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Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und den Finanzmärkten
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Aktuelle Nachrichten

Leichtathletik: Stabhochspringer Duplantis verbessert erneut Weltrekord

Schon wieder Weltrekord! Der schwedische Stabhochspringer ist und bleibt ein Phänomen. In seiner Heimat stellt er die nächste Bestmarke auf.Olympiasieger Armand Duplantis hat den nächsten Stabhochsprung-Weltrekord aufgestellt. Bei dem nach seinem Spitznamen benannten Hallen-Meeting Mondo Classic in Uppsala in seiner Heimat Schweden überquerte er im ersten Versuch atemberaubende 6,31 Meter. Duplantis verbesserte damit seinen eigenen Weltrekord von der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Tokio im vergangenen September um einen Zentimeter."Das ist meine Heimat. Jedes Mal, wenn ich auf der Bahn stehe, repräsentiere ich euch und bin sehr stolz darauf, für euch und Schweden zu springen", sagte Duplantis nach seiner spektakulären Flugshow vor dem Heimpublikum.Nächster Weltrekord schon kommende Woche?Wie der kontinentale Leichtathletik-Verband European Athletics mitteilte, sprang Duplantis in Uppsala bereits zum 15. Mal einen Weltrekord. Ein Ende ist nicht in Sicht. Schon in der kommenden Woche könnten die 6,31 Meter wieder Geschichte sein. Dann will der 26-Jährige bei der Hallen-Weltmeisterschaft im polnischen Torun teilnehmen.Der schwedische Ausnahmeathlet ließ schon anklingen, dass er eines Tages die 6,40 Meter für möglich hält. Mit weit mehr als 100 Sprüngen über 6,00 Meter ist er schon lange in einer anderen Liga als der Rest der Stabhochsprung-Welt. Die letzte Meisterschaftsniederlage liegt schon fast sieben Jahre zurück.

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Paralympics 2026: Ralf Etienne lernt erst vor einem Jahr Skifahren – jetzt will er Gold holen

Ralf Etienne vertritt sein Heimatland Haiti bei den Paralympischen Winterspielen 2026. Bis vor einem Jahr stand er noch nie auf Skiern. Sein Lebensweg dürfte viele inspirieren.Ralf Etienne vertritt sein Heimatland Haiti bei den Paralympischen Winterspielen 2026. Bis vor einem Jahr stand er noch nie auf Skiern. Sein Lebensweg dürfte viele inspirieren.

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Wintersport: Von Olympia-Kater keine Spur: Nawrath wird Sprint-Dritter

Dritte Laufzeit, null Fehler: Biathlet Nawrath trotzt dem Regen und zeigt beim Weltcup-Sprint in Estland, dass im Saison-Endspurt noch vieles möglich ist. Für seine Teamkollegen läuft es weniger rund.Eine Hand ballte Philipp Nawrath zur Faust und jubelte über eine tadellose Schießleistung, die die Basis für seinen dritten Platz im Sprintrennen von Otepää war. Nachdem der 33-Jährige schon im ersten Weltcup nach Olympia als bester Deutscher geglänzt hatte, holte er sich zum Auftakt der vorletzten Station in Estland sein zweites Podest in diesem Biathlon-Winter. Von Olympia-Kater ist beim Bayer nach dem aus deutscher Sicht enttäuschend verlaufenen Jahreshöhepunkt in Norditalien keine Spur. "Ich habe noch schöne Bedingungen daheim, um zu trainieren, deswegen habe ich das so mitgenommen und es macht Spaß - das hat mir gut gepasst", sagte Nawrath der ARD. Im finnischen Kontiolahti hatte er vor einer Woche bereits mit den Rängen fünf und sieben überzeugen können.Als einziger DSV-Athlet fehlerfreiSowohl im Liegendanschlag als auch stehend traf Nawrath als einziger Starter des Deutschen Skiverbandes alle zehn Scheiben. In der Vergangenheit habe er sich oft Flüchtigkeitsfehler geleistet, sagte Nawrath, der im verregneten Estland etwas langsamer schoss als die Konkurrenz. "Es ist jetzt vielleicht nicht ganz der Rhythmus drin, aber dennoch habe ich die Treffer gesetzt und das war mir heute das Wichtigste."Nur der Norweger Sturla Holm Laegreid, der den zweiten Sieg nacheinander einfuhr, und Émilien Jacquelin aus Frankreich waren stärker als Nawrath. Der Routinier, der bereits in Oberhof auf dem Podium stand, geht nun mit 18 Sekunden Rückstand in die Verfolgung am Samstag (13.30 Uhr/ARD und Eurosport).Auch in der Loipe lief es gut für Nawrath. Am Ende stand die dritte Laufzeit zu Buche - hinter Laegreid und dessen Landsmann Johan-Olav Botn. "Tatsächlich wollte ich etwas defensiver reingehen, aber ich bin recht forsch reingegangen", sagte Nawrath. "Aber es ist sich gut ausgegangen, dass ich noch die Körner hatte, um zeitlich dagegenzuhalten."Strelow wieder dabeiNawraths Teamkollegen präsentierten sich indes weniger treffsicher und schafften es allesamt nicht unter die Top Ten. Philipp Horn musste drei Extra-Runden drehen und sagte nach Platz 26 enttäuscht: "Mich ärgert einfach nur meine Leistung am Schießstand. Zwei Fehler stehend - das ist nicht das, was ich kann. Mir fehlt da gerade das Selbstverständnis."Leonhard Pfund (34. Platz/2 Schießfehler), Justus Strelow (41./1), Lucas Fratzscher (49./2) und David Zobel (60./1) qualifizierten sich ebenfalls für das Jagdrennen.Rückkehrer Strelow, der in Finnland zuletzt wegen eines gebrochenen Fingers pausieren musste, meinte: "Ein Fehler war sicherlich nicht optimal, aber ich bin erstmal froh, dass ich durch das Rennen mit der Vorgeschichte ganz solide durchgekommen bin. Hier und da fehlt noch etwas."

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Bundesligisten gefordert: Europapokal im TV: Hier laufen die Spiele von Stuttgart, Freiburg und Mainz

Gleich drei Fußball-Bundesligisten treten am Donnerstag im Europapokal an. Stuttgart, Freiburg und Mainz wollen in zwei Wettbewerben ins Viertelfinale. Wer überträgt die Spiele?Der VfB Stuttgart und der SC Freiburg streben am Donnerstag in der Europa League den ersten Schritt zum erhofften Viertelfinaleinzug an. Für DFB-Pokalsieger Stuttgart steht im Heimspiel gegen den portugiesischen Tabellenführer FC Porto ein Härtetest an. Der SC Freiburg tritt zunächst auswärts an und ist beim belgischen Vertreter KRC Genk zu Gast.In der Conference League vertritt der FSV Mainz 05 die Fußball-Bundesliga. Der Abstiegskandidat trifft auf Sigma Olmütz und ist zunächst in Tschechien zu Gast.Europa League und Conference League: Wer überträgt Stuttgart, Freiburg und Mainz?Beide Spiele laufen live und kostenlos bei RTL oder auf dem Tochtersender Nitro. In Stuttgart ist der Anstoß um 18.45 Uhr, die Übertragung beginnt auf beiden Sendern um 18.30 Uhr. Anschließend wird das Freiburger Auswärtsspiel in Genk gezeigt, die Partie beginnt um 21 Uhr. Kunden des kostenpflichtigen Streaminganbieters RTL+ können die Spiele auch dort verfolgen.Zeitgleich mit Freiburg beginnt das Mainzer Conference-League-Spiel bei Sigma Olmütz, das allerdings nur bei RTL+ zu sehen ist.Die Rückspiele der Bundesligisten mit den Entscheidungen über den Viertelfinaleinzug stehen am Donnerstag der nächsten Woche an.Transparenzhinweis: Der stern ist Teil von RTL Deutschland.

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Winter-Paralympics in Italien: Gefragt wie ein Weltstar: Forster gewinnt zweites Gold

Anna-Lena Forster hat schon wieder Grund zu ausgelassenem Jubel. Die alpine Monoskifahrerin gewinnt bei den Winter-Paralympics ihr zweites Gold. Dahinter steckt auch ausgefeilte Technik.Als Schnellste im Ziel, als Letzte aus dem Stadion: Nach zwei famosen Läufen im Riesenslalom und ihrem zweiten Gold bei den Winter-Paralympics in Italien war Anna-Lena Forster gefragt wie ein Weltstar. "So krass ist es jetzt noch nicht. Da fehlt noch ein bisschen", sagte die 30 Jahre alte Monoskifahrerin darauf angesprochen und brach in schallendes Lachen aus. "Aber es ist schon krass, was man als Goldmedaillen-Gewinnerin für eine Aufmerksamkeit bekommt. Es ist eine Belohnung für das, was man sich erarbeitet hat über die Jahre", sagte sie stolz.Am sechsten Wettkampftag siegte Forster auf der Tofana-Piste von Cortina d'Ampezzo mit 1,28 Sekunden Vorsprung auf die Japanerin Momoka Muraoka. "Ich weiß, wie viel harte Arbeit in diesem Riesenslalom gesteckt hat in den letzten Jahren. Die Medaille fühlt sich einfach riesig an für mich", sagte die Zollbeamtin. Zum Auftakt der Alpin-Wettbewerbe war die Gesamtweltcup-Siegerin bereits Beste in der Abfahrt und ist bei den aktuellen Spielen bislang die einzige deutsche Paralympicssiegerin.Die Grundlage für ihren insgesamt schon sechsten Paralympicssieg hatte Forster im ersten Lauf gelegt. "Es war ein solider Lauf. Ich weiß, dass ich mich noch mehr pushen kann. Die Pistenbedingungen haben mich ein bisschen gehemmt, da voll draufzugehen", sagte sie nach dem ersten Durchgang. Den Sturz ihrer bislang härteste Konkurrentin Audrey Pascual Seco aus Spanien, die den Super-G und die Super-Kombination gewonnen hatte, hatte sie im Starthaus auf dem Fernseher gesehen. "Da weiß man dann nicht so genau, wie die Piste reagiert. Das sah bei Audrey etwas unkontrolliert aus", meinte sie.Vorsprung dank neuer TechnikBei ihren vierten Paralympics ist damit nach der Abfahrt bei Forster auch in der zweiten weniger erfolgreichen Disziplin der Knoten geplatzt. Insbesondere der neue Rennsport-Dämpfer an ihrem Monoski, den sie zusammen mit der Forschungs- und Entwicklungsstelle für Sportgeräte (FES) ausgetüftelt hat, hat sie immens vorangebracht. "Seit letzter Saison taugt mir der Riesenslalom auch, da fühle ich mich mittlerweile wohl. Das liegt auf jeden Fall an dem neuen Dämpfsystem. Da habe ich einen guten Schritt nach vorn gemacht und fühle mich echt sicher. Und ich habe endlich verstanden, wie der Schwung funktioniert", sagte sie lachend. Außerdem hat sie für die Speeddisziplinen und den Riesenslalom mit Gewichten experimentiert, "denn alles, was Hangabtrieb bringt, ist gut". Aus Sicht von Bundestrainer Justus Wolf ist die zweite Goldmedaille von Anna-Lena Forster "sehr wertvoll". Man habe sehr viel in den Riesenslalom investiert, weil diese Disziplin bei den vergangenen Paralympics weniger erfolgreich war. "Es ist für Anna-Lena einfach großartig, dass wir das zeigen konnten, was wir in letzten Jahren erarbeitet haben. Ich bin richtig happy für sie, dass das auch so im zweiten Durchgang runtergebracht hat. Sie hat ein richtig starkes Nervenkostüm bewiesen und einen grandiosen Lauf runtergebracht", lobte Wolf.Rothfuss wieder starke VierteAndrea Rothfuss fuhr in der stehenden Klasse erneut auf den vierten Platz und verpasste das Podest nur um 0,69 Sekunden. Trotzdem jubelte die 36-Jährige im Ziel und riss die Arme nach oben. Bereits im Super-G war sie auf Rang vier gelandet. Nach einer mehrjährigen Pause wegen mentaler Probleme war die Riesenslalom-Spezialistin erst im Dezember in den Weltcup zurückgekehrt. Ihre Teamkollegin Anna-Maria Rieder belegte den siebten Platz.Bei den sehbehinderten Frauen kam die 17-jährige Maya Fügenschuh bei ihrer Paralympics-Premiere mit Guide und Olympionikin Johanna Holzmann auf Platz neun.

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Wegen des Irankriegs: Iran schließt Teilnahme an Fußball-WM aus – wer nachfolgen würde

Wegen des Irankriegs will das Land nicht am WM-Turnier im Sommer teilnehmen, sagt der Sportminister. Der Weltverband hat aber bereits einen Alternativplan.Der iranische Sportminister Ahmad Donyamali hat in einem TV-Interview angekündigt, dass die iranische Fußball-Nationalmannschaft nicht an der Fußball-WM teilnehmen wird. „Angesichts der Tatsache, dass diese korrupte Regierung unseren Anführer ermordet hat, sehen wir unter keinen Umständen die Voraussetzungen, um an der Weltmeisterschaft teilzunehmen“, sagte Donyamali einem iranischen TV-Sender.Zur Begründung sagte er: „In den letzten acht oder neun Monaten wurden uns zwei Kriege aufgezwungen, und mehrere Tausend unserer Landsleute wurden getötet und sind zu Märtyrern geworden. Daher haben wir definitiv keine Möglichkeit zur Teilnahme.“ Er betonte, dass „unsere Jungs“ unter den gegebenen Umständen „nicht sicher seien“.Gianni Infantino: Trump hat nichts gegen TeilnahmeDamit ist erstmals seit 1950 der Fall, dass ein Land von sich aus trotz Qualifikation auf die WM verzichten will. Aber: Noch ist die Ankündigung nicht offiziell. Endgültig entschieden ist die Absage nicht.Vor diesen Aussagen hatte Fifa-Präsident Infantino von einem Gespräch mit Donald Trump berichtet, in dem es um die aktuelle Situation in Iran gegangen sei. Der US-Präsident habe ihm gesagt, dass die Mannschaft des Iran „willkommen“ sei. In früheren Aussagen hatte Trump behauptet, eine Teilnahme des Kriegsgegners sei ihm egal. Iranische Fans dürfen ohnehin nicht einreisen.Die iranische Nationalelf soll in den drei Vorrundenspielen ab 11. Juni gegen Neuseeland, Belgien und Ägypten in Los Angeles und Seattle in der Gruppe G antreten. Für den Fall einer Absage müsste der Weltverband einen Nachfolgekandidaten bestimmen. Eine feste Regelung ist dafür nicht vorgesehen, die Fifa darf es nach eigenem Ermessen regeln.Ein Kandidat aus dem Asien-Verband rückt für den Iran nachWahrscheinlich würde ein Team aus dem asiatischen Kontinentalverband (AFC) nachrücken, dem der Iran angehört. Die Kandidaten sind der Irak und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Für die irakische Nationalelf steht noch ein Play-off-Spiel am 1. April an, in dem sie gegen Surinam oder Bolivien spielt. Wegen Luftraumsperrungen und fehlender Visa hat der Irak um eine Verschiebung der Partie gebeten. Sollte der Irak scheitern, dürfte er nachnominiert werden. Qualifiziert er sich, dürften die VAE nachrücken.Eine Absage hätte für den iranischen Fußball-Verband finanzielle Folgen. Sagt das Land kurzfristig ab (weniger als 30 Tage vor Turnierbeginn) ab, droht eine Strafe von bis zu 500.000 Schweizer Franken. Auch ein Ausschluss von der WM 2030 wäre möglich.Quellen: „BBC“, „Sport Bild“

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Champions League: Trotz Havertz-Tor: Bayer 04 glaubt an seine Chance in London

Havertz trifft gegen seinen Ex-Club, doch Bayer bleibt kämpferisch. Kapitän Andrich blickt zuversichtlich Richtung London. Der Bayer-Geschäftsführer spricht über eine mögliche Havertz-Rückkehr.Am liebsten würde Simon Rolfes Kai Havertz irgendwann wieder im Trikot von Bayer Leverkusen sehen. "Immer wenn wir sprechen, fange ich schon mal an, ein bisschen zu graben", sagte der Leverkusener Sportgeschäftsführer in den Katakomben der BayArena und lachte. Zuvor hatte der deutsche Nationalspieler des FC Arsenal gezeigt, wie weh er seiner alten Liebe tun kann.Havertz war der große Spielverderber für Bayer 04 im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen den englischen Tabellenführer. Mit einem verwandelten Strafstoß kurz vor Schluss verhinderte er beim 1:1 den Leverkusener Überraschungssieg. "Dafür habe ich jahrelang gearbeitet, um in solchen Momenten da zu sein", erklärte Havertz bei DAZN. "Deswegen freue ich mich natürlich.""Trashtalk" mit AndrichDer 26-Jährige hat eine schwere Zeit mit mehreren Verletzungen hinter sich. Nun will er bei den Gunners wieder vorangehen und bei der WM im Sommer in den USA ein Schlüsselspieler für Deutschland sein.Bei seiner Rückkehr nach Leverkusen stand Havertz auch nach dem Spiel mit hektischer Schlussphase im Fokus. Im Mittelkreis lieferte er sich ein Wortgefecht mit Bayer-Kapitän Robert Andrich. Mit den Worten "normaler Trashtalk" und einem Lächeln, beschrieb der Leverkusener Torschütze die Situation.Den Elfmeterpfiff bewerteten sowohl Andrich als auch Rolfes und Trainer Kasper Hjulmand als Fehlentscheidung des türkischen Schiedsrichters Umut Meler. Viel Zeit sich darüber aufzuregen, haben die Leverkusener aber nicht.Drei Topspiele innerhalb einer WocheAm Samstag (15.30 Uhr/Sky) geht's in der Bundesliga gegen den FC Bayern. Bayer ist nicht nur wegen des 6:1-Statements der Münchner in der Königsklasse in Bergamo erneut Außenseiter. Ein Bonusspiel ist die Partie gegen den souveränen Tabellenführer der Bundesliga trotzdem nicht. Leverkusen braucht im Kampf um die erneute Champions-League-Teilnahme dringend Punkte.Schon am Dienstag steht dann in London das Rückspiel an. "In so einer kurzen Zeit drei Top-Spiele hatte ich, glaube ich, auch noch nicht", sagte Andrich. "Dafür sind wir da."Trotz des späten Ausgleichs nehmen er und seine Teamkollegen viel Vertrauen in die eigene Stärke mit nach England. "Wir haben gesehen, dass wir Arsenal schlagen können und dass wir ihnen Paroli bieten können", sagte Andrich. "Wir fahren dorthin, um eine Runde weiterzukommen. Sonst brauchen wir gar nicht erst anreisen." Auch Hjulmand stellte fest: "Da geht was!"Die Leverkusener ließen gegen die starke Offensive der Gunners, die zuvor all ihre acht Champions-League-Partien in dieser Saison gewonnen hatten, kaum Torchancen zu. Nach dem 1:0 durch Andrich lagen die Rheinländer lange auf Siegkurs. Doch dann kam Havertz.Rolfes: "Kai vereint so viele Facetten als Fußballspieler""Ich glaube, ich habe schon den ein oder anderen Elfmeter auf der Seite geschossen. Deswegen kenne ich das Gefühl", sagte der Offensivmann, der als Zehnjähriger zu Bayer 04 gekommen war und mit den Verhältnissen in der BayArena bestens vertraut ist.Rolfes schwärmte: "Kai vereint so viele Facetten als Fußballspieler. Das macht ihn so stark." Der 44-Jährige ergänzte: "Auch von der Persönlichkeit her: Er ist immer bodenständig gewesen, war immer ein Vorbild in der Mannschaft - trotz seines herausragenden Status, den er damals schon bei uns hatte."Zum Abschluss seiner für ihn so gelungenen und für Bayer so schmerzhaften Rückkehr posierte Havertz noch schnell für ein Fan-Foto. Dann verabschiedete er sich - zumindest bis Dienstag.

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Ski alpin: Ski-Ass trotzt Hasskommentaren: Shiffrin vor Weltcup-Rekord

Dank des Happy Ends bei Olympia kann US-Star Shiffrin befreit antreten im Kugel-Duell mit einer jungen Deutschen. Die Laune scheint bestens. Dabei hatte sie jüngst noch üble Hasskommentare erhalten.Mikaela Shiffrin hatte gut lachen. Im Auto in Schweden witzelte der Ski-Star mit Rivalin Camille Rast herum. Dass ein Teil des Gepäcks auf dem Weg nach Are verloren ging, schien die gute Laune der Amerikanerin nicht zu vermiesen. Zu einem Schnappschuss der illustren Fahrgemeinschaft schrieb Shiffrin bei Instagram: "Emma Aicher, wo bist du?" Die Deutsche antwortete mit einem Blödel-Selfie von sich auf der Couch, die Zunge herausgestreckt. "Auf dem Weg (bald)", schrieb Aicher. Vor dem vielleicht vorentscheidenden Wochenende im Gesamtweltcup könnte die Stimmung kaum gelöster sein.Das liegt auch daran, dass just Shiffrin nach den jüngsten Ergebnissen und zwei Patzern von Aicher als große Favoritin auf die große Kristallkugel in die letzten Saisonrennen geht. 125 Punkte Vorsprung auf das deutsche Ski-Juwel hat die Amerikanerin vor dem Riesenslalom am Samstag (10.00/13.00 Uhr) und dem Slalom am Sonntag (09.30/12.30 Uhr/ARD und Eurosport) in Are.Schafft sie die Bestmarke der "Jahrhundert-Skisportlerin"?Danach folgen nur noch die vier Rennen - eines pro Disziplin - beim Saisonfinale in Lillehammer. Und spätestens dann will die Ausnahme-Rennfahrerin aus den USA ihren sechsten Gesamtweltcup bejubeln und einen Rekord egalisieren: Sechs große Kristallkugeln bei den alpinen Frauen hatte bislang nur Österreichs "Jahrhundert-Skisportlerin" Annemarie Moser-Pröll gewonnen.Mit 108 Einzelsiegen im Weltcup liegt Shiffrin in der ewigen Bestenliste weit vorn. An ihre bislang 166 Podestplätze kommt ebenfalls niemand ran. In mehr als der Hälfte ihrer Weltcup-Starts raste sie unter die Top 3. Dazu kommen acht WM-Titel und sieben weitere Medaillen bei Weltmeisterschaften. Zum 31. Geburtstag: Shiffrin an "Übergang" in KarriereWie viele Erfolge können da noch folgen? Vor ihrem 31. Geburtstag an diesem Freitag sagte die beste Alpin-Athletin der Gegenwart in einer US-Talkshow: "An diesem Zeitpunkt meiner Karriere bin ich irgendwie an einem Übergang." Sie war gefragt worden, ob sie schon Pläne habe für die Zeit nach dem Leistungssport. "Wenn man seine Karriere beendet - nicht dass ich sie jetzt beenden würde - dann ist es schwer, herauszufinden, was als Nächstes kommt."Die Amerikanerin wirkt sehr mit sich im Reinen. Kein Wunder nach den Winterspielen von Cortina d'Ampezzo, wo sie nach ihrem Olympia-Debakel 2022 in Peking nun Gold im Slalom gewonnen und mit den fünf Ringen Frieden geschlossen hatte. In dem Gespräch mit dem Entertainer und ehemaligen Football-Profi Pat McAfee schilderte Shiffrin, wie akribisch sie die Gold-Mission angegangen war: "Überall hatte ich Mantras, am Spiegel klebten Nachrichten, mein ganzes Team war da, auch mein Psychologe."Social-Media-Pause gegen Online-HassSo dominant Shiffrin seit Jahren die Skihänge hinunter wedelt, so sehr setzte sie sich zumeist in ihrer Karriere auch selbst unter Druck. Sie erzählte, sich jahrelang regelmäßig vor Aufregung übergeben zu haben, teilweise noch kurz vor den Rennen. Bei Olympia in China 2022 patzte sie in allen ihren Rennen und reiste ohne Medaille nach Hause. Beim Cortina-Slalom fuhr sie mit dem famosen Vorsprung von eineinhalb Sekunden zur dritten Olympia-Goldmedaille.Von den sozialen Medien hielt sie sich in der Zeit übrigens komplett fern - und das war sicher eine gute Entscheidung. Etwa einen Monat nach den Spielen veröffentlichte sie Hasskommentare, die während Olympia im Internet an sie gerichtet wurden. Sie wurde etwa als "wertloses Stück Scheiße" beschimpft, ein User meinte deutlich ironisch: "Es wäre so schade, wenn du dich verletzt und nie wieder skifahren kannst." Jemand anderes schrieb: "Schäm dich, du Verräterin." Shiffrin hatte sich zuvor zur politischen Situation in den USA geäußert und ein Plädoyer für Inklusion, Diversität und Freundlichkeit gehalten.Generationenduell mit AicherOb sie bei Olympia 2030 in Frankreich nochmal antreten werde, das wisse sie noch nicht. "Vier Jahre fühlen sich nach so einer langen Zeit an", meinte sie jüngst in Interview mit "USA Today". "Aber sie gehen zugleich so schnell vorbei." Eines sei dabei unverändert, wie sie unterstrich: "Ich liebe Skifahren."Die Duelle mit den jungen Wilden können da eine zusätzliche Motivation sein, etwa am Wochenende in Are. Der malerische Ort hat für Shiffrin eine besondere Bedeutung: Dort gewann sie im Dezember 2012 ihr erstes Weltcup-Rennen. Emma Aicher - eine gebürtige Schwedin - war damals übrigens neun Jahre alt.

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Krise in Nahost: Wie der Iran-Krieg die Sportwelt trifft

Absagen, Asyl, Angst: Wie alle gesellschaftspolitischen Krisen haben auch die kriegerischen Auseinandersetzungen in Nahost Auswirkungen auf den Sport. Auch auf die Fußball-WM im Sommer?Der Krieg kennt keine Superstars. Auch die Fußball-Ausnahmekönner Lionel Messi und Cristiano Ronaldo sind von den Auswirkungen des Iran-Kriegs betroffen, genau wie viele andere Athleten. Im Iran steht der Sport angesichts der Angriffe durch die USA und Israel komplett still, und die iranischen Vergeltungsaktionen mit Raketen und Drohnen sorgen im Nahen Osten für Chaos. Wettkämpfe werden abgesagt oder stehen auf der Kippe, Sportler stranden oder flüchten auf abenteuerliche Weise - und auf die Fußball-WM im kommenden Sommer fällt schon jetzt ein großer Schatten.Die WettkämpfeNach dem spektakulären Saisonstart in Melbourne müssen die Verantwortlichen in der Formel 1 nun eine schwierige Entscheidung treffen: Können die Grand Prix in Bahrain und Saudi-Arabien am 12. und 19. April stattfinden? Mit einer Entscheidung wird Mitte März gerechnet.Absagen von Sportevents hat es aufgrund von Sicherheitsbedenken infolge der militärischen Eskalation in der Region bereits einige gegeben: ein hochdotiertes Reitturnier in Katar, Spiele in der Basketball-Euroleague mit Teams aus Tel Aviv und Dubai, der Saisonstart der Langstrecken-WM im Motorsport in Doha, Fußballspiele wie die des saudi-arabischen Clubs Al Nassr mit Ronaldo. Dazu pausieren die Fußball- und Handballliga in Katar auf unbestimmte Zeit.Fraglich ist auch die "Finalissima" im Fußball zwischen Copa-America-Sieger Argentinien mit Messi und Europameister Spanien am 27. März in Doha. Eine Entscheidung über eine Absage oder örtliche Verlegung des Prestigeduells soll zeitnah folgen. Luftraumsperrungen und fehlende Visa erschweren derweil erheblich die Planungen des Irak für die Playoffs zur Fußball-WM.Die AthletenNach seinem Turniersieg in Dubai saß der russische Tennisstar Daniil Medwedew mit anderen Profis aufgrund eines Flugverbots in der Wüstenmetropole fest. Nach langer Warterei und bangen Momenten fuhr er mit dem Auto in den Oman, von wo aus noch Flieger starteten. "Du fühlst dich wie in einem Hollywood-Film", sagte Medwedew.Der früher in Deutschland spielende Fußballtorwart Marko Johansson kehrte seinem iranischen Club Tractor den Rücken, als ein Luftangriff das Gebäude am Trainingsgelände erzittern ließ. Auf der Flucht zur türkischen Grenze habe er aus dem Auto heraus gesehen, "wie die Iraner Raketen für den Gegenschlag vorbereitet haben".Die GolfstaatenKuwait, Katar, Bahrain, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate gaben in den vergangenen Jahren Unmengen an Geld aus, um wichtige Sportevents in ihr Land zu holen. Damit wollten die Verantwortlichen unter anderem die wirtschaftliche Abhängigkeit vom Ölgeschäft verringern, aber laut Kritikern auch von Menschenrechtsproblemen ablenken. Die jüngsten Absagen der Sportevents seien "für die "Marke Golf" reputations- und geschäftsschädigend", sagte der Islamwissenschaftler Sebastian Sons der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Das sei für diese Länder "ein absoluter Albtraum - vor allem, was ihr Image als Zentrum des globalen Sports angeht".Der IranNach dem Aus beim Asien Cup haben sechs iranische Fußballerinnen in Australien Asyl bewilligt bekommen. Der Fall sorgte weltweit für Schlagzeilen, zumal sich US-Präsident Donald Trump mit markigen Worten einmischte. Beobachter befürchten, dass den zurückgekehrten Spielerinnen und ihren Familien Konsequenzen drohen könnten, weil sie im ersten Gruppenspiel zur Nationalhymne geschwiegen hatten. Das wurde als Protest gegen die iranische Führung gewertet.Im Iran selbst finden aktuell aufgrund der bedrohlichen Lage keine Sportevents statt. Der einzige für die Winter-Paralympics nominierte Iraner Aboulfazl Khatibi Mianaei entschied sich aufgrund der unsicheren Anreise gegen eine Teilnahme an den Wettbewerben in Italien.Die Fußball-WMZwar sind es noch drei Monate hin bis zum Mega-Event in den USA, Mexiko und Kanada. Doch angesichts des andauernden Krieges ist kaum vorstellbar, dass der Iran wie vorgesehen in den USA seine drei Gruppenspiele absolvieren wird. Ihm sei es "wirklich egal", ob der Iran teilnehmen werde oder nicht, sagte US-Präsident Trump zwar kürzlich. FIFA-Präsident Gianni Infantino berichtete nun aber, Trump habe ihm zugesichert, dass das iranische Team antreten dürfe. Irans Sportminister Ahmad Donjamali schloss eine Teilnahme seines Landes in den USA zuletzt aber aus. Gemäß Artikel 6.2 der FIFA-Regularien kostet ein freiwilliger Rückzug mehr als 30 Tage vor WM-Start 250.000 Schweizer Franken (ca. 275.000 Euro) und das Doppelte bei einer kurzfristigeren Absage. Außerdem würde das Land einen Ausschluss von der WM 2030 riskieren. Klar ist aber: Sollte der Krieg nicht vor dem WM-Start am 11. Juni beendet sein, läge auf dem Turnier ein riesengroßer Schatten - begleitet von gesellschaftspolitischen Diskussionen, Protestaktionen und großen Sicherheitsbedenken. Es wird so oder so "noch politisierter sein als die WM in Katar", glaubt Wissenschaftler Sons: "Der Sport kann sich der Weltlage nicht entziehen."

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Paralympics: „Ich sehe die Farbe ihrer roten Mäntel und denke an Blut“

Bei den Paralympics dürfen russische Athleten seit Langem wieder offiziell antreten. Das sorgt für Wut, Kritik und Protest. Auch eine deutsche Sportlerin setzt ein Zeichen.Eigentlich sollen die Paralympischen Winterspiele ein Sportfest sein, das den teilnehmenden Sportlern und Zuschauern in der ganzen Welt Freude bereitet. Doch der Spaß an den Spielen wird bei dem Wettbewerb in Mailand und Cortina d’Ampezzo durch politische Umstände getrübt. Der Ukrainekrieg wirft seine Schatten über das Event.Als die 23-jährige Skirennfahrerin Warwara Worontschichina am Montag als erste Sportlerin aus Russland bei diesen Paralympics eine Goldmedaille gewann, wurde nicht nur die russische Flagge gehisst, sondern auch die Nationalhymne gespielt. Das war zuletzt in Sotschi 2014 der Fall – rund einen Monat vor der russischen Annexion der Krim.Zuschauer auf der gut gefüllten Tribüne applaudierten Worontschichina. Einige sangen wie die Sportlerin die Hymne mit – mitten in Europa, als hätte es nie ein Verbot für russische Athletinnen und Athleten gegeben. Wie kam es zu der Kehrtwende?Putin freut sichDas Internationale Paralympische Komitee (IPC) hatte Russland 2018 aufgrund des staatlich geförderten Dopingprogramms suspendiert. Russische Sportler durften sich trotzdem qualifizieren, sie traten aber unter neutralem Status an. Im Jahr 2022 kam der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hinzu. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) und das IPC schlossen Russlands Athleten für die Winterspiele in Peking im selben Jahr aus. Gleiches galt für Belarus als Unterstützer der Invasion.Im Jahr 2026 ist wieder alles anders. Das IPC beschloss unter Führung des Brasilianers Andrew Parsons bei seiner Generalversammlung im September in Seoul, Russland und den Verbündeten Belarus wieder zuzulassen. Parsons betonte, dass die Entscheidung demokratisch getroffen wurde, und sagte: „Wir können nicht je nach Ergebnis auswählen, wann wir demokratisch sein wollen und wann nicht“. Dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gefiel das natürlich. Er sprach nach der Entscheidung von einem „großen Sieg für uns alle“.Einige russische Sportler konnten sich allerdings so kurzfristig nicht mehr für die Paralympischen Winterspiele in Norditalien qualifizieren; das IPC vergab daraufhin sechs Wildcards an sie, was für zusätzliche Kritik sorgte.Die vier Weltverbände für Ski und Snowboard, Biathlon, Curling sowie Para-Eishockey, die Wettbewerbe bei Paralympics austragen, sperrten sich zunächst gegen die Wiederaufnahme Russlands. Doch der Internationale Sportgerichtshof (Cas) urteilte nach einem russischen Einspruch, dass der pauschale Ausschluss nicht rechtens ist. Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) hatte die Zulassung von russischen Athletinnen und Athleten mit allen Symbolen kritisiert.Auch deutscher Protest gegen Russlands TeilnahmeDie Paralympischen Winterspiele waren also schon politisch aufgeladen, bevor sie überhaupt begonnen hatten. Die Ukraine boykottierte dann die Eröffnungsfeier in Verona gemeinsam mit anderen Nationen, Deutschland gehörte ebenfalls dazu. Die deutsche Skilangläuferin Linn Kazmaier mit Sehbehinderung und ihr Guide Florian Baumann setzten auch während der Winterspiele ein deutliches Zeichen: Nachdem Kazmaier für Deutschland die Silbermedaille holte, verzichteten sie und Baumann auf das obligatorische Sieger-Selfie mit der russischen Siegerin Anastasija Bagijan und der Chinesin Jihong Cong.„Dass das Politische das so überschattet, ist einfach total schade. Es ist einfach politisch nicht vertretbar“, sagte die 19-jährige Kazmaier. Sie könne es den Russen „menschlich“ allerdings gönnen. „Ich kenne die Leute nicht, ich weiß nicht: Vielleicht unterstützen sie das System in Russland genauso wenig. Vielleicht sind es total nette Menschen, mit denen wir eigentlich befreundet sein könnten“, ergänzte die Paralympicssiegerin von Peking.Ukrainerin für „Stop War“-Ohrringe gerügtKazmaiers Protest war riskant und könnte Konsequenzen haben. „Das IPC ist sich der Situation bewusst, sammelt Beweise und analysiert diese“, hieß es seitens des Komitees auf eine Anfrage des Sport-Informationsdienstes (SID). Während russische Sportler ihre Nation wieder stolz vertreten dürfen, ist das IPC in Bezug auf politische Botschaften aus der Ukraine ähnlich streng wie schon das IOC vor einigen Wochen.Zur Erinnerung: Der ukrainische Skeleton-Fahrer Wladyslaw Heraskewytsch wurde bei den Olympischen Winterspielen aufgrund eines „Gedenkhelms“ ausgeschlossen. Darauf zu sehen waren 20 Sportlerinnen und Sportler aus seinem Land, die beim russischen Angriffskrieg getötet wurden. Präsident Selenskyj überreichte ihm einen Orden (der stern berichtete).Bei den Paralympischen Winterspielen kam es nun zu einem ähnlichen Vorfall: Die Langläuferin Oleksandra Kononowa trug Ohrringe mit dem Schriftzug „Stop War“, um auf den Krieg in ihrem Heimatland hinzuweisen. Dafür wurde sie verwarnt und musste den Schmuck abnehmen. Anschließend trug sie Ohrringe mit der Botschaft „Love“ in den ukrainischen Landesfarben, das „O“ war dabei im Umriss der Landes zu sehen.„Sie bringen nur Blut und Leid und Trauer über unser Land. Es ist nicht richtig, dass sie hier sein dürfen“, sagte Kononowa zur Teilnahme Russlands.„Die schlimmsten Paralympics der Geschichte“Derweil kosten russische Athleten die Rückkehr auf die große Wintersportbühne voll aus. Der alpine Skirennfahrer Alexej Bugajew zeigte nach seiner Bronzemedaille in der Abfahrt etwa demonstrativ auf die russische Flagge auf seinem Helm. „Das war schon provokativ“, kommentierte die frühere Monoski-Paralympicssiegerin Anna Schaffelhuber in der ARD. Aus Sicht von Walerij Suschkewitsch, Präsident des ukrainischen Paralympischen Komitees, finden in Norditalien sogar „die schlimmsten Paralympics der Geschichte“ statt – „und Mister Parsons lässt das einfach so zu“, sagte er der „Süddeutschen Zeitung“.Für ihn und viele Ukrainer ist die Teilnahme Russlands ein Schlag ins Gesicht. „Ich sehe die Farbe ihrer knallroten Mäntel und ich denke an Blut“, sagte Suschkewitsch. „Das IPC hat einen schlimmen Fehler gemacht.“ Viele Kritiker dürften ihm zustimmen, nicht nur Menschen aus der Ukraine.Quellen: „Der Standard“, „Süddeutsche Zeitung“, mit Material der Agenturen SID und DPA

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Champions League: Bayern feiern Olise und ein "Statement" - Neue Torwartsorgen

Michael Olise lässt den FC Bayern über eine "magische Nacht" in der Champions League jubeln. Trainer Vincent Kompany überrascht mit einem Vergleich. Nach dem 6:1 gibt es neue Personalsorgen.Beim nächtlichen Bankett setzte sich Michael Olise im Gegensatz zu seiner Weltklasse-Gala auf dem Rasen nicht als bestaunter Hauptdarsteller in Szene. Am hintersten Teamtisch, das Gesicht verdeckt vom schwarz-weißen Basecap, lauschte der Bayern-Star der Lobeshymne des Münchner Vorstandschefs. Jan-Christian Dreesen wertete das imposante 6:1 gegen Atalanta Bergamo als "Statement" in der Champions League. Im rötlichen Saal-Licht bedauerte er gleichzeitig "tragische Verletzungen".Drei Verletzungen trüben Feier-LauneDer unter Tränen beim Comeback mit einer Muskelverletzung ausgewechselte Alphonso Davies ließ sich zwei Stunden später auf Erinnerungsfotos mit den Bankett-Gästen ein. Jonas Urbig weilte da mit dem Verdacht auf eine Gehirnerschütterung noch im Krankenhaus. Bei Jamal Musiala, der Probleme mit dem im Vorjahr schwer verletzten Fuß hatte, gab Bayern umgehend Entwarnung. Verletzungen seien "schade", sagte Trainer Vincent Kompany. "Wir dürfen uns das Momentum aber nicht wegnehmen lassen."Nach dem Rückflug bestätigte der Verein, dass alle drei Profis vorerst ausfallen werden. Davies erlitt eine Zerrung der hinteren Oberschenkelmuskulatur im rechten Bein. Musiala spürte eine Schmerzreaktion am linken Sprunggelenk. Bei Torwart Urbig bestätigte sich der Verdacht einer Gehirnerschütterung. Eine genauere Prognose, wie lange das Trio fehlen wird, gab es nicht.Zwei Wochen nach der Dortmunder 4:1-Demontage hatten die Bergamo-Fans mit einem großen Banner "Notti magiche", magische Nächte, beschworen. Eine solche Nacht erlebten beim 99,9-Prozent-Viertelfinal-Einzug schon eine Woche vor dem Rückspiel in der bayerischen Landeshauptstadt aber nur die Münchner. Besonders dank der großen Bayern-Attraktion Olise. In Abwesenheit des nach Wadenproblemen pausierenden Harry Kane glänzte der Franzose nicht nur in seiner Spezialdisziplin Vorarbeit. Sondern auch als Doppeltorschütze.Kompany: Das haben Olise und De Bruyne gemeinsam"Das Ziel ist, alles zu gewinnen", sagte der 24-Jährige, der als Spieler des Spiels ans ungeliebte Mikrofon musste. Olise, der sich mit 36 Scorerpunkten an die Spitze aller Flügelspieler aus Europas Top-Fünf-Ligen schob, bescheinigte sich selbst nach einem grandiosen Auftritt, der reif für den Anwärterkreis für den Ballon d'Or war, eine "solide Leistung". Das Understatement des für über 50 Millionen Euro im Sommer 2024 von Crystal Palace geholten filigranen Flügelspielers war sicher ganz nach dem Geschmack von Kompany. Olise gehöre schon "zu einem der Besten der Welt", sagte der belgische Coach.Kompany ließ mit einem spannenden Vergleich aufhorchen. Es gebe Parallelen bei Olise sowie bei Kompanys Ex-Mitspieler und Landsmann Kevin De Bruyne. "Diese Sucht nach Details, Michael hat das auch, aber das ist noch nicht genug. Wir müssen ihn noch weiter pushen", sagte der 39-Jährige.Kein Neuer, kein Kane - und trotzdem nicht zu stoppenOlise, der im Sonderflieger LH2571 mit den Kollegen eine traumhafte Aussicht auf die Alpen und den Blick auf die Allianz Arena genießen konnte, forderte für das Rückspiel am Mittwoch "dieselbe Mentalität". Dann fehlt er allerdings ebenso wie Leader Joshua Kimmich, die sich beim Stand von 6:0 die dritte Gelbe Karte abholten. Beide Leistungsträger wären beim Viertelfinal-Kracher gegen Real Madrid oder Manchester City aber wieder dabei.In Norditalien spielten die Münchner ohne Manuel Neuer und Kane - aber auch ohne diese zwei Weltstars dominierte der FC Bayern beim Sieg nach Treffern von Olise (2), Musiala, Josip Stanisic, Serge Gnabry und Nicolas Jackson nach Belieben. "Wir haben ihnen keine Luft zum Atmen gegeben", sagte Sportvorstand Max Eberl nach der neben dem 2:1 bei Paris Saint-Germain in der Ligaphase wohl besten Münchner Saisonleistung. Es war eine Machtdemonstration, wenngleich Atalanta trotz des BVB-Triumphs nicht zur allerersten Riege in Europa zählt.Bayern? "Vielleicht die beste Mannschaft der Welt"Bergamo-Coach Raffaele Palladino kürte den FC Bayern kurzerhand zur "vielleicht besten Mannschaft der Welt". Vom Titel in Europas Eliteliga wollten die gerühmten Gäste so früh freilich noch nicht sprechen. "Um die Champions League zu gewinnen, gehört ein bisschen mehr dazu", sagte Eberl. Imponierend war der titelreife Auftritt aber allemal: Allen voran die Gier, mit dem Toreschießen nie aufhören zu wollen, und die Vehemenz in der Lauf- und Abwehrarbeit."Das zeichnet aus meiner Sicht eine echte Spitzenmannschaft aus", sagte Dreesen, bevor er sich Casoncelli mit Speck und Salbei oder Safranrisotto schmecken lassen konnte. Dank Kompany könne die Mannschaft gar nicht "Larifari" spielen und werde auch das Rückspiel ernst nehmen, sagte er.Gelbe Karten für Kimmich und Olise - ein Nachspiel?Dass Kimmich und Olise nicht nur im Rückspiel fehlen, sondern es ein Nachspiel gibt, befürchteten die Münchner nicht. Reals Kapitän Sergio Ramos war einst für zwei Partien gesperrt worden, weil er im Achtelfinal-Hinspiel eine Gelbe Karte provoziert hatte. "Generell bin ich schon einer, der jedes Spiel machen möchte", sagte Kimmich.Kompany muss erstmal für Bundesliga-Duell am Samstag mit Bayer Leverkusen die nächste Umstellung im Tor vornehmen. Neuer fehlt wegen eines Muskelfaserrisses, Vertreter Urbig mit einer Gehirnerschütterung. Das bringt Sven Ulreich zurück. Der 37-Jährige stand letztmals im September 2024 im Bundesliga-Tor. Bitter ist die nächste Pause für den Kanadier Davies im WM-Jahr. Nach einem Kreuzbandriss aus dem März 2025 fiel er neun Monate es, jetzt ereilte ihn die zweite Muskelverletzung.

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Winterspiele in Italien: Verspätetes Medaillen-Glück für deutsches Paralympics-Duo

Nur einen Tag nach ihrer aberkannten Medaille beschert Leonie Walter dem deutschen Team bei den Paralympics eine Langlauf-Medaille. Doch andere Teammitglieder erleben einen bitteren Tag.Einen Tag nach dem Schock über die aberkannte Medaille durfte Leonie Walter bei den Paralympics doch wieder auf das Siegerpodest. Im tiefen Schnee von Tesero holte sich die 22-Jährige Bronze im Langlauf-Rennen über 10 Kilometer im klassischen Stil, nachdem sie am Vortag Silber im Sprint wegen einer Disqualifikation verloren hatte. "Gestern war ich mir noch unsicher, ob ich heute nochmal starten möchte oder lieber die Kraft für den Biathlon spare. Aber ich wollte einfach eine Medaille im Langlauf haben. Silber wäre natürlich viel schöner gewesen. Aber Bronze nehme ich auch gerne", sagte Walter.Ein Regelverstoß ihres Begleitläufers hatte sie in der Klasse der sehbehinderten Frauen die Sprint-Medaille gekostet. Am Tag danach war der Frust darüber vergessen. Dagegen erlebten Kathrin Marchand und Sebastian Marburger einen bitteren Wettkampf und mussten ihre Rennen vorzeitig beenden. Anja Wicker verpasste ihre erste paralympische Medaille hauchdünn um nur 1,5 Sekunden.Zwischen Podestjubel und Protest: Wieder russische Hymne Neben der russischen Vortagessiegerin Anastasija Bagijan nahmen Walter und ihr Guide Christian Krasman ihre Medaillen entgegen. Anders als die zweitplatzierte Tschechin Simona Bubenickova und ihr Guide setzte das deutsche Duo bei der russischen Hymne die Mützen ab. "Ich denke, so eine Aktion bei der Siegerehrung bringt wenig. Da müssen eher die Weltverbände überlegen, ob das eine faire Entscheidung ist", sagte Walter. "Wir sollten als Athleten die Medaille trotzdem genießen dürfen."Am Vortag hatten sich ihre Teamkollegin Linn Kazmaier und Guide Florian Baumann - nach Walters Strafversetzung im Sprint auf Silber vorgerückt - während der russischen Hymne demonstrativ zur Seite gedreht, ihre Mützen aufbehalten und im Anschluss auch ein gemeinsames Siegerselfie verweigert. Auf Nachfrage russischer Journalisten zu dem verweigerten Foto reagierte das deutsche Duo einen Tag später mit: "Kein Kommentar".Schwächeanfall stoppt Marchand auf MedaillenkursDramatisch wurde es um Kathrin Marchand. Nach Tränen am Vortag als Vierte im Sprint lag die Para-Langläuferin nach der Hälfte der 10 Kilometer auf dem Bronzerang, als sie das Rennen abbrechen musste. "Ich habe schon nach dem zweiten Anstieg gemerkt, dass da langsam die Lichter ausgehen", sagte die 35-Jährige. "Ich hatte richtig Schwindel. Ich habe fast nichts mehr gesehen und meine linke Seite auch nicht mehr richtig gemerkt. Es ging einfach nicht mehr."Bundestrainer Ralf Rombach betonte: "Wir kennen sie auch einfach noch nicht so gut und müssen noch viel lernen." Erst vor 14 Monaten hatte sich Marchand, die nach einem Schlaganfall Sehbeeinträchtigungen und Einschränkungen der linken Körperhälfte hat, nach langen Jahren als Ruderin aufs Langlaufen konzentriert. Sie ist die erste Athletin, die sowohl bei Olympischen Spielen als auch bei den Paralympischen Sommer- und Winterspielen gestartet ist. Auch Marbuger steigt aus - Wicker verpasst Podest hauchdünnWenig später musste auch Sebastian Marburger einen Tag nach seinem Silbererfolg im Sprint wegen Erschöpfung aussteigen. Der beinamputierte Langläufer hatte bis dato ebenfalls um den dritten Platz mitgekämpft. "Es hat sich geäußert mit leichtem Stechen in der Lunge ab der dritten Runde. Ich war zu euphorisch am Start und habe mich besser gefühlt, als es war", sagte der 28-Jährige, den ein Infekt zuletzt länger außer Gefecht gesetzt hatte. Zufrieden, wenn auch ein wenig enttäuscht, war Anja Wicker nachdem sie in der sitzenden Klasse ihre erste paralympische Medaille im Langlauf um knapp verpasste. "Es ist richtig knapp. Wahrscheinlich ein Zwinkern. An meinem Rennen habe ich nichts auszusetzen. Aber bei den Paralympics tun 1,5 Sekunden aufs Podest schon ein bisschen weh", sagte Wicker. "Aber ich habe alles reingehauen und bin zufrieden mit meinem Rennen."

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Champions League: Wer überträgt Bayer Leverkusen gegen FC Arsenal?

Mammutaufgabe für Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen: Im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League empfangen die Rheinländer den FC Arsenal. Hier läuft das Spiel.Im Hinspiel des Champions-League-Achtelfinals will Bayer 04 Leverkusen den Heimvorteil nutzen, um sich gegen den favorisierten FC Arsenal eine gute Ausgangslage fürs Rückspiel in London zu verschaffen.Doch das wird eine sehr schwere Aufgabe, die „Gunners“ führen aktuell die Tabelle der Premier League an, die als stärkste Liga der Welt gilt. Zudem hat Arsenal in der Ligaphase der Königsklasse jedes seiner Spiele gewonnen – unter anderem auch gegen den FC Bayern München.Champions League: Wo läuft Bayer Leverkusen vs. FC Arsenal?Leverkusens Trainer Kasper Hjulmand zeigte sich vor dem Spiel dennoch ohne Angst. „Alles ist möglich“, sagte er und forderte von seiner Mannschaft: „Wir müssen mit Freiheit und Selbstbewusstsein Fußball spielen.“„Arsenal ist vielleicht die beste Mannschaft Europas“, so Bayer-Coach Hjulmand. „Es ist eine sehr große Aufgabe, aber wir sind bereit.“Anstoß des ersten Achtelfinalspiels für Bayer Leverkusen gegen den FC Arsenal ist am Mittwochabend um 18.45 Uhr in der BayArena. Der kostenpflichtige Streaminganbieter Dazn zeigt die Partie live.Wiedersehen mit Kai HavertzFür die Leverkusener gibt es bei dem Duell ein besonderes Wiedersehen: Der frühere Bayer-Angreifer und deutsche Nationalspieler Kai Havertz kommt erstmals seit seinem Wechsel nach England im Sommer 2020 zum Pflichtspiel gegen seinen Ausbildungsklub in die BayArena.„Es ist unglaublich. Ich habe schon so viele bekannte Gesichter gesehen. Es kommen viele Erinnerungen hoch“, schwärmte der mittlerweile 26-Jährige vor dem Aufeinandertreffen in der Champions League. „Ich kann es nicht erwarten, dass es losgeht.“ Es fühle sich an, als sei er „gestern das letzte Mal hier gewesen“.Während Havertz schon lange nicht mehr für Leverkusen Tore schießt, können die Rheinländer immerhin wieder auf ihren Torjäger Patrik Schick zurückgreifen. Der Tscheche laborierte zuletzt an muskulären Problemen, steht im Duell mit Arsenal aber wieder im Kader, wie Trainer Hjulmand bekanntgab.

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Trendsport : Inliner fahren: Die wichtigsten Regeln für Fahranfänger (und Profis)

Ob alt oder jung: Inlineskates liegen voll im Trend. Das Fahren auf vier Rollen macht nicht nur Laune, sondern fördert die körperliche Fitness.  Vorreiter von Inlineskates sind Rollschuhe, die bereits 1863 patentiert wurden. Der Unterschied liegt im Wesentlichen in der Anordnung der Räder: Während unter den klassischen Rollschuhen je zwei Räder nebeneinanderliegen, sind diese bei den Inlinern hintereinander (also längs, daher auch der abgeleitete Name aus dem Englischen "In-line") angeordnet. Durch das steigende Interesse der Trendsportart gibt es mittlerweile viele unterschiedlicher Modelle, zum Beispiel Inlineskates mit weichen oder harten Schuhen, großen oder kleinen Rollen. Was die verschiedenen Varianten bedeuten, welches Zubehör für Fahranfänger wichtig ist und wie Sie im Handumdrehen Inliner fahren lernen, wird in diesem Artikel zusammengefasst.Darin unterscheiden sich InlineskatesMittlerweile gibt es eine große Auswahl an Inlineskates namhafter Hersteller wie zum Beispiel K2, Rollerblade, USD und Powerslide, die sich wie folgt voneinander unterscheiden:Hardboot-Skates: Übersetzt bedeutet die Bezeichnung "Hardboot" einfach nur: harte Schuhe. Entsprechende Modelle mit hohem Schaft bieten den Füßen besonders festen Halt, deshalb werden sie vorzugsweise beim Inlinehockey, Street- oder Speed-Skating (mit niedrigem Schaft) eingesetzt. Die Außenschale besteht meist aus hartem Kunststoff, während der Innenschuh weich gepolstert ist.Softboot-Skates: Im Gegensatz zu Hardboot-Skates ist die Softboot-Variante deutlich weicher – und somit auch komfortabler. Damit die Füße trotzdem einen festen Sitz in den Schuhen haben, sind Modelle mit hohem Schaft die bessere Wahl (für Anfänger). Ein weiteres Merkmal von Softboot-Skates sind die Bremsklötze an der Ferse, die Einsteigern mehr Sicherheit beim Fahren bieten, sowie größere Rollen.Speed-Skates: Wie der Name schon suggeriert, können mit Speed-Skates besonders hohe Geschwindigkeiten erreicht werden – daher kommen Sie auch im Rennsport zum Einsatz. Zu den typischen Merkmalen zählen eine niedrige Schafthöhe, die gerade einmal bis zu den Knöcheln reicht, eine leichte Bauweise sowie Rollen mit einem größeren Durchmesser (90 bis 125 Millimeter). Es gibt Modelle mit vier und fünf Rollen.Street-Skates: Unter Inliner-Experten werden sie auch Aggressive-Skates genannt: Diese Modelle sieht man vorrangig in Skaterparks, auf Halfpipes und Rampen. Durch ihre spezielle Bauweise (harte Schale, leichtes Gewicht, kleine Rollen zwischen 50 und 60 Millimeter Durchmesser) eignen sie sich besonders gut für spektakuläre Stunts. Ob Slalom- oder Treppenfahren: Street-Skates haben eine hohe Wendigkeit.Inlinehockey-Skates: Wie beim Schlittschuh auch handelt es sich bei diesen Skates um Schnürschuhe, die auf einer Inline-Schiene (statt einer Kufe wie beim Eishockey) montiert wurden. Die Modelle sind besonders hart und robust – das gilt vor allem für ihre Schuhspitze, die extra verstärkt wurde. Zu den typischen Merkmalen zählen die Rollen: Zwei niedrige sind vorn montiert, zwei höhere hinten. Einen Bremsklotz gibt es bei diesen Skates nicht.Noch ein Hinweis zu den Rollen: Je nachdem, welche Inlineskates Sie wählen, können diese unterschiedlich groß oder angeordnet sein. Wichtig für Anfänger zu wissen ist, dass größere Rollen schwieriger zu kontrollieren sind als kleine. Auch der Härtegrad ist nicht außer Acht zu lassen, da sich harte Rollen langsamer abnutzen als weiche – aber trotzdem für Einsteiger nicht die erste Wahl sein sollten, da sie weniger Komfort bieten.Kauftipps: Darauf müssen Sie achtenWenn Sie sich ein neues Paar Inlineskates interessieren, sollten Sie nicht nur auf die Größe achten. Vielmehr sind auch die Schafthöhe, die Länge der Schienen sowie die Größe der Rollen von Bedeutung. Unabhängig davon, ob Sie ein Modell für Frauen, Männer oder Kinder kaufen wollen:Gewicht: Schwere Inlineskates haben einen deutlich günstigeren Preis, sind dafür aber schwieriger zu fahren. Leichtere Modelle hingegen sind etwas teurer, aber auch angenehmer zu fahren – vor allem in puncto Schnelligkeit und Wendigkeit macht sich geringeres Gewicht bemerkbar.Schuhhöhe: Eine kurze Schafthöhe, wie sie vor allem bei Speed-Skates zu finden ist, spart zwar etwas Gewicht – dafür bietet sie aber auch einen schlechteren Halt für die Füße. Aus diesem Grund sind Inlineskates mit hohem Schaft für Anfänger und Einsteiger besser geeignet.Dämpfung: Je besser die Federung von Inlineskates ist, desto komfortabler gestaltet sich das Fahren – vor allem auf unebenen Strecken. Achten Sie beim Kauf neuer Rollerblades darauf, dass diese über eine integrierte Dämpfung verfügen, die kleine Stöße abfedern können.Schienenlänge: Tatsächlich hat auch die Länge der Inline-Schiene Einfluss auf das Fahrgefühl. Je länger sie ist, desto mehr Schubkraft haben sie und umso schneller können Sie damit fahren. Einziger Wermutstropfen ist, dass die Modelle nicht so wendig sind wie jene mit kurzen Schienen.Rollengröße: Wie schon erwähnt, können Sie mit großen Rollen schneller fahren als mit kleinen. Darüber hinaus bieten sie einen höheren Komfort auf unebene Strecken. Nachteil ist, dass große Rollen weniger flexibel sind, da sie mehr Platz, also eine längere Schiene benötigen.Zubehör: So schützen Sie sich richtigWenn Sie noch nie oder nur selten Inliner fahren, sollten Sie sich vor möglichen Stürzen schützen. Das gelingt am besten, indem Sie Hand-, Knie- und Ellenbogenschoner tragen – diese gibt es bei Decathlon als Set für Erwachsene und Kinder. Ebenfalls zur Grundausstattung gehören sollte ein Skatehelm, der Ihren Kopf vor gefährlichen Verletzungen schützt. Auch hier gibt es passende Modelle für große und kleine Skater, die individuell eingestellt werden können.Inliner fahren lernen: so funktioniert‘sDie ersten Versuche sollten Sie nach Möglichkeit auf einer glatten und asphaltierten Strecke ohne Schlaglöcher oder Risse unternehmen. Zum Beispiel auf einem leeren Parkplatz oder einer wenig befahrenen Straßen im Industriegebiet. Vermeiden Sie am Anfang unbedingt Straßen mit leichtem Gefälle, damit Sie nicht automatisch und unkontrolliert losrollen. Zudem ist es ratsam, die ersten Schritte mithilfe einer zweiten Person zu unternehmen – oder Sie suchen sich eine Wand, an der Sie sich entlanghangeln können. Unterschätzen Sie dabei nie die Geschwindigkeit, die Sie während der Fahrt aufnehmen, solange Sie noch nicht sicher bremsen können. Die folgenden Tipps sollen Ihnen eine kleine Hilfestellung beim Inliner fahren sein:1. Anfahren lernenStellen Sie Ihre Beine hüftbreit nebeneinander, sodass Sie einen sicheren Stand auf den Inlineskates haben, und beugen Ihre Knie leicht. Um loszufahren, müssen Sie ein Bein so nach hinten stellen, dass Sie sich dabei vom Boden abdrücken. Sobald Sie losrollen, verlagern Sie Ihr Körpergewicht auf das andere Bein – wie beim Schlittschuhlaufen, sofern Sie es beherrschen. Um vorwärtszukommen, verlagern Sie jeden Schritt leicht schräg nach vorn, während Sie sich mit den Füßen vom Boden abdrücken. Kommen Sie langsam in Schwung, können Sie die Beine nebeneinanderstellen, während Sie rollen.  2. Kurven meisternGerade für Fahranfänger sind Kurven eine Herausforderung. Um auch diese zu meistern, können Sie unterschiedliche Tricks anwenden:Verlagern Sie Ihr Gewicht auf den linken Fuß, wenn sie links herum fahren wollen, und schieben dabei das linke Bein vor das rechte – dadurch kommen Sie automatisch in die gewünschte Schräglage. Rechts herum gehen Sie genau andersrum vor.Oder aber Sie meistern die Kurven wie beim Skifahren, indem Sie Ihre Hüfte nach links oder rechts drehen – je nachdem, ob Sie eine Links- oder Rechtskurve fahren wollen. Wichtig ist, dass die Hüfte immer in Fahrtrichtung zeigt.Verlagern Sie Ihren Körperschwerpunkt auf den linken Fuß, wenn Sie links abbiegen wollen, und drücken sich mit dem rechten Fuß vom Boden weg. Setzen Sie ihn anschließend vor den linken Fuß, sodass dieser anschließend vor den rechten Fuß übersetzen kann (immer abwechselnd). 3. Bremsen übenWenn Sie Inliner fahren lernen wollen, sollten Sie zwingend die Kunst des Bremsens beherrschen. Dazu nutzen Sie entweder den Stopper an der Ferse Ihrer Schuhe, indem Sie Ihr Gewicht auf Ihr Standbein (also das stärkere Bein) verlagern und den Klotz gleichzeitig auf den Boden drücken. Oder aber Sie lehnen sich auf Ihr Standbein und stellen Ihr anderes Bein quer zur Fahrtrichtung auf den Boden – dadurch bilden Sie eine Art T und kommen zum Stehen. Alternativ können Sie auch den "Schneepflug" machen, wie beim Skifahren, indem Sie Ihre Füße so zusammenstellen, dass sie einem umgedrehten V ähneln.4. Richtig fallenAuch Fallen will gelernt sein: Je zielgerichteter Sie das Stürzen beherrschen, desto weniger Blessuren tragen Sie davon. Verwenden Sie dazu am besten eine Matratze, auf der Sie das richtige Hinfallen üben können – indem Sie mit den Knien voran fallen und versuchen, sich dabei so zu drehen, dass Sie auf der Seite oder auf dem Rücken landen. Dadurch schützen Sie Ihre Arme und Hände, aber auch Nacken oder Kopf vor schweren Verletzungen. Sollten Sie trotzdem einmal auf die Knie oder Handgelenke fallen, dämpfen die Gelenkprotektoren den Sturz ab.Vorschriften: Das sagt der ADACLaut dem ADAC werden Inlineskater wie Fußgänger behandelt, sprich sie sollen auf dem Gehweg fahren. Das bedeutet im Klartext: Sie müssen die Geschwindigkeit Ihrem Umfeld entsprechend anpassen. Sind keine Fußgängerwege vorhanden, dürfen Sie innerhalb einer Ortschaft rechts oder links möglichst nah am Rand der Fahrbahn skaten. Grundsätzlich sind Straßen und Radwege jedoch für Inliner verboten – es sei denn, diese werden von der Polizei im Rahmen einer Veranstaltung (zum Beispiel Skate oder Blade Nights) freigegeben.Seit 2009 gibt es noch eine weitere Ausnahme, die der ADAC wie folgt beschreibt: "Durch ein neues Zusatzzeichen kann das Inlineskaten ausnahmsweise auf ausreichend breiten Radwegen zugelassen werden. Wer dort skatet, hat sich mit äußerster Vorsicht und unter besonderer Rücksichtnahme auf den übrigen Verkehr am rechten Rand in Fahrtrichtung zu bewegen und muss Radfahrern das Überholen ermöglichen." Und noch ein wichtiger Hinweis: Auch wenn es in Deutschland keine gesetzliche Helm- oder Schutzausrüstungspflicht für Inlineskater gibt, ist es trotzdem ratsam – gerade für Anfänger – ihren Körper mithilfe einer Ausrüstung im Falle eines Sturzes zu schützen.Quellen: ADAC, Statista, Sportscheck

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Fußball: Irans Sportminister lehnt WM-Teilnahme ab

Trotz des Kriegs im Nahen Osten lädt Donald Trump den Iran zur WM ein. Dessen Sportminister schließt eine Teilnahme aus. Derweil gibt es dramatische Szenen um das Frauen-Team in Australien.Irans Sportminister hat eine Teilnahme seines Landes an der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA angesichts des Krieges im Nahen Osten ausgeschlossen. Mit Blick auf die USA, die Ende Februar gemeinsam mit Israel den Iran angegriffen hatten, sagte Ahmad Donjamali in einem TV-Interview: "Da diese korrupte Regierung unseren Führer ermordet hat, haben wir unter allen Umständen keine Bedingungen, um an der Weltmeisterschaft teilzunehmen."Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump noch FIFA-Präsident Gianni Infantino zugesichert, dass die iranische Nationalmannschaft bei der WM im Sommer in seinem Land antreten dürfe. "Während der Gespräche bekräftigte Präsident Trump, dass die iranische Mannschaft natürlich herzlich eingeladen sei, an dem Turnier in den Vereinigten Staaten teilzunehmen", sagte Infantino nach einem Treffen mit Trump.Donjamali betonte derweil, dass "angesichts der bösartigen Maßnahmen, die gegen Iran durchgeführt wurden", sein Land "definitiv keine Möglichkeit zu einer solchen Teilnahme" habe. Ob die Entscheidung des Ministers final ist und der Iran die Teilnahme wirklich boykottiert, blieb zunächst unklar. Iran hätte drei Gruppenspiele in den USADer Iran würde bei dem am 11. Juni in den USA, Kanada und Mexiko beginnenden Turnier alle drei Gruppenspiele in den USA austragen. Die Vereinigten Staaten und Israel greifen den Iran seit Ende Februar an. Das Land führt Gegenschläge in der Region aus.Zuvor hatte auch Mehdi Tadsch, der Präsident des iranischen Fußball-Verbandes (FFI), bei der Nachrichtenagentur Isna erneut einen Verzicht angedeutet: "Welcher vernünftige Mensch würde seine Nationalmannschaft in die USA schicken, wenn es bei der WM genauso politisch zugehen sollte wie in Australien."Dramatische Szenen in Australien Tadsch nahm Bezug auf das iranische Frauen-Team. Fünf Spielerinnen hatten während des Asien-Cups in Sydney humanitäre Visa erhalten, nachdem sie von der australischen Polizei aus ihrem Hotel gebracht worden waren. Zwei weitere Teammitglieder erklärten später, auch nicht zurückkehren zu wollen. Eine der Frauen entschied sich laut Innenminister Tony Burke in letzter Minute aber doch für die Rückreise in den Iran. Somit sind sechs Iranerinnen in Australien geblieben. Burke betonte, allen Spielerinnen sei vor der Abreise Asyl angeboten worden. Viele hätten aus Sorge um ihre Familien im Iran darauf verzichtet. Beim Abflug weinten viele Spielerinnen, andere lagen sich lange in dem Armen, wie Journalisten der Zeitung "Sydney Morning Herald", die den Nachtflug von Sydney nach Kuala Lumpur begleiteten, berichteten. Beobachter befürchten, dass den Frauen und ihren Familien nach ihrer Rückkehr Konsequenzen drohen. Nach der Landung am Morgen (Ortszeit) in Kuala Lumpur wartete Irans Botschafter in Malaysia bereits am Ausgang des Flugzeugstegs. Während einige Offizielle ihn begrüßten, wirkten viele Spielerinnen still und angespannt und starrten auf ihre Handys. Von Malaysia aus soll die Mannschaft über die Türkei weiter in den Iran reisen.Die "Löwinnen" hatten wegen ihres stillen Protests beim Asien-Cup für internationales Aufsehen gesorgt. Beim ersten Gruppenspiel hatten die Spielerinnen während der Nationalhymne geschwiegen – im Iran wurde das als Zeichen gegen die Führung in Teheran gewertet. Staatsmedien bezeichneten sie später als "Verräterinnen", auch wenn sie bei den folgenden Partien wieder mitsangen.

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Jordan Murray: Eishockey-Profi bricht zusammen und muss wiederbelebt werden

Dramatische Szenen: Jordan Murray bricht mitten im Spiel zusammen. Sofort kämpfen Rettungskräfte minutenlang um sein Leben.Eine Eishockey-Partie in Österreich ist von einem schwerwiegenden Zwischenfall überschattet worden. Bei der ICE-Viertelfinalpartie zwischen dem Rekordmeister KAC aus Klagenfurt und dem ungarischen Team Fehervar gab es einen medizinischen Notfall. Betroffen war der vier Jahre lang in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) aktive Profi Jordan Murray aus Kanada, wie der Club auf seiner Website mitteilte.Jordan Murray noch auf dem Eis reanimiertWie mehrere österreichische Medien berichteten, brach Murray zu einem frühen Zeitpunkt des Spiels ohne gegnerische Einwirkung auf dem Eis zusammen. Der 33-Jährige musste demzufolge auf dem Eis reanimiert und schließlich ins Krankenhaus gebracht werden. Das Spiel in Klagenfurt wurde in der 18. Minute beim Stand von 1:0 abgebrochen.Murray stand für die deutschen Clubs Grizzlys Wolfsburg, Adler Mannheim und die Schwenninger Wild Wings unter Vertrag. Im vergangenen Sommer war er aus Deutschland nach Klagenfurt gewechselt.

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Champions League: Rächt sich die Gelb-Show der Bayern-Stars noch?

Zwei Spieler des FC Bayern handeln sich in der Champions League plump Gelbsperren ein. Joshua Kimmich will von einer unsportlichen Aktion nichts wissen. Greift die Uefa ein?Schon zur Halbzeit stand es 3:0, nach nicht einmal 70 Minuten führte der FC Bayern im Champions-League-Achtelfinale bei Atalanta Bergamo 6:0. Das Spiel war also schnell entschieden, es blieb früh genügend Zeit, an die Zukunft zu denken. Zum Beispiel an mögliche Gelbsperren.Joshua Kimmich und Michael Olise nutzten die Schlussphase des Spiels für Aktionen, die mancher als unsportlich betrachten könnte. Beide kamen mit zwei Gelben Karten in die Partie, bei der nächsten Verwarnung hätten sie ein Spiel aussetzen müssen. Diese Sperre lieber im Rückspiel des quasi schon entschiedenen Duells mit Atalanta abzusitzen als möglicherweise in einem wichtigen Champions-League-Spiel gegen einen Top-Gegner, lag da nahe.Joshua Kimmich und Michael Olise in der Champions League gesperrtBeide Bayern-Stars wählten dafür ein relativ plumpes Vorgehen: Olise ließ sich bei einem Eckball so lange Zeit, bis der norwegische Schiedsrichter Eskas ihm Gelb wegen Spielverzögerung zeigte. Kimmich wartete wenig später bei der Ausführung eines Freistoßes ebenfalls sehr lange, der Schiedsrichter zögerte aber zunächst, dafür Gelb zu zeigen. Erst als Atalanta-Spieler Musah dazwischenging, gab es für beide die Karte. Ein einfaches, harmloses Trikotziehen wäre weniger offensichtlich gewesen.Kimmich stritt hinterher jede Absicht ab. Die Verwarnung sei „ärgerlich” gewesen, sagte er Reportern. Er habe so lange gewartet, weil er den Ball nicht in die Pressinglinie des Gegners habe spielen wollen. „Ich habe zu lange gebraucht, auf jeden Fall. Ich glaube trotzdem, wenn der nicht auf mich zustürmt, lässt der Schiri es vielleicht durchgehen”, kommentierte der Bayern-Kapitän die Szene, in der er und seine Gegenspieler Gelb sahen.Bayern-Sportvorstand Max Eberl äußerte sich da schon offener: „Wir haben geführt, wir haben auf Zeit gespielt, dann bekommst du Gelbe Karten.” Mit Dayot Upamecano drohte übrigens noch einem weiteren Münchner eine Sperre – der Verteidiger blieb aber ohne Verwarnung.Reagiert die Uefa?Nicht ausgeschlossen ist, dass den Bayern-Spielern ihre Gelb-Show noch auf die Füße fällt. Einen Präzedenzfall gab es im Jahr 2019: Damals handelte sich Real Madrids Abwehrspieler Sergio Ramos eine Sperre ein und gab danach zu, die Gelbe Karte provoziert zu haben. Obwohl der spanische Abwehrspieler seine Aussage später wieder zurückzog und das Gegenteil behauptete, sperrte ihn die Uefa für eine weitere Partie.Durchaus wichtig also, dass Joshua Kimmich sich nach der Gelben Karte in Bergamo nichts ahnend gab – damit die vermeintlich clevere Aktion für ihn, Michael Olise und das Team nicht nach hinten losgeht.Quellen: Amazon Prime Video, Uefa-Regeln, Nachrichtenagentur DPA

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Basketball: Adebayo schreibt mit 83 Punkten NBA-Geschichte: "Surreal"

Bam Adebayo von den Miami Heat erzielt mehr Punkte in einem Spiel, als es Michael Jordan und Kobe Bryant je konnten. Nur einer war in der NBA-Historie noch besser.Dirk Nowitzki ging es wie den meisten Fans. "83?????", postete die Basketball-Legende bei X nach einer Leistung für die Geschichtsbücher ungläubig. Grund für die große Verwunderung waren sensationelle 83 Punkte durch Bam Adebayo von den Miami Heat in nur einem Spiel in der nordamerikanischen Profiliga NBA. Mehr Zähler als er beim 150:129 gegen die Washington Wizards erzielte nur Wilt Chamberlain, der 1962 in einer Partie auf 100 Zähler kam. Adebayos Idol Kobe Bryant hatte bis Dienstagabend (Ortszeit) mit 81 Punkten auf Rang zwei der Bestenliste gelegen."Ein historischer Moment""Wilt, ich, dann Kobe. Das klingt verrückt", sagte Adebayo und konnte selbst kaum glauben, was ihm da gelungen war. Der 28-Jährige hatte Tränen in den Augen, als er nach der Partie seine Mutter umarmte, die den Auftritt ihres Sohnes in der Halle verfolgt hatte. "Ich hätte nicht gedacht, dass es die 83 werden würde", sagte Adebayo: "Dieser Moment ist surreal. Es zu Hause vor meiner Mutter, vor meinen Leuten, vor den heimischen Fans zu schaffen, das ist ein historischer Moment, der für immer in Erinnerung bleiben wird."Adebayos Punkte-Bestmarke stand zuvor bei 41, nun gelangen ihm gleich mehrere Rekorde, die so schnell wohl niemand brechen wird. Zum Beispiel jeweils 40 Punkte in beiden Halbzeiten - das war in der NBA-Neuzeit nach Chamberlain noch niemandem geglückt, genau wie 36 verwandelte Freiwürfe bei 43 Versuchen in nur einer Begegnung. "Das war ein absolut surrealer Abend", sagte Heat-Trainer Erik Spoelstra. "Solche Momente passieren, und ich bin dankbar, dass wir alle dabei sein und ihn miterleben durften.""BAM BAM BAM", postete Superstar LeBron James von den Los Angeles Lakers bei X und setzte ein paar Feuer-Emojis dahinter. Jeder in der Szene hatte Adebayos historische Leistung mitbekommen - und jeder staunte. "Das spricht für seinen Fleiß", sagte Giannis Antetokounmpo, der Star der Milwaukee Bucks: "Ich kenne Bam, er arbeitet jeden Tag hart. Zu sehen, dass er so etwas schafft, ist einfach unglaublich.""Es kostet wahnsinnig viel Energie"Die Nummer 13 der Miami Heat startete schon mit 31 Punkten im ersten Viertel, zur Halbzeit waren es 43 und vor dem Schlussabschnitt 62. Auch mehrere Verteidiger der Wizards konnte am Ende nicht verhindern, dass er selbst die 81 Punkte von Bryant übertraf. Dass ausgerechnet Adebayo das schafft, ist eine extreme Überraschung. Der 28-Jährige gilt zwar als einer der besten Spieler der Liga, ist aber keiner der absoluten Topscorer."Es kostet wahnsinnig viel Energie, da rauszugehen, diese Würfe zu nehmen und sie dann auch noch zu treffen, einen Rekord aufzustellen und Kobe als zweitbesten Punktesammler der Basketballgeschichte zu überholen", lobte der viermalige Olympiasieger Kevin Durant von den Houston Rockets. In Tokio und Paris hatte er mit Adebayo im Team der USA jeweils Gold geholt und freute sich besonders für seinen Kollegen. "Wahnsinn! Glückwunsch an ihn", sagte Durant: "Das ist eine riesige Leistung, über die wir noch ewig reden werden."

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Totale Demütigung: Tottenham wechselt nach 17 Minuten den Torwart – verletzt war er nicht

In der Liga steckt Tottenham Hotspur im Abstiegskampf, da braucht es im Champions-League-Achtelfinale neue Impulse. Doch der Plan von Trainer Igor Tudor geht nach hinten los.Eigentlich ist Guglielmo Vicario die unumstrittene Nummer eins im Tor bei Tottenham Hotspur. Sowohl in der Liga als auch in der Champions League stand der Italiener bislang in jeder Partie im Tor. Da Tottenham nach fünf Niederlagen in Serie in der Premier League aber mitten im Abstiegskampf steckt, setzte Igor Tudor für das Hinspiel im Champions-League-Achtelfinale gegen Atlético Madrid auf neue Impulse. Vicario musste auf die Bank, stattdessen rückte Antonin Kinsky ins Tor, der in dieser Saison bislang nur im englischen Pokal zum Einsatz gekommen war. Eine Entscheidung, die Tudor bitter bereuen sollte, weshalb er Torhüter-Debütanten Kinsky bereits nach 17 verheerenden Minuten auswechselte.Was war passiert? Bereits in der sechsten Minute beim 0:1 durch Marcos Llorente machte Kinsky keine gute Figur. Der 22-Jährige rutschte beim Passversuch aus, spielte den Ball direkt in die Füße des Madrilenen. Zwar traf Kinsky beim 0:2 durch Antoine Griezmann nach 14 Minuten keine Schuld – viel mehr war es der Ex-Wolfsburger Micky van de Ven, der sich einen katastrophalen Fehler leistete –, doch nur 30 Sekunden später rückte der Torwart wieder in den Fokus. Bei einem Rückpass trat Kinsky am Ball vorbei, Julian Alvarez schob in das leere Tor ein. Champions League: Tottenhams Trainer begründet ungewöhnlichen TorwartwechselDanach war der Arbeitstag für Kinsky beendet, eine Situation, die auch für Igor Tudor neu war. „Ich habe das in 15 Jahren als Trainer noch nie gemacht, es war einfach eine unglaubliche Situation. Ich habe den Wechsel vorgenommen, um den Jungen und das Team zu schützen“, so Tudor nach dem Spiel. Kinsky habe es leidgetan, betonte Tudor, „Wir stehen hinter ihm, wir halten alle zusammen. Es geht nie um einen einzelnen Spieler.“Viel brachte der Wechsel zu Stammtorhüter Vicario auch nicht. Nur vier Minuten nach dem Wechsel musste der Italiener erstmals den Ball aus dem Netz holen. Erst im Anschluss nahm Tottenham auch am Spiel teil, verlor aber trotzdem deutlich. Mit einer 2:5-Niederlage gehen die Spurs in das Rückspiel in London in der kommenden Woche. Ob Igor Tudor dann noch auf der Trainerbank sitzen wird, ist fraglich. Der 47-Jährige ist erst seit Mitte Februar als Interimstrainer im Amt, verlor jedoch alle vier Partien. „Tudor stoppt nicht die Krise der Spurs, er beschleunigt sie sogar noch“, urteilt die „BBC“, nach der Niederlage in Madrid.

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Asien Cup: Tränen und Angst: Irans Fußballerinnen verlassen Australien

Irans Frauen-Fußballteam kehrt nach seinem stillen Protest beim Asien Cup nach Hause zurück. Viele weinen bei der Abreise. Was Augenzeugen berichten - und warum sechs Frauen in Australien bleiben.Einige weinten, andere umarmten sich lange, bevor sie ihre Plätze im Flugzeug einnahmen: Die Abreise der iranischen Frauen-Fußballnationalmannschaft aus Australien verlief Augenzeugen zufolge äußerst emotional. Für viele Spielerinnen dürfte damit die Chance auf Asyl in Down Under endgültig vorbei sein. Sieben Teammitglieder hatten sich zuvor entschieden, das Angebot der australischen Regierung auf humanitäre Visa anzunehmen - eine der Frauen änderte aber in letzter Minute noch ihre Meinung.Journalisten der Zeitung "Sydney Morning Herald", die den Nachtflug von Sydney nach Kuala Lumpur begleiteten, berichteten von dramatischen Szenen. Kurz vor dem Boarding hätten mehrere Spielerinnen Tränen in den Augen gehabt. Eine Frau habe noch ein letztes Telefonat mit ihrer Familie geführt, um zu entscheiden, ob sie zu den Teamkolleginnen gehören wollte, die in Australien bleiben. Am Ende stieg sie dennoch in das Flugzeug.Angst vor Konsequenzen wegen stillem ProtestDie Reise der "Löwinnen", wie die Mannschaft genannt wird, steht seit Tagen im Mittelpunkt internationaler Aufmerksamkeit. Das Team war wegen eines stillen Protests beim in Australien ausgetragenen Asien-Cup in der Heimat in die Kritik geraten. Beim ersten Gruppenspiel hatten die Spielerinnen während der Nationalhymne geschwiegen – im Iran wurde das als Zeichen gegen die Führung in Teheran gewertet. Staatsmedien bezeichneten sie später als "Verräterinnen", auch wenn sie bei den folgenden Partien wieder mitsangen.Beobachter befürchten, dass den Frauen nach ihrer Rückkehr Konsequenzen drohen. Oder dass ihre Familien unter Druck geraten, falls sie nicht zurückkehren sollten."Ich darf nicht mit Ihnen sprechen"Während des Flugs saßen viele der Frauen nach Angaben des "Sydney Morning Herald" schweigend in der Economy-Kabine. Auf Fragen reagierten sie zurückhaltend. "Ich darf nicht mit Ihnen sprechen", sagte eine Spielerin den Reportern zufolge und deutete auf die Betreuer der Mannschaft. Nach der Landung am Morgen (Ortszeit) in Kuala Lumpur wartete Irans Botschafter in Malaysia bereits am Ausgang des Flugzeugstegs. Während einige Offizielle ihn begrüßten, wirkten viele Spielerinnen still und angespannt und starrten auf ihre Handys. Von Malaysia aus soll die Mannschaft über die Türkei weiter in den Iran reisen.Vorausgegangen waren dramatische Momente an der Gold Coast, wo die Spielerinnen während des Turniers untergebracht waren. Einige sollen aus dem Mannschaftsbus SOS-Zeichen gezeigt haben. Aktivisten forderten daraufhin die australische Regierung auf, den Frauen Asyl zu gewähren.Sieben Teammitglieder nehmen Asyl-Angebot anFünf Spielerinnen erhielten schließlich humanitäre Visa, nachdem sie von der australischen Polizei aus ihrem Hotel gebracht worden waren. Zwei weitere Teammitglieder entschieden sich später ebenfalls, nicht zurückzukehren. Eine der Frauen entschied sich aber laut Innenminister Tony Burke in letzter Minute, doch in den Iran zurückzufliegen.Burke betonte, allen Spielerinnen sei vor der Abreise Asyl angeboten worden. "Wir haben dafür gesorgt, dass es keine Eile gab, keinen Druck", sagte er. Viele hätten jedoch aus Sorge um ihre Familien im Iran darauf verzichtet. Eine Spielerin erklärte schlicht: "Der Iran ist unser Zuhause."Der im Exil lebende Oppositionspolitiker Reza Pahlavi, Sohn des 1979 gestürzten Schahs von Persien, warnte jedoch vor möglichen Repressionen. Das Regime spiele oft zunächst Versöhnung vor, bevor später Strafen folgten. "Zuerst gibt es Drohungen, dann ein inszeniertes Zeichen der Barmherzigkeit – und schließlich stille Vergeltung, sobald die Kameras aus sind", schrieb er.

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