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Wir haben für Sie eine Vorauswahl an redaktionellen Inhalten zusammengestellt, die von Mediengesellschaften, Verlagen, Börsendiensten und Finanzblogs bereit gestellt werden. Hier können Sie sich einen schnellen Überblick über die Themen verschaffen, die im Augenblick von öffentlichen Interesse sind.
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Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und den Finanzmärkten
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Aktuelle Nachrichten

Leichtathletik-EM: Krause zeigt Verständnis für Meyers emotionales Interview

Beste Freundinnen werden Europameisterin Gesa Krause und Lea Meyer wohl nicht mehr. Nach dem Wut-Interview ihrer Rivalin über 3.000 Meter Hindernis meldet sich Krause nun aber verständnisvoll zu Wort.Europameisterin Gesa Krause hat Verständnis für das trotzige TV-Interview von Lea Meyer nach dem dramatischen Finale über 3.000 Meter Hindernis gezeigt. „Emotionen gehören zum Sport dazu. Und auch wenn vielleicht das eine oder andere manchmal nicht immer angebracht ist, ist man einfach in so einer Situation, wo das Adrenalin, die Wut, diese ganzen Emotionen hochkommen“, sagte Krause einen Tag nach ihrem dritten EM-Titel.„Und ich glaube, da sagt man manchmal auch Dinge, die man vielleicht nicht sagen soll oder die man vielleicht nach ein paar Stunden ein bisschen anders sieht“, so die 34-Jährige weiter. Man könne sich „gut in die Augen schauen und wieder an den Start gehen“, betonte Krause in der ARD. „Und so etwas gehört eben auch zum Sport dazu.“Meyers Interview-Aussagen sorgen für WirbelUnmittelbar nach dem Rennen über 3.000 Meter Hindernis bei der Leichtathletik-EM in Birmingham hatte sich die viertplatzierte Meyer, die am letzten Wassergraben gestürzt war und damit eine sicher geglaubte Medaille aus der Hand gab, auch zu Siegerin Krause geäußert. „Ich finde, ich hätte die Medaille verdient“, sagte Meyer im ZDF. Stattdessen gewann Olivia Gürth mit Bronze die zweite deutsche Medaille in dem Finale.Krause, die im Schlussspurt an Meyer vorbeizog, hielt sich fast den ganzen Lauf über im Windschatten auf. „Also das ist einem ja bewusst: Gesa will einfach keinen Meter was machen. Die sitzt es aus und rennt da hinten raus“, sagte Meyer.Meyer: „Nicht passend, unprofessionell und unsportlich“Noch in der Nacht äußerte sich Meyer auf ihrem Instagram-Kanal selbstkritisch und wies den Vorwurf der Missgunst über Gold für Krause von sich. Der Zeitpunkt und die Wortwahl seien „nicht passend, unprofessionell und unsportlich“ gewesen. Als Konsequenz wolle sie künftig nach emotionalen Rennen die Interview-Zone meiden, kündigte die Athletin an.„Gesa ist verdient Europameisterin geworden!!! Sie hat die beste Taktik gewählt und ihre Stärken ausgespielt“, schrieb die 28-Jährige bei Instagram. Cleverness und Taktik seien „sehr entscheidende Faktoren einer Meisterschaft“, schrieb Meyer. „Und wer das für sich an Tag x perfektioniert hat, dem gönne ich auch jeden Erfolg!“In ihrem Social-Media-Post betonte die Athletin, dass sie selbstkritisch sei. „Ich war im entscheidenden Moment nicht gut genug, habe Fehler gemacht und meine Taktik ist nicht aufgegangen. Und das ist (wie ich es auch zu jedem Zeitpunkt klar gemacht habe) mein alleiniger Fehler“, schrieb sie. Auch schon im TV-Interview hatte sie gesagt, dass sie „sauer“ auf sich sei. „Das habe ich mir selber eingebrockt.“

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Schwimm-EM: „Schlitzohr“ Köhler, Gose und Werner bejubeln EM-Medaillen

Vier Finals mit deutscher Beteiligung, drei Medaillen: Drei deutsche Schwimmerinnen stocken das Edelmetallkonto des Teams in Paris auf. Olympiasieger Lukas Märtens verfehlt dagegen ein Ziel.Angelina Köhler, Isabel Gose und Maya Werner bejubelten ihre Medaillen, Lukas Märtens verarbeitete seine Enttäuschung mit Humor: Das deutsche Schwimm-Team hat bei den Europameisterschaften sein Edelmetallkonto im Becken von Paris auf acht aufgestockt, aber auch Chancen nicht genutzt. Köhler und Gose gewannen Silber, Werner freute sich über Bronze.Direkt nach dem ersten Rennen eines ereignisreichen Abends feierte Köhler ihren zweiten Platz über 100 Meter Schmetterling wie einen Titel. Die 25-Jährige reckte noch im Wasser die Faust Richtung Hallendach, fiel Siegerin Roos Vanotterdijk aus Belgien um den Hals und war auch Minuten danach noch völlig euphorisch. „Das war der absolute Mega-Hammer. Endlich wieder so schnell geschwommen“, sagte Köhler.Köhler berichtet von mentalen SchwierigkeitenFür die Berlinerin war es die erste Medaille bei einem internationalen Großereignis seit ihrem WM-Triumph 2024. Sowohl bei den Olympischen Spielen in Paris als auch im vergangenen Jahr bei der WM in Singapur war es für sie nicht so gelaufen wie erhofft. Danach stellte Köhler Training und Ernährung um. „Ich habe viel auf Süßigkeiten verzichtet, viel auf Zucker, viel auf süße Getränke“, sagte sie. „Das war für mich schon schwer. Aber das hat sich jetzt ausgezahlt.“Köhler berichtete zudem von mentalen Schwierigkeiten in den vergangenen Tagen. „Ich habe so viel mental gearbeitet und das ist einfach die tollste Belohnung, dass es jetzt so klappt“, sagte sie. „Ich habe mich selbst bestärkt“, schilderte sie. „Ich habe gesagt, Angie, du kannst dir vertrauen, du bist das Schlitzohr hier. Du bist jemand, der hinten raus kommen kann. Dir kann niemand was.“ Mit ihrer Zeit von 56,39 Sekunden fehlten 31 Hundertstelsekunden zu Gold.Wieder nur Quadarella besser als GoseBei Gose war der Abstand nach ganz vorne größer. Der 24-Jährigen fehlten etwas mehr als drei Sekunden auf die italienische Siegerin Simona Quadarella. „Ich glaube, ich muss mir eingestehen, dass sie letzte und diese Saison schon etwas stärker ist als ich“, sagte Gose in der ARD. Mit ihrer persönlichen Leistung war sie mehr als zufrieden. „Ich bin super happy mit meiner Zeit“, sagte sie.Weil sich Werner Bronze sicherte, war die Besetzung des Podiums genauso wie über 800 Meter Freistil. Freudig und anerkennend reckte Gose beide Daumen in Richtung ihrer Teamkollegin. „Ich kann es gerade noch gar nicht so in Worte fassen“, sagte Werner über ihren Erfolg.Für Gose war es schon die vierte Medaille bei den Titelkämpfen in der französischen Hauptstadt. Vor Silber über die zweitlängste Beckendistanz hatte sie im Freiwasser Gold im Knockout Sprint sowie mit der Mixed-Staffel gewonnen. Werner freute sich über ihr zweites Edelmetall.Märtens: „Das Rennen war vorbei, ehe ich gefühlt im Wasser war“Goses Ex-Freund und Teamkollege beim SC Magdeburg Lukas Märtens konnte seine eigenen Erwartungen im Rennen über 200 Meter Freistil nicht erfüllen. Zumindest nach außen hin nahm der Olympiasieger über die doppelte Distanz das aber ziemlich locker. „Ich wäre gern schneller hier gewesen, so zwei Sekunden“, sagte er in der Interviewzone des Centre Aquatique Olympique und lächelte.Märtens schlug nach 1:45,58 Minuten an und belegte damit Rang sieben. Wäre er die gewünschten zwei Sekunden schneller geschwommen, hätte der 24-Jährige Gold gewonnen. Das ging so an den rumänischen Favoriten David Popovici.„Das Rennen war vorbei, ehe ich gefühlt im Wasser war - vom Kopf her“, sagte Märtens. „Das ist natürlich schade, wenn man nicht auf den Punkt da sein kann, alles abwerfen kann, alles rauslassen kann.“ An diesem Sonntag soll das über 400 Meter besser gelingen.Wie Märtens verpasste auch Anna Elendt Edelmetall deutlich. Die Brustschwimmerin und Weltmeisterin über 100 Meter schwamm über 200 Meter in 2:23,81 Minuten auf Rang fünf. Zu Bronze fehlten fast anderthalb Sekunden.Zwei Deutsche als Favoriten über 1500 MeterAm Samstag haben Oliver Klemet und Johannes Liebmann Goldchancen. Der 24 Jahre alte Klemet qualifizierte sich als Erster, der fünf Jahre jüngere Liebmann als Zweiter der Vorläufe für das Finale über 1500 Meter Freistil. Den Endlauf erreichte zudem Brustschwimmer Melvin Imoudu über 50 Meter. Die Abendsession beginnt wieder um 18.30 Uhr (ZDF).

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Mit einem Konsortium: Amazon-Gründer Bezos steigt beim FC Liverpool ein

Ein Konsortium, dem auch Jeff Bezos angehört, hat sich 30 Prozent der Anteile am FC Liverpool gekauft. Dem Klub bringt der Deal über eine Milliarde Euro ein.Amazon-Gründer Jeff Bezos steigt beim englischen Spitzenklub FC Liverpool ein. Der 62 Jahre alte US-Amerikaner, einer der reichsten Männer der Welt, ist Teil eines Konsortiums, das sich eine Minderheitsbeteiligung am englischen Spitzenclub gesichert hat. Das teilte der FC Liverpool mit.Einnahmen von 1,5 bis 1,8 Milliarden Euro für FC LiverpoolDas Konsortium wird angeführt von Amit Bhatia, dem Schwiegersohn des milliardenschweren Stahlunternehmers Lakshmi Mittal. Für 30 Prozent der Anteile kassieren die amerikanischen Liverpool-Besitzer der Fenway Sports Group (FSG) der BBC zufolge zwischen 1,5 und 1,8 Milliarden Euro. FSG bleibt Hauptanteilseigner der Reds.„Der FC Liverpool ist immer ein Klub gewesen, der über eine Saison hinausschaut und Entscheidungen trifft, die die langfristigen Interessen des Vereins im Sinn haben“, sagte FSG-Präsident Mike Gordon.

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Mit 19 Jahren: Radsport-Profi Finlay Tarling stirbt bei Unfall bei Volta a Portugal

Die Radsport-Welt trauert um Finlay Tarling. Der Brite kommt nach einem Unfall während einer Etappe ums Leben. Sein Team gibt die Nachricht mit bewegenden Worten bekannt.Der britische Radfahrer Finlay Tarling ist an den Folgen eines schweren Unfalls bei der Volta a Portugal gestorben. Der portugiesische Radsportverband bestätigte den Tod des 19-Jährigen.Tarling fuhr für den Rennstall NSN Development. Das NSN Cycling Team erklärte via X: „Wir sind zutiefst betrübt, den Tod von Finlay Tarling heute bekanntzugeben. Fin war ein sehr geliebtes Mitglied unseres Teams, aber vor allem war er ein Sohn, ein Bruder und ein Freund für so viele. Er wird uns schmerzlich fehlen.“Finlay Tarling stirbt auf Etappe der Volta a Portugal – Unfallhergang noch unklarDie achte Etappe führte von Melgaco nach Fafe. Nach dem Unfall, über dessen Hergang die Organisatoren bislang keine Auskunft gaben, wurde das Rennen neutralisiert, die Siegerehrung abgesagt. Die Rennverantwortlichen kündigten weitere Informationen an, sobald die Voraussetzungen dafür gegeben seien.Sein älterer Bruder Joshua Tarling (22) fährt für das WorldTour-Team Ineos Grenadiers und gewann 2023 unter anderem Bronze bei der Rad-WM im Einzelzeitfahren.

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Tödlicher Unfall: Rad-Talent Finlay Tarling stirbt bei Volta a Portugal

Die Radsport-Welt trauert um den 19-jährigen Finlay Tarling. Der Waliser kommt nach einem Unfall während einer Etappe ums Leben. Sein Team gibt die schlimme Nachricht mit bewegenden Worten bekannt.Das walisische Rad-Talent Finlay Tarling ist an den Folgen eines schweren Unfalls bei der Volta a Portugal gestorben. Der portugiesische Radsportverband bestätigte den Tod des 19-Jährigen.Tarling fuhr für den Rennstall NSN Development. Das NSN Cycling Team erklärte via X: „Wir sind zutiefst betrübt, den Tod von Finlay Tarling heute bekanntzugeben. Fin war ein sehr geliebtes Mitglied unseres Teams, aber vor allem war er ein Sohn, ein Bruder und ein Freund für so viele. Er wird uns schmerzlich fehlen.“Medienberichten zufolge soll der Waliser auf der achten Etappe von Melgaco nach Fafe von einem nicht am Rennen beteiligten Fahrzeug erfasst worden sein. Dieses soll auf der Strecke in entgegengesetzter Richtung zum Peloton unterwegs gewesen sein. Bestätigt wurde dies von den Organisatoren bislang nicht. Sie kündigten weitere Informationen an, sobald die Voraussetzungen dafür gegeben seien. Nach dem Unfall wurde das Rennen neutralisiert, die Siegerehrung abgesagt.Sein älterer Bruder Joshua Tarling (22) fährt für das WorldTour-Team Ineos Grenadiers und gewann 2023 unter anderem Bronze bei der Rad-WM im Einzelzeitfahren.

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Schweres Schicksal: Boxer Colón elf Jahre nach Hirnblutung durch Kampf gestorben

Der puerto-ricanische Boxer Prichard Colón lag nach dem Unglück 221 Tage im Koma. Danach musste er von seiner Familie gepflegt werden. Jetzt ist er gestorben. Sein schweres Schicksal bewegte die Boxwelt und führte zu strengeren Sicherheitsregeln: Der puerto-ricanische Boxer Prichard Colón ist an den Folgen seiner schweren Hirnblutung gestorben, die er vor elf Jahren bei einem Kampf erlitten hatte. Das berichteten sein Vater Richard Colón und Boxverbände in emotionalen Mitteilungen. Er wurde 33 Jahre alt.Im Oktober 2015 hatte der damals 23-Jährige bei einem Kampf gegen Terrell Williams eine Hirnblutung erlitten und dabei irreversible neurologische Schäden davongetragen. Colón hatte nach Angaben des Boxverbandes WBC während des Kampfes mehrere schwere, regelwidrige Schläge gegen den Hinterkopf einstecken müssen.Prichard Colón: durchgehend auf Hilfe angewiesenDer Puertoricaner lag nach einer Notoperation, bei der der Druck auf sein Gehirn reduziert werden sollte, 221 Tage im Koma und war fortan im Rollstuhl sitzend mit nur minimalem Bewusstseinszustand durchgehend auf medizinische Betreuung und die Hilfe seiner Familie angewiesen.„Ich muss euch leider mitteilen, dass mein Sohn Prichard diese irdische Welt verlassen hat – er ist JETZT in einer besseren Welt“, schrieb sein Vater Richard bei Facebook. „Vielen Dank für so viele Jahre der Liebe und der Gebete. Bitte schließt uns weiterhin in eure Gebete ein, soweit es euch möglich ist.“Nach Unglück verschärfte Boxverband SicherheitsbestimmungenColón galt während seiner Karriere als aufstrebendes Talent, bis zum verhängnisvollen Unglück hatte er alle seine 16 Profikämpfe gewonnen, darunter 13 K.-o.-Siege. Boxverbände würdigten Colóns Karriere und sein Leben nach dem Unglück. „Getragen von der nahezu übermenschlichen Hingabe und unermüdlichen Liebe seiner Eltern Nieves und Richard Colón wurde der „Champion des Herzens“ zu einem weltweiten Symbol für Widerstandskraft, Glauben und Würde“, schrieb der Boxverband WBC, der Colón später zum Ehrenweltmeister ernannte, auf seiner Website. Der WBO schrieb auf Instagram, Colóns Mut, Stärke und Kampfgeist hätten weit über den Ring hinausgereicht, er sei „ein Kämpfer bis zum Schluss“ gewesen.Das Unglück habe den WBC später veranlasst, seine Sicherheitsbestimmungen entschieden zu verschärfen, hieß es vom Verband. Dazu gehörten demnach eine Null-Toleranz-Politik bei Schlägen auf den Hinterkopf sowie strengere medizinische Protokolle zum Schutz der Gesundheit aller Boxerinnen und Boxer weltweit.

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Pferdesport: Bei 35 Grad schmilzt die Gold-Hoffnung: Bronze für Hemmer

Das Sommer-Märchen von 2006 wiederholt sich nicht. 20 Jahre nach ihrem Special-Gold reitet Isabell Werth bei der WM in Aachen auf Rang vier. Eine Landsfrau ist besser.Bei 35 Grad im Schatten schmolz die Hoffnung auf eine weitere Goldmedaille für Deutschland dahin. Bei den Reit-Weltmeisterschaften in Aachen reichte es dank des dritten Platzes für Katharina Hemmer im ersten Einzel aber erneut zu Edelmetall. „Unglaublich“, rief die 32 Jahre alte Reiterin, als sie die Ergebnisse erfuhr.„Richtig angekommen ist es noch nicht“, kommentierte die Bronze-Gewinnerin kurz danach im WDR-Interview. „Ich bin einfach gerade unheimlich stolz, dass er das heute in der Atmosphäre so gemacht hat“, lobte sie den Wallach Denoix. „Das ist eine große Freude!“ Werth kommentiert: „Schade“Isabell Werth kam zwei Tage nach dem umjubelten Team-Gold auf Rang vier. „Schade“, war der erste Kommentar von Werth, als sie aus dem Stadion ritt. „Ein kleines Tickchen hat gefehlt“, sagte die erfolgreichste Reiterin der Welt, während das Publikum klatschte und johlte.„Das war echt schade, weil der Anfang war super - und das war natürlich jetzt ein knappes Rennen“, kommentierte Werth und sagte zu Platz vier: „Wie sagt man so schön, knapp vorbei ist auch daneben.“ Und dann schob Werth noch ein Lob für die Bronze-Gewinnerin hinterher: „Kata war spitze! Also große Gratulation!“„Die Pferde vertragen die Hitze sehr gut“Bei großer Hitze trotzte Titelverteidigerin Charlotte Fry aus Großbritannien den schwierigen Bedingungen und ritt im Sattel von Glamourdale mit 82,295 Prozentpunkten auf Platz eins. Die dänische Favoritin Cathrine Laudrup-Dufour landete mit Freestyle (80,927) auf Platz zwei vor Hemmer (80,866) und Werth (79,149). Eine weitere Bewährungschance in der Einzelwertung gibt es Samstag in der Kür. Die Toppaare mussten vor fast 40.000 Zuschauern im Grand Prix Special bei den höchsten Temperaturen des Tages reiten. Bundestrainerin Monica Theodorescu sagte: „Die Pferde vertragen die Hitze sehr gut.“ Und die Reiterinnen seien „alle trainierte Athleten“. Sie selbst sei bei den Olympischen Spielen in Barcelona bei 44,5 Grad geritten. Zusammen mit Werth gewann Theodorescu damals Gold.Hemmer verzichtet auf weitere Medaillen-Chance Rekordreiterin Werth verpasste mit Wendy die Wiederholung des Sommer-Märchens von 2006. Vor zwanzig Jahren hatte die inzwischen 57 Jahre alte Dressurkönigin nach dem Team-Sieg mit Satchmo auch Gold im Special gewonnen.Besser lief es für Hemmer. Sie war letzte Starterin im Special, hielt bei ihrer WM-Premiere dem Druck stand und bestätigte ihren starken Auftritt vom Team-Wettbewerb auch im Special. „Wahnsinn“, fand Equipechef Klaus Roeser die Leistung. „Was für ein Ritt, die hat einfach Nerven.“Auf die Chance, bei der WM eine weitere Dressur-Medaille zu gewinnen, verzichtet Hemmer. Die 32-Jährige wird am Samstag mit Denoix nicht in der Kür antreten. „Wir hatten dieses Jahr eine kurze Verletzungspause“, sagte sie. Deshalb war Hemmer bei der deutschen Meisterschaft in Balve „nicht in der Lage, unsere Kür zu zeigen, und auch nicht beim Nationenpreis in Hagen. Dementsprechend ist es nicht so vorbereitet, wie ich es gerne hätte, um hier bei einer Weltmeisterschaft eine Kür zu zeigen.“ Erfahrung mit Hitze hilft„Ich würde jetzt lügen, wenn ich sage, es gibt nichts Tolleres, als bei 35 Grad hier zu schwitzen“, kommentierte Frederic Wandres nach seinem Ritt auf Bluetooth, der ihn auf Platz 14 brachte. „Trotzdem sind wir Athleten, das Pferd und ich auch.“ Er sei mit Bluetooth mehrfach in Florida geritten. „Da sind ungefähr von morgens bis abends solche Temperaturen“, die Luftfeuchtigkeit noch höher „und es ist machbar“.Ähnlich sah es Raphael Netz. „Ich muss sagen, ich finde die Debatte um die Hitze ein bisschen übertrieben, weil es ein ganz normaler Sommertag ist“, sagte der WM-Debütant, der im Sattel von Camelot wie Wandres auch mit der Medaillenvergabe nichts zu tun hatte, aber immerhin auf Platz zehn kam. „Vom Veranstalter aus sind hier wirklich die besten Bedingungen vorzufinden, die man sich nur vorstellen kann.“ Es sei „wirklich unheimlich schön, hier heute zu reiten“, sagte Netz. Der 27-Jährige war mit seinem Auftritt glücklich: „Emotionen pur, perfekter Ritt von uns und die persönliche Bestleistung getoppt“, schwärmte er. Als Netz einritt, waren es ungefähr 31 Grad. Später stieg das Thermometer weiter in die Höhe. „Temperatur allein nicht ausschlaggebend“„Die Temperatur ist nicht allein ausschlaggebend“, sagte Wilfried Hanbücken, bei der WM der Vorsitzende der Veterinärkommission. „Sehr wichtig ist die Luftfeuchtigkeit, ob Wind herrscht und die Art der Sonneneinstrahlung. Man kann dann aus den einzelnen Faktoren einen Index berechnen.“ Zu einer Verschiebung der Prüfung in den Abend sagte Hanbücken: „Das hätte ja alles auf den Kopf gestellt, das ist jetzt bei einer Weltmeisterschaft auch nicht so einfach.“ So konnte die Dressur-Entscheidung am Freitagnachmittag wie geplant live im WDR übertragen werden.„Pferde können Hitze gut ab“, sagte der Tierarzt. „Es hängt aber auch immer vom Trainings- und vom Gewöhnungszustand ab. Ein Pferd kann sehr viel Wärme abgeben, indem es schwitzt. Hunde können es leider nicht gut, die leiden unter der Hitze um ein Vielfaches mehr“.

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Extremsport-Hype : Nathalie Pohl schwamm 200 Kilometer – wieso treiben Sportler sich an ihr Limit?

Extremsport boomt: Immer mehr Menschen suchen die sportliche Herausforderung. Doch wie gesund ist das – und was bewegt sie dazu, ihren Körper an die Grenze zu bringen?

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Europameister im Zehnkampf: Leo Neugebauer könnte „Held für die Ewigkeit“ werden – ein Schritt fehlt noch

Bei der Leichtathletik-EM geht Leo Neugebauer für den Erfolg an seine Grenzen. Über den Topathleten, der aus dem Nichts kam – und manchmal vom Leben nach dem Sport träumt.Halb bewusstlos taumelte Leo Neugebauer ins Ziel, sein Körper am Ende, der Wille noch da. Er war bei der Leichtathletik-EM in Birmingham eigentlich schon ausgeschieden. Nach zwei chaotischen und kräftezehrenden Tagen aber setzte er sich am Ende knapp gegen seinen Teamkollegen Niklas Kaul durch und kürte sich zum Europameister im Zehnkampf. Es ist der erste deutsche Doppelsieg seit knapp 60 Jahren.Die Beine hätten ihn auf den letzten 50 Metern verlassen, sagte Neugebauer nach dem Rennen am Donnerstag. Mit seinem Sieg wurde gerechnet, er fiel jedoch knapper aus als erwartet. Für den 26-Jährigen war der Wettkampf im ungewohnt heißen England eine Zerreißprobe.Vor allem die achte Disziplin, der Stabhochsprung, nagte an Körper und Nerven. Neugebauer schaffte bei Temperaturen von über 30 Grad die 4,80 Meter, doch der Versuch zählte nicht. Grund war eine absurde Panne: Die Kampfrichter hatten die Latte nicht auf die neue Höhe eingestellt, sodass sie noch bei 4,70 Meter lag.Neugebauer musste noch einmal ran und scheiterte dreimal. Als wäre der Vorgang nicht schon kurios genug, gab es eine weitere Wendung: Weil der Abstand der Ständer bei den Wiederholungsversuchen nicht richtig eingestellt war, bekam Neugebauer einen vierten Versuch. Er nutzte seine Chance und übersprang anschließend sogar 4,90 Meter.„So etwas habe ich noch nie erlebt“, sagte er danach ungläubig. Bei einem Versuch fiel er auch noch in den Kasten und trug eine leichte Verletzung an der Wade davon. Hinzu kamen ein Stolperer bei den 100 Metern und die Sonnenfinsternis beim Diskuswerfen. Das alles brachte ihn nicht aus der Bahn. Diese unbändige Willenskraft hat Neugebauer sich in den vergangenen Jahren hart erarbeitet.Erfolgsgeschichte nimmt in den USA Fahrt aufAls Sohn einer Deutschen und eines Kameruners wurde Leo Neugebauer am 19. Juni 2000 in Görlitz geboren. Er war erst wenige Wochen alt, da zog die Familie in einen Vorort von Stuttgart, direkt am Flughafen gelegen. Deswegen wollte Neugebauer früher Fluglotse werden. Heute hebt er stattdessen beim Hochsprung ab.Mit Leichtathletik fing er im Alter von sechs Jahren an, zuvor hatte er mit Fußball begonnen und von einer Profikarriere geträumt. Obwohl er damit mehr Geld verdient hätte, bereut Neugebauer den Wechsel nicht: „Ich freue mich, dass ich davon leben kann, damit hätte ich eh nicht gerechnet.“Zu verdanken hat er das auch einem Umzug in die USA. An der University of Texas in Austin erhielt er ein Sportstipendium. Nach dem Abschluss seines Wirtschaftsstudiums im Jahr 2024 ist Neugebauer einfach in den Vereinigten Staaten geblieben.„Leo kam aus dem Nichts“Dort begann auch die gemeinsame Erfolgsgeschichte mit Trainer Jim Garnham. „Leo kam aus dem Nichts“, erinnert der Coach sich. Im Jahr 2019 – Graham trainierte zu diesem Zeitpunkt noch in Indiana – begleitete er einen seiner Athleten zu einem Wettkampf und entdeckte dort Neugebauer. Der war damals erst 19 Jahre alt, aber schon über zwei Meter groß und über 100 Kilogramm schwer.Garnham versuchte, den jungen Athleten an seine Universität zu holen, der reagierte allerdings nicht auf seine Anrufe. Der Coach wechselte keine zwei Jahre später nach Austin und wurde sein Haupttrainer – heute bezeichnet Neugebauer ihn als Freund.Aus Niederlagen gelerntEinen weiteren Wendepunkt in Neugebauers Karriere gab es offenbar nach der Trennung von seiner Freundin im Februar 2023. Er entschied sich anschließend, sein Leben noch mehr auf den Sport auszurichten – und „locked in“ zu gehen, wie er es beschreibt. Kein langes Feiern mehr, besserer Schlaf, konzentrierteres Training. „Ich hatte Glück, diesen Körper bekommen zu haben. Aber es ist meine Verantwortung, das Beste aus ihm rauszuholen“, so Neugebauer.Einen Monat später schaffte er die Olympianorm und qualifizierte sich für die Spiele 2024 in Paris. Er gewann die Collegemeisterschaften im Zehnkampf und stellte den deutschen Rekord ein. Dann folgte der Rückschlag bei der WM in Budapest 2023.Neugebauer lag nach fünf Disziplinen am ersten Wettkampftag auf Platz eins. Er erhielt viele Nachrichten und Glückwünsche, seine Followerzahlen auf Instagram stiegen. Heute hat er über 600.000 Follower. „Das hat sehr viel Druck aufgebaut“, sagt er rückblickend. Der zweite Tag ging in die Hose – Neugebauer patzte in zwei Disziplinen und rutschte auf Rang fünf ab. Seither schaut er inmitten von Wettkämpfen nicht mehr aufs Handy.„Er lernt sehr gut aus seinen Fehlern, und er weiß, wie er sie beheben kann“, sagt sein Trainer. Neugebauer selbst gewinnt der Niederlage etwas Positives ab. „Wenn man davon lernt, ist kein Wettkampf unnötig“, sagt er heute. „Das einzige Mal, dass du nichts lernst, ist, wenn du gewinnst.“Diese Herangehensweise trägt für ihn Früchte. Bei den Olympischen Spielen in Paris 2024 gewann er Silber. 2025 wurde er in Tokio Weltmeister – und in diesem Jahr Europameister in Birmingham. Neugebauer ist einer der besten Athleten der Welt, Deutschland wählte ihn im vergangenen Jahr zum Sportler des Jahres. Jetzt will er den letzten Schritt machen, um sich international zu verewigen.Olympiasieg ist das letzte Puzzleteil„Das war unfassbar“, sagte Zehnkampf-Legende Jürgen Hingsen nach dem EM-Finale dem Sport-Informations-Dienst (SID). Neugebauer könne ein Held „für die Ewigkeit“ werden. Jetzt fehle nur noch der Olympiasieg. Neugebauer hat zwei Jahre Zeit, um sich darauf vorzubereiten. Die Olympischen Sommerspiele finden 2028 in Los Angeles statt.Neben dem großen Ziel Olympiasieger gibt es da auch noch eine Zahl, die er gern knacken würde: 9126 Punkte. Das ist der Weltrekord im Zehnkampf, aufgestellt vom Franzosen Kevin Mayer im September 2018. Neugebauer hält mit 8961 den deutschen Rekord.Sich selbst und den Weltrekord zu übertreffen, wird ihm und seinem Körper wohl wieder alles abverlangen. Dass er dafür bereit ist, hat er in Birmingham gezeigt.Der Traum von einem anderen LebenManchmal träume er aber auch von einem anderen Leben, verrät Neugebauer der „Zeit“. Er spiele mit dem Gedanken, zertifizierter Sommelier zu werden. Er liebe Wein und wolle die verschiedenen Begriffe dafür und die Wissenschaft dahinter lernen.Und dann gibt es da noch den Traum, eines Tages Abstand von allem zu nehmen. Irgendwo an einem Strand in Brasilien würde Neugebauer dann morgens „pumpen gehen, danach in einer Strandbar arbeiten, Kaffee ausschenken, mit den Gästen quatschen. Und am Abend surfen.“Quellen: „Zeit“, „Spiegel“, Eurosport, SID

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FIFA-Krise: Kein Vertrauen: Neuseeland stellt sich gegen Infantino

Im Machtkampf um Gianni Infantino äußert sich nun auch der letzte Kontinentalverband. Es deutet sich eine Spaltung an.Der neuseeländische Fußballverband hat Gianni Infantino die Unterstützung entzogen und sich der Opposition gegen den in der Kritik stehenden FIFA-Präsidenten angeschlossen. Nach dem gescheiterten Investorenplan des Weltverbandschefs sei „eine unabhängige Untersuchung notwendig, um das Vertrauen wiederherzustellen“, teilte der Verband mit. Die Kandidatur Infantinos bei der Wahl für eine weitere Amtszeit beim FIFA-Kongress im März 2027 im marokkanischen Rabat werde nicht mehr unterstützt.Damit stellt sich der Verband Neuseelands gegen die Spitze des ozeanischen Kontinentalverbands OFC. Dieser teilte nach einer Sitzung seines Exekutivkomitees mit, dass begrüßt werde, dass die FIFA den Plan für den Verkauf von Rechten an den Turnieren des Weltverbandes an private Investoren gestoppt habe.11 Stimmen aus Ozeanien bei FIFA-WahlDer OFC erkenne den Fortschritt an, den die Fußballentwicklung im vergangenen Jahrzehnt unter der aktuellen Führung der FIFA gemacht habe und ermutige den Weltverband, notwendige Änderungen zu treffen. Infantino führt die FIFA seit gut zehn Jahren an.Aus Ozeanien kommen 11 der insgesamt 211 stimmberechtigten FIFA-Mitgliedsverbände, jene dürften mehrheitlich dem Lager Infantinos angehören. Der Verband Neukaledoniens äußerte, dass er „öffentlich und unmissverständlich“ den amtierenden FIFA-Präsidenten unterstütze, „dessen Handeln und Vision die Entwicklung des Weltfußballs und die Fairness zwischen allen Nationen aktiv fördern.“Wo steht der Rest der Welt?Erst zu Wochenbeginn hatten die Dachverbände von Europa (UEFA), Asien (AFC), Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik (Concacaf) in einem offenen Brief ihre Forderung nach einem Neuanfang an der Spitze des Weltverbandes erneuert. Aus den Reihen von AFC und Concacaf gibt es jedoch einzelne Abweichler, die Infantino weiter unterstützen. Die Kontinentalverbände von Afrika (Caf) und Südamerika (Conmebol) stützen derzeit ebenfalls den Amtsinhaber.

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Duell mit Kroatien: Tennisstar Zverev führt deutsches Davis-Cup-Team an

Alexander Zverev präsentiert sich erstmals seit mehr als drei Jahren wieder im Davis Cup vor heimischem Publikum. Mit dem Grand-Slam-Champion soll der nächste Schritt zum erhofften Titel gelingen.Der deutsche Tennisstar Alexander Zverev kehrt etwas überraschend für die zweite Qualifikationsrunde ins deutsche Davis-Cup-Team zurück. Der French-Open-Sieger gehört zum Aufgebot, das Teamchef Michael Kohlmann für die Partie am 19. und 20. September im westfälischen Halle gegen Kroatien nominierte. Mit einem Sieg kann sich die Auswahl für die Endrunde der Top Acht im italienischen Bologna qualifizieren. „Nach den herausragenden Erfolgen, die Alexander in diesem Jahr gefeiert hat, freut es mich besonders, dass er wieder Teil unserer Davis Cup-Mannschaft ist“, sagte Kohlmann laut Mitteilung des Deutschen Tennis Bunds.Mit Zverevs Nominierung war nicht unbedingt zu rechnen, da die Partie im Anschluss an die US Open stattfindet. Der Wimbledon-Finalist geht beim Grand-Slam-Turnier in New York als einer der Topfavoriten an den Start, das Männer-Finale steigt am 13. September. Es gehe gegen Kroatien darum, „gegen einen starken Gegner zu bestehen“, sagte Zverev.Erster Davis-Cup-Heim-Auftritt für Zverev seit Niederlage 2023In der ersten diesjährigen Davis-Cup-Runde hatte das deutsche Team das Fehlen des Weltranglisten-Dritten gegen Außenseiter Peru verkraften können. Der beste deutsche Tennisspieler zählte zuvor bei der Endrunde 2025 zum Team. Auch mit Zverev reichte es nicht für den erhofften Titelgewinn, Deutschland schied im Halbfinale gegen Spanien aus. Die Qualifikationsrunde gegen Kroatien wird für Zverev jetzt der erste Davis-Cup-Auftritt vor heimischem Publikum seit mehr als drei Jahren. 2023 verlor die deutsche Mannschaft mit ihm in Trier gegen die Schweiz. Wimbledon-Viertelfinalist Struff fehlt im Aufgebot Zum Aufgebot zählen zudem Yannick Hanfmann sowie das Doppel Kevin Krawietz und Tim Pütz. Ein Platz im Team ließ Kohlmann wie gewohnt vorerst offen. Davis-Cup-Routinier und Wimbledon-Viertelfinalist Jan-Lennard Struff ist bisher nicht nominiert.

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Leichtathletik: Neugebauers Qualen, Kauls Spaß - Duell für die Zukunft?

Leo Neugebauer und Niklas Kaul liefern sich bei der EM ein packendes Zehnkampf-Duell. Europameister Neugebauer durchlebt ein Wechselbad der Gefühle, Kaul genießt die große Bühne endlich wieder.Gut eine Stunde nach seinem qualvollen EM-Triumph strahlte Zehnkampf-Star Leo Neugebauer mit seinem Fanclub aus Freunden und Familie auf einer Wiese hinter dem Alexander Stadium schon wieder um die Wette und hüpfte auf und ab. Die Strapazen eines Zehnkampf-Krimis waren dem 26-Jährigen da schon gar nicht mehr anzumerken.Dabei durchlebte der Weltmeister und nun auch Europameister in Birmingham einen nervenaufreibenden und kräftezehrenden Wettkampf und am Ende ein packendes deutsches Duell um Gold mit Niklas Kaul. „Ich muss sagen, dieses Mal war echt ein bisschen dramatischer bei mir“, sagte Neugebauer. Nach WM-Gold in Tokio vor fast einem Jahr habe er sich bei seiner EM-Premiere auch etwas beweisen wollen.Neugebauer wollte sich „durchbeißen“„Also es war einfach nur eine coole Bestätigung nach Tokio. Und es war mir wichtig, einfach auch mir selbst zu zeigen, dass wenn es drauf ankommt, dass ich echt auch richtig durchbeißen kann, was auch einen guten Zehnkämpfer ausmacht“, sagte Neugebauer.Der Modellathlet, der als Topfavorit nach Birmingham gereist war, hielt dem Druck stand - und ließ sich auch von Rückschlägen nicht von seinem Weg abbringen. Ein Einbruch auf den 400 Metern zum Abschluss des ersten Tages, ein Chaos im Stabhochsprung um falsch eingestellte Höhen und falsche Abstände der Ständer, auf denen die Latte liegt, und Probleme mit der Wade brachten Neugebauer physisch und psychisch an die Grenze.„Es kommen immer wieder neue Sachen, aber das ist auch einfach generell der Zehnkampf. Man muss mit vielen verschiedenen Sachen zurechtkommen“, sagte Neugebauer. „Aber am Ende hat es gereicht.“ Dass Neugebauer vor allem im abschließenden 1.500-Meter-Lauf alle Kräfte mobilisieren musste und sich fast schon stehend k.o. ins Ziel schleppte, lag auch am Teamkollegen Kaul.Kaul: „Silbermedaille gewonnen“, nicht verlorenDer 28-Jährige blies an seinem traditionell starken zweiten Tag zur Aufholjagd und musste sich am Ende nur um 38 Punkte geschlagen geben. „Ich bin Zweiter geworden, habe eine Silbermedaille gewonnen und die explizite Betonung liegt auf gewonnen“, sagte Kaul.Für Kaul war es der größte Erfolg seit seinem EM-Titel vor vier Jahren in München. Der Weltmeister von 2019 hat nach eigenen Worten in den vergangenen Jahren gelernt, Spaß daran zu haben, Zehnkampf zu machen. Nach den enttäuschenden Olympischen Spielen von Paris, als er Achter wurde, habe es Klick gemacht.Er sei dort „sehr verkrampft dieser olympischen Medaille hinterhergerannt“ und „total auf die Nase geflogen“, erklärte Kaul. „Letztes Jahr war schon gut. Auch mit einem vierten Platz bei Weltmeisterschaften.“Kaul will noch einmal drauflegenEr wolle in den kommenden Jahren Neugebauer weiter ärgern, erklärte Kaul. „Ich glaube, ich muss in ein, zwei Disziplinen noch ein bisschen was drauflegen, damit das dann auch ein Duell bleibt in den nächsten ein, zwei Jahren. Aber damit beschäftige ich mich, keine Ahnung, nächste Woche oder so.“ Erst einmal wolle er die Silbermedaille - ähnlich wie Neugebauer seinen EM-Titel - feiern.

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Leichtathletik-EM: Kritik an Siegerin Krause? Meyer erklärt Trotz-Interview

„Gesa will einfach keinen Meter was machen“: Nach ihrem Sturz-Drama über 3.000 Meter Hindernis hadert Lea Meyer mit der Taktik der Siegerin. Als Vorwurf will sie das aber nicht verstanden wissen.Lea Meyer hat sich zu ihrem trotzigen TV-Interview bei der Leichtathletik-EM in Birmingham geäußert und den Vorwurf der Missgunst über Gold für Gesa Krause von sich gewiesen. „Gesa ist verdient Europameisterin geworden!!! Sie hat die beste Taktik gewählt und ihre Stärken ausgespielt“, schrieb die 28-Jährige bei Instagram. Cleverness und Taktik seien „sehr entscheidende Faktoren einer Meisterschaft“, schrieb Meyer. „Und wer das für sich an Tag x perfektioniert hat, dem gönne ich auch jeden Erfolg!“.Diese Aussagen sorgten für WirbelUnmittelbar nach dem Rennen über 3.000 Meter Hindernis hatte sich die viertplatzierte Meyer, die am letzten Wassergraben gestürzt war und damit eine sicher geglaubte Medaille aus der Hand gab, auch zu Siegerin Krause geäußert. Die Äußerungen waren von vielen als Kritik aufgefasst. „Ich finde, ich hätte die Medaille verdient“, sagte Meyer im ZDF. Krause, die im Schlussspurt an Meyer vorbeizog, hielt sich fast den ganzen Lauf über im Windschatten auf. „Also das ist einem ja bewusst: Gesa will einfach keinen Meter was machen. Die sitzt es aus und rennt da hinten raus“, sagte Meyer.In ihrem Social-Media-Post betonte die Athletin, dass sie selbstkritisch sei. „Ich war im entscheidenden Moment nicht gut genug, habe Fehler gemacht und meine Taktik ist nicht aufgegangen. Und das ist (wie ich es auch zu jedem Zeitpunkt klar gemacht habe) mein alleiniger Fehler“, schrieb sie. Auch schon im TV-Interview hatte sie gesagt, dass sie „sauer“ auf sich sei: „Das habe ich mir selber eingebrockt.“ Meyer kündigt Großes an„Heute haben die besten Wettkämpferinnen gewonnen“, hatte Meyer weiter gesagt. Sie selbst gehöre aber an die Spitze Europas und werde bis Olympia 2028 in Los Angeles „als deutsche Rekordhalterin“ dastehen. Später fügte sie hinzu: „Ich halte mich für die beste Hindernisläuferin Europas vom Leistungsvermögen her.“Krause hatte die Kritik nach dem Lauf gelassen hingenommen. Jeder entscheide sich selbst dazu, Führungsarbeit zu machen. „Ich bin jemand, der gerne auf dem letzten Kilometer oder auf der letzten Runde Gas gibt, vor allem bei Meisterschaften“, sagte die 34-Jährige, die ihren dritten EM-Titel gewann.

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Leichtathletik-EM: Hindernisläuferin Gesa Krause holt Gold – Kollegin Meyer erklärt Kritik

Bei der Leichtathletik-EM in Birmingham krönt sich Gesa Krause in einem packenden Finale über 3000 Hindernis mit dem ersten Platz. Danach wird es ungemütlich.Lea Meyer hat sich zu ihrem trotzigen TV-Interview bei der Leichtathletik-EM in Birmingham geäußert und den Vorwurf der Missgunst über Gold für Gesa Krause von sich gewiesen. „Gesa ist verdient Europameisterin geworden!!! Sie hat die beste Taktik gewählt und ihre Stärken ausgespielt“, schrieb die 28-Jährige bei Instagram. Cleverness und Taktik seien „sehr entscheidende Faktoren einer Meisterschaft“, schrieb Meyer. „Und wer das für sich an Tag x perfektioniert hat, dem gönne ich auch jeden Erfolg!“.Unmittelbar nach dem Rennen über 3000 Meter Hindernis hatte sich die viertplatzierte Meyer, die am letzten Wassergraben gestürzt war und damit eine sicher geglaubte Medaille aus der Hand gab, auch zu Siegerin Krause geäußert. Die Äußerungen waren von vielen als Kritik aufgefasst. „Ich finde, ich hätte die Medaille verdient“, sagte Meyer im ZDF. Krause, die im Schlussspurt an Meyer vorbeizog, hielt sich fast den ganzen Lauf über im Windschatten auf. „Also das ist einem ja bewusst: Gesa will einfach keinen Meter was machen. Die sitzt es aus und rennt da hinten raus“, sagte Meyer.Lea Meyer meldet sich per Social MediaIn ihrem Social-Media-Post betonte die Athletin, dass sie selbstkritisch sei. „Ich war im entscheidenden Moment nicht gut genug, habe Fehler gemacht und meine Taktik ist nicht aufgegangen. Und das ist (wie ich es auch zu jedem Zeitpunkt klar gemacht habe) mein alleiniger Fehler“, schrieb sie. Auch schon im TV-Interview hatte sie gesagt, dass sie „sauer“ auf sich sei: „Das habe ich mir selber eingebrockt.“ „Heute haben die besten Wettkämpferinnen gewonnen“, hatte Meyer weiter gesagt. Sie selbst gehöre aber an die Spitze Europas und werde bis Olympia 2028 in Los Angeles „als deutsche Rekordhalterin“ dastehen. Später fügte sie hinzu: „Ich halte mich für die beste Hindernisläuferin Europas vom Leistungsvermögen her.“Geaa Krause reagiert gelassenKrause hatte die Kritik nach dem Lauf gelassen hingenommen. Jeder entscheide sich selbst dazu, Führungsarbeit zu machen. „Ich bin jemand, der gerne auf dem letzten Kilometer oder auf der letzten Runde Gas gibt, vor allem bei Meisterschaften“, sagte die 34-Jährige, die ihren dritten EM-Titel gewann.Hinweis: Dieser Artikel wurde mehrfach aktualisiert.

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Leichtathletik: Fast 70 Meter: Diskuswerfer Janssen jubelt über EM-Bronze

Lange gab es keine deutsche Diskus-Medaille mehr bei einer EM. Henrik Janssen beendet nun diese Durststrecke.Der deutsche Diskuswerfer Henrik Janssen hat sich bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham die Bronzemedaille im Diskuswurf gesichert. Der Magdeburger schleuderte die Scheibe im Alexander Stadium im zweiten Versuch auf die persönliche Saisonbestweite von 69,53 Metern.Erstmals seit dem Titelgewinn von Olympiasieger Robert Harting 2014 in Zürich holte ein deutscher Diskuswerfer wieder eine EM-Medaille. Als er nach dem sechsten Versuch den Ring verließ, stieß der EM-Fünfte von 2024 einen Freudenschrei aus und ballte die Fäuste.Titelverteidiger Kristjan Ceh siegt mit RekordJanssen musste sich nur zwei Favoriten geschlagen geben: Der slowenische Titelverteidiger Kristjan Ceh gewann mit Meisterschaftsrekord von 72,51 Metern vor dem Litauer Mykolas Alekna. Der Europameister von 2022 erreichte in dem hochklassigen Wettkampf 69,89 Meter. Tokio-Olympiasieger und Dreifach-Weltmeister Daniel Stahl aus Schweden landete mit 68,22 Metern hinter Janssen nur auf Rang vier.Der 28 Jahre alte Janssen hatte als einziger deutscher Werfer das Finale erreicht. Zwar hatte sich auch der deutsche Meister Steven Richter für die EM Hoffnungen gemacht, die Qualifikation aber nicht überstanden.

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Leichtathletik-EM: Hindernisläuferin Gesa Krause holt Gold – Zoff mit Kollegin Meyer

Bei der Leichtathletik-EM in Birmingham krönt sich Gesa Krause in einem packenden Finale über 3000 Hindernis mit dem ersten Platz. Danach wird es ungemütlich.Gesa Krause hat in einem dramatischen Finale Gold über 3000 Meter Hindernis bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham gewonnen und dem deutschen Team den ersten Titel bei den kontinentalen Titelkämpfen beschert. Bronze gewann Olivia Gürth. Dramatisch verlief das Finale für Lea Meyer, die auf Medaillenkurs am letzten Wassergraben stürzte und Vierte wurde. Auch bei der WM 2022 war ihr im Vorlauf dieses Missgeschick passiert.Nach dem Lauf zeigte Meyer sich trotzig und kritisierte Krause. „Ich finde, ich hätte die Medaille verdient“, sagte Meyer, die lange das Tempo diktierte.Krause, die im Schlussspurt an Meyer vorbeizog, hielt sich fast den ganzen Lauf über im Windschatten auf. „Also das ist einem ja bewusst: Gesa will einfach keinen Meter was machen. Die sitzt es aus und rennt da hinten raus“, sagte Meyer. Sie stürzte am letzten Wassergraben und fiel dann noch hinter Olivia Gürth zurück, die Bronze gewann.Zu ihrem Sturz sagte Meyer, sie sei „sauer, sehr, sehr auf mich selber. Das habe ich mir selber eingebrockt.“ Schon bei der WM 2022 war sie in den Wassergraben gestürzt.Meyer kündigt Großes an„Heute haben die besten Wettkämpferinnen gewonnen“, sagte Meyer weiter. Sie selbst gehöre aber an die Spitze Europas, sagte die 28-Jährige und kündigte große Dinge bis Olympia 2028 in Los Angeles an. „Spätestens in LA stehe ich als deutsche Rekordhalterin da“, sagte Meyer im ZDF.Später fügte sie hinzu: „Ich halte mich für die beste Hindernisläuferin Europas vom Leistungsvermögen her. Es ist am Ende ein Meisterschaftsrennen, und gerade Gesa und Alice sind die absolut besten Meisterschaftsläuferinnen.“ Die Französin Alice Finot wurde in Birmingham zwei Jahre nach ihrem Titelgewinn Zweite.Die deutsche Bestmarke liegt bei 9:03:30 Minuten - ausgerechnet aufgestellt von Krause im Jahr 2019. Meyers persönliche Bestleistung steht bei 9:09,13.Gesa Krause feiert bei der Leichtathletik-EM schon den dritten TriumphKrause feierte ihren dritten EM-Triumph nach 2016 in Amsterdam und 2018 in Berlin. Für Gürth ist Bronze der größte Erfolg in der Karriere der 24-Jährigen, die im Juniorenbereich aber schon mehrmals Europameisterin wurde. Silber gewann die Titelverteidigerin Alice Finot aus Frankreich.Die 3000 Meter Hindernis sind auf europäischer Bühne schon seit Jahren eine deutsche Domäne. Zuletzt hatte es 2012 in Helsinki zwei Medaillen für Deutschland gegeben. Schon damals war Krause, die seit Frühjahr 2023 Mama einer Tochter ist, dabei und holte Bronze. Zwei Jahre später bejubelte Antje Möldner-Schmidt den ersten EM-Titel einer deutschen Läuferin in dieser noch relativ jungen Leichtathletik-Disziplin, die erst seit 2006 Teil von Europameisterschaften ist.Hinweis: Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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„Die sitzt es aus“: Viel Zoff: Gestürzte Meyer kritisiert Europameisterin Krause

„Gesa will einfach keinen Meter was machen“: Nach ihrem Sturz-Drama über 3.000 Meter Hindernis hadert Lea Meyer mit der Taktik der Konkurrentinnen.Lea Meyer hat sich nach ihrem Sturz-Drama und dem unglücklichen vierten Platz bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham über 3.000 Meter Hindernis trotzig gezeigt und auch Europameisterin Gesa Krause kritisiert. „Ich finde, ich hätte die Medaille verdient“, sagte Meyer, die lange das Tempo diktierte.Krause, die im Schlussspurt an Meyer vorbeizog, hielt sich fast den ganzen Lauf über im Windschatten auf. „Also das ist einem ja bewusst: Gesa will einfach keinen Meter was machen. Die sitzt es aus und rennt da hinten raus“, sagte Meyer. Sie stürzte am letzten Wassergraben und fiel dann noch hinter Olivia Gürth zurück, die Bronze gewann.Zu ihrem Sturz sagte Meyer, sie sei „sauer, sehr, sehr auf mich selber. Das habe ich mir selber eingebrockt.“ Schon bei der WM 2022 war sie in den Wassergraben gestürzt.Meyer kündigt Großes an„Heute haben die besten Wettkämpferinnen gewonnen“, sagte Meyer weiter. Sie selbst gehöre aber an die Spitze Europas, sagte die 28-Jährige und kündigte große Dinge bis Olympia 2028 in Los Angeles an. „Spätestens in LA stehe ich als deutsche Rekordhalterin da“, sagte Meyer im ZDF.Später fügte sie hinzu: „Ich halte mich für die beste Hindernisläuferin Europas vom Leistungsvermögen her. Es ist am Ende ein Meisterschaftsrennen, und gerade Gesa und Alice sind die absolut besten Meisterschaftsläuferinnen.“ Die Französin Alice Finot wurde in Birmingham zwei Jahre nach ihrem Titelgewinn Zweite.Die deutsche Bestmarke liegt bei 9:03:30 Minuten - ausgerechnet aufgestellt von Krause im Jahr 2019. Meyers persönliche Bestleistung steht bei 9:09,13.

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Leichtathletik: Hindernisläuferin Krause krönt sich mit EM-Gold

Über 3.000 Meter Hindernis gehen für das deutsche Team drei Medaillenkandidatinnen an den Start. Gesa Krause stürmt zu Gold, Olivia Gürth holt Bronze. Im Sturz-Pech ist Lea Meyer.Gesa Krause hat in einem dramatischen Finale Gold über 3.000 Meter Hindernis bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham gewonnen und dem deutschen Team den ersten Titel bei den kontinentalen Titelkämpfen beschert. Bronze gewann Olivia Gürth. Dramatisch verlief das Finale für Lea Meyer, die auf Medaillenkurs am letzten Wassergraben stürzte und Vierte wurde. Auch bei der WM 2022 war ihr im Vorlauf dieses Missgeschick passiert.Krause feierte ihren dritten EM-Triumph nach 2016 in Amsterdam und 2018 in Berlin. Für Gürth ist Bronze der größte Erfolg in der Karriere der 24-Jährigen, die im Juniorenbereich aber schon mehrmals Europameisterin wurde. Silber gewann die Titelverteidigerin Alice Finot aus Frankreich.Vor 14 Jahren gewann Krause BronzeDie 3.000 Meter Hindernis sind auf europäischer Bühne schon seit Jahren eine deutsche Domäne. Zuletzt hatte es 2012 in Helsinki zwei Medaillen für Deutschland gegeben. Schon damals war Krause, die seit Frühjahr 2023 Mama einer Tochter ist, dabei und holte Bronze. Zwei Jahre später bejubelte Antje Möldner-Schmidt den ersten EM-Titel einer deutschen Läuferin in dieser noch relativ jungen Leichtathletik-Disziplin, die erst seit 2006 Teil von Europameisterschaften ist.

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Schwimm-EM: Deutsche Schwimmer ohne Medaille - Viele Chancen am Freitag

Die Siegerehrungen in Paris finden am Donnerstag ohne deutsche Schwimmer statt. Der Freitag könnte dagegen glanzvoll werden.Die deutschen Schwimmerinnen und Schwimmer haben am vierten Tag der EM-Beckenwettbewerbe keine Medaille geholt, sich aber in gute Positionen für die Finals an diesem Freitag gebracht. Am nächsten dran an einem Podestplatz war Freistilschwimmerin Linda Roth. Die 18-Jährige belegte über 200 Meter den vierten Platz. 90 Hundertstelsekunden fehlten ihr auf Bronze, das an die Britin Freya Colbert ging.Lukas Märtens qualifizierte sich als Zweitschnellster der Halbfinals für den Endlauf über 200 Meter Freistil. Bislang habe er es auf der Strecke international noch nie geschafft, seine Bestleistung im Endlauf zu zeigen, sagte der 24 Jahre alte Olympiasieger über die doppelte Distanz. „Das will ich morgen einfach schaffen und allen zeigen.“ Märtens erklärte: „Heute muss ich gut schlafen, versuchen, mich gut zu regenerieren. Und dann greife ich morgen Abend voll an.“Weitere Medaillenchancen für drei deutsche SchwimmerinnenIn sehr guter Form präsentierte sich auch Angelina Köhler. Die Schmetterlingsschwimmerin belegte im Halbfinale über 100 Meter ebenfalls den zweiten Platz. Sie zählt ebenso zu den Medaillenkandidatinnen wie Freistil-Ass Isabel Gose auf der längsten Beckendistanz. Die Olympia-Bronzegewinnerin erreichte als Dritte der Vorläufe das Finale über 1500 Meter.Brustschwimmerin Anna Elendt hat über 200 Meter ebenfalls Podestchancen. Die 24-Jährige verfehlte ihren eigenen deutschen Rekord bei ihrem fünften Rang im Semifinale nur um sechs Hundertstelsekunden. Die Abendsession beginnt um 18.30 Uhr (ARD-Livestream).Curtis schwimmt erneut WeltrekordSein Finale schon hinter sich hat Kaii Liam Winkler. Der 20-Jährige belegte über 100 Meter Schmetterling in 51,08 Sekunden den sechsten Platz. Gold schnappte sich der Ungar Kristof Milak in europäischer Rekordzeit von 49,48 Sekunden. Lucas Matzerath wurde Achter über 200 Meter Brust. Die deutsche 4x100 Meter Freistil-Staffel der Männer belegte Rang sechs.Für Glanzmomente sorgte erneut Sara Curtis. Die italienische Rückenschwimmerin verbesserte ihren erst am Vortag aufgestellten Weltrekord bei ihrem Sieg über 50 Meter um weitere sieben Hundertstelsekunden. Die 19-Jährige schlug nach 26,56 Sekunden an.

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Leichtathletik-EM: Stabhochsprung-Chaos im Zehnkampf: „Noch nie erlebt“

Eine auf eine falsche Höhe eingestellte Latte sorgt beim Stabhochsprung im EM-Zehnkampf für Ärger. Vor allem Weltmeister Leo Neugebauer erlebt ein Wechselbad der Gefühle.Eine peinliche Panne hat im Zehnkampf-Wettbewerb bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham für Chaos und Wirrwarr um Weltmeister Leo Neugebauer gesorgt. Einige Mehrkämpfer, darunter Neugebauer, überquerten in brütender Mittagshitze vermeintlich die Höhe von 4,80 Metern. Das Problem: Die Höhe der Stabhochsprung-Latte wurde von den Kampfrichtern nicht auf 4,80 Meter eingestellt. Stattdessen lag die Latte noch bei der vorherigen Höhe von 4,70 Metern.„So etwas habe ich noch nie erlebt“, sagte Neugebauer, der sich bei einem Sprung an der Wade verletzte und nach der achten Disziplin mit 7181 Punkten in Führung liegt. Neugebauer hatte die vermeintlichen 4,80 Meter bei etwa 35 Grad Celsius im Alexander Stadium übersprungen - zunächst umsonst.Zehnkampf: Protest wird doch stattgegebenAls dann tatsächlich 4,80 Meter aufgelegt wurden, gelang dem Olympia-Zweiten kein gültiger Versuch mehr. „Die müssen alle noch mal 4,80 Meter springen. Bei den Witterungsbedingungen natürlich fatal. Absolute Wettkampfverzerrung meiner Meinung nach“, schimpfte Mehrkampf-Bundestrainer Jörg Roos im ZDF-Livestream. Ein Protest wurde nach Angaben von Roos zunächst abgelehnt. Neugebauer sei aber zumindest ein weiterer Sprung gewährt worden. Diesen Versuch meisterte er und überquerte anschließend unter Vorbehalt im ersten Versuch sogar 4,90 Meter. Dann wurde dem Protest stattgegeben. „Gott sei Dank ist es am Ende noch mal gut gegangen. Das war echt verrückt“, sagte NeugebauerNiklas Kaul in MedaillennäheNiklas Kaul, der wie Neugebauer sehr gute Medaillenchancen hat und mit 6823 Punkten Vierter ist, war von dem Chaos nicht betroffen. Er sprang in der anderen Gruppe, in der die Höhen ohne Fehler eingestellt wurden, und schaffte ebenfalls 4,90 Meter. Amadeus Gräber als Bester im Feld überquerte sogar 5,10 Meter und verbesserte sich mit 6707 Punkten auf Platz sieben.Der Stabhochsprung war die achte von zehn Disziplinen. Die Entscheidung fällt heute Abend über 1500 Meter (22.10 Uhr deutscher Zeit/ZDF und Eurosport).

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· Actio recta non erit, nisi recta fuerit voluntas ·