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Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und den Finanzmärkten
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Aktuelle Nachrichten

Champions League: Flick schimpft auf Videobeweis: „Wozu haben wir denn den VAR?“

Der Halbfinaleinzug in der Champions League ist für Barçain weite Ferne gerückt. Coach Hansi Flick beschwert sich nach der Pleite gegen Atlético Madrid über den VAR.Hansi Flick hat nach der Champions-League-Niederlage seines FC Barcelona mit Schiedsrichter Istvan Kovacs aus Rumänien und dessen Team gehadert. Beim enttäuschenden 0:2 vor eigenem Publikum gegen Atlético Madrid stießen dem ehemaligen Bundestrainer vor allem zwei Szenen sauer auf: der Platzverweis von Verteidiger Pau Cubarsi (44. Minute) sowie ein aus Flicks Sicht zu Unrecht nicht gegebener Elfmeter nach der Pause.Flick stört sich an Szene bei Abstoß„Ich weiß nicht, es könnte eine Rote Karte sein oder auch nicht. Ich bin mir nicht sicher, ob er den Ball ausreichend berührt hat. Der Ball war hinter ihm“, sagte Flick über die Rote Karte von Cubarsi, die die bittere Schlappe im Hinspiel des Viertelfinals mit seiner Notbremse einleitete. Direkt danach traf Julian Alvarez per Freistoß zur Führung für die Gäste. Später erzielte Alexander Sörloth den 2:0-Endstand.Besonders gestört hatte sich Flick an einer Szene in der 55. Minute. Atlético-Profi Marc Pubill legte den Ball bei einem eigenen Abstoß mit der Hand zurecht. Für Flick ein strafbares Handspiel. „Ich verstehe nicht, warum der VAR nicht eingreift. Es ist normal, Fehler zu machen, aber in solchen Situationen – wozu haben wir denn den VAR? Das hätte ein Elfmeter und die zweite Gelbe, also die Rote Karte, sein müssen. Das darf nicht vorkommen“, sagte Flick.Das Rückspiel findet am kommenden Dienstag (21.00 Uhr/Dazn) in Madrid statt. Möglicher Gegner im Halbfinale ist der FC Arsenal.Kinhöfer zu Videobeweis: „Kirmesfamilientag“Der frühere Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer widersprach Flick bei der Roten Karte von Cubarsi und ordnete diese im ZDF als vollkommen regelkonform ein. Den Ex-Referee störte etwas anderes: dass der Monitor in Barcelona auf der Seite der Trainerbänke angebracht war. Kinhöfer nannte dies „amateurhaft“ und verwies auf die Bundesliga, wo der Monitor auf der anderen Seite des Rasens angebracht wird. Wie im Camp Nou bei der Sichtung der Videobilder auf Referee Kovacs eingeredet wurde, erinnerte Kinhöfer an „einen kleinen Kirmesfamilientag“.

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Champions League: Flick mit Barça vor dem Aus - Nächster Liverpool-Rückschlag

Durch eine 0:2-Niederlage gegen Atlético Madrid stehen die Chancen auf einen Halbfinal-Einzug des FC Barcelona schlecht. Gleiches gilt für den FC Liverpool, der Druck auf Trainer Slot nimmt weiter zu.Hansi Flick droht mit dem FC Barcelona das Aus in der Champions League, auch der FC Liverpool mit Florian Wirtz steht nach dem nächsten Rückschlag vor dem K.o. im Viertelfinale. Nach langer Unterzahl unterlag Barça im Hinspiel Atlético Madrid mit 0:2 (0:1). Liverpool verlor bei Titelverteidiger Paris Saint-Germain ebenfalls mit 0:2 (0:1) und hatte Glück, dass die Niederlage nicht noch höher ausfiel. Vor dem Rückspiel in der kommenden Woche wird der Druck auf Trainer Arne Slot damit immer größer. Désiré Doué (11. Minute) und Khvicha Kvaratskhelia (65.) erzielten die Treffer für die Franzosen, die im Halbfinale auf den FC Bayern treffen könnten. Hätten beispielsweise Doué (37.), Ousmane Dembélé (53./87.) oder Nuno Mendes (89.) ihre Großchancen nicht vergeben, wäre der Erfolg noch deutlicher gewesen. Den Reds dagegen fehlte es wie so oft in dieser Saison an Zielstrebigkeit und Durchsetzungsvermögen.Ex-Leipziger Sörloth trifft für AtléticoDies galt nicht für Barcelona, das nach der Roten Karte gegen Innenverteidiger Pau Cubarsí (44.) lange in Unterzahl spielen musste. Den fälligen Freistoß nach Cubarsís Notbremse schlenzte Julián Alvarez (45. Minute) herrlich in den rechten Winkel. Nach dem Seitenwechsel drängte Flicks Team lange auf den Ausgleich, doch der eingewechselte Ex-Leipziger Alexander Sörloth (70.) machte für Atlético endgültig alles klar. Im Halbfinale würden die Spanier auf Sporting Lissabon oder den FC Arsenal treffen.

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DEL-Playoffs: Hochklassiger Start für Berlin und Mannheim im Halbfinale

Beim Start der DEL-Halbfinalserien bieten die Teams ein Eishockey-Spektakel. Mannheim gewinnt knapp, Berlin deutlich. Am Freitag geht es in München und Köln weiter.Titelverteidiger Eisbären Berlin ist mit einem spektakulären 6:3 (2:1, 3:1, 1:1) gegen Hauptrundensieger Kölner Haie ins Playoff-Halbfinale gestartet. In der anderen Serie holte der sich der Hauptrundenzweite Adler Mannheim durch ein 3:2 (1:1, 0:1, 1:0) nach Verlängerung gegen den EHC Red Bull München in einem ebenfalls hochklassigen Spiel den ersten von vier zum Weiterkommen benötigten Siegen.Den entscheidenden Treffer erzielte Adler-Kapitän Marc Michaelis in der rasanten Overtime, in der Mannheims Nationaltorhüter Maximilian Franzreb über sich hinauswuchs. "Das war geil", kommentierte Stürmer Justin Schütz bei MagentaSport und prophezeite "eine Schlacht" für das zweite Spiel am Freitag in München. Berlins Youngster Kretzschmar mit seinen ersten DEL-TorenBeim überraschend deutlichen Berliner Erfolg schoss der 19 Jahre alte Moritz Kretzschmar seine beiden ersten Tore (7. Minute/36.) überhaupt in der Deutschen Eishockey Liga. Stürmer Eric Hördler bekam einen Check gegen den Kopf und musste bereits im ersten Drittel verletzt vom Eis. Die Eisbären hatten im Vorjahr die Finalserie gegen die Haie dominiert und dabei die letzten drei Siege jeweils mit 7:0 eingefahren. In diesem Jahr galten die Voraussetzungen vor dem Halbfinale indes als ausgeglichen. Den Torreigen eröffnete ausgerechnet ein Patzer des Haie-Keepers Janne Juvonen, der nicht nur zum besten Torhüter, sondern auch zum besten Spieler überhaupt der Liga gekürt worden war. Obwohl Köln die Hauptrunde souverän gewonnen hatte, fand das erste Spiel der Best-of-seven-Serie wegen des langfristigen Belegungsplans der Kölner Arena in Berlin statt. "Dass das Heimrecht getauscht wurde, kam uns zugute. Wir planen aber mit einer langen Serie", sagte Nationalstürmer Marcel Noebels. Die Entscheidung fiel im zweiten Drittel, als den Eisbären zwei Tore binnen 66 Sekunden gelangen.

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Billie Jean King Cup: Abstieg droht: Deutsche Tennis-Frauen unter Druck

Der Neustart in den Billie Jean King Cup geht für das deutsche Frauen-Tennisteam schief. Nach einer Niederlage gegen Portugal endet das Duell mit Schweden am Abend vor einer Entscheidung.Die deutschen Tennis-Frauen haben beim Billie Jean King Cup einen schwachen Neustart hingelegt und müssen um eine schnelle Rückkehr in die Weltgruppe bangen. Das Team von Cheftrainer Torben Beltz verlor in Oeiras nahe Lissabon zunächst gegen Gastgeber Portugal (1:2) und gewann dann nur eines der beiden Einzel gegen Schweden. Die Entscheidung im Doppel fällt erst am Donnerstag.Am Donnerstag auch gegen DänemarkUm sich für die nächste Runde zu qualifizieren, muss die DTB-Auswahl Gruppenerster werden und in der K.o.-Phase unter die besten drei Mannschaften kommen. Letzter Gruppengegner nach dem Doppel gegen die Schwedinnen ist am Donnerstag Dänemark. Selbst ein weiterer Abstieg ist nach dem durchwachsenen Auftakttag möglich.Dabei war es für die deutschen Damen in Oeiras erfolgreich losgegangen. Beim Start gewann Noma Noha Akugue das erste Einzel gegen Matilde Jorge mit 6:4, 7:5. Anschließend verlor Ella Seidel allerdings überraschend das zweite Einzel gegen Francisca Jorge mit 2:6, 5:7. Im entscheidenden Doppel unterlagen Tessa Johanna Brockmann/Akugue schließlich mit 1:6, 5:7 den Jorge-Schwestern. Seidel verhindert zweite NiederlageGegen Schweden unterlag Noha Akugue ihrer Rivalin Caijsa Wilda Hennemann mit 6:7 (6:8), 4:6. Seidel setzte sich im Anschluss vor sehr spärlicher Kulisse deutlich 6:1, 6:3 gegen Außenseiterin Kajsa Rinaldo Persson durch. Nur mit einem Sieg im Doppel besteht weiter eine Chance auf den für einen Aufstieg nötigen Gruppenplatz eins.Für den neuen Cheftrainer Beltz und sein kaum erfahrenes Team droht in Portugal ein weiterer Abstieg. Die DTB-Auswahl war zuletzt aus der Weltgruppe des Billie Jean King Cup abgestiegen. Eva Lys fehlt Beltz und seinem Team in dieser Woche.

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Sieg in Nordmazedonien: Handballerinnen in EM-Qualifikation weiter ungeschlagen

Beim Sieg in Nordmazedonien feiern Talente ihr Debüt in der Nationalmannschaft. Der Erfolg ist verdient, die Überlegenheit hält sich aber in Grenzen.Die deutschen Handballerinnen bleiben in der Europameisterschafts-Qualifikation weiter ungeschlagen. Das runderneuerte Team von Bundestrainer Markus Gaugisch setzte sich am fünften Spieltag gegen Nordmazedonien mit 35:27 (19:14) durch. Beste Werferin in Skopje war vor rund 400 Zuschauern Nina Engel mit neun Toren.Da die Vize-Weltmeisterinnen durch ihre makellose Bilanz an den ersten vier Spieltagen bereits vor den abschließenden beiden Spielen als Gruppenerste feststanden, schonte Gaugisch zahlreiche Stammkräfte. Er nutzte die Partie, um Talenten eine Plattform zu bieten. In Chiara Rohr (18), Jana Walther und Lara Däuble (beide 19) gaben drei U19-Europameisterinnen von 2025 ihr Nationalmannschaftsdebüt. Alle drei trugen sich sogar in die Torschützenliste ein und feierten ihre Treffer mit einem breiten Grinsen.Torhüter-Debütantin Kuske mit gutem Einstand Zudem stand Laura Kuske (24) vom Thüringer HC in der zweiten Halbzeit erstmals im Tor der Nationalmannschaft. Für Lara Degenhardt war es hingegen eine Rückkehr. Zuletzt trug die linke Rückraumspielerin im März 2023 das DHB-Trikot. Sarah Wachter, Annika Lott und Marlene Tucholke fehlten verletzt. Das Team hatte zunächst auch einige Probleme. Sowohl in der Defensive als auch in der Offensive fehlten Abstimmung und Kommunikation, sodass die Gastgeberinnen die Partie offen gestalten konnten und nicht wie im Hinspiel chancenlos waren. Mit nur fünf Toren Vorsprung ging es in die Pause. Das änderte sich nach Wiederanpfiff. Deutschland agierte nun konzentrierter und nutzte die Lücken in der Hintermannschaft Nordmazedoniens gnadenlos aus. Dank eines Zwischenspurts wurde der Vorsprung immer größer. Als die Gäste in der Konzentration nachließen, gestaltete Nordmazedonien das Ergebnis für sich wesentlich freundlicher.  Am Sonntag zum Abschluss gegen BelgienZum Abschluss der Qualifikation trifft die DHB-Auswahl am Sonntag in Hamm auf Belgien. Die EM-Endrunde wird vom 3. bis 20. Dezember in Polen, Rumänien, Tschechien, der Slowakei und der Türkei gespielt. Die Gruppenauslosung findet am 16. April statt.

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Billie Jean King Cup: Auftaktdämpfer für deutsche Tennis-Frauen

Der Neustart in den Billie Jean King Cup geht für das deutsche Frauen-Tennisteam schief. Nach der Niederlage gegen Portugal sinken die Chancen auf die direkte Rückkehr in die Weltgruppe.Beim Neustart in den Billie Jean King Cup hat das deutsche Frauen-Tennisteam zum Auftakt einen erheblichen Dämpfer hinnehmen müssen. Gleich im ersten Duell mit Gastgeber Portugal setzte es in der Nähe von Lissabon eine 1:2-Niederlage. Die Chancen auf den Einzug in die nächste Runde haben sich vor dem zweiten Spiel gegen Schweden am Mittwochnachmittag damit deutlich verringert. Um sich für die nächste Runde zu qualifizieren, müsste die DTB-Auswahl Gruppenerster werden und in der K.o.-Phase unter die besten drei Mannschaften kommen. Letzter Gruppengegner ist am Donnerstag Dänemark.Dabei war es für die deutschen Damen in Oeiras erfolgreich losgegangen. Beim Start gegen die Portugiesinnen gewann Noma Noha Akugue das erste Einzel gegen Matilde Jorge mit 6:4, 7:5. Anschließend verlor Ella Seidel allerdings überraschend das zweite Einzel gegen Francisca Jorge mit 2:6, 5:7. Im entscheidenden Doppel unterlagen Tessa Johanna Brockmann/Akugue schließlich mit 1:6, 5:7 den Jorge-Schwestern. Früher Rückschlag für junges TeamFür den neuen Cheftrainer Torben Beltz und sein junges und kaum erfahrenes Team ist das ein früher Rückschlag. Die DTB-Auswahl war zuletzt aus der Weltgruppe des Billie Jean King Cup abgestiegen. Ohne die angeschlagen fehlende Eva Lys sinken die Chancen auf die angestrebte sofortige Rückkehr in den Elitekreis des Prestige-Wettbewerbs damit weiter. Im schlimmsten Fall würde sogar der Abstieg in die Regionalgruppe II drohen. Die vier schlechtplatziertesten Länderauswahlen des Turniers in Portugal steigen ab.

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Masters-Turnier: Nach 0:4 im entscheidenden Satz: Zverev siegt doch noch

Alexander Zverev hat in diesem Jahr viel vor. Beim Start in die Sandplatzsaison steht er zwischenzeitlich kurz vor einer Niederlage. Ein anderer Spieler sorgt mit einem Ausraster für Wirbel.Tennisstar Alexander Zverev hat einen Fehlstart in die Sandplatzsaison gerade noch verhindert. Der 28-Jährige zeigte Comeback-Qualitäten und setzte sich gegen den Chilenen Cristian Garín in Monte-Carlo mit 4:6, 6:4, 7:5 durch. Zverev war als klarer Favorit in sein erstes Match beim Masters-1000-Turnier gegangen. Im Achtelfinale trifft er auf den Belgier Zizou Bergs. In der ersten Runde hatte Zverev ein Freilos."Es war ein hartes Match. Am Ende ist es das Wichtigste, dass ich weitergekommen bin", sagte Zverev. Er erlebte zuvor einen verrückten Nachmittag. Nach seinem verlorenen ersten Satz steigerte er sich zunächst und kam zurück. Im entscheidenden dritten Satz leistete sich die deutsche Nummer eins dann aber einen krassen Fehlstart. Schnell lag Zverev mit 0:4 hinten. Ihm war seine Unzufriedenheit deutlich anzusehen. Er haderte und brüllte. Zverev kämpfte jedoch weiter und drehte den Satz am Ende noch.Zverev hat sich für diese Saison viel vorgenommenDer Olympiasieger will sich beim Sand-Auftakt einspielen und sich in diesem Jahr endlich den Traum vom ersten Sieg bei einem Grand-Slam erfüllen. Der zweite deutsche Einzel-Starter Daniel Altmaier war bereits am Dienstag ausgeschieden.Medwedew fällt negativ aufVor Zverevs Match hatte der frühere Weltranglistenerste Daniil Medwedew mit einem Ausraster für Aufsehen gesorgt. Im Spiel gegen den Italiener Matteo Berrettini schlug der 30 Jahre alte Russe seinen Schläger zu Beginn des zweiten Satzes mehrfach auf den Boden und zertrümmerte ihn komplett. Wegen unsportlichen Verhaltens wurde der US-Open-Gewinner von 2021 verwarnt. Medwedew verlor die Partie mit 0:6, 0:6.

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Champions League: Dank Havertz: Arsenal bereit für "große Titel"

Ein starker Moment von Nationalspieler Kai Havertz lässt den FC Arsenal nach den jüngsten Enttäuschungen wieder mit deutlich breiterer Brust in den Saisonendspurt gehen. Doch der Matchwinner warnt.Nationalspieler Kai Havertz war nach seiner Heldentat auf dem nassen Rasen in Lissabon vor allem Erleichterung anzusehen. Dank seines Treffers in der Nachspielzeit zum 1:0-Erfolg im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League bei Sporting Lissabon rückten die beiden Pokalpleiten des FC Arsenal in den vergangenen Tagen in den Hintergrund. "Das war eine große Wendung für uns", sagte der 26-Jährige. "Wir haben noch sieben Wochen zu spielen und können große Titel gewinnen."Havertz, der erst in der 70. Minute für Kapitän Martin Ödegaard eingewechselt worden war, hatte die überlegenen Gunners in der ersten Minute der Nachspielzeit mit einem nervenstarken Treffer aus zentraler Position erlöst.Arteta über Havertz: "Er liebt die großen Anlässe"Arsenal-Coach Mikel Arteta sprach anschließend von einem "magischen Moment" und verteilte ein dickes Lob an seinen Matchwinner. "Er liebt die großen Anlässe und die großen Spiele", sagte Arteta: "Wir freuen uns, dass er zur Stelle war, als wir ihn brauchten, um das Spiel für uns zu gewinnen."Havertz selbst gab Mitspieler Gabriel Martinelli, der das Tor mit einem Traumpass eingeleitet hatte, "80 Prozent" Anteil am Treffer. "Ich war da, um den Ball im Tor unterzubringen. Aber es war eine erstklassige Vorlage von ihm", sagte Havertz und sprach von einem "perfekten Pass".Wie der frühere Leverkusener war auch Martinelli als Einwechselspieler gekommen. "Arsenals Super-Joker sorgen beim Sieg gegen Sporting erneut für die Wende", schrieb der "Telegraph".Pokal-Blamage vorerst vergessenFür das Restprogramm dürfte der Sieg den Londonern, die in der englischen Fußball-Meisterschaft neun Punkte Vorsprung auf Manchester City haben, einen willkommenen Schub an Selbstvertrauen geben. Den hatte Arsenal nach dem verlorenen Finale im League Cup gegen City und dem blamablen Aus im FA-Cup-Viertelfinale gegen Zweitligist FC Southampton am Karsamstag gebraucht.Für den erstmaligen Triumph in der Königsklasse ist es aber auch nur ein erster Schritt, wie Havertz in Lissabon betonte. "Wir nehmen das Ergebnis natürlich mit, aber wir haben in der kommenden Woche noch viel Arbeit vor uns." Das Rückspiel steigt am Mittwoch kommender Woche in London, dazwischen steht ein Auswärtsspiel beim AFC Bournemouth an.

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Spitzenrunde zu Änderungen: Schneller Kurswechsel? Wie die Formel 1 ums Regelwerk ringt

Fehlender Fahrspaß, erhöhtes Unfallrisiko: Die Kritik an der neuen Formel 1 ist laut. Jetzt beraten die Macher der Rennserie über Änderungen. Was dafür spricht - und was dagegen.Die Formel 1 macht in der hitzigen Debatte um schnelle Reparaturen am neuen Regelwerk Ernst. Technikchefs der Teams und Vertreter der Motorenbauer beraten mit den Spitzen des Weltverbands Fia und der Rennserie über mögliche Änderungen, um die anhaltende Kritik aus dem Fahrerlager zu dämpfen. "Es schmerzt die Seele", hatte Weltmeister Lando Norris zuletzt über die verlorene Vollgas-Lust und den stetigen Zwang zum Batterie-Management mit der neuen Motoren-Generation geklagt. Die durch die Absage der Gastspiele in Bahrain und Saudi-Arabien unerwartet lange Pause bis zum nächsten Rennen in Miami am 3. Mai gibt den Machern der Formel 1 Luft für die Hinterzimmer-Diskussionen. Doch in der Frage, ob an der seit Jahresbeginn greifenden Regel-Revolution schon wieder geschraubt werden soll, besteht keinesfalls Einigkeit.Was für Regel-Änderungen sprichtWütende Fahrer: Nach jedem der drei Saisonläufe wetterten eine Reihe von Piloten über die neue Formel 1. Ferrari-Star Charles Leclerc höhnte über Rennmanöver wie im Videospiel "Mario Kart", weil der Tempo-Schub per Knopfdruck dank des höheren Elektro-Anteils im Antrieb so enorm ist. Veteranen wie Fernando Alonso verweisen spitz darauf, dass es wegen der Notwendigkeit des Batterieladens in einstigen Mutkurven gar nicht mehr möglich ist, ans Limit zu gehen. Vor allem in der Qualifikation vermissen viele Piloten den absoluten Kick, den eine Jagd auf die schnellste Runde in der Vergangenheit versprach.Drohender Superstar: Die lautesten Proteste kamen zuletzt vom viermaligen Champion Max Verstappen. Ziemlich unverhohlen drohte der Niederländer sogar mit einem vorzeitigen Ausstieg aus der Rennserie. "Lohnt sich das? Oder genieße ich es mehr, zu Hause bei meiner Familie zu sein? Meine Freunde öfter zu sehen, wenn man keinen Spaß am Sport hat?", fragte der 28-Jährige vor Beginn der fünfwöchigen Rennpause in einem BBC-Interview. Wächst der Frust weiter, könnte Verstappen dank einer Klausel spätestens zum Jahresende aus seinem noch bis 2028 laufenden Red-Bull-Vertrag aussteigen.Crash-Gefahr: Der heftige Unfall von Haas-Pilot Oliver Bearman in Japan stärkte die Bedenken der Kritiker der neuen Autos. Mit einem Überschuss von rund 50 Stundenkilometern rauschte der Brite gerade noch am Heck des Alpine von Franco Colapinto vorbei, geriet neben die Strecke und krachte in eine Bande. "Es war Glück, dass es eine Auslaufzone gab. Man stelle sich so etwas in Baku, Singapur oder Las Vegas vor, wenn man mit diesem Tempo einen Unfall direkt an einer Mauer hat", warnte Fahrersprecher Carlos Sainz. Der spanische Williams-Pilot forderte Änderungen, da solche Vorkommnisse mit den neuen Regeln kein Einzelfall bleiben würden.Was gegen Eingriffe ins Regelwerk sprichtGeteilte Meinungen: Bei allem Lärm der Gegner gibt es auch ganz andere Stimmen. So verglich Lewis Hamilton seinen Fahrspaß in den neuen Autos mit Go-Kart-Erlebnissen: "Das ist die beste Art des Rennfahrens. Und die Formel 1 war seit langem nicht mehr die beste Form des Motorsports." Auch von den Mercedes-Piloten Kimi Antonelli und George Russell ist keine Kritik zu hören, schließlich teilte das Duo an den ersten Renn-Wochenenden die Siege unter sich auf. Ihr Teamchef Toto Wolff sagte sogar: "Die Formel 1 verändert sich und entwickelt sich zum puren Rennsport."Erst der Anfang: Formel-1-Chef Stefano Domenicali will eine "Überreaktion" verhindern und mahnte "ein konstruktives Vorgehen" bei den Diskussionen um Regeländerungen an. Schließlich sei nach erst drei Rennen noch kein finales Urteil möglich. Der Blick des Geschäftsführers richtet sich vor allem auf die zuletzt wieder stark gewachsene Fangemeinde, die sich meist viel Rennaction wünscht. "Die Formel 1 hat einen guten Job gemacht. Die Rennen sind unterhaltsam, der Fan kommt mit den vielen Überholmanövern auf seine Kosten", sagte Sky-Experte Ralf Schumacher der "Sport Bild".Wichtiges Lockmittel: Das neue Regelwerk war zudem ein Kern-Argument für den Einstieg von Herstellern wie Audi, Ford und General Motors und die Rückkehr von Honda in die Formel 1. Die Bestimmungen spiegeln jetzt deutlich mehr den Trend der Autoindustrie hin zur Elektro-Mobilität und lassen die Autobauer auf bessere Vermarktungschancen für ihre Hybrid-Serienfahrzeuge hoffen. Zudem versprach die Regel-Revolution den Neu-Einsteigern die Möglichkeit, schneller Erfolge zu erzielen. Radikalkur unmöglich: Eine schnelle Komplettwende ist ausgeschlossen. "Ich denke nicht, dass es eine einfache Lösung gibt", sagte McLaren-Teamchef Andrea Stella. Kurzfristig könnten kleinere Eingriffe in den Modus der Qualifikation die Kritiker etwas besänftigen. Weniger Zwang zum Energie-Management, mehr Vollgas im Kampf um die besten Startplätze - das würde viele Fahrer schon freuen. Weitere Reformen wie die Änderung der Energiemenge, die Runde für Runde geladen muss oder darf, oder die Erhöhung des Verbrenner-Anteils zulasten der Elektro-Batterie wären technisch komplexer und könnten teils frühestens erst nächstes Jahr umgesetzt werden.

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Internationale Presseschau: „Wilde Nacht im Bernabéu“ – das schreiben Medien zum Bayern-Sieg

Der FC Bayern setzt im Champions-League-Viertelfinale bei Real Madrid ein Ausrufezeichen. Die internationale Presse zeigt sich beeindruckt – und blickt bereits aufs Rückspiel.Spanien„Marca“: „Mbappé schenkt Real einen Hoffnungsschimmer gegen eine Klasse-Mannschaft. In München ist ein Wunder nötig. Real Madrid hat es schon einmal geschafft. Und wir sprechen hier von Europa. Alles ist möglich.“„As“: „Hoffnungsvolles Ende eines schlechten Tages. Eine Stunde lang war Real Madrid dem überragenden FC Bayern München hilflos ausgeliefert, kämpfte sich am Ende zurück, hätte beinahe noch ein Unentschieden geholt und ist vor dem Rückspiel in München weiterhin im Rennen. Neuer zeigte eine heldenhafte Leistung.“„Mundo Deportivo“: „Bayern München stürmt das Santiago Bernabéu und ist auf Kurs, das Halbfinale der Champions League zu erreichen. Real Madrid muss erneut eine seiner typischen Aufholjagden hinlegen, um im Rennen zu bleiben. Die Deutschen waren überlegen, konnten aber auch nicht ganz ihre Rolle als klarer Favorit auf den Titel unter Beweis stellen. Real hingegen tat, was es konnte und was es kann: laufen und Vinicius und Mbappé suchen. Allein damit nimmt es eine Niederlage mit nach München, die es ihm erlaubt, weiter zu träumen.“Italien„Gazzetta dello Sport“: „Bayern gewinnt die erste Runde, doch Mbappé hält alles offen. Die Bayern dominierten lange im Bernabéu, ließen die Madrilenen leiden und zeigten himmlischen Fußball. Doch sie gewannen nur 2:1. Was die Madridistas als halb voll empfanden, ist für die Bayern sicherlich halb leer. Sie verdanken dem brillanten 40-jährigen Manuel Neuer einen weiteren Saisonsieg und bedauern einige vergebene Chancen in der Schlussphase.“Frankreich„L'Equipe“: „Bayern München gewinnt trotz eines Tores von Kylian Mbappé auf dem Rasen von Real und macht einen Schritt Richtung Halbfinale. Dieses Duell erfüllte alle Erwartungen im Bernabéu in Madrid.“GroßbritannienBBC: „Harry Kane traf bei seinem Comeback nach Verletzung mit einem super Schuss. Bayern München behielt die Oberhand im Viertelfinale gegen Real Madrid mit einem beeindruckenden Hinspielsieg im Bernabéu.“„The Guardian“: „Eine weitere wilde Nacht im Santiago Bernabéu schien erneut auf ein kaum zu glaubendes Ende hinauszulaufen, auf eines dieser verrückten Comebacks, doch am Ende hielt Bayern München stand und sorgte stattdessen für die Aussicht auf ein ganz besonderes Rückspiel. Ein Tor von Kylian Mbappé leitete eine Wiederauferstehung ein, eine Rebellion, die ein Unentschieden greifbar erscheinen ließ. Doch da war Bayerns 40-jähriger Torwart Manuel Neuer, der Madrid gerade noch in Schach hielt.“„The Athletic“: „Vincent Kompany und seine Spieler verließen den Rasen im Bernabéu in Feierlaune. Dass sie am Ende teilweise sogar frustriert gewesen sein dürften, nur mit einem Ein-Tor-Vorsprung nach Bayern zurückzukehren, sagt alles darüber, wie gut sie gespielt haben – bis zu einem gewissen Punkt. Madrid musste einige bittere Momente über sich ergehen lassen. Nächste Woche im Rückspiel werden sie sich auf mehr davon gefasst machen müssen. Doch aus diesem Duell sind sie noch längst nicht raus.“Portugal„A Bola“: „Bayern beendet eine 14 Jahre lange Durststrecke im Bernabéu gegen Real. Ein großartiges Spiel im Bernabéu, in dem noch viel, viel mehr Tore hätten fallen können, das aber mit einem 2:1-Sieg für die Bayern endete.“Österreich„Kronen Zeitung“: „Bayern bezwingt Real-Fluch, aber noch alles offen.“Schweiz„Blick“: „Spektakel im Hinspiel – Real-Geschenke machen die Bayern happy. Mann des Spiels war allerdings Manuel Neuer.“

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Champions League: Die wundersame Nacht des Manuel Neuer

Manuel Neuer sichert mit spektakulären Paraden den Bayern-Sieg bei Real Madrid. Was „ein Schnupfen unten an der Wade“ für ein mögliches Karriereende bedeutet.Nach getaner Arbeit, als der Job erledigt war, packte Manuel Neuer seine Sachen. Er räumte sozusagen seinen Arbeitsplatz auf. Nahm sein Handtuch, sein wichtigstes Zubehör, aus dem Torraum, hängte es über eine Schulter und schritt gemächlich zu seinen Arbeitskollegen. War ein aufregender, aber doch ganz gelungener Arbeitstag in seinem Büro namens Strafraum. Der 40-jährige Torhüter liebt das Tiefstapeln. Ganz besonders, wenn er gerade bewiesen hat, dass er immer noch ein Meister seines Faches ist, einer der Besten seiner Zunft. Zu bestaunen beim 2:1-Erfolg des FC Bayern München im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League bei Real Madrid, den er festgehalten hat mit seinen Paraden. Die Gelegenheiten, sich zu zeigen, kamen ihm gerade recht. Torhüter lieben es, wenn sie warmgeschossen werden, wenn sie ins Fliegen kommen, wie sie sagen. „Natürlich lässt man gegen so eine starke Offensive wie die von Real auch Torchancen zu“, sagte Neuer nach der Partie und fügte mit einem Schulterzucken hinzu: „Dafür bin ich ja dann auch da.“Manuel Neuer rettet mehrfach in höchster NotKrasses Understatement angesichts seiner Weltklasse-Leistung. In Zahlen: Von 20 Schüssen, die die Königlichen am Dienstagabend Richtung Neuer abgaben, flogen zehn auf sein Tor. Wieder und wieder hatte der Tausendsassa seine Pranken, seine Finger im Spiel, zeigte spektakuläre Paraden. In den letzten Monaten und Jahren hatte es immer wieder Zweifel gegeben an seiner wahren Leistungsstärke nach einigen Wacklern und Patzern. Nun bewies der Kapitän, dass er sie noch draufhat, diese überragenden Reflexe. Er, die Bestia Neuer. Die Mauer von Madrid. Selbst beim Anschlusstreffer von Real zum 1:2 durch Kylian Mbappé war Neuer noch dran, konnte den Ball aber nicht mehr rechtzeitig abwehren. In seiner Erinnerung war die Kugel nicht schon bei Mbappés Schuss hinter der Linie, sondern erst nach dem Nachsetzen von Brahim Diaz. „Der Erste war schon drin?“, meinte Neuer am Mikrofon „Prime Video“ erstaunt und schob lachend hinterher: „Das ist ja 'ne Frechheit. Das ist dann ein Torwartfehler.“ Eine bewusste Anspielung? Jedes Gegentor wurmt ihn, ist für den Perfektionisten eine Art Majestätsbeleidigung. Will nicht aus dem Kopf und dient zugleich als Antrieb. Denn mit Real und dem Bernabéu hatte Neuer noch eine Rechnung offen. Es galt, mit diesem Auftritt das Ungemach, das ihm im Halbfinal-Rückspiel vor knapp zwei Jahren an Ort und Stelle widerfuhr, zu tilgen. In der 88. Minute konnte Neuer einen Schuss von Vinicius Júnior lediglich nach vorne abklatschen, Real-Stürmer Joselu schob ein – 1:1. In der Nachspielzeit erhöhte erneut Joselu auf 2:1, das Ende aller Endspielträume für Neuer & Co. Darauf angesprochen, ob er denn nun nach seiner überragenden Leistung Genugtuung verspüre, antwortete Neuer sachlich wie ein Facharbeiter, der genau weiß, worauf sein Fehler vor zwei Jahren zurückzuführen war: „Ich habe ein gutes Spiel gemacht an dem Abend, im Prinzip ein ähnliches wie heute, muss ich ganz ehrlich sagen. Aber in der einen Situation ist der Ball einfach viel höher abgesprungen als erwartet.“ Was er mit Händen und Worten verdeutlichte: „Normalerweise geht der hier gegen die Brust und der ist mir Richtung Hals gegangen. Ich weiß auch nicht, warum der Ball so aufgesetzt ist. Das sind Sachen, die gehören zum Torwartspiel.“ Künstlerpech. Passiert den Besten. Und dem Besten. Also hatte Manuel Neuer an diesem Abend im Bernabéu bessere Laune als er mit den Reportern sprach. Oft wirkt er in Interviews etwas trocken, ja spröde. Er möchte nicht viel von sich und seinen Emotionen preisgeben. Der Familienvater, der mit seiner Ehefrau Anika und Sohn Luca (2) am Tegernsee lebt, gibt sich gerne zurückhaltend, ruhig, besonnen. Dabei hat er, wenn in bester Gesellschaft und richtig in Fahrt, den Schalk im Nacken. Dann kann er laut und herzhaft loslachen, auch über sich. Dann ist der Ehrgeiz weit weg. Auch die Prise Verbissenheit, die in ihm steckt, die ihn zu dem gemacht hat, der er war und ist: Weltmeister von 2014, fünfmaliger Welttorhüter, zweimaliger Triple-Gewinner mit dem FC Bayern 2013 und 2020, den Champions-League-Titel inklusive. Neuer hat noch mehr erreicht, weil er etwas geschaffen hat, was den Wenigsten gelingt. Er das Profil seines Jobs verändert, den Beruf des Torwarts verändert, mit seinem mutigen, expressionistischen Ansatz revolutioniert. Und dabei auf eine neue Ebene gehoben. Ab der Ära Neuer wurde der Torhüter im modernen Fußball zum elften Feldspieler. Mit seinen riskanten wie spektakulären, aber meist effektiven Ausflügen als Sweeper-Keeper definierte er das Torwartspiel für die aktuelle und nachfolgenden Generationen neu. Doch dieser Neuer lebt nicht von der Erinnerung an seine Heldentaten, vor allem bei der WM 2014 in Brasilien. Seine Handschuhe hängen noch nicht im Museum. Sie werden gebraucht. Immer noch. Wie er. „Trotz meiner 40 Jahre“, betonte er am Dienstagabend nicht ohne Stolz, „bin ich jetzt immer noch dabei.“ Wie sieht Neuers Zukunft aus? Der Vertrag mit Bayern endet baldAber wie lange noch? Sein Vertrag bei Bayern läuft Ende Juni aus. Ende März, rund um seinen 40. Geburtstag, so der ursprüngliche Plan, wollte er sich darüber im Klaren sein, ob er noch mithalten kann, ob Kopf und Körper sich noch schinden wollen. Zwei Muskelfaserrisse in der Wade kamen ihm dazwischen, dazu die nervige Zeit in der Reha. „Das hat mir nicht in die Karten gespielt“, meinte Neuer, „aber wir haben alle Zeit der Welt, der Verein und ich. Da sind wir entspannt.“ Waren die Muskelverletzungen etwa keine Signale, dass es denn nun bald mal gut sei? „Die hatten einen anderen Ursprung“, versicherte Neuer und erklärte: „Weil ich etwas mit Magen und Darm zu tun hatte, war mein Körper ein bisschen geschwächt. Deshalb hatte ich diese Kleinigkeiten, das war wirklich wie so ein Schnupfen unten an der Wade.“ Zwei und dann noch mal vier Spiele verpasste er im Februar und März. Kann, soll aber nicht mehr vorkommen. Ihm mache es weiterhin „Spaß, in dieser Mannschaft zu spielen, mit diesen Trainerteam zu arbeiten“. Es sei „ihm wichtig, wie es in der Mannschaft aussehe“. Sprich: Wer bleibt? Wer kommt, wer geht? „Es ist alles möglich“, so Neuer. Auch wenn er es nicht mehr nötig hat – dieses Spiel war eine astreine Bewerbungsmappe für ein weiteres Jahr als Nummer eins.

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Champions League: Neuer zeigt, wozu er noch fähig ist

Mit überragenden Paraden sicherte Bayern-Torwart Manuel Neuer den Sieg bei Real Madrid – mit 40 Jahren. Was „ein Schnupfen unten an der Wade“ mit seinem möglichen Karriereende zu tun hat.Nach getaner Arbeit, als der Job erledigt war, packte Manuel Neuer seine Sachen. Er räumte sozusagen seinen Arbeitsplatz auf. Nahm sein Handtuch, sein wichtigstes Zubehör, aus dem Torraum, hängte es über eine Schulter und schritt gemächlich zu seinen Arbeitskollegen. War ein aufregender, aber doch ganz gelungener Arbeitstag in seinem Büro namens Strafraum. Der 40-jährige Torhüter liebt das Tiefstapeln. Ganz besonders, wenn er gerade bewiesen hat, dass er immer noch ein Meister seines Faches ist, einer der Besten seiner Zunft. Zu bestaunen beim 2:1-Erfolg des FC Bayern München im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League bei Real Madrid, den er festgehalten hat mit seinen Paraden. Die Gelegenheiten, sich zu zeigen, kamen ihm gerade recht. Torhüter lieben es, wenn sie warmgeschossen werden, wenn sie ins Fliegen kommen, wie sie sagen. „Natürlich lässt man gegen so eine starke Offensive wie die von Real auch Torchancen zu“, sagte Neuer nach der Partie und fügte mit einem Schulterzucken hinzu: „Dafür bin ich ja dann auch da.“Manuel Neuer und seine Paraden sicherten den SiegKrasses Understatement angesichts seiner Weltklasse-Leistung. In Zahlen: Von 20 Schüssen, die die Königlichen am Dienstagabend Richtung Neuer abgaben, flogen zehn auf sein Tor. Wieder und wieder hatte der Tausendsassa seine Pranken, seine Finger im Spiel, zeigte spektakuläre Paraden. In den letzten Monaten und Jahren hatte es immer wieder Zweifel gegeben an seiner wahren Leistungsstärke nach einigen Wacklern und Patzern. Nun bewies der Kapitän, dass er sie noch draufhat, diese überragenden Reflexe. Er, die Bestia Neuer. Die Mauer von Madrid. Selbst beim Anschlusstreffer von Real zum 1:2 durch Kylian Mbappé war Neuer noch dran, konnte den Ball aber nicht mehr rechtzeitig abwehren. In seiner Erinnerung war die Kugel nicht schon bei Mbappés Schuss hinter der Linie, sondern erst nach dem Nachsetzen von Brahim Diaz. „Der Erste war schon drin?“, meinte Neuer am Mikrofon „Prime Video“ erstaunt und schob lachend hinterher: „Das ist ja 'ne Frechheit. Das ist dann ein Torwartfehler.“ Eine bewusste Anspielung? Jedes Gegentor wurmt ihn, ist für den Perfektionisten eine Art Majestätsbeleidigung. Will nicht aus dem Kopf und dient zugleich als Antrieb. Denn mit Real und dem Bernabéu hatte Neuer noch eine Rechnung offen. Es galt, mit diesem Auftritt das Ungemach, das ihm im Halbfinal-Rückspiel vor knapp zwei Jahren an Ort und Stelle widerfuhr, zu tilgen. In der 88. Minute konnte Neuer einen Schuss von Vinicius Júnior lediglich nach vorne abklatschen, Real-Stürmer Joselu schob ein – 1:1. In der Nachspielzeit erhöhte erneut Joselu auf 2:1, das Ende aller Endspielträume für Neuer & Co. Darauf angesprochen, ob er denn nun nach seiner überragenden Leistung Genugtuung verspüre, antwortete Neuer sachlich wie ein Facharbeiter, der genau weiß, worauf sein Fehler vor zwei Jahren zurückzuführen war: „Ich habe ein gutes Spiel gemacht an dem Abend, im Prinzip ein ähnliches wie heute, muss ich ganz ehrlich sagen. Aber in der einen Situation ist der Ball einfach viel höher abgesprungen als erwartet.“ Was er mit Händen und Worten verdeutlichte: „Normalerweise geht der hier gegen die Brust und der ist mir Richtung Hals gegangen. Ich weiß auch nicht, warum der Ball so aufgesetzt ist. Das sind Sachen, die gehören zum Torwartspiel.“ Künstlerpech. Passiert den Besten. Und dem Besten. Also hatte Manuel Neuer an diesem Abend im Bernabéu bessere Laune als er mit den Reportern sprach. Oft wirkt er in Interviews etwas trocken, ja spröde. Er möchte nicht viel von sich und seinen Emotionen preisgeben. Der Familienvater, der mit seiner Ehefrau Anika und Sohn Luca (2) am Tegernsee lebt, gibt sich gerne zurückhaltend, ruhig, besonnen. Dabei hat er, wenn in bester Gesellschaft und richtig in Fahrt, den Schalk im Nacken. Dann kann er laut und herzhaft loslachen, auch über sich. Dann ist der Ehrgeiz weit weg. Auch die Prise Verbissenheit, die in ihm steckt, die ihn zu dem gemacht hat, der er war und ist: Weltmeister von 2014, fünfmaliger Welttorhüter, zweimaliger Triple-Gewinner mit dem FC Bayern 2013 und 2020, den Champions-League-Titel inklusive. Neuer hat noch mehr erreicht, weil er etwas geschaffen hat, was den Wenigsten gelingt. Er das Profil seines Jobs verändert, den Beruf des Torwarts verändert, mit seinem mutigen, expressionistischen Ansatz revolutioniert. Und dabei auf eine neue Ebene gehoben. Ab der Ära Neuer wurde der Torhüter im modernen Fußball zum elften Feldspieler. Mit seinen riskanten wie spektakulären, aber meist effektiven Ausflügen als Sweeper-Keeper definierte er das Torwartspiel für die aktuelle und nachfolgenden Generationen neu. Doch dieser Neuer lebt nicht von der Erinnerung an seine Heldentaten, vor allem bei der WM 2014 in Brasilien. Seine Handschuhe hängen noch nicht im Museum. Sie werden gebraucht. Immer noch. Wie er. „Trotz meiner 40 Jahre“, betonte er am Dienstagabend nicht ohne Stolz, „bin ich jetzt immer noch dabei.“ Wie sieht die Zukunft aus? Der Vertrag mit Bayern läuft bald ausAber wie lange noch? Sein Vertrag bei Bayern läuft Ende Juni aus. Ende März, rund um seinen 40. Geburtstag, so der ursprüngliche Plan, wollte er sich darüber im Klaren sein, ob er noch mithalten kann, ob Kopf und Körper sich noch schinden wollen. Zwei Muskelfaserrisse in der Wade kamen ihm dazwischen, dazu die nervige Zeit in der Reha. „Das hat mir nicht in die Karten gespielt“, meinte Neuer, „aber wir haben alle Zeit der Welt, der Verein und ich. Da sind wir entspannt.“ Waren die Muskelverletzungen etwa keine Signale, dass es denn nun bald mal gut sei? „Die hatten einen anderen Ursprung“, versicherte Neuer und erklärte: „Weil ich etwas mit Magen und Darm zu tun hatte, war mein Körper ein bisschen geschwächt. Deshalb hatte ich diese Kleinigkeiten, das war wirklich wie so ein Schnupfen unten an der Wade.“ Zwei und dann noch mal vier Spiele verpasste er im Februar und März. Kann, soll aber nicht mehr vorkommen. Ihm mache es weiterhin „Spaß, in dieser Mannschaft zu spielen, mit diesen Trainerteam zu arbeiten“. Es sei „ihm wichtig, wie es in der Mannschaft aussehe“. Sprich: Wer bleibt? Wer kommt, wer geht? „Es ist alles möglich“, so Neuer. Auch wenn er es nicht mehr nötig hat – dieses Spiel war eine astreine Bewerbungsmappe für ein weiteres Jahr als Nummer eins.

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Champions League: Havertz als Erlöser: Glänzende Halbfinal-Chancen für Arsenal

Der FC Arsenal sichert sich im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League einen späten Sieg bei Sporting Lissabon. Die Tür zum Halbfinale stößt Nationalspieler Kai Havertz in der Nachspielzeit auf.Dank Kai Havertz hat sich Premier-League-Tabellenführer FC Arsenal im Viertelfinale der Champions League bei Sporting Lissabon eine hervorragende Ausgangsposition erarbeitet. Der Nationalspieler, der erst 20 Minuten vor dem Ende eingewechselt wurde, sorgte in der ersten Minute der Nachspielzeit für den 1:0 (0:0)-Siegtreffer im Hinspiel. Das Rückspiel findet am Mittwoch kommender Woche in London statt.Im Regen von Lissabon wurden die auf Ballkontrolle fokussierten Gunners vom portugiesischen Double-Sieger zu Beginn mächtig unter Druck gesetzt. Das führte bereits in der 6. Minute zur ersten richtig dicken Möglichkeit durch Linksverteidiger Maxi Araújo, der bei seinem wuchtigen Abschluss von der Strafraumkante die Latte traf. Arsenals Keeper David Raya war noch mit den Fingerspitzen dran.Havertz kommt und behält die NervenDie Gäste aus England zeigten sich nach knapp einer Viertelstunde erstmals vor dem Sporting-Tor - und das natürlich über Standards. Einen scharf vor das portugiesische Tor gezogenen Freistoß von Kapitän Martin Ödegaard klärte Sporting auf der Linie zum Eckball, den Noni Madueke direkt an die Latte setzte.Arsenal übernahm in der Folge noch stärker die Kontrolle und wollte vor allem das eigene Tor absichern. Die vermeintliche Führung pfiff der deutsche Schiedsrichter Daniel Siebert nach Kontakt mit VAR Bastian Dankert jedoch wegen einer Abseitsstellung zurück (64.). In der Nachspielzeit schlug Havertz freistehend vor dem Tor dann noch nervenstark zu.

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Champions League: Kane und Diaz schießen Bayern zum Sieg gegen Real Madrid

Der FC Bayern hat das Hinspiel im Champions-League-Viertelfinale gegen Real Madrid gewonnen – dank Harry Kane und Luis Diaz. Im Tor überragte Manuel Neuer.Im Stile eines kommenden Champions hat der FC Bayern dem großen Rivalen Real Madrid den Schrecken der vergangenen Jahre im Viertelfinal-Hinspiel von Europas Königsklasse schon sehr genommen. Nach dem lange sehr dominanten 2:1 (1:0) im Bernabéu-Stadion durch die Tore von Luis Díaz (41. Minute) und Harry Kane (46.) hat der deutsche Fußball-Rekordmeister beste Chancen, um gegen den Champions-League-Rekordsieger erstmals seit 2012 wieder ein K.o.-Duell zu gewinnen.Die vergangenen vier hatte jeweils Real für sich entschieden. Die Königlichen leben aber nach dem Anschlusstor des starken Kylian Mbappé (74.) noch.Ins Rückspiel des Giganten-Duells in einer Woche in der heimischen Allianz Arena geht das Team von Vincent Kompany jedenfalls jetzt als Favorit. Der Belgier, der an diesem Freitag 40 Jahre alt wird, erlebte sein Star-Ensemble in seinem 100. Pflichtspiel als Bayern-Coach wie von ihm gewünscht: ohne Ehrfurcht, dominant, ballsicher, entschlossen – und nach einer gewissen Anlaufzeit auch effektiv vorm Tor. FC Bayern beherrschte die Partie weitgehendDas Münchner Kollektiv beherrschte überwiegend das Spiel, aber Reals Individualisten waren immer wieder gefährlich, insbesondere in Person von Mbappé. Der Franzose scheiterte bei etlichen Abschlüssen ebenso wie Offensivkollege Vinícius Júnior immer wieder am gut reagierenden Manuel Neuer im Bayern-Tor. Der 40-Jährige zählte zu Bayerns Besten.Eine gute Stunde vor dem Anpfiff war das große Rätselraten um Harry Kane beendet gewesen. Der Name des Engländers tauchte in der Bayern-Aufstellung auf. Kane konnte nach seinen Sprunggelenks-Problemen auflaufen, was alle Münchner erleichterte. „Harry ist unfassbar wichtig. Was für eine Kraft er nach vorne gibt, ist unbezahlbar“, sagte Nationalspieler Serge Gnabry nach der Ankunft im Stadion bei Prime Video.Kane musste sich ins Spiel hineinbeißen, dokumentierte aber seinen Wert als Leader. Dayot Upamecano ermöglichte er die erste Großchance der Partie. Der Verteidiger traf den Ball im Fünfmeterraum nicht richtig (9.).Angeführt vom omnipräsenten Mittelfeld-Chef Joshua Kimmich bestimmten die Bayern das Geschehen auf dem Rasen. Aber sie ermöglichten auch Real viele gute Möglichkeiten – etwa nach schlechten Spieleröffnungen von Neuer. Der 40-Jährige war aber zwei Jahre nach seinem bösen Patzer beim Halbfinal-K.o. in wichtigen Momenten gerade gegen Mbappé ein echter Rückhalt.Díaz schlägt kurz vor der Pause zu, Kane kurz danachÜberraschend war, dass es lange 0:0 stand. Nachdem aber Serge Gnabry ein Real-Geschenk nicht annehmen konnte, sondern Real-Torwart Andrej Lunin anschoss (41.), schlugen die Gäste zu. Kane behauptete den Ball, Gnabry schickte Luis Díaz steil - und der bis dahin flatterhafte Kolumbianer vollendete eiskalt mit einem Flachschuss.Nach der Pause waren gerade 21 Sekunden gespielt, als Kane jubelte. Nach Pass von Michael Olise schoss er den Ball aus 18 Metern platziert ins rechte Eck – sein elftes Tor in dieser Champions-League-Saison. Die 4.000 mitgereisten Bayern-Fans waren nun tonangebend im riesigen, voll besetzten Stadion.Neuer streckte wenig später jubelnd die Arme von sich, als er den auf sich zulaufenden Vini Jr. so weit abdrängen konnte, dass der Brasilianer nur ans Außennetz schoss (61.). Ein 1:2 hätte noch mal ein Wendepunkt sein können.Doch der Real-Mythos zog an diesem Abend nicht wie früher. Zumal Neuer ein weiteres Mal in Weltklasse-Manier einen Schuss von Mbappé mit der Hand am Tor vorbei lenken konnte (66.). Nur einmal war Neuer doch geschlagen, auch wenn er am Schuss von Mbappé aus kurzer Distanz noch mit der Hand dran war. Die Bayern waren nach dem 2:0 nicht mehr effektiv im Abschluss, spielten beste Überzahlsituationen schlecht aus. Sie hatten aber insgesamt die besseren Einzelspieler und das bessere Kollektiv.

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Champions League: Wer überträgt Bayerns Spiel bei Real Madrid?

Duell der Fußball-Giganten: Im Hinspiel des Champions-League-Viertelfinals tritt der FC Bayern München bei Real Madrid an. So lässt sich die Partie live verfolgen.Der FC Bayern freut sich auf einen großen Fußballabend in der Champions League. Die Münchner bestreiten am Dienstag um 21 Uhr das Viertelfinal-Hinspiel bei Real Madrid im Bernabéu-Stadion. Eine erfreuliche Nachricht gab es für den deutschen Rekordmeister noch vor dem Aufbruch nach Spanien: Stürmerstar Harry Kane ist nach Problemen am Sprunggelenk zurück im Kader.Real Madrid vs. FC Bayern: Hier läuft die Champions-League-PartieDer Amazon-Streamingdienst Prime Video zeigt das Gastspiel des deutschen Rekordmeisters bei den „Königlichen“ in Spaniens Hauptstadt live. Verfolgen lässt sich die Partie zudem über die ARD-Inforadios.Für Vincent Kompany ist das prickelnde Kräftemessen bei der Mannschaft von Superstürmer Kylian Mbappé sein 100. Pflichtspiel als Coach der Bayern. Der souveräne Spitzenreiter der Bundesliga ist selbstbewusst vor dem Hinspiel. Man könne jeden Gegner schlagen, tönte Offensiv-Juwel Lennart Karl nach den jüngsten Erfolgen.

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Champions League: Kommt Bayern gegen Real weiter? Drei Gründe dafür – und drei dagegen

Kracherduell im Viertelfinale der Champions League: Der FC Bayern trifft auf Real Madrid. Was spricht für den deutschen Rekordmeister – und was für die „Königlichen“?FC Bayern München gegen Real Madrid – das klingt zwar schon nach Champions-League-Finale, ist aber gerade mal erst die Viertelfinal-Begegnung. Beide europäische Giganten wollen unbedingt in die Runde der besten vier Mannschaften kommen. Magische Fußballnächte stehen bevor.Real-Star und Reizfigur Vinicius Junior ist vor dem Hochkaräter siegessicher: „Ich glaube, dass es für uns eine schöne letzte Saisonphase wird.“ Doch auch der FC Bayern kommt mit breiter Brust. Man könne jeden Gegner schlagen, sagte Offensiv-Juwel Lennart Karl nach den jüngsten Erfolgen.Wer behält recht und welcher Klub zieht in dieser Saison ins Halbfinale der Champions League ein?Drei Gründe für den FC BayernOffensivmaschineWenn die Bayern-Offensive ins Rollen kommt, ist sie nur schwer zu stoppen. Das zeigte sich zuletzt im Achtelfinale der Champions League gegen Atalanta Bergamo: Der deutsche Rekordmeister fertigte die Italiener im Hinspiel in Bergamo mit 6:1 ab und gewann das Rückspiel mit 4:1 – insgesamt also 10:2.Die Münchner haben einen der gefährlichsten Angriffe in dieser Champions-League-Saison. Insgesamt erzielten sie 32 Tore, das sind im Schnitt über drei Tore pro Spiel. Die Bayern haben bewiesen, dass sie in jedem Stadion mehrere Treffer erzielen können. Rechtzeitig zum Duell mit Real meldet sich zudem Stürmerstar Harry Kane nach Sprunggelenksproblemen zurück im Kader.Form und SerieIn allen Wettbewerben sind die Bayern seit Monaten fast ohne Niederlage. Nur in zwei Spielen gab es in der laufenden Saison keine Punkte für die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany: im Januar in der Liga gegen Augsburg (Endstand 1:2) und im November 2025 gegen Premier-League-Tabellenführer Arsenal in der Champions-League-Gruppenphase (Endstand 1:3).Abgesehen von diesen Ausnahmen treten die Münchner äußerst stabil auf; sie sind wettbewerbsübergreifend seit 13 Spielen ungeschlagen, führen die Bundesliga-Tabelle souverän an und überzeugen auch in der Champions League.Unruhe bei RealVon Stabilität kann bei Real Madrid in dieser Saison keine Rede sein. Das Projekt Xabi Alonso bei den Königlichen ist gescheitert – der Coach, der als Spieler sowohl für Real als auch für die Bayern spielte, wurde im Januar entlassen.Doch auch danach kehrte keine Ruhe ein. Das Debüt des Nachfolgers Álvaro Arbeloa endete sogar in einem sportlichen Debakel: Real Madrid blamierte sich mit einer 3:2-Niederlage beim Zweitligisten Albacete Balompié im Achtelfinale des spanischen Pokals Copa del Rey und schied dadurch aus. In der Liga sind die Madrilenen aktuell nur Zweiter hinter dem Erzfeind FC Barcelona.Drei Gründe für Real MadridLieblingsgegner BayernIn 28 Duellen zwischen dem FC Bayern und Real Madrid gingen die Spanier 13-mal als Sieger vom Platz – davon achtmal in insgesamt 13 K.o.-Spielen. Diese Statistik ist zwar recht ausgeglichen, dennoch könnte man Bayern schon fast als Reals Lieblingsgegner der vergangenen Jahre bezeichnen.Das letzte Ausscheiden der Madrilenen gegen die Münchner liegt bereits 14 Jahre zurück. Seither begegneten die europäischen Schwergewichte sich viermal in der Champions League – immer kam Real Madrid nach Hin- und Rückspiel eine Runde weiter. Das kann beim Aufeinandertreffen in dieser Saison ein psychologischer Vorteil sein.Champions-League-DNAGenerell haben die Königlichen eine Königsklassen-DNA. Auch wenn es in der Liga mal nicht läuft, liefern sie in der Champions League (CL) meist ab. Real Madrid ist mit 15 CL‑Titeln der erfolgreichste Fußballklub Europas und der Welt. Das sorgt für ein beispielloses Selbstbewusstsein.Nach dem erneuten Titelgewinn im Jahr 2024 gab es in der vergangenen Saison bereits das Aus im Viertelfinale gegen den FC Arsenal. Zwei Jahre in Folge noch vor dem Halbfinale auszuscheiden, wäre ein Desaster für die „Galaktischen“. Entsprechend motiviert werden Vinícius Júnior und Co. in die Spiele gegen die Bayern gehen.Star-EnsembleMit Spielern wie Vinícius „Vini“ Júnior, Kylian Mbappé und Federico Valverde in den eigenen Reihen verfügt Real Madrid über eine kaum vergleichbare individuelle Klasse. Die Ausnahmefußballer können in jedem Spiel den Unterschied machen – auch gegen die Bayern.Das zeigte sich zuletzt im CL-Achtelfinale gegen Manchester City: Vinícius Júnior bescherte Real Madrid mit zwei Treffern den 2:1-Hinspielerfolg und Valverde sorgte im Rückspiel mit einem Hattrick quasi im Alleingang für den 3:0-Sieg der Spanier. Obacht, FC Bayern!

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Golf-Superstar: Auszeit für Woods: Trotzdem ist er beim Masters das Thema

Skandale, Verletzungen, Comebacks: Tiger Woods fehlt beim Masters – doch sein Name sorgt in Augusta trotzdem für Diskussionen. Was steckt hinter dem Mythos Woods?Eigentlich hätte Tiger Woods beim Masters allen Grund zum Feiern gehabt. Im April vor 25 Jahren schrieb er im Augusta National Golf Club Geschichte: Mit dem Triumph beim Masters 2001 machte er den historischen "Tiger-Slam" perfekt. Zwischen Juni 2000 und April 2001 gewann der Superstar alle vier großen Major-Turniere in Folge. Angesichts der neusten Eskapaden und darauffolgenden Diskussionen um seine Person ist bei dem inzwischen 50-jährigen Kalifornier die Partylaune aber verflogen. Nach einem erneuten Autounfall und der kurzzeitigen Festnahme wegen Drogenverdachts vor wenigen Tagen in seiner Wahlheimat Jupiter Island in Florida ist Woods erst gar nicht nach Augusta gereist. Die Fans müssen beim Masters ohne ihren Publikumsliebling auskommen.Der US-Golfstar kündigte eine Auszeit auf unbestimmte Zeit an. Er werde die Zeit nehmen, "die es braucht, um gesünder, stärker und konzentrierter zurückzukommen - sowohl persönlich als auch beruflich", schrieb der 15-malige Major-Sieger in den sozialen Medien. Ihm sei der Ernst der Lage bewusst.Kritik an seinem Verhalten gibt es nun auch aus der Szene. "Er ist ein Mensch wie alle andern auch und wir haben Schwierigkeiten. Es ist schade. Das Einzige, was ich nicht verstehe, ist, dass es ein bisschen egoistisch ist von ihm, Auto zu fahren und andere Leute in Gefahr zu bringen", sagte Golf-Profi Jason Day. "Aber wenn du der Spieler bist, der er war, und so einen starken Willen hat, dann denkt er, er schafft fast alles. Und deswegen fährt er vermutlich, auch wenn er ein bisschen unter Drogeneinfluss steht."Woods weiter der Heilsbringer des Golfsports?Trotz seines Fehlens wird Woods auch beim ersten Major-Turnier des Jahres wieder das Gesprächsthema Nummer eins sein. Über Woods' Rolle als Heilsbringer in der Golfwelt wird heiß diskutiert werden. Ist er immer noch der Richtige, um all die Probleme und Baustellen im Golfsport zu lösen? Dass er 2027 nicht als neuer Kapitän für das US-Team im Ryder Cup zur Verfügung stehen wird, ist bereits klar. Aber nicht nur für dieses Amt, auch in Planungs- und Zukunftsfragen der PGA-Tour, bei der Suche nach einer Lösung im Streit mit der von Saudi-Arabien finanzierten LIV Tour oder beim Thema Einführung einer neuen Golf-Serie unterm Hallendach - immer wird sein Name gespielt oder er ist aktiv selbst an den Verhandlungen beteiligt.Und nun wirft ihn der neuerliche Autounfall in Florida abermals aus der Bahn. Das Polizeifoto nach seiner Festnahme zeigt einen müden und ausgebrannt wirkenden Woods. Die Zukunft des Golf-Phänomens scheint offener denn je. Augusta National Golf Club - Woods' WohlfühloaseDer legendäre Augusta National Golf Club in Georgia war für Woods immer ein Ort des Wohlfühlens und der sportlichen Erfolge. Alleine fünfmal gewann er hier das bedeutendste Major - zuletzt 2019 mit einem der größten Comebacks der Sport-Geschichte. Elf Jahre nach seinem letzten großen Erfolg bei der PGA Championship 2008 feierte der damals 43-Jährige seinen 15. Major-Titel. Sein erster Masters-Sieg 1997 ebnete dem jungen Tiger Woods von Augusta aus den Weg in eine glamouröse Zukunft. Sein einzigartiges Lebenswerk wurde aber nicht nur von triumphalen Siegen, strahlendem Glanz und unglaublichen Comebacks geprägt - auch harte Rückschläge und lange Zeiten des Leidens begleiteten die Golf-Ikone stetig. Ehekrise, Liebes-Affären, Scheidung und vier Autounfälle gehörten ebenso dazu wie die unzähligen Operationen am Rücken, an Knien, Beinen, am Knöchel und an der Achillessehne sowie die nachfolgenden Rehamaßnahmen.Der geschundenen Körper des Tiger WoodsDas harte Training über Jahrzehnte hat tiefe Spuren auf seinem geschundenen Körper hinterlassen. Schon als Kind wurde er von seinem Vater Earl, einem Vietnam-Veteranen, mit militärischem Drill auf Erfolg getrimmt.Millionen von Bällen hat er schon über die Golfplätze und Driving Ranges geprügelt. Eine einseitige Belastung, die trotz ausgeklügelter Trainingsmethoden und flankierender Physio-Programme dem Körper alles abverlangte. Der Mann, der 683 Wochen an der Spitze der Weltrangliste stand, kämpfte sich bislang immer wieder zurück. Ob Woods noch einmal auf der ganz großen Golfbühne auftaucht, ist mit einem riesigen Fragezeichen versehen. Die insbesondere nach einem schweren Autounfall 2021 körperlich gezeichnete Golf-Ikone gab zwar keine Rücktrittserklärung ab - ein Comeback als Profi scheint angesichts des erneuten Vorfalls, seines Alters und der langen Pause aber zunehmend unrealistischer.

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Tennisturnier in Monte-Carlo: Becker geht "Herz auf": Gestärkter Zverev greift Top-Duo an

Alexander Zverev startet in seiner Wahlheimat Monte-Carlo mit einem guten Gefühl in die Sandplatzsaison. Warum Boris Becker ins Schwärmen gerät – und an einen großen Coup glaubt.Auf dem Motorroller düste Alexander Zverev zum Mini-Tennis-Showmatch gegen Angstgegner Jannik Sinner am Hafen von Monte-Carlo. Zverev lebt genau wie der Italiener in Monaco, er genießt hier die kurzen Wege, das malerische Ambiente und das schöne Wetter. Doch das Heimturnier ist für den deutschen Tennisstar noch aus einem anderen Grund etwas ganz Besonderes: Es markiert den Auftakt in die Sandplatz-Saison, an deren Ende sich Zverev den Traum vom ersten Grand-Slam-Sieg erfüllt haben will. Er sei endlich "zurück auf Sand", schrieb der Weltranglistendritte bei Instagram. Also auf seinem Lieblingsbelag, auf dem ab dem 24. Mai auch bei den French Open in Paris als eines von vier Grand-Slam-Turnieren gespielt wird. Das Masters-1000-Turnier in Monte-Carlo ist dafür eine wichtige Standortbestimmung - aber Boris Becker ist schon jetzt begeistert von "Zverev 2.0".Tennis-Ikone gerät ins Schwärmen"Mir geht das Herz auf", sagte die Tennis-Ikone im gemeinsamen Podcast mit Ex-Spielerin Andrea Petkovic über Zverevs Umstellungen seit Jahresbeginn: "Er spielt offensiv, er steht im Feld, er geht ans Netz, er spielt mal Serve-and-Volley - so kann ein Sascha Zverev, mit dieser Spielweise, mit dieser Einstellung, auch bald ein Grand-Slam-Turnier gewinnen. Ich bin überzeugt. Er muss es nur weitermachen."Nichts anderes hat Zverev vor. Der 28-Jährige verlor zuletzt bei den Hartplatz-Turnieren in Indian Wells und Miami zwar jeweils im Halbfinale gegen Sinner. Doch der US-Doppelpack hat eindrucksvoll bewiesen: Zverev ist näher an Sinner und den Weltranglistenersten Carlos Alcaraz herangerückt. Durch das etwas mutigere und aggressivere Spiel mache Zverev zwar "den ein oder anderen Fehler mehr", erklärte Becker, "aber die Chancen auf den Sieg erhöhen sich. Gerade gegen die absolut Besten, und das ist eben Sinner und das ist Alcaraz."Im Halbfinale wieder gegen den Angstgegner?Auch in Monte-Carlo droht Zverev ein Halbfinal-Duell mit Sinner, sollten beide ihre Matches bis dahin gewinnen. Die deutsche Nummer eins ist nach einem Freilos in der ersten Runde am Mittwoch gegen den Chilenen Cristian Garín klarer Favorit. Das mögliche Aufeinandertreffen mit Sinner, der ihn siebenmal in Folge schlagen konnte, dürfte er aber schon im Hinterkopf haben."Vielleicht sollte er sich mal mit Jannik Sinner irgendwo einschließen und alleine rauskommen für ein paar Wochen, dass der mal nicht mehr spielen kann gegen ihn", scherzte Becker angesichts von Zverevs Sieglos-Serie gegen den Weltranglistenzweiten. Doch der dreimalige Wimbledon-Gewinner ist guter Hoffnung, denn: "Die Sandplatz-Saison kommt, da ist in der Regel Zverev besser als Sinner. Aber da gibt es wiederum andere Gegner."Zverev fühlt sich bereit für den CoupAlcaraz zum Beispiel. Der Spanier muss nach seinem frühen Aus in Miami nun im Fürstentum Monaco Leistung bringen, um die Weltranglisten-Position eins nicht an Sinner zu verlieren. Der Südtiroler profitiert auch davon, dass er aufgrund seiner dreimonatigen Doping-Sperre aus dem Vorjahr aktuell keine Punkte zu verteidigen hat. Zverev ist als Dritter von den Punkten her meilenweit weg vom Spitzenduo. Sein Ziel, die Nummer eins der Tennis-Welt zu sein, wird immer unwahrscheinlicher. Doch an seine Grand-Slam-Chance glaubt Zverev inzwischen wieder deutlich mehr. Im Vorjahr habe er sich diesen Coup auch aufgrund diverser Verletzungen nicht so zugetraut. "Ich fühle mich anders dieses Jahr, ich fühle, dass es passieren kann - und auch passieren wird", prophezeite der gebürtige Hamburger.Chefkritiker Becker hat nichts zu meckernBecker stimmt ihm da zu. "Es ist für mich eine Frage der Zeit, bis er mal ein ganz großes Turnier gewinnt", sagte der 58-Jährige. Er hatte in der Vergangenheit Zverevs latente Passivität immer wieder kritisiert und war dafür vom Spieler öffentlich auch angegangen worden. Aktuell hat Becker nichts zu meckern: "Die Art und Weise gefällt mir. So macht es Spaß, zuzuschauen, und deswegen hat er auch Erfolg."

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Masters-Turnier: Tennisprofi Altmaier in Monte-Carlo früh ausgeschieden

Daniel Altmaier verliert sein Auftaktmatch gegen den Tschechen Tomas Machac in drei Sätzen. Nun sind die Augen auf Alexander Zverev gerichtet, der vor seiner ersten Aufgabe gewarnt sein dürfte.Tennisprofi Daniel Altmaier hat sein Auftaktmatch beim Masters-1000-Turnier in Monte-Carlo verloren. Der Deutsche unterlag dem Tschechen Tomas Machac in einer umkämpften Partie mit 4:6, 6:1, 3:6.Nach verlorenem ersten Satz zeigte sich Altmaier stark verbessert. Nach einem schnellen Break zum 3:1 wehrte er in einem umkämpften Aufschlagspiel Breakbälle ab und erhöhte auf 4:1 - die Entscheidung im zweiten Durchgang. Im entscheidenden dritten Satz gab Altmaier beim Stande von 2:3 seinen Aufschlag ab - und schaffte kein Re-Break mehr.Altmaiers Formkurve hatte zuletzt nach oben gezeigt. Nach einem denkbar schlechten Start ins neue Jahr mit acht Auftaktniederlagen in Folge hatte er bei einem Challenger-Turnier in Neapel immerhin das Finale erreicht und danach in beim ATP-250-Turnier in Bukarest zwei Spiele gewonnen.Zverev vor Auftaktspiel gewarntFür den deutschen Tennisstar Alexander Zverev beginnt das Turnier nach einem Freilos mit dem Zweitrunden-Match gegen den chilenischen Qualifikanten Cristian Garin. Zverev dürfte gewarnt sein, in bisher drei Aufeinandertreffen konnte der Deutsche gegen den 29-Jährigen erst einmal gewinnen.

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Billie Jean King Cup: Deutsches Frauen-Tennisteam beim Neustart auch ohne Lys

Nach dem Abstieg aus der Weltgruppe gibt es einen Umbruch bei den Tennis-Frauen. Eva Lys kann zunächst nicht mithelfen. Beim Quali-Turnier des Billie Jean King Cups muss es ein junges Team richten.Zum Neustart nach dem Abstieg aus der Weltgruppe des Billie Jean King Cups muss das deutsche Frauen-Tennisteam auch auf die gesetzte Eva Lys verzichten. Die 24 Jahre alte Hamburgerin sei nach ihrer Knieverletzung noch nicht wieder vollständig fit und stehe deswegen für das Turnier der Regionalgruppe I vom 7. bis 11. April im portugiesischen Oeiras nicht zur Verfügung. Das teilte der Deutsche Tennisbund (DTB) mit.Der neue Cheftrainer Torben Beltz nominierte dafür Nastasja Schunk (22) und Eva Bennemann (18) nach. Sie komplettieren das sehr junge und kaum erfahrene Team mit Ella Seidel (21), Noma Noha Akugue (22) und Tessa Brockmann (20). Auch aufgrund des vom Verband ausgerufenen Neuaufbaus hatte Beltz auf die erfahrenen Spielerinnen Laura Siegemund (38) und Tatjana Maria (38) verzichtet.Das sagt der Trainer über Lys und das Team"Wir hätten Eva Lys natürlich gerne dabeigehabt. Aber es ist wichtig, dass sie ihre Knieverletzung aus Australien erst einmal vollständig auskuriert", sagte Beltz laut DTB-Mitteilung: "Mit der Nachnominierung folgen wir dem klar definierten Prozess, junge Spielerinnen an die Nationalmannschaft heranzuführen, die Deutschland auch in den nächsten Jahren vertreten werden."In der Gruppe D trifft Deutschland auf Dänemark, Portugal und Schweden. Um sich für die nächste Runde zu qualifizieren, muss die DTB-Auswahl Gruppenerster werden und in der K.o.-Phase unter die besten drei Mannschaften kommen. Die vier schlechtplatziertesten Länderauswahlen steigen in die Regionalgruppe II ab.Jetzt kommt es auf Seidel anOhne Lys, aktuell die Nummer 75 der Tenniswelt, sinken die Chancen auf die angestrebte sofortige Rückkehr in die Weltgruppe des Prestige-Wettbewerbs, der früher Fed Cup hieß. Nun ist Seidel als Weltranglisten-85. auf dem Papier die mit Abstand beste Spielerin im Kader. Bennemann wurde erstmals für den Billie Jean King Cup nominiert, auch Noha Akugue ist im Teamwettbewerb ein Neuling. Schunk war 2021 in der Finalrunde im Doppel gegen die Schweiz bereits zum Einsatz gekommen. Beltz trat die Nachfolge von Rainer Schüttler an, der im November nach dem Abstieg zurückgetreten war. Als langjähriger Trainer von Angelique Kerber feierte Beltz große Erfolge; 2016 führte er die Ex-Spielerin bei den Australian Open und bei den US Open zu zwei ihrer drei Grand-Slam-Titel. Der 49-Jährige ist bereits seit Ende 2024 Chef-Bundestrainer der Frauen, damals folgte er auf Barbara Rittner.

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