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Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und den Finanzmärkten
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Aktuelle Nachrichten

Fußball-Nationalmannschaft: Nagelsmann vor WM-Auslosung: "Kribbeln im Körper"

Die WM-Auslosung bringt maximale Spannung: Deutschland trifft in der Vorrunde zwar nicht auf eine Top-Nation. Aber der Turnierweg hat viele große Herausforderungen. Das spürt auch der Bundestrainer.Vor dem Abflug zur Gruppenauslosung nach Washington wächst auch bei Julian Nagelsmann die WM-Anspannung. "Man spürt das Kribbeln im Körper, die Vorfreude steigt und wir können auf allen Ebenen voll in die Vorbereitung einsteigen", sagte der Bundestrainer der Deutschen Presse-Agentur vor der großen Los-Zeremonie am Freitag (18.00 Uhr/MEZ). In der US-Hauptstadt werden bei einer Super-Gala mit US-Präsident Donald Trump als Stargast, Moderatorin Heidi Klum und Robbie Wiliams und Nicole Scherzinger als Show-Act die drei Gruppengegner der Fußball-Nationalmannschaft für die Endrunde 2026 und der mögliche Turnier-Weg bis zum Finale am 19. Juli 2026 in East Rutherford bei New York bestimmt. Nagelsmann reist am Donnerstag mit Verbandspräsident Bernd Neuendorf und Sportdirektor Rudi Völler an der Spitze einer DFB-Delegation nach Washington. "Die WM schien bisher noch etwas weiter weg - nicht nur geografisch. Mit der Auslosung, wenn wir unsere Gegner und Spielorte kennen, rückt sie spürbar näher", sagte Nagelsmann vor dem Event im John F. Kennedy Center for the Performing Arts unweit vom Weißen Haus Der Bundestrainer wird nach der Auslosung und der für Samstag (18.00 Uhr/MEZ) von der FIFA geplanten Bekanntgabe der genauen Spielorte für alle 72 Gruppenspiele noch in Amerika bleiben, um das mögliche Teamquartier der DFB-Elf zu inspizieren. "Dieses Turnier bleibt auch logistisch eine Herausforderung – für uns und für unsere Fans, auf deren Unterstützung wir uns bei der WM sehr freuen. Wir wissen es sehr zu schätzen, wie viel sie nächstes Jahr auf sich nehmen werden, um dabei sein zu können", sagte Nagelsmann.Kein Duell mit Top-NationDeutschland ist bei der Lose-Show als Weltranglisten-Neunter im Topf 1 gesetzt. Das ist wichtig, weil damit feststeht, dass man in der Gruppenphase nicht auf die besten Teams der Welt treffen kann. Im selben Topf sind auch Spanien, Argentinien, Frankreich, England, Brasilien, Portugal, die Niederlande, Belgien sowie die drei Gastgeber USA, Mexiko und Kanada. Diese Teams können frühestens in der K.o.-Phase zum DFB-Gegner werden.Mögliche schwere Kontrahenten sind aus Topf 2 die als robust bekannten Teams aus Kolumbien und Uruguay, in Topf 3 lauert Norwegen mit Superstar Erling Haaland als potenzieller Kontrahent. Und im schlechtesten Topf 4 sind, weil noch nicht fix qualifiziert, die Italiener mit allen anderen Playoff-Teams. Es kann also schwierig werden für Nagelsmann. Generalprobe gegen USA in ChicagoGegen die USA wird Deutschland aber seine WM-Generalprobe bestreiten, wie der DFB kurz vor der Auslosung bekanntgab. Am 6. Juni (20.30 Uhr/MEZ) wird im Soldier Field von Chicago gespielt. In die US-Metropole reist die DFB-Auswahl nach dem Test gegen Finnland am 31. Mai (20.45 Uhr) in Mainz, um sich rechtzeitig in Amerika zu akklimatisieren.

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DFB-Pokal: Leverkusen rächt sich an Borussia-Dortmund für Bundesliga-Pleite

Vor wenigen Tagen besiegte Borussia Dortmund Bayer Leverkusen in der Bundesliga. Im DFB-Pokal dagegen behalten die Leverkusener die Oberhand – auch wegen der Leistung des BVB.Borussia Dortmund hat einen bösen Rückfall erlitten und den Titel-Befehl von Sportchef Lars Ricken leichtfertig missachtet. Nach einer schwachen Vorstellung und lange Zeit ohne Torjäger Serhou Guirassy verlor der BVB im Achtelfinale des DFB-Pokals gegen Bayer Leverkusen mit 0:1 (0:1). Das Team von Trainer Kasper Hjulmand revanchierte sich damit für die 1:2-Niederlage im Bundesliga-Topspiel nur drei Tage zuvor. Ibrahim Maza (34. Minute) schoss die Werkself ins Viertelfinale. Dabei hatte Ricken bei der Mitgliederversammlung neun Tage zuvor den DFB-Pokalsieg als Abschiedsgeschenk für den langjährigen Clubchef Hans-Joachim Watzke gefordert. Darauf hatte das Team von Trainer Niko Kovac scheinbar keine Lust. Anders ist der lange Zeit seltsam blutleere Auftritt kaum zu erklären. Zunächst ohne Stürmer Guirassy, der nach seinem verweigerten Handschlag für den Trainer am Samstag diesmal lange auf der Bank saß, wirkte das Angriffsspiel der Dortmunder umständlich und unglücklich.Spieler von Borussia Dortmund enttäuscht"Wir haben genügend Chancen, das Tor zu machen. Das ist uns leider nicht gelungen", sagte BVB-Profi Waldemar Anton bei Sky: "Das müssen wir aufarbeiten und beim nächsten Spiel deutlich besser machen." Leverkusen habe nur zwei Torchancen gehabt und daraus einen Treffer gemacht, sagte Anton: "Das ist brutal bitter. Wir werden ein, zwei Tage brauchen, um das zu verarbeiten." Dortmunds Kapitän Emre Can ergänzte: "Das ist Wahnsinn, dass wir hier mit null Toren dastehen."Für Guirassy spielte diesmal Neuzugang Fábio Silva von Beginn an, nutzte seine Chance aber nicht. Der seit Wochen wie ein Fremdkörper im BVB-Spiel wirkende Guirassy war nach einer erneut schwachen Leistung und seiner vorzeitigen Auswechslung in Leverkusen wortlos an Kovac vorbeigegangen und hatte seine Handschuhe weggeworfen. Kovac erklärt Pause für Serhou Guirassy im DFB-Pokal"Es werden viele spekulieren, aber ich will gleich mal den Wind aus den Segeln nehmen", sagte Kovac vor dem Spiel bei Sky zu der brisanten Personalie. "Das hat überhaupt nichts mit der Vorgeschichte zu tun, er hat im Pokal in Frankfurt auch nicht von Anfang an gespielt. Das hat nichts mit dem letzten Spiel zu tun. Wir wollen ein bisschen Frische reinbringen."Tatsächlich sahen die 81.365 Zuschauer vor allem Behäbigkeit und Fehlpässe en masse. Wie schon in der Bundesliga am Samstag war die erste Halbzeit langweilig und auf überschaubarem Niveau. Der einzig toll heraus gespielte Angriff endete im Führungstor für die Gäste. Shootingstar Maza schloss eine Leverkusener Kombination aus der Bedrängung am eigenen Strafraum heraus gekonnt ab. Erst danach kamen auch die Dortmunder zu Chancen. Alleine Karim Adeyemi vergab zwei Möglichkeiten (40. und 42.). Bayer Leverkusen bekommt kaum DruckErstaunlich verhalten kam der BVB trotz des Rückstands auch aus der Kabine. Kaum Geschwindigkeit, keine Ideen und Abstimmungsprobleme prägten das Dortmunder Spiel gegen ebenfalls biedere Leverkusener, die individuell am Dienstag aber wesentlich stärker wirkten. Eine klasse Aktion von Alejandro Grimaldo endete im vermeintlichen zweiten Gegentor durch Martin Terrier (60.). Nach Ansicht der Videobilder wurde der Treffer wegen einer Abseitsposition aber wieder einkassiert. Kovac reagierte auf den Lustlos-Auftritt seines Teams mit einem dreifachen Wechsel. Für die unglücklich agierenden Silva, Chukwuemeka und Julian Ryerson kamen Guirassy, Julian Brandt und Maximilian Beier. Von Guirassy war anschließend zu wenig zu sehen.

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DFB-Pokal: Fan-Todesfall überschattet Leipzigs Sieg gegen Magdeburg

Wieder stirbt am Rande von Leipzigs Pokalspiel ein Fan. RB kommt nach einem Elfmeter mächtig unter Druck, dreht aber das Spiel gegen das Zweitliga-Schlusslicht.Der am Ende lockere Viertelfinaleinzug von RB Leipzig im DFB-Pokal ist von einem Todesfall eines Fans überschattet worden. Wie schon beim Zweitrunden-Sieg in Cottbus starb später im Krankenhaus ein Zuschauer, der vor dem Stadion hatte reanimiert werden müssen. Nach einem Rückstand gegen Zweitliga-Schlusslicht 1. FC Magdeburg drehte der Bundesligist die Partie und zog mit einem 3:1 (2:1) gegen die Elbestädter ins Viertelfinale ein.Silas Gnaka (11. Minute) brachte die Gäste per Foulelfmeter in Führung, ehe Antonio Nusa (19.) und Christoph Baumgartner (30./54.) das Spiel in der Red-Bull-Arena drehten."Wir haben uns alle auf einen schönen Pokalabend unter Flutlicht gefreut. Nun wird er von einer traurigen Nachricht überschattet. Wir müssen euch leider mitteilen, dass der Fan des 1. FC Magdeburg, der vor dem Spiel reanimiert werden musste, im Krankenhaus verstorben ist. Wir sind traurig und voller Mitgefühl für die Angehörigen", teilte RB mit.Pyro im Magdeburger Block trotz Todesnachricht Bei den Leipzigern wurde der Support aus Respekt komplett eingestellt, während die Magdeburger Anhänger trotz Informationen über den Stadionsprecher sangen und immer wieder Pyrotechnik zündeten. Auch die FCM-Funktionäre, Fanbeauftragte und die Kurve wurden vom Gastgeber-Verein informiert.Die Partie in Leipzig hatte schon vor Anpfiff bittere Nachrichten für Coach Ole Werner. Nach dem Ausfall von Nationalspieler Ridle Baku, der eine Syndesmoseband-Verletzung im linken Sprunggelenk erlitten hatte, fehlte kurzfristig auch noch Johan Bakayoko mit muskulären Beschwerden. In der Viererkette brachte Werner für Baku Lukas Klostermann, der einen gebrauchten Tag erwischte.Die Elbestädter, bei denen Trainer Petrik Sander nach dem 3:0 gegen Nürnberg nur Noah Pesch für Philipp Hercher in die Startelf rotierte, kamen gut in die Partie. Alexander Nollenberger (7.) hatte die Führung auf dem Fuß, doch Maarten Vandevoordt, der erneut im Pokal für RB-Stammkeeper Peter Gulacsi ran durfte, verhinderte einen frühzeitigen Rückstand. Dann stieg Klostermann gegen Noah Michel zu hart ein, der Unparteiische zeigte auf den Punkt. Gnaka (11.) verwandelte sicher.RB Leipzig erhöht das TempoRB zeigte sich wenig beeindruckt, schaltete einen Gang höher, kombinierte sich durch die Gäste-Abwehr und traf mit einem Distanzschuss von Nusa (19.) zum 1:1. Dann spielte der Norweger mit dem Dänen Conrad Harder im Dreieck zum Österreicher Baumgartner (30.), der mit seinem Treffer das Spiel drehte.Zum Wiederanpfiff brachte Werner bei RB Kosta Nedeljkovic für den schwachen Klostermann, Xaver Schlager durfte für Ezechiel Banzuzi ran. Der Bundesliga-Zweite war dann auch das dominierende Team. Baumgartner (54.) nahm einen Querpass von Nusa auf und schoss den Ball unhaltbar ins linke, untere Eck. FCM-Keeper Dominik Reimann verhinderte dann einen höheren Rückstand.

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Fußball-Nationalmannschaft: DFB-Team: WM-Generalprobe gegen USA in Chicago

Die Elf von Julian Nagelsmann testet vor der WM gegen den Turnier-Gastgeber USA in Chicago. Warum dieser Ort bei Rudi Völler besondere Erinnerungen weckt und was die Auslosung jetzt entscheidet.Kurz vor der Gruppenauslosung hat der DFB wichtige Details der WM-Vorbereitung von Julian Nagelsmann verkündet. Die Fußball-Nationalmannschaft bestreitet ihre Turnier-Generalprobe am 6. Juni (20.30 Uhr/MEZ) gegen den Gastgeber USA. Gespielt wird die Partie im Soldier Field von Chicago. In die US-Metropole reist die DFB-Auswahl nach dem Test gegen Finnland am 31. Mai (20.45 Uhr) in Mainz, um sich rechtzeitig in Amerika zu akklimatisieren. Die WM startet am 11. Juni mit dem Eröffnungsspiel in Mexiko-Stadt. Wann Bundestrainer Nagelsmann mit seinem Team ins Turnier einsteigt, entscheidet sich am Freitag (18.00 Uhr/MEZ) bei der Auslosung der WM-Gruppen in Washington.Nagelsmanns Premiere auch gegen USADeutschland ist bei der Zeremonie im John F. Kennedy Center for the Performing Arts im Topf 1 der besten neun Teams und der drei WM-Gastgeber USA, Mexiko und Kanada gesetzt. Ein frühes Aufeinandertreffen mit dem US-Team im Turnier ist somit nicht möglich. Nagelsmann hatte seine Premiere als Bundestrainer im Oktober 2023 in Hartford gegen die USA mit einem 3:1 gefeiert. Chicago als Spielort weckt auch bei DFB-Sportdirektor Rudi Völler besondere WM-Erinnerungen. 1994 spielte Deutschland als Titelverteidiger dort in der Gruppenphase gegen Bolivien (1:0) und Spanien (1:1) sowie im Achtelfinale gegen Belgien (3:2). Das Turnier-Aus kam für Völler und seine Kollegen eine Runde später überraschend gegen Bulgarien (1:2) in East Rutherford - dem Finalort im kommenden Sommer. Chicago ist 2026 kein WM-Spielort. Nach dem Spiel gegen das US-Team wird die DFB-Elf am 7. Juni in ihr WM-Quartier umziehen, das nach der Auslosung bestimmt werden soll. Die Entscheidung ist abhängig von den Spielorten in der Vorrunde, die von der FIFA am Samstag, einen Tag nach der Auslosung, endgültig festgelegt werden. Die WM wird erstmals mit 48 Teams stattfinden, 104 Spiele finden bis zum Finale am 19. Juli statt. Ein Testgegner noch offenNeben den Tests gegen Finnland und die USA ist für den 30. März eine Partie in Stuttgart gegen die Elfenbeinküste vereinbart. Ein weiterer Testkontrahent für den Jahresauftakt drei Tage zuvor soll nach der Auslosung verkündet werden.

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DFB-Pokal: Hertha zerlegt Lautern – St. Pauli gelingt Pokal-Coup

St. Pauli und Hertha BSC ziehen ins DFB-Pokal-Viertelfinale ein: Überraschende Siege und starke Leistungen sorgen für Jubel auf dem Platz. Der FC St. Pauli und Hertha BSC haben das Viertelfinale im DFB-Pokal erreicht. Der Bundesligist aus Hamburg setzte sich bei Ligarivale Borussia Mönchengladbach mit 2:1 (1:0) durch und steht zum insgesamt siebten Mal in der Runde der besten Acht. Die Pauli-Tore erzielten Martijn Kaars (43. Minute) und Louis Oppie (83.), Haris Tabakovic (56.) erzielte für die Gastgeber den zwischenzeitlichen Ausgleich.Hertha BSC gewann das Zweitliga-Duell mit dem 1. FC Kaiserslautern klar mit 6:1 (3:1) und darf weiter auf ein Heim-Finale im Olympiastadion beim Endspiel am 23. Mai hoffen.Hertha-Trainer Leitl: "Speziell die erste Hälfte war richtig gut"Die Berliner bauten ihre Siegesserie auf wettbewerbsübergreifend sieben Spiele in Serie aus – mussten allerdings das erste Mal seit sechs Spielen wieder einen Gegentreffer hinnehmen. Nachdem Kaiserslautern vor knapp zwei Jahren noch die Oberhand behalten hatte, stellten sich diesmal die Kräfteverhältnisse klar anders dar."Die Art und Weise, wie wir heute gespielt haben, war fantastisch. Speziell die erste Hälfte war richtig gut", sagte Hertha-Trainer Stefan Leitl bei Sky. Kapitän Fabian Reese schwärmte: "Den Siegesschrei hast du in sämtlichen Stadtteilen Berlins gehört."Luca Schuler (5.), Marten Winkler (21.) und Kennet Eichhorn (31.) sorgten früh für klare Verhältnisse. Schuler legte noch einen zweiten Treffer nach (60.), Dawid Kownacki (75.) und Maurice Krattenmacher (80.) trafen jeweils nach Einwechslung. Marlon Ritter (45.+2) erzielte zwischenzeitlich den einzigen Treffer für den FCK.Auch wenn die Gäste aus der Pfalz die erste gefährliche Chance hatten, versetzte der Ex-Lauterer Schuler ihnen den frühen Dämpfer. Ein katastrophaler Rückpass von Maxwell Gyamfi landete genau in seinem Lauf und verschaffte den Berlinern die frühe Führung. Winkler legte nach einem Konter nach.Die Berliner ließen in der Folge nicht locker. Der erst 16-jährige Kennet Eichhorn erzielte sein erstes Profi-Tor und löste zugleich den ehemaligen Dortmunder Jude Bellingham als jüngster Torschütze in der DFB-Pokal-Geschichte ab. "Kennet ist ein unfassbar großes Talent. Seit ich ihn das erste Mal gesehen habe, war da die Überzeugung, dass er in der zweiten Liga spielen kann. Dass er konstant diese Leistung bringt, haben wir nicht erwartet", sagte Leitl.Allein in der ersten Halbzeit trafen die Berliner zusätzlich dreimal das Aluminium. Kaiserslautern meldete sich erst kurz vor der Pause durch den Anschlusstreffer von Ritter in der Partie an. In der zweiten Halbzeit machte Schuler seinen Doppelpack perfekt und nutzte erneut einen Ballverlust der Gäste zum Tor. Joker Kownacki stach direkt - und der ebenfalls eingewechselte Krattenmacher besorgte den hochverdienten Endstand. Die Hertha-Fans sangen hämisch: "Einer geht noch, einer geht noch rein."St. Pauli siegt gegen Mönchengladbach: "Das tut der Mannschaft sehr gut"Krisenklub FC St. Pauli hat mit einem Sieg bei Borussia Mönchengladbach ein unerwartetes Lebenszeichen gesendet. Die Hamburger gewannen am Niederrhein 2:1 (1:0) und zogen erst zum siebten Mal in der Vereinsgeschichte ins Viertelfinale des DFB-Pokals ein. In der Liga hatten die Kiezkicker zuletzt neun Pleiten in Folge kassiert."Das tut der Mannschaft sehr gut, vor allem nach dem Spiel in München. Das freut mich einfach, dass wir wieder ein Erfolgserlebnis hatten. Ich glaube, dass wir in die Liga ein sehr gutes Gefühl mitnehmen", sagte Siegtorschütze Louis Oppie bei Sky freudestrahlend. Bei Gladbach war der Frust dagegen groß. "Das war sehr enttäuschend. Wir haben uns mehr vorgenommen. In der ersten Halbzeit haben wir nicht gut gespielt", sagte Verteidiger Nico Elvedi. Man sei "zu wenig griffig" gewesen, ergänzte Stürmer Haris Tabakovic.Martijn Kaars (43.) und Oppie (83.) trafen für St. Pauli, das wie schon zuletzt bei Bayern München (1:3) vor allem kämpferisch überzeugte. Die Borussia war dagegen offensiv zu harmlos, mehr als der Ausgleich durch Tabakovic (56.) gelang nicht. Nach zuvor fünf Pflichtspielen ohne Niederlage ging das Team von Cheftrainer Eugen Polanski erstmals wieder als Verlierer vom Platz."Wir müssen das Ergebnis aus der Bundesliga aus unseren Köpfen löschen", hatte Polanski vor dem Anstoß gesagt – Anfang November hatte die Borussia am Millerntor mit 4:0 gewonnen. Beim schnellen Wiedersehen knüpfte Gladbach zunächst nahtlos an die Leistung an, hatte mehr vom Spiel, machte aus dem Ballbesitz aber zu wenig.Nikola Vasilj im Tor der Hamburger musste an seinem 30. Geburtstag zu Beginn einzig einen Distanzschuss von Kevin Stöger parieren (12.). Danach konnte der Schlussmann zusehen, wie die Bälle teils weit an seinem Tor vorbeiflogen. Auch Torjäger Haris Tabakovic, beim 4:0 noch zweifacher Torschütze, war meist abgemeldet.St. Pauli versteckte sich keineswegs, hatte mit zunehmender Spieldauer die größeren Spielanteile, fand gegen die zuletzt stark verbesserte Borussia-Abwehr aber zunächst kein Mittel. Gladbach setzte wie so oft in den vergangenen Wochen auf schnelles Umschaltspiel, kam aber ebenfalls kaum zum Zuge. Die Folge war ein Spiel mit mäßigem Unterhaltungswert - bis die Gäste kurz vor der Pause in Führung gingen. Kaars schloss einen Konter bedrängt von zwei Gegenspielern mit einem Flachschuss ins lange Eck ab.Auch nach der Pause begann Gladbach besser, das Fehlen von Florian Neuhaus (muskuläre Probleme) machte sich aber weiter bemerkbar. Gegen die nun tief stehenden Gäste fehlte es an Kreativität, hinzu kamen Fehlpässe im letzten Drittel. St. Pauli ließ indes auch nicht viel zu. Das änderte sich, als Tabakovic eine gefühlvolle Flanke von Franck Honorat per Kopf verwertete - es war bereits das neunte Pflichtspieltor für die Leihgabe aus Hoffenheim.In der Folge entwickelte sich ein echter Pokalfight, der vor allem von seiner Spannung lebte. St. Pauli war dabei mindestens ebenbürtig und hatte durch Oppie das bessere Ende für sich.

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Deutschland gegen Spanien: DFB-Frauen verpassen Nations-League-Triumph

Mit großen Hoffnungen waren die deutschen Fußballerinnen nach Madrid geflogen. Das Team von Bundestrainer Christian Wück erlebt aber eine bittere Enttäuschung.Spaniens Zauberfußballerinnen haben den Traum der DFB-Frauen vom ersten großen Titel seit Olympia-Gold 2016 gnadenlos platzen lassen. In einer hitzigen Atmosphäre in Madrid verlor das Team von Bundestrainer Christian Wück das Final-Rückspiel gegen die gnadenlosen Weltmeisterinnen mit 0:3 (0:0).Zweimal Clàudia Pina (61. und 74. Minute) sowie Supertalent Vicky López (68.) trafen für die alten und neuen Nations-League-Champions. Beim ersten Gegentor sah Ann-Katrin Berger nicht allzu gut aus. Dass ihre Vorderleute in der Folge völlig einbrachen, lag indes nicht an der sonst aufmerksamen Torhüterin.Nations League: Gwinn zieht es sogar den Schuh ausDer sonst im gut elf Kilometer entfernten Königspalast residierende König Felipe VI. sah eine hochklassige Partie, geprägt von hohem Tempo und intensiven Zweikämpfen. DFB-Kapitänin Giulia Gwinn zog es in der Anfangsphase bei einem Privatduell mit Pina sogar ihren rechten gelben Schuh aus."Ich glaube schon, dass die Spanierinnen sich viel vorgenommen haben. Sie wollen zeigen, dass das ein Ausrutscher war", hatte Wück vor dem Final-Rückspiel mit Blick auf das 0:0 im Hinspiel gesagt, als seine Elf die Weltmeisterinnen klar dominiert hatte. Artistischer Seitfallzieher von Esther González"Sehr, sehr druckvoll" werde Spanien beginnen, mutmaßte der Coach – und lag damit völlig richtig. Esther González, die im weiteren Verlauf noch mit einem artistischen Seitfallzieher auffällig wurde, hätte die Heimelf nach fünf Minuten in Führung bringen müssen, schob den Ball aber knapp am Tor vorbei. Direkt danach zwang Alexia Putellas per Kopf DFB-Torhüterin Ann-Katrin Berger zu einer ersten Flugeinlage.Spanien musste auf die dreimalige Weltfußballerin Aitana Bonmatí vom FC Barcelona verzichten, die sich im Training am Sonntag das linke Wadenbein gebrochen hatte. Nach der Operation am Dienstag wird die 27-Jährige laut Club-Angaben rund fünf Monate ausfallen. Für Bonmatí schickte Cheftrainerin Sonia Bermúdez deren Vereinskollegin López in ihre Startelf.Dieses Mal eher Chancen-Ebbe beim DFB-TeamDie 19 Jahre alte Ausnahmespielerin, die über die rechte offensive Seite vorpreschte, zeigte schon vor der Pause gute Ansätze. "Wir müssen so spielen, wie Spanien immer gespielt hat", hatte Kapitänin Irene Paredes vorab gefordert: druckvoll, temporeich, im Kollektiv. Doch die im Vergleich zum Hinspiel unveränderte DFB-Startelf hielt nach dem stürmischen Auftakt stark dagegen. Nur herrschte statt der Hinspiel-Chancenflut eher Ebbe. Zwei Halbdistanz-Schüsse, abgegeben von Franziska Kett und Jule Brand, hielt Spaniens Torhüterin Cata Coll mühelos fest.Als die Pause nahte, übernahmen wieder die Spanierinnen. Caldentey versemmelte eine Direktabnahme, Pina trat einen Freistoß knapp vorbei und López zielte bei einem feinen Schlenzer etwas zu hoch. Die letzte spanische Chance vor dem Seitenwechsel leitete Berger mit einem Fehlpass ein. Ihren Patzer machte die 35-Jährige wieder wett, indem sie Caldenteys Schuss stark parierte. Anyomi vergibt dicke Chance zur FührungQuasi im Gegenzug vergab Anyomi die größte deutsche Gelegenheit, ihr Flachschuss sauste hauchzart am Tor vorbei. Der verzweifelte Wück, der auf den Final-Tag genau vor zwei Jahren mit der männlichen U17 den WM-Titel geholt hatte, schlug die Hände vors Gesicht. Rund 600 deutsche Fans im Oberrang des riesigen Ovals durften mit dem couragierten Auftritt trotzdem zufrieden sein.Für den Bundestrainer lief es exakt eine Stunde lang nach Plan: "Je länger es 0:0 steht, desto größere Chancen werden wir bekommen, desto größere Räume werden sich für uns in Kontersituationen ergeben", hatte er vorab mitgeteilt. Nach Pinas Tor war klar, dass nun die Deutschen initiativ werden mussten. Wück reagierte mit zwei Wechseln: für die oft unglückliche agierende Anyomi kam Shekiera Martinez, Cora Zicai ersetzte die unauffällige Selina Cerci.Die Tore aber fielen auf der anderen Seite: López traf mit links sehenswert ins lange Eck, Berger war diesmal machtlos. Noch schöner machte es dann Pina, deren wuchtiger Distanzschuss alle deutschen Titel-Träume beerdigte. Die von den Rängen wabernden Olé-Rufe dürften den deutschen Spielerinnen noch eine Weile in den Ohren hängen.Wie schon im EM-Halbfinale im Sommer in der Schweiz zogen die DFB-Frauen am Ende den Kürzeren. An diesem Mittwoch winkt zumindest ein großes Trostpflaster: Die Europäische Fußball-Union entscheidet über die Ausrichtung der Frauen-EM 2029. Der DFB konkurriert mit der gemeinsamen Bewerbung von Dänemark und Schweden sowie der Einzel-Kandidatur aus Polen.Hinweis: Dieser Artikel wurde aktualisiert und um weitere Informationen ergänzt.

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Schwimmen: Gold und Silber zum Auftakt der Kurzbahn-EM

Isabel Gose geht als Vorlaufschnellste ins Finale über 400 Meter Freistil und siegt. Olympiasieger Lukas Märtens holt sich zur eigenen Überraschung Silber.Starker Start der deutschen Schwimmer in die Kurzbahn-Europameisterschaften im polnischen Lublin. Gleich im ersten Finale holte die Magdeburgerin Isabel Gose den Titel über 400 Meter Freistil in Europarekordzeit. Dabei unterbot sie in 3:54,33 Minuten die bisherige Bestmarke der Spanierin Mireia Belmonte. Ihre persönliche Bestleistung steigerte Gose um mehr als zwei Sekunden. Nach EM-Gold auf der Langbahn 2022 ist es für Gose der erste Titel bei Kurzbahn-Europameisterschaften.Olympiasieger Lukas Märtens schlug über die gleiche Distanz als Zweiter an und sicherte sich Silber. Der 23-jährige Magdeburger musste sich erst im Schlussspurt in 3:36,51 Minuten dem Briten Jack McMillan geschlagen geben. Zuvor hatte er lange dem Rennen seinen Stempel aufgedrückt. Für Märtens war es nach 2021 der erste Start bei Kurzbahn-Europameisterschaften. Sein Vereinskollege Johannes Liebmann belegte mit dem Juniorenweltrekord von 3:37,39 Minuten den vierten Platz.

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Biathlon-Weltcup in Östersund: Preuß rätselt nach Platz 29 über Form: "Ein Stück weg"

Franziska Preuß sorgt sich beim Weltcup-Start um ihre Form. In Östersund sind die deutschen Biathletinnen auch im Einzel chancenlos. Vor allem am Schießstand passt wenig zusammen.Franziska Preuß schüttelte kurz nach dem Zieleinlauf mit dem Kopf und konnte das völlig verkorkste erste Einzelrennen des Olympia-Winters auch nicht schnell abhaken. "Mich verunsichert am meisten die Laufzeit, da ist man echt ein Stück weg", sagte die Gesamtweltcupsiegerin der Vorsaison im ZDF. Nach einem enttäuschenden 29. Platz mit vier Strafminuten im schwedischen Östersund wirkte die Biathletin fast schon ratlos: "Ich hoffe, dass ich mich steigern kann. So schlecht fühle ich mich eigentlich nicht."Wierer erobert mit 35 Jahren das Gelbe TrikotPreuß musste damit direkt ihr Gelbes Trikot abgeben. Das begehrte Leibchen hatte Preuß in dem Wettbewerb über 15 Kilometer als Zeichen für ihren Gesamtsieg im Frühjahr noch tragen dürfen, nun bekommt es ziemlich überraschend Dorothea Wierer. Die Altmeisterin (2 Schießfehler) aus Italien siegte mit nur 0,3 Sekunden Vorsprung hauchdünn vor der Finnin Sonja Leinamo (1). Rang drei belegte die Französin Camille Bened (1)."Ich bin nicht in der allerbesten Form, aber das war auch nicht der Plan, dass man jetzt schon in Topform ist. Es war der Plan, dass man sich von Woche zu Woche steigert", sagte Preuß: "Trotzdem war es das schlechteste Einzel seit langem. Ich kann das alles noch nicht so richtig einschätzen."Beste Deutsche im Klassiker mit teilweise schwierigen Windverhältnissen wurde Janina Hettich-Walz auf Rang 17. Im ersten Einzelwettbewerb nach ihrer Babypause leistete sich die 29-Jährige vier Schießfehler und hatte 2:22,9 Minuten Rückstand auf Wierer. Für Preuß waren es sogar 3:09 Minuten - und auch die anderen deutschen Frauen konnten überhaupt nicht überzeugen.Vanessa Voigt (3/39.), Selina Grotian (6/50.), Marlene Fichtner (5/68.), Julia Tannheimer (9/76.) und Anna Weidel (8/89.) hatten nichts mit dem Ausgang des Rennens zu tun. Sie zeigten vor allem beim Schießen große Schwächen. "Das müssen wir besser machen und die nächsten Tage wieder angreifen", sagte Sportdirektor Felix Bitterling vom Deutschen Skiverband: "Man tut gut daran, nicht in Panik zu verfallen, wir werden das schon wieder hinkriegen. Der Sprint ist eine neue Chance." Über 7,5 Kilometer wird am Freitag gestartet.Preuß in der Loipe nicht in FormDer Auftakt war für Preuß am Wochenende schon nicht nach Wunsch verlaufen. Mit der Frauenstaffel hatte es beim überlegenen Sieg Frankreichs am Samstag nur zum elften Platz gereicht. Dabei leistete sich die Bayerin sogar eine Strafrunde und konnte ihr Team als Schlussläuferin nicht weiter nach vorn bringen. Auch im Einzel lief es am Schießstand ungewohnt schlecht - und ein Laufrückstand von 1:22 Minuten war ebenso zu viel. Insgesamt 21 Läuferinnen waren schneller als Preuß, die in der Vorsaison meist deutlich weiter vorn zu finden war.In ihre 13. und vielleicht letzte Saison ging Preuß entspannt. "Ich muss mir und auch sonst niemandem mehr etwas beweisen", hatte sie schon vor der Reise nach Skandinavien gesagt. Im Fokus stehen die Olympischen Winterspiele im Februar mit den Biathlonrennen im italienischen Antholz. Dort eine Medaille, vielleicht sogar eine goldene, zu gewinnen, wäre die Krönung ihrer Karriere.Deutsche Männer am Mittwoch gefordertDer Weg dorthin ist aber noch weit. Im abgelaufenen Winter hatte sich Preuß nach schwierigen Jahren mit vielen Verletzungen und Krankheiten erstmals den Sieg im Gesamtweltcup gesichert. Sie habe sich ihren größten sportlichen Traum erfüllt, hatte die Verfolgungs-Weltmeister anschließend gesagt. In einem Herzschlagfinale fiel die Entscheidung erst im letzten Rennen, am Ende lag sie nur 20 Punkte vor der Französin Lou Jeanmonnot.Fortgesetzt wird der Weltcup am Mittwoch (15.30 Uhr/ZDF und Eurosport) mit dem Einzel der Männer über 20 Kilometer. Bis Sonntag stehen in Mittelschweden noch Sprints und Verfolgungsrennen auf dem Programm.

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Formel 1: Nächster Fahrerwechsel: Neuer Verstappen-Kollege steht fest

Isack Hadjar wird nach nur einem Jahr bei den Racing Bulls befördert. Der 21 Jahre alte Franzose wird als nächster Fahrer versuchen, sich als Teamkollege gegen Max Verstappen zu behaupten.Max Verstappens neuer Teamkollege für die nächste Formel-1-Saison steht fest. Wenig überraschend wird der 21 Jahre Franzose Isack Hadjar vom Schwesterteam Racing Bulls zu Red Bull an die Seite des Niederländers befördert. Das teilte der Rennstall in der letzten Grand-Prix-Woche des Jahres vor dem Finale in Abu Dhabi mit. Platz machen muss dafür der Japaner Yuki Tsunoda, der es selbst erst im Laufe dieser Saison von den Racing Bulls zu Red Bull geschafft hatte. Der 25 Jahre alte Japaner konnte trotz zuletzt ordentlicher Tendenz aber wie schon sein Kurzzeit-Vorgänger Liam Lawson aus Neuseeland nicht überzeugen. Tsunoda hat nun kein Stammcockpit für 2026, er wird vorerst Ersatzpilot bei Red Bull. Verstappen hat einen hohen VerschleißDen Platz von Hadjar, der auch die algerische Staatsbürgerschaft besitzt und dessen Vater Atomphysiker ist, bei den Racing Bulls wird der erst 18 Jahre alte Arvid Lindblad einnehmen. Beide stammen wie Tsunoda aus dem Nachwuchsprogramm von Red Bull. Auch Verstappen wurde dort ausgebildet. 2015 stieg der mittlerweile viermalige Weltmeister bei Toro Rosso - damals der Name des Schwesterteams - erstmals ins Formel-1-Cockpit. Nach ein paar Rennen der Saison 2016 wurde Verstappen befördert und siegte in Spanien gleich bei seinem ersten Red-Bull-Einsatz. Beim Finale an diesem Wochenende hat der 28-Jährige Chancen auf seinen fünften Titel in Serie. Insgesamt hat er 70 Rennen für Red Bull gewonnen. Seine Dominanz und die Art und Weise, wie aggressiv er den Wagen abstimmen lässt, macht es seit Jahren seinen Teamkollegen schwer, mit Verstappen mitzuhalten. Hadjar wird der sechste Fahrer sein, der versucht, sich über längere Zeit gegen den Serien-Weltmeister zu behaupten.

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Fis-Entscheidung gekippt: Cas-Urteil: Russen dürfen an Olympia-Quali teilnehmen

Der russische Ski-Verband wehrt sich im Streit mit dem Weltverband Fis vor dem Internationalen Sportgerichtshof gegen den Ausschluss bei Olympia-Qualifikationen - mit Erfolg. Was das bedeutet.Der Internationale Sportgerichtshof Cas hat den Weg für russische und belarussische Ski- und Snowboard-Athleten freigemacht, unter neutralem Status an Qualifikationswettkämpfen für die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina teilnehmen zu können. Die Cas-Gremien kippten eine Entscheidung des Internationalen Ski- und Snowboardverbands Fis, der beschlossen hatte, keine russischen und belarussischen Athleten als neutrale Einzelathleten ("Individual Neutral Athletes"/AIN) zu Qualifikationswettbewerben der FIS zuzulassen.Der russische Ski-Verband und der belarussische Ski-Verband hatten unter anderem mit Athleten und Para-Athleten Klagen gegen diese Entscheidung vom Oktober 2025 eingelegt. Der Cas teilte nun mit, zwei Beschwerden stattgegeben zu haben.Cas: Fis ist politischen Neutralitätsgrundsätzen verpflichtetDie Cas-Panels entschieden, dass die Fis-Satzung politischen Neutralitäts- und Anti-Diskriminierungsgrundsätzen verpflichtet sei. Das Fis-Verbot stelle eine unzulässige pauschale Ausschlussregelung nach Nationalität dar – ungeachtet der Frage, ob die betroffenen Athleten die vom IOC festgelegten AIN-Teilnahmekriterien erfüllen. Dem Urteil zufolge sollen russische und belarussische Athleten, die die AIN-Kriterien des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) erfüllen, an Fis-Qualifikationswettkämpfen teilnehmen dürfen.Moskaus Sportminister Michail Degtjarjow, der auch Präsident des Olympischen Komitees Russlands ist, begrüßte das Urteil und sprach von einem Erfolg.Belarussische Olympiasiegerin hofft auf TeilnahmeAn dem Einspruch waren dem Cas zufolge zwölf russische Athleten und Para-Athleten sowie fünf belarussische Athleten beteiligt. Zu ihnen gehört auch die belarussische Freestyle-Skifahrerin Hanna Huskowa, die 2018 in Pyoengchang Olympiasiegerin in der Disziplin Aerials wurde und vier Jahre später in Peking Silber holte. Weitere Anträge, etwa die Zulassung russischer Betreuer und Funktionäre, wurden abgelehnt.Der neutrale Status kann für Athleten genehmigt werden, die die militärische Invasion der Ukraine nicht öffentlich unterstützt und keine Verbindungen zum Militär oder zu staatlichen Sicherheitsbehörden haben. Die Fis, die die Entscheidung anerkannte, bat in einer Mitteilung alle betroffenen Athleten darum, den AIN-Status zu beantragen - und verwies dabei nochmals auf die Bedingungen für die Genehmigung. Der Verband kündigte an, eine Liste der Sportler zu veröffentlichen, die als neutrale Einzelathleten anerkannt worden sind.So steht das IOC zu dem ThemaDas Internationale Olympische Komitee (IOC) erlaubt Athleten aus Russland und Belarus zwar, wie schon bei den Olympischen Spielen in Paris 2024, als individuelle neutrale Athleten anzutreten, überlässt jedoch den internationalen Verbänden der einzelnen Sportarten die Entscheidung, ob sie dies auch in ihren Qualifikationswettkämpfen anwenden. Die Fis, zuständiger Weltverband etwa im alpinen Skisport, beim Skispringen, im Langlauf und in der Nordischen Kombination, hatte sich dagegen entschieden.Hintergrund der Sanktionen gegen Russland und Belarus ist der seit mehr als drei Jahren andauernde Angriffskrieg gegen die Ukraine. Das IOC hatte zudem Russlands Olympisches Komitee suspendiert, weil es die vier annektierten ukrainischen Gebiete Donezk, Cherson, Luhansk und Saporischschja aufgenommen hat. Dies wertete das IOC als Verstoß gegen die olympische Charta.

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DFB-Pokal-Achtelfinale: Hier läuft Borussia Dortmund gegen Bayer Leverkusen im Free-TV

Der DFB-Pokal ist zurück: Im Achtelfinale kommt es zu spannenden Begegnungen, auch zu einem direkten Wiedersehen. Wer die Spiele live zeigt – und welche im Free-TV laufen.Am Dienstag beginnt das DFB-Pokal-Achtelfinale um 18 Uhr mit den Partien zwischen den Zweitligisten Hertha BSC und 1. FC Kaiserslautern und zwischen den Bundesligisten Borussia Mönchengladbach und dem FC St. Pauli.Später am Abend empfängt Borussia Dortmund Bayer Leverkusen. Anpfiff ist um 21 Uhr. Den West-Kracher gab es bereits am Samstag in der Bundesliga. Der BVB setzte sich mit 2:1 in Leverkusen durch. "Es geht bei null los", sagte Dortmunds Julian Brandt vor dem Spiel. "So blöd das klingt. Aber der Pokal ist eine ganz andere Nummer. Da kann alles passieren." Parallel spielt RB Leipzig im Ostduell gegen den 1. FC Magdeburg und ist klarer Favorit gegen den Zweitligisten.Nordduell im DFB-Pokal, FC Bayern bei UnionAm Mittwochabend folgen die restlichen vier Achtelfinalpartien. Um 18 Uhr empfängt Zweitligist VfL Bochum den Erstligisten und DFB-Pokal-Titelverteidiger VfB Stuttgart. Zeitgleich spielt der Bundesligist SC Freiburg gegen den SV Darmstadt 98 aus der 2. Liga.Für den Hamburger SV ist es eine Woche voller Nordduelle: Am Sonntag trifft man in der Bundesliga auf Werder Bremen, zuvor empfangen die Hanseaten am Mittwochabend um 20:45 Uhr Zweitligist Holstein Kiel zum Pokalspiel. Währenddessen ist der FC Bayern München zu Gast beim 1. FC Union Berlin."Ich möchte nach diesem Spiel wieder nach Berlin fahren", sagte der Bayern-Coach Vincent Kompany am Dienstag, "aber ich kann uns nicht ins Finale reden." Es gehöre Arbeit und eine gewisse Einstellung dazu, betonte der Belgier. "Wenn wir zeigen, wie hungrig wir sind auf dieses Finale, dann weiß ich, dass wir das schaffen können."Die Spiele im ÜberblickDrei DFB-Pokal-Partien werden live von den öffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF übertragen. Alle anderen sind nur beim Bezahlsender Sky zu sehen. Eine Übersicht:Dienstag, 18 UhrHertha BSC vs. 1. FC Kaiserslautern (Sky)Borussia Mönchengladbach vs. FC St. Pauli (Sky)Dienstag, 21 UhrBorussia Dortmund vs. Bayer 04 Leverkusen (ARD/Sky)RB Leipzig vs. 1. FC Magdeburg (Sky)Mittwoch, 18 UhrVfL Bochum vs. VfB Stuttgart (ARD/Sky)SC Freiburg vs. SV Darmstadt 98 (Sky)Mittwoch, 20:45 UhrHamburger SV vs. Holstein Kiel (Sky)FC Union Berlin vs. FC Bayern München (ZDF/Sky)

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Barça-Trainer: Hansi Flick erklärt seine emotionale Szene auf der Bank

Nach dem Sieg des FC Barcelona gegen Deportivo Alaves wirkte Hansi Flick aufgewühlt – und wurde von Starspieler Raphinha getröstet. Jetzt erklärt der Coach, was dahinter steckt.Eigentlich hätte Hansi Flick nach dem 3:1-Heimsieg seines FC Barcelona gegen Deportivo Alaves Grund zur Freude gehabt. Doch der 60-jährige Trainer saß niedergeschlagen auf der Bank. Barças Star-Angreifer Raphinha redete auf den Coach ein, der schaute ins Leere und schüttelte den Kopf."Nach dem Ende des Spiels sagte Raphinha mir dasselbe wie beim letzten Mal: 'Wir werden uns verbessern. Wir werden in den nächsten Spielen viel besser sein'", sagte Flick nach dem Spiel. Über die Szene wurde anschließend in spanischen Medien viel spekuliert. Die Zeitung "Marca" bezeichnete den Austausch zwischen Flick und Raphinha etwa als "ein besorgniserregendes Gespräch".Flick Bank-SzeneFlick war offenbar unzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. "Der Trainer meint, wir könnten auf dem Platz viel mehr leisten, und wir wissen das auch", berichtete Angreifer Raphinha von dem Gespräch mit seinem Coach. "Er findet, die Mannschaft spielt nicht ihr volles Potenzial aus, und dem stimme ich zu."Das sagt Hansi FlickAuf einer Pressekonferenz äußerte Flick sich nun ausführlich zu der Szene, die in sozialen Medien kursierte. "Ich war enttäuscht, wir haben zu viele Bälle verloren", sagte der ehemalige Bundestrainer. In dem Spiel kochten zudem die Emotionen auf der Bank hoch – auch das habe eine Rolle gespielt."Als wir das dritte Tor erzielten, sah Marcus (Sorg, Anm. d. Red.) die Rote Karte, und ich habe viel mit ihm diskutiert. Marcus ist mein Freund, der wichtigste Mensch hier." Mit dem Co-Trainer hatte Flick bereits beim DFB zusammengearbeitet.Wenn Flick direkt nach dem Spiel in die Kabine gegangen wäre, hätte er möglicherweise etwas kaputt gemacht, erklärte der Barça-Trainer weiter. "Es war besser, draußen zu bleiben, und ein bisschen durchzuatmen." Danach kam es zu der Szene mit Raphinha. "Ich bin stark genug für alles, was die Saison bringt und was der Klub von mir verlangt. Ich bin glücklich, hier zu sein", versicherte Flick.

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Tel Aviv: Hooligans feuern Raketen auf Wohnung des eigenen Trainers

Aufnahmen sollen zeigen, wie Unbekannte die Wohnung von Žarko Lazetić vom israelischen Traditionsverein Maccabi Tel Aviv attackieren. Mittlerweile reagierte der serbische Coach.Aufnahmen sollen zeigen, wie Unbekannte die Wohnung von Žarko Lazetić vom israelischen Traditionsverein Maccabi Tel Aviv attackieren. Mittlerweile reagierte der serbische Coach.

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Nach wenigen Monaten: FC Augsburg trennt sich von Trainer Sandro Wagner

Sandro Wagners erstes Cheftrainer-Engagement endet nach nur wenigen Monaten – er und der FC Augsburg gehen getrennte Wege. Ein alter Bekannter soll erstmal übernehmen.Der FC Augsburg und Trainer Sandro Wagner haben ihr ambitioniertes Projekt schon nach wenigen Monaten beendet. Laut Medienberichten und Informationen der Deutschen Presse-Agentur erfolgte die Trennung in beiderseitigem Einvernehmen. Am Wochenende hatten die Augsburger mit 0:3 bei der TSG 1899 Hoffenheim verloren. Dadurch hatte sich die sportliche Situation in der Fußball-Bundesliga weiter verschlechtert. Im Nachgang des Spiels wurde dann die Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Assistenten von Bundestrainer Julian Nagelsmann beendet. Eine offizielle Bestätigung gab es zunächst nicht.Sandro Wagner verzichtete auf WMFür den 38 Jahre alten Ex-Nationalspieler Wagner ist es ein bitterer Schritt des Erstligisten. Es war sein erster Cheftrainer-Job in der deutschen Eliteliga. Dafür hatte er sogar seinen reizvollen DFB-Posten bei der Nationalmannschaft ein Jahr vor der Weltmeisterschaft in Kanada, Mexiko und den USA aufgegeben.In den drei Partien, die in diesem Kalenderjahr noch anstehen, übernimmt laut "Augsburger Allgemeine" ein alter Bekannter auf der Trainerbank: Der frühere Coach Manuel Baum soll demnach das Team in diesen Spielen betreuen.Wagner war im Sommer mit großen Ambitionen und großem Tatendrang beim FCA eingestiegen. "Ich bin ein junger Trainer, der sich gemeinsam mit dem Verein entwickeln möchte. Die Rahmenbedingungen dafür sind in Augsburg hervorragend. Der FCA ist genau wie ich sehr ehrgeizig", sagte er damals. Der Start war verheißungsvoll, aber schnell gab es empfindliche Rückschläge.Neues Fußball-Level und mehr AußenwirkungDer Verein hatte sich nach der vergangenen Saison vorzeitig von Jess Thorup getrennt. Der Däne hatte die Augsburger im 14. Bundesligajahr auf Platz zwölf geführt. Aber die Verantwortlichen um Geschäftsführer Michael Ströll wollten mit Wagner das nächste Fußball-Level erreichen. Mit einer aktiveren und auch attraktiven Spielweise sowie einer besseren Förderung junger Eigengewächse.Mit dem eloquenten und selbstbewusst auftretenden Wagner sollte zudem ein Imagewechsel vollzogen werden; weg von der "Grauen-Maus"-Erscheinung, hin zu einer größeren Außenwirkung. Die wurde mit Wagner auch erreicht, aber nicht im erhofften sportlichen Kontext. In 14 Pflichtspielen gab es vier Siege, ein Remis sowie neun Niederlagen.Hinweis: Dieser Artikel wurde mehrmals aktualisiert.

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Kritik an Premier-League-Klub: "Der arme Florian Wirtz" – Uli Hoeneß teilt gegen Liverpool aus

Der FC Bayern hätte Florian Wirtz gerne gehabt, doch er war zu teuer. Uli Hoeneß kann sich nicht verkneifen, gegen den neuen Klub des Nationalspielers zu schießen.Es ist kein Geheimnis, dass Uli Hoeneß den im Sommer viel umworbenen Florian Wirtz am liebsten bei Bayern München gesehen hätte. Der Preis für den 22-Jährigen war für den deutschen Rekordmeister allerdings zu hoch. Wirtz zog es bekanntlich in die Premier League zum FC Liverpool, gegen den Hoeneß nun schießt."Die haben 500 Mio. ausgegeben und spielen eine katastrophale Saison. Das liegt meiner Meinung nach daran, dass du nur noch Superstars hast", sagte der Ehrenpräsident des FC Bayern am Wochenende in einem Talk bei den "Power Days" in der Münchner Olympiahalle. "Ich sage immer: In Liverpool müssen sie demnächst mit fünf Bällen spielen, weil die Stars keinen Ball mehr hergeben wollen."Uli Hoeneß stichelt gegen kriselnden FC LiverpoolAus diesem Grund hat Hoeneß offenbar Mitleid mit Florian Wirtz: "Der arme Florian Wirtz, der bekommt da gar keinen Ball", sagte der 73-Jährige. Spieler wie Mohamed Salah und Dominik Szoboszlai wollen demnach nur für sich spielen.Hoeneß spricht damit die Krise in Liverpool an. In der Premier League steht der Meister aus dem Vorjahr derzeit auf dem achten Platz. Die "Reds" mussten in 13 Spielen bereits sechs Niederlagen hinnehmen. Immerhin setzte man sich am Sonntag mit 2:0 bei West Ham United durch und stoppte den freien Fall.Wirtz kommt beim englischen Meister langsam in FahrtFlorian Wirtz war im Juni für bis zu 150 Millionen Euro vom Bundesligisten Bayer Leverkusen zum englischen Meister nach Liverpool gewechselt und hatte zunächst einen schweren Start. Mittlerweile spielt er aber eine zunehmend wichtigere Rolle bei seinem neuen Klub.Gegen West Ham ging Liverpool-Coach Arne Slot sogar ein Risiko ein, um Wirtz von Anfang an spielen zu lassen. Der deutsche Nationalspieler war zuvor wegen einer Muskelverletzung zwei Wochen ausgefallen und hatte vor dem Spiel erst einmal trainiert. Dennoch zeigte er eine starke Leistung und leitete unter anderem die Situation zum 1:0 ein.Quellen: "Sport Bild", Nachrichtenagentur DPA

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Formel 1: Das große McLaren-Flattern vor "Chucky" Verstappen

Krisenbewältigung statt Titelparty: McLaren verzockt sich erneut. Und nun kommt es zum großen Finale. So wie 2010, als ein gewisser Sebastian Vettel das Unmögliche schaffte - im Red Bull.Nach dem zweiten Vollfrust-Wochenende nacheinander steht im Kampf um die Fahrer-Weltmeisterschaft für McLaren plötzlich alles auf dem Spiel. Der Teamchef ringt nach Erklärungen, der Geschäftsführer versucht es mit Knuddeln und Trösten, Lando Norris aber wollte erstmal nur ins Bett und Oscar Piastri fehlten ganz die Worte.Kein Titel für Norris in Katar, kein Sieg für Piastri - stattdessen treten zum ersten Mal seit 2010 im Finale drei Fahrer mit Chancen auf den Titel an. Der Dritte neben den beiden McLaren-Piloten ist nach zwischenzeitlich fast aussichtsloser Lage nun tatsächlich Titelverteidiger Max Verstappen."Gib McLaren eine Waffe in die Hand, .... "Statt seinen ersten Titel zu feiern, musste Norris das fast Unglaubliche auch noch erklären. "Wir hätten einfach nicht das machen sollen, was wir gemacht haben", haderte er. Weil McLaren bei einer frühen Safety-Car-Phase nicht die Reifen wechseln ließ bei beiden Wagen, waren die Aussichten auf einen Doppelerfolg dahin. Norris verpasste am Ende beim Sieg von Verstappen vor Piastri und Carlos Sainz im Williams sogar als Vierter das Podest."Gib McLaren eine Waffe in die Hand, und sie würden sich selbst in die Füße schießen", spottete das britische Boulevardblatt "Daily Mail".Der Hannah-Schmitz-Faktor bei Red BullAuch bei Red Bull hatten sie überlegt, nachdem Nico Hülkenberg mit einem demolierten Sauber im Kies stehen geblieben war. Super-Strategin Hannah Schmitz traf einmal mehr die richtige Entscheidung, zur Belohnung durfte die Britin mit aufs Siegerpodest und mit Verstappen feiern. Piastri, der von der Pole gestartet war und bis zum Taktik-Desaster ein nahezu perfektes Wochenende erlebt hatte, mühte sich um Contenance. Der 24 Jahre alte Australier, der lange die WM angeführt hatte, geht als Dritter im Klassement in das Finale am kommenden Sonntag in Abu Dhabi. 16 Punkte Rückstand hat er auf Norris, 12 fehlen Verstappen auf den Briten. Schon für Katar gab es trotz der Disqualifikation beider McLaren eine Woche zuvor in Las Vegas eine einfache Rechnung: Gewinnt Norris, ist er der neue Champion.2010 war Vettel 15 Punkte zurück - und holte den Titel Für das Rennen vor der spektakulären 1000-und-einer-Nacht-Kulisse auf Yas Island gilt nun: Kommt Norris aufs Podium, egal wo genau, gehört der Titel ihm. Danach wird es komplizierter und ein Fall für den Rechenschieber. Vor 15 Jahren war es Piastris jetziger Manager Mark Webber, der Zweiter vor dem letzten Rennen in Abu Dhabi war. Als Führender trat Fernando Alonso, damals im Ferrari, an. Er hatte acht Punkte Vorsprung auf den Piastri-Landsmann. Allerdings gab es da auch noch einen Sebastian Vettel, der Dritter war und satte 15 Punkte weniger als Alonso hatte. Der Rest waren Tränen der Freude und ein fiepend-heulender Vettel nach der Siegfahrt zum Titel, weil die anderen beiden kapital schwächelten. "Nichts ist unmöglich", postete nun die Formel 1 selbst zu einem Foto mit Verstappen im Rampenlicht.Wiederholt sich Red-Bull-Geschichte? Im Gegensatz zu Vettels Premierentitel wäre es Verstappens fünfter nacheinander. Das gelang bisher nur einem: Rekordchampion Michael Schumacher Anfang der 2000er mit Ferrari. Möglich gemacht hat den hollywoodreifen Showdown aber vor allem McLaren, das jetzt vor einem großen Dilemma steht. Aufgabe der Papaya-Regeln, denen zufolge keiner der beiden Fahrer bevorzugt wird und es keine Nummer eins gibt? Oder Piastri im letzten der 24 Rennen zum Helfer degradieren? "Max ist da und Max macht keine Scherze. Lando braucht die Hilfe seines Teamkollegen", betont der ehemalige Formel-1-Pilot Ralf Schumacher als Sky-Experte.Red Bull und Mercedes im Clinch: "Wie kann man so hirnlos sein?"Denn klar ist auch, dass nicht nur Verstappen eine Gefahr ist, wenn es um jeden einzelnen Punkt geht. In Katar schob sich Sainz noch vor Norris. Und wenige hundert Meter fehlten, dass auch Kimi Antonelli als Vierter vor dem WM-Spitzenreiter ins Ziel gekommen wäre.Dass Antonelli sich einen Fehler leistete und Norris doch noch vorbeiziehen konnte, sorgte im Lager von Red Bull bei Motorsportberater Helmut Marko für die ihm auch eigene Aufgeregtheit. "Er hat ihn vorbeigewunken. Das war mehr als deutlich", polterte der 82-Jährige. "Das ist wirklich absoluter Blödsinn. Wie kann man so hirnlos sein, so etwas zu sagen?", konterte Mercedes-Teamchef Toto Wolff.Der Stressfaktor wird beim Finale in Abu Dhabi seinen Höhepunkt erreichen. 2021 begann dort die Ära Verstappen. Dass er nun noch mal im WM-Kampf mittendrin ist, daran war im Sommer nicht zu denken. Aber wie sagte McLaren-Boss Zak Brown jüngst: "Er ist wie dieser Typ aus einem Horrorfilm, der gerade dann wieder auftaucht, wenn du denkst, jetzt ist er weg." Darauf angesprochen meinte Verstappen in Anspielung auf die berühmte Horrorpuppe: "Er kann mich Chucky nennen."

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Nächste pikante Affäre: Ärger bei Frankreichs Biathletinnen: Ziemlich beste Feinde

Auch zum Start in die Olympia-Saison ist Frankreich im Frauen-Biathlon das Maß der Dinge. Intern rumort es im Team aber gewaltig. Es geht nicht mehr nur um Betrug, sondern auch um Manipulation.Dass Frankreichs Biathletinnen schon zum Saisonstart in Olympia-Form sind, wurde schnell zur Nebensache. Auch nach dem gerichtlich beendeten Betrugs- und Kreditkartenskandal um Julia Simon kommt das Team nicht zur Ruhe, denn längst ist die nächste pikante Affäre in den Fokus gerückt. Hat Jeanne Richard in der Vorsaison mutwillig das Gewehr ihrer Teamkollegin Océane Michelon manipuliert, um daraus einen Vorteil zu ziehen?Medienberichte der vergangenen Wochen legen diesen wohl einmaligen Vorfall nahe, der sich kurz vor Ende des letzten Winters auf der slowenischen Pokljuka ereignet haben soll. Angeblich habe Teamkollegin Justine Braisaz-Bouchet das sogar beobachtet, schrieb das Portal "Dicodusport". Michelon und Richard kämpften zu diesem Zeitpunkt um das blaue Trikot der besten U23-Athletin im Weltcup. Am Ende setzte sich Michelon mit nur fünf Punkten Vorsprung hauchdünn durch.Richard: Habe eigene Meinung, die ich für mich behalteIn Östersund standen Richard und Michelon jetzt nebeneinander im Ziel und sollten sich über den dominanten Auftaktsieg mit der Frauenstaffel freuen. Die eher zurückhaltenden Gesten boten dabei viel Raum für Interpretation. Genauso wie die Sätze, die sie anschließend am ARD-Mikrofon sagten. "Ich kenne die Geschichte, habe davon gehört. Das verletzt mich sehr. Aber ich habe meine eigene Meinung, die ich für mich behalte", sagte die 23 Jahre alte Richard und gab sich unschuldig.Nachdem von den Franzosen nach Angaben der ARD zunächst keine Nachfragen zu diesem Thema zugelassen wurden, konnten die Fragen von den internationalen Fernsehteams demnach erst nach Intervention des Weltverbandes gestellt werden. Aufklärung brachte das aber nicht. "Wir hören eine Menge Geschichten über unser Team. Aber heute und auch in Zukunft ist es am wichtigsten, dass wir uns auf die Saison konzentrieren", antwortete Michelon und sagte gleichzeitig nichts.Frankreichs Verband äußerte sich kryptischDer französische Skiverband FFS ist bemüht, die vermeintliche Affäre möglichst kleinzuhalten - und äußerte sich selbst nicht klar. Zwar hatte der Verband im November in einem kryptischen Statement bestätigt, dass es einen Verstoß gegen die internen Regeln gab, der im Sommer zu einer Suspendierung geführt hatte. Konkreter wurde es aber nicht. Stattdessen hieß es auch: "Im Gegensatz zu gewissen Gerüchten, die in diversen Medien zirkulieren, wurde kein Fehlverhalten zwischen zwei Athletinnen des französischen Biathlon-Teams festgestellt."Braisaz-Bouchet: "Man muss nicht befreundet sein"Trotzdem spricht keiner klar darüber. Richard fehlte im Sommer zu Beginn jedenfalls in Frankreichs Trainingslager, was zu Spekulationen führte. Ein offizieller Grund wurde nicht genannt. "Man muss nicht befreundet sein, um gute Leistungen zu zeigen", sagte Braisaz-Bouchet derweil. Sie ergänzte beim schwedischen Sender SVT ausweichend: "Außerhalb der Arena verbringe ich meine Zeit nur mit positiven Menschen. Ich konzentriere mich, wie schon in den letzten Jahren, auf meine eigene Leistung, meine Karriere, meine Familie und meine Tochter. Das hat Priorität."Die 29-Jährige stand zuvor auch im Zentrum des Skandals um Julia Simon. Die zehnmalige Weltmeisterin Simon war vom Strafgericht in Albertville gerade zu einer dreimonatigen Haftstrafe auf Bewährung und einer Geldstrafe in Höhe von 15.000 Euro verurteilt worden. Sie hatte mit gestohlenen Kreditkartendaten von Braisaz-Bouchet sowie einer Physiotherapeutin mehrfach im Internet Waren im Wert von rund 2.500 Euro eingekauft. Auch weitere Teammitglieder waren betroffen, stellten aber keine Anzeige. Simon entschuldigte sich mittlerweile und gestand alles, nachdem sie die Taten lange vehement abgestritten hatte.Zweieinhalb Jahre hatte der Fall Frankreichs Team schwer belastet und auch die Trainer an die Grenzen bracht. Sie mussten die Auswahl zusammenhalten, obwohl es unüberwindbare Differenzen gab. Beachtlich bleibt, dass das alles keine Auswirkungen auf die sportlichen Leistungen hatte, denn Frankreich hat eine Vielzahl an Top-Athletinnen. Lou Jeanmonnot führte in Schweden erst die Frauen- und dann die Mixedstaffel zum Weltcupsieg. Ob Coach Cyril Burdet trotz aller Erfolge nach Olympia aber weitermacht, ist offen.Gesperrte Simon schon beim nächsten Weltcup zurückNach ihrer Verurteilung war Simon vom Verband im November auch noch mit einem sechsmonatigen Wettkampf- und Trainingsverbot belegt worden - allerdings wurden fünf Monate davon nur auf Bewährung ausgesprochen. Einem Start bei den Olympischen Winterspielen im Februar 2026 in Südtirol steht nichts im Weg. In Östersund, wo am Dienstag (15.30 Uhr/ZDF und Eurosport) das erste Einzelrennen der Frauen ansteht, fehlt Simon noch, schon beim nächsten Weltcup in Hochfilzen wird die 29-Jährige aber wieder dabei sein.Das Team ist derart gut aufgestellt, dass Simons Fehlen zum Start kaum auffiel, trotzdem wird sie sich ziemlich sicher einen Platz im Olympia-Team sichern. Zur guten Stimmung wird das nicht beitragen, dem Vernehmen nach ist die neunmalige Weltcupsiegerin nach ihren Taten ziemlich isoliert. "Diese Situation belastet das Frauenteam und den französischen Biathlon im Allgemeinen schwer", sagte Frankreichs Biathlon-Ikone Martin Fourcade. "Es beeinträchtigt das gesamte Team schon viel zu lang."Und der neuerliche Skandal lässt die erhoffte Ruhe in weite Ferne rücken.

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Angeblich verkürzte Aussagen: Schwere Vorwürfe gegen ARD: Expertinnen distanzieren sich von Boateng-Doku

Die ARD-Dokumentation "Being Jérôme Boateng" sorgt für heftige Diskussionen. Nun melden sich darin vorkommende Personen zu Wort – und kritisieren die Darstellung ihrer Statements.Zwei Frauen, die in der Dokumentation "Being Jérôme Boateng" zu Wort kommen, haben sich öffentlich von der ARD-Produktion distanziert und diese scharf kritisiert. Die Investigativ-Reporterin Gabriele Keller und die Tiktokerin Gizem Çelik sehen sich und ihre Aussagen darin falsch dargestellt, sagten sie dem "Spiegel". Wie der stern berichtete, hatte zuvor bereits der Anwalt Dr. Alexander Stevens ähnliche Vorwürfe gegen den Sender erhoben."Es ist für mich sehr irritierend, in so einer Krisen-PR der ARD aufzutauchen. Dafür habe ich nicht mein Einverständnis gegeben", sagte Keller, die unter anderem für die Rechercheplattform "Correctiv" gearbeitet hat. Sie habe ein mehrstündiges Interview gegeben, davon seien jedoch nur "drei, vier sehr allgemeine Sätze" verwendet worden."Ich frage mich natürlich: Welche Rolle spiele ich da? Als Feigenblatt?", sagte Keller weiter. "Die wesentlichen Fakten, die die Erzählung von Boateng einordnen würden, kommen praktisch nicht vor." Sie habe ausführlich über die Gewaltvorwürfe gegen Boateng gesprochen.ARD weist Kritik an Boateng-Doku zurückAuch die Tiktokerin Gizem Çelik übt Kritik. Sie sei im Vorfeld nicht informiert worden, dass Boateng selbst in der Produktion sprechen werde. Als sie davon erfuhr, habe sie "starke Bauchschmerzen" gehabt, sagte Çelik dem "Spiegel". Die ARD erwiderte, dass die Expertinnen über eine Anfrage an Boateng und dessen aktuellen Stand informiert gewesen seien.Çelik kommt in der Doku häufiger vor als Keller, sieht sich aber ebenfalls falsch dargestellt. "Ich hatte das Gefühl, das, was am Ende ausgewählt wurde, kommt meiner Haltung und meiner Gesamtaussage im Interview überhaupt nicht nahe", sagte sie. "Es wurden die neutralsten Aussagen genommen. Ich habe klare Worte gefunden. Wo sind diese klaren Worte?"Die Vorwürfe der Unausgewogenheit wies die ARD zurück: "Die Interviews umfassen mehr Material, als in den Filmen Platz findet. Die zentralen Einordnungen sind in der Dokumentation enthalten." Der Sender beharrt darauf, den Fall Boateng "journalistisch aufgearbeitet" zu haben.Heftige Diskussionen über DokuDie dreiteilige Doku, eine Produktion des Bayrischen Rundfunks (BR), wird seit Tagen kontrovers diskutiert. In der Beschreibung des Senders heißt es, sie "erzählt die Geschichte eines Fußballweltmeisters zwischen Triumph und Absturz." Kritiker werfen dem Sender vor, die Gewaltvorwürfe gegen Jérôme Boateng nicht ausgewogen genug darzustellen.Boateng hatte seine Ex-Partnerin Sherin S., die Mutter seiner Zwillingstöchter, in einem Karibikurlaub 2018 laut Gericht geschlagen und wurde dafür verwarnt (der stern berichtete). In der Doku spricht der ehemalige Fußball-Nationalspieler auch erstmals über den Tod seiner Ex-Freundin Kasia Lenhardt. Die frühere "Germany's Next Topmodel"-Finalistin hatte sich im Februar 2021 in Berlin das Leben genommen.

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Fußball-Nationalmannschaft: WM-Los für Nagelsmann: Hammer oder Hämmerchen bei Trump

Bei der Auslosung der WM-Gruppen ist für Bundestrainer Nagelsmann alles möglich. Ein Hammer mit Haaland oder ein leichtes Los mit Haiti? Vor der Show in Washington spielt auch Trump eine Rolle.Die Legende vom deutschen Fußball-Losglück ist schon lange widerlegt. Auch bei der großen Zeremonie für die WM 2026 in Washington kann es für Julian Nagelsmann am Freitag (18.00 Uhr/MEZ) unangenehme Überraschungen geben - trotz des wichtigen Platzes im besten Lostopf mit Titelverteidiger Argentinien und Europameister Spanien. Für den Bundestrainer geht es bei der Gruppenauslosung nicht nur um die ersten drei Kontrahenten der Nationalmannschaft beim XXL-Turnier in den USA, Kanada und Mexiko vom 11. Juni bis 19. Juli 2026. Der WM-Weg entscheidet sich keine drei Meilen entfernt vom Weißen Haus. Wie ist die Ausgangslage für die Nationalmannschaft?Die Erleichterung bei Bundestrainer Nagelsmann und DFB-Sportdirektor Rudi Völler war riesig. Mit dem 6:0 gegen die Slowakei im letzten Qualifikationsspiel wurde neben dem direkten WM-Ticket auch der Platz im besten Lostopf gesichert. Der ist wichtig, weil damit feststeht, dass Deutschland in der Gruppenphase nicht auf die besten Teams der Welt treffen kann.In Topf 1 sind auch Spanien, Argentinien, Frankreich, England, Brasilien, Portugal, die Niederlande, Belgien sowie die drei Gastgeber USA, Mexiko und Kanada. Diese Teams können frühestens in der K.o.-Phase zum DFB-Gegner werden.Welche Gegner drohen im schlimmsten Fall?Ein absolutes Top-Duell wie 2022 gegen Spanien (1:1) bleibt Deutschland in der Gruppenphase erspart. Dennoch kann es zu schwierigen oder zumindest unangenehmen Gruppenkonstellationen kommen. In Topf 2 sind mehrere als kampfstark bekannte Teams aus Südamerika wie Kolumbien oder Uruguay. In Topf 3 wurden die starken Norweger um Superstar Erling Haaland oder die Ägypter mit Liverpool-Star Mohamed Salah eingruppiert. Und in Topf 4 sind neben großen Außenseitern wie Curaçao, Kap Verde und Jordanien auch alle Teams, die sich in Playoffs erst noch das WM-Ticket sichern müssen, darunter auch die Dänen und der vierfache Weltmeister und deutsche WM-Angstgegner Italien. Eine Gruppe mit Kolumbien, Ägypten und Italien bekäme zu Recht den klassischen Stempel: Hammergruppe.Wie sieht ein leichter WM-Weg aus?Ehrlicherweise ist auch ein Hämmerchen für Nagelsmann möglich, also eine ganz leichte Gruppe. In Topf 2 sind unter anderem Österreicher und Australier, in Topf 3 ein WM-Neuling wie Usbekistan und in Topf 4 macht unter anderem Neuseeland keine Angst. Eine Gruppe mit Iran, Tunesien und Haiti wäre zum Beispiel leicht. Was hat es mit den sechs Playoff-Pfaden auf sich?Sechs der 48 WM-Tickets sind noch nicht vergeben. Vier Teams aus Europa und zwei aus den insgesamt fünf anderen FIFA-Konföderationen werden im März 2026 noch die Turnierteilnahme schaffen. Die vier europäischen Gruppen mit je vier Teams und zwei Welt-Gruppen mit je drei Mannschaften werden als Platzhalter aber schon den Gruppen zugeordnet. Der jeweilige Sieger rückt dann in die Gruppe auf. So funktionierte es schon bei der WM 2022. Deutschland bekam drei Monate nach der Auslosung auf diesem Weg Costa Rica als Gegner für die Endrunde in Katar in seine Gruppe dazu.Wie funktioniert das neue WM-Format und wie die Auslosung?Die Aufstockung von 32 auf 48 WM-Teams ist ein Projekt von FIFA-Boss Gianni Infantino. Er will den Fußball in alle Winkel der Welt tragen. 104 statt 64 Spiele sind eine Überdosis, sagen die Kritiker. Gespielt wird nun in zwölf statt acht Gruppen mit je vier Teams, anschließend folgt für die Gruppensieger, Gruppenzweiten und acht besten Gruppendritten eine erste K.-o.-Runde. Danach geht es im bekannten Formal vom Achtelfinale bis zum Endspiel am 19. Juli in East Rutherford bei New York weiter. Für die Auslosung wurden die 42 qualifizierten Teams nach ihrer Weltranglistenposition in vier Töpfe eingeteilt, die Top neun mit den drei gesetzten Gastgebern in Topf 1, die nächstbesten zwölf Teams in Topf 2, dann die Töpfe 3, und 4. Der letzte Topf wurde mit den sechs Playoff-Gruppen aufgefüllt.Gezogen werden am Freitag zunächst die Teams aus Topf 1 als Gruppenköpfe, dann werden die Töpfe zwei bis vier geleert. Beschränkungen gibt es: Teams aus der gleichen Konföderation dürfen nicht in einer Gruppe sein. Ausnahme sind die Europäer. Bei 16 Teilnehmern werden in vier Gruppen zwei Europa-Vertreter sein, in den anderen acht je einer.Eine neue Regel gibt es auch: Die besten zwei Teams der Weltrangliste aus Spanien und Argentinien werden so gelost, dass sie erst im Finale aufeinandertreffen können, wenn sie ihre Gruppe gewinnen. Frankreich und England als nächstbeste Teams können erst im Halbfinale auf die Top-Zwei treffen, sofern auch sie ihre Gruppe gewinnen. Auf den deutschen WM-Weg hat diese Regel bei der Auslosung keinen Einfluss. Was erfährt Nagelsmann noch in Washington?Nicht nur die Gegner sind wichtig, sondern auch die Spielorte. Lange Reisen und hohe Temperaturen machen das Turnier kompliziert. Partien in Mexiko stehen zum Beispiel nicht auf dem Wunschzettel von Nagelsmann - in den Gruppen F und K wären solche Spiele zwar nicht zwingend, aber möglich. Insgesamt gibt es elf Spielorte in den USA, drei in Mexiko und zwei in Kanada. Die allermeisten Spiele (78) finden in den USA statt, je 13 in den anderen beiden Gastgeberländern.Gleich nach der Auslosung sind die Spielorte und Anstoßzeiten übrigens noch nicht fix. Die FIFA legt diese bis zum Samstag fest, um bestmögliche TV-Zeiten für die Fans aller Teams zu garantieren und eventuell Partien zur amerikanischen Mittagszeit in Arenen mit Dach (z.B. Arlington bei Dallas und Atlanta) zu spielen. Für jedes Gruppenspiel gibt es im Spielplan derzeit zwei Optionen.Was ist von Donald Trump zu erwarten?Bislang hat der US-Präsident kaum eine Gelegenheit ausgelassen, das Mega-Event für sich als Bühne zu nutzen. In Erinnerung ist besonders sein skurriler Auftritt bei der Siegerehrung des FC Chelsea als Gewinner der Club-WM im vergangenen Sommer. Trump und Infantino arbeiten seit Monaten Hand in Hand. Der Republikaner veranlasste auch, dass die Auslosung unweit vom Weißen Haus im John F. Kennedy Center for the Performing Arts stattfindet. Seine Anwesenheit bei der rund zweistündigen Los-Show würde niemanden überraschen. Spekuliert wird auch, dass der neue FIFA-Friedenspreis an Trump gehen könnte.

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Nations-League-Finale: Königliche Kulisse: Entzaubern die DFB-Frauen Spanien?

Nach dem 0:0 in Kaiserslautern wird das Rückspiel der Nations League ein wahres Finale. Das deutsche Nationalteam macht sich Mut - Spanien fehlt die Weltfußballerin wegen eines Wadenbeinbruchs.Sogar König Felipe VI. kommt erstmals, um Spaniens Weltmeisterinnen zu unterstützen. Die Beste fehlt dagegen: Weltfußballerin Aitana Bonmatí erlitt im Training einen Wadenbeinbruch. Vor einer Rekordkulisse im Estadio Metropolitano werden die deutschen Fußballerinnen im Rückspiel des Nations-League-Finales am Dienstag (18.30 Uhr/ARD) womöglich trotzdem viel leiden müssen. "Das zweite Spiel wird wieder extrem hart", prophezeite Vizekapitänin Janina Minge vor der anspruchsvollen Aufgabe in Madrid. "Aber ich bin völlig davon überzeugt, dass wir es schaffen können." Minge: "Noch niemand hatte Spanien an so einem Punkt"Viel "Mut und Zuversicht" zog nicht nur die Wolfsburger Abwehrchefin aus dem 0:0 am Freitag in Kaiserslautern, das die Deutschen phasenweise extrem dominiert hatten: "Noch niemand hatte Spanien an so einem Punkt, wie wir sie hatten." Entzaubert das DFB-Team nun endgültig die Tiki-Taka-Spezialistinnen, bei denen Barcelonas Starspielerin Aitana Bonmatí wegen ihrer bei einer Übungseinheit am Sonntag erlittenen Verletzung ausfällt?Bei den Olympischen Spielen 2024 hatten die DFB-Frauen - vor allem dank eines gehaltenen Strafstoßes von Torhüterin Ann-Katrin Berger tief in der Nachspielzeit - Spanien Bronze weggeschnappt. Bei der EM diesen Sommer in der Schweiz musste sich der Favorit aus Spanien nach dem knappen Halbfinal-Erfolg gegen Deutschland dann im Endspiel - im Elfmeterschießen - England geschlagen geben.Medienschelte im Land der Weltmeisterinnen Und auf dem Betzenberg, da waren sich die spanischen Medien einig, zeigte das Team der neuen Trainerin Sonia Bermúdez die schlechteste Leistung seit dem 0:4 gegen Japan bei der WM-Vorrunde 2023. "El País" staunte darüber, dass die deutschen Spielerinnen dem Team "mit dem meisten Ballbesitz auf dem Planeten" immer wieder den Ball klaute und kaum etwas zuließ. "Es ist wahr, dass wir viel gelitten haben und nicht das gespielt haben, was wir wollten. Aber ich bin mir sicher, dass wir es im Metropolitano mit unseren Leuten schaffen werden", sagte Torhüterin Cata Coll. Bereits bis zum Wochenende waren 45.000 Tickets verkauft für die rund 70.000 Zuschauer fassende Arena von Atlético.Zum Vorjahresfinal-Sieg in der Nations League gegen Frankreich (2:0) in Sevilla waren 32.657 Fans gekommen, die bisherige Bestmarke des Frauen-Nationalteams für ein Länderspiel in der Heimat. Die Spanierinnen haben seit Dezember 2023 beim überraschenden 2:3 gegen Italien zu Hause nicht mehr verloren. Erster Titel seit Olympia-Gold 2016?"Wir wollen unbedingt diesen Titel holen. Wir wollen unbedingt das weiterführen, wo wir im Oktober 2024 begonnen haben", sagte Bundestrainer Christian Wück. Bei seinem Traumdebüt damals in Wembley legten die DFB-Frauen ein furioses 4:3 gegen England hin. Ein gutes Jahr nach seinem Amtsantritt winkt seinem Team der erste Titel seit Olympia-Gold 2016 in Rio."Wir wissen natürlich, dass wir keinen Zentimeter weniger gehen dürfen im nächsten Spiel und unsere Torchancen natürlich auch nutzen müssen", sagte Minge. Der Chancenwucher von Klara Bühl und Co. und der verschenkte Sieg hatte im Fritz-Walter-Stadion für lange Gesichter bei den Spielerinnen um Kapitänin Giulia Gwinn gesorgt.Bayerns schlechte Erfahrung mit BarcelonaDie Ausgangslage, die eine bessere hätte sein müssen, spielt nun keine Rolle, findet Bühl. "Natürlich hätten wir uns einen kleinen Puffer auch noch erspielen können", sagte die Flügelstürmerin vom FC Bayern. "Aber ich glaube nicht, dass es das Spiel in Spanien so viel einfacher gemacht hätte, ob wir jetzt hier 1:0 oder 0:0 spielen. So haben wir das klassische Finale und darauf freuen wir uns extrem." Gerade Bühl weiß sehr genau, dass es gegen die Ballzauberinnen auch anders laufen kann. In der Champions League hatte der FC Bayern Anfang Oktober ein 1:7 beim FC Barcelona kassiert. Knaak: "Wollen da voll auf Sieg gehen"Für Minge ist die Rechnung einfach: "Das ist das eine Spiel, wo wir einfach ein Tor mehr schießen müssen als der Gegner." Notfalls glaube sie auch an einen Sieg nach Verlängerung oder Elfmeterschießen. "Wir wollen da voll auf Sieg gehen", versprach Abwehrkollegin Rebecca Knaak. "Man hat gesehen, was drin ist, was möglich ist, und das wollen wir auch in Madrid auf dem Platz zeigen: dass wir das Finale gewinnen können", sagte Mittelfeldspielerin Sjoeke Nüsken.

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