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Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und den Finanzmärkten
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Aktuelle Nachrichten

NBA: Starkes Comeback für Franz Wagner - Schröder gewinnt Krimi

Deutschlands Basketball-Aushängeschild Franz Wagner fährt bei seiner Rückkehr für die Orlando Magic einen lockeren Sieg ein. Deutlich enger geht es bei Dennis Schröder und den Cleveland Cavaliers zu.Basketball-Star Franz Wagner hat mit den Orlando Magic in der NBA sein erfolgreiches Comeback gegeben. Das Team um den deutschen Welt- und Europameister gewann 118:99 gegen die Milwaukee Bucks. Wagner hatte seit der Europa-Tour der Magic im Januar, bei der sie unter anderem in Berlin angetreten waren, wegen einer Knöchelverletzung kein Spiel mehr bestritten."Ich fühle mich gut", sagte der 24 Jahre alte Berliner nach dem Sieg. "Natürlich bin ich noch dabei, wieder in Form zu kommen und muss meinen Rhythmus finden. Aber ich bin zufrieden mit meiner Leistung."Gegen Milwaukee stand Franz genau wie sein Bruder Moritz Wagner nur gut 16 Minuten auf dem Parkett, mehr war allerdings auch nicht nötig. Orlando führte bereits zur Mitte des dritten Viertels deutlich und brachte den Sieg locker nach Hause. Beide Wagners erzielten je 14 Punkte, Tristan da Silva kam auf drei Zähler. Topscorer der Magic war Anthony Black mit 26 Punkten. Orlando steht nach dem dritten Sieg in Folge auf Play-in-Platz sieben in der Eastern Conference.Cavaliers gelingt AufholjagdNeben den drei deutschen Magic-Profis feierte mit Dennis Schröder auch der Kapitän der Nationalmannschaft einen Sieg. Der Spielmacher fuhr in seinem dritten Spiel mit den Cleveland Cavaliers einen 119:117-Erfolg im Krimi bei den Denver Nuggets ein. Mit weniger als zehn Minuten auf der Spieluhr hatte Cleveland noch mit zehn Punkten zurückgelegen. Doch die Cavaliers drehten das Spiel mit zwei verwandelten Freiwürfen in der Schlusssekunde.Schröder erzielte nur fünf Punkte und traf keinen seiner vier Dreier, machte mit zwei Steals und drei Vorlagen aber sowohl als Ballverteiler als auch in der Defense eine gute Figur. Überragende Akteure beim Tabellenvierten im Osten waren Donovan Mitchell mit 32 Punkten und zehn Assists sowie Neuzugang James Harden und Center Jarrett Allen, die beide auf 22 Punkte und zweistellige Rebounds kamen.Hartenstein gewinnt deutsches DuellDas deutsche Duell zwischen Maxi Kleber mit seinen Los Angeles Lakers und Isaiah Hartenstein von den Oklahoma City Thunder entschied derweil Letzterer für sich. Der Center erzielte beim 119:110 für den Titelverteidiger zehn Punkte und legte zudem neun Rebounds, sechs Assists und drei Ballgewinne auf. Bester Punktesammler beim Tabellenführer im Westen war der nach wochenlanger Verletzungspause zurückgekehrte Jalen Williams mit 23 Zählern.Beide Teams mussten verletzungsbedingt auf ihre Superstars verzichten. Shai Gilgeous-Alexander fällt mit einer Bauchmuskelzerrung aus, Luka Doncic fehlt den Lakers wegen einer Zerrung im Oberschenkel. LeBron James führte die Gastgeber mit 22 Punkten an, Kleber konnte in limitierter Spielzeit von nur fünf Minuten keine Akzente setzen. Los Angeles liegt in der Tabelle auf Rang fünf.

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Olympische Winterspiele: "Wie ins Gesicht gespuckt": Raimunds kaputte Freundschaft

Bei den Winterspielen feiert Philipp Raimund den größten Erfolg seiner Karriere. Danach spricht er über die zerbrochene Freundschaft mit einem norwegischen Konkurrenten.Nach seinem Olympiasieg gab Philipp Raimund tiefe Einblicke in eine zerbrochene Skisprung-Freundschaft. "Ich habe Videospiele mit ihm gemacht, ich habe Livestreams mit ihm gemacht. Ich hätte ihn damals als Freund bezeichnet", sagte der 25-Jährige über den Norweger Marius Lindvik. "Nach der Situation in Trondheim hat es sich ein bisschen wie ein Betrug angefühlt, wie ins Gesicht gespuckt."Bei den Weltmeisterschaften in der norwegischen Stadt im vergangenen Jahr waren Lindivk und dessen Teamkollege Johann Andre Forfang wegen manipulierten Sprunganzüge beim Wettbewerb von der Großschanze disqualifiziert worden. Zuvor hatte Lindvik auf der Normalschanze Gold vor Raimunds deutschem Mannschaftskameraden Andreas Wellinger gewonnen.Raimund vermisst Entschuldigung"Ich will es nicht größer machen, als es ist. Es war ein Fehler, was sie gemacht haben", sagte Raimund. "Für mich persönlich kann ich nur sagen: Wenn einer von ihnen zu mir gekommen wäre und gesagt hätte: "Hey, mir tut es sehr leid, was passiert ist", dann hätte ich ihnen wahrscheinlich vergeben. Dann hätte ich gesagt, ihr seid Menschen, lasst uns zusammen auf die Zukunft konzentrieren."Raimund ergänzte: "Aber ich bin ein bisschen traurig, dass es nie passiert ist. Besonders, weil ich mit ihm befreundet war und es gab nie eine Entschuldigung oder etwas Ähnliches."

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Olympische Winterspiele: Bier-Bremse für die nächste Medaille: Raimund springt wieder

Keine 24 Stunden nach seinem Sensations-Gold ist Philipp Raimund bei Olympia erneut gefordert. Das deutsche Team will die nächste Medaille. Was Raimund nach dem Mixed vorhat, verrät er auch schon.Zur Gold-Party nach dem Olympia-Sieg von Philipp Raimund hatte Bundestrainer Stefan Horngacher klare Vorstellungen. "Die Trainer zwei, die Athleten eins", sagte der Skisprung-Coach mit einem Augenzwinkern auf die Frage, wie viele Biere denn erlaubt seien. Sein Springer Pius Paschke hatte es geahnt. "Ich tippe, dass der ein oder andere Trainer eins mehr trinkt. Ich vielleicht auch, weil ich werde ja nicht springen", sagte der 35-Jährige mit Blick auf den heutigen Wettbewerb.Anders als Paschke ist Sensations-Champion Raimund gleich wieder gefordert. Der 25-Jährige will auch das Mixed-Team im italienischen Predazzo zu einer Medaille führen (18.45 Uhr/ZDF und Eurosport).Pause vor der großen Schanze"Da schaue ich auch, dass wir da auch nochmal mit-performen können", erklärte Raimund selbst. Er freut sich aber auch schon auf die Zeit danach. "Nach morgen ist mal kurz ne Pause und da werde ich mir nicht nur ein Bier gönnen", erklärte Raimund.Das Mixed-Team, das Raimund mit Felix Hoffmann, Selina Freitag und Agnes Reisch bestreitet, ist im italienischen Predazzo der letzte Winterspiele-Wettkampf auf der Normalschanze. Auf der Großschanze geht es dann erst am 14. Februar weiter."Da ist er auch schon Dritter gewesen im Sommer. Die kann er auch", sagte Horngacher. Für den 56-Jährigen, der nach der Saison als Bundestrainer aufhört, hat Raimunds Olympiasieg nach einer bisher ganz schwierigen Saison des deutschen Teams eine besondere Bedeutung. "Für mich zum Abschied als Bundestrainer eins der schönsten Geschenke, was der Philipp mir gemacht hat", sagte Horngacher.Bundestrainer berichtet von "Streitgespräch"Der Österreicher beschrieb seine Top-Athleten als "athletisch extrem gut. Er hat eine Wahnsinns-Technik, die ganz wenige springen können". Horngacher erklärte zudem, dass Raimunds spezielle und emotionale Art ihn auch schon vor Herausforderungen gestellt habe."Ich habe auch lernen müssen, mit ihm umzugehen. Aber ich kann jetzt richtig gut mit ihm", sagte er. "Wir haben auch schon ein richtiges Streitgespräch gehabt. Da hat's richtig gescheppert. Aber das war auch gut. Das war wichtig." Mittlerweile hätten er und Raimund einen guten Draht zueinander. "Er ist ganz ein feiner Typ, ganz ein feiner Mensch", sagte Horngacher: "und ein wahnsinniger Sportler."Das soll den deutschen Springern bei Olympia noch zu weiteren Erfolgen führen. "Es sind jetzt noch drei Wettkämpfe. Vielleicht kommt ja noch was dazu", sagte Horngacher. "Aber jetzt ist das Erste mal getan und das gibt Auftrieb für die ganze Skisprung-Welt in Deutschland. Das ist wichtig."

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Olympia-News: Wirbel um Helm von ukrainischem Athleten zu Ehren gefallener Athleten

Philipp Raimund hat die Goldmedaille im Skispringen gewonnen. Die deutschen Rodlerinnen Julia Taubitz und Merle Fräbel liegen auf Goldkurs. Alles Wichtige im stern-Newsblog.Historische Premiere: In diesem Jahr finden die Olympischen Winterspiele vom 6. bis 22. Februar zum ersten Mal an zwei Orten statt, nämlich in der norditalienischen Stadt Mailand und im Skiort Cortina, ebenfalls im Norden des Landes. Damit sind es die ersten dezentralen Spiele der Geschichte. Sie erstrecken sich über eine Gesamtfläche von etwa 22.000 Quadratkilometern.Olympia 2026: Fast 3000 Sportlerinnen und Sportler dabeiInsgesamt nehmen rund 2900 Sportlerinnen und Sportler aus 90 Nationen teil. Davon sind 47 Prozent Sportlerinnen, wodurch die Quote aus den letzten Spielen in Peking noch einmal um zwei Prozentpunkte steigt. Mit 116 Entscheidungen gibt es so viele wie noch nie. 50 davon werden reine Frauen-Wettbewerbe sein, was auch ein neuer Höchstwert ist.Alle großen Emotionen, alle wichtigen Entscheidungen, alle deutschen Medaillen – hier im stern-Newsblog:

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Olympische Winterspiele: Lindsey Vonn meldet sich nach Sturz: "Ich bereue nichts"

Lindsey Vonns Traum von einer Medaille endete abrupt. Doch die Amerikanerin zeigt sich in einem emotionalen Instagram-Post kämpferisch trotz schwerer Verletzungen.Lindsey Vonns Traum endete tragisch: Ihr schwerer Sturz in der Olympia-Abfahrt von Cortina d'Ampezzo, bei dem sich die Amerikanerin schwer verletzte, bleibt eines der zentralen Themen der Winterspiele in Italien.Das Drama weckt Mitgefühl, sorgt aber auch für Diskussionen. Hätte man den Start der 41-jährigen Ausnahmeathletin, die bereits mit einer schweren Vorverletzung ins Rennen ging, verhindern müssen?Nun äußert sich Vonn emotional auf Instagram zu ihrem Sturz."Gestern endete mein olympischer Traum anders, als ich es mir erhofft hatte. Es war kein märchenhaftes Happy End, sondern einfach das Leben. Ich wagte es zu träumen und hatte so hart dafür gearbeitet, diesen Traum zu verwirklichen", schrieb Vonn bei Instagram.Vonn wollte ihre Karriere bei den Winterspielen in Italien mit einer Medaille krönen, ihre Rückkehr feiern und es ihren Kritikern zeigen. Doch nach nur 13 Sekunden stürzte sie nach einem Fahrfehler. Die viermalige Gesamtweltcupsiegerin schlug heftig auf die Piste, wurde lange behandelt und schließlich per Hubschrauber abtransportiert.Lindsey Vonn: "Gestern im Starttor zu stehen, war ein unglaubliches Gefühl""Ich war einfach 5 Zentimeter zu eng auf meiner Linie, als sich mein rechter Arm im Tor verfing, mich verdrehte und zu meinem Sturz führte. Mein Kreuzband und frühere Verletzungen hatten nichts mit meinem Sturz zu tun", stellt die Wintersportlerin klar. Sie habe sich dabei eine komplexe Tibiafraktur zugezogen, die zwar stabil sei, aber mehrere Operationen erfordere. Bereits eine Woche vor der Abfahrt hatte sie nach eigenen Angaben einen Kreuzbandriss im linken Knie erlitten.Vonn muss möglicherweise noch einige Tage im Ospedale Ca' Foncello in Treviso bleiben. Dort wurde sie bereits ein zweites Mal operiert, wie die Klinik am Montag der italienischen Nachrichtenagentur Ansa mitteilte. Mitarbeiter des US-Teams schirmen sie ab."Auch wenn der gestrige Tag nicht so endete, wie ich es mir erhofft hatte, und trotz der starken körperlichen Schmerzen, die er verursacht hat, bereue ich nichts", schreibt die US-Amerikanerin weiter. "Gestern im Starttor zu stehen, war ein unglaubliches Gefühl, das ich nie vergessen werde. Zu wissen, dass ich dort stand und die Chance hatte zu gewinnen, war an sich schon ein Sieg."Ähnlich wie beim Skirennen gehe man im Leben Risiken ein. "Wir träumen. Wir lieben. Wir springen. Und manchmal fallen wir." Das Leben sei zu kurz, um keine Risiken einzugehen, so Vonn. "Denn das einzige Versagen im Leben ist, es nicht zu versuchen."Könnte Vonn vielleicht doch zurückkommen?In den sozialen Medien konnte Vonn am Montag auch lesen, was ihren Trainer Aksel Lund Svindal bewegte. "Lindsey", schrieb der norwegische Abfahrts-Olympiasieger von 2018 bei Instagram, "du bist unglaublich mutig. Du inspirierst die Menschen, die deinen Weg verfolgen – und uns, die jeden Tag eng mit dir zusammenarbeiten."Am Montag äußerste sich erneut auch Johan Eliasch, Präsident des Ski- und Snowboard-Weltverbandes. "Es war tragisch, besonders wenn man all die harte Arbeit bedenkt, die sie über Jahre hinweg in die Vorbereitung auf dieses Rennen gesteckt hat – bis hin zu gestern", sagte er in Bormio. Er betonte aber auch: "Auch das ist etwas, das zum Skirennsport gehört. Es ist ein gefährlicher Sport."Das weiß auch Markus Wasmeier. Der Doppel-Olympiasieger traut Vonn "alles zu", wie er bei ran.de sagte, auch ein abermaliges Comeback. "In der nächsten Saison steht eine Weltmeisterschaft an", betonte Wasmeier: "Deswegen ist das nicht abwegig. Die gute Frau ist für Überraschungen immer gut."Vonn hatte allerdings schon vor den Winterspielen angekündigt, dass sie spätestens nach dieser Saison mit dem Skirennsport aufhören werde. Zur weiteren Zukunft äußerte sie sich nun nicht konkret.Die Amerikanerin war jahrelang das Nonplusultra im Abfahrtssport. Neben ihrem Olympiasieg 2010 gewann sie zwei weitere Medaillen bei Winterspielen und insgesamt achtmal Edelmetall bei Weltmeisterschaften – darunter zweimal Gold. Darüber hinaus gewann sie 84 Weltcup-Rennen. Die letzten zwei davon gelangen ihr in dieser Saison und damit nach ihrem Comeback 2024.

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Olympische Winterspiele: Schienbeinbruch bei Vonn: "Ich bereue nichts"

Lindsey Vonn meldet sich nach ihrem schweren Sturz bei Olympia zu Wort. In einer emotionalen Botschaft berichtet sie von der Schwere ihrer Verletzung und wendet sich an ihre Fans.Lindsey Vonn hat sich bei ihrem heftigen Sturz in der Olympia-Abfahrt einen komplizierten Schienbeinbruch zugezogen. Das teilte die amerikanische Ausnahme-Skirennfahrerin in einer emotionalen Mitteilung bei Instagram mit. Um die Verletzung zu behandeln, seien mehrere Operationen nötig. "Gestern ist mein Olympia-Traum nicht so geendet, wie ich es mir erträumt hatte. Es war kein Ende wie im Bilderbuch oder im Märchen, sondern einfach das Leben", schrieb die 41-Jährige.Vonn hatte schon vor den Winterspielen angekündigt, dass sie spätestens nach dieser Saison mit dem Skirennsport aufhören werde. Zur weiteren Zukunft äußerte sie sich nun nicht konkret. Bei dem Rennen in Cortina d'Ampezzo, in dem Vonn noch einmal Olympiasiegerin werden wollte, hatte sie schon nach wenigen Sekunden mit dem Arm bei einem Tor eingefädelt. Beim folgenden Sprung verdrehte es sie derart, dass sie hart auf die Piste aufschlug. Sie blieb liegen, ihre Schmerzensschreie waren im Fernsehen deutlich zu hören.Nach einer Erstversorgung noch auf der Strecke flog sie ein Rettungshubschrauber ins Krankenhaus. Die italienischen Nachrichtenagenturen Ansa und Adnkronos hatten unter Berufung auf das Krankenhaus von Treviso vermeldet, dass Vonn dort am linken Bein operiert worden sei.Vonn: Ich wusste, dass es riskant istVonn betonte, dass ihr Sturz nichts mit früheren Verletzungen und dem Kreuzbandriss im linken Knie, den sie sich nach eigenen Angaben gut eine Woche vor ihrem Olympia-Crash bei einem Sturz in Crans-Montana zugezogen hatte, zu tun gehabt habe. "Ich bereue nichts, auch wenn der gestrige Tag nicht so verlief, wie ich es mir erhofft hatte, und trotz der starken Schmerzen, die er verursachte", schrieb sie. "Ich wusste auch, dass ein Rennen riskant ist. Es war und wird immer ein unglaublich gefährlicher Sport bleiben.""Ich habe es versucht. Ich habe geträumt. Ich bin gesprungen. Ich hoffe, wenn ihr etwas aus meiner Geschichte mitnehmt, dann dies: Ihr habt alle den Mut, Großes zu wagen", richtete sie sich an ihre Fans. "Das Leben ist zu kurz, um nicht an sich selbst zu glauben. Denn das einzige Scheitern im Leben ist, es nicht zu versuchen."Kein Happy End einer Karriere voller ExtremeDie Amerikanerin war jahrelang das Nonplusultra im Abfahrtssport. Neben ihrem Olympiasieg 2010 gewann sie zwei weitere Medaillen bei Winterspielen und insgesamt achtmal Edelmetall bei Weltmeisterschaften - darunter zweimal Gold. Darüber hinaus gewann sie 84 Weltcup-Rennen. Die letzten zwei davon gelangen ihr in dieser Saison und damit nach ihrem Comeback 2024.Auf ihrer Lieblingsstrecke in Cortina hatte sie ein großes Happy End der von Erfolgen ebenso wie Verletzungen geprägten Karriere der Extreme angepeilt. Daraus wurde dann aber unter tragischen Umständen nichts.

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Eishockey bei Olympia: 2:1 gegen Frankreich: DEB-Frauen kurz vor Viertelfinaleinzug

Deutschlands Eishockey-Frauen haben gegen die Französinnen deutlich mehr Mühe als erwartet. Erst in der Verlängerung erlöst Nina Jobst-Smith das deutsche Team.Die deutschen Eishockey-Frauen stehen bei den Olympischen Winterspielen kurz vor dem Einzug ins Viertelfinale. Das Team gewann in Mailand mit mehr Mühe als erwartet 2:1 nach Verlängerung (1:0, 0:0, 0:1, 1:0) gegen Frankreich. Vor den Augen von IOC-Präsidentin Kirsty Coventry und ihrem Vorgänger Thomas Bach vergab das deutlich favorisierte deutsche Team zu viele Torchancen und kam erst in einer spannenden Verlängerung durch einen Treffer von Nina Jobst-Smith zum Sieg (62. Minute)."In so einem Moment das entscheidende Tor zu schießen, ist sehr besonders", sagte die Torschützin. Dass die Deutschen für ihre zwei Treffer 47 Torschüsse brauchten, hatte für die 24-Jährige einen Grund: Frankreichs Torhüterin Alice Philbert. "Sie hat ein großartiges Spiel gemacht", sagte Jobst-Smith.Im letzten Vorrundenspiel gegen Gastgeber Italien am Dienstag (16.40 Uhr) braucht das DEB-Team nun maximal noch einen Punkt. Gewinnt Gruppenkonkurrent Japan im Spiel zuvor nicht in der regulären Spielzeit gegen die favorisierten Schwedinnen (12.10 Uhr), steht der Viertelfinaleinzug bereits vor dem Spiel der Deutschen fest. Das deutsche Team besiegte vor wenigen Tagen Japan mit 5:2 und wäre in einem direkten Vergleich vorne. In einem möglichen Viertelfinale wartet dann aller Voraussicht nach einer der Topfavoriten des Turniers, die USA oder Kanada.Deutsches Team vergibt zu viele TorchancenDas Team von Bundestrainer Jeff MacLeod übernahm im ersten Drittel schnell das Kommando und setzte sich früh in der Hälfte der Französinnen fest. Frankreich schaffte es mit zunehmender Spieldauer immer weniger, für Entlastung zu sorgen und kassierte unter Druck immer wieder Zeitstrafen. Nach einigen vergebenen Torchancen brach Laura Kluge 35 Sekunden vor der Pause schließlich den Bann, als sie in Überzahl ein Zuspiel von Kapitänin Daria Gleißner zum 1:0 verwertete.Das zweite Drittel verlief zunächst ausgeglichener, bevor die Deutschen wieder dominanter wurden, einen weiteren Treffer aber verpassten. Das rächte sich im letzten Drittel, als Estelle Duvin plötzlich frei vor dem Tor von Sandra Abstreiter auftauchte und zum 1:1 traf (49.). Angefeuert von den deutschen Fans in der provisorisch errichteten Eishalle auf dem Mailänder Messegelände drängte die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bunds auf den Sieg, in der regulären Spielzeit wollte das 2:1 aber nicht gelingen. In der Verlängerung erlöste dann Jobst-Smith nach 67 Sekunden das deutsche Team.Nun steht mit der Partie gegen die Gastgeber ein besonderes Spiel an. "Das wird eine super Stimmung in der Halle. Unser Ziel ist es, das leise zu halten, denn das würde bedeuten, dass wir gut sind", sagte Abstreiter.

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Olympia-News: Eisschnelllauf-Diva Leerdam gewinnt Gold über 1000 Meter

Die deutschen Rodlerinnen Julia Taubitz und Merle Fräbel liegen auf Goldkurs. Im Eisschnelllauf holt Holland die erste Goldmedaille. Alles Wichtige im stern-Newsblog.Historische Premiere: In diesem Jahr finden die Olympischen Winterspiele vom 6. bis 22. Februar zum ersten Mal an zwei Orten statt, nämlich in der norditalienischen Stadt Mailand und im Skiort Cortina, ebenfalls im Norden des Landes. Damit sind es die ersten dezentralen Spiele der Geschichte. Sie erstrecken sich über eine Gesamtfläche von etwa 22.000 Quadratkilometern.Olympia 2026: Fast 3000 Sportlerinnen und Sportler dabeiInsgesamt nehmen rund 2900 Sportlerinnen und Sportler aus 90 Nationen teil. Davon sind 47 Prozent Sportlerinnen, wodurch die Quote aus den letzten Spielen in Peking noch einmal um zwei Prozentpunkte steigt. Mit 116 Entscheidungen gibt es so viele wie noch nie. 50 davon werden reine Frauen-Wettbewerbe sein, was auch ein neuer Höchstwert ist.Alle großen Emotionen, alle wichtigen Entscheidungen, alle deutschen Medaillen – hier im stern-Newsblog:

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Rodeln: Deutsches Duell um Rodel-Gold zwischen Taubitz und Fräbel

Die deutschen Rodlerinnen haben die Goldspur von Max Langenhan aufgenommen. Mit einer souveränen Doppelführung gehen sie in den Finaltag. Einige Favoritinnen verabschieden sich mit Patzer.Auch im zweiten Rodel-Rennen hat Deutschland beste Chancen auf Gold. Weltmeisterin Julia Taubitz vom WSC Oberwiesenthal und die WM-Zweite Merle Fräbel vom RT Suhl lieferten sich in den ersten beiden Durchgängen ein spannendes Duell um Platz eins und haben die restliche Konkurrenz vor den entscheidenden Läufen am Dienstag bereits distanziert.Die erst 22 Jahre alte Olympia-Debütantin Fräbel, die auch den Test-Wettkampf auf der neu gebauten Bahn gewann, fuhr im ersten Lauf Bahnrekord. Doch Taubitz konterte im zweiten Durchgang, verbesserte sogleich die Bestmarke und setzte sich an die erste Position. Ihr Vorsprung auf Fräbel beträgt aber nur die Winzigkeit von 61 Hundertstelsekunden."Im ersten Lauf war ich schon noch ein bisschen nervös, da waren ein paar Fehler drin. Aber der zweite Lauf war supergeil. Da war ich so im Flow drin. Das konnte ich echt genießen", sagte Taubitz, die sich auf das weitere Duell mit Fräbel freut. Zufrieden war auch ihre deutsche Kollegin. "Die Julia hat richtig einen rausgehauen. Ich habe ein bisschen gehadert mit mir. Es ist völlig okay. Ich bin noch mit dabei und nach hinten ist Platz. Das gibt natürlich Ruhe", sagte Fräbel.Mit einem komfortablen Vorsprung auf Rang drei geht es am Dienstag in die beiden Finalläufe. Denn die drittplatzierte Lettin Elina Bota hat schon 0,434 Sekunden Rückstand auf Silber. Mitfavoritinnen patzenNoch schwächer war die Weltcupführende Lisa Schulte aus Österreich, die als Siebte bereits 0,678 Sekunden hinter Taubitz liegt. Zudem verabschiedeten sich in US-Pilotin Summer Britcher und der Lettin Kendija Aparjode zwei Mitfavoritinnen, nachdem sie einen Mega-Patzer am Start hatten, als sie voll in die Bande knallten. Anna Berreiter aus Berchtesgaden, die vor vier Jahren in Peking als Debütantin olympisches Silber holte, konnte auf der verkürzten Strecke über 1.410 Metern im neu gebauten Cortina Sliding Centre nicht in die Top-Sechs fahren. Taubitz hat Peking-Sturz verarbeitetDoch gerade Taubitz weiß, wie schnell der olympische Traum platzen kann. Vor vier Jahren in Peking fuhr sie als haushohe Topfavoritin im ersten Lauf Bestzeit und stürzte dann im zweiten Lauf. Die Medaillen waren unerreichbar. Mit Bestzeit im vierten Lauf kam sie noch auf Rang sieben. "Ich habe lange gebraucht, um diesen Rückschlag zu verarbeiten. Rückblickend bin ich dankbar für diese Erfahrung", sagte die 29-Jährige, die bereits acht WM-Titel und fünf Weltcup-Gesamtsiege in ihrer sportlichen Vita stehen hat.Fräbel, die 2020 in Lausanne die Youth Games gewann und von 2023 bis 2025 dreimal in Serie Junioren-Weltmeisterin wurde, hatte zuletzt noch gar nicht das richtige Olympia-Feeling bekommen. "Der Olympic Spirit ist da, vor allem weil man die Team D Einkleidung trägt. Aber ich persönlich habe gar nicht so ein krasses Olympia-Gefühl, weil sich alles so unwirklich anfühlt bzw. für mich fühlt es sich aktuell wie ein Extra-Lehrgang an."

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Olympische Spiele 1936: IOC-Shop verkauft T-Shirt der "Nazi-Spiele" in Berlin

Das IOC verkauft in seinem Onlineshop ein T-Shirt mit dem Motiv der Sommerspiele 1936 in Berlin – ohne Hinweis auf den politischen Hintergrund. Es ist ausverkauft. Zunächst fällt das T-Shirt gar nicht besonders auf. Im Internetshop des Olympischen Internationalen Komitees findet man unter dem Menüpunkt "The Heritage Collection" T-Shirts und weitere Kleidungstücke mit Motiven vergangener Spiele. Auch die Sommerspiele von 1936 in Berlin sind dabei, präsentiert von einem schwarzen Model. Darauf zu sehen: Unter den Olympischen Ringen thront der Oberkörper einer Arno-Breker-Statue mit Lorbeerkranz über der Quadriga des Brandenburger Tors. Für die Winterspiele in Garmisch gibt es ebenfalls ein Shirt zu kaufen.Merkwürdig ist nur: Es fehlt jeder historische oder einordnende Hinweis auf den politischen Hintergrund. Schließlich handelt es sich hierbei um die "Nazi-Spiele". Olympia hatte für die Nationalsozialisten eine enorme Bedeutung. Adolf Hitler nutzte die Spiele für die politische Propaganda und präsentierte Deutschland als friedliches Land. Dabei war jede Opposition längst ausgeschaltet, Konzentrationlager existierten bereits, und die Nürnberger Gesetze waren im September 1935 beschlossen worden. Diese bildeten die Grundlage für die Verfolgung der Juden im Dritten Reich.IOC ist offenbar blind für politische BedeutungDass die Berliner Spiele als T-Shirt-Motiv kommentarlos verkauft werden, zeigt, wie blind das IOC gegenüber der politischen Bedeutung ist. Man darf davon ausgehen, dass das Shirt sich in rechtsextremen (und auch rechten) Kreisen großer Beliebtheit erfreuen wird. Die Shop-Internetseite wird von einer Londoner Agentur betrieben.Kritik daran äußerte die grüne Sportexpertin Klara Schedlich aus Berlin. "Die Olympischen Spiele 1936 waren ein zentrales Propagandainstrument des NS-Regimes. Ohne kritische Einordnung finde ich diese Motivwahl problematisch und für ein T-Shirt ungeeignet", sagte Schedlich der "B.Z".  Dennoch sollte man an diese Spiele in allen ihren Aspekten erinnern. Schließlich war es der es schwarze Jahrhundertsportler Jesse Owens aus den USA, der die Theorie von der Überlegenheit der weißen Rasse vor den Augen Hitlers in ihrer ganzen Lächerlichkeit vorführte. Owens gewann vier Mal Gold: im Sprint über 100 und 200 Meter, im Weitsprung und mit der Sprintstaffel.

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Sportfunktionär im Interview: Wie gefährlich sind die Plumpsschanzen von Predazzo?

Bei der Einweihung der olympischen Skisprungschanzen kam es im vergangenen Jahr zu fatalen Stürzen. Horst Hüttel, Leiter des deutschen Sprungteams, erklärt, wie sie mit dem Risiko umgehen.

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Running Gag der Sportler: Pannen-Ware bei Olympia? Medaillen fallen einfach auseinander

Olympia gilt als größte Sportbühne der Welt und bedeutet Erfolge für die Ewigkeit. Doch bei den diesjährigen Spielen häufen sich Berichte über defekte Medaillen.Olympia gilt als größte Sportbühne der Welt und bedeutet Erfolge für die Ewigkeit. Doch bei den diesjährigen Spielen häufen sich Berichte über defekte Medaillen.

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Olympische Winterspiele: Eine Olympiasiegerin feiert mit ihrem Sohn – und alle haben eine Meinung dazu

Francesca Lollobrigida holte das erste Olympia-Gold für Italien – doch alle schauten nur noch auf ihren Sohn. Auch ein anderer Knirps zieht die Aufmerksamkeit auf sich.Zumindest vorübergehend schaute ganz Italien auf Francesca Lollobrigida. Die Eisschnellläuferin mit dem berühmten Namen – Großnichte der legendären Schauspielerin Gina Lollobrigida – bescherte den Gastgebern am ersten offiziellen Wettkampftag der Olympischen Winterspiele die erste Goldmedaille. Und das auch noch an ihrem 35. Geburtstag!Die öffentliche Aufmerksamkeit musste sich die Sportlerin dann aber doch teilen. Kurz nach dem Zieleinlauf schloss sie ihren Sohn Tommaso in die Arme, der das Rennen auf der Tribüne mit seinem Vater Matteo Angeletti und anderen Familienmitgliedern verfolgt hatte. Und der zweieinhalb Jahre alte Junge riss kurzerhand die Show an sich.Eingepackt in einen "Italia"-Pulli und mit einem Stofftier in der Hand feierte er mit seiner Mama auf dem Eis – auch, wenn der Kleine wahrscheinlich nicht ganz verstand, was da gerade vor sich ging. Spaß schien er trotzdem zu haben. Zweijähriger stört Interview seiner MutterBeim Interview nach dem Rennen wurde es ihm schnell zu bunt, dass so viele fremde Menschen etwas von seiner Mutter wollten. Während Lollobrigida die Fragen der Reporter aus aller Welt zu beantworten versuchte, kämpfte Tommaso auf ihrem Arm um ihre Aufmerksamkeit, plapperte dazwischen, grabschte seiner Mutter ins Gesicht und versuchte sie mit einer Geste zum Schweigen zu bringen. Schließlich beschäftigte er sich mit dem Stirnband, das er Lollobrigida vom Kopf gezogen hatte.Interview LollobrigidaEin süßer Moment, der schnell im Netz viral ging, dort aber auch zu verschiedenen Meinungen führte. Bald war nicht mehr Lollobrigidas Goldmedaille das Thema, sondern – leider nicht ungewöhnlich – ihre vermeintlichen Fehler als Mutter. "Dieses Kind braucht Grenzen", schrieb eine Person zu dem Video, auch andere behaupteten, die Szene sage viel über die Erziehung aus. "Er ist zu groß, um sich so zu benehmen", erklärte jemand. Und andere fragten sich, wo der Vater des Jungen sei: "Der Vater hätte ihn nehmen und mit ihm ein ernstes Gespräch darüber führen sollen, wie man sich in der Öffentlichkeit benimmt." Jemand schlug hingegen scherzhaft vor, Lollobrigida solle für ihren geduldigen Umgang mit ihrem Sohn sogar eine weitere Goldmedaille bekommen.Was vielen Kommentatoren offenbar nicht einfiel: Der Vater, die Großeltern, Onkel und Tanten waren vor Ort und kümmerten sich um den Jungen. Doch Francesca Lollobrigida wollte offensichtlich ganz bewusst diesen besonderen Moment gemeinsam mit ihrem Sohn erleben. Als Sinnbild für unfair verteilte Care-Arbeit und eine überforderte Mutter taugte die Situation also nicht.Francesca Lollobrigida kämpft sich nach Geburt zu Olympia-Gold"Ich widme diese Medaille meinem Sohn", sagte die Olympiasiegerin in einem dieser Interviews. "Es ist der schönste Tag in meinem Leben, einfach perfekt." Vor vier Jahren in Peking hatte sie schon Silber und Bronze auf der Eisbahn gewonnen, nach der Geburt ihres Sohnes kämpfte sie sich wieder an die Weltspitze. "Ich habe es auch für ihn getan, damit er eines Tages stolz auf mich sein kann – nicht nur, weil ich Olympiasiegerin bin, sondern für alles, was wir gemeinsam erreicht haben", erklärte die Italienerin.Gleichzeitig machte sie keinen Hehl daraus, wie schwer es ist, Leistungssport und Mutterschaft zusammenzubringen: "Wir sind mehr als 250 Tage im Jahr von zu Hause weg, daher muss mein Sohn mit Flügen, Hotelaufenthalten und so weiter zurechtkommen. Das war nicht einfach. Es erfordert Organisation. Es gibt mehr Tiefpunkte als Höhepunkte, aber dann bedeutet diese Medaille für sie umso mehr."Junge mit Besen begeistert Fans beim CurlingEinen weiteren heimlichen, noch etwas jüngeren Star dieser Winterspiele können die Zuschauer beim Curling sehen. River Schwaller ist erst 18 Monate alt und begleitet seine Eltern zu ihren Wettkämpfen. Das Schweizer Ehepaar Briar Schwaller-Hürlimann und Yannick Schwaller bildet auch auf dem Eis ein Team.Während der Spiele passen Rivers Großeltern auf den Jungen auf. Wenn die Eltern wieder Zeit haben, interessiert sich der Anderthalbjährige aber vor allem für deren Sportgerät: "Leider hat er nach dem Spiel keine Lust auf uns, sondern mehr auf den Besen, wenn wir ihn noch in der Hand haben", sagte Yannick Schwaller der "Welt". Bilder und Videos, wie der Kleine mit dem Besen durch die Halle wetzt, lassen im Netz die Herzen schmelzen. Vielleicht zeigt sich da bereits ein ganz besonderes Nachwuchstalent.Quellen: Tancredi Palmeri auf X, "Welt", Eurosport, Nachrichtenagentur DPA

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Alternative Halbzeit-Show: Mehr Klischees gehen nicht

Während Bad Bunny beim Super Bowl ein Feuerwerk zündet, fühlt sich die Gegenveranstaltung des rechtskonservativen Lagers nach einer mühsamen Trotzreaktion an."This is real America" – mit diesem Song, der direkt das gewünschte Motto der Veranstaltung preisgab, eröffnete Country-Rock-Sänger Brantley Gilbert die alternative Halbzeit-Show des Super Bowls. Was dem folgte, hätte amerikanischer nicht sein können. Zumindest wenn wir von dem Amerika sprechen, wie es sich Donald Trump und die MAGA-Bewegung erträumen. In einer 30-minütigen Dauerschleife, untermalt von rot-weiß-blauen Lichteffekten, ging es vor allem um eines: glühenden Patriotismus. Und um ein Traumbild der USA, das realitätsfremder nicht sein könnte. Amerika, so wie Trump es sich erträumtDas Event, das als Gegenbewegung zur ersten spanischsprachigen Halbzeit-Show in der Geschichte des Super Bowls stattfand, zeigte die verbitterten Fronten in einem sich stetig intensivierenden Kulturkampf. Der Headliner der diesjährigen NFL-Veranstaltung, Bad Bunny, hatte bereits vorher Kritik auf sich gezogen: Weil er ausschließlich auf Spanisch singt. Weil er sich politisch klar gegen Trump positioniert. Weil er die lateinamerikanische Kultur kompromisslos feiert. Dass ausgerechnet diesem Künstler die größte Bühne der Welt gehören sollte, ließ die rechtspopulistische Bewegung "Turning Point USA" nicht auf sich sitzen.Bad Bunny performt beim Super Bowl in Santa Clara mit zahlreichen Tänzern inmitten einer Zuckerrohr-Plantage© Matt SlocumDie vom Veranstalter als "all-american" deklarierte Konkurrenzshow fand an der University of North Dakota statt. Als Haupt-Act des Konzerts, das auch zum Gedenken an den ermordeten ultrarechten Aktivisten Charlie Kirk abgehalten wurde, stand Kid Rock auf der Bühne. Daneben eine Reihe von Country-Sängern, deren Texte genau das vermitteln, was man sich unter dem Klischee von "white America" vorstellt: Gott, Landleben, Arbeiterklasse. Doch bevor das Alternativ-Event der offiziellen Halbzeit-Show überhaupt Konkurrenz machen konnte, gab es einen Dämpfer: Der im Vorfeld beworbene Livestream auf X wurde aufgrund von "Lizenzbeschränkungen" abgeblasen. Empfohlen wurde stattdessen der Livestream auf Youtube, den Schätzungen unterschiedlicher Medienberichte zufolge bis zu sechs Millionen Menschen verfolgt haben sollen.Das Event startet mit der NationalhymneWährend Bad Bunny seine Performance auf einer Zuckerrohrplantage begann und in ein Kaleidoskop aus Szenen des puerto-ricanischen Lebens in den USA abtauchte, startete die alternative Halbzeit-Show mit der Nationalhymne der USA, gespielt auf einer elektrischen Gitarre. Eine Szene, die vermutlich an Jimi Hendrix' Version des "Star-Spangled Banner" erinnern soll, die er 1969 beim Woodstock-Festival auf der E-Gitarre vorgetragen hatte. Dass ein schwarzer Musiker die Nationalhymne, die damals als unantastbar galt, verzerrt, experimentell und laut performte, galt damals als Skandal. Dass die "all-american" Halbzeit-Show ausgerechnet damit eröffnete, mutete nach einem fast schon verzweifelten Versuch an, sich dieses "typisch amerikanische" Element gewissermaßen zurückzuholen.Anschließend verkündete Brantley Gilbert: "Das ist das wahre Amerika." Während sich das Levi's Stadium in Kalifornien in ein Spektakel aus Klängen und Farben verwandelte, dominierten bei der Gegenveranstaltung Country-Klänge und ein immer gleiches Bühnenbild aus Pyrotechnik und Stars-and-Stripes-Motiven. Mit dem zweiten Act, Gabby Barrett, folgte immerhin ein kleiner Bruch im Line-up. Als einzige Frau im Programm der alternativen Show performte die Sängerin zwei emotionale, radiotaugliche Popsongs. Das gestriegelte Business-Outfit und das Glitzermikrofon sollten vermutlich einen Hauch von Taylor-Swift-Glamour versprühen, auf den Bad Bunny und Latina-Stars wie Karol G und Cardi B während der offiziellen Halbzeit-Veranstaltung komplett verzichteten. Trotzdem war die Gesamtdarbietung mit all den Tänzern, dem aufwendigen Bühnenbild und den unzähligen kulturellen Referenzen wesentlich spektakulärer.Unterdessen hätte der nicht ganz so patriotische Zuschauer der alternativen Halbzeit-Show langsam müde davon werden können, wie oft darauf verwiesen wurde, dass hier das "echte Amerika" zu sehen sei. Dazu gehörten – erneut – Country-Rock-Klänge, dieses Mal vom Sänger Lee Brice. Dazu gehörte auch seine Hommage an die Arbeiterklasse der USA, beziehungsweise die "Trinkerklasse", wie diese in seinem Song genannt wird. Dazu gehörte auch sein neuer Song "Country Nowadays", der unter anderem die Rechte von Transgender-Personen infrage stellt. Spätestens jetzt – eigentlich aber schon ab der ersten Minute – fühlte sich das Event nach einer einzigen Trotzreaktion des konservativen Lagers an.Für Trump scheint es wichtiger, nach dem Super Bowl gegen Bad Bunny auszuteilenDasselbe zeigte sich noch einmal im abschließenden Auftritt von Kid Rock. Zuerst spielte der Musiker den rockigen Party-Song "Bawitdaba". Anschließend kehrte er unter seinem echten Namen Robert Ritchie auf die Bühne zurück, um eine Akustikversion des Liedes "’Til You Can't" zu singen. Dem Coversong fügte der Musik eine weitere Strophe hinzu, die dazu aufforderte, sich dem Glauben zuzuwenden. Die Show endete, indem Fotos und Videos von Charlie Kirk über die Leinwände flimmerten, wobei noch einmal Glaube, Familie und Patriotismus betont wurden.Der Sänger Kid Rock ist ein großes Fan von Donald Trump. Der US-Präsident fand im Vorfeld lobende Worte für die Alternativ-Veranstaltung© SIPA USA/Sipa USAWährend Bad Bunny seine Performance mit einem eindeutigen Statement schloss – Liebe ist stärker als Hass – vermittelt die Botschaft, die nach der alternativen Halbzeit-Show zurückblieb, eher den Eindruck von Realitätsverweigerung. Sie lautete nicht: "Wir sind das wahre Amerika", sondern viel mehr: "Wir wären gerne das wahre Amerika." Denn die eigentliche Lebenswirklichkeit der USA bildete Bad Bunny im Levi's Stadium in Santa Clara ab: Lateinamerika ist Teil von Amerika und untrennbar mit US-amerikanischer Kultur verbunden. Dass Donald Trump das nicht gefällt, ist klar. Die Super-Bowl-Halbzeit-Show sei "absolut furchtbar, eine der schlimmsten aller Zeiten", wetterte der US-Präsident auf "Truth Social". Das Alternativ-Event, das hingegen ganz seinen Vorstellungen entsprochen haben dürfte, war Trump keine Erwähnung wert.Quellen: San Francisco Chronicle,Yahoo News

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Olympische Winterspiele: Ski-Duo Jocher und Straßer verpasst Medaille deutlich

Simon Jocher präsentiert sich in der alpinen Team-Kombination stärker als zuletzt. Linus Straßer kann den Rückstand im Slalom aber nicht mehr aufholen. Ein Schweizer bejubelt die nächste Goldmedaille.Die deutschen Skirennfahrer Simon Jocher und Linus Straßer haben eine Olympia-Medaille in der Team-Kombination klar verpasst. Dem Duo fehlten bei dem aus Abfahrt und Slalom bestehenden Wettkampf in Bormio 0,7 Sekunden auf die Podestplätze. Es belegte schließlich Rang zehn.Gold ging an den Schweizer Abfahrts-Olympiasieger Franjo von Allmen und den starken Tanguy Nef. Den Silberrang teilten sich zwei zeitgleiche Duos: der Schweizer Superstar Marco Odermatt mit Slalom-Weltmeister Loic Meillard und der Österreicher Vincent Kriechmayr mit Manuel Feller. Die Italiener Giovanni Franzoni und Alex Vinatzer fielen noch von Platz eins auf sieben zurück.Die lange Durststrecke der deutschen Skirennfahrer bei Olympia geht damit weiter: Die bis dato letzte reine Männer-Medaille holte Markus Wasmeier als Doppel-Olympiasieger 1994 in Lillehammer. Vor vier Jahren in Peking aber waren Straßer sowie Alexander Schmid und Julian Rauchfuß immerhin Teil des Parallel-Events, bei dem es für die Mixed-Auswahl Silber gab.Jocher übergibt an Position elf liegendAm Vormittag hatte Jocher in der Abfahrt vorgelegt und dabei - anders als noch im Einzelrennen auf der berüchtigten Stelvio-Piste - überzeugt. "Heute bin ich definitiv zufriedener als nach der Spezialabfahrt", sagte er. Die Strecke habe sich schwieriger und eisiger angefühlt als noch zwei Tage zuvor. "Ich mag, wenn es dir die Ski um die Ohren haut", erzählte der Garmischer.Jocher war 1,33 Sekunden langsamer als der Schnellste, der Italiener Franzoni. Auf einen Podestrang fehlte gut eine Sekunde. Diesen Rückstand also hätte Straßer aufholen müssen, damit es trotzdem zu einer Medaille reicht.Der WM-Dritte im Slalom begann entschlossen und risikofreudig, nach einem Fehler verlor er im flachen Schlussabschnitt dann aber noch viel Zeit. "Das war der leichteste Hang, den ich jemals auf dem Niveau gefahren bin", sagte Straßer. Entsprechend schwierig sei es gewesen, Zeit reinzuholen. Für eine Medaille hätten Jocher und er beide einen "wahnsinnig guten Tag" gebraucht.Deutsches Frauen-Duo als MitfavoritinnenDie Team-Kombination feierte im vergangenen Jahr in Saalbach-Hinterglemm in Österreich ihre WM-Premiere. Bei den Winterspielen in Italien gehört sie nun auch erstmals zum olympischen Programm. Ein Athlet bestreitet die Abfahrt, ein anderer den Slalom. Anschließend werden beide Zeiten addiert.Am Dienstag (10.30/14.00 Uhr/ZDF und Eurosport) sind die Frauen in Cortina d'Ampezzo an der Reihe. Dann gehören Emma Aicher und Kira Weidle-Winkelmann zu den Mitfavoritinnen: Abfahrts-Silbermedaillengewinnerin Aicher wird aber im Slalom antreten und der Teamkollegin den Speed-Teil überlassen.

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US-Ski-Star: Medienbericht spricht von zweiter Operation für Lindsey Vonn

Die Skirennläuferin Lindsey Vonn soll nach ihrem Olympia-Sturz ein zweites Mal operiert worden sein. Ein angekündigtes Klinik-Statement wurde abgesagt.Die Sorge um Lindsey Vonn reißt nicht ab. Wie die US-Nachrichtenagentur "Reuters" am Montag berichtet, musste sich der US-Skistar nach dem schweren Sturz bei der olympischen Abfahrt in Cortina d'Ampezzo angeblich einem zweiten chirurgischen Eingriff unterziehen. Beide Operationen fanden demnach im Ca' Foncello Krankenhaus im rund 125 Kilometer entfernten Treviso statt. Das habe eine Quelle bestätigt, heißt es.Laut "Reuters" führte ein gemeinsames Team aus lokalen Orthopäden und plastischen Chirurgen die Eingriffe durch. Vonns persönlicher Arzt war zwar anwesend, assistierte jedoch lediglich – die italienischen Chirurgen leiteten die Operationen. Ziel beider Eingriffe sei es gewesen, den Zustand der Athletin zu stabilisieren und Komplikationen durch Schwellungen und Durchblutungsprobleme zu verhindern.Statement zu Lindsey Vonns Zustand kurzfristig abgesagtFür zusätzliche Unruhe sorgte am Montag, dass das Krankenhaus ein für 12 Uhr angekündigtes offizielles Statement zu Vonns Gesundheitszustand kurzfristig absagte. Auf Mediennachfragen wollte sich die Klinik zu den neuen Berichten über die zweite Operation nicht äußern. Auch das United States Olympic and Paralympic Committee reagierte laut "Reuters" nicht auf eine Anfrage zur Behandlung der Sportlerin.Am Sonntag hatte es zunächst nur geheißen, die 41-jährige Vonn sei am linken Bein operiert worden, ohne dass Details zu einem weiteren Eingriff bekannt wurden. Die Fraktur im linken Bein war nach dem Sturz in der Klinik Codivilla-Putti in Cortina d'Ampezzo diagnostiziert worden, bevor Vonn per Hubschrauber nach Treviso verlegt wurde. Das US-Skiteam hatte das Krankenhaus in Treviso bewusst einem nähergelegenen in Belluno vorgezogen – unter anderem, weil Treviso auch über eine neurochirurgische Abteilung verfügt."Es bricht mir das Herz", sagte Vonns Vater der "Sportschau" kurz nach dem dramatischen Sturz. Seine Tochter sei "so eine Kriegerin, sie ist so eine starke Kämpferin. Sie hat alles gegeben, was sie hatte. Unglücklicherweise war es nicht ihr Tag. Das ist herzzerreißend." Auch ihr Trainer Aksel Lund Svindal meldete sich unterdessen via Instagram zu Wort: "Lindsey. Du bist unglaublich mutig. Du inspirierst die Menschen, die deine Reise verfolgen, und uns, die wir jeden Tag eng mit dir zusammenarbeiten. Gestern war ein harter Tag auf dem Berg. Für alle, aber vor allem für dich."

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Olympische Winterspiele: Drama und Diskussionen: Vonns Sturz bewegt die Sportwelt

Die sportliche Tragödie um Skirennfahrerin Lindsey Vonn ist eines der beherrschenden Themen der Winterspiele. Auch die Verbände äußern sich - und weisen Kritik am Start der Amerikanerin zurück.Lindsey Vonns Traum endete in einer Tragödie - und die Sportwelt leidet mit. Der heftige Sturz, bei dem sich die Amerikanerin in der Olympia-Abfahrt von Cortina d'Ampezzo schwer verletzt hat, ist weiter eines der beherrschenden Themen der Winterspiele in Italien. Das Drama löst Mitgefühl aus, mitunter aber auch Diskussionen. Hätte der Start der 41 Jahre alten Ausnahme-Skirennfahrerin, die bereits mit einer schweren Vorverletzung ins Rennen ging, verhindert werden müssen?Verbände weisen Kritik an Start zurückVonn hatte gut eine Woche vor der Olympia-Abfahrt nach eigenen Angaben einen Kreuzbandriss im linken Knie erlitten. "Ich glaube fest daran, dass so etwas von jedem einzelnen Athleten selbst entschieden werden muss", sagte Ski-Weltverbands-Präsident Johan Eliasch angesprochen darauf, dass Vonn am Sonntag verletzt auf die Strecke gegangen war. Sie kenne ihren Körper sicher besser als jeder andere, meinte Eliasch. Die einstige Speed-Queen habe auch einfach "unglaublich viel Pech" gehabt.Ähnlich äußerte sich das Internationale Olympische Komitee (IOC). "Es ist nicht an uns, da Ja oder Nein zu sagen, das liegt allein bei ihr", sagte Sportdirektor Pierre Ducrey am Tag nach dem Drama auf der Piste Olimpia delle Tofane. Mit dem Einsatz der Rettungskräfte sei das IOC "sehr zufrieden" gewesen.Berichte über Operation am linken BeinAm Sonntag hatte die Ski-Welt gebannt nach Cortina geschaut, seit dem schweren Sturz richten sich die Blicke nach Treviso. Dort war Vonn nach ihrem Unfall ins Krankenhaus gebracht worden. Nähere Informationen zu ihrem Zustand drangen zunächst aber nur scheibchenweise an die Öffentlichkeit."Anscheinend soll es ein Bruch im Unterschenkel sein", hatte der Speed-Trainer des US-Teams, Alex Hödlmoser, dem Sender SRF in einem ersten Statement gesagt. Die italienischen Nachrichtenagenturen Ansa und Adnkronos meldeten etwas später unter Berufung auf das Krankenhaus, dass Vonn dort am linken Bein operiert worden sei. Es ist das bittere Ende eines bemerkenswerten Comebacks. Und Gesprächsstoff weit über Italien hinaus.CNN: "Schockierende Wendung des Comebacks""Dieses Ende wünscht Lindsey Vonn niemand", schrieb der Schweizer "Blick" und schaute unter dem Titel "Vonns Leben zwischen Himmel und Hölle" auf die glorreiche Laufbahn der einstigen Alpin-Dominatorin zurück. Ein "Albtraumtag" sei das für Vonn gewesen, schrieb die italienische Zeitung "Gazzetta dello Sport". Von einem "herzzerreißenden Umschwung" und einer "schockierenden Wendung des Comebacks" berichtete CNN. Vonns Sturz habe die Zuschauer an der Strecke "erschaudern" lassen, schilderte "Corriere dello Sport".Zu diesen Zuschauern gehörte auch Vonns Vater Alan Kildow. "Es bricht mir das Herz", sagte er der ARD. Seine Tochter sei "eine Kriegerin, eine Kämpferin". Er glaube fest daran, dass sie auch aus dieser Situation gestärkt hervorgehen werde, meinte Kildow. Sie sei ein "fantastischer Champion". Ihr Herz schmerze für Vonn, sagte Teamkollegin und Goldmedaillengewinnerin Breezy Johnson.Fahrfehler führt zu verhängnisvollem SturzVonn wollte zum Abschluss ihrer Karriere bei den Winterspielen in Italien unbedingt noch mal eine Medaille holen, ihre viel beachtete Rückkehr krönen - und es auch ihren Kritikern noch mal richtig zeigen. Doch schon nach rund 13 Sekunden war sie nach einem Fahrfehler, der nichts mit dem Knie zu tun hatte, zu Fall gekommen. Die viermalige Gesamtweltcupsiegerin war heftig auf die Piste aufgeschlagen, lange behandelt und schließlich per Hubschrauber geborgen worden.Statt des erhofften Happy Ends erlebte die Olympiasiegerin von 2010 in Cortina d'Ampezzo, wo sie so oft gewonnen hat wie niemand sonst im Weltcup, eine sportliche Tragödie. Und schockierte damit die Sportwelt.

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Olympia 2026: Französisches Biathlon-Team kämpft mit seiner Skandal-Vergangenheit

Frankreichs Biathlon-Mixed-Staffel hat bei den Olympischen Spielen Gold gewonnen – doch die Stimmung in der Mannschaft dürfte weiter angespannt sein. Grund ist ein Diebstahl. Julia Simon zeigte als Schlussläuferin des französischen Mixed-Teams in Antholz eine überirdische Leitung. Kein Fehlschuss, läuferisch stark. Die Gesamtweltcupsiegerin von 2023 war nicht mehr zu schlagen. Sie lief als Erste über die Ziellinie und sicherte der Mannschaft die Goldmedaille im ersten Biathlon-Wettbewerb der Olympischen Winterspiele vor den Italienern und den Deutschen.Für die Franzosen und Julia Simon war es ein besonderer Triumph – und das liegt an Simon, die zuletzt für einen handfesten Skandal gesorgt hatte. Die 29-Jährige hatte gestanden, die Kreditkarte ihrer Teamkollegin Justine Braisaz-Bouchet und einer Physiotherapeutin geklaut und für rund 2400 Euro eingekauft zu haben. Zudem soll sie kleinere Geldbeträge entwendet haben. Die Taten sollen sich ab 2021 ereignet haben.Olympia 2026: Julia Simon hat schweren Stand im TeamNach den ersten Anschuldigungen bestritt sie die Vorwürfe, später knickte sie ein und gestand alles. Die Stimmung im Team war zuletzt nach Aussagen der Athletinnen im Keller, Simon wurde geschnitten. "Wir sind Wettkämpfer, es ist niemand freundlich zu mir", sagte Simon im Dezember. Weitere Dissonanzen verstärkten den Zoff in der Mannschaft. Das Opfer Braisaz-Bouchet wurde in den sozialen Medien verbal angegriffen, so dass sie sämtliche Kanäle abschaltete. Sie hatte die Affäre öffentlich gemacht. Besonders pikant ist, dass Simon ausgerechnet Braisaz-Bouchet aus dem Team verdrängte.Simon wurde im vergangenen November vom französischen Verband für ein halbes Jahr gesperrt, fünf Monate davon auf Bewährung. Damit war der Weg zu den Olympischen Spielen für die Spitzenathletin frei. Ein Gericht verurteilte sie zu drei Monaten Haft auf Bewährung und einer Geldstrafe von 15.000 Euro. Simon entschuldigte sich öffentlich."Ich habe sehr viele Emotionen", sagte die 29-Jährige nach dem Gold-Coup. "Ich fühle mich großartig, denn ich bin wieder stark genug, um eine olympische Staffel ins Ziel zu bringen."Quellen: DPA, "Süddeutsche Zeitung", "Eurosport", "Spiegel"

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Olympia 2026: Die besten Bilder der Winterspiele in Mailand und Cortina

Athleten aus mehr als 90 Ländern kämpfen bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo um Medaillen. Die spektakulärsten Szenen der Spiele sehen Sie hier.Von Abfahrt bis Zweierbob: Mehr als zwei Wochen lang wird in Mailand und Cortina d'Ampezzo der Wintersport gefeiert. Es sind die ersten Olympischen Spiele, bei denen zwei Städte als offizielle Gastgeber fungieren. Insgesamt gibt es sechs Orte, an denen Wettkämpfe stattfinden.Olympia: 116 Wettkämpfe in 16 DisziplinenBei den Winterspielen 2026 treten Athletinnen und Athleten aus 93 Ländern an. Die Sportlerinnen und Sportler produzieren spektakuläre Bilder – eine Auswahl davon sehen Sie in unserer Fotostrecke.Insgesamt stehen 116 Wettkämpfe in 16 verschiedenen Disziplinen an, bei denen die Protagonisten um Gold, Silber und Bronze kämpfen.

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Olympisches Eishockeyturnier: Die NHL bestimmt: Superstars starten mit Jetlag bei Olympia

In Mailand startet am Mittwoch das wohl beste Eishockeyturnier jemals. Die NHL-Superstars freuen sich wie kleine Kinder auf ihre Olympia-Premiere. Zeit zur Eingewöhnung ist ihnen aber nicht vergönnt.Spieler, Fans und IOC fiebern dem wohl besten Eishockey-Turnier der Geschichte entgegen, aber viel Zeit bleibt den Stars nicht. Erst am Sonntagmittag trafen die meisten Superstars aus der nordamerikanischen Profiliga NHL, die bei den Olympischen Winterspielen für die größte Attraktion sorgen sollen, in Mailand ein - zwei Tage nach der offiziellen Eröffnungsfeier. "Die Rückkehr der NHL-Spieler ist ein großer Schritt für uns, wir haben das schon lange angestrebt", sagte IOC-Sportdirektor Pierre Ducrey - da waren die NHL-Millionäre bis auf drei Ausnahmen noch gar nicht gelandet. Die Fahnenträger Leon Draisaitl (Deutschland), Nino Niederreiter (Schweiz) und David Pastrnak (Tschechien) waren notgedrungen schon vorher eingeflogen worden. Die übrigen Olympioniken aus der besten Liga der Welt setzte die NHL am Samstag in New York zusammen in die Flugzeuge. Addiert man die Vertragssummen der Spieler, saß rund eine Milliarde US-Dollar in den fünf gecharterten Flugzeugen. "Das ist wirklich verrückt, aber jetzt sind wir hier", sagte US-Kapitän Auston Matthews nach der Ankunft in Mailand. Der 28 Jahre alte Weltklasse-Stürmer der Toronto Maple Leafs ist einer von etlichen NHL-Superstars um Draisaitl (30), Connor McDavid (29) oder Nathan MacKinnon (30), die bislang niemals die Chance hatten, an Olympischen Winterspielen teilzunehmen.NHL-Teambesitzer geben die Richtung im Welt-Eishockey vorDie NHL - in dem Fall rund 30 Milliardäre, denen die Teams gehören - hatten sich 2018 (Pyeongchang) und 2022 (Peking) geweigert, die Saison für den in ihren Augen uninteressant erscheinenden asiatischen Markt zu unterbrechen. Keine Spiele bedeuten eben auch keine Einnahmen.Ein einzelnes NHL-Team generiert ein Vielfaches des jährlichen Umsatzes des Weltverbandes IIHF, der darauf angewiesen ist, jedes Jahr eine Weltmeisterschaft auszurichten - während der NHL-Playoffs. Anders als im Fußball ist der Weltverband in Verhandlungen mit der dominierenden NHL somit allzu oft machtlos.Spieler machen DruckDas führte zu der absurden Situation, dass es im Eishockey über ein Jahrzehnt lang kein Länderturnier gab, an dem die weltweit besten Spieler allesamt teilnehmen konnten. Dass sich das wieder geändert hat, liegt an den Spielern selbst. Deren Druck über die Gewerkschaft NHLPA war am Ende zu groß.Dass die besten Spieler der Welt mit Ausnahme der russischen - wegen des Angriffskrieges Russlands auf die Ukraine - nun wieder auf olympischem Eis stehen, hat neben kollektiver Begeisterung zu einigen Superlativen geführt. "Ich würde schon sagen, dass es das beste Eishockeyturnier jemals wird", sagte Bundestrainer Harold Kreis stellvertretend für etliche Experten. Und das, obwohl zwischen 1998 und 2014 die NHL bereits für Olympia pausiert hatte. Nur hat sich das Spiel in vielfacher Hinsicht in der vergangenen Dekade noch einmal enorm entwickelt.Hartgesonnene NHL-Stars mit kindlicher Begeisterung dabeiNicht nur für Draisaitl, derzeit der bestbezahlte Eishockeyspieler der Welt mit 14 Millionen US-Dollar pro Jahr, geht nun ein Traum in Erfüllung. "Das war vielleicht der bislang schönste Moment in meinem Leben", sagte Draisaitl nach seiner "Once-in-a-lifetime"-Erfahrung als deutscher Fahnenträger. "Als kleiner Junge ist das dein größter Traum: Einmal bei Olympischen Spielen auflaufen zu können", sagte der Schweizer Fahnenträger Niederreiter.Beide haben den anderen Stars gegenüber nun einen Vorteil. Sie sind genau wie der tschechische Torjäger Pastrnak schon seit Freitag in Mailand und haben mehr Zeit, sich einzugewöhnen und den Jetlag zu überwinden. Denn in der NHL wurde noch bis Donnerstag gespielt. Allzu lange wollten die Teambesitzer eben nicht auf Einnahmen verzichten, daher schickten sie ihre Spieler ohne Eingewöhnungszeit erst kurz vor dem Turnierstart nach Mailand.Deutschland startet am Donnerstag ins TurnierSchon am Mittwoch müssen die Mitfavoriten Schweden (gegen Italien) und Finnland (gegen die Slowakei) ran. Ebenso wie die USA und Kanada trafen auch deren Olympiateilnehmer erstmals in New York im Flugzeug als Team aufeinander. Was die Teamfindung angeht, hat Deutschland mit "nur" neun Profis aus Nordamerika so gesehen einen Vorteil. Für Draisaitl und Co. geht es am Donnerstag (21.10 Uhr/ZDF und Eurosport) gegen Dänemark los.

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