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Newsfeed

Wir haben für Sie eine Vorauswahl an redaktionellen Inhalten zusammengestellt, die von Mediengesellschaften, Verlagen, Börsendiensten und Finanzblogs bereit gestellt werden. Hier können Sie sich einen schnellen Überblick über die Themen verschaffen, die im Augenblick von öffentlichen Interesse sind.
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Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und den Finanzmärkten
In diesem Bereich unserer Nachrichtensektion stellen wir Ihnen redaktionelle Inhalte führender Verlage zur Verfügung.

Aktuelle Nachrichten

Premiere in der DEL: Historischer Treffer – Goalie trifft leeres Tor aus unglaublicher Distanz

Ein ungewöhnlicher Treffer sorgt in der DEL für Staunen. Als Dresden ohne Torwart spielt, schießt Wolfsburgs Goalie Dustin Strahlmeier den Puck aus großer Distanz ins leere Tor.Ein ungewöhnlicher Treffer sorgt in der DEL für Staunen. Als Dresden ohne Torwart spielt, schießt Wolfsburgs Goalie Dustin Strahlmeier den Puck aus großer Distanz ins leere Tor.

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DHB-Torhüter: Wolffs spektakulärste Paraden bei der Handball-EM

Mit Bein im Himmel, langen Armen oder im Spagat: Die Paraden von DHB-Torhüter Andreas Wolff bei dieser Handball-EM lassen sich sehen. Seine besten Aktionen in Bildern.Was Andreas Wolff auf der Platte zeigt, sei "nicht von dieser Welt", befand DHB-Teamkollege Renars Uscins nach dem 30:28-Hauptrundensieg gegen Norwegen. Wolff parierte 22 Bälle und wurde mit einer Fangquote von 44 Prozent zum Man of the Match gewählt."Unglaubliche Leistung von Andi", lobte Bundestrainer Alfred Gislason. Und Marko Grgic sagte unverblühmt: "Wahnsinn, wie oft der uns den Arsch rettet." Wenn es im Angriff oder in der Abwehr nicht läuft, ist Wolff zur Stelle.Handball-EM: Wolff pariert sehenswertDie Paraden des DHB-Keepers können nicht nur Spiele entscheiden, sondern sehen auch noch spektakulär aus. Wolff fischt die Würfe mit seinen langen Armen aus der Luft, pariert mit einem Bein im Himmel oder taucht ab in den Spagat. Den ein oder anderen Wurf fängt er auch mal.In dieser Fotostrecke haben wir die besten Bilder von Wolffs Paraden bei der Handball-EM 2026 in Dänemark, Norwegen und Schweden gesammelt.

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Belästigungsaffäre: HSV wirft Kuntz "schwerwiegende Pflichtverletzungen" vor

Die Auseinandersetzung zwischen Stefan Kuntz und dem HSV spitzt sich zu. Der Klub gibt nun in einem Statement weitere Details über den Fall des Ex-Sportvorstands bekannt.Beim Hamburger SV geht die öffentliche Auseinandersetzung um die Trennung von Stefan Kuntz in die nächste Runde. In einem weiteren Statement nannte der Aufsichtsrat neue Details zu den Vorwürfen gegen den ehemaligen Sportvorstand."Das von mehreren Hinweisgebenden unabhängig voneinander glaubhaft geschilderte Fehlverhalten, das zu internen Ermittlungen führte, umfasst zahlreiche schwerwiegende Pflichtverletzungen, die jeden verantwortungsvollen Aufsichtsrat zum Handeln veranlassen mussten", heißt es in einer Mitteilung des Fußball-Bundesligisten.Stefan Kuntz wehrt sich gegen VorwürfeHintergrund ist, dass sich der 63 Jahre alte Kuntz am vergangenen Wochenende in der "Süddeutschen Zeitung" gegen diese Vorwürfe gewehrt hatte. Unter anderem sagte sein Anwalt Christian Schertz, dass der frühere Nationalspieler bis heute nicht wisse, "was ihm von welcher Person und in welcher Situation überhaupt konkret vorgeworfen wird". Diese Darstellung nennen die Mitglieder des Aufsichtsrats "nachweislich unwahr". In der Erklärung vom Montag heißt es: "Am 18. Dezember wurde Stefan Kuntz förmlich über die Untersuchung informiert; am 19. Dezember wurden seinen damaligen Anwälten in anonymisierter Form die Inhalte sämtlicher bis dahin vorliegender Zeugenaussagen mitgeteilt." Außerdem habe der Aufsichtsrat Kuntz "zwei Termine (22./23. Dezember) für die Anhörung angeboten; hierauf gingen Stefan Kuntz und seine Anwälte nicht ein."Aufsichtsrat bedauert öffentliche AuseinandersetzungAm 2. Januar war die Trennung zwischen Kuntz und dem Klub verkündet worden. Zunächst war in der Mitteilung des HSV von "familiären Gründen" die Rede. Einen Tag nach einem Bericht der "Bild am Sonntag" teilte der Aufsichtsrat jedoch mit, dass der Abschied im Zusammenhang mit Vorwürfen wegen eines angeblichen Fehlverhaltens von Kuntz stehe. Noch am Abend nach der Veröffentlichung des Medienberichts wehrte sich der Ex-Profi mit einem Statement auf seinem offiziellen Instagram-Profil gegen die Vorwürfe.Dass die Auseinandersetzung über das Ausscheiden des Sportvorstands zunehmend öffentlich ausgetragen werde, hält der Aufsichtsrat des HSV "im Interesse sämtlicher betroffener Personen für bedauerlich".

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Wirtschaftsreport: DFL will trotz Rekordergebnis für Krisen vorsorgen

6,33 Milliarden Euro Umsatz und fast 21 Millionen verkaufte Tickets – doch die Deutsche Fußball Liga denkt an Rettungsschirme. Die Bundesliga will bei neuen Risiken vorbereitet sein.Inmitten von politisch und wirtschaftlich angespannten Zeiten schreibt der deutsche Profifußball Rekordzahlen - mahnt aber auch zu Augenmaß. "Wir müssen aufhören mit dem immer höher, immer weiter, immer schneller. Das passt nicht in die europäische Zeit", sagte Ligapräsident Hans-Joachim Watzke beim Neujahrsempfang der Deutschen Fußball Liga (DFL).Der Präsident von Borussia Dortmund verwies auch auf die Finanz-Regularien der Europäischen Fußball-Union UEFA, die seit dieser Saison die Ausgaben für Kader (Gehälter, Ablösen, Beraterhonorare) auf maximal 70 Prozent der Clubeinnahmen beschränken."Wenn der eine oder übers Ziel hinausgeschossen ist, dann muss es glasklare Sanktionen geben. Da muss es auch einen Automatismus geben", forderte Watzke und versprach: "Wir als Bundesliga werden da unseren Teil dazu beitragen." Als Sanktionen müsse es Punktabzüge geben. In der Vergangenheit hatte es immer wieder Kritik an der Ausgabenpolitik von großen Clubs wie Paris Saint-Germain, Manchester City und dem FC Barcelona gegeben.Rekordumsatz in der vorigen SaisonIm Frankfurter Eventlokal Palmengarten feierte sich die DFL auch für ihre Finanzkraft und Seriosität. Die Rekorderlöse seien "Ausdruck der großen gesellschaftlichen Popularität des Fußballs und zugleich ein wichtiger Baustein für nachhaltige wirtschaftliche Stabilität", betonte Steffen Merkel, der gemeinsam mit Marc Lenz die Geschäftsführung der DFL bildet.Die 1. und 2. Bundesliga haben in der Saison 2024/25 einen Rekordumsatz von 6,33 Milliarden Euro verbucht. "In herausfordernden Zeiten setzt der deutsche Profifußball starke Signale", sagte Watzke. "Wir können entsprechend selbstbewusst in das WM-Jahr 2026 gehen."Damit verbuchten die 36 Clubs 461,2 Millionen Euro mehr Erlöse als 2023/24. Der operative Gesamtgewinn lag nach Angaben der DFL bei 271,5 Millionen Euro für die 36 Clubs.Auch die zweite Liga wächstDas Oberhaus um Rekordmeister FC Bayern München vermeldete mit 5,12 Milliarden erstmals mehr als 5 Milliarden Euro Umsatz und 320,8 Millionen Euro mehr als in der Spielzeit zuvor. Die zweite Liga machte einen Umsatz von 1,21 Milliarden Euro und hatte dabei einen Zuwachs von 13,1 Prozent.Laut den Kennzahlen haben die Vereine und Kapitalgesellschaften dabei besser gewirtschaftet als zuvor: 13 Erst- und 15 Zweitligisten erzielten einen Gewinn, zuvor waren es nur 9 beziehungsweise 8. Das Eigenkapital in der Bundesliga liegt mit 2,17 Milliarden Euro erstmals bei mehr als 2 Milliarden Euro.Premier League im Ausland weiter viel stärker"Die Zahlen zeigen die Wettbewerbsfähigkeit der Liga", sagte Lenz, die Bundesliga sei demnach die Nummer 2 in Europa. Die englische Premier League hat dem deutschen Fußball allerdings weiterhin eine wesentlich stärkere Auslandsvermarktung voraus.Unter der Leitung von Lenz und Merkel verzeichnete die DFL bei ihrem Wirtschaftsreport weitere Bestmarken. Sie verweist auf fast 1,7 Milliarden Euro, die die Clubs an Steuern und Abgaben an die öffentlichen Haushalte abgaben. Fast 21 Millionen Eintrittskarten verkauftZudem waren in der vergangenen Saison mehr als 64.000 Personen im deutschen Profifußball beschäftigt. Auch die fast 21 Millionen Tickets bedeuten einen Höchstwert. Aber: Fast jeder dritte Euro der Einnahmen der Clubs stamme aus der Zentralvermarktung der Medienerlöse.Watzke will 2026 "in das ewige Thema Auslandsvermarktung investieren" - und angesichts der politischen Weltlage auch vorsorgen: "Der Plan ist, dass wir Rettungsschirme aufbauen, wenn es mal weniger gut läuft, unsere Abhängigkeiten verringern." Denn was sich geopolitisch zurzeit abspiele, "ist auch eine Riesenherausforderung für uns. Ich möchte nicht wieder so ungebremst in ein Krisenszenario hineinrutschen wie bei Corona."

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Handball-EM live: Wer überträgt Deutschland gegen Dänemark?

Für die deutschen Handballer geht es in die Crunchtime der Hauptrunde, Kracher-Duelle warten. Alle DHB-Spiele lassen sich live und kostenlos verfolgen – auf diesen Sendern.Die Hauptrundengegner des DHB-Teams bei der Handball-EM in Nordeuropa haben es in sich: Portugal (Endstand 32:30), Norwegen (Endstand 30:28), Dänemark und Frankreich.Nach den Erfolgen in den ersten beiden Partien trifft die deutsche Mannschaft nun auf das übermächtige Dänemark – amtierender Weltmeister und Olympiasieger. Mit einem Sieg wäre die DHB-Auswahl sicher im Halbfinale.Handball-EM: Deutschland-Spiele im Free-TVWie bereits in der Gruppenphase bestreitet das DHB-Team alle seine Hauptrundenspiele im dänischen Herning. Weiterhin zeigen die Öffentlich-Rechtlichen alle deutschen Spiele im TV und im Livestream. Eine Übersicht der nächsten Partien:Montag, 26. Januar, 20.30 Uhr gegen Dänemark – ARDMittwoch, 28. Januar, 18 Uhr gegen Frankreich – ZDFIn den Mediatheken zeigen die Sender zudem täglich mindestens ein weiteres Hauptrundspiel. Um alle Begegnungen bei der Handball-EM in Dänemark, Norwegen und Schweden sehen zu können, müssen Zuschauer ein Abo beim Bezahlsender Dyn abschließen. Für 15 Euro kann man sich dort einen EM-Pass kaufen.Das sind die TV-ExpertenDie ARD baut auf die Expertise zweier Handball-Weltmeister von 2007: Dominik Klein und Johannes Bitter sind für das Erste im Einsatz. Das ZDF setzt einmal mehr Ex-Nationalspieler Sven-Sören Christophersen als Experten ein.Auch bei Dyn bewerten bekannte Handballer die Auftritte des DHB-Teams und das Geschehen rund um das Turnier: Ikone Stefan Kretzschmar, die ehemaligen Nationalspieler Pascal Hens, Michael Kraus (beide ebenfalls Weltmeister von 2007), Tobias Reichmann und Silvio Heinevetter sowie Frankreichs Welt- und Europameister Kentin Mahé.Neu im Expertenteam sind die noch aktiven Bundesliga-Profis Fabian Wiede, Timo Kastening und Leif Tissier, die frischgebackene Vize-Weltmeisterin Antje Döll und Florian Kehrmann, Trainer des Bundesliga-Dritten TBV Lemgo.Hinweis: Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert.

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Handball-EM: So kommt Deutschland ins Halbfinale

Die ersten Hürden in der Hauptrunde der Handball-EM hat das DHB-Team genommen, jetzt geht es in die Crunchtime. Unter diesen Bedingungen gelingt der Halbfinal-Einzug.In der Hauptrunden-Gruppe I jagt ein Kracher-Duell das nächste. Die DHB-Auswahl konnte ihre ersten zwei Spiele dennoch gewinnen (32:30 gegen Portugal, 30:28 gegen Norwegen). Für die Partien gegen Weltmeister und Olympiasieger Dänemark (20.30 Uhr, ARD/Dyn) und Europameister Frankreich (Mittwoch, 18 Uhr, ZDF/Dyn) hat die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason sich also in eine gute Ausgangslage gebracht.Mit sechs Punkten führt Deutschland die Hauptrundentabelle an. Die Dänen stehen mit vier Punkten auf dem zweiten Platz, da sie in der Gruppenphase gegen Portugal überraschend verloren (Endstand 29:31) und diese Minuspunkte in die Hauptrunde mitnahmen. Die Franzosen belegen mit ebenfalls vier Punkten den dritten Rang, weil sie in der Hauptrunde den Dänen unterlagen (Endstand 29:32).Die gute Nachricht: Deutschland hat den weiteren Turnierverlauf selbst in der Hand. Die schlechte Nachricht: Dänemark und Frankreich – Finalisten der EM 2024 – sind die wohl stärksten Gegner, die man aktuell im Welthandball bekommen kann.DHB-Team hat zwei Matchbälle bei der Handball-EMGewinnt die DHB-Auswahl gegen Dänemark und Frankreich, ist das Halbfinale sicher. Denn mit acht Punkten wäre die deutsche Mannschaft in der Hauptrundentabelle nicht mehr von einem der ersten beiden Ränge zu verdrängen. Diese bedeuten den Einzug in die K.o.-Runde. Zwei Unentschieden würden ebenfalls reichen.Der Gruppensieg wäre dem DHB-Team mit drei oder vier Punkten aus den zwei Spielen sicher – also mit einem Sieg und einem Unentschieden oder zwei Siegen. Bei nur einem Sieg und einer Niederlage könnte der direkte Vergleich zwischen Deutschland, Dänemark und Frankreich über den ersten Platz entscheiden.Zwei Niederlagen würden das Aus für die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason bedeuten, weil sowohl die Dänen als auch die Franzosen dann im direkten Vergleich die Nase vorne hätten.Was passiert bei Punktgleichheit?In der zweiten Tabellenhälfte liegt Norwegen mit zwei Punkten auf Platz vier, Portugal mit ebenfalls zwei Punkten auf Platz fünf und Spanien mit null Punkten auf Platz sechs. Diese Nationen dürften der DHB-Auswahl die Daumen drücken. Die realistischste Chance, doch noch ins Halbfinale einzuziehen, ergibt sich für sie, wenn Deutschland beide Spiele gewinnt und mit zehn Punkten Gruppensieger wird. In diesem Fall könnten sechs Punkte für Platz zwei genügen.Bei Punktgleichheit entscheidet zunächst der direkte Vergleich. Erst danach würde die Tordifferenz aus dem direkten Vergleich herangezogen werden. Weitere Kriterien wären laut "Sportschau" in dieser Reihenfolge: Anzahl an Toren aus direktem Vergleich, Tordifferenz aus allen Gruppenspielen, Anzahl an Toren aus allen Gruppenspielen, Fair Play Ranking, das Los.Beim Fair Play Ranking gibt es für die Mannschaften jeweils Punkte für eine Gelbe Karte (1), eine Zeitstrafe (2) und eine Rote Karte (8).

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Fußball und Politik: WM-Boykott? Bundesregierung will sich nicht einmischen

Nach US-Präsident Trumps Drohungen gegen Grönland kamen erste Vorstöße für einen möglichen Boykott der Fußball-WM. Die Debatte geht nach den Ereignissen in Minnesota weiter.Die Bundesregierung hält sich aus der Debatte über einen möglichen Boykott der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko heraus. Die Regierung respektiere die Autonomie des Sports, sagte die zuständige Staatsministerin im Bundeskanzleramt, Christiane Schenderlein, in Berlin."Entscheidungen über Teilnahme oder Boykott von Sportgroßveranstaltungen liegen ausschließlich bei den zuständigen Sportverbänden, nicht bei der Politik." Die Bewertung obliege daher den jeweiligen Verbänden, fügte sie hinzu und nannte den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und den Weltfußballverband FIFA. "Diese Einschätzung wird die Bundesregierung akzeptieren." Sprecher: Regierung entscheidet nicht über TeilnahmeEin Regierungssprecher sagte, auch wenn es die deutsche Nationalmannschaft sei, sei es nicht die Bundesregierung, die über die Teilnahme der Mannschaft an Wettbewerben entscheide.CSU-Chef Markus Söder lehnt einen WM-Boykott der deutschen Nationalmannschaft ab. Dies sei "völliger Quatsch", sowohl im Interesse der Sportler als auch außenpolitisch, sagte der bayerische Ministerpräsident nach einer Sitzung des Parteivorstands in München. "Was soll denn das sein, mal abgesehen davon, dass die Fußball-WM nicht nur in den USA stattfindet, sondern auch in Kanada und in Mexiko." DFB-Vizepräsident und St.-Pauli-Clubchef Oke Göttlich hatte mindestens eine Diskussion über den Boykott der Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko gefordert. "Ich frage mich wirklich, wann der Zeitpunkt ist, darüber konkret nachzudenken und zu reden. Und für mich ist dieser Zeitpunkt definitiv gekommen", sagte er "Hamburger Morgenpost".Hintergründe: Grönland und Situation in den USA Hintergrund der Diskussion sind die aktuellen Entwicklungen in den USA und die Politik von Präsident Donald Trump. Der CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt hatte die Idee eines Boykotts für den Fall einer US-Annexion Grönlands ins Spiel gebracht. In Berlin wurden Sprecher der Regierung zum Wochenbeginn von Journalisten erneut nach dem Thema gefragt. Hintergrund waren dieses Mal die tödlichen Schüsse auf einen US-Bürger bei einem Einsatz der Einwanderungsbehörde ICE in Minneapolis.

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Australian Open: Sinner nach Hitzeschock dieses Mal im Schongang

Jannik Sinner hat in Melbourne sein 18. Spiel in Serie gewonnen. Gegen einen Landsmann wird er kaum gefordert. Das war zwei Tage zuvor noch ganz anders.Nach dem Hitze-Schock in der Runde zuvor hat Titelverteidiger Jannik Sinner im Energiesparmodus sein Achtelfinale gewonnen und bei den Australian Open den 18. Sieg in Serie gefeiert. Der Melbourne-Champion von 2024 und 2025 setzte sich gegen seinen Landsmann Luciano Darderi ohne Probleme mit 6:1, 6:3, 7:6 (7:3) durch und konnte auf dem Weg ins Viertelfinale wichtige Kräfte sparen.Sinner benötigte nur 2:09 Stunden für seinen Erfolg. Zwei Tage zuvor hatte er in der dritten Runde gegen den Amerikaner Eliot Spizzirri bei großer Hitze noch mit Krämpfen am ganzen Körper zu kämpfen gehabt. Wohl nur, weil wegen der speziellen Hitzeregelung zu Beginn des dritten Satzes das Dach über der Rod Laver Arena geschlossen worden war, entging Sinner einem frühen Aus beim ersten Grand-Slam-Turnier der Tennis-Saison.Sinner gut erholt"Ich bin froh, dass ich in drei Sätzen durch bin", sagte Sinner nach seinem ungefährdeten Erfolg in der Margaret Court Arena. Bei Temperaturen von mehr als 30 Grad war es zwar erneut heiß in Melbourne. Als Sinner und Darderi gegen 18.00 Uhr Ortszeit die Arena betraten, lag der Platz aber schon im Schatten. Dem bei hohen Temperaturen stets leidenden Sinner blieb damit eine weitere Hitzeschlacht erspart."Heute habe ich mich gut gefühlt", sagte der Weltranglisten-Zweite, der den Tag zwischen den Spielen ausschließlich zur Erholung genutzt hatte. "Ich habe am Tag zuvor nur eine halbe Stunde Tennis gespielt. Ansonsten habe ich es ruhig angehen lassen."Djokovic hat freiNoch entspannter verbrachte Novak Djokovic den Tag. Weil sein Gegner Jakub Mensik aus Tschechien wegen einer Bauchmuskelverletzung zum Achtelfinale nicht antrat, erreichte der Rekord-Grand-Slam-Champion kampflos das Viertelfinale. Dort trifft er am Mittwoch auf den Italiener Lorenzo Musetti. Der Weltranglisten-Fünfte gewann überraschend klar gegen den Amerikaner Taylor Fritz mit 6:2, 7:5, 6:4.Djokovic kam der freie Tag im Alter von 38 Jahren sehr gelegen. Der Serbe trainierte am frühen Abend vor zahlreichen Zuschauern auf dem schattigen Court 16. Danach schrieb er ein paar Autogramme und begab sich wieder ins Hotel.Djokovic und Sinner könnten im Halbfinale aufeinandertreffen. War der freie Tag für den Serben ein Vorteil? "Das glaube ich nicht", sagte Sinner. "Außerdem müssen wir beide zunächst zwei schwere Viertelfinals überstehen."Sinner hat es eiligGegen Darderi spielte Sinner ähnlich souverän wie in den beiden Runden vor seinem Hitze-Kollaps gegen Spizzirri. Im Schnelldurchgang holte sich der 24-Jährige die ersten beiden Sätze. Erst im dritten Abschnitt machte Darderi dem Titelverteidiger das Leben etwas schwerer. Beim Stand von 5:4 vergab Sinner zwei Matchbälle, Darderi erzwang den Tiebreak. Hier trumpfte Sinner aber wieder souverän auf und ersparte sich einen vierten Satz.Für Sinner geht es jetzt am Mittwoch gegen Ben Shelton um den Einzug ins Halbfinale. Der Amerikaner setzte sich mit 3:6, 6:4, 6:3, 6:4 gegen den Norweger Casper Ruud durch. Sinner wird froh sein, dass er für die Neuauflage des Vorjahres-Halbfinals nicht am Dienstag ran muss. Denn dann sind in Melbourne wieder Temperaturen von weit über 40 Grad angesagt.

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Athletenfinanzierung: "Bin kein Pornostar": OnlyFans als Sponsor für Olympia-Traum

Erfolg allein bringt oft kaum Geld. Um sich den Leistungssport auch leisten zu können, sind kreative Finanzierungsideen gefragt. Manche zeigen dafür nackte Haut, andere sammeln im Internet Geld.Lisa Buckwitz zeigt gern, was sie hat - nur eben nicht alles. "Ich werde mich auf keinen Fall nackt zeigen", betont die Bobfahrerin, die sich bei der Erotik-Plattform OnlyFans mitunter sehr freizügig präsentiert. Und das nicht nur, weil sie eher extrovertiert und mit ihrem Körper sehr zufrieden ist. "Es ist auch ein Glücksfall für mich, da ich so mein Team finanzieren kann", sagte die Weltmeisterin von 2024 der Deutschen Presse-Agentur. Die vor einem Jahr begonnene Zusammenarbeit mit OnlyFans sei daher "das Beste, was mir hätte passieren können".Nur mit der Akquise von herkömmlichen Sponsoren hätte Buckwitz längst nicht die finanziellen Möglichkeiten, die sie nun auch mit Blick auf die Olympischen Spiele im Februar in Italien nutzen kann. Auch andere Athleten gehen immer öfter ungewöhnliche Wege, um sich den Leistungssport auch leisten zu können: Crowdfunding, Akt-Kalender, Tiktok-Content. Die Gelder von der Sporthilfe, aus öffentlichen Töpfen und von lokalen Sponsoren reichen allein oft nicht aus.Ohne Selbstvermarktung "interessiert sich keiner für Lisa Buckwitz"Es sei "ein bisschen traurig", sagte Buckwitz, "dass ich nicht einfach nur meinen Leistungssport machen kann". Sie müsse sich parallel auch vermarkten - selbst nach Olympia-Gold 2018 als damalige Anschieberin. "Klar, ich bin eine Olympiasiegerin. Aber nur mit der Goldmedaille interessiert sich keiner für Lisa Buckwitz. Das ist leider die Schattenseite der Medaille", sagte Buckwitz in der ZDF-Doku "OnlyBob - Mein Körper. Mein Kapital". Sie rechnete vor, dass eine Bob-Saison mit Trainingslager, Flugtickets, Materialaufwand und Prämien für ihre Anschieberinnen rund 50.000 Euro verschlingt. Geld, dass sie auch durch ihre Bilder, Videos und Aktivitäten bei der Erotik-Plattform reinholt. "Für mich ist es ein Sponsor, der mir neben der Bundeswehr den Sport ermöglicht. Also was ganz Normales", sagt Buckwitz. Doch sie gibt zu, dass das Sexuelle "natürlich ein Thema" sei.Bob-Anschieber bei OnlyFans: "Ich bin kein Porno-Star" Die Athletin sorgt - mal im Sport-BH, mal im Bikini, mal im knallengen Bobanzug - auf der Plattform beständig für Content und kommuniziert auch mit ihren Fans. Diese zahlen schließlich 24,99 US-Dollar pro Monat und erwarten eine gewisse Nähe zur Sportlerin. "Eine Belastung ist es nicht, eher was Positives", sagt die 31-Jährige. Auch Bob-Anschieber Georg Fleischhauer hat einen Account bei OnlyFans, wo sich auch reichlich Darsteller aus dem Porno-Geschäft tummeln. Er aber betont: "Ich bin kein Porno-Star." Dort habe er die Chance, "einen Einblick in das Leben eines Spitzensportlers" zu geben. "Und natürlich auch unseren Körper und unsere Muskeln zeigen."Paarläufer kommen mit Mischfinanzierung über die RundenHaut zeigten auch sechs Eisschnellläufer aus Erfurt. Hendrik Dombek, Max Strübe, Stefan Emele, Felix Maly, Konstantin Götze und Sophie Warmuth standen für den Akt-Kalender "Eis, Eis, Baby 2026" Modell. Mit einer ähnlichen Aktion hatte das Sextett im Vorjahr etwa 3.500 Euro eingenommen. Damit konnte eine Finanzierungslücke bei den Sportlern geschlossen werden.Die Paarläufer Annika Hocke und Robert Kunkel verdienen sich unter anderem über Social Media etwas dazu, ihr Tiktok-Account hat mehr als 148.000 Follower. "Wir haben für uns eine gute Mittellösung gefunden - teilweise eigenfinanziert, teilweise durch den Verband, teilweise durch Shows und auch Preisgelder", sagt Kunkel. Seine Eiskunstlauf-Partnerin Hocke erinnert, dass das Duo 2023 finanziell gefühlt "im Minus" gestartet sei und kreative Lösungen unumgänglich seien: "Es ist fast wie ein zusätzlicher Job."Crowdfunding rettete Weltmeister die KarriereNicht wenige Athleten sind schon mit dem Crowdfunding in Berührung gekommen. Dabei wird über das Internet für einen bestimmten Zweck Geld gesammelt. Die Schwarmfinanzierung rettete einst auch die Karriere des Schweizer Ski-Rennfahrers Franjo von Allmen, als dieser im Alter von 17 Jahren durch den Tod seines Vaters auch finanziell getroffen wurde. Fans spendeten so viel Geld, dass von Allmen sich eine weitere Saison finanzieren konnte. Daran dachte er zurück, als er sich im Vorjahr zum Doppel-Weltmeister kürte.All diese Aktionen seien "absolut legitim", sagt Biathlet Danilo Riethmüller. Er und die meisten seiner Teamkollegen müssen nicht darauf zurückgreifen, weil es im Biathlonsport vergleichsweise gut dotierte Sponsorenverträge und Prämien gibt. Außerdem sind die meisten bei der Polizei, Bundeswehr oder Zoll angestellt. Doch diese Bedingungen haben längst nicht alle Leistungssportler -sie müssen kreativ sein. "Ich stelle da keinen an den Pranger, weil er sich da ein bisschen nackig macht oder irgendwas", sagt Riethmüller.

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Vor den Olympischen Spielen: Das sind die Kandidaten für das deutsche Fahnenträger-Duo

Wer trägt die deutsche Fahne bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Italien? Sechs Stars stehen zur Wahl. Fans und das deutsche Team entscheiden, wer das Fahnenträger-Duo sein wird.Eishockey-Star Leon Draisaitl und die siebenmalige Skisprung-Weltmeisterin Katharina Schmid gehören zu den Kandidaten für die Wahl der deutschen Fahnenträger bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele am 6. Februar in Italien. Zudem zählen auch die Olympiasieger Johannes Rydzek (Nordische Kombination), Laura Nolte (Bob) und Tobias Wendl (Rodel-Doppelsitzer) sowie Snowboard-Hoffnung Ramona Hofmeister zur Vorauswahl, wie der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) bekanntgab.Zum vierten Mal nach Olympia in Tokio (2021), Peking (2022) und Paris (2024) werden eine Frau und ein Mann als Fahnenträgerin und Fahnenträger ausgewählt. Fans können wie schon bei den vergangenen Spielen online für ihre Favoriten stimmen - auf der Internetseite https://www.teamdeutschland.de/wahl-zum-fahnentraeger-duo-2026. Die Wahl läuft dieses Mal bis einschließlich 3. Februar.Hofmeister und Wendl mit zweiter ChanceAuch die Athletinnen und Athleten des deutschen Teams dürfen votieren. Die Ergebnisse beider Abstimmungen fließen jeweils zur Hälfte in die Entscheidung ein, die am 5. Februar verkündet wird.Sollte die Wahl auf Draisaitl fallen, müsste der Eishockey-Star womöglich früher eingeflogen werden. Nach aktuellen, noch nicht finalen NHL-Plänen, sollen die Spieler aus Nordamerika erst nach der Eröffnungsfeier in Mailand eintreffen. Der Deutsche Eishockey-Bund wartet aber noch auf die finale Bestätigung, wie der DEB auf dpa-Anfrage mitteilte.Hofmeister und Wendl gehörten bereits für die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking zur Vorauswahl. Beide mussten sich aber der damals noch aktiven Eisschnellläuferin Claudia Pechstein sowie Bob-Dominator Francesco Friedrich geschlagen geben.Vorauswahl erfolgte nach bestimmten KriterienBei der Vorauswahl der je drei Frauen und Männer legte der DOSB nach eigenen Angaben Wert auf die Erfolge sowie die Vorbildfunktion der Sportlerinnen und Sportler. Außerdem sollten die Athletinnen und Athleten verschiedene Sportarten und Disziplinen vertreten.Ferner habe die Teilnahme an der Eröffnungsfeier in das Wettkampf- und Trainingsprogramm der Nominierten passen müssen. Denn einen Tag nach dem offiziellen Auftakt finden die ersten Medaillenentscheidungen statt.Eröffnungsfeier parallel an vier StandortenDie Eröffnungsfeier in Italien steigt wegen der weiten Anreisewege dezentral an vier Orten. Neben dem Hauptstandort Mailand mit dem Fußballstadion San Siro zählen Cortina d'Ampezzo, Livigno und Predazzo dazu.Deshalb ist es auch möglich, dass die Fahnenträgerinnen und Fahnenträger nicht am selben Ort sein werden. Der Einlauf der Teams soll nach Angaben des DOSB aber überall parallel stattfinden, "um ein gemeinschaftliches Gefühl herzustellen".

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American Football: Seahawks gewinnen Thriller – Super-Bowl-Duell mit Patriots

Die Patriots gewinnen das Duell im American Football mit den Broncos, die Seahawks das Match gegen die Rams. Im Super Bowl wartet die Neuauflage eines legendären Duells.Nach einer Schnee-Schlacht in Denver und einem echten NFL-Krimi in Seattle kommt es im Super Bowl in zwei Wochen zu einer Neuauflage eines legendären Titel-Duells: Die New England Patriots treffen auf die Seattle Seahawks. Für den Rekord-Teilnehmer aus dem Großraum Boston ist es die erste Reise zum wichtigsten Football-Spiel der Saison seit dem Abschied von Tom Brady, der bei allen sechs Triumphen des Teams der Quarterback war. Die Seahawks sind erstmals seit 2015 wieder dabei – damals verlor Seattle 24:28 gegen die Patriots wegen eines späten Ballverlusts durch eine Interception, die bei Seattle-Fans noch heute für Unverständnis und Frust sorgt. Im Jahr zuvor hatten die Seahawks ihren bislang einzigen Super-Bowl-Sieg eingefahren. Duell mit den Rams spannend bis zur letzten SekundeVor den eigenen Fans setzten sich die Seahawks in einer spannenden Partie mit 31:27 gegen die Los Angeles Rams durch und vertreten nun die NFC im Super Bowl. Quarterback Sam Darnold kam auf 346 Yards Raumgewinn durch Pässe und bereitete drei Touchdowns vor. "Es ist faszinierend. Es bedeutet mir die Welt", sagte Darnold, der noch nie im Super Bowl dabei war. "Diese Kabine, das ist eine besondere Gruppe und ich würde das mit niemand anderem machen wollen." Auch Rams-Quarterback Matthew Stafford hatte ein starkes Spiel und kam auf 374 Yards Raumgewinn und drei Touchdown-Pässe, hatte am Ende aber keine Zeit mehr, um den Rückstand auszugleichen. American Football: New England zuletzt vor sieben Jahren im Super BowlIm Stadion der San Francisco 49ers kommt es am 8. Februar nun zum Duell mit den Patriots. New England hatte sich zuvor in einer dramatischen Schnee-Schlacht mit 10:7 gegen die Denver Broncos durchgesetzt und als Vertreter der AFC qualifiziert. Die Partie war über weite Strecken der zweiten Halbzeit geprägt von widrigen Bedingungen mit heftigem Schneefall, Wind und schlechter Sicht. Die Patriots entschieden die Partie durch ein Field Goal zu Beginn des dritten Viertels – vor dem Einsetzen des Schneefalls. Danach kam keine der beiden Mannschaften mehr zu Punkten.Der erst 23 Jahre alte Drake Maye führte die Patriots in seiner zweiten NFL-Saison zurück in den Super Bowl. "Es war eine Aufgabe. Wir müssen besser spielen. Ich liebe dieses Team", sagte der Quarterback. Mit Pässen kam er auf lediglich 86 Yards Raumgewinn, steuerte aber 65 Yards durch eigene Läufe bei und sorgte auf diese Art auch für den einzigen Touchdown der Patriots.New England stand zuletzt vor sieben Jahren im Super Bowl, als Superstar-Quarterback Brady seinen sechsten Titel mit den Patriots gewann. Mit nun zwölf Teilnahmen am wichtigsten Football-Spiel der Saison bauten die Patriots ihren NFL-Rekord aus. Auf dem geteilten zweiten Rang liegen unter anderem die Broncos mit acht Super-Bowl-Teilnahmen. Patriots-Trainer Mike Vrabel hat nun die Chance, mit den Patriots den Super Bowl sowohl als Spieler als auch als Coach zu gewinnen. Mit dem gleichen Team hat das in der Geschichte der NFL noch niemand geschafft.

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Training: Spitzenathleten schwören auf Sport im Freien, gerade im Winter. Aus gutem Grund

Die Kälte aktiviert Immunzellen und wirkt leistungssteigernd: Sportler wissen, warum sie gern bei niedrigen Temperaturen trainieren. Der stern hat sich für sie bei Sportwissenschaftlern und Athleten erkundigt: Wie trainiert man im Winter richtig?

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Tipps: Ausrüstung, Balance und richtig fallen: So geht Schlittschuhlaufen

Die ersten Schritte kosten Überwindung. Aber beherrscht man das Schlittschuhlaufen, ist es wie tanzen auf Eis. Was Einsteiger wissen müssen, erklärt Expertin Irmelin Svensson.

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Handball-EM: Handballer planen EM-Coup: Dänemarks "nächste Niederlage"

Seit zehn Jahren kein Sieg gegen Dänemark – doch die DHB-Auswahl wittert ihre EM-Chance. Deutschland hat gegenüber dem Olympiasieger zwei Vorteile.Deutschlands Handballer lassen sich von ihrer Negativserie gegen Dänemarks Titelsammler nicht verunsichern und glauben an einen EM-Coup. "Ich sehe sie so bei 80 Prozent. Sie spielen aktuell nicht ihren besten Handball. Das müssen wir ausnutzen. Ich habe gehört, sie haben zwei Niederlagen im Turnier offen und das wird morgen die nächste Niederlage", sagte Kreisläufer Justus Fischer siegessicher vor dem Duell in Herning am Abend (20.30 Uhr/ARD/Dyn).Seit zehn Jahren hat die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason kein Pflichtspiel mehr gegen den Weltmeister um Welthandballer Mathias Gidsel gewonnen. Im Finale der Olympischen Spiele 2024 (26:39) und bei der WM im Vorjahr (30:40) demütigten die Dänen die DHB-Auswahl gewaltig. Doch die Vorrunden-Niederlage des Co-Gastgebers gegen Portugal macht Deutschland Mut. "Das hilft natürlich extrem. Das ist eine kleine Erinnerung, dass die nicht unzerstörbar sind", erklärte Fischer vor dem 111. Duell mit den Skandinaviern. Ein Sieg zum Medaillenspiel: "Wir sind unberechenbarer"Die Ausgangslage ist klar: Ein Sieg gegen Dänemark und Deutschland steht sicher im Halbfinale. Bei einer Niederlage hätte Deutschland am Mittwoch gegen Titelverteidiger Frankreich sein zweites Matchballspiel. "Dänemark hat mehr Druck. Das kann schon ein großer Vorteil sein", sagte Fischer. Dem 22-Jährigen von der TSV Hannover-Burgdorf macht die Kulisse von rund 15.000 Fans keine Angst. Ziel sei es, die rote Wand zum Schweigen zu bringen. Die Dänen warten seit 2012 auf einen EM-Titel.Vor allem im Angriff ist bei der deutschen Mannschaft eine deutliche Leistungssteigerung nötig. Fehlwürfe und ungenaue Abspiele prägten nicht nur die Partie gegen Norwegen, sondern schon den knappen Erfolg gegen Portugal. Bislang gewinnt Deutschland seine EM-Spiele vor allem dank ein oder zwei Akteuren, die über sich hinauswachsen. Mal Miro Schluroff, mal Marko Grgic - nur Torhüter Andreas Wolff liefert konstant ab. "Wir sind unberechenbarer. Das macht uns auch gefährlich, dass wir inzwischen diese Breite im Kader haben. Dass jeder einzelne, wenn er einen guten Tag hat, den Gegner kaputtmachen kann", befand Fischer und schickte eine klare Ansage an Dänemark: "Ich bin einhundert Prozent sicher, dass, wenn wir die Breite des Kaders nutzen und einhundert Prozent Leistung bringen, dass wir absolut auf Augenhöhe sind. Die Dänen sollen mit sich hadern."

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Brisante Aussagen: Preuß schließt Biathlon-Karriereende nach Olympia nicht aus

Franziska Preuß fokussiert sich voll auf die Olympischen Winterspiele in Italien. Womöglich tritt die Biathlon-Weltmeister danach zurück.Biathlon-Weltmeisterin Franziska Preuß schließt ein Karriereende direkt nach den Olympischen Winterspielen im Februar nicht aus. "Vielleicht waren es meine letzten Weltcup-Rennen", sagte die 31 Jahre alte Gesamtweltcup-Siegerin nach den Wettkämpfen im tschechischen Nove Mesto in einem "Sportschau"-Interview. "Deswegen war ich froh, dass ich noch einmal hier war." Bei den Rennen hatte sie die Plätze drei im verkürzten Einzel und 13 im Massenstart belegt.Auf die Aussagen der besten deutschen Skijägerin angesprochen, reagierte Sportdirektor Felix Bitterling vom Deutschen Skiverband gelassen. "Man muss das im Kontext sehen. Franzi hatte einen Wettkampf, mit dem sie nicht zufrieden ist, den sie sich sicher anders vorgestellt hat", sagte er nach dem Massenstart. "Man muss die Situation sehen: Die Franzi hat klar Olympia als ihr wirklich letztes Karriereziel ausgegeben, um dort eine Einzelmedaille zu gewinnen." Sportdirektor mahnt zur RuheDiesbezüglich sei Preuß auch aufgrund der gezeigten Leistungen bei der Olympia-Generalprobe auf einem guten Weg, meinte Bitterling. "Dass die Franzi jetzt nicht mehr darum läuft, Zehnte im Gesamtweltcup zu werden, das dürfte auch jedem bewusst sein. Aber jetzt schauen wir mal, wie es in Antholz läuft", sagte der Funktionär, der den DSV selbst nach dieser Saison verlassen wird. "Ich denke, dass das auch davon abhängig ist, wie dann die Stimmung in Antholz und nach Antholz ist. Ich würde jetzt erstmal zur Ruhe mahnen."Bei den Olympischen Spielen gewann Preuß bislang eine Bronzemedaille mit der Staffel. Am 8. Februar beginnen in Italien die Biathlon-Wettkämpfe. Nach den Winterspielen stehen bis zum Saisonende Ende März für die Biathletinnen und Biathleten eigentlich noch drei Weltcups in Finnland, Estland und Norwegen auf dem Programm.

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WM in Oberstdorf: Ski rutschen die Schanze runter: Prevc darf nicht fliegen

Das sieht man so normalerweise nicht: Ein Skiverlust sorgt für eine Unterbrechung bei der Skiflug-WM. Das Missgeschick hat für den besten Flieger der Welt Folgen.Weil Skisprung-Dominator Domen Prevc seine Ski auf der Schanze verloren hat, konnte der Slowene bei der Skiflug-WM im ersten Durchgang nicht fliegen. Während der norwegische Vize-Weltmeister Marius Lindvik im Team-Wettkampf auf sein Startzeichen wartete, flogen die Ski von Prevc an ihm vorbei. Die Ski rutschten zunächst die Heini-Klopfer-Skiflugschanze hinunter, mindestens einer flog auch bis in den Auslauf in Oberstdorf.Die Szene sorgte für kuriose Bilder, von den Ski getroffen wurde aber niemand. Nach einer mehrminütigen Unterbrechung konnte Lindvik springen. Wenig später war dann klar, dass Prevc im ersten Durchgang nicht mehr an den Start durfte. Slowenien büßte damit seine Medaillenchancen ein und war nach dem ersten Durchgang Achter. Ein späterer Protest der Mannschaft wurde abgelehnt. Es ging kurios weiter: Prevcs Teamkollege Timi Zajc ging zu Beginn des Finals zunächst von der Schanze. Es hieß zunächst, dass die Slowenen nicht mehr starten würden. Dies war jedoch ein Missverständnis, wie im Funkverkehr zu hören war - wenig später startete Zajc den zweiten Durchgang. Materialchef des Weltverbands: "Seit Jahrzehnten nicht erlebt"Prevc habe die Ski an ein Zelt gelehnt, von dort hätten sie sich selbstständig gemacht, sagte Andreas Bauer, Materialchef des Weltverbands Fis, in der ARD. Es sei Eigenverschulden des Slowenen gewesen. Im zweiten Durchgang dürfe Prevc wieder starten, er habe keinen Regelverstoß begangen. "So etwas haben wir seit Jahrzehnten nicht erlebt, das so etwas passiert", sagte der frühere Athlet und Cheftrainer der deutschen Damen.Vor dem Finale führte Japan vor Österreich und Norwegen. Deutschland lag deutlich hinter den Medaillenrängen auf Platz vier. Am Vortag war Prevc souverän Skiflug-Weltmeister geworden.

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Ski-Weltcup in Kitzbühel: Kitzbühel-Wahnsinn: Vogts Olympia-Chaos und Straßers Podest

In Kitzbühel geht es für die deutschen Ski-Asse emotional auf und ab. Einem kleinen Abfahrts-Coup folgt ein sportpolitisches Tohuwabohu. Es gibt ein Happy End - dank Slalomfahrer Straßer und des DOSB.Unter dem Jubel der tausenden Ski-Fans lehnte sich Linus Straßer glückselig auf seine Ski, die Erleichterung über sein Podest-Comeback war ihm deutlich anzusehen. Nach fast zwei Jahren Durststrecke und pünktlich vor den Olympischen Winterspielen hat es ausgerechnet beim Klassiker in Kitzbühel wieder geklappt mit dem Sprung unter die besten drei im Weltcup. "Das Timing hätte schlechter sein können", sagte der Münchner in der ARD und verriet: "Ich kann mich jetzt endlich rasieren. Ich habe mir selbst das Ding gesetzt: Ich rasiere mich erst, wenn ich wieder auf dem verdammten Podium stehe."Fast gleichzeitig zum Straßer-Coup in Tirol teilte der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) auch noch mit, den Abfahrer Luis Vogt für die Winterspiele nachnominieren zu wollen. Ein entsprechender Antrag werde an das IOC geschickt, weil Vogt bei der legendären Abfahrt auf der Streif am Samstag auf einen starken achten Platz gefahren war. Das in diesem Winter oft gescholtene deutschen Männer-Ski-Team erlebte also ein doppeltes Happy End in Kitzbühel.Straßers Aufholjagd: "Die Kirsche obendrauf"Und Straßer ist dabei ein Hauptdarsteller. Auf dem Ganslernhang, wo er als Kind Skifahren gelernt und 2024 noch im Weltcup gewonnen hatte, waren diesmal nur der umjubelte Sieger Manuel Feller aus Österreich und der Schweizer Weltmeister Loic Meillard schneller als der 33 Jahre alte Straßer, der nach dem ersten Durchgang nur Zehnter war und dann mächtig aufholte."Das ist die Kirsche obendrauf", schilderte Straßer. Er hatte im Sommer nach vielen Jahren seine Skimarke gewechselt und danach etliche Rückschläge kassiert. In dieser Saison war er stets jenseits der Top 7 gelandet. Aber er glaubte an sich. "Der Weg dorthin, die Zweifel, die zu überwinden und eine Lösung zu finden, daran zu wachsen, das ist das, was Spaß macht und was mich heute ein bisschen emotional werden lässt", sagte der Familienvater.Doppelter DSV-Jubel dank Vogt und StraßerAls Straßer auf dem Siegerpodest eine bronzene Gamsstatue überreicht bekam, reckte er diese strahlend in die Höhe und brüllte ein lautes "Jaaa!".Ganz ähnlich - nur aber ohne Pokal - hatte gut 24 Stunden zuvor Abfahrer Vogt auf seinen achten Platz in der Abfahrt reagiert. Es war ein kleiner Coup: Der 23-Jährige war noch nie so weit vorn im Weltcup und sorgte zudem für einen Lichtblick im bislang trübgrauen Winter der deutschen Speedfahrer.Doch die Freude wurde jäh getrübt - denn schnell stellte sich im deutschen Ski-Team die Frage, ob der Garmischer denn nun mit zu Olympia dürfe. Ein Chaos drohte: Die Nominierungsfrist des DOSB war nämlich schon abgelaufen, die fünf deutschen Startplätze für Bormio waren verteilt.Vogt kommt Shootingstar Franzoni und Superstar Odermatt nahe"Das liegt nicht in meinen Händen", sagte Vogt selbst zur Bredouille. Der Zwei-Meter-Rennfahrer, der sich mit Schuhgröße 50 in Skistiefel der Größe 47 zwängte, hatte mit einer beherzten Fahrt sogar Sieger Giovanni Franzoni (Italien) und Superstar Marco Odermatt (Schweiz) auf Rang zwei bangen lassen. "Saugeil", fand Vogt, den Verletzungen in den vergangenen Jahren immer wieder gebremst hatten. Das Grinsen wich ihm im Zielraum von Kitzbühel nicht aus dem Gesicht; Fans und Freunde mit Plakaten jubelten dem Oberbayern zu.Deutsche Männer nur mit fünf Olympia-StartplätzenAber natürlich wurde er auch nach Olympia gefragt. Eine Nachnominierung "wäre mega", meinte er, sagte aber auch, dass die bisher Ausgewählten "große Namen mit guten Platzierungen" und "berechtigt" eingeladen seien.Eines ist unter den vielen Fragezeichen klar: Mehr als die fünf Startplätze, die der Skiweltverband Fis den Deutschen zugeteilt hatte, wird es nicht geben. Eigentlich waren es sogar nur drei, dann aber bekam der DSV immerhin noch zwei Extra-Plätze. Hintergrund ist, dass die Fis so viele Nationen wie möglich bei Olympia dabeihaben will - zum Leidwesen der Top-Teams.Neureuther schimpft: "Geh auf Barrikaden""Diese Quotenregelung ist totaler Quatsch", schimpfte Ex-Skirennfahrer Felix Neureuther in der ARD. "Es werden Athleten mitgenommen aus Ländern, die nicht den Hauch einer Chance haben. Und von den Besten der Welt müssen einige daheim bleiben." Neureuther sagte im Hinblick auf Vogt: "Wenn der nicht mitgenommen wird, dann geh’ ich auf die Barrikaden."So weit dürfte es nicht kommen: Der DOSB verkündete am Sonntag, Vogt beim IOC nachzumelden. Der Dachverband hofft, dass der Athlet auf der Olympia-Strecke in Bormio zunächst an den Trainings teilnehmen darf und beim Wettkampf zum Einsatz kommt, falls ein anderer Deutscher ausfällt.

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Ski alpin: Ausnahmegenehmigung beantragt: Vogt darf auf Olympia hoffen

Nach seinem starken Auftritt auf der Streif in Kitzbühel könnte Luis Vogt nun doch noch ins deutsche Olympia-Team rutschen. Eine Ausnahmegenehmigung soll einen Einsatz ermöglichen.Der deutsche Skirennfahrer Luis Vogt darf nach seinem achten Platz bei der Abfahrt auf der legendären Streif in Kitzbühel doch noch auf einen Olympia-Einsatz hoffen. Der Deutsche Olympische Sportbund habe eine Ausnahmegenehmigung beim Internationalen Olympischen Komitee beantragt, sagte eine DOSB-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur.Vogt hatte mit seinem Kitzbühel-Coup die Qualifikationsnorm für die Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo geknackt. Die Nominierung des deutschen Teams war allerdings - anders als in anderen Ländern - schon erfolgt.Schmids Verletzung könnte Vogts Glück seinDer DOSB will Vogt nun über eine Nachnominierung doch noch das Olympia-Ticket ermöglichen. Der Dachverband hofft, dass der 23-Jährige auf der Olympia-Strecke in Bormio zunächst an den Trainings teilnehmen darf und beim Wettkampf zum Einsatz kommt, falls ein anderer deutscher Fahrer ausfallen sollte.Das deutsche Alpin-Team der Männer erhielt für die Winterspiele fünf Startplätze. Nominiert wurden Medaillenhoffnung Linus Straßer sowie Simon Jocher, Fabian Gratz, Alexander Schmid und Anton Grammel. Ein Fragezeichen steht allerdings noch hinter dem Einsatz von Schmid, der sich zuletzt einen Haarriss im Sprunggelenk zugezogen hatte.

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Magdeburg gegen Dresden: "Brutale Gewalt" bei Ost-Derby: 64 Polizisten verletzt

Schwere Ausschreitungen haben das Zweitligaspiel zwischen dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden überschattet. Dutzende Einsatzkräfte wurden verletzt, zum Teil schwer.Am Rande der Partie zwischen dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden (1:2) in der zweiten Fußballbundesliga sind nach Angaben des Innenministeriums von Sachsen-Anhalt 64 Polizisten verletzt worden – einige mussten demnach ins Krankenhaus eingeliefert werden.Während der Halbzeitpause sollen Anhänger des Gastgebers die Beamte mit Pyrotechnik beschossen und mit Gegenständen beworfen haben. Dabei sollen auch Absperrgitter, Steine, Gehwegplatten und Gullydeckel zum Einsatz gekommen sein. In den sozialen Medien verbreitete Videos zeigen massive Angriffe größtenteils vermummter Magdeburg-Fans auf die Polizisten im unmittelbaren Stadionumfeld. Ob auch Fans oder Unbeteiligte verletzt wurde, teilten die Behörden nicht mit.Hunderte Polizisten bei Magedburg-Spiel im EinsatzAuch im mit 28.000 Zuschauern ausverkauften Stadion blieb es nicht ruhig. Wiederholt wurde auf den Rängen Pyrotechnik gezündet, der Beginn hatte sich daher verzögert und nach Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit wurde das Spiel für Minuten unterbrochen. Nach Informationen des Mitteldeutschen Rundfunks haben zudem Magdeburg-Fans versucht, zu den Anhängern von Rivale Dynamo Dresden vorzudringen.Die Polizei ermittelt unter anderem wegen schweren Landfriedensbruchs und versuchter schwerer Körperverletzung. Sachsen-Anhalts Innenministerin Tamara Zieschang (CDU) zeigte sich erschrocken über die "brutale Gewalt": "Ich verurteile die gestrigen Ausschreitungen von angeblichen Fußballfans des 1. FCM und die gewalttätigen Angriffe auf Kolleginnen und Kollegen der Polizei auf das Schärfste." Insgesamt sollen mehrere Hundert Beamte verschiedener Landespolizeien sowie der Bundespolizei rund um das Zweitligaspiel im Einsatz gewesen sein.Quellen: Innenministerium Sachsen-Anhalt, Nachrichtenagenturen DPA und AFP  

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Handball-EM: Matchball fürs Halbfinale: Besteht Wolff in der roten Hölle?

Deutschlands Handballer sind noch einen Sieg vom Medaillenspiel entfernt. Doch nun wartet eine "der besten Mannschaften der Geschichte". Ein Gegner, unter dem die DHB-Riege seit zehn Jahren leidet.Die Handball-Welt verneigte sich noch vor Andreas Wolff, da richtete Deutschlands Nationaltorhüter schon einen eindringlichen Appell an seine Teamkollegen. "Jetzt kommt eine der besten Mannschaften in der Geschichte. Da müssen wir insbesondere im Angriff eine Schippe drauflegen, weil die Dänen werden solche Fehler nicht ungestraft lassen", erklärte der DHB-Held vor dem Kracher-Duell mit den Skandinaviern und fügte mit kritischem Unterton hinzu: "Wenn wir jetzt noch anfangen, Angriff zu spielen, dann bin ich sehr glücklich". Deutschland hat an diesem Montag (20.30 Uhr/ARD/Dyn) sein erstes von zwei Matchball-Spielen. Ein Erfolg gegen Dänemark - es wäre der erste Pflichtspiel-Sieg seit zehn Jahren - und die Auswahl von Bundestrainer Alfred Gislason kämpft definitiv um die erste EM-Medaille seit dem Titel 2016. Klar ist: Eine Weltklasse-Leistung von Wolff allein, wie beim Sieg gegen Norwegen, reicht nicht für den EM-Coup. Dafür braucht es eine kollektive Leistungssteigerung.Wolff kritisiert "fehlende Cleverness"Was Wolff neben den zahlreichen Fehlwürfen besonders ärgerte, waren die Abpraller, die reihenweise beim Gegner landeten "Und hier und da fehlende Cleverness – vorn wie hinten", kritisierte Wolff seine Vorderleute. Fast zeitgleich überboten sich diese in Superlativen, als sie die Leistung ihres Schlussmanns beim 30:28 beschrieben. Mal streckte Wolff das Bein fast im 180-Grad-Winkel nach oben, ein anderes Mal lenkte er die Harzkugel mit den Fingerspitzen am Tor vorbei. Von "phänomenal" über "Weltklasse" bis hin zu "der beste Torhüter der Welt" war alles zu hören. Rückraumspieler Marko Grgic brachte die 22 Paraden und eine Quote von 44 Prozent abgewehrter Bälle auf den Punkt: "Er hat uns einfach mal wieder den Arsch gerettet". Die Ausgangslage: Bleibt Deutschland Gruppenerster?Der vielversprechende Blick auf die Sechsergruppe lässt die deutschen Fans vom Halbfinale träumen. Schließlich führt die DHB-Riege die Tabelle mit sechs Punkten vor Frankreich und Dänemark (je 4) sowie Portugal und Norwegen (je 2) und Schlusslicht Spanien (0) an. Heißt: Der Olympia-Zweite hat es in eigener Hand und braucht aus den ausstehenden zwei Partien gegen Dänemark und Frankreich noch einen Sieg. "Die Ausgangslage ist perfekt. Das ist das, was wir wollten. Hätte uns das jemand vor dem Turnier angeboten, hätten wir es genauso genommen", befand Spielmacher Juri Knorr, der im Gegensatz zu Wolff eine enttäuschende EM spielt. Rückraumspieler Renars Uscins sprach von einem Privileg, noch ein Spiel vergeigen zu können. Und selbst Gislason, dem nach dem Serbien-Debakel schon das Trainer-Aus drohte, musste mit Blick auf die Ausgangslage lachend zugeben: "Hätte schlechter sein können. Das wissen wir doch alle". Die rote Wand wird zur BelastungsprobeIn Dänemark wartet der "Über-Favorit", wie Wolff die erfolgsverwöhnten Titelsammler aus dem Nachbarland bezeichnete. Es wartet außerdem eine gewaltige Kulisse von 15.000 Fans. Im Duell der Topfavoriten mit Frankreich lieferte die rote Wand einen Vorgeschmack, welche Lärmdimensionen möglich sind. Nicht umsonst gilt die Jyske Bank Boxen als "Hölle von Herning"."Wir werden sehen, ob die Stimmung in der Halle ein Vorteil oder Nachteil ist für die Dänen", sagte Wolff mit einem Lächeln. Dänemarks Trainer Nikolaj Jacobsen hatte zuvor betont, dass die Mannschaft den Druck von den Rängen spüre. Uscins befand: "Das gibt mir was. Man genießt diese Stimmung, dieses Pfeifen, diesen Druck", sagte der Rückraumspieler und erinnerte sich an das deutsche Olympia-Wunder von Lille: "Alle gegen sich zu haben, da habe ich schon in Frankreich ein geiles Spiel gehabt." Wann gab's den letzten Sieg gegen Dänemark?Der letzte Pflichtspiel-Sieg gegen Dänemark gelang bei der EM 2016. Seitdem gab es nur noch Pleiten, die manchmal demütigend waren. Etwa im Finale der Olympischen Spiele 2024, als Deutschland beim 26:39 komplett zerlegt wurde. Oder bei der WM im Vorjahr, als Dänemark mit 40:30 gewann."Das ist die beste Mannschaft der Welt. Sie haben die besten Spieler der Welt", fasste Grgic die Herkulesaufgabe zusammen. Nach seinen sieben Treffern gegen Norwegen ist Deutschlands Shooting-Star pünktlich zum Dänemark-Highlight in Topform. "Jetzt sind alle im Turnier angekommen", befand Gislason, nachdem auch Franz Semper und Nils Lichtlein im Rückraum eine gute Leistung zeigten.Dänemark spielt gegen den EM-FluchCo-Trainer Erik Wudtke versuchte, dem Team Mut zu machen. "Wahrscheinlich verliert man neun von zehn Spielen, aber die Dänen wissen nicht, wann das zehnte ist." Doch wie bezwingt man eine Mannschaft, die nahezu unschlagbar ist? Das dänische Star-Ensemble um Welthandballer Mathias Gidsel ist Olympiasieger und Weltmeister – und hat dennoch einen Makel: Bei Europameisterschaften tut sich die goldene Generation schwer.Der letzte Titel liegt bereits 14 Jahre zurück. Und das wurmt den Co-Gastgeber gewaltig. "Das ist ein großes Thema für uns. Wir wollen endlich dieses Turnier gewinnen", sagte Kapitän Magnus Saugstrup vom SC Magdeburg. Geheimnisse gibt es zwischen Dänemark und Deutschland nicht. Schließlich spielen fast alle Dänen in der Bundesliga. "Wir kennen die deutschen Spieler aus dem Alltag. Es ist ein kleines Finale gegen unsere Freunde", sagte Gidsel. Zur Primetime am Montag ruht die Freundschaft.

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· Actio recta non erit, nisi recta fuerit voluntas ·