verewigen.Olympiasieg ist das letzte Puzzleteil„Das war unfassbar“, sagte Zehnkampf-Legende Jürgen Hingsen nach dem EM-Finale dem Sport-Informations-Dienst (SID). Neugebauer könne ein Held „für die Ewigkeit“ werden. Jetzt fehle nur noch der Olympiasieg. Neugebauer hat zwei Jahre Zeit, um sich darauf vorzubereiten. Die Olympischen Sommerspiele finden 2028 in Los Angeles statt.Neben dem großen Ziel Olympiasieger gibt es da auch noch eine Zahl, die er gern knacken würde: 9126 Punkte. Das ist der Weltrekord im Zehnkampf, aufgestellt vom Franzosen Kevin Mayer im September 2018. Neugebauer hält mit 8961 den deutschen Rekord.Sich selbst und den Weltrekord zu übertreffen, wird ihm und seinem Körper wohl wieder alles abverlangen. Dass er dafür bereit ist, hat er in Birmingham gezeigt.Der Traum von einem anderen LebenManchmal träume er aber auch von einem anderen Leben, verrät Neugebauer der „Zeit“. Er spiele mit dem Gedanken, zertifizierter Sommelier zu werden. Er liebe Wein und wolle die verschiedenen Begriffe dafür und die Wissenschaft dahinter lernen.Und dann gibt es da noch den Traum, eines Tages Abstand von allem zu nehmen. Irgendwo an einem Strand in Brasilien würde Neugebauer dann morgens „pumpen gehen, danach in einer Strandbar arbeiten, Kaffee ausschenken, mit den Gästen quatschen. Und am Abend surfen.“Quellen: „Zeit“, „Spiegel“, Eurosport, SID

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FIFA-Krise: Kein Vertrauen: Neuseeland stellt sich gegen Infantino

Im Machtkampf um Gianni Infantino äußert sich nun auch der letzte Kontinentalverband. Es deutet sich eine Spaltung an.Der neuseeländische Fußballverband hat Gianni Infantino die Unterstützung entzogen und sich der Opposition gegen den in der Kritik stehenden FIFA-Präsidenten angeschlossen. Nach dem gescheiterten Investorenplan des Weltverbandschefs sei „eine unabhängige Untersuchung notwendig, um das Vertrauen wiederherzustellen“, teilte der Verband mit. Die Kandidatur Infantinos bei der Wahl für eine weitere Amtszeit beim FIFA-Kongress im März 2027 im marokkanischen Rabat werde nicht mehr unterstützt.Damit stellt sich der Verband Neuseelands gegen die Spitze des ozeanischen Kontinentalverbands OFC. Dieser teilte nach einer Sitzung seines Exekutivkomitees mit, dass begrüßt werde, dass die FIFA den Plan für den Verkauf von Rechten an den Turnieren des Weltverbandes an private Investoren gestoppt habe.11 Stimmen aus Ozeanien bei FIFA-WahlDer OFC erkenne den Fortschritt an, den die Fußballentwicklung im vergangenen Jahrzehnt unter der aktuellen Führung der FIFA gemacht habe und ermutige den Weltverband, notwendige Änderungen zu treffen. Infantino führt die FIFA seit gut zehn Jahren an.Aus Ozeanien kommen 11 der insgesamt 211 stimmberechtigten FIFA-Mitgliedsverbände, jene dürften mehrheitlich dem Lager Infantinos angehören. Der Verband Neukaledoniens äußerte, dass er „öffentlich und unmissverständlich“ den amtierenden FIFA-Präsidenten unterstütze, „dessen Handeln und Vision die Entwicklung des Weltfußballs und die Fairness zwischen allen Nationen aktiv fördern.“Wo steht der Rest der Welt?Erst zu Wochenbeginn hatten die Dachverbände von Europa (UEFA), Asien (AFC), Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik (Concacaf) in einem offenen Brief ihre Forderung nach einem Neuanfang an der Spitze des Weltverbandes erneuert. Aus den Reihen von AFC und Concacaf gibt es jedoch einzelne Abweichler, die Infantino weiter unterstützen. Die Kontinentalverbände von Afrika (Caf) und Südamerika (Conmebol) stützen derzeit ebenfalls den Amtsinhaber.

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Duell mit Kroatien: Tennisstar Zverev führt deutsches Davis-Cup-Team an

Alexander Zverev präsentiert sich erstmals seit mehr als drei Jahren wieder im Davis Cup vor heimischem Publikum. Mit dem Grand-Slam-Champion soll der nächste Schritt zum erhofften Titel gelingen.Der deutsche Tennisstar Alexander Zverev kehrt etwas überraschend für die zweite Qualifikationsrunde ins deutsche Davis-Cup-Team zurück. Der French-Open-Sieger gehört zum Aufgebot, das Teamchef Michael Kohlmann für die Partie am 19. und 20. September im westfälischen Halle gegen Kroatien nominierte. Mit einem Sieg kann sich die Auswahl für die Endrunde der Top Acht im italienischen Bologna qualifizieren. „Nach den herausragenden Erfolgen, die Alexander in diesem Jahr gefeiert hat, freut es mich besonders, dass er wieder Teil unserer Davis Cup-Mannschaft ist“, sagte Kohlmann laut Mitteilung des Deutschen Tennis Bunds.Mit Zverevs Nominierung war nicht unbedingt zu rechnen, da die Partie im Anschluss an die US Open stattfindet. Der Wimbledon-Finalist geht beim Grand-Slam-Turnier in New York als einer der Topfavoriten an den Start, das Männer-Finale steigt am 13. September. Es gehe gegen Kroatien darum, „gegen einen starken Gegner zu bestehen“, sagte Zverev.Erster Davis-Cup-Heim-Auftritt für Zverev seit Niederlage 2023In der ersten diesjährigen Davis-Cup-Runde hatte das deutsche Team das Fehlen des Weltranglisten-Dritten gegen Außenseiter Peru verkraften können. Der beste deutsche Tennisspieler zählte zuvor bei der Endrunde 2025 zum Team. Auch mit Zverev reichte es nicht für den erhofften Titelgewinn, Deutschland schied im Halbfinale gegen Spanien aus. Die Qualifikationsrunde gegen Kroatien wird für Zverev jetzt der erste Davis-Cup-Auftritt vor heimischem Publikum seit mehr als drei Jahren. 2023 verlor die deutsche Mannschaft mit ihm in Trier gegen die Schweiz. Wimbledon-Viertelfinalist Struff fehlt im Aufgebot Zum Aufgebot zählen zudem Yannick Hanfmann sowie das Doppel Kevin Krawietz und Tim Pütz. Ein Platz im Team ließ Kohlmann wie gewohnt vorerst offen. Davis-Cup-Routinier und Wimbledon-Viertelfinalist Jan-Lennard Struff ist bisher nicht nominiert.

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Leichtathletik: Neugebauers Qualen, Kauls Spaß - Duell für die Zukunft?

Leo Neugebauer und Niklas Kaul liefern sich bei der EM ein packendes Zehnkampf-Duell. Europameister Neugebauer durchlebt ein Wechselbad der Gefühle, Kaul genießt die große Bühne endlich wieder.Gut eine Stunde nach seinem qualvollen EM-Triumph strahlte Zehnkampf-Star Leo Neugebauer mit seinem Fanclub aus Freunden und Familie auf einer Wiese hinter dem Alexander Stadium schon wieder um die Wette und hüpfte auf und ab. Die Strapazen eines Zehnkampf-Krimis waren dem 26-Jährigen da schon gar nicht mehr anzumerken.Dabei durchlebte der Weltmeister und nun auch Europameister in Birmingham einen nervenaufreibenden und kräftezehrenden Wettkampf und am Ende ein packendes deutsches Duell um Gold mit Niklas Kaul. „Ich muss sagen, dieses Mal war echt ein bisschen dramatischer bei mir“, sagte Neugebauer. Nach WM-Gold in Tokio vor fast einem Jahr habe er sich bei seiner EM-Premiere auch etwas beweisen wollen.Neugebauer wollte sich „durchbeißen“„Also es war einfach nur eine coole Bestätigung nach Tokio. Und es war mir wichtig, einfach auch mir selbst zu zeigen, dass wenn es drauf ankommt, dass ich echt auch richtig durchbeißen kann, was auch einen guten Zehnkämpfer ausmacht“, sagte Neugebauer.Der Modellathlet, der als Topfavorit nach Birmingham gereist war, hielt dem Druck stand - und ließ sich auch von Rückschlägen nicht von seinem Weg abbringen. Ein Einbruch auf den 400 Metern zum Abschluss des ersten Tages, ein Chaos im Stabhochsprung um falsch eingestellte Höhen und falsche Abstände der Ständer, auf denen die Latte liegt, und Probleme mit der Wade brachten Neugebauer physisch und psychisch an die Grenze.„Es kommen immer wieder neue Sachen, aber das ist auch einfach generell der Zehnkampf. Man muss mit vielen verschiedenen Sachen zurechtkommen“, sagte Neugebauer. „Aber am Ende hat es gereicht.“ Dass Neugebauer vor allem im abschließenden 1.500-Meter-Lauf alle Kräfte mobilisieren musste und sich fast schon stehend k.o. ins Ziel schleppte, lag auch am Teamkollegen Kaul.Kaul: „Silbermedaille gewonnen“, nicht verlorenDer 28-Jährige blies an seinem traditionell starken zweiten Tag zur Aufholjagd und musste sich am Ende nur um 38 Punkte geschlagen geben. „Ich bin Zweiter geworden, habe eine Silbermedaille gewonnen und die explizite Betonung liegt auf gewonnen“, sagte Kaul.Für Kaul war es der größte Erfolg seit seinem EM-Titel vor vier Jahren in München. Der Weltmeister von 2019 hat nach eigenen Worten in den vergangenen Jahren gelernt, Spaß daran zu haben, Zehnkampf zu machen. Nach den enttäuschenden Olympischen Spielen von Paris, als er Achter wurde, habe es Klick gemacht.Er sei dort „sehr verkrampft dieser olympischen Medaille hinterhergerannt“ und „total auf die Nase geflogen“, erklärte Kaul. „Letztes Jahr war schon gut. Auch mit einem vierten Platz bei Weltmeisterschaften.“Kaul will noch einmal drauflegenEr wolle in den kommenden Jahren Neugebauer weiter ärgern, erklärte Kaul. „Ich glaube, ich muss in ein, zwei Disziplinen noch ein bisschen was drauflegen, damit das dann auch ein Duell bleibt in den nächsten ein, zwei Jahren. Aber damit beschäftige ich mich, keine Ahnung, nächste Woche oder so.“ Erst einmal wolle er die Silbermedaille - ähnlich wie Neugebauer seinen EM-Titel - feiern.

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Leichtathletik-EM: Kritik an Siegerin Krause? Meyer erklärt Trotz-Interview

„Gesa will einfach keinen Meter was machen“: Nach ihrem Sturz-Drama über 3.000 Meter Hindernis hadert Lea Meyer mit der Taktik der Siegerin. Als Vorwurf will sie das aber nicht verstanden wissen.Lea Meyer hat sich zu ihrem trotzigen TV-Interview bei der Leichtathletik-EM in Birmingham geäußert und den Vorwurf der Missgunst über Gold für Gesa Krause von sich gewiesen. „Gesa ist verdient Europameisterin geworden!!! Sie hat die beste Taktik gewählt und ihre Stärken ausgespielt“, schrieb die 28-Jährige bei Instagram. Cleverness und Taktik seien „sehr entscheidende Faktoren einer Meisterschaft“, schrieb Meyer. „Und wer das für sich an Tag x perfektioniert hat, dem gönne ich auch jeden Erfolg!“.Diese Aussagen sorgten für WirbelUnmittelbar nach dem Rennen über 3.000 Meter Hindernis hatte sich die viertplatzierte Meyer, die am letzten Wassergraben gestürzt war und damit eine sicher geglaubte Medaille aus der Hand gab, auch zu Siegerin Krause geäußert. Die Äußerungen waren von vielen als Kritik aufgefasst. „Ich finde, ich hätte die Medaille verdient“, sagte Meyer im ZDF. Krause, die im Schlussspurt an Meyer vorbeizog, hielt sich fast den ganzen Lauf über im Windschatten auf. „Also das ist einem ja bewusst: Gesa will einfach keinen Meter was machen. Die sitzt es aus und rennt da hinten raus“, sagte Meyer.In ihrem Social-Media-Post betonte die Athletin, dass sie selbstkritisch sei. „Ich war im entscheidenden Moment nicht gut genug, habe Fehler gemacht und meine Taktik ist nicht aufgegangen. Und das ist (wie ich es auch zu jedem Zeitpunkt klar gemacht habe) mein alleiniger Fehler“, schrieb sie. Auch schon im TV-Interview hatte sie gesagt, dass sie „sauer“ auf sich sei: „Das habe ich mir selber eingebrockt.“ Meyer kündigt Großes an„Heute haben die besten Wettkämpferinnen gewonnen“, hatte Meyer weiter gesagt. Sie selbst gehöre aber an die Spitze Europas und werde bis Olympia 2028 in Los Angeles „als deutsche Rekordhalterin“ dastehen. Später fügte sie hinzu: „Ich halte mich für die beste Hindernisläuferin Europas vom Leistungsvermögen her.“Krause hatte die Kritik nach dem Lauf gelassen hingenommen. Jeder entscheide sich selbst dazu, Führungsarbeit zu machen. „Ich bin jemand, der gerne auf dem letzten Kilometer oder auf der letzten Runde Gas gibt, vor allem bei Meisterschaften“, sagte die 34-Jährige, die ihren dritten EM-Titel gewann.

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Leichtathletik-EM: Hindernisläuferin Gesa Krause holt Gold – Kollegin Meyer erklärt Kritik

Bei der Leichtathletik-EM in Birmingham krönt sich Gesa Krause in einem packenden Finale über 3000 Hindernis mit dem ersten Platz. Danach wird es ungemütlich.Lea Meyer hat sich zu ihrem trotzigen TV-Interview bei der Leichtathletik-EM in Birmingham geäußert und den Vorwurf der Missgunst über Gold für Gesa Krause von sich gewiesen. „Gesa ist verdient Europameisterin geworden!!! Sie hat die beste Taktik gewählt und ihre Stärken ausgespielt“, schrieb die 28-Jährige bei Instagram. Cleverness und Taktik seien „sehr entscheidende Faktoren einer Meisterschaft“, schrieb Meyer. „Und wer das für sich an Tag x perfektioniert hat, dem gönne ich auch jeden Erfolg!“.Unmittelbar nach dem Rennen über 3000 Meter Hindernis hatte sich die viertplatzierte Meyer, die am letzten Wassergraben gestürzt war und damit eine sicher geglaubte Medaille aus der Hand gab, auch zu Siegerin Krause geäußert. Die Äußerungen waren von vielen als Kritik aufgefasst. „Ich finde, ich hätte die Medaille verdient“, sagte Meyer im ZDF. Krause, die im Schlussspurt an Meyer vorbeizog, hielt sich fast den ganzen Lauf über im Windschatten auf. „Also das ist einem ja bewusst: Gesa will einfach keinen Meter was machen. Die sitzt es aus und rennt da hinten raus“, sagte Meyer.Lea Meyer meldet sich per Social MediaIn ihrem Social-Media-Post betonte die Athletin, dass sie selbstkritisch sei. „Ich war im entscheidenden Moment nicht gut genug, habe Fehler gemacht und meine Taktik ist nicht aufgegangen. Und das ist (wie ich es auch zu jedem Zeitpunkt klar gemacht habe) mein alleiniger Fehler“, schrieb sie. Auch schon im TV-Interview hatte sie gesagt, dass sie „sauer“ auf sich sei: „Das habe ich mir selber eingebrockt.“ „Heute haben die besten Wettkämpferinnen gewonnen“, hatte Meyer weiter gesagt. Sie selbst gehöre aber an die Spitze Europas und werde bis Olympia 2028 in Los Angeles „als deutsche Rekordhalterin“ dastehen. Später fügte sie hinzu: „Ich halte mich für die beste Hindernisläuferin Europas vom Leistungsvermögen her.“Geaa Krause reagiert gelassenKrause hatte die Kritik nach dem Lauf gelassen hingenommen. Jeder entscheide sich selbst dazu, Führungsarbeit zu machen. „Ich bin jemand, der gerne auf dem letzten Kilometer oder auf der letzten Runde Gas gibt, vor allem bei Meisterschaften“, sagte die 34-Jährige, die ihren dritten EM-Titel gewann.Hinweis: Dieser Artikel wurde mehrfach aktualisiert.

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Leichtathletik: Fast 70 Meter: Diskuswerfer Janssen jubelt über EM-Bronze

Lange gab es keine deutsche Diskus-Medaille mehr bei einer EM. Henrik Janssen beendet nun diese Durststrecke.Der deutsche Diskuswerfer Henrik Janssen hat sich bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham die Bronzemedaille im Diskuswurf gesichert. Der Magdeburger schleuderte die Scheibe im Alexander Stadium im zweiten Versuch auf die persönliche Saisonbestweite von 69,53 Metern.Erstmals seit dem Titelgewinn von Olympiasieger Robert Harting 2014 in Zürich holte ein deutscher Diskuswerfer wieder eine EM-Medaille. Als er nach dem sechsten Versuch den Ring verließ, stieß der EM-Fünfte von 2024 einen Freudenschrei aus und ballte die Fäuste.Titelverteidiger Kristjan Ceh siegt mit RekordJanssen musste sich nur zwei Favoriten geschlagen geben: Der slowenische Titelverteidiger Kristjan Ceh gewann mit Meisterschaftsrekord von 72,51 Metern vor dem Litauer Mykolas Alekna. Der Europameister von 2022 erreichte in dem hochklassigen Wettkampf 69,89 Meter. Tokio-Olympiasieger und Dreifach-Weltmeister Daniel Stahl aus Schweden landete mit 68,22 Metern hinter Janssen nur auf Rang vier.Der 28 Jahre alte Janssen hatte als einziger deutscher Werfer das Finale erreicht. Zwar hatte sich auch der deutsche Meister Steven Richter für die EM Hoffnungen gemacht, die Qualifikation aber nicht überstanden.

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Leichtathletik-EM: Hindernisläuferin Gesa Krause holt Gold – Zoff mit Kollegin Meyer

Bei der Leichtathletik-EM in Birmingham krönt sich Gesa Krause in einem packenden Finale über 3000 Hindernis mit dem ersten Platz. Danach wird es ungemütlich.Gesa Krause hat in einem dramatischen Finale Gold über 3000 Meter Hindernis bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham gewonnen und dem deutschen Team den ersten Titel bei den kontinentalen Titelkämpfen beschert. Bronze gewann Olivia Gürth. Dramatisch verlief das Finale für Lea Meyer, die auf Medaillenkurs am letzten Wassergraben stürzte und Vierte wurde. Auch bei der WM 2022 war ihr im Vorlauf dieses Missgeschick passiert.Nach dem Lauf zeigte Meyer sich trotzig und kritisierte Krause. „Ich finde, ich hätte die Medaille verdient“, sagte Meyer, die lange das Tempo diktierte.Krause, die im Schlussspurt an Meyer vorbeizog, hielt sich fast den ganzen Lauf über im Windschatten auf. „Also das ist einem ja bewusst: Gesa will einfach keinen Meter was machen. Die sitzt es aus und rennt da hinten raus“, sagte Meyer. Sie stürzte am letzten Wassergraben und fiel dann noch hinter Olivia Gürth zurück, die Bronze gewann.Zu ihrem Sturz sagte Meyer, sie sei „sauer, sehr, sehr auf mich selber. Das habe ich mir selber eingebrockt.“ Schon bei der WM 2022 war sie in den Wassergraben gestürzt.Meyer kündigt Großes an„Heute haben die besten Wettkämpferinnen gewonnen“, sagte Meyer weiter. Sie selbst gehöre aber an die Spitze Europas, sagte die 28-Jährige und kündigte große Dinge bis Olympia 2028 in Los Angeles an. „Spätestens in LA stehe ich als deutsche Rekordhalterin da“, sagte Meyer im ZDF.Später fügte sie hinzu: „Ich halte mich für die beste Hindernisläuferin Europas vom Leistungsvermögen her. Es ist am Ende ein Meisterschaftsrennen, und gerade Gesa und Alice sind die absolut besten Meisterschaftsläuferinnen.“ Die Französin Alice Finot wurde in Birmingham zwei Jahre nach ihrem Titelgewinn Zweite.Die deutsche Bestmarke liegt bei 9:03:30 Minuten - ausgerechnet aufgestellt von Krause im Jahr 2019. Meyers persönliche Bestleistung steht bei 9:09,13.Gesa Krause feiert bei der Leichtathletik-EM schon den dritten TriumphKrause feierte ihren dritten EM-Triumph nach 2016 in Amsterdam und 2018 in Berlin. Für Gürth ist Bronze der größte Erfolg in der Karriere der 24-Jährigen, die im Juniorenbereich aber schon mehrmals Europameisterin wurde. Silber gewann die Titelverteidigerin Alice Finot aus Frankreich.Die 3000 Meter Hindernis sind auf europäischer Bühne schon seit Jahren eine deutsche Domäne. Zuletzt hatte es 2012 in Helsinki zwei Medaillen für Deutschland gegeben. Schon damals war Krause, die seit Frühjahr 2023 Mama einer Tochter ist, dabei und holte Bronze. Zwei Jahre später bejubelte Antje Möldner-Schmidt den ersten EM-Titel einer deutschen Läuferin in dieser noch relativ jungen Leichtathletik-Disziplin, die erst seit 2006 Teil von Europameisterschaften ist.Hinweis: Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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„Die sitzt es aus“: Viel Zoff: Gestürzte Meyer kritisiert Europameisterin Krause

„Gesa will einfach keinen Meter was machen“: Nach ihrem Sturz-Drama über 3.000 Meter Hindernis hadert Lea Meyer mit der Taktik der Konkurrentinnen.Lea Meyer hat sich nach ihrem Sturz-Drama und dem unglücklichen vierten Platz bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham über 3.000 Meter Hindernis trotzig gezeigt und auch Europameisterin Gesa Krause kritisiert. „Ich finde, ich hätte die Medaille verdient“, sagte Meyer, die lange das Tempo diktierte.Krause, die im Schlussspurt an Meyer vorbeizog, hielt sich fast den ganzen Lauf über im Windschatten auf. „Also das ist einem ja bewusst: Gesa will einfach keinen Meter was machen. Die sitzt es aus und rennt da hinten raus“, sagte Meyer. Sie stürzte am letzten Wassergraben und fiel dann noch hinter Olivia Gürth zurück, die Bronze gewann.Zu ihrem Sturz sagte Meyer, sie sei „sauer, sehr, sehr auf mich selber. Das habe ich mir selber eingebrockt.“ Schon bei der WM 2022 war sie in den Wassergraben gestürzt.Meyer kündigt Großes an„Heute haben die besten Wettkämpferinnen gewonnen“, sagte Meyer weiter. Sie selbst gehöre aber an die Spitze Europas, sagte die 28-Jährige und kündigte große Dinge bis Olympia 2028 in Los Angeles an. „Spätestens in LA stehe ich als deutsche Rekordhalterin da“, sagte Meyer im ZDF.Später fügte sie hinzu: „Ich halte mich für die beste Hindernisläuferin Europas vom Leistungsvermögen her. Es ist am Ende ein Meisterschaftsrennen, und gerade Gesa und Alice sind die absolut besten Meisterschaftsläuferinnen.“ Die Französin Alice Finot wurde in Birmingham zwei Jahre nach ihrem Titelgewinn Zweite.Die deutsche Bestmarke liegt bei 9:03:30 Minuten - ausgerechnet aufgestellt von Krause im Jahr 2019. Meyers persönliche Bestleistung steht bei 9:09,13.

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Leichtathletik: Hindernisläuferin Krause krönt sich mit EM-Gold

Über 3.000 Meter Hindernis gehen für das deutsche Team drei Medaillenkandidatinnen an den Start. Gesa Krause stürmt zu Gold, Olivia Gürth holt Bronze. Im Sturz-Pech ist Lea Meyer.Gesa Krause hat in einem dramatischen Finale Gold über 3.000 Meter Hindernis bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham gewonnen und dem deutschen Team den ersten Titel bei den kontinentalen Titelkämpfen beschert. Bronze gewann Olivia Gürth. Dramatisch verlief das Finale für Lea Meyer, die auf Medaillenkurs am letzten Wassergraben stürzte und Vierte wurde. Auch bei der WM 2022 war ihr im Vorlauf dieses Missgeschick passiert.Krause feierte ihren dritten EM-Triumph nach 2016 in Amsterdam und 2018 in Berlin. Für Gürth ist Bronze der größte Erfolg in der Karriere der 24-Jährigen, die im Juniorenbereich aber schon mehrmals Europameisterin wurde. Silber gewann die Titelverteidigerin Alice Finot aus Frankreich.Vor 14 Jahren gewann Krause BronzeDie 3.000 Meter Hindernis sind auf europäischer Bühne schon seit Jahren eine deutsche Domäne. Zuletzt hatte es 2012 in Helsinki zwei Medaillen für Deutschland gegeben. Schon damals war Krause, die seit Frühjahr 2023 Mama einer Tochter ist, dabei und holte Bronze. Zwei Jahre später bejubelte Antje Möldner-Schmidt den ersten EM-Titel einer deutschen Läuferin in dieser noch relativ jungen Leichtathletik-Disziplin, die erst seit 2006 Teil von Europameisterschaften ist.

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Schwimm-EM: Deutsche Schwimmer ohne Medaille - Viele Chancen am Freitag

Die Siegerehrungen in Paris finden am Donnerstag ohne deutsche Schwimmer statt. Der Freitag könnte dagegen glanzvoll werden.Die deutschen Schwimmerinnen und Schwimmer haben am vierten Tag der EM-Beckenwettbewerbe keine Medaille geholt, sich aber in gute Positionen für die Finals an diesem Freitag gebracht. Am nächsten dran an einem Podestplatz war Freistilschwimmerin Linda Roth. Die 18-Jährige belegte über 200 Meter den vierten Platz. 90 Hundertstelsekunden fehlten ihr auf Bronze, das an die Britin Freya Colbert ging.Lukas Märtens qualifizierte sich als Zweitschnellster der Halbfinals für den Endlauf über 200 Meter Freistil. Bislang habe er es auf der Strecke international noch nie geschafft, seine Bestleistung im Endlauf zu zeigen, sagte der 24 Jahre alte Olympiasieger über die doppelte Distanz. „Das will ich morgen einfach schaffen und allen zeigen.“ Märtens erklärte: „Heute muss ich gut schlafen, versuchen, mich gut zu regenerieren. Und dann greife ich morgen Abend voll an.“Weitere Medaillenchancen für drei deutsche SchwimmerinnenIn sehr guter Form präsentierte sich auch Angelina Köhler. Die Schmetterlingsschwimmerin belegte im Halbfinale über 100 Meter ebenfalls den zweiten Platz. Sie zählt ebenso zu den Medaillenkandidatinnen wie Freistil-Ass Isabel Gose auf der längsten Beckendistanz. Die Olympia-Bronzegewinnerin erreichte als Dritte der Vorläufe das Finale über 1500 Meter.Brustschwimmerin Anna Elendt hat über 200 Meter ebenfalls Podestchancen. Die 24-Jährige verfehlte ihren eigenen deutschen Rekord bei ihrem fünften Rang im Semifinale nur um sechs Hundertstelsekunden. Die Abendsession beginnt um 18.30 Uhr (ARD-Livestream).Curtis schwimmt erneut WeltrekordSein Finale schon hinter sich hat Kaii Liam Winkler. Der 20-Jährige belegte über 100 Meter Schmetterling in 51,08 Sekunden den sechsten Platz. Gold schnappte sich der Ungar Kristof Milak in europäischer Rekordzeit von 49,48 Sekunden. Lucas Matzerath wurde Achter über 200 Meter Brust. Die deutsche 4x100 Meter Freistil-Staffel der Männer belegte Rang sechs.Für Glanzmomente sorgte erneut Sara Curtis. Die italienische Rückenschwimmerin verbesserte ihren erst am Vortag aufgestellten Weltrekord bei ihrem Sieg über 50 Meter um weitere sieben Hundertstelsekunden. Die 19-Jährige schlug nach 26,56 Sekunden an.

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Leichtathletik-EM: Stabhochsprung-Chaos im Zehnkampf: „Noch nie erlebt“

Eine auf eine falsche Höhe eingestellte Latte sorgt beim Stabhochsprung im EM-Zehnkampf für Ärger. Vor allem Weltmeister Leo Neugebauer erlebt ein Wechselbad der Gefühle.Eine peinliche Panne hat im Zehnkampf-Wettbewerb bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham für Chaos und Wirrwarr um Weltmeister Leo Neugebauer gesorgt. Einige Mehrkämpfer, darunter Neugebauer, überquerten in brütender Mittagshitze vermeintlich die Höhe von 4,80 Metern. Das Problem: Die Höhe der Stabhochsprung-Latte wurde von den Kampfrichtern nicht auf 4,80 Meter eingestellt. Stattdessen lag die Latte noch bei der vorherigen Höhe von 4,70 Metern.„So etwas habe ich noch nie erlebt“, sagte Neugebauer, der sich bei einem Sprung an der Wade verletzte und nach der achten Disziplin mit 7181 Punkten in Führung liegt. Neugebauer hatte die vermeintlichen 4,80 Meter bei etwa 35 Grad Celsius im Alexander Stadium übersprungen - zunächst umsonst.Zehnkampf: Protest wird doch stattgegebenAls dann tatsächlich 4,80 Meter aufgelegt wurden, gelang dem Olympia-Zweiten kein gültiger Versuch mehr. „Die müssen alle noch mal 4,80 Meter springen. Bei den Witterungsbedingungen natürlich fatal. Absolute Wettkampfverzerrung meiner Meinung nach“, schimpfte Mehrkampf-Bundestrainer Jörg Roos im ZDF-Livestream. Ein Protest wurde nach Angaben von Roos zunächst abgelehnt. Neugebauer sei aber zumindest ein weiterer Sprung gewährt worden. Diesen Versuch meisterte er und überquerte anschließend unter Vorbehalt im ersten Versuch sogar 4,90 Meter. Dann wurde dem Protest stattgegeben. „Gott sei Dank ist es am Ende noch mal gut gegangen. Das war echt verrückt“, sagte NeugebauerNiklas Kaul in MedaillennäheNiklas Kaul, der wie Neugebauer sehr gute Medaillenchancen hat und mit 6823 Punkten Vierter ist, war von dem Chaos nicht betroffen. Er sprang in der anderen Gruppe, in der die Höhen ohne Fehler eingestellt wurden, und schaffte ebenfalls 4,90 Meter. Amadeus Gräber als Bester im Feld überquerte sogar 5,10 Meter und verbesserte sich mit 6707 Punkten auf Platz sieben.Der Stabhochsprung war die achte von zehn Disziplinen. Die Entscheidung fällt heute Abend über 1500 Meter (22.10 Uhr deutscher Zeit/ZDF und Eurosport).

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Flickflack-Einwurf: Fußballer legt spektakuläre Torvorlage hin

Ein ganz normaler Einwurf? Viel zu langweilig für diesen Fußballspieler! Er legt mal eben so einen Flickflack hin, bevor er den Ball wirft – und bietet so die perfekte Torvorlage.Ein ganz normaler Einwurf? Viel zu langweilig für diesen Fußballspieler! Er legt mal eben so einen Flickflack hin, bevor er den Ball wirft – und bietet so die perfekte Torvorlage.

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Leichtathletik: Stabhochsprung-Chaos im EM-Zehnkampf: „Noch nie erlebt“

Eine auf eine falsche Höhe eingestellte Latte sorgt beim Stabhochsprung im EM-Zehnkampf für Ärger. Vor allem Weltmeister Leo Neugebauer erlebt ein Wechselbad der Gefühle.Eine peinliche Panne hat im Zehnkampf-Wettbewerb bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham für Chaos und Wirrwarr um Weltmeister Leo Neugebauer gesorgt. Einige Mehrkämpfer, darunter Neugebauer, überquerten in brütender Mittagshitze vermeintlich die Höhe von 4,80 Metern. Das Problem: Die Höhe der Stabhochsprung-Latte wurde von den Kampfrichtern nicht auf 4,80 Meter eingestellt. Stattdessen lag die Latte noch bei der vorherigen Höhe von 4,70 Metern.„So etwas habe ich noch nie erlebt“, sagte Neugebauer, der sich bei einem Sprung an der Wade verletzte und nach der achten Disziplin mit 7.181 Punkten in Führung liegt. Neugebauer hatte die vermeintlichen 4,80 Meter bei etwa 35 Grad Celsius im Alexander Stadium übersprungen - zunächst umsonst.Protest wird doch stattgegebenAls dann tatsächlich 4,80 Meter aufgelegt wurden, gelang dem Olympia-Zweiten kein gültiger Versuch mehr. „Die müssen alle noch mal 4,80 Meter springen. Bei den Witterungsbedingungen natürlich fatal. Absolute Wettkampfverzerrung meiner Meinung nach“, schimpfte Mehrkampf-Bundestrainer Jörg Roos im ZDF-Livestream. Ein Protest wurde nach Angaben von Roos zunächst abgelehnt. Neugebauer sei aber zumindest ein weiterer Sprung gewährt worden. Diesen Versuch meisterte er und überquerte anschließend unter Vorbehalt im ersten Versuch sogar 4,90 Meter. Dann wurde dem Protest stattgegeben. „Gott sei Dank ist es am Ende noch mal gut gegangen. Das war echt verrückt“, sagte NeugebauerKaul in MedaillennäheNiklas Kaul, der wie Neugebauer sehr gute Medaillenchancen hat und mit 6.823 Punkten Vierter ist, war von dem Chaos nicht betroffen. Er sprang in der anderen Gruppe, in der die Höhen ohne Fehler eingestellt wurden, und schaffte ebenfalls 4,90 Meter. Amadeus Gräber als Bester im Feld überquerte sogar 5,10 Meter und verbesserte sich mit 6.707 Punkten auf Platz sieben.Der Stabhochsprung war die achte von zehn Disziplinen. Die Entscheidung fällt heute Abend über 1.500 Meter (22.10 Uhr deutscher Zeit/ZDF und Eurosport).

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Meinung: Infantinos Aus wäre kein Sieg der Fußballromantiker

Fifa-Chef Gianni Infantino droht die Entmachtung. Sie könnte weiteren Schaden vom Weltfußball abwenden, aber grundlegend verändern würde sie ihn nicht.

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Leichtathletik-EM: Deutsche Läuferin: „Will nicht wissen, was wäre, wenn ich nicht so weiß wäre“

Die deutsche 800-Meter-Läuferin Smilla Kolbe verpasst bei der Leichtathletik-EM knapp das Finale. Eine Klarstellung war ihr im anschließenden Interview besonders wichtig.Smilla Kolbe war noch nicht ganz zu Atem gekommen, als sie schon am ZDF-Mikrofon Rede und Antwort stand. Im Halbfinale über 800 Meter hatte die Deutsche bei der Leichtathletik-EM in Birmingham nur ganz knapp den Einzug ins Finale verpasst. Kolbe war auf Platz sechs gelaufen, nur zwei Hundertstelsekunden hatten gefehlt, um sich für den Endlauf zu qualifizieren.Am Ende ihres Interviews war der Mittelstreckenläuferin ein Punkt allerdings besonders wichtig, der mit ihrer sportlichen Leistung nicht direkt zu tun hatte. „Ich will noch eine Sache sagen“, hakte Kolbe ein, nachdem ZDF-Reporterin Maral Bazargani sie eigentlich schon verabschiedet hatte. „Wir vertreten hier alle ein Land, Deutschland. Wir treten hier mit Fairness und Respekt irgendwie an. Das sind die Werte im Sport. Und ich erwarte das genauso von allen, die supporten und zuschauen.“Die 24-Jährige fand klare Worte für rassistische Beleidigungen gegen Sportler im Netz. „Ich will gar nicht wissen, was wäre, wenn ich nicht so weiß wäre, wie ich bin. Das finde ich irgendwie erschreckend. Ich sehe das in anderen Kommentarspalten. Ich finde einfach, das ist nicht fair“, so Kolbe. Dieses Statement sei ihr „extrem wichtig“.Leichtathletik-EM: Smilla Kolbe stellt sich gegen Rassismus im NetzKonkrete Namen von Teamkollegen, die solche Erfahrungen machen mussten, nannte sie nicht. Generell werden schwarze Sportler immer wieder zum Ziel von rassistischen Kommentaren in sozialen Netzwerken – insbesondere nach Fehlern oder schwächeren Leistungen. Zuletzt traf es beispielsweise den Fußball-Nationalspieler Jonathan Tah nach seinem verschossenen Elfmeter, der zum deutschen WM-Aus gegen Paraguay führte.Kolbe selbst kann mit ihren sportlichen Leistungen in Birmingham durchaus zufrieden sein: Im Vorlauf erreichte sie eine neue persönliche Bestleistung. Im Zwischenlauf lief die zweifache deutsche Meisterin immerhin die zweitschnellste Zeit ihrer Karriere – auch wenn das knapp nicht zum Einzug ins Finale reichte.

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Leichtathletik-EM: Deutsche Kugelstoßerin Mabry kritisiert nach Bronze-Gewinn ARD-Journalisten

Eigentlich hat Yemisi Mabry bei der Leichtathletik-EM Grund zur Freude: Die Kugelstoßerin holt für Deutschland Bronze. Danach rechnet sie jedoch mit einem ARD-Duo ab.Deutliche Worte einer Top-Athletin: Die deutsche Kugelstoßerin Yemisi Mabry hat zwei Journalisten vom öffentlich-rechtlichen Sender ARD scharf kritisiert. Mabry bezog sich dabei auf ein Interview, das sie nach ihrem Einzug ins Finale der Leichtathletik-EM in Birmingham gab.Moderator Claus Lufen konfrontierte sie darin mit einer Statistik: Der Kollege und ehemalige Leichtathlet Frank Busemann habe herausgearbeitet, „dass in diesem Jahr neunmal Frau Schilder aus den Niederlanden (Mabrys Konkurrentin, Anm. d. Red.) vorne war und Yemisi einmal quasi bei den Bestleistungen mit dabei war. Was heißt das für das Finale heute Abend? Oder heißt das gar nichts?“ Das Gespräch brachte Mabry offenbar auf die Palme: Die 27-Jährige veröffentlichte im Nachgang auf Instagram ein ausführliches Statement.„Du qualifizierst dich gerade für ein EM-Finale. Adrenalin. Erleichterung. Stolz. Nervosität. Alles gleichzeitig“, heißt es darin. „Und wer sind die ersten Menschen, denen wir begegnen? Ihr. Die Journalisten. Und statt einem ‚Glückwunsch, du bist im Finale‘ kommt so etwas?“Yemisi Mabry vermisst Fingerspitzengefühl und EmpathieWeiter schreibt Mabry: „Wir sind Athleten. Keine Maschinen. In diesen Momenten sind wir emotional und vielleicht selbst noch dabei, das Erlebte zu verarbeiten. Und dann wird nicht Mut gemacht, sondern erstmal die Statistik unserer Niederlagen ausgepackt?“Sie kritisiert besonders Busemann, der selbst Athlet war. Die Kugelstoßerin äußert ihr Unverständnis darüber, warum er sich dafür entschieden habe, ihr kurz vor dem Finale diese Statistiken vorzuhalten. „Wo bleibt da das nötige Fingerspitzengefühl und die Empathie für den Menschen hinter der Leistung?“Ähnlich sei es ihr ergangen, nachdem sie im Finale die Bronzemedaille gewann – sie habe negative und provokante Fragen erhalten. „Ihr redet davon, dass Deutschlands Athleten die Leichtathletik wieder groß machen sollen. Dann fangt bitte bei euch selbst an, einen positiven Beitrag zu leisten“, wütet Mabry.Die Athleten lieferten unter Druck Leistung und stellten sich Kritik, so die Sportlerin. „Wir geben euch unsere Zeit, unsere Emotionen und unsere Geschichten. Dann erwarte ich von euch genauso Leistung, Respekt und Professionalität.“ Auch die Journalisten sollten sich laut Mabry fragen, ob sie ihre beste Leistung gebracht hätten. In Richtung ARD-Duo schreibt sie abschließend: „Das war keine journalistische Glanzleistung.“Der von einer Sperre bedrohte Owen Ansah, der bei der EM Bronze über 100 Meter gewonnen hatte, sowie Ex-Europameisterin Gina Lückenkemper teilten den Beitrag Mabrys.Busemann erklärt Hintergrund der FrageDie ARD teilte auf Anfrage der Nachrichtenagentur DPA mit, man werde sich zur Kritik von Yemisi Mabry nicht weiter äußern. Die handelnden Personen hätten bereits reagiert, dem gebe es nichts hinzuzufügen. ARD-Experte Frank Busemann sagte der DPA, man habe in dem Interview an Fakten basiert darstellen wollen, dass Schilder die haushohe Favoritin sei, und erklären wollen, dass Mabry auch als Olympiasiegerin nicht gewinnen müsse. „Dass sie da befreit aufstoßen kann und jeder versteht: Da zu gewinnen ist nicht einfach.“ Das war bei Mabry aber offenbar nicht so angekommen. Ex-Zehnkämpfer Busemann lobte auch Moderator Claus Lufen: „Das ist die große Stärke von Claus Lufen, dass er immer auch das Positive rauskitzelt.“Hinweis: Dieser Artikel wurde aktualisiert und um die Reaktionen ergänzt.

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Fifa in der Krise: Infantino-Sturz? Afrikas Verbandschef verweist auf Wahlen

Nach Trump hat auch der afrikanische Verbandspräsident Motsepe dem angeschlagenen Fifa-Boss Infantino den Rücken gestärkt. Alle Entwicklungen im stern-Newsblog.Der Fußball-Weltverband Fifa hat seine umstrittenen Pläne zum Verkauf von WM-Anteilen an Investoren gestoppt. „Unser Ziel war es schon immer – und wird es auch immer bleiben –, den Sport zu vereinen und zu verbessern“, erklärte Fifa-Präsident Gianni Infantino. „Daher wird dieser Vorschlag nicht weiterverfolgt.“ Nun mehrt sich die Kritik am Vorgehen Infantinos.Die Fifa hatte zunächst geplant, mit dem potenziellen Verkauf eines Teils ihrer kommerziellen Rechte etwa an der WM eine Milliardensumme einspielen zu wollen. Alle News und Entwicklungen zum Streit in der Fifa in unserem stern-Nachrichtenblog.

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Pferdesport: Das ganz besondere WM-Liebespaar: Reiter und Pferdepfleger

Gold, Liebe und Pferde: Frederic Wandres und Lars Ligus verbindet mehr als nur der Sport. Davon profitiert auch das deutsche Weltmeister-Team.Ohne Pferdepfleger geht es nicht. Ohne die Hilfe der Grooms hätte Deutschland bei der WM in Aachen nicht erneut Team-Gold in der Dressur gewonnen. „Ich glaube, der Pfleger ist fast wichtiger als der Jockey“, sagt Mannschafts-Weltmeister Frederic Wandres und ergänzt: „Der Anteil ist mindestens 50 Prozent.“ Lars Ligus ist aber noch viel mehr als nur der Pfleger von Wandres' Goldpferd Bluetooth. Er ist selbst Nationenpreis-Reiter - und er ist der Partner des Goldgewinners.Antrag mit Taylor SwiftWandres und Ligus sind ein ganz besonderes Liebespaar. Die beiden arbeiten und leben seit mehreren Jahren zusammen. Im November hatte der 39 Jahre alte Weltklasse-Reiter seinem langjährigen Freund im Urlaub in Südtirol einen Antrag gemacht - und der inzwischen 29 Jahre alte Ligus nahm freudestrahlend an. In einem Instagram-Video ist zu sehen, wie Wandres auf die Knie geht, seinem Freund einen Ring anbietet und sie sich anschließend umarmen. Dazu läuft „Love Story“ von Taylor Swift.In Aachen ist es weniger romantisch. Bei der WM steht der Sport im Vordergrund. „Ich bin zwar der Frontmann im Viereck und derjenige, der performt“, sagt Wandres. „Allerdings weiß ich, dass es ohne meinen Pferdepfleger nicht geht. Es wäre nicht möglich, die Leistung so abzurufen.“Beziehung ohne FeierabendGenerell gelte: „Es ist unersetzlich, einen guten Pfleger zu haben.“ Bei Wandres und Ligus kommt aber hinzu: „Er kennt das Pferd in und aus auswendig, wir kennen uns. Das ist wie eine Symbiose, man muss oft nicht mehr sprechen, das ist auch Blickkontakt oder gefühlte Sachen.“Es sei ein Vorteil, „dass Lars und ich uns natürlich 24/7 austauschen können. Wenn ich einen anderen Pfleger oder Pflegerin hätte, dann wäre irgendwann auch mal Feierabend. Das ist bei Lars und mir nie. Alles, was mir auf der Seele brennt, kann ich auch um Mitternacht oder nachts um drei loswerden und bekomme eine Antwort oder eine Einschätzung.“Könnte der Pfleger das Pferd zu Medaillen reiten?Könnte Ligus auch mit Bluetooth um Medaillen reiten? „Ja“, antwortet Wandres, der nun bei EM, WM und Olympia Team-Gold gewonnen hat. „Lars reitet sehr gut, das hat er mehrfach unter Beweisgericht gestellt.“ Mit dem Pferd Soccer City gewann Ligus vor vier Jahren in den USA mit der deutschen Mannschaft den Nationenpreis. Und Wandres Toppferd Bluetooth „reitet Lars ja, wenn ich beruflich unterwegs bin“.Wandres und Ligus arbeiten seit mehreren Jahren gemeinsam im Sport- und Handelsstall der Familie Kasselmann in Hagen am Teutoburger Wald. Bei einem Turnier auf der Anlage vor den Toren von Osnabrück sind sie auch schon gegeneinander angetreten.Eine andere ungewöhnliche Konstellation Im deutschen Team ist das ganz besondere Liebespaar schon lange Normalität „Nein, das ist kein Problem“, sagt Verbands-Chef Dennis Peiler. „Es ist wichtig, zu wissen, wenn es private Beziehungen gibt. Wenn alle Beteiligten transparent und sensibel damit umgehen, ist das völlig unproblematisch.“Ähnliche Paare gibt es laut Peiler derzeit nicht im deutschen Team. Auf andere Art ungewöhnlich war jedoch bei Olympischen Spielen die Konstellation in der Vielseitigkeit bei der 2014-Doppel-Weltmeisterin Sandra Auffarth: Pferdepflegerin war damals Mama Bärbel.

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Schwimm-EM: Der nächste Champion: Jungstar Liebmann glänzt mit EM-Gold

Mit seinem EM-Titel hat Liebmann etwas geschafft, was vorher noch keinem Deutschen gelungen ist. Was ihn auszeichnet und warum sich die deutschen Schwimmfans auf sein nächstes Rennen freuen können.Selbst nach seinem bislang größten Triumph blieb Johannes Liebmann selbstkritisch. „Ich sehe immer noch viele Fehler bei mir“, sagte der frisch gekürte Europameister mit Gold um den Hals. Das hatte er zumindest mit Blick auf das Rennen über 800 Meter Freistil wohl ziemlich exklusiv. Mit unwiderstehlicher Power und erstaunlicher Abgezocktheit ließ der 19-Jährige der Konkurrenz keine Chance.„Man konnte ihn einfach nicht schlagen, das muss man auch ganz ehrlich sagen“, sagte Sven Schwarz, der sich über Silber freute. „Er war einfach zu stark.“ Binnen kürzester Zeit hat sich Liebmann einen Namen über die Schwimm-Szene hinaus gemacht.Sein Europarekord auf der 800-Meter-Strecke im April war der erste große Schritt. Nun folgte mit dem historisch ersten deutschen EM-Titel auf der zweitlängsten Beckendistanz der nächste. Quasi nebenbei verbesserte Liebmann seine eigene Bestmarke auch noch auf 7:37,59 Minuten. Der Norddeutsche ist der neue Maßstab. „Wir müssen jetzt alle arbeiten, dass wir wieder an ihn rankommen“, sagte der Hannoveraner Schwarz.Liebmann von eigener Ruhe überraschtLiebmanns Leistungssprung ist eng mit Bundestrainer Bernd Berkhahn verknüpft. Mit 16 wechselte Liebmann aus Elmshorn nach Magdeburg. Dort trainiert er beim international anerkannten Langstrecken-Experten. Der 55-Jährige hat schon Florian Wellbrock und Lukas Märtens zu Olympiasiegern geformt, in Isabel Gose und Oliver Klemet sind weitere deutsche Medaillen-Schwimmer im Team. Liebmann ist das nächste große Versprechen aus Berkhahns Schwimm-Universum.Der Jungstar betont gerne, wie er von der Arbeit mit seinen Trainingskollegen profitiert, wie sehr ihm deren Erfahrung hilft. In der Gruppe kommt er mit seiner sportlich forschen, aber gleichzeitig ruhigen Art gut an. Als „abgeklärt“ beschreibt Märtens seinen Trainingspartner. Was er damit meint, versteht man spätestens nach Liebmanns Titel im Centre Aquatique Olympique.„Ich war vor dem Rennen unglaublich ruhig. Das hat mir nicht Angst gemacht“, beschrieb Liebmann sein erstes großes Finale in der Eliteklasse. „Es hat mich selber ein bisschen gewundert, wie ruhig ich da rangehen kann.“Drei Deutsche in der Weltjahresbestenliste vorneDer Erfolg wird Liebmann zusätzliche Sicherheit geben. Über 1500 Meter zählt der Freistilexperte ebenfalls zu den Topfavoriten. Niemand war in diesem Jahr auf der längsten Beckendistanz bisher schneller als er. In der Weltjahresbestenliste führt Liebmann vor Sven Schwarz und Oliver Klemet. Auf den langen Strecken gibt das Team des Deutschen Schwimm-Verband derzeit das Tempo vor.„Wir haben jetzt hier die Pflichtaufgabe erfüllt mit Gold und Silber“, sagte Schwarz nach dem Doppel-Coup über 800 Meter. Dass der 24-Jährige bei einem Starterfeld, in dem zum Beispiel auch Olympiasieger Daniel Wiffen aus Irland mitschwamm, von einer Pflichtaufgabe spricht, zeigt das Selbstvertrauen im deutschen Team.Zwei aus DreiAn diesem Freitag geht es in den Vorläufen über 1500 Meter erst einmal darum, die nationale Konkurrenz zu bezwingen. Liebmann, Schwarz und Klemet sind allesamt Podestkandidaten. Doch selbst wenn sie die drei schnellsten Vorlaufzeiten schwimmen, dürfen nur zwei von ihnen ins Finale. Pro Nation sind dafür nur zwei Athleten startberechtigt.Was für die Sportler selbst stressig und anstrengend ist, ist für den deutschen Schwimmsport ein Segen - auch mit Blick auf Weltmeisterschaften und Olympische Spiele. Konkurrenz macht schließlich alle besser. Auch Schwarz sieht eine gute Zukunft im deutschen Langstreckenschwimmen. „Ich glaube, dass das die nächsten Jahre viel Spaß machen kann“, sagte er. Johannes Liebmann wird dabei sicher eine Hauptrolle spielen.

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· Actio recta non erit, nisi recta fuerit voluntas ·