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Wir haben für Sie eine Vorauswahl an redaktionellen Inhalten zusammengestellt, die von Mediengesellschaften, Verlagen, Börsendiensten und Finanzblogs bereit gestellt werden. Hier können Sie sich einen schnellen Überblick über die Themen verschaffen, die im Augenblick von öffentlichen Interesse sind.
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Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und den Finanzmärkten
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Aktuelle Nachrichten

Olympische Winterspiele: Keine Superstar-Allüren: Draisaitl sieht gute Olympia-Chance

Erstmals seit sieben Jahren spielt Leon Draisaitl wieder für Deutschland. Bei seiner Olympia-Premiere erlebt er schnell ganz besondere Momente und sieht im starken DEB-Kader eine große Chance.Superstar wider Willen: Leon Draisaitl will keine Sonderrolle im deutschen Eishockeyteam bei den Olympischen Winterspielen und ist froh über prominente Unterstützung aus der nordamerikanischen Profiliga NHL. Anders als bei den Weltmeisterschaften, an denen er zuletzt für Deutschland teilnahm, wird in Mailand der Fokus nicht nur auf ihm liegen, weil in Stürmer Tim Stützle (Ottawa Senators), Verteidiger Moritz Seider (Detroit Red Wings) und Torhüter Philipp Grubauer (Seattle Kraken) auch weitere deutsche Weltklassespieler dabei sind.  "Mir wird das sicher guttun", sagte der 30 Jahre alte Stürmer der Edmonton Oilers, auf den in der Vergangenheit im Nationalteam oft alleine geschaut worden war. Einen Tag nach der Eröffnungsfeier im San-Siro-Stadion, bei der er das deutsche Team als Fahnenträger anführte, richtete der NHL-Ausnahmeprofi ein Appell an Mannschaft und Öffentlichkeit. "Es ist ganz wichtig, dass Deutschland und die Mannschaft verstehen, dass es um das Team geht und nicht um Einzelne", sagte Draisaitl. Erst wenige Stunden vor der Eröffnungsfeier war er aus Kanada eingeflogen worden. Die übrigen acht deutschen Profis aus Nordamerika werden erst am Sonntag in Mailand erwartet. Auch hinsichtlich des Jetlags ist Draisaitl froh, bereits zwei Tage früher angekommen zu sein. "Der ist auf jeden Fall am Start. Ich bin erst spät eingeschlafen und schon seit fünf Uhr wieder wach", sagte der Kölner. Nationalverteidiger Moritz Müller hatte Draisaitl am Tag zuvor als "derzeit größten deutschen Sportler" bezeichnet.Spezielle Olympia-Momente für Jetlag-geplagten NHL-StarDraisaitl war am Samstag beeindruckt von einem Treffen mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im olympischen Dorf: "Das war eine sehr große Ehre, ihn kennengelernt zu haben."Am frühen Samstagabend sollte Draisaitl, der erstmals seit der WM 2019 wieder für die Nationalmannschaft spielt, mit der Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes zum ersten Mal in Mailand trainieren. Am Donnerstag (21.10 Uhr/ZDF und Eurosport) steht das erste Gruppenspiel gegen Dänemark an."Hier ist keine Mannschaft dabei, über die man mal so drüber fliegt", warnte Draisaitl trotz der mutmaßlich besten deutschen Eishockeymannschaft, die jemals zusammen gespielt hat. Erstmals seit 2014 in Sotschi hat die NHL wieder ihre Spieler freigegeben. Die Teams aus Kanada, den USA und Schweden bestehen ausschließlich aus Spielern der besten Liga der Welt. "Wir freuen uns darauf, der Welt zu zeigen, wie gut wir Eishockey spielen können", sagte Draisaitl. "Wir müssen aber alle unsere Rollen akzeptieren. Dann ist da sehr viel drin." Seine Rolle sieht er darin, "der Mannschaft Spiele zu gewinnen."

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Hightech-Ski: Entwickler verrät: Diese Ski tragen Abfahrer wie Marco Odermatt an den Füßen

Bei der Abfahrt müssen sich die Fahrer auf ihre Ski verlassen können. Ein Entwickler verrät, worauf es ankommt – und wie gut Normalfahrer auf diesen rasanten Brettern zurechtkämen.Die Olympischen Winterspiele beginnen auch dieses Mal direkt mit einem Höhepunkt. Am Samstag, den 7.2., geht es mit der Herrenabfahrt in Bormio los, auf der Stelvio, einer Piste, die als eine der gefährlichsten der Welt gilt. Favorit auf Gold ist der Schweizer Marco Odermatt. Der Mann, der für ihn die Ski baut, heißt Mathieu Fauve, 51, und ist Chefentwickler der Marke Stöckli. Wie muss ein Ski gebaut sein, der einen Rennfahrer mit Tempo 150 über spiegelglattes Eis mit bis zu 63 Prozent Gefälle trägt?Der Bau eines Hightech-Ski "Die Abfahrtski der Männer messen etwa 2,20 Meter. Bretter in dieser Länge sind laufruhig bei Tempo 150, gerade auf unebener Piste. Da hat man viel Vibration, und wir versuchen, sie möglichst gut zu dämpfen, damit der Fahrer die richtige Linie finden kann. Durch Vibration kann der Ski die Richtung verlieren. Dann gehen hundertstel oder gar zehntel Sekunden verloren. Manchmal bringt ein Zentimeter mehr Laufruhe und damit eine bessere Zeit.  Ein Fahrer hat sich im Kopf eine Ideallinie eingeprägt. Sollte er durch Unebenheiten diese Linie verpassen, verliert er das Rennen. Als Zuschauer erkennen Sie das daran, dass er plötzlich zur Seite rutscht, dann stäubt etwas Schnee auf. Da lässt er Zeit liegen. Also tun wir alles dafür, dass er die Linie halten kann.  Der Ski, den ein Abfahrer wie Marco Odermatt an den Füßen hat, besitzt einen Radius von etwa 50 Metern. Im Vergleich: Der Ski, den man auf normalen Hängen fährt, hat im Schnitt einen Radius von 15 Metern. Wenn Sie als geübter Skifahrer damit unterwegs sind, macht das Spaß auf einer breiten, präparierten und menschenleeren Piste, auf der Sie das Tempo ausfahren können. Wenn Sie den nötigen Platz haben, ist es spannend, das mal zu versuchen. Sie fahren halt sehr lange Kurven damit. Und müssen arbeiten.Der Ski, den Sie im Laden kaufen können, hat etwa noch 60 bis 70 Prozent der Eigenschaften eines Skis, der nur bei Topathleten eingesetzt wird. Einige dieser Eigenschaften, etwa bestimmte Technologien, verbauen wir ein paar Jahre später in den Serienskis."Woraus genau ein Ski dieser Klasse zusammengebaut ist, behält Fauve lieber für sich – Betriebsgeheimnis. Jeder Ausrüster scheint seine eigene Formel zu besitzen. In einem Hightech-Ski stecken immer noch bis zu 90 Prozent Holz, meistens Pappel, Buche oder Esche. 

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Winterspiele in Italien: Olympia-Spektakel XL

Am Anfang wurde auf die Tube gedrückt. Am Ende überzogen die Feierlichkeiten zur Eröffnung von Milano Cortina 2026 um fast eine Stunde. Dafür war so einiges zu sehen – und zu hören.

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Winterspiele in Italien: "Ein Spektakel": Internationale Medien zur Eröffnungsfeier

Mariah Carey sorgt für Glamour, US-Vizepräsident Vance wird ausgebuht. Wie die Eröffnungsfeier der Winterspiele international bewertet wird.Mit einer bunten Eröffnungsfeier in Überlänge haben die Olympischen Winterspiele von Mailand und Cortina d'Ampezzo begonnen. So sehen internationale Medien das Spektakel:Italien"Tuttosport": "Mailand-Cortina – ein Spektakel, von der Choreographie bis zum doppelten Feuerkelch: Italien zeigt sich von seiner besten Seite!""La Repubblica": "Die Herausforderung der Olympiade: Italien nach der Parade von Mailand, Cortina und anderen Orten auf dem Prüfstand. Pfiffe für Vance und Israel, Ovationen für Mattarella""Corriere della Sera": "Eine prächtige Eröffnungsfeier mit zwei olympischen Feuern und vier Pisten, wie bei den großen Shows von einst. Die Olympischen Spiele 2024 in Paris hatten den großen Mut, die gesamte Lichterstadt einschließlich der Seine als unvergleichliche Kulisse zu wählen. Auch hier gab es keine Angst davor, Großstädte und Alpengebiete, Sport und Geschichte, Pop und Tradition miteinander zu verbinden.""Gazetta dello Sport": "Eine grandiose Hommage an die Kunst, Kultur und Harmonie, die Italien der Welt geschenkt hat. Ein Lichtermeer und Ausdruck von Stolz, gekrönt von der genialen Idee, Präsident Sergio Mattarella in einer typischen Mailänder Straßenbahn, gesteuert vom ehemaligen Motorradweltmeister Valentino Rossi, im San Siro vorfahren zu lassen. Ein außergewöhnliches Spektakel zum Auftakt der Olympischen Spiele Mailand-Cortina."Großbritannien"The Sun": "Mamma-Riah. Es war eine sehr schöne Zeremonie, wenn auch etwas zu lang. Aber sie war größtenteils gute Unterhaltung.""Daily Telegraph": "Wackelköpfe und Andrea Bocelli stehlen die Show bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele""The Times": "JD Vance wird ausgebuht, die Spiele starten feurig. Im Mittelpunkt standen Glanz und Glamour im San Siro mit Auftritten von Mariah Carey und Andrea Bocelli – doch die politischen Auseinandersetzungen ließen sich nicht ausblenden, auch das israelische Team wurde ausgebuht."BBC: "Trotz anfänglicher Bedenken hinsichtlich der Logistik einer Feier an mehreren Orten war es eine beeindruckende Produktion, die reibungslos verlief."Österreich"Kronen Zeitung": "Mega-Show! Die Olympischen Spiele sind eröffnet. Die Eröffnungsfeier in der 100 Jahre alten Fußball-Arena begann mit einem Tribut an die Schönheit und die Kunst Italiens.""Kurier": "Eröffnung der Olympischen Winterspiele: Eine Show als Tribut an Italien und mit vielen Superstars.""oe24": "Spektakel in Mailand: 25. Olympische Winterspiele offiziell eröffnet. Das erste Highlight der Show war Mariah Carey, die im besten Italienisch den Klassiker "Volare Nel blu, dipinto di blu" zum Besten gab.""Der Standard": "Die XXV. Olympischen Winterspiele in Mailand/Cortina sind eröffnet. Es war ein Spektakel zwischen Musik, Tanz und großen Gesten."Schweiz"Blick": "Star-Aufmarsch bei Eröffnungsfeier – und viel Applaus für die Schweiz. Ein Norovirus-Fall bei der Eishockey-Nati, ein grosser Auftritt von Star-Sängerin Mariah Carey und viel Applaus für die Schweizer Delegation.""Tages-Anzeiger": "Die Schweizer Delegation allerdings war dezimiert. Wegen eines positiven Norovirus-Tests musste das Eishockey-Nationalteam zu Hause bleiben. Die betroffene Athletin sei allerdings isoliert gewesen vom Team, das am Nachmittag im Penaltyschiessen noch Tschechien bezwang. Ansonsten blieben grosse Zwischenfälle aus, allerdings spielten geopolitische Ereignisse eine Rolle: Es gab grossen Applaus für die Ukraine, hingegen Buhrufe für Israel und den amerikanischen Vizepräsidenten J. D. Vance, der im San Siro zugegen war und beim Einlauf der US-Delegation eingeblendet wurde.""20 Minuten": "Olympia hat begonnen: Trump-Vize wird im Stadion ausgebuht."Niederlande"Allgemeen Dagblad": "Die Eröffnungsfeier war farbenfroh und musikalisch. Im Mailänder San-Siro-Stadion begann der Abend mit Tanz und Theater, darunter eine Hommage an die italienische Geschichte. Unter anderem traten Mariah Carey und Laura Pausini auf, die während des Hissens der italienischen Flagge die italienische Nationalhymne sang.""De Telegraaf": "Die niederländische Nationalmannschaft begrüßt TeamNL bei der Eröffnung der Olympischen Spiele mit Begeisterung, während der amerikanische Vizepräsident Vance in San Siro ausgebuht wird. Im voll besetzten San-Siro-Stadion in Mailand erschien Diva Mariah Carey in einem eleganten weißen Kleid und passender, flatternder Federboa. Der amerikanische Superstar sollte der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele einen Höhepunkt verleihen, doch laut vieler Zuschauer war es ein Fiasko.""De Volkskrant": "Das Mailänder San-Siro-Stadion war am Freitagabend zwar nicht komplett ausverkauft, doch mit 67.000 Zuschauern auf über 70.000 Plätzen zog die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele dennoch zahlreiche Besucher an. Unter den wachsamen Augen zahlreicher Würdenträger, darunter US-Vizepräsident JD Vance und König Willem-Alexander, wurden die Spiele mit einem Abend voller Tanz, Musik und Feuerwerk eröffnet."Norwegen"Aftenposten": "Als das Publikum erkannte, wer es war, brach Jubel aus. Der amerikanische Popstar Mariah Carey sang sich in die Herzen des San Siro, jenes gewaltigen Fußballstadions, dessen Tribünen steil in den Boden abfallen. Für die Amerikaner auf den VIP-Rängen sah es deutlich schlimmer aus. Diesmal wurde das olympische Chaos nicht von autokratischen Präsidenten aus Russland und China oder Scheichs von der Arabischen Halbinsel verursacht. Es war US-Vizepräsident J.D. Vance, der vor der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele für Schlagzeilen und Empörung sorgte."

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Winterspiele in Italien: Skistars Tomba, Compagnoni und Goggia entzünden Feuer

Es war ein Novum: Erstmals wurden bei Olympischen Spielen zwei Feuer an verschiedenen Orten entzündet. Die traditionelle Aufgabe übernahmen unter dem Jubel des Publikums auch zwei Ski-Ikonen Italiens.Die italienischen Skilegenden Deborah Compagnoni und Alberto Tomba sowie Abfahrtsolympiasiegerin Sofia Goggia haben die zwei olympischen Feuer der Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo entzündet. Am Ende der Eröffnungsfeier übernahmen die jeweils dreifachen Olympiasieger Compagnoni und Tomba die ehrenvolle Aufgabe in Mailand. In Cortina entfachte Goggia, die bei diesen Spielen wieder zu den Goldkandidatinnen zählt, das Feuer.Zuvor hatte sie die Fackel von Sapporo-Olympiasieger Gustav Thöni erhalten. Die vier Wintersportler waren zuvor auch als Kandidaten gehandelt worden.Erstmals zwei Feuer an zwei StandortenDass es zwei Feuer gibt - eines am Arco della Pace (Friedensbogen) in der Innenstadt von Mailand und eines auf der Piazza Dibona in Cortina -, ist ein Novum.Das Feuer, das schon vergangenes Jahr in Griechenland entfacht wurde, ist nach einem viele Tausend Kilometer langen Fackellauf seit Donnerstagabend in Mailand. Am Tag der Eröffnung trug unter anderem der frühere Fußballstar Zlatan Ibrahimovic die Fackel durch Mailand. Vor der Entzündung der zwei Feuer hatte Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella das sportliche Mega-Ereignis bei der Auftakt-Zeremonie im Mailänder Fußballstadion San Siro für eröffnet erklärt.

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Olympische Winterspiele: Die besten Bilder der Eröffnungsfeier

Der Olympia-Auftakt: Italien feiert sich und den Sport – mit einer Eröffnungsfeier, die anders abläuft als sonst. Sehen Sie hier die Party in Mailand in Bildern.Die Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in in Mailand und Cortina d'Ampezzo hat gleich für ein Novum in der olympischen Geschichte gesorgt. Erstmals finden die Spiele in zwei Städten statt – und auch die Eröffnungsfeier wurde dementsprechend dezentral ausgerichtet.Zentraler Ort des Geschehens war der Mailänder Fußball-Tempel San Siro, in dem sonst die Klubs Inter und AC Milan ihre Heimspiele austragen. Doch auch in Cortina d'Ampezzo sowie den Orten Predazzo und Livigno, wo ebenfalls Wettkämpfe stattfinden, wurden Teile der Feier ausgerichtet.Olympia in zwei Städten – mit zwei FeuernJede Menge Prominenz beehrte die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele: Unter anderem traten Andrea Bocelli, Mariah Carey und der Star-Pianist Lang Lang auf. Auf der Tribüne hatten sich mehr als 50 Staats- und Regierungschefs eingefunden, darunter auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.Die Eröffnungsfeier stand unter dem Motto "Armonia", italienisch für Harmonie – und war als Feier der italienischen Kultur, des Sports und des Miteinanders angelegt. Insgesamt 1200 Freiwillige traten auf, mehr als 500 Musiker waren beteiligt, die Performance brauchte mehr als 700 Übungsstunden. Und natürlich wurde auch den Sportlern aus den 92 Teilnehmernationen eine wichtige Rolle zuteil. Wie gewohnt zogen die Nationen einzeln ein – allerdings nicht wie gewohnt in das gleiche Stadion. Die deutsche Fahne trugen der Eishockey-Star Leon Draisaitl und Skispringerin Katharina Schmid.In der Fotostrecke sehen Sie die wichtigsten und kuriosesten Momente der Feier. Höhepunkt war traditionell die Entzündung des Olympischen Feuers. Und auch hier gilt: Es gibt zwei Feuer – eines auf dem Arco della Pace in Mailand und eines auf der Piazza Dibona in Cortina. Wer sie entzündet, blieb bis zum Ende ein großes Geheimnis. Am Ende wurde diese Ehre den Ski-Legenden Alberto Tomba und Deborah Compagnoni in Mailand sowie der aktiven Skirennläuferin Sofia Goggia in Cortina zuteil.

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Olympia-News: Das Olympische Feuer brennt – zum ersten Mal doppelt

Die Olympischen Winterspiele finden diesmal in Mailand und Cortina statt – mit zahlreichen deutschen Medaillenhoffnungen. Alles Wichtige rund um die Spiele im stern-Newsblog.Historische Premiere: In diesem Jahr finden die Olympischen Winterspiele vom 6. bis 22. Februar zum ersten Mal an zwei Orten statt, nämlich in der norditalienischen Stadt Mailand und im Skiort Cortina, ebenfalls im Norden des Landes. Damit sind es die ersten dezentralen Spiele der Geschichte. Sie erstrecken sich über eine Gesamtfläche von etwa 22.000 Quadratkilometern.Olympia 2026: Fast 3000 Sportlerinnen und Sportler dabeiInsgesamt nehmen rund 2900 Sportlerinnen und Sportler aus 90 Nationen teil. Davon sind 47 Prozent Sportlerinnen, wodurch die Quote aus den letzten Spielen in Peking noch einmal um zwei Prozentpunkte steigt. Mit 116 Entscheidungen gibt es so viele wie noch nie. 50 davon werden reine Frauen-Wettbewerbe sein, was auch ein neuer Höchstwert ist.Alle großen Emotionen, alle wichtigen Entscheidungen, alle deutschen Medaillen – hier im stern-Newsblog:

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Marco Odermatt: "Sobald ich einen Rennanzug anziehe, werde ich zur Bestie"

Marco Odermatt, der schnellste Skifahrer der Welt, will die olympische Königsdisziplin gewinnen: das Abfahrtsrennen.Verliert ein Sportler in einem großen Duell, so können seine Tränen ihn als Mensch wachsen lassen, denken wir an den Fußballer Bastian Schweinsteiger, der 2012 nach dem Münchner Finale dahoam sein Gesicht tief im Trikot vergrub.Die Tränen, die der Skifahrer Marco Odermatt am 17. Januar in Kitzbühel vergoss, weckten eher kein Mitgefühl: Auf dem Podest stand er auf Platz zwei, nachdem er auf der Streif nur sieben hundertstel Sekunden langsamer gewesen war als der Erstplatzierte Giovanni Franzoni. Da wirkte der 28-Jährige wie ein Kind, das nicht bei Monopoly verlieren kann. Tags drauf entschuldigte er sich via Instagram für seinen emotionalen Ausbruch: "Ehrlicherweise fühle ich mich ein bisschen schlecht wegen gestern …" Sieben Hundertstel war er davon entfernt, sich seinen Traum zu erfüllen, einmal in Kitzbühel zu gewinnen.Die Tränen waren ein Zeichen dafür, wie wichtig ihm dieses Ziel war.Marco Odermatt gilt als bester Skirennfahrer unserer ZeitOdermatt gilt als der beste Skirennläufer unserer Zeit, Kollegen vergleichen ihn mit den einstigen Superstars Marcel Hirscher und Herrmann Maier. Wer Odermatts Abfahrt in Wengen, eine Woche vor Kitzbühel, gesehen hat, bekam einen Eindruck davon, wie skifahrerische Perfektion aussehen kann. Es gibt auf der Strecke eine enge Passage, der man sich mit Highspeed nähert. Den meisten Fahrern bleibt nichts anderes übrig, als auf die Kante zu steigen, zu bremsen; manch einer ist hier auch mit der Andeutung eines Schneepflugs eingebogen. Odermatt dagegen: Ging im genau richtigen Moment auf die Kante seiner Ski, ein bisschen Weiß stäubte dabei auf, und wusch, war er um die Kurve, weiter unterwegs wie im freien Fall.Marco Büchel, der früher selbst Skirennen gefahren ist und heute als Experte beim ZDF auftritt, nennt Odermatt "das Pendant zum Schweizer Taschenmesser". Er bringe alles mit, sei bestens unterwegs sowohl bei enorm schwierigen Pistenanforderungen als auch in den Gleitpassagen. "Er ist der Chef, wirklich dominierend. Er ist der Mann, den es zu schlagen gilt", sagt Büchel.Odermatt wuchs in der Zentralschweiz auf, nicht direkt auf dem Berg, aber nahe genug, um von klein auf so viele Tage wie möglich auf Ski zu verbringen. Die treibende Kraft: sein Vater Walti, der selbst Rennen gefahren war. Er soll seit dem ersten Tag, an dem sein Sohn auf Brettern stand, Buch geführt haben, wie oft Marco Ski gefahren ist. Bis heute dürften das etwa 150 bis 200 Tage im Jahr sein, schätzt Marco Büchel: "Jeder, der im Weltcup vorne mitmischt, widmet sein gesamtes Leben diesem Sport." Walti Odermatt nahm Marco schon früh mit ins Skicamp in Titlis, das immer an den Weihnachtstagen begann. Seine Frau musste dann auf Mann und Sohn verzichten.Dreifacher WM-Meister und einmal OlympiagoldDie Erfolge, die Siege, die Medaillen kamen bald: Sechsmal gewann Odermatt die Junioren-Weltmeisterschaften, dreimal die Ski-WM, zuletzt 2025 in Saalbach. 2022, bei den Olympischen Winterspielen in Peking, holte er Gold im Riesenslalom. In Bormio, dem Austragungsort der Herren-Ski-Wettbewerbe, dürften weitere Medaillen hinzukommen; am liebsten dürfte ihm das Gold in der Abfahrt sein, dem ersten Höhepunkt der Spiele. "Abfahrt ist die Königsdisziplin im Skisport", sagt Odermatt selbst.Wer Odermatt die Steilhänge hinunterjagen sieht, könnte den Eindruck bekommen, der Mann fürchte sich vor nichts. Tatsächlich, so sagt der Experte Büchel, bestehe die Voraussetzung beim Abfahrtsski darin, dass man sich lieber außerhalb der Wohlfühlzone bewege. Doch gerade die Kontrolle bei extremen Bedingungen sei entscheidend: "Man muss sein Limit finden", so Büchel. "Wichtig ist, nie über diese 100 Prozent hinauszugehen. Wenn du einen Schritt weitergehst, gibst du die Karten aus der Hand. Und früher oder später knallt es, weil es dann nur noch mit Glück und Pech zu tun hat. Wenn du innerhalb deines Limits bleibst, bist du der Pilot deines Skis und nicht der Passagier." Büchel, der selbst zwei Weltcuprennen in der Abfahrt gewonnen hat, sagt außerdem: "Die Athleten fahren praktisch nackt den Berg runter – auf einer vereisten Piste und mit bis zu 150 km/h. Es würde sich kein Mensch trauen, im Auto bei 100 km/h die Tür zu öffnen und rauszuspringen. Jeder weiß: Das tut höllisch weh. Aber auf einer vereisten Piste einen Salto zu schlagen – da muss man sich nicht wundern, wenn sich die Fahrer verletzen."Das nächste Ziel des 28-jährigen Schweizers: Olympia. Hier posierte Odermatt noch in Sölden vor dem Audi FIS Alpin Ski World Cup© Alexander HassensteinDas Spektakel gehört bei der Abfahrt dazu, der Berg lässt sich nicht in Watte packen, und ein Rennen ohne Risiko hätte bald sein Publikum verloren. Wer sich diesem Spiel aussetzt, gleicht einem Gladiator auf weißem Arenagrund, auf dem schon der kleinste Fehler die Welt des Athleten auf den Kopf stellen kann. Odermatts großer Konkurrent Cyprien Sarrazin etwa stürzte Ende 2024 bei einem Trainingslauf in Bormio so schwer, dass er die daraus resultierende Hirnblutung nur knapp überlebte; er kämpft bis heute um sein Comeback.Odermatt selbst vertraut auf Routinen, die den Wahnsinn, dem er sich im Rennen aussetzt, zähmen sollen. Er hat einmal verraten, dass er im Starthaus, kurz bevor es losgeht, immer ein Lächeln aufsetze, auch wenn es nur ein künstliches sei: Es soll dem Gehirn signalisieren, dass er gerade glücklich sei. In einem Interview mit der "FAZ" sagte er: "Wie bei vielen anderen Sportarten werden auch Skirennen im Kopf entschieden. Der mentale Zustand ist also enorm wichtig. Mein Kopf muss am Start bereit sein, alles zu geben." Zum Kopf kommt die Muskelmasse. Das ideale Wettkampfgewicht für einen Abfahrtslauf sei bei ihm 100 Kilo (bei einer Größe von 1,83 Meter), er pendelt sich bei 88 bis 89 Kilo ein: "Das Ab- und Zunehmen ist in der Praxis schwierig", sagt er.In dem Film "Downhill Skiers" sagt Odermatt, in ihm steckten zwei Menschen: "Der eine ist relaxt, der andere ist ein Tier." An anderer Stelle formuliert er es so: "Sobald ich einen Rennanzug anziehe, werde ich zur Bestie."Das Rennen um olympisches Gold in Bormio wird etwa zwei Minuten dauern. Die Welt wird ein Spektakel auf präparierten Eis erwarten, in das die Kufen der Ski schneiden werden wie Schwerter. Der einzige Schutz, der sich bietet, sind die gespannten Fangnetze am Pistenrand. Odermatt wird vor dem Start im Kopf jede Biegung der Strecke durchgehen und später im Starthaus sein Lächeln aufsetzen. Dann wird er die Bestie in sich loslassen.Mal sehen, ob sie am Ende lacht oder weint.

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Olympia-News: Hunderte Menschen demonstrieren in Mailand gegen ICE

Die Olympischen Winterspiele finden diesmal in Mailand und Cortina statt – mit zahlreichen deutschen Medaillenhoffnungen. Alles Wichtige rund um die Spiele im stern-Newsblog.Historische Premiere: In diesem Jahr finden die Olympischen Winterspiele vom 6. bis 22. Februar zum ersten Mal an zwei Orten statt, nämlich in der norditalienischen Stadt Mailand und im Skiort Cortina, ebenfalls im Norden des Landes. Damit sind es die ersten dezentralen Spiele der Geschichte. Sie erstrecken sich über eine Gesamtfläche von etwa 22.000 Quadratkilometern.Olympia 2026: Fast 3000 Sportlerinnen und Sportler dabeiInsgesamt nehmen rund 2900 Sportlerinnen und Sportler aus 90 Nationen teil. Davon sind 47 Prozent Sportlerinnen, wodurch die Quote aus den letzten Spielen in Peking noch einmal um zwei Prozentpunkte steigt. Mit 116 Entscheidungen gibt es so viele wie noch nie. 50 davon werden reine Frauen-Wettbewerbe sein, was auch ein neuer Höchstwert ist.Alle großen Emotionen, alle wichtigen Entscheidungen, alle deutschen Medaillen – hier im stern-Newsblog:

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Mega-Event Super Bowl: Regeln, Versuche, Touchdowns: Darauf kommt es beim American Football an

Die halbe Welt schaut Super Bowl, viele kennen aber die Regeln gar nicht. Football-Urgestein Maximilian von Garnier erklärt, worauf es ankommt.Die halbe Welt schaut Super Bowl, viele kennen aber die Regeln gar nicht. Football-Urgestein Maximilian von Garnier erklärt, worauf es ankommt.

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Manchester United: Wie ein Flugzeugunglück die "Busby Babes" auseinanderriss

"Busby Babes" wurden die Fußballer von Manchester United genannt: jung, talentiert, erfolgreich. Am 6. Februar 1958 kam die Hälfte des englischen Teams ums Leben.Der Mannschaft von Manchester United gehörte die Zukunft, da waren sich Experten und Fans gleichermaßen einig. Die Spieler wurden die "Busby Babes" genannt, nach ihrem Trainer Matt Busby, der aus vielen jungen, talentierten Fußballern ein eingeschworenes Team geformt hatte. In den letzten beiden Jahren hatten sie die Meisterschaft in England gewonnen, Erfolge auf internationaler Bühne schienen nur noch eine Frage der Zeit.Einen neuerlichen Schritt in diese Richtung hatte das Team von Trainer Matt Busby gerade getan, als es sich am 6. Februar 1958 auf dem Rückweg von Belgrad in die Heimat befand. Mit einem 3:3 bei Roter Stern hatte United das Halbfinale des Europapokals der Landesmeister erreicht, Manchester galt als Favorit auf den Pokal. Doch dieses 3:3 sollte das letzte Spiel dieses Teams gewesen sein, nach dem 6. Februar 1958 war bei Manchester United nichts mehr wie zuvor."Busby Babes": Acht Fußballer sterben bei FlugzeugunglückDer British-European-Airways-Flug 609 musste zwischenlanden, die zweimotorige Maschine sollte am Flughafen München-Riem aufgetankt werden. Ein verhängnisvoller Zwischenstopp, ein tödlicher sogar, wie sich herausstellen sollte. Bei heftigem Schneetreiben schlugen die ersten beiden Startversuche fehl, beim dritten – gegen 15 Uhr – hob das Flugzeug nicht ab, ließ sich aber auch nicht stoppen. "Wir sind in ein Haus gekracht, und ich glaube, in ein paar andere Hindernisse", erinnerte sich der mit an Bord sitzende Sir Bobby Charlton 60 Jahre später.Die Tragfläche mit dem Heck wurde vom Flugzeug abgerissen, der Flieger mit insgesamt 44 Menschen an Bord ging in Flammen auf. Neben den Spielern und ihrem Trainer befanden sich unter den Passagieren auch Club-Mitarbeiter und Sportjournalisten. Die Bilanz des Unglücks ist schrecklich: Sieben Fußballer starben noch an der Unfallstelle, 15 weitere Personen kamen ums Leben. Der Spieler Duncan Edwards, mit 21 Jahren eines der vielversprechendsten Talente in England, wurde 15 Tage lang in einem Münchner Krankenhaus behandelt und erlag dann seinen Verletzungen.Insgesamt belief sich die Opferzahl des Flugzeugunglücks auf 23. Die übrigen 21 Insassen wurden teils schwer verletzt. Der damals 20 Jahre alte Bobby Charlton, der 1966 den ersten und bisher einzigen WM-Titel mit England gewinnen sollte, überlebte nur knapp. Torwart Harry Gregg hatte ihn und andere Passagiere aus dem Wrack gezogen. "Ich hatte einfach Glück, dass ich auf dem richtigen Platz saß", sagt Charlton. Auch Trainer Matt Busby überlebte das Unglück schwer verletzt. Monatelang lag er im Krankenhaus, zweimal hatten ihn die Ärzte schon beinahe aufgegeben.Manchester United kämpft sich aus dem Tal der TränenFür Manchester United und den englischen Fußball überhaupt ist der 6. Februar 1958 ein schwarzer Tag in der Geschichte. Das jähe, tragische Ende der "Busby Babes" stürzte den Klub in eine sportliche und emotionale Krise. Zwischenzeitlich standen sogar Spekulationen im Raum, wonach der Verein sich komplett auflösen sollte. Doch Fans, Spieler und Verantwortliche kämpften sich wieder aus dem Tal der Tränen heraus.Der genesene Matt Busby übernahm die Mannschaft wieder und baute um die überlebenden Spieler herum ein neues Team auf. Zehn Jahre nach der Tragödie von München holte Manchester United tatsächlich den Europapokal der Landesmeister. Bobby Charlton schoss im Finale ein Tor, mit Bill Foulkes stand ein weiterer Überlebender auf dem Platz.Heute zählt Manchester United zu den wichtigsten Klubs der Welt – die Erinnerung den 6. Februar 1958 ist aber allgegenwärtig. Im Stadion Old Trafford zeigt eine Uhr seit 15.04 Uhr an, die Uhrzeit des Unglücks. In England sind viele immer noch davon überzeugt: Die Geschichte des Fußballs wäre anders verlaufen, hätten die "Busby Babes" nicht an jenem Tag dieses Flugzeug bestiegen.Quellen: Kicker / BBC 

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Olympische Winterspiele: Vonn zeigt solides Abfahrtstraining - Probleme für Aicher

In Crans-Montana verletzt sich Lindsey Vonn im Knie - sieben Tage später absolviert sie das erste Training für die Olympia-Abfahrt. Sie hat dabei keine Probleme - anders als eine Deutsche.Eine Woche nach ihrem folgenschweren Sturz hat Lindsey Vonn das erste Olympia-Training erfolgreich bestritten. Die Amerikanerin, die nach eigenen Angaben mit einem durchgerissenen Kreuzband im linken Knie antritt, zeigte auf der Tofana-Strecke in Cortina d'Ampezzo eine solide Fahrt ohne zu großes Risiko. Danach gab sie sich zufrieden.Auch der Deutschen Kira Weidle-Winkelmann gelang eine ansprechende Fahrt; Teamkollegin und Mitfavoritin Emma Aicher dagegen hatte Probleme und verpasste einige Tore. "Ich habe mich mit dem Untergrund schwer getan", sagte Aicher über die recht weichen Pistenverhältnisse. "Aber es ist nichts Neues für mich, dass ich im ersten Training ein bisschen abwartend fahre. Das stresst mich nicht. Ich weiß, was ich verändern muss."Kritik an PistenarbeitenNachdem das erste Training am Donnerstag wegen Schneefalls abgesagt worden war, gestaltete das Wetter auch den Freitag kompliziert. Schon nach fünf Fahrerinnen musste das Training wegen dichten Nebels für längere Zeit unterbrochen werden. Zudem meldeten die ersten Starterinnen, dass die Piste teils sehr anspruchsvoll angelegt sei, woraufhin nachgearbeitet wurde."Es ist nicht dieses schöne Cortina, das man gewohnt ist", sagte Weidle-Winkelmann. "Es ist sehr weich und die Wellen sind schärfer ausgeprägt." Sie äußerte Unverständnis darüber, dass die Strecke hügeliger gemacht worden war als vom Weltcup gewohnt. "Ich weiß nicht, warum man das machen musste."Rumblödeln, Handy-Daddeln, TanzenDie Wartezeit vertrieben sich die Fahrerinnen am Start auf unterschiedliche Weise. Während einige versuchten, fokussiert zu bleiben, fingen die TV-Kameras unter anderem die Amerikanerinnen beim Rumblödeln und Rumspielen an ihren Handys ein. Irgendwann führten die fünf US-Sportlerinnen sogar eine Tanzchoreografie auf. Selbst Vonn mit dem maladen Knie machte dabei mit.Die 41-Jährige hatte sich schon am Morgen gut gelaunt präsentiert. Bei Instagram postete sie ein Foto von sich vom Start und schrieb dazu: "Nichts macht mich glücklicher! Niemand hätte geglaubt, dass ich hier sein werde... aber ich habe es geschafft! Ich bin hier, ich lächle, und egal was passiert, ich weiß, wie glücklich ich bin. Ich werde mir diese Chance nicht entgehen lassen."Pistencomeback sieben Tage nach schwerem SturzVonn war als bislang deutlich beste Abfahrerin des Winters in den vergangenen Wochen in die Favoritenrolle für Olympia gerutscht. Zuletzt in Crans-Montana aber stürzte sie dann bei der Abfahrts-Generalprobe für die Winterspiele. In dieser Woche teilte sie mit, sich im linken Knie das Kreuzband gerissen zu haben. Mit einer Spezialschiene geht sie aber dennoch an den Start.

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Was macht eigentlich …?: Markus Wasmeier: "Wenn du durchziehst, dann kannst du Bäume ausreißen"

Als Skirennläufer gewann Markus Wasmeier 1994 bei den Olympischen Winterspielen Gold im Super-G und im Riesenslalom – obwohl viele ihn schon abgeschrieben hatten. 

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Olympische Winterspiele: Mit Flamingo und "Fangirl-Moment": Schmids Olympia-Finale

Skispringerin Katharina Schmid startet in ihre letzten Winterspiele. Die Oberstdorferin träumt von Gold und hofft auf ein Treffen mit einem Sport-Superstar.Wehmütig ist Katharina Schmid vor dem letzten großen Höhepunkt einer langen und bewegten Skisprung-Karriere nicht - im Gegenteil. "Ich freue mich riesig", sagt die 29-Jährige vor ihren vierten und finalen Olympischen Winterspielen. "Ich bin bereit für die letzten Male auf der großen Bühne."An diesem Samstag um 18.45 Uhr (ARD und Eurosport) und damit keine 24 Stunden nach ihrem großen Auftritt als Fahnenträgerin bei der Eröffnungsfeier geht es in Predazzo um die ersten Medaillen. Schmid hat fast alles erreicht. Ein Olympiasieg fehlt ihr noch. In Italien hat sie drei Chancen.Schmid hat hohe Ansprüche"Der Traum ist immer da, olympisches Gold zu gewinnen", sagt Schmid. "Mittlerweile fahre ich nicht mehr zu den Olympischen Spielen, um nur dabei zu sein. Dafür habe ich zu viel erreicht, zu hohe Ansprüche." Ihr bis dato letzter Sieg im Weltcup ist 13 Monate her. In diesem Winter waren zwei dritte Plätze bisher die besten Ergebnisse. Zu den Topfavoritinnen gehört sie nicht.Aus dem eigenen Team waren Selina Freitag und Agnes Reisch in dieser Saison bisher erfolgreicher. Die größten Siegchancen hat die im Gesamtweltcup führende Slowenin Nika Prevc. Selbstbewusst ist Schmid trotzdem."Ich glaube, ich stehe körperlich so gut da wie noch nie", sagt die Oberstdorferin. Sie wisse, "wenn alles zusammenläuft, wenn ich einen guten Tag habe, wenn die Bedingungen passen, wenn ich ein bisschen Glück habe, dann kann ich es auch schaffen".Mit goldglänzendem Helm und goldener Skibrille testete Schmid am Donnerstag und Freitag die umgebaute Schanze im Val di Fiemme. Nach Startschwierigkeiten steigerte sie sich. "Es war sehr viel besser", sagte Schmid bei blauem Himmel in der Interviewzone des Skisprung-Stadions.Fahnenträgerin Schmid will "Schwung mitnehmen"Die emotionale Athletin, die ihre Gefühle nicht versteckt und das als Stärke sieht, setzt auch auf einen Schub durch die Eröffnungsfeier mit schwarz-rot-goldener Fahne in der Hand. "Ich hoffe, ich kann dann diesen Schwung mitnehmen. Diese Stimmung, dieses positive Gefühl", sagt die siebenmalige Weltmeisterin vor ihrer Aufgabe als Fahnenträgerin. Der frühere Weltklasse-Springer Martin Schmitt sprach bei Eurosport vom "i-Tüpfelchen zum Ende einer ganz großen Karriere".Dass Schmid gewählt wurde, das deutsche Team bei der Start-Zeremonie gemeinsam mit Eishockey-Superstar Leon Draisaitl zu vertreten - sie in Predazzo, er in Mailand -, ist für sie als Fan der Sportart zusätzlich besonders."Es war so ein bisschen ein Fangirl-Moment", berichtete Schmid von einer Instagram-Nachricht, in der ihr der 30 Jahre alte NHL-Stürmer gratulierte. Jetzt hofft sie auf ein persönliches Kennenlernen: "Ich muss ihm nochmal schreiben. Vielleicht geht es sich aus, dass wir nach unseren Wettkämpfen nach Mailand fahren. Ich hoffe, ich treffe ihn da."Familie kommt zur UnterstützungNach Winterspielen in Russland, Südkorea und China während der Corona-Pandemie freut sich die heimatverbundene Schmid zudem auf ganz viel Unterstützung in Auto-Reichweite ihres Zuhauses.Unter anderem ihre Familie und ihr Mann wollen pünktlich zum ersten Wettkampf im Trentino angekommen sein. Und zusätzlich soll noch ein besonderer Glücksbringer helfen. "Natürlich ein Flamingo", sagt Schmid. Nachbildungen des Tieres hat sie gleich in mehreren Ausführungen dabei.

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Winterspiele in Italien: Ärger vor Eröffnungsfeier um Nationalhymne

Am Freitagabend geht es in Mailand und Cortina mit den Olympischen Winterspielen los. Vorab sorgt der Auftritt eines Italo-Rappers für Aufregung, der mit kryptischen Worten reagiert.Kurz vor Beginn der Olympischen Winterspiele gibt es Ärger um einen der Auftritte bei der Eröffnungsfeier in Mailand: Der Italo-Rapper Ghali hat behauptet, vom Singen der italienischen Nationalhymne ausgeschlossen worden zu sein. Der 32-Jährige - außerhalb Italiens wenig bekannt - gehört zu den Künstlern, die bei der Eröffnungsshow vor mehr als 70.000 Zuschauern im San-Siro-Stadion auftreten sollen. Die Hymne soll von der italienischen Sängerin Laura Pausini kommen.Auf seinem Instagram-Account schrieb Ghali, der mit Nachnamen Amdouni heißt: "Ich weiß, warum ich die italienische Nationalhymne nicht mehr singen durfte. (...) Ich weiß auch, dass mein Schweigen Lärm macht. Ich weiß, dass alles ein großes Theater ist." Eine genauere Erklärung blieb er allerdings schuldig. Der Mailänder hatte 2024 beim Musikfestival von Sanremo Schlagzeilen gemacht, weil er mit Blick auf Israels Vorgehen im Gazastreifen von "Völkermord" gesprochen hatte.Rechte Koalition zuvor schon mit Kritik an GhaliAus der rechten Dreier-Koalition von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, die in Rom an der Regierung ist, hatte es zuvor schon Kritik an Ghalis Auftritt bei der Eröffnungsfeier gegeben. Sportminister Andrea Abodi kündigte an, der Rapper werde "auf der Bühne seine Meinung nicht äußern". Bei der Eröffnungsfeier müssten "Grundsätze der olympischen Werte" eingehalten werden. Die kleinere Regierungspartei Lega warf Ghali vorab bereits vor, Italien "demütigen" zu wollen.Bei der Eröffnungsfeier, die weltweit übertragen wird, treten auch Musiker wie Andrea Bocelli, Cecilia Bartoli, Lang Lang und Mariah Carey auf. Parallel zu dem Spektakel in Mailand findet auch in Cortina d'Ampezzo eine Feier statt, dem zweiten Gastgeberort. Erstmals werden bei Olympischen Spielen die nächsten beiden Wochen dann zwei Feuer brennen. Als letzte Fackelträger sind die italienischen Skifahrer Alberto Tomba und Deborah Compagnoni sowie Sofia Goggia und Gustav Thöni im Gespräch.

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Fragen und Antworten: Wer kommt, warum sind die Spiele umstritten? Was Sie zu Olympia wissen müssen

2900 Sportler, neue Sportarten und Mariah Carey auf der Bühne: Am Freitag beginnen die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo – alle Infos zum Großereignis.Vier Jahre nach den coronabedingten Geisterspielen von Peking kehren die Fans zu Winter-Olympia zurück. In Mailand und Cortina d'Ampezzo wird Geschichte geschrieben.Olympische Winterspiele: Was ist diesmal besonders?Erstmals teilen sich zwei Orte offiziell die Gastgeberrolle. Und dennoch müsste es statt Mailand und Cortina eigentlich Nord-Italien heißen. Denn die Spiele erstrecken sich auf eine Fläche von etwa 22.000 Quadratkilometer und machen sie zu den ersten dezentralen Spielen der Geschichte. Ein Beispiel: Die alpinen Skirennfahrerinnen tragen ihre Wettkämpfe in Cortina d’Ampezzo aus, die Männer dagegen in Bormio – 300 Kilometer weiter westlich. Für Eröffnungs- und Schlussfeier werden ungewöhnliche Sportstätten fernab der Berge genutzt. Die Eröffnungsfeier findet im Fußball-Tempel San Siro statt, beendet werden die Spiele in der antiken Arena von Verona. 90 Prozent der Wettkampfstätten existierten bereits oder wurden temporär errichtet.Was ist an diesen Spielen so umstritten?Das Dauerthema der vergangenen Jahre war der Neubau der Bob- und Rodelbahn in Cortina d’Ampezzo. Das IOC empfahl, die Wettbewerbe aus Kostengründen an eine bereits existierende Bahn im Ausland zu vergeben. Innsbruck und St. Moritz waren dafür im Gespräch. Doch letztlich verweigerte die italienische Regierung diesen Schritt und setzte einen Neubau durch.Die Kosten für den Neubau belaufen sich mittlerweile auf 120 Millionen Euro. Kritisiert wird der Eingriff in die Natur, zumal die Nachnutzung und die wirtschaftliche Unterhaltung der Bahn unklar ist.Sind diese Spiele ein Konzept für künftige Winterspiele?Die Spiele in Italien gelten als zentraler Baustein für die "Agenda 2020+5", mit der das IOC auf Nachhaltigkeit in Zeiten des Klimawandels setzt und von kostenintensiven Neubauten abrückt. Bei den aktuellen Spielen ist die Verteilung auf bestehende Infrastruktur besonders weitläufig. Ähnlich dürfte es auch 2030 in den französischen Alpen werden, ehe es 2034 in Salt Lake City wieder kompakter wird.Wie hoch ist das Budget?Das Organisationskomitee gibt die operativen Kosten mit rund 1,7 Milliarden Euro an. Diese sollen durch Sponsoring, Ticketverkäufe und IOC-Beiträge gedeckt werden. Hinzu kommen Kosten für Sicherheit und Infrastruktur, die von der italienischen Regierung getragen werden. Diese werden auf 3,5 Milliarden Euro geschätzt.Was ist über die Eröffnungsfeier bekannt?Am Freitagabend (20.00 Uhr) beginnt die Zeremonie im Giuseppe-Meazza-Stadion von Mailand. Dezentrale Spiele führen allerdings auch zu einer dezentralen Feier, weshalb Teile der Show neben Mailand auch in Cortina d’Ampezzo, Bormio und Predazzo aufgeführt werden. Das Thema "Harmonie" soll die Verbindung zwischen Städten (Mailand) und der alpinen Natur (Cortina) symbolisieren. Bestätigt sind Auftritte von Musik-Stars wie Andrea Bocelli, Mariah Carey und Lang Lang. Das olympische Feuer wird simultan in Mailand und Cortina entzündet.Wie viele Teilnehmer und Wettbewerbe gibt es?Rund 2.900 Sportlerinnen und Sportler aus 90 Nationen werden antreten. 47 Prozent davon sind Sportlerinnen, womit die Quote aus Peking noch einmal um zwei Prozentpunkte steigt. Mit 116 Entscheidungen gibt es so viele wie noch nie. 50 davon werden reine Frauen-Wettbewerbe sein, ebenfalls so viele wie noch nie.Welche neuen Sportarten sind dabei?Eine neue Sportart, viele neue Disziplinen: Das Skibergsteigen feiert seine olympische Premiere. Bei den Männern und Frauen wird es jeweils ein Sprintrennen geben, hinzu kommt eine Mixed-Staffel. Im Rodeln gehört der Doppelsitzer der Frauen erstmals zum Programm, im Skeleton wurde ein Mixed-Team-Wettbewerb aufgenommen. Im Skispringen dürfen die Frauen auch von der Großschanze um Medaillen fliegen, das Team-Springen der Männer wird durch das Super-Team-Format ersetzt. Die Doppel-Buckelpiste kommt im Freestyle dazu, die Team-Kombination ersetzt im Ski Alpin das Parallel Team Event und die Einzel-Kombinationsrennen.Wer überträgt die Winterspiele im Fernsehen?Die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF zeigen die Spiele im linearen Fernsehen sowie auf ihren Internetplattformen. Zudem überträgt Eurosport im TV und auf der Streaming-Plattform Discovery+.

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Olympische Winterspiele: Loch gegen Kumpel Müller: Rodel-Duell mit Österreich beginnt

In jeder Rodel-Disziplin kommt es zum Nationen-Duell mit Österreich. Felix Loch könnte im Kampf um Olympia-Gold gegen Jonas Müller die Richtung vorgeben. Im Hintergrund lauern die Italiener.Auch wenn es zwischen den Rodlern Felix Loch und Jonas Müller ein Gold-Duell unter Kumpeln ist: Im neu gebauten Cortina Sliding Centre ist es der Beginn eines erwarteten Olympia-Länderkampfes zwischen Deutschland und Österreich, das zu einer Weltklasse-Nation im Rodeln aufgestiegen ist. Auch dank des 2022 zu den Nachbarn abgewanderten Georg "Schorsch" Hackl, der mit drei Gold- und zwei Silbermedaillen der erfolgreichster Rodler der olympischen Geschichte ist."Die Deutschen waren uns viele Jahre voraus"Der 27 Jahre alte Müller, dessen Familie einst von Eschborn bei Frankfurt ins österreichische Bludenz zog, macht auch das Umdenken im Team für den Erfolg verantwortlich. "Die Materialentwicklung ist bei uns in den letzten Jahren so viel besser geworden. Die Deutschen waren uns da viele Jahre voraus. Da hat Österreich nun aufgeschlossen", sagte Müller, der jetzt direkte Informationen mit seinen Kollegen Nico Gleirscher und Wolfgang Kindl austauschen kann. "Darum sind alle Österreicher schnell, weil wir uns untereinander extrem viel helfen", sagte Müller vor den olympischen Rennen ab diesem Samstag (17.00 Uhr), wenn der erste von vier Läufen beginnt.Anders als beim erfahrenen Loch, der mit nun 36 Jahren seine fünften Winterspiele erlebt, hat Müller noch keine Erfahrung mit dem Mega-Event. "Ich hatte noch nie vier Läufe, war ja noch nie bei Olympia", sagte der zweimalige Weltmeister, der die Stärken von Loch genau kennt: "Ich habe schon geahnt, dass er so stark ist dieses Jahr. Der Felix ist einer, der kann bei den Großereignissen immer vorn mitfahren. Er ist am Start eben schnell und dazu noch einer der besten Rodler. Das ist für mich keine große Überraschung."Atmosphärische Störungen beim Hackl-WechselDennoch hat er den Berchtesgadener schon dreimal besiegen können. "Man braucht nahezu perfekte Läufe, um schneller zu sein als der Felix." Das Verhältnis im Länderkampf gegen die Deutschen beschreibt er als "sehr freundschaftlich untereinander. Wenn wir am Start stehen, fährt jeder für sich selber. Da gibt es nicht wirklich Freunde. Aber sobald wir im Ziel sind, können wir uns für jeden freuen."Atmosphärische Störungen gab es nur zwischenzeitlich - beim Hackl-Wechsel. Daran hatte auch Loch zu knabbern. "Die ersten zwei Jahre waren ein bisschen, eisig ist verkehrt, ein bisschen weniger, ist ja verständlich", sagte Loch. Mittlerweile trinkt er mit seinem einstigen Idol wieder ein Bier zusammen. Man redet wieder normal miteinander, betonte Hackl, der aus seiner Gefühlswelt kein Geheimnis macht: Er fiebert für die Österreicher mit, da dürfe es "auch keinen Kompromiss geben".Und Ex-Rodler Peter Penz, der in Pyeongchang 2018 hinter den Bayern Tobias Wendl/Tobias Arlt Silber im Doppelsitzer mit Georg Fischler gewann, ist eine treibende Kraft im Hintergrund. Penz bastelt unermüdlich in der Werkstatt. So wurden die Doppelsitzer tiefer gelegt, um in Kombination mit einem breiteren Kufen-Abstand mehr Sicherheit zu bringen. Im Einsitzer gab es Änderungen bei den Schienen.Bahn-Skandal in Igls Handicap für ÖsterreicherSo sind die Österreicher wettbewerbsfähig, obwohl sie nach dem Bahn-Skandal im November nicht daheim in Innsbruck/Igls fahren dürfen. Die für 30 Millionen Euro umgebaute Bahn wurde ausgerechnet in der Olympia-Saison nicht abgenommen. Den letzten Schliff holte sich das Team zuletzt auf der Naturbahn in St. Moritz in der Schweiz. Nun geht es ins Nationen-Duell, das sich bei den Frauen mit Merle Fräbel und Julia Taubitz gegen die im Weltcup führende Österreicherin Lisa Schulte fortsetzt.Auch bei der Premiere im Damen-Doppel führen die Nachbarn mit Selina Egle/Michaela Kipp vor den fünftplatzierten Dajana Eitberger/Magdalena Matschina. Und die Bayern Wendl/Arlt haben es auf dem Weg zum erhofften siebten Olympia-Gold mit Thomas Steu/Wolfgang Kindl zu tun.Und die Gastgeber?Nicht zu vergessen sind die Italiener, die zuletzt mehrere Trainingseinheiten auf ihrer Heimbahn absolvierten. "Wir dürfen den Dominik nicht vergessen. Er wird extrem schnell sein", sagte Müller über Lokalmatador Fischnaller, der auch am Donnerstag wie sein Landsmann Leon Felderer Bestzeiten ins Eis zauberte. Für Loch zählt da nur sein eigener Fokus. Sein Set-Up für den Schlitten steht seit Wochen fest. Und er hat sein Fahrgefühl zurück, wie er selbst betont: "Ich bin schon lange nicht mehr so gut gefahren wie jetzt in diesem Moment."

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morgenstern: Sind Olympische Winterspiele durch den Klimawandel bald Schnee von gestern?

Bedroht der Klimawandel die Olympischen Winterspiele? Norwegen steckt im Epstein-Sumpf. Und: Das "Maultaschenproblem" des Cem Özdemir vor der Wahl. Die Lage am Morgen.Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,heute Abend steigt an vier Orten gleichzeitig die Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina. Die ersten Wettkämpfe sind bereits im Vorfeld angelaufen. Im Ski-Ort Cortina fanden letztmals 1956 Winterspiele statt. Seitdem ist die Temperatur in der Alpengemeinde Berichten zufolge im Februar im Mittel um 3,6 Grad gestiegen. Zudem werden pro Jahr mehr als 40 Frosttage weniger verzeichnet. Cortina steht damit als Sinnbild für ein Problem, mit dem das Internationale Olympische Kommitee (IOC) zunehmend zu kämpfen hat: Durch Gletscherschmelze und Temperatursteigerungen gibt es immer weniger Austragungsorte, die für die Winterspiele infrage kommen. Eine Studie, die das IOC 2024 in Auftrag gab, kam zu dem Ergebnis, dass bis 2080 nur noch rund die Hälfte der untersuchten Orte genug natürlichen Schnee für Winterspiele hätten. Kritiker bemängeln deswegen schon heute, dass Olympische Winterspiele angesichts des Klimawandels nicht mehr zeitgemäß seien. Befürworter fordern pragmatische Lösungen – die weit auseinander liegenden diesjährigen Austragungsorte ohne zentrales olympisches Dorf dürfen durchaus schon als eine solche betrachtet werden. Wertvollste Olympia-Medaillen aller ZeitenAber nicht nur Temperaturen sind gestiegen – zur Freude der Athletinnen und Athleten, die es auf die entsprechenden Plätze schaffen, ist auch der Wert der Gold- und Silber-Medaillen offenbar so hoch wie nie zuvor. Wie CNN berichtet, liegt das vor allem an den in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegenen Preisen für die Edelmetalle (auch wenn die Kurse zuletzt wieder etwas absackten). Eine Goldmedaille ist demnach bei diesen Spielen knapp 2000 Euro wert, eine Silbermedaille knapp 1200 Euro. Der wahre Wert der Medaillen ist aber natürlich der ideelle. Ein Tipp zum Schluss: Wenn Sie über die wichtigsten sportlichen Meldungen und die Geschichten am Rande auf dem Laufenden bleiben möchten, lege ich Ihnen den Olympia-Blog meiner Kolleginnen und Kollegen wärmstens ans Herz.Norwegen im Epstein-SumpfIn dieser Woche ging es in diesem Newsletter bereits um Norwegen, ebenso um die dunkle Welt des Jeffrey Epstein. Heute treffen beide Themen aufeinander, denn das Land wird von der Affäre rund um den 2019 verstorbenen schwerreichen Finanzier und verurteilten Sexualstraftäter stark erschüttert. Da wäre zum einen Kronprinzessin Mette-Marit, die – so legen es die Akten nahe – ein freundschaftliches Verhältnis zu Epstein unterhielt. Hunderte Nachrichten zwischen den beiden wurden in den Datenbergen gefunden. Die Prinzessin besuchte Epstein in Florida und der Karibik, witzelte mit ihm über seine "Ehefrauen-Jagd" und holte sich offenbar sogar Erziehungstipps bei ihm ein. Da wäre außerdem das Diplomaten-Ehepaar Terje Rød-Larsen und Mona Juul, deren zwei Kinder als Millionenerben in Epsteins Testament auftauchen. Rød-Larsen bezeichnete Epstein in einer Nachricht als "seinen besten Freund". Zahlreiche Fotos belegen die Treffen und Kontakte zwischen dem Paar und dem Finanzier. Juul wurde in der Zwischenzeit von ihrem Botschafterinnen-Posten erhoben. Und nicht zu vergessen: Thorbjoern Jagland, ehemals Ministerpräsident und Vorsitzender des Nobelkomitees. Am Donnerstag gab die norwegische Polizeieinheit für Wirtschaftskriminalität (Oekokrim) bekannt, Ermittlungen gegen Jagland eingeleitet zu haben. Verdacht: schwere Korruption im Zusammenhang mit dem verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Grundlage für den Schritt seien Informationen aus neu veröffentlichten Akten zu dem Fall.Wie tief Norwegen insgesamt im Morast des Epstein-Sumpfes steckt, hat mein Kollege Steffen Gassel hier ausführlich aufgeschlüsselt. 5-Minuten-Talk: Das "Maultaschenproblem" des Cem ÖzdemirEr war Grünen-Chef und Bundeslandwirtschaftsminister. Nun kämpft Cem Özdemir um seinen eigentlichen Traumjob: Erster grüner Ministerpräsident von Baden-Württemberg, seiner Heimat, will er werden. Er wäre der erste Landesvater mit türkischen Wurzeln.Doch obwohl das Ländle schon seit Ewigkeiten von einem anderen Grünen, Winfried Kretschmann, regiert wird, liegen die Grünen in den Umfragen derzeit deutlich hinter der CDU. Meine Kolleginnen Lisa Becke und Miriam Hollstein diskutieren darüber, woran das liegt, was das mit einer kulinarischen Spezialität zu tun hat und wie Özdemir das Blatt noch wenden will.Und sonst? Weitere SchlagzeilenGrippewelle füllt Praxen – Millionen Menschen sind krankUber zu Millionenzahlung wegen sexuellen Übergriffs durch Fahrer verurteiltAnwältin war Polizei-Spitzel: Australischer Drogenboss kommt freiDas passiert am Freitag, dem 6. Februar 2026Krisengespräch zwischen USA und Iran im Oman geplantStatistisches Bundesamt veröffentlicht Zahlen für deutsche Exporte 2025Malu Dreyer, Ex-Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, wird 65 Jahre alt. (Lesen Sie hier ein Interview zum Geburtstag)Unsere stern+-Empfehlung des TagesHier ein Konto, dort ein Depot und irgendwo liegt noch Bargeld oder sogar ein bisschen Gold: Wer stirbt, lässt oft ein Finanzchaos zurück, das für die Hinterbliebenen schwer zu durchdringen ist.Klar – sich zu Lebzeiten mit dem eigenen Tod zu beschäftigen ist unangenehm. Will man die Liebsten gut versorgt wissen, sollte man es trotzdem tun. Ein einfaches Tool hilft den Angehörigen, auf das Vermögen zuzugreifen. Wie hat Ihnen dieser morgenstern gefallen? Schreiben Sie es mir gerne: patrick.roesing@stern.de. Sie können dieses Morgen-Briefing auch als Newsletter in Ihr Postfach erhalten. Melden Sie sich einfach unter folgendem Link an.Ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Tag und ein schönes Wochenende!Patrick Rösing

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Debatte um deutsche Kollektion: Designer Glööckler lästert über Olympia-Look: "Null Punkte"

Zwischen Lob und harscher Kritik: Während Glööckler die neue Olympia-Kollektion langweilig findet, sind Athleten wie Bob-Olympiasieger Francesco Friedrich begeistert vom Design.Modeschöpfer Harald Glööckler hält die Kleidung der deutschen Olympia-Mannschaft für misslungen. "Ich würde gerne sagen, ich bin entsetzt. Aber das ist leider nicht der Fall, denn es ist so langweilig, dass keine Emotionen hochkommen und man sich damit gar nicht weiter befassen möchte", sagte Glööckler der Deutschen Presse-Agentur. Er sei wirklich offen für Neues. "Aber was einem hier geboten wird, ist weder innovativ noch erfrischend neu - geschweige denn ansprechend."Deutschen werde oft nachgesagt, dass sie kein Stilempfinden besäßen. Auch fehle ihnen die Eleganz und Lässigkeit, mit denen sich zum Beispiel Italiener kleiden, meinte Glööckler. "Dass man das aber noch beweisen muss mit einer Kollektion, mit der man auf internationalem Parkett antritt, ist wieder eine ganz andere Sache. Von mir gibt es dafür leider null Punkte."Kollektion verbindet das gesamte Team DAusrüster Adidas hatte die rund 70-teilige Kollektion in engem Austausch mit den Athletinnen und Athleten entwickelt. "Die neue Kollektion für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele ist wieder einmal sehr gelungen und dabei mehr als nur Sportbekleidung. Sie verbindet das gesamte Team Deutschland", hatte DOSB-Präsident Thomas Weikert im November gesagt. Das Design der neuen Team D Kollektion vereine nationale Identität mit moderner Gestaltung, hatte der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) erklärt. "Ich bin sehr beeindruckt. Wir haben schlichte, aber trotzdem coole Farben. Man sieht, dass es "Deutschland" ist und da ist man stolz, dass man das tragen und präsentieren darf", sagte der viermalige Bob-Olympiasieger Francesco Friedrich (35).In der Vergangenheit hatte es immer wieder mal Kritik an der Bekleidung des deutschen Olympia-Teams gegeben, zuletzt bei den Sommerspielen in Tokio 2021. Auch die aktuelle Kollektion sorgte in den sozialen Medien für ein gemischtes Echo.

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Emotionaler Trainer: "Es schmerzt mich": Pep Guardiola menschelt mit Weltschmerzanfall

Überall Krieg, überall Leid: Der große Fußballtrainer Pep Guardiola hat auf einer Pressekonferenz einen Weltschmerzanfall – das ist menschlich, bringt nur leider nichts.Josep "Pep" Guardiola ist charismatisch und erfolgreich. Der Trainer von Manchester City gehört zu den Größten seines Fachs. Wenn so einer auf einer gewöhnlichen Pressekonferenz wie vor dem Liga-Pokal-Halbfinale gegen Newcastle United plötzlich emotional über all das Leid auf der Welt redet, dann wird das gehört. Das ist erst mal nichts Schlechtes. Guardiola gehört zu den Menschen, die gleichermaßen leidenschaftlich über Kriegstote und Abseitsfallen sprechen können.Die Bilder sind für uns alle verfügbar Das Bindeglied waren die Bilder: Jeder sieht, was auf dem Monitor vor sich geht, wenn sich Schiedsrichter Videosequenzen anschaut. Jeder kann sich sein eigenes Urteil bilden. Und plötzlich war Guardiola beim "Genozid in Palästina", dem Krieg in der Ukraine, dem Krieg in Sudan – alles ist sichtbar auf den Bildern und den Clips, die für uns alle verfügbar sind. "Heute können wir es sehen, früher konnten wir es nicht sehen. Es schmerzt mich. Wäre es die andere Seite, würde es mich genauso schmerzen. Der Tod Tausender unschuldiger Menschen schmerzt mich. So einfach ist das." Wenn man über Flüchtlinge spreche, sei es egal, woher oder warum sie flüchten, wenn sie auf dem Meer in Not geraten, müsse man ihnen helfen.Auch auf den Tod von Renée Goods und Alex Pretti bei ICE-Razzien in Minneapolis kam der Trainer zu sprechen: "Sie wurden getötet", sagte Guardiola: "Sag' mir, wie kann man sich dagegen wehren?"Pep Guardiola will eine bessere WeltGuardiola will einfach nur eine bessere Welt. "Im Moment töten wir uns gegenseitig". Es gebe keine perfekte Gesellschaft, überall auf der Welt werden Bilder des Leids produziert. "Es tut mir weh", sagte Guardiola: "Im Moment töten wir uns gegenseitig – und wofür?" Es sei wichtig, darüber zu reden, "ansonsten geht es immer weiter".Doch was bringt es am Ende, alles Leid dieser Welt in einem Anfall von Weltschmerz in einen Topf zu werfen? Nichts außer einem irgendwie gutem Gefühl. Dass die Dinge manchmal komplizierter sind, zeigte die Kritik des jüdischen Repräsentantenrats von Greater Manchester. Die störten sich zurecht an der Wortwahl "Genozid" im Bezug auf den Gazakrieg. Sie mahnten an, auf die "Wortwahl" zu achten angesichts des grassierenden weltweiten Antisemitismus'. Auch das ist richtig.Quellen: Guardiolas Pressekonferenz auf Youtube, DPA.

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