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Wir haben für Sie eine Vorauswahl an redaktionellen Inhalten zusammengestellt, die von Mediengesellschaften, Verlagen, Börsendiensten und Finanzblogs bereit gestellt werden. Hier können Sie sich einen schnellen Überblick über die Themen verschaffen, die im Augenblick von öffentlichen Interesse sind.
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Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und den Finanzmärkten
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Aktuelle Nachrichten

Transfer in Spanien: Aus dem Nebel: Ter Stegens WM-Angriff in der Provinz

Marc-André ter Stegen erfüllt die Nagelsmann-Forderung. Nach dem Wechsel von Barcelona nach Girona will er beweisen, dass er bei der WM im DFB-Tor stehen muss. Los geht es im katalanischen Nebel.Ein Liebesfoto mit der Freundin beim Kurztrip nach London. Oder eine rasante Probefahrt mit einem Sportwagen, die auch WM-Held Mario Götze per Social-Media-Like gefiel. Für solch angenehme Ablenkungen hat Marc-André ter Stegen jetzt deutlich weniger Zeit. Im Nebel fuhr der Schlussmann auf dem sandigen Parkplatz am Trainingsgelände des FC Girona vor, schüttelte viele Hände der Club-Mitarbeiter zur freundlichen Begrüßung. Mit seinem Januar-Wechsel von der Top-Adresse FC Barcelona zum Club aus der unteren spanischen Mittelklasse hat Deutschlands lange verhinderte Nummer eins eine Kernforderung von Bundestrainer Julian Nagelsmann erfüllt. Jetzt will ter Stegen nach schwierigen Monaten mit Verletzung und Degradierung seine WM-Chance als Leihspieler in Girona unbedingt nutzen. "Jetzt geht meine Reise in Katalonien weiter, und ich freue mich sehr auf das, was vor mir liegt", schrieb der 33-Jährige. Kein Wort verlor ter Stegen in seiner fünf Absätze langen und enorm emotionalen Abschiedsbotschaft an die Kollegen und Fans bei Barça allerdings zur deutschen Nationalmannschaft und zur WM in den USA, Kanada und Mexiko. WM als großer AntriebUnd doch ist klar. Der Schritt in die (Fußball-)Provinz nur rund 100 Kilometer nördlich seiner bisherigen Heimat hat einen einzigen Grund. Ter Stegen will spielen, ter Stegen muss spielen. Denn das Ziel ist das DFB-Trikot mit der Nummer eins. Am 14. Juni in Houston beim WM-Auftakt gegen Curaçao und in einem perfekten Plan auch am 19. Juli beim Finale in East Rutherford.Die Bedingungen für eine Rückkehr ins DFB-Tor hat Bundestrainer Nagelsmann mehrfach beschrieben. Absolute Fitness und kontinuierliche Spielpraxis. Sonst wird es nichts mit dem ersten Auftritt ter Stegens als Nummer eins bei einem richtig großen Turnier nach vielen, vielen Enttäuschungen im Schatten des übermächtigen Manuel Neuer - dessen DFB-Comeback viele Fans und Experten auch jetzt schon wieder lautstark fordern. Girona, international allenfalls Fußball-Insidern ein Begriff, soll nun das WM-Sprungbrett für ter Stegen sein. "Ob das jetzt ein absolut europäischer Top-Club ist oder nicht, ist nicht das alles Entscheidende", hatte Nagelsmann vorab gesagt. "Einigermaßen gut spielen" müsse ter Stegen freilich schon. Genervt wirkte der Bundestrainer zuletzt ob der Torwart-Thematik, zu der er ohne wirklich neue Entwicklungen immer wieder befragt wurde. Am Status von ter Stegen als seiner Nummer eins hatte er trotz aller Wertschätzung für den tadellos spielenden Ersatzmann Oliver Baumann von der TSG Hoffenheim bei allen sportlich logischen Bedingungen immer festgehalten.Viele TurnierenttäuschungenIn der Treue schwang auch immer ein bisschen Kompensation mit. Fast schon tragisch ist ter Stegens Turnierabsenz angesichts seiner Klasse. Nur beim Gewinn des Confederations Cup 2017 war er die deutsche Nummer eins, weil der damalige Bundestrainer Joachim Löw seiner A-Besetzung Neuer einen freien Sommer gönnte.Ein Jahr später stand Neuer bei der WM im Tor. Auch Nagelsmann zog den Münchner für die Heim-EM 2024 vor, machte ter Stegen erst danach zu seinem Stammtorwart. Und ausgerechnet dann folgte dessen Verletzungsdrama, erst am Knie und später am Rücken.Ganze vier seiner insgesamt 44 Länderspiele bestritt ter Stegen seit dem Turnier im eigenen Land. Die Degradierung des Kapitäns zum Ersatzmann hinter dem neun Jahre jüngeren Joan Garcia bei Barça ausgerechnet durch Nagelsmann DFB-Vorgänger Hansi Flick war der nächste Tiefschlag. Öffentlich ausgetragene Streitereien zwischen Club und Spieler inklusive - und das nach vielen erfolgreichen Jahren und vielen Titeln.Flick wünscht alles GuteFlick ist nicht als Fußball-Unmensch bekannt und wünschte seinem Ex-Schlussmann nun alles Gute. "Vielleicht sehen wir ihn im deutschen Nationalteam bei der WM. Die Daumen sind gedrückt dafür. Ich denke, er hat gute Chancen", sagte der frühere Bundestrainer.Der erste klare Fingerzeig, ob ter Stegens Taktik aufgeht, folgt im März, wenn Nagelsmann seinen Kader für die WM-Testspiele in der Schweiz (27. März) und gegen Ghana (30. März) benennt. Die logische Torwart-Reihenfolge wäre dann wieder ter Stegen, Baumann und Alexander Nübel. Doch das Neuer-Thema wird wie ein Störfeuer brennen - garantiert. Zu gut ist der Bayern-Torwart drauf.Ter Stegen ist smart. Er kennt die Mechanismen des Geschäfts. Beim ersten Rundgang in Girona parlierte er im fließenden Spanisch mit den Club-Mitarbeitern, inspizierte aber auch mit genauem Blick den Kraftraum. Dafür sei er hier, "zum Trainieren", sagte er. Und meinte sicherlich eher: zum Spielen. Debüt gegen GetafeAm Montag (21.00 Uhr) beim Duell gegen den FC Getafe geht es in La Liga los. Sein neues Team hat zuletzt dreimal in Serie gewonnen, ist durch die neun Punkte in der Tabelle aus dem Keller auf Platz zehn gesprungen. Paulo Gazzaniga, der für ter Stegen nun wird weichen müssen, kassierte dabei nur ein Tor. Mit insgesamt 34 Gegentreffern nach 20 Spielen ist Girona aber die Schießbude der spanischen Topklasse.Den geforderten Nummer-eins-Status hat ter Stegen sicher. Girona-Trainer Míchel hatte schon vor der offiziellen Verkündung des Transfers geschwärmt. "Er ist ein Top-Spieler. Welcher Club würde nicht gerne einen Torwart wie ter Stegen haben?" Sagt Nagelsmann im Sommer das gleiche, hat sich die Provinz-Leihe für den Schlussmann gelohnt.

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Winterspiele in Norditalien: Zwei Alpin-Nachrücker: Deutsches Olympia-Team komplett

Deutschlands Olympia-Team ist mit 188 Athletinnen und Athleten komplett. Dank einer Nachzügler-Regelung dürfen die alpinen Skirennfahrer fünf Männer nach Bormio schicken. Einer hat dabei großes Glück.Dank zwei Nachzüglern können die deutschen Skirennfahrer mit fünf männlichen Alpin-Athleten zu den Winterspielen nach Norditalien reisen. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) nominierte Linus Straßer, Simon Jocher, Fabian Gratz, Alexander Schmid und Anton Grammel für den Saisonhöhepunkt in Bormio. Wegen bislang sehr mauer Ergebnisse in diesem Winter waren den Deutschen eigentlich nur drei Starter zugestanden. Von vier Nachrücker-Plätzen aber gingen gleich zwei an Deutschland.Das deutsche Olympia-Team wächst damit auf insgesamt 188 Athletinnen und Athleten inklusive vier Ersatzleute und sei nun komplett, teilte der DOSB mit.Glück für GrammelVor allem Grammel kann sich dabei freuen: Der Riesenslalom-Spezialist hatte eigentlich die DOSB-Norm von entweder einem Top-8-Rang oder zwei Top-15-Plätzen im Weltcup nicht ganz erfüllt; für ihn stand nur ein elfter Platz beim Saisonauftakt im Oktober in Sölden zu Buche. Dennoch darf er mit nach Bormio.Ein Fragezeichen steht noch hinter einem Olympia-Start von Schmid, der sich zuletzt einen Haarriss im Sprunggelenk zugezogen hatte. Bei der Einkleidung des DOSB am Montag kam er mit Krücken und Schiene um das malade Gelenk. Er gab sich aber optimistisch, rechtzeitig für die Winterspiele fit zu werden.

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Augen auf und durch: Worauf man bei einer Schwimmbrille für Kinder achten sollte

Schwimmbrillen für Kinder sollten nicht nur bunt sein. Viel wichtiger ist, dass sie die empfindlichen Augen der Schwimmknirpse vor Chlorwasser und Schwebstoffen schützen. Die Zahlen zu den "Schwimmkünsten" von in Deutschland lebenden Kindern sind nach wie vor erschreckend. Laut einer Umfrage der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) konnte 2022 jedes fünfte Kind zwischen sechs und zehn Jahren nicht schwimmen. Nur 57 Prozent der 500 befragten Eltern oder Betreuungspersonen bezeichneten ihre Kinder als "sichere Schwimmer". Dem Coronavirus allein kann man die Ergebnisse dieser Umfrage nicht in die Schuhe schieben. Erst langsam wird die lange Liste der lernwilligen Kita- und Grundschulkinder in Schwimmschulen abgearbeitet. Und spätestens dann stellt sich auch die Frage nach einer Schwimmbrille. Auf der Suche nach einer Schwimmbrille für Kinder sollten einige Dinge beachtet werden. Welche das sind und warum Schwimmbrille nicht gleich Schwimmbrille ist, klären wir in diesem Artikel. 1. Speedo "Futura Biofuse"Die Futura von Speedo ist eine klassische Saugnapfbrille. Die Dichtung ist weich und flexibel, soll sich angenehm um die Augenhöhle der Kleinen legen und das Chlorwasser von den Augen fernhalten. Die Gläser sind blau getönt und beschichtet und bieten damit zusätzlichen Schutz vor grellem Licht und vor allem vor gefährlicher UV-Strahlung. Die Speedo Futura Biofuse hat einen flexiblen, gelartigen Rahmen und ist ausdrücklich fürs Schwimmen im Hallenbad, dem Baggersee und im Meer gedacht. Der Nasensteg kann nicht angepasst werden. Das Kopfband lässt sich über einen kleinen, etwas unscheinbaren Knopf an der Seite vergleichsweise einfach an die Kopfgröße anpassen. Laut Hersteller reicht das für sechs- bis 14-jährige Kindsköpfe.Das Wichtigste im ÜberblickArt: SaugnapfbrilleGewicht: ca. 57 GrammAltersempfehlung: 6-14 Jahre2. Arena "Spider Junior"Wie Arena bei einer Schwimmbrille auf den Namen "Spider" gekommen ist, wissen wir nicht. Ist im Grunde auch nicht wichtig. In jedem Fall kommt die Spider Junior in einer Handvoll Zweifarben-Designs mit Glitzereffekt, die Jungs und Mädchen ab sechs Jahren Freude machen dürften. Wichtig. Das Silikonkopfband der Saugnapfbrille lässt sich von den Kindern selbst recht einfach am Hinterkopf auf die gewünschte und bequemste Größe einstellen. Der Nasensteg kann dafür nicht angepasst werden. Laut Hersteller soll er sich aber selbst justieren. Die Gläser schützen wie bei den anderen hier vorgestellten Modellen vor UV-Strahlen. Zudem sind sie bruchsicher.Das Wichtigste im ÜberblickArt: SaugnapfbrilleGewicht: k.A.Altersempfehlung: ab 6 Jahren3. Aqua Sphere "Sealkid II"Dieses Modell ist die einzige Schwimmmaske in unseren kleinen Vergleich. Schwimmmasken haben größere Gläser und ermöglichen den kleinen Schwimmanfänger:innen damit ein größeres Sichtfeld. Nachteil: Sie sind vor allem an den wichtigen Stellen im Stirn- und Augenhöhlenbereich unflexibler als ihre etwas kleineren Saugnapf-Konkurrenten. Sitzen sie nicht auf Anhieb, kann kaum etwas angepasst oder korrigiert werden. Da man Feuchtigkeit in der Brille (und damit in den Augen) vor allem im gechlorten Wasser von Hallen- und Freibädern unbedingt vermeiden sollte, muss eine Schwimmmaske direkt passen. Das Kopfband kann bei der Sealkid II ebenfalls eingestellt werden. Dennoch ist diese Schwimmmaske für kleinere und noch unsichere Wasserratten eher ungeeignet. Das Wichtigste im ÜberblickArt: SchwimmmaskeGewicht: ca. 48 GrammAltersempfehlung: ab 3 Jahren4. Cressi "King Crab"Aus Italien kommt dieser Augenschutz für kleine Schwimmer:innen. Cressi bietet seine Saugnapfbrille, die nicht ganz unbescheiden auf den Namen "King Crab" (Königskrabbe) getauft wurde, in zwei Ausführungen an. Eine soll für Kinder zwischen zwei und sieben Jahren geeignet sein. Ältere Kinder bis 15 Jahre greifen zur etwas größeren Variante. Was beide eint: Das Kopfband ist leicht verstellbar und kann entsprechend an die Kopfgröße angepasst werden. Erhältlich ist die "King Crab" in sieben Farben. Ein Modell sticht durch leicht blau getönte Gläser heraus, die eine Art Sonnenbrilleneffekt erzielen und Reflexionen abmildern sollen. Damit die Brille möglichst viele Schwimmbadbesuche übersteht und in der Sporttasche heil bleibt, kommt sie in einer durchsichtigen Hartschalenbox.Das Wichtigste im ÜberblickArt: SaugnapfbrilleGewicht: ca. 125 GrammAltersempfehlung: 2-7 Jahre (7-15 Jahre)5. Speedo "Hydropulse"Mit einer etwas ungewöhnlichen Gläsergeometrie beenden wir den Schwimmbrillen-Vergleich. Statt der üblichen oval-runden Form verstecken sich die Augen bei der Hydropulse von Speedo hinter etwas breiter gezogenen und einer Kante designten Vollsichtgläsern. Das macht einen schnittigen Eindruck. Schneller schwimmen kann man deshalb natürlich noch nicht. Dafür sollen die blau getönten Rauchgläser die Augen von Sonneneinstrahlung oder anderem grellen Licht schützen. Das doppelte Silikonband lässt sich hinter dem Kopf mit etwas Routine gut anpassen. Die Speedo Hydropulse ist eine Schwimmbrille, die es sowohl für Kinder als auch für Erwachsene gibt. Die Großen "beschenkt" Speedo sogar mit verspiegelten Gläsern.Das Wichtigste im ÜberblickArt: SaugnapfbrilleGewicht: ca. 100 GrammAltersempfehlung: k.A.Schwimmbrille für Kinder: Was beim Kauf wichtig istIn erster Linie sollte eine Schwimmbrille (nicht nur bei Kindern) dicht sein. Die sogenannten Dichtlippen müssen weich und flexibel sein, damit sie sich der Form der Augenhöhle anpassen und ansaugen können. Allerdings auch nicht so, dass die Schwimmbrille unangenehm auf die Gesichtsknochen drückt. Die beste Schwimmbrille ist die, die man am wenigsten spürt. Natürlich sollte auch das Sichtfeld der Brille so groß wie möglich sein. Maßgeblich dafür ist nicht nur die Größe, sondern auch die Form der Gläser. Die perfekte Schwimmbrille wächst auch einige Jahre mit ihren Träger:innen mit. Möglich machen das flexible Nasenstege und möglichst leicht erreichbare und schnell angepasst Kopfbänder, die in der Regel aus Silikon hergestellt werden. Wichtig: Finger weg von Schwimmbrillen, die nicht mit einem Hinweis zu 100 Prozent UV-Schutz gekennzeichnet sind.

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Champions League: Zweimal 0:2: BVB und Leverkusen bangen um ihr Weiterkommen

In der Champions League haben sowohl Borussia Dortmund als auch Bayer Leverkusen Niederlagen kassiert. Die Chancen auf das Weiterkommen sind bei beiden Klubs unterschiedlich.Borussia Dortmund hat in der Champions League eine bittere Niederlage kassiert. Der Fußball-Bundesligist verlor bei Krisenclub Tottenham Hotspur mit 0:2 (0:2) und verpasste es dadurch, sich vorzeitig für die K.o.-Runde zu qualifizieren.Cristian Romero (14. Minute) und Dominic Solanke (37.) trafen schon in der ersten Halbzeit für den Tabellen-14. der englischen Premier League. Dazwischen sah Dortmunds Daniel Svensson in der 25. Minute die Rote Karte.Borussia Dortmund zeigt schwache LeistungTottenham hatte zuvor in diesem Jahr noch kein Pflichtspiel gewonnen. Dazu musste der amtierende Europa-League-Sieger aus London insgesamt 13 verletzte, gesperrte oder nicht spielberechtigte Profis ersetzen.Dennoch boten die Dortmunder gegen diesen angeschlagenen Gegner in der ersten Halbzeit eine ganz schwache Leistung. Erst nach der Pause dominierte der BVB dieses Spiel in Unterzahl zumindest zeitweise.Ihr Weiterkommen in der Königsklasse hat die Borussia aber immer noch in der eigenen Hand. Am letzten Spieltag der Ligaphase geht es am Mittwoch, 28. Januar, im eigenen Stadion gegen den Vorjahresfinalisten Inter Mailand.Leverkusen hofft auf Playoffs in der Champions LeagueBayer Leverkusen hat den verkorksten Jahresstart auch in der Champions League fortgesetzt. Beim griechischen Meister Olympiakos Piräus unterlag die Mannschaft von Trainer Kasper Hjulmand mit 0:2 (0:2) und knüpft damit an den schwächsten Jahresstart seit 2004 nach zuletzt zwei Liga-Pleiten an. Ohne Punktgewinn ist Leverkusen damit noch nicht sicher für die K.o.-Runde qualifiziert. Vor rund 33.000 Fans im Georgios Karaiskakis Stadion trafen Costinha (2. Minute) und Mehdi Taremi (45.+1) für die Hausherren. Bei nur noch einem verbleibenden Spieltag in der Ligaphase verharrt die Werkself damit bei neun Punkten und steht im letzten Spiel gegen Villareal am kommenden Mittwoch unter Zugzwang. Im Vorjahr waren für einen Platz unter den ersten 24 und die Teilnahme an den Playoffs mindestens elf Punkte nötig. 

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Handball-EM: Dänemark patzt: DHB-Team spielt nun erst gegen Portugal

Bei der Handball-EM hat Topfavorit Dänemark überraschend gegen Portugal verloren. Damit ändert sich auch der erste Gegner des deutschen Teams in der Hauptrunde.EM-Schock für Topfavorit Dänemark: Der Weltmeister und Olympiasieger hat zum Abschluss der Vorrunde eine überraschende 29:31 (11:12)-Pleite gegen Portugal kassiert. Der WM-Vierte sicherte sich dank des Erfolges den Sieg in der Gruppe B und ist in der Hauptrunde nun erster Gegner der deutschen Handballer.Die DHB-Auswahl kann somit am Donnerstag gleich zum Auftakt der zweiten Turnierphase Revanche nehmen für die bittere Niederlage im WM-Viertelfinale 2025. Durch das 30:31 nach Verlängerung hatte Deutschland damals seine Medaillenchance eingebüßt.Deutschland bei Handball-EM erst gegen PortugalDie weiteren deutschen Gegner in der Hauptrunde sind Norwegen am Samstag, Dänemark am Montag und zum Abschluss Titelverteidiger Frankreich am Mittwoch nächster Woche. Die Franzosen nehmen wie das DHB-Team und Portugal 2:0 Punkte aus der Vorrunde mit.Vor 15.000 Zuschauern in der ausverkauften Jyske Bank Boxen von Herning hatte der EM-Gastgeber um Welthandballer Mathias Gidsel von den Füchsen Berlin gegen Portugal von Beginn an mehr Mühe als erwartet. Die Südeuropäer stellten die Dänen, die auf ihren schwer verletzten Kreisläufer Lukas Jörgensen (Kreuzbandriss) vom Bundesligisten SG Flensburg-Handewitt verzichten mussten, vor erhebliche Probleme.Fünf Minuten vor der Pause führte Portugal beim 12:9 erstmals mit drei Toren. Auch nach dem Wechsel blieb es ein enges und umkämpftes Match, in dem der Favorit ungewohnte Schwächen beim Abschluss zeigte. Am Ende reichten auch acht Tore von Gidsel nicht, um die unerwartete Niederlage noch abzuwenden.

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Fußball-Regeln: Mehr Macht für Video-Referees: Auch Ecken auf Prüfstand

Videoschiedsrichter könnten bald auch Eckbälle und Gelb-Rote Karten überprüfen. Was die Regelhüter planen und warum das auch für die Fußball-WM interessant ist.Die Fußball-Regelhüter haben den nächsten Schritt zu neuen Befugnissen für die Videoschiedsrichter gemacht. So sollen künftig auch bei eindeutig falschen Eckball-Entscheidungen und bei faktisch zu Unrecht gegebenen Gelben Karten, die als zweite Verwarnung zu Gelb-Roten Karten führen, die Referees an den Bildschirmen eine Überprüfung starten können. Auch dem falschen Team zugeordnete Gelbe und Rote Karten sollen korrigiert werden können.Bedingung ist, dass durch die Kontrolle gerade bei der Eckballüberprüfung das Spiel nicht verzögert wird. Auch wird es den Verbänden freigestellt, diese Neuerung einzuführen. Das beschloss das International Football Association Board (Ifab) bei seinem jährlichen Geschäftstreffen in London.Einführung bei der WM und in der Bundesliga möglichDie Änderungen sind allerdings noch nicht rechtskräftig und müssen durch die Generalversammlung des Ifab am 28. Februar in Hensol in Wales bestätigt werden. Anschließend treten Regeländerungen meist zum 1. Juni in Kraft. Bei der WM im Sommer in den USA, Mexiko und Kanada könnten die Videoreferees schon mit den neuen Aufgaben betraut sein. In der Bundesliga wären die Neuerungen dann ab der kommenden Saison möglich. Weiterhin legten die Regelhüter den Fokus auf Neuerungen, die für eine Beschleunigung des Spiels sorgen sollen. Bei Einwürfen und Torabstößen soll künftig die Acht-Sekunden-Regel, die bereits bei der Ballkontrolle der Torhüter in den Händen Anwendung findet, gelten. Der Schiedsrichter zeigt dabei mit den Fingern einen Countdown an. Zudem müssen Spieler bei Auswechslungen innerhalb von zehn Sekunden den Platz verlassen. Die Zeitspanne, die auf dem Platz behandelte, verletzte Spieler anschließend außerhalb des Feldes verbindlich warten müssen, soll noch festgelegt werden. Hierbei handelt es sich durchweg um Vorschläge an die Generalversammlung, eine Umsetzung ist aber wahrscheinlich, zumal die Vorschläge schon von der Technischen Kommission des Ifab im Herbst letzten Jahres gemacht wurden.Das IFAB legt alle Regeln des Weltfußballs fest. Ihm gehören vier Vertreter der FIFA, inklusive Präsident Gianni Infantino, und je ein Vertreter der nationalen Verbände aus England, Schottland, Wales und Nordirland an.

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FC Barcelona: Girona-Wechsel steht bevor: Flick verabschiedet ter Stegen

Vom Meister zum Abstiegskandidaten: Der Transfer des DFB-Torwarts ist offenbar fix. Er hofft in Girona auf mehr Spielpraxis vor der WM. Trainer Hansi Flick drückt ihm dafür die Daumen.Der Wechsel von Fußball-Nationaltorwart Marc-André ter Stegen vom FC Barcelona zum FC Girona ist offenbar perfekt. Barças deutscher Trainer Hansi Flick bestätigte am Dienstagabend bei seiner Pressekonferenz zum Champions-League-Spiel bei Slavia Prag: "Heute Morgen hat Marc uns gesagt, dass er nach Girona gehen wird."Mit dem Transfer vom spanischen Meister zum Tabellenzehnten der spanischen Liga hofft der lange verletzte Ex-Gladbacher auf mehr Spielpraxis, um bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada als Nummer eins im Tor der deutschen Nationalmannschaft stehen zu können.Flick drückt ter Stegen für WM die Daumen: "Er hat gute Chancen""Marc ist ein fantastischer Torwart. Wir haben uns für die Zukunft anders entschieden und ich denke, es war die richtige Entscheidung. Aber ich wünsche ihm alles Gute", sagte der frühere Bundestrainer Flick. "Vielleicht sehen wir ihn im deutschen Nationalteam bei der WM. Die Daumen sind gedrückt dafür. Ich denke, er hat gute Chancen."Der 33 Jahre alte ter Stegen soll zunächst auf Leihbasis bis Saisonende nach Girona wechseln. Seit 2014 steht er in Barcelona unter Vertrag und war dort lange Zeit Stammtorwart und sogar Kapitän. Nach einer Rückenoperation stand er aber erst im Dezember beim Pokalspiel gegen den Drittligisten CD Guadalajara zum ersten Mal seit rund sieben Monaten wieder im Barça-Tor. Flick stellte danach klar, dass der im Sommer für 25 Millionen Euro verpflichtete Joan Garcia die Nummer eins im Tor bleibt.

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Champions League: Hier läuft das BVB-Spiel gegen Tottenham im TV und Stream

In der Ligaphase der Champions League müssen Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen auswärts antreten. So können Sie die Spiele der deutschen Mannschaften live sehen.Die Ligaphase der Champions League geht in die heiße Phase, der sechste Spieltag in der Königsklasse steht an. Die deutschen Vertreter Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen sind am Dienstag jeweils auswärts gefordert. Für beide Teams geht es um wichtige Punkte für das direkte Erreichen des Achtelfinales.Der BVB trifft auf Tottenham Hotspur. Die Dortmunder und der Premier-League-Klub sind in der Champions League bisher im Gleichschritt unterwegs, beide haben elf Punkte geholt – und auch das gleiche Torverhältnis. Mit einem Sieg würde Dortmund, das zuletzt vor Weihnachten nur 2:2 gegen Bodö/Glimt spielte, einen großen Schritt Richtung Achtelfinale machen. In der Bundesliga ist die Mannschaft von Trainer Niko Kovac mit einem Remis und zwei Siegen gut in das neue Jahr gestartet.Das Spiel des BVB gegen Tottenham Hotspur wird live bei Amazon Prime Video übertragen. Anpfiff ist um 21 Uhr, die Übertragung von der New White Hart Lane in Nord-London beginnt um 20 Uhr. Jonas Friedrich moderiert und wird von den Experten Mats Hummels, Christoph Kramer und Tabea Kemme unterstützt. Hannes Herrmann kommentiert die Partie mit Ex-Nationalspieler Benedikt Höwedes an seiner Seite.Champions League: Bayer Leverkusen steht auswärts unter DruckBayer 04 Leverkusen muss nach Griechenland zu Olympiakos Piräus reisen. Mit bisher nur zwei Siegen und neun Zählern steht die Werkself in der Champions League unter Druck, könnte sogar noch nach der Ligaphase komplett ausscheiden. Der amtierende griechische Meister Olympiakos könnte mit einem Sieg an den Leverkusenern vorbeiziehen.Die Partie von Bayer Leverkusen bei Olympiakos Piräus läuft live beim Streaming-Anbieter DAZN. Angepfiffen wird auch hier um 21 Uhr, die Übertragung startet um 20.30 Uhr. Kommentator ist Tom Kirsten. DAZN überträgt zudem alle Spiele der Champions League in der Konferenz.

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Sport-Gadgets: Fitnesstrends 2026: Die Zukunft des Trainings

Die Fitnesswelt entwickelt sich stetig weiter, und 2026 stehen einige spannende Trends und Technologien im Fokus. Wir stellen ein paar davon vor.Von intelligenten Wearables bis hin zu innovativen Trainingsmethoden – hier erfahren Sie, was aktuell angesagt ist und welche Produkte Sie dabei unterstützen können. Immer stärker rücken dabei individuelle Lösungen in den Mittelpunkt: personalisierte Workouts, Trainingspläne auf Basis biometrischer Daten und vernetzte Geräte, die Fortschritte in Echtzeit analysieren. Gleichzeitig erleben funktionale Übungen, Mental-Fitness und nachhaltige Bewegungskonzepte einen Aufschwung. Die Grenzen zwischen Alltag, Sport und Regeneration verschwimmen zunehmend – ein Trend, der sich auch in der Art zeigt, wie Menschen trainieren: flexibel, ortsunabhängig und datengestützt.Moderne Klassiker unter den Fitness-WearablesModerne Fitness-Tracker und Smartwatches sind aus dem Training kaum noch wegzudenken. Sie liefern nicht nur Informationen über Schritte und Kalorienverbrauch, sondern bieten auch detaillierte Analysen zu Schlaf, Herzfrequenz und Stresslevel. Die Apple Watch Series 10 beispielsweise bietet umfassende Gesundheitsfunktionen und lässt sich nahtlos in den Alltag integrieren. Besonders für Freizeitsportler, die ihre Aktivität über den Tag hinweg im Blick behalten und auf intuitive Bedienung setzen, ist sie gut geeignet. Sie erkennt Trainingsarten automatisch, bietet Atem- und Achtsamkeitsübungen und warnt bei ungewöhnlich hoher oder niedriger Herzfrequenz. Die Verbindung zu Fitness-Apps wie Apple Fitness+ oder Strava erweitert das Trainingserlebnis zusätzlich und macht die Uhr zu einem verlässlichen Begleiter – auch beim Schwimmen, da sie bis 50 Meter wasserdicht ist.Für ambitionierte Sportler, insbesondere Läufer, Triathleten oder Outdoor-Enthusiasten, ist die Garmin Forerunner 965 eine interessante Option. Sie punktet mit extrem präzisem GPS, langer Akkulaufzeit von bis zu 23 Tagen im Smartwatch-Modus und umfangreichen Metriken zu VO2max, Trainingsbelastung, Erholungszeiten und Schwellenleistung. Auch Navigationsfunktionen mit farbiger Kartenanzeige und Routenplanung sind integriert – ideal für lange Strecken im Gelände oder im Gebirge.Datengestütztes TrainingZwei Beispiele für datengestützte Fitnessgeräte, die diesen Trend verkörpern, sind der Studio Mirror by Lululemon und die WHOOP Strap 4.0. Das Mirror-System verwandelt einen Spiegel in einen interaktiven Bildschirm, der Live- und On-Demand-Workouts streamt, während integrierte Kameras und Sensoren Körperhaltung und Bewegung analysieren. Die Daten fließen in Echtzeit zurück und ermöglichen individuelles Coaching direkt im Wohnzimmer. Die WHOOP Strap hingegen ist ein minimalistisches Wearable, das rund um die Uhr biometrische Daten wie Herzfrequenzvariabilität, Schlafphasen und Belastung misst. Anhand dieser Daten berechnet die App ein tägliches "Recovery"-Level und passt Trainingsvorschläge entsprechend an – besonders wertvoll für Sportler, die Überlastung vermeiden und ihr Training präzise steuern wollen.Home-Workouts: Effektives Training in den eigenen vier WändenDas Training zu Hause bleibt auch 2026 ein wichtiger Bestandteil vieler Fitnessroutinen. Mit Geräten wie dem Peloton Bike+ können Sie an interaktiven Kursen teilnehmen und Ihr Training individuell gestalten. Das Gerät setzt auf intelligente Technik, die sich an das eigene Leistungsniveau anpasst und durch KI-gestützte Programme gezielt Fortschritte fördert. Zusätzlich bieten Plattformen wie Freeletics oder Centr digitale Trainingspläne, die ohne große Geräte auskommen und durch Videoanleitungen, Ernährungstipps und Community-Funktionen ergänzt werden. So wird das Wohnzimmer zum professionellen Fitnessstudio – zeitlich flexibel, motivierend und mit der Möglichkeit, Trainingsdaten umfassend zu analysieren.Kompakte Fitnessgeräte für unterwegsFür alle, die auch auf Reisen nicht auf ihr Training verzichten möchten, gibt es praktische Lösungen. Das Kouamor Pilates Reformer ist ein leichtes und vielseitiges Set für Pilates-Übungen. Es lässt sich schnell auf- und abbauen, benötigt kaum Platz und eignet sich für gezielte Bewegungen zur Kräftigung von Bauch, Rücken und Beinen. Dank der integrierten Handyhalterung können Nutzer parallel digitale Anleitungen verfolgen oder über Trainingsapps Sessions absolvieren. Die verstellbaren Widerstandsbänder ermöglichen ein individuelles Belastungsniveau – ideal für Anfänger wie Fortgeschrittene. Auch nach langen Reisetagen oder im Hotelzimmer lässt sich so effektiv trainieren, ohne auf eine Trainingsmatte oder ein großes Gerät angewiesen zu sein.Bala Bangles sind stylische Gewichte für Hand- und Fußgelenke, die sich einfach in den Alltag integrieren lassen. Ob beim Spazierengehen, Yoga, Haushaltsarbeiten oder während kurzer Mobilitätsübungen – sie erhöhen sanft die Belastung und fördern Muskelaufbau und Ausdauer ohne zusätzliches Equipment. Die weiche Silikonoberfläche liegt angenehm auf der Haut, während das Klettband sicheren Halt bietet, selbst bei dynamischen Bewegungen. Besonders beliebt sind die Bangles in Low-Impact-Workouts wie Barre, Pilates oder Tanz-Fitness, bei denen gezielte Impulse in Schultern, Armen oder Beinen gesetzt werden. Wer den Alltag effizienter gestalten möchte, kann mit ihnen sogar beim Zähneputzen oder Warten auf die U-Bahn aktiv bleiben.Erholung und Regeneration: Wichtige Bestandteile des TrainingsDie richtige Regeneration ist entscheidend für den Trainingserfolg. Geräte wie die Vibrationsplatte von Foryond unterstützen die Muskelentspannung und fördern die Durchblutung. Für gezielte Muskelbehandlungen ist die Theragun Mini eine handliche Massagepistole, die Verspannungen effektiv lösen kann.Haushaltsübungen: Effektives Training ohne GeräteAuch ohne spezielle Geräte lässt sich ein effektives Training absolvieren – oft reicht das eigene Körpergewicht, um Muskeln zu fordern und Ausdauer zu stärken. Klassiker wie Liegestütze trainieren Brust, Schultern und Arme, während Kniebeugen Beine und Gesäßmuskulatur ansprechen. Wer regelmäßig Planks hält, kräftigt seine Körpermitte und verbessert gleichzeitig die Haltung. Auch Treppensteigen hat es in sich: Zehn Minuten zügiges Gehen über mehrere Etagen aktiviert nicht nur die Beine, sondern kurbelt auch den Kreislauf an – ganz ohne Studio.Wer schwere Einkaufstüten bewusst mit geradem Rücken trägt, stärkt Rumpf und Griffkraft. Das Aufstehen aus dem Sitzen ohne Zuhilfenahme der Arme – zum Beispiel beim Fernsehen – schult Balance, Beweglichkeit und Beinmuskulatur. Eine einfache Übung wie der "Wandsitz", bei dem man sich mit dem Rücken an die Wand setzt, als säße man auf einem unsichtbaren Stuhl, ist ebenfalls effektiv – besonders, wenn man sie regelmäßig in den Tagesablauf integriert, etwa beim Zähneputzen oder während Telefonaten. So wird der Alltag zum Trainingsplatz – ganz ohne teure Geräte.

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Australian Open: Frust statt Märchen: Lys in Melbourne gleich raus

Im vergangenen Jahr erlebte Eva Lys in Melbourne ein Tennis-Märchen. Nun enden die Australian Open für sie früh mit einer herben Enttäuschung. Eine Veteranin sorgt dagegen für Furore.Ein Jahr nach ihrem wundersamen Achtelfinaleinzug bei den Australian Open hat Eva Lys in Melbourne die harte Tennis-Realität zu spüren bekommen. Deutschlands derzeit beste Spielerin verlor in Melbourne in der ersten Runde gegen die Rumänin Sorana Cirstea mit 6:3, 4:6, 3:6 und erlebte damit eine herbe Enttäuschung.Großer Jubel herrschte dagegen bei Laura Siegemund. Die 37-Jährige rang in Melbourne in ihrem Auftaktmatch die an Nummer 18 gesetzte Ljudmila Samsonowa aus Russland nach einer Aufholjagd noch mit 0:6, 7:5, 6:4 nieder.Siegemund wehrte im zweiten Satz beim Stand von 4:5 zwei Matchbälle der Russin ab, ehe sie nach 2:31 Stunden als einzige Deutsche in die zweite Runde einzog. Vor Lys waren bereits Tatjana Maria und Ella Seidel gleich zum Auftakt ausgeschieden.Lys und die Probleme mit dem KnieVor allem das Aus von Lys war bitter. Die 24-Jährige zeigte eineinhalb Sätze lang eine gute Leistung und führte mit 6:3, 3:1. Doch dann verlor die 24-Jährige ihren Rhythmus, auch weil sie Schmerzen am Knie hatte. "Ich habe seit dem United Cup ein paar Probleme mit meinem Knie. Es ist nichts Ernsthaftes, aber ich war wahrscheinlich so bei 70 Prozent, was man vor allem an meiner Vorhand sehen konnte", sagte Lys.Die Hamburgerin hatte sich die Verletzung Anfang des Jahres im ersten Spiel des United Cups in Sydney gegen die Niederländerin Suzan Lamens zugezogen, als sie sich das Knie stark überdehnt hatte. Dennoch hatte sie danach gegen die Weltranglisten-Zweite Iga Swiatek aus Polen trotz der Drei-Satz-Niederlage eine ganze starke Leistung gezeigt und war voller Zuversicht nach Melbourne gereist.Gute Erinnerungen, böses ErwachenDort hatte sie vor einem Jahr die bislang beste Zeit ihrer Karriere erlebt. Eigentlich bereits in der Qualifikation ausgeschieden, rutschte sie als sogenannte Lucky Loserin doch noch ins Hauptfeld und schaffte es danach sensationell bis ins Achtelfinale. Es war der Auftakt in eine starke Saison für Lys, die sie als deutsche Nummer eins beendete.Dieses Mal hatte Lys also viele Weltranglisten-Punkte zu verteidigen. Und den Druck merkte man ihr deutlich an. Doch eineinhalb Sätze ging die deutsche Nummer eins damit gut um. Nach 42 Minuten holte sich Lys unter dem Jubel vieler deutscher Fans auf Court 13 den ersten Satz. Lys und Melbourne - das schien auch in diesem Jahr perfekt zu passen.Denn auch im zweiten Durchgang gelang der Nummer 39 der Welt ein schnelles Break, der Weg in Runde zwei schien jetzt frei. Dann verlor Lys aber völlig ihren Rhythmus. Der Hamburgerin unterliefen viele einfache Fehler, die Cirstea zum Satzausgleich nutzte. "Der erste Satz war großartig, damit war ich sehr zufrieden. Aber im zweiten und dritten Satz hatte ich definitiv Probleme", bilanzierte Lys.Nach dem verlorenen zweiten Satz verließ Lys kurz den Platz, um sich zu sammeln. Doch Ruhe kehrte nicht ein in ihr Spiel. Nach einem weiteren vermeidbaren Fehler pfefferte sie ihren Schläger auf den Boden, zum 1:3 gab sie mit einem Doppelfehler ihren Aufschlag ab. Lys wurde jetzt immer hektischer, reihte Fehler an Fehler. Am Ende waren es 50 vermeidbare Fehler - zu viele für ein Weiterkommen bei einem Grand-Slam-Turnier.Siegemund besiegt eigene ZweifelBei Siegemund war nach der beeindruckenden Aufholjagd dagegen der Jubel groß. Ausgelassen hüpfte die Schwäbin über den Platz, ehe sie sich von den Zuschauern feiern ließ. Dabei hatte es lange Zeit danach ausgesehen, dass Siegemund als letzte deutsche Spielerin ebenfalls ausscheiden würde.0:6, 2:5 lag die Schwäbin bereits zurück, beim Stand von 4:5 im zweiten Satz hatte sie zwei Matchbälle gegen sich. "Das war eigentlich gefühlt unlösbar und ich habe mich da selbst auch schon unter der Dusche gesehen", gab Siegemund zu. "Ich habe da selbst nicht dran geglaubt. Denn dafür habe ich eigentlich zu schlecht und sie zu gut gespielt."Doch wie so oft in ihrer Karriere fand Siegemund einen Weg zurück in die Partie. Sie ist damit die letzte deutsche Spielerin in Melbourne. "Klar macht es mich schon stolz, dass ich trotzdem noch die deutsche Fahne in so einem Turnier hochhalten kann", sagte Siegemund, die immer wieder von Verletzungen gestoppt wurde. "Mit 37 ist es nicht mehr so einfach wie mit 27."Zverev und Hanfmann im EinsatzBei den Männern sind in Alexander Zverev und Yannick Hanfmann noch zwei deutsche Profis dabei. Zverev bekommt es in seinem Zweitrundenspiel an diesem Mittwoch (8.30 Uhr MEZ/Eurosport) mit dem Franzosen Alexandre Müller zu tun. Zuvor trifft Hanfmann auf den Weltranglisten-Ersten Carlos Alcaraz aus Spanien.Jan-Lennard Struff verpasste dagegen den Einzug in Runde zwei. Gegen den Tschechen Vit Kopriva verlor der Warsteiner in fünf Sätzen mit 6:4, 2:6, 6:2, 3:6, 1:6 und schied damit zum zehnten Mal in Melbourne gleich zum Auftakt aus. "Ich weiß auch nicht, warum es für mich in Australien nicht klappen will. Da war heute auf jeden Fall mehr drin. Ich bin angefressen", sagte der Davis-Cup-Profi.

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La Liga: Nicht im Kader: Ter Stegens Wechsel zu Girona vor Abschluss

Barça erlaubt ter Stegen den Medizincheck in Girona. Zum Spiel in Prag reist er nicht mehr mit. Der Torwart will mit mehr Spielpraxis seine Position im DFB-Team stärken.Der Wechsel von Fußball-Nationaltorwart Marc-André ter Stegen vom FC Barcelona zum FC Girona steht unmittelbar bevor. Der 33-Jährige gehört nicht zum Kader der Katalanen für das Champions-League-Spiel am Mittwoch bei Slavia Prag. Stattdessen erteilte Barça laut spanischen Medien seinem Ex-Kapitän die Erlaubnis, heute zum Medizincheck nach Girona zu reisen. Sollte da alles glattlaufen, wechselt ter Stegen auf Leihbasis bis zum Saisonende zum abstiegsbedrohten Ligakontrahenten.Ter Stegen will zur WMMit dem Wechsel hofft der Ex-Gladbacher auf mehr Spielpraxis, um bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada als Nummer eins im Tor der deutschen Nationalmannschaft zu stehen.Ter Stegen hatte zuletzt zwar nach überstandener Rückenoperation erstmals nach rund sieben Monaten im Pokal bei Drittligist CD Guadalajara wieder im Tor des FC Barcelona gestanden. Trainer Hansi Flick hatte aber klargestellt, dass der im Sommer für 25 Millionen Euro verpflichtete Joan Garcia die Nummer eins bleibt.

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Handball-EM: Neue Lockerheit: Handballer wollen bei EM durchstarten

Die deutschen Handballer haben bei der EM das Aus abgewendet und gehen nach dem Sieg gegen Spanien mit großer Zuversicht in die Hauptrunde. Der Traum vom Halbfinale lebt weiter.Befreit von allen Jobängsten erklärte Alfred Gislason entspannt und locker die EM-Auferstehung der deutschen Handballer. "Ich habe an ihre Stärken appelliert und gesagt, sie sollen es genießen, bei diesem Turnier zusammen zu sein. Das haben sie gemacht", berichtete der Bundestrainer nach dem Einzug der DHB-Auswahl in die Hauptrunde durch das 34:32 gegen Spanien.Der nervenstarke Auftritt des Olympia-Zweiten im Alles-oder-Nichts-Spiel sorgte bei dem 66 Jahre alten Isländer nicht nur für große Freude, sondern auch Zuversicht für den Kampf ums Halbfinale in der zweiten Turnierphase. "Wie phänomenal die Jungs gespielt haben, hat gezeigt, dass sie jede Mannschaft schlagen können. Das ist schön zu sehen", lobte Gislason.Nach dem Kraftakt im Vorrundenfinale, in dem eine Niederlage das historische Aus bedeutet hätte, fieberten auch seine Schützlinge voller Elan den bevorstehenden schweren Aufgaben entgegen. Es geht nun gegen Weltmeister und Olympiasieger Dänemark, Europameister Frankreich, Co-Gastgeber Norwegen sowie wahrscheinlich den WM-Vierten Portugal.DHB-Team will angreifen "Dass wir mit einem blauen Auge davongekommen sind, stimmt uns froh und optimistisch, dass wir in der Hauptrunde noch besser spielen und weiter unsere Träume leben können", sagte Torwart-Routinier Andreas Wolff. Und Spielmacher Juri Knorr ergänzte: "Es könnte eine schöne Geschichte werden."Rückraumspieler Miro Schluroff brachte die Gefühlslage im DHB-Team nach der Achterbahnfahrt in der Vorrunde auf den Punkt. "Dieser Sieg kann eine unfassbare Euphorie auslösen. Ich hoffe, dass wir eine kleine Hype-Welle starten können und ganz Deutschland in der Hauptrunde hinter uns steht", sagte der EM-Neuling.Olympia-Held Renars Uscins, der immer besser in Fahrt kommt und mit acht Toren der Top-Werfer war, kann die nächsten Duelle kaum erwarten. "Wir werden richtig Bock haben auf die Spiele", sagte er und bekräftigte: "Das ist eine richtig geile Mannschaft. Wir sind froh, dass wir es uns selbst gezeigt haben, dass wir richtig gut spielen können."Knallharte Aussprache bringt Wende Die DHB-Auswahl geht mit 2:0 Punkten in die Hauptrunde - eine Ausgangsposition, die nach der Serbien-Pleite 48 Stunden zuvor kaum einer für möglich gehalten hatte. Vielmehr gab es danach "viele düstere Gedanken, was ein mögliches Ausscheiden betraf", berichtete Wolff. "Die Stimmung war sehr angespannt, teilweise geknickt."In vielen Gesprächen rauften sich die Spieler nach dem Tiefschlag zusammen und präsentierten sich gegen Spanien als verschworener Haufen. "Jeder hat sich eingebracht und seine Rolle akzeptiert. Es hat etwas gebracht, dass wir uns zusammengesetzt und Tacheles geredet haben", sagte Linksaußen Lukas Mertens.Viel Lob für GislasonEinen großen Anteil an der Wende hatte Gislason, der nach dem Serbien-Spiel viel Kritik hatte einstecken müssen. "Alfred hat ein paar Sachen angesprochen, die wichtig waren und uns auch abseits des Handballs ein gutes Gefühl gegeben haben. Er hat viele richtige Dinge gesagt", lobte Kapitän Johannes Golla. Und Knorr ergänzte: "Ich habe bei Alfred eine andere Lockerheit gespürt, die hat sich vielleicht auf uns übertragen." Der Bundestrainer selbst wollte seine Rolle nicht hervorheben. "Es waren keine schönen Tage. Die Mannschaft hat sehr gelitten, aber wir haben versucht, positiv zu bleiben. Es gab kein Donnerwetter. Ich habe einfach nur versucht, zu helfen", berichtete Gislason.Gegen Spanien traf der routinierte Trainer, um dessen Zukunft bei einem Ausscheiden mit Sicherheit eine Diskussion entbrannt wäre, instinktiv die richtigen Entscheidungen. Das Zusammenspiel zwischen Abwehr und Torwart klappte ebenso vorzüglich wie das temporeiche und variable Angriffsspiel. "Unter diesen Umständen diese Leistung abzurufen, bringt eine Mannschaft weiter und viel Selbstvertrauen", befand Gislason zufrieden."Nur noch Endspiele"Über die vielen Negativschlagzeilen vor der Partie konnte der Bundestrainer kurz nach dem Abpfiff schon wieder schmunzeln. "Ich habe versucht, den Druck von der Mannschaft zu nehmen. Ihr habt mir alle dabei geholfen. Ich danke euch dafür", sagte Gislason mit einem süffisanten Augenzwinkern zu den Medienvertretern - als hätte es die nervenaufreibenden 48 Stunden zuvor nie gegeben. Auch die öffentliche Kritik von Knorr nach dem Serbien-Spiel hinterließ bei Gislason keine Spuren oder gar Ärger. "Wir haben danach geredet. Ich rechne ihm hoch an, dass er nichts persönlich nimmt. Er hat kein großes Ego, sondern stellt den Erfolg über alles", sagte Knorr. Um den eingeschlagenen Weg weiterzugehen, brauche es in der Mannschaft "Leben, auch Frust und Freude, einfach viele Emotionen und Energie", appellierte der Spielmacher. Denn nicht nur der Bundestrainer weiß: "Jetzt kommen nur noch Endspiele."

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Basketball: Serie endet: James nicht in Startformation bei All-Star-Game

Erstmals seit 22 Jahren ist LeBron James beim All-Star-Game in der NBA nicht für die Startaufstellung nominiert. Die meisten Stimmen bekommt ein Teamkollege von den Los Angeles Lakers.Für Basketball-Star LeBron James ist eine außergewöhnliche Serie vorbei: Der Forward von den Los Angeles Lakers wurde erstmals seit 2004 nicht für die Startaufstellung beim All-Star-Spiel der NBA nominiert. Das verkündete die nordamerikanische Profiliga. Zu dem Spektakel der besten Spieler der Saison am 15. Februar könnte der 41 Jahre alte Rekord-Scorer der Liga dennoch eingeladen werden, wenn er von den Trainern als Reservist benannt wird.James war 21 Jahre lang nicht aus der ersten Fünf in seiner jeweiligen Conference wegzudenken, bekam in diesem Jahr jedoch nur die achtmeisten Stimmen bei der Wahl durch die Fans und muss sich daher erstmals seit seiner Rookie-Saison wieder hinten anstellen.Doncic mit den meisten Stimmen Die meisten Stimmen in der Western Conference erhielten James' Teamkollege Luka Doncic, Shai Gilgeous-Alexander (Oklahoma City Thunder), Nikola Jokic (Denver Nuggets), Victor Wembanyama (San Antonio Spurs) sowie Stephen Curry von den Golden State Warriors. Der Slowene Doncic führte das Voting mit etwas mehr als 3,4 Millionen Stimmen an.Insgesamt Zweiter in der Gunst der Fans war Giannis Antetokounmpo, der nur knapp 200.000 Stimmen weniger erhielt und mit zehn Starts in Folge nun der Spieler mit der längsten Serie ist. Der Grieche von den Milwaukee Bucks bildet gemeinsam mit Cade Cunningham (Detroit Pistons), Jaylen Brown (Boston Celtics), Jalen Brunson (New York Knicks) und Tyrese Maxey (Philadelphia 76ers) die Startformation im Osten.Alternatives FormatFür das gleiche Team werden die jeweiligen Starter tatsächlich jedoch so nicht auf dem Parkett stehen. Das Turnier wird in diesem Jahr in einem alternativen Format ausgetragen. Statt eines Spiels Osten gegen Westen wird es in diesem Jahr zwei US-Teams und eine internationale Mannschaft geben, die in einem Mini-Turnier gegeneinander antreten. Die beiden besten Teams nach einer Art Vorrunde spielen dann den finalen Sieger aus. Das Event findet im Intuit Dome in Inglewood, einem Stadtteil von Los Angeles, statt. Dort tragen sonst die Los Angeles Clippers ihre Heimspiele aus.

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Handball: Deutschland zieht in EM-Hauptrunde ein

Deutschland steht durch einen Sieg über Spanien in der Hauptrunde der Handball-EM. Das DHB-Team lag schon zur Halbzeit in Führung und gab sie auch in Hälfte 2 nicht mehr ab.Bundestrainer Alfred Gislason eilte nach der bestandenen EM-Nervenprobe der deutschen Handballer auf das Parkett und klatschte seine Schützlinge erleichtert ab. Durch ein überzeugendes 34:32 (17:15) gegen Spanien hat die DHB-Auswahl das historische Vorrunden-Aus abgewendet und neue Hoffnungen auf eine Medaille geweckt. Sogar zwei Pluspunkte nimmt das Team in die Hauptrunde mit."Es war alles möglich in der Gruppe. Wir hatten den Glauben an uns, dass wir mit einem klaren Sieg weiterkommen können", sagte Kapitän Johannes Golla im ZDF. "Wir müssen uns aber bei den Österreichern bedanken", ergänzte er mit Blick auf die Schützenhilfe des Nachbarn, der Serbien bezwungen hatte. "Wir haben an uns geglaubt, viele Dinge besprochen und es heute umgesetzt. Jetzt geht es hammerhart weiter. Wir freuen uns drauf."Torhüter Wolff: "Super Mannschaftsleistung" Von einer "super Mannschaftsleistung" schwärmte Torhüter Andreas Wolff. "Ich bin erleichtert und stolz auf die Jungs. Angriff und Abwehr waren überragend", resümierte Gislason. Der stark aufspielende zweite Torhüter David Späth befand: "Wir haben uns vorgenommen, etwas gutzumachen und weiterzukommen. Wir haben es geschafft, das Serbien-Spiel aus dem Kopf zu streichen. Wir zwei Torhüter sind ein Superteam, egal wer auf der Platte steht."Vor 9526 Zuschauern in Herning war Renars Uscins mit acht Toren bester Werfer für die deutsche Mannschaft, der ein nach der bitteren Serbien-Pleite drohendes Debakel ein Jahr vor der Heim-WM erspart blieb. In der zweiten Turnierphase geht es am Donnerstag entweder gegen Weltmeister und Olympiasieger Dänemark oder den WM-Vierten Portugal weiter. Mit 4:2 Zählern lag der Olympia-Zweite in der Gruppe A aufgrund des gewonnenen Direktvergleichs vor den punktgleichen Spaniern und darf bei der Endrunde in Dänemark, Norwegen und Schweden weiter auf die erste EM-Medaille seit dem Gold-Triumph vor zehn Jahren hoffen.Sieg gegen Spanien hilft auch GislasonDer Erfolg gegen Spanien sicherte dem Bundestrainer zudem vorerst den Job. Bei einem erstmaligen Scheitern in der Vorrunde wäre Gislason, dessen Vertrag bis nach der WM 2027 gilt, wohl kaum im Amt zu halten gewesen. Der 66 Jahre alte Isländer kann nun im weiteren Turnierverlauf Argumente für sich sammeln.Die Ausgangslage für das Gruppen-Finale gegen Spanien war klar. Weil Serbien zuvor gegen Österreich mit 25:26 verlor, hätte der DHB-Auswahl bereits ein Remis zum Weiterkommen genügt. Ein Vorteil für die deutsche Mannschaft, die bei einem serbischen Sieg zwingend mit drei Toren Vorsprung hätte gewinnen müssen.DHB-Team sofort auf BetriebstemperaturFür das entscheidende Duell hatte Gislason auf Rune Dahmke und Franz Semper verzichtet und dafür die Berliner Matthes Langhoff und Nils Lichtlein nominiert. Von Beginn an war es eine umkämpfte und spannende Partie, in der das DHB-Team dem Gegner zunächst immer einen kleinen Schritt voraus war. Nach 20 Minuten lag Deutschland beim 12:9 erstmals mit drei Toren vorn.Großen Anteil daran hatte Torwart-Routinier Wolff mit einigen spektakulären Paraden, die die zahlreichen deutschen Fans zu Jubelstürmen hinrissen. Auch im Angriff agierte die deutsche Mannschaft deutlich effizienter als in den vorherigen Spielen gegen Österreich (30:27) und Serbien (27:30). Vor allem Rückraum-Ass Uscins war von den Spaniern kaum zu stellen. Spannung pur bis zum Ende bei Handball-EMAuch nach dem Wechsel agierte die DHB-Auswahl im Angriff mit viel Tempo und Zutrauen. Doch der Rivale ließ sich nicht abschütteln. Wie schon im Olympia-Halbfinale 2024, das Deutschland mit 25:24 für sich entschieden hatte, lieferten sich die beiden zweimaligen Europameister ein Duell auf Augenhöhe.Auf deutscher Seite rückte David Späth nach 40 Minuten für Wolff zwischen die Pfosten, wurde trotz einiger Paraden aber nicht zum X-Faktor. Zehn Minuten vor dem Ende lag Deutschland beim 28:25 dennoch mit drei Toren vorn. Zehn Minuten vor Schluss hieß es 28:25, danach brachte die DHB-Mannschaft den wertvollen Sieg sicher ins Ziel.Hinweis: Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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Fußball: FIFA-Weltrangliste: Deutschland als Zehnter ins WM-Jahr

Für das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann geht es im Januar um einen Platz nach unten. Ein Finalist des Afrika Cups überholt die DFB-Auswahl.Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft geht als Zehnter der Weltrangliste ins WM-Jahr. Das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann verschlechterte sich im Ranking des Weltverbandes FIFA im Vergleich zum Dezember 2025 um einen Platz.Der Grund ist Marokkos Sprung vom elften auf den achten Rang. Der WM-Halbfinalist von 2022 profitierte vom jüngsten Einzug ins Endspiel des Afrika Cups, das der Gastgeber mit 0:1 nach Verlängerung gegen den Senegal verlor. Für Marokko ist es die beste Platzierung überhaupt. Auch Senegal machte einen großen Sprung nach vorne und ist nun Zwölfter.Spitzenreiter bleibt Europameister Spanien vor Weltmeister Argentinien und Frankreich.

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Champions League: Mit "Rückenwind" nach London: BVB-Glanz in der Königsklasse?

Für den direkten Achtelfinaleinzug braucht Dortmund auswärts gegen Tottenham wohl einen Sieg. Die Champions League ist nicht nur finanziell wichtig. Der Gegner ist angeschlagen.Mit dem Schwung des Last-Minute-Siegs gegen den FC St. Pauli will Borussia Dortmund Richtung Achtelfinale der Champions League stürmen. "Wir fliegen jetzt im wahrsten Sinne des Wortes mit Rückenwind nach London", sagte Geschäftsführer Lars Ricken am Dortmunder Flughafen. "Wir wollen dieses Endspiel gegen Inter haben!"Der Plan des 49-Jährigen ist klar: Erst bei Tottenham Hotspur gewinnen (Dienstag, 21.00 Uhr/Amazon Prime) und dann nächste Woche im heimischen Fußballtempel gegen Inter Mailand den direkten Achtelfinaleinzug klarmachen.Gute AusgangslageBei noch zwei ausstehenden Spielen und elf Punkten hat der BVB alle Chancen. In der vergangenen Saison, als erstmals im neuen Ligasystem gespielt wurde, brauchte man 16 Punkte für die direkte Achtelfinal-Qualifikation. Der FC Brügge auf dem 24. Platz, der als Letztes noch zur Teilnahme an den Playoffs berechtigt, hatte nach acht Spielen so viele Zähler, wie der BVB jetzt hat.In der britischen Hauptstadt trifft die Borussia auf einen punktgleichen, aber auch stark angeschlagenen Gegner. In europäischen Wettbewerben sind die Spurs zu Hause zwar eine Macht. Die aktuelle Verfassung spricht jedoch klar für den BVB - allen Debatten um spielerische Mängel zum Trotz.Tottenham-Trainer unter DruckMit einem Remis und zwei Siegen ist die Mannschaft von Trainer Niko Kovac ergebnistechnisch gut ins neue Jahr gestartet, hat Platz zwei in der Bundesliga gefestigt. Tottenham um die früheren Bundesliga-Stars Randal Kolo Muani und Xavi Simons hinkt den eigenen Ansprüchen in der Premier League dagegen wie schon in der vergangenen Spielzeit weit hinterher.Die Mannschaft von Trainer Thomas Frank hat fünf Pflichtpartien in Serie nicht gewonnen, ist im FA Cup rausgeflogen. Ricken warnte trotzdem: "Wenn irgendjemand glaubt, es wäre jetzt mit weniger als 100 Prozent möglich, dem muss ich leider sagen: Das wird nicht passieren."Tottenham machte am Samstag quasi die BVB-Erfahrung im negativen Sinne. Während der Revierclub durch Emre Cans Elfmetertor in der 96. Minute noch gewann, verloren die Spurs das Stadtduell gegen West Ham durch einen Gegentreffer in der Nachspielzeit. Die Stimmung unter den Fans ist aufgeheizt. Trainer Frank muss Medienberichten zufolge um seinen Job beim Europa-League-Sieger bangen.Besondere Bedeutung der Champions LeagueDerartige Sorgen hat Kovac in Dortmund nicht. Mit dem 54-Jährigen an der Seitenlinie punktet der BVB zuverlässig. Für Kritik sorgte zuletzt allerdings immer wieder die B-Note. Dortmund dominierte seine Gegner nicht und ließ es an Kreativität im Spiel nach vorne vermissen. Solange die Borussia weiter ein Tor mehr als der Gegner schießt, lässt sich das verschmerzen. Die Stimmung könnte jedoch schnell kippen.Weil die Borussia im Pokal bereits ausgeschieden und in der Liga angesichts der Überlegenheit des FC Bayern nur noch die erneute Qualifikation für die Königsklasse als Ziel realistisch ist, kommt dem wichtigsten europäischen Vereinswettbewerb eine besondere Bedeutung zu. Ein Weiterkommen in der Champions League ist nicht nur finanziell wichtig. Die Königsklasse bietet auch die einzige verbliebene Chance, aus dieser Saison noch eine ganz besondere zu machen.

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Tennis: Australian Open: Altmaiers Horrorserie, Djokovics Traumstart

Drei Auftritte, drei Niederlagen - das war nichts für die deutschen Tennisprofis am zweiten Turniertag der Australian Open. Vor allem Daniel Altmaier erlebt in Melbourne ein Debakel.Nach dem verheißungsvollen Auftakt hat es für die deutschen Tennisprofis bei den Australian Open am zweiten Turniertag ausschließlich Enttäuschungen gegeben. Tatjana Maria, Ella Seidel und Daniel Altmaier schieden in Melbourne allesamt in der ersten Runde aus.Vor allem Altmaier erlebte gegen den Kroaten Marin Cilic beim 0:6, 0:6, 6:7 (3:7) ein Debakel. In den ersten beiden Sätzen zeigte der 27-Jährige gegen den US-Open-Champion von 2014 eine desolate Leistung. Der Davis-Cup-Profi wurde vom 37 Jahre alten Kroaten vorgeführt und zeigte kaum Gegenwehr. Erst nach 69 Minuten konnte Altmaier zum 1:1 im dritten Satz das erste Aufschlagspiel gewinnen.Altmaiers HorrorserieDa er vor den Australian Open auch schon beim Turnier in Adelaide gegen den Spanier Jaume Munar nach 3:0-Führung mit 3:6, 0:6 verloren hatte, blickte Altmaier auf eine Horror-Serie von insgesamt 25 einzelnen verlorenen Spielen nacheinander in seinen vergangenen beiden Matches zurück. "Wenn man 25 Spiele in Folge verliert, macht man sich natürlich seine Gedanken, weshalb das passiert ist", sagte Altmaier."Ich habe in der Vorbereitung einiges in meinem Spiel umgestellt. Das hat im Training gut funktioniert, auch gegen gute Spieler. Im Wettkampf klappt es noch gar nicht, deshalb bin ich im dritten Satz zu meiner alten Herangehensweise zurückgekehrt. Dann wurde es eine enge Partie", sagte Altmaier. Peinlich seien ihm die ersten beiden Sätze aber nicht gewesen. "So ist Tennis. Ich habe die Entscheidung getroffen, mir die Zeit gegeben, meine Dinge auch in den Matches zu probieren und da nehme ich die Meinung von außen in Kauf."Trio um Lys am Dienstag im EinsatzDie größte Chance, Alexander Zverev und Yannick Hanfmann in die zweite Runde zu folgen, hatte Ella Seidel. Am Ende verlor die 20 Jahre alte Hamburgerin gegen die Russin Oxana Selechmetewa aber mit 3:6, 6:3, 0:6 und muss damit weiter auf ihren ersten Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier warten. Zuvor war bereits Tatjana Maria durch ein 3:6, 5:7 gegen die Kroatin Petra Marcinko ausgeschieden.Am Dienstag haben Eva Lys, Laura Siegemund und Jan-Lennard Struff noch die Chance, die deutsche Bilanz in Melbourne aufzubessern. Lys spielt gegen die Rumänin Sorana Cirstea, Siegemund bekommt es mit der Russin Ljudmila Samsonowa zu tun. Struff spielt gegen den Tschechen Vit Kopriva.Zverev hat seinen zweiten Einsatz am Yarra River erst wieder am Mittwoch gegen den Franzosen Alexandre Müller, der den Australier Alexei Popyrin nach 3:53 Stunden in fünf Sätzen niederrang. Hanfmann trifft dann auf den Weltranglisten-Ersten Carlos Alcaraz aus Spanien.Seidel erwischte gegen Selechmetewa eigentlich einen guten Start und lag schnell ein Break vorne. Danach leistete sich die Norddeutsche aber zu viele vermeidbare Fehler und gab den ersten Satz ab. Im zweiten Durchgang steigerte sich Seidel, spielte druckvoller und schaffte den Satzausgleich. Doch dann verlor sie wieder ihren Rhythmus und musste sich nach 1:47 Stunden geschlagen geben.Marias Traum vom Doppel mit der TochterMaria gab gegen Marcinko im zweiten Satz eine 5:3-Führung noch aus der Hand. "Ich wäre gerne in den dritten Satz gekommen, aber es hat leider nicht sollen sein", sagte die 38-Jährige nach der Niederlage gegen die 18 Jahre jüngere Kroatin. "Ich hätte es mir anders gewünscht, aber es war kein einfaches Match. Sie hat sehr gut gespielt", sagte die zweifache Mutter, die sich in Melbourne grundsätzlich sehr schwertut und in ihrer langen Karriere dort nur viermal in der zweiten Runde stand.Dennoch will sie weiter nach Australien kommen - zumindest für zwei weitere Jahre. Denn 2028 wird ihre Tochter Charlotte 14 Jahre alt und darf dann auf der WTA-Tour spielen. "Unser Ziel ist es, einmal ein Doppel zusammenzuspielen. Und ich hoffe, dass es dann in zwei Jahren klappt", sagte Maria.Jubiläumssieg für GauffKeine große Mühe mit seiner ersten Hürde hatte Novak Djokovic. Der zehnmalige Melbourne-Sieger gewann gegen den Spanier Pedro Martinez mit 6:3, 6:2, 6:2 und präsentierte sich in seinem ersten Match seit November in guter Verfassung. Es war der 100. Sieg des Serben bei den Australian Open.Zuvor hatte in der Night Session die Weltranglisten-Zweite Iga Swiatek aus Polen gegen die Chinesin Yuan Yue mit 7:6 (7:5), 6:3 gewonnen. Auch Coco Gauff aus den USA kam durch ein 6:2, 6:3 gegen die Usbekin Kamilla Rachimowa weiter und feierte im Alter von 21 Jahren bereits ihren 75. Sieg bei einem der vier Grand-Slam-Turniere.

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Senegals Triumph nach Wutrede: Eklat beim Afrika-Cup-Finale: Wütender Mané wird zum Helden

Balljungen klauen Handtücher, Fans wollen den Platz stürmen, Senegals Team verlässt aus Protest das Feld – und am Ende wird Sadio Mané zum Helden. FIFA-Präsident Infantino fordert Konsequenzen.Für Sadio Mané war es sicherlich der denkwürdigste Wutanfall seiner Karriere. Der Superstar des Senegal faltete seine Mitspieler in der Kabine gehörig zusammen, schickte sie zurück in die feindliche Final-Atmosphäre des Afrika Cups und wurde zum Helden einer einmaligen Nacht. "Ich habe getan, was ich tun musste", sagte der frühere Bayern-Star - als wäre es das Normalste der Welt.Doch in diesem Finale von Rabat, das der Senegal 1:0 nach Verlängerung gegen Marokko gewann, war letztlich wenig normal. Es stand kurz vor dem Abbruch. Nachdem der Schiedsrichter in der Nachspielzeit der regulären Spielzeit erst ein wenig zweifelhaftes Tor für den Senegal nicht gegeben hatte, wenig später aber einen durchaus zu hinterfragenden Elfmeter für die Gastgeber pfiff, reichte es Pape Thiaw. Senegals Trainer zitierte seine Mannschaft aus Protest in die Kabine."Wenn Sadio redet, hört jeder zu"Nur wenige Spieler um Sadio Mané blieben auf dem Platz. Der Kapitän holte sich den Rat von Trainer-Legende Claude Le Roy, lief dann in die Kabine. "Er kam rein und schrie. Schrie uns an, auf den Platz zu gehen und das Spiel zu beenden", berichtete Mittelfeldspieler Lamine Camara. "Wenn Sadio redet, hört jeder zu. Wir haben auf ihn gehört und es lief gut für uns."Mané zeigte in dieser Situation im Gegensatz zu seinem wie ein beleidigter Schuljunge agierenden Trainer den Blick auf das große Ganze. "Es wäre verrückt gewesen, das Spiel wegen eines Elfmeters aufzugeben. Das wäre das Schlimmste für den afrikanischen Fußball gewesen. Da verliere ich lieber", sagte der Stürmer. Es sei unmöglich, dass die ganze Welt dieses Bild zu sehen bekam.Marokkos Torjäger Brahim Díaz vergab den Elfmeter in der 24. Minute der Nachspielzeit kläglich, ein Traumtor von Pape Gueye sorgte in der Verlängerung für Senegals zweiten Turnier-Triumph nach 2022. Doch das vordergründige Thema ist nun der Eklat, zumal Fans des Senegal auch noch versucht hatten, den Platz zu stürmen, es kam zu Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften.Infantino fordert KonsequenzenDa schaltete sich sogar der oberste Fußball-Boss ein."Wir verurteilen das Verhalten einiger "Fans" sowie einiger senegalesischer Spieler und Mitglieder des Trainerstabs aufs Schärfste. Es ist inakzeptabel, das Spielfeld auf diese Weise zu verlassen, und Gewalt darf in unserem Sport nicht toleriert werden", sagte FIFA-Präsident Gianni Infantino. Er erwarte, dass die zuständigen Disziplinargremien des afrikanischen Fußball-Verbandes CAF die entsprechenden Maßnahmen ergreifen.Marokkos Trainer Walid Regragui bezeichnete das Geschehen als "beschämend für Afrika". Sein Amtskollege Thiaw bat um Entschuldigung. "Manchmal reagiert man in der Hitze des Gefechts", sagte der 44-Jährige. "Wir akzeptieren die Fehler des Schiedsrichters, das kann passieren. Wir hätten nicht so reagieren sollen, aber das ist nun Vergangenheit. Wir entschuldigen uns beim Fußball."Um die Überreaktion von Thiaw etwas nachvollziehen zu können, muss der Blick auf das ganze Finale und darüber hinaus auf das Turnier wandern. Während des Endspiels sorgte ein Großteil der fast 70.000 Fans für eine giftige Atmosphäre, was völlig normal ist.Balljungen wollen Handtuch klauenWeniger normal ist allerdings, dass mehrere Balljungen bei strömenden Regen mehrfach versuchten, Senegals Torwart Edouard Mendy sein Handtuch zu klauen. Letztlich musste Ersatzspieler des Senegal das Stück Stoff an sich nehmen und verteidigen. Und auch der Ex-Dortmunder Achraf Hakimi verdient keinen Fair-Play-Preis dafür, dass er Mendys Handtuch nahm und über die Bande warf.Und dann war da noch die Sache mit den Schiedsrichtern. Diese, so hatte es Benins Trainer Gernot Rohr im Deutschlandfunk gesagt, würden für Marokko manchmal "ein bisschen Sympathie zeigen". Aber nicht nur das. Vor dem Viertelfinale zwischen Marokko und Kamerun wurden der Schiedsrichter und der Videoreferee kurzfristig ausgetauscht.Der Pokal ging am Ende an den Senegal und landete am Montag mit der Mannschaft im Sonderflieger nach Dakar. Ein Volksheld war Mané, der als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet wurde, ohnehin schon. Sein Wutanfall von Rabat dürfte diesen Status zementiert haben.

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"Beschämend für Afrika": Wie Marokko und Senegal das Afrika-Cup-Finale zur Farce machten

Das Finale des Afrika-Cups hat Geschichte geschrieben: Senegal ging gegen Marokko als Sieger vom Platz. Was sich zuvor abgespielt hatte, war peinlich für den Fußball.Man weiß gar nicht, wo man anfangen soll, so viel Stoff hat das Finale des Afrika-Cups geboten: sportlichen wie unsportlichen. Es gab fragwürdige Pfiffe des Schiedsrichters kurz vor Ende, Tumulte und fast einen Spielabbruch, einen kläglich vergebenen Strafstoß, einen Siegtreffer in den Winkel – und Jagdszenen um ein Handtuch.Marokkos Trainer Walid Regragui war nach der niederschmetternden Niederlage beim Heimturnier restlos bedient und kritisierte seinen Kollegen Pape Thiaw und den eigenen Spieler Brahim Díaz. "Das Spiel, das wir hatten, war beschämend für Afrika", sagte er nach dem 0:1 der Gastgeber gegen Senegal um Superstar Sadio Mané und Bayern-Profi Nicolas Jackson.War war passiert? Im frisch erbauten Prince-Moulay-Abdellah-Stadion in der marokkanischen Hauptstadt Rabat stand es vor 68.7000 Zuschauern bis in die Nachspielzeit null zu null. Dann schoss Senegal den erlösenden Treffer zum 1:0, der aber von Schiedsrichter Jean-Jacques Ndala Ngambo kassiert wurde. Angeblich hatte es vor dem Kopfballtor von Moussa Niakhaté ein Foul an Marokkos Achraf Hakimi gegeben – eine sehr fragwürdige Entscheidung. Im direkten Gegenzug entschied der Unparteiische nach Ansicht des VAR auf Strafstoß für Marokko. Diesmal ein harter, aber vertretbarer Pfiff. Die Emotionen im Stadion explodierten. Auf dem Rasen wie auf den Tribünen.Tumultartige Szenen: Marokkos Achraf Hakimi (mitte rechts) ) und Senegals Idrissa Gueye diskutieren heftig nach einem umstrittenen Elfmeter für Marokko© Youssef LoulidiPeinlicher Schuss von Marokkos Superstar Brahim DiazSenegals Spieler und Betreuer wüteten. Trainer Pape Thiaw beorderte seine Spieler nach langen und heißen Debatten in die Kabine. Gleichzeitig übersprangen senegalesische Fans die Bande und lieferten sich mit Ordnern und Funktionären wüste Schlägereien, wie der "Kicker" berichtete. Sogar auf der Pressetribüne spielten sich wilde Szenen ab. Die Reporter aus beiden Ländern beschimpften sich gegenseitig, bespritzten einander mit Wasser und warfen sich gegenseitig Korruption vor. Schließlich kehrten Senegals Spieler auf den Rasen zurück, weil einer sich professionell verhielt: Der Ex-Münchner Sadio Mané war seinem Team in die Kabine hinterher gesprintet und holte die Mannschaftskollegen zurück auf den Platz. Der Elfmeter konnte jetzt endlich ausgeführt werden.Es folgte der Auftritt von Brahim Diaz. Marokkos Superstar von Real Madrid war bis dahin mit fünf Treffern der beste Spieler des Turniers. Nach etwa fünfzehnminütiger Unterbrechung hatte er die große Chance, seine Mannschaft zum ersten Titel zu schießen. Ein ganzes Land fieberte mit. Und Diaz? Er lupfte den Ball in die Arme des senegalesischen Torwarts Edouard Mendy. Eine groteske Szene. Diaz vergrub die Hände im Gesicht, nach Schlusspfiff musste er sich noch auf dem Rasen von seinem Trainer beschimpfen lassen.Kampf ums Handtuch: Marokkanische Balljungen ringen während des Endspiels des Afrika-Cups mit dem Ersatzkeeper vom Senegal© Didier Lefa StudioSenegal gewinnt Afrika-Cup nach Chaos-FinaleIn der Verlängerung mit Torchancen auf beiden Seiten wirkten die Senegalesen physisch und psychisch den einen Tick besser. Nach Gueyes Traumtor, der den Ball aus vollem Lauf in den Winkel zimmerte, verteidigten die Senegalesen leidenschaftlich. Der stark haltende Keeper Bono verhinderte das 2:0 – aber am Ende eines denkwürdigen Endspiels war es egal. Zum zweiten Mal nach 2022 krönte sich Senegal zum Champion von Afrika.Die Umstände dürften für sie nach dem Triumph gleichgültig sein. Fairerweise muss man das merkwürdige Verhalten marokkanischer Funktionäre und Ordner rund um die Partie erwähnen. Sie trugen entschieden zur Wut des Gegners bei. Der "Sportschau" zufolge hatte man dem gegnerischen Team kein adäquates Hotel zugewiesen. Das geschah erst nach einer massiven Beschwerde. Zudem sollen nur 3000 Tickets an senegalesische Fans verkauft worden sein, was zu einem krassen Missverhältnis auf den Tribünen geführt hatte. Noch beschämender war das Verhalten marokkanischer Balljungen und eines Funktionärs während der Partie. Sie hatten versucht, Senegals Torwart Mendy das Handtuch zu stibitzen, das er neben dem Tor platziert hatte – offenbar, damit er sich die nassen und rutschigen Handschuhe nicht mehr abwischen konnte. Clips in den sozialen Medien zeigen, wie das allein durch den Einsatz von Ersatzkeeper Yehvann Diouf verhindert wurde. Es waren absurde Szenen, wie Balljungen und ein Funktionär Diouf das Handtuch abjagen wollten. Eine ähnliche Szene hatte es bereits im Halbfinale gegen Nigeria gegeben. Da hatte Außenverteidiger Achraf Hakimi das Handtuch des gegnerischen Torwarts hinter die Bande geworfen. Quellen: DPA, "Kicker", "Bild", "Sportschau", "Goal"

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Basketball: Durant verdrängt Nowitzki von Rang sechs der NBA-Bestenliste

Dirk Nowitzki ist in der NBA-Bestenliste einen Platz zurückgefallen - weil Kevin Durant Sekunden vor Schluss die Nerven behält. Danach gratuliert der Deutsche.Kevin Durant ist in der Bestenliste der NBA-Scorer an Dirk Nowitzki vorbeigezogen und hat den deutschen Rekordhalter auf Rang sieben verdrängt. 15,2 Sekunden vor dem Ende der Partie gegen die New Orleans Pelicans übertraf Durant Nowitzki mit einem verwandelten Freiwurf und kommt nach den insgesamt 18 Zählern beim 119:110 der Houston Rockets nun auf 31.562 Punkte. Nowitzki verbuchte in seiner Karriere 31.560 Punkte. "Da oben zu stehen mit Dirk, jemand, zu dem ich aufgeschaut habe, den ich angehimmelt habe und gegen den ich angetreten bin - wir hatten einige großartige Schlachten. Er hat mich und meine Karriere immer unterstützt. Mit einer Legende wie ihm da oben zu stehen ist einfach verrückt", sagte Durant. Auf Rang fünf steht Michael Jordan, der 32.292 Zähler erzielte. An der Spitze steht LeBron James mit mehr als 42.700 Punkten.Nowitzki war auf den Meilenstein Durants vorbereitet und nach Spielende mit einer Videobotschaft auf den Monitoren der Arena in Houston zu sehen, in der er Durant gratulierte. "Es ist unglaublich, seine Karriere zu verfolgen", sagte Nowitzki und meinte, Durant solle noch ein paar weitere Plätze klettern. "Dass er sich die Zeit nimmt und mir diese Nachricht aufnimmt, zeigt, wie bescheiden er ist", sagte Durant. Der inzwischen 47 Jahre alte Ex-Profi Nowitzki war in London und beobachtete dort das zweite Duell der Orlando Magic mit den Memphis Grizzlies in Europa.Magic verzichten auf Moritz WagnerIm Gegensatz zum Comeback-Sieg in Berlin am Donnerstag musste sich Orlando dieses Mal geschlagen geben. Beim 109:126 kam Franz Wagner auf 14 Punkte, Tristan da Silva verbuchte 4 Zähler. Weltmeister Moritz Wagner kam gar nicht zum Einsatz - eine Vorsichtsmaßnahme. Für die Grizzlies war Ja Morant mit 24 Punkten der erfolgreichste Werfer. 

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