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Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und den Finanzmärkten
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Aktuelle Nachrichten

Fußball-Nationalmannschaft: Nagelsmann gibt WM-Kader am 12. Mai bekannt

Vier Tage vor dem letzten Bundesliga-Spieltag benennt Julian Nagelsmann sein Aufgebot für die Fußball-WM in Amerika. Anschließend sind Änderungen unter bestimmten FIFA-Bedingungen noch möglich.Julian Nagelsmann wird seinen Kader für die Fußball-WM am 12. Mai um 13.00 Uhr und damit vier Tage vor dem letzten Bundesliga-Spieltag verkünden. Das gab der Deutsche Fußball-Bund bekannt. Wo der Bundestrainer die voraussichtlich 26 Namen für das Turnier benennen wird, steht demnach noch nicht fest. Das letzte Länderspiel vor der Nominierung bestreitet die Nationalmannschaft am Montag (20.45 Uhr/ARD) in Stuttgart gegen Ghana. Die unmittelbare WM-Vorbereitung beginnt am 25. Mai mit einem Trainingslager in Herzogenaurach. Am 2. Juni fliegt die DFB-Auswahl zwei Tage nach einem Test in Mainz gegen Finnland nach Chicago. Dort findet am 6. Juni (20.30 Uhr/MESZ) gegen Co-Gastgeber USA die Turnier-Generalprobe statt. FIFA bekommt Liste mit 55 NamenAnfang Juni muss Nagelsmann seinen finalen, 26 Spieler umfassenden Kader der FIFA melden. Zuvor könnte der Bundestrainer auch mehr Akteure benennen. Alle Spieler müssen allerdings auf einer maximal 55 Akteure umfassenden Liste stehen, die dem Weltverband bis zum 11. Mai überreicht werden muss. Die Nationalmannschaft bezieht ihr WM-Camp am 8. Juni in Winston-Salem im US-Bundesstaat North Carolina. Von dort reist das Team zu den Spielen am 14. Juni in Houston gegen Curacao, am 20. Juni in Toronto gegen die Elfenbeinküste und zum Abschluss der Gruppenphase am 25. Juni gegen Ecuador im Finalstadion in East Rutherford bei New York.

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Eiskunstlauf: Gala statt Drama: "Vierfach-Gott" Malinin läuft zu WM-Gold

Nach dem Olympia-Desaster kehrt "Vierfach-Gott" Ilia Malinin bei der Weltmeisterschaft in Prag zurück aufs Eis. Dort meldet er sich mit zwei herausragenden Programmen zurück - und gewinnt Gold.Sechs Wochen nach dem Olympia-Fiasko hat US-Superstar Ilia Malinin bei der Eiskunstlauf-Weltmeisterschaft in Prag mit einer Weltklasse-Kür die Goldmedaille gewonnen. Der 21-Jährige sicherte sich mit einer atemberaubenden Flugshow und 329,40 Punkten seinen dritten WM-Titel in Folge.Das Wunderkind zeigte zwar nur fünf statt der eigentlich geplanten sieben Vierfachsprünge und verzichtete auch auf den besonders anspruchsvollen vierfachen Axel. Malinin, der sich selbst als "Vierfach-Gott" bezeichnet, kam aber ohne schweren Patzer durch seine Kür und meldete sich auf der großen Bühne eindrucksvoll zurück. "Bei jedem Element habe ich das Publikum hinter mir gespürt", sagte Malinin im Siegerinterview.Vom Olympia-Trauma keine Spur mehrBei den Olympischen Winterspielen in Italien hatte Malinin wie nun auch bei der WM nach dem Kurzprogramm geführt. In der Kür erlebte er dann aber einen dramatischen Absturz und wurde als Megafavorit nur Achter. Er klagte anschließend über den immensen Druck.Es sei "ziemlich schwierig" gewesen, sich von den Olympischen Spielen zu erholen, hatte Malinin nach dem Kurzprogramm am Donnerstag gesagt. "Ich habe an so viele verschiedene Dinge gedacht, die ich hätte anders machen können, um ein anderes Ergebnis zu erzielen." Dieses Mal stellte der Ausnahmekönner mit neuer Frisur seine sonst so gewohnte Nervenstärke unter Beweis. Hinter Malinin belegte der Japaner Yuma Kagiyama dank einer starken Aufholjagd mit 306,67 Punkten Rang zwei. Der 22-Jährige verbesserte sich in der Kür um vier Plätze. Dritter wurde Kagiyamas Landsmann Shun Sato (288,54 Punkte).Gartung wird bei WM-Debüt 24.Genrikh Gartung fiel bei seinem WM-Debüt nach einer fehlerhaften Kür vom 23. Rang nach dem Kurzprogramm auf den 24. Platz zurück. Für den einzigen deutschen Teilnehmer und den jüngsten Starter der gesamten Konkurrenz war aber schon der Einzug ins Finale der besten 24 Eiskunstläufer ein Erfolg. Einige Top-Athleten wie der Sensations-Olympiasieger Michail Schaidorow aus Kasachstan hatten auf den Abschluss einer langen Saison verzichtet.

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IOC-Geschlechtertests: Semenya fordert: "Unsinn ein Ende setzen"

Die neuen IOC-Richtlinien für Geschlechtertests hält Caster Semenya für beschämend. Der frühere Leichtathletik-Star will Widerstand formieren.Die zweimalige 800-Meter-Olympiasiegerin Caster Semenya hat die neuen Richtlinien des Internationalen Olympischen Komitees in der Geschlechterdebatte scharf kritisiert und will sie juristisch anfechten. "Ich werde Athleten ermutigen, sich zu einer Sammelklage zusammenzuschließen", sagte die 35-jährige Südafrikanerin Sky Sport News, "denn das ergibt keinen Sinn. Es rettet den Frauensport nicht."Alle Sportlerinnen sollen sich nach dem Willen des IOC künftig Geschlechtertests unterziehen, um an internationalen Frauen-Wettbewerben teilnehmen zu dürfen. Transfrauen soll ein Start in der Frauenkategorie künftig untersagt sein.Semenya war Dauergast in Gerichten"Ich kämpfe für die Würde der Frauen", sagte Semenya, die ihre Karriere inzwischen beendet hat und als Trainerin arbeitet. "Diejenigen, die sagen: "Ich werde mich keinem Test unterziehen, um zu beweisen, dass ich eine Frau bin"… Ich werde sie ermutigen, das zu tun, um diesem Unsinn ein Ende zu setzen."Semenya war zuletzt gegen die Testosteron-Vorschriften des Leichtathletik-Weltverbandes beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte vorgegangen. Die dreimalige Weltmeisterin wehrte sich dagegen, sich vor Starts einer Hormonbehandlung zur Senkung ihres natürlichen Testosteronspiegels zu unterziehen."Es gibt keinen Respekt gegenüber Frauen"Semenya betonte immer wieder, sie sei eine Frau. Nach Angaben in ihrer Autobiografie hat sie keine Gebärmutter und keinen Eileiter. "Es gibt keinen Respekt gegenüber Frauen. Sobald man von einer Frau verlangt, sich für die Teilnahme am Sport testen zu lassen, hat das mit Würde nichts zu tun", sagte Semenya. "Ein Mädchen, ein Kind, zu testen, ist schädlich und beschämend."Die neue Richtlinie ist das Ergebnis einer von IOC-Präsidentin Kirsty Coventry eingesetzten Arbeitsgruppe zum "Schutz der Frauen-Kategorie". Auslöser für die verschärfte Politik der olympischen Dachorganisation war der Wirbel um Wettbewerbe im Frauen-Boxen bei den Sommerspielen in Paris 2024.Zwei Boxerinnen im FokusIm Zentrum der Geschlechterdebatte standen die Olympiasiegerinnen Imane Khelif und Lin Yu-ting. Beide waren zuvor vom Weltverband Iba von der WM ausgeschlossen worden, da sie auf der Basis eines nicht näher erklärten Geschlechtertests angeblich die Teilnahme-Kriterien nicht erfüllt hatten.Bei Olympia durften beide starten. Der damalige IOC-Präsident Thomas Bach sagte unter Verweis auf die damals geltenden Regeln: "Es bestand nie ein Zweifel daran, dass sie Frauen sind." Khelif betonte zuletzt auch: "Ich bin keine Transsexuelle, ich bin ein Mädchen." Transmenschen oder Transgender sind Personen, die sich nicht mit dem Geschlecht identifizieren, das ihnen bei der Geburt zugeschrieben wurde.

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Saisonabschluss in Planica: Deutsche Skispringer fliegen am Podest vorbei

Die deutschen Skispringer schaffen es im letzten Teamevent des Winters nicht auf das Podium. Auch der große Dominator der Saison wackelt. Der DSV-Sportdirektor äußert sich zur Bundestrainer-Nachfolge.Die deutschen Skispringer haben einen Podestplatz im letzten Teamwettbewerb der Saison verpasst. Beim Sieg der Österreicher im Skiflug-Spektakel von Planica belegten Andreas Wellinger, Karl Geiger, Philipp Raimund und Pius Paschke Rang vier. 43,3 Punkte fehlten letztlich auf Platz drei. Österreich triumphierte vor den Teams aus Japan und Norwegen.Aus dem deutschen Quartett zeigte einzig Wellinger zwei konstant gute Sprünge, Geiger ließ im zweiten Durchgang mehrere Meter liegen. Starker Wind sorgte mehrfach für Unterbrechungen. Auch Domen Prevc, der große Dominator dieses Winters, zeigte Unsicherheiten und landete mit Gastgeber Slowenien letztlich nur auf Platz fünf.Am Sonntag steht zum Abschluss der Saison und zum Abschied des scheidenden Bundestrainers Stefan Horngacher noch ein Einzel-Skifliegen an.Hüttel kündigt zeitnahe Trainer-Entscheidung anWer auf Horngacher folgen wird, ist noch offen. Sportdirektor Horst Hüttel vom Deutschen Skiverband bat um "noch ein paar Tage Geduld". Man stehe "direkt vor der Zielgeraden", sei aber "noch nicht drüber", sagte er im ZDF. Bis eine Entscheidung kommuniziert werde, werde es "nicht mehr lange dauern".Mit Horngachers Arbeit in den vergangenen sieben Jahren sei man "zufrieden", resümierte Hüttel. "In Summe Schulnote zwei, würde ich sagen". Der Österreicher war 2019 auf Ex-Bundestrainer Werner Schuster gefolgt.

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Fußball-Nationalmannschaft: Vier gute Gründe: Darum gefiel Nagelsmann der wilde Sieg

Vier Tore in der Schweiz und ein Florian Wirtz in Galaform sind für den Bundestrainer ein WM-Pfund. Diese Erkenntnisse zieht Nagelsmann aus der Fußball-Nacht in Basel für den Weg nach Amerika.Nach einem Zwischenstopp im Breisgau zum morgendlichen Beine ausschütteln gab Julian Nagelsmann Zauberfuß Florian Wirtz erstmal frei. Mit seinen Kollegen um den mit dicker Lippe aus Basel zurückgekehrten Kapitän Joshua Kimmich durfte der Sieggarant in Stuttgart, dem Spielort für den nächsten WM-Härtetest am Montag (20.45 Uhr/ARD) gegen Ghana, durchschnaufen. Erst Reha-Training im Stadion des SC Freiburg. Und danach Abschalten und ein gemeinsames Abendessen für das so wichtige Teambuilding im Ländle. Das war der Dreiklang bei der Nationalmannschaft am Tag nach dem für die WM ziemlich erkenntnisreichen 4:3 (2:2) in der Schweiz. Gleich vier gute Gründe - mindestens - hatten den Bundestrainer überzeugt, dass er elf Wochen vor dem Turnierstart gegen Curaçao auf dem richtigen Weg Richtung Amerika ist. Der Wirtz-Faktor Rudi Völler, Lothar Matthäus, Schweiz-Coach Murat Yakin und ganz sicher auch Joachim Löw als Tribünengast: Die versammelte Fußball-Prominenz verneigte sich vor Doppeltorschütze und Doppelvorlagengeber Wirtz. Mit dieser Leistung hat der 22-Jährige in einem Spiel alle beim FC Liverpool aufgekommenen Zweifel an seiner Weltklasse beseitigt. "Er ist schon im Weltfußball ein Name. Und wenn er sich das beibehält, wird er über ganz, ganz lange Zeit ganz oben stehen bei allen Clubs. Weil er einfach unfassbar gut ist, engagiert und immer mit der nötigen Power", jubilierte Nagelsmann förmlich. Wirtz machte den Unterschied. Und kann den auch bei der WM machen. Die Aussicht, in Jamal Musiala einen weiteren Spieler gleicher Güte im Sommer wieder im Vollbesitz seiner Fähigkeiten dabei zu haben, verspricht große Perspektiven. Jetzt werden für Bayern-Profi Musiala die WM-Daumen gedrückt. Damit "Wusiala" wieder gemeinsam im neuen, blauen DFB-Trikot zaubert. Die Charakter-PrüfungNatürlich wurden der Schweiz ihre drei Tore recht leichtfertig geschenkt. Aber das Plus, das Nagelsmann ausmachte, war die Reaktion auf die Nackenschläge. Kein Testspiel-Larifari wie einst im trüben Herbst 2023 bei den Niederlagen gegen die Türkei und Österreich, die den Bundestrainer heute noch wurmen.Zwei Rückstände wurden wettgemacht, die Dominanz ging nicht verloren. Ein Spielplan war konstant erkennbar. "Mentalitätsmäßig finde ich das schon sehr, sehr gut", lobte Nagelsmann. Auch bei der WM kann es Rückstände und Rückschläge geben. Antworten wie gegen die Schweiz können dann helfen. "Ich glaube, was man positiv herausheben kann, ist, dass wir zurückgekommen sind", sagte Leon Goretzka. "Ich fand den Auftritt insgesamt nicht verkehrt, auch wenn wir drei Tore gekriegt haben", sagte Kimmich, der von einem harten Zweikampf gezeichnet ein Pflaster über der Oberlippe trug, als er den St. Jakob-Park verließ. Defensiv-Patzer kein StrukturproblemNatürlich wird Nagelsmann die Abwehrfehler thematisieren. Aber intern. Sogar Nico Schlotterbeck bekam für die seit langem schlechteste Halbzeit im Nationaltrikot ein mildes Urteil. Nicht Schlotterbecks Patzer im Spielaufbau, die zu zwei Gegentoren führten, wollte Nagelsmann in den Mittelpunkt stellen. Sondern die Reaktion des Dortmunders darauf. "Er kriegt jetzt keinen Rüffel. Ich finde, er hat sich im Spiel gefangen. Das ist für mich das wichtige Zeichen."Diese Milde erfüllt einen Zweck. Das Teamgefüge stärkt Nagelsmann mit solchen Aussagen. Auch wenn er schon einräumte: "Ja, verteidigt haben wir nicht ganz so gut in einigen Situationen." Aber: Die Tore fielen nicht wegen struktureller Defizite im Spielsystem. Individuelle Fehlerketten waren die Ursache. Das ist weniger beunruhigend. Für personelle Konsequenzen sieht Nagelsmann offenbar noch keinen Anlass. Obwohl Antonio Rüdiger als Backup bereitsteht. Zu seiner Form, sagte Nagelsmann über Schlotterbeck, "findet er am Montag schon wieder zurück."Die Havertz-Rückkehr 16 Monate spielte Kai Havertz wegen Verletzungen nicht für Deutschland. Auch ohne Tor und noch ohne den großen Punch wurde deutlich, dass das viel zu lange war. Nagelsmann machte den Angreifer vom FC Arsenal gleich wieder zu seinem Rollen-Anführer im Sturmzentrum - vor Nick Woltemade, der immerhin die meisten Tore in der WM-Qualifikation (4) geschossen hatte."Er hat sechs, sieben sehr gefährliche Situationen. Und ja, er muss gesund sein und zu einer guten Fitness finden. Dann ist das für uns auf dem Niveau wie Florian Wirtz oder wie Jamal Musiala", sagte Nagelsmann über Havertz. Der Sané-MalusAlles war nicht perfekt zum Start ins WM-Jahr. Angelo Stiller hatte als Backup für den angeschlagenen Aleksandar Pavlovic in der Zentrale gute wie schlechte Momente. Wirkliche Fragen rief aber der Auftritt von Leroy Sané in der sonst starken Offensive auf.Der Auftritt in der Schweiz war eine weitere vergebene Chance. Der Versuch des Bundestrainers, diesen Fakt zu relativieren, klang freundlich. Nagelsmann verlieh eben vielem in Basel einen freundlicheren Touch und gab Sané sogar ein Einsatzversprechen für das Ghana-Spiel. Dabei kam die Zukunft für ihn schon aufs Feld. Lennart Karl (18) war der bessere Außenbahn-Flitzer bei seinem Länderspieldebüt. "Er wird uns in den nächsten Jahren sehr viel Spaß geben", sagte Matchwinner Wirtz nicht über Sané, sondern über den Bayern-Youngster. Bestmöglich schon bei der WM.

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Basketball: James mit erstem Vater-Sohn-Assist der NBA-Geschichte

LeBron James fügt seiner langen NBA-Karriere einen neuen Meilenstein hinzu. Isaiah Hartenstein und Dennis Schröder sind klar auf Playoff-Kurs. Und in Indiana gibt es eine verrückte Schlusssekunde.LeBron James hat in der NBA einen besonderen Moment mit seinem Sohn Bronny erlebt. Beim 116:99 der Los Angeles Lakers gegen die Brooklyn Nets gab der 41 Jahre alte Superstar erstmals eine direkte Vorlage für seinen Sohn, als er ihm im zweiten Viertel den Ball zupasste und Bronny von der Drei-Punkte-Linie verwandelte. Es war nach offiziellen Angaben der erste Vater-Sohn-Assist der NBA-Geschichte."Das war definitiv ein cooler Moment für uns und auch für die Familie", sagte LeBron James. "Ich nehme das nicht als selbstverständlich hin, sondern genieße einfach den Moment" Bronny James spielt seit der vorigen Saison mit seinem Vater, dem besten Scorer der NBA-Geschichte, bei den Lakers. Meist bekommt der 21-Jährige nur ein paar Spielanteile in den Schlussminuten. Vor drei Jahren hatte er bei einem Training an der University of Southern California einen Herzstillstand erlitten.Bester Werfer der Lakers gegen die Nets war einmal mehr Luka Doncic mit 41 Punkten, der Slowene erzielte als vierter Laker überhaupt im zwölften Spiel in Serie mehr als 30 Punkte. Etwas, das nicht mal LeBron James in seinen mittlerweile acht Jahren in Los Angeles schaffte.Hartenstein glänzt mit 16 ReboundsTitelverteidiger Oklahoma City Thunder mit dem deutschen Center Isaiah Hartenstein ist derweil weiter das beste Team der aktuellen NBA-Saison. Angeführt von Shai Gilgeous-Alexander gewannen die Thunder gegen die Chicago Bulls am Ende deutlich mit 131:113. Gilgeous-Alexander erzielte 25 Punkte und damit mittlerweile im 134. Spiel in Serie mindestens 20 Punkte. Hartenstein steuerte sechs Zähler zum Erfolg bei, glänzte aber vor allem mit 16 Rebounds. Oklahoma führt die Western Conference damit weiter knapp vor den San Antonio Spurs an.Schröder erneut von der BankIn der Eastern Conference festigt das Team von Welt- und Europameister Dennis Schröder eine gute Ausgangsposition für die Playoffs. Die Cleveland Cavaliers gewannen souverän mit 149:128 gegen die Miami Heat - und revanchierten sich damit für die Niederlage vor zwei Tagen. Schröder steuerte von der Bank kommend acht Punkte und fünf Assists zum Sieg bei.Verrücktes Ende in IndianaBemerkenswert war die Schlusssekunde beim Duell der Indiana Pacers gegen die Los Angeles Clippers. Kawhi Leonard brachte die Clippers 0,4 Sekunden vor Schluss mit 114:113 in Führung. Die Pacers, das Team mit der aktuell schlechtesten Bilanz der NBA, verloren beim Einwurf den Ball, Los Angeles' Bennedict Mathurin verfehlte aber seine beiden Freiwürfe, so dass die Pacers tatsächlich noch einmal die Chance zum Sieg bekamen. Beim folgenden Einwurf wurde ein vermeintliches Foul an Jay Huff gepfiffen, so dass Indiana zwei Freiwürfe bekam. Doch auch Huff verfehlte beide.

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Fußball: „Oh. Nee!“ Nagelsmann verschwitzt Neuers Geburtstag

Für Manuel Neuer war dieser Freitag ein wichtiger Tag. Der Weltmeister von 2014 wurde 40 Jahre alt. Doch einer seiner Wegbegleiter hatte zunächst nicht daran gedacht. Manuel Neuer hat an diesem Freitag wohl eine Menge Gratulationen bekommen. Doch einer der potenziellen Gratulanten war offenbar so konzentriert auf seine aktuelle Aufgabe, dass er dem legendären Torwart nicht gratulierte – oder zumindest sehr verspätet.Denn Julian Nagelsmann geriet bei der Frage nach dem 40. Geburtstag von Manuel Neuer kurz ins Schlingern. "Oh. Nee, ich habe noch nicht gratuliert, ehrlich gesagt", sagte der Bundestrainer, als er nach dem 4:3-Sieg der deutschen Nationalmannschaft in der Schweiz von RTL-Moderatorin Laura Wontorra auf den Jubilar angesprochen wurde. Nagelsmann hatte den Geburtstag des Weltmeisters von 2014 schlicht nicht auf dem Schirm.Es blieb aber noch etwas Zeit, Manuel Neuer zu gratulierenDoch der Bundestrainer bat sofort um Verzeihung. "Ich glaube, er sieht es mir nach, dass ich heute den Kopf woanders und ein Spiel vorzubereiten hatte", sagte Nagelsmann und fügte an: "Ich habe ein gutes Team-Management, dass mir sicher schon aufs Handy geschrieben hat, dass Manu heute Geburtstag hat. Ich kann mir nicht von allen meinen nominierten Spielern den Geburtstag merken." Ein bisschen Zeit zum Gratulieren hatte Nagelsmann auch noch, die Uhr zeigte erst 23.10 Uhr.Neuer hatte im August 2024 nach 124 Spielen seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt.

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Formel 1 in Japan: Mercedes-Teenager Antonelli rast zur nächsten Pole Position

Jetzt greift Mercedes-Youngster Kimi Antonelli auch nach der WM-Führung in der Formel 1. In Japan lässt der Italiener in der Qualifikation alle hinter sich. Max Verstappen fährt wieder hinterher.Mercedes-Teenager Kimi Antonelli macht nach seiner Sieg-Premiere in der Formel 1 einfach so weiter. Zwei Wochen nach seinem Triumph in China schnappte sich der Italiener auch in Japan Startplatz eins und greift beim dritten Saisonlauf am Sonntag (7.00 Uhr/Sky) jetzt auch nach der WM-Führung. "Ich bin superglücklich, habe mich sehr wohlgefühlt im Auto", sagte der 19-Jährige. Sein Teamkollege George Russell, der in der Gesamtwertung noch vier Punkte Vorsprung hat, musste sich mit Rang zwei begnügen."Das war richtig gut von Kimi, sehr kontrolliert", lobte Mercedes-Teamchef Toto Wolff seinen Schützling. Antonelli, der zuletzt in Shanghai als jüngster Fahrer in der Geschichte der Königsklasse den besten Startplatz eroberte, sorgte diesmal für die 50. Pole Position eines Italieners in der Formel 1. Stallrivale Russell beklagte Probleme mit der Abstimmung seines Autos und hatte am Ende drei Zehntelsekunden Rückstand.Schon wieder Frust für Max VerstappenDritter wurde McLaren-Pilot Oscar Piastri vor Ferrari-Fahrer Charles Leclerc. Titelverteidiger Lando Norris belegte im zweiten McLaren den fünften Platz. In China hatten beide McLaren-Fahrer wegen technischer Defekte nicht am Grand Prix teilnehmen können. "Wir haben nicht die Geschwindigkeit der Mercedes. Aber wir kommen näher dran, das ist das Wichtigste", sagte Piastri.Für den viermaligen Weltmeister Max Verstappen setzte sich der Frust der ersten Saisonwochen fort. Der Red-Bull-Star konnte mit den Zeiten der Spitze nicht mithalten und belegte Rang elf. "Irgendwas ist falsch mit dem Auto. Es ist plötzlich unfahrbar", klagte Verstappen am Boxenfunk. Nach zuletzt vier Siegen in Suzuka dürfte die Rekordserie des Niederländers reißen. Der Dienstwagen des 28-Jährigen ist bislang deutlich zu langsam, zudem hadert er mit dem neuen Technik-Regelwerk.Unter den seit Jahresanfang geltenden Richtlinien spielt der Elektro-Anteil des Motors eine viel größere Rolle, die Piloten müssen immer wieder die Batterie laden und häufiger vom Gas gehen. Das kommt Verstappens Talent wenig entgegen. "Das Fahren in diesen Autos fordert ihn nicht. Ehrlich gesagt, befürchte ich, dass Max seine Motivation verliert", warnte sein Vater Jos Verstappen im niederländischen "Telegraaf".Hülkenberg: "Ein bisschen Käse"Auch Nico Hülkenberg schafft es als 13. im Audi nicht in den finalen Durchgang der Qualifikation. "War ein bisschen Käse meinerseits. Das Gefühl im Auto ist positiv, man muss es nur auf dem Asphalt umsetzen", sagte der Rheinländer bei Sky. Dagegen belegte sein Teamkollege Gabriel Bortoleto Platz neun. Für das deutsche Werksteam ein Mutmacher, nachdem in den Tagen vor dem Japan-Gastspiel der plötzliche Abschied von Teamchef Jonathan Wheatley aus "persönlichen Gründen" für Wirbel gesorgt hatte.Die sofortige Trennung hatte auch Hülkenberg völlig überrascht. Seine Mutter schickte ihm die ersten Berichte darüber, während er im Simulator trainierte. "Ich schaute in einer Pause auf mein Telefon und dachte mir: Oh, Shit", erzählte der 38-Jährige in Suzuka.Vorerst hat Audis Formel-1-Projektleiter Mattia Binotto auch die Aufgaben als Teamchef übernommen und erlebte am Kommandostand in Japan erneut einen ermutigenden Auftritt der neu zusammengestellten Mannschaft des Autobauers. "Wir sind definitiv konkurrenzfähig", sagte Hülkenberg.

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Florian Wirtz im Testspiel: Fast wirkt es, als habe er übernatürliche Kräfte

Florian Wirtz führt das DFB-Team mit zwei Toren und zwei Vorlagen zum Auftaktsieg im WM-Jahr. Doch die deutsche Abwehr gibt beim Testspiel in der Schweiz ein rätselhaftes Bild ab.

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ATP-Masters: Zverev scheitert in Halbfinale von Miami erneut an Sinner

Alexander Zverev hat seinen zweiten Finaleinzug beim Masters-Turnier in Miami verpasst. Wie schon in Indian Wells muss er sich im Halbfinale Jannik Sinner geschlagen geben.Alexander Zverev ist beim Masters in Miami erneut an Angstgegner Jannik Sinner gescheitert. Im Halbfinale unterlag der deutsche Tennis-Star dem italienischen Weltranglistenzweiten in einem Klasse-Match mit 3:6, 6:7 (4:7). Zverev spielte wie zuletzt aggressiver und servierte stark, zog gegen Sinner aber wie in den letzten sechs Duellen am Ende den Kürzeren. Vor allem ein ins Netz geschlagener Überkopfball beim Stand von 4:4 im Tiebreak des zweiten Satzes wurmte den Olympiasieger aus Hamburg."Ich denke, der zweite Satz hätte in beide Richtungen gehen können. Ich hatte das Gefühl, von der Grundlinie aus richtig dominant zu werden", sagte Zverev nach dem Spiel, "der verpasste Überkopfball war natürlich sehr unglücklich. Der hat am Ende den Tiebreak entschieden. Ich habe den Ball etwas aus den Augen verloren, bin hochgesprungen und habe ihn falsch getimt. So ist es nun mal. Wir machen weiter."Sinner trifft im Finale auf einen TschechenSinner steht derweil zum vierten Mal bei fünf Teilnahmen im Finale von Miami. Nach dem Turniersieg in Indian Wells vor zwei Wochen, bei dem der 24 Jahre alte Italiener ebenfalls im Halbfinale Zverev besiegt hatte, könnte er als achter Spieler in der Geschichte das sogenannte "Sunshine Double" gewinnen.Im Finale des mit 9,4 Millionen US-Dollar dotierten Hartplatzturniers in Florida trifft Sinner am Sonntag auf den an Position 21 gesetzten Jiri Lehecka aus Tschechien, der sich im zweiten Halbfinale klar in zwei Sätzen gegen Arthur Fils aus Frankreich mit 6:2, 6:2 durchsetzte. Für den 24 Jahre alten Lehecka ist es das erste Masters-Finale seiner Karriere. Im Vorjahr gewann in Miami mit Jakub Mensik ebenfalls überraschend ein Tscheche.Sinner könnte dagegen zum zweiten Mal nach 2024 in Miami triumphieren und zugleich seine bemerkenswerte Rekordserie bei Masters-1000-Turnieren ausbauen. Bei diesen hat der Südtiroler mit dem Erfolg gegen Zverev nun 32 Sätze in Folge gewonnen.

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Autounfall: Drogenverdacht: US-Golfer Woods nach Festnahme freigelassen

Erneut ist Golfstar Tiger Woods in einen Autounfall verwickelt. Er wird zunächst wegen Drogenverdachts festgenommen. Wenige Stunden danach kommt er jedoch wieder frei.US-Golfstar Tiger Woods ist wenige Stunden nach seiner Festnahme in den USA wegen Drogenverdachts auf Kaution freigelassen worden. Das teilte eine Sprecherin des Sheriff-Büros von Martin County Medienberichten zufolge mit. Kurz zuvor war der 50-Jährige nach einem Autounfall wegen Drogenverdachts festgenommen worden. Ein Atemalkoholtest habe zwar einen Wert von null angezeigt. Einen Urintest habe Woods aber nicht machen wollen. Die Ermittler vermuten, dass er "irgendein Medikament oder eine Droge" zu sich genommen habe. Woods war bei dem Unfall unverletzt geblieben. Die Höhe der Kaution war zunächst nicht bekannt.Woods musste mindestens acht Stunden lang im Gefängnis bleiben und konnte erst dann gegen Kaution freigelassen werden. John Budensiek vom Martin County Sheriff-Büro hatte nach der Festnahme gesagt, der Golfstar habe am Tatort lethargisch gewirkt. "Wir glauben, dass das auf die Substanz zurückzuführen war, unter deren Einfluss er stand." Er sei wegen Fahruntüchtigkeit am Steuer und Verweigerung eines Tests im Zusammenhang mit dem Unfall angeklagt worden.Unfall bereits vor fünf JahrenNach Angaben des Sheriffs soll Woods in einem Geländewagen mit hoher Geschwindigkeit zum Überholen eines Fahrzeugs angesetzt haben, das zugleich abbiegen wollte. Woods' Geländewagen streifte dabei den Anhänger des anderen Fahrzeugs, kippte auf die Seite und schlitterte über die Fahrbahn. Verletzt wurde bei dem Unfall laut Sheriff niemand.Woods war bereits im Februar 2021 in Los Angeles mit dem Auto von der Straße abgekommen, hatte sich mehrfach überschlagen und dabei komplizierte Brüche am Bein erlitten. Er lag drei Wochen im Krankenhaus und danach nach eigenen Angaben weitere drei Monate in einem Krankenbett bei sich zu Hause in Florida.Damals gab es beim Golfstar Angaben von Polizei und Feuerwehr zufolge keine Anzeichen für den Einfluss von Alkohol, Drogen oder Medikamenten. Woods hatte nach dem Unfall zu Protokoll gegeben, sich nicht daran zu erinnern, am Steuer gesessen zu haben.Gerüchte über ComebackWoods hatte zuletzt Gerüchte um ein Comeback bei den ab dem 9. April stattfindenden US-Masters in Augusta befeuert. Der 50-Jährige hatte nach langer Verletzungspause am vergangenen Dienstag in der neuen Indoor-Liga Tomorrow's Golf League für Aufsehen gesorgt, als er dort überraschend einige Schläge machte.Seinen letzten größeren Auftritt hatte Woods bei den British Open 2024. Nach einem Achillessehnenriss im Frühjahr 2025 fiel er für die Saison aus - und ließ sich im vergangenen Herbst dann ein weiteres Mal am Rücken operieren."Dieser Körper… Er erholt sich nicht mehr so wie damals, als ich 24, 25 war. Das heißt nicht, dass ich es nicht versuche", sagte Woods. Mit Blick auf die US-Masters ergänzte er: "Ich möchte spielen, ich liebe das Turnier." Er werde auf jeden Fall vor Ort sein, sagte der US-Amerikaner. "Wir werden sehen, wie es läuft. Ich werde diese Woche zu Hause trainieren und weiter versuchen, Fortschritte zu machen."

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Fußball-Nationalmannschaft: Der "den Ball küsst": Wirtz zaubert vor seinen Eltern

Ein Spieler macht beim erfolgreichen Sieben-Tore-Test in der Schweiz den Unterschied. Florian Wirtz bereitet in seinem besten Länderspiel erst zwei Tore vor und trifft dann selbst doppelt.Florian Wirtz musste bei der Einordnung seiner Fußball-Gala mit Doppelpack und doppelter Torvorlage nicht lange nachdenken. "Ja, das würde ich schon unterschreiben", antwortete der Offensivstar des FC Liverpool auf die Frage, ob das 38. Länderspiel sein bislang Bestes gewesen sei. "Ich glaube, vier Scorer sind mir noch nie in einem Spiel gelungen. Deswegen ist das ganz einfach zu beantworten", erklärte der 22-Jährige nach dem 4:3 (2:2) gegen die Schweiz. Und es erfüllte den Offensivspieler des FC Liverpool mit besonderer Freude, dass sein Vater und seine Mutter seinen persönlichen Traumstart ins WM-Jahr im Basler St. Jakob-Park live miterlebten. "Es ist natürlich schön, wenn deine Eltern dabei sind bei so einem Spiel und das zusammen mit dir erleben", sagte der Mann des Abends. Los ging die Wirtz-Show mit der präzisen Flanke auf den Kopf von Jonathan Tah beim 1:1. Serge Gnabry erzielte nach einem Traumpass von Wirtz das 2:2. Der Kunstschuss zum 3:2 war dann der Höhepunkt. "Es war ein schönes Tor. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, ich wollte den genauso reinmachen. Dass der Ball so eingeschlagen ist, ist top", sagte Wirtz. Beim 4:3-Siegtor traf er dann in der 85. Minute mit ganz viel Gefühl im rechten Fuß präzise in den Winkel: "In den wichtigen Momenten muss es klappen - heute war es da." Lob von Nagelsmann, Völler und den Kollegen Es waren seine Länderspieltore neun und zehn. Und sein zweiter Doppelpack nach der Premiere beim 7:0 gegen Bosnien-Herzegowina im November 2024. "Er ist außergewöhnlich. Und es waren außergewöhnliche Tore", lobte Julian Nagelsmann. Für den Bundestrainer ist Wirtz "schon ein Weltfußballer".Sportdirektor Rudi Völler eilte nach dem Schlusspfiff von der Tribüne auf den Rasen und nahm Wirtz am Spielfeldrand mit einem Lächeln in den Arm. Später schwärmte der Weltmeister von 1990 in den Katakomben von dem Ausnahmefußballer "mit dem Zauber-Füßchen".Auch die Teamkollegen rühmten den Matchwinner. "Es ist immer wieder faszinierend, was er zaubert auf dem Spielfeld", sagte Bayern-Profi Tah. 2024 waren Wirtz und er mit Bayer Leverkusen Meister und Pokalsieger geworden. Pascal Groß beschrieb die Wirtz-Gala so: "Flo küsst den Ball. Wir können uns glücklich schätzen, so einen Spieler in unserer Mannschaft zu haben."

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Fußball-Nationalmannschaft: Nagelsmanns WM-Erkenntnisse: Wildes Spiel mit Lernkurven

Rückschläge, Comebacks und ein Weltstar in Topform: Wie die Nationalmannschaft in der Schweiz überzeugt – und was Nagelsmann daraus für die WM ableiten kann.Mit einem Pflaster über der dicken Oberlippe trat Joshua Kimmich nach dem wilden Start der Fußball-Nationalmannschaft ins WM-Jahr sichtbar gezeichnet vor die Mikrofone. Der Kapitän hatte bei der Super-Gala von Florian Wirtz beim 4:3 in der Schweiz in der zweiten Hälfte einen Schlag abbekommen. "Es tat kurz weh, aber jetzt ist es wieder in Ordnung", sagte Kimmich. Der Gesundheitszustand des 31 Jahre alten Münchners war ein gewisses Spiegelbild der Grundstimmung beim DFB-Team. Ein paar Schrammen und Schläge hatte es sinnbildlich von den Eidgenossen gegeben. Aber die Freude über den Sieg sollten die bloß nicht trüben. Julian Nagelsmann wollte definitiv die positiven Aspekte in den Vordergrund stellen. Für den Bundestrainer stimmt der Weg. Gut elf Wochen vor dem WM-Start lieferte der Fußballabend in Basel dem Bundestrainer gleich mehrere wichtige Erkenntnisse für die Endrunde in Amerika. Gute wie schlechte.Der Wirtz-Faktor Rudi Völler, Lothar Matthäus, Schweiz-Coach Murat Yakin und ganz sicher auch Joachim Löw als Tribünengast: Die versammelte Fußball-Prominenz verneigte sich vor Doppeltorschütze und Doppelvorlagengeber Wirtz. Mit dieser Leistung hat der 22-Jährige in einem Spiel alle beim FC Liverpool aufgekommenen Zweifel an seiner Weltklasse beseitigt. "Er ist ja schon ein Weltfußballer. Und wenn er sich das beibehält, dann wird er über ganz, ganz lange Zeit ganz oben stehen bei allen Clubs. Weil er einfach unfassbar gut ist, engagiert und immer mit der nötigen Power", jubilierte Nagelsmann förmlich. Wirtz machte den Unterschied und kann den auch bei der WM machen. Die Aussicht, in Jamal Musiala einen weiteren Spieler gleicher Güte im Sommer wieder im Vollbesitz seiner Fähigkeiten dabei zu haben, verspricht große Perspektiven. Jetzt werden für Bayern-Profi Musiala die Daumen gedrückt, dass er bei der WM fit dabei sein kann. Damit "Wusiala" wieder gemeinsam zaubert. Die Charakter-PrüfungNatürlich wurden der Schweiz ihre drei Tore recht leichtfertig geschenkt. Aber das Plus, das Nagelsmann ausmachte, war die Reaktion auf die Nackenschläge. Kein Testspiel-Larifari wie einst im trüben Herbst 2023 bei den Niederlagen gegen die Türkei und Österreich, die den Bundestrainer heute noch wurmen.Zwei Rückstände wurden wettgemacht, die Dominanz ging nicht verloren. Die Kontrolle, zumindest in der gegnerischen Hälfte, auch nicht. "Mentalitätsmäßig finde ich das schon sehr, sehr gut", lobte Nagelsmann. Auch bei der WM kann es Rückstände und Rückschläge geben. Antworten wie gegen die Schweiz können dann helfen. "Ich glaube, was man positiv herausheben kann, ist, dass wir zurückgekommen sind", sagte Leon Goretzka. "Ich fand den Auftritt insgesamt nicht verkehrt, auch wenn wir drei Tore gekriegt haben", sagte Kimmich. Die Schlotterbeck-Patzer in einer anfälligen DefensiveNatürlich wird Nagelsmann die diversen Abwehrfehler thematisieren. Aber intern. Sogar Nico Schlotterbeck bekam für die seit langem schlechteste Halbzeit im Nationaltrikot ein mildes Urteil. Nicht Schlotterbecks Patzer im Spielaufbau, die zu zwei Gegentoren führten, wollte Nagelsmann in den Mittelpunkt stellen. Sondern die Reaktion des Dortmunder darauf. "Er kriegt jetzt keinen Rüffel. Ich finde, er hat sich im Spiel gefangen. Das ist für mich das wichtige Zeichen", sagte der Bundestrainer zum Abwehrspieler. Diese Milde erfüllt einen Zweck. Das Teamgefüge stärkt Nagelsmann mit solchen Aussagen. Doch bedenkenlos kann der Bundestrainer natürlich nicht über die defensive Desorientierung hinweggehen. "Ja, verteidigt haben wir nicht ganz so gut in einigen Situationen", räumte er ein. Für personelle Konsequenzen sieht er aber offenbar noch keinen Anlass. Obwohl Antonio Rüdiger als Backup bereitsteht. Zu seiner Form, sagte Nagelsmann über Schlotterbeck, "findet er am Montag schon wieder zurück."Die Havertz-Rückkehr 16 Monate spielte Kai Havertz wegen Verletzungen nicht für Deutschland. Auch ohne Tor und noch ohne den großen Punch wurde deutlich, dass das viel zu lange war. Nagelsmann machte den Angreifer vom FC Arsenal gleich wieder zu seinem Rollen-Anführer im Sturmzentrum - vor Nick Woltemade, der immerhin die meisten Tore in der WM-Qualifikation (4) geschossen hatte."Er hat sechs, sieben sehr, sehr gefährliche Situationen. Und ja, er muss gesund sein und zu einer guten Fitness finden. Dann ist das für uns auf dem Niveau wie Florian Wirtz oder wie Jamal Musiala", sagte Nagelsmann über Havertz. Gerade im Vergleich mit den Topnationen aus Frankreich, Spanien und Argentinien, die mehr Quantität in der Spitze haben, braucht der Bundestrainer jeden Weltklasse-Spieler. Die Sané-ChancenViele Chancen habe Leroy Sané nicht mehr, sagte Nagelsmann im November. Der Auftritt in der Schweiz war eine weitere vergebene für den Flügelstürmer. Der Versuch des Bundestrainers, diesen Fakt zu relativieren, klang freundlich. Nagelsmann verlieh vielem einen freundlicheren Touch. Doch Sané lieferte schlicht wieder nicht. Und die Zukunft kam für ihn aufs Feld. Lennart Karl (18) war der bessere Außenbahn-Flitzer bei seinem Länderspieldebüt. "Er wird uns in den nächsten Jahren sehr viel Spaß geben", sagte Matchwinner Wirtz nicht über Sané, sondern über den Bayern-Youngster. Bestmöglich schon bei der WM.

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Autounfall: Drogenverdacht: US-Golfstar Woods nach Unfall festgenommen

Gefängnis-Ärger statt Comeback: Golfstar Tiger Woods hat einen Autounfall. Alkohol ist nach Behördenangaben nicht im Spiel – allerdings gibt es einen anderen Verdacht.US-Golfstar Tiger Woods ist nach einem Autounfall in den USA wegen Drogenverdachts festgenommen worden. Ein Atemalkoholtest habe zwar einen Wert von null angezeigt, sagte John Budensiek vom Martin County Sheriff's Office in Florida bei einer Pressekonferenz. Einen Urintest habe Woods aber nicht machen wollen. Die Ermittler vermuten, dass er "irgendein Medikament oder eine Droge" zu sich genommen habe."Er wirkte am Tatort lethargisch", sagte Budensiek. "Wir glauben, dass das auf die Substanz zurückzuführen war, unter deren Einfluss er stand."Woods, der bei dem Unfall unverletzt blieb, müsse ab 15.00 Uhr (US-Ostküstenzeit) mindestens acht Stunden lang im Gefängnis bleiben und könne dann gegen Kaution freigelassen werden, sagte Budensiek. Er sei wegen Fahruntüchtigkeit am Steuer und Verweigerung eines Tests im Zusammenhang mit dem Unfall angeklagt worden.Anzeichen von FahruntüchtigkeitGegen 14.00 Uhr erreichte die Polizei einen Anruf, dass sich ein Auto in der Stadt Jupiter Island im Bundesstaat Florida überschlagen habe. Nach Angaben des Sheriffs soll Woods in einem Geländewagen mit hoher Geschwindigkeit zum Überholen eines Fahrzeugs angesetzt haben, das zugleich abbiegen wollte. Woods' Geländewagen streifte dabei den Anhänger des anderen Fahrzeugs, kippte auf die Seite und schlitterte über die Fahrbahn. Verletzt wurde bei dem Unfall laut Sheriff niemand.Woods war bereits im Februar 2021 in Los Angeles mit dem Auto von der Straße abgekommen, hatte sich mehrfach überschlagen und dabei komplizierte Brüche am Bein erlitten. Er lag drei Wochen im Krankenhaus und danach nach eigenen Angaben weitere drei Monate in einem Krankenbett bei sich zu Hause in Florida.Damals gab es beim Golfstar Angaben von Polizei und Feuerwehr zufolge keine Anzeichen für den Einfluss von Alkohol, Drogen oder Medikamenten. Woods hatte nach dem Unfall zu Protokoll gegeben, sich nicht daran zu erinnern, am Steuer gesessen zu haben.Zuletzt befeuerte Woods Gerüchte um ein großes ComebackWoods hatte zuletzt Gerüchte um ein Comeback bei den ab dem 9. April stattfindenden US-Masters in Augusta befeuert. Der 50-Jährige hatte nach langer Verletzungspause am vergangenen Dienstag in der neuen Indoor-Liga Tomorrow's Golf League für Aufsehen gesorgt, als er dort überraschend einige Schläge machte.Seinen letzten größeren Auftritt hatte Woods bei den British Open 2024. Nach einem Achillessehnenriss im Frühjahr 2025 fiel er für die Saison aus - und ließ sich im vergangenen Herbst dann ein weiteres Mal am Rücken operieren. "Dieser Körper… Er erholt sich nicht mehr so wie damals, als ich 24, 25 war. Das heißt nicht, dass ich es nicht versuche", sagte Woods. Mit Blick auf die US-Masters ergänzte er: "Ich möchte spielen, ich liebe das Turnier." Er werde auf jeden Fall vor Ort sein, so der US-Amerikaner. "Wir werden sehen, wie es läuft. Ich werde diese Woche zu Hause trainieren und weiter versuchen, Fortschritte zu machen."

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4:3 gegen die Schweiz: DFB-Team startet mit Sieg ins WM-Jahr: Wunder-Wirtz übertüncht wilde Wackler

Florian Wirtz brilliert mit zwei Toren und zwei Vorlagen. Dennoch bleibt vor der WM viel Arbeit für Nationaltrainer Julian Nagelsmann: Die Abwehr gibt ein bedenkliches Bild ab.Der alles überragende Fußball-Zauberer Florian Wirtz hat bei der deutschen Fußball-Nationalmannschaft große Hoffnungen auf magische WM-Nächte geweckt. Mit zwei Wunder-Toren und zwei Vorlagen bescherte der Ausnahmekicker der DFB-Elf zum Start ins Turnierjahr einen 4:3 (2:2)-Erfolg gegen die Schweiz. 79 Tage vor dem Aufbruch in die WM-Mission bereitete die wackelige Abwehr Bundestrainer Julian Nagelsmann in Basel aber einiges Kopfzerbrechen.Dan Ndoye (17.) nutzte gleich die erste Fehlerkette und brachte die Hausherren im St. Jakob-Park wie beim jüngsten Treffen bei der EM 2024 (1:1) in Führung. Nach dem Ausgleich durch Jonathan Tah (26.) geriet die in ihren neuen blauen Auswärtstrikots angetretene DFB-Elf durch Breel Embolo (41.) erneut in Rückstand.Serge Gnabry (45.+2) machte diesen vor den Augen von Ex-Bundestrainer Joachim Löw wett. Dann hatte der überragende Wirtz seinen ersten großen Moment, als er den Ball aus halblinker Position ansatzlos in den Winkel zirkelte (61.). Debütant Lennart Karl sollte als Joker den ersten Sieg über den Nachbarn seit 2008 mit über die Zeit bringen, doch Joel Monteiro (79.) schockte die DFB-Auswahl. Erst ein weiterer Geniestreich von Wirtz (86.) brachte den Sieg.Das Motto: „Einspielen“ für die WMZweieinhalb Monate vor dem WM-Start in Houston gegen Außenseiter Curaçao legte Nagelsmann seine Karten auf den Tisch. „Einspielen“ für das XXL-Turnier lautete sein Motto. Das bedeutete: Die Elf von Basel soll auch seine Stammformation für die USA, Mexiko und Kanada sein – mit zwei, höchstens drei Änderungen. Namentlich vor allem die in Topform gesetzten Münchner Jamal Musiala und Aleksandar Pavlovic, die aktuell fehlen.Für Pavlovic durfte der nachnominierte Stuttgarter Angelo Stiller im Mittelfeld neben Leon Goretzka den Sechser geben – er tat dies solide. Musialas Zehner-Part übernahm wie in der Qualifikation Gnabry, für den Leroy Sané über rechts kam. Nagelsmann war gespannt, „wie wir nach so einer langen Pause reinkommen“. Die Antwort: gut.Nach Zuspiel des umtriebigen Wirtz hatte Sané (3.) früh eine erste Chance. Zehn Minuten später legte erneut Wirtz auf, diesmal für Neuner Kai Havertz, der an Torwart Gregor Kobel scheiterte. Nach einer Ecke blockte der aufgerückte Tah unfreiwillig einen gefährlichen Gnabry-Schuss (14.).All diese Gelegenheiten verpufften ungenutzt, die Schweiz dagegen schlug mit ihrer ersten zu. Nach einem Fehlpass von Nico Schlotterbeck spielte Granit Xhaka in den von Joshua Kimmich verlassenen Raum rechts hinten. Dort wurde Ndoye von Stiller nur begleitet, der Schuss des Stürmers erwischte Torwart Oliver Baumann kalt im kurzen Eck.DFB-Team mit anfälliger AbwehrBeim Ausgleich zahlte sich aus, dass Nagelsmann mit Blick auf die Endrunde noch stärker auf Standards setzt: Nach einer kurz ausgeführten Ecke zirkelte Wirtz den Ball auf den zweiten Pfosten, wo Tah überlegt einköpfte. Weiter angetrieben vom lautstarken Bundestrainer prüfte Havertz (32.) abermals BVB-Keeper Kobel.Doch die Abwehr, die laut Nagelsmann genau in dieser Formation Turnier‑„Stabilität“ garantieren soll, blieb bei den wenigen Schweizer Vorstößen anfällig. Ein abermaliger Fehlpass von Schlotterbeck leitete das 1:2 ein, David Raum ließ den Mainzer Silvan Widmer unbehelligt flanken und Tah Embolo unbedrängt einköpfen.Der Augsburger Fabian Rieder scheiterte bei einem Konter außerdem an der Latte (43.). Doch auf Wirtz war Verlass: Ein Geniestreich des Zauberfußes setzte Gnabry in Szene, der mit dem Pausenpfiff den erneuten Ausgleich besorgte.Nach der Pause ging beim Gegner das große Wechselspiel los, beide Teams hatten bis zu elf Tauschmöglichkeiten vereinbart. Der auffällige Gnabry (47.) scheiterte aus spitzem Winkel.Die DFB-Elf blieb am Drücker und kam zu weiteren guten Gelegenheiten. Positiv in dieser Phase: Das Gegenpressing funktionierte, das Umschaltspiel lief flüssig. Überhaupt gefiel die Offensive, nur an der Effektivität mangelte es. Ein erneut schnell ausgeführter Eckball brachte die erstmalige Führung, doch hinten passte es weiter nicht. Am Ende machte Wirtz den Unterschied.

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Skifliegen: Prevc fliegt in Heimat zum Sieg - Weltrekord durch Schwester

Zum Start ins Saison-Abschlusswochenende dominiert Topfavorit Domen Prevc. Bester Deutscher wird Andreas Wellinger auf Rang acht. Bei den Frauen verbessert Nika Prevc im Training den Weltrekord.Der slowenische Saison-Dominator Domen Prevc hat beim Skifliegen in Planica einen Heimsieg gefeiert. Der 26-Jährige setzte sich auf der gigantischen Schanze vor dem Japaner Ren Nikaido und Daniel Tschofenig aus Österreich durch. Als bester deutscher Skispringer belegte Andreas Wellinger am Abschieds-Wochenende von Bundestrainer Stefan Horngacher den achten Platz. Der 30-Jährige landete bei 218,5 sowie 215,5 Metern.Der weiteste Flug des Tages gelang einer Frau: Im Training flog Olympiasiegerin Nika Prevc auf die Weltrekordweite von 242,5 Metern und verbesserte damit ihre eigene Bestmarke, die sie im März 2025 im norwegischen Vikersund aufgestellt hatte. Ihr Bruder Domen hält bei den Männern den Weltrekord, er segelte 2025 ebenfalls in Planica auf 254,5 Meter.Für einen Schreckmoment sorgte der Österreicher Stephan Embacher. Der 20-Jährige flog 240 Meter weit, verlor nach der Landung die Kontrolle und rollte und rutschte danach über den Hang. Embacher stand selbst wieder auf und verließ den Landebereich. Einer ersten ärztlichen Untersuchung zufolge blieb er unverletzt, teilte der Österreichische Skiverband mit.Prevc flog 232,5 und 230,5 Meter weit. Der Ausnahmespringer hat in dieser Saison so ziemlich alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Prevc triumphierte bei der Vierschanzentournee, bei den Olympischen Winterspielen holte er zweimal Gold. Er ist zudem Gesamtweltcupsieger und Skiflug-Weltmeister.Wettkämpfe auch am Samstag und SonntagKarl Geiger belegte als zweitbester Deutscher den zwölften Rang (208 und 224,5 Meter). Pius Paschke wurde 24., für Olympiasieger Philipp Raimund wurde es Rang 28. "Für mich war das Ziel, mich zweimal von der Schanze runterzuschmeißen, und das habe ich ganz gut hinbekommen", sagte Raimund im ZDF. Im vergangenen Jahr hatte der 25-Jährige noch wegen Höhenangst auf einen Start verzichtet.Für die Springer geht es an diesem Samstag mit einem Teamwettbewerb weiter (9.30 Uhr/ZDF und Eurosport). Zudem steht ein Einzel der Frauen auf dem Programm (15.00 Uhr/ZDF und Eurosport). Am Sonntag endet die Saison mit einem weiteren Einzelfliegen im Tal der Schanzen.

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Ski nordisch: Prevc fliegt in der Heimat zum Sieg - Wellinger Achter

Zum Start ins Saison-Abschlusswochenende dominiert der Topfavorit. Die deutschen Skispringer haben mit dem Kampf um die Podestplätze nichts zu tun. Ein Österreicher sorgt für einen Schreckmoment.Der slowenische Saison-Dominator Domen Prevc hat beim Skifliegen in Planica einen Heimsieg gefeiert. Der 26-Jährige setzte sich auf der gigantischen Schanze vor dem Japaner Ren Nikaido und Daniel Tschofenig aus Österreich durch. Als bester deutscher Skispringer belegte Andreas Wellinger am Abschieds-Wochenende von Bundestrainer Stefan Horngacher den achten Platz. Der 30-Jährige landete bei 218,5 sowie 215,5 Metern.Für einen Schreckmoment sorgte der Österreicher Stephan Embacher. Der 20-Jährige flog 240 Meter weit, verlor nach der Landung die Kontrolle und rollte und rutschte danach über den Hang. Embacher stand selbst wieder auf und verließ den Landebereich. Einer ersten ärztlichen Untersuchung zufolge blieb er unverletzt, teilte der Österreichische Skiverband mit.Prevc flog 232,5 und 230,5 Meter weit. Der Ausnahmespringer hat in dieser Saison so ziemlich alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Prevc triumphierte bei der Vierschanzentournee, bei den Olympischen Winterspielen holte er zweimal Gold. Er ist zudem Gesamtweltcupsieger und Skiflug-Weltmeister.Wettkämpfe auch am Samstag und SonntagKarl Geiger belegte als zweitbester Deutscher den zwölften Rang (208 und 224,5 Meter). Pius Paschke wurde 24., für Olympiasieger Philipp Raimund wurde es Rang 28. "Für mich war das Ziel, mich zweimal von der Schanze runterzuschmeißen, und das habe ich ganz gut hinbekommen", sagte Raimund im ZDF. Im vergangenen Jahr hatte der 25-Jährige noch wegen Höhenangst auf einen Start verzichtet.Für die Springer geht es an diesem Samstag mit einem Teamwettbewerb weiter (9.30 Uhr/ZDF und Eurosport). Zudem steht ein Einzel der Frauen auf dem Programm (15.00 Uhr/ZDF und Eurosport). Am Sonntag endet die Saison mit einem weiteren Einzelfliegen im Tal der Schanzen.

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Homosexuelle im Fußball: Uli Hoeneß über Dobricks Coming-out bei St. Pauli: „Wir würden ihn verteidigen“

Uli Hoeneß hat auf das Coming-out des St.-Pauli-Jugendtrainers Christian Dobrick reagiert. Der Aufsichtsrat des FC Bayern sichert Schwulen seine Unterstützung zu.Uli Hoeneß hat sich zum Coming-out von Christian Dobrick geäußert. Dobrick, Jugendtrainer beim FC St. Pauli, hatte sich zu Wochenbeginn in Interviews von RTL und stern zu seiner Homosexualität bekannt. Er ist der erste Trainer aus dem Stab eines Bundesligavereins, der offen zu seinem Schwulsein steht.Hoeneß, Aufsichtsratsmitglied und Ehrenpräsident des FC Bayern München, sagte den Sendern RTL/ntv: „Ich sehe da überhaupt kein Problem drin. Und ich verstehe überhaupt nicht, dass darüber überhaupt diskutiert wird. Wenn das bei Bayern München vorkommen würde, würde derjenige überhaupt kein Problem kriegen, sondern viel eher Unterstützung. Falls er medial oder auch im Internet angegriffen würde, würden wir ihn, wie immer alle unsere Leute, verteidigen.“Das Coming-out des 29 Jahre alten St.-Pauli-Trainers hat bundesweit große Resonanz hervorgerufen und innerhalb der Branche eine Debatte angestoßen, warum Homosexualität im Männerfußball noch immer als ein Tabu gilt. Dobrick hatte im stern-Interview drastische Worte dafür gefunden: „Im Profifußball gelten Schwule noch immer als Außerirdische.“Er sei „mit Sicherheit kein Einzelfall“, sagte Dobrick. „Was den Profibereich betrifft, vermute ich, dass es dort deutlich weniger Schwule gibt als im Bevölkerungsdurchschnitt. Weil der Druck in der Branche so groß ist, ein heteronormatives Leben zu führen. Es kommen weniger schwule Fußballer ganz oben an, weil sie ihre Energie verschwenden müssen für Probleme, die nichts mit dem Sport zu tun haben.“ Dobrick „glücklich“ über Schritt in die ÖffentlichkeitNachdem Dobrick an die Öffentlichkeit gegangen war mit dem Bekenntnis, schwul zu sein, sicherte ihm sein Arbeitgeber FC St. Pauli umgehend Unterstützung zu. Über die sozialen Medien teilte der Hamburger Erstligist mit: „Unser U19-Trainer Christian Dobrick hat in einem Interview seine Homosexualität öffentlich gemacht. Als FC St. Pauli stehen wir selbstverständlich hinter ihm und seinem Coming-out. Denn eigentlich ist es ganz einfach und sollte für alle gelten: Lieb’ doch, wen du willst!“Dobrick sagte dem stern am Freitag, er habe bislang „ausschließlich positive Rückmeldungen aus dem Fußball“ erhalten. „Viele ehemalige Spieler und Kollegen haben sich gemeldet und mir Respekt für meinen Schritt an die Öffentlichkeit gezollt. Ich bin glücklich, dass ich diesen Schritt gewagt habe. Mit so viel Rückhalt hatte ich nicht gerechnet.“Transparenzhinweis: Der stern ist Teil von RTL Deutschland.

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Radsport: Katalonien: Starker Lipowitz Vierter - Vingegaard gewinnt

Deutschlands Radsport-Hoffnung Florian Lipowitz überzeugt bei der Katalonien-Rundfahrt und entscheidet das teaminterne Duell für sich. Jonas Vingegaard dominiert erneut mit deutlichem Vorsprung.99 Tage vor dem Start der Tour de France hat sich Florian Lipowitz in starker Frühform gezeigt und das interne Red-Bull-Duell mit Doppel-Olympiasieger Remco Evenepoel bei der Katalonien-Rundfahrt klar für sich entschieden. Die deutsche Radsport-Hoffnung belegte bei der Bergankunft auf dem Coll de Pal den vierten Platz. Eine Klasse für sich war erneut der zweimalige Tourchampion Jonas Vingegaard. Der Däne, der jüngst schon die Rundfahrt Paris-Nizza gewonnen hatte, siegte mit deutlichem Vorsprung.Lipowitz hatte im Ziel nach 153,1 Kilometern 1:01 Minuten Rückstand, knapp vor ihm lagen nur der Österreicher Felix Gall (0:51) und der zeitgleiche Franzose Lenny Martinez.Superstar Evenepoel verlor auf dem 16,9 Kilometer langen Schlussanstieg mit durchschnittlich sieben Prozent Steigung als Sechster 37 Sekunden auf Lipowitz. Der Belgier war Anfang des Jahres zu Red Bull gewechselt. Bei der Tour soll er mit Lipowitz eine Doppelspitze bilden, eine klare Kapitänsrolle ist zunächst nicht vorgesehen.Lipowitz nun GesamtvierterIn der Gesamtwertung sprang Lipowitz auf den vierten Platz und hat nun einen Rückstand von 1:13 Minuten auf Vingegaard, der damit den Gesamtsieg vor Augen hat. "Das war eine harte Etappe. Wir hatten einen Plan. Ich habe mich am letzten Anstieg richtig gut gefühlt", sagte Vingegaard.Mit einem so großen Vorsprung habe er nicht gerechnet. Die Rundfahrt endet am Sonntag in Barcelona, vorher wartet am Samstag noch eine anspruchsvolle Bergetappe über 158,2 Kilometer von Berga nach Santuari de Queralt. "Ich liebe es, große Rennen zu gewinnen. Es ist eine gute Vorbereitung für das, was noch auf mich zukommt", betonte der Däne.

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Was macht eigentlich …?: Laura Dekker: „Loslassen ist das Schwierigste am Elternsein“

Die Niederländerin schrieb mit 16 Geschichte – als jüngster Mensch, der je allein die Welt umsegelt hat. Wo Laura Dekker heute lebt und wie sie ihre Söhne erzieht.

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