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Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und den Finanzmärkten
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Aktuelle Nachrichten

Champions League: Doppelschlag von Schick öffnet für Bayer die Tür zum Achtelfinale

Nur vier Wochen nach dem Duell in der Ligaphase der Champions League trat Bayer Leverkusen erneut bei Olympiakos Piräus an. Diesmal behielt die Werkself die Nerven.Bayer Leverkusen hat im Hexenkessel von Olympiakos Piräus einen großen Schritt in Richtung Champions-League-Achtelfinale gemacht. Dank Doppelpacker Patrik Schick gewann der Fußball-Bundesligist das Playoff-Hinspiel beim griechischen Meister mit 2:0 (0:0). Vier Wochen nach der 0:2-Niederlage in der Ligaphase an selber Stelle gelang damit diesmal die Revanche. Im lauten Karaiskakis-Stadion sorgte Schick mit einem Doppelschlag in der 60. und 63. Minute für den Sieg. Vor dem Rückspiel am kommenden Dienstag hat Bayer 04 damit nun eine sehr komfortable Ausgangsposition.Aggressive Gastgeber geben zunächst den Ton an Die Hausherren suchten früh den Weg nach vorn und setzten Leverkusen unter Druck. Ein erster Abschluss von Medhi Taremi (5.) ging flach links am Tor vorbei. In den ersten zehn Minuten kam Bayer kaum aus der eigenen Hälfte und wirkte im Ballbesitz – jedes Mal begleitet von einem ohrenbetäubenden Pfeifkonzert der griechischen Fans – zögernd. Versuche, das Pressing durch lange Bälle zu umgehen, brachten zunächst nur bedingt Entlastung. Nach überstandener Druckphase fand die Werkself aber zunehmend besser ins Spiel und übernahm mehr Kontrolle. Vor den Augen von UEFA-Präsident Aleksander Čeferin scheiterte Schick an Piräus-Keeper Konstantinos Tzolakis, ehe Ernest Poku aus spitzen Winkel verzog (17.). Auf der Gegenseite konnte sich auch Bayer-Keeper Janis Blaswich auszeichnen, als er einen Distanzschuss von Gelson Martins (25.) parierte. Chancen für Bayer Leverkusen – Abseitstor von Olympiakos Im Gegenzug lenkte Tzolakis eine Großchance von Ibrahim Maza (29.) an die Latte und Poku verfehlte im Eins-gegen-eins mit dem Schlussmann das lange Eck (31.). Dann unterbrach eine lange Verletzungspause den Sturmlauf der Gäste: Das griechische Innenverteidiger-Duo Panagiotis Retsos und Lorenzo Pirola war böse mit den Köpfen zusammengeprallt. Beide konnten nach minutenlanger Behandlung auf dem Rasen aber zunächst weiterspielen. Zurück im Spielfluss schockte dann Piräus' Top-Torjäger Ayoub El Kaabi kurz vor der Pause Leverkusen, als er einen fahrig verteidigten Freistoß mit dem Kopf ins Tor verlängerte und dröhnender Jubel ausbrach. Doch Glück für Bayer: Nach VAR-Überprüfung wurde der Treffer zurückgenommen – Taremi hatte den Ball im Abseits stehend noch leicht berührt. Doch auch in der achtminütigen Nachspielzeit blieben die Gastgeber gefährlich vor dem Tor. Schick-Doppelschlag lässt Stadion verstummen Nach dem Seitenwechsel übernahm zunächst wieder Piräus das Kommando, doch die Werkself blieb geduldig und schlug eiskalt zu: Nach einer Balleroberung in der eigenen Hälfte spielte Poku im richtigen Moment in den Lauf von Schick, der vor Tzolakis cool einschob und damit das 200. Champions-League-Tor für Bayer Leverkusen erzielte.Nur drei Minuten später machte Schick den Doppelschlag perfekt, als er eine Ecke von Alejandro Grimaldo zum 2:0 einköpfte und das Stadion in der griechischen Hafenstadt verstummen ließ. In der nun deutlich ruhigeren Atmosphäre waren zeitweise sogar die 500 mitgereisten Bayer-Fans zu hören. Die Pfiffe gegen die Leverkusener im Ballbesitz waren da fast gänzlich verstummt.

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Olympische Winterspiele: So schaffte es der Hund bei Olympia ins Langlaufstadion

Ein tierischer Ausreißer wird im Langlaufstadion zum Star der Zielfotos. Nun verrät die Schwester des Besitzers, wie der Hund türmte - und was die Familie dachte, als sie Nazgul plötzlich im TV sah.Erst büxte er aus, dann lieferte er das tierischste Zielfoto der Olympia-Geschichte: Der zweijährige Tschechoslowakische Wolfshund Nazgul hat im olympischen Langlaufstadion für kuriose Bilder gesorgt. Jetzt verrät die Schwester des Besitzers, wie es der Hund bis in die Langlaufloipe bei der Qualifikation im Team Sprint schaffen konnte. "Er ist aus der Wohnung meines Bruders ausgebüxt. Er hat gleich zwei Türen selbst geöffnet und war plötzlich weg", sagte Elisa Varesco der "Bild".Hund büxte aus - und tauchte plötzlich im Fernsehen wieder aufWährend Nazguls Besitzer auf dem Weg zum Biathlon nach Antholz war, suchte seine Schwester den Ausreißer im Ort. Auf der Strecke, die Familie wohnt direkt an der Olympia-Loipe, vermutete sie ihn nicht. "Als wir ihn dann im Fernsehen gesehen haben, waren wir ganz erschrocken", erzählte Varesco.Während des Rennens tauchte das Tier plötzlich auf der Zielgeraden in Tesero auf. Der Hund verfolgte die Griechin Konstantina Charalampidou und die Kroatin Tena Hadzic bis hinter die Ziellinie.Nazgul manchmal extrem wild, aber auch sehr lieb Nach dem Lauf hatte laut "Bild" FIS-Streckenchef Michel Rainer den Hund im Zielbereich eingefangen und aus dem Skistadion gebracht. Aber da entwischte er wieder. Statt erneut auf die Strecke lief er dieses Mal jedoch in den Nachbarort. "Wir haben ihn dort dann endlich eingefangen. Nazgul ist manchmal extrem wild, aber auch ein sehr lieber Hund", sagte Elisa Varesco.Charalampidou: "Bin jetzt berühmt wegen eines Hundes" Für Charalampidou stellte der ungewöhnliche Mitstreiter kein Problem dar. "Ich bin jetzt berühmt wegen eines Hundes, der über die Ziellinie gelaufen ist, und jetzt wollen alle mich interviewen. Es ist das erste Mal, dass ich überhaupt Interviews gebe", sagte sie. "Er hat die Kamera verfolgt, die an der Ziellinie auf- und abfährt. Er war süß und nicht aggressiv, also war alles in Ordnung."Hund beschnuppert nach Zieleinlauf ArgentinierinDer Hund wurde beim Überqueren der Linie auch für ein Zielfoto von der offiziellen Kamera erfasst. Im Ziel stoppte er und beschnupperte die argentinische Sportlerin Nahiara Díaz Gonzalez. Die besten Athletinnen aus der ersten Startgruppe waren zu diesem Zeitpunkt bereits im Ziel. Darunter auch die Oberstdorferin Laura Gimmler, die später im Finale mit Coletta Rydzek Bronze gewann."Er war superglücklich, als er die Ziellinie überquerte. Ich war so darauf konzentriert, das Rennen zu beenden, dass ich nicht auf den Hund geschaut habe", sagte Díaz Gonzalez und fügte an: "Es war einfach eine lustige Erfahrung. Das ist nicht normal. Ich weiß nicht, was er hier gemacht hat."

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Winterspiele 2026: Emma Aicher ist unser Lichtblick bei Olympia

Auch wenn Emma Aicher im letzten Rennen nicht den erhofften Triumph einfuhr: Keine zweite Athletin macht so viel Spaß wie die junge Deutsch-Schwedin.

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Champions League: Wer überträgt Bayer Leverkusen vs. Olympiakos im TV und Stream?

In den Champions-League-Playoffs trifft Bayer Leverkusen auf einen Gegner, mit dem man schlechte Erfahrungen gemacht hat. So sehen Sie das Spiel gegen Olympiakos Piräus live.Auf dem Weg in das Achtelfinale der Champions League muss Bayer Leverkusen den Umweg über die Play-offs nehmen. Für das Hinspiel reist Bayer nach Griechenland zu Olympiakos Piräus. Mit dem Gegner hat die Werkself erst jüngst schlechte Erfahrungen gemacht. Ausgerechnet in Piräus verpasste Bayer die direkte Qualifikation für das Achtelfinale – durch eine 0:2-Niederlage vor vier Wochen. Damals kassierte die Mannschaft beim griechischen Meister schon nach 92 Sekunden das erste Gegentor. „Dieser Warnschuss wird uns mit Sicherheit helfen, um hellwach zu sein. Uns erwartet wieder die gleiche Atmosphäre und die gleiche Art von Fußball. Für Piräus ist es das Spiel des Jahres“, sagte Sportchef Simon Rolfes.Bayer Leverkusen will Achtelfinale der Champions League erreichenIn der Ligaphase der Champions League belegte Bayer Leverkusen mit zwölf Punkten den 16. Platz. Erst am letzten Spieltag gelang es der Werkself, durch einen 3:0-Sieg gegen den FC Villareal noch das Ticket für die K.o.-Phase zu lösen. Beide Teams befinden sich in guter Form: Leverkusen unter Trainer Kasper Hjulmand ist seit sechs Spielen ungeschlagen. Der griechische Meister Olympiakos Piräus hat in der heimischen Liga die letzten vier Spiele gewonnen und in der Champions League neben Bayer auch Ajax Amsterdam geschlagen.Hier läuft Bayer – Olympiakos Die Partie von Bayer 04 Leverkusen bei Olympiakos Piräus wird beim Streaminganbieter DAZN live übertragen. Anpfiff ist um 21 Uhr. Daniel Herzog moderiert, Freddy Harder kommentiert das Spiel zusammen mit dem ehemaligen Profi Tobias Schweinstieger. Die Übertragung beginnt bereits um 20.15 Uhr. Außerdem ist die Partie in der Konferenz auf DAZN zu sehen.Borussia Dortmund hat sein Play-off-Hinspiel gegen Atalanta Bergamo bereits am Dienstag mit 2:0 gewonnen. Der FC Bayern hat sich direkt für das Achtelfinale qualifiziert. Für Eintracht Frankfurt war schon in der Ligaphase der Champions League Endstation.

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"Lächerlich" : Ski-Ikone lacht Olympia-Reporter nach frecher Frage aus

Freestyle-Ski-Star Eileen Gu gewinnt bei Olympia zweimal Silber. Auf die Frage nach fehlendem Gold reagiert die 22-Jährige mit höhnischem Lachen – und nennt sie "lächerlich".Freestyle-Ski-Star Eileen Gu gewinnt bei Olympia zweimal Silber. Auf die Frage nach fehlendem Gold reagiert die 22-Jährige mit höhnischem Lachen – und nennt sie "lächerlich".

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Olympia-News: Frauen-Staffel nach Preuß-Drama ohne Medaille

Biathletinnen bei Olympia glücklos. Dürr fädelt am ersten Tor ein. Und: eine deutsche Olympia-Medaille im Langlauf. Die wichtigsten News der Olympischen Spiele.Historische Premiere: In diesem Jahr finden die Olympischen Winterspiele vom 6. bis 22. Februar zum ersten Mal an zwei Orten statt: in der norditalienischen Stadt Mailand und im Skiort Cortina. Damit sind es die ersten dezentralen Spiele der Geschichte. Olympische Winterspiele 2026: So viele Olympia-Entscheidungen wie nie zuvor Sie erstrecken sich über eine Gesamtfläche von etwa 22.000 Quadratkilometern.  Mit 116 Entscheidungen gibt es so viele wie noch nie. 50 davon werden reine Frauen-Wettbewerbe sein, was auch ein neuer Höchstwert ist.Alle großen Emotionen, alle wichtigen Entscheidungen, alle deutschen Medaillen – hier im stern-Newsblog:

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Olympische Winterspiele: "Verbrauchte Chance": Viertelfinal-Pleite für Eishockey-Team

Nie war eine deutsche Eishockey-Auswahl so gut besetzt wie bei Olympia. Das Viertelfinale gegen die Slowakei schien machbar. Stattdessen gab es ein Debakel. Der Bundestrainer gesteht Fehler ein.Müde und frustriert trauerten die deutschen Eishockey-Cracks um Superstar Leon Draisaitl ihrer leichtfertig vergebenen Medaillenchance nach. Gegen ausgeruhte Slowaken hat das mit so großen Erwartungen angetretene Team im Olympia-Viertelfinale ein Debakel erlebt. "In so einem Spiel musst du dir so lange wie möglich die Chance geben, das Spiel zu gewinnen. Das haben wir überhaupt nicht gemacht. Ich weiß nicht, wie viele Konter wir zugelassen haben. Auf jeden Fall viel zu viele", schimpfte Kapitän Draisaitl nach dem üblen 2:6 (0:1, 1:3, 1:2) gegen den Bronze-Gewinner von 2022."Das ist mit Sicherheit eine verbrauchte Chance, die wir nicht genutzt haben. Das tut mit Sicherheit weh", sagte der Weltklasse-Stürmer der Edmonton Oilers. Draisaitl, Tim Stützle und Moritz Seider - im deutschen Olympiakader steckte diesmal richtige Weltklasse aus der NHL, dazu in JJ Peterka und Torhüter Philipp Grubauer weitere Leistungsträger aus der nordamerikanischen Profiliga. Insgesamt neun Spieler aus Nordamerika waren bei den Winterspielen dabei - so gut besetzt war niemals zuvor eine deutsche Eishockey-Auswahl.Kein Schönreden bei den Spielern"Natürlich kann man nicht immer erwarten, dass man um Medaillen mitspielt. Aber ich glaube, das war eine sehr machbare Aufgabe heute. Besser hätten wir es nicht treffen können", sagte Top-Verteidiger Seider. "Das sollte schon unser Maßstab sein, dass man so ein Spiel gewinnen kann." Dass es gegen einen Gegner, der vermeintlich auf Augenhöhe ist, so deutlich wurde, ließ viele Fragen aufkommen. Die beiden Treffer von Lukas Reichel (35. Minute) und Frederik Tiffels (50.) kamen beide viel zu spät. Nur einen Tag nach dem 5:1 in der ersten K.-o.-Runde gegen Frankreich waren die vor allem in der Spitze des Kaders nicht besser besetzten Slowaken effektiver. Zudem leistete sich die DEB-Auswahl heftige individuelle Fehler in der Defensive. "Tempo hängt auch ein bisschen mit dem physischen Zustand zusammen. Wir spielen ein zweites Spiel innerhalb von nicht mal 24 Stunden, die Slowaken hatten drei Tage frei", sagte Bundestrainer Harold Kreis. DEB-Sportvorstand Christian Künast meinte ebenfalls: "Wenn man das Spiel nur heute nimmt, hat uns etwas die Frische gefehlt."Interessanterweise widersprachen die Spieler an dem Punkt. "Das darf keine Ausrede sein", sagte etwa Seider entschieden. Zudem hatte sich die Slowakei als Gruppensieger selbst in die Position gebracht, ausgeruht ins Viertelfinale zu gehen. Für das hochgelobte deutsche Team war dagegen schon die Vorrunde mit dem peinlichen 3:4 gegen Lettland ziemlich verkorkst.Draisaitl bestätigt: Mannschaft hat sich nie gefunden"Wir hätten schon gerne besser gespielt, haben aber nie so richtig zu unserem Spiel gefunden", sagte Draisaitl. "Manchmal finden sich Mannschaften schneller. Manchmal dauert es eben etwas länger. Bei uns hat es etwas zu lange gedauert, um unsere Identität zu finden."Viel zu sehr schien das deutsche Offensivspiel bei den Winterspielen auf Draisaitls und Stützles Fähigkeiten ausgerichtet zu sein. Ausnahmekönner Draisaitl erhielt auch gegen die Slowaken wieder knapp 30 Minuten Eiszeit und damit extrem viel. Dass am Ende die Frische fehlte, wie Kreis anmerkte, schien somit zusätzlich selbst verschuldet zu sein. "Die Frage ist vielleicht berechtigt, ob ich die zu viel eingesetzt habe", bekannte der Bundestrainer, dessen Vertrag bereits vor Olympia bis zur Heim-WM 2027 verlängert worden war. Dennoch wird sich auch Kreis bei der nun folgenden Analyse kritische Fragen stellen lassen müssen. "Man hätte insgesamt das Potenzial gehabt, sich hier besser zu verkaufen. Das ist uns leider nicht gelungen", sagte Abwehrroutinier Moritz Müller von den Kölner Haien, der wegen der NHL-Stars Draisaitl, Stützle und Seider diesmal nicht zum Kreis der drei Kapitäne gehörte. Seider merkte an, dass schon bei der WM-Enttäuschung im vergangenen Mai im dänischen Herning einiges nicht gestimmt hatte, als Deutschland das Viertelfinale verpasst hatte. "Wir müssen einfach wieder unser Mindset, unsere Strukturen verdeutlichen. Wir sind eine Mannschaft, die sehr viel über Stolz und Willen kommt. Ab und an versuchen wir, dass wir zu süß spielen, da außen rum. Wir müssen einfach wieder direkter werden. Das hat man schon in Dänemark gesehen", sagte der 24-Jährige.

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Olympia: Wieder Preuß-Drama: Biathletinnen verpassen Staffelmedaille

Franziska Preuß erlebt in Antholz ihren nächsten olympischen Nackenschlag. Deutschlands Nummer eins patzt erneut mit dem Gewehr. Somit ist die nächste Medaillenchance futsch.Tief enttäuscht und mit Tränen in den Augen wollte Franziska Preuß einfach nur noch weg. Nach einem erneuten Fehlschuss-Drama und nur Rang vier in der Olympia-Staffel verließ die Biathletin kommentarlos den Ort ihrer nächsten bitteren Enttäuschung. Zu groß war die Ernüchterung, als dass Deutschlands Sportlerin des Jahres dafür kurz nach dem Rennen hätte Worte finden können. "Sie war jetzt einfach nicht in der Verfassung, irgendwie groß was sagen zu können und sagen zu wollen", sagte Sportdirektor Felix Bitterling: "Ich glaube, das ist jetzt einfach mehr eine mentale Geschichte, als dass es ihr körperlich wahnsinnig schlecht geht."Der nächste Patzer von Preuß hatte ihr, Julia Tannheimer, Janina Hettich-Walz und der neuen Schlussläuferin Vanessa Voigt in Antholz eine mögliche olympische Staffelmedaille gekostet. Nachdem Preuß bereits in zwei Einzelrennen am Schießstand eine Olympia-Plakette aus der Hand gegeben hatte, bekam sie auch im Team ihre Nerven nicht in den Griff. "Sie hat sich schon ein paar Mal ausgegraben aus so einem kleinen Loch", sagte Bitterling: "Ich hoffe, das gelingt ihr auch noch mal."Während der souveräne Olympiasieger Frankreich ausgelassen feierte, weinte Preuß nach ihrer entscheidenden Strafrunde erneut bittere Tränen. Nicht nur Youngster Tannheimer versuchte, Preuß zu trösten. "Es schmerzt sehr, dass wir heute leer ausgehen", sagte Schlussläuferin Voigt.Erstmals keine Staffelmedaille für deutsche Teams Nach 4 x 6 Kilometern und einer Strafrunde durch Preuß sowie neun Nachladern hatte das Quartett in Antholz 1:29,1 Minuten Rückstand auf die Spitze. Silber holte Schweden vor Norwegen. Anders als Preuß & Co. kompensierten Frankreich und Schweden eine Strafrunde.Damit sind erstmals in der Olympia-Geschichte nach den deutschen Männern, die am Dienstag ebenfalls Vierte geworden waren, auch die Frauen in der Staffel ohne Medaille geblieben. Seitdem Frauen und Männer im Biathlon 1992 ihre Wettbewerbe bei Olympia gemeinsam austragen, hatte zuvor mindestens immer eine der beiden deutschen Staffeln auf dem Podest gestanden.Damit haben die deutschen Skijäger vor den abschließenden beiden Massenstartrennen nur Bronze vom Auftakt in der Mixed-Staffel auf dem Konto. In den bisher sechs Einzelrennen gab es keine Medaillen. Es droht ein historisch schlechtes Gesamtergebnis. Preuß versagen wieder die NervenFür Preuß geht damit ihre überwiegend unglückliche Olympia-Geschichte weiter. Bereits bei ihren drei Spielen zuvor erlebte sie einige Dramen. Dabei hatte man Preuß im Team den Druck nehmen wollen, indem sie erstmals seit langer Zeit nicht mehr auf der Schlussposition eingesetzt wurde. "Platz zwei taugt mir ganz gut", hatte sie noch vor dem Rennen gesagt. Liegend ging alles gut, aber im Stehendschießen bekam die 31-Jährige erneut ihre Nerven nicht in den Griff. Bereits beim Bronzegewinn in der Mixed-Staffel zum Olympia-Auftakt hatte Preuß eine Strafrunde geschossen. Da hatte sie Glück gehabt, dass Norwegens Maren Kirkeeide zwei Scheiben stehen ließ.Youngster Tannheimer liefert abVor den Augen von Fußball-Trainerlegende Jürgen Klopp, der schon wie tags zuvor bei den Männern vor Ort die Daumen drückte, hatte die erst 20-jährige Tannheimer in ihrem ersten Staffelrennen auf der größten Sportbühne eine ganz starke Leistung. Läuferisch spielte sie ihre Stärke aus und schickte nach nur zwei Nachladern im Stehendschießen Preuß als Zweite nur 5,1 Sekunden hinter Schweden ins Rennen. Doch dann zeigte ausgerechnet die Gesamtweltcupsiegerin der Vorsaison im entscheidenden Moment Schwäche. Selbst die drei Nachlader brachte Preuß nicht ins Ziel. So fiel das DSV-Quartett auf Rang elf zurück, der Vorsprung auf die Spitze betrug 47,4 Sekunden. Anschließend versuchte Hettich-Walz, in ihrer ersten Olympia-Staffel zwar Boden gutzumachen. Sie ging Risiko, aber brauchte im Stehendanschlag ebenfalls zwei Nachlader und verlor so weitere Sekunden, während die Konkurrenz nicht patzte. Fehlerfreie Voigt kann nichts ausrichten Hettich-Walz übergab auf Rang fünf mit einem Rückstand von 1:22,3 Minuten auf Voigt. Die Thüringerin, eigentlich etatmäßige Startläuferin, sollte mit ihrer Schießstärke im Optimalfall in den Medaillenkampf eingreifen. Weil aber vorne keine der Konkurrentinnen Nerven zeigte, nutzten auch die beiden schnellen fehlerfreien Einlagen von Voigt nichts mehr. Vor vier Jahren in Peking hatte Deutschland die Bronzemedaille gewonnen, Preuß und Voigt waren damals schon dabei. 2002 hatte die Auswahl des Deutschen Skiverbandes in Salt Lake City letztmals Olympia-Gold geholt. Richtig enttäuschende Ergebnisse gab es auch immer wieder: Weit entfernt vom Podest reichte es 2018 nur zu Platz acht, 2014 sogar nur zu Rang zehn.

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Winterspiele in Italien: Aus am ersten Tor: Dürrs Olympia-Finale wird zum Alptraum

Lena Dürr erlebt im Slalom ein weiteres Drama. Ihr zweiter Lauf ist nach weniger als zwei Sekunden vorbei. Der Medaillen-Traum platzt, die Ski-Welt leidet mit. US-Star Shiffrin schlägt derweil zurück.Lena Dürr zeigte im womöglich schmerzhaftesten Moment ihrer Karriere wahre Größe. Der Medaillen-Traum der deutschen Skirennfahrerin bei den Olympischen Winterspielen platzte auf dramatische Art und Weise - und im zweiten Lauf schon nach weniger als zwei Sekunden. Doch die Siegerehrung ließ sich die tief enttäuschte 34-Jährige nicht entgehen."Das werde ich in meinem Leben nicht mehr sehen, deswegen musste ich schnell rennen", sagte Dürr, nachdem sie die Fragerunde mit den Journalisten kurz unterbrochen hatte und dann zurückgekehrt war. Bei den Spielen 2030 werde sie nicht mehr dabei sein, kündigte die Münchnerin an. Der Slalom in Cortina d'Ampezzo, den US-Superstar Mikaela Shiffrin mit klarem Vorsprung für sich entschied, war ihr letzter Auftritt unter den Ringen. Er endete in einem Alptraum. Wieder mal. Dürr und Olympia - es ist ein einziges Drama.Aicher, Neureuther und Co. leiden mitAls Zweitplatzierte war sie ins Finale des Torlaufs gegangen. Nach den bitteren Enttäuschungen im Slalom von Peking vor vier Jahren und im Riesentorlauf in Norditalien am vergangenen Sonntag wollte sie ihre gute Ausgangsposition diesmal unbedingt nutzen - und fädelte bereits am ersten Tor ein. Eine "Katastrophe" und der "worst case" sei das, sagte Dürr. "Aber so ist es jetzt."Gefühlt die komplette Ski-Familie schien mitzuleiden. Emma Aicher, die nach zweimal Olympia-Silber in der Abfahrt und in der Teamkombination mit Kira Weidle-Winkelmann diesmal Neunte geworden war, hockte mit einer Sonnenbrille vor den Augen im Ziel und drehte sich entsetzt von den Kameras weg. Ex-Skistar Felix Neureuther schlug die Hände über dem Kopf zusammen. Ihre internationalen Rivalinnen nahmen Dürr, nachdem sie auf ihren Skiern noch schnell den Hang hinuntergerutscht war, in Empfang und trösteten sie.Aus am ersten Tor? Seit 15 Jahren nicht passiert"Schade Lena, du hättest auch eine von denen sein können", habe die Schwedin Sara Hector bei der Siegerehrung zu ihr gesagt. So jubelten neben Goldmedaillengewinnerin Shiffrin noch die Schweizer Weltmeisterin Camille Rast über Silber und Hectors Teamkollegin Anna Swenn Larsson über Bronze."Man kann es noch gar nicht realisieren hier im Ziel. Da meint man, man bekommt noch einen Re-Run und es geht noch mal von vorne los", sagte Dürr über ihren schweren Patzer. Aus am ersten Tor - das sei ihr zuletzt vor rund 15 Jahren bei einem unterklassigen Fis-Rennen passiert, meinte sie. Was sie in dem Moment gedacht habe? "Gar nichts. Da ist man einfach blank."Ein Olympia-Drama nach dem anderenVier Jahre nach dem Olympia-Drama von Peking erlebte Dürr in den Dolomiten nun gleich zwei weitere sportliche Tragödien. In China war sie 2022 als Führende in den zweiten Lauf des Slaloms gegangen und noch auf den undankbaren vierten Rang zurückgefallen. Später holte zwar sie noch Silber mit der Mannschaft, doch das war nur ein kleiner Trost.In Cortina d'Ampezzo verspielte sie nun sowohl im Riesenslalom, in dem sie am Sonntag Neunte geworden war, als auch im Torlauf gute Medaillenaussichten. Der bislang größte Einzelerfolg der Münchnerin bleibt damit WM-Bronze 2023.Sie wolle dennoch die positiven Erkenntnisse mitnehmen, meinte die Athletin des SV Germering: Dass sie nach schwachen Wochen im Weltcup wieder so gut dabei sei und mit den Besten der Welt mitfahren könne. Sogar im Riesenslalom.Das deutsche Alpin-Team beendet die Spiele in Italien damit mit zwei Medaillen. Während die Frauen mitunter famose Fahrten zeigten, gingen die Männer bei ihren Wettbewerben in Bormio wieder mal leer aus.Slalom-Königin Shiffrin schlägt zurückShiffrin krönte sich mit 1,5 Sekunden Vorsprung auf die zweitplatzierte Rast derweil überlegen zur olympischen Slalom-Königin und besiegte damit auch ein Trauma. 2022 in China war sie bei sechs Starts ohne Medaille geblieben. In der Team-Kombination vorige Woche landete sie mit Abfahrts-Champion Breezy Johnson nach einem verkorksten Slalom nur auf Rang vier, im Riesenslalom verpasste sie als Elfte sogar die Top Ten.Diesmal brillierte die 30-Jährige aber wieder und holte die vierte Olympia-Medaille ihrer Laufbahn. Zweimal Gold bei Winterspielen, vier WM-Titel und 71 Weltcup-Rennen hat die Amerikanerin im Slalom nun schon gewonnen. Die Siegerehrung in Cortina d'Ampezzo genoss die beste Skirennfahrerin der Gegenwart in vollen Zügen. Das ließ sich selbst Lena Dürr nicht entgehen.

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Olympische Winterspiele: "So viel verloren": Vonns Hund starb kurz nach Olympia-Sturz

US-Skistar Lindsey Vonn erlebt die "härtesten Tage meines Lebens". Am Krankenbett nimmt sie Abschied von ihrem Hund Leo. Mit rührenden Worten erinnert sie sich an 13 gemeinsame Jahre zurück.Traurige Tage für Ski-Star Lindsey Vonn: Die Amerikanerin stürzte am 8. Februar schwer in der olympischen Abfahrt und musste sich seitdem bereits mehreren Operationen unterziehen. Jetzt macht die 41-Jährige bekannt, dass einen Tag nach ihrem Sturz ihr geliebter Hund Leo gestorben ist. "Leo ist von uns gegangen und hat sich Lucy und Bear im Himmel angeschlossen", schrieb Vonn in einem Instagram-Beitrag.Vonn lag im Krankenhausbett, als sie sich von Leo verabschiedete"Als ich am Tag nach meinem Sturz im Krankenhausbett lag, haben wir uns von meinem großen Jungen verabschiedet. In so kurzer Zeit habe ich so viel verloren, was mir etwas bedeutet hat. Ich kann es nicht fassen", sagte Vonn. "Die letzten Tage waren unglaublich hart. Wahrscheinlich die härtesten meines Lebens. Ich kann immer noch nicht begreifen, dass er nicht mehr da ist."An dem Tag, als sie in Cortina d'Ampezzo gestürzt sei und sich eine komplexe Schienbeinverletzung zuzog, sei auch Leo gestürzt, berichtete die US-Amerikanerin. Vor Kurzem sei bei ihm Lungenkrebs diagnostiziert worden. "Doch nun versagte auch sein Herz. Er hatte Schmerzen und sein Körper konnte mit seinem starken Geist nicht mehr mithalten." Leo habe sie immer aufgebaut, wenn sie am Boden lag. "In 13 Jahren haben wir so viel gemeinsam durchgestanden", sagte Vonn, die im März 2025 bereits ihre Hündin Lucy und im Januar 2022 ihren Hund Bear verloren hatte. Es werde dauern, bis sie das alles emotional verarbeiten könne. "Aber ich weiß, dass er immer bei mir sein wird.""Leo wird für immer meine erste große Liebe sein"Für die Abfahrtsolympiasiegerin von 2010, die in Cortina bereits mit einem Kreuzbandriss im linken Knie angetreten war, steht heute eine weitere Operation an. "Wenn ich die Augen schließe, werde ich an ihn denken", sagte Vonn. "Leo wird für immer meine erste große Liebe sein."

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Olympische Winterspiele: "Wie ein Ehering": Gimmler und Rydzek feiern Olympia-Bronze

Coletta Rydzek und Laura Gimmler jubeln über die erste Langlauf-Medaille für Deutschland bei diesen Winterspielen. Rydzeks Bruder weint. Gimmler berichtet von einer schlaflosen Nacht.Mit der Bronzemedaille um den Hals konnte Coletta Rydzek über ihr Malheur lachen. "Ich habe mich ein-, zweimal übergeben - leider auch einmal in die Kabine", sagte die 28-Jährige nach ihrem Langlauf-Coup mit Laura Gimmler im Team Sprint. "Es sei vergeben", warf Gimmler ein und lachte mit. Im Pressezentrum von Tesero mit Blick auf die in der Sonne glänzenden schneebedeckten Berge waren die körperlichen Strapazen vergessen.Wenige Minuten zuvor waren sich Rydzek und Gimmler euphorisch und etwas ungläubig auf dem Podest bei der Siegerehrung in die Arme gefallen. "Ich habe schon zu Coletta gesagt: Das ist jetzt wie ein Ehering, das verbindet uns für immer", kommentierte Gimmler den riesigen Erfolg in einem packenden Rennen. "Wir werden ab jetzt alles in vollen Zügen genießen. Das erlebt man nicht so oft im Leben."Wie Rydzek berichtete auch Gimmler von überwundenen Widerständen und großen Problemen am Morgen. "Wir standen seit gestern Abend so krass unter Druck, weil wir einfach wussten, dass es voll möglich ist", sagte die 32-Jährige. "Wir haben beide nicht geschlafen. Wir haben beide schlecht gegessen."Rydzek: Medaille ist "für alle"Für Rydzek und Gimmler ist es die erste Olympia-Medaille und der größte Erfolg der bisherigen Karriere. Die Bedeutung des Erreichten geht jedoch darüber hinaus.Die Oberstdorferinnen bescherten dem zuletzt arg gebeutelten Team von Teamchef Peter Schlickenrieder quasi bei der letzten realistischen Chance das erste Edelmetall bei diesen Winterspielen. Entsprechend groß war der Jubel in der ganzen Olympia-Mannschaft. "Ein Traum", sagte Schlickenrieder. Seinen beiden Athletinnen attestierte er "Kämpferblut"."Es ist nicht nur eine Medaille für uns, sondern für alle", sagte Rydzek, die im Ziel von ihrem weinenden Bruder Johannes Rydzek empfangen wurde. "Ich habe zu ihr gesagt: Du darfst es glauben, es ist einfach so", sagte der 34-Jährige, der in seiner langen Laufbahn in der Nordischen Kombination bereits vier Medaillen bei Olympia gewonnen hat.Gimmler: "Ich konnte kaum hinschauen"Seine sechs Jahre jüngere Schwester zog in einem grandiosen Finale mit einem starken Schlussspurt noch an der Norwegerin Julie Bjervig Drivenes vorbei und sicherte so Platz drei. Die Winzigkeit von 14 Hundertstelsekunden trennte das deutsche Duo von Platz vier. "Ich wusste, dass ich alles reinhauen muss, damit unser Traum wahr wird", sagte Coletta Rydzek.Gimmler, die ihren Part zu der Zeit schon absolviert hatte und zum Zuschauen verdammt war, meinte: "Ich konnte kaum hinschauen. Eigentlich kann man der Coletta auf der Zielgeraden voll vertrauen. Aber es war wirklich mega spannend."Rydzek und Gimmler mussten sich nur den siegreichen Schwedinnen Jonna Sundling und Maja Dahlqvist sowie den zweitplatzierten Nadja Kälin und Nadine Fähndrich aus der Schweiz geschlagen geben.2022 gab es Gold und Silber für DeutschlandVor vier Jahren in China hatten Katharina Hennig Dotzler (damals noch Hennig) und Victoria Carl im Team Sprint sensationell Gold gewonnen. Zudem gab es Silber mit der Staffel der Frauen über 4 x 5 Kilometer. Carl ist wegen einer positiven Dopingprobe gesperrt. Hennig Dotzler jubelte im Stadion mit Rydzek und Gimmler.Im Team Sprint laufen zwei Athletinnen pro Team im Wechsel. Jede Sportlerin absolviert drei Runden, die jeweils 1,5 Kilometer lang sind.

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Olympia-Panne: Ausgerissener Hund stürmt Langlauf-Teamsprint – und rast bis ins Ziel

Trubel beim Teamsprint der Skilangläuferinnen: Ein Hund lief in der Qualifikation über die Zielgerade und jagte die letzten Starterinnen. Im Ziel ließ er sich ruhig einfangen.Trubel beim Teamsprint der Skilangläuferinnen: Ein Hund lief in der Qualifikation über die Zielgerade und jagte die letzten Starterinnen. Im Ziel ließ er sich ruhig einfangen.

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Olympische Winterspiele: Hund auf der Zielgeraden: Kuriose Szenen beim Langlauf

Ein Hund sorgt im olympischen Langlaufstadion für Aufsehen. Das Tier schafft es bis ins Ziel. Zwei Sportlerinnen finden es süß und lustig.Er stand nicht auf der Startliste: Ein Hund hat im olympischen Langlaufstadion für kuriose Bilder gesorgt. Während der Qualifikation im Team Sprint tauchte das Tier plötzlich auf der Zielgeraden in Tesero auf. Der Hund verfolgte die Griechin Konstantina Charalampidou und die Kroatin Tena Hadzic bis hinter die Ziellinie."Ich bin jetzt berühmt wegen eines Hundes, der über die Ziellinie gelaufen ist, und jetzt wollen alle mich interviewen. Es ist das erste Mal, dass ich überhaupt Interviews gebe", sagte Charalampidou, für die der ungewöhnliche Mitstreiter aber kein Problem darstellte. "Er hat die Kamera verfolgt, die an der Ziellinie auf- und abfährt. Er war süß und nicht aggressiv, also war alles in Ordnung."Hund beschnuppert nach Zieleinlauf ArgentinierinDer Hund wurde beim Überqueren der Linie auch für ein Zielfoto von der offiziellen Kamera erfasst. Im Ziel stoppte er und beschnupperte die argentinische Sportlerin Nahiara Díaz Gonzalez. Die besten Athletinnen aus der ersten Startgruppe waren zu diesem Zeitpunkt bereits im Ziel. Darunter auch die Oberstdorferin Laura Gimmler, die im Finale mit Coletta Rydzek Bronze gewann."Er war superglücklich, als er die Ziellinie überquerte. Ich war so darauf konzentriert, das Rennen zu beenden, dass ich nicht auf den Hund geschaut habe", äußerte Díaz Gonzalez und fügte an: "Es war einfach eine lustige Erfahrung. Das ist nicht normal. Ich weiß nicht, was er hier gemacht hat."

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Zweierbob bei Winterspielen: Spaßpilot Lochner macht ernst - Küsschen für Kuske

Die Party nach seinem Gold-Coup ist gestrichen worden. Nach kurzer Nacht sitzt Gold-Held Lochner schon wieder im Viererbob an den Lenkseilen. Und war wieder schneller als Friedrich.Nach seinem Gold-Coup war Johannes Lochner zu mitternächtlicher Stunde dann doch ein bissl grantig. Der Ur-Bayer hätte seine erste olympische Goldmedaille gerne ausgiebig gefeiert. "Das ist ein bisschen schade, dass dieser Zeitplan so komisch gelegt ist. Ich würde es mir auch gerne anders wünschen", sagte der Zweierbob-Olympiasieger und ging mit Anschieber Georg Fleischhauer erstmal zur Doping-Kontrolle. Dann gab es noch eine kleine Stärkung und ab ins Bett. Am Mittwochmorgen stand um 10.00 Uhr das erste Viererbob-Training an, in dem er fünf Hundertstelsekunden vor Friedrich war. "Wir haben noch zwei Jungs, die die Füße nicht mehr stillhalten können, die wollen auch so eine Medaille. Und für die werden wir jetzt weiterhin Vollgas geben und schauen, dass wir das am Wochenende nochmal genauso runterzaubern", sagte der 35 Jahre alte Lochner. "The last dance" für LochnerSeine Frau Hannah hatte eigens T-Shirts mit der Aufschrift "The last dance" bedrucken lassen. Mit seinem ersten Gold-Double würde der Bayer, der nach den Winterspielen seine Karriere beendet, dem Sachsen Friedrich den Aufstieg zum erfolgreichsten Bobfahrer bei Olympischen Spielen vermasseln. Denn in seinem Bob sitzt Friedrichs Ex-Anschieber Thorsten Margis. Dieser würde nach vier Olympiasiegen zusammen im Schlitten von Friedrich möglicherweise sein fünftes Gold holen, was noch keiner vor ihm geschafft hat. Friedrich hat mit Silber bei der Wertung der Bobpiloten nun mit André Lange gleichgezogen. Nur Kevin Kuske, der nun ausgerechnet das Team Lochner athletisch auf Vordermann bringt, hat in der Wertung mit Anschiebern eine Silbermedaille mehr. "Kuski ist ja einer, wenn nicht sogar der Architekt dieses ganzen Konstrukts", betonte der ehemalige 400-Meter-Hürdenläufer Fleischhauer. Der Dank ließ nicht lange auf sich warten. Beim Erst-Interview bekam der in Cortina als TV-Experte für Eurosport tätige Potsdamer Kuske ein Küsschen auf die Wange von seinen mit Gold dekorierten Muskelmännern. Was macht der weltbeste Anschieber?Modellathlet Fleischhauer, der seinen gestählten Körper neuerdings auch auf der Erotik-Plattform OnlyFans präsentiert, ist ab Montag als Anschieber auf dem Markt. "Irgendein Toppilot in Deutschland wird einen brutal geilen Anschieber erben", sagte Lochner. Ob es der drittplatzierte Adam Ammour, dem die Zukunft gehört, oder Friedrich sein wird? Der langjährige Dominator im Eiskanal liebäugelt selbst mit einem Karriereende. "Wir wissen es auch noch nicht, ob es bei uns weitergeht. Wir haben noch nichts entschieden. Jetzt geht es erstmal bis Sonntag", sagte Friedrich, der die Entscheidung zusammen mit seiner Familie treffen möchte. Friedrichs Heimcoach Leopold holte Fleischhauer zum Bob Kurios: Leichtathlet Fleischhauer wurde ursprünglich von Friedrichs Heimtrainer Gerd Leopold zum Bob geholt. So fuhr er im Verein BSC Sachsen Oberbärenburg erstmal mit Richard Oelsner im Europacup. Der Weg in den Friedrich-Schlitten war zu weit weg, da die Konkurrenz damals noch zu groß war. So ging der gebürtige Halberstädter über Umwegen zu Lochner und startete mit dem Bayer durch. Ein Rückholversuch vor zwei Jahren scheiterte. "Franz wollte mich haben. Ich überlegte, wusste ja noch gar nicht, ob Hansi überhaupt weitermachen will. Dann kam der Entschluss. Und heute stehen wir mit der Medaille um den Hals hier."

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Olympia in Norditalien: Lug und Betrug: Die Schummel-Spots der Winterspiele

Ob beim Curling, Langlauf oder Skispringen - mehrfach gibt es in Italien Diskussionen und Vorwürfe. Wie sauber sind die Spiele wirklich? Welche Nationen stehen besonders im Fokus? Ein Überblick.Streit um Doppelberührungen beim Curling, Diskussionen um Anzüge und mögliche Penis-Tricksereien im Skispringen, der umstrittene Einsatz einer Wachsmaschine im Langlauf: Die Olympischen Winterspiele in Italien werden auch von diversen Betrugsvorwürfen begleitet. Welche Sportler und Sportarten stehen besonders im Verdacht? Ein Überblick.Kanadas Curler und der "Double-Touch"Es war einer der großen Aufreger der bisherigen Spiele: der Zoff zwischen den Kanadiern und den Schweden. Die Skandinavier hatten dem Nordamerikaner Marc Kennedy eine irreguläre mehrfache Berührung des Steins vorgeworfen. Ein hitziges Wortgefecht folgte. Videos im Internet sollten Beweise liefern.Die deutschen Curler zeigten sich weitgehend unbeeindruckt davon. "Ich glaube, das ist einfach in seiner Abgabe drin. Uns ist es noch nie aufgefallen", sagte Felix Messenzehl. Man wisse auch gar nicht, ob die doppelte Berührung tatsächlich einen Vorteil bringe. Daher beschäftige man sich nicht groß damit.Der Curling-Weltverband sah den Vorfall kritischer. Kennedy wurde wegen seiner Wortwahl mündlich verwarnt. Auch der Kanadierin Rachel Homan wurde gegen die Schweiz eine Doppelberührung vorgeworfen - und einer ihrer Steine daraufhin aus dem Spiel genommen. Das Thema sorgte weiter für Wirbel.Der Verband ließ die Abgaben zunächst strenger kontrollieren, schwächte die Regel aber schnell wieder ab: Die dafür vorgesehenen Schiedsrichter sollten nun nur noch auf Antrag der beteiligten Teams die Abgaben überwachen.Eine Wachsmaschine löst Protest ausNorwegens Langlauf-Team nutzte während des Sprint-Vorlaufs eine sonst verbotene Wachsmaschine im Servicebereich, was dem Weltverband Fis heftige Kritik einbrachte. Dieser hatte den Skandinaviern eine Ausnahmegenehmigung erteilt, andere Nationalteams aber nicht über diese Möglichkeit informiert.Der norwegische Topmann Johannes Hoesflot Klaebo holte Gold, Finnland legte Protest ein - laut Weltverband aber nicht fristgerecht und daher erfolglos. Das sei ein "ganz klares Versagen der Fis-Verantwortlichen - zum wiederholten Male", monierte der deutsche Langlauf-Teamchef Peter Schlickenrieder. Auch bei der Langlauf-Staffel der Männer sorgten die Norweger für Aufsehen. Ein Servicetechniker führte kurz vor Rennstart auf der bereits gesperrten Loipe noch einen Skitest durch. Der Weltverband reagierte glimpflich und zog den Skandinaviern für den Team Sprint einen Servicemann ab. Norwegen seit Anzug-Skandal im FokusDie Norweger, seit Jahrzehnten eine Großmacht im Wintersport und auch in Italien im olympischen Medaillenspiegel an der Spitze, stehen ohnehin unter besonderer Beobachtung. Bei der nordischen Ski-WM in ihrer Heimat hatten sie 2025 Anzüge ihrer Skispringer manipuliert und für einen heftigen Eklat gesorgt.Zudem stünden norwegische Sportler immer wieder im Verdacht, das Doping-Kontrollsystem auszutricksen, hieß es in einem in der ARD-"Sportschau" ausgestrahlten Beitrag. Ihnen werde der missbräuchliche Gebrauch von Asthma-Mitteln vorgeworfen. Diese könnten leistungssteigernd sein und wären durch Ausnahmegenehmigungen vergleichsweise einfach zu bekommen.Große Schuhe und mögliche Penis-TricksAuch bei den Spielen in Italien stand die Kleidung der Skispringer schon im Fokus. Der Österreicher Daniel Tschofenig wurde beim Springen auf der Großschanze in Predazzo aber nicht etwa wegen eines regelwidrigen Anzugs disqualifiziert, sondern wegen einer nicht zulässigen Schuhgröße.Die Regeln des Weltverbands Fis zur Vermessung der Athleten und der damit verbundenen Bestimmung der Größe ihrer Anzüge sind aber auch in Norditalien immer wieder Thema. "Zumindest theoretisch gibt es die Möglichkeit zur Manipulation", sagte Sportdirektor Horst Hüttel vom Deutschen Skiverband angesprochen auf mögliche Penis-Tricksereien. Daher müsse man handeln.Während der Vierschanzentournee rund um den Jahreswechsel hatte die "Bild" berichtet, es solle Sportler geben, die für ein paar Millimeter mehr Stoff zu Hyaluronsäure gegriffen hätten, um vor der Messung ihren Penis aufzuspritzen. Denn: Je mehr Stoff an der richtigen Stelle, desto mehr Auftrieb ist möglich.Punktrichter-Ärger im EiskunstlaufDas deutsche Eiskunstlauf-Duo Annika Hocke und Robert Kunkel haderte schon nach dem Kurzprogramm mit den Bewertungen der Punktrichter - und legte nach der Kür mit Kritik noch mal nach. Es habe bei diesen Spielen "ein paar zu hinterfragende Entscheidungen" gegeben, sagte Kunkel. Gemeint gewesen sein dürfte damit auch die umstrittene Eistanz-Entscheidung zugunsten der Franzosen Laurence Fournier Beaudry und Guillaume Cizeron, bei der die französische Preisrichterin Jézabel Dabouis deutlich vom Jury-Durchschnitt abgewichen war und so für reichlich Empörung gesorgt hatte.Wären sie ihr Programm während der ganzen Saison schon dreimal so gelaufen, hätten sie womöglich zehn oder fünf Punkte mehr bekommen, mutmaßte der 26-jährige Kunkel mit Blick auf die eigene Performance im Paarlauf.Laut Partnerin Hocke, mit der Kunkel letztlich auf Platz zehn gelandet war, ein generelles Olympia-Dilemma. Es sei schon öfter vorgekommen, dass das beste Programm des Tages nicht die meisten Punkte bekommen habe. "Ich glaube, das ist ein Problem im Eiskunstlaufen, was wir alle kennen, dass die Saison mitbewertet wird, der Name mitbewertet wird und eben nicht nur der Tag."

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Real-Spiel unterbrochen: Erneuter Rassismus-Eklat um Vinícius Jr.

Der Sieg von Real Madrid bei Benfica Lissabon wird von einem mutmaßlichen Rassismus-Fall überschattet. Im Mittelpunkt steht wieder einmal Vinícius Junior.Real Madrids brasilianischer Superstar Vinícius Junior steht erneut als Betroffener im Mittelpunkt eines angeblichen Rassismus-Skandals. Innerhalb weniger Momente durchlebte der 25-Jährige beim ereignisreichen Sieg der Königlichen bei Benfica Lissabon heftigste Emotionen. Nach seinem Traumtor zum 1:0 für Real im Playoff-Hinspiel jubelte der Brasilianer zunächst provokant an der Eckfahne. Er bekam dafür die Gelbe Karte. Dann legte sich Vinícius Junior mit mehreren Lissabon-Spielern an – um schließlich empört aufgebracht und wild gestikulierend zu Schiedsrichter Francois Letexier zu rennen. Unterbrechung nach dem Anti-Rassismus-ProtokollDer unterbrach daraufhin sofort die Partie und kreuzte die Arme, um anzuzeigen, dass das Anti-Rassismus-Protokoll der UEFA greift. Der argentinische Benfica-Spieler Gianluca Prestianni soll Vinícius rassistisch beleidigt haben.Mehreren Medienberichten und auch Spielern von Real zufolge soll Vinícius Junior angegeben haben, dass das Wort „mono“ fiel - ein spanischer Ausdruck für Affe. Zu beweisen dürfte das kaum sein, Prestianni hatte sich bei der verbalen Auseinandersetzung das Trikot über Mund und Nase gezogen.„Dieser Spieler verdient es nicht mehr, in der Champions League zu spielen, aber wir werden sehen, was passiert“, sagte französischen Medien zufolge Frankreichs Ex-Weltmeister Kylian Mbappé nach der Partie. Der Real-Angreifer sprach von einem „schwerwiegenden Vorfall“.Erst nach langen Diskussionen, unter anderem mit Lissabons früherem Real-Trainer José Mourinho, ging die Partie weiter. Der Portugiese sah in der Schlussphase wegen Meckerns die Gelb-Rote Karte, nachdem er vehement einen Platzverweis gegen Vinícius gefordert hatte. Der 25 Jahre alte Brasilianer wurde wiederum fortan bei jeder Ballberührung ausgepfiffen und nahe der Seitenlinie und Eckfahne immer wieder von Gegenständen beworfen.Immer wieder Vorfälle mit ViníciusVinícius wird in Spanien immer wieder in den Stadien beschimpft und beleidigt. Im Vorjahr waren mehrere Fans wegen rassistischer Beleidigung des Brasilianers verurteilt worden, auch zu Haftstrafen auf Bewährung. Einige sollen eine braune aufblasbare Puppe mit einem Vinícius -Trikot an einer Brücke aufgehängt haben, andere den Profi der Königlichen während eines Ligaspiels beleidigt haben. Die Urteile waren nach Ansicht der spanischen Profiliga ein „Meilenstein“, da es sich um die erste Verurteilung in Spanien handelte, „die rassistische Beleidigungen in Stadien als Hassverbrechen einstuft“.

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Champions League: Verkehrschaos und eine traurige Botschaft: BVB nimmt Kurs aufs Achtelfinale

Borussia Dortmund belohnt sich im Play-Off-Hinspiel der Champions League gegen Atalanta Bergamo für eine reife Vorstellung. Torjäger Guirassy trauert um ein Familienmitglied.Borussia Dortmund hat dank Torjäger Serhou Guirassy die Tür zum Achtelfinale der Champions League weit aufgestoßen. Beim 2:0 (2:0) im Play-Off-Hinspiel gegen Atalanta Bergamo traf der Stürmer in der 3. Minute zur Führung und bereitete den zweiten Treffer durch Maximilian Beier (42.) mustergültig vor. Mit dem verdienten Erfolg vor 76.900 Zuschauern hat sich der Tabellenzweite der Fußball-Bundesliga eine glänzende Ausgangsposition für das Rückspiel bei den Norditalienern am Mittwoch nächster Woche verschafft. Bei einem Weiterkommen trifft der BVB im Achtelfinale auf Englands Tabellenführer FC Arsenal oder den FC Bayern München. Verspäteter Beginn und Dortmunder BlitzstartDie härteste Geduldsprobe mussten die BVB-Profis vor dem Anpfiff bestehen. Weil Star-Sänger Herbert Grönemeyer fast zeitgleich in der benachbarten Westfalenhalle auftrat, brach rund um die Arena ein Verkehrschaos aus. Mittendrin auch der Dortmunder Mannschaftsbus, der deshalb viel später als geplant ins Stadion rollte. Die Folge: Der Spielbeginn wurde um eine Viertelstunde nach hinten verschoben.Als es endlich losging, war der BVB sofort auf Betriebstemperatur. Nach nur 125 Sekunden traf Guirassy per Kopf zur frühen Führung. Die Flanke kam von Julian Ryerson, der schon beim 4:0 gegen den FSV Mainz 05 am vergangenen Freitag alle vier Treffer vorbereitet hatte. Guirassy, der nach monatelangem Formtief nun in vier aufeinanderfolgenden Pflichtspielen gleich sechsmal getroffen hat, zeigte anschließend eine emotionale Botschaft. Der Nationalspieler aus Guinea hatte auf ein Shirt unter seinem Trikot in Französisch geschrieben: „Möge er sie in seinem großen Paradies willkommen heißen.“ Seine Nichte sei gestorben, erklärte Guirassy nach der Partie, die Nachricht habe seinem Bruder gegolten.Champions-League-Playoffs: BVB schlägt kurz vor der Pause erneut zu Danach hatte Dortmund alles im Griff. Erst nach gut 20 Minuten geriet die BVB-Abwehr, in der mit Nationalspieler Nico Schlotterbeck, Niklas Süle, Emre Can und Filippo Mane gleich vier Innenverteidiger verletzt fehlten, erstmals in Gefahr. Nicola Zalewski passte quer vor das Tor, wo Mario Pasalic den Ball nur knapp verpasste. In der Folge intensivierten die Gäste ihre Offensivbemühungen, konnten sich aber keine Chancen erarbeiten. BVB-Torwart Gregor Kobel wurde in der ersten Halbzeit kein einziges Mal ernsthaft geprüft. Allerdings taten sich auch die Dortmunder im Angriff schwer, sodass sich das Geschehen weitgehend zwischen den Strafräumen abspielte.Doch dann startete Guirassy nach einem langen Ball von Felix Nmecha kurz vor der Pause auf dem linken Flügel plötzlich durch. Ein kurzer Blick, eine genaue Hereingabe - und Beier musste aus drei Metern nur noch den Fuß dranhalten. Nach dem Wechsel kontrollierten die Hausherren die Partie und hätten bei etwas mehr Konsequenz vor dem gegnerischen Tor den Vorsprung sogar ausbauen können. Das gelang zwar nicht, doch der Sieg geriet nie in Gefahr.

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Champions League: Real und PSG gewinnen Playoff-Hinspiele, Eklat um Vinicius

Real Madrid gewinnt diesmal bei Benfica. Im Mittelpunkt steht eine mutmaßlich rassistische Beleidigung von Vinicius Jr. Titelverteidiger Paris gewinnt ebenso wie Galatasaray.Real Madrid hat sich im Playoff-Hinspiel bei Benfica Lissabon für die dramatische Niederlage zum Ende der Gruppenphase revanchiert. Vinicius Jr. erzielte beim 1:0 (0:0)-Auswärtserfolg den Treffer des Tages (50. Minute) - und löste danach eine minutenlange Spielunterbrechung aus. Nach einer verbalen Auseinandersetzung mit dem Argentinier Gianluca Prestianni gab Vinicius bei Schiedsrichter Francois Letexier an, rassistisch beleidigt worden zu sein und verließ den Platz. Erst nach langen Diskussionen, unter anderem mit Lissabons früherem Real-Trainer José Mourinho, ging die Partie weiter. Der Portugiese sah in der Schlussphase wegen Meckerns die Gelb-Rote Karte, nachdem er vehement einen Platzverweis gegen Vinicius gefordert hatte - und wird somit seine Rückkehr ins Bernabeu im Rückspiel verpassen.Madrid, mit dem in dieser Saison oft verletzten deutschen Nationalspieler Antonio Rüdiger in der Startformation, ließ sich von den Portugiesen drei Wochen nach dem letzten Aufeinandertreffen nicht erneut düpieren. Am letzten Spieltag der Gruppenphase hatte Benfica-Torhüter Anatolij Trubin Lissabon in letzter Minute in die Playoffs geköpft - ebenso wie Real.Titelverteidiger gewinnt französisches DuellChampions-League-Titelverteidiger Paris Saint-Germain hat nach einem Zwei-Tore-Rückstand noch mit 3:2 (2:2) das französische Duell bei der AS Monaco gewonnen. Monaco, ohne den erkrankten Thilo Kehrer gegen seinen Ex-Club, ging durch zwei frühe Treffer von Folarin Balogun in Führung (1./18.). Vitinha verpasste zunächst den möglichen Anschlusstreffer, als er mit einem Foulelfmeter am Deutsch-Schweizer Torhüter Philipp Köhn scheiterte (22.). Doch der für den angeschlagenen Weltfußballer Ousmane Dembélé früh eingewechselte Desiré Doué (29./67.) sowie Achraf Hakimi (41.) drehten die Partie. Kurz nach der Halbzeitpause sah Monacos Aleksandr Golowin zudem die Rote Karte (49.).Galatasaray spielt sich in einen RauschGalatasaray Istanbul mit dem deutschen Fußball-Nationalspieler Leroy Sané entschied das erste K.o.-Runden-Spiel seit zwölf Jahren für sich. Der türkische Spitzenclub gewann gegen Juventus Turin klar mit 5:2 (1:2).Gabriel Sara (15.), Noa Lang (49./75.), Davinson Sanchez (60.) und der ehemalige Münchner Sacha Boey (86.) trafen für den Tabellenführer der türkischen Süper Lig. Juventus konnte die Partie durch die ersten beiden Saison- und Champions-League-Tore von Teun Koopmeiners (16./32.) zwischenzeitlich drehen. Der erst zur Halbzeit beim italienischen Rekordmeister eingewechselte Juan Cabal sah die Gelb-Rote Karte (67.). Sané, der zuletzt vier Spiele verletzt verpasst hatte, wurde in der 70. Minute eingewechselt.

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Olympia-News: Gold, Silber und Bronze – deutsche Zweierbobs räumen ab

Ein historischer Triumph: Im Zweierbob nehmen die deutschen Sportler den kompletten Medaillensatz mit. Johannes Lochner fährt zum ersten Mal bei Olympia zu Gold.Historische Premiere: In diesem Jahr finden die Olympischen Winterspiele vom 6. bis 22. Februar zum ersten Mal an zwei Orten statt: in der norditalienischen Stadt Mailand und im Skiort Cortina. Damit sind es die ersten dezentralen Spiele der Geschichte. Olympische Winterspiele 2026: So viele Olympia-Entscheidungen wie nie zuvor Sie erstrecken sich über eine Gesamtfläche von etwa 22.000 Quadratkilometern.  Mit 116 Entscheidungen gibt es so viele wie noch nie. 50 davon werden reine Frauen-Wettbewerbe sein, was auch ein neuer Höchstwert ist.Alle großen Emotionen, alle wichtigen Entscheidungen, alle deutschen Medaillen – hier im stern-Newsblog:

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Ehrenpräsident des FC Bayern: Hoeneß rechnet mit Politik ab und nennt größten Alptraum

Nicht mal Deutschland zu verlassen, schließt Uli Hoeneß aus. Die AfD, aber auch die Ex-Regierung stehen im Mittelpunkt seiner Kritik. Viel Lob gibt es für den aktuellen Bundeskanzler.Uli Hoeneß hat in einer politischen Abrechnung mehr Arbeit in Deutschland gefordert und seinen größten Alptraum benannt. Im zweiten Teil eines "Bild"-Interviews deutete der 74 Jahre alte Ehrenpräsident des FC Bayern München sogar unter bestimmten Umständen einen möglichen Wegzug aus Deutschland an. Auf die Frage, ob es für ihn der größte Alptraum wäre, in einem Land zu leben, in dem die AfD regiere, antwortete Hoeneß: "Ja. Wir haben seit fast 50 Jahren eine Wohnung in der Schweiz - das wäre für unsere Familie gegebenenfalls eine Alternative."Kritik auch an Scholz und BaerbockHoeneß nutzte das Interview auch zu deutlicher Kritik an der deutschen Vorgänger-Regierung und der Gewerkschaft Verdi - lobende Worte hat der Unternehmer für den jetzigen Bundeskanzler Friedrich Merz. Der CDU-Chef habe es geschafft, die "katastrophale Außendarstellung Deutschlands der letzten vier Jahre zu drehen", befand Hoeneß: Deutschland trete wieder wie eine Führungskraft in Europa auf und zeige Verantwortung, "das hat Merz mit seiner beeindruckenden Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz nachdrücklich unter Beweis gestellt".Es sei auch gut, dass nicht mehr Olaf Scholz, sondern Merz beim Besuch des amerikanischen Präsidenten neben Donald Trump und JD Vance im Weißen Haus sitze, meinte Hoeneß mit Blick auf den vorherigen SPD-Bundeskanzler Scholz. Die ehemalige Außenministerin Annalena Baerbock von den Grünen kritisierte Hoeneß scharf bei der Frage, was er von den Forderungen eines Boykotts der Fußball-Weltmeisterschaft in diesem Sommer in den USA, Kanada und Mexiko halte. "Das ist für mich symbolpolitischer Blödsinn", sagte Hoeneß. Für ihn sei es bezeichnend, "dass Frau Baerbock zu den ersten zählte, die den Sport - wie schon bei Katar - wieder in etwas hineinziehen will, das er nicht lösen kann". Die jetzige Präsidentin der UNO-Generalversammlung hatte am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos dem Sender ntv gesagt: "Es ist egal, ob es um internationale Politik, um Wirtschaft oder um Sport geht. Wenn man nicht eine Grundform von Regeln hat, an die sich alle halten, dann funktioniert einfach eine Fußball-Weltmeisterschaft nicht." Baerbock sprach sich allerdings gegen WM-Boykott ausEtwas später lehnte Baerbock in einem Interview dem Redaktionsnetzwerk Deutschland einen Boykott allerdings klar ab: "Das würde ja auch Kanada und Mexiko treffen, die ebenso Ausrichter sind." Sie halte auch darüber hinaus nichts davon, "notwendige politische Debatten auf dem Rücken von Sportlerinnen und Sportler auszutragen, die jahrelang auf eine Meisterschaft hingearbeitet haben", betonte Baerbock. Hoeneß äußerte in dem Interview indes auch sein Unverständnis über die Gewerkschaft Verdi. "Gerade haben sich Gewerkschaften und Arbeitgeber im Tarifkonflikt um den öffentlichen Dienst geeinigt. Ich finde es völlig okay, dass die Beschäftigten mehr verdienen werden. Überhaupt nicht okay war, dass von Verdi gefordert wurde, die Arbeitszeit von 38 auf 35 Stunden zu reduzieren", sagte Hoeneß: "Die Lösung für Deutschland ist doch nicht, weniger zu arbeiten - sondern mehr! Uns als Gesellschaft geht es jedenfalls nicht besser, wenn ein paar Funktionäre solche wahnsinnigen Ideen in die Welt setzen." Es stehe außer Frage, "dass wir Deutschen wieder mehr arbeiten müssen", befand Hoeneß.

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