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Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und den Finanzmärkten
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Aktuelle Nachrichten

Fußball-Bundesliga: Wolfsburg wirft Trainer und Sportchef raus – alter Bekannter soll übernehmen

Immer tiefer gerät der VfL Wolfsburg in die Krise. Die Klubverantwortlichen ziehen nun Konsequenzen. Ein alter Bekannter steht offenbar schon als Trainer-Nachfolger bereit.Der VfL Wolfsburg hat im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga zu einer Radikalmaßnahme gegriffen. Nach dem 1:2 (1:1) gegen den Hamburger SV muss neben Trainer Daniel Bauer auch der Sport-Geschäftsführer Peter Christiansen gehen.Neuer Chefcoach soll nach übereinstimmenden Medienberichten ein alter Bekannter werden: Dieter Hecking. Hecking führte die Wolfsburger 2015 zum DFB-Pokalsieg und in die Champions League. Jetzt soll er den ersten Abstieg seit der Wolfsburger Bundesliga-Premiere 1997 verhindern. Mit einem der teuersten Kader der Liga ist der VfL nur noch Tabellenvorletzter.Christiansen schon lange in der KritikWolfsburgs Aufsichtsratsvorsitzender Sebastian Rudolph lobte Christiansens Arbeit für die Fußballerinnen des VfL. „Bei den Männern fehlten leider die sportlichen Ergebnisse. Deswegen haben wir entschieden, die Zusammenarbeit mit ihm zu beenden“, sagte Rudolph. Über eine Nachfolge des schon länger umstrittenen Dänen soll zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden. Erst einmal übernimmt der erst im Dezember verpflichtete Sportdirektor Pirmin Schwegler mehr Verantwortung.Bauer hatte im November des vergangenen Jahres die Nachfolge von Paul Simonis angetreten und war kurz vor Weihnachten zum Cheftrainer befördert worden. Zuletzt gab es in den vergangenen sieben Spielen aber sechs Niederlagen.„Diese Entscheidung ist uns alles andere als leichtgefallen. Wir haben gehofft, die Wende gemeinsam hinzubekommen. In der Analyse der Gesamtsituation sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass wir der Mannschaft einen neuen Impuls geben müssen, um den Klassenerhalt zu schaffen“, sagte Schwegler.Der 61-jährige Hecking dagegen kennt sich seit Jahren mit allen sportlichen Lagen aus. Vor und nach seiner ersten Wolfsburger Zeit trainierte er unter anderem Hannover 96, den 1. FC Nürnberg, Borussia Mönchengladbach und auch den Hamburger SV. Zuletzt musste er am 15. September jedoch beim VfL Bochum gehen, weil es nach dem Bundesliga-Abstieg auch beim Neuaufbau der Mannschaft hakte.Als der 51 Jahre alte Christiansen im Sommer 2024 vom FC Kopenhagen nach Wolfsburg kam, musste er zunächst mit dem Personal arbeiten, das er dort vorfand. Als er vor dieser Saison deutlich mehr Einfluss nahm, wurde nichts besser, sondern vieles nur noch schlimmer.Bundesliga-Debütant Simonis war mit seinem ersten Trainerjob im Ausland überfordert. Das aktuelle Aufgebot des VfL umfasst 32 Spieler plus weitere Talente. Doch dem Kader mangelt es an Einstellung und Teamgeist – das beklagten schon mehrere Spieler öffentlich.Die großen Schwachstellen in Angriff und Abwehr wurden auch in diesem Winter nicht behoben. Ein dringend benötigter Mittelstürmer kam weder im August noch im Januar. Verstärkung für die Abwehr erst am letzten Abend der Transferfrist. Im Ergebnis sind die Wolfsburger so akut vom Abstieg bedroht wie seit den beiden Relegationsteilnahmen 2017 und 2018 nicht mehr.Radikalmaßnahme beim VfL Wolfsburg wie 2011Nach dem ersten Trainerwechsel im November war erst einmal nur der Sportdirektor auf der Ebene unter Christiansen ausgetauscht worden: Der Schweizer Schwegler kam für Sebastian Schindzielorz.Jetzt aber greift der vom Mutterkonzern Volkswagen dominierte Aufsichtsrat beim VfL so stark durch wie seit dem Frühjahr 2011 nicht mehr. Damals verloren der Geschäftsführer Dieter Hoeneß sowie Interimstrainer Pierre Littbarski auf einen Schlag ihre bisherigen Jobs. Für sie kehrte mitten im Abstiegskampf der Wolfsburger Meistertrainer Felix Magath noch einmal zurück.

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Interview: Er reitet Todeswellen – und braucht eine eigene Rettungsstation am Strand

Sebastian Steudtner hält den Weltrekord für die größte gesurfte Welle. Hier spricht er über seinen Kampf mit der Gischt – und das Gefühl, mit 147 km/h über den Comer See zu surfen.

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WM-Qualifikation: Traumstart perfekt: Deutsche Fußballerinnen siegen klar

Mit einer Machtdemonstration gegen Norwegen unterstreichen die deutschen Fußballerinnen ihre Ambitionen für die WM 2027. Die Qualifikation dürfte zur Formsache werden.Mit einer weiteren Machtdemonstration im Klassiker gegen Norwegen haben die deutschen Fußballerinnen den Traumstart in die WM-Qualifikation perfekt gemacht. Wenige Tage nach dem 5:0 gegen Slowenien siegte das Team von Bundestrainer Christian Wück im 43. Duell mit den Norwegerinnen 4:0 (3:0) in Stavanger.Elisa Senß (18. Minute), Carlotta Wamser (45.+1), Vivien Endemann (45.+4) und Jule Brand (58.) trafen für die höchst effiziente DFB-Elf vor 8.500 Zuschauern. Das Thema Chancenverwertung, oft diskutiert in den vergangenen Monaten, war dieses Mal keines. Gnadenlos bestrafte die DFB-Auswahl die Lücken in der norwegischen Abwehr. Torhüterin Berger gibt Entwarnung"Wir haben von Anfang alles reingeschmissen", sagte Leverkusens Wamser im ZDF, "wir haben auch mal nicht so viele Chancen gebraucht, um Tore zu machen. Das Gesamtprodukt war dann sehr, sehr gut." Torhüterin Ann-Katrin Berger gab nach ihrem Zusammenprall kurz vor Spielende mit Norwegens Elisabeth Terland Entwarnung: "Mir geht's gut. Wir haben zu null gespielt, da muss es einem immer gutgehen. Natürlich habe ich ein paar Mal was abbekommen, aber das gehört - glaube ich - zum Fußballspielen dazu."Wück nimmt drei Änderungen vorIm Vergleich zum Slowenien-Spiel in Dresden setzte Wück in der Innenverteidigung auf Vizekapitänin Janina Minge statt Camilla Küver. Im Sturmzentrum durfte Nicole Anyomi anstelle von Shekiera Martinez ran, und EM-Entdeckung Wamser begann für Linda Dallmann. In der offensiven Dreier-Mittelfeldreihe übernahm Wamser die rechte Seite, Jule Brand rückte auf die Dallmann-Position im Zentrum.Die Scheu vor dem ungewohnten Kunstrasen legte die DFB-Elf schnell ab. Nach einem Ballgewinn von Kapitänin Giulia Gwinn, die ihr 70. Länderspiel absolvierte, bediente Anyomi mustergültig die mitgelaufene Endemann. Doch die Wolfsburgerin setzte den Ball aus 15 Metern an den rechten Außenpfosten. Senß machte es wenig später aus fast identischer Position besser: Knaak schickte Linksverteidigerin Franziska Kett die Außenbahn entlang, deren abgefälschte Hereingabe genau bei Senß landete. Die Leverkusenerin schloss direkt und unhaltbar zum 1:0 ab.Mit der Führung im Rücken kontrollierten die Gäste die Partie weitgehend, auch wenn Berger bei einer Doppelchance gegen Signe Gaupset und Ex-Weltfußballerin Ada Hegerberg in höchster Not retten musste.Furiose Phase vor der PauseKurz vor der Pause nahm der Klassiker dann mächtig Fahrt auf: Die erneut auffällige Endemann entblößte mit einem feinen Steckpass die norwegische Abwehr, so dass Wamser im Zentrum den Ball nur noch an Cecilie Fiskerstrand vorbeispitzeln musste.120 mitgereiste Fans sahen Sekunden später dieselbe Kombination, dieses Mal landete Wamsers Ball in den Händen von Norwegens Torhüterin Cecilie Fiskerstrand. Die Deutschen durften trotzdem noch ein drittes Mal vor dem Seitenwechsel jubeln. Anyomi, die von Frida Maanums bösem Fehlpass profitierte, sah Endemann, die den Ball frei vor Fiskerstrand unter die Latte setzte.Wück applaudierte lächelnd angesichts der klaren Pausenführung. Nach dem Wechsel sah er, wie Berger stark gegen Maanum rettete, ehe der folgende Konter über Endemann im 4:0 mündete. Brand schob den Ball durch die Beine der bemitleidenswerten norwegischen Keeperin.Frankfurterin Veit kommt zu Länderspieldebüt In der Folge verhalf Wück der Frankfurterin Jella Veit zu ihrem Länderspieldebüt. Die 20-Jährige rückte für Minge in die Abwehr. Auch Dallmann, Lea Schüller, Sarai Linder und Laura Freigang durften noch Spielpraxis sammeln, während die deutschen Fans mit "Oh, wie ist das schön"-Gesängen ihrer Freude Ausdruck verliehen. Endemann vergab in der Nachspielzeit gar das 5:0.Weiter geht es für das DFB-Team in der WM-Qualifikation gegen Österreich, erst am 14. April in Nürnberg, dann am 18. April in Ried.

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Bundesliga: Tumulte und Pyro: Wolfsburger Chaos nach Pleite gegen HSV

Spieler liefern sich ein Handgemenge, Fans schießen Leuchtraketen ab. Und die Verantwortlichen des VfL Wolfsburg gehen zunächst auf Tauchstation.Tumulte, Pyrotechnik und Trainerdiskussion: Unmittelbar nach dem verlorenen Bundesliga-Heimspiel gegen den Hamburger SV (1:2) hat sich beim VfL Wolfsburg eine hochbrisante Abstiegsstimmung verbreitet. Chefcoach Daniel Bauer droht nach der sechsten Niederlage aus den vergangenen sieben Spielen das Aus. Er selbst konnte oder wollte auf der Pressekonferenz keine Auskunft zu seiner Zukunft geben: „Morgen früh um 11 Uhr ist unser Spielersatztraining. Seht mir nach, es geht nicht um meine Person. Der Frust ist riesengroß.“Auch bei Spielern und Fans. Nach dem Schlusspfiff kam es zu einer Rudelbildung von Spielern auf dem Rasen. Der Wolfsburger Ersatztorwart Marius Müller sah die Rote Karte. Im Wolfsburger Fanblock wurde Pyrotechnik gezündet, einige Fackeln flogen auch Richtung Platz.Der Kapitän des VfL Wolfsburg ist frustriert„Es war absolut kein schöner Moment. Alle, die es mit dem VfL Wolfsburg halten, sind frustriert“, sagte Kapitän Maximilian Arnold bei DAZN. Es sei nicht schön in der Kabine gewesen, verriet der Mittelfeldspieler: „Ich glaube, heute schläft keiner, weil es ziemlich weh tut.“ Bei seinem Sky-Interview wurde Arnold durch Zwischenrufe von den Rängen gestört.„Da sind Dinge gefallen, die definitiv unter der Gürtellinie sind“, sagte der HSV-Coach Merlin Polzin bei DAZN über die Szenen unmittelbar nach dem Spiel: „Natürlich ist das nie schön.“ Der deutsche Fußball lebt von der Emotionalität, „wenn man dann unzufrieden ist mit der Leistung, die gezeigt wird, dann entlädt sich das vielleicht irgendwann“, sagte Polzin: „Aber trotzdem hoffe ich natürlich, dass der VfL sich fängt.“

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Monoskifahrerin: Anna-Lena Forster holt erstes deutsches Gold bei Paralympics

Monoskifahrerin Anna-Lena Forster holt im Abfahrtskrimi die erste deutsche Goldmedaille bei den Paralympischen Winterspielen. Auch im Biathlon gibt es Edelmetall.Anna-Lena Forster riss im Zielraum den rechten Arm zum Jubel nach oben, winkte in die Kamera – und musste dann noch lange zittern. In einem Abfahrtskrimi gewann die 30 Jahre alte Monoskifahrerin zum Auftakt der Winter-Paralympics in Italien Gold auf der berühmten Tofana-Piste. Mit der Winzigkeit von 0,05 Sekunden Vorsprung siegte die deutsche Fahnenträgerin vor der Spanierin Audrey Pascual Seco. An gleicher Stelle hatte vier Wochen zuvor Emma Aicher olympisches Abfahrtssilber gewonnen.„Einfach krass“, sagte Forster, als sie mit der deutschen Fahne über den Schultern in ihren Interview-Marathon startete. Für die Zollbeamtin ist es die erste Goldmedaille in der Abfahrt, nachdem sie in Peking Silber gewonnen hatte. Insgesamt ist es bei Paralympics ihr fünfter Erfolg nach je zwei Titeln im Slalom und in der Super-Kombination. Erst Übelkeit, dann große Glücksgefühle „Es ist so geil. Es ist einfach genial, dass es geklappt hat. Ich bin erleichtert, es ist so viel von mir abgefallen, weil ich heute Morgen doch den Druck gespürt habe. Geil, dass das Knappe heute auf meiner Seite war. Umso wertvoller ist die Medaille, weil ich die mir so hart erkämpft habe. Das macht mich unheimlich stolz“, sagte sie, umringt von ihren feiernden Fans.Der Tag nach der Eröffnungsfeier, die sie im Deutschen Haus im Fernsehen verfolgt hatte, begann für ihre Verhältnisse ungewohnt. „Mir war kotzübel. Ich wollte eigentlich gar nichts essen“, berichtete sie, „ich hätte nicht gedacht, dass ich aufwache und so nervös bin.“ Am Vorabend habe sie noch gedacht, alles sei im Lot und entspannt. Auch habe sie wegen der Aufregung nicht gut geschlafen. „Aber ich denke, das gehört auch dazu.“Rennen wild, Ergebnis perfektForster war als zweite Läuferin gestartet und mit ihrem Rennen alles andere als zufrieden. „Das Ergebnis ist perfekt, das Rennen selbst war sehr wild. Ich hatte ein paar Ausritte, bei denen ich dachte: Oh Gott, das darfst du dir eigentlich nicht leisten“, urteilte sie. Dass die vor ihr gestartete Niederländerin Barbara van Bergen gestürzt und das Rennen unterbrochen war, hatte darauf aber keinen Einfluss. „Ich weiß, wenn Barbara vor mir startet, kann das passieren, weil sie leider so eine Sturzpilotin ist“, sagte Forster.Im Zielraum musste die nun fünfmalige Paralympics-Siegerin lange warten, ehe nach der letzten Starterin ihr Erfolg feststand. „Hier unten zu stehen und zu warten, bis alle unten sind, ist echt aufregend“, bekannte sie. Als die Spanierin bei den Zwischenzeiten vorn lag, habe sie Gold eigentlich schon abgeschrieben. „Aber irgendwie unten raus hat es dann doch noch gereicht. Das war ein richtiger Krimi. Ich finde es unheimlich geil, wenn solche Rennen so laufen wie heute, wenn es so, so knapp ist“, sagte sie. Paralympische Winterspiele: Bronze für Wicker im BiathlonAnja Wicker holte derweil im Biathlon trotz zweier Schießfehler Edelmetall. Die 34-Jährige gewann im Sprint der sitzenden Klasse Bronze. Der Sieg ging an Oksana Masters, eine US-Amerikanerin mit ukrainischen Wurzeln, vor ihrer Teamkollegin Kendall Gretsch. Beide blieben fehlerfrei. „Ich habe die letzten Wochen davon geträumt, im ersten Rennen die Medaille zu holen. Unglaublich, dass ich es noch so spannend gemacht habe. Die letzte Runde war wirklich hart, aber ich bin super glücklich, dass es gereicht hat“, sagte Wicker, „mit einer Cola werde ich bestimmt mal anstoßen.“Wicker, deren untere Wirbelsäule fehlgebildet ist, unterlief bei ihrer vierten Teilnahme an Paralympischen Spielen in beiden Schießen jeweils ein Fehler. Am Sonntag hat die Bronzemedaillen-Gewinnerin von Peking 2022 im Einzel die nächste Chance auf Edelmetall. Neben den Biathlonrennen tritt Wicker zudem in den Langlauf-Wettbewerben an. „Ich will noch mehr und bin auch noch motiviert. Aber das Ziel war, hier eine Medaille zu gewinnen. Und die habe ich. Deswegen schlafe ich heute Nacht, glaube ich, ziemlich gut“, sagte sie.

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Verletzung gegen Gladbach: FC Bayern gibt Neuer-Diagnose bekannt – Keeper fällt vorerst aus

Bittere Nachricht für den FC Bayern: Torwart Manuel Neuer fehlt zunächst aufgrund eines kleinen Muskelfaserrisses. Sein Vertreter Urbig steht bereits in den Startlöchern.Kapitän Manuel Neuer wird dem FC Bayern München wegen einer erneuten Verletzung im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Atalanta Bergamo fehlen. Wie der deutsche Fußball-Rekordmeister mitteilte, erlitt der Kapitän beim 4:1 in der Bundesliga gegen Borussia Mönchengladbach einen kleinen Muskelfaserriss in der linken Wade. Wegen eines Faserrisses dort hatte der bald 40 Jahre alte Torhüter schon seit Mitte Februar eine Zwangspause einlegen müssen.Vertreter Urbig: Jeder ist bereitGegen Gladbach gab Neuer sein Comeback, musste aber zur Pause in der Kabine bleiben. Wie lange er jetzt aussetzen muss, prognostizierte der FC Bayern nicht. „Ich wünsche Manu eine gute Besserung. Es ist einfach schade und es tut mir leid für ihn, dass er rausmusste“, sagte Vertreter Jonas Urbig. „Wir haben im Torwartteam so eine gute Konstellation, dass wir uns gegenseitig unterstützen, und da ist jeder bereit.“Der 22-Jährige wird am Dienstag (21.00 Uhr/Prime Video) in Bergamo im Münchner Tor stehen. Im Achtelfinale des Vorjahres waren die Münchner mit Urbig im Tor anstelle des damals im Hinspiel verletzt ausgewechselten Neuer gegen Bayer Leverkusen weitergekommen. Das Rückspiel gegen Bergamo findet am 18. März in München statt.Spannende Neuer-Zukunft„Dass Manuel nicht glücklich ist, das kann ich mir vorstellen“, sagte Sportvorstand Max Eberl vor der Diagnose. „Er wird 40 im März und deswegen sind wir froh, dass wir mit Jonas und mit Ulle so gute Torhüter dahinter haben, dass du in der Halbzeit wechseln kannst und nichts verändert sich im Spiel.“ Vertreter von Urbig ist Sven Ulreich.Der Vertrag von Neuer läuft am Saisonende aus. Ob der Weltmeister von 2014 seine große Karriere um eine weitere Spielzeit verlängert, ist offen. Verein und Spieler hatten angekündigt, erst nach Neuers Geburtstag am 27. März darüber eine Entscheidung treffen zu wollen.

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Fußball-Bundesliga: Musiala-Jubel und Goretzka-Signal - "Wollen Rekord brechen"

Der FC Bayern freut sich über ein Tor-Comeback von Jamal Musiala und das WM-Signal von Leon Goretzka. Der Sportvorstand ruft die Rekordjagd aus. Vor der Champions League gibt es aber auch eine Sorge.Beim obligatorischen Selfie für den Spieler des Spiels hob Jamal Musiala grinsend den Daumen in die Höhe. Ein Tor-Comeback des WM-Hoffnungsträgers, der starke Auftritt von Nationalteamkollege Leon Goretzka und ein kleines Fußball-Märchen um einen 17-Jährigen rückten die neue Sorge um Manuel Neuer beim FC Bayern München zumindest vorübergehend in den Hintergrund.Der Monat seines 40. Geburtstags begann für Neuer mit einem Stimmungsdämpfer. Ein weiterer Muskelfaserriss in der linken Wade bremst den beim 4:1 gegen Borussia Mönchengladbach zur Pause gegen Jonas Urbig ausgewechselten Torhüter erneut. Nach dem Rückschlag für den Kapitän wird Urbig auch im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League am Dienstag bei Atalanta Bergamo im Münchner Tor stehen. Er sei immer bereit, sagte der 22-Jährige.Musiala mit erstem Liga-Tor seit fast einem JahrWährend Neuer nicht nach Norditalien reisen dürfte, wird Torjäger Harry Kane nach seiner Wadenverletzung in Bergamo in der Startelf zurückerwartet. Beim Bundesliga-Klassiker freute sich der Engländer in einer Arena-Loge, dass Musiala ihn cool als Elfmeter-Torschütze vertreten konnte. Es war das erste Liga-Tor des 23-Jährigen seit fast einem Jahr. Den ersten Treffer nach der Verletzung hatte Musiala in der Champions League im Januar beim Sieg in Eindhoven erzielt."Mit solchen Spielen komme ich wieder in den Rhythmus, deshalb bin ich sehr glücklich", sagte der Münchner Mittelfeldstar, der sich im Sommer bei der Club-WM einen Bruch des Wadenbeins und eine Verrenkung des Sprunggelenks zugezogen hatte. "Es ist ein bisschen nervig, aber ich brauche Geduld, kann jetzt noch nicht auf 100 Prozent gehen."Goretzka: "Motivation" statt "Freifahrtschein"Bundestrainer Julian Nagelsmann, der Musiala fest für die Länderspiele im März in der Schweiz und gegen Ghana eingeplant hat, dürfte sich nicht nur über den weiteren Formanstieg des Edeltechnikers gefreut haben. Leon Goretzka schien die Interview-Botschaft des Bundestrainers, dass er auf eine wichtige WM-Rolle hoffen kann, zu beflügeln. Die Worte von Nagelsmann seien für ihn vielmehr "eine Motivation" und kein "Freifahrtschein" für das Turnier im Sommer, sagte der 31-Jährige, der das Führungstor von Luis Díaz stark vorbereitete. Konrad Laimer und Nicolas Jackson erzielten die weiteren Münchner Tore beim nächsten klaren Sieg.Eberl: Wollen den Rekord brechenAngesichts von 92 Toren nach 25 Spieltagen reicht den Münchnern im Saison-Finale pro Partie im Schnitt ein Treffer, um einen uralten Bundesliga-Rekord einzustellen. In der Saison 1971/72 trafen die Bayern 101 Mal ins Schwarze, jetzt soll die Zahl nach oben geschraubt werden. "Wir wollen ihn brechen, wir wollen einen neuen Rekord aufstellen", sagte Sportvorstand Max Eberl. "Das war immer das Ziel durch die ganze Saison hindurch."Dass bei der Rekordjagd nun auch Musiala trifft, freute den 52-Jährigen besonders. "Das sind so kleine Momente, die ihm jetzt guttun", sagte Eberl. Trainer Vincent Kompany warnte im großen Jubel aber vor überzogenen Erwartungen an Musiala."Ich schütze ihn noch", sagte der belgische Coach. Man müsse sich nur die Bilder von der schweren Verletzung anschauen, dann wisse man Bescheid. "Er wird irgendwann wieder seine allerbesten Momente haben, vielleicht sogar noch mehr, weil er sich körperlich entwickelt hat", sagte Kompany.Schwere Kapitänsbinde und ein Fußball-MärchenIn der Schlussphase des Sieges gegen Mönchengladbach trug Musiala, der vor einem guten Jahr einen hoch dotierten Vertrag bis 2030 unterschrieben hatte, als das große Gesicht der Zukunft des Rekordmeisters auch die Kapitänsbinde. "Das war eine große Ehre für mich. Als ich danach über den Platz gelaufen bin, hat sie sich schon ein bisschen schwer angefühlt", beschrieb der erstaunte Musiala.Der 23-Jährige, der erstmals seit der Verletzung wieder 90 Minuten durchkickte, kam bei seinen TV-Interviews aus dem Grinsen nicht mehr heraus. Ähnlich glücklich war Maycon Cardozo, der sich über ein besonderes Kapitel eines Fußball-Märchens freute.Der in São Paulo geborene Cardozo, der den größten Teil seiner Kindheit in Thailand verbrachte, empfahl sich über ein Nachwuchsprojekt der Münchner - und erfüllte sich jetzt im Alter von 17 Jahren den Traum von einem Einsatz für die Bayern-Profis. "Wenn Spieler aus dem eigenen Nachwuchs den Sprung schaffen, ist das für den FC Bayern eine großartige Geschichte", sagte Eberl über den 1,65 Meter großen Flügelspieler.

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Formel-1-Auftakt in Australien: Verstappens Crash-Debakel: Russell rast zur ersten Pole

Willkommen in der neuen Formel-1-Welt. Mercedes-Fahrer George Russell erweist sich als cleverer Energie-Manager. Max Verstappen erlebt einen Fehlstart. Die neuen Autos? Kann er nicht leiden.Zerknirscht erlebte der viermalige Weltmeister Max Verstappen den Aufbruch der Formel 1 in eine neue Zeitrechnung. Während der Red-Bull-Star mit einem Unfall-Aus schon nach wenigen Minuten in der Qualifikation einen Fehlstart hinlegte, lässt George Russell mit der ersten Pole Position der neuen Ära Mercedes auf die Rückkehr zu glorreichen Zeiten hoffen. "George hat die ganze Zeit in der Qualifikation dominiert und mit Leichtigkeit die Zeit am Ende rausgeklopft", sagte der sichtlich zufriedene Teamchef Toto Wolff, nachdem er in der Garage die Mercedes-Crew abgeklatscht hatte. Mit Platz zwei machte Youngster Kimi Antonelli, der im letzten freien Training noch einen heftigen Crash erlebt hatte, die Startplatzjagd für die Silberpfeile zum Genuss.Antonellis Crash "Es war ein sehr, sehr stressiger Tag. Die Mechaniker waren heute die Helden. Wir konnten das Auto nicht einmal einstellen, wir sind einfach losgefahren", erzählte der 19-jährige Antonelli, der zum Ende des Abschlusstrainings über die Randsteine gefahren war, dabei die Kontrolle über seinen Wagen verlor und mit dem Heck in Kurve zwei in die Streckenmauer krachte.Hilfreich für die Mechaniker, die unter Hochdruck den Mercedes reparieren mussten, war das völlig überraschende Aus für Verstappen. Der Niederländer schied mit seinem Red Bull nach einem Dreher schon in der ersten Qualifikationsrunde aus und sorgte unfreiwillig für Rote Flaggen.Verstappen bitter enttäuschtDie Unterbrechung verschaffte Mercedes etwas Zeit bei der Instandsetzung von Antonellis W17. "Der Abflug von Max hat uns geholfen, da wollen wir nicht schadenfreudig sein", sagte Wolff.Verstappen war dagegen bedient. "Ich habe angebremst und die Hinterachse hat voll blockiert", erläuterte der 28-Jährige, nachdem er sich ausgangs der Start-Ziel-Geraden in der ersten Kurve mit seinem Wagen ins Kiesbett gedreht hatte. "Keine Ahnung, was da los war, es ist schwer zu sagen."Verstappen muss nun ohne gezeitete Runde von Platz 20 am Sonntag (5.00 Uhr MEZ/Sky) in den Grand Prix von Australien starten. Und dass ihm die neue Auto-Generation gar nicht gefällt, verdeutlichte er erneut. "Ich habe überhaupt keinen Spaß mit diesen Autos", nörgelte Verstappen. "Wenn man sich die Onboard-Aufnahmen ansieht, sieht man genug, oder?"Steht Mercedes am Beginn einer neuen Ära?Sein Red-Bull-Teamkollege Isack Hadjar legte mit Rang drei dagegen sein bestes Qualifikationsergebnis hin. "Es ist ein fantastischer Start für Isack, wenn man sieht, wo wir begonnen haben mit diesem Antrieb", befand Teamchef Laurent Mekies und lobte den vom Schwesterteam Racing Bulls beförderten Hadjar für dessen "riesige Leistung". An der Spitze stehen aber zwei Silberpfeile, die nach vier schweren Jahren wieder von einer eigenen Erfolgsära träumen dürfen. Mercedes, das über einen Kniff mit dem sogenannten Verdichtungsverhältnis mehr Leistung aus dem Motor herausholt als die Konkurrenz, hat schon während der Tests sein Potenzial angedeutet.Glock rechnet mit "Spazierfahrt" für die Silberpfeile"Ich bin so froh, dass diese chaotischen Ground-Effect-Autos weg sind und wir endlich das tun können, was wir am besten können. Ich bin erleichtert über die harte Arbeit, die alle geleistet haben", sagte Wolff und wies auf die Mühen mit Antonellis demoliertem Wagen hin. "Das Auto sah aus wie ein Formel-1-Auto von Lego, das auf dem Boden ausgeschüttet wurde."Bei Russell, der die achte Pole Position seiner Karriere holte, schien alles wie einem Guss. "Es ist ein großartiger Tag. Wir wussten, dass das Auto viel Potenzial hat. Ich bin sehr froh, dass Kimi neben mir ist, denn das Team hat in der Garage einen fantastischen Job gemacht", befand Russell. Sky-Experte Timo Glock prognostizierte für das Rennen: "Ich bin mir sicher, dass es eine Spazierfahrt wird für Mercedes."Russell als erfolgreicher Energie-ManagerDie Formel 1 erlebt in dieser Saison die vermutlich größte Regelrevolution ihrer Geschichte mit neuen Motoren und neuen Autos. Da fast 50 Prozent der Leistung von einer Batterie kommen, sind die Fahrer zu permanentem Energie-Management gefordert. Sie müssen unterstützt von der Software in ihren Autos abwägen, wann die günstigsten Zeitpunkte sind, um Energie zurückzugewinnen.Russell machte als Energie-Manager einen glänzenden Eindruck. Nachholbedarf hat dagegen Konstrukteurschampion McLaren. Weltmeister Lando Norris wurde im McLaren nur Sechster direkt vor Rekordchampion Lewis Hamilton im Ferrari.Norris klagt über "viele Probleme"Nachdem Antonelli auf dem 5,278 Kilometer langen Albert Park Circuit Teile seines Mercedes-Gebläses verloren hatte, raste Norris auch noch über eines dieser Kunststoffstücke. Das kostete wertvolle Zeit."Es war wechselhaft. Eine Runde besser, eine Runde schlechter. Es ist einfach schwierig. Ich war von Beginn des Wochenendes an im Hintertreffen", meinte Norris, dessen Teamkollege Oscar Piastri vor ihm Fünfter wurde. "Es gab viele Probleme mit dem Auto, von denen ich mir wünschte, es wären weniger gewesen."Und auch Norris konnte sich erneute Kritik an den neuen Autos nicht verkneifen. "Wir sind von den besten Autos, die jemals in der Formel 1 gebaut wurden und am angenehmsten zu fahren sind, zu den wahrscheinlich schlechtesten gekommen", zischte er.Audi kann zuversichtlich seinNico Hülkenberg, der einzige deutsche Fahrer im Feld, verpasste bei der Premiere von Audi als Werksteam die letzte K.-o.-Runde. Der Rheinländer schloss die Qualifikation als Elfter ab. Sein brasilianischer Teamkollege Gabriel Bortoleto schaffte es als Zehnter in den Schlussdurchgang, wegen eines technischen Defekts konnte er aber keine Runde mehr drehen.Hülkenberg beschrieb die Qualifikation als "sehr dynamisch, viel drin, hektisch auch, einige Problemchen. Es lief nicht so zivilisiert wie im letzten Jahr", sagte er im TV-Sender Sky. "Es lief eigentlich nicht so viel zusammen bis auf die letzte Runde im Q2." Dennoch kann Audi mit dem Auftakt erst einmal zufrieden sein.

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Verona: Farce statt großer Show: Paralympische Winterspiele sind eröffnet

Die Paralympischen Winterspiele in Norditalien haben offiziell begonnen. Die Show stand jedoch im Zeichen der Sportpolitik – und lieferte ein trauriges Bild.Ein Boykott, vorgefertigte Video-Schnipsel und nur knapp die Hälfte der Nationen vor Ort: Die 14. Paralympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo sind nach einer kühlen und politisch aufgeladen wirkenden Show eröffnet. Angesichts des beklemmenden Eindrucks der Rückkehr der russischen Nationalfarben in den Weltsport verkam die große Jubiläumsfeier zu einer Farce, auch eine bunte, mit Elektro-Beats unterlegte Zeremonie ließ den Funken im legendären Amphitheater von Verona nicht überspringen.Nur 28 der insgesamt 55 teilnehmenden Nationen waren gekommen. Viele Plätze in der Arena waren leer, als der italienische Staatspräsident Sergio Mattarella die Spiele um 21.19 Uhr offiziell eröffnete und die traditionelle Begrüßungsformel sprach. 25 Minuten später entzündeten die italienischen Para-Vorbilder Francesca Porcellato in Cortina und Gianmaria Dal Maistro in Mailand die beiden Paralympischen Feuer.Großer Applaus für ukrainische FahneDie russische Fahne wurde an Position 44 unter vereinzelten Buhrufen von einem Freiwilligen zurück auf die große Sportbühne getragen. Wenig später folgte entgegen des ausdrücklichen Wunsches, sie nicht ins Stadion zu bringen, auch die ukrainische Flagge. Von den Zuschauern gab es großen Applaus. Deutschland und zahlreiche andere Nationen verzichteten aus Solidarität zur Ukraine auf einen Besuch.Die Artisten der Il Posto Vertical Dance Company zeigen, was sie drauf haben© David Ramos"Vor vier Jahren habe ich gesagt, ich sei entsetzt über das, was in der Welt geschieht", sagte IPC-Präsident Andrew Parsons in seiner Rede: "In einer Welt, in der manche Länder eher unter den Namen ihrer Staatschefs bekannt sind, ziehe ich es vor, Länder unter den Namen ihrer Sportler zu kennen."Sieben Länder, darunter die Ukraine und die baltischen Staaten, blieben aus Protest gegen die Aufhebung der russischen und belarussischen Suspendierung der Veranstaltung fern. Andere Länder wie Deutschland begründeten ihre Entscheidung offiziell mit den weiten Wegen zwischen den Austragungsorten und Verona und den am Samstag startenden Wettbewerben. Auch Sportministerin Christiane Schenderlein sagte ihren Besuch ab.Deutsche Fahne im Video-EinspielerAnstatt beim üblichen Einmarsch schwenkten Monoskifahrerin Anna-Lena Forster und Eishockey-Routinier Jörg Wedde an Stelle 22 ihre Fahnen in wenige Sekunden langen Einspielern, die bereits am vergangenen Dienstag in den jeweiligen Austragungsorten aufgenommen worden waren. Mehrere Länder verzichteten gänzlich auf eine Videoaufnahme.Die Fackel war zehn Tage vor der Eröffnungsfeier im britischen Stoke Mandeville, dem Ort des Ursprungs der Spiele für Menschen mit Behinderung, entzündet worden. Insgesamt 501 Menschen trugen sie nach Verona, darunter auch DBS-Ehrenpräsident Friedhelm Julius Beucher, Weitsprung-Weltrekordler Markus Rehm und der langjährige Verbandssportdirektor Frank-Thomas Hartleb, denen die Ehre am Freitagnachmittag auf der römischen Brücke Ponte Nuovo zuteil wurde.Ein trauriges Abschlussbild: Nur 28 der insgesamt 55 teilnehmenden Nationen waren in Verona dabei© David RamosForster verfolgte die Eröffnungsfeier im Deutschen Haus in Cortina vor dem Fernseher, wie die anderen der insgesamt 40 Athletinnen und Athleten sowie acht Guides des Team D in den weiteren Austragungsorten in Mailand und Tesero. Aus Platzgründen waren ohnehin nur je zwei Athleten und Offizielle zur Eröffnung vor Ort zugelassen. Die Fahnen der Nationen wurden zu den Klängen der italienischen EDM-Band Meduza von Volunteers getragen.Winterspiele stehen im Zeichen der RekordeDabei stehen die Spiele zum 50. Jubiläum der Winter-Paralympics nach der Premiere 1976 im schwedischen Örnsköldsvik im Zeichen der Rekorde. Bis zum 15. März stehen insgesamt 79 Entscheidungen in sechs Sportarten an, 611 teilnehmende Sportlerinnen und Sportler aus 55 Nationen überbieten die vorige Bestmarke von 564 Teilnehmern aus 48 Ländern von Pyeongchang 2018 deutlich.Unter ihnen sind sechs Russen und vier Belarussen, die Wildcards erhalten haben und deren Folge eine riesige, sportpolitische Debatte war. Iran sagte seine Teilnahme kurzfristig ab, nachdem für den einzigen Starter, Skilangläufer Aboulfazl Khatibi Mianaei, angesichts des Kriegs in Nahost keine sichere Anreise gewährleistet werden konnte.

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Wintersport: Paralympische Winterspiele in Italien offiziell eröffnet

Videos statt Fahnenträger, Boykott aus Protest: Die Eröffnungsfeier in Verona ist der offizielle Start für die Winter-Paralympics. Wie das deutsche Team die Zeremonie fernab von Verona erlebt.Die 14. Paralympischen Winterspiele in Italien haben offiziell begonnen. Um 21.19 Uhr erklärte Italiens Präsident Sergio Mattarella die Spiele im antike Amphitheater von Verona - zwölf Tage nach dem Ende der Olympischen Winterspiele am selben Ort - für eröffnet. Zuvor liefen 28 der 55 teilnehmenden Nationen mit Sportlerinnen und Sportlern mit Handicap ein - darunter auch Russland und Belarus.Wie schon bei Olympia wurden erstmals auch bei Paralympics zwei Paralympische Feuer entzündet: am Arco della Pace in Mailand und der Piazza Dibona in Cortina d’Ampezzo.Beim wenig stimmungsvollen Einzug der Nationen fungierten keine Athleten als Fahnenträger. Stattdessen wurden Videos – darunter auch eines des deutschen Teams, für das Anna-Lena Forster und Jörg Wedde als Fahnenträger nominiert waren – auf einer Leinwand gezeigt, während Freiwillige alle 55 Fahnen vor Ort eintrugen. Das Internationale Paralympics Komitee (IPC) hatte dies mit den weiten Wegen zwischen Verona und den Wettkampforten begründet, die eine Teilnahme der Teams erschwert hätten. "Merkwürdig" habe sie das empfunden, sagte Alpin-Medaillenhoffnung Forster, "irgendwie auch traurig, das zu sehen." Wenn nur so ein kleines Trüppchen einlaufe, komme auch gar nicht die Stimmung auf, die man kenne, "dieses Freudestrahlende in den Gesichtern der Athleten. Und die Einspieler waren schon sehr klein und kurz", meinte sie.Mehrere Nationen boykottieren Feier Aus Platzgründen konnten ohnehin nur jeweils zwei Athleten und Offizielle pro Nation an der Feier teilnehmen. Mehrere Länder boykottierten die Zeremonie als Protest gegen die Zulassung russischer und belarussischer Sportler unter eigener Flagge und Hymne aber komplett. Dem IPC seien mit Tschechien, Estland, Finnland, Lettland, Litauen, Polen und der Ukraine sieben Komitees bekannt, die aus politischen Gründen fernbleiben, hatte ein Sprecher zuvor gesagt.Kanada, Großbritannien, Deutschland und Frankreich verzichteten laut IPC hingegen aus sportlichen Gründen auf eine Teilnahme und würden die Zeremonie nicht boykottieren. Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) hatte am Dienstag erklärt, sich nicht an der Athletenparade zu beteiligen und dies mit der Konzentration auf die bevorstehenden Wettkämpfe sowie der solidarischen Haltung gegenüber der ukrainischen Delegation begründet. DBS mit zweitgrößtem Aufgebot Man habe die Entscheidung, die nicht leicht gefallen sei, in engem Dialog mit dem Team getroffen haben, sagte der neue DBS-Vorstandsvorsitzende Idriss Gonschinska. Der DBS ist mit 40 Aktiven und acht Guides und damit dem zweitgrößten deutschen Aufgebot in der Geschichte der Winter-Paralympics dabei. Nur beim Curling sind keine Sportler aus dem Team D am Start.Beim 50. Jubiläum der Winterspiele starten in den kommenden neun Tagen 611 Aktive aus 55 Ländern in sechs Para-Sportarten. Im Gegensatz zur vorherigen Ankündigung fehlt der Iran. Die sichere Anreise des nordischen Skisportlers Aboulfazl Khatibi Mianaei als einzigem Starter habe nicht gewährleistet werden können, teilte das IPC wenige Stunden vor der Eröffnung mit.Team D fernab von Verona Die alpinen Athletinnen und Athleten von Team Deutschland verfolgten die Eröffnungsfeier gut gelaunt gemeinsam im Deutschen Haus in Cortina. Anna-Lena Forster wie auch ihre alpinen Mitstreiter schwenkten vor dem Fernseher kleine Fähnchen und jubelten, als die deutsche Flagge in die Arena getragen wurde. "Es war schön, dass wir hier alle beisammen saßen im Deutschen Haus und das zusammen erlebt haben und hier ein bisschen Stimmung aufkam. Das ist auch gut für den Teamspirit", sagte die viermalige Paralympicssiegerin.Auch bei den nordischen Sportlerinnen und Sportlern im paralympischen Dorf in Predazzo war ein gemeinsames Public Viewing geplant. Der DBS habe auf dem Stockwerk des Teams extra eine Lounge mit Fernseher eingerichtet, berichtete Langläufer und Biathlet Marco Maier.

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Skispringen: Raimund feiert ersten Weltcup-Sieg - Prevc disqualifiziert

Erst Olympia-Gold, dann Premieren-Sieg im Weltcup - aber mit Beigeschmack: Philipp Raimund springt auf Platz eins, profitiert dabei aber von einer Disqualifikation des Dominators Domen Prevc.Olympia-Gold und jetzt auch der erste Weltcup-Erfolg: Philipp Raimund hat das Skispringen in Lahti dank eines Zentimeters gewonnen. Dominator Domen Prevc hatte bei seinem eigentlich deutlichen Sieg einen im Verhältnis zu seinem Körpergewicht um einen Zentimeter zu langen Ski und wurde kurz nach dem Springen disqualifiziert. So rückte Raimund von Platz zwei ganz nach oben.Fader Beigeschmack, weil das "schnell mal passieren kann""Das hat einen leichten, komischen Beigeschmack, weil das einem Springer schnell mal passieren kann", sagte der 25-Jährige im ZDF. "Der Erfolg fühlt sich dennoch sehr, sehr gut an. Der Sprung war auf einem hohen Niveau. Seit Olympia bin ich sehr gut unterwegs. Von daher bin ich stolz auf den Sprung heute."Mit 122,5 Metern sicherte sich Raimund in der finnischen Skihochburg im ausnahmsweise nur aus einem Durchgang bestehenden Wettbewerb den lange ersehnten ersten Rang im Weltcup. "Ich kann entspannt sein, weil ich in diesem Jahr alles, was ich erreichen wollte, geschafft habe", erklärte er und fügte an: "Ich bin seit Olympia befreiter."Raimund hat Ziele für die weitere SaisonDer gebürtige Göppinger kündigte zudem noch ein Ziel für die weiteren Sprünge in Lahti, Oslo, Vikersund und Planica an. "Ich versuche jetzt noch unter die Top 3 im Gesamtweltcup reinzurutschen", sagte Raimund. Nach seinem Sieg am Freitag liegt er als Fünfter mit 898 Punkten knapp hinter dem Österreicher Daniel Tschofenig (899) und dem Japaner Ren Nikaido (921). Für einen Sieg gibt es 100 Punkte.Prevc schafft trotz Fauxpas HistorischesDen Gesamtweltcup konnte Prevc trotz seines Fauxpas auch ohne Punkte feiern, weil der zweitplatzierte Japaner Ryoyu Kobayashi in Lahti nur auf Rang sechs kam. Dem Slowenen gelang damit Historisches. Er sicherte sich innerhalb von 363 Tagen den WM-Titel, die Vierschanzentournee, die Skiflug-WM, Olympia-Gold und nun die große Kristallkugel für den Weltcup-Besten. Das schaffte bislang nur der Finne Matti Nykänen Anfang der 1980er Jahre.Mit 1.814 Punkten liegt der 26-Jährige uneinholbar vorn und kann noch die Rekordmarke an Weltcup-Siegen in einer Saison von Bruder Peter Prevc (15 aus dem Jahr 2015/16) erreichen. Derzeit hat Domen Prevc 13 Erfolge auf dem Konto. Am Samstag (18.30 Uhr) hat er die nächste Chance auf Platz eins.Weitere Deutsche auf den hinteren RängenDie weiteren deutschen Starter hatten mit der Spitze wenig zu tun. Pius Paschke (Platz 13), Karl Geiger (23.), Andreas Wellinger (38.), Luca Roth (41.) und Felix Hoffmann (44.) konnten bei ihrem Sprung nicht überzeugen.

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Radgeber: Kleine Helfer, große Freude: Sechs geniale Mini-Gadgets fürs Bike

Alles mini, oder was? Viele Radfahrer wollen Gewicht sparen und trotzdem nützliche Tools unterwegs schnell parat haben. Sechs geniale Gadgets für alle, die das Biken lieben.Wer mit dem Bike in der Natur unterwegs ist, schleppt nur selten einen Rucksack mit. Und wenn man dann doch mal was braucht, liegt es meist zu Hause. Trikot- oder Jackentasche bieten zwar Stauraum – sind aber auch nicht unendlich belastbar. Wie genial wäre es, wenn sich die wichtigsten Tools für unterwegs so smart wie möglich am Bike befestigen lassen würden? Diese und andere nützliche Ideen fürs nächste Bike-Abenteuer hat der stern zusammengetragen. Sechs geniale Gadgets für den Bike-Sommer 2025#1: Lenkerend-Klingel von RockBrosFahrradklingeln sind bestimmt nicht sexy, können im Gefahrenfall aber zur Lebensversicherung werden. Auch beim Graveln kann dieses Gadget hilfreich sein. Wer gern am Unterlenker fährt und sich plötzlich mit Passanten ins Gehege kommt, hat meistens keine Zeit umzugreifen, um auf sich aufmerksam zu machen. Viele Gravel-Fans haben noch nicht mal eine Klingel dabei. Dezent im Lenkerstopfen versteckt RockBros seine Lenkerend-Klingel. Das stört weder beim Fahren, noch macht es das Gravelbike zum Stadtfahrrad. Nach demselben Prinzip funktionieren die Lenkerend-Klingeln von Never2FAR und Canyon.#2: Handyhalterung SP Connect Stem Mount ProWenn man es vermeiden kann, landet das Smartphone auch bei längeren Radausfahrten nicht in der Trikottasche. Nicht, dass man es nicht schnell zu greifen bekäme; aber ohne Schutzhülle sind salziger Schweiß und ein teures Smartphone kein gutes Match. Eine Handyhalterung muss her. Und zwar eine, die nicht beim Fahren stört und freie Sicht aufs Display lässt. Die SP Connect Stem Mount Pro wird anstelle der Abschlusskappe auf den Vorbau geschraubt. Und was ist mit dem Gegenstück? Gute Frage. Zum Einklicken liefert der gleiche Anbieter die passenden Schutzhüllen für viele Smartphones. Praktisch: Das Handy hält im Hoch- und Querformat. #3: Lezyne WerkzeughalterungUS-Bike-Tool-Hersteller Lezyne liefert mit dieser Werkzeughalterung ein weiteres edles Gadget für Radlerinnen und Radler. Der Flow Storage Adapter löst ein Problem, das viele Biker kennen: Wohin mit dem Mini-Werkzeug, das bei längeren Touren für den Fall einer Panne unbedingt an Bord sein sollte? Satteltasche, Trikot, Trinkrucksack. Alles nicht optimal. Lezyne hat einen Adapter entwickelt, der die beiden Bohrungen für den Flaschenhalter nutzt, darunter montiert wird und wichtige Werkzeuge wie ein 5-teiliges Minitool, Reifenheber und einen CO2-Pumpenkopf perfekt aufnimmt und hält. Auch für zwei Kartuschen ist Platz. Die werden mit einem Klettband zusätzlich gesichert.#4: V3 Plus USB MiniladegerätWeniger fürs Graveln oder Rennradeln, sondern eher fürs Radwandern ist dieses clevere Biketool von Cycle2Charge. Zwingend erforderlich: ein Nabendynamo. Das Mini-USB-Ladegerät wird dann – ähnlich wie die bereits vorgestellte Handyhalterung – anstelle der üblichen Kappe auf den Steuersatz geschraubt und das beiliegende Kabel gemäß Montageanleitung mit dem Dynamo verbunden. Nun können Navigationsgeräte oder das Smartphone bequem via Standard-USB während der Fahrt geladen werden. Für den maximalen Ladestrom von 1000 mA, der über den Nabendynamo erzeugt wird, ist laut Hersteller eine Geschwindigkeit von 21 km/h nötig. Im Radurlaub kann dieses nützliche Tool also durchaus eine Powerbank ersetzen. #5: Fidlock Universal-AdapterUnd noch ein sehr nützliches Biketool für unterwegs und alle, die ihr (leichtes) Gepäck nicht so gern in die Trikottaschen stopfen. Der Fidlock Universal-Adapter ist im Grunde ein zweiter Flaschenhalter, der aber mehr halten kann als nur die Getränkepulle. Über den unter anderem bei Radschuhen bewährten Boa-Drehverschluss können beispielsweise auch dünne Jacken, Windwesten oder Energiegels in den Halter geklemmt und sicher fixiert werden. Clever: Das magnetische Gegenstück, eine Adapterplatte vom gleichen Hersteller, wird entweder über zwei Anschraubpunkte oder mit Gummibändern am Rahmen befestigt und nimmt den Halter sicher auf.#6: The Beam – Corky Rennrad-RückspiegelEin Rückspiegel am Rennrad? Für Puristen und Helden der Landstraßen klingt das wie ein schlechter Witz. Doch der Corky Rennrad-Rückspiegel ist alles andere als ein Scherz. Wie die Klingel weiter oben stopft man das kleine Tool ins Lenkerende. Nun kann der Mini-Spiegel mit einem Durchmesser von etwas mehr als zwei Zentimetern ausgeklappt und in die gewünschte Position gedreht werden. Wer das braucht? Der dezente Blick nach hinten könnte für alle hilfreich sein, die sich vor der Tour mit Freunden oder Vereinskollegen erstmal durch den Großstadtdschungel manövrieren müssen. Wird er nicht mehr gebraucht, klappt man den Corky kurzerhand wieder ein. Cleverer kann man diese kleine Lebensversicherung nicht verstecken.

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Alpiner Weltcup: Kugel-Showdown rückt näher: Ski-Ass Aicher wieder auf Podest

Deutschlands Ski-Juwel Emma Aicher ist kaum noch zu stoppen. Mit Platz zwei bei der Abfahrt von Val di Fassa gelingt ein großer Schritt zum Disziplin-Triumph in diesem Winter. Geht gar noch mehr?Emma Aicher ist drauf und dran, dem alpinen Ski-Zirkus einen unerwarteten Saison-Showdown zu bescheren - sie selbst nimmt dabei funkelnde Kristalltrophäen ins Visier. Die beste deutsche Skirennfahrerin ist im Weltcup erneut auf das Podest gefahren und hat damit einen weiteren großen Schritt hin zum Gewinn der Abfahrts-Gesamtwertung geschafft.Bei der Schussfahrt von Val di Fassa musste sie sich als Zweite nur um eine Hundertstelsekunde der Italienerin Laura Pirovano geschlagen geben. Dritte wurde Olympiasiegerin und Weltmeisterin Breezy Johnson aus den USA (+0,29 Sekunden) knapp vor Aichers Teamkollegin Kira Weidle-Winkelmann (+0,32).Zurückhaltung nur in Interviews: "Okay-Fahrt""Ich bin wieder ganz zufrieden mit meiner Fahrt", resümierte die zweimalige Olympia-Medaillengewinnerin und wich damit einmal mehr nicht ab von ihrer zurückhaltenden und bisweilen maulfaulen Art bei Interviews. Im TV-Sender ORF sprach die 22-Jährige von einer "Okay-Fahrt", die sie am Passo San Pellegrino unweit des Olympia-Ortes Cortina d'Ampezzo gezeigt hatte.Dass Aicher den Sieg denkbar knapp verpasste, schien sie nur bedingt zu grämen. "Eine Hundertstelsekunde ist halt nichts", sagte sie, "aber ich gönne es Laura, sie hat es sich verdient." Pirovano feierte ihren ersten Sieg.Aicher tröstet sich damit, in der Disziplinwertung 80 Punkte gutzumachen und zwei Rennen vor dem Saisonende nur noch 14 Zähler hinter Lindsey Vonn zu liegen. Die Amerikanerin kann nach ihrem Sturz bei Olympia und der schweren Unterschenkel- sowie Knieverletzung in diesem Winter nicht mehr antreten.Führungswechsel im Kugelkampf schon am Samstag?Schon an diesem Samstag (10.45 Uhr/ZDF und Eurosport) könnte Aicher bei der nächsten Abfahrt die Führung übernehmen und sogar den Triumph im Kampf um die kleine Kristallkugel rechnerisch perfekt machen: Hinter der 22-Jährigen folgen Pirovano mit 50 und Weidle-Winkelmann mit 80 Punkten Rückstand. Die bis dato letzte deutsche Skirennfahrerin, die eine kleine Disziplin-Kristallkugel gewinnen konnte, war Viktoria Rebensburg 2018 im Riesenslalom.Falls Aicher ihre Form hält und weiter signifikant punktet, ist sogar der ganz große Coup in der Gesamtwertung möglich: Dort nämlich rückte sie auf den zweiten Platz hinter Mikaela Shiffrin vor - zum US-Star fehlen ihr noch 139 Punkte. Weil Shiffrin bei den beiden Abfahrten und dem Super-G in Val di Fassa nicht antritt, könnte Aicher sogar als Führende im Ringen um die große Kristallkugel aus diesem Speed-Wochenende hervorgehen. Vor 15 Jahren hatte Maria Höfl-Riesch die Gesamtwertung im Alpin-Weltcup gewonnen.Showdown mit Shiffrin winkt beim WeltcupfinaleShiffrin müsste dann vor allem in den verbleibenden zwei Slaloms und zwei Riesenslaloms punkten - allerdings gehört Aicher auch in den technischen Disziplinen inzwischen zur Weltspitze."Ich glaube, Mikaela gerät etwas ins Schwitzen und spürt Emmas Atem in ihrem Nacken", sagte Ex-Athletin Rebensburg zuletzt als Eurosport-Expertin. Es deutet sich ein Showdown beim Weltcup-Finale Ende März im norwegischen Lillehammer an.

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WM-Qualifikation: Klassiker auf Kunstrasen: Norwegen fordert DFB-Elf heraus

Offensivstarke Norwegerinnen, ein ungewohnter Rasen und personelle Änderungen: Die deutschen Fußballerinnen stehen in Stavanger vor einem echten Härtetest.Für Bundestrainer Christian Wück ist Norwegen "der Gegner, der uns am meisten fordern wird". Lyons Offensivstar Jule Brand warnt vor ihrer Vereinskollegin, der Ex-Weltfußballerin Ada Hegerberg. Und Ann-Katrin Berger fürchtet am Samstag (18.00 Uhr/ZDF-Livestream) im Stadion von Stavanger vor allem den ungewohnten Platz. "Ich muss ehrlich sagen, Kunstrasen tut auch weh für einen Torhüter", sagte die 35-Jährige vor dem heißen Klassiker in der kühlen Küstenstadt.Für die DFB-Auswahl steckt im zweiten Spiel der WM-Qualifikation viel sportliche Brisanz. 42 Mal duellierten sich beide Teams bereits, die Hälfte der Spiele gewannen die Deutschen, 14 die Norwegerinnen. Viermal gab's die Partie gar in einem EM-Finale, viermal siegte Deutschland. Im einzigen WM-Finale hieß es 1995 aber 2:0 für Norwegen.Fünfmalige Weltschiedsrichterin pfeift Dass die fünfmalige Weltschiedsrichterin Stéphanie Frappart aus Frankreich für die nun anstehende Partie eingeteilt wurde, unterstreicht deren hohe Wertigkeit. Norwegen habe im Vergleich zu den beiden anderen Gruppengegnern "die erfahrensten Spielerinnen und auch die qualitativ interessantesten Spielerinnen", sagte Wück über die zweimaligen Europameisterinnen.Wie der DFB-Elf, die Slowenien am Dienstag in Dresden mühelos mit 5:0 besiegte, glückte auch Norwegen beim 1:0 in Österreich der Quali-Auftakt. "Die haben sehr viele individuelle Spielerinnen, die wirklich überragend sind", sagte Berger, "da müssen wir uns einfach besser darauf einstellen."Norwegens gefährliches Offensiv-TrioIn der Offensive wirbeln etwa die Ex-Wolfsburgerin Caroline Graham Hansen vom FC Barcelona, Signe Gaupset (Tottenham Hotspur) und Lyons Ada Hegerberg, Weltfußballerin von 2018. "Sehr gefährlich" seien alle drei, unterstrich Wück, seine Elf müsse "vor allem auf das Umschaltverhalten der Norwegerinnen aufpassen". Brand hob Hegerberg hervor, "die immer gefährlich ist vor dem Tor".Vizekapitänin Janina Minge dürfte ob der Offensivpower des Gegners wieder ins Abwehrzentrum neben Rebecca Knaak rücken. In Dresden hatte Wück noch Camilla Küver bevorzugt, um zu schauen, "wie Camilla und Rebecca zusammen harmonieren". Groß beweisen konnte sich Küver, deren Mutter aus Norwegen stammt, gegen physisch klar unterlegene Sloweninnen allerdings kaum.Im Sturm könnten auch Nicole Anyomi von Eintracht Frankfurt, Lea Schüller (Manchester United) und Larissa Mühlhaus beginnen. Die Bremerin hatte bei ihrem Debüt samt Tor gegen Slowenien direkt ihre Qualitäten nachgewiesen. Ob das reicht, um die zuletzt ebenfalls überzeugende Shekiera Martinez von West Ham United zu verdrängen? "Es wird die eine oder andere Änderung geben", kündigte Wück an, ohne Namen zu nennen.Meinungen zu Kunstrasen gehen auseinanderFest steht, dass neben dem Gegner auch der ungewohnte Kunstrasen die Spielerinnen fordern wird. "Ich glaube, dass die Norwegerinnen von Beginn an einen kleinen Vorteil haben, weil sie diesen Kunstrasen besser kennen als wir", urteilte Wück. Und Torhüterin Berger ergänzte: "Ich bin jetzt nicht so der große Fan davon. Der Ball springt einfach ganz, ganz anders." Die Offensivspielerinnen Brand und Vivien Endemann sehen es etwas positiver: "Manchmal ist auch ein Kunstrasen vielleicht besser als ein Acker, auf dem man spielt. Ich glaube, wir können auf dem Kunstrasen dann gut zocken", meinte die Wolfsburgerin. Sie habe zwar "echt ewig nicht mehr auf Kunstrasen gespielt", sagte Brand, "aber ich glaube, wenn der Ball verspringt, war es auf jeden Fall nicht der Platz."Von schmerzhaften Erfahrungen berichtete Innenverteidigerin Knaak, die von 2022 bis 2024 für den FC Rosengard auflief: "Ich habe tatsächlich in Schweden relativ viel auf Kunstrasen gespielt damals. Da waren schon die einen oder anderen Schürfwunden den ganzen Sommer offen."

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Vierte Winter-Paralympics: Mit Werkzeugkoffer und Favoritenlast: Forster will genießen

Zum vierten Mal ist Anna-Lena Forster bei Winter-Paralympics, zum zweiten Mal deutsche Fahnenträgerin. Die alpine Skirennfahrerin berichtet über ihre ersten Eindrücke und ihre spezielle Vorbereitung.Anna-Lena Forster hat sich eingelebt auf dem "Campingplatz" in Cortina d'Ampezzo. Einen Tag vor dem Start in ihre vierten Winter-Paralympics mit der Entscheidung in der Abfahrt genoss die 30 Jahre alte alpine Rennfahrerin noch einen trainingsfreien Tag im Athletendorf. "Es ist ein bisschen wie auf dem Campingplatz mit den Mobile Homes, in denen wir wohnen. Aber es funktioniert alles reibungslos", berichtete die viermalige Paralympicssiegerin.Die Eröffnungsfeier der 14. Winter-Paralympics am Abend wollte sie dann im Deutschen Haus verbringen - und das als Fahnenträgerin des deutschen Teams. Zum zweiten Mal nach Peking 2022 wurde sie für diese Aufgabe ausgewählt, zum ersten Mal aber nimmt sie an der Auftaktshow nicht teil. Wie alle Nationen wird auch das Team D wegen der weiten Wege und Wettkämpfe am Samstag keine Sportler ins Amphitheater von Verona schicken. So wird Forster schweren Herzens vor dem Fernseher miterleben, wie sie und ihr Co-Fahnenträger Jörg Wedde aus der Para-Eishockey-Mannschaft nur in einem eingespielten Video die Fahne schwenken.Pistenprobleme durch TauwetterSeit 1. März ist das Alpin-Team bereits in Cortina. Die Zeit hat Anna-Lena Forster genutzt, um die Strecken auf der Tofana-Piste kennenzulernen und ihren Monoski auf die Verhältnisse abzustimmen. Sorgen bereitet ihr allerdings das Tauwetter in den Dolomiten, wodurch das Training immer schon früh am Morgen stattfand. "Ich bin gespannt, wie sich die Piste entwickelt. Man hat von dem einen auf den anderen Tag beim Abfahrtstraining gemerkt, dass die Piste gelitten hat und es schlagig wurde. Ich glaube, es wird gehen, aber es ist schon grenzwertig mit den Temperaturen", urteilte sie.Grundsätzlich aber fühlt sie sich bestens vorbereitet und strahlt Vorfreude aus. "Ich möchte Spaß haben und genießen, aber auch zeigen, was ich kann", beschrieb sie das Gefühl. "Andererseits weiß ich natürlich auch um die Erwartungen, dass ich als Topfavoritin gehandelt werde", gab sie zu.Olympische Rennen als VorbereitungIn Vorbereitung auf ihre Rennen hat sich die Gesamtweltcup-Siegerin während der Olympischen Spiele auch die alpinen Frauenrennen im Fernsehen angeschaut, um sich ein paar Details abzugucken. "Natürlich ist es spannend zu sehen, wie die Linienführung war und wie es über die Kuppen geht. Ich war erstaunt, wie viele extreme Kuppen es da gibt. Das hatte ich gar nicht so im Kopf. Aber natürlich kommen wir auch langsamer hin als die Nichtbehinderten. Bei uns wird meist geguckt, dass die Kurssetzung nicht zu gefährlich ist", erzählte Forster.Zudem wurde ihr Monoski optimiert. Erstmals gemeinsam mit der Forschungs- und Entwicklungsstelle für Sportgeräte (FES) wurde an ihrer eng anliegenden Carbon-Sitzschale für die beste Position getüftelt. Außerdem fährt sie nun mit einem verbesserten Dämpfungssystem. Durch den Rennsport-Dämpfer werde "die Kraft präzise auf den Ski" gebracht, wie die FES mitteilte. Fortschritte durch neue TechnikFür Anna-Lena Forster ist das ein nicht zu unterschätzender Fortschritt. "Ich habe jetzt einen Dämpfer drin, der qualitativ noch hochwertiger ist, wodurch ich besser spüre, was ich noch verstellen muss, damit der Dämpfer mir besser in den Schwung rein- oder aus dem Schwung raushilft und optimal arbeitet. Da haben wir einen großen Schritt gemacht, gerade in meiner bisher nicht stärksten Disziplin Riesenslalom", berichtete sie.Wegen der ausgefeilten Technik an ihrem Renngerät gehört auch immer ein Werkzeugkoffer zu ihrem Reisegepäck. "Werkzeug und Ersatzteile – deswegen ist mein Skischuh-Rucksack auch immer so schwer. Man muss immer auf alles vorbereitet sein. Und meistens, wenn etwas kaputtgeht, hat man genau das Teil dann doch nicht dabei", erzählte sie lachend. Und weil nicht immer ein Mechaniker bei den Wettkämpfen dabei ist, muss sie auch selbst zu Inbus oder Schraubenzieher greifen. "Gerade das Feder-Dämpfer-System habe ich in dieser Saison sehr gut kennengelernt. Ich habe mich damit vertraut gemacht und weiß jetzt auch, wo ich was drehen muss, damit ich eine Verbesserung bekomme", sagte Forster.

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Früherer Bundesliga-Coach: Oliver Glasner muss Führerschein abgeben

Im vergangenen Sommer ist Crystal-Palace-Coach Oliver Glasner in London zu schnell gefahren und bekommt nun die Quittung. Es ist nicht sein erstes Verkehrsvergehen.Der österreichische Fußballtrainer Oliver Glasner vom englischen Premier-League-Klub Crystal Palace muss seinen Führerschein für ein halbes Jahr abgeben, nachdem er in London zu schnell gefahren ist. Der 51-Jährige, der mit Palace im vergangenen Sommer erstmals den FA Cup gewann, war im Juli vergangenen Jahres morgens um 7:30 Uhr im Stadtteil Bermondsey geblitzt worden.Nicht das erste Verkehrsvergehen von Oliver GlasnerLaut Gerichtsunterlagen hatte Glasner, der Crystal Palace nach der laufenden Saison verlassen wird, schon einmal zuvor gegen Verkehrsregeln verstoßen. Deshalb wurde er jetzt mit einem Fahrverbot belegt. Zusätzlich muss der ehemalige Frankfurt-Coach, der mit der Eintracht die Europa League gewann, eine Geldstrafe von umgerechnet rund 1200 Euro bezahlen.Glasner räumte sein Fehlverhalten ein und gelobte Besserung. „Ich übernehme die volle Verantwortung für mein Handeln und verstehe die Ernsthaftigkeit dieser Angelegenheit“, sagte er laut der Nachrichtenagentur PA in einer schriftlichen Erklärung. „Ich habe Maßnahmen ergriffen, um sicherzustellen, dass so etwas nicht wieder passiert. Aufgrund der Art meiner Tätigkeit werde ich die notwendigen Schritte unternehmen, um dieses Problem anzugehen.“

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Horrorsturz bei Olympia: Lindsey Vonn trainiert im Rollstuhl – und belastet sogar ihr Bein

Bei Olympia stürzt die bereits verletzte Lindsey Vonn schwer. Zeitweise steht sogar eine Amputation im Raum. Nur 25 Tage später überrascht die 41-Jährige mit einem Trainingsvideo.Bei Olympia stürzt die bereits verletzte Lindsey Vonn schwer. Zeitweise steht sogar eine Amputation im Raum. Nur 25 Tage später überrascht die 41-Jährige mit einem Trainingsvideo.

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Formel-1-Auftakt in Melbourne: Grenzgänger im Einkaufswagen: Verstappens Anpassungsvermögen

Max Verstappen hat die neue Formel 1 verhöhnt - und längst wieder umgeschaltet. Kann sich der viermalige Weltmeister den Titel von Lando Norris zurückholen?Die neue Ära in der Formel 1 hätte für Max Verstappen auch auf dem Parkplatz eines Supermarkts beginnen können. Nach seiner Entthronung in der vergangenen Saison durch McLarens Lando Norris will der viermalige Weltmeister einfach nur weiter Vollgas geben."Wenn ich dieses Auto, das Auto aus dem vergangenen Jahr oder sogar einen Einkaufswagen fahren muss, dann fahre ich es bis an die Grenzen dessen, was ein Einkaufswagen leisten kann", verkündete Vollblutrennfahrer Verstappen vor dem Auftaktrennen in Melbourne am Sonntag (5.00 MEZ Uhr/Sky). Man versuche eben, sich an das Notwendige anzupassen. "Dafür sind wir hier. Gute Fahrer werden am Ende immer vorne sein."Sind die richtigen Dinge auch die besten?Die Frage, um die sich in der Formel 1 alles dreht, lautet aber: in welcher Reihenfolge? 2025 hatte Verstappen im WM-Klassement das Nachsehen gegen Norris, der zum Start des Grand-Prix-Wochenendes in Australien zunächst von Getriebeproblemen ausgebremst wurde.Für den Niederländer von Red Bull, das erstmals in Zusammenarbeit mit Ford einen eigenen Motor entwickelt, liefen die ersten Kilometer auf dem Albert Park Circuit dagegen weitgehend rund - selbst wenn er einmal die Ausfahrt auf den Rasen nehmen musste.Steile Lernkurve"Wir machen die richtigen Dinge", sagte Verstappen, der die neue Auto-Generation vor Kurzem verhöhnt hatte ("Es hat mit der Formel 1 eigentlich nichts zu tun. Es fühlt sich eher an wie die Formel E auf Steroiden"), zu Beginn der neuen Zeitrechnung in der Formel 1. "Aber sind es auch die besten Dinge? Ich weiß es nicht. Die Lernkurve wird aber steil sein."Ohne jeden Zweifel. Und das gilt für jeden Rennstall. Das neue Reglement hat die jüngste Auto-Generation kürzer, schmaler und leichter gemacht. Die Motoren, die sensiblen Herzstücke, werden zu gut 50 Prozent vom Verbrenner angetrieben, die restlichen fast 50 Prozent Power liefert die Batterie. Dadurch ist ein anderer Fahrstil gefordert.Riesige Chance für jeden?Da die elektrische Energie nicht ausreicht, um eine komplette Runde Vollgas zu geben, sind Verstappen & Co. zu permanentem Energie-Management aufgerufen. Kopf schlägt Intuition. Der Elektroschub setzt immer nur kurzzeitig ein, anschließend muss durch das sogenannte Lift and Coast (Gas wegnehmen und rollen lassen) Energie zurückgewonnen werden."Für jeden ist das neue Reglement eine riesige Chance. Entweder bekommt man es hin oder man bekommt es nicht hin", meinte Mercedes-Fahrer George Russell, dem in dieser Saison sogar zugetraut wird, in den WM-Kampf einzugreifen. Die ersten Trainingseindrücke weisen darauf hin, dass die Topteams McLaren, Red Bull, Mercedes und Ferrari diesen Chancenpool auf sich selbst begrenzen.Nur nicht ungeduldig werdenEs ist eine Saison der Fragezeichen. Und für Norris eine Saison, die wieder Geduld erfordern wird. "Eine der wichtigsten Lehren aus dem vergangenen Jahr ist, sich nicht zu sehr von ein oder zwei schlechten Rennen oder einem schlechten Start ins Jahr frustrieren zu lassen. Solange man weiter daran arbeitet, kann es immer wieder aufwärtsgehen", sagte der 35. Weltmeister der Formel-1-Historie fast schon selbst beschwörend.Norris, dem im ersten Training Getriebeprobleme zu schaffen machten, weiß, wovon er spricht. Zur Halbzeit der vergangenen Saison sah sein Teamkollege Oscar Piastri, der nun die erste Tagesbestzeit in Melbourne holte, noch wie der kommende Weltmeister aus. Doch dann verlor der Australier, der in seiner Geburtsstadt am Yarra River auf die Unterstützung von Familie, Freunden und Fans setzen kann, auch wegen umstrittener Teamentscheidungen seine Coolness - und die WM.Hat McLaren dazugelernt?Piastri fühlte sich teamintern nicht immer fair behandelt. Dabei sollten genau das die sogenannten Papaya-Regeln bei McLaren gewährleisten. Eine Art Wertekodex oder Vorfahrtsregelung, wonach Norris und Piastri frei fahren können sollen, solange sie das Rennen des anderen nicht zerstören."Vielleicht haben wir manchmal nicht immer die perfekte Entscheidung getroffen, aber das Wichtigste ist, dass dahinter nie eine böse Absicht stand", erzählte Piastri, der als erster Australier beim Heim-Grand-Prix auf das Podium rasen will. "Wir haben viel gelernt, was wir anders machen können, was wir besser machen können."Piastri will sich nicht gegen das Team stellenPiastri hat für sich eine Entscheidung getroffen. "Ich werde ganz sicher nicht rebellieren oder etwas dergleichen. Eine ziemlich schnelle Methode, um sicherzustellen, dass man keine Meisterschaft gewinnt, ist, sich gegen das eigene Team zu stellen", sagte Piastri. "Das halte nicht für einen besonders klugen Schachzug."Die Schritte der Rivalen zu erahnen, ihnen immer eine Wagenlänge voraus zu sein: Eine alte Marschroute, die auch den Kern der neuen Formel 1 ausmacht. Und sich auch auf einem Supermarktparkplatz umsetzen ließe.

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Olympia-Aus in Cortina: 25 Tage nach Horrorsturz: Ski-Star Vonn trainiert wieder

Lindsey Vonn hatte bei den Olympischen Spielen einen schlimmen Unfall. Bei ihrem Sturz verletzte sich der Ski-Star aus den USA schwer. Nun veröffentlicht die Sportlerin ein neues Video.US-Skistar Lindsey Vonn trainiert nur wenige Wochen nach ihrem Horrorsturz bei den Olympischen Winterspielen wieder. Gerade einmal 25 Tage nach ihrem schlimmen Unfall bei der Abfahrt in Cortina d'Ampezzo postete die 41-Jährige ein Video auf Instagram. "Es sind definitiv schwere Zeiten, aber ich bin trotzdem dankbar... und arbeite weiter hart. Das einzige Ziel ist, wieder gesund zu werden. Ein Tag nach dem anderen", schrieb Vonn zu dem Clip.In dem Video ist zu sehen, wie die Olympiasiegerin von 2010 ihre Oberschenkel, die Schultern, den Bauch sowie Rücken und Arme trainiert. Zwischendurch wird Vonns schwer verletztes linkes Bein behandelt. Am Ende des Clips steht sie sogar aus dem Rollstuhl wieder auf.Komplexe SchienbeinverletzungBei ihrem Sturz in der Abfahrt von Cortina hatte sich die Speed-Spezialistin eine komplexe Schienbeinverletzung zugezogen. Nach ihrem Klinikaufenthalt in Italien war Vonn mit dem Krankenwagen zum Flughafen gebracht und in die USA geflogen worden.Ein Jahr bis zur HeilungIn einigen Wochen möchte Vonn aus dem Rollstuhl an die Krücken wechseln. "Es wird etwa ein Jahr dauern, bis alle Knochen verheilt sind", erklärte sie jüngst. Anschließend will sie entscheiden, ob die eingesetzten Metallteile wieder vollständig entfernt werden sollen. Erst danach ist in einer weiteren Operation die endgültige Versorgung ihres Kreuzbandes geplant.Den Kreuzbandriss hatte sich Vonn im Weltcup-Rennen unmittelbar vor den Olympischen Winterspielen zugezogen. Dennoch ging die zweimalige Weltmeisterin in Italien an den Start.

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Erstes Rennen nach Olympia: Biathletin Fichtner überraschend Weltcup-Fünfte

Fehlerfrei im Schießen, zufrieden im Ziel: Marlene Fichtner belohnt sich mit dem besten Ergebnis ihrer Karriere. Während zwei Schwestern jubeln, hadert Janina Hettich-Walz mit ihrem Stehendschießen.Zwölf Tage nach den für die deutschen Biathletinnen medaillenlosen Olympischen Winterspielen hat Marlene Fichtner für eine Überraschung gesorgt. Die 22-Jährige blieb im Einzel von Kontiolahti als nur eine von fünf Skijägerinnen fehlerfrei und holte mit Rang fünf die bisher beste Weltcupplatzierung ihrer Laufbahn. Zu Recht zeigte Fichtner im Zielraum in Finnland die Faust und freute sich riesig. "Ich kann es gerade noch gar nicht fassen und bin jetzt sehr glücklich, dass das so geklappt hat", sagte Fichtner im ZDF.Im ersten Rennen nach dem Rücktritt von Gesamtweltcupsiegerin Franziska Preuß lag Janina Hettich-Walz bis zum letzten Schießen auf einem Podestrang. Doch mit zwei Strafminuten vergab sie das dritte Podium ihrer Karriere, mit 20 Treffern wäre die 29-Jährige Zweite geworden. So reichte es am Ende zu Platz neun. "Das verfolgt mich schon das ganze Jahr, ich bekomme das zweite Stehendschießen nicht hin. Langsam ist es eine Kopfsache", sagte Hettich-Walz.Zwei Schwestern auf dem PodestEinen Doppelerfolg feierten die schwedischen Schwestern Elvira und Hanna Öberg. Elvira Öberg blieb ohne Fehlschuss und hatte nach 15 Kilometern 41,3 Sekunden Vorsprung auf Hanna, die eine Strafminute kassierte. Dritte wurde die Slowakin Paulina Batovska Fialkova (1 Fehler/+ 45 Sekunden).Selina Grotian wurde nach drei Strafminuten 20., Vanessa Voigt (3 Fehler) kam auf Rang 25, Julia Tannheimer schoss viermal daneben und beendete das Rennen nach der fünftbesten Laufzeit auf Rang 28. Anna Weidel war kurzfristig erkrankt ausgefallen.Die kleine Kristallkugel für die Einzel-Disziplinwertung sicherte sich die Französin Lou Jeanmonnot. Die Gesamtweltcupführende hatte aber Glück, denn nach dem enttäuschenden 35. Rang rettete sie in der Wertung zwei Punkte vor der Schwedin Anna Magnusson, die das Rennen als Sechste beendet hatte. Die Männer starten am Freitag (17.10 Uhr/ZDF und Eurosport) mit dem Einzel über 20 Kilometer in das letzte Trimester.

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