Redaktioneller

Newsfeed

Wir haben für Sie eine Vorauswahl an redaktionellen Inhalten zusammengestellt, die von Mediengesellschaften, Verlagen, Börsendiensten und Finanzblogs bereit gestellt werden. Hier können Sie sich einen schnellen Überblick über die Themen verschaffen, die im Augenblick von öffentlichen Interesse sind.
360o
Diese Seite teilen
Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und den Finanzmärkten
In diesem Bereich unserer Nachrichtensektion stellen wir Ihnen redaktionelle Inhalte führender Verlage zur Verfügung.

Aktuelle Nachrichten

Fußball-Nationalmannschaft: Die Fußball-Nationalmannschaft in der Einzelkritik

Leroy Sané schafft seinen ersten Turniertreffer. Gegen Ecuador erreichen aber viele DFB-Stars bei weitem nicht ihr Top-Level. Auch Manuel Neuer zeigt kein perfektes Spiel.East Rutherford (dpa) - Neuer: Wieder nicht zu null. Zu zögerlich gegen Rodriguez (73.) und packte dann beim zweiten Gegentor nicht zu. Wirkt seine Aura in der K.-o.-Phase? Kimmich: Der Kapitän findet nicht ins Turnier. Wieder fehlte hinten das Tempo und nach vorne die Präzision. Ungewöhnlich: Nach 60 Minuten ausgewechselt. Tah: Der Abwehrchef war sehr präsent. Hielt stark dagegen - besonders beim Check gegen Valencia. Aber beim zweiten Gegentor zu zögerlich. Rüdiger: Der Schlotterbeck-Ersatz agierte solide und bügelte auch manchen Fehler von Raum aus. Für eine halbe Stunde Kapitän, als Kimmich rausging. Raum: Zwei gute Flanken, sonst nix. Dem Leipziger fehlte die Bindung zum Spiel und in der Rückwärtsbewegung die Orientierung. Brown bleibt erste Wahl. Nmecha: Diesmal fehlte die große Power. Ungewöhnliche Ballverluste auch vor dem Gegentor. Der Dortmunder biss sich immerhin nach und nach ins Spiel. Pavlovic: Robust vor dem Sané-Tor. Aber: Fehlpässe, Stellungsfehler und beim ersten Gegentor getunnelt. Mit gelber Karte vorbelastet zur Halbzeit raus. Sané: Dieser Makel wäre getilgt. Sein erstes Turnier-Tor im 15. Spiel könnte zur Befreiung werden. Arbeitete auf der rechten Außenbahn viel nach hinten mit. Musiala: Seine Dribblings laufen ins Leere. Der Münchner verkomplizierte mit seinen Drehungen das Spiel. Die Physis der Gegner behagte ihm nicht.Wirtz: In der Offensive mit einem sehr großen Aktionsradius. Forderte seine Kollegen immer wieder zum Kombinationsspiel auf. Aber ohne Ertrag.Havertz: Das war nicht der Havertz der letzten Wochen. Eine Kopfball-Chance, das war es dann auch schon. Muss seinen Stammplatz jetzt mit Toren sichern.Stiller: WM-Premiere für den Stuttgarter als Pavlovic-Ersatz zur Halbzeit. Lief einige Bälle ab und haute sich auch mehrmals mächtig rein. Undav: Den deutschen Fans auf der Tribüne winkte er schon zur Halbzeitpause voller Vorfreude zu. Diesmal traf der Super-Joker aber nur das Außennetz. Thiaw: Kam für Kimmich und fügte sich gut in die Abwehr-Dreierkette ein. Aufmerksam bei einer wichtigen Kopfballabwehr. Beier: Auch für den Dortmunder das erste WM-Spiel. Wirkung für das Offensivspiel konnte er dabei aber nicht entfalten. Groß: Versuchte nach seiner Einwechslung in der schwierigen Schlussphase, die Ordnung in der Zentrale zu bewahren.

Zeige mehr

DFB-Team: Nach früher Führung: Deutschland verliert gegen Ecuador

Deutschland startet furios ins Spiel gegen Ecuador, gibt die Partie dann aber aus der Hand. Die Südamerikaner zeigen sich bissig – und ziehen in die K.o.-Runde ein.Das DFB-Team hat das letzte Gruppenspiel bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 mit 1:2 (1:1) gegen Ecuador verloren. Deutschland gelang ein früher Treffer, anschließend verlor die Nagelsmann-Elf immer mehr die Kontrolle übers Spiel.Deutschland war als vorzeitiger Gruppensieger in der Gruppe E ins letzte Spiel vor der K.o.-Runde gegangen. Ecuador hingegen musste gewinnen, was sich während der Partie zeigte.Fulminanter Beginn beider Teams, danach nimmt das Tempo abBereits in der 2. Minute brachte Leroy Sané das DFB-Team mit dem ersten Torschuss der Partie nach Vorarbeit von Florian Wirtz in Führung. Zuvor hatte Aleksandar Pavlovic den Ball mit einem hohen Bein in der Luft weitergeleitet und traf dabei den Ecuadorianer Pedro Vite am Kopf. Die US-amerikanische Schiedsrichterin Tori Penso ließ die strittige Szene durchgehen. Es war das früheste deutsche WM-Tor seit 1934.Doch die Südamerikaner hatten eine schnelle Antwort auf die deutsche Führung und trafen ebenfalls mit dem ersten Versuch (9.). Nach einem Stoppfehler von Felix Nmecha landete der Ball bei Nilson Angulo. Bei seinem satten Schuss aus über 20 Metern durch die Beine von Pavlovic hatte DFB-Keeper Manuel Neuer keine Chance.Das Tempo der ersten Minuten nahm anschließend etwas ab. Nmechas Schuss aus dem Halbraum landete deutlich links neben dem Tor (14. Minute). Ecuador blieb bissig und störte in einigen Situationen das deutsche Aufbauspiel. Torschütze Leroy Sané musste nach hinten arbeiten und Hincapie den Ball ablaufen (24.).Deutschland war weiter bemüht, es fehlte jedoch die Durchschlagskraft im Angriff. Ein Kopfball von Havertz (25.) landete in den Armen von Keeper Galindez. Schüsse von Jamal Musiala (35.) und Nmecha (38.) wurden geblockt.Nächste Aufregerszene direkt nach der PauseFür Pavlovic war nach der ersten Halbzeit Schluss, für ihn kam Angelo Stiller in die Partie. Direkt nach Wiederanpfiff gab es die nächste Aufregerszene: Nach einem Foul an Havertz zeigte Schiedsrichterin Penso auf den Elfmeterpunkt (46.). Die US-Amerikanerin nahm die Entscheidung nach VAR-Check jedoch zurück – Sané hatte zuvor Vite gefoult.In den folgenden Minuten kreierte die DFB-Elf kaum gefährliche Szenen. Fans forderten daraufhin mit Sprechchören (58.) die Einwechslung von Deniz Undav – weniger als zwei Minuten später wurde der Stuttgarter für Havertz eingewechselt. Zeitgleich machte Joshua Kimmich Platz für Malick Thiaw, Antonio Rüdiger übernahm die Kapitänsbinde.Dann kam wieder mehr Fahrt ins Spiel: Enner Valencia prüfte Neuer im DFB-Kasten (62.). Der 40-jährige Bayern-Torwart faustete den Versuch weg. Im Gegenzug wurde ein Schuss von Wirtz geblockt und Galindez rettete vor Undav. In der 64. Minute brachte Nagelsmann eine weitere Offensivkraft: Maximilian Beier kam für den heute blassen Nmecha.Statt erfolgreich nach vorne zu spielen, wackelte Deutschland anschließend in der Defensive: Ein Missverständnis zwischen Tah und Neuer (73.) sorgte fast für die ecuadorianische Führung. Groß kam kurz darauf für Wirtz. Der Mann von Brighton setzte Beier in Szene (75.), der Dortmunder kam aber nicht an den Ball.Das Tempo kam zurück ins Spiel: Sané ließ sein zweites Tor liegen (76.) und Tah musste einen Schuss blocken (77.). Die folgende Ecke brachte dann die verdiente Führung für Ecuador: Kevin Rodriguez verlängerte per Kopf, Gonzalo Plata hielt den Fuß hin und erzielte das 1:2 in der 78. Minute.Deutschland lief noch einmal an, gegen Ecuadors Abwehrblock war aber kein Durchkommen mehr. Ein Freistoß und eine Ecke von David Raum (88.) wurden abgewehrt. Undav traf nur das Außennetz (90.+3). Deutschland verlor das Spiel.Gegner im Sechszehntelfinale noch unbekanntAuf den verletzten Nico Schlotterbeck (Innenbandverletzung im Sprunggelenk) und Nathaniel Brown (Adduktorenprobleme) musste Bundestrainer Nagelsmann gegen Ecuador verzichten. Schlotterbeck wurde vor Spielbeginn auf Krücken von den deutschen Fans mit Beifall begrüßt.Während Schlotterbeck für den Rest der WM ausfällt, könnte Brown für das erste Spiel der K.o.-Runde wieder zur Verfügung stehen. Weiter geht es für das DFB-Team am Montag im Sechszehntelfinale um 22.30 Uhr deutscher Zeit. Der Gegner steht noch nicht fest.

Zeige mehr

Letztes Gruppenspiel: Das ist die DFB-Aufstellung gegen Ecuador

Bundestrainer Julian Nagelsmann verzichtet gegen Ecuador wie angekündigt auf große Rotationen. So geht Deutschland ins letzte Gruppenspiel der WM 2026.Der Gruppensieg in Gruppe E ist der deutschen Fußball-Nationalmannschaft schon gewiss. Dennoch nimmt Bundestrainer Julian Nagelsmann gegen Ecuador keine große Rotation in der Startelf vor. Das kündigte er bereits rund 20 Stunden vor den Anpfiff an. „Wir werden die Wechsel vornehmen, die wir müssen“, sagte der 38-Jährige.Rüdiger und Raum beginnen Deniz Undav kommt damit auch im dritten Spiel erneut als Joker von der Bank. Antonio Rüdiger wird im Abwehrzentrum Nico Schlotterbeck ersetzen, für den das Turnier in Amerika nach einer schweren Bänderverletzung am linken Fuß vorzeitig beendet ist. Der Dortmunder ist aber als Zuschauer mit im Stadion dabei. Nagelsmann bezeichnete den Ausfall als „tragisch“. Aber es sei auch schön, „dass das Top-Verhalten von Toni, als er nicht gespielt hat, jetzt belohnt wird. Toni ist körperlich auf einem Top-Niveau“, sagte der Bundestrainer. David Raum ersetzt zudem auf der linken Außenverteidigerposition Nathaniel Brown. Der Frankfurter klagt über muskuläre Probleme an den Adduktoren und absolvierte beim Abschlusstraining noch in Winston-Salem nur ein individuelles Programm absolviert hatte. Für Rüdiger und Raum ist es jeweils der erste WM-Einsatz in der Startformation.Deutschlands Aufstellung im ÜberblickDFB-Aufstellung: Manuel Neuer – Joshua Kimmich, Antonio Rüdiger, Jonathan Tah, David Raum – Felix Nmecha, Aleksandar Pavlović – Leroy Sané, Jamal Musiala, Florian Wirtz – Kai HavertzReservebank: Oliver Baumann (Tor), Alexander Nübel (Tor), Waldemar Anton, Malick Thiaw, Nadiem Amiri, Leon Goretzka, Pascal Groß, Assan Ouédraogo, Angelo Stiller, Maximilian Beier, Jamie Leweling, Deniz Undav, Nick Woltemade

Zeige mehr

Stammwirt über Deniz Undav: „Es geht Undav nicht nur um Kohle und Ruhm“

Während seiner Zeit in Meppen verkehrte Deniz Undav regelmäßig im Restaurant Delphi. Wirt Dimitrios Tselios verrät, was ihm schon damals an dem Stürmer aufgefallen ist.

Zeige mehr

Meinung: Julian Nagelsmann hört nicht auf die Undav-Fans – und hat vollkommen recht

Deutschland steht bei der WM sicher in der nächsten Runde, da werden die Rufe nach Rotation laut. Dabei tut Julian Nagelsmann gut daran, auf Undav, Baumann und Co. zu verzichten.Die deutsche Nationalmannschaft ist in diesem Juni und Juli so etwas wie das Herzstück der Nation. Man liebt sie, wenn sie gewinnt, man leidet mit ihr, bei jeder Niederlage. Zu jeder Großveranstaltung mutieren Fanmeilen, Kneipen und Wohnzimmer zur Ansammlung von Bundestrainern und -trainerinnen, die es besser wissen als der eigentliche Coach. Und das ist in diesem Fall Julian Nagelsmann. Die ersten beiden WM-Spiele hat das DFB-Team gewonnen, steht sicher als Gruppenerster im Sechzehntelfinale der WM 2026. Auch dank Nagelsmann, der gerade im Duell mit der Elfenbeinküste an den richtigen Schräubchen drehte. Bereits Tage vor dem letzten Gruppenspiel gegen Ecuador am Donnerstagabend wurden die Rufe der Nation nach einer Rotation laut. Oliver Baumann solle seinen verdienten WM-Einsatz nach der Degradierung hinter Manuel Neuer bekommen. Deniz Undav nach drei Toren und zwei Vorlagen als Einwechselspieler endlich seine Chance von Beginn an bekommen. Andere Spieler wie Nick Woltemade, Maximilian Beier oder Angelo Stiller für Entlastung der Stammspieler sorgen.Nur Nagelsmann hört da nicht zu – und hat damit vollkommen recht. Notgedrungen muss er den verletzten Nico Schlotterbeck durch Antonio Rüdiger ersetzen, David Raum spielt für den angeschlagenen Nathaniel Brown. Allen anderen Rufen erteilt der 38-Jährige eine Absage. „Es ist die berechtigte Frage von allen, dass man diskutiert, ob wir wechseln oder nicht“, erklärte Nagelsmann auf der Pressekonferenz am Mittwoch (Ortszeit), um dann zur Breitseite gegen alle Kritiker auszuholen: „Jetzt haben wir zwei Spiele gemacht und jetzt wird diskutiert, wie viel wir wechseln.“Denn vor der WM war es der Bundestrainer, der ausgerechnet dafür in der Kritik stand, zu häufig zur Rotation zu greifen. „Wenn es Deutschland gelingt, eine Mannschaft zu werden, obwohl der Trainer es nicht geschafft hat, zweimal hintereinander mit derselben Elf zu spielen – dann haben wir eine Chance“, hatte Uli Hoeneß Mitte Mai in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ gestichelt. Unrecht mit seiner Kritik hatte Hoeneß damit nicht, kommentierte seinerzeit mein Kollege Tim Schulze. Julian Nagelsmann macht's bei der WM wie bei der EMDass Nagelsmann nun also nicht auf Rotation setzt, mag einigen missfallen, doch spricht das dann von einer gewissen Ignoranz bei seinen Kritikern. Denn auch wenn das DFB-Team zwei Spiele gewonnen hat, muss es sich auch weiter im Turnierverlauf finden – gerade nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Nico Schlotterbeck. Auch dafür waren die Experimente Nagelsmanns in der Vorbereitung gut, um Alternativen mit dem Spielsystem vertraut zu machen. Dazu hat Nagelsmann eine Atmosphäre im Team geschaffen, die endlich mal wieder von einem Zusammenhalt zeugt. Schon jetzt werden Parallelen zum Sommermärchen 2006 gezogen, in dem die Mannschaft bei der Heim-WM die Fans elektrisierte.Zu guter Letzt aber bleibt sich der Nationaltrainer treu: Schon vor der EM 2024 in Deutschland wurde die ständige Rotation bei der Nationalmannschaft von Fans und Medien moniert. Deutschland gewann die ersten beiden Partien, und war sicher für die nächste Runde qualifiziert. Ob es Zeit für eine Rotation wäre, wurde auch damals gefragt. Mitnichten. Nagelsmann vertraute im abschließenden Gruppenspiel der Elf, die auch die ersten beiden Partien absolviert hatte. Im Viertelfinale gegen Spanien rotierte Nagelsmann dann und brachte Emre Can und Leroy Sané für Florian Wirtz und Robert Andrich – ein Fehler, der vielleicht das Weiterkommen bei der EM verhinderte. Und eine Lehre für die WM war.

Zeige mehr

WM 2026: Stille Machtübernahme: Wie die Generation Brown den Geist im DFB-Team verändert

Eine Gruppe junger Spieler um Nathaniel Brown hat mit Bescheidenheit und Tempo Karriere gemacht im DFB-Team. Sie prägt einen neuen Ton in der Nationalmannschaft.

Zeige mehr

Verwirrung um neue Regel: Hand vor dem Mund – wann gibt es bei der WM Rot und wann nicht?

Wer sich die Hand vor den Mund hält, fliegt mit Rot vom Platz – die Regel gilt seit dieser WM. Bei manchen Fans sorgt aber für Verwirrung, wie sie angewendet wird.Beim Gruppenspiel zwischen Paraguay und der Türkei kam es zu einer Premiere: Paraguays Nationalspieler Miguel Almirón sah als erster Fußball-Profi bei der WM die Rote Karte, weil er mit vorgehaltener Hand etwas zu einem Gegenspieler gesagt hatte. Der Schiedsrichter überprüfte die Szene nach einem VAR-Hinweis und stellte den 32-Jährigen vom Spiel.Szenenwechsel: Drei Tage später hielt sich der Engländer Jude Bellingham ebenfalls die Hand vor den Mund, als er mit einem Gegenspieler aus Ghana sprach. Diesmal griff der Schiedsrichter nicht ein, Bellingham blieb von einem Platzverweis verschont. Auf Bildern war die Szene klar zu sehen und wurde anschließend heiß diskutiert. Hätte der Schiedsrichter Bellingham vom Feld stellen müssen, gab es sogar einen Promi-Bonus für den Star von Real Madrid? Spieler halten sich die Hand vor den Mund – wichtig ist der KontextGanz so einfach ist es nicht, die neu zur WM eingeführte Regel kennt einige Nuancierungen – was aber auch für Verwirrung sorgt. Entscheidend ist der Kontext, in dem sich ein Spieler die Hand vor den Mund hält.Die Regelhüter des International Football Association Board (Ifab) beschlossen im April, dass „ein Spieler, der in einer konfrontativen Situation mit einem Gegenspieler den Mund bedeckt“, Rot sehen soll. So geschehen beim Platzverweis für den Paraguayer, dem eine kleine Rangelei mit seinem Gegenspieler vorausgegangen war.Ganz anders dagegen der Kontext bei Bellingham: Der Engländer schien sich einfach locker mit seinem Gegenspieler zu unterhalten – und wollte offenbar nicht, dass ihm dabei jemand „aufs Maul schaut“.„Friedliche Gespräche“ sind erlaubtFifa-Schiedsrichterchef Pierluigi Collina hatte schon vor der WM klargestellt, dass solche Situationen nicht bestraft werden. „Die Spieler dürfen ihren Mund weiterhin mit dem Arm und dem Trikot bedecken, wenn sie sich mit Freunden unterhalten“, sagte der Italiener laut BBC. Die Regel war vor der Weltmeisterschaft eingeführt worden, um insbesondere rassistischen Beleidigungen einen Riegel vorzuschieben.Bei einem „friedlichen Gespräch“ bleibt die Hand vor dem Mund laut Collina „kein Problem“. Auch verdeckte Gespräche mit eigenen Mitspielern sind erlaubt. Allerdings können die Grenzen im Einzelfall fließend sein, sodass die neue Regel auch weiter für Diskussionen sorgen könnte.Quellen:Ifab, BBC

Zeige mehr

Zuschuss für Olympioniken: Athleten zu 10.000-Dollar-Prämie des IOC: „Luft nach oben“

10.000 Dollar für alle Olympia-Starter? Athletenvertreter finden: Das reicht noch nicht. Eine große Gruppe von Sportlern geht ganz leer aus.Das 10.000-Dollar-Versprechen des IOC für jeden Olympia-Teilnehmer stößt in der Athletengemeinde nicht auf ungebremste Begeisterung. „Bis zu einer fairen Beteiligung ist noch erheblich Luft nach oben“, sagte Leo Köpp, Präsidiumsmitglied von Athleten Deutschland. Der Umfang des angekündigten Fonds des Internationalen Olympischen Komitees von 140 Millionen Dollar für den Zuschuss stelle „weniger als zwei Prozent des Gesamtumsatzes des IOC im selben Zyklus“ dar. Die Dachorganisation hatte bei einem Sondergipfel in Lausanne nach vielen Jahren mit ihrer Tradition gebrochen und den Forderungen vieler Olympioniken nach direkter finanzieller Unterstützung nachgegeben. „Gemeinsamer Druck. Ein gemeinsamer Erfolg“, bejubelte die Interessenvertretung „Global Athlete“ die Entscheidung des IOC. Die Vereinigung hatte zuletzt eine Prämie von 25.000 Dollar pro Olympia-Teilnehmer gefordert. Paralympics-Teilnehmer gehen leer ausGanz leer gehen aktuell die Paralympics-Teilnehmer unter dem Dach des Internationalen Paralympics Komitee aus. „Natürlich würden wir dies auch beim IPC begrüßen, eine Gleichstellung der Athletinnen und Athleten ist immer wünschenswert. Uns sind dahingehend aber keinerlei Gespräche bekannt“, sagte Sportdirektor Marc Möllmann vom Deutschen Behindertensportverband.Das IPC bestätigte, dass es aktuell keine Pläne für Prämienzahlungen gibt. „Ich denke, jeder in der Paralympischen Bewegung versteht, dass wir in einem ganz anderen Umfeld als die olympische Bewegung agieren, insbesondere in finanziellen Angelegenheiten. Daher ist die Einrichtung eines ähnlichen Fonds für Paralympics-Teilnehmer für das IPC derzeit praktisch nicht möglich“, teilte ein Sprecher auf dpa-Anfrage mit. Nach dpa-Informationen belaufen sich die Einnahmen des IPC in Jahren ohne Paralympics auf 24 bis 26 Millionen Euro. Das IOC hingegen hatte für das Jahr 2025 Einnahmen von 650 Millionen US-Dollar (rund 572 Millionen Euro) bekanntgegeben.IOC betont: Das ist kein PreisgeldÜber Jahrzehnte hinweg hatte sich das IOC gegen eine Entlohnung olympischer Athleten gewehrt und auf die Ausschüttung eines großen Teils der Milliarden-Einnahmen an nationale und internationale Dachverbände verwiesen. Noch zuletzt hatte IOC-Chefin Kirsty Coventry bekräftigt, sie glaube nicht an eine Bezahlung von Olympia-Teilnehmern - und war dafür heftig kritisiert worden. Nun sagte die 42-Jährige: „Das ist schon seit vielen Jahren ein Thema, und ich bin sehr stolz darauf, dass wir dies nun umsetzen können.“Pau Gasol, Vorsitzende der IOC-Athletenkommission, betonte bei der Vorstellung der Olympia-Prämie, es handle sich nicht um ein Preisgeld. „Hier geht es darum, den Weg und das Engagement anzuerkennen, die nötig sind, um Olympionike zu werden“, sagte der Ex-Basketballprofi aus Spanien. Athleten Deutschland würdigte den einstimmigen IOC-Beschluss als historischen, aber längst überfälligen Schritt. „Das IOC wagt damit einen vorsichtigen Einstieg in eine im internationalen Profi-Sport längst gängige Praxis - und zwar diejenigen an den wirtschaftlichen Gewinnen zu beteiligen, die diese Gewinne durch ihre Leistungen erst ermöglichen“, sagte Präsidiumsmitglied Köpp.Die Athletinnen und Athleten müssen den Zuschuss über die Plattform „Athlete365“ beantragen. Alle Teilnehmer der Winterspiele von Mailand und Cortina d'Ampezzo im Februar haben bereits Anspruch auf das Geld. Laut IOC-Chefin Coventry werde es rund sechs Monate dauern, bis alle Anträge bearbeitet sind. Der Zuschuss wird über die Nationalen OIympischen Komitees ausgezahlt. Die NOKs müssen nachweisen, dass die Sportlerinnen und Sportler die volle Summe erhalten haben. Zuschuss auch für Sport-MillionäreLaut Sporthilfe-Vorständin Karin Orgeldinger ist der Zuschuss eine sinnvolle Ergänzung zu den Förderstrukturen des deutschen Sports. „Entscheidend wird nun eine unbürokratische und transparente Umsetzung durch das IOC sein“, sagte Orgeldinger. Besonders wichtig sei, dass die umgerechnet rund 8.800 Euro hohe Prämie den Übergang in die berufliche Karriere unterstützen solle, erklärte Sporthilfe-Vorstandssprecher Max Hartung. Bisher mussten deutsche Olympia-Teilnehmer Medaillen gewinnen, um in den Genuss von Prämien zu kommen. Die Sporthilfe zahlte für Gold zuletzt 30.000 Euro, für Silber 20.000 Euro und für Bronze 10.000 Euro. Seit diesem Jahr sind diese Zuschüsse erstmals auch steuerfrei. Für die Winterspiele in Italien und die kommenden Sommerspiele in Los Angeles rechnet das IOC mit rund 14.000 Sportlerinnen und Sportlern, die Anspruch auf den 10.000-Dollar-Zuschuss haben. Dazu gehören auch Sport-Millionäre aus dem Fußball, Tennis, Eishockey und anderen Sportarten. „Sie entscheiden, wie sie damit umgehen. Wir wollen, dass auch sie gewürdigt werden“, sagte Gasol, selbst einst Großverdiener in der NBA.Er wies darauf hin, dass jeder Sportler die Prämie auch spenden oder ablehnen könnte. Nicht abgerufene Zuschüsse verbleiben im Fonds des IOC und sollen zukünftigen Sportler-Generationen zugutekommen.

Zeige mehr

Fußball-Weltmeisterschaft: So gewinnen Sie beim WM-Tippspiel – garantiert

Es ist wieder Fußball-WM – und damit auch Tippspiel-Zeit. Aber haben Sie dabei schon mal gewonnen? Der „Kicktipp“-Gründer und ein Forscher verraten, wie man Tipp-Weltmeister wird. 

Zeige mehr

Newsblog zur Fußball-WM: Unwetter-Chaos droht bei WM-Spiel

Für das Spiel zwischen den Niederlanden und Tunesien hat sich ein Unwetter angesagt. Kanada bedankt sich bei seinen Fans. Alle WM-Nachrichten gibt es im stern-Newsblog.Die größte Fifa-Fußballweltmeisterschaft aller Zeiten läuft. 48 Mannschaften kämpfen bis zum 19. Juli in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko um den goldenen WM-Pokal.Auch die deutsche Nationalmannschaft macht sich Hoffnungen, den Weltmeistertitel nach 1954, 1974, 1990 und 2014 zum fünften Mal nach Hause zu holen. Die DFB-Elf von Bundestrainer Julian Nagelsmann hat die Gruppenphase überstanden und zieht ins Sechzehntelfinale ein.Lesen Sie im stern-Newsblog alle aktuellen Meldungen und Entwicklungen zur Fußball-WM 2026:

Zeige mehr

Vorbereitung auf Wimbledon: Tennisspielerin Maria erreicht Halbfinale in Eastbourne

Tatjana Maria hat ihre Siegesserie beim Tennisturnier in Eastbourne fortgesetzt. Nun spielt sie um den Finaleinzug.Tennisspielerin Tatjana Maria steht beim WTA-Turnier in Eastbourne im Halbfinale. Die 38-Jährige bezwang im Viertelfinale die halb so alte Tschechin Tereza Valentova mit 6:3, 7:5. Nach 1:38 Stunden verwandelte Maria ihren Matchball durch einen Fehler der Kontrahentin. Damit bleibt die frühere Wimbledon-Halbfinalistin bei dem Rasenturnier in Eastbourne ohne Satzverlust.„Ich bin wirklich glücklich mit meinem Spiel heute, sie war eine harte Gegnerin“, sagte Maria im Interview auf dem Platz. Auch Valentova konnte sich nur phasenweise auf das unorthodoxe Rasen-Spiel der zweifachen Mutter mit vielen unterschnittenen Bällen auf Vor- und Rückhand sowie gelegentlichen Angriffen einstellen.Nun gegen ehemalige French-Open-SiegerinNächste Kontrahentin ist nun an diesem Freitag (12.00 Uhr) die ehemalige French-Open-Siegerin Jelena Ostapenko aus Lettland. „Das wird wieder hart, sie ist eine sehr gute Rasenspielerin. Jetzt lasse ich mich erst einmal behandeln, dann denke ich an morgen“, sagte Maria. Das bisher einzige Duell der beiden gewann sie 2022 im Achtelfinale von Wimbledon knapp in drei Sätzen.Das Turnier in Eastbourne dient der Vorbereitung auf den Rasen-Klassiker in London. Das dritte Grand-Slam-Turnier des Jahres beginnt am kommenden Montag.

Zeige mehr

Fußball: Bericht: Ter Stegen steht vor Wechsel zu Ajax Amsterdam

Hinter Marc-André ter Stegen liegen sportlich schwierige Monate. Weil der deutsche Torhüter beim FC Barcelona keine Perspektive mehr hat, zieht es ihn nun wohl in die Niederlande.Marc-André ter Stegen steht offenbar kurz vor einem Wechsel zum niederländischen Traditionsclub Ajax Amsterdam. Wie die spanische Sportzeitung „AS“ berichtet, soll der Torhüter von Spaniens Fußball-Meister FC Barcelona für eine Saison an Ajax verliehen werden. Unter Barça-Trainer Hansi Flick hat der 34 Jahre alte Ex-Gladbacher keine Perspektive mehr auf einen Stammplatz.Bereits im Winter hatte sich ter Stegen von Barcelona an den späteren Absteiger FC Girona verleihen lassen, um Spielpraxis für die WM zu sammeln. Allerdings zog sich der Torwart gleich im zweiten Spiel für Girona eine Oberschenkelverletzung zu, die letztlich auch das WM-Aus bedeutete. Bei Barcelona steht der 44-malige Nationalspieler noch bis 2028 unter Vertrag.

Zeige mehr

Meinung: Die Trinkpausen sind mehr als nur ein Ärgernis – sie verzerren den Wettbewerb

Die Trinkpausen bei der WM werden von der Fifa als Segen verkauft. Doch die Auszeiten verändern den Charakter des Spiels. Und rauben dem Fußball einen Teil seiner Faszination.Manuel Neuer hatte keinen Durst. Im Spiel gegen die Elfenbeinküste nutzte er die erste Trinkpause, auch Cooling Break genannt, um sich aufzuwärmen. Am Spielfeldrand ließ er sich vom Torwarttrainer ein paar Bälle um die Ohren schießen. Zuvor war Neuer nicht besonders ins Schwitzen geraten. Das lag zum einen daran, dass er bis dahin keinen Torschuss hatte abwehren müssen. Zum anderen am milden kanadischen Sommerwetter. Angenehme 21 Grad waren es in Toronto. Keine Temperatur, bei der man als Profifußballer nach 22 Spielminuten dringend eine Erfrischung bräuchte.Auch beim ersten deutschen Gruppenspiel gegen Curaçao war eine Hitzeschlacht ausgeblieben. Unterm geschlossenen Dach war nichts zu spüren gewesen von der drückenden Gewitterluft, die über Houston lag. Im Land der Klimaanlagen kühlen sie selbst Arenen herunter. Stadiontemperatur in Texas: 22 Grad. Schwer vorstellbar, dass die Spieler nach Wasser lechzten. Trotzdem gab es nach 22 Minuten die erste Trinkpause.Bei den beiden bisherigen Auftritten der deutschen Nationalmannschaft war zu beobachten, dass die größte Neuerung der WM in Nordamerika weniger Einfluss auf den Flüssigkeitshaushalt der Fußballer hat als auf das Spiel selbst. Statt Profis, die flaschenweise Wasser hinunterstürzten, sah man taktische Kurzschulungen am Spielfeldrand.Die Fifa greift in die Partien einAls das DFB-Team nach dem Ausgleich von Curaçao ins Wanken geraten war, nutzte Bundestrainer Julian Nagelsmann die Trinkpause, um seine Abwehr zu ordnen. Danach trat die Mannschaft wieder stabiler auf. Der Effekt, den der Treffer des Außenseiters für einen Augenblick entfaltet hatte, war verpufft.Nachdem Deniz Undav in der zweiten Halbzeit gegen die Elfenbeinküste den Ausgleich erzielt hatte, schien die deutsche Mannschaft kurz davor zu sein, das Spiel zu drehen. Dann folgte die zweite Trinkpause. Die drei Minuten brachen den deutschen Rhythmus. Die Ivorer sortierten sich. Und das DFB-Team brauchte bis zur Nachspielzeit, um die Partie zu entscheiden.Fußball ist ein Spiel, das zu guten Teilen in den Köpfen der Protagonisten stattfindet. Mannschaften können sich an sich selbst berauschen. Eine gelungene Aktion bedingt die nächste, es entsteht ein Sog, der sich selbst verstärkt. In der Branche sprechen sie dann von einem Momentum. Dieses Phänomen macht einen nicht geringeren Teil der Faszination aus. Die Fifa ist gerade dabei, sie dem Fußball zu rauben.Pfiffe während der TrinkpausenDer Verband greift mit der neuen Regel in die Partien ein. Er nimmt manchen Teams den Rhythmus und schenkt anderen die Chance, sich neu auf den Gegner einzustellen. Die Trinkpausen sind damit mehr als nur ein Ärgernis – sie verzerren den Wettbewerb. Sie machen aus dem Fußball einen Sport der vier Viertel. Es passt zum Größenwahn der Fifa und ihrer Funktionäre, dass sie sich anmaßen, den Charakter des Spiels in einer solchen Weise zu verändern.In den WM-Stadien ist längst zu hören, was die Fans von der Reform halten. Beim DFB-Spiel in Toronto begleiteten die Anhänger beide Trinkpausen minutenlang mit Pfiffen. Und auch unter den Profis regt sich erste Kritik.Aus Sicht von Virgil van Dijk, Kapitän der Niederlande, brauche es Trinkpausen nur bei extremer Hitze, die im nordamerikanischen Sommer durchaus vorkommt. Bei mildem Wetter aber mache die Maßnahme keinen Sinn. Der Verband solle deshalb bei jedem Spiel neu bewerten, ob die zusätzliche Auszeit angebracht sei, forderte van Dijk.Die Fifa lehnt ein solches Vorgehen ab. Die Trinkpausen müssten bei jeder Partie abgehalten werden, damit für alle Mannschaften die gleichen Bedingungen gelten.Der Verband und seine dreisten VorwändeDie Erklärung erstaunt. Wenn es dem Verband tatsächlich um möglichst gleiche Bedingungen gehen würde, hätte er die WM nicht über drei Länder mit unterschiedlichen Klimazonen verteilt. Und dann würde er auch nicht zulassen, dass das iranische Nationalteam unmittelbar nach jedem Spiel die USA verlassen und ins Basislager im mexikanischen Tijuana zurückkehren muss. Ein klarer Nachteil für den Iran, offenkundig von der Fifa toleriert.Worum also geht es dem Verband, wenn nicht um identische Bedingungen für alle?Fifa-Chef Gianni Infantino hat sich gerade an einer erneuten Verteidigung der Trinkpausen versucht. Die Unterbrechungen könnten, so waren seine Ausführungen zu verstehen, die Qualität des Spiels steigern, da sie Anpassungen ermöglichten. „Vielleicht kann der Trainer bestimmte Situationen neu bewerten und bestimmte Fehler korrigieren“, sagte Infantino.Man fragt sich: Was sollen diese drei Minuten denn nun sein? Eine Trink- oder eine Taktikpause?Es braucht nicht besonders viel Fantasie, um auf den Gedanken zu kommen, dass es dem Verband bei den neuen Pausen in erster Linie gar nicht um das gesundheitliche Wohl der Spieler geht. Und auch nicht darum, die Trainer mit noch mehr Möglichkeiten der Einflussnahme auszustatten. Es wäre weniger dreist, würde der Verband nicht einen Vorwand nach dem nächsten für die neuen Pausen konstruieren, sondern sie den Fans einfach als das verkaufen, was sie sind: eine Verkaufsmaßnahme.Die Fifa versteht sich als Vermarkter des Fußballs. Mehr Pausen bedeuten mehr Einnahmen. Die Fernsehzuschauer sehen in den meisten Ländern nicht, dass sich Manuel Neuer während der sogenannten Cooling Break warmschießen lässt. Sie sehen Werbung.

Zeige mehr

Fußball-Weltmeisterschaft: Die zähe Suche nach dem W: Warum wird Curaçao mit „CUW“ abgekürzt?

Bei der Fußball-WM 2026 spielt Curaçao als „CUW“ – obwohl im Namen kein W vorkommt. Der stern wollte wissen, warum das so ist. Nach tagelanger Suche gibt es endlich eine Antwort.Am 14. Juni 2026 schrieb eine kleine Karibikinsel in Houston im US-Bundesstaat Texas Geschichte: Das Team von Curaçao spielte seine erste Partie bei einer Fußball-Weltmeisterschaft. Man verlor zwar 1:7 gegen Deutschland, doch für den Antillenstaat, der etwa so groß ist wie Paderborn, ist allein die Teilnahme an der WM ein Erfolg.Zuschauer sahen bei dem Spiel auch zum ersten Mal die TV-Anzeige „GER“ gegen „CUW“. Sie sorgte bei manchen Fans für Verwirrung. „GER“ für „Germany“ ist klar, aber woher kommt das W in der Abkürzung von Curaçao?Das fragte sich auch die stern-Redaktion und ging auf die Suche. Die sollte einige Tage dauern und in etwa so kompliziert sein wie die Suche nach dem Passierschein A38 bei „Asterix und Obelix“. Am Ende aber konnten Experten eine Erklärung liefern.So erhielt Curaçao seinen LändercodeLaut der Regulierungsbehörde von Curaçao erhielt die Insel am 10. Oktober 2010 einen neuen verfassungsrechtlichen Status als autonomes Land innerhalb des Königreichs der Niederlande. Infolgedessen wies die Internationale Organisation für Normung (ISO) Curaçao die Ländercodes CW und CUW zu (gemäß den Normen ISO 3166-1 und ISO 3166-2).Alle Staaten der Welt haben diese Codes – sowohl zweistellige (Alpha-2) als auch dreistellige Ländercodes (Alpha-3). Sie werden zur Identifikation von Ländern verwendet – etwa im Kontext von Postadressen, Internetdomains oder digitalen Transaktionen (IBAN). Curaçao erhielt zum Beispiel mit der Änderung im Jahr 2010 die Domain .cw im Internet.Die zweistelligen Codes sind kurz und praktisch in der Anwendung mit wenig Platzbedarf. Dreistellige Codes lassen sich meist leichter mit dem Ländernamen in Verbindung bringen. Deutschland hat die ISO-Codes DE und DEU. Die Fifa verwendet auf der WM-Anzeige die internationale Form GER für Germany – vermutlich, weil Fans aus aller Welt sie besser zuordnen können.Aber woher kommt das W?So weit, so gut. Doch woher das W im Code von Curaçao kommt, ist noch nicht beantwortet. Im Internet und auf Social Media konnte man im Nachgang des Spiels gegen Deutschland verschiedene Theorien finden, warum Curaçao ein Code mit W zugeordnet wurde, obwohl der Buchstabe nicht im Ländernamen vorkommt.Abkürzungen wie CU (Cuba) und CR (Costa Rica) waren bereits belegt, deswegen erhielt man einen weiteren Buchstaben vom Ende des Alphabets, lautete eine Erklärung. Eine andere besagte, dass das W aufgrund der Hauptstadt Willemstad angehängt wurde.Eine offizielle Bestätigung der zuständigen Behörden wurde bei diesen Theorien nicht herangezogen. Es war also an der Zeit, bei Experten nachzufragen, die für die Vergabe der Kürzel zuständig sind.Die lange Reise zur AntwortNach Anrufen beim ISO-Hauptsitz in Genf in der Schweiz und beim Deutschen Institut für Normung (DIN) in Berlin hieß es: Bitte wenden Sie sich an die niederländische Normungsorganisation NEN. Gesagt, getan. Eine weitere Anfrage und ein paar Tage später gab es dann Klarheit bei der CUW-Frage.Laut einem NEN-Sprecher dürfte der Code sich an dem Land Aruba (AW/ABW) orientieren – eine weitere kleine niederländische Karibikinsel. Aruba verfügte demnach bereits über einen eigenen Code, bevor die Niederländischen Antillen sich in mehrere Länder aufteilten. Seit 1986 hat es auch einen eigenen Status. Curaçao liegt in der Nähe von Aruba. Daher sei davon auszugehen, dass hier dasselbe Muster verwendet wurde. Der karibische Raum ist seit 1492 auch als Westindien bekannt – abgekürzt durch ein „W“. Nach Informationen der NEN gebe es keine andere Erklärung für den Buchstaben in der Abkürzung.Wenn Curaçao am Donnerstag (22 Uhr/MagentaTV) sein letztes WM-Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste bestreitet, wird wieder das Kürzel „CUW“ auf der TV-Anzeige zu sehen sein. Zumindest wissen Sie nun, dass dieses rätselhafte W kein Fehler oder Zufall ist.

Zeige mehr

Newsblog zur Fußball-WM: Tribüne stürzt in Schwedens WM-Basiscamp ein

Nagelsmann verrät die Aufstellung für das Spiel gegen Ecuador. Die Schweiz bringt Co-Gastgeber Kanada um weitere Heimspiele. Alle WM-Nachrichten gibt es im stern-Newsblog.Die größte Fifa-Fußballweltmeisterschaft aller Zeiten läuft. 48 Mannschaften kämpfen bis zum 19. Juli in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko um den goldenen WM-Pokal.Auch die deutsche Nationalmannschaft macht sich Hoffnungen, den Weltmeistertitel nach 1954, 1974, 1990 und 2014 zum fünften Mal nach Hause zu holen. Die DFB-Elf von Bundestrainer Julian Nagelsmann hat die Gruppenphase überstanden und zieht ins Sechzehntelfinale ein.Lesen Sie im stern-Newsblog alle aktuellen Meldungen und Entwicklungen zur Fußball-WM 2026:

Zeige mehr

Stammwirt über Deniz Undav: „Es geht Undav nicht nur um Kohle und Ruhm“

Während seiner Zeit in Meppen verkehrte Deniz Undav regelmäßig im Restaurant Delphi. Wirt Dimitrios Tselios verrät, was ihm schon damals an dem Stürmer aufgefallen ist.

Zeige mehr

Strittige Szenen: Warum Messi und Ronaldo gar nicht auf dem Platz stehen dürften

Lionel Messi und Cristiano Ronaldo können es noch. Sie schießen Tore, brechen Rekorde. Gleichzeitig stellt sich die Frage: Gelten für die Megastars andere Regeln?Sie haben den Weltfußball in den vergangenen Jahrzehnten geprägt – und hören einfach nicht auf damit: Lionel Messi und Cristiano Ronaldo drücken auch im hohen Fußballer-Alter der WM in den USA, Kanada und Mexiko ihren Stempel auf. Messi ist während des Turniers 39 Jahre alt geworden, Ronaldo zählt sogar schon 41 Jahre.Beide spielen ihre sechste WM-Endrunde (Rekord in der Geschichte der Weltmeisterschaften). Vor allem der Argentinier Messi glänzt dabei und sammelt in der allgegenwärtigen „Goat“-Debatte um den inoffiziellen Titel des besten Fußballers aller Zeiten weitere Argumente für sich. Nach zwei Gruppenspielen steht er schon bei fünf Toren. Der Portugiese Ronaldo erwischte einen sehr durchwachsenen Start ins Turnier, traf dann aber gegen Usbekistan doppelt.Doch all das hätte auch ganz anders kommen können – oder sogar müssen. Beide Superstars haben großes Glück, bei der WM überhaupt so zum Einsatz zu kommen, wie sie es tun. Zu verdanken haben sie es gnädigen Entscheidungen von Schiedsrichtern und der Fifa.Cristiano Ronaldo erhielt Sperre auf BewährungDa ist zunächst der Fall Cristiano Ronaldo: Der fünfmalige Weltfußballer hätte sich nicht beschweren können, wäre er bei den ersten Spielen dieser WM gesperrt gewesen. Ronaldo sah im November 2025 beim 0:2 in der WM-Qualifikation gegen Irland nach einem Ellenbogenschlag die Rote Karte.Die Fifa sprach anschließend eine Sperre von drei Spielen aus – das Mindeststrafmaß gemäß den Regularien des Weltverbands. Damit hätte Ronaldo die ersten beiden WM-Gruppenspiele verpasst. Zwei Spiele wurden allerdings zur Bewährung ausgesetzt, so fehlte der Portugiese nur im letzten Qualispiel gegen Armenien. Ein gelinde gesagt ungewöhnliches Vorgehen, das den Verdacht erregte, die Fifa wolle bei der WM nicht auf einen der prominentesten Spieler verzichten. Von einer „Lex Ronaldo“ war die Rede.Lionel Messi entging einer Roten Karte gegen AlgerienLionel Messi ließ sich im Vorfeld des Turniers nichts zuschulden kommen, fiel dann aber im ersten Gruppenspiel nicht nur positiv auf. Der Argentinier eröffnete die Partie gegen Algerien mit seinem Tor zum 1:0, leistete sich dann aber ein Foul gegen seinen Gegenspieler Aissa Mandi. Er erwischte den Algerier mit offener Sohle an der Achillessehne.Eine unglückliche Aktion, die jedoch durchaus einen Platzverweis nach sich hätte ziehen können. Oder sogar müssen, wie viele Fans und Experten meinten. „Für mich ist das eine Rote Karte, wir haben diverse Beispiele aus der Bundesliga, wo das mit Rot bestraft wurde“, sagte Ex-Bundesliga-Schiedsrichter Patrick Ittrich bei Magenta TV. Messi habe keine Chance auf den Ball gehabt und den Gegner von hinten an der Achillessehne getroffen. Schiedsrichter Szymon Marciniak – eigentlich einer der europäischen Top-Referees – beließ es bei einer Gelben Karte.Messi und Ronaldo prägen die WMSo blieb Messi auf dem Platz und setzte seine Gala fort: Beim 3:0 erzielte er alle drei Tore. Der Sperre, die auf eine Rote Karte gefolgt wäre, entging er und traf auch im zweiten Gruppenspiel gegen Österreich doppelt. Hätte Messi nach seinem Foul Rot gesehen, wären vier seiner fünf Tore nicht möglich gewesen – und den WM-Torrekord von Miroslav Klose hätte er auch (noch) nicht geknackt.Cristiano Ronaldo tat sich im ersten Gruppenspiel gegen Außenseiter Demokratische Republik Kongo extrem schwer und musste sich nach dem 1:1 sogar von den gegnerischen Fans verspotten lassen. Das war beim zweiten Spiel der Portugiesen alles vergessen: Ronaldo führte die Mannschaft mit zwei Toren zu einem 5:0 gegen Usbekistan. Er und Lionel Messi werden bei dieser WM wohl auch weiterhin Großes leisten – ein Beigeschmack aber bleibt.Hinweis: In einer vorherigen Version dieses Artikels hieß es, das Spiel zwischen Portugal und der Demokratischen Republik Kongo sei 0:0 ausgegangen. Das tatsächliche Ergebnis lautete 1:1.

Zeige mehr

Meinung: Der Ruf nach Rotation kann nur ein Witz sein

Deutschland steht bei der WM sicher in der nächsten Runde, da werden die Rufe nach Rotation laut. Dabei hat Julian Nagelsmann recht, auf Undav, Baumann und Co. zu verzichten.Die deutsche Nationalmannschaft ist in diesem Juni und Juli so etwas wie das Herzstück der Nation. Man liebt sie, wenn sie gewinnt, man leidet mit ihr, bei jeder Niederlage. Zu jeder Großveranstaltung mutieren Fanmeilen, Kneipen und Wohnzimmer zur Ansammlung von Bundestrainern und -trainerinnen, die es besser wissen als der eigentliche Coach. Und das ist in diesem Fall Julian Nagelsmann. Die ersten beiden WM-Spiele hat das DFB-Team gewonnen, steht sicher als Gruppenerster im Sechzehntelfinale der WM 2026. Auch dank Nagelsmann, der gerade im Duell mit der Elfenbeinküste an den richtigen Schräubchen drehte. Bereits Tage vor dem letzten Gruppenspiel gegen Ecuador am Donnerstagabend wurden die Rufe der Nation nach einer Rotation laut. Oliver Baumann solle seinen verdienten WM-Einsatz nach der Degradierung hinter Manuel Neuer bekommen. Deniz Undav nach drei Toren und zwei Vorlagen als Einwechselspieler endlich seine Chance von Beginn an bekommen. Andere Spieler wie Nick Woltemade, Maximilian Beier oder Angelo Stiller für Entlastung der Stammspieler sorgen.Nur Nagelsmann hört da nicht zu – und hat damit vollkommen recht. Notgedrungen muss er den verletzten Nico Schlotterbeck durch Antonio Rüdiger ersetzen, David Raum spielt für den angeschlagenen Nathaniel Brown. Allen anderen Rufen erteilt der 38-Jährige eine Absage. „Es ist die berechtigte Frage von allen, dass man diskutiert, ob wir wechseln oder nicht“, erklärte Nagelsmann auf der Pressekonferenz am Mittwoch (Ortszeit), um dann zur Breitseite gegen alle Kritiker auszuholen: „Jetzt haben wir zwei Spiele gemacht und jetzt wird diskutiert, wie viel wir wechseln.“Denn vor der WM war es der Bundestrainer, der ausgerechnet dafür in der Kritik stand, zu häufig zur Rotation zu greifen. „Wenn es Deutschland gelingt, eine Mannschaft zu werden, obwohl der Trainer es nicht geschafft hat, zweimal hintereinander mit derselben Elf zu spielen – dann haben wir eine Chance“, hatte Uli Hoeneß Mitte Mai in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ gestichelt. Unrecht mit seiner Kritik hatte Hoeneß damit nicht, kommentierte seinerzeit mein Kollege Tim Schulze. Julian Nagelsmann macht's bei der WM wie bei der EMDass Nagelsmann nun also nicht auf Rotation setzt, mag einigen missfallen, doch spricht das dann von einer gewissen Ignoranz bei seinen Kritikern. Denn auch wenn das DFB-Team zwei Spiele gewonnen hat, muss es sich auch weiter im Turnierverlauf finden – gerade nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Nico Schlotterbeck. Auch dafür waren die Experimente Nagelsmanns in der Vorbereitung gut, um Alternativen mit dem Spielsystem vertraut zu machen. Dazu hat Nagelsmann eine Atmosphäre im Team geschaffen, die endlich mal wieder von einem Zusammenhalt zeugt. Schon jetzt werden Parallelen zum Sommermärchen 2006 gezogen, in dem die Mannschaft bei der Heim-WM die Fans elektrisierte.Zu guter Letzt aber bleibt sich der Nationaltrainer treu: Schon vor der EM 2024 in Deutschland wurde die ständige Rotation bei der Nationalmannschaft von Fans und Medien moniert. Deutschland gewann die ersten beiden Partien, und war sicher für die nächste Runde qualifiziert. Ob es Zeit für eine Rotation wäre, wurde auch damals gefragt. Mitnichten. Nagelsmann vertraute im abschließenden Gruppenspiel der Elf, die auch die ersten beiden Partien absolviert hatte. Im Viertelfinale gegen Spanien rotierte Nagelsmann dann und brachte Emre Can und Leroy Sané für Florian Wirtz und Robert Andrich – ein Fehler, der vielleicht das Weiterkommen bei der EM verhinderte. Und eine Lehre für die WM war.

Zeige mehr

Formel 1 in Österreich: Hamiltons Auferstehung: Reicht das für den nächsten Titel?

Zehn Jahre nach seinem bislang letzten Triumph kommt Lewis Hamilton in ungewohnter Rolle nach Spielberg zurück. Plötzlich ist der Rekordweltmeister der Formel 1 auch im Ferrari ein Siegfahrer.In Italien träumen sie längst von einem Märchen wie damals mit Michael Schumacher. In seinem fünften Jahr im Ferrari holte die deutsche Formel-1-Legende im Jahr 2000 endlich den WM-Titel zurück nach Maranello. Ob Lewis Hamilton das nach seinem Premierensieg nun schon in der zweiten Saison im legendären roten Renner schafft? Der Weg dahin ist für den 41-Jährigen enorm lang, doch spätestens nach den emotionalen Bildern vom ersten großen Triumph für die Scuderia sind die Hoffnungen grenzenlos.„Ich habe noch nicht daran gedacht“, sagte Hamilton, als er auf einen möglichen achten Fahrertitel angesprochen wurde. Als erster Pilot der Motorsport-Königsklasse könnte er sich diesen sichern und damit Schumacher übertrumpfen. Der nächste Schritt ist am Sonntag (15.00 Uhr/Sky) beim Großen Preis von Österreich möglich. Erst einmal konnte der Brite in Spielberg gewinnen - vor genau zehn Jahren im Mercedes.Hamilton: „Ich bin absolut nutzlos“Länger war nicht daran zu denken, dass Hamilton im Spätherbst seiner Karriere nach 686 Tagen Wartezeit noch mal zum Siegfahrer werden würde. Nach dem spektakulären Wechsel von den Silberpfeilen zu Ferrari lief ein Jahr lang gar nichts zusammen. „Ich bin absolut nutzlos. Sie müssen wahrscheinlich den Fahrer tauschen“, hatte Hamilton im Vorjahr gesagt. Sein Frust war extrem, weil das Auto nicht wie gewünscht funktionierte. Ein Sprintsieg in China war das einzige Erfolgserlebnis, im Titelkampf war er chancenlos.„Das war die schlimmste Saison, die ich jemals hatte“, sagte er kurz vor Jahresende. Doch anstatt aufzugeben, weckte das nur seinen Ehrgeiz. Hamilton trainierte härter denn je, sein Alter ist ihm im Kampf mit den teilweise mehr als 20 Jahre jüngeren Konkurrenten nicht anzumerken.Letzter Ferrari-Fahrertitel vor 19 JahrenAußerdem half Hamilton dabei, Veränderungsprozesse bei Ferrari anzustoßen. Der Finne Kimi Räikkönen war 2007 der bislang letzte Champion des Rennstalls. Danach scheiterten Stars wie Fernando Alonso und Sebastian Vettel am Mythos Ferrari. Zeitweise konnten sie zwar gewinnen, doch für den großen Triumph reichte es nie. Auch der mit großen Hoffnungen gestartete Charles Leclerc schaffte es nur zum Vizeweltmeister. Der Monegasse sitzt nun schon das achte Jahr im Cockpit - und hat plötzlich das Nachsehen gegen Hamilton.Vor dem achten Saisonlauf ist der Brite mit 41 Punkten Rückstand hinter dem Italiener Kimi Antonelli (19) im Mercedes WM-Zweiter. Das deutsche Werksteam, für das Hamilton von 2013 bis 2024 selbst fuhr, hatte die ersten sechs Rennen des Jahres gewonnen. Zuletzt in Barcelona verdiente sich Hamilton mit einer starken fahrerischen Leistung in einem verbesserten Auto seinen 106. Grand-Prix-Erfolg. So richtig kann Hamilton aber selbst noch nicht einordnen, wie es jetzt weitergeht. „Mercedes ist mit einem atemberaubenden Auto und einem rasanten Tempo ins Rennen gegangen, beide Fahrer haben einen großartigen Job gemacht“, sagte der Routinier und brachte das größte Problem seines Teams auf den Punkt: „Wir wissen, dass wir dieses Leistungsdefizit haben.“Wolff: „Wenn er Blut riecht, dann greift er an“Der stärkere Motor spricht im Moment noch für Mercedes, vor allem auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken mit hohem Vollgasanteil. Außerdem braucht Ferrari mehr Konstanz, auch das kostete in der Vergangenheit oft die Chance auf Titel. Doch bei seinem früheren Arbeitgeber wissen sie, wie gefährlich Hamilton werden kann. „Wenn er Blut riecht, dann greift er an. Wenn der Lewis-Hamilton-Zug erstmal gestartet ist, dann ist er schwer zu stoppen“, sagte Mercedes-Teamchef Toto Wolff.Bei aller Konkurrenz freute sich auch der Österreicher über die Auferstehung seines einstigen Top-Mitarbeiters, der sechs seiner sieben Titel im Mercedes einsammelte. „Ich habe ihn auf dem Podium im Fernsehen gesehen. Sein Gesichtsausdruck zeigt mir, dass er sehr glücklich ist“, sagte Wolff: „Vielleicht hilft auch seine Freundin.“ Offiziell machten Hamilton und US-Superstar Kim Kardashian ihre Beziehung bislang zwar nicht, doch eben das gilt nicht nur im Fahrerlager als offenes Geheimnis. Auch in Monaco stand die Amerikanerin ganz vorn, als Hamilton seinen zweiten Platz im Fürstentum feierte.Neuer Motor in SpielbergNur zu gerne würde er wieder zum Dauergast auf dem Podest werden. „Ich habe keinerlei Anteil daran“, sagte derweil Ferrari-Teamchef Frederic Vasseur. Hamilton habe sich alleine aus seiner persönlichen Krise befreit. „Er konnte sich komplett neu fokussieren“, sagte der Franzose. Gemeinsam wollen sie nun den Boliden verbessern. „Wir haben im Kern ein großartiges Auto“, sagte Hamilton. Die Schwächen sollen schrittweise verschwinden, in Spielberg geht es schon mit einem verbesserten Antrieb an den Start.Was möglich ist, zeigte Hamilton in Spanien. Als erst vierter Fahrer der Geschichte gewann er dort im Alter von mehr als 40 Jahren ein Formel-1-Rennen. Einiges spricht dafür, dass es nicht das letzte war.

Zeige mehr

Fußball-WM: Titelträume in der Trauer: Frankreich kämpft für Deschamps

Der Tod seiner Mutter überschattet Didier Deschamps' letztes Turnier als Frankreich-Coach. Wie emotional die Mannschaft reagiert und welches Weltklasse-Duell der 57-Jährige jetzt verpasst.Arm in Arm stehen Frankreichs Nationalspieler im Nieselregen. Die Köpfe sind gesenkt, die Blicke leer, niemand spricht. In der Schweigeminute verstummt der Lärm dieser Fußball-WM für einen kurzen Augenblick. Der Kreis, den die französischen Titelanwärter auf dem Rasen bilden, ist geschlossen und trotzdem klafft eine riesige Lücke: Trainer Didier Deschamps fehlt. Wegen des schmerzlichen Todes seiner Mutter ist der Erfolgsarchitekt der Mannschaft mitten in seinem letzten Turnier für die Équipe Tricolore abgereist, um an der Beerdigung teilzunehmen. Das bislang größte Spiel dieser Fußball-WM zwischen dem Weltmeister von 2018 und Geheimfavorit Norwegen an diesem Freitag (21.00 Uhr, ZDF und MagentaTV) findet ohne den Kopf der Mannschaft statt.„Wir denken fest an unseren Nationaltrainer und seine Familie“, schrieben die Franzosen unter das Bild, das die Mannschaft im Moment der Anteilnahme zeigt. Kapitän Kylian Mbappé schickte als Botschaft hinterher: „Ihr seid nicht allein“. Der Schicksalsschlag hat die Vorbereitung auf das entscheidende Duell um den Gruppensieg überschattet. Und doch könnte er dazu führen, dass die Auswahl, die aktuell von Assistenzcoach Guy Stéphan trainiert wird, noch enger zusammenrückt.Ära Deschamps endet nach diesem TurnierDabei sollten diese WM-Wochen in den USA eigentlich zu den schönsten in Deschamps' Trainerkarriere werden. Noch einmal die Auswahl der Grande Nation anführen, noch einmal die letzten Tage mit seinen langjährigen Wegbegleitern genießen, bevor die Ära des 57-Jährigen nach diesem Turnier endet und er als Nationalcoach der Les Bleus abtritt - nach 14 Jahren.„Ich zähle nicht jeden Tag, ich genieße jeden Tag“, hatte Deschamps vor Turnierbeginn über den Countdown bis zum Rücktritt gesagt. Nicht ahnend, welche Wendung sein Leben ein paar Wochen später nehmen würde. Ein dritter WM-Titel der Verbandsgeschichte würde den Schmerz über den Verlust seiner Mutter kaum lindern können. Doch er wäre für Deschamps zumindest ein kleiner Lichtblick in diesen qualvollen Wochen. „Er durchlebt gerade eine schwere Zeit. Wir stehen in dieser Phase geschlossen zusammen“, sagte Verbandspräsident Philippe Diallo in einem Video auf X.Weltmeister als Spieler und TrainerNationalspieler kamen und gingen, Deschamps blieb. Kaum jemand hat die französische Nationalmannschaft in den vergangenen Jahrzehnten so geprägt wie der einstige Mittelfeld-Stratege. Als Kapitän führte er Frankreich 1998 zum ersten WM-Titel der Verbandsgeschichte, als Nationaltrainer 2018 zum zweiten. Neben Franz Beckenbauer und Mario Zagallo ist Deschamps einer von nur drei Männern, die die WM sowohl auf dem Platz als auch an der Seitenlinie gewonnen haben.2022 in Katar verpasste er den nächsten Triumph erst im dramatischen Elfmeterschießen gegen Argentinien. Dazwischen führte Deschamps die Équipe Tricolore 2021 zum Gewinn der Nations League. Sollte Frankreich in den USA den Titel holen, wäre er der erste Trainer seit dem Italiener Vittorio Pozzo im Jahr 1938, der zwei Weltmeisterschaften als Nationalcoach gewinnt.In seinem einstigen Weltmeister-Kollegen Zinédine Zidane steht sein Nachfolger quasi fest. Offiziell ist es noch nicht. Es soll aber bereits eine mündliche Einigung zwischen dem Verband und der Fußballikone geben.Mbappé vs. Haaland: Duell der SuperstürmerAm Samstag soll Deschamps wieder in die USA zurückkehren, um sein Team auf die K.o.-Phase einzuschwören. Nur zu gerne würde er als Gruppensieger empfangen werden. Vielleicht sogar von Superstürmer Mbappé, der dann Lionel Messi überholt und sich zum alleinigen WM-Rekordtorschützen gekrönt hat? Dafür müsste der Angreifer von Real Madrid einen Dreierpack erzielen. Gewinnt Frankreich die Gruppe, deutet vieles auf ein Achtelfinal-Duell mit Deutschland hin. Oder kehrt Deschamps zurück und muss nach einem WM-Dämpfer gegen Norwegen erst einmal Aufbauarbeit leisten? Nach dem 3:1 gegen den Senegal und dem 3:0 gegen den Irak gilt die Équipe Tricolore als Favorit. Aber auch die skandinavische Offensive um Torgarant Erling Haaland überzeugte beim 4:1 gegen den Irak und dem 3:2 gegen die Afrikaner. Auf das Wettschießen zwischen Mbappé und Haaland freut sich wohl die ganze Fußball-Welt.

Zeige mehr

Showing 101 to 120 of 1474 entries

DDH würdigt das Urheberrecht der Nachrichtenverlage und zeigt mit Respekt für das geistige Eigentum der Redaktionen nur einen kleinen Teil der Nachricht bzw. des veröffentlichten Artikels an. Die Informationen hier dienen dem Zweck, sich schnell und gezielt einen Überblick über aktuelle Trends und Entwicklungen machen zu können. Bei Interesse an Einzelthemen klicken Sie gerne auf ein Nachrichtenelement. Wir leiten Sie dann an das Verlagshaus und zum entsprechenden Artikel weiter.

· Actio recta non erit, nisi recta fuerit voluntas ·