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Wir haben für Sie eine Vorauswahl an redaktionellen Inhalten zusammengestellt, die von Mediengesellschaften, Verlagen, Börsendiensten und Finanzblogs bereit gestellt werden. Hier können Sie sich einen schnellen Überblick über die Themen verschaffen, die im Augenblick von öffentlichen Interesse sind.
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Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und den Finanzmärkten
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Aktuelle Nachrichten

Fußball: Infantino setzt auf WM mit Iran: "Kein Plan B, C oder D"

FIFA-Präsident Infantino hält trotz des Nahost-Kriegs an Irans WM-Teilnahme fest, wie er in einem Interview sagt. Doch viele Fragen bleiben offen.FIFA-Präsident Gianni Infantino drängt trotz des Krieges im Nahen Osten auf eine Teilnahme Irans an der Fußball-WM im Sommer. "Wir wollen, dass Iran spielt, Iran wird bei der Weltmeisterschaft spielen. Es gibt keinen Plan B, C oder D - es gibt Plan A", sagte der Chef des Weltverbands in einem Interview des mexikanischen Fernsehsenders N+ Univision. Angesichts des Krieges möchte der Iran seine drei Vorrundenpartien nicht - wie bislang geplant - in den USA austragen, sondern in Mexiko. Weiterhin ist unklar, ob die FIFA diesem Wunsch nachkommen kann und überhaupt will. Die Vereinigten Staaten und Israel greifen den Iran seit Ende Februar an. Das Land führt Gegenschläge aus.Infantino wirbt mit "den bestmöglichen Bedingungen""Iran repräsentiert sein Volk – die Menschen, die im Iran leben, ebenso wie jene, die im Ausland leben", sagte Infantino und warb um eine Teilnahme des Landes. Die FIFA wolle dafür zu sorgen, dass der Iran "unter den bestmöglichen Bedingungen" an der WM teilnehmen könne. Zugleich räumte der 56 Jahre alte Schweizer ein, dass man in der "realen Welt lebe" und die Situation "sehr kompliziert" sei.Irans Verbandschef Mehdi Tadsch hatte vor anderthalb Wochen laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna einen Boykott der USA, nicht aber der WM angekündigt, ohne dies näher zu erläutern. Die Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko beginnt am 11. Juni und dauert bis zum 19. Juli. In der Gruppenphase soll der Iran auf Belgien, Neuseeland und Ägypten treffen.

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Coming-out-Debatte: Nagelsmann: „Schade, dass Sie mir die Frage stellen müssen“

Das Coming-out des St.-Pauli-Jugendtrainers Dobrick sorgt für Aufsehen. DFB-Coach Julian Nagelsmann bedauert, dass darüber immer noch in dieser Form gesprochen werden muss.Das Coming-out des St.-Pauli-Jugendtrainers Dobrick sorgt für Aufsehen. DFB-Coach Julian Nagelsmann bedauert, dass darüber immer noch in dieser Form gesprochen werden muss.

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DFB-Team: Hier läuft Deutschland gegen Ghana live im TV und Stream

Nächstes Spiel, nächster Sieg? Nach dem 4:3-Sieg in der Schweiz empfängt Deutschland in Stuttgart nun Ghana. Wo sich die Partie des DFB-Teams verfolgen lässt.Nächster Härtetest auf dem Weg in Richtung Fußball-Weltmeisterschaft: Deutschland empfängt am Montagabend Ghana in Stuttgart. Am Freitag war das DFB-Team mit einem 4:3-Sieg in Basel gegen die Schweiz bereits erfolgreich ins WM-Jahr gestartet – und will daran nun anknüpfen.„Ich wünsche mir für uns, dass wir gute Spiele machen, erfolgreiche Spiele machen und damit am Montag gern weitermachen können“, sagte Bundestrainer Julian Nagelsmann mit Blick auf den nächsten Test. Es ist zwar nur ein Freundschaftsspiel, doch die Spieler wollen sich weiter für den finalen WM-Kader empfehlen, den Nagelsmann am 12. Mai bekanntgibt.Während Deutschlands Fußballer mit einem Sieg im Rücken ins Spiel gehen, reist Ghana ziemlich ramponiert an. Die Afrikaner verloren ihr Freundschaftsspiel mit 1:5 gegen Österreich.Deutschland gegen Ghana live im Free-TVAnstoß in Stuttgart ist um 20.45 Uhr, die ARD überträgt das Spiel live im TV und Stream in der Mediathek. Die Vorberichterstattung rund um die DFB-Partie beginnt bereits um 20.15 Uhr. Wer unterwegs ist, kann das Spiel zudem über die ARD-Inforadios oder die Sportschau-App im Live-Kommentar verfolgen.Ghanas Nationaltrainer Otto Addo freut sich aus persönlichen Gründen bereits auf das Testspiel: „Ich bin in Deutschland geboren und aufgewachsen, lebe jetzt in Düsseldorf – für mich wird das ein ganz besonderes Spiel“, sagte der 50-Jährige der Funke-Mediengruppe. Er lief unter anderem für die Bundesligisten Hamburger SV, Borussia Dortmund und den 1. FSV Mainz 05 auf.Ghana und Addo springen gewissermaßen ein, da der zunächst geplante DFB-Test gegen die Elfenbeinküste durch die WM-Auslosung obsolet wurde. „Als dann feststand, dass Deutschland gegen die Elfenbeinküste spielen wird, wurde ich von Julian Nagelsmann, Rudi Völler und Andreas Rettig gefragt, ob wir an einem Testspiel Interesse hätten“, sagte Addo weiter und verriet: „Das haben wir beim Frühstück in Washington eingefädelt.“ Während der WM-Auslosung war der ghanaische Fußballverband im selben Hotel wie der DFB untergebracht.

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Homosexualität im Fußball: Nagelsmann lobt Dobricks Coming-out: „Ich weiß, wie befreiend es ist“

Julian Nagelsmann äußert sich positiv zum Coming-out von St.-Pauli-Trainer Christian Dobrick. Der Bundestrainer hofft, dass von dessen Bekenntnis eine Signalwirkung ausgeht.Bundestrainer Julian Nagelsmann hat das Coming-out von Christian Dobrick gelobt. Dobrick, Cheftrainer der U19 beim FC St. Pauli, hatte sich in der vergangenen Woche in Interviews von stern und RTL zu seiner Homosexualität bekannt. Er ist der erste Trainer aus dem Stab eines Bundesligavereins, der offen zu seinem Schwulsein steht.„Ich finde es sehr gut, dass er diesen Schritt gegangen ist“, sagte Nagelsmann den Sendern RTL/ntv. Er habe homosexuelle Freunde und wisse daher, „wie befreiend es ist, wenn man es ausgesprochen hat“. Der Bundestrainer drückte sein Bedauern darüber aus, dass Homosexualität im Männerfußball noch immer als ein Tabu gilt. „Es ist etwas Normales. In der Gesellschaft ist Homosexualität verankert, im Fußball dauert es noch. Das finde ich nicht richtig“, sagte Nagelsmann. „Aber deswegen ist es gut, dass es mutige Menschen gibt, die es öffentlich machen. Ich hoffe, dass viele andere nun den Mut zusammennehmen und wir irgendwann nicht mehr darüber diskutieren müssen.“Unterstützung von Uli HoeneßDas Coming-out des 29 Jahre alten St.-Pauli-Trainers hat bundesweit große Resonanz hervorgerufen und innerhalb der Branche eine Debatte über den Umgang mit Homosexualität im Männerfußball ausgelöst. Dobrick hatte im stern-Interview drastische Worte dafür gefunden: „Im Profifußball gelten Schwule noch immer als Außerirdische.“Er sei „mit Sicherheit kein Einzelfall“, sagte Dobrick. „Was den Profibereich betrifft, vermute ich, dass es dort deutlich weniger Schwule gibt als im Bevölkerungsdurchschnitt. Weil der Druck in der Branche so groß ist, ein heteronormatives Leben zu führen. Es kommen weniger schwule Fußballer ganz oben an, weil sie ihre Energie verschwenden müssen für Probleme, die nichts mit dem Sport zu tun haben.“Nachdem Dobrick an die Öffentlichkeit gegangen war mit dem Bekenntnis, schwul zu sein, sicherte ihm sein Arbeitgeber FC St. Pauli umgehend Unterstützung zu. Über die sozialen Medien teilte der Hamburger Erstligist mit: „Unser U19-Trainer Christian Dobrick hat in einem Interview seine Homosexualität öffentlich gemacht. Als FC St. Pauli stehen wir selbstverständlich hinter ihm und seinem Coming-out. Denn eigentlich ist es ganz einfach und sollte für alle gelten: Lieb’ doch, wen du willst!“Auch Uli Hoeneß hat auf das Coming-out von Trainer Dobrick reagiert. Hoeneß, Aufsichtsratsmitglied und Ehrenpräsident des FC Bayern München, sagte: „Ich sehe da überhaupt kein Problem drin. Wenn das bei Bayern München vorkommen würde, würde derjenige überhaupt kein Problem kriegen, sondern viel eher Unterstützung. Falls er medial oder auch im Internet angegriffen würde, würden wir ihn, wie immer alle unsere Leute, verteidigen.“Dobrick sagte dem stern am vergangenen Freitag, er habe bislang „ausschließlich positive Rückmeldungen aus dem Fußball“ erhalten. „Viele ehemalige Spieler und Kollegen haben sich gemeldet und mir Respekt für meinen Schritt an die Öffentlichkeit gezollt. Ich bin glücklich, dass ich diesen Schritt gewagt habe. Mit so viel Rückhalt hatte ich nicht gerechnet.“Transparenzhinweis: Der stern ist Teil von RTL Deutschland.

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Von Füllkrug bis Ballack: Sie nannten ihn Lücke: Sieben deutsche Nationalspieler und ihre Spitznamen

Niclas Füllkrug ist mittlerweile aus der Nationalmannschaft nicht mehr wegzudenken. Mit seinem Spitznamen "Lücke" liegt er im Trend: Viele große Nationalspieler hatten Spitznamen.Niclas Füllkrug gilt als Spätzünder unter den Fußballstars. Erst im Alter von 29 Jahren wurde er Nationalspieler. Mit dem BVB glänzte er in der Champions League auch auf internationalem Parkett. Doch im Sommer 2024 kam seine Karriere etwas aus dem Tritt: Er wechselte für 27 Millionen Euro von Borussia Dortmund zu West Ham United, doch Verletzungen warfen ihn dort immer wieder zurück, sodass er dort nie richtig durchstarten konnte. In seiner ersten Saison in der Premiere League erzielte Füllkrug in 18 Ligaspielen drei Tore. Aktuell blieb er in sechs Ligaspielen ohne Treffer, und das wird auch vorerst so bleiben: Im Oktober dieses Jahres erlitt er einen Muskelbündelriss und fiel erneut aus. Auch aus dem Kader der Nationalmannschaft ist "Lücke" mittlerweile verdrängt worden.

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WM-Qualifikation: WM-Showdown in Zenica: Schießt Dzeko Italien raus?

Dass es Edin Dzeko auch mit 40 noch draufhat, zeigt er fast wöchentlich beim FC Schalke 04. Nun will der Starstürmer mit Bosnien-Herzegowina zur WM. Für Playoff-Gegner Italien ist der Druck riesig.Den Arroganz-Verdacht wies Italiens Federico Dimarco weit von sich. "Man hat mich arrogant genannt - aber wie könnte ich das sein? Mit welchem Recht, wo wir seit zwölf Jahren nicht bei einer WM dabei waren?", sagte der Nationalspieler von Inter Mailand. Ein Video, das ihn jubelnd beim Finaleinzug Bosnien-Herzegowinas zeigt, sorgte vor dem Playoff-Showdown für Wirbel.Ein leichter Gegner im entscheidenden Spiel um die WM-Teilnahme wird das Team um Superstar Edin Dzeko für Italien wirklich nicht. Dzeko will die Mannschaft von Trainer und Ex-Bundesligaprofi Sergej Barbarez zum zweiten Mal in der Verbandshistorie zur WM schießen. Im deutschen Titeljahr 2014 waren die Bosnier erstmals dabei - auch damals natürlich schon mit Dzeko.Dzeko macht auch mit 40 noch den UnterschiedDer Mittelstürmer ist mittlerweile 40 Jahre alt, doch immer noch ein Abwehrschreck. Als der frühere Bundesligatorschützenkönig im Winter in die zweite Liga zum FC Schalke 04 wechselte, fragten sich viele: Hat er es noch drauf? Die Antwort gibt der Ausnahmesportler, der in seiner Karriere unter anderem für Manchester City, die AS Rom und Inter Mailand spielte, quasi wöchentlich.In acht Partien für den Zweitliga-Tabellenführer hat Dzeko sechsmal getroffen. Er ist der Unterschiedsspieler für Schalke und auch in der bosnischen Nationalmannschaft. Mit sechs Treffern in der WM-Qualifikation ist der Kapitän der beste Torschütze des Barbarez-Teams. Mit seinem Tor zum 1:1 im Halbfinale in Wales in der 86. Minute ermöglichte Dzeko seiner Mannschaft überhaupt erst die Verlängerung und den Sieg im Elfmeterschießen."Wir haben das Finale verdient, wir hatten eine gute Qualifikation", sagte Dzeko. "Jetzt kommen die Italiener als haushohe Favoriten nach Zenica, aber wir haben 90 Minuten Zeit, um zu zeigen, was wir können. Wir werden definitiv alles geben."Dimarco erwartet "heißes Pflaster"Für Dzeko, Ermedin Demirovic vom VfB Stuttgart & Co. wäre die WM-Qualifikation ein großer Erfolg, der nicht zwingend vorausgesetzt wird. In Italien ist das anders. Verpasst der viermalige Weltmeister die Teilnahme an dem Mega-Turnier mit 48 Mannschaften in den USA, Mexiko und Kanada, wäre das eine sportliche Katastrophe. Drei Weltmeisterschaften nacheinander ohne Italien: Das schien früher unvorstellbar. Der Druck ist riesig."Wir haben in dieser Woche ein bisschen Monster gesehen, wenn du zurückdenkst an das, was Italien in den letzten Jahren passiert ist", verriet Sandro Tonali nach dem 2:0 im Halbfinale gegen Nordirland. Der 25-Jährige und Moise Kean schossen Italien ins Playoff-Endspiel an diesem Dienstag (20.45 Uhr/DAZN). Wirklich stark spielte Italien aber auch gegen die biederen Nordiren nicht. Bosnien-Herzegowina wird ein herausfordernder Gegner."Wir wissen, dass es ein heißes Pflaster wird - die Bosnier haben denselben Willen wie wir, zur WM zu fahren", sagte Dimarco, der Kontrahent Dzeko als Freund bezeichnet und ihn nach eigenen Angaben sogar im Urlaub traf. "Wir werden alles tun, um es zu schaffen. Wir sind Italien, tragen Verantwortung, und wir haben es verdient."Für den Gewinner des großen Showdowns im Stadion "Bilino Polje" von Zenica wären Kanada, Katar und die Schweiz in Gruppe B die WM-Gegner.

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Nächstes Rennen erst im Mai: Ein Monat Zwangspause: Was jetzt in der Formel 1 passiert

Die Formel 1 macht wegen des Krieges in Nahost unfreiwillig eine lange Pause. Was das kostet, wem das hilft - und wer um seinen Vorteil bangt.Schon nach drei Saisonrennen legt die Formel 1 eine Vollbremsung hin. Fünf Wochen Pause liegen zwischen dem Japan-Ausflug und dem nächsten Grand Prix in Miami am 3. Mai. Die Absage der Gastspiele in Bahrain und Saudi-Arabien reißt ein Loch in den Rennkalender. Was das für die Königsklasse bedeutet.Warum pausiert die Formel 1 überhaupt?Der Krieg im Nahen Osten ließ den Machern der Königsklasse keine Wahl. Aus Sicherheitsgründen waren die Grand Prix in Bahrain und Saudi-Arabien am 12. und 19. April nicht mehr zu vertreten. Die Eskalation des Krieges von Israel und USA gegen den Iran machte alle Hoffnungen zunichte, dass sich die Lage bis zu den beiden Rennen wieder ausreichend beruhigt haben würde. Mögliche Ersatzrennen in Portugal oder der Türkei wurden verworfen, der Kalender umfasst nun nur noch 22 statt 24 WM-Läufe.Was kostet die Rennserie diese Auszeit? Experten zufolge zahlen die Veranstalter der beiden Grand Prix zusammen jährlich rund 100 Millionen Dollar an die Formel 1. Diese rund 87 Millionen Euro dürften der Rennserie damit entgehen, sofern es keine Nebenabsprachen mit den Organisatoren gibt. Somit würde jedes Team mehrere Millionen aus dem nun kleineren Preisgeldtopf verlieren. Im Gegenzug sparen die Rennställe die Kosten für Flüge und Hotels ihrer Mannschaften und müssen weniger Geld für Ersatzteile für ihre Autos ausgeben. Die TV-Einnahmen sollten nicht berührt sein, da die vereinbarte Mindestzahl an Rennen weiter erreicht wird. Wem hilft die Pause?Alle Teams, die derzeit hinter der Spitze herfahren, gewinnen mehr Zeit und Ruhe am Reißbrett und für die Weiterentwicklung ihrer Autos. Hektische Updates sind nicht notwendig, bis Miami bleibt genug Zeit, technische Lösungen auf Prüfständen und in Windkanälen zu testen. Teams wie Williams, deren Auto mehr als 20 Kilogramm Übergewicht hat, oder Aston Martin, wo der neue Honda-Motor eine Fehlkonstruktion ist, setzen viel Hoffnung in die Pause.Aber auch Top-Teams wie McLaren, Ferrari und Red Bull dürften beim Neustart in Florida viele neue Teile ans Auto schrauben. "Alles wird sich verändern, es wird eine neue Saison. Wir haben in den ersten Rennen nicht alles gebracht – auch wegen der Budgetgrenze. Ab jetzt wird jeder pushen", sagte Ferrari-Teamchef Frédéric Vasseur bei Sky. Für wen ist die lange Zeit ohne Rennen ein Nachteil?Das Mercedes-Team hätte seinen aktuellen Vorteil gern auch im April in Siege verwandelt. Wunderjunge Kimi Antonelli und Teamkollege George Russell teilten sich die Siege in Australien, China und Japan auf, der Silberpfeil ist unter dem neuen Technik-Reglement das derzeit stärkste Auto. Doch schon in Suzuka schien der Vorsprung nicht mehr ganz so groß. "Die anderen haben definitiv Fortschritte gemacht", sagte Russell.Und zum 1. Juni schließt der Weltverband Fia eine Regellücke, von der bislang Mercedes profitiert hat. Mit einem Trick beim Verdichtungsverhältnis holen die Ingenieure des deutschen Werksteams mehr Leistung aus dem Motor. Durch die Absage der April-Rennen kommt Mercedes dieser Vorteil nur noch bei den Mai-Terminen in Miami und Kanada zugute, wie die Konkurrenz hofft.Wie geht es in der Dauerdebatte um die neue Formel 1 weiter?Seit Saisonstart tobt der Streit um die Technik-Revolution. Weil viel mehr auf den Elektro-Anteil des Motors ankommt, sind die Piloten weniger als Vollgas-Artisten und mehr als Energie-Manager gefordert. Das nervt viele Fahrer wie Titelverteidiger Lando Norris und Superstar Max Verstappen.Fahrersprecher Carlos Sainz mahnte nach dem Japan-Rennen erneut Änderungen an, weil ein heftiger Unfall von Haas-Pilot Oliver Bearman die Gefahren des hohen Geschwindigkeitsüberschusses durch den Elektro-Zusatzschub offenbart hatte. "Jegliche Anpassungen, insbesondere im Bereich des Energiemanagements, erfordern sorgfältige Simulationen und detaillierte Analysen", teilte die Fia daraufhin in einem Statement mit. Die Regelhüter planen für den April mehrere Treffen mit den Beteiligten, um zum Beispiel über Änderungen für die Qualifikation zu entscheiden. "Das ist hinzubekommen, da gibt es schon konkrete Vorschläge", sagte Peter Bayer, Geschäftsführer der Racing Bulls.Und was ist mit den Rücktrittsdrohungen von Max Verstappen?Der Niederländer ist wohl der schärfste Kritiker der Technik-Reform. "Natürlich versuche ich, mich darauf einzustellen, aber die Art und Weise, wie man hier fahren muss, ist nicht schön. Das ist wirklich das Gegenteil von Fahrspaß", sagte der 28-Jährige nach dem Japan-Gastspiel der BBC. Und er frage sich daher: "Lohnt sich das? Oder genieße ich es mehr, zu Hause bei meiner Familie zu sein?" Weil Verstappen wohl eine Ausstiegsklausel aus seinem bis Ende 2028 laufenden Vertrag hat, fürchten manche, er könnte sich lieber anderen Rennserien zuwenden.Ganz ausgeschlossen ist das sicher nicht, zumal Verstappen im unterlegenen Red Bull womöglich für einige Zeit keine Aussicht auf weitere Titel hat. Andererseits schätzt auch Verstappen die Formel 1 als Krone des Motorsports, will sich mit den Besten seines Fachs messen und ist sehr loyal zu seinem Team. Daher könnte seine harsche Dauerkritik an der neuen Gestalt der Rennserie auch einfach der brachiale Versuch sein, die zu erwartenden Regelanpassungen in seinem Sinne zu beeinflussen.

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Basketball: Mehr als 50 Punkte Unterschied: Orlando kassiert Abreibung

Ohne den weiter verletzten Franz Wagner quälen sich die Orlando Magic in der NBA durch die Saison. In Toronto verliert das Team deutlich - und kassiert sogar 31 Punkte in Serie.Die Orlando Magic sind in der NBA weiter außer Form und haben bei den Toronto Raptors eine heftige 87:139 (43:70)-Abreibung kassiert. Es war die siebte Niederlage in den letzten acht Spielen für die Magic, die ohne den weiterhin verletzt fehlenden Franz Wagner die direkte Qualifikation für die Playoffs zunehmend aus den Augen verlieren. Auf Platz acht der Eastern Conference liegt Orlando nun wieder drei Siege hinter Toronto und den Atlanta Hawks auf den letzten beiden direkten Playoff-Plätzen. Zumindest für das Play-in-Turnier ist Orlando acht Spiele vor Saisonende bereits sicher qualifiziert. Überhaupt stehen alle 20 Teams, die die Postseason erreichen werden, schon frühzeitig fest.Höchster Saisonsieg für TorontoIn Toronto legte Orlando einen guten Start hin und führte bis Mitte des ersten Viertels. Doch dann gelang dem Team plötzlich gar nichts mehr und die Raptors holten 31 Punkte in Folge. Von dieser Serie erholten sich die Magic nicht mehr. Für Toronto war es der höchste Saisonsieg.Die beiden Deutschen Tristan da Silva und Moritz Wagner waren noch zwei der besseren Magic-Profis. Da Silva stand in der Startformation und erzielte zwölf Punkte, Wagner kam von der Bank auf sieben Punkte und vier Rebounds. Dagegen traf etwa Starspieler Paolo Banchero nur drei von 14 Würfen.Titelverteidiger weiter in der SpurBestes Team der Liga ist weiterhin Titelverteidiger Oklahoma City Thunder mit dem deutschen Center Isaiah Hartenstein. Im Topspiel gegen den NBA-Cup-Sieger New York Knicks siegten die Thunder mit 111:100.Starspieler Shai Gilgeous-Alexander erzielte 30 Punkte und baute seine historische Rekordserie auf 135 Spiele in Folge mit mindestens 20 Punkten aus. Hartenstein stand wie gewohnt in der Startformation und verbuchte sechs Punkte und 13 Rebounds. Die Thunder haben 14 ihrer letzten 15 Spiele gewonnen.

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ATP-Masters: Tennisprofi Sinner schafft "Sunshine Double"

Das Wetter macht zum Abschluss des Turniers in Miami nicht so recht mit. Der Favorit lässt sich davon im Endspiel nicht beirren und baut zwei Erfolgsserien aus.Jannik Sinner hat einen perfekten Tennis-Monat in den USA gekrönt und auch das Masters-Turnier in Miami gewonnen. Der Weltranglistenzweite aus Italien gewann nach dem Halbfinal-Erfolg über Alexander Zverev im Endspiel 6:4, 6:4 gegen den Tschechen Jiri Lehecka.Zuvor hatte Sinner bereits beim Masters im kalifornischen Indian Wells den Titel geholt. Der 24-Jährige schaffte damit als insgesamt achter Spieler das sogenannte "Sunshine Double" - und als erster seit Roger Federer 2017. Dabei ist Sinner der erste, dem das Kunststück ohne Satzverlust gelang. Zugleich baute der Südtiroler seine Rekordbilanz bei Masters-Turnieren aus und gewann nun 34 Sätze in Serie."Das ist ein ganz besonderer Moment", sagte Sinner nach dem Erfolg in Miami, "ich hätte nie gedacht, dass ich das Sunshine Double gewinnen würde, weil es so schwierig zu erreichen ist."Zweiter Titel für Sinner in MiamiWegen Regens begann das Endspiel in Florida mit mehr als einstündiger Verspätung. Nachdem sich Sinner dank eines frühen Breaks den ersten Durchgang gesichert hatte, musste die Partie zu Beginn des zweiten Satzes wegen erneuten Regens auch für mehr als eine Stunde unterbrochen werden.Im zweiten, ausgeglichenen Satz holte sich Sinner das entscheidende Break zum 5:4 und brachte anschließend den Service sicher durch. Nach 1:33 Stunden reiner Spielzeit machte Sinner seinen zweiten Erfolg bei der Veranstaltung nach 2024 perfekt. Im Vorjahr konnte er seinen Titel wegen einer Dopingsperre nicht verteidigen. Der ebenfalls 24 Jahre alte Lehecka stand erstmals in einem Endspiel der Masters-Serie und wird in der Weltrangliste seine persönlich bislang höchste Position 15 erreichen. Vor dem Erfolg über den Tschechen hatte Sinner beim 6:3, 7:6 (7:4) über Zverev seinen siebten Erfolg in Serie gegen den besten deutschen Tennisprofi verbucht. Damit war er zum vierten Mal bei fünf Teilnahmen in das Finale des Hartplatzturniers eingezogen, das mit 9,4 Millionen US-Dollar (8,16 Millionen Euro) dotiert ist.

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Superstar droht mit Rücktritt: Verstappen ohne Fahrspaß: Lieber Familie als Formel 1?

Max Verstappen ist die Lust auf die Formel 1 gründlich vergangen. Wegen der neuen Elektro-Regeln erwägt er anscheinend einen drastischen Schritt.In seinem Ärger über die neuen Formel-1-Technikregeln droht der viermalige Weltmeister Max Verstappen immer offener mit Rücktritt. "Ich denke über alles nach, was hier in der Boxengasse vor sich geht", sagte der 28 Jahre alte Niederländer der BBC nach dem Rennen in Japan.Er sei privat sehr glücklich, müsse aber nun rund 20 Rennen warten, ehe sich die sportlichen Bedingungen in der Königsklasse wieder ändern könnten. "Und dann fragt man sich einfach: Lohnt sich das? Oder genieße ich es mehr, zu Hause bei meiner Familie zu sein? Meine Freunde öfter zu sehen, wenn man keinen Spaß am Sport hat?", sagte der Red-Bull-Pilot.Verstappen wettert seit längerem über die neuen Bestimmungen, unter denen der Elektro-Anteil des Motors eine viel größere Rolle spielt. Die Piloten müssen immer wieder die Batterie laden und häufiger vom Gas gehen. Das kommt Verstappens Talent wenig entgegen.Schon großer Rückstand in der WM"Natürlich versuche ich, mich darauf einzustellen, aber die Art und Weise, wie man hier fahren muss, ist nicht schön. Das ist wirklich das Gegenteil von Fahrspaß. Und irgendwann ist es einfach nicht mehr das, was ich machen will", erklärte Verstappen. Es gehe ihm auch nicht darum, einfach noch mehr Geld in der Formel 1 zu verdienen. Der frühere Serien-Champion versicherte, sein Frust entspringe nicht der aktuellen Schwäche seines Autos. Nach drei Saisonläufen liegt er als WM-Neunter schon 60 Punkte hinter dem führenden Mercedes-Piloten Kimi Antonelli. Er könne siebte oder achte Plätze akzeptieren, sagte Verstappen. Zugleich bekräftigte er: "Ich möchte hier sein, um Spaß zu haben, eine tolle Zeit zu verbringen und es zu genießen. Im Moment ist das aber nicht wirklich der Fall."Verstappen hat beim Red-Bull-Team noch einen Vertrag bis 2028, besitzt Branchenexperten zufolge aber eine Ausstiegsklausel zum Saisonende. Zuletzt nahm er mehrfach an Langstrecken-Rennen teil. Auch sein Vater Jos warnte via "Telegraaf" bereits: "Das Fahren in diesen Autos fordert ihn nicht. Ehrlich gesagt, befürchte ich, dass Max seine Motivation verliert."

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DFB: Deutsches Fußball-Haus bei WM in Manhattan

Public Viewing, Pub-Quiz und deutsche Fußball-Ikonen: Mit dem German House of Soccer bringt der DFB WM-Feeling und Fan-Tradition nach New York. Was Besucher im Sommer in Manhattan erwartet.Im Herzen von New York wird der Deutsche Fußball-Bund während der WM das German House of Soccer (GHOS) als Treffpunkt für Fans, Medien und seine Partner öffnen. In der Event Location "Chelsea Industrial" unweit des Hudson Rivers in Manhattan soll eine Begegnungsstätte entstehen, die deutsche Fußball-Kultur vermittelt, teilte der Verband mit. "Mit dem German House of Soccer wird erstmals in einem WM-Ausrichterland ein zentraler Ort geschaffen, an dem Menschen aus aller Welt den deutschen Fußball mit seiner einzigartigen Leidenschaft, Begeisterung, seinen Werten und natürlich auch seinen Heldinnen und Helden und großen Erfolgen erleben können", sagte DFB-Generalsekretär Holger Blask.Eröffnungsparty mit Neuendorf und VöllerErstmals geöffnet wird das Fußball-Haus, das Parallelen zum von Olympischen Spielen bekannten Deutschen Haus hat, am Tag des WM-Eröffnungsspiels zwischen Co-Gastgeber Mexiko und Südafrika am 11. Juni. Einen Tag später folgt die offizielle Eröffnung mit einem Festakt mit DFB-Präsident Bernd Neuendorf und DFB-Sportdirektor Rudi Völler. Die deutsche Nationalmannschaft wohnt während der WM allerdings nicht in New York, sondern in Winston-Salem im US-Bundesstaat North Carolina. Die Auswahl von Bundestrainer Julian Nagelsmann kommt zum letzten Gruppenspiel gegen Ecuador am 25. Juni ins benachbarte East Rutherford. Letzter Öffnungstag des GHOS ist unabhängig vom WM-Abschneiden der DFB-Elf der 11. Juli. Acht Tage später wird auf der gegenüberliegenden Seite des Hudson Rivers im Stadion in East Rutherford der nächste Weltmeister gekürt. Currywurst und SchnitzelIm German House of Soccer wird es drei zentrale Räume geben. In der Match Day Area gibt es Public Viewing der WM-Spiele und ein Bühnenprogramm von Diskussionsrunden bis Pub-Quiz-Veranstaltungen sowie typisch deutsches Essen wie Currywurst und Schnitzel. Die Soccer Gallery Area soll Einblicke in deutsche Fußball-Kultur und deutsches Fanleben geben. In der Champions Lounge - einem VIP-Bereich - sind unter anderem Netzwerk-Treffen geplant. "Unser Fußball hat so viel zu bieten – starke Traditionen, klare Identität, aber auch jede Menge Leidenschaft für das Spiel. Genau das wollen wir im German House of Soccer zeigen", sagte Nationaltorhüterin Ann-Kathrin Berger, die seit 2024 bei Gotham FC in New Jersey spielt und das Projekt als Botschafterin begleitet.

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Leichtathletik: Abdilaahi knackt Baumanns Uralt-Rekord über 10.000 Meter

Fast 29 Jahre hat der deutsche Rekord von Dieter Baumann über 10.000 Meter Bestand. Nun ist Mohamed Abdilaahi schneller - und zwar deutlich. Der Olympiasieger von 1992 hofft nun auf Titel von ihm.Mohamed Abdilaahi hat den deutschen Uralt-Rekord von Dieter Baumann über 10.000 Meter auf der Bahn geknackt. Beim Lauf-Meeting in San Juan Capistrano in Kalifornien unterbot der 27-Jährige vom Club Cologne Athletics in 26:56,58 Minuten die fast 29 Jahre alte Bestmarke von Dieter Baumann um mehr als 24 Sekunden (27:21,53 Minuten) und gewann damit auch das Rennen."Ich bin megahappy und einfach dankbar, dass es so gut funktioniert hat", sagte Abdilaahi. Der Rekord muss noch bestätigt werden. "Das ist toll, da muss alles passen. Er soll das genießen", sagte Baumann der Deutschen Presse-Agentur. Für den 61-Jährigen kam die Bestmarke aber "mit Ansage". Der 5.000-Meter-Olympiasieger von Barcelona 1992 hatte die lange bestehende Bestzeit am 5. April 1997 im spanischen Barakaldo aufgestellt. Im vergangenen Jahr verbesserte Abdilaahi bereits den 5.000-Meter-Rekord Baumanns in Monaco um 1,07 Sekunden auf 12:53,63 Minuten."Das ist schon Geschichte""Unter 13 und unter 27 Minuten auf diesen beiden Distanzen - das ist schon Geschichte", sagte Baumann. "Ich würde mir wünschen, dass er diese Zeiten in Rennen umsetzt, wo es um Medaillen geht. Denn Rekorde sind vergänglich, Titel bleiben." Bei der WM 2025 in Tokio hatte Abdilaahi den Endlauf über 5.000 Meter verpasst.Der Schwabe hatte die Nachricht vom Rekord von seiner Ehefrau Isabelle telefonisch erfahren, die in San Juan Capistrano als Trainerin vor Ort war. Baumann selbst hat Abdilaahi schon als "jungen Kerl" kennengelernt. "Der hat etwas ganz Tolles: so eine Unverschämtheit, so etwas Verrücktes. Er geht an Rennen heran, ohne sich Grenzen zu setzen. Sonst limitiert man sich ja auch selbst nur", sagte Baumann über den gebürtigen Mönchengladbacher, dessen Eltern aus Somalia stammen.Abdilaahi mit dem zweiten deutschen Rekord in diesem JahrAbdilaahi sorgte schon zu Beginn des Jahres für Aufsehen, als er in Valencia den deutschen Rekord von Marathon-Vizeweltmeister Amanal Petros über 10.000 Meter auf der Straße verbesserte. "Valencia lief ja sehr gut und ich bin nicht der beste Straßenläufer. Wenn ich auf der Straße gut laufe, bin ich auf der Bahn noch viel, viel stärker", sagte er nach seinem Coup von Kalifornien.In den USA kratzte auch noch ein zweiter deutscher Läufer an der Baumann-Marke. Hindernis-Spezialist Frederik Ruppert vom LAV Tübingen wurde in 27:24,53 Minuten Achter und war damit drei Sekunden langsamer als der inzwischen 61-Jährige.

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Radsport: Tour-Härtetest für Lipowitz gelungen - Edelhelfer Evenepoel?

Drei Monate vor dem Start der Frankreich-Rundfahrt präsentiert sich die deutsche Radsport-Hoffnung in guter Form. Spannend bleibt die teaminterne Rollenverteilung mit Doppel-Olympiasieger Evenepoel.Die letzten Attacken von Florian Lipowitz auf dem olympischen Berg Montjuic verpufften, und doch durfte sich der deutsche Radstar in Barcelona als Gewinner fühlen. Der dritte Gesamtrang hinter dem überragenden Jonas Vingegaard und dem Franzosen Lenny Martinez bei der schweren Katalonien-Rundfahrt war auch ein Fingerzeig für die Tour de France, die in gut drei Monaten ebenfalls in der spanischen Metropole losrollt.Lipowitz, der als erster Deutscher in der 115-jährigen Geschichte der Rundfahrt das Podium erreichte, präsentierte sich in ansprechender Frühform. Dazu kletterte er auch die Berge etwas schneller hoch als sein prominenter Teamkollege Remco Evenepoel, der auf der Schlussetappe immerhin Dritter hinter dem australischen Tagessieger Brady Gilmore und dem Franzosen Dorian Godon wurde. Das verspricht Spannung für die interne Team-Hierarchie. Denn der Red-Bull-Rennstall will bei der Tour im Sommer mit einer Doppelspitze an den Start gehen, einen klaren Kapitän gibt es im Vorfeld nicht.Evenepoel bei der Tour als Lipowitz-Helfer?Muss der millionenschwere Star-Einkauf Evenepoel, der amtierende Zeitfahr-Weltmeister und Doppel-Olympiasieger von Paris, in den Bergen womöglich für Lipowitz arbeiten? Bei der Katalonien-Rundfahrt hatte er damit kein Problem. Am Samstag verhalf Evenepoel durch seine Tempoarbeit auf der Abfahrt Lipowitz zum Sprung auf den dritten Platz. "Er war fantastisch, hat einen super Job für mich gemacht. Dafür bin ich ihm unglaublich dankbar. Dass ein Weltmeister so etwas macht, ist einfach unglaublich", sagte Lipowitz, der im Vorfeld der Rundfahrt noch gesundheitlich angeschlagen war.Der deutsche Youngster hatte fast schon ein schlechtes Gewissen, dass er Vingegaard am Schlussanstieg nicht folgen konnte. Der zweimalige Tour-Champion aus Dänemark war wie beim Sieg auf der Königsetappe am Freitag eine Klasse für sich und gewann nach Paris-Nizza bereits die zweite Prestige-Rundfahrt in diesem Jahr. Auf dem Weg zum möglichen fünften Tour-Sieg muss Superstar Tadej Pogacar dieses Mal wohl mit deutlich mehr Widerstand seines Rivalen rechnen.Belgier von Sturz beeinträchtigtUnd Evenepoel? Der Belgier verwies auch auf die Folgen seines Sturzes am Mittwoch. "Ich hatte ein paar schwierige Tage. Die Auswirkungen waren tatsächlich etwas größer als erhofft", sagte er. Ähnlich äußerte sich Red-Bull-Sportdirektor Klaas Lodewyck: "Fakt ist, dass seine Woche hier ganz anders hätte verlaufen können. Ohne diesen Sturz wäre das Szenario ganz anders gewesen."

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Skifliegen: Party und Abschiede: Skisprung-Saison endet emotional

Zum Saisonabschluss feiern Springer und Fans in Planica ein großes Fest. Die Ära von Bundestrainer Stefan Horngacher endet. Den Nachfolger kennen seine Sportler bereits.Stefan Horngacher umarmte seine Kollegen auf dem Trainerturm, am Fuß der gigantischen Schanze von Planica feierten mehr als 26.000 Fans ein großes Skiflug-Fest. Der Saisonabschluss der Skispringer stand im Zeichen von Party und Abschieden. "Es ist natürlich schon emotional. Es war eine lange schöne Zeit", sagte Bundestrainer Horngacher nach seinem letzten Wettkampf in dieser Funktion. Dominator Domen Prevc ließ sich in der Heimat nach seiner Super-Saison auf den Schultern seiner Teamkollegen hochleben. Der 26-Jährige gewann den Gesamtweltcup, die Vierschanzentournee, holte zweimal Olympia-Gold und wurde Skiflug-Weltmeister.Im letzten Wettkampf des Winters war er hinter dem Norweger Marius Lindvik der zweitbeste Flieger. Für die deutschen Springer endete die Saison so, wie sie an vielen Wochenenden verlaufen war: Für ganz vorne reichte es nicht.Raimund: "Jetzt kann ich endlich die Beine hochlegen"Karl Geiger war auf Rang acht der beste Deutsche. Andreas Wellinger wurde Elfter. Olympiasieger Philipp Raimund, der als Siebter der stärkste DSV-Adler im Saisonranking ist, landete auf nur Rang 28. "Die Flüge - vor allem bei Olympia - waren phänomenal", sagte der trotzdem gut gelaunte Raimund im ZDF. "Jetzt kann ich endlich die Beine hochlegen. Es war echt zäh zum Ende."Wenige Minuten zuvor hatte ein Konkurrent für emotionale Momente gesorgt. Die polnische Skisprung-Legende Kamil Stoch ließ sich nach einer langen Karriere mit drei Tourneesiegen noch einmal vom begeisterten Publikum feiern. Wie Horngacher und der Österreicher Manuel Fettner hört auch er auf. Viele Erfolge, aber ein großes Ziel verfehltWer sie in der kommenden Saison als Chefcoach betreut, wissen die deutschen Springer bereits. "Ich glaube, dass das funktionieren wird. Das wird eine gute Sache", sagte Geiger mit einem Lächeln. "Ich muss sagen, ich freue mich sehr drauf. Ich bin zufrieden mit der Wahl."Was die Verkündung des Namens in der Öffentlichkeit angeht, bat Sportdirektor Horst Hüttel vom Deutschen Skiverband (DSV) in Planica um "noch ein paar Tage Geduld". Bis eine Entscheidung kommuniziert werde, werde es "nicht mehr lange dauern". Mit Horngachers Arbeit in den vergangenen sieben Jahren sei man "zufrieden", resümierte Hüttel. "In Summe Schulnote zwei, würde ich sagen."Bei Weltmeisterschaften und Winterspielen feierte Horngacher mit seinen Sportlern Gold, Silber und Bronze. Der langersehnte erste Vierschanzentourneesieg seit Sven Hannawalds Triumph 2002 blieb aber auch unter dem Österreicher aus.Horngacher: Performance "nicht ganz ausreichend"In Horngachers letzter Saison musste sein Team zahlreiche Enttäuschungen verkraften. Die Abstände deutscher Springer zur absoluten Weltspitze waren in einigen Wettkämpfen ungewohnt groß. Der überraschende Olympiasieg von Raimund im Einzel auf der Normalschanze war der große Höhepunkt eines ganz schwierigen Winters.Die Performance in diesem Jahr sei "nicht ganz ausreichend" gewesen, resümierte Horngacher. Er selbst will sich nun Gedanken machen, wie er dem Skispringen in anderer Funktion erhalten bleibt. Der 56-Jährige freut sich aber auch auf mehr Freizeit. "Ich werde mit Sicherheit viel Gitarre spielen, viele Pilze sammeln und nebenher noch viel Rad fahren", sagte der Wahl-Schwarzwälder.Emotionaler letzter Wettkampf von Katharina SchmidVor Horngacher verabschiedete sich am Samstag bereits Katharina Schmid von der Weltcup-Bühne. Die über viele Jahre beste deutsche Springerin wurde von ihrem Bruder abgewinkt und von Teamkollegen, Familie und Freunden im Auslauf mit einer Sektdusche empfangen."Schöner hätte ich es mir nicht vorstellen können", sagte die siebenmalige Weltmeisterin zu ihrem Abschied. Der 13. und damit letzte Platz im kleinen Starterinnenfeld war dabei nur Nebensache. Die 29-Jährige will in Zukunft in ihrer Heimat Oberstdorf als Nachwuchstrainerin arbeiten.

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Rennen in Suzuka: In die Fahrschule: Antonelli jüngster Formel-1-Spitzenreiter

Kimi Antonelli erobert als jüngster Fahrer der Formel-1-Geschichte die WM-Führung. Sein Mercedes-Teamchef hat aber trotzdem etwas zu bemängeln.Als jüngster WM-Spitzenreiter der Formel-1-Geschichte bekam Kimi Antonelli von seinem Chef prompt Nachhilfestunden verordnet. Weil der rasende Teenager aus Italien bei seiner nächsten Fahrt in die Geschichtsbücher der Königsklasse in Japan wieder den Start verpatzte, befahl Mercedes-Boss Toto Wolff: "Da müssen wir in die Fahrschule gehen." Angemessen bescheiden versicherte der erst 19 Jahre alte Antonelli nach seinem zweiten Sieg binnen zwei Wochen: "Ich muss noch viel arbeiten und mich weiter steigern."Die Zahlen sprechen schon jetzt für ihn: Kein WM-Spitzenreiter in der Formel 1 war jünger als Antonelli. Die bisherige Bestmarke hielt Rekordweltmeister Lewis Hamilton, der 2007 in Spanien im Alter von 22 Jahren und 126 Tagen erstmals die Spitze der Gesamtwertung erobert hatte. Zwei Siege eines Italieners nacheinander hatte die Formel 1 zuletzt 1953 erlebt, als Alberto Ascari zu seinem zweiten WM-Titel fuhr. Könnte Antonelli 73 Jahre später das Warten der Tifosi auf den nächsten Champion beenden? "Ich denke da nicht zu sehr daran. Wir sind natürlich in einer guten Position, aber es ist noch ein weiter Weg", sagte der Silberpfeil-Pilot im Zielraum von Suzuka. In der Gesamtwertung liegt Antonelli jetzt neun Punkte vor seinem Stallrivalen George Russell, der hinter McLaren-Fahrer Oscar Piastri und Ferrari-Star Charles Leclerc nur Vierter wurde.Schwerer Unfall bringt EntscheidungWie bei seiner Sieg-Premiere zuletzt in China von der Pole Position gestartet, war Antonelli mit durchdrehenden Reifen schon nach wenigen Metern auf Platz sechs zurückgefallen. "Das war komplett mein Fehler. Damit mache ich mir das Leben viel schwerer", bekannte der Mercedes-Youngster. Mit mehr Mühe als erwartet arbeitete sich Antonelli Richtung Spitze. Die entscheidende Szene kam, als Haas-Pilot Oliver Bearman heftig in die Streckenbegrenzung krachte. Während der Brite mit schmerzverzerrtem Gesicht und einer Knieprellung den Unfallort verließ, kam das Safety-Car auf die Strecke und bremste das Feld ein.Antonelli verlor so beim Reifenwechsel weniger Zeit, kam als Führender zurück auf die Piste und war nicht mehr aufzuhalten. "Eine Superfahrt und das Glück des Tüchtigen", urteilte Teamchef Wolff. Teamgefährte Russell haderte hingegen mit dem Schicksal. Eine Runde vor dem Safety-Car-Einsatz war er als Spitzenreiter an die Box gefahren, hatte sich zuvor nach ebenfalls schwachem Start von Rang vier nach vorn gekämpft. "Unglaublich. Unser verdammtes Glück in den letzten zwei Rennen", funkte der 28-Jährige, als er die Chance auf den Sieg zerplatzen sah. "Einfach frustrierend", klagte Russell, der den Auftakt in Australien und den Sprint in China für sich entschieden hatte.Antonelli hat Kritiker verstummen lassenSeither aber hat sich das Blatt bei Mercedes gewendet. Antonelli fuhr in Shanghai als jüngster Pilot der Formel-1-Geschichte zu seiner ersten Pole Position, sicherte sich dann den ersten Grand-Prix-Sieg und machte in Japan einfach so weiter. "Ich bin sehr dankbar, dass uns das Team mit so einem Auto ausgestattet hat. Jetzt Kopf runter und weitermachen", sagte der Italiener.Im Vollsprint rannte Antonelli im Ziel in die Jubeltraube seiner Crew. "Eine gewisse Leichtigkeit" sieht Teamchef Wolff bei seinem Schützling, seit dieser die Kritik an seiner wechselhaften Debütsaison im Vorjahr hat verstummen lassen. "Ich habe einen großen Schritt gemacht. Erfahrung hilft sehr. Letztes Jahr musste ich einiges überstehen. Das hat mich mehr abgehärtet, als ich erwartet habe", erklärte Antonelli.Sein Renningenieur Peter Bonnington, einst lange an der Seite von Lewis Hamilton, sieht den Jungstar auf dem besten Weg zu weiteren Triumphen. "Einfach ein Naturtalent. Ich habe nie an Naturtalente geglaubt, aber er hat dieses gewisse Etwas, diese zusätzlichen paar Zehntelsekunden, die andere Fahrer suchen", sagte Bonnington der BBC. Nahost-Krieg bremst Formel 1Am liebsten würde Antonelli sein Formhoch wohl jetzt schnell weiter nutzen, doch die Formel 1 verabschiedet sich erst einmal unfreiwillig in eine längere Pause. Wegen des Krieges in Nahost wurden die für April geplanten Gastspiele in Bahrain und Saudi-Arabien abgesagt. Erst am 3. Mai geht es mit dem Rennen in Miami weiter. "Ich versuche, das Beste aus der Pause zu machen und zu schauen, wo ich mich weiter verbessern kann", sagte der neue WM-Führende.Noch sehr eng werde die weitere Saison werden, neben Kollege Russell hat Antonelli auch die Konkurrenz von McLaren und Ferrari weiter auf der Rechnung. Tatsächlich schien der Vorteil der Mercedes in Japan schon nicht mehr so deutlich wie noch bei den ersten beiden Grand Prix. Dagegen wirkt der viermalige Weltmeister Max Verstappen nicht so, als könnte er in diesem Jahr noch einmal ins Titelrennen eingreifen. Der Niederländer kam im Red Bull abgeschlagen als Achter ins Ziel, seine Rekordserie mit vier Japan-Siegen nacheinander ist beendet. Im Frust über seinen schwachen Dienstwagen und die neuen Technik-Regeln, die ihm nicht gefallen, hatte der 28-Jährige vor dem Rennen laut über einen vorzeitigen Rücktritt aus der Formel 1 nachgedacht.

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WM 2026: Das ist die mittelalterliche Unterkunft der DFB-Spieler

Auf diesem früheren Landgut in North Carolina soll die DFB-Elf während der WM unterkommen. Bundestrainer Julian Nagelsmann erklärt, was ihn an der Anlage überzeugt.Auf diesem früheren Landgut in North Carolina soll die DFB-Elf während der WM unterkommen. Bundestrainer Julian Nagelsmann erklärt, was ihn an der Anlage überzeugt.

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Fußball-Länderspiele: WM-Test im Aztekenstadion von Todesfall überschattet

Bei der Wiedereröffnung des Aztekenstadions bekommen die Fans weder Cristiano Ronaldo noch Tore zu sehen. Überschattet wird der WM-Test von einem tragischen Unfall.Der WM-Test zwischen Gastgeberland Mexiko und Nations-League-Sieger Portugal (0:0) ist von einem Todesfall überschattet worden. Bei der Wiedereröffnung des Aztekenstadions kam ein Fan noch vor Beginn der Partie ums Leben.Nach Angaben der lokalen Polizei war der Fan betrunken und wollte im VIP-Bereich über die Außenbrüstung vom zweiten in den ersten Stock springen. Dabei sei er in das Erdgeschoss gefallen. Rettungsversuche der anwesenden Sanitäter seien erfolglos geblieben.Das Aztekenstadion, Austragungsort der WM-Finals 1970 und 1986, war für Renovierungsarbeiten seit Mai 2024 geschlossen. In der historischen Spielstätte finden bei der anstehenden Weltmeisterschaft fünf Partien statt – darunter drei Vorrunden- und zwei K.-o.-Spiele. Die WM in Mexiko, Kanada und den USA wird am 11. Juni in dem Stadion in Mexiko-Stadt mit der Partie zwischen Mexiko und Südafrika eröffnet.WM-Test bleibt sportlich ereignisarmSportlich sahen die Zuschauer knapp zweieinhalb Monate vor Beginn des Turniers eine Partie mit wenigen Höhepunkten. Beide Mannschaften mussten verletzungsbedingt auf zahlreiche Spieler verzichten. Auch Cristiano Ronaldo fehlte, der Superstar fällt mit einer Muskelverletzung im linken Oberschenkel bereits seit Ende Februar aus. Sein Vertreter Gonçalo Ramos besaß in der 26. Minute die größte Chance der Partie, als er mit einem Schuss nur den Pfosten traf.USA und Kanada mit ProblemenNeben Mexiko blieben auch die weiteren Gastgeber USA und Kanada sieglos. Die Kanadier brauchten trotz klarer Überlegenheit zwei Elfmetertore von Jonathan David, um sich nach 0:2-Rückstand ein 2:2 gegen Island zu erkämpfen. Eine herbe Pleite mussten die US-Amerikaner einstecken. Die Mannschaft von Trainer Mauricio Pochettino war der individuellen Qualität von Belgien nicht gewachsen und ging mit 2:5 unter.

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Radsport: Radprofi Lipowitz bei Katalonien-Rundfahrt auf Podestkurs

Deutschlands Radsport-Hoffnung Florian Lipowitz überzeugt bei der Katalonien-Rundfahrt als Etappendritter und rückt in der Gesamtwertung vor. Jonas Vingegaard ist erneut nicht zu schlagen.Die deutsche Radsport-Hoffnung Florian Lipowitz ist bei der Katalonien-Rundfahrt auf Podestkurs. Auf der vorletzten Etappe über 158,2 schwere Bergkilometer von Berga zur Wallfahrtskirche Santuari de Queralt belegte der 25-Jährige den dritten Rang. Mit tatkräftiger Unterstützung seines Red-Bull-Teamkollegen Remco Evenepoel verbesserte sich Lipowitz in der Gesamtwertung auf den dritten Platz.Überlegener Sieger der 6. Etappe wurde wie am Vortag der Gesamtführende Jonas Vingegaard aus Dänemark. Rang zwei sicherte sich der Gesamtzweite Lenny Martinez aus Frankreich, der im Schlussspurt Lipowitz knapp hinter sich ließ. Die Rundfahrt endet an diesem Sonntag mit der siebten Etappe mit Start und Ziel in Barcelona über 95 Kilometer.Lipowitz lobt EvenepoelIm Ziel hatte Vingegaard, der jüngst schon die Rundfahrt Paris-Nizza gewonnen hatte, zehn Sekunden Vorsprung auf Martinez und Lipowitz. Damit baute der Däne 98 Tage vor Beginn der Tour de France seinen Vorsprung auf Martinez auf 1:22 Minuten aus. Lipowitz als Dritter liegt 1:30 Minuten zurück. Olympiasieger Evenepoel verbesserte sich als Etappen-Fünfter auch im Gesamtklassement um eine Position und geht als Fünfter in den Schlussabschnitt. "Er hat einen tollen Job gemacht", lobte Lipowitz den Belgier.

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Fußball-Nationalmannschaft: Nagelsmann gibt WM-Kader am 12. Mai bekannt

Vier Tage vor dem letzten Bundesliga-Spieltag benennt Julian Nagelsmann sein Aufgebot für die Fußball-WM in Amerika. Anschließend sind Änderungen unter bestimmten FIFA-Bedingungen noch möglich.Julian Nagelsmann wird seinen Kader für die Fußball-WM am 12. Mai um 13.00 Uhr und damit vier Tage vor dem letzten Bundesliga-Spieltag verkünden. Das gab der Deutsche Fußball-Bund bekannt. Wo der Bundestrainer die voraussichtlich 26 Namen für das Turnier benennen wird, steht demnach noch nicht fest. Das letzte Länderspiel vor der Nominierung bestreitet die Nationalmannschaft am Montag (20.45 Uhr/ARD) in Stuttgart gegen Ghana. Die unmittelbare WM-Vorbereitung beginnt am 25. Mai mit einem Trainingslager in Herzogenaurach. Am 2. Juni fliegt die DFB-Auswahl zwei Tage nach einem Test in Mainz gegen Finnland nach Chicago. Dort findet am 6. Juni (20.30 Uhr/MESZ) gegen Co-Gastgeber USA die Turnier-Generalprobe statt. FIFA bekommt Liste mit 55 NamenAnfang Juni muss Nagelsmann seinen finalen, 26 Spieler umfassenden Kader der FIFA melden. Zuvor könnte der Bundestrainer auch mehr Akteure benennen. Alle Spieler müssen allerdings auf einer maximal 55 Akteure umfassenden Liste stehen, die dem Weltverband bis zum 11. Mai überreicht werden muss. Die Nationalmannschaft bezieht ihr WM-Camp am 8. Juni in Winston-Salem im US-Bundesstaat North Carolina. Von dort reist das Team zu den Spielen am 14. Juni in Houston gegen Curacao, am 20. Juni in Toronto gegen die Elfenbeinküste und zum Abschluss der Gruppenphase am 25. Juni gegen Ecuador im Finalstadion in East Rutherford bei New York.

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Eiskunstlauf: Gala statt Drama: "Vierfach-Gott" Malinin läuft zu WM-Gold

Nach dem Olympia-Desaster kehrt "Vierfach-Gott" Ilia Malinin bei der Weltmeisterschaft in Prag zurück aufs Eis. Dort meldet er sich mit zwei herausragenden Programmen zurück - und gewinnt Gold.Sechs Wochen nach dem Olympia-Fiasko hat US-Superstar Ilia Malinin bei der Eiskunstlauf-Weltmeisterschaft in Prag mit einer Weltklasse-Kür die Goldmedaille gewonnen. Der 21-Jährige sicherte sich mit einer atemberaubenden Flugshow und 329,40 Punkten seinen dritten WM-Titel in Folge.Das Wunderkind zeigte zwar nur fünf statt der eigentlich geplanten sieben Vierfachsprünge und verzichtete auch auf den besonders anspruchsvollen vierfachen Axel. Malinin, der sich selbst als "Vierfach-Gott" bezeichnet, kam aber ohne schweren Patzer durch seine Kür und meldete sich auf der großen Bühne eindrucksvoll zurück. "Bei jedem Element habe ich das Publikum hinter mir gespürt", sagte Malinin im Siegerinterview.Vom Olympia-Trauma keine Spur mehrBei den Olympischen Winterspielen in Italien hatte Malinin wie nun auch bei der WM nach dem Kurzprogramm geführt. In der Kür erlebte er dann aber einen dramatischen Absturz und wurde als Megafavorit nur Achter. Er klagte anschließend über den immensen Druck.Es sei "ziemlich schwierig" gewesen, sich von den Olympischen Spielen zu erholen, hatte Malinin nach dem Kurzprogramm am Donnerstag gesagt. "Ich habe an so viele verschiedene Dinge gedacht, die ich hätte anders machen können, um ein anderes Ergebnis zu erzielen." Dieses Mal stellte der Ausnahmekönner mit neuer Frisur seine sonst so gewohnte Nervenstärke unter Beweis. Hinter Malinin belegte der Japaner Yuma Kagiyama dank einer starken Aufholjagd mit 306,67 Punkten Rang zwei. Der 22-Jährige verbesserte sich in der Kür um vier Plätze. Dritter wurde Kagiyamas Landsmann Shun Sato (288,54 Punkte).Gartung wird bei WM-Debüt 24.Genrikh Gartung fiel bei seinem WM-Debüt nach einer fehlerhaften Kür vom 23. Rang nach dem Kurzprogramm auf den 24. Platz zurück. Für den einzigen deutschen Teilnehmer und den jüngsten Starter der gesamten Konkurrenz war aber schon der Einzug ins Finale der besten 24 Eiskunstläufer ein Erfolg. Einige Top-Athleten wie der Sensations-Olympiasieger Michail Schaidorow aus Kasachstan hatten auf den Abschluss einer langen Saison verzichtet.

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