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Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und den Finanzmärkten
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Aktuelle Nachrichten

Kabinett beschließt Reform: Warum der Machtkampf um das Sportfördergesetz weitergeht

Mitten in der Medaillenkrise soll das Sportfördergesetz den deutschen Sport fit für die Zukunft machen. Doch Politik, Sportverbände und Athleten ringen weiter um Einfluss und Eckpunkte der Reform.Mehr Medaillen für die vielen Steuer-Millionen: Nach jahrelangen Diskussionen will die Bundesregierung mit einem Sportfördergesetz den Abschwung des deutschen Spitzensports stoppen. Unter dem Eindruck der zuletzt ernüchternden Ausbeute bei Winter-Olympia und Paralympics in Italien brachte die Bundesregierung den Gesetzentwurf von Sport-Staatsministerin Christiane Schenderlein (CDU) auf den Weg. "Unser Anspruch ist klar: Wir wollen die Leistungsfähigkeit des deutschen Spitzensports stärken, und dafür braucht es strukturelle Veränderungen", sagte Schenderlein nach dem Beschluss durch das Kabinett.Was soll das Sportfördergesetz bewirken?Mit fast 350 Millionen Euro fördert der Bund in diesem Jahr den Spitzensport. Diese Summe ist in den vergangenen Jahren immer weiter gewachsen. Die Medaillenausbeute deutscher Sportler bei Top-Events blieb zuletzt aber oft hinter den Erwartungen zurück. Das Gesetz soll für größere Planungssicherheit, Effizienz und Transparenz bei der Verteilung der Fördermittel sorgen. Ziel ist, den deutschen Spitzensport so international wieder wettbewerbsfähiger zu machen. Dabei haben Bundesregierung und Sportverbände auch die Bewerbung um Olympische Spiele im Auge. Was ist der Kern des Gesetzes?Das Herzstück des Reformvorhabens ist die Gründung einer unabhängigen Spitzensportagentur. Unter der Führung von zwei Vorständen soll diese im nächsten Jahr ihre Arbeit aufnehmen und eigenständig die Fördergelder verteilen. Weniger Bürokratie, stärkerer Fokus auf Erfolge - so lautet die Vorgabe für die als Stiftung angelegte Agentur, die sich an internationalen Modellen orientiert. Als Vorbild gilt vor allem die britische Agentur UK Sport. "Wir stellen das System neu auf, mit einem stärkeren Fokus auf Leistung, auf Potenziale und auf nachvollziehbare Entscheidungen", erklärte Schenderlein. Warum kommt das Gesetz erst jetzt?Über die Neuordnung der Sportförderung wird schon seit langem gestritten. Der Bundesrechnungshof übt bereits seit Jahren Kritik an der Vergabe der Steuermittel und monierte einen zu großen Einfluss des Sports. Zuletzt hatte die Ampel-Regierung ein Sportfördergesetz entworfen, das aber durch den Bruch der Koalition gestoppt worden war. Der neue Anlauf des jetzt für den Sport zuständigen Kanzleramts wurde in den vergangenen Monaten durch Widerstände vor allem aus dem organisierten Sport gebremst.Woran entzündet sich die Kritik?Wie so oft geht es um Macht. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) befürwortet die Reform zwar grundsätzlich, pocht aber auf viel Mitsprache. "Wir wollen nicht einen staatsdominierten Sport am Ende haben", sagte DOSB-Vorstandschef Otto Fricke dem ZDF. Der frühere FDP-Haushaltsexperte im Bundestag stört sich vor allem an der Besetzung des Stiftungsrats, in den die Politik sechs Mitglieder und der DOSB drei entsenden soll und der die Aufsicht über die Agentur hat.Das Kanzleramt ist dem DOSB aber bereits entgegengekommen, ursprünglich sollte das Gremium mit fünf Mitgliedern und davon nur einem DOSB-Vertreter besetzt sein. Zudem hat die Seite des Sports nun ein Vetorecht bei der Auswahl der Vorstände der Agentur.Wo soll die Sportagentur ihren Sitz haben?Das ist ein weiterer Streitpunkt. Sport-Staatsministerin Schenderlein will die Agentur nach Leipzig holen, in ihr Heimat-Bundesland Sachsen. Der DOSB zeigte sich verstimmt, dass es darüber keine Vorabsprache gab. "Wir brauchen: echte Augenhöhe zwischen Sport und Politik, unabhängige Agenturvorstände und weniger Bürokratie. Wie notwendig das ist, zeigt die Standortentscheidung für Leipzig, die ohne Abstimmung über den Sport hinweg getroffen wurde. Solche Vorgänge verdeutlichen, dass die Agentur nicht zum Spielball politischer Interessen werden darf", sagte DOSB-Präsident Thomas Weikert.Die Dachorganisation will sich im parlamentarischen Verfahren für Frankfurt am Main starkmachen. Eine solche Nähe zum Sitz des Dachverbands aber sehen viele kritisch. Hatten doch in den vergangenen Wochen Bemühungen des DOSB für Irritationen gesorgt, die Spitzensportagentur sogar direkt unter sein Dach zu holen. "Echte Unabhängigkeit können wir unter dem Dach des DOSB als Dachorganisation der Zuwendungsempfänger nicht erreichen", sagte Schenderlein der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Die sportpolitische Sprecherin der SPD, Bettina Lugk, erkannte ein "fragwürdiges Rollenverständnis des DOSB".Wie bewerten Athletenvertreter den Gesetzentwurf?"Wir waren erst mal fassungslos", sagte Johannes Herber, Geschäftsführer des Vereins Athleten Deutschland, dem ZDF. Der Vorwurf: Es gebe keine verbindliche Rolle für Athletenvertreter im Stiftungsrat, nur im sogenannten Sportfachbeirat sind die Sportlerinnen und Sportler selbst repräsentiert. Dieser 15-köpfige Beirat hat aber in der Sportagentur nur eine beratende Funktion, keine Entscheidungsbefugnisse."Die Botschaft, die da gesendet wird: Wir wollen über Athleten entscheiden, aber nicht mit Athleten", erklärte Herber. Zudem seien die mit der Vergabe von Fördermitteln verbundenen Vorgaben zum Schutz der Sportler vor Gewalt und Missbrauch zu weich formuliert.Wie ist der weitere Zeitplan? Nach der Verabschiedung durch das Kabinett befassen sich nun Bundesrat und Bundestag mit dem Sportfördergesetz. Hier hofft unter anderem der DOSB, weitere Zugeständnisse erwirken zu können. Rückenwind dafür kam zuletzt aus Bayern. "Es braucht größtmögliche Entscheidungsfreiheit der Sportverbände statt staatlicher Einmischung", sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder der "Bild". Sein CSU-Kollege Alexander Dobrindt blockierte als Bundesinnenminister für einige Zeit den Weg des Gesetzes ins Kabinett.So ist sehr fraglich, ob - wie von Schenderlein eigentlich erhofft - das Gesetz noch vor der Sommerpause in Kraft treten kann. Seine volle Wirkung, so sehen es alle Beteiligten, wird es ohnehin erst in einigen Jahren entfalten können.

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Saisonfinale in Norwegen: Aicher verpasst Gesamtweltcup-Sieg - Shiffrins Freudentränen

Emma Aicher macht es im Kampf um die große Kristallkugel noch mal richtig spannend, kann Mikaela Shiffrin letztlich aber nicht mehr abfangen. Der US-Star feiert einen historischen Triumph.Als Emma Aicher fluchend ins Ziel einfuhr, hatte US-Skistar Mikaela Shiffrin nach ihrem geschichtsträchtigen Erfolg schon einige Freudentränen vergossen. Die deutsche Skirennfahrerin fiel nach einem schweren Patzer im zweiten Durchgang noch vom Podestplatz drei auf Rang zwölf zurück und verpasste einen Triumph im Gesamtweltcup. Der Amerikanerin reichte beim Sieg der Kanadierin Valerie Grenier Platz elf, um die Führung im Gesamtklassement zu behaupten und sich zum sechsten Mal die große Kristallkugel der besten Athletin einer Saison zu sichern. In den Armen ihres Verlobten Aleksander Aamodt Kilde ließ die 31-Jährige ihren Emotionen freien Lauf, sank in den Schnee und schlug die Hände ungläubig vors Gesicht.Shiffrins Lob an Aicher: "Spektakulär""Es ist sehr emotional. Das waren meine ersten Tränen seit Olympia. Ich bin so dankbar dafür, in dieser Position zu sein und ich bin auch dankbar für den Zweikampf mit Emma. Was sie im ersten Durchgang gemacht hat, war spektakulär und zeigt, dass sie es kann", sagte Shiffrin.Aicher war mit 85 Zählern Rückstand auf Shiffrin ins letzte Rennen des Winters gegangen. Um im Gesamtklassement noch vorbeizuziehen, hätte sie gewinnen müssen und Shiffrin nicht punkten dürfen. Die Chancen der jungen Deutschen waren also minimal - doch fast hätte sie es tatsächlich noch geschafft.Beim Interview nach dem Rennen konnte Aicher wieder lächeln. "Ist schon ganz cool, das sich wirklich bis zum Ende bisschen mithalten konnte. Ich freue mich, weil die Saison war wirklich richtig gut und ich bin sehr zufrieden", sagte die Allrounderin im ZDF. Mit Blick auf ihre Erkenntnisse aus diesem Winter erklärte Aicher: "Dass die Arbeit sich auszahlt. Das Ganze, was man reinsteckt, kommt irgendwann zurück".Aicher erhöht den DruckMit einer famosen Fahrt schob sich Aicher, die es zuvor noch nie in einem Riesenslalom auf das Podest geschafft hatte, im ersten Durchgang auf Rang drei vor. Shiffrin lag vor dem Finale gerade mal auf Platz 17 - und damit außerhalb der Punkteränge. "Meine Gedanken beim Start waren: Fahre einfach Ski und denke nicht nach! Das funktioniert am besten für mich", schilderte Aicher bei Eurosport. Sie selbst war sichtlich überrascht über ihre Zeit.Der Druck auf Shiffrin war somit im zweiten Durchgang höher als erwartet. Die 31-Jährige zeigte aber eine deutlich bessere Fahrt und machte Platz für Platz gut. Schon weit vor Rennende stand ihr Triumph fest. Die übrigen deutschen Fahrerinnen Lena Dürr und Kira Weidle-Winkelmann fuhren nicht in die Punkteränge.Shiffrin holt Rekordhalterin Moser-Pröll einShiffrin zog durch ihren sechsten Gesamtweltcupsieg mit Rekordhalterin Annemarie Moser-Pröll, der österreichischen Dominatorin der 1970er-Jahre, gleich. Die beste Rennfahrerin der Gegenwart hatte vor einigen Wochen in der Gesamtwertung noch komfortabel in Führung gelegen - ehe Aicher ihre Aufholjagd startete und es zu dem Herzschlagfinale in Norwegen kam.Lob von Shiffrin: "Wirklich coole Frau""Sie ist eine wirklich coole, junge Frau, eine coole Sportlerin und eine coole Person", sagte Shiffrin bei ServusTV über ihre Rivalin. "Wenn ich sie diese Saison gesehen habe, war ich immer inspiriert, wie sie solche Momente angeht." Die Amerikanerin meinte damit Aichers lockere Art und ihr immer wieder wiederholtes Mantra, einfach nur gut skifahren zu wollen. "Das ist eine coole Herangehensweise", sagte Shiffrin anerkennend. "Wundervoll."Aicher überzeugte bereits die ganze Saison in den Speed-Events und im Slalom, feierte zehn Podestplätze und davon drei Siege. Nun kam sogar noch der Riesenslalom als ihre vermeintlich schwächste Disziplin dazu. Warum es auch da läuft? "Keine Ahnung", sagte die gebürtige Schwedin. "Ich mache eigentlich genau dasselbe wie immer. Ich weiß nicht, warum es jetzt klappt."Hundertstelpech kostet Aicher etliche PunkteFür Aicher, die große deutsche Zukunftshoffnung, war es die mit Abstand erfolgreichste Saison ihrer noch jungen Laufbahn. Dabei verpasste sie etliche Punkte wegen Hundertstelpech bei gleich mehreren Rennen, das sie Siege oder noch bessere Platzierungen kostete.

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Skispringen: Olympia-Gold und Tournee-Scheitern: Horngacher hört auf

Sieben Jahre prägt Stefan Horngacher das deutsche Skispringen als Bundestrainer. Am Wochenende verabschiedet er sich. Der 56-Jährige spricht über Zukunftspläne und einen Makel.Ob auf dem Rad oder in Wanderschuhen: Stefan Horngacher wird man im Schwarzwald bald häufiger treffen. Der Outdoor-Fan und Hobby-Pilzsammler hat demnächst mehr Zeit. An diesem Wochenende endet seine siebenjährige Ära als Chefcoach der deutschen Skispringer. "Das letzte Mal als Bundestrainer die Fahne zu schwingen, ist noch einmal eine große Ehre. Darauf freue ich mich sehr", sagt der 56-Jährige der Deutschen Presse-Agentur.Raimunds Olympiasieg als Höhepunkt der SaisonHorngacher, der mit seiner Familie in Titisee-Neustadt lebt, blickt auf einen komplizierten letzten Winter im Amt zurück. Bei der Vierschanzentournee und der Skiflug-WM in Oberstdorf musste seine Mannschaft Enttäuschungen verkraften. Auch im Weltcup hielten seine Springer mit den Allerbesten oft nicht mit. Olympia-Gold von Philipp Raimund im Einzel von der Normalschanze war der große Höhepunkt der Saison, die nun mit dem Skifliegen von Planica zu Ende geht.Als "ein bisschen komisch" beschreibt Horngacher sein Gefühl vor der letzten Dienstreise nach Slowenien. Im Rückblick eine Rangliste besonderer Ereignisse, einzelner Medaillen bei Weltmeisterschaften oder Winterspielen zu erstellen, fällt ihm schwer."Der Olympiasieg vom Philipp Raimund ist für mich genauso wichtig wie die Bronzemedaille vom Karl Geiger damals in Peking oder Karls Titel bei der Skiflug-WM 2020", sagt er. "Das sind alles bleibende Momente, die herausragend waren." Statt einzelner Erfolge hebt Horngacher die Zusammenarbeit mit dem Team hervor.Mann klarer Worte, aber kein LautsprecherDer Österreicher hatte den Job 2019 von seinem Landsmann Werner Schuster übernommen. Horngacher trat introvertierter auf als sein beliebter Vorgänger. Seine ruhige, analytische und gleichzeitig offene Art kam aber ebenfalls gut an. Er äußerte auch mal öffentlich Kritik, wenn er nach einzelnen Springern gefragt wurde. Konflikten ging Horngacher nicht aus dem Weg.Mit Olympiasieger Raimund gab es vor der vergangenen WM Streit. "Es hat wirklich gekracht vor der WM in Trondheim, danach hat man sich ausgesprochen", erklärte Raimund bei den Winterspielen in Italien. Das habe gutgetan.Auf dem Weg zur Entwicklung des 25-Jährigen zum deutschen Vorzeigespringer war auch das ein Puzzleteil. Bei Horngacher wusste immer jeder, woran er bei ihm war. Nach Raimunds Sieg jubelte der Coach so ausgelassen wie selten.Ein Makel bleibtBei einer großen Mission scheiterte aber auch der erfahrene Fachmann: Den Vierschanzentournee-Fluch besiegte auch Horngacher mit seinen Springern nicht. "Das war schon immer unser Hauptfokus. Das wird von allen erwartet", sagt er. "Leider konnten wir die Erwartungen nicht erfüllen."Seit dem Triumph von Sven Hannawald 2002 warten die Adler des Deutschen Skiverbandes (DSV) auf einen Sieg beim Traditionsevent rund um den Jahreswechsel. "Ich hoffe, dass es mein Nachfolger schafft", sagt Horngacher. "Das würde ich ihm echt wünschen."Wer seine Athleten in der kommenden Saison betreut, hat der DSV noch nicht bekanntgegeben. Spekulationen gibt es viele. In den kommenden Wochen soll eine Entscheidung verkündet werden.Nachfolger muss richtige Mischung findenTrotz der insgesamt sehr durchwachsenen Saison sieht Horngacher Deutschland in seiner Disziplin gut aufgestellt. "Das deutsche Team wird auch nächstes Jahr sehr stark sein. Davon bin ich überzeugt", sagt er.Für den neuen Bundestrainer wird es darum gehen, die älteren Springer wie Andreas Wellinger (30), Geiger (33) oder Pius Paschke (35) wieder in Topform zu bringen. Zudem müssen junge Athleten nach und nach ins Team eingebaut und darauf vorbereitet werden, die Arrivierten irgendwann abzulösen. "Noch sind die jüngeren Sportler nicht in der Lage, ganz vorn mitzuspringen", sagte Horngacher.Horngacher will seiner Sportart treu bleibenWie es für ihn selbst genau weitergeht, weiß er nach eigenen Angaben noch nicht. Eins ist jedoch klar: "Ich werde definitiv im Skispringen bleiben." In welcher Rolle genau, da gebe es mehrere Möglichkeiten. Wichtig ist für ihn, häufiger zu Hause zu sein.Weniger reisen, mehr Zeit für Unternehmungen mit seiner Frau an der frischen Luft und dazu ein erfüllender Job in der Sportart, für die er brennt. So stellt sich Horngacher seine Zukunft vor. Ein Problem wird der Mann, der im Skisprung-Zirkus auch als Rock-Fan und Gitarrist bekannt ist, aber wohl trotzdem nur bedingt lösen: "Leider habe ich zu viele Hobbys, die ich sehr gerne mache, aber zu wenig Zeit."

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Ski alpin: Kugel-Chance: Aicher nach erstem Lauf klar vor Shiffrin

Emma Aicher macht es spannend: Die Chancen der Deutschen auf den größtmöglichen Coup im Gesamtweltcup sind nach dem ersten Durchgang des letzten Riesenslaloms immer noch da.Die deutsche Skirennfahrerin Emma Aicher hat ihre Mini-Chance auf den Gewinn der Weltcup-Gesamtwertung gewahrt. Nach dem ersten Durchgang des Riesenslaloms von Hafjell liegt die 22-Jährige auf dem dritten Platz. Ihre Rivalin im Kampf um die große Kristallkugel, Mikaela Shiffrin, geht nur als 17. in den entscheidenden Durchgang ab 12.30 Uhr (ZDF und Eurosport).Nur wenn Aicher das Rennen in Norwegen gewinnt - was ihr in der Disziplin noch nie gelungen war - und Shiffrin die Top 15 verpasst, sichert sich die zweimalige Olympia-Medaillengewinnerin doch noch den größtmöglichen Triumph im Weltcup. Die DSV-Athletin hat 0,26 Sekunden Rückstand auf die führende Kanadierin Valerie Grenier und 0,24 Sekunden auf Sara Hector aus Schweden auf Platz zwei.Die bis dato einzigen deutschen Weltcup-Gesamtsiegerinnen waren Maria Höfl-Riesch (2010/2011), Katja Seizinger (1995/96 und 1997/98) und Rosi Mittermaier (1975/76).

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Fußball: Gewalt und Iran-Krieg machen Sorgen: WM-Playoffs in Mexiko

Vor den internationalen WM-Playoffs gibt es brisante Nebenschauplätze. Die Sicherheit im Gastgeberland Mexiko und die Anreise eines Teams bereiten Probleme.Nur gut einen Monat nach der verheerenden Gewaltwelle im Land steht WM-Gastgeber Mexiko vor einer angespannten Generalprobe. In den WM-Stadien von Guadalajara und Monterrey werden in dieser Woche in den internationalen Playoffs zwei der letzten Tickets für das XXL-Fußball-Turnier mit 48 Teams im Sommer vergeben. Dabei gibt es nicht nur Sorgen wegen der Sicherheitslage vor Ort, auch der Iran-Krieg bereitet einem Teilnehmer große Probleme bei der Anreise.So ist die Lage in MexikoEnde Februar wurde der mächtige Drogenboss Nemesio Oseguera Cervantes bei einem Militäreinsatz in Mexiko getötet. Es folgten schwere Gewaltausbrüche seiner Anhänger. Mehr als 70 Menschen kamen ums Leben. Das Chaos ließ Zweifel an der Eignung Mexikos als Austragungsort aufkommen. Inzwischen hat sich die Sicherheitslage im Land wieder normalisiert. Das bedeutet aber auch, dass die Drogenkartelle ihre Geschäfte wie bisher weitermachen und es an bestimmten Orten wiederholt zu Schießereien kommt. Die Menschen in den drei WM-Gastgeberstädten - Mexiko-Stadt, Monterrey und Guadalajara - können aber im Großen und Ganzen wieder ein normales Leben führen. Präsidentin Claudia Sheinbaum hat eine Sicherheitsgarantie für die Fußball-WM abgegeben. Mehr als 100.000 Soldaten, Polizisten und private Sicherheitskräfte sowie Drohnen, Militärflugzeuge und Sprengstoffspürhunde sollen im Sommer für einen sicheren Ablauf sorgen. FIFA-Präsident Gianni Infantino erklärte, dass er "volles Vertrauen" in die mexikanischen Ausrichter habe.Wie gehen die Vorbereitungen voran?Trotz einiger Verzögerungen bei den Bauarbeiten im Bereich Mobilität und Verkehrsanbindung, hat die Regierung versichert, dass diese Infrastrukturprojekte vor der WM fertiggestellt werden. Dazu zählt etwa eine Zugverbindung zwischen Mexiko-Stadt und dem neuen, weit entfernten Flughafen AIFA. In der Millionen-Metropole ist Verkehrschaos an der Tagesordnung. Die Regierung verhandelt außerdem mit Taxifahrern und Vertretern von Fahrdienst-Apps, die sich um das Recht streiten, Fahrgäste am internationalen Flughafen von Mexiko-Stadt abzuholen.Diese Teams können sich in Mexiko WM-Tickets sichernIn zwei Pfaden werden insgesamt zwei Tickets vergeben. Dabei gibt es nur ein Halbfinale (Donnerstag), da die beiden in der Weltrangliste bestplatzierten der sechs Mannschaften bereits automatisch im Endspiel (Dienstag) stehen.Pfad A (Guadalajara): Sieger Neukaledonien/Jamaika - DR KongoPfad B (Monterrey): Sieger Bolivien/Suriname - IrakFür Neukaledonien und Suriname wäre es die erste Teilnahme an einer WM. Bolivien (zuletzt 1994), Jamaika (1998), die heutige Demokratische Republik Kongo (1974, damals Zaire) und der Irak (1986) wollen sich nach langen Durstrecken mal wieder qualifizieren. Tickets für die Spiele sind deutlich günstiger als für die WM und teils für weniger als 17 US-Dollar (rund 14,65 Euro) zu haben. Auf den Listen für Einreiseverbote des US-Außenministeriums steht bislang keiner der sechs Kandidaten. Allerdings werden diese ständig aktualisiert, zuletzt vergangene Woche. Sollte es eines der Länder bis zur WM noch treffen, könnte für Fans bei der Einreise etwa eine Kaution in Höhe von bis zu 15.000 Dollar fällig werden. Zurück gibt es die erst, wenn sie gemäß der Vorschriften wieder ausreisen.Der Sieger aus Guadalajara spielt bei der WM in der Gruppe K ebenfalls im Akron-Stadion und in den USA unter anderem gegen Portugal. Wer sich in Monterrey durchsetzt, kommt in die hochklassig besetzte Gruppe I mit Frankreich, Senegal und Norwegen. Gespielt wird in Kanada und den USA. Strapaziöse Anreise für das irakische TeamAuch der Iran-Krieg hat Auswirkungen auf die Playoffs. Die irakische Nationalmannschaft reiste unter schwierigen Umständen an. Denn im Land, das an den Iran grenzt, kommt es im Zuge des Kriegs in Nahost inzwischen täglich zu Angriffen mit Drohnen und Raketen. Weil der irakische Luftraum seit rund drei Wochen gesperrt ist, reiste das Team unter strikten Sicherheitsmaßnahmen auf dem Landweg ins benachbarte Jordanien für die Weiterreise mit einem Privatflieger nach Mexiko.Wegen des Kriegs wandte sich der Präsident des irakischen Fußballverbands Ifa, Adnan Dardschal, vorab bereits in einem Brief an die FIFA. Das irakische Team stehe wegen der aktuellen Lage vor Hürden mit Blick auf das Turnier in Mexiko, erklärte er in dem Schreiben, wie die staatliche Nachrichtenagentur INA berichtete. Der Weltverband lehnte eine Verlegung des Spiels aufgrund des engen Terminkalenders aber ab.Kongo mit 100 Fans angereistDie Fußballnationalmannschaft der Demokratischen Republik Kongo hat nach Angaben des Sportministeriums keine Angst, in Mexiko zu spielen. Man vertraue den Bemühungen der FIFA und mexikanischen Behörden, die Sicherheit während des Turniers zu gewährleisten. Das Team und 100 Fans flogen am Sonntag in Richtung Mexiko.

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Reformprojekt im Kabinett: Warum der Machtkampf um das Sportfördergesetz weitergeht

Mitten in der Medaillenkrise soll das Sportfördergesetz den deutschen Sport fit für die Zukunft machen. Doch Politik, Sportverbände und Athleten ringen weiter um Einfluss und Eckpunkte der Reform.Mehr Medaillen für die vielen Steuer-Millionen: Nach jahrelangen Diskussionen will die Bundesregierung mit einem Sportfördergesetz den Abschwung des deutschen Spitzensports stoppen. Unter dem Eindruck der zuletzt ernüchternden Ausbeute bei Winter-Olympia und Paralympics in Italien soll das Bundeskabinett heute den Gesetzentwurf von Sport-Staatsministerin Christiane Schenderlein (CDU) beschließen. Das Abschneiden des deutschen Teams sei "ein klarer Handlungsauftrag, unsere geplanten Reformen weiter voranzutreiben", sagte Schenderlein.Was soll das Sportfördergesetz bewirken?Mit fast 350 Millionen Euro fördert der Bund in diesem Jahr den Spitzensport. Diese Summe ist in den vergangenen Jahren immer weiter gewachsen. Die Medaillenausbeute deutscher Sportler bei Top-Events blieb zuletzt aber oft hinter den Erwartungen zurück. Das Gesetz soll für größere Planungssicherheit, Effizienz und Transparenz bei der Verteilung der Fördermittel sorgen. Ziel ist, den deutschen Spitzensport so international wieder wettbewerbsfähiger zu machen. Dabei haben Bundesregierung und Sportverbände auch die Bewerbung um Olympische Spiele im Auge. Was ist der Kern des Gesetzes?Das Herzstück des Reformvorhabens ist die Gründung einer unabhängigen Spitzensportagentur. Unter der Führung von zwei Vorständen soll diese im nächsten Jahr ihre Arbeit aufnehmen und eigenständig die Fördergelder verteilen. Weniger Bürokratie, stärkerer Fokus auf Erfolge - so lautet die Vorgabe für die als Stiftung angelegte Agentur, die sich an internationalen Modellen orientiert. Als Vorbild gilt vor allem die britische Agentur UK Sport.Warum kommt das Gesetz erst jetzt?Über die Neuordnung der Sportförderung wird schon seit langem gestritten. Der Bundesrechnungshof übt bereits seit Jahren Kritik an der Vergabe der Steuermittel und monierte einen zu großen Einfluss des Sports. Zuletzt hatte die Ampel-Regierung ein Sportfördergesetz entworfen, das aber durch den Bruch der Koalition gestoppt worden war. Der neue Anlauf des jetzt für den Sport zuständigen Kanzleramts wurde in den vergangenen Monaten durch Widerstände vor allem aus dem organisierten Sport gebremst.Woran entzündet sich die Kritik?Wie so oft geht es um Macht. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) befürwortet die Reform zwar grundsätzlich, pocht aber auf viel Mitsprache. "Wir wollen nicht einen staatsdominierten Sport am Ende haben", sagte DOSB-Vorstandschef Otto Fricke dem ZDF. Der frühere FDP-Haushaltsexperte im Bundestag stört sich vor allem an der Besetzung des Stiftungsrats, in den die Politik sechs Mitglieder und der DOSB drei entsenden soll und der die Aufsicht über die Agentur hat.Zwar ist das Kanzleramt dem DOSB bereits entgegengekommen, ursprünglich sollte das Gremium mit fünf Mitgliedern und davon nur einem DOSB-Vertreter besetzt sein. Zudem hat die Seite des Sports nun ein Vetorecht bei der Auswahl der Vorstände der Agentur. Dennoch sagt Fricke: "Es besteht noch immer keine Augenhöhe zwischen der Politik und dem organisierten Sport."Wo soll die Sportagentur ihren Sitz haben?Das ist ein weiterer Streitpunkt. Sport-Staatsministerin Schenderlein will die Agentur nach Leipzig holen, in ihr Heimat-Bundesland Sachsen. Der DOSB zeigte sich verstimmt, dass es darüber keine Vorabsprache gab und will sich im parlamentarischen Verfahren für Frankfurt am Main starkmachen. Eine solche Nähe zum Sitz des Dachverbands aber sehen viele kritisch. Hatten doch in den vergangenen Wochen Bemühungen des DOSB für Irritationen gesorgt, die Spitzensportagentur sogar direkt unter sein Dach zu holen."Echte Unabhängigkeit können wir unter dem Dach des DOSB als Dachorganisation der Zuwendungsempfänger nicht erreichen", sagte Schenderlein der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Die sportpolitische Sprecherin der SPD, Bettina Lugk, erkannte ein "fragwürdiges Rollenverständnis des DOSB".Wie bewerten Athletenvertreter den Gesetzentwurf?"Wir waren erst mal fassungslos", sagte Johannes Herber, Geschäftsführer des Vereins Athleten Deutschland, dem ZDF. Der Vorwurf: Es gebe keine verbindliche Rolle für Athletenvertreter im Stiftungsrat, nur im sogenannten Sportfachbeirat sind die Sportlerinnen und Sportler selbst repräsentiert. Dieser 15-köpfige Beirat hat aber in der Sportagentur nur eine beratende Funktion, keine Entscheidungsbefugnisse."Die Botschaft, die da gesendet wird: Wir wollen über Athleten entscheiden, aber nicht mit Athleten", erklärte Herber. Zudem seien die mit der Vergabe von Fördermitteln verbundenen Vorgaben zum Schutz der Sportler vor Gewalt und Missbrauch zu weich formuliert.Wie ist der weitere Zeitplan? Nach der Verabschiedung durch das Kabinett befassen sich Bundesrat und Bundestag mit dem Sportfördergesetz. Hier hofft unter anderem der DOSB, weitere Zugeständnisse erwirken zu können. Rückenwind dafür kam zuletzt aus Bayern. "Es braucht größtmögliche Entscheidungsfreiheit der Sportverbände statt staatlicher Einmischung", sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder der "Bild". Sein CSU-Kollege Alexander Dobrindt blockierte als Bundesinnenminister für einige Zeit den Weg des Gesetzes ins Kabinett.So ist sehr fraglich, ob - wie von Schenderlein eigentlich erhofft - das Gesetz noch vor der Sommerpause in Kraft treten kann. Seine volle Wirkung, so sehen es alle Beteiligten, wird es ohnehin erst in einigen Jahren entfalten können.

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Fußball: Liverpool-Star Mohamed Salah verlässt Club zum Saisonende

Mit dem FC Liverpool gewann Mohamed Salah so gut wie alles, was man im Clubfußball gewinnen kann. Nach der Saison und neun Jahren verabschiedet sich der Ägypter von dem Verein.Nach neun Jahren im Verein verlässt Fußball-Star Mohamed Salah den FC Liverpool. Der 33 Jahre alte Rekordtorschütze des Clubs in der Premiere-League-Ära geht nach dem Ende der Saison, wie der englische Traditionsverein bekanntgab. Obwohl der Vertrag noch bis 2027 gültig war, einigten sich beide Seiten auf ein früheres Ausscheiden."Dieser Club wird immer mein Zuhause sein", sagte Salah in einem Video in den sozialen Netzwerken. "Ich habe nicht genug Worte für die Unterstützung, die ihr mir während der schönsten Zeit in meiner Karriere gegeben habt", sagte der aktuell mit einer Muskelverletzung pausierende Profi in Richtung Fans. 2017 war er vom italienischen Club AS Rom zum LFC gewechselt.Der Ägypter gehört zu den größten Spielern des Clubs. Der zweimalige Fußballer des Jahres in Afrika feierte mit Liverpool 2019 den Gewinn der Champions League, 2020 und 2025 zwei englische Meisterschaften sowie den Triumph im nationalen Pokal und zweimal den Gewinn des Ligapokals. Meiste Titel in Klopp-Ära"Wir haben Siege gefeiert. Wir haben die wichtigsten Trophäen gewonnen. Und wir haben gemeinsam die schwersten Zeiten durchgestanden", sagte Salah, der die meisten der Titel unter dem deutschen Coach Jürgen Klopp gesammelt hat.Noch in dieser Saison hatte es Zoff rund um den Club gegeben, als sich Salah über zu wenig Einsatzzeit echauffiert hatte und nach einer Wutrede gegen den Verein und Trainer Arne Slot zum Champions-League-Spiel bei Inter Mailand aussortiert worden war. Kurz darauf wurde er in der Liga wieder eingesetzt, ehe er mit den Ägyptern beim Afrika Cup antrat.Vierter in der ewigen Premier-League-TorschützenlisteIn der Premiere-League-Ära erzielte er für den LFC die meisten Tore und liegt mit 191 Treffern auf Rang vier der Rangliste hinter Wayne Rooney (208), Harry Kane (213) und Alan Shearer (260).In der LFC-internen ewigen Torschützenliste für alle Wettbewerbe steht Salah auf Rang drei mit 255 Treffern in 435 Spielen hinter Roger Hunt (285 Treffer/492 Spiele) und Ian Rush (346/660).

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Alpines Weltcup-Finale: Shiffrin siegt: Jetzt braucht Aicher ein Ski-Wunder

Die Entscheidung im Kampf um den alpinen Gesamtweltcup fällt erst im letzten Rennen der Saison. Nach Mikaela Shiffrins Machtdemonstration im Slalom hat Emma Aicher aber kaum noch Chancen.Emma Aicher und Mikaela Shiffrin umarmten sich herzlich. Die Entscheidung im Kampf um den Gesamtweltcup fällt erst im letzten Rennen dieser dramatischen Ski-Saison. Die Chancen der jungen Deutschen sind vor dem abschließenden Riesenslalom am Mittwoch zwar auf ein Minimum gesunken, als Verliererin musste sich Aicher trotzdem nicht fühlen. Sie sei mit ihrer Vorstellung "ganz zufrieden", meinte die 22-Jährige.Aicher fuhr beim überlegenen Sieg von Shiffrin im Slalom von Hafjell auf Rang drei und geht nun mit 85 Zählern Rückstand auf den US-Superstar in den letzten Wettbewerb des Winters. Die Rechnung ist einfach: Nur wenn sie gewinnt und Shiffrin nicht punktet, kann Aicher das Blatt noch wenden.Furiose Aufholjagd seit OlympiaDa sie es im Riesenslalom in ihrer Karriere noch nie auf das Podest geschafft hat, sind die Aussichten eher mau. Den schillernden Gesamteindruck, den Aicher in dieser Saison hinterlassen hat, soll das aber nicht trüben.Zwei Silbermedaillen bei Olympia, drei Weltcup-Siege: Aicher hat sich diesen Winter vom kleinen Ski-Juwel zum großen deutschen Alpin-Star gemausert. Dass sie den Rückstand auf Shiffrin im Gesamtweltcup seit den Spielen in Italien im Februar überhaupt noch mal so verkürzen konnte, kann man der Tochter eines Deutschen und einer Schwedin kaum hoch genug anrechnen.Nur Rast einmal schneller als ShiffrinShiffrin spürte den Atem ihrer Verfolgerin, bewies in ihrer Paradedisziplin nun aber wieder Nervenstärke. Die Amerikanerin siegte in Norwegen mit 1,32 Sekunden Vorsprung vor der Schweizerin Wendy Holdener. Aicher lag 1,36 Sekunden zurück, ihre Teamkollegin Lena Dürr als 17. sogar 3,74 Sekunden.Für Shiffrin war es der 110. Weltcup-Sieg ihrer Karriere - und der neunte im zehnten Slalom dieser Saison. Dazu holte sie Olympia-Gold in Cortina d'Ampezzo. Einzig von der Schweizer Weltmeisterin Camille Rast wurde sie Anfang Januar im slowenischen Kranjska Gora in einem Torlauf geschlagen.Die neunte Kristallkugel in ihrer Paradedisziplin hatte Shiffrin schon seit Wochen sicher. Gelingt Aicher im Riesentorlauf am Mittwoch kein Ski-Wunder, gewinnt die 31-jährige Shiffrin auch zum sechsten Mal den Gesamtweltcup. Sie würde dadurch mit der österreichischen Rekordhalterin Annemarie Moser-Pröll gleichziehen, die in den 1970er Jahren für Furore gesorgt hatte.Aicher will beim Showdown "Spaß haben"Mit 45 Punkten Rückstand war Aicher in den finalen Slalom des Winters gegangen. Etwas "träge" habe sich der erste Lauf angefühlt, meinte sie. Auf der weichen Piste habe sie sich "schwergetan". Im zweiten Durchgang kam sie besser zurecht und verdrängte Paula Moltzan (USA) noch vom Podest.Shiffrin war im Torlauf, in dem sie neben ihren zwei Olympia- auch schon vier WM-Goldmedaillen gewonnen hat, aber wieder einmal eine Klasse für sich. Sie habe von Anfang an ein "super Gefühl auf dem Ski gehabt", erklärte die Ausnahmeathletin aus dem US-Bundesstaat Colorado.Sicher fühle sie sich mit Blick auf die große Kristallkugel aber noch nicht, so Shiffrin. Es sei ihr eine Ehre, gegen so eine starke Allrounderin zu fahren. Ob Aicher noch mal zurückschlägt? "Ich bin zufrieden, egal, wie es endet", sagte sie vor dem Showdown dem ORF. "Ich kann Skifahren und Spaß haben."

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Christian Dobrick: „Jetzt ist Schluss mit dem Versteckspiel“

Christian Dobrick ist der erste Trainer aus dem Stab eines Bundesligavereins, der sich offen zu seiner Homosexualität bekennt. Hier spricht er über das Ende seines Doppellebens.

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EU-Kommission prüft: Beschwerde gegen FIFA wegen hoher WM-Ticketpreise

Verbraucherschützer werfen der FIFA vor, Fans mit hohen WM-Ticketpreisen und unfairen Bedingungen zu belasten. Jetzt liegt eine Beschwerde vor.Die europäische Verbraucherorganisation Euroconsumers und Football Supporters Europe haben bei der Europäischen Kommission Beschwerde gegen den Weltverband FIFA wegen hoher WM-Ticketpreise eingelegt. Die FIFA missbrauche ihre Monopol-Stellung, um Fans überhöhte Preise und unfaire Bedingungen aufzuzwingen, hieß es in einer Pressemitteilung. "Die FIFA hat ein vollständiges Monopol auf den Ticketverkauf für die Weltmeisterschaft", sagte Romane Armangau als Sprecherin von Euroconsumers. "Sie nutzt diese Marktmacht, um Preise zu verlangen, die in einem normalen Wettbewerbsmarkt nicht existieren würden, während sie gleichzeitig Informationen vor den Käufern zurückhält und sie zu überstürzten Entscheidungen drängt."Das sind die nächsten SchritteEine Kommissionssprecherin bestätigte, dass die Beschwerde eingegangen ist. Sie werde nun nach den üblichen Verfahren geprüft.Dabei entscheidet die Kommission, ob sie eine formelle Untersuchung einleitet. Falls bei der Prüfung ein Verstoß gegen Wettbewerbsrecht festgestellt wird, kann die Kommission die Betroffenen - in diesem Fall also die FIFA - auffordern, den Verstoß abzustellen und dafür auch bestimmte Vorgaben machen. Eine zeitliche Vorgabe für die Prüfung von Beschwerden gibt es nicht.Die FIFA teilte auf Anfrage mit, dass ihr eine Beschwerde noch nicht zugegangen sei und dies daher nicht kommentieren könnten. Gleichwohl betonte der Weltverband, dass er die Einnahmen reinvestiere, "um das Wachstum des Fußballs – Männer, Frauen und Jugendliche – in den 211 Mitgliedsverbänden weltweit zu fördern". Ähnlich hatte sich FIFA-Präsident Gianni Infantino in der Vergangenheit geäußert.Ticketpreise deutlich gestiegenAn den auch im Vergleich zur vorherigen Weltmeisterschaft in Katar deutlich gestiegenen Preisen für Eintrittskarten hatte es heftige Kritik unter anderem von Fanorganisationen gegeben. Der Besuch der WM 2026 sei für die meisten Fans finanziell unerschwinglich geworden, monierte Armangau und verwies auf Ticketpreise für das Finale ab 4.000 Dollar aufwärts.Nach der anhaltenden Kritik hatte der Weltverband Mitte Dezember 2025 ein Sonderkontingent von Eintrittskarten für 60 Dollar eingeführt. Allerdings gelten die günstigeren Preise nur für eine geringe Anzahl von Karten.Trotz der massiven Kritik an den Preisen ist das Interesse an den WM-Tickets aber groß. In der jüngsten Verkaufsphase hatte es nach Angaben der FIFA mehr als eine halbe Milliarde Ticketanfragen gegeben.

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Neuer Job in Madrid?: Klopp zerlegt Real-Gerüchte – und Reporter gleich mit

Immer wieder kursieren Gerüchte um einen möglichen Kontakt zwischen Jürgen Klopp und Real Madrid. Nun äußert sich der Erfolgscoach mit eindeutigen Worten zu den Spekulationen.Immer wieder kursieren Gerüchte um einen möglichen Kontakt zwischen Jürgen Klopp und Real Madrid. Nun äußert sich der Erfolgscoach mit eindeutigen Worten zu den Spekulationen.

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Funktion vs. Baumwolle: Jogging-Outfit im Frühling: Raus aus dem Hoodie – rein ins Vergnügen!

Joggen polarisiert. Die einen können nicht ohne, andere verstehen den Reiz nicht. Auch am Outfit scheiden sich häufig die Geister. Baumwolle vs. Mikroseide. Ein Erklärungsversuch.Eins muss man den Millionen Joggern in Deutschland ja lassen: Sie sind ausgesprochen kreativ. Es gibt beinahe nichts, was Mann oder Frau bei ihrer sonntäglichen Laufrunde nicht anziehen würde. Der Klassiker: Ein ausgeleierter Baumwoll-Hoodie, kombiniert mit einer nicht weniger ausgeleierten Jogginghose. Egal bei welcher Temperatur. Dazu ein Paar runter gerockte Freizeit-Sneaker. Andere scheinen ihre Trainingsrunde als eine Art Laufsteg zu verstehen, tragen Wollmütze, untenrum geblümte Leggings samt Laufröckchen und farblich dazu abgestimmte Schuhe.Und dann sind da noch die von Kopf bis Fuß in Funktionswäsche gehüllten Athleten, die für jedes Wetter die adäquate Laufrobe aus dem Schrank zaubern. Nur, dass wir uns nicht falsch verstehen: Kleider machen keine Läufer. Jeder sollte zunächst einmal tragen, was er bequem findet und worin er sich am wohlsten fühlt. Doch Baumwolle, der Stoff, in den sich vor allem Einsteiger beim Laufen gern hüllen, hat gleich mehrere Nachteile.Welche das sind, warum Sie es auch bei Ihrem Jogging-Outfit mal mit Funktionskleidung versuchen sollten und was das sogenannte 3-Schichten-Prinzip ist, lesen Sie in diesem Artikel. Problemstoff Baumwolle: Nass, schwer, unhygienischMediziner und Laufexperten beurteilen Baumwoll-Shirts kritisch. Im Gegensatz zu funktioneller (und synthetischer) Laufbekleidung saugt sich das Gewebe während der sportlichen Belastung mit Schweiß voll. Problem 1: Die Naturfasern geben die Flüssigkeit nicht wieder ab. Das führt zu Problem Nr. 2: Das Shirt oder der Pullover werden mit jeder Minute schwerer. Im schlechtesten Fall scheuert das klatschnasse Gewebe irgendwann die Haut auf – zum Beispiel unter den Armen. Besonders empfindlich sind die Brustwarzen. Damit die Klamotten nicht durch Blutflecken ruiniert werden, sollten auch Einsteiger zu Laufunterwäsche aus Mikroseide, einem synthetischen Material, greifen – insbesondere bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Dieses leichte Kleidungsstück liegt nicht nur eng am Körper an, es sorgt auch dafür, dass der Schweiß erstmal vom Körper weg transportiert wird und damit weniger schnell auskühlt. Dafür muss man in der Regel nicht allzu viel Geld ausgeben. Lauf- und Funktionsunterwäsche im Schnell-Checkliegt eng am Körper an (direkt auf der Haut)nimmt Schweiß auf und transportiert ihn vom Körper wegverarbeitete Fasern speichern kaum Feuchtigkeitverhindert, dass der Oberkörper durch Verdunstung auskühltHaut bleibt trocken und warmwichtige Basisschicht bei kühler Witterung Die Isolationsschicht: Vorsicht bei BaumwolleWährend die Funktionsunterwäsche beim Laufen in der Regel im Verborgenen bleibt, können modebewusste Läufer bei der Isolationsschicht durchaus Farbe ins Spiel bringen. Denn bei frühlingshaften Temperaturen genügen ein gutes Funktionsunterhemd und ein langärmeliges, innen leicht angerautes Lauf- oder Fleeceshirt, um den Körper warm zu halten. Bei herbstlich-kühlen Temperaturen liegt die sogenannte Isolationsschicht dagegen im Sandwich aus Funktionsunterwäsche und Schutzschicht, also der Laufjacke. Im Grunde haben die Fasern des Laufshirts ähnliche Eigenschaften und Aufgaben wie die Unterwäsche. Sie soll wärmen und die von der Unterwäsche "übergebene" Feuchtigkeit weiter nach außen leiten, anstatt sie zu speichern. Baumwolle kann diese Anforderungen nicht erfüllen und würde den Transport des Schweißes unterbrechen. In der Übergangszeit zwischen Winter und Frühling sind leichte Fleece-Shirts- oder -Jacken hier die beste Wahl. Langarm-Laufshirts im Schnell-Checkwird über die Laufunterwäsche gezogensoll wärmen und den Schweiß weiter transportierenBindeglied zwischen Unterwäsche und Schutzschichtdarf keinesfalls Feuchtigkeit speichernkann bei milderen Bedingungen als äußere Schicht getragen werdenje mehr Volumen (zum Beispiel Fleece), desto wärmerWomit wir schon bei der dritten Schicht des bekannten 3-Schichten-Prinzips wären. Die äußere Schicht und ihre Membranen sollen den Körper während des Laufens von außen gegen Wind und Wasser schützen. Zugleich soll eine funktionelle Laufjacke wie die Zeroweight von Odlo den Wasserdampf, der durch die inneren Schichten transportiert wurde "in die Freiheit" entlassen. Eine beachtliche Leistung, die nur hochwertige atmungsaktive Membranen schaffen. Und Sie werden es ahnen: Auch hier machen Jacken aus Baumwolle keinen Stich. Sie saugen sich mit dem Schweiß von innen und der Nässe von außen voll, werden mit jedem Kilometer schwerer und schlackern früher oder später unangenehm am Oberkörper herum. Auch den Wind kann das Gewebe nicht aufhalten. Laufjacken im Schnell-Checkfungiert als äußere SchutzschichtFunktionsfasern schirmen Körper von Wind und Wasser abMembrane sollten wasserdampfabweisend sein (atmungsaktiv)Schweiß muss durch die Jacke nach außen gelangenZu einem vollständigen Jogging Outfit gehört natürlich mehr als nur die 2 oder 3 Schichten für den Oberkörper. Bei Temperaturen von zehn Grad und darunter sollte möglichst zu einer langen Laufhose gegriffen werden, um muskulären Verspannungen vorzubeugen. Mit leicht angerauten und eng anliegenden Hosen können Sie nichts falsch machen. Bei etwas weiteren Modellen besteht die Gefahr von Scheuerstellen. Zudem halten die Ihre Beine weniger zuverlässig warm.In Sachen Laufsocken kommt dann wieder das Thema Baumwolle ins Spiel. Füße produzieren Schweiß, viel Schweiß. Auch deshalb ist es unabhängig von der Witterung nicht entscheidend wie dick die Socken sind (oder haben Sie beim Joggen schon mal kalte Füße bekommen?), sondern dass sie richtig sitzen. Gönnen Sie Ihren Füßen also ein Paar atmungsaktive Laufsocken mit leicht verstärkten Fasern im Vorfuß und an den Fersen. Viele Hersteller setzen auf linke und rechte Socken und schneiden ihre Modelle auf Männer- und Frauenfüße zu. Rund ein Viertel der gesamten Körperwärme geben wir über den Kopf ab. Da leuchtet es ein, warum auch der geschützt werden sollte. Und zwar – Sie ahnen es schon: mit einer möglichst atmungsaktiven Mütze. So sehr Sie ihren Beanie oder die Pudelmütze auch mögen, beim Laufen lassen Sie Ihre Lieblingsmütze besser zu Hause. Gute Dienste erweisen Mützen mit einer integrierten Fleeceschicht, aber auch praktische Funktionstücher, die im Handumdrehen in eine modische Laufmütze verwandelt werden können. Steigen die Temperaturen, kann eine Mütze kontraproduktiv sein, denn stauen sollte sich die vom Kopf abgegebene Wärme auch nicht.Handschuhe gehören zu den eher seltenen Kleidungsstücken beim Joggen. Doch bei kühlem Wind und Temperaturen um fünf Grad oder kälter sollten auch die Finger geschützt werden. Den Händen und Füßen entzieht der Körper als Erstes das Blut, sodass sie schnell kalt werden. In der Regel reichen dünne Handschuhe, um dem Auskühlen vorzubeugen. Im Zweifel können die dann während des Trainings ausgezogen und in einer Jackentasche verstaut werden. Die Frostbeulen unter den Läufern greifen am besten zur etwas dickeren Variante. Die Laufhandschuhe von Reusch sind winddicht und halten die Finger in der kalten Jahreszeit zuverlässig warm.Quelle:  "Die Laufbibel"

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Alpiner Ski-Weltcup: Odermatt patzt: Pinheiro Braathen holt Kugel im Riesenslalom

Ski-Star Marco Odermatt ereilt im Saisonfinale in seiner Paradedisziplin das frühe Aus. Der brasilianische Olympiasieger Lucas Pinheiro Braathen profitiert. Ein Deutscher vergibt eine Podestchance.Ski-Dominator Marco Odermatt hat beim alpinen Saisonfinale in Norwegen gepatzt und dadurch den Gewinn der Riesenslalom-Gesamtwertung verpasst. Der Schweizer schied nach einem Fahrfehler bereits im ersten Durchgang aus und musste im Finale tatenlos mit ansehen, wie der für Brasilien startende Lucas Pinheiro Braathen zum Sieg raste. Der Olympiasieger fuhr im fünften Riesenslalom-Weltcup nacheinander auf das Podest und zog im Gesamtklassement dieser Disziplin damit noch an Odermatt vorbei.Bester Deutscher in Hafjell war Anton Grammel, der als Siebter so weit vorn landete wie noch nie in seiner Weltcup-Laufbahn. Fabian Gratz fiel vom vierten noch auf den zehnten Platz zurück. Jonas Stockinger teilte sich Rang elf mit dem Franzosen Alexis Pinturault, der seine Karriere beendet.Weitere Kugelchance für Pinheiro Braathen"Das ist mein Baby", sagte Pinheiro Braathen sichtlich ergriffen und mit der Trophäe auf dem Arm im ZDF-Interview. "Ich bin so stolz". Im Slalom am Mittwoch, dem letzten Wettbewerb dieses Winters, kann er sich noch eine weitere kleine Kristallkugel sichern. Sein Rückstand auf den führenden Norweger Atle Lie McGrath beträgt 41 Punkte.Für Odermatt, der nun schon fünfmal in Serie den Gesamtweltcup gewonnen hat, ist die Saison beendet. Der 28-Jährige hatte auch das Klassement in der Abfahrt und im Super-G für sich entschieden. Odermatt erwägt, künftig womöglich weniger Riesenslalom zu fahren. Zumindest im kommenden Winter, in dem für ihn auch die Heim-WM im schweizerischen Crans-Montana ansteht, will er aber noch in seiner langjährigen Paradedisziplin antreten.

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Laut Medienberichten: Zidane wird nach der WM Frankreichs Nationalcoach

Als Spieler holte Zinédine Zidane gemeinsam mit Frankreichs jetzigem Nationaltrainer Didier Deschamps 1998 den WM-Titel. Bald soll Zidane seinen alten Weggefährten beerben.Die Verpflichtung des früheren Fußball-Stars Zinédine Zidane als neuen französischen Nationaltrainer nach der Weltmeisterschaft im Sommer soll Medienberichten zufolge beschlossene Sache sein. „Ja, ich kenne seinen Namen“, sagte Verbandsboss Philippe Diallo im Interview der Zeitung „Le Figaro“ auf die Frage nach dem Nachfolger von Erfolgscoach Didier Deschamps. Dass es Zidane sein wird, ist in Frankreich ein offenes Geheimnis.Der Abschied von Deschamps, mit dem Zidane zusammen 1998 den WM-Titel geholt hatte, steht bereits seit Anfang 2025 fest. Der frühere Mittelfeldspieler hatte 2012 das Amt angetreten und die Équipe Tricolore 2018 zum WM-Titel und vier Jahre später ins WM-Finale geführt. Dazu erreichte Deschamps mit Frankreich 2016 das EM-Finale und gewann 2021 die Nations League.„Die französische Nationalmannschaft gehört zu den besten der Welt, und nicht jeder kann sie trainieren. Wir brauchen jemanden, der viele Kriterien erfüllt und die Unterstützung der französischen Bevölkerung gewinnen kann, denn diese französische Fußballnationalmannschaft gehört dem französischen Volk“, sagte Diallo zur Nachfolge-Regelung.Zidane führte Real dreimal zum Königsklassen-TriumphKriterien, die offenbar Zidane am besten erfüllt. Der 53-Jährige gewann mit Real Madrid zwischen 2016 und 2018 als Trainer dreimal die Champions League. Nach seinem anschließenden Abschied kehrte er 2019 zu den Königlichen zurück und führte den Klub 2020 immerhin noch einmal zur Meisterschaft. Seit 2021 hat Zidane aber keine Trainer-Tätigkeit mehr übernommen.Wie die französische Sportzeitung „L’Équipe“ berichtet, arbeitet Zidane seit geraumer Zeit bereits an der Zusammenstellung seines Trainer-Teams. Der dreimalige Weltfußballer hatte in der Vergangenheit immer wieder sein Interesse an dem wichtigsten Trainerjob in Frankreich bekundet. „Ich fühle mich in der französischen Nationalmannschaft zu Hause, wo ich fast 12, 13 oder 14 Jahre als Spieler verbracht habe. Natürlich ist das ein Traum, ich freue mich darauf“, hatte er gesagt. Im Sommer dürfte die Ära Zidane dann beim Team um Kylian Mbappé und Co. beginnen.

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Baby-Nachrichten: Ex-Weltmeister Draxler erneut Vater

Sportlich scheint Julian Draxler sein Glück im WM-Gastgeberland Katar gefunden zu haben. Nun verkündet er private Neuigkeiten.Der frühere Fußball-Weltmeister Julian Draxler und seine Frau Sethanie Draxler Taing freuen sich über erneuten Nachwuchs. Bei Instagram zeigte das Paar ein Foto seiner neugeborenen Tochter und schrieb dazu: "Bereits zwei Wochen mit dir. Willkommen auf der Welt baby girl." Dazu setzten sie den Hashtag #familyof4. Die beiden sind seit 2019 ein Paar, im Jahr 2022 kam ihr Sohn zur Welt.Der 32 Jahre alte Draxler spielt seit 2023 bei al-Ahli in Katar und hat vor vier Jahren sein letztes Länderspiel für die deutsche Nationalmannschaft absolviert. Seinen größten Erfolg feierte der offensive Mittelfeldspieler mit dem Weltmeisterschaftstitel vor zwölf Jahren, bei dem Turnier in Brasilien kam er zu einem Kurzeinsatz. Sein Vertrag bei al-Ahli läuft noch bis 2028.

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WM-Experten: Ex-Weltmeister und Klopp loben Nagelsmann für Kader-Ansagen

Bundestrainer Nagelsmann lässt mit einem Interview und Aussagen zu einzelnen WM-Kandidaten aufhorchen. Zwei Ex-Nationalspieler und eine Trainer-Ikone stören sich daran nicht - ganz im Gegenteil.Julian Nagelsmanns ungewöhnliche Kader-Ansagen in einem jüngsten Interview haben den 2014er-Weltmeistern Thomas Müller und Mats Hummels sowie Ex-Coach Jürgen Klopp gefallen. Als Experten für die Telekom lobten die drei das Vorgehen des Bundestrainers im Hinblick auf die Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer."Man ist es nicht gewohnt, das ein Bundestrainer sich schon so klar und vor allem zu einzelnen Personalien äußert", sagte Ex-Nationalspieler Müller. "Aber man konnte erkennen, dass er etwas vorhat, dass er einen Plan hat." Nagelsmann hatte im "Kicker" über einzelne Kandidaten für das Turnier gesprochen - teils auffallend kritisch, teils deutlich positiv im Hinblick auf eine Nominierung oder deren mögliche Rolle im Team.Müller versteht Nagelsmanns Plan mit GoretzkaLaut dem langjährigen Bayern-Profi war dessen einstiger Teamkollege Leon Goretzka dabei "die spannendste Personalie". Dem Mittelfeldspieler wurde von Nagelsmann Spielzeit in Aussicht gestellt - obwohl er bei Bayern nicht gesetzt ist. "Das hat er bewusst gesetzt und ich verstehe auch warum", sagte Müller.Hummels sagte zu Nagelsmanns Interview: "Er kommuniziert ein bisschen offensiver, das finde ich auch in Ordnung." Dass schon Monate vor einem Turnier manche Spieler Gewissheit über Einsätze bekämen, sei nicht ungewöhnlich und auch früher schon passiert. "Es wurde halt weniger kommuniziert."Hummels erinnerte etwa an das erfolgreiche WM-Turnier in Brasilien und seinen damaligen Team- und jetzigen Experten-Kollegen Müller. "Der Thomas hatte im März 2014 ja auch nicht die allergrößten Zweifel, dass er mit nach Brasilien fliegt, und Philipp Lahm hatte das auch nicht", sagte er.Wird Klopp Nagelsmann besonders beäugen?Ex-Coach Klopp - der Fußball-Chef von Red Bull - meinte zu Nagelsmanns Kommentaren: "Wir haben einen selbstbewussten Bundestrainer, das finde ich cool." Dass irgendein Spieler einen Freifahrtschein für das WM-Team bekommt, das habe Klopp nicht herausgelesen. "Ich habe nichts gefunden, wo ich mir gedacht habe: Das bedeutet für den Spieler X, das war's, oder für den Spieler Y, du brauchst gar nichts mehr zu machen, du bist sowieso Stammspieler."Der frühere BVB- und Liverpool-Coach plant übrigens nicht, besonders kritisch auf Nagelsmann zu gucken. "Ich habe nicht vor, ihn zu belehren und ihm zu sagen, wie es besser geht", kündigte Klopp an. Er wolle auch nicht nach eventuell verpatzten deutschen Spielen als Besserwisser auftreten. "Das lasse ich dann den Thomas sagen."

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Bundesliga: BVB verpflichtet Nils-Ole Book als neuen Sportdirektor

Nur einen Tag nach dem Aus von Sebastian Kehl findet Borussia Dortmund einen Nachfolger: Nils-Ole Book, bisher Elversberger, hat in den kommenden Wochen viel zu tun.Nils-Ole Book wird neuer Sportdirektor bei Borussia Dortmund. Der 40 Jahre alte bisherige Sportvorstand des Zweitliga-Zweiten SV Elversberg tritt die Nachfolge von Sebastian Kehl an und soll beim BVB einen Vertrag bis zum Sommer 2029 erhalten. Das teilte der Fußball-Bundesligist nur einen Tag nach der Trennung von Kehl mit. „Ich verfolge seine hervorragende Arbeit in Elversberg zunächst als Sportdirektor und zuletzt als Sportvorstand schon lange und bin absolut überzeugt, dass Ole fachlich und menschlich sehr gut zu uns passt“, sagte Dortmunds Sportchef Lars Ricken, der Book als „Wunschkandidaten“ bezeichnete.Nils-Ole Book wird Nachfolger von Sebastian Kehl bei Borussia Dortmund„Wir haben großes Vertrauen in Ole und seine Expertise, wenn es darum geht, kreative und mutige Ideen auf dem Transfermarkt zu entwickeln“, sagte Ricken und nannte als Beleg Books Arbeit beim saarländischen Dorfclub, den er von der Regionalliga in die Spitzengruppe der 2. Liga geführt hatte. Der frühere Profi von Rot Weiss Ahlen, dem MSV Duisburg und der SV Wehen Wiesbaden war 2018 vom Scout zum Sportdirektor der SVE geworden und 2023 zum Sportvorstand befördert worden. „Obwohl er noch jung ist, besitzt er bereits sehr viel Erfahrung in der Branche“, sagte Dortmunds Clubchef Carsten Cramer. Die Dortmunder hatten die Gespräche mit Book schnell vorangetrieben. Am Montag war eine grundsätzliche Einigung mit dem 40-Jährigen durchgesickert. Die Einigung der Clubs erfolgte danach rasant. „Borussia Dortmund ist ein besonderer Verein für mich mit einer emotionalen Verbindung seit Kindheitstagen. Nicht nur deshalb möchte ich der SV Elversberg, allen voran Dominik Holzer, dafür danken, dass ich meine Arbeit in Dortmund direkt beginnen kann“, sagte der gebürtige Westfale Book.Schlotterbeck-Verlängerung als zentrale Aufgabe Erst am Sonntag hatte der BVB die Trennung von Kehl bekannt gegeben. Die Entscheidung kam zum damaligen Zeitpunkt überraschend – auch, wenn es im Dortmunder Umfeld immer wieder Kritik an Kehl gegeben hatte. Der frühere Nationalspieler war als Fußballprofi und Funktionär fast ein Vierteljahrhundert beim westfälischen Traditionsclub tätig gewesen.Auf Book warten nun zahlreiche Aufgaben. Als eine der wichtigsten gilt die Vertragsverlängerung mit Nationalspieler Nico Schlotterbeck. Der Verteidiger, dessen Vertrag im Sommer 2027 ausläuft, soll unbedingt gehalten werden und die Dortmunder Mannschaft als Führungsfigur langfristig prägen.Zudem gilt es, die Kaderplanung für die kommende Saison voranzutreiben. Der BVB steckt im Umbruch. Unter anderem Abwehrspieler Niklas Süle und Offensivmann Julian Brandt verlassen den Club. Bei weiteren potenziellen Stammspielern ist offen, ob sie beim aktuellen Tabellenzweiten bleiben.

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Fußball in England: Manchester City schnappt Arsenal den Liga-Pokal weg

In der Premier League liegt der FC Arsenal deutlich vorn. In einem Pokal-Finale in Wembley aber lässt der Club aus London Federn.Der FC Arsenal und Kai Havertz haben einen Titelgewinn im englischen Liga-Pokal verpasst. Der deutsche Fußball-Nationalspieler unterlag mit den Gunners im Finale von Wembley Manchester City mit 0:2 (0:0). Ein Fehler von Torwart Kepa leitete den Sieg für City ein. Es war der fünfte League-Cup-Titel unter Chefcoach Pep Guardiola. Kepa stand anstelle seines spanischen Landsmanns David Raya zwischen den Pfosten und ließ in der 60. Minute den Ball bei einer Flanke von Rayan Cherki durch die Hände flutschen. Nico O'Reilly nutzte das zum 1:0 und erhöhte nur vier Minuten später erneut per Kopf auf 2:0. Havertz vergibt Chance zur FührungIm Duell zwischen dem Premier-League-Spitzenreiter aus Nord-London und dem Verfolger aus Manchester enttäuschte Arsenal über weiter Strecken. In einer etwas ereignislosen ersten Halbzeit scheiterte Havertz ebenso wie Kapitän Bukayo Saka mit seinem Nachschuss an City-Torwart James Trafford (7.). Stürmerstar Erling Haaland verpasste zweimal mit einem Kopfball die Führung für Manchester. Fünf Tage nach dem 2:0 gegen Bayer Leverkusen in der Champions League tat sich Arsenal lange schwer. Dabei war die Mannschaft von Trainer Mikel Arteta mit 14 ungeschlagenen Spielen in die Partie gegangen. Vor den Augen von Englands Nationalcoach Thomas Tuchel erhöhte City den Druck und wurde belohnt.Mit ausgiebigen Freudensprüngen feierte Guardiola die Führung. ManCity hatte im März zuvor nur eines seiner fünf Pflichtspiele gewonnen und war in der Königsklasse gegen Real Madrid ausgeschieden. Kurz vor Schluss lenkte Trafford einen Kopfball von Viktor Gyökeres noch an die Latte.

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Handball-Test in Bremen: Schrecksekunde um Juri Knorr beim DHB-Sieg gegen Ägypten

Die deutschen Handballer starten ihre Mission Heim-WM mit zwei Siegen. Warum ausgerechnet Juri Knorr die Stimmung trübt und warum die Handballer dem 10. Juni entgegenfiebern.Die deutschen Handballer haben auch das zweite Testspiel gegen Afrikameister Ägypten gewonnen und die Vorfreude ihrer Fans auf die Heim-WM im Januar weiter gesteigert. Drei Tage nach dem durchwachsenen Auftritt in Dortmund setzte sich die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason trotz einer erneut fehlerhaften Leistung in Bremen mit 34:33 (19:13) durch. Bester Werfer war Julian Köster mit sechs Toren.Sorge bereitete Spielmacher Juri Knorr, der das Parkett schon früh angeschlagen verlassen musste und das Spielgeschehen in der Folge weitgehend als Zuschauer verfolgte. Coach Gislason sagte, der Regisseur habe einen Pferdekuss erlitten und nach einer kurzen Rückkehr in der zweiten Halbzeit nichts mehr riskieren wollen. Der Bundestrainer konnte nur mit der ersten Hälfte wirklich zufrieden sein. "Da war die Abwehr überragend, der Angriff war auch gut. Dann verlieren wir ein bisschen den Faden, die vielen Zeitstrafen haben uns nicht gerade geholfen", sagte Gislason bei ProSieben. "Die zweite Halbzeit war bitter, wir machen zu viele Fehler und Ägypten bestraft uns. In der Form darf uns das nicht passieren", urteilte der starke Schlussmann David Späth.Zwei Tests gegen den Weltmeister wartenIm Mai kommt die deutsche Mannschaft wieder zusammen. Vor der fünfmonatigen Sommerpause, in der voraussichtlich auch Gislasons Zukunft geklärt wird, steht die Neuauflage des Olympia- und EM-Finals auf dem Programm. Am 15. Mai gastiert Deutschland bei Weltmeister Dänemark in Kopenhagen, zwei Tage später folgt das Rückspiel in Köln.Weiterer Höhepunkt des Sommers ist für den DHB am 10. Juni die Auslosung der Vorrundengruppen für die Heim-WM im Januar. Deutschland startet seine Gold-Mission in München, bevor zur Hauptrunde der Umzug nach Köln folgt. Nach der WM läuft Gislasons Vertrag aus. Der Isländer will weitermachen.DHB-Profi fehlt aus privaten GründenAuch ohne Rückraumspieler Marko Grgic (Infekt) und Timo Kastening, der aus privaten Gründen kurzfristig abgereist war, knüpfte der Gastgeber nahtlos an seine Offensiv-Gala vom Donnerstag an. Allein in den ersten zehn Minuten erzielte der EM-Zweite neun Tore - drei davon gingen auf das Konto von Spielmacher Knorr, der den Rest der Halbzeit nur von der Seitenlinie aus beobachtete. Der 25-Jährige schien sich am Bein verletzt zu haben, wurde behandelt und verzog immer wieder sein Gesicht.Den Job des Torjägers übernahmen nun Kapitän Johannes Golla und Miro Schluroff, der mit seinen Hochgeschwindigkeitswürfen aus dem Rückraum immer wieder erfolgreich war. In der Abwehr harmonierten Matthes Langhoff und Tom Kiesler im Zusammenspiel mit Torhüter Späth, dank dessen Paraden die deutsche Führung auf sechs Tore (19:13) anwuchs. Der deutsche Vorsprung schrumpftNach dem Wechsel machte Späth für DHB-Neuling Lasse Ludwig von den Füchsen Berlin Platz. Obwohl Knorr für wenige Minuten wieder aufs Feld zurückkehrte, schrumpfte der deutsche Vorsprung innerhalb von drei Minuten auf 20:17. Die Abwehr der Ägypter stand nun deutlich kompakter und zwang die DHB-Profis um Julian Köster in dieser Phase zu vielen Fehlpässen. "Die haben sich zusammengerauft und eine gute zweite Halbzeit gespielt", sagte Geburtstagskind Lukas Mertens über den Gegner."Nach der Pause hatten wir in den ersten zehn Minuten fünf technische Fehler, die uns extrem viel kosten. Da haben wir die Ägypter eingeladen in dieses Spiel", sagte Coach Gislason.Seine Miene verdunkelte sich, als seine Mannschaft rund zehn Minuten vor Spielende nur noch mit 26:25 führte. "Uns hat da ein bisschen die Power gefehlt, wir hatten auch ein paar Angeschlagene", erklärte Miro Schluroff die Zitterpartie. Die fehlerhafte deutsche Schlussphase fungierte dabei nicht als Stimmungsaufheller, auch wenn Deutschland den knappen Sieg dank Mertens und weiteren Paraden von Späth ins Ziel rettete.

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Weltcupfinale in Oslo: Historisch schwach: Erstmals kein deutscher Biathlon-Sieg

Ein paar kleine Achtungserfolge, aber kein Sieg und nur eine Olympia-Medaille: Deutschlands Biathlon-Saison bot wenig Highlights. In der Sommerpause werden die Gründe analysiert.Die historische Nullnummer konnte Philipp Nawrath zwar nicht mehr verhindern, trotzdem freute sich Deutschlands bester Biathlet nach einem starken Saisonabschluss. "Das war eine Genugtuung. So perfekt am Schießstand durchzukommen, war genial und gibt mir ein gutes Gefühl", sagte der 33-Jährige nach seinem zweiten Platz im Massenstart von Oslo im ZDF: "Es ist genial, so in die Saisonpause zu starten."Nur 3,7 Sekunden fehlten Nawrath im allerletzten Weltcuprennen des Winters, um doch noch einen deutschen Sieg zu schaffen. Alle 20 Scheiben hatte er getroffen, aber auf den letzten Metern wurde der Nesselwanger noch vom norwegischen Sieger Johan-Olav Botn geschlagen. Erstmals gab es in einer gesamten Saison so keinen Sieg für die einst so erfolgsverwöhnten Biathletinnen und Biathleten, die mittlerweile von Frankreich und Norwegen abgehängt wurden. Nun müssen Wege aus der Krise gefunden werden."Wir müssen uns ankreiden, dass wir es dieses Jahr nicht so hingekriegt haben, wie wir uns das vorgenommen hatten", sagte Sportdirektor Felix Bitterling im ZDF. Zu oft kosteten späte Fehler bessere Ergebnisse. So wie bei Janina Hettich-Walz, die im Massenstart am Holmenkollen ebenfalls lange Podestchancen hatte. Zwei Patzer im letzten Schießen verhinderten aber doch noch den Sprung auf Platz drei. Die 29-Jährige wurde am Ende Zehnte. Ähnliche Situationen gab es für sie und andere Deutsche zuletzt viel zu oft.Nur neun Podestplätze in 69 RennenIn 69 Rennen seit November gab es insgesamt nur neun deutsche Podestplätze - und erstmals keinen Sieg, seitdem Männer und Frauen 1987/1988 gemeinsam im Weltcup antreten. Nawrath schaffte zweimal als Zweiter die besten Resultate eines insgesamt ernüchternden Winters. Daneben gab es sieben dritte Ränge, unter anderem für die Mixedstaffel bei den Olympischen Winterspielen in Italien. Es war die einzige Medaille beim Saison-Highlight. So schwach war die deutsche Auswahl bei Winterspielen nie zuvor.Nach dem Karriereende von Franziska Preuß gibt es niemanden, der die große Lücke der Weltmeisterin und Gesamtweltcupsiegerin füllen kann. Die 32-Jährige trat direkt nach Olympia zurück, kam aber als Besucherin doch noch mal nach Oslo. "Es ist voll okay, am Streckenrand zu stehen", sagte Preuß im ZDF. Sie hatte vor fast genau einem Jahr den letzten deutschen Sieg im Massenstart geholt und so die große Kristallkugel gewonnen.Diese übergab sie am Holmenkollen nun an Lou Jeanmonnot. Die Französin musste sich Preuß im Vorjahr geschlagen geben, nun triumphierte sie souverän und hängte mit ihrem Team auch die deutsche Konkurrenz ab. Preuß freute sich für Jeanmonnot und über ihr neues Leben. "Es war mir nie langweilig. Es fühlt sich voll gut an", sagte Preuß: "Ich habe daheim gemerkt, dass die Freude am Sport zurück ist, das habe ich diesen Winter echt verloren. Ich brauch' keine Startnummer mehr, ich kann jeden Tag einfach so sporteln."Mehringer und Röiseland nicht mehr Frauen-TrainerAus der Ferne wird sie beobachten, wie es mit dem deutschen Biathlon weitergeht. Viel Arbeit wartet jedenfalls auf Sportdirektor Bernd Eisenbichler. Der 50-Jährige kehrt nach einem Abstecher zu einem Sportartikelhersteller in dieser Funktion ab 1. Mai zum Deutschen Skiverband zurück. Eisenbichler löst Bitterling ab, der zum Weltverband IBU zurückkehrt. Seit April 2022 hatte Bitterling viele Veränderungen unter anderem in der Trainerausbildung und der Entwicklung junger Sportlerinnen und Sportler angeschoben. Eisenbichler muss entscheiden, ob er diesen Weg genau so oder ganz anders weitergeht.Künftig nicht mehr dabei sein werden die Trainer Kristian Mehringer und Sverre Olsbu Röiseland. Wie Bitterling nach dem finalen Wettkampf bestätigte, wird das Duo die Verantwortung für das Frauenteam abgeben. Mehringer werde eine neue Aufgabe im Verband bekommen, Röiseland kehrt in seine norwegische Heimat zurück. Wer die beiden ersetzt, ist bislang nicht bekannt.

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